Nacht der Wahrheit

Story by Were-Gato on SoFurry

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Der Versuch ein Geschenk zu überbringen kann wirklich ausarten. Ob es beim Christkind genauso angefangen hat?


So, und abermals ein Versuch, die Weihnachtsstimmung selbst in einer Sexgeschichte einzufangen.

Schauen wir mal, wie es diesmal funktioniert.

In jedem Falle wünsche ich allen Lesern Frohe Weihnachten.

Und Kommentare nehme ich jederzeit gern als Geschenke an :)

Natürlich sollten auch diesmal die Leser schon achtzehn sein, aber ansonsten, Viel Vergnügen.

Nacht der Wahrheit

(eine pöse Furry-Fantasy)

An Tagen wie diesen geriet man nur zu leicht ins träumen. Stetiger, sanfter Schneefall zauberte eine frische Schicht strahlendes weiß auf jede harte Kontur der Welt. Der Verkehr auf der fernen Straße schlich leise und vorsichtig dahin, und solange man nicht zu genau hinhörte, konnte man glauben es existiere nichts außerhalb der überzuckerten Hecken.

Die Ablenkung dieser fast magischen Atmosphäre aus Schnee, Zimt und vagem Brandgeruch ging auch an Angelika nicht vorüber. Wenn auch zum absolut falschen Zeitpunkt.

"Angelika, willst du die Maschine so starten?"

Die rollende Stimme der großen Tigerin erfüllte den Raum wie Engelsgesang und Weihrauch. Das pummelige Schwein das an der Spüle stand drehte sich langsam um, ihre Hausmädchenuniform knirschte bei jeder Bewegung.

"Herrin?"

"Habe ich gesagt, dass du etwas fragen sollst?", zischte die gestreifte Raubkatze und ihre Augen verengten sich. Angelika erstarrte vor ihr wie ein Rehkitz im Scheinwerfer.

Zielsicher griff die Tigerin in den Schubladen der offenstehenden Spülmaschine und nahm einen Kunststoffbecher mit eingetrockneten Rändern heraus.

"Wolltest du die Maschine so starten?" Die Tigerin legte die Ohren an. "Ja oder Nein?"

Angelika schluckte, alles an ihr, in ihrem Körper wurde hin und her gerissen.

"Ja Herrin"

"Von Vorspülen hast du wohl noch nichts gehört, was?"

Das Schwein blickte zu Boden. "Doch Herrin"

"Und wie erklärst du mir dann das?"

"Ich bin eine dumme Sau..."

"Erzähl mir nichts!", fuhr die Tigerin ihr ins Wort wie eine Rasierklinge durch ein Seidentuch. "Solche Ausreden will ich nicht hören! Ich weiß verdammt gut, wie clever du bist, also sag mir gefälligst; wie erklärst du mir sowas?"

Angelika wagte es, vorsichtig des den Kopf zu heben. In den wunderschönen Raubtieraugen die so anmutig auf sie herab blickten glomm ein neckischer Funke. An diesem entzündete sich ein Feuer in der Brust der Sau.

"Weil ich ein böses Mädchen bin, Herrin?"

"War das wieder eine Frage?"

"Nein Herrin!", rief Angelika entschlossen. "Ich bin ein böses Mädchen!"

"Dachte ich mir doch", gurrte die Tigerin. Ihre Hand holte einen Pfannenwender aus der Schublade. "Und was sollte man mit bösen Mädchen anstellen, was meinst du?"

Angelika konnte kaum das Zittern unterdrücken, als die Vorfreude durch ihren Bauch tanzte.

"Böse Mädchen müssen bestraft werden!"

"Na sowas!", lobte die Tigerin. Ihr Lächeln zeigte den vollen Glanz ihrer Reißzähne. "Wehe du willst mir nochmal weismachen, du wärst dumm!"

Einladend klopfte sie mit der freien Hand auf den Kücheninsel in der Mitte des Raumes.

Angelika überschlug sich fast, ehe sie bäuchlings darauf zu liegen kam. Sie streckte die Arme aus und krallte sich an den Rändern fest.

Verzücktes Grunzen verließ ihre Kehle noch bevor sie es verhindern konnte, als die Herrin das enge Latex ihres Rocks nach oben schob. Rosige, füllige Rundungen ploppten aus dem Kostüm. Die angenehm temperierte Luft fühlte sich kühl und verrucht auf ihren nackten Hinterbacken an. Auf ihrer haarlosen Haut spürte sie die Hitze die vom Leib der Tigerin ausging umso deutlicher. Und als sie das Zischen hörte, mit dem der Pfannenwender hoch in die Luft gehoben wurde, hatten die ersten Tropfen glitschiger Vorfreude bereits ihre Kniekehlen erreicht.

Vermutlich wäre es cleverer gewesen, vorher anzurufen. Oder wenigstens eine kurze Nachricht zu schicken. Gut möglich, dass sie überhaupt nicht zuhause war. Aber all das hätte schon von Grunde weg die Überraschung ruiniert. Nicht zu vergessen, dass sie bis jetzt noch jede seiner Ausflüchte sofort durchschaut hatte.

Answin schüttelte sich den Schnee von den Schultern. Das Vordach über der Tür bot ein wenig Schutz, und er wollte nicht mehr Eis in das Haus tragen als nötig. Behutsam nahm der Lemur das ungeschickt eingepackte Geschenk unter dem Mantel hervor und holte tief Luft. Wenn er sich von der trockenen Kälte so etwas wie Klarheit versprochen hatte, so wurde er enttäuscht. In seinem Kopf purzelten die beständigen Zweifel nach wie vor übereinander.

"Es ist zu früh, das wird sie verschrecken."

"Sechs Monate rechtfertigen doch eine Weihnachtsgeschenk!"

"Sie wollte noch nie, dass du mit zu ihr kommst. Es ist ihr peinlich, dass sie zur Untermiete wohnt."

"Wenn wir zusammen sind, hält sie mich nie auf Distanz!"

"Aber wenn sie nur zum Vögeln..."

Er hätte noch eine ganze Weile so vor der edlen Türe stehen können, doch dann riss ihn die Glocke aus seinen Gedanken. Ruckartig blickte er nach unten, und sah erst jetzt, dass unter dem Fußabstreifer eine Sensormatte hervor lugte. Diese Dinger wurden typischerweise ausgelegt, damit Pakete nicht unbemerkt blieben. Oder jemand zu lange vor der Tür herum lungerte.

Der Lemur überlegte noch, einfach schnell genug wieder abzuhauen; doch ehe er die erste Runde Zweifel hinter sich gebracht hatte, wurde die massive Tür geöffnet.

"Ja?", fragte ein Hamster, der Answin gerade bis zum Nacken reichte. Diesen Unterschied schien er allein mit einem durchdringenden Blick ausgleichen zu wollen. Er trug einen flauschigen Morgenrock und Pantoffeln. Ganz offensichtlich berührte es ihn nicht, dass es bereits Nachmittag war.

"Verzeihung" Unwillkürlich wich Answin zurück. "Ich bin mir gerade nicht sicher, hier wohnt doch Angelika Sanders, nicht wahr?"

Der Hamster verschränkte mit ernstem Blick die Arme vor der Brust.

"Und wenn es so wäre?"

"Nun..." Der Lemur kratzte sich verlegen im Nacken. "Ich weiß nicht, wieviel sie erzählt, oder ob sie überhaupt soviel Kontakt haben, aber wir, also Angelika und ich, treffen uns jetzt schon eine ganze Weile, und..."

Er nahm das schief eingewickelte Paket in beide Hände. "Ich wollte nur versuchen, ein wenig romantisch zu sein."

Das Gesicht des Hamsters entspannte sich sichtlich.

"Ach so! Ein Glück, ich hatte schon befürchtet, sie gehören zu diesen seltsamen Predigern, die sich um diese Jahreszeit immer in der Gegend rumtreiben. Warten sie, ich sehe kurz nach, ob sie..."

Es war dieser Moment, als ein gellender Schrei jedes weitere Wort übertönte.

Answin hätte diese Stimme unter tausenden wiedererkannt.

Der Ton allein ließ sein Blut gefrieren, nur um einen Herzschlag später voller Zorn zu sieden. Instinkt warf jeden Verstand beiseite. Er sprang.

Krachend landete der Hamster auf seinem plüschigen Hintern. Answin setzte über den Hausherrn hinweg, und registrierte in merkwürdiger Klarheit, dass dieser unter seinem Morgenmantel nackt war.

"Angelika!", schrie der Lemur. In seinem Gehirn gab es Raum mehr für andere Gedanken. Er wurde von einem Weihnachtsbaum beschienen, ohne es zu bemerken.

"Angelika!"

Da erklang ein zweiter Schrei, spitzer und auch überraschter als zuvor. Answin orientierte sich und schnellte durch die Tür. Dahinter lag die Küche, edel und sauber. Und auf der Kücheninsel in der Mitte, ein vorn über gebeugtes Schwein. Angelika trug die Karikatur einer Dienstmädchenuniform, vollständig aus glänzend schwarzem Latex,mit wenigen weißen Besatzes. Unter ihrem hochgeschlagenen Rock leuchteten rot ihre Hinterbacken hervor, eng bedeckt von Kreuzmustern pochender Striemen.

Hinter ihr stand eine nackte Tigerin, eine muskelbepackte, große Frau, die ihr weißes Bauchfell gegen Angelikas Rücken drückte. Dabei umfasste sie die Brust des Schweins mit einer Hand, und zwirbelte deren pralle Brustwarze hart zwischen ihren Fingern. Answin glaubte, die herausfahrenden Krallen im Licht blitzen zu sehen.

Beide Frauen sahen zugleich zu ihm auf.

"Answin", keuchte Angelika auf. Ihre Schnauze glänzte feucht vor hervor geschrienem Speichel. Panisch huschten ihren Augen umher.

Die Tigerin blinzelte auf jene Art von Katzen, die besondere Hinterlist ausdrückte.

"Answin?", wiederholte sie. "Ah, du bist das also, mit dem meine kleine Angelika mich betrügt. Sieh einer an, wenn das mal keine Weihnachtsüberraschung ist.

"Lassen Sie sie los!", knurrte der Lemur.

"Oh, ein Held auch noch!", gurrte die Tigerin vergnügt. Ihre schimmernden Fangzähne berührten Angelikas Ohr. "Schätzchen, warum sagst du nicht, wenn du noch Herrenbesuch erwartest? Sowas muss aber bestraft werden."

Die Hand mit dem Pfannenwender erhob sich zum Schlag, die andere kniff die rosige Brust noch stärker.

"Loslassen!", befahl der Lemur.

Die Raubtieraugen fixierten ihn mit tödlicher Präzision.

"Sonst?"

Answin stand wie vom Donner gerührt. Mit eisiger Gewissheit holten seine Gedanken ihn ein. Er war ein Eindringling, ungefragt in einem fremden Haus. Angelikas Augen rasten furchtgeweitet zwischen ihm und der großen Tigerin hin und her.

"Sieh es ein, großer Held", raunte diese. "Strafe muss sein. Und wenn ich es mir so recht überlege, für dich eigentlich auch."

"Erdbeereis!"

Plötzlich klang das Wort durch den Raum, jäh wie wie ein Blitz aus heiterem Himmel.

Für einen Augenblick hielten alle still, als könnten sie nicht glauben, was sie hörten.

Angelikas Unterkiefer zitterte, ehe das Beben ihren gesamten Körper erfasste.

"Erdbeereis, Erdbeereis, ERDBEEREIS!"

Ihre wimmernde Stimme wuchs sich binnen dreier Worte zum Brüllen aus.

Die Tigerin wich zurück, streckte die Hände von sich und starrte voller Unglauben. Klirrend fiel ein Pfannenwender auf die Bodenfliesen.

Angelika schnellte von der Kücheninsel hoch, bedeckte sich notdürftig mit den Armen. Weniger ihre Blöße als viel mehr das glänzende Kleid. Ihre Augen ruckten zu der Tigerin, dann ihr gesamter Kopf zu Answin.

"Es... tut mir leid", krächzte sie heiser.

Sie war durch die Tür, ehe auch nur ein anderer einen Muskel bewegte. Treppenstufen krachten unter schweren Tritten.

Schockiert starrten der Lemur und die Tigerin sich an. Kalter Wind blies aus Richtung der Haustür herein.

"Was geht hier vor?", brachte Answin mühsam heraus.

Die nackte Tigerin lehnte sich mit beiden Armen auf die Kücheninsel und schüttelte den Kopf, so entschlossen dass ihre mächtigen Brüste gegeneinander schlugen.

"Die Treppe rauf, letzte Tür auf der linken Seite. Beeil dich. Sie macht dir nicht auf, aber lass dich nicht entmutigen. Mir steht es nicht zu, dir was dazu zu sagen. Das kann Angelika nur selbst."

Answin hatte die Treppe erreicht, ehe ihre Worte verklungen waren.

"Hoffentlich", fügte die Tigerin hinzu, und trat in das Wohnzimmer.

Angelika saß auf ihrem kalten Bett in ihrem dunklen Zimmer. Zitternd schälte sie das Latex von ihrer klammen Haut.

Es hatte so kommen müssen, immer hatte es so kommen müssen. Dröhnend hallten die Worte der Göttin zwischen ihren Schläfen, schlimmer als in den zurückliegenden Tage. Schlimmer als in den vergangenen Jahren.

"Du hast mich verraten!"

Angelika spürte es mit eisiger Klarheit. Es war dasselbe Gefühl wie damals, dieselbe nackte Verzweiflung. Sie hetzte nach vorne, ihre Zehen flogen über den kalten Beton, staubige Luft brannte in ihrer Schnauze, doch die Stimme in ihrem Nacken folgte ihr unerbittlich. Sie flüsterte ihr zu, klagte sie an, lieblich, verlockend, unendlich grausam. Alles in ihr wollte sich den zart gehauchten Worten unterwerfen, sich ihnen fügen bis sie selbst ihre eigenen Gedanken sich darin auflösten. Endlich wieder...

Sie war erwacht als das Drahtgitter bereits tief in ihre Hände schnitt. Noch im Schlaf hatte sie sich daran festgeklammert. Das Blut war ihr willkommen gewesen, ein weiterer Beweis ihrer endlosen Liebe. Und dann...

"Angelika?"

Klopfen an der Tür, dazu seine Stimme. Aus einer anderen Welt, die wirklich sein sollte.

Sie wollte etwas sagen, doch der Atem gefror in ihrer Kehle. Längst hatte das Zittern ihren gesamten Körper erfasst. Zusammengekrümmt wie ein Fötus fiel sie auf das Laken des Bettes, dass sie nie wieder wärmen konnte.

"Angelika?" Wie aus einer anderen Welt klang es durch die Tür. "Bitte, mach auf. Ich... ich wusste doch immer, dass ich nicht allein bei dir bin. Himmel, wir waren doch schon oft genug zusammen nicht allein."

Sie konnte hören, wie er an seinem Zahnfleisch saugte. Ganz als wolle er kluge Worte daraus hervor ziehen. Vor ihren inneren Augen sah sie die Bewegung des Adamsapfels unter dem zarten Fell seiner Kehle. Darüber flimmerte der Anblick ihrer Herrin, deren weit offene Tigeraugen sie so voller Überraschung anstarrten. Röchelnd presste sie die Hände auf ihren Kopf und krümmte sich über all dem Widerstreben darin.

"Angelika?" Wieder seine Stimme. "Bitte sag etwas, irgendwas wenigstens, damit ich weiß, dass ich vor der richtigen Tür stehe. Ich... Ich verstehe es nicht."

"Natürlich verstehst du nichts!", krächzte sie mit aller Kraft, die noch in ihren Lungen wohnte. "Das kannst du nicht, das kannst du nie!"

Die Stille riss an ihrem Herzen.

"Ja, stimmt", sagte der Lemur, circa ein Lichtjahr entfernt. "Aber darf ich es nicht wenigstens versuchen?"

Seine Stimme, seine Wärme. Angelika konnte es nicht benennen, brachte es kaum über sich, es zu hören. Doch sie bäumte sich auf, kämpfte, drängte auf ihn zu. Es kostete Kraft, soviel Kraft, doch schließlich erreichte sie die Türklinge.

"Ist dir schon wieder warm?", fragte Dr. Rachel Swanson ihren Mann als sie den Schal zurück auf den Kleiderständer hängte. Sie verstaute den Besen wieder in dem Schrank hinter der Tür, was sie jetzt von dem Schnee nicht erwischt hatte war längst geschmolzen.

"Nicht, wenn ich dich ansehe", sagte Dr. Patrick Swanson. Der Hamster schüttelte sich demonstrativ als seine Frau nackt vor ihn schritt, und die letzten Schneeflocken aus ihrem gestreiften Pelz schüttelte. Mit breitem Raubtierlächeln posierte die Tigerin vor ihrem Ehemann, ließ ihre Schwanzspitze verführerisch um seine Wangen streichen und hob sehr langsam ein verirrtes Kissen vom Boden auf. In einer fließenden Bewegung glitt sie neben dem Hamster auf die Couch, und bettete ihren Kopf auf dessen Oberschenkel. Maskuliner Nagergeruch kitzelte ihre Nase.

"Danke Schatz, ich hoffe nur, ich habe mich bei dem Ganzen nicht massiv verschätzt." Sie drückte die Stirn gegen die Brust ihres Mannes. "Urghs, das schwirrt mir jetzt wieder ewig im Schädel herum."

Patrick strich seiner Frau zärtlich über die Ohren und bugsierte ihren massigen Kopf sanft zur Seite, gerade weit genug um seinen Morgenmantel zu öffnen.

"Wenn ich doch nur irgendetwas tun könnte...", lamentierte er theatralisch "...um mein armes Frauchen davon abzulenken, über Dinge nachzusinnen, die niemand ändern kann..."

Dabei klopfte die Spitze seines halb steifen Schaftes auf wie weichen Lefzen der Tigerin. Ihre Augen blitzten den Hamster an. Missmutiges Knurren drang aus Rachels Kehle, stark genug die Couch erzittern zu lassen, dann öffnete sie den Mund.

"Die Göttin?", wiederholte Answin, und bemühte sich, es nicht seltsam klingen zu lassen. Ein müßiger Versuch, alles daran klang seltsam. Irgendwann war es dunkel geworden, niemand hatte das Licht eingeschaltet.

Angelika hockte neben Answin auf ihrem Bett, die Knie bis unters Kinn angezogen, eine dicke Decke hatte er um ihre Schultern gelegt. Zudem schlang sich nun sein flauschiger Lemurenschwanz wärmend um ihre Körpermitte. Ihre Hände waren noch immer kalt, gleich wie fest Answin sie auch hielt.

"Die Göttin", wiederholte das Schwein zaghaft, ganz als müsse sie sich zu jedem Wort neu überwinden. "Ich stand schon immer drauf, mich zu unterwerfen. Ist dir ja vermutlich auch schon aufgefallen."

Answin nickte, und unterdrückte nur knapp ein seliges Lächeln.

"Ich fand die ganze Schulzeit hindurch passende Partner, Freunde, Freundinnen. Immer mal wieder andere, nichts zu festes, ganz normal. Aber dann, im Abschlussjahr, hab ich Sie kennengelernt."

"Die Göttin?"

Angelika bibberte, doch sie rang sich ein Nicken ab.

"Ihre Dominanz ging über alles hinaus, was ich je zuvor erlebt hatte. Überwältigend wäre das einzige Wort, das ihr auch nur ansatzweise gerecht wird. Es ging so schnell, und griff so tief. Ich unterwarf mich ihr vollkommen, und war überzeugt dass einzig wahre Liebe sich so anfühlen konnte. Man hätte es ihr nie angesehen, sogar für eine Alpaka war sie schmal gebaut, eine ganz zierliche Person. Aber was sie darstellte, was sie für mich bedeutete; das lag jenseits alles Sterblichen. Ich verehrte sie, abgöttisch. Hat nicht mal lange gedauert. Alles habe ich ihr zu Füßen gelegt."

Die Augen des Schweins begannen zu glänzen, ehe Tränen darin aufstiegen.

"Restlos alles!"

Ihre Kehle zitterte, die Worte brachen ab. Mit eisigen Fingern griff sie zu, packte Answins Hände und klammerte sich daran fest, als versinke sie im Treibsand.

"Dabei hat sie mich nie geschlagen", presste Angelika durch ihre Schnauze. "Nicht ein Mal, egal wie sehr ich darum gebettelt habe. Das war nicht ihr Stil, nicht ein Hieb, kein körperlicher Schmerz von ihrer Hand; alles reine Psyche. Sie musste gar nichts tun, nicht einmal etwas verlangen. Eine leise Anspielung genügte, und ich tat alles selbst. Sex, Blut, Schnitte, Tätowierungen, Verbrennungen; alles. Mit genügend Elan ist es verblüffend einfach, sich die eigenen Knochen zu brechen."

Ihre Stimme stockte, erstickt vom Nachklang lange geweinter Tränen. Sie drückte die Schultern durch, legte den Kopf in den Nacken.

"Ich hätte alles für sie getan", klagte sie, dann brach es aus ihr hervor. "Und ich habe alles getan! Ich schmiss die Schule hin, um nur bei ihr zu sein. Mit meinen Eltern hab ich mich darüber zerkracht. Wer brauchte die schon, solange sie nur existierte? Meine Göttin war wir mehr wert, mehr als alles andere. Sie ließ mich an ihren Hufen lecken, und ich fühlte mich reich dabei. Ich vergrätzte jeden den ich kannte, sie belohnte mich mit einem Tropfen ihrer Spucke. Für sie hungerte ich bis mir Rippen und Wirbel durch die Haut stachen und kotzte alles Essen aus; nur um mich eine Woche später mit einem Schlauch zu mästen. Ganz wie es ihr gefiel, aber immer tat ich es selbst. Hörigkeit war gar kein Ausdruck. Freudig wurde ich zur Auslöse für jeden, dem die Göttin etwas schuldete. Sie machte Geschäfte, ich war ihr Pfand, ihre Ware, ihre Belohnung. Ihrer Buchhaltung nach müssen es über dreihundert Leute gewesen sein, denen ich in ihrem Namen diente. Frauen, Männer, alt, jung, alles dazwischen; ich wüsste es nicht mehr."

Mit einem kaum merklichen Nicken wies sie auf den kleinen Schreibtisch in der Ecke.

"Es gibt Fotos, Videos, von allem. Nachher habe ich sie bekommen. Hab nicht einmal reingesehen. Vermutlich würde ich mich nicht mal erkennen. Gab wenig Platz, wo ich mir noch keine Liebesschwüre in die Schwarte geritzt hatte. Alles was sie mir gab habe ich geschluckt, geraucht, geschnieft, mir freudig in jede beliebige Körperöffnung eingeführt. Besonders spaßig fand sie es, mich gefesselt auf einer Bühne auszustellen, und mir einen Einlauf mit LSD zu setzen. Dabei hab ich in voller Manie ihre Tampons und dreckigen Slips aufgefressen. Die hat sie mir dann in Rechnung gestellt, zum abarbeiten. Was ich natürlich gemacht habe, aufopfernd. Ich hatte mir praktisch jeden freien Willen ausgetrieben. Alles war gut, solange ich ihr dienen durfte. Alles nur für sie."

Ein Schauder lief durch Angelikas Schultern, stark genug sie vom Bett zu werfen wäre sie nicht gestützt worden. Alle Kraft konzentrierte sich darauf, die Worte aus ihrem Mund zu stoßen.

"Und ein Stück von mir liebt sie immer noch!"

Tief atmete Angelika aus, ganz als fiele sie in sich zusammen. Dunkelheit umgab sie, nur durchbrochen von einzelnen Sternen, die hinter dem Fenster funkelten.

Langsam schloss Answin die Hände um ihre Finger, hauchte warmen Atem dazwischen. Dabei ringelte er seinen Schwanz noch etwas fester um ihre rosigen Hüften. Zeit verstrich.

"Du fragst ja gar nicht", sagte sie schließlich.

"Wie es weiterging? Nun, ich vertraue darauf, dass du nicht in den Händen dieser Irren geblieben bist."

"Irre", wiederholte Angelika leise. "Ja"

Sie blickte aus dem Fenster, sah dem Schnee zu der in sanftem Violett glitzerte.

"Irgendwann ist die Polizei rein gestürmt. Frag mich nicht wann, da hatte ich praktisch kein Zeitgefühl mehr. Das alles habe ich erst im Nachhinein begriffen. Zu dem Zeitpunkt bin ich nur durchgedreht, als mich jemand von der Göttin trennen wollte. Einer hat vermutet, sie hätte mir noch kurz vor der Razzia irgendwas gegeben, ich weiß es nicht. Gebissen habe ich mindestens drei Polizisten, soviel ist offiziell. Kurz wollten sie mich dafür auch anklagen, aber..."

Sie zeigte ein Vögelchen an ihrer Schläfe.

"Nicht schuldfähig, Gummizelle. Statt Knast wurden es dann Therapien, und wehe du sagst jemals, dass das besser wäre."

Die Sau schluckte schwer, ließ den Kopf sinken. Ihr Atem ging schwer.

Answin ließ sie nicht los.

"Nichts von dem hat geholfen. Na gut, sie haben mir die Tattoos entfernt, die Brandnarben und die schwärenden Implantate. Meinen Körper konnten sie gesund machen. Mich sogar wieder zum aufrechten laufen bringen, aber das Wesentliche konnte erst die Herrin bei mir erreichen."

"Die Tigerin unten?", fragte Answin vorsichtig.

Angelika nickte.

"Doktor Swanson war zur Nachsorge bei mir, ich hatte mein Bettzeug aufgefressen oder sowas. Entzug, Psyche, Drogen, irgendeinen Grund hatte es bestimmt. Das ist alles wie giftiger Nebel. Sie war nicht einmal offiziell für mich zuständig, und ist doch geblieben. Frag mich nicht warum, oder wie, aber ihr gelang es, mich zum reden zu bringen. Ich spürte, dass sie es begriff, was ich brauche, dass die Göttin für mich alles war. Sie sagte mir, dass sie mir helfen könnte, und ihr konnte ich glauben."

Sie seufzte, doch zum ersten Mal in dieser Nacht klang ihre Stimme nicht völlig verzweifelt.

"Ich werde nie verstehen, wieso. Aber sie schaffte es, mich aus den ewigen Therapien heraus zu lösen. Sie verstand, was die Göttin für mich bedeutete. Und dass ich jemanden brauchte, der an ihre Stelle trat."

Vorsichtig lugte sie zur Seite.

"Sie entwöhnt mich. Langsam, aber stetig. Vielleicht denkt sie noch, ich würde es nicht bemerken, aber so ist es. Am Anfang war ich zum Beispiel noch abartig eifersüchtig auf ihren Mann, mittlerweile hat sich das auch beruhigt. Ich habe mich beruhigt. Glaube ich. Vielleicht werde ich auch nur alt. Ergibt das einen Sinn? Ich wollte nichts als ihre Sklavin sein, und sie bringt mir wieder bei, wie man frei existiert."

Answin blickte in ihre Augen, die im Sternenlicht wie dunkler Onyx schimmerten. Jene Augen, die ihn seit dem ersten Abend nicht mehr losließen.

"Und damals, im Whispered Word? War das...?"

"Meine Entscheidung!", verkündete Angelika stolz. "Ich mag immer noch, was ich mag. Nur das Halsband kam von der Herrin, ich hatte irgendwas fieses über ihren Mann gesagt. Sie verbot mir, für vierundzwanzig Stunden jedes Wort im Haus."

"Dann hättest du draußen jederzeit etwas sagen können?"

Die Sau zog die Schnauze kraus. "Schon, aber du hast verwirrt so niedlich ausgesehen."

"Niedlich, so?", raunte Answin. "Und alles andere...?"

"Auch meine Entscheidung." Nun schlossen sich ihre Finger enger um die des Lemuren. "Die Filme, das Essen, die Pussys und Schwänze, du; alles mein Willen. Meine Unartigkeit. Meine allein. Sonst wäre die Herrin vielleicht heute auch nicht so überrascht gewesen."

"Beruhigend", meinte Answin sanft. "Und das Erdbeereis?"

"Mein Safeword. Jetzt guck nicht so, ich habe es mir vor ewigen Zeiten zurechtgelegt."

"Und warum sah die Tigerin dann so schockiert aus?"

"Hat sie das?" Angelika senkte den Kopf; zuckte da etwas um ihre Mundwinkel? "Vielleicht weil ich es noch nie benutzt habe."

Answin stutzte. "Niemals?"

"Niemals. Sie hatte es aus mir herausgekitzelt, aber ich habe es kein einziges Mal verwendet. Egal was sie angestellt, sie könnte in puncto Grausamkeit die Göttin nie übertreffen. Ihre Ideen habe ich immer genossen." Sie linste zur Seite, suchte nach etwas. "Und dann kamst du."

"Dann sollte ich mich wohl geehrt fühlen." Answin versuchte, es locker klingen zu lassen. Der Schauder, der durch den Körper des Schweins lief, deutete nicht auf einen Erfolg hin. Angelika gab einen Laut von sich, der sich nicht entschließen konnte, ein Wort zu werden.

Unsicher stand sie auf, strich die Decke von ihren Schultern und den geringelten Lemurenschwanz von ihren Hüften. Nackt und bloß stand sie in der Mitte des Raumes, und strich sich das borstige Haar aus der Stirn. Sie breitete die Arme aus, gab sich weder Mühe den Bauch einzuziehen noch ihre Brüste sonderlich in Pose zu setzen.

"Da, das bin ich", sagte sie laut und mit bebender Stimme. "Ein alterndes, submissives, perverses Schwein, ohne Schulabschluss und mit massiven psychosozialen Problemen. Die Liste an Drogen die in meine Blut waren, könnte ein Medikamentenverzeichnis füllen. Für den Augenblick vielleicht halbwegs clean, aber ich habe keine Ahnung, wie lang das so bleiben kann. Ich bin ein Wrack!"

Zitternd hob sie den Kopf, feucht glänzten ihre Augen im Zwielicht.

Answin betrachtete sie unschlüssig.

"Warum sagst du so etwas?"

"Weil du jetzt gehen musst!", brachte sie mühsam hervor. Der letzte Ton des letzten Wortes klang, als bräche etwas in ihr. Tränen liefen ungebremst über ihre rosigen Wangen.

"Muss ich?", fragte Answin verdutzt.

"Ja!", krächzte Angelika. "Du hast doch ein eigenes Leben, eigene Freunde, Familie, alles. Jeder muss doch zu Weihnachten irgendwo sein. Bloß..."

Ihre Stimme versagte, ertrank in salzigen Tränen.

"Willst du, dass ich gehe?", fragte der Lemur leise.

"Ich will..." Ziellos wischte die zitternde Sau durch ihr Gesicht, bis es vor Nässe glänzte. "Ich will dich nicht unglücklich machen!"

"Angelika...", hauchte Answin.

"Dabei würde ich dich so gern weiter sehen", wimmerte die Sau in sich hinein, als könnte sie die Worte nicht nach draußen lassen. "Aber ich muss auch bei meiner Herrin sein. Ich kann nicht... Ohne sie wäre ich..." Sie stockte, schluckte mühsam. "Ich weiß nicht... weiß nicht... was willst du überhaupt bei mir? Was kann ich dir denn bieten?"

Grunzend zog sie Luft durch die Schnauze nach oben, schnitt dem Lemuren jedes Widerwort ab.

"Sex kannst du haben, das hatten eh schon alle. Besteig mich so viel du willst, wie du nur willst. Nichts dagegen. Macht ja auch Spaß, kannst du wirklich gut. Aber dann? Dann bin ich nichts als ein gewaltiger Berg Probleme für dich, und das kann ich dir einfach nicht antun!"

Schwankend wandte sie sich um, nur mit Mühe bekam sie die Ecke ihres Schreibtisches zu fassen.

"Deswegen geh. Sofort. Geh! Ich bin dir nicht böse, ich glaube nicht, dass ich das könnte. Aber ich bin nicht gut für dich, für niemanden. Jetzt, geh endlich!"

Speichel tropfte von ihrer Schnauze, vermischte sich mit ihren Tränen. Ihre Schultern bebten unter jedem pfeifenden Atemzug.

Answin erhob sich vom Bett.

"Es tut mir so leid Patrick", sagte Rachel Swanson kleinlaut und drehte das Päckchen zwischen ihren flauschigen Fingern. "Du hast dir soviel Mühe gegeben, und ich..."

"Süße", erwiderte der Hamster und hockte sich breitbeinig neben seine Frau auf die Couch. Sanft strichen seine Finger durch ihr dunkles Haar. "Das findet sich schon alles. Du hast der Kleinen soviel Hingabe gewidmet, jetzt vertrau auch darauf, dass sie damit das Richtige anfängt."

"Sagst du so einfach", brummelte die Tigerin.

"Sage ich", nickte der Hamster entschlossen. Mit einer Handbewegung wies er auf die stark geröteten Stellen zwischen seinen Beinen. "Und das nicht nur, weil mir die Kraft für einen weiteren Versuch fehlt, dich abzulenken. Vertrau ihr einfach."

"Ja ja" Rachel ließ den Kopf auf die Lehne sinken und presste die Hände gegen ihre Stirn. "Gott, jetzt hatte ich doch wirklich Holders Stimme im Kopf."

"Holders?", stutzte Patrick. "Der Otter aus der Inneren?"

Die Tigerin nickte und formte mit den Fingern einen dichten Schnauzbart um ihren Kollegen nachzuäffen. "Alles nur, weil sie keine eigenen Kinder haben. Frauen ist dieser Instinkt nicht auszutreiben, und wird er nicht befriedigt, sucht er sich andere Auswege."

"Ausrechnet Holders!", lachte der Hamster auf, so heftig dass seine Backen schlackerten.

"Ja, ich weiß", zischte Rachel. Es sollte zynisch klingen, doch das Lachen ihres Ehemanns erwies sich als zu ansteckend. "Ist ein dämlicher Gedanke. Würde nicht ansatzweise einer genaueren Prüfung standhalten. Nur, solange es eben keiner prüft... vielleicht sollte ich mein Implantat doch rausnehmen lassen."

Patrick merkte auf. "Um ihn über die wissenschaftliche Methodik zu widerlegen?" Seine Finger zeichneten die Streifen im Tigerfell nach.

"Genau!"

Der Hamster schmiegte sich an seine große Frau. "Von mir wirst du keinen Widerspruch hören. Wenn du glaubst, es ist eine gute Zeit..."

"Sicher", räkelte sich Rachel an den Hamster. "Angelika ist ja scheinbar doch schon aus dem Gröbsten heraus. Aber es bleibt bei unserer üblichen Vereinbarung, vorher schiebt jeder von uns noch eine Schicht auf der Kinderstation. Davor wird nichts entschieden, Deal?"

"Deal"

Seine Arme schlossen sich um den Brustkorb seiner Frau, kaum dass er noch seine Hände zu fassen bekam. Ihre samtig weißen Brüste ruhten schwer auf seinen Fingern, und er berührte sie an jenen Stellen, die unwillkürlich tiefes Gurren aus ihrer Kehle lockten. Aneinander gepresst lagen sie auf der Couch, und nur die funkelnden Lichter des Baumes erleuchteten ihre Umgebung.

"Es gibt so Momente, da würde ich dich am Liebsten auffressen."

"Glaube ich dir", flüsterte Patrick ihr ins Ohr. "Aber bedenke, dass dann Tante Genoveva ihre Wette gewonnen hätte. Sie ist immer noch davon überzeugt, dass das der einzige Grund war, warum du mich geheiratet hast."

"Dann verschieben wir das noch", murrte die Tigerin.

"Einverstanden. Willst du bis dahin nicht wenigstens dein Geschenk endlich aufmachen?"

Das Päckchen lag noch immer zwischen Rachels Fingern. Lautlos glitten ihre Krallen hervor, und die Fetzen der Verpackung flogen davon.

"Ach du!", fiepte sie, halb verspielt, halb erschrocken. "Ist das dein Ernst?"

"Doktor Swanson?"

Der schüchtern Klang der kratzig femininen Stimme ließ die Köpfe der beiden Ärzte herumschnellen.

"Ja?", antworteten beide unisono.

"Nein, ich meinte... Herrin... Oder doch, sie auch..."

Angelika stand in der Tür, eingehüllt in ihren zerschlissenen Morgenmantel. Ihre rosigen Zehen scharrten unruhig über die Schwelle. Fester schloss ihre Hand sich um die schwarzen Finger darin.

"Hätten wir... noch einen Platz am Tisch, zum Weihnachtsessen?"

Der Festabend glitt über sie,wie eine wohlig warme Decke. Das Essen war köstlich, auch wenn die Männer sich vornehmlich an Salate und Früchte hielten.

Ehe Angelika wusste wie ihr geschah, sah sie sich kurz danach Answins Mutter auf dem großen Bildschirm gegenüber. Der Lemur zog sie an sich und stellte sie vor. Angelika wollte protestieren, versuchte ihren abgetragenen Mantel zu verbergen. Doch als die ältere Lemurin sie nackt und freudig begrüßte, verflog ihre Scheu rasch. Answins Mutter stellte viele Fragen, doch bevor sich die Antworten in die Länge zogen, legte ihre derzeitige Partnerin den Rüssel um ihre Hüften, verabschiedete sie sanft. So entging ihnen auch, wie fest Angelika während des ganzen Gesprächs die Hand ihrer Herrin umklammert hielt. Allmählich löste sich danach ihre Anspannung zwischen Gebäck, Geschichten und Gelächter auf.

Gegen Ende des Abends half Angelika ihrer Herrin mit dem Geschenk ihres Mannes. Mit geschickten Fingern schloss das Schwein die stützenden Gurte um die Hüften der Tigerin, und justierte jeden davon solange nach, bis der künstliche Katzenphallus angenehm und sicher zwischen deren Schenkeln wippte. In einem Moment unwiderstehlicher Versuchung schnappte Angelika nach der tanzenden Spitze, und stieß sich das synthetische Glied bis zum Anschlag in den Rachen. Es war groß, nicht länger, aber dicker als jedes andere Spielzeug dass die Tigerin bis dahin angelegt hatte. Angelika verschlang es mühelos. Die zahllosen Dornen kratzten ihr über Zunge und Gaumen und sie grunzte genüsslich, ehe sie schwer atmend von dem giftgrünen Schaft abließ.

"Du kleiner Gierschlund!" Die Tigerin erhob voller Ernst den Zeigefinger. "Was für ein ungezogenes Mädchen! Weißt du nicht, dass dieser Dildo nicht für dich ist?"

"Doch Herrin", hauchte Angelika und drückte noch schnell einen nassen Kuss auf die dornige Spitze. Ehrfurchtsvoll glitt ihr Blick am muskulösen Leib der Tigerin empor, deren Fell im Schein flackernder Lichter glänzte.

"Dann freue dich schon einmal auf Strafe!", verkündete die Herrin. Sie beugte sich herab und leckte über die Stirn des Schweins. "Morgen."

Erregte Schauder durchliefen den rosigen Körper.

Doktor Swansons flauschige Wange rieb gegen Angelikas als sie sich ihrem Ohr näherte und flüsterte: "Frohe Weihnachten Kleines" Mit einer unmerklich sanften Kopfbewegung wies sie auf den Lemuren der noch vor dem Sofa saß, und zwinkerte dem Schwein zu. "Lasst euch alle Zeit der Welt."

Dann stieg sie mit schwingenden Hüften die Treppe hinauf.

"Da wären wir", meinte Answin. Selbst nach alles was an diesem Abend geschehen war, konnte er nicht verhindern, verlegen zu klingen. Angelika setzte sich neben ihn auf den Boden, er rückte zu ihr, legte die Arme um ihre Seiten.

"Ich sehe schon, was dich hier hält. Deine Herrin ist wirklich beeindruckend."

"Das ist sie", seufzte Angelika leise. "Du... du hättest aber wirklich nicht bleiben müssen. Wirklich."

"Fängst du schon wieder an?", fragte Answin sanft. "Ich wollte aber bleiben. Du hast mir doch selber den Unterschied erklärt. Also sag ruhig, wenn du mich loswerden willst."

Bei diesen Worten zuckte das Schwein in seinen Armen zusammen.

"Nein, ich..." Ihr Kopf fiel nach vorne. "Ich rede schon wieder dummes Zeug."

"Unsinn!" Der Lemur leckte sanft ihren Nacken. "Aber du hast mein Geschenk noch gar nicht aufgemacht."

"Das hättest du doch nicht..."

"Ah, ah, ah!", schnitt Answin ihren Widerspruch ab. Er langte mit dem Fuß unter den Weihnachtsbaum und schubste das schludrige Knäul aus buntem Papier hervor.

"Sehen wir erstmal, ob du es überhaupt magst."

Angelika bedachte den Lemuren mit einem rollenden Blick, dann riss sie das Papier entzwei. Ein wuchtiger Bilderrahmen fiel ihr in die Hände. Das Bild darin war zweigeteilt, es zeigte ihrer beider Gesichter; verschmiert, zerwühlt und sehr erschöpft.

"Die Barkeeperin vom Whispered Word ist eine Freundin von mir", erklärte Answin leise.

"Das ist von dem Abend, nicht?", fragte Angelika "Aus der Kabinenüberwachung?"

"Genau", nickte der Lemur. "Normalerweise werden die Aufnahmen gleich gelöscht, aber ich hab sie überredet, mir eine Kopie zu geben."

"Du Schlingel", gurrte das Schwein. "Erklärt aber, warum du da so mürrisch dreinschaust."

"Tja, so wird man nicht jeden Tag vorgeführt. Aber dreh mal um."

Angelika schob die Brauen zusammen und drehte den Rahmen zwischen ihren Fingern. Durch einen raffinierten optischen Trick verschob sich das Bild, und gab ein zweites darunter frei. Eine schön gestaltete Aufnahme in edlem schwarzweiß, die sie beide in enger Umarmung zeigte, verbunden in einem innigen Kuss während dicke Regentropfen auf sie fielen. Durch die Perspektive und die reduzierte Farbe musste man schon sehr genau hinsehen um zu bemerken, dass es sich bei dem Regen nicht um Wasser handelte.

"Das war im Park!", hauchte Angelika voll Überraschung. "Haben dir die Typen doch die Aufnahmen geschickt?"

"Ein paar zumindest. Was meinst du? Ich hatte so ein Vorher-Nachher Ding im Sinn. Gefällts dir?"

"Ich steh drauf!"

"So? Dann mach doch mal den Rahmen auf."

Skeptisch blickte das Schwein zu Answin auf und öffnete einen kleinen Hebel an der Seite. Das Deckglas schnappte auf und es zischte leise. Vorsichtig schnupperte sie, und grunzte verdutzt. Der Duft nach trockenem Schweiß, Haaren, Vaginalsekret und geronnenem Samen stieg ihr in die Schnauze.

"Riecht nach uns!", erkannte sie erstaunt.

Answin nickte grinsend. "Da ist deine Visitenkarte drin, die du mir an dem Abend gegeben hast. Hab ich nie sauber gemacht. Und so ein Befeuchtungsstreifen, angeblich hält das eine Weile. Hoffentlich kommt das jetzt nicht zu creepy rüber, aber ich dachte..."

Ein tiefer Kuss erstickte jedes Widerwort.

"Ich liebe es!"

Sie schloss den Rahmen und drückte ihn an sich. Answins Kopf sank auf ihren Nacken, und eine Zeit lang genügte es ihnen, nur zusammen zu sein.

"Jetzt hab ich halt nichts für dich", sagte Angelika schließlich. In einem Ruck zog sie den Mantel von ihren Schultern, so dass der Kiefer des Lemurs auf ihre rosige Haut rutschte. "Es sei denn, du möchtest dir noch etwas wünschen?"

Answin drückte die Stirn gegen die borstigen Haare des Schweins.

"Ein Wunsch, so?"

"Mhmm", nickte Angelika. "Ich sehe du euren Diensten Herr, aber beeilt euch, ihr wisst doch, wie gehemmt ich bin."

"Das weiß ich allerdings!"

"Und du bist sicher, dass du nichts anderes möchtest?", fragte Angelika zaghaft während sie aus ihrem Bademantel schlüpfte. Answin schüttelte den Kopf. Der Lemur saß auf dem Boden, den Rücken an die Couch gelehnt und klopfte mit der Hand zwischen seine Beine.

Dort breite das Schwein den Bademantel aus.

"Also gut", sagte sie und setzte sich darauf. "Aber ich sags gleich, dass ich nicht gut darin bin."

Verwirrt legte Answin den Kopf schief. "Wie kommst du denn auf den Gedanken?"

Angelika zuckte die Schultern während sie langsam nach hinten sank. Das weiche Lemurenfell kitzelte ihre rosige Haut. "Ich... ich hab das seit der Schule nicht mehr gemacht."

Aus Answins Verwirrung wurde Verblüffung.

"Ehrlich?"

"Sicher" Angelika sank auf den Lemuren. "Die Göttin hätte es nie erlaubt, und die Herrin..." Sie zuckte abermals die Achseln. "Manchmal spielt sie gern mit Gürteln und sowas, aber verboten hat sie es nicht. Nicht generell, mal im Spiel vielleicht. Aber das war was anderes. Ich... ich hab wohl nie viel darauf gegeben. Zumindest nicht ohne irgendein Spielzeug."

"Sollen wir noch etwas holen?"

"Nein, nein, ich hab gesagt ich mach das so, dann mach ich das so." Sie blickte über ihrer Schulter. "Ich will dich bloß nicht enttäuschen."

Answin drückte sie an sich. "Das schaffst du nicht!"

"Oh, gib mir nur eine Chance."

Angelika holte tief Luft, dann stellte sie die Beine weit auseinander und verhakte die Hufe hinter Answins Knien.

"Also schön", murmelte sie. Langsam glitten ihre Finger zwischen ihre Schenkel. "Wenn dir soviel daran liegt. Dann sehen wir mal."

Mit leisem Schmatzen öffneten sich ihre Lippen, und brünstiges Schweinearoma vermischte sich mit dem Geruch von Tannenholz in der Luft.

"Schon so feucht?", flüsterte Answin ihr ins Ohr.

"Da siehst du einmal, was du angerichtet hast", hauchte Angelika während ihre Fingerspitzen tiefer glitten. Es fühlte sich surreal an. Sich selbst zu berühren, während ein anderer im Raum war. Mehr noch, sie eng an sich presste. Tief ein trainierte Gewohnheiten in ihr verlangten, ihm zu Diensten zu sein. Stattdessen vergnügte sie sich selbst, öffnete mit kräftigen Fingerstrichen ihre glitschigen Vulva und genoss den sanften Lufthauch der dazwischen fuhr. Es fühlte sich verrucht an, ungezogen, widerspenstig. Angelika wand sich, drückte sich an den Lemuren. Zugleich nahm ihre andere Hand am Gipfel ihres Venusbergs Aufstellung, und presste das vorspringende Kirschlein das keck zwischen ihren dicken Lippen aufragte. Zwischen ihren Fingern fand es Platz, bedeckt von warmer Feuchte und beständigem Druck. Die Sau grunzte wohlig, und die Arme des Lemurs legten sich sie.

Sie spürte, wie etwas Glitschiges sie in den Rücken stach, eine warme Spitze, die bald nach oben über ihre nassen Schwarten rutschte. Oberhalb ihrer Hinterbacken, entlang ihrer Wirbelsäule, zog es eine warme Furche durch ihren Schweiß. Lächelnd blickte sie nach hinten, ob in ihrem Körper oder darauf, den harten, heißen Stab des Lemuren erkannte sie mittlerweile blind.

Angelika sank ihm entgegen während ihre Finger tiefer gruben.

Das Schmatzen klang lauter und tiefer, und mehr und mehr Grunzen mischte sich unter den schweren Atem des Schweins.

"Klingt, als hättest du Spaß", säuselte Answin in ihr Ohr.

Sie grunzte etwas wie Zustimmung. Ihre Finger arbeiteten schnell, ihr kneten fordernder. Mit sanfter Stimme erinnerte Answin sie an ihr gemeinsames Erlebnis auf der Rennbahn, wo sie sich in die Koppeln der Läufer geschlichen hatten. Hengste, Stuten, Geparden, Gazellen, alle hatten sie gemeinsam von überflüssigen Ballast befreit. Das Rennen war danach sehr enttäuschend, doch sie beide wussten, weshalb es den Athleten an Kraft fehlte.

Angelika wand sich, ihre Finger rieben schneller, ihr Schoß schmatzte, längst übertönte ihr Geruch jeden anderen. Sie driftete davon. Vergangenheit, Zukunft und alles dazwischen. Für einen magischen Augenblick sah sie alles davon gleichzeitig.

Vor ihrem geistigen Augen sammelten sie sich, wie Gesichter aus Nebel, die Göttin in ihrer unschuldigsten Miene, die strengen Augen der Herrin, Answins anmutig geschwungene Schnauze und die großen, sorgenvollen Augen. Doch sie alle verblassten unter dem Licht, dass sich zwischen ihnen ausbreitete, bis es sie alle verschlungen hatte. Und Angelika fand sich im Licht.

"Kommt es dir denn?" Die Stimme der Lemuren drang wie aus einer anderen Welt heran.

Quäkend war das Schwein ihren Kopf auf und nieder.

"Und?", raunte Answin. "Kommt es dir für deine Herrin, deine Göttin, oder mich?"

"Ich komme!", schnaubte Angelika tief aus ihrem Innersten heraus. "Weil ich es will!"

Mit einem markerschütternden Grunzen bäumte sie sich auf, ihre Schenkel zitterten unter ihr, ihre Waden schlugen wie vom Krämpfen geschüttelt. Ohne dass ihr Schrei abbrach fiel sie vorn über, krümmte sich auf dem Boden zusammen und umklammerte ihren zuckenden Bauch.

Sie fühlte die Bewegung im Boden, wie der Teppich ruckte. In den letzten glorreichen Wogen ihres monströsen Höhepunkts spürte sie Answin über sich.

"Auf meinen Rücken", verlangte sie heiser. "Spritz mir auf den Rücken!"

Und mit dem letzten Aufwallen unsagbarer Extase, klatschten schleimige Fäden auf ihre schweißnasse Haut nieder. Das wimmernde Keuchen des Lemuren klang wie Musik in ihren Ohren.

Keiner von beiden sah die blitzenden Augen im Treppenaufgang.

Im Obergeschoss schlüpfte die Tigerin lautlos zurück ins Schlafzimmer und kletterte in ihr Ehebett. Selbst das trockene Weidegeflecht verursachte dabei kaum einen Laut.

"Alles gut?", fragte Patrick, ohne dabei die Hände aus dem Nacken oder die Beine nach unten zu nehmen.

"Alles Bestens", sagte Rachel erleichtert. Sie löste den Rest des Gurtes um ihre Hüften und legte das Geschirr beiseite. "Ich glaube wirklich... Nein, ich sags nicht, ich will es nicht verschreien."

"Er passt auf jeden Fall zu dem, was Angelika von ihm erzählt hat. Selbst ohne das schmachtende." Er klimperte mit seinen großen Nageraugen.

"Schmachten" Die Tigerin kicherte. "Das steht ja wohl jedem Mädchen mal zu, oder?"

Patrick ergriff die peitschende Schwanzspitze seiner Frau.

"Solange es dem richtigen gilt", meinte er süffisant.

"Ach?", fragte Rachel während ihr Kopf langsam tiefer sank. "Und wer sollte das sein?"

"Einer, der noch länger zurück schmachtet."

"Da will ich erst sehen, wer hier länger schmachtet!"

Die Tigerin begann, den Bauch ihres Mannes sauber zu lecken, und seinen weit verteilten Samen aufzusammeln. Weit öffnete sie ihren Rachen, streckte die raue Raspelzunge weit heraus und zeigte ihrem Mann die weiße Lache darauf. Dann trank sie, ihre Kehle bewegte sich unter elegantem Schlucken und sie betonte ihren Genuss mit durchdringendem Schnurren.

"Ein bisschen fester noch", bat Angelika. Der Lemur tat ihr den Gefallen, und massierte die verkrampften Rückenmuskeln mit noch etwas mehr Druck. Ihre Arme spannten sich um seinen Hals und seufzend rieb sie ihre Wange gegen seine Schnauze.

"Ich liebe das Gefühl", hauchte sie. "Samen, ganz fein über meine Haut verteilt."

"Ein Vorteil, wenn man keinen Pelz pflegen muss", meinte Answin.

Angelika grunzte bejahend. Dann nahm sie den Kopf zurück und blickte in die großen Augen des Lemurs. "Da sind wir also."

Dieser nickte. "Da sind wir."

"Zu Zweit"

"Umarmt"

"Bei meiner Herrin"

"In ihrem Haus"

"Unter ihrem Baum"

Für eine Weile lagen sie nur aneinander, die Stirn des Schweins an die des Lemuren gedrückt. Keiner von beiden wollte loslassen.

"Und nun?", fragte Answin schließlich.

Angelikas blaue Augen fanden die seinen.

"Nun ist Weihnachten", sagte sie und küsste ihn.