Ein neuer Bewohner

Story by Guglehupf on SoFurry

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Sergalnasen waren nicht fellfrei, anders als die von Hunden, Katzen oder Rindern. Stattdessen wurden ihre Nasenlöcher von Fell geschützt, ähnlich der Nasenhaare von Menschen. Dennoch kitzelte das Licht des frühen Morgens Fornoirs Schnauze. Er drehte sich genervt mit dem Gesicht zur Wand und kniff die Augen zu. Zwar hatte er mit dem frühen Aufstehen eigentlich keine Probleme, aber heute wollte er nicht. Der rechte Arm tat weh, ein heftiger Muskelkater, wohl ausgelöst durch die Anstrengung von gestern. Auch sein Rücken beschwerte sich. Zudem hatte er schlecht geträumt, wilde, unzusammenhängende Träume. „Und das sagt mir noch einmal jemand, dass man nach einem harten tag besonders gut schläft.“ murmelte er und vergrub das Gesicht zudem unter dem Kissen.

Es half alles nichts. Das Licht schien sich zum Ziel gesetzt zu haben, ihn zu wecken und setzte mit aller Macht nach. Wenn es ihn schon nicht direkt wecken konnte, konnte es wenigstens die Vögel der Umgebung wecken. Verzweifelt drückte sich der Sergal das Kissen über die nach hinten gelegten Ohren und versuchte so, das Erwachen der Natur von seinem eigenen Erwachen fern zu halten. Konnte die Natur ihn nicht einfach in Ruhe lassen? Musste er jetzt wirklich auf diese diabolische Art und Weise geweckt werden?

Nach einigen Minuten gab Fornoir sehr genervt auf und schrie wütend auf. Das Kissen flog durch den Raum, in Richtung des Fensters, so als könne er damit alle ihn nervenden Vögel zum Schweigen bringen. Es traf zum Glück nicht und klatschte gegen die Wand.

Nun war er wach, genervt und hatte kein Kissen mehr. Er rollte sich aus dem Bett, stand dann auf und griff nach dem Lendenschurz. Schnell wurde das Stoffstück angezogen, sein Kopfkissen zurück in das Bett gelegt und die Bettdecke so hingelegt, wie die Herrin es ihm mal gezeigt hatte. Nicht dass er einen Sinn für Ordnung hätte, aber die Androhung einer Strafe ließ auch bei ihm das Gefühl für Ordnung wachsen. Vor allem wenn er am eigenen Körper erleben musste, dass Strafen umgesetzt wurden.

Mit zerzaustem Fell und einem ‚Störe-mich-ja-nicht‘-Blick schlurfte er die Treppe runter. Die Blutflecken ignorierend begab er sich in die Küche, wo er sich erst einmal Wasser aus einer Karaffe in einen Becher goss. Er zog den Becher in einem runter, dann noch ein paar weitere. Zu guter Letzt schüttete er sich selber kaltes Wasser über das Gesicht um wenigstens etwas wacher zu werden. Kurz wurde sich umgeschaut, er konnte jedoch noch keine Anzeichen dafür erkennen, dass die Elfe schon wach war. Zu seinem Glück, denn wirklich Lust auf Kontakt mit ihr hatte er nicht. Sie schaffte es irgendwie immer gut zu schlafen und ihre gute Laune ging ihm gerade in solchen Situationen tierisch auf den Keks.

Er seufzte. Es half alles nichts, er musste sich an die Arbeit machen. Wenn die Herrin mitbekam, dass er morgens Zeit vertrödelte, würde er mächtig Ärger bekommen. So schnappte er sich aus verschiedenen Schränken und Räumen Besen, Tücher, einen Wischmopp und was er sonst noch so brauchte, um die Schmutzflecken aus dem Eingangsbereich runter in den Keller zu beseitigen.

Tatsächlich gingen die Flecken erstaunlich gut weg, er musste zwar schrubben, aber es war nicht so hartnäckig wie er es befürchtet hatte. Die körperliche Betätigung tat ihm gut, er entspannte und störte sich nicht daran, dass es Putzen war. Er hatte seine Ruhe, musste sich nicht mit der Herrin rumschlagen und falls sie doch auf ihn zukam, hätte er einen Grund, das Gespräch kurz zu halten. Zudem schlug sie ihm für gewöhnlich nicht in die Eier wenn er arbeitete, denn das hatte oft eine verminderte Arbeitsleistung zur Folge.

Bald war das gesamte Erdgeschoss von den Flecken befreit und es sah nicht mehr nach einem Schlachtfeld aus. Fornoir lehnte sich gegen seinen Besen und wirkte sehr zufrieden. Ja, er hatte es gut gemacht, die Herrin konnte stolz auf ihn sein. Vielleicht bekam er heute dann auch eine richtige Belohnung. Doch dann sah er zur Treppe und seufzte erneut. Das gesamte Kellergewölbe wollte ja auch noch geputzt werden. Und dort war der Boden definitiv nicht so einfach zu reinigen wie hier. //Es wäre ja auch zu schön gewesen, wenn ich nicht noch mehr Aufgaben bekommen würde…// dachte der Sergal und machte sich daran, das Wasser zu wechseln, um anschließend dann den Keller zu reinigen. //Eigentlich könnte das doch auch gut der Verursacher machen, diese Dämonin.// Doch wer wusste schon, was die Herrin mit ihren Gefangenen vor hatte.

So schrubbte er zunächst die Treppen von oben nach unten, bis er dann im Keller angekommen war. Warum mussten Folterraum und Kerker nochmal so weit entfernt waren? Wäre es nicht viel besser, dass beide nebeneinander waren? //Schauen wir erst mal bei der Dämonin vorbei… So viel Zeit muss sein.// Ja, er war neugierig auf sie, wollte sie einfach mal in einem anderen Licht sehen. Vor allem interessierte er sich brennend dafür, zu erfahren was sie denn nun machte. Hatte sie sich bewegt oder lag sie weiterhin regungslos auf dem Boden?

Die Putzutensilien wurden zur Seite gestellt und er folgte der Blutspur in Richtung des Verlieses. Kurz blieb das Männchen stehen und überlegte, ob er es riskieren sollte, die Tür zu öffnen oder ob er lieber nur die kleine Klappe öffnen sollte, durch die man Essen und andere Dinge geben konnte. Beides hatte seinen Reiz, keine Frage. Kurz wollte er nach dem Schlüssel neben der Tür greifen, entschied sich dann aber doch für den Griff an der Lucke. Er drehte ihn und sie fiel in seine Richtung.

In der Kammer war es dunkel, doch offenbar brannte eine Fackel an der Wand. Seine Augen wanderten sofort zum Boden, dort befand sich eine ordentliche Blutlache, Schleifspuren deuteten jedoch darauf hin, dass etwas fortbewegt wurde. Tatsächlich saß die Gefangene an der Wand gegenüber der Tür. Sie hatte die Beine an die brustlose Brust gedrückt und umklammerte diese. Sie schien nicht richtig da zu sein, denn sie blickte die Lache auf dem Boden mit einem sehr seelenlosen Blick an. Fornoirs Öffnen der Klappe hatte sie nicht bemerkt, oder ignoriert.

„Hey, bist du wach?“ rief der Segal in das Kellerloch und wartete auf eine Reaktion.

Es dauerte einen Moment, bis Leben in den Haufen Elend kam. Mordaine zuckte zusammen, starrte jedoch weiterhin das Blut an. „Ja, bin ich.“ Und nach einer kurzen Atempause: „Was willst du hier?“

Was wollte er? Das war eine gute Frage, auf die er selber so schnell keine Antwort hatte. „Gute Frage… Ich beseitige gerade die Sauerei, die du veranstaltet hast, also dachte ich, ich schau mal nach wie es dir geht.“

Langsam hob sie den Kopf. Ihre Augen blickten ihn erschöpft an. „Ich soll wirklich glauben, dass du dich dafür interessierst, wie es mir geht. Hättest du nicht das Leben aus mir raus geprügelt, würde ich vermutlich lachen.“

Der Sergal rollte mit den Augen. „Jetzt sei mal nicht so nachtragend. Das war gestern, also ist schon fast vergessen.“ Kam sie ihm blöd, konnte er auch blöd sein. „Du hast jetzt die einmalige Chance, mir zu sagen, ob du was brauchst und wenn ja, was du brauchst. Wasser? Hast du Hunger? Was isst ihr Dämonen überhaupt?“

Mordaine grinste schwach ob der Frage des Sergals. „Deine Herrin holt sich einen Dämon ins Haus und klärt ihre anderen Sklaven nicht mal darüber auf. Sie scheint ja wirklich um euer Wohl bemüht zu sein.“ Nun bewegte sie sich langsam. Die Arme wurden gestreckt und knackten dabei hörbar, dann stand sie langsam auf. Dafür, dass sie gestern schier zu Tode geprügelt wurde, machte sie einen fitten Eindruck. „Eigentlich brauche ich nur so etwas.“ Sie hielt den Seelenstein in seine Richtung, allerdings soweit von ihm entfernt, dass er ihr diesen nicht entreißen konnte. „Aber ich muss sagen, ihr Zweibeiner habt einige echt leckere Sachen zu essen. Appetit habe ich schon, so ist es ja nicht.“

Er musterte sie genau, ihr Verhalten passte ihm überhaupt nicht. Erst erschöpft, gebrochen und jetzt wieder so relativ gut gelaunt. Entweder versuchte sie nur, ihm Angst einzujagen und dafür zu sorgen, dass er vor ihr Respekt hatte, oder sie war durch den Seelenstein ein wenig überheblich geworden. „Die Herrin weiß, was sie tut. Und ich bin mir ziemlich sicher, dass sie bei Bedarf den Bannkristall wieder herausholen wird.“ Er grinste dreckig. „Du hast ja noch ein paar andere Löcher, in die man ihn stecken kann.“

Ein zorniger Blick folgte. „Kein Deut besser als die Herrin. Du bist ein wahrer Schoßhund. Und ich dachte, ihr Sergals hättet so etwas wie Stolz und würdet nicht zu solch miesen Tricks greifen.“

„Was willst du nun? Wasser? Essen? Oder willst du mir Angst einjagen? Dann bist du an den Falschen geraten, denn Angst habe ich keine vor dir.“ Ganz offensichtlich sorgte der Seelenstein dafür, dass sie vor ihm mit seinen Körperstrafen keine Angst hatte. Oder sie war sich ihrer Lage nicht bewusst. „Dafür, dass du gestern halb tot den Blutsvertrag unterzeichnet hast, wirkst du jetzt wieder ziemlich fit. Bereit für Runde zwei?“

„Von dir brauche ich nichts, Hündchen.“ Sie drehte sich um und ließ ihn auf den zerschundenen Rücken blicken. „Du kannst nur schlagen und Befehle ausführen, das ist nichts besonders. Glaubst du, ich habe noch nie solche Schläge erhalten? Wir Dämonen sind zu unseresgleichen nicht sonderlich nett, musst du wissen.“ Dann setzte sie sich auf eine der Pritschen. „Also, hast du nicht eine Aufgabe zu erledigen? Blut weg zu wischen, zum Beispiel?“

Warum spielte sie noch mit ihm? Glaubte sie wirklich, sie könnte noch gewinnen oder ihre Position verbessern? Oder war das ein Trick, um ihn dazu zu bekommen, die Herrin zu verraten? Egal was es war, sie schaffte es, dass Fornoir wütender und gereizter war, als er es eigentlich wollte. „An deiner Stelle wäre ich vorsichtiger, ich habe noch das ein oder andere Ass im Ärmel.“ Er fauchte wütend, wusste aber auch, dass er bluffte. Verprügeln konnte er sie aktuell nicht und alles, was sie jetzt noch beeindrucken würde, war Magie oder sonstige Trick, welche er nicht verstand. Kurz um, er musste auf seine Herrin vertrauen. Was er dem Dämon natürlich nicht sagen wollte. „Außerdem… Wenn du mich so direkt darauf ansprichst… Ich denke, ich lasse das Blut noch hier. Ich habe den Verdacht, dass bald weiteres dazukommen wird.“ Ohne weitere Worte knallte er die Klappe wieder zu und verschloss sie ordnungsgemäß. //Warte nur ab, Schlampe. Wenn du erst einmal da draußen bist, werde ich dir schon zeigen, was ein Sergal alles kann. Und wie Ideenreich ich bin… Auch ein Sukkubus hat bestimmt irgendwo seine Limits.//

Im Großen und Ganzen war das Gespräch so verlaufen, wie er es von Manaltor kannte. Der Drache hatte auch keinen Millimeter mehr Respekt vor ihm wie er es haben musste und wirklich die Befehle, die er ihm gab, ausführen tat er auch nicht. Zornig griff er nach dem Besen und hatte für einen kurzen Moment das Verlangen, diesen in der Mitte zu zerbrechen und in die Ecke zu werfen. Dann hätte wenigstens etwas auf ihn gehört. Die Reaktion der Elfe wollte er sich dann aber doch ersparen. „Ich bin hier die Nummer zwei, ich bin hier der Begünstigte der Herrin, Ich bin ein Sergal, respektiert mich!“ murmelte er und starrte wütend die Treppe an. In solchen Momenten wurde ihm schmerzlich bewusst, dass er fast ein Nichts war, von einer dunklen Magierin zum Gehorsam gezwungen und an einer kürzeren Leine gehalten als gedacht. Zu seinem Verdruss kam hinzu, dass sie es immer wieder schaffte, ihn denken zu lassen, er hätte Macht. //Und doch fürchten sie alle nur die Magie der Herrin, nicht mich.// Außer Hidalgo vielleicht, aber der Greif war auch mit jedem gut befreundet, der ihm freundlich kam.

Zurück in der Küche nahm er erst einmal eine Kelle klaren, kühlen Wassers und beruhigte so sein erhitztes Gemüt. Es half alles nichts, er konnte aktuell nichts an der Situation ändern.

„Na, gut geschlafen?“ fragte eine ihm bekannte Stimme und der Sergal schreckte hoch. Mit der Herrin hatte er jetzt irgendwie gar nicht gerechnet. Er drehte sich zu der bereits in Tageskleidung befindlichen Frau und blieb aufgrund seiner schlechten Stimmung nicht einmal an ihren Brüsten hängen.

„Ach, fragt nicht.“ Es hatte immer einen unangenehmen Beigeschmack, wenn die Herrin sich nach seinem Wohlbefinden erkundete. Oft konnte er es ignorieren und sogar gute Miene zu bösem Spiel machen, aber aktuell ging es nicht. „Ich fühle mich, als hätte ich gar nicht geschlafen. Das gestern war doch ein bisschen anstrengender als ich erwartet hätte.“ Wenn schon nicht freundlich sein, so wollte er wenigstens neutral wirken. So stand er direkt von seiner Herrin, schaute ihr in die Augen und erwartete Befehle oder irgendwas. Hauptsache, das Gespräch endete bald.

Faldarea hielt eine Tasse Tee in den Händen und blickte ihren Sergal sanft an. Wäre das Tattoo nicht, man würde sie vermutlich für ein sehr sanftes Wesen halten. „Das ist die Dämonenmagie. Der Bannkristall ist schwächer geworden, ich sagte ja, dass er wahrscheinlich nur einen oder zwei Tage halten wird. Und es sind fast zwölf Stunden vergangen.“ Hatte sie das gesagt? Fornoir wusste es nicht mehr, nickte aber so, als erinnere er sich. „Aber noch habe ich genug Zeit, dass ich den Kristall ersetzen kann. Und den Vertrag gibt es ja auch noch.“

Es war zumindest eine Erklärung, warum Mordaine wieder angriffslustiger war. Sie hatte wohl gemerkt, dass der Magieblockende Kristall seine Energie verlor oder wusste zumindest von den Grenzen dieser Macht. Er ballte unbewusst die Faust und schlug sie auf die Anrichte. „Verdammt!“

Verwirrt blickte die Elfe ihn an. Ein Ohr schaute nach oben, eins nach unten und der Kopf wurde schief gelegt. Das war so gar keine Reaktion, die sie erwartet hatte. „Willst du mir etwa sagen, dass du den Vertrag vergessen hast? Gibt es etwas, das du mir sagen willst?“ In der Hinsicht war Faldarea ziemlich paranoid. Auch wenn sie ihm eigentlich traute, so waren die Zweifel in solchen Momenten ziemlich stark und sie wollte sie auch gar nicht verstecken.

Erst anhand ihrer Reaktion realisierte Fornoir, dass er etwas missverständlich reagiert hatte. „Nein… Nein… Ich habe nur nicht an diese Zusammenhänge gedacht…“ Er ging zum Tisch und stützte sich an diesem ab. „Ich habe, wie ihr wahrscheinlich schon bemerkt habt, das Blut aus dem Flur entfernt und habe dabei auch die Treppe nach unten gewaschen. Da bin ich halt mal zu ihr hingegangen, habe gefragt, wie es ihr geht. Ob sie Wasser braucht oder so.“ Er schwieg kurz, denn der nachfolgende Part war definitiv nichts Gutes für sein Sergalego. „Naja, ich habe mit einem weiblichen Manaltor gesprochen, um es kurz zu machen. Und ich habe mich gewundert, warum das so war, denn wir haben sie ja ganz schön in die Mangel genommen.“ Dann schwieg er erneut und wartete auf ihre Reaktion, fügte aber kurz darauf hinzu: „Das war halt ziemlich komisch. Man foltert jemanden halb tot und entwürdigt ihn und…“

„Jaja, ich habe schon verstanden.“ Faldarea machte eine unmissverständliche Handbewegung und ging zum Küchenfenster, um mit ernstem Blick nach draußen zu blicken während sie in langsamen Schlucken ihren Tee trank. „Ich habe schon damit gerechnet, ich habe allerdings nicht damit gerechnet, dass du dich ihr näherst. Warst du bei ihr? Oder hast du sie nur durch die Klappe beobachtet?“

„Ich habe natürlich nur die Klappe aufgemacht, Herrin.“ //Aber auch nur, weil sie ihre Titten nicht hatte und daher uninteressant für mich war.// dachte er sich.

„Immerhin. Du bist ganz schön leichtsinnig, dich einem Dämonen zu nähern ohne dass ich in der Nähe bin. Der Kristall hätte schon keine Kraft mehr haben können, du wärst in ihren Bann gelangt. Ich mag dich zwar, ich hätte dich aber ohne ein Wimperzucken getötet, wenn es sein musste.“ mahnte sie ihn und blickte ihn streng an. „Wie dem auch sein, bleib von ihr fern. Wenn sie denkt, sie könne mit dir rumspielen, ist sie gefährlich genug. Ich gehe gleich nach dem Tee zu ihr.“

Fast hätte Fornoir geseufzt. Ihre Freundlichkeit ihm gegenüber war immer sehr speziell. In einem Moment ist man absolut unersetzbar und kann sich einiges erlauben, im nächsten Moment würde sie ihn ohne Nachdenken töten. Und dann wiederbeleben, nur um eine andere Art der Tötung auszuprobieren. „Kommt nicht wieder vor, ich wollte einfach freundlich sein.“ Nein, eigentlich war er einfach nur neugierig und wollte etwas zum Gaffen haben, aber das musste sie ja nicht wissen. „Braucht ihr mich dabei? Oder habt ihr eine andere Aufgabe für mich? Zumindest Manaltor müsstet ihr befreien, denn in dem Zustand kann ich ihn schlecht befreien.“

„Ach, vergiss ihn. Er ist ein Idiot. Wir wecken ihn nachher auf, spielen etwas mit ihm. Ein paar Tritte hier, ein Schockzauber dort. Nichts was ihn tötet oder so. Ich brauche seine Kraft und er wird in Todesangst sein.“ Ihr strenger Blick lockerte sich ein bisschen und es brach aus ihr heraus: „Hey! Was hältst du davon, wenn wir ihn so lange foltern, bis er uns ein gutes Angebot macht? Seinen Schniedel, den Sack, ein Ei oder so? Ich gebe es ihm zurück, wenn er sich gut anstellt, aber das weiß er ja nicht.“

//Oh, Herrin. Immer wenn ich denke, ich bin schon ein Arsch, kommt ihr um die Ecke und übertrefft mich bei weitem.// „Klingt interessant, ich kann mir jetzt aber nicht so ganz vorstellen, wie das klappen soll. Wir Männchen hängen an unseren Dingern ziemlich, eher wird er sterben.“ wendete er ein, auch weil er gerade wenig Lust darauf hatte, irgendjemanden zu foltern. Es war am Ende doch nur Arbeit, die er machen musste.

„Du enttäuschst mich, Fornoir. Du solltest wissen, dass ich alles bekomme, was ich will. Man muss nur die richtigen Knöpfe und Schalter finden. Außerdem, hast du nicht bemerkt wie er gestern Abend schon um sein Leben gebettelt hat? Das kann man doch bestimmt nutzen.“ Sie leerte ihre Tasse in einem Zug und stellte sie dann auf die Anrichte. „Aber lass uns das später klären, ich will wieder zu diesem Dämon. Und ich brauche dich noch einmal.“

//Na, wenn ihr meint…// Er war skeptisch, ob ein Männchen seine Kronjuwelen wirklich so einfach hergeben würde, aber er wollte jetzt auch nicht über die Überzeugungskünste der Herrin diskutieren. Sie hatte eh schon ihre Meinung ziemlich geändert, da wollte er sich lieber überraschen lassen, was jetzt noch kommen würde ehe er zu viel Energie in unnötige Gedanken steckte. „Na, dann lasst uns mal runter gehen. Oder müsst ihr noch etwas aus dem Labor oder sonst woher holen?“

Kurz schüttelte die Elfe den Kopf und wollte sich gerade umdrehen, doch dann hob sie plötzlich die rechte Hand mit ausgestrecktem Zeigefinger. Ein breites Strahlen kam über ihr Gesicht, die Ohren bewegten sich synchron nach oben und ein Blitzen der Augen folgte. „Moment… Da habe ich etwas, das ich unbedingt ausprobieren will. Schier habe ich das vergessen, danke dass du mich noch daran erinnerst, Fornoir.“ Sie drehte sich rasant um, ging eilig aus der Küche und ließ einen verwirrten Sergal alleine zurück.

Was war denn das eben? Was in aller Götter Namen hat sie denn jetzt geritten? Und was war es, dass ihr noch eingefallen ist? //Manchmal ist sie echt rätselhaft…// Der Sergal schüttelte den Kopf, nahm noch einen weiteren Schluck Wasser, ehe auch er die Küche verlies und an der Treppe auf die Herrin wartete.

Er wartete erstaunlich lange auf Faldarea, ehe sie mit einer kleinen Kiste in den Händen wiederkam. Es war eine schlichte Kiste, ohne nennenswerte Verzierungen oder irgendeine Aufschrift, die er hätte entziffern können. „So, da ist alles drin, was ich brauche. Das wird ein Spaß, das sage ich dir.“ Die Elfe war sichtlich aufgeregt und erfreut über das, was nun kommen würde. Sie grinste verschmitzt wie eine Jugendliche, die eine kleine unbedeutende Unartigkeit angestellt hatte.

„Ich weiß nicht, ob ich wirklich wissen will, was ihr euch für sie ausgedacht habt, Herrin.“ bemerkte Fornoir lächelnd und ging dann mit ihr die Treppen runter.

Vor Mordaines Kerker blieben sie stehen und die Herrin befahl ihrem Sklaven, die Gefangene zu holen. „Hol sie daraus und bring sie hoch in mein Arbeitszimmer. Auf Kerker habe ich erst einmal keine Lust.“ Er nickte und öffnete dann die Zellentür.

„Komm raus, die Herrin hat mit dir noch ein paar Sachen vor.“ Er versuchte so gleichgültig wie nur möglich zu klingen, auch um ihr keine Angriffsfläche zu geben.

Mordaine, immer noch am Boden sitzend, betrachtete ihn desinteressiert, stand dann aber ohne Widerstand auf. Sie griff dabei nach dem neben ihr liegenden Seelenstein und schleppte sich mühselig zur Tür. „Wollt ihr mir etwa noch mehr abschneiden? Da muss ich euch aber enttäuschen, viel mehr habe ich nicht im Angebot.“ Ein strenger Blick des Sergals folgte und er blickte zu Faldarea, die jedoch keine Miene verzog. Wobei, ein Grinsen umspielte ihre Lippen, woraus er schloss, dass die Dämonin für diese Aussage keine Strafe zu erwarten hatte. Schade, er hätte ihr mit Freuden in die Magengrube geschlagen.

„Halt einfach die Klappe und komm mit.“ Als sie an ihm vorbeiging gab er ihr einen unsanften Stoß wodurch sie kurz stolperte, aber nicht stürzte. „Die Treppen rauf!“ Mordaine ging an Faldarea vorbei ohne die Elfe auch nur kurz anzuschauen. Direkt hinter der Dämonin ging Fornoir und hinter den Beiden schlussendlich die Herrin. „Weiter hoch!“ Immer wieder stieß er die Gefangene, wenn sie nicht schnell genug tat, was er von ihr wollte oder sie sich nicht sicher war, wo lang es ging.

Das Arbeitszimmer lag im Stockwerk mit den Schlafgemächern, direkt neben Faldareas Schlafzimmer, zu welchem auch ein direkter Zugang durch eine massive Tür bestand. Diese war jedoch geschlossen, sodass man nicht in ihr Refugium schauen konnte. Das Zimmer selber war schlicht ausgestattet. Ein großer, edel wirkender Schreibtisch, auf welchem zahllose Papiere und Bücher lagen, sowie mehrere Tintenfässer und Federkiele. Einige Artefakte lagen als Briefbeschwerer verteilt auf den Unterlagen, weitere auf einem recht großen Arbeitstisch in der Mitte. Um diesen standen mehrere Stühle, welche von der Elfe aber schnell zur Seite geschoben wurden. Fornoir kannte diesen Raum, hier hielt sich die Herrin auf, wenn sie geschäftliche Gäste hatte. Ab und zu musste er den Gesellschaften Verpflegung bringen, was hier jedoch diskutiert wurde blieb das Geheimnis der Teilnehmer.

Mordaine musterte den Raum genau. Sie betrachtete die mit verschiedenen Karten verzierten Wände, blickte durch die hohen Fenster in den Garten und versuchte, der Elfe nicht in die Augen zu blicken. Sie wusste nicht genau, was sie getan hatte, doch plötzlich spürte sie die Klaue des Sergals um ihren Hals und zuckte zusammen. Etwas unsicher blickte sie in seine Augen, doch der strenge Blick verriet ihr nicht, was sie denn nun falsch getan hatte. Sie versuchte jedoch auch nicht, ihn abzuwehren oder sich irgendwie aus dem Griff zu befreien.

„So…“ Derweil hatte die Elfe die letzten Artefakte von dem Tisch geräumt. „Sie soll sich mit dem Rücken auf den Tisch legen. Fessel sie, dann haben wir es leichter. Im Schrank sind Seile.“ Derweil stellte sie die Truhe auf den Schreibtisch und öffnete sie.

//Wo es hier in dem Haus nicht überall Seile und Fesseln gibt…// dachte Fornoir. Er war hier wahrlich nicht oft und wusste daher auch nicht, was es in dem unscheinbaren Schrank in der Ecke gab. Sein Leben war ihm definitiv zu viel wert als dass er neugierig war und die Schränke, Truhen, Kommoden und was es hier sonst gab, durchsuchte. Dennoch fand er die Seile und war etwas überrascht, dass sich die Dämonin anstandslos auf den Tisch legte. Die Arme über den Kopf gestreckt, die Beine gespreizt.

„Komm schon, bringen wir das Ganze endlich hinter uns.“ bemerkte sie gespielt langweilig, doch als der Sergal ihr die Hände band, bemerkte er deutlich das Zittern. Kurz blickte er ihr in die schwarzen Augen, sagte jedoch kein Wort. Während Faldarea immer noch mit der Truhe beschäftigt war, nutzte er die Gelegenheit und packte sie unsanft zwischen den Beinen. „Aua!“ Die Wunden, die durch das gewaltsame Eindringen mit dem Bannkristall entstanden waren, waren offensichtlich noch nicht ganz verheilt.

„Also…“ Faldarea hatte nun alles vorbereitet und drehte sich zu den Beiden um. Mordaine war gefesselt und lag regungslos auf dem Tisch, Fornoir hatte sich nach getaner Arbeit an die Wand gelehnt und die Arme vor der Brust verschränkt. „Hier habe ich den Blutsvertrag mit dir, Dämon. Versuche gar nicht erst, mich zu betrügen oder dich zu wehren, du wirst es eh nicht schaffen.“ Kurz wurde mit dem Stück Papier gewedelt ehe es wieder in der Truhe verschwand. „Du fragst dich sicher, was ich mit dir vorhabe.“ Die Elfe drehte sich noch einmal um und griff nach einem anderen Objekt. Als sie wieder im Sichtfeld von Mordaine und Fornoir war, bemerkten beide, dass sie einen weiteren Seelenstein in der Hand hielt. „Den wirst du für den Rest deines Lebens mit dir rumschleppen. Damit du mir ja nicht auf die Idee kommst, dich durch Selbstmord oder andere tödliche Dinge aus dem Leben zu verabschieden.“ Sie grinste während die Gefesselte mit einer Mischung aus Resignation und Entsetzen auf den neuen Stein starrte. „Aber dazu später mehr.“

Offenbar eine künstlerische Pause einlegend ging sie um den Tisch herum und berührte ihr Opfer an unterschiedlichen Stellen. Dabei machte sie keinen Unterschied zwischen verletztem und gesundem Gewebe. „So bist du mir nicht nützlich, ohne Titten und mit zerfetzter Haut. Das werden mir auch gleich in Ordnung bringen, ich habe extra einen Heilkristall dafür organisiert. Du weißt ja gar nicht, wie teuer diese Dinger sind.“

Fornoir hob die Augenbraue. Er verstand selber nicht so ganz, was hier genau abging. Es wirkte sehr geplant, obwohl der Dämon doch erst heute gekommen war, doch was verstand ein einfacher Sergal schon von den Plänen einer Elfenmagierin? Daher fragte er: „Soll ich die Teile aus der Folterkammer holen? Sie sollten da noch liegen… In einem vielleicht nicht mehr so guten Zustand, wohlgemerkt.“

Die Elfe schüttelte nur mit dem Kopf, sie nahm ihren Sklaven gar nicht richtig war. Wie ein Wolfsrudel ging sie langsam um ihr Opfer herum. „Nicht nötig, Magie kann so vieles.“ Dann beugte sie sich über den Kopf der Dämonin und ging nah an ihr Ohr. „Wie zum Beispiel Magie dauerhaft zu bannen…“

Schlagartig riss Mordaine die Augen auf. Mit einem Male wurde ihr bewusst, was das hier werden sollte. Bannmagie sollte auf sie gelegt werden und dauerhaft jegliches Wirken von Magie unmöglich machen. „Nein… Nein… Bitte nicht… Ich mache auch alles, was ihr sagt… Bitte…“ Einem Dämon die Magie zu rauben kam einem Todesurteil gleich, wurde er dadurch lediglich zu einem besseren Sterblichen. Zittern setzte ein, die Augen wurden nass.

„Dass du alles machst, was ich dir sage, steht außer Frage. Ich will aber, dass du auch alles machst, was Fornoir dir sagt. Und ich will nicht, dass du meine Sklaven verführst. Daher werde ich jetzt deine Magie bannen.“ Streng blickte sie auf die verängstigte Dämonin ehe sie zu der Truhe ging und einen besonderen Federkiel mit einem interessant aussehenden Tintenfässchen ergriff. Es war von oben bis unten mit Edelsteinen und Runen versehen, wenn man es nicht besser wüsste, würde man vermutlich auf ein besonderes Parfüm oder dergleichen schließen. „Fornoir, halt ihr rechtes Bein fest. Das wird jetzt ein wenig unangenehm.“

Er legte seine Hände auf den Oberschenkel und drückte ihn fest auf den Tisch, sodass Mordaine keine Möglichkeit hatte, es zu bewegen. Mit Entsetzen starrte sie auf die Elfe, welche den Federkiel auf ihr Bein setzte und dann in die Haut eindrang. Ein greller, stark brennender Schmerz durchzog das Körperteil und die Dämonin schrie auf als würde sie gerade abgestochen werden. „Aufhören! Bitte!“ Sie schrie und wand sich unter Schmerzen in den Fesseln, doch diese gaben keinen Millimeter nach. Jeder Strich mit dem Federkiel hinterließ eine golden leuchtende Linie, welche bei Berührung mit anderen Linien die Farbe änderte. Es war schon interessant anzusehen, doch anhand des Zuckens und Schreiens konnte sich Fornoir gut vorstellen, dass es für das Opfer nicht sonderlich angenehm war.

Als das Werk fertig war, legte Faldarea den Federkiel zurück, murmelte einige magische Worte und strich dann über das nun violett leuchtende Tattoo. Mordaine bäumte sich auf, ihre Augen rollten nach hinten und Speichel floss dem Mundwinkel. Dann war mit einem Mal der Spuk vorbei und sie blieb regungslos auf dem Tisch liegen. „So, das hätten wir. Magie wird die Gute hier nicht mehr wirken können, solange das Tattoo auf ihrem Körper ist.“ bemerkte Faldarea und begutachtete die Dämonin wie ein Arzt seinen Patienten. „Und zur Entfernung braucht man Magie. Plus ein paar Dinge von meiner Seite, immerhin ist es ja auch eine Art Pakt.“

Mordaine öffnete und schloss ihren Mund wieder. Die Augen füllten sich mit Tränen als sie regungslos die Decke anstarrte. Nun war sie endgültig besiegt, ohne jegliche Chance, diesem Alptraum zu entgehen. Sie schloss die Augen, man sah ihr an, dass sie etwas unterdrücken wollte, doch dann weinte sie los. Es waren nicht nur Tränen des Schmerzes, es waren auch Tränen des Verlustes. Sie hatte alles verloren. Ihre Magie, ihre Freiheit, selbst die Möglichkeit des Todes wurde ihr genommen. Und doch musste sie hier auf Ewigkeiten arbeiten, hatte sie doch den Blutspakt unterzeichnet.

„Also war es das nun? Ein paar einfache Linien und Runen und sie kann keine Magie mehr anwenden?“ fragte Fornoir mehr als skeptisch und blickte auf die gebrochene Dämonin. Den Kampf gegen den Willen eines Dämons hatte er sich irgendwie deutlich anstrengender und schwieriger vorgestellt. Da sie schon länger nichts mehr als zittern und weinen tat, ließ er sie los.

Faldareas zorniger Blick traf ihn mindestens genau so hart wie ihre Magie die Gefangene. „Wage es nicht, meine Magie noch einmal in Zweifel zu stellen. Ich weiß, was ich tue. Glaubst du, ich hätte sonst einen Drachen zähmen können?“ Dann, mit Blick auf Mordaine, sprach sie: „Ich bin ja noch nicht fertig mit ihr.“ Sie drehte sich kurz um, wobei Fornoir bemerkte, dass ihr Rückentattoo in einem kalten, hellen Blau leuchtete. War ihm das nie aufgefallen oder hatte es etwas zu bedeuten? Prompt drehte die Elfe sich zurück und hielt den frischen Seelenstein in der Hand. „Fornoir, wie würdest du einem Dämon einen Seelenstein verpassen, dass dieser ihn nicht entfernen kann?“

„Ein Halsband. Ich würde ihn in ein Halsband einpflegen, es mit einem Schloss verschließen und den Schlüssel einschmelzen. Sodass er es nie wieder abnehmen kann.“ Er dachte an seine eigene Fessel, daher fiel ihm dieser Gedanke nicht schwer. Instinktiv griff er danach und bewegte es ein wenig, sodass der Ring klimperte.

„Wie langweilig.“ Sie legte die Hand auf das Brustbein der Dämonin, zwischen die runden Wunden wo einst die üppigen Brüste waren. Instinktiv hörte Mordaine auf zu weinen und schaute ihre neue Herrin mit tränengeschwollenen Augen an. „Wo würdest du einen Seelenstein mit dir rumschleppen, wenn du ihn nicht verlieren sollst?“ Doch die Angesprochene schüttelte nur den Kopf, sie wusste nicht, ob die Frage ernst gemeint war oder eine Fangfrage. Am Ende würde es nur sehr unangenehm für sie werden. „Och Leute… Ist hier keiner kreativ? Sie ist ein Sukkubus!“ Und ehe jemand etwas anderes sagen konnte, wurde das kalte Objekt tief in die Scheide der Gefesselten gerammt. Ein lauter Schrei folgte, die Hände verkrampften sich und die Dämonen starrte entsetzt ihren Unterleib an.

Selbst der Sergal musste anerkennend eine Augenbraue heben. Er hatte mit vielem gerechnet, aber nicht mit diesem Ort. „Und wenn man sie ficken will, muss man das Ding erstmal rausziehen oder wie?“ Der Gedanke gefiel ihm, bedeutete das doch einmal das komplette Eindringen mit der Hand.

Mit einem Blick, der eindeutig sagte ‚Du Denkst auch nur an das Eine‘, blickte Faldarea ihren Sklaven an. „Nein. Sex mit ihr wird da nicht mehr möglich sein. Aber keine Sorge, sie hat schon noch genug Körperöffnungen, wo du deinen Spaß haben kannst.“

„Nein… Nein…“ Mordaine begann, sich gegen das Ding in ihrem Körper zu wehren. „Bitte packt das überall hin, nur nicht da. Ich fehle euch an!“ Ihre Beckenbodenmuskeln spannten sich an und sie versuchte, es rauszudrücken. Doch Faldarea drückte es umso tiefer in die Scheide. Schnell gab die Dämonin auf, als sie merkte, dass es keinen Zweck hatte. „Bitte… Ich will keinen Sex in den Hintern… Ich tu alles dafür…“

Die Elfe war sichtlich überrascht und hob ob der Worte eine Augenbraue. „Ein Sukkubus, der keinen Sex dort mag? Ich wusste gar nicht, dass es Dämonen in so frigide gibt.“ Sie grinste breit. „Aber keine Sorge, ich bin mir sicher, dass Fornoir sich blendend um deinen Hintern kümmern wird. Hat er ja schon im Verließ eindrucksvoll bewiesen.“ Er grinste und als er merkte, dass er die Aufmerksamkeit der Sklavin hatte, ballte er die Faust und reckte den Arm nach oben, wodurch ihre Augen sehr groß wurden. „Aber bevor das soweit ist, dauert es noch einen kleinen Moment. Jetzt kommt erst einmal das große Finale ehe ich dich wieder ansehnlich mache.“ Ein kleines, bisher unbeachtetes Schächtelchen wurde auf den Tisch gestellt und vorsichtig geöffnet. Dabei kam eine kleine, silberne Schlange zum Vorschein. Sie war höchsten zehn bis fünfzehn Finger lang, in der typischen Schlängelung und ansonsten nicht sonderlich spektakulär. „Jetzt sorgen wir noch dafür, dass man dir den Stein nicht entfernen kann.“ Faldarea legte das Objekt der Dämonin zwischen die Beine, in etwa einem Fuß Entfernung.

Panik stieg in der psychisch eh schon so gut wie zerstörten Mordaine auf. Noch lag die Schlange ruhig da, aber es war bestimmt nicht die Absicht der Herrin, dass sie ihr einfach nur Angst machen sollte. Sie wusste nicht, ob sie Hinschauen oder Wegschauen sollte, doch als sie plötzlich seine pelzigen Klauen in ihrem Gesicht fühlte, welche sie dazu zwangen, zwischen ihre Beine zu schauen, wusste sie, dass sie keine Chance hatte. Erneut flossen zahlreiche Tränen und benetzten die gesamte Wangenpartie. Noch unangenehmer wurde es, als die Elfe plötzlich an die Weiblichkeit der Sklavin griff und die Klitorisvorhaut unangenehm nach hinten schob.

Dann setzte sich die Schlange in Bewegung und schlängelte sich in Richtung der Scheide. Von hinten nach vorne durchbohrte sie schmerzvoll die inneren Schamlippen und zog diese eng beieinander. Mordaine schrie ob der unsäglichen Schmerzen, welche von ihrem Scham ausgingen. Sie wollte den Kopf wegdrehen, doch die kräftigen Hände hielten ihn an Ort und Stelle. Dann nahm der vordere Teil der Schlange ein Stück weit Anlauf und durchbohrte die empfindliche Klitoris so, dass die Vorhaut keine Chance hatte, sich schützend über diesen empfindlichen Teil zu legen. „UAAARH!“ Der bislang lauteste Schrei aus Mordaines Rachen folgte und der Kopf wurde mit solch einer Kraft in den Nacken gedrückt, dass Fornoir keine Chance hatte, ihn festzuhalten. Er machte sich aber auch nicht einmal die Mühe. Alle ihre Muskeln wurden angespannt, der Körper im Rahmen der Fesseln nach hinten geschlagen. Nach rechts, nach links. Das Schauspiel ging einen Moment, bis sie nur noch erschöpft in den Fesseln dalag.

„So, und nun kann der Seelenstein auch nicht mehr aus dem Körper geholt werden. Also hab deinen Spaß mit ihr, du kannst sie körperlich nicht kaputt machen.“ sprach Faldarea unberührt von der Situation ihrer neuen Sklavin mit ihrem Sklaven „Mach sie los, die Heilmagie will ich im Stehen anbringen.“ Schnell wurden die Knoten gelöst und Fornoir stieß Mordaine sehr unsanft vom Tisch, sodass die gebrochene Dämonin regungslos auf dem Boden lag. „Steh auf, wir haben nicht den ganzen Tag Zeit.“ Weinend und zitternd stand Mordaine auf, ihre Augen flehten die Herrin förmlich um Gnade an. „Warum weinst du noch? Jetzt kommt doch der angenehme Teil. Du bekommst alles zurück, was ich dir genommen habe. Naja, sieht man mal von der Freiheit hab. Stell dich ordentlich hin.“

Mordaine versuchte verzweifelt, nicht zu weinen, doch es gelang ihr nicht. Mit der linken Hand schützte sie den verletzten Scham, welcher immer noch ähnlich stark brannte wie zum Zeitpunkt des gewaltsamen Eindringens mit dem Kristall. Gerade die nun freiliegende Klitoris brannte und jede Berührung war eine Qual. Faldarea stellte sich vor die Dämonin und begutachtete sie genau. In der Hand hielt sie den roten Heilkristall, welcher schwach leuchtete und auf die zu heilenden Wunden gedrückt wurde. Zunächst waren die Brüste dran, welche nach kurzem Leuchten wie aus dem Nichts erschienen.

Fornoir fand es schon fast ein wenig langweilig, dass die Herrin nicht noch irgendwelche Rituale machte oder die Originalorgane benötigte. Auf der anderen Seite, war er auch ganz froh darum, dass ihm das Holen der Originale erspart geblieben ist. Wer wusste schon, in welchem Zustand sie in einem Keller nach dieser langen Zeit waren?

Offenbar hatte Mordaine nicht mit dem plötzlichen Gewicht an der Brust gerechnet, denn sie stolperte nach vorne und wurde von der Elfe aufgefangen. „Na, schon lange keine Titten mehr gehabt, oder wie?“ Als sie sich wieder gefangen hatte und nun mit beiden Händen den Scham schützte, befahl Faldarea ihr, sich umzudrehen, damit sie den Rücken behandeln konnte. Nachdem dort alle Wunden versiegelt und verschwunden waren, die Flügel und der Schwanz sich an Ort und Stelle befanden und die Hörner auch wieder ordnungsgemäß auf dem Kopf Platz nahmen, lächelte die Elfe zufrieden. Die nackte Dämonin machte mit diesen Körperteilen gleich wieder mehr her. „Geht doch. Deine Kleidung kannst du später in deiner Kammer abholen.“

Faldarea drehte sich in Richtung der kleinen, mitgebrachten Truhe und wollte gerade alles wegräumen, als sie inne hielt. „Wie heißt das? Müssen wir dir gleich Manieren beibringen oder wie?“ Es klang definitiv säuerlich.

Die Sklavin schluchzte und schaute betroffen zu Boden. „Danke.“ Eine Stille, dann kam ein sehr gekünsteltes Husten. „Danke, Herrin Faldarea.“

„Schon besser.“ Die Elfe drehte sich um und schaute streng in die Richtung ihrer Sklaven. „Fornoir, zeig ihr hier alles. Bring ihr bei, wie sich zu benehmen hat und wie hier die Regeln sind. Fass sie aber nicht zu sanft an, sie kann nicht kaputt gehen. Und vergiss nicht, sie würde mit uns das Gleiche machen, wenn sie gewonnen hätte.“ Eine eindeutige Handbewegung wies beide an, den Raum zu verlassen. Doch kurz bevor Fornoir gehen konnte, rief sie noch: „Warte! Halte dich auf Abruf bereit, ich muss noch ein paar Dinge erledigen und wir kümmern uns dann um den Drachen.“

„Alles klar.“ Dann drehte er sich wieder um, stieß Mordaine durch die Tür und schloss sie hinter sich.