Das Haus Rosé 2 - Auf der anderen Seite

Story by Bluewing on SoFurry

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Die Zeichnung gehört nicht mir sondern Falcrus

Ich habe nur die Zeichnung gewählt, weil sie veranschaulichen soll, was ich im Kopf habe :)

Viel spaß beim Lesen!


Sie blockte einen Angriff nachdem anderen ab, doch hintern den Hieben steckte so viel Kraft, sodass sie jeden Hieb in den Knochen spürte. Die Waffen der gegnerischen Echsen waren Plump, aber überaus massiv und effektiv. Jeder Schwung konnte sie mühelos zweiteilen, wenn sie von einem erwischt werden würde. Der Boden war uneben, nass und rutschig und das, behinderte sie enorm. Die Echsen hingegen kamen von hier, lernten hier zu Kämpfen und zu töten. Ihre vier starken Krallen an den Füßen, gaben ihnen halt und was für sie ein Nachteil war, nutzten die Gegner als Vorteil aus.

Der Kampfstil der Echsen war nachdem ersten Angriff flüssig. Sie rutschen und sie wussten ganz genau, wie sie die Gegebenheiten ausnutzen sollten. Die Echsen griffen sie meistens zu dritt und das aus allen Richtungen an. Von vorne, von unten und von hinten. Kajan duckte sich, machte Rollen, oder entging allen angriffen in einem waagrechten Sprung. Irgendwann im Gefecht, riss sie sich den Rock runter, da ihr der Rock im Kampf behinderte und weil sie langsam in die Enge getrieben wurde. Sie nutze jeden Trick, jede Gelegenheit aus, um nach einem Hieb einen Konterschlag zu landen.

Der Oberteil war schon von den Angriffen ganz zerrissen und deswegen, riss sie sich den Rest runter, da der Stoff bei einem Angriff hängen bleiben und sie aus dem Gleichgewicht bringen konnte. Sie nutzte eine Taktik aus, was sie bisher sehr selten benutzt hatte und es reichte aus, dass sie in der Sekunde, zwei Angreifer niederstrecken konnte.

Sie kämpfte nackt und wie jedes Männchen, das ein nacktes Weibchen vor sich hatte, hielten sie für einen Moment inne.

Aber als die zwei Angreifer tot zu Boden fielen, entbrannte der Kampf umso heftiger. Ihre Arme wurden langsam taub und sie vermisste ihre versteckten Wurfmesser. Ihre zahllosen Schnitte die sie schon hatte, saugten noch weiter an ihrer Ausdauer und ihr brannten die Lungen bei jedem Atemzug.

Sie nahm kaum war, wie Karl und die anderen Echsen, die ihre Eskorte waren, kämpften, oder zu Boden gingen. Aber sie kämpfte weiter.

Sie schützte ihren König von jedem Hieb, der von hinten kommen sollte. Sie schlug Arme ab, säbelte Beine von Körper ab, zerschnitt Sehnen, damit die Klingen fallen gelassen werden. Doch jeder Hieb ihrerseits, raubte ihr immer mehr Ausdauer und irgendwann, standen sie und Karl, Rücken an Rücken und rangen nach Luft.

Ein kurzer Blick nach hinten reichte aus zu wissen, dass auch Karl ein sehr guter Schwertkämpfer war. Und sein Kampfstil war ganz anders, als ihrer und das der Echsen. Denn er hatte einen langes Schwer in der Hand, dass keine wirkliche Klinge hatte, sondern nur Spitz war. Die Toten Echsen waren übersäht von fingergroßen Löchern und die, die noch nicht tot waren, würde innerhalb von Sekunden am eigenen Blut ersticken.

Karl trat nach vorne, lenkte einen Angriff ab, der in den Boden ging und rammte die Klinge in den Hals der Echse. Der nächste Angriff, der auf sein Bein zielte, streifte es nur ganz leicht, als das Bein nach hinten gezogen wurde und die spitze Klinge, zerschnitt die Luft. Die Echse schrie auf, als die Klinge durch die Wange gestoßen wurde und hinten am Kiefer wieder austrat.

Eine Fontäne Blut kam hinterher, nachdem die Klinge wieder rausgezogen wurde. Doch zu spät sah der König den Angriff von der Seite und Kajan reagierte sofort. Sie drückte den König auf die Seite, sodass der Angriff in Leere ging. Dann lenkte sie den Angriff nach oben ab und überrascht sah sie die Echse an, als ihre Klinge die Luft zerschnitt und den Arm am Ellbogen fast abtrennte.

Eine Blutfontäne entsprang aus dem Armstumpf und traf sie direkt auf dem Gesicht.

Sie wollte Blinzeln, durfte aber nicht, weil der nächste Angriff kam.

Sie wollte sich das Blut aus dem Augen wischen, das ging aber nicht, weil sie gerade beide Arme brauchte, um den nächsten Angriff zu parieren.

Aber wegen des roten Schleiers, sah sie den dritten angriff nicht kommen, und der traf sie direkt am Bauch. Die Wucht des Hiebes war so stark, dass die Luft aus ihren Lungen gedrückt wurde und unmittelbar danach, setzte der Schmerz ein.

„KAJAN!“, hörte sie ihn schreien, als sie zu Boden ging und da machte ihr König den Fehler, nach ihr zu sehen. Denn hinter ihm, stürzten sich gerade in dem Moment, zwei blutdürstige Echsen auf ihm. In diesem Sekundenbruchteil, beweinte sie ihr Leben, das nur aus Pflichten und Ehre bestanden und sie sehnte sich nach der Liebe, die sie schon so lange suchte.

Sie wollte nämlich auch Mutter werden, wie Julia. Ihre zwei, oder drei Kinder in den Armen halten. Ihr Leben in Frieden führen und endlich, glücklich werden. Doch dieser Traum, war nun schlussendlich vorbei.

„FULGUR VINDICTAE!“, noch bevor die Stimme überhaupt wirklich aufkam, explodierte die Luft um sie herum. Es knallte so laut, so extrem laut, dass sie danach nichts mehr hörten. Ein Blitz von ungeheurer Kraft schoss durch die Luft und traf die Angreifer, die dann rauchend zu Boden umfielen.

„DEORUM A TEMPESTATE!“, rief die Stimme wieder und eine Reihe von Explosionen, rissen die restlichen Angreifer und den Boden, förmlich in zwei. Organe flogen durch die Luft. Gliedmaßen flogen im hohen Bogen über sie. Die Luft schmeckte nach Eisen und Blei und es roch noch Ozon und Blut. Erde rieselte auf sie nieder und sie hörte nichts mehr, außer den Blitzexplosionen.

Es waren unzählige und nachdem für einige Sekunden keine mehr zu hören waren, fing sie wieder ihre Umgebung wahrzunehmen an. Sie hörte qualvolle Schreie. Stimmen, die nach ihrer Mutter riefen. Weinende Echsen sah sie dann, die an sich hinabsahen und zurückkrochen, weil sie nicht wahrhaben wollten, dass ihr Unterkörper nicht mehr da war und dass ihre Gedärme nur noch in Fetzen waren.

Kajan hatte schon viel gesehen und erlebt, aber diese Bild, übertraf alles bei weitem. Es waren nicht die rosaroten Organe, oder die zerfetzten und in zu Unendlichkeit verstümmelten Körper, die überall herumlagen, dass sie zum Erbrechen brachte. Es war das Leid, dass sie umgab.

Es gab Gefechte und es gab Gemetzel und das hier, war eine Schlachtbank.

Das alles erkannte sie innerhalb von einer Sekunde und als sie das erste Mal nach einigen Sekunden wieder einatmete, stieß sie die Luft stöhnend vor Schmerz wieder aus.

Mindestens zwei Rippen waren gebrochen, die Schmerzhaft beim Einatmen gegen ihre Lungen drückten. Sie musste husten und sie wusste nicht, ob es ihr Blut, oder das Blut in der Luft war, das sie ausspuckte.

Und unter alldem Leid und den Schreien, tauchte ein Gleißes Schimmer auf, dass die Umgebung rechts vor ihr erhellte. Als sie langsam dorthin sah, taten ihr die Augen weh, weil es heller als die Sonne war.

„Kajan!“, rief die Stimme und das Gleißen wurde schwächer, bis sie endlich die Person erkannte, die mit blitzenden und leuchteten Augen zu ihr rannte.

„Matilde!“, rief Karl und hielt sich den Arm beim Aufrichten.

„Mein König! Seid ihr verletzt!?“

„Nichts schlimmes, aber Kajan…!“

Irgendwie schaffte es Kajan sich aufzusetzen und da erkannte sie das ganze Ausmaß des Schreckens. Einige Stimmen waren mittlerweile verstummt und leblos, sahen die geschlitzten Augen nach oben, oder feucht zu ihnen. Es lagen mehr als 50 Tote Echsen um sie herum da und ein jeder, war verstümmelt, oder von einer Waffe aufgespießt. Der Boden war in Blut getränkt und ein Gestank kam auf, dass sie bis jetzt auch noch nicht gerochen hatte.

Es roch nach Scheiße und Gülle, Blut und verbranntem Horn und nur unterschwellig, war noch der Ozon zu riechen.

Matilde rannte zu ihnen und mit einer sanften Hand, untersuchte sie die Wunden beim König und erst als sie sicher war, dass keiner der Wunden gefährlich für ihren König werden konnte, sah sie sich Kajan an.

„Vier Rippen sind gebrochen und es fühlt sich so an, als ob du innere Blutungen hast.“, stellte Matilde fest, nachdem sie den Brustkorb und den Bauch von Kajan untersucht hatte.

„Dann lass und schnell zurückreisen, damit wir sie in ein Lazarett bringen können.“, sagte gleich Karl keuchend.

„Das geht nicht… weil…“, Matilde sah nach hinten und Karl folgte dem Blick. Auch Kajan sah dorthin und der Stein beim Schrein, war zerschmettert und die Bruchstücke lagen verstreut am Boden.

„Also sitzen wir im Feindesland fest.“, sagte Karl entschlossen und sah sich um.

„Ich sehe keine Angreifer mehr und deswegen, sollten wir uns gleich zurückziehen. Kajan, kannst du aufstehen?“, kam es dann gleich vom Köning weiter.

Kajan nickte und mit Hilfe von Matilde, stand sie auf. Ihre Sinne waren geschärft, als sie den Pfad verließen und kurz bevor sie das Schlechtfeld hinter sich ließen, sahen sie eine Reitechse, die auf dem Bauch lag und die eine Echse in Plattenrüstung an stupste.

„Garuru…“, flüsterte Karl überrascht, als er die Echse erkannte, die schwer und tödlich verletzt aber noch am Leben war. Eine Stachelkeule, mit zwei langen und scharfen Messern am Ende hatte, steckte der Echse im Bauch und Karl glaubte nicht, dass er überleben würde. Doch einen potenziellen Freund, würde er nicht zurücklassen und mit Hilfe von Matilde, hob er Garuru auf die Echse.

Widerstandslos folgte ihnen die Reitechse, während sie den Sumpf langsam verließen und über den braunen und toten Boden, zu einem kleinem Waldstück gingen. Kajan, konnte kaum Atmen und jeder Atemzug schmerzte wie ein Schwertstreich. Doch sie schaffte es irgendwie mitzuhalten und erschöpft, schwach und leicht fiebrig, lehnte sie sich an einem Stein an und glitt daran runter.

Karl und Matilde kümmerte sich gleich um Garuru und es schien hoffnungslos das Leben der Echse zu retten. Doch wieder einmal, zeigte Matilde was sie konnte. Kurz nachdem die Magierin etwas flüsterte, fingen ihre Finger leicht blau zu leuchten an und einige Sekunden danach, sah sie zu Karl, der ihr gegenüber saß.

„Zieh es raus.“

Vorsichtig, ohne eine Bewegung zu viel zu machen, zog Karl langsam die Waffe aus der Echse und sofort quoll Blut aus den zwei riesigen Wunden raus. Aber das ging nur ein paar Sekunden so, bis Matilde die Augen wieder schloss. Die Wunden hörten gleich auf zu bluten, nachdem die Waffe rausgezogen worden war und wie die Finger, fingen auch die zwei Wunden zu leuchten an.

„Ich… weiß nicht… ob er es schafft, Karl.“

„Versuche es Matilde und kümmere dich um Kajan. Ich halte derweil Wache.“

Mit gezogener Waffe ging Karl davon und Kajan hatte noch immer einen roten Stich beim Sehen, als sie ihm hinterher sah.

Nachdem Karl zwischen den toten Bäumen verschwand, sah sie zu Matilde und Garuru. Sie erinnerte sich, wie tapfer Garuru gekämpft hatte, aber gegen diese Übermacht, chancenlos war. Auch sie hätten verloren, wäre nicht Matilde gekommen, um sie zu retten.

Mit einem müden und tauben Arm, wischte sie sich den Schweiß davon und sah zu, wie sich langsam die Wunden schlossen. Aber auch Matilde schwitze schwer und das lag nicht nur am schwülen und heißen Klima.

Sie spürte förmlich, wie konzertiert sie war und wieviel Kraft sie die Heilung kostete. Ein Hustenreiz überkam sie und sie stöhnte auf, weil sich die Rippen in die Lungen bohren wollten. Diesmal war sie sich sicher, dass es ihr Blut war, das sie schmeckte. Doch sie machte sich keine Gedanken um sich, sondern um Karl, den sie zu beschützten geschworen hatte. Wer weiß, ob nicht der König hinterrücks angegriffen wurde und schon tot am Boden lag und wegen dieser Befürchtung und Angst, stand Kajan stöhnend auf.

„Bleib liegen Kajan. Wenn du so herumirrst, müssen wir am Ende dich doch noch retten. Also setzt dich wieder hin und warte, bis ich wieder bei dir bin.“

Die Greifenmagierin hatte Recht. In ihren Zustand, war sie niemanden eine Hilfe und deswegen, glitt sie wieder am Stein runter und wischte sich wieder den Schweiß an der Stirn ab. Kurz nachdem sie das gemacht hatte, wurden ihr Glieder taub. Ihr blick wurde trüb und sofort realisierte sie, in welch tödliche Gefahr sie alle steckten.

Sie wollte Matilde warnen, schaffte es aber nicht mehr.

Wortlos, kippte sie zur Seite und eine schwärze umfang sie.

Karl fühlte sich nicht gut. Einige Wunden, die nur oberflächlich waren, bluteten noch immer und wollten nicht aufhören zu bluten. Der Blutverlust, der gering war, entpuppte sich gerade zu einem Problem. Zusätzlich noch, fühlte er sich krank und ganz schwach. Aber er musste Matilde beschützen, solange sie Garuru und Kajan heilte.

Denn nur so, konnte sich Matilde auf ihre Magie konzentrieren und wenn beide wieder geheilt waren, waren ihre Überlebenschancen recht passabel. Seine Augen suchten die Gegend ab, aber langsam schweiften seine Gedanken zu Axel, Tom und sogar zu John rüber. Bestimmt haben die neuen Echsensklaven den Kampf mitangesehen und Matilde hat sie noch in Sicherheit gebracht, bevor sie den Kampf entschied. Auch war er sich sicher, dass Axel, oder Tom, schon von Richards Spähern von Überfallen wissen, oder Matilde selbst, hat es den Kampfmagiern im Tempel berichtet und sich beeilt, zu ihnen zurückzukommen.

Auf jeden Fall war er sich sicher, dass Axel bei seinem Tom sicher war.

„Mein Tom…!“, flüsterte er überrascht über seine eigenen Gedanken. Schon sehr, sehr lange hat er keinen mehr so angesehen. So über jemanden gedacht, oder gar gesprochen. Doch bei dem weißen Dalmatiner, war es anders.

Er fühlte sich zu ihm hingezogen, mehr als er zuerst wahrgenommen hatte. Es war nicht nur sein anbetender Körper, den Tom hatte, sondern auch das warme und liebevolle Lächeln, das immer zu sehen war, wann immer er ihn ansah. In seinen Armen fand er Frieden, konnte in Ruhe schlafen und mit ihm, hatte er ein paar wirklich schöne und extrem heiße Stunden verbracht. Als er an die Kutschenfahrt dachte, wo ihn Tom so unglaublich geil und gekonnt, einen geblasen hatte, regte sich was in seiner Hose und zu gerne, würde er jetzt in dem Moment, Tom Schnauze wieder zwischen den Beinen haben.

„Etwas Entspannung…“, dachte sich Karl laut, wäre jetzt sehr gut. Denn seine Nerven sind bis zum Zerreißen angespannt und es würde ihn völlig entspannen, wenn sein Penis und seine Hoden, wieder in Toms Maul verschwinden würden.

Und nicht nur das, auch würde er in seinen Armen jetzt liegen wollen. Wieder unter dem Baum von ihm umarmt und geküsst werden und er fragte sich nun, wann das alles angefangen hatte. Natürlich hatte er Antons Berichte gelesen und wahrgenommen, dass im Mittelpunkt der Berichte Tom stand. Das war zwar nicht der Befehl gewesen, den er Anton gab, aber er fieberte nachdem zweiten Bericht mit. Ohne es wahrzunehmen, sah er Tom langsam genauso wie Anton. Liebe und Hingebungsvoll. Ausdauernd und Begehrenswert. Schön, Rein und am Ende, stellte er sich vor, wie Tom aussah.

Und was er zu Gesicht bekam, war am Anfang lächerlich. Irgendwelche Kleidungstücke, die nicht abgestimmt waren, zerknittert, teils Schmutzig und übelriechend, stand der Dalmatiner vor ihm mit Albrecht und Qadir. Doch, wie länger sie miteinander sprachen, desto mehr sah er den Tom, den er sich vorstellte unter der Kleidung. Er hörte seine Gedanken, seine Lösungsvorschläge und schnell hatte er ein Bild über ihn gehabt. Tom war mehr, als all das was in den Berichten stand.

Herzensgut, Mitfühlend und Besorgt um alle, war Tom und versuchte ihn zu überreden, mit dem erzwungenen Gemetzel aufzuhören. Und nur wegen Tom, sprang er über sein Schatten und entschied sich innerhalb von Sekunden, sein Land aufs Spiel zu setzten und mit dem Gemetzel aufzuhören. In dieser Nacht reformierte er sein Land neu, machte es von Ackerbau, zu einem Bordell und Sex Land. Sextourismus soll nun sein Land florieren lassen und nicht die Schlechten Verträge, die er mit dem anderen Ländern hatte.

Von ihm aus, könnte Qadir das Haus Rosé zehnmal so groß bauen lassen, wenn sein Volk deswegen nicht mehr hart arbeiten müsste. Er würde Werbung machen, damit die ganzen reichen Sexsüchtigen und schmutzigen Adeligen von anderen Ländern, zu ihm kommen und die Goldmünzen liegen lassen. So würde er die Familien entlasten, die momentan ein Vermögen für die Schulen liegen lassen müssen.

So könnte er die Schulen kostenlos anbieten können. Jeder hätte die Chance auf eine Ausbildung, auf ein Studium und die Chance, auf eine glückliche Zukunft.

Und genau das, mit Richards Hilfe, wollte er erreichen. Er würde jede schwule Echse aufnehmen, jeden Sklaven, der Schwul war und sie ins Haus Rosé stecken. Ein Haus der Gelüste, der Erotik, wo Stöhnen und Grunzen beim Sex, der Alltag war. Genau dort, würde er Leben wollen, wenn Axel König ist. Er würde dort für immer als ein Gast leben wollen und sich gänzlich der Körperlichen Begierden hingeben.

Denn Tom, hatte ihn eine Welt gezeigt, wo das möglich wäre und er sehnte sich förmlich nach dieser Welt, wo Nacktheit und die körperliche Anziehung, als Normalität angesehen wird.

Karl seufzte bei dem Gedanken, was er die ersten Tage alles ausprobieren wollen würde und dann später, einfach nur Sex und Schlaf haben wird. Essen, Schlafen und Sex haben, das ist und wird seine Welt sein, wenn er das hier überlebt.

Er war so sehr in Gedanken, dass er recht spät Matilde schreien hörte. Sein Körper spannte sich an, seine Sinne wurden schärfer und als er sich umdrehte und den ersten Schritt tat, sah er verwundert runter zu seinen Pfoten.

Den Schritt hat er kaum gespürt.

Seine Ahnung bestätigte sich, als er den nächsten Schritt tat und sofort wusste er, wieso Matilde nach ihm schrie. Als er zu laufen anfing, schoss der Schweiß aus seinen Poren und jeder Schritt wurde schwerer. Noch bevor er sie erreicht, hatte sich schon ein Tunnelblick gebildet und er hörte kaum noch ihre Stimme.

„Karl! Es ist Gift!“, schrie sie aufgelöst und hielt Kajans Hand.

„Ich… weiß…“, stammelte ihr König und sie stand unter Schock, als ihr König einfach noch vorne fiel und vor ihr, liegen blieb.

Matilde schossen die Tränen raus, als sie Kajan und Karl sah. Sie wollte, nein, musste beide Retten. Aber sie wusste nicht, bei wem sie anfangen sollte. Kajan war eine ausgezeichnete Kriegerin, die auf sie alle aufpassen konnte. Karl hingegen, war ihr König und mit ihm, war der Thron gesichert.

„Das… stimmt nicht…“, schoss es aus ihr raus, als sie Karl ansah.

Es gab noch Axel. Axel wäre der nächste König, falls Karl jetzt sterben sollte. Nur kurz überlegte sie, was zu tun war und das erste was sie tat, war ihre Robe bis zu den Knien zu zerreißen und Karls und Kajans Wunden zu versorgen.

Dann beugte sie sich über Kajan und legte die Hände auf ihre Brust.

Innerlich bat sie Karl um Verzeihung, dass sie Kajan zuerst heilte, aber mit ihrer Hilfe, würden sie alle eher überleben, als ohne sie. Und sie war viel geschwächter und erlag dem Gift zuerst. Sie wusste, dass sie nur ein winziges Zeitfenster hatte, um beide zu Retten. Deswegen forderte sie das Schicksal heraus und betete, dass sie beide retten konnte.

Doch schnell stellte sich heraus, dass das Gift tückisch war. Es betäubte die Sinne, dann den Körper und zum Schluss, die inneren Organe. Das schlimme war aber, dass schon die inneren Organe bei Kajan angegriffen werden und sie wusste dadurch, dass es auch gleich bei Karl anfangen wird. Sie musste sich entscheiden, ob sie die Organe heilte, oder das Gift neutralisierte, aber dadurch in Gefahr lief, dass die Organe irreparabel beschädigt werden.

Sie wusste nicht, was sie tun soll und sie war verzweifelt. Denn Kajan hatte schon innere Blutungen und es waren gerade zu viele Baustellen auf einmal, um die sie sich kümmern müsste.

„Akuva… Akuvawurzel…“

Überrascht sah sie nach hinten und sah Garuru, der den Kopf gehoben hatte und sie mit flatternden Augen ansah. Sofort eilte sie zu ihm.

„Was ist mit der Wurzel?“

„Sie… sie…“, doch zu mehr kam Garuru nicht, denn die Augen fielen zu und dumpf, fiel der Kopf auf dem Boden. Doch sie hatte einen Hinweis und sie musste sich beeilen. Sie kannte die Akuvawurzel und sie galt als Allheilmittel. Doch sie war ziemlich rar und sie wusste, wo welche hier zu finden war. Doch es bestand Hoffnung. Garuru würde nicht umsonst den Hinweis geben, ohne zu wissen, dass in der Nähe diese Wurzel zu finden war. Also stand sie gleich auf und fing zu rennen an.

Jede Sekunde zählte und hektisch sah sie sich um. Alles war braun und nur durch den einen Sommer in ihrem Land, wo Dürre herrschte, erinnerte sie sich, wie die Akuvawurzel aussah, wenn sie braun und welk war.

Sie dankte allen Göttern, als sie nach wenigen Minuten die Pflanze mit den Händen ausgrub und eine verschrumpelte Wurzel in der Hand hielt. Noch während sie zurücklief, stopfte sie sich die Wurzel in den Schnabel und fing sie zu zerkauen an.

Als sie bei Karl und Kajan ankam, ließ sie den Brei auf die linke Hand fallen und versorgte augenblicklich die Wunden damit, nachdem sie die Verbände entfernt hatte. So drang der Heilstoff von mehreren Orten in die Körper rein und neutralisierte langsam das Gift.

In der Zwischenzeit legte sie jeweils eine Hand auf Karl und Kajan und fing ihre Selbstheilungskräfte zu verstärken an. Das zog ordentlich an ihrer Kraft, die so scho, fast am Ende war. Über das innere Auge, sah sie, wie robust Karls Körper war und, dass das Gift viel langsamer wirkte, als bei Kajan.

Kajan machte ihr wirklich sorgen. Ihr Körper schaffte es kaum mit ihrer Hilfe das Gift zurückzuhalten und allmählich, beschädigte das Gift immer mehr ihre Organe. Es fehlte nicht mehr viel, bis die Leber und die Nieren, aufhören würden zu funktionieren. Deswegen ließ sie von Karl ab und konzentrierte sich nun vollkommen auf Kajan. Das Gift wurde zurückgedrängt und von hinten, wurde es von der Akuvawurzel neutralisiert.

Kurz bevor das Gift neutralisiert wurde, legte sie wieder eine Hand auf Karl und als sie ihn wieder stärken wollte, kappte die Verbindung und eine Sekunde darauf, wurde ihr schwarz vor den Augen und sie fiel unkontrolliert auf Kajan.

Karl erwachte langsam und das erste was er wahrnahm, war stille. Doch dann hörte er jemanden neben sich Atmen und gleichzeitig, rührte sich etwas auf ihm. Als er die Augen langsam aufmachte, sah er über sie zigtausende Sterne und wegen des Sternenscheins, konnte er sehen, wer neben ihm lag und ihn umschlungen hatte.

Garuru sah ihn tief in die Augen und als sich wieder was auf ihm bewegte, sah er, dass er nackt war. Das und die Tatsache, dass Garurus Wade knapp seinen Schritt nicht berührte, brachte ungewollt sein Körper in Wallung.

Nachdem er sich wieder hinlegte und schweigend in Garurus Augen sah, wanderten dessen Augen langsam an ihm runter und blieben an den haften, wie sein Körper darauf reagiert hatte. Kurz sah ihn dann Garuru wieder an, bevor die Augen an ihm runterblickten und unter einem Schnaufen, rührte sich aus was bei der Echse.

Auch Garurus Körper reagierte auf das gesehene und der Blick wanderte wieder rauf.

„Ich tat es nur… weil ihr auskühltet, König Karl.“, verteidigte sich Garuru und Karl sah in seinen Augen, dass es stimmte.

„Danke.“, flüsterte er zurück.

„Wie geht es den anderen?“, Garuru Antwortete, ohne den blickkontakt abzubrechen. „Die Pumadame liegt hinter mir und wird von der Reitechse und mir gewärmt. Matilde geht es gut und sie schläft tief.“

Karl war glücklich das zu hören. Anscheinend hat Matilde sie beide retten können. Doch die Nacht war kalt und er entscheid sich näher an Garuru zu rücken und ihn auch zu umarmen. Vielleicht ohne es zu wissen, berührte ihn jetzt die Wade und er hat bemerkt, dass Garuru kurz nach unten blickte und nichts dagegen tat.

Lange Zeit lagen sie so und Karl wurde langsam müde. Seine Gedanken kreisten um seine zwei Söhne und um Tom. Auch überlegte er sich, wie sie aus diesem Land fliehen konnten und er musste zugeben, dass er keine Idee hatte. Aber das würde er am nächsten Tag mit ihnen besprechen, wenn sie wach waren.

Als Karl diese Entscheidung getroffen hatte, schloss er die Augen und wollte schlafen, doch es ging nicht, weil Garuru neben ihn erregt war und ihn am Penis berührte. Es war nur logisch und diente seinem Schlaf, als er eine Hand auf seinen steifen Penis legte und sich zu befriedigen anfing. Interessiert und mit großen Augen, sah ihn Garuru zu und kurz darauf, fing auch Garuru auf seinem Bauch sich zu befriedigen an.

Nachdem die Echse schnaufte, ließ auch Karl sein Schnaufen zu und er dachte an Tom, an seinem Hintern, an seinem Penis, als er grunzend seinem Samen in den Himmel schoss. Kurz darauf und mit dem Blick auf seine Eichel, kam auch Garuru schnaufend auf seinem Bauch.

Der Samen schoss bis rauf zur Brust und rann dann daran runter, doch eine Pfütze davon blieb auf seinem Bauch und bevor die Echse was machen konnte, verrieb Karl den Samen und machte die Augen zu.

Grinsend stellte er fest, wie langsam Garuru den Kopf auf seine linke Brust legte und wieder schnaufend, verstummte und sich nicht mehr rührte. Minuten vergingen und Karl konnte nicht einschlafen, auch nachdem Garuru eingeschlafen war, kamen seine Gedanken nicht zu ruhe. Zusätzlich noch, musste er jetzt Wasser lassen und es war überaus kalt, als er sich unter Garuru zur Seite zog und aufstand, um sich an einem Baum zu erleichtern.

Unter dem Sternenhimmel, wirkte das Land wunderschön und es war nichts zu sehen, vom falschen Anbau und vom toten Boden. Während er sich noch erleichterte, überlegte er sich, wer die Angreifer waren und ob sie überhaupt beauftragt wurden und wenn, von wem. König Richard hatte sein Land im Griff, so schien es zumindest. Vielleicht war es ein Clan, der rebellierte, als Richard das Staatsystem geändert hatte. Und der Gedanke ergab Sinn. Es waren zu viele Angreifer, die koordiniert gehandelt haben. Aber wohl die Tatsache übersehen haben, dass Matilde zur Hilfe eilen würde. Doch vielleicht haben sie damit gerechnet, weil sie die ganzen Sklaven in sein Land transportierte. Aber wenn sie damit gerechnet haben, dann müssten sie auch einen Plan haben, der das berücksichtigte.

Falls dies der Fall war, waren sie noch alle in Lebensgefahr. Jederzeit konnte ein Trupp Echsenkrieger kommen und sie im Schlaf überraschen. Deswegen eilte er gleich zurück, nachdem er sich erleichtert hatte und zog sich leise an. Mit den Degen in der Hand, ging er zu Kajan und legte ihr sein Wams auf die Beine.

Als er sie dann betrachtete, sah er sie auch zum ersten Mal als Weibachen. Sie war wunderschön, war schmal und hatte feste Brüste. Ruhig und tief atmete sie ein und aus und in diesen Augenblick, erinnerte er sich an seine Frau. Sie beide hatten dieselbe Statur und er sehnte sich nun schrecklich, nach ihrer Nähe.

„Gefällt dir, was du siehst König Karl.“

Karl war nicht überrascht, dass Kajan wach war und er Antwortete auch nicht auf die Frage, weil die Antwort sonnenklar war. Deswegen setzte er sich mit den Rücken zu ihr hin und sah hoch zu den Sternen.

Lautlos setzte sich Kajan neben ihn hin und hatte seinem Wams angezogen. Sie beide sahen nun hinauf und es war Kajan, die zuerst zu sprechen anfing.

„Karl… das letzte was ich bedauert habe, als mir bewusst wurde das ich sterben werde, war, dass ich keine Familie um mich hatte. Zum ersten Mal in meinen Leben, hatte ich diesen Gedanken und… er lässt mich nicht los.“

Karl wusste genau, was sie meinte und worauf sie hinaus wollte.

„Dann such dir ein Männchen und gründe eine Familie.“

Kajan seufzte tief und zog die Beine an um den Kopf auf den Knien abzustützen.

„So leicht ist das nicht.“

Karl sah zu ihr rüber und sah sie einfach nur an. Die Augen sahen müde und traurig aus und der Blick, wirkte so, als würde er weit entfernt was entdecken.

„Qadir müsste mich von meinem Schwur entlassen und… ich… hatte noch nie einen Freund, oder einen Geliebten, neben Kajal.“

Karls Augenbrauen zuckten hoch, weil er was hörte, was auch missverstanden werden konnte.

„Ich und Kajal… mussten… miteinander einmal in einem Ritus schlafen, damit wir geistig verbunden waren und uns immer finden konnten. Nur durch die Gefühle, die dadurch entstanden, verbanden wir uns und… es war auch mein letztes Mal.“

„Was willst du mir damit sagen, Kajan?“

„Ich weiß es selbst nicht. I-Ich… habe nur Angst, denke ich. Angst davor, dass ich vielleicht was falsch machen würde.“

„Verstehe, aber mach dir keine Sorgen darüber. Mach einfach und der Rest, wird folgen.“

Sie schwiegen sich an und es fühlte sich unangenehm für Karl an.

„Ich habe einen Freund, er ist eine Palastwache, mit dem ich per *Du* bin, wenn wir Privat sind. Wegen seiner Arbeit, konnte er auch noch kein Weibchen finden und er würde auch gerne eine Familie haben. Er ist ein gütiger Tiger, der vielleicht zu viel säuft und das auch nur, weil er verzweifelt ist, weil er kein Weibchen neben sich hat. Wenn du willst, stelle ich ihn dir vor.“

Kajan seufzte leicht und sah zu ihm.

„Mein Herr…“

„Es ist beschlossen. Wenn wir das überleben, dann wirst du einen Tag und eine Nacht mit ihm verbringen. Ihr werdet spaß haben, die Stadt erkunden und miteinander schlafen. Du wirst sehen, was für ein Typ Kater er ist und ich bin mir sicher, dass er dich vollends befriedigen wird.“

Kajan fiel der Kiefer runter und kurz darauf, schnappte er wieder hoch. Stillschweigend sah sie hoch zu den Sternen und dachte sich, ob das die Wendung in ihrem Leben sein wird.

„Wie… wie ist er so?“

„Kajan, ich kann keine Gedanken lesen und deswegen, frag genauer nach.“

Es war ihr offensichtlich unangenehm nochmal zu fragen und er verstand sie auch. Wenn man so lange kwinw Beziehung hatte, wusste man selbst nicht was man mag, oder worauf man schauen sollte.

„*Seufz*… Ok, er ist gut gebaut, sogar sehr gut. Er spielt gerne Karten, trinkt gerne und wird… dabei ganz ehrlich und sogar liebevoll. Ich weiß wie sehr er sich nach einer Familie sehnt. Aber sein Pflichtbewusstsein ist größer und deswegen steht er noch immer an meiner Seite. Er trainiert jeden Morgen und deswegen ist er überaus fit. Seine Eltern geht er jedes Wochenende besuchen und wenn er frei hat und sie nicht besucht, versucht er ein Weibchen zu finden. Aber sie gehen alle nicht eine Beziehung mit ihm ein, weil er eine Narbe übers Gesicht hat. Und, weil er im Palast dient. Sie wissen, dass sie wenig Zeit mit ihm haben werden, das aber nicht stimmt. Wenn eine Palastwache eine Familie hat dann hat er, oder sie, mehr Freizeit. Das habe ich gleich eingeführt, als ich König wurde und mein Vater noch lebte. So hat jeder was vom Leben und durch die verkürzten Stunden, kann ich mir eine weitere Wache organisieren, die dann alle anderen weiter entlastet. Das aber wissen nicht die Weibchen und wenn er es ihnen erzählt, dann glauben sie ihn nicht. In den letzten Wochen… wurde er so verzweifelt, dass er schon die Bordelle aufsuchte, um endlich Sex zu haben. Das ist für ihn ein sehr großer Schritt gewesen, weil er so erzogen wurde, dass er nur Sex mit seinem Weibchen haben soll. Aber er gestand mir, wie er jedes Mal, sich dort nur besäuft hatte und sturzbetrunken in die Kaserne torkelte, also hatte er noch keinen Sex.“

„Ich weiß nicht… mein Herr.“

„Ich will ihn dir nicht aufdrängen Kajan. Aber mach dir selbst ein Bild von ihm. Er ist wirklich ein toller Tiger, der nur geliebt werden und es zurückschenken möchte. Ihr seid beide ungefähr gleich alt und du hast mir preisgegeben, dass du eine Familie gründen willst. Er will es auch und sucht fieberhaft nach seinem Weibchen. Also, versuche es doch. Spring über dein Schatten, frage Qadir ob du drei Tage frei bekommst und treffe dich mit ihm. Ich kann dir schon jetzt sagen, dass er dir die Welt zu Pfoten legen wird. Du würdest umgarnt werden, immer würdest du ihn lächeln sehen und wenn ihr dann im Bett landet, dann wirst du die Nacht nicht schlafen können. Denn, egal was er macht, macht er mit Herz und ganzen Eifer. Deswegen habe ich ihn als Palastwache ausgewählt, weil er den richtigen Charakter und den Ehrgeiz hat.“

Kajan dachte über den Tiger nach und sie sah vor sich eine Mauer. Alles vor der Mauer war bis jetzt ihr Leben gewesen. Wie sie im Schatten die Jungs im Haus beschützt und beobachtet hatte. Wie sie täglich mit Kajal zusammen war und wie sie beide Frau Rosé beschützt haben. Briefe, Nachrichten, Besorgungen und noch vieles mehr, haben sie 15 Jahre für ihre Herrin gemacht. Sie waren ihr so dankbar für die Rettung und in der Zeit, dachten sie nicht einmal über sich nach. Aber, der Erste der schwach wurde, war Kajal. Er war es, der es nicht mehr aushalten konnte und die Gefühle, die er für Qadir hatte, nicht mehr zurückhalten konnte. Vermutlich wäre es bei ihr auch so gewesen, wenn sie nicht im Haus Rosé angefangen hätten zu arbeiten. Und sie freute sich dann schlussendlich, als Kajal die Freiheit erlangte und mit Qadir zusammen kam. Nur wenn sie ganz privat waren, sah sie seinen Bruder so gelassen, wie er jetzt immer ist. Und sie stellte sich gerade vor, wie sie ihr Privatleben, mit den Beruflichen verband. So wie es Kajal tat. Noch immer beschützt er Qadir und sie wurde schon fast überflüssig. Nur noch die Jungs und die Erwachsenen musste sie bewachen, aber jetzt, wo sie am See waren, kamen auch keine Gäste mehr und deswegen, brauchten auch sie nicht ihre Aufmerksamkeit.

So gesehen, wäre jetzt die Perfekte Gelegenheit sich mit dem Tiger zu treffen. Denn sie hatte Zeit und mit guten Gewissen, konnte sie für ein paar Tage das Lager verlassen und sich um ihre Zukunft kümmern.

„Danke mein Herr.“

„Wofür denn?“

„Dafür… dass sie mir jemanden vorstellen.“

„Ach, dafür brauche ich keinen Dank. Ich tue das für zwei Freunde, für mehr nicht.“

„Dennoch, Danke.“

„Das reicht jetzt aber Kajan.“

„Nein mein Herr. In meinen Clan, suchte man sich nicht einfach seinen Gefährten aus, man hat ihn zugewiesen bekommen. Für mich… für alle, war das der einfachste Weg. Es gab so keine Konflikte, keine Tränen und es wurde gewährleistet, dass der Clan immer genug Nachwuchs hatte. Aber genau deswegen, ist mir der Gedanke völlig fremd, selbst ein Männchen zu suchen. Sowas… kennen ich nicht, ich will ehrlich gesagt sowas auch nicht machen und deswegen, danke ich Ihnen.“

„Also würdest du seine Partnerin werden wollen, obwohl du ihn nicht kennst?“

Kajan dachte nicht nach und nickte augenblicklich.

„Ja, wie ich bereits sagte, kenne ich nur sowas und nur mein Clanoberhaupt, kann zwei zu einem Paar erklären. Aber da ihr nun mein König seit langer Zeit seid und in unseren Texten steht, dass auch der König eine Vermählung herbeiführen kann, ist es somit beschlossen.“

„Verstehe. Dann frage ich dich nur noch eines. Willst du überhaupt sowas?“

„Ja mein Herr.“, antwortete sie sogleich auf die Frage und entschlossen, sah sie ihn an.

„Verstehe, dann habe ich noch eine Frage. Was würdest du machen, wenn er dich nicht will?“

Diese Frage irritierte sie sichtlich und sie sah nachdenklich hoch zu den Sternen, um ihn dann gleich wieder anzuschauen.

„Dann gibt ihr mir den nächsten Männchen, bis einer dabei ist, der mich haben möchte.“

„Ok Kajan, ich denke, dass ich dir etwas erklären sollte. Männchen lieben es ein Weibchen zu erobern. Wenn sie sich ihn einfach so hingeben, dann haben sie eigentlich wenig Interesse. Sprich, sie möchten spielen und du musst ihr Interesse wecken. Erzähl nicht gleich alles von dir. Gib dich häppchenweiße preis. Berühre sie sanft und kurz, wenn er dir gefällt. Lächle sanft, wenn er ein Witz macht und stelle zum passenden Zeitpunkt Fragen zu Themen, die dir wichtig sind. Aber nicht so direkt ins Gesicht, eher um die Ecke. So erfährst du mehr über ihn und bekommst genug Informationen, um dir ein Bild darüber zu machen, wie er darüber denkt. Und das wichtigste, zeig ihn, dass du schwer zu erobern bist und locke ihn mit deiner Figur an. Aber das wiederum auch nicht so offensichtlich, eher dezent und sei du selbst. Wenn du nachdenklich bist, dann sei auch so. Wenn du lachen willst, dann mach es auch. Sei von Anfang an ehrlich zu ihm und du wirst sehen, dass er auch ehrlich zu dir sein wird.“

Aufmerksam hörte sie ihn zu und als er zu Ende gesprochen hatte, sah sich wieder nachdenklich hoch. Es war für ihn ganz neu, dieses Thema mit einem Weibchen zu besprechen. Das letzte Mal, als er das besprochen hatte, war es mit Axel und das umgekehrt. Er hat ihn damals erklärt, wie er sich bei Weibchen benehmen sollte die ihn gefallen. Und es hat dann auch auf Anhieb geklappt mit Claudia.

Blitzartig sah sie ihn plötzlich an.

„Steht er auf Männchen?“

Karl fing sofort zu lachen an und er musste sich das Maul zuhalten, um die anderen nicht zu wecken.

„Nein…*HIHIHI*.“

„Das ist… schade.“

„Wieso ist das Schade?“

„Weil er dann nicht glücklich im Haus Rosé mit mir leben kann.“

„Da solltest du dir keine Gedanken machen. Auch er schwärmte einmal dorthin zu gehen. Er steht zwar überhaupt nicht auf Männchen, würde aber die Zeit dort mehr als nur genießen wollen. So wie jeder in der Stadt und im Adel. Deswegen solltest du ihn das auch nicht preisgeben, dass du dort Lebst und Arbeitest. Das würde einfach alles verfälschen, glaub mir.“

Kurz dachte Kajan, darüber nach und mit einem Nicken, verstand sie was er meinte.

„Wie ist sein Name?“

„Josh. Josh Travir.“

„Josh also… Josssshh…“, Kajan kostete den Namen völlig aus und als sie nach ein paar Sekunden zu lächeln und dann auch noch zu schnurren anfing, hätte er sich fast selbst in das Lächeln verliebt, das so wunderschön war.

„Wenn du ihn so anlächelst Kajan, dann würde er sich vielleicht gleich in dich verlieben.“

Ihr Lächeln wurde noch breiter und schon fast verliebt, sah sie hoch und ihr Schwanzspitzte, fing aufgeregt zu zucken an.

Während er sie so lächeln sah, fiel ihm etwas ganz Wichtiges ein.

„Kajan, du sagtest doch, dass du immer zu deinen Bruder mit deiner Fähigkeit gehen kannst, kannst du nicht jetzt zu ihm gehen und ihn sagen, dass es uns gut geht? Vielleicht kannst du auch zu Richard gehen und ihn sagen, dass wir hier sind.“

„Ich könnte euch sogar von hier wegbringen, wenn es ginge. Das Gift… hat meine Verbindung zu meinen Bruder vernichtet. Ich weiß nicht, wie sowas passieren konnte. Auch kann ich keinen spüren, den ich kenne und so, kann ich den Schattenschritt nicht anwenden.“

Seine Hoffnungen zerbrachen in Einzelteilen.

„Dann müssen wir zum anderen Schrein gelangen. Der liegt westlich und ist eine Woche entfernt. Und wir sollten gleich losgehen, solange uns die Nacht schützt.“

Kajans Ohren zuckten und sie drehten sich nach hinten und in der nächsten Sekunde, sprang sie auf und lautlos, lief sie zu den schlafenden. Da hörte es dann Karl auch, wie ein Zweig brach und kurz darauf, der nächste. Doch anders als Kajan, legte er sich so leise er konnte auf dem Boden und legte den freien Arm auf die Klinge, damit sie nicht das Sternenlicht reflektierte.

Er sah am Anfang zwei Echsen, die gebückt und mit gezückter Waffe in ihre Richtung gingen. Doch dann sah er auf der anderen Seite, drei Echsen und schnell stellte er fest, dass sie eingekesselt waren. Zum Glück lagen Garuru und Matilde hinter einem großen Stein und waren somit geschützt von den Blicken der Echsen. Kajan war nun wieder mit ihrem Schwert bewaffnet und drückte sich fest mit dem Rücken gegen den Stein und sah in seine Richtung.

Er verstand gleich was sie vorhatte und schnell kam ihm eine Idee, um Kajans Stellung taktisch Gluck auszunutzen.

„FREUND ODER FEIND!“, rief er und drückte sich noch fester zu Boden. Er konnte die drei Echsen von seiner Position gut beobachten und sie blieben augenblicklich stehen, nachdem er rief. Sie sahen sich um und suchten die Umgebung ab.

„FREUNDSSS!“, kam die Antwort zurück und einer der drei, zeigte den anderen, dass sie sich weiter aufteilen sollen.

Sofort wusste Karl, dass sie keine Freunde waren, da sie sonst die Waffen weggesteckt hätten. Er konnte nicht fassen, dass sie so dumm sein konnten, aber vielleicht waren sie sich ihrer Übermacht bewusst und verließen sich darauf, dass sie, sie ohne große Probleme überwältigen konnten.

„DANN STECKT DIE WAFFEN WEG!“

Er ging ein großes Risiko ein, als er das schrie. Zum einem, konnte sie so besser seine Position bestimmen und zum anderen, könnten sie mitspielen und so tun, als ob sie doch Freunde wären und da, würde er sich überleben sie anzugreifen, weil sie vielleicht doch Freundlich gesinnt waren.

Als sie die Waffen nicht wegsteckten und immer näher zu Kajan und den anderen kamen, wusste er, dass sie wieder kämpfen mussten. Ihm war auch klar, dass sie auch bestimmt schützen im Gebüsch hatten und wenn er jetzt aufstehen würde, würde er gleich mit Pfeilen und Bolzen im Körper zusammenbrechen. Doch für den Fall, war Kajan da. Ganz langsam bewegte er seine Kline in ihre Richtung und enblöste ein Teil der Klinge, um ihr mit der Reflexion der Sterne darauf mitzuteilen, wo die Angreifer waren und auch, wie viele es waren. .

Kajan nickte nachdem er ihr alles preisgegeben hatte und im nächsten Moment, pfiff es neben sein Ohr und hinter im machte es „DONG“, als das Geschoss auf ein Stein traf.

Die Angreifer musste es auch gesehen haben und Karl lag nun auf dem Präsentierteller.

Kajan war nun in ihr Element. Sie sah in der Dunkelheit, was andere nicht sehen konnten. Sie konnte nicht nur den Schattenschritt, sondern auch die Schattensicht. Sie sah nun besser als am Tage und als sie kurz um den Stein lugte, sah sie sofort zehn Echsen auf der Seite. Auch sah sie drei Schützen, die hinter dem Busch auf Karl schossen. Sofort hob sie lautlos ein Stein auf und schmiss es. Der Stein landete rechts neben den Trupp und wie erwartet, zielten die Schützen gleich dorthin. Sie ging gleich in die Knie und sprang rückwärts über den Stein hinweg. Lautlos landete sie hinter eine Echse, die mit gezückter Waffe auf den Angriffsbefehl wartete.

Lautlos war der Schnitt, der die Kehle durchtrennte, nachdem sie ihn von hinten gepackt und die Schnauze zugedrückt hatte. Der zweite stich ging von Hinten direkt ins Herz und sofort erschlaffte der Körper in ihren Armen. Sanft, langsam und leise, legte sie die Leiche auf dem Boden und schlich gebückt von hinten zu den schützen.

Kurz nachdem die Schützen wieder zu Strand zielten, warf sie einen weiteren Stein in dieselbe Richtung. Bolzen und Pfeile flogen gleich dorthin. Wie beim ersten, packte sie ihn von Hinten und stach diesmal direkt durch die Kehle und durch das Rückenmark. Doch schneller als vorhin, zielten die anderen Schützen wieder nach vorne und sie hatte nun keine Zeit mehr.

Sie verließ sich nun komplett auf ihr Training im *Lautlosen Tritt*.

Ohne ein Geräusch zu verursachen, lief sie gebückt zum nächsten Angreifer und tötete ihn so lautlos wie vorhin, von hinten. Nun war nur noch ein Schütze auf der Seite übrig, der gleich nach wenigen Sekunden zu tot zu Boden glitt.

Nun waren nur noch fünf Echsen mit Nahkampfwaffen auf dieser Seite und sie hob den Bogen auf, dass die tote Echse in der Hand hielt. Einer nachdem anderen fiel mit einem Pfeil im Hals auf dem Boden und nachdem dritten, gerieten die anderen Echsen in Panik und versteckten sich im Gebüsch. Doch Kajan konnte sie sehen und ohne fiel aufwand, fielen auf der Seite alle Angreifer.

Nachdem der letzte fiel, legte sie gleich den Bogen auf den Boden und lief schleichend zur anderen Seite des Steins.

Sie hatte zu viel Zeit verbraucht und sie musste jetzt sofort handeln. Denn die drei Eschen hatten ihre schlafende Gruppe entdeckt und schlichen zu ihnen mit erhobener Waffe hin.

Sprintend lief sie zu den drei Schützen die sie sah und rief auch: „JETZT KARL!“

Die Schützen zielten gleich in ihre Richtung, als sie ihre Stimme näher kommen hörten. Sie wusste, dass sie nicht auf Karl zielen würden, wenn ein Angreifer in ihre Richtung unterwegs war, um sie auszuschalten. Die ersten zwei Schüssen gingen an ihr vorbei und vor dem ersten Schützen, machte sie eine Rolle und schnitt von unten nach unten. Eine Hand und ein Arm fielen zu Boden und gleichzeitig, als die Echse vor Überraschung und dann vor Schmerz zu schreien anfing, kreuzten sich die ersten Klingen hinter dem Stein.

Sie war erleichtert, dass Karl am Leben war und im nächsten Moment, musste sie sich ducken, um den Pfeil auszuweichen. Als Konter warf sie ihr Schwert und rannte los. Völlig überrascht sah die Echse zur Klinge, die im Brustkorb steckte und mit einem seufzen, sackte die Echse zu Boden. Im Laufen zog sie ihre Klinge aus dem Torso raus und warf einen Stein zum dritten Schützen, das die Armbrust traf und den nächste Schuss ins Leere gehen ließ.

Die Echse ließ in Panik die Armbrust fallen und wollte davonlaufen. Doch Kajan sprintete schon und surrend, durchschnitt die Klinge die Luft und trennte den Kopf vom Körper ab. Aus dem Augenwinkel sah sie eine Echse auf sie zustürmen. Sie hatte Schwert und Schild und war nicht so achtlos, wie die anderen. Sie wusste gleich, dass er ein harter Brocken für sie sein könnte.

Bevor sie die Echse erreichte, nahm sie eine Hand voll Dreck in die linke Hand und stand dann gelassen auf. Sie sahen sich beide an und der Blick der Echse ging zum Enthaupteten. Das Gesicht verzerrte sich vor Wut und als die Echse sie mit einem Schrei verfluchte, sprintete sie los.

Sie warf der Echse den Dreck ins Gesicht und wie erwartet, hob sie das Schild hoch. Das ausnutzend, rutschte sie zwischen seinen Beinen hindurch und es knallte laut, als sie ihm bei einem Fuß die Achillessehne durchtrennte. Noch im Rutschen richtete sie sich auf und rannte zu ihrer Gruppe.

Karl war umstellt von drei Echsen und eine stand über Matilde und ließ die Waffe runterfahren. Matilde war wach, aber sie wusste, dass sie nichts machen konnte, um den Hieb abzuwehren. Doch dann hörten sie eine laute Trompete und für einen Bruchteil einer Sekunde hielt die Echse inne, die gerade Matilde in zwei schlagen wollte und das nutzte Kajan sofort aus. Sie sprang im Sprint nach vorne. Die Klinge nach vorne zielend, durchbohrte sie die Echse von der Seite am Brustkorb und nutze ihren Körper als Geschoss, um die Waffe abzufälschen. Die Waffe bohrte sich nur Millimeter neben Matildes Brust in den Boden, bevor sie ihn dann zu Boden riss. Noch im Fallen starb die Echse und Kajan schlug hart auf den Boden auf. Der Aufschlag war so hart, dass es die Luft aus ihren Lungen gepresst hatte und sie brauchte ein paar Sekunden, um wieder zu Atem zu kommen. In der Zeit sah sie, wie gekonnt Karl kämpfte. Der eine Arm am Rücken, kämpfte Karl mit der anderen und ließ eine Attacke nach der anderen ins Leere schlagen.

Kurz darauf kam dann auch der Konter, und tief bohrte sich die Klinge in die Gliedmaßen. Das ließ aber die Echsen größtenteils kalt, aber sie sah, dass sich dadurch Karl einen Vorteil nachdem anderen verschaffte. Als die Echsen sichtlich müde wurden und die Angriffe nur noch grob waren, stach Karl zweimal zu und aus beiden Wunden am Maul, schoss das Blut hinaus. Den dritten Angreifer stach er ins Knie und drückte die Klinge seitlich runter. Es knallte zweimal laut und gleich danach, ging die Echse schreiend zu Boden und hielt sich das Knie.

Karl atmete schwer und der schweiß rann ihm übers Gesicht. Sie mochte seine Kampfkunst, da es ruhig und gezielt war und obwohl seine Klinge keine Schneide hatte, wusste er damit umzugehen.

„Sie… bekommen Verstärkung.“, sagte Karl schwer atmend.

„Nein, das war unsere Trompete!“, sagte Garuru aufgeregt, als er mit Matilde bei ihnen ankam. Garuru und Matilde sahen mitgenommen aus. Sie beide mussten wohl den Schreck ihres Lebens bekommen haben. Denn beide Augenpaare sahen panisch zu ihnen.

Karl fragte gleich, ob es ihnen beiden gut geht und als sie dann nickten, war Kajan ganz erleichtert.

„Woher weißt du, dass es nicht die Angreifer sind Garuru?“

„Weil das meine Trompete ist, die ich gehört habe. Nur mein Trupp hat sie und somit weiß mein Trupp auch immer, wer der ist, der kommt.“

„Ich verlasse mich nicht drauf.“, sagte Karl und steckte die Waffe weg.

„Wir müssen nach Norden. Dort ist der nächste Schrein, wo uns Matilde in Sicherheit bringen kann.“

„König Karl, ich bin mir sicher, dass…“

„NEIN!“, befahl Karl ernst und bestimmt.

„Wir können uns nicht sicher sein, dass weißt du genauso gut wie ich. Nur wir vier sind jetzt noch übrig und wir müssen jeden anderen als Feind betrachten. Jeder kann uns angreifen und kein Hauptmann weiß, ob nicht eine Echse unter seinem Kommando ein Verräter ist. Ihr Götter, ich weiß nicht einmal, ob ich überhaupt dir vertrauen soll. Vielleicht ist das diene Rolle, vielleicht sollst du unser Vertrauen gewinnen, um mich und die anderen zu töten.“

Garuru sah Ernst, aber auch schockiert Karl an.

„Falls ich euch töten wollte, hätte ich das auch machen können, während ihr alle geschlafen habt.“

„Mein König, er hat Recht.“, verteidige Matilde ihn.

Kajan sagte nichts, weil sie spürte, wie aufgeregt und geladen Karl war. Es war auch verständlich jede Echse zu misstrauen und sie an seiner Stelle, hätte Garuru schon längst umgebracht. Vielleicht soll er nur ihre Position verraten und dieses Risiko, hätte sie nicht eingehen wollen. Dennoch hatte Karl sein Leben gerettet und das zeigte ihr, wie ehrenvoll Karl war. Nachdem Karl seufzte und sich von ihnen abwandte, war ein Teil von ihr Glücklich, dass Garuru nicht tot am Boden lag, aber sie würde ihn definitiv im Auge behalten und bei der kleinsten verdächtigten Handlung, töten.

„Gehen wir.“, war alles was Karl sagte und jeder wusste, dass nun ein Gewaltmarsch vor ihnen stand. Nach einigen Minuten, wo sie Richtung Norden gingen und sich von der Trompete entfernten, fiel Garuru langsam zurück. Die Echse hielt sich den Bauch und schnaufte nur noch. In den Moment, wo Matilde sorgenvoll Karl ansah, wusste er, dass sie, zumindest für diese Nacht, ein Unterschlupf brauchen, um sich zu erholen.

Doch hier war nichts, wo man sich für ein paar Stunden vor den suchenden Augen verstecken konnte. Deswegen entschied er sich, dass Kajan und Garuru, auf der Reitechse reiten sollten. Garuru konnte so mithalten und Kajan konnte sich etwas erholen. Denn auch sie, sah geschlaucht und mitgenommen aus.

Karl tat es auch leid, was er zu Garuru gesagt hatte, während er ihm auf die Echse half. Doch zu diesem Zeitpunkt, ging ihm zu viel durch den Kopf und er musste einfach seine Zweifel aussprechen. Auch wusste er, dass Garuru sie nicht hintergehen würde, denn zu viel sprach dafür, dass er loyal war. Wenn er ihn nicht vom Schlachtfeld mitgenommen hätte, wäre er verstorben und ein Verräter, würde niemals so weit gehen, sich selbst so schwer zu verletzen, um das Vertrauen seiner Gruppe zu gewinnen.

Sanft legte Karl die rechte Hand auf Garurus Bein, um ihn zu zeigen, dass ihm die Anschuldigung und das Misstrauen Leid tat. Ihre Blicke trafen sich und dann ging der Blick der Echse runter zu seiner Hand. Einige Sekunden später, legte Garuru eine Hand auf seine und drückte fest zu. Als sich ihre Blicke daraufhin wieder trafen, sah er, wie seine Entschuldigung angenommen wurde. Daraufhin zog Karl die Hand davon und für einen Bruchteil einer Sekunde, hielt ihn Garuru fest und hinderte ihn daran, bis die Hand losgelassen wurde.

Gleich fing Karl über diese Geste nachzudenken an und es war ziemlich offensichtlich und vielsagend. Doch in seinen Kopf war jetzt nur seine Familie und Tom und natürlich, wie sie von hier fliehen konnten.

Kajan sah diese Geste und sie wusste sofort, was sie zu bedeuten hatte. Schon so lange lebte sie im Haus Rosé und sie konnte mittlerweile jede Geste, jeden Blick, die gesamte Körpersprache deuten. Garuru fühlte sich zu Karl hingezogen. Sie selbst fühlte sich auch zu ihm hingezogen, weil er ein unbeschreiblich gutaussehendes Männchen war. Aber gleichzeitig war er auch ihr Herr und sie hielt jeden Gedanken der überflüssig war, zurück.

Auch Matilde sah immer wieder zu Karl und sie fragte sich, wie lange sie ihn schon so ansah. Genau diesen Blick bekam sie auch ab und an ab. Sie wusste über Matildes Vergangenheit Bescheid und die Tatsache, dass sie nur ein Seidenwams anhatte, war wohl der Grund, wieso Mathilde sie so ansah.

Ihr war es überhaupt nicht peinlich, nackt herumzulaufen. Denn sie waren im feindlichen Land, wo sie niemand kannte und ohne Kleidung, kämpfte sie sowieso am besten. So spürte sie jeden Windhauch, fühlte den Kampf am ganzen Körper und gleichzeitig, verwirrte es den Gegner und öffnete Lücken, wo vorhin keine waren.

Sie gingen gerade über einen Hügel, als zuerst Kajan etwas entdeckte und dann der Rest von ihnen.

„Dort werden wir uns etwas erholen.“

Sie alle waren dankbar darüber, dass sie nach einer Stunde Marsch, eine leere Hütte vorfanden. Es war eine alte und heruntergekommene Bauernhütte. Die Felder sahen schon lange nicht mehr bestellt aus und als sie näher kamen, wussten sie auch wieso. Es wuchs nichts mehr auf den Feldern. Kein Grashalm, keine Unkraut, einfach nichts. Diese Erde, dieses Land, stand kurz vor einem Kollaps. Fassungslos sah sich Karl um, nachdem er Kajan und Garuru von der Reitechse runterhalf.

Er verstand nun völlig, wie es um Richards Land bestellt war und wieso er so viel hergab, um diesen Vertrag mit ihm zu bekommen.

„So sieht es fast überall aus.“, sprach Garuru leise neben ihm, während sie beide die Felder und das Land betrachteten.

„Bald aber nicht mehr.“, sagte Karl hoffnungsvoll und sah dann zu Garuru. Sie sahen sich lange in die Augen und dabei stellte Karl fest, dass die Echse nur noch den Lendenschurz mit den verzierten Gürtel anhatte.

„Wir brauchen Nahrung und Wasser. Weißt du woher wir das bekommen könnten?“, durchbrach Karl die Stille und Garuru zuckte leicht, als er die Stimme erhob und die Stille durchbrach. Die Echse sah sich nochmal um und rechts sah das glitzern eines Sees und dorthin, zeigte er denn mit dem Zeigefinger hin.

„Wenn wir jetzt gleich gehen, dann würden wir am Tagesanbruch bei meinem Clan ankommen. Ich versichere dir, dass sie Loyal zu Richard sind. Wir waren schon immer Querdenker und sprachen oft mit ihm, damit das Land gerettet wird. Nur durch unsere Dickköpfe, meldete sich überhaupt Richard bei dir, um ein Vertrag auszuhandeln.“

Nachdem er das hörte, kam Karl ein Gedanke auf. Es war höchst Riskant und sprach gegen dem, was er vor einer Stunde gesagt hatte. Aber sie brauchten Verbündete. Denn sie kannten das Land hier nicht. Sie wären Meilenweit gut sichtbar gegenüber Verfolgern und sie würden mit Sicherheit noch einmal in einem Kampf geraten, wenn sie weiterreisen würden. Eine Woche gejagt und verfolgt zu werden, würden sie nicht durchstehen können. Nicht ohne Proviant und Wasser und ganz besonders nicht, wenn sie, wie jetzt, verletzten sind.

Diesmal hatten sie nur Glück gehabt, dass sie in einem Waldstück waren und das es Nacht war. Doch wenn sie am Tag und auf offener Fläche angegriffen werden würden, stünden ihre Chancen mehr als schlecht unbeschadet aus dem Kampf zu gehen. Wenn sie überhaupt den Angriff überleben würden.

„Vertraust du deinen Clan?“

„Ich vertraue ihnen mein Leben an. Wir sind nur ein kleiner Clan und deswegen, kenne ich jeden von ihnen.“

Karl verschränkte die Arme und dachte nochmal über alles nach. Doch egal wie er es ansah, so wie sie jetzt waren, würden sie sterben, bevor sie den Schrein erreichten.

„Nun gut, wir machen eine Stunde pause und dann gehen wir so schnell wie möglich zu deinem Clan.“

Ganz leicht lächelte Garuru kurz, bevor er sich umdrehte und zum Bauernhaus ging. Karl folgte ihm nach ein paar Sekunden und als er eintrat, hatte Matilde ein kleines Feuer gemacht. Die Fenster waren so gut es ging, zugemacht worden, damit sie keiner sah. Karl gefiel das überhaupt nicht, doch es wurde immer kälter und die zwei Frauen und auch Garuru, zitterten ganz leicht. Nachdem Karl die Reitechse in das Haus führte, saß sich die Echse zu den anderen drei hin, die um das Feuer saßen und schweigend reinschauten.

„Wir machen jetzt eine Stunde Pause und danach, marschieren wir zu Garurus Clan.“

Kajan nickte abwesend und nur Matilde, sah ihn völlig überrascht an.

„Mein König, ich denke das es nicht so eine gute Idee ist.“

„Was würdest du dann machen Matilde?“

„Ich… ich würde in der Nacht weitermarschieren wollen.“

„Ok, das ist gar nicht so schlecht, aber was ist, wenn wir am Tag, wo wir schlafen, angegriffen werden? Kannst du versprechen, dass wir jedes Mal, wenn der Morgen dämmert, ein leeres Haus finden? Weißt du wo man Wasser und Proviant bekommen kann? Ich nicht und wir sind alle am Ende unsere Kräfte.“

Ernst sah ihn Matilde an und er sah ihren sorgenvollen Blick.

„Wir schaffen das schon Matilde. Du wirst Marcell wiedersehen können.“

Als er den Namen ihres Sohnes sagte, wurde ihr Blick traurig und sie sah sehnsüchtig zur Wand, wo womöglich ihr Land lag.

„Bei mir werdet ihr sicher sein, das verspreche ich euch. Dort können wir uns erholen und unsere nächsten Schritte planen.“

Überrascht sah Karl Garuru an, als das Wort *Wir* fiel.

„Wieso *wir*?“, fragte er gleich nach.

„Weil ich zu gerne wissen möchte, was wirklich geschehen ist. Wer der Verräter ist und ob es meinem König gut geht. Wer weiß, ob wir nicht in einem Bürgerkrieg stecken, oder ob es nur ein Clan war, der nicht dem König gehorchte und den Hinterhalt gestellt hatte. Es gibt zu viele Fragen, die beantwortet gehören und erst wenn alle Fragen beantwortet wurden, haben wir ein Gesamtbild von dem, was passiert war und noch am Laufen ist.“

Karl dachte über Garurus Vorschlag nach, doch bevor er eine Entscheidung fallen konnte, sah er sich die Echse noch genauer an. Er sah in den Augen kein Verrat, kein Schatten von Hinterlist. Sie sahen stattdessen warm, ernst und entschlossen aus. Dann sah er rüber zu Matilde, die ihn kurz ansah und dann die Echse anstarrte. Das kaum merkliche Lächeln von ihr, verriet ihm, dass Garuru die Wahrheit sprach. Bei ihm würden sie in Sicherheit sein und deswegen, stufte er ihn endgültig als Vertrauenswürdig ein.

„Hmmm… mich würde auch interessieren, was hinter dem Angriff steckt.“

Garuru strahlte und lächelte übers ganze Gesicht, als das Karl sagte und Karl nahm nun zu ersten Mal aktiv Garurus eingetrockneten Samen wahr, der auf seiner Brust war. Er erinnerte sich daran, wie warm, fast sogar heiß, sich der Samen auf seiner Brust ergossen hatte. Zu dem Zeitpunkt verschwand er keinen Gedanken über Garurus sexuelle Orientierung und stempelte es einfach als Druckabbau ab. Doch jetzt, sah er es deutlich. Das mehr als nur warme lächeln, der Blick, der eine Sekunde zu lange auf ihn ruhte und natürlich wie die Echse auf seinen Penis starrte, als er selbst erregt wurde.

Aber vielleicht nahm er es nur falsch wahr. Nach einer Schlacht war der Körper immer voller Energien und wenn man die Schlacht überlebt hatte, dann wollte man es auch auskosten.

„Sehr schön! Dann seid meine Gäste!“, sagte Garuru feierlich und sah in die Runde. Doch wie es schien, war er der einzige, der sich darüber freute und das nahm natürlich auch Karl wahr.

„Wir nehmen gerne deine Einladung an Garuru. Doch wisse, wir sind anspruchsvoll!“

„Ich nehme die Herausforderung an, König Karl. Ich werde euch in die Bäder begleiten. Ihr werdet fein angezogen werden und ich werde mich persönlich um die Wunden kümmern. Danach werde ich ein schönes Frühstück zubereiten und wenn wir gesättigt sind, werde ich aufbrechen und mich zum Palast begeben. In der Zwischenzeit werden meine Persönlichen Wachen für euch da sein und euch beschützten.“

Als das Bad erwähnt wurde, fingen auch die zwei Weibchen zu grinsen an und er wusste, wie sehr es beide nötig hatten. Besonders Kajan, die nackt gekämpft und mit ihnen marschierte, würde nun einige Zeit für die Pflege brauchen.

Mit den Fröhlichen Gedanken ans Bad, verstrich schnell die Zeit und als die eine Stunde vorbei war, stand Karl langsam auf und streckte sich.

Sie machten das Feuer aus und verließen schweigend das Haus. Der Mond war etwas weiter gewandert und war schon fast hinter den weit entfernten Bergen verschwunden. Das Land war kaum noch in Silber getaucht und wirkte nun viel düsterer und bedrohlicher. Trotzt seiner guten Augen, sah er nicht mehr viel, aber es reichte noch aus, um nicht zu stolpern.

Die Anspannung wuchs mit jedem Schritt die sie machten und wie länger sie im Schweigen gingen, umso mehr raubte ihnen das raue und tote Land die Lebensfreude. Wie zuvor, ließ er Kajan und Garuru auf der Reitechse reiten und zur Sicherheit legte er eine Hand auf den starken Hals der Echse, falls er doch einmal stolpern sollte.

So gingen sie lange, bis der Mond verschwunden war und sie in völliger Finsternis gehüllt waren. Die Luft war schwer und stickig und er rang um jeden Atemzug. Wie eine Kuppel lag die kalte und schwere Luft um sie und jedes Geräusch wirkte Dumpf. Es wirkte so, als ob jeder schwere Schritt der Echse immer weiter von ihnen entfernt zu hören war.

Bis jemand stark die Luft einzog und so, die stille endlich durchbrach.

„Es ist ein wunder, dass ich nach dieser… schweren Verletzung noch leben kann.“

Garurus Stimme wirkte sehr dumpf und weit entfernt, obwohl er neben ihm ritt.

„Bedanke dich beim Matilde.“, antwortete Karl und war überrascht, dass er flüsterte. Vermutlich war es das Land und die Stimmung, dass ihn flüstern ließ. Deutlich kann er sich noch an die unzähligen Geschichten erinnern, die über Monster und andere Dämonische Kreaturen handelten. Auch dieses Land hatte solche Geschichten und einige davon, sind erst vor ein paar Monaten verfasst worden. Schon seit sie aufgebrochen waren, spürte er düstere Blicke auf seinem Rücken und er stempelte es als Paranoia ab. Dennoch wollte er seine Instinkte nicht abschalten, oder ignorieren, weil sie ihm immer gut zur Seite standen. Und deswegen, gab er sich ihnen völlig hin, während sich Garuru freudig mit Matilde unterhielt.

Stärker als zuvor nahm er wahr, dass sie beobachtet wurden und er war sich nun ganz sicher, dass sie jemand beobachtete. Und er war nicht der einzige, der es wahrnahm. Denn kurz darauf, blieb die Reitechse kurz stehen und drehte den Kopf nach hinten.

Kurz war es totenstill und er hat es nicht gespürt, weil er neben der Reitechse ging, aber als sie standen und niemand was sagte, erbebte der Boden in regelmäßigen Abständen. Karls Herz fing automatisch zu Rasen an, als der Abstand zwischen den Beben von einem Moment auf den anderen, so gut wie verschwunden war.

„LAUFT!“

Kurz nachdem Karl geschrien hatte, lief er schon los und neben sich hörte er die Reitechse laufen. Das Rascheln des Rocks von Matilde war auch zu hören und dann war es zu hören.

Schwere Schritte die den Boden erbeben ließen, kamen schnell näher.

Zu schnell.

Hechelnd sprintete Karl so schnell er konnte und seit einigen Sekunden, war schon die Reitechse davongeprescht. Nun war nur noch er und Matilde da, die um ihr Leben rannten. Momente später, waren die schweren schritte und das jagende Biest direkt hintern ihnen und er konnte schon das Schnaufen der Bestie hören. Als er dann den fauligen Atem roch, schloss er mit seinem Leben ab und in dem Moment, erhellte ein gleißendes Licht die Landschaft. Aus den Augenwinkeln konnte er sehen, wie Matilde stehen geblieben war. Aus ihren Körper heraus, erstrahlte sie gleißend und er konnte nur für einen Bruchteil einer Sekunde zu ihr sehen, bevor er die Augen abwenden musste.

Und direkt vor ihr, sah er die Bestie und der Schreck ging durch Mark und Bein. Sie stand auf den Hinterbeinen, vermutlich vor Schreck. Das lange und dünne Maul, das am Ende breit war, war aufgerissen und zeigten ihnen beiden den todbringenden Schlund und die Handlangen Zähne. Die Bestie war größer als ein dreistöckiges Haus und die Krallen konnten sie ohne Probleme in Stücke reißen.

Dann wandte sich die Bestie mit einem ohrenbetäubenden Schrei um und ein riesiger Kamm, der halbrund auf dem Rücken war, wurde sichtbar. Als letztes war dann der Schwanz zu sehen, der elegant in die Dunkelheit verschwand und kurz darauf, verschwand Matildes gleißen allmählich.

Karl hatte nicht bemerkt, dass er stehen geblieben war, um sich das Schauspiel anzusehen, doch als er es bemerkte, lief er gleich zu Matilde hin, die schwer atmend und am Stab abstützten, auf die Knie stürzte.

Mit dem letzten Licht konnte er sehen, wie erschöpft sie war und er war sich sicher, dass sie nicht einmal die Kraft zu gehen hatte. Deswegen nahm er gleich ohne nachzudenken Matilde auf die Arme und wollte mit ihr gleich von diesem Ort verschwinden. Er rannte einige Sekunden mit ihr in den Armen, bis er wieder Schritte in der Dunkelheit hörte.

Während die Schritte näher kamen, hörte er schon Kajan besorgt laut schreien.

„MEIN HERR SEID IHR UNVERLETZT?“

Karl konnte nur ein leises „Ja…“ von sich geben, weil der Schreck der schrecklichen Kreatur noch immer in ihm war. Wenn Matilde nicht da gewesen wäre, wäre er jetzt tot. Schon zweimal hatte ihn Matilde das Leben gerettet und wer weiß wie viele male Kajan.

Aufgeregt tänzelte die Reitechse mit den Füßen, während Kajan lautlos vom Rücken glitt. Mit sicheren Handgriffen, nahm sie Matilde aus seinen Händen.

„Garuru, halte sie fest. Sie ist Ohnmächtig geworden.“

Karl hatte das erwartet. Sie musste den Rest von ihrer Energie aufgebraucht haben. Doch eines kam ihn seltsam vor. So schwach kannte er Matilde nicht. Sie war sprichwörtlich ein Wesen unbegrenzter Energie und nicht umsonst, das Talent des Kontinents.

„Wir sollten schnell los. Der Spino wird sich schnell von dem Schreck erholen und uns wieder hinterherjagen!“

Gleich nachdem Matilde vor Garuru saß und von ihm festgehalten wurde, marschierten sie schnell wieder los. Schnellen Schrittes und geführt von den Schritten der Reitechse, gingen sie durch die Dunkelheit.

„Was war diese Kreatur?“, wollte Karl wissen, weil Garuru es anscheinend kannte.

„Ein Spinosaurus. Sie leben normalerweise in Flüssen und Seen. Doch… seit geraumer Zeit, sind in den Seen und Flüssen nicht genug Fische, um ihren Hunger zu stillen und deswegen, gehen sie am Land auf die Jagt. Und dieses Tier, war ein ausgewachsenes Männchen und das größte, was ich bisher gesehen hatte.“

Karl konnte kaum glauben, wie sehr der Krieg das Land verändert hatte. In den Büchern las er, wie fruchtbar das Land war und wie vielfältig die Flora und Fauna damals war. Aber was er bis jetzt zu sehen bekommen hatte, war der pure Alptraum und er verstand nun, was Richard meinte, dass seine Soldaten in seinem Land Urlaub machen sollen.

Zum einen hatten die Soldaten die wunderschöne Landschaft, die Ruhe und Frieden verströmte, wo es keine Kreaturen gab, wie das zuvor. Und zum anderen, konnten sie für eine nicht so kleine Menge Gold, ihren Trieb auslassen. Ob sie nun auf Männchen standen, war dann wohl egal, wenn das besagte Männchen den Hintern erhob und die Backen spreizte. Nicht umsonst war es im Adel gang und gebe, dass das Haus Rosé für jedes Männchen anziehend war und wo die sexuelle Orientierung keine Rolle spielte.

Sehr wahrscheinlich auch Karl selbst, würde für ein paar Wochen das Haus aufsuchen, wenn er nicht schwul wäre.

Bei dem Gedanken, wieder in seinem Land zu sein, seine Söhne in die Arme zu nehmen und von Tom umarmt zu werden, nur um dann für das restliche Leben im Haus Rosé zu verbringen, ließ ihn eine Hand auf den Schritt drücken.

Er würde jeden Tag mit einem Grinsen aufwachen. Er würde grinsen, weil Tom neben ihn liegen würde, er würde grinsen, weil er von ihm leergesaugt und gefickt wurde. Mit diesem Grinsen, würde er runtergehen und das Frühstück raufholen. Ein Kaffee würde er am Balkon trinken, während er die Zeitung las und untermalt wäre das alles, von Stöhnen auf den Feldern. Er stellte sich sprichwörtlich vor, wie er über das Areal blickte und Inseln von Himmelbetten erblickte, die in Kreis aufgestellt waren und wo ein Kies, oder sein Steinweg den Weg zu den Inseln führte. Er sah dort die fickenden, blasenden, oder küssenden nackten Leiber, die noch voller Energie am Morgen aufgeladen waren.

Immer würde er den Männlichen Duft in der Nase haben und wenn Tom gähnend aufstand und zu ihm zum Tisch kam, würde er mit ihm gemeinsam frühstücken. Sie würden sich dabei in die Augen sehen und er würde sich freuen, wenn er dabei eine Hand von Tom in seinem Schritt spüren würde, die ihn so wundervoll den Penis und die Eichel massierte.

Auch stellte er sich vor, wie er über das Geländer gelehnt war und wie heiß und langsam ihn Tom einfach nur fickte. Das Gefühl, wie der Penis in ihm steckte, rein und rausfuhr, nur um dann Minuten darauf, in ihm zu explodieren, ließ ihn jetzt richtig hart werden.

Nach diesem liebevollen Akt, würde er Tom für den Tag entlassen, weil auch Tom bestimmt viel zu tun hatte und er selbst, würde einfach alle Vorzüge vom Haus Rosé genießen wollen. Zuerst würde er im Pool eine Runde schwimmen gehen, um dann von einem, oder zwei Jungs empfangen zu werden. Unter den Jungs, die er bis jetzt sah, würde er den Sergal zu denen Zählen, den er fix in seine Runde aufnehmen wollen würde.

Von den Vier bis Sechs Jungs, würde er immer zwei bei sich haben wollen. Mit denen würde er den Vormittag verbringen. Sie sollten ihn massieren und wenn er genug hatte, sollten sie sich gegenseitig ficken. Neben ihn sollten sie ihre Lust, ihren Schwanz in den Hintern des anderen bohren. Stöhnend sollten sie kommen und am besten und geilsten wäre es, wenn sie den Samen auf den Rücken, oder den Bauch des anderen Spritzen würden.

Frischer abgespritzter Samen, der noch warm war, würde er ablecken und dabei, sollte ihn ein Junge dann einen blasen.

Danach würde er wieder schwimmen gehen und dann mit den Jungs Mittagessen gehen wollen. Den Nachmittag würde er sich ein Tier schnappen und am liebsten den Anubis, den er gesehen hatte. Er würde ihn die Eier ablecken, den Schwanz blasen und ihn so richtig von hinten ficken wollen, nur um dann am Nachmittag, mit den Kopf zwischen den Hinterbeinen, ein Nachmittagsschläfchen einzulegen.

Er wollte die dicken Eier des Tiers auf dem Gesicht spüren beim Aufwachen, um gleich danach den festen, dicken und heißen Penis mit den Händen zu verwöhnen, bis die Lenden zu zucken anfingen, um dann den frischen Samen zu trinken.

Mit einem gefüllten Bauch, würde er das geschaffte Tier liegen lassen, um das Abendprogramm wahrzunehmen. Mit Wein und Cocktails, würde er zu Albrechts Abendvorstellungen gehen wollen. Dort die Showeinlagen und die Erwachsenen Männchen genießen. Bernhard den Jaguar, der so einen geilen und festen Apfelhintern hatte, wollte er neben sich haben, während in der Bar, oder im Saal festlich getanzt wird.

Genießerisch würde er dann Bernhard über seinen Schoß legen und mit beiden Händen den Hintern, die zwei Eier und den steifen Penis erkunden und massieren wollen. Die Rosette würde er ablecken, mit ihr schmusen, um dann einfach den Penis ins Maul zu stecken, weil er einfach einen Penis im Maul haben wollte. Die Eichel würde er mit der Zunge erkunden, liebkosen und daran Nuckeln, bis Bernhard nach hinten lehnend und schnurrend, mit einem stöhnen in sein Maul abspritzte.

Den Samen würde er sich ins Gesicht schmieren, über den Penis unter ihm verteilen und auch die Jaguar Hoden damit einschmieren. Dann sollte ihn Bernhard reiten. Fest, oder gemütlich, wäre ihn ziemlich egal, denn er würde nur in diesen geilen Hintern abspritzten wollen.

In Bernhards Gesicht würde er sehen, wie der Jaguar es wollte, sogar süchtig danach war.

Nachdem die Vorstellung vorbei wäre und Bernhard nicht mehr konnte, würde er zurück zur Haupt Bar gehen und seinen Sohn Axel begrüßen.

Sie würden gemeinsam am Tisch sein und Abendessen und dabei, würde er seinen Sohn zur Seite stehen wollen. Er würde sich Zeit nehmen und jede Frage, jedes Thema, anhören wollen, bevor er darauf Antwortete.

Nachdem das erledigt wäre, würde er mit einer Flasche Wein in sein Zimmer gehen, oder in eines der Himmelbetten draußen, um von Tom empfangen zu werden. Von ihm würde er dann gefickt werden. Am liebsten die ganze Nacht durch und in jeder Position. Auch würde er ihn ficken, bis er nicht konnte, nur um dann einen geblasen zu bekommen. Ein Glücksgefühl nachdem anderen soll sein Körper erleben und von einem Orgasmus zum anderen, wollte er schwimmen gehen.

Bis sie beide geschafft und kraftlos und umarmt, einschliefen. Bis der nächste Tag kam und so, wollte er sein Leben haben wollen. Jeden Tag würde er aber etwas anders gestalten. Er würde selbst lernen, wie man so lange konnte, was die Eingewöhnungsphase war, bis er selbst soweit war, um den ganzen Tag zu ficken und gefickt zu werden.

Wer weiß, vielleicht würde er nach einen Monat, oder zwei, selbst in die sogenannten Höhlen runtergehen, um seinen Hintern jeden Schwanz preiszugeben. In der Hinsicht, war er ganz offen, aber er würde niemals seine Freiheiten aufgeben wollen.

Er würde einfach nur das machen, wonach ihm der Sinn war und wenn es einen ganzen Tag Bernhards Rosette und Hintern auslecken und küssen war. Oder wenn er einfach ein Sonnenbad genießen wollte und dabei eine Schnauze eines Jungen zwischen seinen Po Backen hatte, war auch ein wunderschöner Gedanke.

Stundenlang würde er das Lecken und Küssen hören, oder das saugen, wenn er sich auf den Rücken legte. Es war wirklich ein schöner Gedanke unter der Sonne zu liegen und alle paar Minuten kurz das Gesicht zu verziehen, um dann lächelnd einen Orgasmus zu haben.

Was ihm aber auch sehr heiß machen würde wäre, wenn neben ihn Axel das gleiche Verwöhn Programm bekommen würde. Er war jetzt nicht ein Vater, der seine Söhne sexuell begehrenswert hielt, es war eher so, dass es eben zusammen mehr Spaß machen würde.

Bestimmt würde er auch seine Tage haben, wo er den ganzen Tag zwischen den Beinen der Tiere die Schnauze haben würde. Er würde jede Reitechse einen Blasen wollen, von jedem den Samen zur Verkostung wollte er bekommen und bestimmt innerhalb eines Jahres, würden sich die Tiere von selbst auf den Rücken legen, nur damit er ihnen einen Blasen konnte, oder sie ritt.

Jeden Tag würde er sich mehrere Gläser Wein und andere alkoholische Getränke gönnen und sein Leben mit Sex genießen wollen. Bestimmt würde er dann irgendwann von Tom gefragt werden, ob er nicht auch ein Stall und Hofmeistern werden wollte und wenn diese Frage kommen würde, würde er wahrscheinlich zustimmen.

Bestimmt wären die ersten zwei, oder drei Jahre, ziemlich heiß, aber irgendwann, würde es langweilig werden und weil er bis jetzt nur gearbeitet hatte, würde er es begrüßen, wieder ein paar Pflichten, oder eine Aufgabe zu erhalten.

So würde er langsam alle kennenlernen und dann auch mit ihnen schlafen können. Er würde in den Hallen, in den Räumen, oder wo sie auch alle schlafen, auch schlafen und in den Nächten, sie gehörig befummeln. Er würde bestimmt auch neue Jungs bekommen, so wie er es gehört und gesehen hatte und für sie da sein. Sie einführen in das Leben eines Sexsklaven und ihnen alles zeigen. Sie dann den ganzen Tag blasen, ficken und den Küssen und Schmusen.

Seine Zunge würde ihren Körper komplett erkunden und er würde sie in Liebe baden lassen. Am Ende, nachdem die Eingewöhnungsphase vorbei war, würden sie nicht mehr von seiner Seite weichen wollen. Sie würden von ihm gefickt werden wollen, sie wollten seine Schnauze im Schritt spüren und in seinen Rachen, kommen wollen.

Und dann die Orgien. Er stellte sich vor, wie er zwischen den vielen nackten Leibern lag und überall wo er hinsah, würde er was Heißes sehen. Glieder, Eichel, steife und rote Penisse. Dicke, oder kleine Hoden, die von der Zunge verwöhnt werden wollten. Hintern, die gefickt werden wollten, Münder und Mäuler, die von Samen versaut waren und Gesichter, das nass und verklebt von Samen war. Ob Jung oder Alt, wäre ihn in dem Moment egal, überall würde er seinen eigenen Penis reinstecken wollen und in mitten dieser Hitze im Raum, würde er wie jeder andere auch, einfach nur einen Orgasmus haben wollen.

Nachdem er seinen Spaß hatte, stellte er sich vor, wie er von starken Händen gepackt und dann einfach benutzt wird. Er würde für so viele einfach ein Loch sein, das man ficken konnte. Sie würden ihm in die Schnauze ficken, ein Penis nachdem anderen würde in sein Hintern gleiten, um dann nass vom Samen wieder rausgezogen zu werden.

Literweiße würde das weiße Gold aus ihm fließen, seinen ganzen Körper benetzen und am Ende, würde er darin baden. Ausgelaugt und leergesaugt, würde er auf den Körpern einschlafen wollen, um dann mit einem Stöhnen zu erwachen. Mit festen Stößen und schnaufend, wollte er auf dem Bett liegen und zwischen seinen weit gespreizten Beinen, würde Tom sein und ihn ein letztes Mal so richtig rannehmen.

Nachdem er das letzte Mal an dem Tag gefickt wurde, wollte er mit Toms Zunge im Maul, einschlafen.

Und in den Augenblick, nachdem diese Szene in seinem Kopf abgelaufen war, stellte er fest, dass er für Tom wirklich was empfand. Er wollte es nicht wahrhaben, doch er kannte das Gefühl und er wollte es nicht. Er wollte nicht gebunden sein, nicht mehr und besonders nicht, wenn er im Haus Rosé einzieht. Tom würde er nur als Liebhaber haben wollen, doch mehr nicht. Er wollte sein Leben genießen und sich nicht mehr von den eigenen Gefühlen leiten lassen. So dachte und hatte er sich das vorgestellt, doch nun, schwankte er stark.

„Wir sind fast da.“

Karl hob den Blick und erstaunt stellte er fest, wie das Land ein Sonnenaufgang erlebte. Er war wohl länger in Gedanken gewesen, als er geglaubt hatte. Doch in absoluter Dunkelheit konnte er sich sowieso nicht auf sein Zeitgefühl verlassen, weil jede Sekunde, wie die vorherige war.

Links von ihnen war der See und sein Herz hüpfte auf vor Schreck, als er im Wasser den Spino sah, der sie vor ein paar Stunden angegriffen hatte. Genüsslich verschlang das Tier einen riesigen Fisch und ließ es in den Rachen gleiten. Gleich darauf sah sie das Tier an und starrte für ein paar Sekunden, bevor es im See hinabtauchte.

„Keine Sorge, er wird uns nicht mehr angreifen. Am Tag verlassen sie normal nicht mehr das Wasser, weil sie nun genug sehen konnten, um Fische zu jagen.“

Wie er, sah auch Garuru zum See und in seinen Augen sah er Trauer.

„Schau nicht so, bald wird das Land wieder Grün und Fruchtbar sein.“

„Ich hoffe es, ich hoffe es sehr.“

„Deine Hoffnung wird Gewissheit werden, vertrau mir und Richard. Es wird Zeit kosten, aber du wirst es noch miterleben können.“

Mit einem hoffnungsvollen Lächeln, sah Garuru zu ihm hinunter, um dann ganz schnell vor Scham wieder nach vorne zu schauen. Da stellte Karl gleich fest, dass er sich durch die Hose den festen und erigierten Penis hielt. Er hatte ganz vergessen, das er dies noch tat, weil er bis vor kurzem, noch in Gedanken war und ihn die Vorstellung, extrem heiß gemacht hatte.

Sogleich zog er seine Hand davon und innerhalb einer Minute, wurde sein Penis wieder schlaff.

Vor ihnen kam ein Weg zum Vorschein, der zwischen zwei hohen Felswänden entlang führte. Der Himmel war Saphirblau geworden und man konnte sich darin verlieren, wenn man hochsah. Dabei entdeckte Karl zwei Bewegungen an den roten Felswänden.

„Ich denke, wir werden beobachtet.“

„Ich weiß Karl. Wir haben hier immer Späher positioniert, die den Trupp nach der nächsten Biegung, Bescheid sagt, dass wer kommt.“

Und wie gesagt, kam ein Trupp von Zwölf Echsen zum Vorschein. Sie waren alle schwer bewaffnet, hatten aber nur den reichverzierten Gürtel an. Kurz zischte Geruru und die Reitechse legte sich vorsichtig auf dem Bauch hin. Nachdem sich sein Freund vergewissert hatte, dass Matilde nicht runtertuschen konnte, stieg er von der Echse ab und ging schnellen Schrittes zum Trupp hin. Sie sprachen kurz in ihrer Sprache, bis dann Garuru fest von dem Truppenanführer umarmt und gedrückt wurde. Vorsichtig sah dann Geruru mit den anderen Echsen zu Karl und Kajan. Karl wusste warum und sie wollten vermutlich nur herausfinden, wie er darüber dachte. Gleichzeitig bestätige sich sein Verdacht, oder seine Vermutung. Denn noch immer stand Garuru vor der Echse und wurde von ihm sachte umarmt und am linken Arm, sogar mit zwei Fingern gestreichelt.

„Es wird Zeit fürs Bad, oder Garuru?“

Karl ging auf die Szene nicht ein und wollte es auch nicht. Es war nämlich nicht seine Sache das zu kommentieren oder zu bewerten. Breit grinsend drehte Garuru den Kopf zur andere Echse, der ihn noch immer umarmte und im nächsten Moment, drückten die zwei Echsen fest die Schnauzen gegeneinander. Sie beide grinsten breit und zufrieden, als der Trupp davonging und Garuru stehen ließ.

Als sie kurze Zeit später auch losgingen und sich Garuru neben ihn gesellte, fing die Echse zu sprechen an.

„Mein Clan… ist anders als jeder andere. Wir nehmen jeden auf, der seine Gefühle nicht mehr kontrollieren konnte und kurz davor war, was Dummes zu machen. Wir bestehen nicht nur aus Männchen, sondern auch aus Weibchen. Auch die Weibchen fühlen sich zum gleichen Geschlecht hingezogen und das ist der Grund, wieso mein Clan nur langsam anwächst.“

„Also gibst du es zu, Garuru.“

Garuru sah ihn ernst an und nickte anschließend.

„Ja und es tut mir leid… wegen dem, was in der Nacht vorgefallen war. Es war nicht meine Absicht… ich wollte dich wirklich nur warm halten.“

„Ich verstehe und weiß es dein König auch?“

„Nein, tut er nicht.“

„Da bin ich aber ganz anderer Meinung. Ich bin mir sicher, dass er davon weiß, aber so gütig war, um nichts dagegen zu unternehmen.“

Nachdenklich sah ihn Garuru kurz an, um dann noch breiter lächelnd, nach vorne zu blicken.

„Ja, er ist sehr gütig. Er hasst es, aber wenn man in der Brutkammer seinen Samen einmal weitergegeben hat und somit die nächste Generation von Krieger zeugt, dann sieht er darüber hinweg. Besonders dann, wenn man es nicht preisgibt und immer wieder seine Pflichten nachkommt.“

„Wie oft warst du dort unten schon?“

„Zwölf Mal und es war immer wieder schwierig zu kommen. Doch es war immer wieder ein Erlebnis.“

„Verständlich. Mir wurde die Halle auch gezeigt und… es war wirklich eine Kammer, eine Halle der puren Lust.“

„Ohja und überall sah man nackte Männchen.“

Karl kommentierte das nicht, weil vor ihm das Dorf zum Vorschein kam. Dutzende große Häuser, die alle einstöckig und nur mit Schilf und Holz gebaut waren, umringten die Steinpyramide in der Mitte. Freudig wurde Garuru vom Clan Empfangen und von ziemlich allen, bekam er einen festen Kuss auf die Wangen gedrückt. Ob es ein schlankes und schönes Weibchen, oder ein starkes und breites Männchen war, spielte keine Rolle.

Sofort erkannte Karl, wie beliebt Garuru im Clan war und nachdem Garuru begrüßt worden war und mit einigen ein paar Worte wechselte, sah der Clan langsam zu ihnen rüber. Dabei erklärte wohl Garuru in seine Sprache, etwas und der feindliche Blicke, wurden warm und willkommen. Sofort kam der Clan, der vermutlich nur aus 100 Personen bestand zu ihnen und sie drei wurden genau gemustert. Ihr Fell wurde gestreichelt, beschnüffelt wurden sie an der Brust, an den Armen und am Kopf und neugierig, strichen etliche Hände durch Karls Mähne.

Er gestand sich, dass sich das wohl anfühlte, wie die Hände ihn berührten. Doch gleichzeitig fühlte er sich unwohl im Mittelpunkt zu stehen. Besonders Kajan, sah deplatziert aus. Sie bedeckte ihre Brüste, weil die Männchen noch keine gesehen hatten. Denn die Echsenweibchen hatten keine Brüste und nur an der Statur konnte man erkennen, dass sie keine Männchen waren. Aber wenn man genauer hinblickte, wirkten die Gesichter weniger kantig, weniger aggressiv und die Augen waren größer und wärmer war der Blick.

Ein Weibchen fuhr sogar mit zwei Fingern zwischen Kajan Beinen rein und in den Moment, wandte sich Kajan ab und stellte sich hinter Karl. Zuerst dachte sich Karl, dass gleich Blut fließen würde, doch dann sah er was anderes.

Er sah Scham in Kajans Gesicht.

„Das reicht jetzt.“

Karls Ton ließ die Echsen innehalten und Garuru schritt ein.

Laut zischte Garuru und es schien, als würde er schimpfen. Sekunden darauf sah der gesamte Clan bedrückt zu Boden und Garuru wandte sich zu ihnen.

„Es tut mir fürchterlich Leid. Ich Entschuldige mich für meinen Clan und das Weibchen wird für diese frevelhafte Geste bezahlen.“

Karl sagte nichts, sondern sah zu Kajan nach hinten. Ihre Blicke trafen sich kurz und danach, wandte sich Karl wieder nach vorne.

„Das brauchst du nicht. Dieses Mal wird ihr verziehen werden, aber sowas möchte ich nicht wieder sehen.“

„Natürlich. Ich geleite euch nun zum Bad.“

Bevor sie losgingen, hob Karl vorsichtig Matilde von der Echse auf und trug sie dann auf den Armen. Garuru führte sie zur Pyramide, die eine Seitenlänge vor circa 20 Meter hatte. Sie bestand auch schlichten Steinblöcken, die Mannshoch waren. Der Gang hinein war schmal, wurde aber dann breiter und Fackeln im Gang beleuchteten den Weg. Nach wenigen Metern gingen sie eine Treppe rauf, die gerade ausging und danach, erreichten sie einen großen Saal. Licht schien von oben herab und wo die Lichtsäule traf, sah man Wasserbecken im Boden. Überall sah man Pflanzen in Töpfen stehen. Sitzbänke standen an den Wänden neben den Bänken, stand links und rechts eine Pflanze. Es war Kühl im Raum, aber nicht kalt und das Grün wurde noch intensiver, als Garuru an allen vier Wänden, eine massive Holztür öffnete. Nun war es richtig Hell im Saal und er sah nun auch, dass die Wände bemalt waren. Kriegs und Jagdszenen waren zu sehen, Gestalten waren auf einer Wand gemalt worden, die irgendwas zu bedeuten hatten und die wohl auch wichtig für den Clan waren.

„Dort werden wir unsere Geschichte aufschreiben, damit jeder Besucher, oder neuer Clanmitglied unsere Geschichte erfährt.“, sagte Garuru und zeigte auf zwei Wände, die noch nicht bemalt waren.

Karl gefiel es hier und auch die Idee, die Geschichte von Garurus Clan hier Lesen zu können, fand er recht schön.

„Der Saal gefällt mir muss ich sagen.“

„Nicht wahr?! Hier kann sich jeder erholen, oder in Ruhe nachdenken. Es ist besonders angenehm, wenn es zu regnen anfängt, denn dann fällt der Regen in die Becken und das hallt im ganzen Saal wieder.“

Sie wurden dann nach draußen geführt, durch eines der offenen Türen du standen dann vor dem Bad.

Karl gefiel das Bad auf Anhieb. In die Felsquader, war, um die Pyramide, das Becken reingehauen worden.

Und es dampfte.

Auch hier standen Pflanzen an den Wänden und neben den Bänken an der Wand. Zu seiner Überraschung, ging dann Garuru zu der nächsten Bank links hin und zog sich den schönen Gürtel aus. Karl sah, wie gut gebaut Garuru nun war und wie prächtig die Po Backen waren, die dann im dampfenden Wasser verschwanden.

Mit einem Seufzen ging Garuru zum Rand hin und stützte sich daran ab, um die Landschaft zu genießen, die sich ihnen allen anbot. Da ging Kajan um ihn und nahm ohne ein weiteres Wort Matilde aus seinen Händen. Vorsichtig legte sie sie auf der gleichen Bank hin und nutzte den Gürtel als Polster für den Kopf.

Nun ging auch Karl zur Bank und zog sich langsam aus. Dabei zog Kajan auch Matilde aus und kurz sah er sich die nackte Magierin an, die ihn so oft den leben schon gerettet hat.

Sie war wunderschön und das gestand er ihr zu, richtig sexy.

„Ich setzte sie in Wasser rein, damit sie sich schneller von der Anstrengung erholt.“, erklärte Kajan ihr tun.

„Wie ist das genau gemeint?“, fragte Karl aus Interesse nach.

„In allem fließt die Energie der Erde, besonders im lebenden. Und weil das Wasser nur so von Leben wimmelt, wird sich Matilde schnell darin erholen können.“

Das wusste Karl nicht und zog sich dann die Unterhose aus. Er sah Kajans verstohlenen Blick, der in seinen Schritt zielte und er fragte sich, was sie jetzt genau dachte. Später würde er sich danach fragen, doch nun, wollte er einfach das Bad genießen. Also schritt er die Stufen ins warme Nass hinunter und er war nicht wirklich überrascht, als der Stein unter seinen Pfoten, fast schon heiß war. Fast schon zu heiß, um sich darauf zu sitzen, doch dann entdeckte er zu seiner Überraschung, an der Wand im Becken, das auch Bänke gehauen wurde, wo man sich raufsetzten und sich gemütlich an der Wand nach hinten anlehnen konnte.

Bis über die Schulter saß sich Karl ins warme Nass rein und seufzte mindestens genauso zufrieden wie Garuru. Gleich danach kam Kajan mit Matilde in den Armen und vorsichtig setzte sie Matilde neben ihn ab, um sich dann neben ihr zu setzten.

„Ich dachte schon, dass gleich eine Hand davonfliegen würde, als du zwischen den Beinen berührt wurdest.“

Kajan sah ihn gleich bestürzt an, aber nach wenigen Sekunden drehte sie den Kopf zu der Felswand zurück.

„Ich… dachte es auch zuerst… doch dann… dann… fühlte sich das… toll an.“

„Das war also der Grund, wieso du hinter mir Schutz suchtest.“

Kajan nickte und beschämt, sah sie ihn dann an.

„Verstehe ich. Du wurdest vermutlich das erste Mal so berührt, oder?“

Erst nach einigen Sekunden, sah er ihr nicken und er fand diese Zurückhaltung, diese Unerfahrenheit, richtig süß.

„Mach die da keine Gedanken, auch Josh wird es gefallen, wenn du ihn so berührst.“, sagte Karl lächelnd.

Kajan fing leicht zu Lächeln an und der Blick, wurde ganz träumerisch.

„Karl, sie dir das an!“, kam es nun von Garuru und Karl wollte es eigentlich nicht, aber er war nun mal ein Gast und deswegen stand er auf und ging langsam durchs Wasser, um sich dann genauso am Rand anzulehnen, wie Garuru.

„Das sind unsere ersten Kinder, die hier geboren wurden und sie haben heute ihren ersten *Schultag*.“

Karl sah hinunter und er sah acht Kinder, die vermutlich um die zehn Jahre alt sind. Sie standen bekleidet in einem Lendenschurz vor der Echse, der Garuru umarmt hatte. Er hörte ihn in der Muttersprache sprechen und nach wenigen Sekunden Zischte und Gurrte Garuru laut neben ihm und die Blicke der Kinder und der Echse gingen zu ihnen hinauf. Wild fing Garuru zu Winken an und gurrte und zischte wieder laut.

Die Kinder lachten und sahen dann voller Freude zu der Echse vor ihnen.

„Ich habe ihnen viel Glück gewünscht und dass sie genau zuschauen und lernen sollten. Denn heute lernten sie zu Jagen und draußen in der Wildnis zu überleben.“

„Also kein Rechnen, Lesen und Schreiben.“, stellte Karl fest und sah der Gruppe zu, wie sie das Dorf verließen.

„Nein, denn dass brauchen sie jetzt nicht. Sie müssen zuerst lernen zu überleben und erst einige Jahre darauf, lernen sie alles Unwichtige.“

„Was soll an Rechnen, Lesen und Schreiben unwichtig sein?“

„Weil sie mit den Fähigkeiten, nicht überleben können. Sie müssen lernen, was draußen für Gefahren herrschen. Sie müssen lernen, was gegen ein Schlangenbiss hilf und auch, was für eine Schlange sie gebissen hat. Sie müssen lernen zu Fischen, zu Jagen und zu schleichen, weil sie sonst verhungern würden.“

„Verstehe.“, was Karl aufgefallen war, war, wie Garuru kein Wort über Anbau von sich ließ. Was aber auch kein Wunder war, weil hier nichts wächst, bis auf die paar Bäume, die um das Lager herum wuchsen.

Schritte kamen von hinter ihnen näher und einige Weibliche und Männliche Echsen zogen sich bei den Bänken aus und gingen dann auch ins warme Wasser. Zum ersten Mal sah er auch, wie die Echsen im Schritt aussahen und das, was er in der Nacht gefühlt hatte, spiegelte genau das wieder, was er sah. Sie waren mehr als nur gut gebaut und bestückt. Sie hatten dicke schwere und tief hängende Hoden. Die Hauttasche war groß und man konnte gleich darin die spitze Eichel sehen, die rosa zu scheinen schien. Faustdick war jeder der Hoden, die er sah und ein Impuls kam auf, die alle in die Hände zu nehmen und sie zu erkunden und zu streicheln.

Mit der Zunge würde er in die Hauttasche fahren, um nuckelnd die Spitze Eichel raus zu saugen, bis der Penis hart und aufrecht stand.

„Mir gefällt auch der Anblick. Dir vermutlich die Weibchen, doch bei mir die anderen Männchen.“

Da fiel Karl ein, dass Garuru noch nichts über ihn wusste und auch nicht, dass er extrem auf Männchen stand. Umso interessanter fand er es wiederum, wie ihn offensichtlich Garuru mit Gier ansah.

„Wieso habt ihr eigentlich Kinder hier, wenn jeder auf das eigene Geschlecht steht?“, umging Karl das Thema, weil er nicht weiter darauf eingehen wollte.

„Weil einige Männchen auch auf Weibchen stehen. Sie nennen sich selbst Bisexuell und haben hier ihren Frieden gefunden.“

„Und die Kinder?“

„Wir erziehen sie ganz offen. Schon vor drei Jahren haben wir ihnen alles über die Geschlechter beigebracht, damit sie dann selbst ihren Weg finden konnte. Auch dürfen sie weiterhin hier Leben, wenn sie auf das andere Geschlecht stehen sollten, sofern sie unser Geheimnis geheim halten. Natürlich können sie in den anderen Clans, oder in der Hauptstad nach einen Gefährten, oder Gefährtin auf suche gehen und wenn diejenigen Stillschweigen bewahren können, dann dürfen sie hier eine Familie gründen.“

Karl gefiel die Idee der offenen Erziehung und es war ein Meilenstein in diesem Land.

„Und die Echse, ist er dein Gefährte?“

„Nicht wirklich. Hier kann man tun, was man möchte und mit wem man möchte. Sofern beide es zulassen. Akash, das ist sein Name, ist schon seit ein paar Monaten mit mir zusammen und ich muss gestehen, dass ich wirklich was für ihn fühle. Der Gedankte, eine Bindung mit ihm einzugehen, gefällt mir von Tag zu Tag immer mehr, aber er… er fühlt nicht das gleiche, glaube ich. Dazu kommt noch, dass wir nur vor der Großen Weißen Echse unsere Bindung eingehen können.“

„Das ist so eine Art Zeremonie, oder?“

Garuru seufzte traurig und nickte dabei.

„Ja. In der Hauptstadt gibt es ein Tempel von Alzsass, das ist der Gott von Erotik und Sex, doch solche wie wir, würden gehängt werden, wenn wir uns preisgeben und um den Segen und der Zeremonie bitten würden.“

Karl fand das grausam, aber gleichzeitig, spürte er das Blut der 5000 Toten an seinen Händen. Deswegen konnte und dürfte er nicht darüber urteilen.

„Dann kommt doch alle mit zu mir.“

„Das geht leider nicht, wir würden alle gejagt und geköpft werden.“

Breit fing Karl zu grinsen an und erzählte leise, was er mit Richard ausgemacht hatte. Wie sie nun Verbündete Staaten waren, befreundet auf immer und ewig und das auch eine Hochzeit mit seinem Sohn Axel und Richards Tochter vereinbart wurde. Das alle Homosexuellen Echsen in sein Land reisen konnten, dort ihr Leben aufbauen dürften und das nur unter der Voraussetzung, dass sie Kinder aufziehen und zur Schule schicken sollten. Natürlich auch über den Kulturellen Austausch und auch über die Erneuerung des Landes. Und natürlich auch, dass es nun keinen Krieg mehr gibt.

Mit jedem Satz, das er sagte, wurden Garurus Augen immer größer und als er langsam zu Ende erzählte, fiel sogar der Kiefer runter.

Geschockt von dem allem, starrte ihn Garuru nur noch an, bis der Echsenkörper zu zittern anfing und im nächsten Moment, wurde er fest von ihm umschlungen. Tränen flossen gleich über die Echsenwangen und Karl wusste, dass es Freudentränen waren. Nach wenigen Sekunden sah Garuru hoch in den Himmel und zischte in seine Muttersprache.

„Wenn das alles wahr ist…“

„Es ist wahr!“

„…, dann… ja. Ich würde gleich mit euch kommen wollen. Ich möchte selbst sehen, wie dein goldenes Land aussieht, doch ich alleine kann sowas nicht entscheiden… darüber muss der ganze Clan entscheiden und wir machen das gleich am Abend, wo ein Fest stattfinden wird.“

„Nicht so schnell Garuru, ein Schritt nachdem anderen.“

Überrascht und nachdenklich, sah Garuru Karl an und stellte gleichzeitig fest, dass er noch immer fest Karl umarmte und sich an ihn drückte. Sofort löste er sich von ihm und begab sich zur vorherigen Position zurück.

„Jaja. Ich muss zuerst zum König.“

„Genau und wenn du bei ihm bist, dann Berichte ihn alles, was vorgefallen war und er soll uns… er soll uns seine treuesten Männer schicken, die uns dann zum Tempel begleiten sollen.“

Garuru sah ihn entschlossen an und nickte anschließend.

„Das werde ich. Wer weiß, vielleicht ist das nur eine Gruppe gewesen, oder nur ein Clan…“

„Ja vielleicht, aber es hat kein Sinn darüber zu spekulieren.“

Mit einem Nicken drehte Geruru den Kopf dorthin, wohin die Kinder mit seinen Freund hingegangen waren. Eine Gruppe aus zehn anderen Echsen machte sich gerade bereit. Sie schulterten ihre Speere und überprüften ihre schwere Lederrüstung.

„Was machen die jetzt?“, wurde Garuru von Karl gefragt und beide lehnten sich gemütlich am Rand an und sahen hinunter.

„Sie beschützen die Kinder.“

„Vor den Spino?“

Garuru schüttelte den Kopf.

„Nein, vor den Velociraptoren.“

Ein Schauer des Grauens lief über Karls Rücken runter als er sich vorstellte, gegen ein Rudel Raptoren kämpfen zu müssen.

„Unser Land ist hingegen zu Euren, König Karl, wild und voller Jäger. Deswegen haben wir das verlassene Bauernhaus gefunden. Nur zu großen Siedlungen trauen sich die Raptoren und die anderen Jäger nicht hin.“

„Und wie verteidigt ihr euch dann?“

„Das kommt ganz drauf an. Zehn Echsen können gegen ein Rudel Raptoren leicht bestehen, besonders weil wir nicht so sind… wie ihr. Wir sind Stark, Gerissen und Robust. Aber wenn größere Jäger auf unsere Truppen treffen, ziehen wir uns auch lieber zurück. Nehmen wir mal den Spino vom See als Beispiel. Wir würden ihn zu Fall bringen, würden aber viele gute Seelen verlieren und somit, wäre unsere Verteidigung extrem geschwächt. Dass weiß auch der Spino und diese Gefahr, würde er nicht eingehen wollen. Deswegen gehen wir uns einfach aus dem Weg, doch in letzter Zeit häufen sich die Angriffe der großen Jäger, weil es nicht genug zum fressen für sie gibt. Es fing vor ungefähr fünf Jahren an und es entwickelt sich langsam zu einem immer größeren Problem. Wir müssen, wenn die Kinder Lernen, nun einen Trupp Krieger mitschicken.“

„Verstehe und das ist wohl nicht das einzige Problem.“

„Scharfsinnig, König Karl. Ja, jedes Dorf, jeder Clan, braucht die Krieger an der Front, die jetzt die Kinder beschützten.“

Das dachte sich Karl auch und das ist das Perfekte Beispiel dafür, wieso aggressive Expansion niemals wirklich funktionieren wird. Zwar erhält man neues Land, aber man kann es nicht Bewirtschaften, Pflegen und wirklich Regieren. Es ist sowieso ein Wunder, dass Richard überhaupt so lange Krieg führen konnte, ohne, dass sein Land zusammenbrach.

Doch überall wo er hinsah, sah er das Land kurz vor einem Kollaps. Alte Traditionen, kollidieren mit der Neuen Welt.

„Wie lange habt ihr Anbauen können, bis es zu dem wurde, was ich gesehen habe?“

„Nur fünf Jahre.“

Karl war ganz schockiert. Es war schlimmer, als er sich gedacht hatte.

„Wir müssen Krieg führen, um zu überleben und das, ist… sehr traurig.“

„Ja, ist es. Es ist ein nie enden wollender Kreis. So wie ich es sehe Garuru, könnt ihr in eurer Heimat kaum noch Leben, überleben. Ihr braucht die Kriegsbeute, um die Krieger zu ernähren, aber gleichzeitig braucht ihr immer mehr Krieger, die wiederum Nahrung brauchen, um Krieg zu führen.“

Die Echse neben ihn seufzte niedergeschlagen und drehte sich um. Bis zum Kinn ließ sich Daruru in Wasser gleiten und müde wurde Karl von unten angeschaut.

„Deswegen, darf dir kein Haar gekrümmt werden. Ich habe meinem König gesagt, was ich denke. Drei Tage bevor er sich das erste Mal mit dir traf, ging ich einfach in seine Gemächer und schloss die Tür. Wir Unterhielten uns die ganze Nacht und dabei erzählte ich ihm, was meine Gedanken, meine Berechnungen ergaben.“

„Du meinst das Unwichtige, oder?“, zynisch warf es Karl ein und es traf das Ziel. Für einige Sekunden sah ihn Garuru missgelaunt an, doch als die Echse wieder seufzte, war der Blick wie vorhin.

„Wir haben nur noch weitere fünf Jahre, vorausgesetzt, dass wir noch Land erobern und die Kriegsbeute in das Land schicken, bevor wir vor Hunger ein Massensterben erleben.“

Weitere Echsen kamen ins Bad und zogen sich aus. Es waren nur Männchen und sie begaben sich zu Karl und setzten sich neben ihn halb ins Wasser. Die Fünf Echsen fingen sich gleich gegenseitig den Rücken und die Brust zu massieren an und man konnte sehen, dass sie nicht nur Baden wollten. Sie waren erregt und gut konnte man die großen dicken Penisse im Wasser erkennen, die gegen die Körper des andere gedrückt wurden.

Garuru sah gespannt zu und mit einem seufzen, glitten seine Hände langsam runter in den Schritt. Doch Karl war das gerade etwas zu viel auf einmal und deswegen, schwamm er ganz gemütlich zurück zu Kajan, um sich neben ihr zu setzten. Sie hatten die Augen geschlossen und das Gesicht nach oben gerichtet, um etwas Sonne zu tanken und dabei, drückte sie mit einem Arm Matilde nach hinten und ließ ihren Kopf auf ihre Schulter anlehnen.

Nachdem sich Karl hingesetzt hatte, drückte eine Hüfte der fünf Echsen schon fest von hinten gegen den Hintern einer anderen Echse. Das spornte die anderen drei an und gurrend, seufzend und fauchend, ließ sich eine Echse auf den Schoß einer anderen Echse nieder.

Das Wasser fing sich zu bewegen an, als die Gruppe schnell und mit aller Kraft zu ficken anfing. Die fünfte Echse saß zwischen den zwei Paaren und massierte mit beiden Händen den Penis der zwei Echsen, die gefickt wurden. Und als das stöhnen lauter wurde und die fünf ihren Rhythmus gefunden haben, schwamm Garuru zu ihnen. In seinen Augen konnte er sehen, was in seinen Kopf vorging und worauf er jetzt wirklich Lust hatte.

„Es… tut mir Leid, aber es ist normal bei uns, dass wir beim Baden unsere Lust ausleben. Wollen wir vielleicht reingehen?“

„Mich stört es nicht.“, sagte Kajan sanft und fing leicht zu grinsen an. Karl, wie auch Garuru sahen sie deswegen recht überrascht an.

„Mein halbes Leben habe ich das gehört. Mit diesen Lauten bin ich eingeschlafen und aufgewacht. Jeden Tag habe ich sie dabei beobachtet und ich muss sagen, dass ich nur durch diese Geräusche, mich richtig entspannen kann.“

„Achso?“, kam es gleich von Karl und eigentlich, wollte er das nicht kommentieren.

Sie nickte.

„Wenn ihr Sex habt, dann habt ihr auch nur das im Kopf. Keine Gewalt, kein Blutdurst, nichts ist im Kopf, bis auf der Sex.“

Da hatte sie Recht, dachte sich Karl und Garuru gleichzeitig.

„Nur wer entspannt ist, will Sex haben und das zeigt mir, dass alles in Ordnung ist.“

Garuru sah zu den Fünf rüber. Er kannte sie schon so viele Jahre und auch Intim war er schon oft mit ihnen gewesen. Deswegen wusste er auch ganz genau, was sie zu bieten hatten. Sie hatten alle einen hervorragenden Hintern, waren Wild im Bett und sie brauchten deswegen alle paar Wochen ein neues. Er wusste was sie geil machte, worauf sie insgeheim wirklich standen und er fragte sich, nachdem er zu Karl schielte, worauf er stand.

Karl war so anders, so fremd, und so heiß. Vom ersten Moment an, wollte er schon mit ihm ins Bett steigen. Gemeinsam das Abendmahl teilen und seinen Körper mit den Händen und der Zunge, erkunden. In der Nacht dachte er sich, als sich Karl selbst befriedigt hatte, dass auch er auf Männchen stand. Es gab einige Momente, wo er sich deswegen sicher war. Der erste war, als er seinen Samen auf Karls Brust gespritzt hat und nicht darauf angesprochen wurde. Dann die Hand die sich auf seinen Bein gelegt hatte, oder dass sich Karl in der Nacht an ihn schmiegte.

Karl Körper war durchtrainiert, sah Robust für eine nicht Echse aus. Die Taille war schmal, die Brust breit, genauso wie die Schultern. Weiße und gepflegte Zähne waren zu sehen, wann immer der König sprach. Die Mähne war perfekt geschnitten und vollendete das sehr elegante und strenge, und doch, weiche und freundliche Gesicht.

Im Großen und Ganzen, fand er ihn mehr als nur begehrenswert.

Doch dann, erblickte er etwas, was ihn staunen ließ.

Karl sah gemütlich den Echsen zu und war dabei steinhart. Schräg sah er der langen dunkelbraunen Penis aufragend und absolut einladend, fand er die rosarote Eichel, die zu dreiviertel aus der Vorhaut raus sah.

Er stand kurz davor, was ganz dummes zu machen und sein Hirn schickte schon den Impuls in seine Hand, als er Karls Augen sah, die ihn direkt in die Augen sahen.

Karl war geschlaucht, müde von der Nacht. Seine Muskeln taten weh und sein Kopf war schwer wie Blei. Er war so geschlaucht, dass ihm das Denken schwer fiel und Kopfschmerzen bereiteten. Dennoch saugte sein Körper alles auf, was sich vor ihm abspielte. Er hörte das Grunzen und fauchen, das Stöhnen und Klatschen. Das Murren der Echsen, war genauso laut, wie das Flüstern. Er verstand nicht was sie sagten, aber es hörte sich so an, als würden die gefickten nach mehr verlangen.

Er sah die dicken Echsenpenisse, die die Rosetten brachial weiteten und tief in die Körper glitten. Dann verkrampfte sich die linke gefickte Echse und die mittlere, grinste sehr breit. An der Wasseroberfläche konnte er sehen, wieviel vom weisen Samen aus dem langen und dunkelroten Penis raugeschossen kam.

Der Gedanke im Wasser zu sitzen, wo sich nun der Samen verflüssigte, reichte vollkommen aus, um ihn richtig geil zu machen. Nun kam die zweite Echse und der weiße Nebel im Wasser, wanderte langsam zu ihnen rüber. Er sah den Nebel zu, wie es zu ihnen wanderte und als der Samennebel ihn erreichte, sah er Garuru zu ihm schielen.

Ihre Blicke trafen sich und auch sah er, wie die Echsenhand zwischen ihnen im Wasser ruhte und womöglich was machen wollte, wo er gerade im Moment nichts dagegen hätte.

Er wollte gerade was machen, als er plötzlich Matilde flüstern hörte.

„Könnt… ihr nicht leiser… sein.“, flüsterte sie und Karl musste einfach wegen diesem Kommentar zu kichern anfangen.

Matilde schlug langsam die Augen auf und stellte überrascht fest, wo sie war und an wen sie sich anlehnte. Noch überraschter stellte sie dann fest, was sich vor ihr abspielte und bestürzt, sah sie langsam zu ihm.

„Wir sind sicher angekommen, dank deiner mutigen Tat, Matilde.“, erklärte er ihr und berichtete danach, was ich alles abgespielt hatte, während sie bewusstlos war.

Nachdem alles gesagt wurde, sah sich Matilde langsam um und stellte fest, dass sich noch immer von Kajan nach hinten gedrückt wurde. Dann stellte sie fest, dass sie nackt war, wie jeder hier und ihr Kopf, fing sofort zu Rauchen an.

Es war wohl Kajan die wusste, wie sie sich am schnellsten erholen konnte. Denn als sie das Ungetüm in einer Verzweiflungstat stoppte, verbrauchte sie mehr Energie, was sie eigentlich angesammelt hatte. Sie wusste, dass sie ein großes Risiko eingegangen war, aber es musst sein, um ihren König zu beschützten. Aber die Tatsache, dass Kajan wusste, wie schnell sie sich im Wasser erholen konnte, sagte ihr, was sie alles über Magie wusste.

Diese Tatsache bereitet ihr Kopfschmerzen. Dass es noch solche wissenden und tödlichen Personen auf dem Kontinent gab, war ganz übel. Und genau jetzt, saß sie neben einer solchen Person, die sie sehr sanft nach hinten drückte und darauf achtete, dass sie nicht ins Wasser rutschte.

Sie sah in ihrer Aura, dass sie nichts Böswilliges vorhatte. Es war ruhig, Himmelblau und nur ein kleines Streifen Gelb war zu sehen, das ab und an anschwellte. Kajan war wohl in Gedanken versunken, in schöne Gedanken. In den Auren von Karl und Garuru hingegen, las sie sogleich, dass sie kurz davor standen von den Gefühlen übermannt zu werden. Ihre Auren waren stark gelb und blau und pulsierten im schnellen Herzrhythmus.

Und dann forderte ihr Körper den Tribut.

Sie alle hörten, wie Matildes Magen laut zu knurren anfing. Daraufhin stand Karl sofort auf und wirklich jeder von ihnen, auch Kajan, starrte für ein paar Sekunden auf Karls steifen und nassen Penis.

Matilde stellte sich eine Sekunde vor, wie sie ihren König ritt.

Garuru wollte den Penis einfach nur verschlingen und nie wieder aus dem Maul lassen.

Kajan, war nur Fasziniert.

Daraufhin stand langsam Garuru auf und die zwei Frauen, bekamen ganz große Augen wegen dem mächtigen Penis. Sie beide fragten sich, ob der überhaupt passen würde und wenn, wie heiß der Sex wohl sein wird. Dann sahen sie die zwei großen und tief hängenden Hoden und sie beide schätzten auf ein Liter Samen, das die Hoden bestimmt am Tag produzieren konnten.

Matilde bekamen die schmutzigsten Gedanken in den Kopf geschossen und für einen kurzen Moment bereute sie es ein Weibchen und kein schwules Männchen zu sein. Gleich danach sah sie dann aber Marcell vor sich und sofort, war sie überglücklich die Mutter von ihm zu sein.

Kajan sah das gleiche, doch sie hatte nicht die gleichen Gedanken. Sie fing stattdessen nachzudenken an und versank tief in den Gedanken.

Karl zog sich nur die Unterwäsche an, damit sein Körper von der Sonne getrocknet werden konnte, da es keine Hand oder Badetücher gab. Die Tatsache, dass jeder seinen Penis sehen konnte, störte ihn nicht wirklich, da Kajan und Matilde um seine sexuelle Orientierung wusste und Garuru, braucht es nicht zu wissen.

Noch während sie Garuru den Gürtel umschnallte, flachte die Erregung ab und der unterarmlange Echsenpenis hing schlaff zwischen den Beinen runter und nur noch die Eichelspitzte, konnte man unten beim Stoff noch sehen, aber innerhalb von Sekunden, verschwand aus diese.

„Wir Frühstücken jetzt etwas.“

Garuru hatte gehofft, dass sie noch etwas länger baden würden, doch sein Gast hat gesprochen und wollte nun Frühstücken.

„Kajan, zieh dir meine Kleidung an.“

Kajan stand gleich auf und ließ Matilde nun alleine im Bad sitzen. Aber als Matilde sah, wie Kajan aus dem Bad stieg, folgte sie mit einem traurigen seufzen der Gruppe. Sie warteten alle bis jeder angezogen war und dann führte sie Garuru die Treppe runter und aus der Pyramide. Sie gingen gemütlich durch das kleine Dorf. Sahen Weibliche und Männliche Paare, die Körbe zusammenflechten, Waffen schärften, oder das Frühstück zubereiteten. Junge Echsen, die keine Kinder, aber noch zu jung für den Krieg waren, spielten gelassen mit einem Lederball.

Das Dorf stand im Gegensatz zum Land. Es war voller Leben, glückliche Gesichter waren zu sehen, egal wo man hinsah. Zukünftige Mütter wurden vom Partner bekocht.

Und ehe sie sich versahen, kamen sie an einer großen und offenen Hütte an. Sie war rechteckig und in der Mitte auf dem Boden, war eine große Feuerstelle.

Hier haben sich die meisten versammelt und auf dem Grill, wurden gerade Kröten gebraten. Karl stellte sofort fest, dass fast alle an der Grenze der Unterernährung waren. Es war nicht nur der Spino, der Hungerte, sondern das ganze Dorf brauchte dringend Nahrung.

Und als sie sich alle um den Grill setzten und jeder von ihnen eine Kröte in die Hand gedrückt bekamen, bekam Karl gleich ein schlechtes Gewissen. Er wollte die Körte schon zurückgeben, aber in Garurus Gesicht sah er, wie Glücklich er war ihn als Gast zu haben. Und er sah eine Bitte darin, nämlich nicht über das offensichtliche zu sprechen.

Es gab nur eines, was er mit seinem Gewissen übereinstimmend machen konnte. Er riss beide Hinterbeine der Kröte runter, stand auf und gab es ein Paar, das kurz vor der Niederkunft zu sein schien und sich zu zweit, eine Kröte teilen mussten.

Er verstand nicht was sie sagten, aber in ihren Augen sah er, wie glücklich sie über diese Geste waren. Danach ging er zu einer Echse, die allein am Feuer saß und an einem Körtenknochen nagte. Es war schon längst kein Fleisch mehr drauf, doch der Hunger ließ die Echse hoffen, dass doch noch etwas Fleisch drauf war. Ihn übergab er einen der zwei Schenkel und er war ganz schockiert und gerührt, als die Echse mit feuchten Augen in sofort umarmte. Nachdem ihn dann die Echse losließ und anlächelte, sah er, dass sie kaum noch Zähne hatte.

Ohne es zu wollen und es war vielleicht nur wegen den Gefühlen, die er in den Augen der alten Echse sah, glitt seine Hand über die eingefallene Wange. Dabei lief eine Träne der Echse über seine Hand und obwohl sie sich nicht verbal verstanden, verstanden sie beide, was der andere fühlte.

Karls Hand wurde fest ergriffen, als er aufstehen und gehen wollte. Die Echse hatte den Schenkel im Maul und mit der freien Hand, wurde langsam der Stoff am Gürtel zur Seite gezogen. Karl reagierte sofort. Er ging in die Hocke, zog den Stoff zurück und legte die Stirn auf die der Echse.

„Das brauche ich nicht. Iss mein Freund.“, flüsterte er ihn zu und gab ihn sogar einen sanften Kuss auf die Stirn.

Daraufhin wurde seine Hand losgelassen und Karl ging mit gemischten Gefühlen zu einer Echse, die nicht mehr gehen konnte. Ein Bein fehlte der Echse und sie war wahrlich am Verhungern. Man konnte die Rippen deutlich sehen, die Beine waren schlank und sahen schwach aus. Der Stumpf war nur schlecht verheilt und eiterte noch etwas. Mit leeren Augen wurde er von unten angesehen und als er sich vor der Echse hinkniete, kam etwas Glanz zurück.

„Iss das.“, sagte er sanft und nahm eine Hand der Echse in seine, um dann den Körten Schenkel rein zu legen. Mit feuchten Augen sah die Echse langsam runter und mit einem lauten seufzten, schloss sich die Hand und die Echse sagte etwas zischend und fauchend.

Obwohl er auch das nicht verstand, so verstand er die Bedeutung.

„Gerne und iss nun auf.“

Auch der Echse strich er sanft einmal über die Wange.

Nachdem er aufstand und sich umdrehte, sah er überall Echsen, die Hunger litten. Als sie das Dorf betreten haben, achtete er nicht wirklich darauf, aber nun, stach ihm das regelrecht ins Auge.

Entschlossen ging er zurück und ihm fiel auf, dass Kajan nicht mehr da war.

„Wo ist Kajan?“, fragte er, bevor er sich neben Garuru hinsetzte.

„Sie ist vorhin aufgestanden und ging einfach davon.“

Karl fand es sonderbar, aber sie war wohl die einzige, die wirklich auf sich aufpassen konnte.

„Danke Karl, aber das war nicht notwendig.“

„Von wegen.“, antwortete er und sah zu, wie alle gierig das aufaßen, bis auf die verstümmelte Echse, was er ihnen gegeben hatte.

„Akash ist schon alt. Er spürt schon, dass seine Zeit gekommen ist. Sorak war unser mächtigster Krieger, aber in einer Schlacht vor drei Monaten, kam er schwer verletzt zurück und verlor dann sein Bein. Seitdem isst er nichts mehr und er sagte mir im Vertrauen, dass die anderen seine Ration bekommen sollten, weil er nichts mehr für die Gemeinschaft beitragen konnte.“

„Und das lässt du zu?!“

„Was soll ich sonst machen? Ich kann ihn nicht zwingen zu essen und durch seine Tat, leiden die anderen nicht so stark unter Hunger.“

Karl konnte einfach nicht fassen war er da hörte. Wenn es schon hier so war, wie war es bei den anderen Clans, die weitaus größer waren. Aber eines wusste er genau wegen seiner Regentschaft, nämlich, dass es ein anderes Land war, mit einer anderen Mentalität, mit anderen Sitten und einer Kultur, die auf Krieg und das Recht des Stärkeren aufgebaut war. Mit seiner Moralvorstellung, durfte er da nicht ran gehen, nicht jetzt zumindest.

„Hat das König Richard auch gesehen, ich meine, wie sein Land leidet?“

„Ja. Mein Clan geht's noch im Vergleich zu den anderen richtig gut. In den anderen Clans werden alle verbannt, die nichts zur Gemeinschaft beitragen können. Kranke werden nicht versorgt, weil die Mittel dafür fehlen. Wenn die Echse überlebt, dann nur, weil sie stark sind und wenn nicht, dann wollte es die Natur so. Nur die Starken…“

„Können überleben…“, beendete Karl den Satz.

Karl seufzte niedergeschlagen und stand langsam auf.

„Pack deine Sachen, wir brechen gleich auf.“

„Wie bitte?!“

„Du hast mich schon verstanden. Wir brechen gleich zu Richard auf und befehle deinen Clan die Sachen zu packen und nur das notwendigste mitzunehmen.“

„König Karl, was habt ihr vor?“, fragte Milde neugierig.

„Ich, Matilde, nehme diesen Clan mit uns. Sie sollen in meinen Land leben, wo sie nicht Hungern werden.“

„Das mein König, ist so leid es mir tut, nicht eure Entscheidung.“

Mit zornigen Augen sah er Matilde an und sie sah ihn entschlossen entgegen.

Einige Sekunden sahen sie sich so an und Garuru wollte was machen, aber er traute sich nicht sie zu unterbrechen. Hier wird gerade über das Schicksal seines Clans entschieden, über das Schicksal so vieler Leben.

Die anderen Echsen verstanden das auch und immer mehr versammelten sich um sie.

„Was soll ich sonst machen, sag es mir?! Ich kann doch nicht nur zusehen, wie sie leiden!“

„Mein König, ich fühle mich euch! Aber sie sind nicht eure Bürger, sondern die von Richard.“

„Die nur Krieg und Hunger kennen! Ich kann was für sie machen, wenn sie mit mir kommen.“

„Das stimmt, doch es ist nur ein Clan von wie vielen? Ist das Gerecht gegenüber den anderen Clans? Wollen sie das überhaupt? Und wenn ja, was sollen sie bei uns machen? Sie können kein Feld bewirtschaften, weil sie eben nicht wissen, wie. Hier haben sie ihre Heimat, ihre Vergangenheit, ihre Kultur und wir haben nicht das Recht, uns da einzumischen.“

Karl wandte sich an Garuru.

„Du sagtest, dass du mitkommen wollen würdest und wie ich sehe, sind fast alle von deinem Clan anwesend, also frag sie, ob sie mitkommen wollen. Frag sie, ob sie in meinem Land ein anderes, ruhige und ein friedvolles Leben haben wollen. Aber sag ihnen auch, was sie erwartet, was sie dafür tun sollen und auch, dass es die Möglichkeit gibt, sich als Sexsklaven im Haus Rosé zu verkaufen, wenn sie ein Leben der Lust vorziehen, als ein Leben auf einem Bauernhof.“

Garuru wirkte wie erstarrte.

„FRAG SIE!“

Ein Ruck ging durch Garurus Körper und sprachlos, sah er sich alle Gesichter an, die nun ihn anstarrten. Er sah die vielen fragenden Blicke, er hörte, wie sie fragten, was der Gast sagte. Und er würde sofort die Sachen packen wollen, aber Matilde hatte Recht. Hier war ihre Heimat, ihr Dorf, ihr Zuhause.

„Ich frage sie erst, wenn ich von dir die Gewissheit bekomme, dass alle mitkommen können, dass wir bei dir genauso leben können, wie hier.“

„Ja, das könnt ihr. Ihr könnt eure Pyramide aufbauen, ein Dorf gründen, aber ihr müsst alle Gesetzte beachten und euch daran halten. Sprich, also für euch, ihr müsst eure Kinder in die Schule schicken und homosexuelle Paare müssen ein Kind aufnehmen, das Kind versorgen und es zur Schule schicken.“

Garuru schloss die Augen und dachte kurz nach.

„Aber wir entscheiden, wann unsere Kinder in die Schule gehen sollen. Wir haben eben die Tradition, dass unser Nachwuchs zuerst das Überleben in der Wildnis lernt.“

„Von mir aus. Ich habe nichts gegen diese Tradition und wenn du noch andere Bitten und Forderungen hast, dann besprechen wir es, wenn ihr bei uns seid.“

Breit fing Garuru zu lächeln an, sah hoch zum kristallblauen Himmel und fing zu zischen und fauchen an.

Karl setzte sich und sah in die Gesichter jeder Echse. Er sah alle Emotionen die er kannte. Auch Sorak mit den leeren Augen und den fehlenden Bein, sah langsam hoch und Karl konnte sehen, wie der Glanz der Hoffnung aufflammte. Er konnte sehen, was für ein mächtiger Krieger Sorak einmal war. Während Garuru sprach, drehte sich Soraks Kopf in seine Richtung und ihre Blicke trafen sich. Sorak war auch der erste und einzige, der sich jetzt bewegte. An den Armen zog sich die Echse langsam zu Karl und es wurde schnell still.

Jeder sah nun Sorak an, der einmal eine Echse war, der hier wirklich was zu sagen hatte. Der immer an der Front stand und unzählige Male das Dorf vor einfallenden Bestien gerettet hatte. Auf den halben Weg, verließ Sorak die Kraft und mit der letzten Kraft im schwachen Körper, hob die Echse den Arm und Karl konnte nicht anders, als aufzustehen, zu Sorak zu gehen, sich vor ihm hinzuknien und die Hand in seine zu legen.

Weinend und leise, zischte und fauchte Sorak und im nächsten Moment, bewegten sich die anderen Echsen und versammelten sich um Karl. Die Hände aller Echsen legten sich auf seinen Körper und Karl war zutiefst gerührt über diese Geste.

Wo er hinsah, sah er gerührte und feuchte Augen und weinend und schluchzend, zog sich Sorak auf seinen Schoß und ließ dann den Kopf auf seine Oberschenkel fallen.

Die Echsen teilten sich langsam, als sich Garuru zwischen ihnen drängte. In sein Ohr flüsterte der Clanoberhaupt: „Sorak möchte sehen, wie ein Sexsklave in deinem Land lebt.“

Noch bevor Karl darauf antworten konnte, beugte sich Garuru runter und unterhielt sich leise mit Sorak.

Mit einem Lächeln beiderseits war dann nach einigen Sekunden das Gespräch vorüber.

„Er ist sich sicher. Bevor er verhungert, möchte er sein Dasein als ein Sklave fristen, aber noch immer zu meinen Clan angehören wollen.“

„Das sollte nicht das Problem sein. Ich werde veranlassen, dass jeder im Jahr ein paar Wochen seinen Clan besuchen darf, wenn er es so will.“

Lächelnd schloss Garuru die Augen und vergoss dabei zwei Tränen.

„Sorak… war so liebevoll und ich habe schon vor einem Monat mit seinen Tot abgeschlossen. Doch jetzt… jetzt, wo ich weiß, dass er Leben wird, erfüllt das mein Herz mit purer Freude. Karl… wenn du ihn schon vorher kennengelernt hättest, wüsstest du, was ich damit meine.“

Karl sah langsam runter zu der Echse, die das Gesicht auf seine Schenkel drückte und ohne Hemmung, einfach nur weinte. Er war überrascht und gleichzeitig traurig, wie leicht Sorak war, als er ihn aufrichtete und ihn neben sich aufsetzte.

Gefühlvoll wischte er ihn die Tränen davon.

„Matilde, kannst du was für ihn tun?“, fragte er sanft, während er ihn die letzten Tränen wegwischte.

Matilde zwängte sich zu ihm durch und sah sich die Echse zuerst an, bevor sie eine Hand auf den Stumpf legte. Nach wenigen Sekunden, wo sie die Augen geschlossen hatte, öffnete sie Lächelnd wieder die Augen.

„Nach ein paar Sitzungen bei mir, kann er eine Prothese bekommen, wenn du es möchtest mein König.“

„Ja bitte und es soll ein Meisterwerk sein.“

„So wie immer mein König.“

„Sag ihm Garuru, dass er bald wieder laufen kann. Dass er wieder schwimmen und Kämpfen kann, oder das er sein restliches Leben im Haus Rosé verbringen kann. Es soll ihm überlassen sein, wie er seine Zukunft verbringen möchte.

Mit ungläubigen Augen, übersetzte Garuru genau das, was Karl gesagt hatte und im nächsten Moment, sah er in den Augen, wer Sorak war. Er sah einen starken, selbstbewussten, loyalen und völlig liebevollen Krieger. Dann sah Sorak zu Garuru und zeitgleich übersetzte er.

„Er sagt, dass er für immer an deiner Seite sein möchte. Er würde dir sein restliches Leben schenken. Er würde einer deiner Wachen werden wollen. Alles würde er für dich tun. Auch jede Nacht, jede Stunde, jede Minute das Bett mit dir teilen, nicht aus Pflichtbewusstsein, oder aus Dank, sondern weil er dich in sein Herz geschlossen hat. Weil du mir, den Clan und zum Schluss auch ihm, Hoffnung geschenkt hast.“

„Dann sag ihm, dass ich immer Wachen brauche. Doch zuvor, soll er sich an sein neues Bein gewöhnen, wieder so stark und selbstbewusst werden, wie er einmal war und wenn er so ist, wie er einmal war, soll er vor mir treten und das Knie beugen und mir ewige Treue schwören und wenn er das gemacht hat, sag ihn auch, dass ich mein restliches Leben im Haus Rosé verbringen werde.“

Garuru erstarrte wieder und starrte offenkundig Karl an. Karl bemerkte es schnell und als sich ihre Blicke trafen, wurde er von ihm von oben bis unten gemustert.

„Hast du ein Problem damit?“

Sofort schüttelte Garuru das Haupt und übersetzte stotternd.

Überrascht sah ihn Sorak von der Seite an und jede Echse hielt kurz den Atem an, bevor leise getuschelt wurde.

Allmählich fing Sorak zu grinsen an und auch von ihm, wurde Karl genau gemustert, bis der Blick im Schritt hängen blieb. Karl ließ es für ein paar Sekunden zu, bis er Sorak mit einem Finger unterm Kinn zwang, wieder rauf zu schauen.

„Seit ihr alle so Lüstern?“, fragte er in die Runde und bekam keine Antwort darauf. Es war ihm auch egal, dass er keine Antwort hörte, weil er es in den Augen aller Echsen lesen konnte, besonders in den Augen von Sorak und Garuru, sah er pure Geilheit aufflammen.

„Matilde, ich habe noch eine Frage.“

„Bitte mein König.“

„Der Stein wurde vernichtet, kann man ihn wieder reparieren, oder ersetzten?“

„Theoretisch ist das möglich.“

„Wie lange würde es dauern?“

„Theoretisch, recht schnell, vielleicht einen halben Tag oder so, aber dafür reicht meine Kraft nicht aus. Ich muss den Stein ins Netzwerk einfügen und da bräuchte ich wohl alle Magier aus unserem Land. Es ist enorm viel Magie von Nöten den Stein dauerhaft ins Netzwerk wieder einzubinden.“

Karl dachte über diese Antwort nach und ihm fiel etwas ein.

„Und was ist, wenn du nur für ein Transport den Stein kurz einfügst?“

Matilde stockte der Atem.

„DAS… Kann ich machen! JA! Das kann ich sofort machen! Sofern… ich einen großen Splitter vom Ursprünglichen Stein in der Hand halte!“

„Reicht deine Kraft aus, um alle hier zu transportieren?“

„Leider nicht, zumindest nicht heute. Morgen sicher.“

Karl wandte sich an Garuru und die Echse verstand seinen Blick sofort. Sie grinsten beide breit und voller Energie, sprang Garuru auf und sprach eilig mit seinen Clan. Sorak neben ihn erzitterte vor Enthusiasmus und vor Aufregung und wusste nicht, wen er anschauen sollte.

Noch während Garuru sprach, fing der Clan laut zu diskutieren und zu sprechen an. Die Stimmung schwappte in eine Aufbruch Stimmung. In jedes Gesicht in das Karl sah, sah er Freude und Hoffnung und er ließ sich von den Emotionen übermannen und legte einen Arm um Sorak, um ihn fest zu drücken. Breit Grinsend saugte er die Hoffnung aller auf und nahm kaum war, wie ihn Sorak fest einen Kuss auf die Wange drückte und ihn warm zu schnaufte.

„Dann wollen wir aufbrechen. Zuerst zu König Richard und dann morgen, in meine Heimat.“

Als Karl aufstand, fing der ganze Clan zu jubeln an. Sie umarmten sich alle und zum Schluss, war Karl dran. Ob Männchen, oder Weibchen, von jedem bekam er einen Kuss auf die Wange und Garuru übersetzte, dass er für alle Zeiten, ihre Treu hatte und dass er immer willkommen sein würde.

Dabei dachte sich Karl, wie sich wohl die Echsen und alle anderen Echsen, sich in sein Land einfügen werden. Welche Probleme am Anfang anstehen würden, die zu bewältigen wären. Wie er ihre Kultur in seine Gesetzte einfügen müsste und sollte. Was das wiederum für Probleme bereiten würde. Doch eines war er sich gewiss, nämlich, dass es am Ende gut ausgehen wird. Und in dieser Zeit, wird er Axel die ganze Zeit zur Seite stehen. Ihn mit Rat und Tat unter die Arme greifen und falls nötig, auch das Ruder übernehmen, falls sein Sohn damit nicht zurechtkommt, oder überfragt war.

Innerhalb von Minuten waren um die zwanzig Krieger mit Reitechsen bereit, um mit Karl und Garuru loszureiten. Karl dachte sich, dass er jetzt nicht wirklich richtig gekleidet für einen weiteren besucht bei König Richard war, aber es musste nun so sein.

Bevor sie losritten, befahl er Matilde sich zu erholen und Kajan auszurichten, wo er war.

Das ganze Dorf verabschiedete sich von ihnen, als sie zurück zur Schlucht ritten und den Weg zurück nahmen, den sie heute Nacht hinter sich gelassen haben.

Mit Tempo ritten sie los und die Landschaft zog an ihnen vorbei. Schnell lag der See hintern ihnen, wo der Spino lebte und sie ansah, wie sie am See vorbeiritten.

Sie verlangsamten das Tempo, als sie nach einer Stunde ritt, den Wald erreicht. Jetzt am Tag, konnte er sehen, wie effizient Kajan war. Er hat schon vieles gesehen, aber noch nie so effizientes töten. Jeder Schnitt, jeder Schuss, war einfach nur tödlich gewesen.

Im Schritttempo drangen sie in den Wald ein und umringt von Garurus Truppen, wandte sich die Echse an ihm.

„Ich… habe es vermutet.“

„Was vermutet?“

„Das ihr… auf Männchen steht.“

„Und?“

„Ich… ich…“

„Ich weiß. Ich habe es gesehen beim Baden.“

Karl sah, dass Garuru noch mehr sagen wollte, aber er war nicht in der Stimmung. Nicht jetzt, nicht in einem fremden Land.

„Garuru, ich sehe dich als meinen Freund an. Dein Stamm und du selbst, werdet in mein Land kommen und leben und ich freue mich sehr deswegen. Doch bitte verzeih mir, wenn ich jetzt nicht in der Stimmung über meine sexuelle Orientierung zu sprechen bin. Vor uns liegt ein Treffen mit deinen König und wer weiß, was uns auf den Weg dorthin bevorsteht. Ich verstehe dass du heiß auf mich bist und mich begehrst, aber dieses Thema, können wir auch ein anderes Mal besprechen.“

Lange sah ihn Garuru in die Augen und im Stillschweigen beschlossen sie, dieses Thema ein anderes Mal zu besprechen.

Den restlichen Ritt durch den Wald konzentrierten sie sich auf ihre Umgebung. Sie horchten auf jedes Geräusch, jede Bewegung. Doch von weiteren Angreifern fehlte jede Spur. Es war sogar ungewohnt friedlich, als sie den Wald verließen und die Ebene erreichten, wo in einiger Entfernung der Sumpftempel zu sehen war.

Die Körten quakten war laut und wegen den Gesang des Moors, konnte man sonst nichts anderes hören. Das Schlachtfeld beim Tempel war unberührt. Noch immer lagen die Leichen so, wie sie am Tag zuvor lagen. Nur das sie durch ein Meer aus Fliegen ritten. Der beißende Gestank von den verkohlten Leichen, hing schwer in der Luft und brachte einige Echsen zum Erbrechen.

Zu Unendlichkeit verkohlte Leichen lagen im Kreis, wo Matilde ihre mächtige Magie entfesselt hatte. Die Haut der verkohlten Leichen war rissig und zeigte das darunterliegende rosa Fleisch. Gedärme lagen verstreut am Boden, die schwarz vom geronnen Blut waren. Gliedmaßen säumten ihren Weg und selbst für Karl, wurde es langsam zu viel. Vor seinen Augen sah er wieder die Schlacht und es war einfach ein Alptraum, den er zu gerne hinter sich lassen wollte.

Es war einfach nur tragisch und absolut unnötig gewesen. Völlig umsonst haben all diese Echsen ihr Leben geopfert, die vermutlich nur auf Befehl gestorben sind. Wer weiß, ob sie überhaupt wussten, wieso sie ihn angreifen sollten. Jeder von ihnen hatte einen Clan, der ihren Tot betrauerte. Eine Familie, die nun weinte. Eine Partnerin, oder insgeheim, einen Partner, der vor Trauer noch immer nicht glauben konnte, dass sie ihn nie wieder sehen würden.

Diese Gedanken hatte er vorher nicht, erst seitdem er Garuru und seinen Clan kennengelernt hatte. Er sah die Bevölkerung, ihr Leiden, ihre Hoffnungen, ihre Träume. Und all das, wollte er ihnen erfüllen, weil es in seiner Macht stand. Und weil er es konnte, weil er die Macht dazu hatte, möchte er zumindest Garurus Clan, in sein Land begleiten.

Sie sollen dort Glücklich werden, eine neue Zukunft bekommen, wo kein Krieg, kein Hunger und kein Leid mehr zu ihnen durchdringen kann. Sein Land war nicht perfekt und einige Sachen, wie die Sklaverei, wollte er schon lange abschaffen, doch auch dieses Organ, brachte Geld in seine Staatskasse, das wiederum seine Bevölkerung den Wohlstand brachte.

Wenn also der Sextourismus zum Laufen kommt, kann er die Sklaverei komplett verbieten und alle überflüssigen Ressourcen in den Wiederaufbau vom Archaischen Reich stecken. Denn, wenn es seinem Verbündeten, seinen Freunden besser geht, geht es auch seinem Land besser. Wenn die Echsen den Anbau gelernt haben, würde das Land nicht mehr Hunger leiden und der Sinn, ein Krieg zu führen, wäre nicht mehr.

Doch bis dahin, müsste seine Bevölkerung schwer arbeiten. Aber dafür würden die jetzigen Kinder, eine Familie gründen in einem Land, das von Wohlstand geprägt wäre. Das von Handel florierte, weil ihre beiden Länder Ressourcen hatten, dass kein anderes Land hatte.

Nämlich Nahrung. Nahrung im Überfluss und das wiederum, hatte kaum ein Land. Der ganze Kontinent kochte nämlich zurzeit. In seinen Berichten las er, das jedes Land kurz vor einem, oder schon im einem Krieg, oder Konflikt stand. Täglich werden neue Grenzen gezogen und nur sein Land, war davon verschont gewesen. Zum Glück, gestand er sich, war sein Land von einem Bergmassiv umgeben, dass kein Herr überwinden konnte, ohne massive Verluste hinzunehmen. Und wenn das Herr die Berge überquert hätte, dann hätte die müde Armee eine heiße Begrüßung seiner Drachenritter bekommen.

„Wir sind da.“

Karl tauchte aus seinen tiefen Gedanken auf und vor sich erstreckte sich die hohe Mauer von der Hauptstadt, wo in der Mitte die hohe und weiße Pyramide in den Himmel ragte. Was er dann aber sah, war erschreckend.

Auf der Brücke, dass die Stadt mit dem Land verband und über den Flussgraben gebaut worden war, war voll von Leichen. Als sie langsam näher ritten, übertönte das Summen der abertausenden Mücken, das Quaken der Kröten ihre Gedanken. Pfeile steckten teils im Gestein und der Rest, in den Toten. Das Blut auf der Brücke, das teils geronnen war, machte die Brücke rutschig und der metallische Geruch, hing schwer in der Luft. Zusätzlich roch es stark nach Exkrementen und Urin. Alles zusammen, ließ nun auch Karl würgen und nur schwer schaffte er es nicht zu Erbrechen.

Wie zuvor, kamen ihm die Gedanken, dass der Tod, umsonst war.

In den letzten 24 Stunden, hat er einen Blick für die Gesichter und Charakterzüge der Echsen bekommen und was er sah, schockierte ihn zutiefst. Dutzende Echsen haben wohl, kurz bevor sie gestorben sind, geweint. Einige musste wohl erst vor kurzem verstorben sein, da man noch die Tränen sehen konnte.

Es musste eine schreckliche und grausame Schlacht gewesen sein.

Jeder im Trupp war schockiert von dem was sie sahen und sie fragten sich alle, was hintern dem halb offenen Tor war. Denn es war keine Wache am Tor, nichts rührte sich, außer dem Meer von Fliegen.

Wortlos blieben sie stehen, als sie das Tor passiert haben und das Grauen erblickten.

Wo sie hinsahen, sahen sie Leichen. Stadtbewohner lagen über den Theken bei den Straßenläden. Pfeile stecken in Holzstämmen, in Leichen und den toten Tieren. Krieger, Väter, Mütter und sogar Kinder, lagen überall tot herum.

Sie hörten traurige Schreie, lautes Weinen und Wimmern von weiter hinten. Und zu allem Überfluss, standen sie in einem Meer aus Blut.

Zu dem schrecklichen Geruch, mischte sich Rauch hinzu und es mussten wohl einige Brände in der Stadt herrschen, die sie von ihrer Position nicht sehen konnten.

„Seid Vorsichtig.“, flüsterte Karl, als er langsam weiterritt.

Wo sie hinsahen, sahen sie dasselbe Bild.

Tot überall.

Die sonst so gefüllten Straßen, waren tot. Doch es keimte auch Hoffnung auf. In den Schatten der geöffneten Fenster, sah er Gesichter, die verängstigt zu ihnen runterstarrten. Als das Garuru sah, zischte er gleich Befehle von sich und Zehn seiner Männer, ritten schnell zurück und sicherten das Tor.

„Vielleicht war das nicht die beste Entscheidung, aber jemand musste einfach beim Tor sein und es sicher.“

Dachte sich Garuru und schnappte sich beim Vorbeireiten ein Schwert, das auf der Straße lag. Während sie sich der Pyramide näherten, sahen sie langsam Echsen auf der Straße. Doch es waren nur Mütter, oder Frauen, die den Tot von ihren Kind, oder von ihren Partner beweinten.

Sie brauchten eine Stunde, bis sie den Palast erreicht haben und sie wurden von zwei Wachen begrüßt, die mit gezückten Speeren, das noch triefend nass von Blut war, zu ihnen kamen. Sie zischen und feuchten aufgeregt und man sah ihnen beiden das Grauen in den Augen an.

Garuru stieg schnell von der Echse ab und der Blick der zwei Wachen ging gleich zum Gürtel. Nach einer Sekunde entspannten sich die zwei Wachen und die Speere wurden gesenkt. Als Karl abstieg, stützten sich die zwei Wachen schon müde am Speer ab und er wusste, dass er damit Partei ergriff, aber musste einfach eine Hand auf die Schultern der beiden Echsen legen.

„Zum Glück seid ihr am Leben.“, sagte er und Garuru übersetzte gleich.

Ein dankendes Lächeln bekam er von den zweien zurück und Garuru übersetzte, dass auch sie Glücklich waren, das er noch am Leben war. Karl und Garuru gaben den zwei müden und erschöpften Wachen etwas Wasser, das sie bei den Reitechsen verstaut hatten und gingen dann in die Pyramide rein.

Die Pyramide war wie die von Garuru aufgebaut. Zuerst gingen sie alle einen schmalen Gang entlang, bis es breiter wurde. Vor sich sahen sie die Treppe hinauf und ihnen wurde speiübel, als sie einen Leichenberg sahen, der von Pfeilen gespickt war. Hier haben wohl die Verteidiger die erste Welle zurückschlagen können.

Sie mussten über den Leichenberg klettern und Karl stellte fest, dass die ganzen Leiber noch warm waren. Als sie die Treppe berührten, waren ihre Beine rot und schmierig vom Blut und die ganze Treppe rauf, lagen Leichen mit Pfeilen in den Körpern und überseht von Stichwunden herum.

Die Stichwunden waren recht schmal, dafür sehr tief und das sagte ihnen, dass die Verteidiger bis zum Schluss gekämpft und das sie dann auf Speere zurückgegriffen haben. Vorsichtig hielten sie den Kopf in die große Empfangshalle und auch hier, war nur tot zu sehen und ein kleines Rinnsal Blut, floss die Stiege hinunter, wo sie nun standen. Nachdem sie in die Kammer gestiegen waren, hörten sie Stimmen. Sie entschlossen zu den Stimmen zu gehen und sie ignorierten nun die Leichen auf den Boden und die aufgespießten an den Wänden.

Sie gingen in einen der vielen Gängen rein, die von der Versammlungshalle wegführte. Sie steigen über Leichen und sie kamen an einem Tor an. Es war aufgebrochen worden und vor dem Tor, war abermals ein Leichenberg aufgetürmt. Die Schießscharten an den Wänden und an der Decke, waren für die Angreifer, am Tor, totbringend gewesen.

Nachdem sie auch über diesen Leichenberg geklettert waren, wurden die Stimme lauter und sie erkannten, dass es Weinen, Jammern und Klagen waren, das sie hörten. Sie gingen den Gang weiter entlang, passierten ein weiteres Tor und ein Leichenberg und einige Meter weiter, erkannte Karl wo er war.

Einige Meter weiter, ging der Gang in einen kleinen Raum über und bevor er sich versah, zielten schon fünf Speerspitzen auf seine Hals. Weiß bemalte Echsen, denen die Genitalien abgeschnitten wurden, bewachten den Gang runter in die Brutkammer.

Garuru fauchte einmal mit aufgerissenem Maul und zeigte ihnen die Zähne. Die Wachen sahen zu ihm, dann zum Gürtel und entspannten sich etwas. Karl sah, dass die Fünf Wachen, die vollgespritzt von Blut waren, unsicher waren, was sie nun tun sollten.

„Frag sie, ob Richard noch am Leben ist!“

Garuru tat was ihm gesagt wurde und Karl war ganz erleichtert, als er Garurus Lächeln und nicken sehen konnte.

„Sie sollen uns zu Richard bringen.“

Nachdem Garuru den Befehl äußerte, sahen sich die Wachen wieder unsicher an, um sich dann leise zu Unterhalten.

„Worum geht es?“

„Sie diskutieren gerade, ob sie mich durchlassen sollen. Denn, der König selbst, hat befohlen, dass keiner zu ihm durchgelassen werden soll, bis er was anderes sagt. Ich persönlich vermute, dass Richard sich nicht sichern ist, wer ein Verräter ist und wer nicht.“

„Dann sag ihnen, dass sie nur mich zu ihm bringen sollen.“

Kurz sah ihn Garuru an, um dann Karls bitte zu übersetzten.

Die fünf Echsen wurde schlagartig still, als die bitte geäußert wurde, nur um sich dann anzuschauen. Einer der Echsen nickte dann und die Speere wurden gesenkt. Der, der genickt hatte, drehte sich um und sah kurz zu Karl.

Er verstand und schritt der Echse hinterher.

Sie stiegen in den Keller hinab und das Jammern, das Weinen, war hier fast Ohrenbetäubend. Karl konnte von oben sehen, wie voll es hier war. Hunderte, vielleicht sogar tausende Bewohner der Stadt, haben hier Zuflucht gesucht. Mütter die ihre Kindern in den Armen hielten, Paare die sich umarmten und die Augen geschlossen haben. Kinder, die alleine weinten. Verletzte, die versorgt wurden. Tote, die abtransportiert wurden.

Und in mitten in diesem Chaos, stand der starke und große Richard, der von sechs Echsen umringt war. Sie Unterhielten sich leise, gestikulierten stark.

Der Geruch in diesem Raum, war noch immer erfüllt von Geilheit, doch es mischte sich der Duft von Blut hinzu. Dutzende, wenn nicht sogar hunderte Weibchen, kauerten sich nackt an der Wand entlang, oder in Gruppen, die wie kleine Inseln im Meer der Bevölkerung wirkten. Als die Treppe in eine Biegung überging, konnte Karl zum ersten Mal auch nach hinten sehen und im stockte der Atem. Die Brutkammer, war sicher an die zwei, bis dreihundert Meter lang und mindestens so breit. Hier mussten tausende Bewohner sein, die Zuflucht gefunden haben. Ein Meer aus Echsen sah Karl vor sich und er war sich ziemlich sicher, dass nur ein Bruchteil der Stadtbevölkerung hier war.

Wie mehr er die Treppe runterschritt, umso stickiger wurde die Luft und umso stärker wurden die Gerüche. Sie Wurden sogar so stark, dass er sich die Nase zuhalten musste. Urin, Schweiß, Moschus, Exkremente, Blei, das alles, war so stark und er schmeckte es sogar auf der Zunge.

Als seine Pfoten dann den warmen Boden berührten, sahen die Echsen still zu ihm auf. In ihren Augen konnte er sehen, dass sie wussten, wer er war. Sie machten automatisch Platz für ihn, als er zu Richard geführt wurde. Aber das war nicht alles, was er sah, er sah in den unzähligen Augen auch Hoffnung. Zwar wusste Karl nicht genau, worauf sie hofften, aber er vermutete schon einiges.

Die weiße Wache ging einen Schritt zur Seite, als sie die Gruppe der Echsen, die Richard umringten, erreicht haben.

Karl schluckte einmal schwer und ging zwei Schritte vorwärts, um dann die Echse vor ihm, die Hand auf die Schulter zu legen.

Erzürnt sah die Echse zurück, doch gleich wich der Ausdruck und völlig überrascht, drehte sich die Echse zur Seite und machte Karl Platz.

Zuerst bemerkte ihn Richard nicht, weil er halb mit dem Rücken zu ihm stand. Doch dann drehte der sich um, vermutlich weil er die Bewegung am Rande des Blickfelds bemerkt hatte. Ihre Blicke trafen sich.

„Ich…“, zu kam Karl nicht mehr, denn die festen Arme um seinen Körper, pressten die gesamte Luft aus ihm raus. Wie in einem Schraubstock fühlt er sich und dann wurde er sogar einmal hochgehoben.

Ihm tat der gesamte Brustbereich plus Arme weh, als seine Pfoten wieder den Boden berührten. Nur langsam wurde er wieder losgelassen und in Richards Augen sah er pure Freude.

„Ich dachte schon, du seist tot…“, hörte er ihn mit gemischten Gefühlen sagen.

Karl wollte darauf antworten, doch er hielt es im Moment zurück, weil sich Karl an die sechs Echsen wandte. Es wurde gefaucht, gezischt und die Echsen verbeugten sich und schritten davon.

„Komm, lass uns reden, aber nicht hier.“

Sie wurden angestarrt von jedem, als sie den Weg zurückgingen, den Karl genommen hatte. Auf Augenhöhe schritten sie die lange Treppe hoch und standen dann bei den fünf weißen Wachen. Garuru wirkte beunruhigt, da nun fünf seiner Männer auf ihn einredeten.

„Garuru?! Du lebst auch noch?“, platzte es aus Richard hinaus und da, wandten sich alle zu Richard und beugten das Knie vor ihm.

„In seinem Clan habe ich Schutz gefunden und ich sehe ihn nun als einen Freund an.“

Karl sagte es sogar mit Stolz. Er war wirklich stolz Garuru als Freund ansehen zu können.

„Verstehe und das trifft sich wirklich gut. Du kommst nun auch mit.“

Richard presste sich zwischen den fünf Wachen durch und schnappte sich Garuru am Handgelenk und zog ihn einfach mit sich. Sie schritten den Gang weiter entlang, gingen dann rechts in eine Kurve rein, wo am Ende nur eine Doppeltür war. Als die Tür geöffnet wurde, sah Karl ein bekanntes Bild vor sich.

Es war ein Bad, nur Doppelt so groß und es schien, als ob das Bad die ganze Pyramide umringte.

Und er sah noch was. Es schien nämlich, als ob alle Wachen, Soldaten, die die Stadt verteidigt haben, sich hier gerade ein Bad gönnten. Gleichzeitig aber, entdeckte er, wie alle paar dutzend Meter eine Wache im Bad, Ausschau hielt und mit einem Bogen bewaffnet war.

Und der Wein floss in Strömen.

Richard führte sie nach links und sie mussten eine Minute gehen, bis sie die Ecke erreichten. Dabei bemerkte Karl, wie Garuru auf die ganzen nackten und gut gebauten Krieger schielte, die betrunken den Körper von Blut abwuschen und gut gelaunt, sogar feierten.

Als sie um die Ecke gingen, sahen sie vor sich in einiger Entfernung einen Abgesperrten Bereich. Dort endete anscheinend das öffentliche Bad und eine Tür führte in den geschlossenen. Bis zur Mauer, die vergoldet und wo drei Gestalten draufgemalt waren, führte sie Richard hin. Bei der Tür stoppten sie und Karl fiel gleich auf, dass man die Tür nicht mit einem Schlüssel öffnen konnte. Statt einen Schlüsselloch, hatte die Tür ein Kreisrundes Loch.

Fasziniert sah er zu, wie Richard den rechten Zeigefinger reinsteckte, wo ein Ring drauf war. Gleich nachdem er den Finger reingesteckt hatte, drehte er den Finger und es klickte leise. Lautlos schwang die Tür nach hinten und offenbarte ihnen den Puren Luxus.

Die dominantesten Farben waren Schwarz, Weiß und Golden. Schwarz- Weiß gefliest war das große und dampfende runde Becken, wo in der Mitte ein Steintisch auf einem Sockel im Wasser stand. Von zwei Seiten konnte man in das Becken reinsteigen. Um das Becken herum, waren Meterhohe Säulen und stützten das Dach ab, wo ein wunderschönes Gemälde in Schwarz und Weiß war an der Decke gemalt war. Es zeigte drei Gestalten, die mit einer schwarzen kämpften .

Das runde Becken hing halb über die Pyramide raus und man konnte womöglich darin die halbe Stadt sehen. Richard bückte sich kurz, als er die Tür passiert hatte und es fing zu plätschern an. Staunend ließ Garuru den Kiefer hängen und auch Karl, war sichtlich beeindruckt, als sie langsam Richard folgten, der nach rechts um die Ecke ging und dann verschwunden war.

Als sie langsam in die Badeterrasse gingen, sahen sie auch, woher das Plätschern kam. Eine wunderschöne Marmorfigur, die ein Mensch war, hielt einen Krug unter den rechten Arm, wo dampfendes, klares Wasser rauslief und in das Bad auffüllte. Da sahen sie auch, dass dieser offene und wunderschöne Bereich, übergangslos in ein Schlafgemacht überging.

Hinten, mitten im Raum, war ein weißes Himmelbett und das war das größte, das er bisher gesehen hatte. In weißen Leinen waren die Decke und die vielen Polster bezogen. Der Gesamte Bereich war weiß gefliest und hier und da, sah man im Boden eine schwarze Blüte.

Es war einfach alles Stimmig und egal wer das entworfen hatte, den wollte Karl sofort einstellen.

Auf beiden Seiten beim Bad, stand ein Tisch mit vier Stühlen. Sie wirkten filigran und vermutlich waren sie nicht wirklich zum Benutzen da, sondern eher zum Anschauen. Diese Möbelstücke, waren die einzigen, die anders gefärbt waren. Sie sahen nämlich grün und alt aus, so, als wären sie schon mehrere dutzend Jahre alt.

Sofort stellt er sich vor, was diese Möbel alles erlebt haben, wer auf den Stühlen einmal saß, was alles einmal beim Tisch besprochen wurde und vielleicht genau das, sollten diese Möbel bewirkten. Jetzt, wo er sich das dachte, sah er sich den Raum noch einmal an, nur diesmal in einer anderen Perspektive.

Und er musste lächeln.

Anders als hier, hatte er einen kleinen, engen Raum, das voller Bücher war und sonst nur noch ein Bett und ein Schreibtisch mit einem gemütlichen Stuhl, wo er in Frieden Nachdenken konnte. Doch hier, war der gesamte Prunk, der große weite Raum, das gemütlich aussehende Bad, das große Himmelbett und die Aussicht, ein Zeugnis davon, was Richard brauchte, um in Ruhe Entscheidungen fällen zu können.

Karl konnte nicht anders, als sich auszuziehen. Garuru sah ihn dabei genau zu und lässig legte Karl seine Unterwäsche über den Stuhlrücken, um dann ins Becken zu schreiten.

Das Wasser hatte die perfekte Temperatur. Es war nicht zu warm, obwohl es dampfte, aber auch nicht zu kalt. Seine angespannten Muskeln lockerten sich gleich, als er sich hinsetzte und er stellte gleich fest, dass das kreisrunde Bad, wie bei Garuru, eine Stufe hatte, wo man sich gemütlich draufsetzte konnte damit man vor sich den Tisch hatte.

Seufzend schloss er die Augen und ließ sich ins Wasser gleiten, da hörte er, wie Garuru den Gürtel auszog und langsam ins Wasser schritt. Er machte die Augen auf und grinste leicht, als er die beschämte Echse sah, weil der schlaffe Penis leicht pochend komplett raushing. Kurz stand Garuru nachdenklich im Wasser und nach wenigen Sekunden entschloss die Echse, sich neben Karl hinzusetzten.

Karl war erfreut darüber und er ließ sich etwas gehen. Gemütlich legte er seine Arme auf den Beckenrand und da Garuru gleich neben ihm saß, legte er seine Hand auf seine Schulter. Kurz sah sich Garuru die Hand an und im nächsten Moment, rutsche die Echse etwas näher zu ihm und ihre Beine berührten sich leicht. Dann entspannte sich auch Garuru und schloss die Augen. Als nach ein paar Minuten Richard noch immer nicht zu sehen war, sah Karl zum blauen Himmel und fing zärtlich mit den Fingerkuppen Garurus Schulter zu streicheln an.

Sogleich zuckte einmal die Schulter schwer und die Echse neben ihm seufzte ganz leise.

Karl gefiel was er spürte. Die warmen glatten und sogar weichen Schuppen.

Karl gefiel was er sah, als er den Kopf zu Garuru wandte und ihn nun ansah. Er sah nicht mehr die Wildheit in den Gesichtern, sondern die Person. Langsam konnte er sie schon alle sehr gut unterscheiden und Garuru hatte elegante und warme Züge. Und obwohl er ihn die Schulter streichelte, hielt sich die Echse zurück und das gefiel ihm sehr. Denn es zeigte ihm, dass nicht alle Echsen Lüstern waren, was seine erste Vermutung war. Das perfekte Beispiel war nämlich die Brutkammer.

Unter der Pyramide, wo König Richard hauste und herrschte, gab es den größten Raum den er bis jetzt gesehen hatte, wo alle darin nur Sex im Kopfhaten. Es war ein Zeugnis davon, was für die Echsen am wichtigsten, nachdem Krieg war.

Sie waren Kriegerisch, das zeigte der Körperbau und sie wollten Sex haben, das zeigte die Hüfte, der lange und dicke und rote Penis und natürlich, die zwei dicken und tiefhängenden Hoden. Diese zwei Sachen, waren auch auf dem Bild drauf, was über sie hing.

Die drei Gesatlten waren das Sinnbild von gutem Körperbau und von Manneskraft.

Aber dann war noch dieser Raum. Es zeigte ihm, was für ein Geschmack Richard und die vorherigen Herrscher hatten. Er sah die Kunst darin, wie man Schlichtheit mit Prunk und Luxus kombinieren konnte.

Aber es zeigte auch, was die Herrscher über sich und ihr Volk dachten. So wie es jeder Herrscher in jedem Land tat.

Das Volk leidet und die Obrigkeit, lebt im Luxus. Und genau das, wollte Karl ändern.

„Ich…“, fing Karl an und genau in dem Moment, wo er das zweite Wort auf der Zunge hatte, knallte von hinten eine Tür auf. Schwere Schritte erfüllten den Raum und Garuru sah schon fast panisch zu Karls Hand. Sofort legte Karl die Hand auf den Beckenrand rauf und sah nach hinten.

Richard hatte ein großes Tablett in den Händen, wo ein Krug, drei Becher und sonst einige eingerollte Papiere drauf waren. Garuru stand gleich auf und für einen kurzen Augenblick hing Garurus Penis nur wenige Zentimeter vor seiner Schnauze runter. In diesen Augenblick roch er den Intimgeruch von der Echse und sein Kopf, reagierte automatisch.

Sein Blut strömte nach unten und sein schlaffer Penis, erwachte zum Leben.

Richard übergab das Tablet in Garurus Händen und ging dann zum Stuhl, wo ihre Sachen waren. Karl musste nun hinsehen, als Richard sich den Gürtel auszog. Er sah einen wirklich heißen und geilen Hintern und als sich der König umdrehte, verschlug es ihm die Sprache. Die zwei Hoden, die eng anlagen, waren mindestens so groß wie die von seinem Kriegsgreifen. Die Hauttasche war dünn und man konnte sehr genau den darin versteckten Penis und die Eichel erkennen. Als Richard in das Wasser stieg, baumelten leicht die zwei gigantischen Hoden im weißen Hodensack.

Wortlos und mit ausdruckslosem Gesicht sah ihn Richard an und Karl wusste, dass Richard ihn gesehen hatte, wie er ihn anstarrte. Das Wasser bewegte sich stark, als Richard um den Tisch ging, einen Becher schnappte und sich neben Karl setzte.

Fest drückte sich Richard gegen Karl und vor seiner Schnauze, streckte Richard den Arm mit dem Becher in Richtung Garuru aus.

Unterwürfig stand Garuru wieder auf und nahm den Krug in die Hände, um Richard einzuschenken. Mit einem Mal kippte sich Richard den Inhalt in den Schlund und stellte den Becher daraufhin auf dem Tisch.

Daraufhin schnappte sich Richard eine Papierrolle und ließ sie sich ausbreiten und dabei, legte der König eine Hand um Karls Schulter.

Nun war Karl wirklich überrascht und wusste nicht so ganz, wie er damit umgehen soll. Doch so offenkundig wie Richard sich den Bericht durchlas, las auch Karl sich den Bericht durch. Es war in der Muttersprache der Echsen geschrieben, was er gelernt hatte zu lesen.

Erschreckendes las er darin und bestürzt sah er Richard an. Dabei entdeckte er, wie einige Ringe am Kiefer fehlten, sogar sehr viele. Es waren nur noch vier Ringe, wo einmal über zwanzig waren.

„Gut, bis heute Abend sind diese miesen Verräter alle tot.“, sagte Richard müde und warf das Stück Papier achtlos nach hinten, um sich das nächste zu schnappen.

So ging es einige Minutenlang, bis sich Karl und Richard alle Berichte durchgelesen haben. Am Ende schnappte sich Karl einen Becher und schenkte für sich drei ein. Wie vorhin, leerte Richard mit einem Mal den Becher und Garuru nippte nur daran. Doch Karl verstand wieso sich Richard betrinken wollte.

„Das ist schlimm.“, sagte Karl und trank einen großen Zug.

„Halb so schlimm.“

„Halb so schlimm? Die Stadt ist mit Leichen gepflastert!“

„Ich weiß…“

„Wie kannst du dann so ruhig sein?!“

„Was soll ich sonst machen? Wie du gelesen hast, hat die Hälfte aller Clans gegen mich rebelliert. Nur mit Not konnte ich den Angriff abwehren und nun… kommt von hinten mein Herr und greift nun sie an.“

„Ja, dafür hast du aber kein Herr mehr, dass die Front unterstützten soll!“

„Ist nicht mehr nötig, das Königreich Utburg hat Kapituliert und ging alle Anforderungen von uns ein. Sie sind nun im Frieden mit uns und schützen nun unsere Grenzen, dafür geben wir ihnen alle Gefangenen, ein Gutteil ihres Landes und haben sogar ein Friedensvertrag, dass auf 50 Jahre währt.“

Karl versagte die Stimme über diese erfreuliche Nachricht.

„MEIN KÖNIG!“, meldete sich nun Garuru und lässig, sah Richard über Karl zur aufgebrachten Echse.

„Ja?“

„WAS IST PASSIERT! WER HAT EUCH VERRATEN!“

Richard seufzte laut und sah runter zu Karl.

„Ich habe von dem Angriff auf dich gehört, Karl, als ich meine Tochter sagte, dass sie deinen Sohn heiraten soll. Ich… war das erste Mal in Panik und wusste nicht, was ich nun tun sollte. Innerhalb von Minuten, verlor ich dann fast alle meine Späher, auch den, der bei dir war. Ich wusste plötzlich nicht mehr, was in meinen Land vor sich ging. Sofort schickte ich Truppe dorthin, wo du angegriffen wurdest, die dann nicht mehr zurückkamen. Vorhin habe ich den Bericht gelesen, dass sie nicht einmal aus der Stadt gekommen sind.“

Richard schenkte sich noch ein Becher ein und fing nun gemütlich zu trinken an.

„Denn im nächsten Moment, wurde meine Stadt angegriffen. Ich wusste nicht wie, aber meine Späher wussten nichts von den Truppenbewegungen. Eine Armee stand vor unseren Toren und wir waren zehn zu eins, unterlegen. Sie brachen durch das Tor, nachdem ein paar Verräter die Wachen hinterrücks getötet haben. Dann entbrannte die Schlacht in der Stadt. Ich wollte auch schon losstürmen, aber meine sechs Generäle hielten mich zurück. Von hier aus… hörte ich die Schreie und die Schlacht. Es ging die ganze Nacht so, bis sich meine loyalen Truppen in die Pyramide zurückziehen mussten. Hier hatten wir dann die Oberhand und für jeden von uns der starb, starben 20 Verräter. Den letzten, haben wir erst vor einer Stunde getötet und wir sind gerade dabei uns wieder zu Sammeln und die Brandherde zu löschen.“

Karl trank einen Schluck und sah zur Stadt hinaus.

„General Zatzik ist mit seinem Herr unterwegs, um die Stadt zu sichern und um hier aufzuräumen.“

Beendete Richard seine Erzählung und sah von oben runter zu Karl.

„Und wer waren die Verräter?“

„Unsere Top Sechs.“

Fassungslos zischte es neben ihm und Karl war sich ganz sicher, dass Garuru gerade geflucht hatte.

„Das klingt schlimm.“

„Ist es auch!“, stieß Garuru aus sich und schlug gewaltvoll auf das Wasser.

„Unsere Top Sechs, sind dir sechs größten Clans, die dreiviertel unseres Heeres ausmachen. Sie sind die reichsten, einflussreichsten und stärksten Clans seit Jahrhunderten. Unangefochten und bei euch, wäre es der gesamte Adel, plus die Armee.“, presste Garuru aus sich und fluchte noch einmal aus.

Karl sah erschrocken zu Richard hoch.

„Was bedeutet das jetzt für euch?! Habt ihr gerade fast eure komplette Armee verloren?!“

„Sozusagen Karl. Aber wir haben noch einen Trumpf. Ich habe erfahren, dass mein Sondertrupp, die Anführer der sechs Clans gefangengenommen haben und sie sind schon auf dem Weg hierher. Sie könnten jede Minute hier eintreffen. Doch nun zu einem anderen Thema, wie konntet ihr den Angriff überleben?“

Ungewollt spielte sich die gesamte Nacht in seinem Kopf wieder und er nutzte die Gelegenheit aus das zu sagen, was er sah. Gespannt hörte Richard zu und verlor einige Male kurz die Fassung, um zu fluchen. Als Karl erzählen wollte, was er alles in Garurus Clan gesehen hatte, legte sich Garurus Hand auf seinen Schenkel. Er verstand, dass es noch geheim bleiben sollte.

„In Garurus Clan, wurden wir dann freundlich empfangen und gut versorgt. Doch wir wollten dann wissen, wie es um dich Stand und nach einer kurzen Pause, ritten wir gleich los.“

Richard schnaufte laut aus und fing leise zu kichern an.

„Also wenn du eine Echse wärst, dann würde ich dich und Kajan zu meinen Generälen befördern!“, nach wenigen Sekunden, wo Richard kicherte, wandte sich der König an Garuru und hörte auf zu kichern.

„Garuru, danke dass du dich um König Karl gekümmert hast. Ohne ihn… würde unser Reich vermutlich morgen zusammenbrechen. Ich kann dir nicht genug dafür danken und ich bin froh, dass du und dein Clan loyal zu mir steht. Zum Glück habe ich nichts unternommen, als ich erfuhr, dass du schwul bist und das dein Clan ein Unterschlupf für solche ist. Du hast deine Pflichten in der Brutkammer gemacht und das hat mir schon damals gezeigt, dass du deine Pflichten sehr ernst nimmst und das war auch das auschlaggebende, wieso ich nichts unternommen habe.“

„Mein König, ich…“

„Kein Wort jetzt. Du hast für immer meinen Dank und ich gebe dir und deinen Clan etwas, was ich normal niemals geben werde. Du und dein Clan, werdet als der schwule Clan bekannt werden. Ihr bekommt alle Rechte wie jeder andere und ihr dürft jedes Jahr hundert Echsen aufnehmen, die auch so sind. In eurem Gebiet dürft ihr das tun, was ihr möchtet und keiner darf was dagegen machen. Das ist mein Dank an euch und an dir, Garuru.“

„Richard.“, warf nun Karl ein. „Das ist sehr, wirklich sehr großzügig von dir, aber…“

„Was Aber? Ist das noch nicht genug?“

„Das meine ich nicht. Ähm…“, zum ersten Mal fehlten Karl die Worte.

„Ich und mein Clan möchten in Karls Reich auswandern.“ Mit entschlossener Stimme und Gesicht, sprang Garuru in die Presche und so offen, hätte es Karl nicht gesagt.

„Achso?“, kam es überrascht zurück und Richard sah kurz zu Karl runter.

„Ja mein König. Mein… Clan hungert, mein König. Unser Land ist so gut wie tot. Wir ernähren uns nur noch von Kröten und wir haben nicht genug zum Essen. Wir haben im letzten halben Jahr fünf Totgeburten gehabt, weil unsere Weibchen nicht genug zum Essen hatten. Meine Krieger haben nicht genug Proviant mehr, um zum Heer aufzuschließen. Kurz gesagt,…“, Garuru bekam feuchte Augen und konnte nur mit Mühe einen Tränenausbruch unterdrücken.

„… wir sterben.“

„Garuru… wieso hast du mir davon nicht schon früher berichtet?!“, warf Richard erbost zurück und Karl sah, dass es den König nahe ging. Und auch ihm, ging es nahe. Er wusste, dass es schlimm war, aber nicht so schlimm.

„Weil wir nicht der einzige Clan sind. Jeder Clan hungert, alle Hungern, mein König. Ich wollte in den nächsten Tagen schon zu euch gehen und euch meine neuen Zahlen sagen. Es sind nicht mehr fünf Jahre, sondern nur noch ein Jahr, bis wir fast alle vor Hunger sterben. Die Kriegsbeute braucht mittlerweile zu lange zu uns und verdirbt auf dem Weg. Wir haben kaum noch Anbauflächen in Archaia und das Korn, das in den anderen Ländern gepflanzt wird, wird zu spät ankommen. In den Seen gibt es keinen Fisch mehr und die Spinos laufen in der Nacht frei umher um Jagt zu machen. Weil unser Land stirbt, zieht sich auch das restliche Wild zurück und wir haben immer größere Probleme mit den Jägern, die nun auch die Dörfer anfallen. Wenn wir nicht verhungern, dann sterben wir durch Reißzähne und Klauen.“

Karl war einfach nur fassungslos von dem, was er zu hören bekam. Es so zu hören, tat einfach seiner Seele weh.

„Das werde ich nicht zulassen!“

Garuru und Richard sahen sofort zu Karl, der das gesagt hatte.

Karl indessen ignorierte seine Kopfschmerzen und fing zu Rechnen an. Er wusste über seinen Kornbestand bestens Bescheid. Sie hatten genug Reserven und gerade jetzt, wird für dieses Jahr die letzte Ernte eingeholt. Zwar hatte er noch andere Verträge mit anderen Ländern, diese aber waren kleine und recht unwichtig und würden nur zehn Prozent von seinem Jahresumsatz ausmachen. Zehn Prozent konnte er verkraften, besonders, weil er das Korn billig verkaufte.

Er hatte 20 Kornspeicher voll, plus fünf von dieser Ernte. Wenn er jetzt nichts verkaufen würde, dann könnte er 15 Speicher, das wären 300 Wägen, die Randvoll waren, erübrigen und sein Volk müsste nicht wirklich hungern.

„Ok, zuerst… ich kann euch 300 Wägen voller Korn geben. Zusätzlich bräuchte ich von euch eine Truhe voller Gold. Damit kaufe ich euch 300 Wägen voller Pökelfleisch. Mit einer weiteren Truhe, kaufe ich euch genauso viele Wägen voller Gemüse, das für einige Wochen haltbar ist. Um auf die Tausend zu kommen, werde ich meine Jäger anweisen, dass sie 100 Wägen frisches Fleisch und Fisch, in den nächsten Wochen zu euch schicken. Um aber euch weitestgehend zu versorgen, müssen 10000 von euch in mein Land reisen und das Land umpflügen und es unter Einweisung bewirtschaften. In vier Monaten ist es also möglich, die erste Ernte einzuholen. Das sollte, wenn alles gut verläuft, 1000 Wägen voller Weizenkorn ausmachen. In der Zwischenzeit, werden wir einen Vertrag mit Agbunden ausmachen, um billiger Fisch und Meeresfürchte zu bekommen und so, könntet ihr die nächsten drei Jahre ohne Probleme euer Volk ernähren, sofern die Geburtenzahlen nicht explodieren.“

„Und das hast du jetzt einfach so aus deinem Ärmel geschüttelt?“, fragte Richard trocken nach.

„Natürlich. Ich kenne mein Land und weiß was es jedes Jahr abwirft. Zusätzlich noch habe ich auch Freunde und Bekannte in anderen Ländern und sie wären froh, wenn jemand ihre Ware kaufen würde, da die anderen Ländern ihre Kassen gerade in das Militär investieren. Gerade jetzt, wäre es günstig zu kaufen.“

„Das gefällt mir nicht.“, sagte Richard und trank den Becher aus, um sich wieder was einzuschenken.

Karls linke Augenbraue erhob sich und auch Garuru, sah damit nicht glücklich aus.

„Warum?“, fragte er nun nach.

„Weil du gerade alles in der Hand hast. Du bürdest dir gerade das Schicksal von Millionen auf die Schultern auf. Ich will nicht, dass du das tust. Besonders nicht, weil ich von dir solch schreckliche Taten verlangt habe und weil ich dir sogar mit einem Krieg gedroht habe.“

„Mein König hat Recht. Wir haben dich nicht darum gebeten uns zu helfen.“

„Seid ihr dumm, oder was?!“, fragte nun Karl trocken und die beiden Echsen sahen ihn erbost und auch leicht verwirrt an.

„Ich gebe euch gerade die Lösung auf den Präsentierteller. Wir haben einen Bündnisvertrag, Richard, und ihr steckt in einer schweren Krise und vor allem Dingen, sind wir eines, Freunde und Freunde helfen einander. Ich kann nicht zulassen und zusehen, wie dein Volk stirbt, wie das einst so starke und einflussreiche Archaischer Reich, zusammenfällt. Also, schluckt euren Stolz hinunter und nimmt meine Hilfe an!“, Karl fühlte sich gerade so, als ob er mit Kinder sprechen würde. Doch er verstand ihren Gedankengang. Sie waren Stolz und wollten aus dieser Krise alleine rauskommen, aber so wie sich das angehört hatte, gab es keinen Ausweg, außer das ihnen jemanden dabei half.

Richard schloss die Augen und ließ sich ins Wasser gleiten, bis der Kopf auf den Beckenrand lag.

Sekunden später und ohne Vorwarnung, kam dann die Antwort.

„Garuru, dein Clan wird in Karls Reich Leben und du wirst als mein Botschafter in seinem Hof fungieren. Ihr werdet die Aufzeichnung der Güter machen, alles was rein und rauskommt wird niedergeschrieben. Somit werdet ihr der Wichtigste Clan im ganzen Reich werden und gleichzeitig das bekommen, was ihr wollt. Und nun zu dir Karl. Ich… verstehe langsam was Freundschaft bedeutet und ich bin wirklich beeindruckt, was Beziehung ausmachen können. Ich habe mich vorher schon informiert und Agbunden wollte uns den Fisch für das Zehnfache verkaufen. Das konnte ich also nicht annehmen und du warst der Erste, der mit mir normal verhandelt hat. Der mir normale Verkaufspreise anbot. Du bekommst dein Gold für den Einkauf und viel mehr, wenn du mehr einkaufen kannst. Mein Volk hungert und sie wollen essen und ich möchte ihnen Essen geben. Deswegen…“

„Ich verstehe. Ich kann noch ein paar Kontakte aufbauen und du wirst dein Volk nicht mehr Hungern sehen.“

„MEIN KÖNIG!“, warf wieder Garuru ein.

„Das reicht jetzt aber. Du hast doch selbst gesagt, dass in einem Jahr das sterben anfängt. Aber nach diesem Verrat, werden noch viel mehr sterben, weil nicht genug Truppen vorhanden sind, die die Kriegsbeute in unser Land schaffen kann. Und wie du siehst, unternehme ich alles was in meiner Macht steht! Natürlich hätte ich schon vorher alles einkaufen können, aber dann wäre der Staat pleite und wir würden in drei Jahren sowieso verhungern. Also, ich nehme an das du eine bessere Idee hast, als du *MEIN KÖNIG!* geschrien hast!“

Diese Standpauke ließ Garuru verstummen und nicht nur das, eingeschüchtert von dieser aggressiven Sprechweise, ließ sich Garuru sogar etwas ins Wasser gleiten. In der Situation, würde Karl gerne eingreifen wollen, aber er wusste, dass Richard Recht hatte. Es war eine logische Schlussfolgerung und er fragte sich selbst, wieso das Garuru nicht selbst sah.

„Also nein, du hast keine bessere Idee. Ich nämlich auch nicht.“

Karl bemerkte aber bei Garuru, dass die Echse was sagen wollte, sich aber nicht traute.

„Du willst was sagen Garuru, also tu das.“, mischte sich Karl jetzt doch ein und er tat es deswegen, weil es eine recht private Runde war, wo jede Meinung und jeder Gedanke, zählte.

Nachdenklich sah Garuru zuerst Karl und dann Richard an und bevor er das sagte, was ihm im Kopf herumschwirrte, richtete er sich wieder etwas auf.

„Was… werden die anderen Clans denken? Ich meine… von den 18 Clans, sind wir das kleinste. Wir sind gerade einmal 100 und nicht 3.000.000 wie einer der Top 6. Wir bestehen gerade Mal 10 Jahre und nicht 1000. Sie werden rebellieren!“

Diese Information hatte Karl zuvor nicht und er gab sofort Garuru Recht. Wenn der unbedeutendste Clan von einem Tag, auf den nächsten, der einflussreichste wird, dann würde das Reich dagegen rebellieren.

„Sie werden keine Zeit dafür haben, weil ich ihnen den Auftrag gebe, das Land zu erneuern. Sie werden lernen Anzubauen. Die Felder müssten bestellt werden, doch zuvor muss es erneuert werden und dabei, hilft mir Karl mit seinen klugen Köpfen auch. Ich denke, dass sie diese Aufgabe sehr ernst nehmen und nichts dagegen sagen werden. Ich bin mir sicher, dass sie die Wichtigkeit dieser Aufgabe verstehen werden. Und, wenn das Land wieder lebt, dann wird dein Clan nicht mehr als Kontrolleur gebraucht werden, weil wir uns selbst wieder versorgen können. Und wenn es soweit ist, dann steht es euch wieder zu in euer Heimatland einzureisen und dort zu leben.“

Erstaunt sah Garuru seinen König an, dann Karl und zum Schluss, fing er freudig zu lächeln an.

„Ich finde Garuru, dass dein König sehr klug handelt. Aber es wird Jahre brauchen, bis euer Land wieder so wird, wie es in den Geschichtsbüchern steht und in der Zeit, könnt ihr auf meine Hilfe zählen.“

Voller Dank drückte ihn Richard von der Seite zu sich und Karl fand die Wärme von ihm, sehr angenehm. Und auch Garuru gab ihn seinen Danke, wenn es auch nur ein festes zudrücken der Hand auf dem Schenkel war.

„Dann ist das nun Beschlossen. Unser Volk wird nicht mehr Hungern. Es geht in Karls Schulen, wird dort lernen, was man alles für Anbau braucht und noch vieles mehr. Meine müden Krieger können sich in dein Bordell erholen und ich freue mich schon, wenn ich am Eröffnungstag zu dir in das Haus komme.“

Es platschte im Wasser und als Karl rüber sah, sah er einen Garuru der ins Wasser ausgerutscht war und sich gerade wieder auf die Bank im Bad aufsetzte.

„Apropos, das wollte ich dich noch Fragen Richard, wie wird dein Volk darüber denken, dass du für einige Tage in das Haus Rosé einziehst? Werden sie dich nicht als Verräter am eigenem Gesetzt ansehen?“

„Wieso? Ich bin ja in deinem Land! Und einer meiner treuen und loyalen Krieger den ich mitnehmen werde, ist Garuru! Der Rest sind meine Generäle, die ich mitnehmen werde. Sie sollen auch mal die Erfahrung von reiner und purer Lust erleben und nicht nur Blut vor sich sehen.“

„DU BIST AUCH SCHWUL!“, platzte es nun schlussendlich aus Garuru hinaus und Richard und Karl, starrten den offenkundig völlig überraschten Garuru an.

Beide Könige fingen schallend zu lachen an und dabei, stellte Richard den Becher auf dem Tisch hin, um dann die freie Hand auf Karls Brust zu legen, um ihn dort fest zu streicheln. Das wiederum, ließ Karl schnell verstummen und fragend, sah er zu Richard hinauf. Richard bemerkte nach wenigen Sekunden das Karl aufgehört hatte zu lachen und Sekunden später, hörte er zu lachen auf und sah runter in Karls Augen.

„Nein, bin ich nicht. Aber ich bin offen für vieles. Viel hat sich in letzter Zeit geändert in meinem Reich und in meinem Umfeld. Mit Karls Hilfe, wurde ich zum ersten richtigen König in Archaia. Und die große Last, die ich seit sehr langer Zeit mit mir trug, wurde mir auch von Karl genommen. Wir sind Freunde geworden, er hilft mir dabei, mein Reich wieder zum Leben zu erwecken. Und weil ich mich so leicht wie seit langem wieder fühle, möchte ich doch einfach das Leben wieder genießen. Du spürst es doch auch, oder Garuru? Jetzt, wo du nun weißt, dass unser Volk, unsere Rasse ein aufblühen erleben wird, ist auch ganz bestimmt bei dir die Last auf den Schultern verschwunden.“

Nur zu gut konnte Karl mitvollziehen was Richard meinte. Wenn ihm jemand in der größten Not eine helfende Hand reichen und ihm gleichzeitig alle Lösungen für seine Probleme anbieten würde, dann würde er sofort die Hilfe annehmen und diesen Tag, als Feiertag einführen.

Garurus Blick wanderte von Richard langsam zu Karl und mit erstem Blick, wurde der angesehen.

„Du weißt Karl, dass du der Retter aller Echsen sein wirst. Willst du das überhaupt?“

Karl sah sich Richards Hand auf der Brust an, dann die auf seinem Schenkel. Er folgte der Hand den Arm hoch, um dann so ernst wie Garuru, zurück zu sehen.

„Mir reicht es schon, wenn ich ein Dank bekomme und wenn ihr zahlreicht meinen Bordell besucht.“

„Das werden wir, ich verspreche es dir und du hast meinen Persönlichen Dank, Karl. Danke, dass du mir und meinen Volk hilfst. Du bist immer in meinem Palast willkommen. Sprich offen und ehrlich zu mir, schrei mich an, wenn ich was Dummes mache, schlag mich, wenn dir danach ist. Denn wir sind Freunde und wenn es nach mir gehen würde, würde ich sogar sage, dass wir ein Land sind.“

Karl war offenkundig gerührt von den Worten, weil er das gleiche fühlte. Er fühlte sich für die Echsen hier verantwortlich und er mochte sie alle. Er fand ihre Traditionen interessant und auch ihre Kultur. Er fand ihre Emotionen, ihren Gedankengang nachvollziehbar. Auch verstand er, wieso sie in Wirklichkeit Krieg führten, weil es in ihrer Natur lag und weil sie es mussten, um nicht zu verhungern. Doch die Aggressivität kann man auch im Bett auslassen und deswegen ist er sich sicher, dass eine Flut von Echsen in sein Land kommen wird, um ein Neues Leben zu beginnen und gleichzeitig die Vergünstigung im Haus Rosé wahrzunehmen.

Und nicht nur das dachte sich Karl. Er wird alle M&M Bordelle wieder öffnen lassen. Auch das gemeine Volk sollte Anrecht auf Sex mit dem gleichen Geschlecht haben dürfen. Bestimmt werden viele Echsen Bordelle eröffnet und wenn das geschieht, dann würde er das Angebot für Freizeitaktivitäten fördern. Jedes Wochenende sollen Straßenfeste abgehalten werden, mit besonderen Angeboten in jedem Viertel. Rundflüge per Drachen, oder mit dem Greifen sollten immer Angeboten werden. Ausflüge und Grillabende an seinen Seen und Flüssen würden die Bevölkerung beider Reiche bestimmt wahrnehmen.

Schaukämpfe werden bei den Feiern ausgetragen werden und der Gewinner, bekommt entweder Gold, oder ein Gutschein für das Haus Rosé.

So wollte er in Zukunft sein Land und seine Bevölkerung unterhalten, um die harte Arbeit für einen, oder zwei Abende vergessen zu lassen.

Und noch vieles mehr hatte er in der Planung.

„Wenn es offiziell wird, müssen wir in beiden Reichen eine Feier abhalten. Am besten an zwei verschiedenen Tagen, damit du und dein Volk bei mir feiern kann und dann umgekehrt!“, sagte Karl feierlich und sah hinauf zu Richard.

„Das ist eine wundervolle Idee und so lernen sich beide Völker auch kennen!“, sagte gleich Garuru und man sah ihn an, dass ihn die ganzen Veränderungen in Feierstimmung gebracht haben. Bis jetzt, hatte Karl ihn nicht so breit und fröhlich lächeln gesehen. Und das gleiche sah er, als er hochblickte. Richard lächelte so breit, dass man jeden einzelnen Reißzahn sehen konnte. Was hinzukam war auch, dass beide vor Freude feuchte Augen hatten.

Karl ließ sich wieder von der Stimmung mitreißen und er konnte nicht anders, als beide Echsen am Hals zu umschlingen und sie zu drücken.

„Alles wird wieder.“, flüsterte er leise und zum Dank, bekam er von Garurus warmen und feuchten Lippen, einen Dankeskuss auf die Wange gedrückt und von Richard, wurde er wieder fest umarmt und Worte wurden in sein Ohr geflüstert, wodurch er feuchte Augen bekam.

„Danke, dass ich dein Freund sein darf.“

Es klopfte jemand an der Tür und im nächsten Augenblick, schwang sie auf.

Sie drei sahen nach hinten und sechs gefesselte Echsen wurden von zehn Wachen in Schwarz, in das Zimmer geführt.

„Mein Sondertrupp.“, war alles was Richard sagte und drehte sich langsam im Bad um. Vornüber bückte sich Richard über den Rand und Garuru und Karl, mussten einfach auf dem geilen und durchtrainierten Hindern von Richard für einige Sekunden starren. Und nicht nur das war zu sehen. Karl wusste nicht, ob das mit Absicht war, aber, weil Richard ganz leicht breitbeinig auf der Bank im Wasser kniete, wurden die zwei mächtigen Hoden im weißem und weichen Hodensack zwischen den Beinen nach hinten rausgedrückt und luden förmlich ein, gestreichelt zu werden.

Garuru und Karl sahen sich daraufhin kurz an und sie beide wusste genau, was der andere dachte und am liebsten machen würde.

„Da seid ihr ja…“, fauchte Richard verächtlich aus sich und starrte die sechs Echsen an, die auch geknebelt waren. Die Sechs waren alles starke Krieger und ihre schwarze Körperbemalung, war meisterhaft. Ihre vergoldeten Gürtel sagten jeden der sie sah, dass sie die Clan-Oberhäupter waren. Karl und Garuru sahen den Trotz, den Stolz und die grenzenlose Wut in den geschlitzten Augen der Sechs. Chancenlos versuchten die Sechs die Fesseln mit ihren Muskeln zu sprengen und obwohl es sinnlos war, versuchten sie es die ganze Zeit.

„Bevor ich euch eure Eier und euren Schwanz abschneide, möchte ich wissen, wieso. Wieso habt ihr das getan? Wisst ihr denn nicht, was ihr angerichtet habt? Seid ihr wirklich so Blind? So Arrogant?“

Der ganz linke von den Sechs, versuchte was zu sagen, aber stattdessen kam nur ein stöhnen, doch die Augen brannten vor Wut.

„Er soll sprechen dürfen.“, befahl Richard und einer der zehn schwarzen Echsen, löste den Strick am Maul beim Gefangenen.

„DU BIST DER VERRÄTER! VERRÄTER DER TRADITIOENEN UNSERES VOLKS, UNSERER KULTUR!“

Und noch vieles mehr war zu hören. Doch das schien Richard nicht wirklich zu beeindrucken. Während der Gefangenen schrie und tobte, wanderte Richards Hinten und die zwei Hoden, immer näher zu Karl, bis die Hüfte fest gegen seine Schulter gedrückt wurde.

Karl wusste nun wirklich nicht, was das sollte. Ob das Absicht war und wenn ja, was ging dabei in Richards Kopf vor. Doch am Ende, entschloss er sich nicht auf das *Angebot* einzugehen und verließ stattdessen das Bad. Er ging an Garuru vorbei und nahm die Treppe. Doch bevor er das tat, schenkte er in zwei Becher den Wein ein. An einem nippte er gleich und er spürte den Blick seiner zwei Freunde im Rücken, als er zu der Tobenden Echse ging.

Das Toben verstummte, als er vor der Echse in die Hocke ging. Es wurde überhaupt ganz still im Raum und die anderen fünf Gefangenen, sahen nun auch zu ihm.

„Mein Name ist Karl van Helm. König Karl van Helm. Eure Männer haben versucht mich zu töten, zweimal sogar.“

„DUUUUUU… SCHWULER KÖNIG EINE KLEINES LANDES AUS SCHWÄCHLINGEN!“

Karl stellte beide Becher gemütlich am Boden ab und dann, knallte es laut. Hinter sich hörte er ein zwischen und dann ein *Autsch…*.

Mit voller Wucht hat Karl der Echse eine Watsche gegeben. Es war so stark, dass der Echsenkopf fast zur Seite geflogen war.

„Du hast wohl keine Angst um deine Familie, oder?“

Tortzig und brennend vor Wut, zuckt der Kopf wieder zurück und abermals, fluchte die Echse laut und ließ die Wut an Karl aus. So ging es vieles Sekundenlang, bis er das hörte, worauf er gehofft hatte.

„… WEHE DU RÜHRST MEINE FAMILIE AN, DU SCHWULER KÖTER!“

Da schnappten seine beiden Hände nach vorne und hielten mit Kraft das Maul der Echse zu.

„Ich mache gar nichts, sondern du! Du wolltest den Niedergang deines Volkes mit meinem tot herbeiführen! Ich wollte es stattdessen Retten. Und nun, werde ich dich wieder loslassen und bitte, hör auf wie ein kleines Kind herumzuschreien und benimm dich wie ein Clananführer.“

Wie gesagt, ließ er gleich darauf die Echse wieder los und zu seiner Überraschung, war es darauf im Raum still. Zwar loderten die Augen noch immer Lichterloh, aber die Vernunft hat wohl wieder eingesetzt.

„Nehmt den anderen auch die Knebel ab, sie sollen alle sprechen können.“, befahl Karl. Als sich aber niemand rührte, sah Karl nach hinten und sogleich, winkte Richard seinen Trupp zu und innerhalb von Sekunden, waren alles Fünf den Knebel entfernt worden.

„Gut, ich werde ehrlich mit euch sein. Ihr werdet die Wahrheit wissen und ihr könnt mich alles fragen, was euch in den Sinn kommt. Also…“, fing Karl an und nahm einen Becher Wein in die Hand und hielt den Becher den Gefangenen vor ihm vor.

Misstrauisch sah der Gefangene zum Becher und Karl nippte ganz leicht daran und bot es wieder an.

„Ich bin mir sicher, dass du durstig bist, trink.“

In den Augen sah er die Gier und der trotz ist in den Augen verschwunden.

Ganze drei große Schlucke trank die Echse aus dem Becher und er hörte sogar ein leichtes Seufzen, nachdem er den Becher wieder auf dem Boden abstellte.

„Ok, bestimmt ist es jetzt besser. Also… euer Volk verhungert und wird in einem Jahr zu tausenden vor Hunger sterben. Das ist Tatsache meine Echsen.“, stellte er die Tatsache kühl in den Raum und sofort, protestierten alle Sechs Gefangene, dass es nicht stimmte.

„Doch, das stimmt!“, rief er den sechs zu und die Proteste wurden noch lauter. Fest massierte sich Karl die Stirn, weil ihm der Kopf stärker zu schmerzen anfing.

„OKOK! Dann sagt mir bitte im normalen Ton, wieso das nicht stimmen soll.“, warf er nun ein und versuchte zuerst ihre Argumente anzuhören.

Es dauerte ein paar Minuten, bis jeder seine Meinung gesagt hatte und im Großen um Ganzen, konnte man es in drei Punkten zusammenfassen. Zum Ersten, verhungerte ihr Clan nicht und sie hatten keinen Hunger. Zum zweiten, konnten sie Essen, wann und wieviel sie auch wollten und zum dritten, war durch den Krieg die Versorgung gesichert.

„Gut, ich habe euch verstanden und nun, sage ich euch etwas. Ihr seid die *Top 6* aller Clans. Ihr stellt dreiviertel der Armee da und somit, bekommt ihr auch dreiviertel aller Güter. Aber… was ist mit dem Rest? Ihr seid bestimmt nicht dreiviertel aller Bewohner im Land? Euch geht es gut, aber die Restliche Bevölkerung ist am Verhungern. Das andere ist, dass der Krieg immer weiter ins Landesinnere geht, aber ihr lebt hier. Sprich, die Versorgungsweite wird immer länger und wie Garuru festgestellt hat, verderben die Lebensmittel schon auf dem Rückweg. Das geht vielleicht jetzt noch gut, aber was ist in einem Jahr? Oder in zwei? Versteht ihr was ich damit sagen will? Ihr handelt wie Jäger, aber wenn die Beute weiterwandert, müsst ihr auch mitwandern, was ihr aber nicht macht. Ihr bleibt in euren Pyramiden sitzen, fickt bis zum Umfallen und zeugt Kinder. Diese Kinder, werden dann verhungern, wenn ihr nicht jetzt, euch umstellt. Krieg ist nicht die Lösung für das Problem, das euer Land am Sterben ist. Ihr könnt jetzt schon nichts anbauen, weil nichts mehr wächst. Ihr seid abhängig geworden von den anderen Ländern und ihren Gütern, aber irgendwann, funktioniert das nicht mehr. Und ich glaube Garuru, dass es in einem Jahr zum Kollaps kommt. Vielleicht schon früher, wenn der Winter ein langer und strenger wird.“

Der Gefangene vor ihm sah ihn voller Misstrauen an und sie sahen sich einige Sekunden an. Dabei stellte er fest, dass die Echse würdevoll und erhaben durch die Muster im Gesicht wirkte. Das schwarz passte wunderschön zu den waldgrünen Schuppen. Die hellbraunen Augen zuckten mehrmals hin und her beim Nachdenken und einige Zeit später, sahen die zwei Augen zu den anderen fünf.

„Befrei mich von den Fesseln.“, flüsterte der Gefangen.

Karl war nicht begeistert von dieser Aufforderung, aber er sah in den Augen der Echse nicht mehr wirklich die Wut brennen und deswegen, stand er nun auf und befreite die Echse von den Fesseln. Mit gezückten Schwertern und Speeren stand der Sondertrupp bereit, während sich der Gefangene die Handgelenke rieb.

Nachdem Karl sich wieder vor der Echse hinsetzte, stand die Echse langsam auf und wanderte vor den anderen Gefangenen rauf und runter. Das alles geschah unter den Aufmerksamen Augen des Sondertrupps und von Garuru und Richard.

In der Zwischenzeit nippte Karl wieder an seinem Getränk und massierte sich mit der freien Hand die Schläfe und die Stirn. Minuten später blieb die Echse stehen, drehte sich um und setzte sich vor Karl hin. Im Schneidersitz und die Arme auf den Knien abgestützt, sah ihn die Echse offen und ohne Feindseligkeit mehr an.

„Mein Name ist Sazla`razas. Nenn mich Sazla und reden wir.“

Karl nickte erfreut und stand auf.

Er löste nun von allen fünf Gefangenen die Fesseln und führte Sazla zum Becken. Als sich Karl wieder zwischen Richard und Garuru setzte, sah ihn Sazla an und mit etwas zögern, zog sich dann die Echse aus. Karl war ganz hin und weg, als er sah, dass sich Sazla auch die Hoden und die Hauttasche tätowieren lassen ließ. Ihnen gegenüber setzte sich Sazla hin und er entschied sich neben ihn hinzusetzten. Er spürte, dass es für die Echse etwas unangenehm war, als er sich neben ihn hinsetzte, aber so wollte er zeigen, dass er für sie da war. Nach und nach kamen die anderen und jeder war nackt einfach anziehend.

Dabei gestand er sich, dass er die Echsen hier überhaupt sehr anziehend fand und womöglich ein fable für sie entwickelte.

„Gut das wir alle am selben Tisch sitzen, so können wir zu reden anfangen. Doch zuerst, fehlt der Wein für alle.“

Richard hob die Hand und eine schwarze Echse lief gleich los. Karl wartete solange bis der Wein eintraf und selbst, schenkte er jeder Echse einen Becher ein und erst nachdem der erste Becher ausgetrunken und der zweite eingeschenkt war, fing er zu sprechen an.

Er erzählte ihnen, was er alles mit König Richard ausgemacht hatte, was für Gründe es dafür gab und was sie daraus erhofften. Dann übergab er Garuru das Wort und ließ ihn ins kleinste Detail erläutern, was die Berechnung ergab. Als nächstes kam Richard dran und erzählte den Sechs Echsen, was seine Gedanken und Hoffnungen waren, wieso er das alles gemacht hatte. Wieso er sich zum König ausgerufen hatte und wieso er die Tradition, um einen König zu bestimmen, abschaffen wollte.

„Unsere Tradition ist alt, zu alt geworden. Die Welt entwickelt sich weiter, aber unsere Traditionen nicht. Wir kommen so oder so in ein Rückstand. Schon jetzt klauen wird Ideen und Technologien von anderen, anstatt selber welche zu erforschen und auszubauen. Wir werden immer ein, oder mehrere Schritte zurückliegen. Bestes Beispiel ist die Schmiedekunst. Doch was ist, wenn etwas entwickelt wird, was wir nicht mehr kopieren, oder an uns nehmen können? Dieser Grad, wird kommen und dann, werden wir es sein, die jeden Krieg verlieren werden und im schlimmsten Fall, werden wir dann alle als Sklaven gehandelt werden.“

Beendete Richard seine Gedanken und damit, ließ er sechs schwer nachdenkende Echsen zurück.

„Und durch euren Angriff auf mich, habt ihr fast euren Untergang besiegelt. Zum Glück für eure Kinder und deren Kindern, lebe ich noch. Ihr habt zu vorschnell gehandelt, ohne wirklich nachzudenken und euren König zu vertrauen. Ihr habt in euren Sinn und mit der Angst, um eure Stellung, fast das gesamte Land, das gesamte Archaische Reich, dem Untergang geweiht und deswegen, werdet ihr bestraft werden. Aber, und da bin ich mir sicher, werdet ihr die Strafe ohne ein Mucks von euch zu geben, akzeptieren, weil ihr es zum einem Verdient, wegen der ganze Sinnlosen toten und das Töten von Kindern und zum anderen, weil ihr euer Land liebt.“

Salza sah Karl aufgewühlt an und blickte dann zu den anderen fünf rüber.

„Und wie wollt ihr unser Land retten?“

Nun erzählte Karl von seinem Handelspakt mit Richard und den sechs Echsen schien ein Stein von Herzen zu fallen, als er zu Ende berichtet hatte.

„Der Handel wird solange fortgesetzt, bis ihr euch selbst versorgen könnt. Garuru und sein Clan werden den Handel in meinen Reich und Land kontrollieren und durch den Tempel schaffen.“

Die Sechs sahen nun zu Garuru und die arme Echse sah ziemlich eingeschüchtert aus.

„Und wie wird unsere Strafe sein?“, sagte Sazla seufzend und sah in Richards Richtung.

„Eure Clans werden nicht mehr für den Krieg gebraucht. Ihr werdet nicht mehr zu den *Top 6* gehören und verliert euren Clannamen und stattdessen, werdet ihr der Namenlose Clan heißen. Ihr habt alle Rechte für die Kriegsbeuten verloren und müsst stattdessen das Land erneuern. Ihr werdet die sein, die unser Land wieder ein Leben einhaucht und zum anderen, wieder aufbauen wird. Euer Angriff auf die Stadt, hat sehr viel Leid und Tot verursacht, dass ihr aufkommen werdet. Ihr werdet den Familien Hilfe leisten, sie Entschädigen und ihnen sonst wie helfen. Ihr werdet dreiviertel eures Vermögens an mich spenden, damit ich damit Nahrung für jeden kaufen kann. Zusätzlich werdet ihr auch noch jeweils 1000 Krieger abkommandieren, damit die Grenzen gesichert werden können. Und ihr müsst mein Vertrauen wieder gewinnen. Ich werde eure Kinder bei mir behalten um sicher zu gehen, dass nicht noch einmal so ein Massaker geschieht. Ich werde sie nämlich in Karls Land schicken, wo sie auf die Schule gehen werden, wo sie bei Garurus Clan leben werden und wo sie ein Leben, leben werden, dass von Akzeptanz und Toleranz geprägt ist. Und wenn unser Land wieder lebt, ihr euch mein Vertrauen erarbeitet habt, dann schicke ich eure Kinder wieder zurück. Dann bekommt ihr wieder euren Clannamen zurück und auch alle Rechte.

Fassungslos sahen die Sechs zu Richard und Karl konnte nur bedingt ihre Fassungslosigkeit mitvollziehen.

„Das, oder eure Clans werden aufgelöst und alle Clanmitglieder werden versklavt und für die Landerneuerung eingesetzt, nachdem ich euch die Eier und den Schwanz abgehackt und die Stimmbänder durchgeschnitten habe.“

Unbewusst bewegte sich Karls rechte Hand in den Schritt und er bemerkte, dass es auch bei den anderen sechs so war.

Wieder sah Sazla zu den anderen fünf und einer nachdem anderen ließ das Haupt sinken, um dann mit einem Nicken die Strafe anzunehmen.

„König Richard. Wir nehmen die Bestrafung ehrenvoll an. Wie Ihr es fordert, werden wir das tun, was Ihr gesagt habt. Und wir sind uns auch einig, wenn das Land wieder erneuert wurde, Euch in jedem Vorhaben zu Unterstützen. Wir sind zwar Traditionalisten, aber nicht dumm. König Karl und Garuru haben deutlich gesprochen und wir haben verstanden, dass die Zeit knapp ist um zu Handeln. Wir werden sofort beginnen, wenn die Denker von König Karl eingereist sind und wir versprechen auch, dass wir es in der Hälfte der Zeit schaffen können.“

Richard stand auf und auch Sazla machte dies. Sie gingen zueinander hin und sie beide, drückten die Stirn auf den des anderen. Genau zehn Sekunden taten sie dies und danach, gaben sie sich die Hand. Mit jedem der Sechs tat dies Richard und nachdem, wurden sie vom Sondergrupp abgeführt. Bevor aber Sazla den Raum verließ, drehte der sich um und sah Garuru an.

„Ich werde mich um sie kümmern.“, Antwortete Garuru auf dem Blick und zum ersten Mal, sah er die tätowierte Echse lächeln.

Karl massierte sich nun fest beide Schläfen und seine Augenlieder waren schwer wie Blei. Das Wasser bewegte sich und nur am Rande bemerkte er, wie Richard aufgestanden war und aus dem Becken ging, um zum Bett zu gehen. Dabei stieß sich Garuru vom Beckenrand ab, um sich dann fest neben ihn zu setzten. Sanft legte sich eine Hand um seine Schulter und mit der anderen Hand, wurde sein Kopf auf die feste und warme Echsenschultern gedrückt.

Genießerisch ließ er es zu und machte sich auf der Schulter gemütlich. Schnell spürte er, wie seine Körper einfach nur schlafen wollte und er war schon völlig entspannt und kurz vorm Einschlafen, als er schwere Schritte hörte, die hinter ihm zum Stehen kamen.

„Trink das Karl.“, wurde ihm zugeflüstert und er hatte kaum noch Kraft die Hand zu heben, um den Becher zu ergreifen. Der Inhalt war dunkelgrün und roch nach purer Medizin. Ohne nachzufragen, trank er es aus und es war so bitter und grausig, dass er die Zunge raushängen ließ.

„Ich weiß, es schmeckt wie Echsenpisse, aber jetzt kannst du in Ruhe und tief schlafen.“, augenblicklich spürte Karl die Wirkung und ohne, dass er es wollte, fiel er in einen ruhigen und tiefen Schlaf.

Garuru sah einige Sekunden zu, wie Karl schlief und dadurch, fand er ihn noch anziehender und attraktiver.

„Wir reiten nun zu deinem Clan Garuru.“, sagte der König und hob sachte Karl unter den Achseln aus dem Becken. Mühelos, schien es für Garuru, hob sein König den schlafenden Karl auf und hielt ihn gegen die Brust gedrückt. Wie ein Vater wirkte nun Richard, der seinen Sohn hielt und ihn davontrug.

Schnell stand er auf und eilte zum Stuhl, wo die Gürtel und die Unterwäsche von ihnen hingen. Er zog den König und sich selbst den Gürtel an und die Unterwäsche behielt er bei sich, um dann den schlafenden Karl eine Decke umzulegen.

Nachdem das geschafft war und der König zufrieden nickte, verließen sie das Königsgemacht und verließen die Pyramide. Die Leichen wurden schon auf die Seite geschafft, das Blut wird schon aufgewischt und draußen auf der Straße, waren schon General Zatziks Truppen, die die Leichen auf Karren türmten. Die Toten wurden auf den jeweiligen Clan aufgeteilt und die Städter, bekamen eine eigene Karre.

Dieses Bild von einen Massaker unter den Echsen, brannte sich in seinen Kopf für immer ein. Die Trauer, die Tränen und die Hoffnungslosigkeit, waren omnipräsent. Auch seine Wachen, die beim Tor geblieben sind und die, die nicht mit ihnen in die Pyramide reinkamen, halfen die Leichen fortzuschaffen.

Er befahl ihnen sich zu beeilen, um dann zurück zum Clan zu reiten. Währenddessen versammelten sich die Königswachen um Richard und folgten ihn zu den Ställen. Auch Garuru bekam zwei Wachen abgestellt und er fühlte sich zum ersten Mal, richtig Wichtig. Ehrenvoll wurde er von jedem behandelt und seine Reitechse, freute sich ihn zu sehen. Kurz darauf, sah er die Reitechse von Richard und wie würdevoll, sein König auf den Megalosaurus saß.

Der Megalosaurus konnte nur Richard reiten, weil der sonst jeden anderen verschlang, der es versuchte. Und er selbst, würde es nicht einmal probieren wollen, denn das Urtier war zwei Köpfe größer als seine Reitechse und seine, war schon ein Prachttier in seinem Clan.

Wie eine kleiner Version von einem Tyrannosaurus sah die Megalosaurus aus und für seine größer, hatte der Jäger eine recht breiten Kiefer.

Was er aber immer wieder interessant fand war, dass der König das Tier ohne Zügeln steuern konnte, so wie jetzt. Wie einen Schatz hielt der König Karl in beiden Händen und ließ sein Reittier die Straße entlanggehen. Nachdem Garuru sich aufgesetzt hatte, schritt er neben den König die Straße entlang und auf seinem Gesicht konnte er sehen, wie schwer ihn das Gesamtbild traf.

Umringt von nun 30 Wachen auf Reitechsen, übernahm Garuru die Führung und führte ihren Trupp gemütlich zu seinem Clan.

„Ihr… wusstet von mir und meinen Clan. Darf ich fragen, seit wann?“

„Schon von Anfang an. Ich überprüfe jeden Antrag auf einen neuen Clan genau. Denn die Aufzeichnungen müssen aktualisiert werden, du musst überall registriert werden und noch dazu muss eine Namensliste für deinen Clan aufgestellt werden. So viel Arbeit tue ich mir normal nicht an und ich war kurz davor, es nicht anzunehmen.“

„Und wieso habt ihr es dann doch gemacht?“

„Weil ich sehen wollte, was ein schwuler Clanoberhaupt mit seinem Clan macht und auch, ob du deinen Pflichten in der Brutkammer nachkommst.“

„Verstehe.“

„Das klingt ziemlich oberflächlich, aber ich war erstaunt, wie du deinen Clan geführt hast. Du hast dich zurückgezogen, zeigtest nicht offen was bei euch vorgeht. Ihr habt es sogar ziemlich gut geheim gehalten, wofür ich jetzt ziemlich dankbar bin.“

„Und wieso eigentlich dann das Ganze?“

„Wie gesagt, weil ich sehen wollte, wie du dein Clan führst und weil ich wissen wollte, was in einem Clan vor sich geht, wo Homosexualität gang und gäbe ist. Ich sah, dass ihr langsam größer wurdet. Wirklich langsam, aber ihr wurdet größer. Ihr gebärt Kinder, zieht sie mit Liebe auf, weil sie mit Liebe gezeugt wurden. Jetzt im nachhinein, würde ich das mit den Dörfern und Städten in Karls Land vergleichen wollen. Auch dort, werden die Kinder mit liebe aufgezogen und diese Liebe, geben sie dann weiter an die nächste Generation. Wir hingegen, gebären nur noch für den Krieg, oder weil wir sonst nichts außer Sex haben.“

„Ja, das ist mir auch schon aufgefallen in der Hinsicht, dass unsere Bevölkerung explodiert.“

„Eben, wir haben sonst nichts zu tun, außer Krieg zu führen, zu Essen und Sex zu haben. Das geht so nicht weiter. Unsere Bevölkerung braucht was zu tun und das ist das Dasein als Bauer, perfekt für sie. Unsere Kinder können dann in die Schule gehen. Sie lernen die Welt ganz neu kennen. Ihr Interesse wird geweckt und wer weiß, vielleicht werden wir bald selbst neue Sachen entwickeln können. Oder wir könnten sogar ein paar Magier bekommen.“

„Ja, auch das ist mir aufgefallen im meiner letzten Schlacht. Ich sah eine Stadt, so wunderschön fremd und… sie hatten Toiletten! Ich weiß bis jetzt noch nicht, was eine Toilette ist. Auch weiß ich nicht, wie das Wasser ins Bad gekommen war.“

„Genau das ist es Garuru. Viele Länder haben sowas in jedem Haus Mittlerweile. Und ich bin der einzige in unserem Land, der dieses System hat. Das ist genau das, was ich meine. Wir verstehen mittlerweile unsere Welt schon nicht mehr, weil alle anderen so weit voraus sind. Vielleicht ist schon ein junger Erwachsener in Karls Land klüger als wir beide zusammen.“

Die Worte von Richard hallten in Garurus Kopf wieder und er schämte sich jetzt das Lesen und Schreiben als unwichtig bezeichnet zu haben. Er verstand nun wirklich, wieso Richard wollte, dass die Schulen und die *Universitäten* für sein Volk offen standen und wieso sein König auf eine Vergünstigung gepocht hatte.

Und er verstand und sah noch etwas.

Sein Volk hatte bis jetzt Krieg geführt und kommt nun in die Phase, wo kluge Köpfe wichtiger waren, als Krieger. Was aber nicht auf die anderen Staaten zutraf. Die anderen Staaten haben sich zuerst weiterentwickelt und stehen nun selbst vor einem Krieg mit den Nachbarn. Das könnte für sein Volk zu einem Problem werden. Zwar waren sie Zahlenmäßig weit überlegen gegenüber jedem Staat, aber was, wenn dieser Staat etwas entwickelt, wo eine Zahlenmäßige überlegene Armee keine Rolle spielt. Das beste Beispiel wäre Kajan in der Hinsicht. Sie alleine könnte seinen König töten, das Reich ins Chaos stürzen lassen und unbehelligt wieder verschwindet. Sie hatten keinen Magier im Reich und somit, wären sie solchen Attentätern schutzlos ausgeliefert.

Der Gedanke, wie Kajan einfach in der Nacht die ganzen Offiziere und Generäle meucheln konnte, um eine Armee ohne Führung dastehen zu lassen, bereitete ihn Kopfschmerzen.

Sie verließen gerade das Waldstück und ließen hinter sich die Leichen der letzten Nacht. Natürlich bekam Richard große Augen, als er das sehen konnte, was Karl erzählt hatte. Dann ritten sie am Bauernhof vorbei und Garuru bekam einen kleinen nostalgischen Anfall.

Diese eine Stunde im Haus, fand er persönlich als die Ruhigste Stunde in den letzten Monaten und mit ein lächeln, rief er sich diese Stunde hervor. Dann kam der See immer näher und er hielt automatisch Ausschau nach dem Spino. An diesem Moment, erinnerte er sich nur ungern und mit schrecken. Und als der See immer näher kam, erhöhte er allmählich das Tempo, bis ihre Tiere über den Boden preschten.

Der Wind fauchte an seinen Ohrkanälen vorbei und er freute sich mit jedem zurückgelegten Meter wieder zu Hause zu sein. Vor sich sah er schon die Schlucht und als sie näher kamen, stand oben eine Echse und winkte ihnen zu. Minuten später, sah er seinen Freund, der ihnen zuwinkte. Er fing wörtlich zu strahlen an, als sie die Schlucht erreichten und die Sonne direkt in die Schlucht schien. Rot färbte sich nämlich zu dieser Tageszeit das Gestein links und rechts von ihnen und Sekunden später, verließen sie schon die Schlucht und etwas weiter vor ihnen, sah er schon seine Pyramide.

Sie ritten bis zur Pyramide und es wunderte Garuru, dass sein Clan so zurückhaltenden war und das sie keiner Empfing. Doch dann fiel es ihm wieder ein und er stieg schnell ab und ging zum seinem König.

„Ich sage jetzt zu meinem Clan, dass Ihr über uns Bescheid wisst und, dass ihnen keine Strafe droht.“

„Mach das, auch ich werde meinen Krieger sagen, dass keiner aus deinem Clan bestraft werden soll. Im Gegenteil, sie sollen das nicht einmal beachten und sie ganz normal behandeln.“

Lächelnd sagte Garuru: „Danke mein König.“, und schritt ein paar Schritte vorwärts.

„Unser KÖNIG weiß, dass wir Homosexuell sind und er bestraft uns deswegen nicht, auch nicht, wenn Zärtlichkeiten oder mehr, ausgetauscht werden. Also kommt und begrüßt unseren König, wie es sich gehört.“

Schrie er freudig und feierlich allen zu und ganz langsam, kamen alles hervor. Weibliche Paare hielten sich die Hand. Männliche hielten Kindern auf dem Armen, oder ebenfalls die Hand und alle gemeinsam, verbeugten sich vor dem König tief und lange.

Richard sah sich um, sah sich jeden einzelnen an und dann, sah er besorgt zu Garuru. Garurus Lächeln verschwand und besorgt ging er schnell zu Richard hin.

„Stimmt was nicht mein König?!“, voller Angst sagte er das, weil er sich nun Sorgen um sein Clan machte.

Elegant und das, hatte er ihn nicht zugetraut, stieg Richard ab und drückte Karl liebevoll an sich, um dann zu den Echsen von Garurus Clan zu gehen. Vorsichtig strich er über die ausgemergelten Brüste der Männchen. Über die eingefallen Wangen der Weibchen und legte sogar liebevoll eine Hand auf den Bauch einer schwangeren. Dann sah er sich die dünnen Arme und Beine der Kinder an und als er das alles sah, ging er wieder zu Garuru zurück.

„Es ist schlimmer als du mir berichtet hast!“, Richard klang mehr als besorgt und sogar erbost. Lange konnte Garuru den Blick nicht standhalten und er sah dann zum Boden, weil er sich schämte, nicht die ganze Wahrheit gesagt zu haben.

„Wir… hatten einen schlimmen Sommer… mein König.“

„Das sehe ich auch Garuru. Und wieso bist du dann nicht gekommen und hast um Hilfe angesucht?“

Garuru sah langsam zu den anderen, die sich noch immer verbeugt hatte und von diesem Kraftakt, schon zu zittern anfingen.

Angst und um Verständnis bittend, sah er Richard in die Augen. Fast eine Minute sahen sie sich so an, bis Richard seufzte und zu Garurus Clan rüber blickte.

„Weil ihr Angst hatte aufzufliegen… ich verstehe. Das hat aber nun ein Ende. Ihr werdet mit Karl in sein Land reisen. Dort werdet ihr dann Leben genießen können und könnt euch um die Waren kümmen. Das Leiden hat hiermit ein Ende.“, sagte der König laut und ging zwischen den Clanbewohnern vorbei.

Nachdem Karl einige Meter entfernt war, brachen einige zusammen und Garuru half sofort denjenigen wieder auf die Beine. Fragen prasselten auf ihn ein, während die Wachen vom König ausschwärmten.

Jede Einzelne konnte er nicht beantworten und deswegen sagte er dann, als es wirklich zu viel wurde, dass er alles heute Abend beim Feuer erzählen wird. Dann drehte sich der Wind und Garuru schloss die Augen und sog laut die Luft durch die Nasenlöcher ein. Sein Speichel rann ihn über die Lippen und er musste sich infolgedessen mehrmals die Lippen ablecken.

Ein unbeschreiblich leckerer Geruch lag im Wind und er konnte nicht anders, als auf seinen seit stunden knurrenden Magen zu hören und den Duft zu folgen. Nach wenigen Schritten hörte er schon das Feuer prasseln und knacken und hörte sein Clan aufgeregt sprechen.

Als er die Augen wieder öffnete, sah er Kajan und sie war von allen umringt beim Feuer.

„Garuru.“, hörte er seinen Namen sagen und er wusste, dass sein Freund nun ins Lager gekommen war. Liebevoll legte sich eine Hand auf seine Schulter und sein Freund Hasur, sah ihn schon fast verliebt von der Seite an. Gleichzeitig sah sein Freund aber auch die Wachen, die das Gelände um das Dorf absicherten.

„War das unser König?“, leise und vorsichtig wurde er das gefragt und die Hand auf seiner Schulter, drückte immer fester zu.

„Ja, das ist unser König und ich werde gleich wieder zu ihm gehen. Doch erzähl, was ist passiert?!“

Garuru fragte nicht umsonst, denn Hasur kam alleine und ohne die Kinder und dabei, sah er Kajan zu, wie sie die vier großen und vor fett triefenden Vogelbraten am Spieß über den Feuer drehte und regelmäßig die Braten mit Wasser und Kräutern einrieb.

Die Braten waren so groß wie sein Torso und wenn das für sie bestimmt war, dann würden sie heute ein richtiges Festmahl haben.

„Kajan erschien plötzlich neben uns, während ich unserem Nachwuchs das Fährtenlesen beibringen wollte. Ich habe sie nicht gehört, nicht gesehen und erst bemerkt, als sie neben mir hockte. Sie ist eine Meisterin im Schleichen, das habe ich sofort festgestellt, nachdem ich meinen Schock des Lebens hatte. Ich frage sie gleich, was sie hier machte, doch sie sah mich nur an und blickte dann hoch.“

„Das liegt dann daran, weil sie dich nicht verstanden hat.“

Hasur legte zwei Finger auf die rechte Schläfe und presste die Augen zusammen.

„Stimmt ja, da war ja was.“

„Ok, egal. Sie nahm wir dann den Bogen aus der Hand und in einer fließenden Bewegung, schnappte sie sich auch noch einen Pfeil aus meinem Köcher, dann spannte sie den Bogen und schoss den Pfeil ab. Sogleich rannte sie davon und wir sahen zu, wie ein Utug vom Himmel fiel.“

Erstaunt sah Garuru zu Hasur und dann wieder zu Kajan. Die Kinder lief der Speichel aus dem Maul hinunter. Utug waren intelligente Jäger und man konnte sie normal nicht abschießen, da sie den Pfeil von weitem sehen konnten. Doch Kajan schaffte es beim ersten Schuss und das, war respekteinflößend.

„Wir verbrachten eine Stunde mit ihr und dabei lernte ich so viel von ihr. Ich sah wie sie lautlos ging, ich bemerkte beim nächsten Utug, wohin sie zuerst sah und dann fiel es mir auf. Sie schoss nicht direkt auf den Utug, sondern von oben hinab.“

Garuru sah gleich hinauf und langsam verstand er, wieso Kajan so schoss.

„Sie nutzte die Sonne aus, oder?“

Hasur nickte eifrig und war anscheinend noch immer sichtlich beeindruckt von Kajans Bogenkunst.

Kajan war es sehr heiß am Feuer, aber sie wollte für den Clan was guten tun. Karls Gesten mit dem Frosch, gingen ihr förmlich ans Herz. Es erinnerte sie, wie sie von ihrer Herrin behandelt wurden. Sie gab ihnen zweien was zu essen, was zu trinken und eine sichere Unterkunft für die Nacht. Also musste sie was machen, um ihr Gewissen zu erleichtern, damit zumindest heute, der Clan satt einschlafen konnte.

Als sie die Jäger in der Luft ausgemacht hatte, fand sie dies als die perfekte gelgenheit den Clan was richtig gutes für heute Nacht vorzubereiten. Obwohl sie die Echse nicht verstand, waren sie beide doch Jäger und sie bemerkte seinen aufmerksamen Blick. Deswegen machte sie alles langsamer. Sie Schritt langsamer, zielte langsamer und sah vorher rauf zur Sonne, bevor sie den Pfeil fliegen ließ. Nachdem der zweite große Jäger der Luft am Boden lag, kamen auch die Kinder hinzu und sie zerlegte das Tier langsam und dabei, fing die Echse zu fauchen und zischen an.

Neugierig sahen die zehn Kinder ihr zu, während ihnen von der Echse erklärt wurde, was sie wohl machte. Wie es üblich war, hinterließ sie den Rest für die anderen Jäger und nachdem die vier Greifvögel abgeschossen hatte, kam der Spino vom See zu den Resten und verschlang sie.

Sie fand es amüsant, als sie mit dem Finger auf den Jäger zeigte und die Echse Utug sagte. Langsam fand sie dieses Land schön, obwohl es so heruntergekommen ist. Es steckte noch immer voller Leben, wilden Jägern und es war ein Land, wo sie selbst noch viel lernen konnte. Sie musste wieder aufpassen was sie machte, wo sie hin ging, und sie musste immer ein Blick nach hinten haben. Sie musste auf alles Achten und das, schärfte wieder all ihre Sinne.

Sie musst sich hier als Jägerin, untern all den Jägern, behaupten und überleben. Es war purer Nervenkitzel und lenkte sie von der Wut ab, den sie wegen Karls Fortgang hatte. Sie hat innerlich gekocht, als sie zurückkam und von Matilde berichtet bekam, wie Karl mit Garuru und einen Gefolge ohne sie davongeritten war.

Noch immer konnte sie nicht den Schattenschritt benutzen und das, bereitete ihr große Sorgen. Ihre Verbindung zum Schattenreich war unterbrochen, wenn nicht sogar komplett gekappt und das vermutlich nur wegen des Gifts. Und sie machte sich schreckliche Vorwürfe. Sie hätte schon beim ersten Anzeichen mit Karl und Matilde den Schattenschritt benutzten sollen und sie entschied sich dagegen, weil das Risiko zu groß war. Doch jetzt, im Nachhinein, würde sie das Risiko eingehen.

Es gab zu viele Momente und Szenarien, wo Karl hätte sterben können. Sie machte sich keine Sorgen um sich selbst, denn irgendwie hätte sie das alles schon überlebt, aber Karl war die Person, die sie beschützten hätte sollen. Sie schwor darauf und versagte kläglich. Sie sagte nichts, aber sie spürt noch immer den Nachhall des Gifts in ihr. Ihre Motorik war nicht mehr so fein wie vorher. Ihr Kopf pochte und sie hatte andauernd Kopfschmerzen. Schwindelanfälle überfielen sie und sie fühlte sich andauernd müde und schlapp.

Wenn es ihr so ging, dann müsste es Karl auch so gehen. Besonders, weil sie beide, übernachtet waren. Ihr fehlte der schlaf, aber sie konnte jetzt noch nicht schlafen gehen, weil sie sich um das Essen für den Clan kümmern musste. Sie grinste jedes Mal breit, als sie die gierigen Augen des Clans sah, die auf die vier Braten starrten. Deswegen kümmerte sie sich voller Hingabe darum.

Zuerst hatte sie die vier Braten für zwei Stunden gekocht und sie dann anschließen auf einen dicken Ast aufgespießt. Und nun kreisten die vier Braten seit einer Stunde im Kreis und waren fast soweit um gegessen zu werden.

Plötzlich teilte sich langsam die Menge und sie sah aus dem Augenwinkel, wie Garuru zu ihr Schritt. Sofort stand sie auf und vergaß die Braten. Ihre Blicke trafen sie und Garuru kam näher um dann selbst die Braten über das große Feuer zu braten.

„Wo ist er?“, fragte sie aufgebracht und ballte die Fäuste zusammen.

„Ihm geht es gut und er schläft. König Richard kümmert sich wohl gerade selbst um ihn.“, Kajans Gedanken überschlugen sich und erst jetzt, bemerkte sie die fremden Echsen im Clanggebiet. Dann kam eine andere Echse hinzu und sie wusste, dass diese Echse Garurus Freund war.

„Darf ich vorstellen, Hasur.“, sie sah die Echse an und dann sah sie wieder zu Garuru. Sie war hin und hergerissen zwischen Karl und dem Essen. Dann kamen ihre Gedanken wieder, die sie beim Baden hatte.

Sie spürte das Karl in guten Händen war und sie bemerkte, wie ihr Pflichtbewusstsein, verstummt war. Seit sie mit Karl am See über ihre Träume gesprochen hatte, kam ein Drang nach einem normalen Leben auf. Tief in ihr drinnen, versteckt und fast unauffindbar, war ihr Traum nach einer Familie zu haben, zu finden. Aber nicht nur das, sondern auch das Ende ihrer Wache. Schon so lange wachte sie über Frau Rosé und dann über Qadir.

Und die Zeit verrann, während sie stillstand.

Sie sah wie Tom und Sartesh groß geworden sind. Sie sah, wie Tom Keyn adoptiert hat. Sie sah die anderen Jungs groß und stark werden. Doch sie stand still. Dieses Land und seine Ereignisse, hatten sie verändert und das so schnell, dass sie kaum hinterher kommen konnte.

Natürlich war sie glücklich, dass es Karl und Garuru gut ging und, dass wohl alles gut gelaufen ist zwischen den zwei Königen. Also stellte sie sich selbst die Frage, ob sie hier überhaupt helfen konnte. Und ihre Antwort war einfach. Nein. Sie konnte und brauchte jetzt nichts zu machen. Karl schlief und das wollte sie nun auch. Die Anspannung seit Karl davongeritten war, löste sich langsam und ihr Körper schrie förmlich nach Schlaf.

Sie entspannte die Schultern und ließ sie fallen. Den Kopf ließ sie dann rotieren und mit beiden Händen, massierte sie sich den Nacken.

„Ich brauche schlaf, wo kann ich mich hinlegen?“, fragte sie müde und sah sich dabei um.

„Wenn du willst, kannst du gleich hier vorne schlafen.“, Garuru zeigte in das offene Haus gleich hinter ihr.

„Ist das nicht eigentlich eure Küche?“

Garuru hörte dieses Wort zum ersten Mal und deswegen, sah er sie fragend an.

„Ähm… das ist ein Ort, wo die Speisen zubereitet werden und wo man isst… für normal.“

„Verstehe, so würde ich es nicht benennen. Das ist eigentlich ein Ort, wo man zusammen den Tag verbringt. Man trifft sich hier, unterhält sich, macht irgendwas oder schläft. Man kann sagen, dass hier das Leben des Clans abläuft, wenn man mal nicht ein Bad genießen möchte.“

Das erinnerte sie sofort an ihre Heimat und ihr zu hause. Auch sie hatte in ihrem Clan eine Höhle, wo der Clan immer zusammen war.

Deswegen mochte sie das Land ein Stückchen mehr, als vorhin.

Es hatte mehr parallelen mit ihrer Heimat, als zuvor gedacht und sie fühlt sich von Stunde zu Stunde immer mehr heimisch. Vielleicht lag es aber auch daran, dass sie Mal nicht jemanden beschützen musste und sozusagen einen Tagesablauf in einem Dorf miterleben und mitgestalten konnte.

„Dann… leg ich mich gleich hier hin.“, sagte sie freudig und es wurde ihr Platz gemacht, als sie zwischen den ganzen Zuschauern gehen wollte.

„Möchtest du, dass ein Weibchen oder ein Männchen mit dir oder bei dir schläft?“, wurde sie dann gefragt, nachdem sie die Menge hinter sich gelassen hatte und diese Frage, ließ sich kurz innehalten.

Langsam drehte sie den Kopf nach hinten und lächelnd sagte sie: „Nein, das passt schon.“

Geruru sah aber in ihren Augen was ganz anderes, aber er akzeptierte ihre Entscheidung. Während er den Spieß rotieren ließ, bat er Hasur eine Hängematte für Kajan runterzulassen und sein geliebter tat es schnell. Mit einer leichten Verbeugung bedankte sich Kajan und legte sich etwas ungeschickt hinein. Mit den Rücken zu ihnen gewendet, schnaufte sie einmal erleichtert aus und rührte sich dann nicht mehr.

„Will sie einen von uns bei sich haben?“, wurde Geruru gefragt, nachdem wieder Hasur zu ihm kam.

„Nein, sie möchte alleine schlafen.“

„Schade, sie hätte ich gerne einmal, oder mehrmals gefickt.“

Überrascht sah er Hasur an und ein stich in seinem Herzen ließ ihn kurz zusammenzucken.

„Wieso schaust du so überrascht? Sie ist so exotisch und so eine meisterhafte Jägerin. Würdest du sie nicht auch einmal zum fauchen bringen?“

Diese Frage hat er sich bis jetzt nicht gestellt und wollte sie auch nicht stellen. Denn er war völlig zufrieden mit Hasur. Um es ihn auch zu zeigen, legte er ein Arm um dessen Bein und fuhr an der Schenkelinnenseite hoch. Aufgeregt sah sich Hasur um und wollte schon den Arm von sich wegzerren, doch Garuru ließ nicht von ihm ab und seine Hand wanderte tief zwischen den Schenkel rein. Seine Finger strichen von oben über den Hodensack runter, um dann die beiden Hoden kurz mit den Fingerkuppen zu streicheln und dabei, legte er die Lippen auf den starken Oberschenkel.

Sanft und voller liebe küsste er dann seinen Freund und nachdem Kuss, sah er in das völlig überrascht und Angsterfüllte Gesicht von Hasur rauf. Beim Kuss kam ihm auch der Körpergeruch von Hasur in die Nase, der herb und würzig männlich war. Er liebte diesen Duft aus ganzem Herzen.

„Der König weiß von uns allen und hat uns die Erlaubnis gegeben, unser Leben so zu gestalten, wie wir es auf unserem Land wollen. Uns droht somit keine Strafe“,. Hasur fiel der Kiefer runter und im nächsten Augenblick, schnappte der wieder zu.

Sofort fing Hasur schwer nachzudenken an und dabei, sahen ihn die Augen seines Freunds, seines Partners, tief in die Augen. Sekunden später ging Hasur in die Hocke und bewegte den Kopf nach vorne. Garuru wusste, dass er gleich einen Kuss bekommen wird, doch da stand er auf und beim davongehen, sagte er nach hinten: „Kümmere du dich um unser Essen, ich gehe nun zu unseren König.“

Er ließ einen überraschten und mürrischen Hasur hinter sich und das war genau das, was er wollte.

Denn er war wirklich eingeschnappt über Hasurs Aussage Kajan ficken zu wollen. Und während er Richard im Dorf suchte, wurde er sogar darüber richtig wütend. Er dachte sich, dass sie wirklich zusammen waren, aber wegen dieser Aussage, verstand er, dass er in einem Traum gelebt hatte. Hasur war wie die meisten anderen. Sie wollten alle nur ihren Spaß haben, aber er wollte was ganz anderes. Es war nämlich einer seiner Träume gewesen, wieso er überhaupt alle Energien in sein Clan gesteckt hatte, seinen Partner fürs Leben zu finden.

Hasur war der Erste, in dem er sich verliebt hatte und er hatte wirklich gehofft, dass seine Echse auch so fühlte. Doch dem war anscheinend nicht so und deswegen, war er so wütend auf sich selbst. Ihm standen schon die Tränen in den Augen, nachdem er das ganze Dorf abgesucht hatte und nur noch die Pyramide übrig war.

Als er in den Gang ging und die Treppe hochnahm, wischte er sich die Tränen davon und kurz darauf, sah er Karl auf einer Bank schlafen und vor der Bank am Boden, saßen Richard und Matilde.

„Ich versichere dir, dass es Marcell gut geht Matilde. Er hat großen Spaß und genießt sein Leben in vollen Zügen.“, hörte Garuru Richard sagen und Matilde fasste sich erfreut ans Herz.

Während Garuru näher kam, entdeckte ihn Matilde zuerst und sie sah ihn gleich traurig an. Es sah schon fast so aus, als wüsste sie was in ihm vorging und als er sich zu den dreien setzte, wurde er sogleich von ihr umarmt.

Diese Geste, die warmen Hände, gaben ihn Trost und seine Gefühle, brachen aus ihm hinaus. Unter einem Schluchzen, schossen die Tränen aus seinen Augen und er war glücklich und dankbar dafür, dass keiner was sagte. Nach einiger Zeit und den sanften Streicheleinheiten auf seinem Kopf von Matilde, konnte er langsam wieder Herr über seine Gefühle werden und schaffte es irgendwie, die Tränen zurück zu halten, obwohl sein Herz noch weinte.

„Was ist passiert Garuru?“, fragte nun Richard und da, wandte sich Matilde an seinen König.

„Sein Herz wurde durch eine Dumme Aussage gebrochen.“, sagte sie sanft und drückte Garuru noch fester an sich.

„Ok, sag mir wer es war und ich lasse ihn Köpfen!“, überrascht sah Garuru hoch und in Richards Augen sah er, wie ernst es gemeint war.

„NICHT… bitte tut das nicht, mein König.“, schoss es gleich aus Garuru raus, weil er es nicht mitansehen konnte, wie sein Geliebter von seinem König geköpft wird.

„Wieso nicht? Er hat dir wehgetan, du bist der Clananführer und hast das Recht auf solch eine Vergeltung. Die Echse sollte das wissen und froh darüber sein, dass du überhaupt Interesse an ihn, oder ihr hast.“

Auch Matilde sah nun interessiert Garuru an und er schnaufte nur aus und sagte, was er im Kopf hatte.

„Es… ich vermute… weil wir nicht den Segen von Alzsass bekommen können… denkt keiner… an eine Partnerschaft.“

Sogleich fing Richard breit zu grinsen an und legte fest die Hand auf Garurus Schulter.

„Das ist nicht mehr das Problem. Es gibt nämlich ein Apostel von Alzsass in Karls Land.“

„Apostel? Was ist das mein König.“, Garuru kannte das Wort nicht.

„Schaz`zalar char Alzsass.“, es klang für Matilde wunderschön wie es Richard aussprach und Garurus gelb- rote Aura, schlug augenblicklich in helles blau über.

„Ich werde einen Priester von Alzsass mit euch reisen lassen, damit der den Apostel alles beibringen wird, damit er die Riten für alle Homosexuellen Echsen abhalten kann. Bei ihm, werdet ihr dann euren Segen für die Partnerschaft erhalten und ich werde diesen Segen, hier, in diesem Land, tolerieren, sofern das Paar aus deinem Clan stammt, oder in Karls Reich bleibt.“

Matilde und auch Garuru, verschlug es die Sprache. Sie kannte die Gebräuche der Echsen, ihre strengen Regeln und deren Glaube und dieser Zuspruch, war weltbewegend. Und nicht nur das, das ein Apostel eines Gottes, wie es Richard selbst gesagt hatte auf Erden wandelte, würde in ganz Archaia eine Völkerwanderung auslösen.

Alle Echsen, ob Homosexuell oder nicht, würden den Apostel zumindest einmal sehen wollen. Tausende, Zehntausende würden durch den Tempel ins Karls Land reisen und sein Land überfluten. Pilger würden um den Wohnort des Apostels Tempel bauen, Städte errichten, nur um in seiner Nähe bleiben zu dürfen.

Eine Bevölkerungsexplosion würde stattfinden, weil sie in seiner Nähe, durch seine Hand, sich gesegnet fühlen werden.

„König Richard. Falls das stimmen sollte, dann wünsche ich, dass es ein Geheimnis bleibt.“

„Das kannst du sowas von vergessen Matilde. Ich werde gleich, nachdem ihr abgereist seid, das ganze Land davon berichten. Denn…“, sagte Richard und hob langsam den Finger.

„…ich werde es ausnutzen. Weil dieser Apostel, beide Geschlechter liebt.“

Matilde fiel durch diese paar Worte, fast nach hinten. Denn diese paar Worte, würden alles im Land verändern. Und nicht nur sie traf es so hart, sondern auch Garuru, wenn nicht sogar noch um vieles härter.

Bevor sie noch was sagte, ergriff Richard wieder das Wort.

„Ich bin mir nämlich sicher, dass die meisten Männchen in meinen Land, so wie ich, auch am gleichen Geschlecht interessiert sind und zumindest einmal was ausprobieren wollen. Das wiederum kann ich so nutzten, dass mein Verbot mit gleichgeschlechtlichem Sex, gestrichen werden kann. Was bei Karl ein Problem darstellt, könnte für uns zum Vorteil reichen. Unsere Bevölkerung würde nicht mehr in einer steilen Kurve wachsen und somit müssten wir trotz des Handels, nicht hungerleiden, wenn sich der Wiederaufbau verzögern sollte. Und, alle würden Glücklich werden. Denn sie können alles ausprobieren, ohne Angst zu haben bestraft dafür zu werden.“

Matilde stimmte Richard zu. Ohne Ausnahmen. Denn tausend Karren voller Lebensmittel, würden für alle nicht reichen, sie würden immer noch hungern, aber nicht verhungern. Zusätzlich würde die Abschaffung des Gesetzes tatsächlich die Bevölkerung milde stimmen, falls das stimmen sollte, dass der Apostel beide Geschlechter liebte. Aber es gab ein Problem damit.

„Falls er wirklich ein Apostel ist… dann kann er euren ganzen Glauben um Alzsass beliebig verändern. Willst du wirklich diese Person zum Apostel in deinem Land ausrufen lassen?“

Richard fing noch breiter zu grinsen an.

„Er ist perfekt dafür geeignet. Er weiß was richtig und falsch ist. Er hat ein sehr großes Herz und sein Gerechtigkeitssinn, ist unvergleichbar.“

„Es ist also ein Er.“, stellte Matilde laut fest und dachte über diesen Umstand nach. Richards Aura sagte ihr, dass alles was er gesagt hatte, wahr war. Dass er das Gesetz abschaffen wollen und somit gleichgeschlechtliche Beziehungen im Land erlauben wollen würde. Das alleine würde ein Flächenbrand im Land verursachen, aber kombiniert mit dem Apostel, würde das Land das Knie vor denen zweien beugen. Sie würden den Apostel anbeten, ihn sogar vergöttern und Richards Regentschaft würde unumstößlich werden.

Eine Person, könnte Archaia komplett verändern und das in einem Grad, dass sogar ein König nicht konnte. Das Wort des Apostels wäre unumstößlich und würde sofort als Gesetz aufgenommen werden. Ihrer Meinung nach, ging Richard ein zu großes Risiko ein, egal wer die Person war und wie dessen Gerechtigkeitssinn ist. Ein falsches Wort, eine falsche Geste und alles könnte auf den Kopf gestellt werden.

„Ist er wirklich ein Apostel?“, diese Frage schwebte ihr schon von Anfang an durch den Kopf.

Richard sah sie lange an und sie sah, dass ihn diese Frage zum Nachdenken brachte. Dann stand er plötzlich auf und sein Blick wanderte umher, bis seine Augen auf etwas fixiert waren. Die schweren Schritte hallten im Raum wieder und er blieb vor einer Wandmalerei stehen. Auch sie stand auf und gesellte sich zu ihm und gemeinsam sahen sie sich die Malerei an.

Es zeigte die drei Götter von Archaia. Alzsass, der Gott der Erotik. Hrarasz, der Gott des Krieges und zum Schluss Ugdir, der Gott der Vernunft, der die Echsen von der Knechtschaft des dunklen Gottes befreit hatte. Weiß, Grün und Rot. Sex, Vernunft und Krieg, das waren die drei Farben der Götter.

„Diese Malerei ist schön und zeigt die letzten Sekunden unserer Götter gegen den dunklen und namenlosen Gott. Der Namenlose war einmal einer der Vier. Sie vier haben uns geschaffen. Alzsass gebar uns und beim Liebesspiel, verbiss sich der Namenlose in seine Schulter. Wie du sehen kannst, trägt er auch hier auf der Malerei die Narben.“

Matilde sah die vielen dunklen Flecken auf der Schulter und sofort, stockte ihr der Atem. Denn er kannte nur eine Person, die weiß war und schwarze Punkte auf der Schulter hatte.

„Hrarasz gab uns unsere wilde Natur, denn wir waren für den Krieg geschaffen worden. Wir mussten nämlich gegen den Feind unserer Götter kämpfen. Ugdir, gab uns dann den freien Willen, als er, Alzsass und Hrarasz herausfanden, dass der Namenlose korrumpiert worden war und insgeheim gegen sie gearbeitet hatte. Gemeinsam mit unseren Göttern, kämpfen wir gegen unseren Ursprünglichen Feind und gegen den Namenlosen. Wir gewannen den Kampf, doch unsere drei Götter wurden dabei schwer verwundet und bevor sie sich zurückzogen, um sich von dem Kampf zu erholen, sagten sie, dass wir auf unsere Art leben sollen, denn sie liebten uns. Sie möchten uns gedeihen sehen, sie möchten an den Kämpfen mitfiebern und sie möchten sehen, wer die Person war, der sich in den vielen Schlachten zum Anführer erhebt, um das Volk zu führen. Nach diesem Prinzip leben wir schon tausende Jahre lang und jeder König, jeder meiner Vorgänger, war König Richard. Ich habe meine alten Namen abgelegt und ich fühle, dass ich ein Richard, der Richard bin. Einmal habe ich nachgeforscht wegen den Namen, aber anscheinend war es schon immer so, dass der König sich Richard nannte. Interessant fand ich dabei aber, dass der Name nicht aus unserem Volk stammte, sondern die Wurzeln in der Gemeinsprache hatte. Matilde, ich bin fest davon überzeugt, dass das ein Zeichen ist. Ich spüre, dass das Leben, das wir bis jetzt geführt haben, zu Ende geht. Zu viel Schlechtes passiert gerade und das nur, weil wir einseitig Hrarasz willen gefolgt sind und wir Ugdir vernachlässigt haben. Er gab uns unseren Willen, unseren Verstand und die Welt, folgt dem schon seit langem und nun ist es an der Zeit, dass wir es auch machen. Alzsass ist unser Gott der Erotik, ihn verdanken wir, dass wir leben. Aber er folgt keinem Weg, außer dem des Lebens. Er ist so gesehen neutral und weil er neutral ist, steckt er in jeder Echse. Nicht jeder ist klug, nicht jeder ist Wild in seiner Natur, aber alles möchte Sex haben. Dieser trieb steckt in jedem und somit, ist der Apostel das nun wichtigste für mein Land. Er kann zu denen durchdringen, die noch immer nicht auf mich hören. Er kann Frieden stiften, wo es normal aussichtlos wäre. Er hat alle körperlichen Merkmale, obwohl er keine Echse ist. Das ist aber egal, weil er voller Liebe und Lust ist, wie Alzsass in den alten Texten beschrieben wird. Und, vielleicht ist das auch das Zeichen der Neutralität. Wenn eine Echse der Apostel wäre, wäre der Apostel nicht neutral, sondern befangen von einem Clan, oder vom Leben in meinem Land. Weil er eben eine nicht Echse ist, zeigt und sagt es mir, dass ich an ihn glaube. Ich weiß einfach, dass er von Alzsass gesendet wurde und wegen unserem Leben, haben wir ihn nicht gesehen. Ich… sah es als Zeichen, als ich meine Schwulen Männer an Karl verkauft und sie mit deiner Hilfe in sein Reich geschafft habe, um ihn dann zu entdecken. Siehst du das nicht auch so? Ich meine… ich lasse es das erste Mal zu, dass das Gesetz nicht durchgegriffen wird und da erscheint eine Person, die alle Merkmale von Alzsass in sich trägt vor meinem Späher. Das kann kein Zufall sein! Ich will nicht glauben, dass es ein Zufall ist. Es MUSS ein Zeichen sein, denn nur so kann ich das alles deuten und erklären!“

Matilde war ergriffen von Richards Worten. So, wie es der König sagte, klang es nach einem Hilfeschrei. Aber sie hörte auch, wie überzeigt er war. Vielleicht stimmte es und in der größten Not, in einer Zeit des größten Umbruches, erscheint der Apostel, um das Volk zu einen und zu wandeln.

„Richard, König, ich habe meine Bedenken, weil du so eigentlich die Führung deines Landes in die Hände eines Fremden geben möchtest, so scheint es mir. Aber, ich verstehe völlig deine Sehnsucht nach Hilfe. So wie es jeder tun würde, der in deinen Schuppen stecken würde. Es ist viel geschehen und viele schwere Entscheidungen musstest du in letzter Zeit treffen. Also ist es nur normal, dass du um Hilfe gebeten hast und in dem Moment, dann von dem Apostel erfahren hast. Interessanterweise, sieht es tatsächlich so aus, als ob es ein Zeichen sein kann. Doch bitte wisset, wie ihr es gesagt habt, dass Alzsass neutral ist und ich bitte euch, dass ihr den Apostel nicht für eure Zwecke ausnutzt. Stellt ihr euch einmal vor, dass ihr für ein Volk das ihr nicht kennt, das Abbild ihres Gottes wärt und von euch verlangt wird, das und jenes zu machen. Stellt euch einmal vor, ihr müsstet abertausende segnen und egal wohin ihr auch hingehen würdet, würden euch tausende folgen. Vielleicht ist er der Apostel von Alzsass, aber er führte bis jetzt ein Leben, ohne davon zu wissen, ohne, dass ein Volk kommen würde, um von ihm gesegnet zu werden. Bedenkt dies und fragt euch selbst, ob ihr das Leben dieser Person, grundlegend verändern wollt.“

Richard starrte während sie sprach auf die Malerei und gegen Ende, legte er die Hand auf das Abbild von Alzsass.

„Du hast Recht. Ich weiß, dass du Recht hast. Aber… ich… sogar ich, König Richard, möchte… möchte ihn sehen. Ich würde gleich das Knie vor ihm beugen, weil ich felsenfest davon überzeugt bin, dass er von Alzsass gesendet wurde. Nenn mich einen Dummkopf, einen blinden Narren, aber mein Echsenblut, mein ganzes Sein, weiß das er es ist. Und wenn ich, mein ganzes Ich davon überzeugt ist, dass er von meinen lieben Gott gesendet wurde, welches Recht hätte ich, ihn nicht meinen Volk vorzustellen?“

Zum Esten Mal verschwand der gelbe Schimmer in Richards Aura. Sie stellte fest, dass Richard so fest davon überzeugt ist, dass alles in ihm daran glaubte.

„Ich sehe, das du überzeugt davon bist und deine Worte… sprechen die Wahrheit. Nun gut, ich werde dich nicht daran hindern ihn als Apostel auszurufen, aber ich sage gleich, dass er eigentlich Schwul ist.“

Leicht überrascht sah Richard zu ihr.

„Du kennst ihn?!“, explodierte es aus ihm hinaus und die Worte klangen in der Halle nach.

„Ja, sogar gut.“

„Dann… kannst du mich ihn vorstellen, oder?!“

„Könnte ich, ja.“

Richard drehte sich zu ihr und beugte das Haupt.

„Bitte Matilde, stelle mich ihn vor.“

„Bist du sicher? Macht es dir nichts aus, dass er im Grunde völlig schwul ist?“

„Nein nichts, im Gegenteil sogar, bei ihm könnte ich mich selbst erforschen.“

Matilde sah hoch zu der Malerei und irgendwie spiegelte die Person die sie kannte den Apostel ziemlich gut wieder.

„Du meinst, dass viele Echsen so fühle wie du?“

„Bestimmt. Ich sah es in vielen Augen in der Brutkammer.“

„Der Apostel, Richard… wird bestimmt zustimmen. Aber wir müssen das jetzt schon klären, bevor alles aus den Ruder laufen wird.“

„Wie meinst du das Matilde?“

„Dein gesamtes Volk würde ihn sehen wollen. Karls Reich würde überflutet von Echsen werden. Tempel würden in Namen des Apostels um seinen Wohnort gebaut werden. Pilger würden sich in seiner Nähe niederlassen und ihn auf Schritt und Tritt folgen. Wer weiß wie viele es sein werden, aber bestimmt sehr, sehr viele. Dagegen müssen wir was machen. Am besten wäre es, wenn er für ein paar Tage nach Archaia kommt und dort alle Clans einmal besucht. Wenn das erledigt ist, soll der Apostel zurückreisen können, ohne dass dein Volk mit ihm reist.“

„Das kann ich nicht akzeptieren, Matilde. Sieh doch selbst, in was für einen Zustand jeder ist. Sie würden alles Opfern wollen, um ihn zumindest einmal zu sehen, von ihm berührt zu werden, von ihm gesegnet zu werden. Er ist der Hoffnungsschimmer, das mein Volk jetzt braucht.“

Matilde dachte abermals über diese Worte nach und sie verstand Richards Einwand. Deswegen drehte sie sich zum schlafenden Karl um.

„Dann bespreche es mit Karl. Denn er ist der König und Herrscher im Land, wo der Apostel lebt und wohnt. Aber vergiss eines nicht, der Apostel gehört dir und dein Volk nicht. Er ist nicht euer Eigentum und das solltest du im Hinterkopf behalten, während du mit Karl sprichst.

„Das werde ich Matilde.“, sagte Richard ehrenvoll und hob sein Haupt wieder, um genau wie Matilde, zu Karl zu sehen.

„Wie lange wird er noch schlafen?“, fragte sie ihn.

„Ein paar Stunden sicher noch.“

„Du kannst es wohl kaum noch erwarten, oder?“

Richard nickte und entdeckte erst jetzt Garuru, der sie einfach nur anstarrte.

Obwohl sie beide spürten, dass ihr Gespräch noch bei weitem nicht zu Ende war, kamen sie in Übereinkunft, dass nun eine kleine Pause gut wäre. Matilde ging zu Garuru, um sich vor ihm zu setzten und eine tröstende Hand auf seine Schulter zu legen. Richard hingegen setzte sich auf die andere Seite der Bank hin, um in Karls Gesicht blicken zu können.

Er studierte lange seine Züge und er dachte darüber nach, was er sah.

„Matilde?“, sagte Garuru leise und wie es die Echse aussprach, klang es so, als ob sie der Überbringer des Weltfriedens wäre. In seinen Augen sah sie die reine Hoffnung auf ein glückliches Leben. Ein Leben des Glücks und der puren Leidenschaft.

Und sie fragte sich, wieso das so war.

„Ja Garuru?“

„Stimmt es wirklich, dass der Apostel Alzsass hier auf Erden wandelt?“

Garurus Aura nahm eine Farbe an, das sie nur selten zuvor gesehen hatte und das zeigte ihr, in welch erregter und freudiger Stimmung Garuru war.

„Anscheinend, aber, wieso ist das so eine große Sache für die Echsen, das verstehe ich noch nicht so ganz.“

„Weil wir, seit wir klein und denken können, von Alzsass, als Symbol der Erotik, erzählt bekommen haben. Sechsmal im Jahr, seit ich denken kann, musste ich und jeder andere, in Alzsass Tempel gehen und die Riten mitansehen. Und es wurde von ihm vorgelesen und jeder Tempel war so gestaltet, dass man ganz heiß werden musste, wenn man nicht schwul war. Überall sah man ihn mit einem Weibchen und in jeder Stellung.“

„Moment mal Garuru, heißt es nicht das euch Alzsass gebar? Wieso ist er dann als Männchen dargestellt?“

„Weil…“, dieser Frage überforderte Garuru gerade und da, sprang Richard ein.

„Das ist ein Thema, dass lange heiß Diskutiert wurde. Vor tausend Jahren, war es noch üblich das Alzsass immer nur als Männchen angesehen wurde und uns gleichzeitig gebar. Bis einmal der damalige König es so nicht akzeptiert hatte. Auf einer Steintafel stand, dass der damalige Richard deswegen nicht davon begeistert war, weil das zeigte, dass auch Männchen mit Männchen schlafen durften. Und damals war es auch gang und gebe. Denn in den alten Texten stand eben, dass Alzsass uns gedeihen sehen wollte und es wurde so interpretiert, dass man eben nicht des Nachwuchswillen Sex hatte. Gedeihen war da das springende Wort, man konnte es in vielerlei Hinsicht interpretieren. Bevor die Diskussion überhaupt auftrat, sah man es auch als Geistiges Gedeihen und da Alzsass unser Gott der Erotik und des Sexes war, war es normal, wenn ein Männchen mit einem Männchen zusammen war, um eben Gefühlsmäßig zu gedeihen.“

„Also verband man das Wort damals mit den Gefühlen den man hegte, oder?“

„Richtig, aber der damalige König Richard, sah es eben anders. Damals, war unsere Zahl sehr gering und wir lebten in vielen kleinen Gemeinschaften. Man konnte sagen, bis zu dem Zeitpunkt wo Richard einen Einwand hatte, war die Zeit, wo wir in Alszass Willen gelebt haben. Doch dann kamen wir in die Epoche von Hrarasz. Diese Epoche wurde eingeläutet, als der damalige König Intimitäten und Sex unter gleichgeschlechtlichen mit dem Tod bestrafte. Und gleichzeitig, die erste Brutkammer einführte, um sein Volk gedeihen zu sehen. Seit diesem Zeitpunkt, nahm unsere Zahl rapide zu und innerhalb von 50 Jahren, wuchsen wir auf das doppelte heran. Das wiederum führte zu mehr Konflikten unter den Echsen und unsere wilde Natur, kam dann vollends zum Tragen. Das wurde zu einem richtig großen Problem, denn, obwohl anfangs unsere Zahl gestiegen war, sank sie dann rapide wieder ab, als die ersten Clanschlachten stattfanden. Der Darauffolgende König Richard, der in dieser Zeit aufwuchs und von Krieg und Totschlag zum wahren Monster geworden ist, verbot uns für 50 Jahre einen weiteren Clankrieg, damit wir stark genug waren, um eine Invasion starten zu können.“

„Er nutzte also die Zeit und eure wilde Natur aus, um das erste Land zu erobern, was für ein dummer und verblendeter König…“

„Sag das nicht so laut Matilde. Denn er ist einer unserer Vorfahren und wir ehren sie alle. Aber ja, jetzt gesehen, war das wohl nicht die richtige Entscheidung. Das war dann der Auftakt für die letzten 900 Jahre Krieg. Unsere Zahl sank nach jeder Invasion rapide und wir brauchten lange, um uns zu erholen. Doch mit der Zeit schritt die Welt voran, Technologien wurden Entwickelt und die Schlachten nahmen immer mehr an taktischen Zügen zu. Neue Waffen wurden entwickelt, Rüstungen wurden geschmiedet und irgendwann, verloren wir nicht mehr so viele Krieger, weil wir uns die Technologien des Feindes aneigneten. Somit stieg die Kurve der Bevölkerung immer steiler an und gerade jetzt, hat sie ihren Höhepunkt erreicht, genauso wie unsere Zeit des Krieges. Das war der Grund, der eigentliche, wieso die Top 6 rebellierten. Sie wollten es nicht wahrhaben und deswegen, haben sie mich als Verräter der Traditionen beschimpft.“

„Du willst also wieder eine Epoche von Alszass ausrufen und deswegen, brauchst du den Apostel, oder etwas nicht?“

Richard sah von Karls Gesicht auf.

„Ja und auch wieder… Nein.“

„Was meinst du mit nein? Es ist entweder ein Ja, oder ein Nein.“

„Mein Volk, so wie ich auch, brauchten mehr als nur volle Bäuche. Ich habe meins schon gefunden, indem ich für ein paar Wochen ins Haus Rosé einziehen werde. Ich brauche ungezügelten Sex und ich spüre, dass es mir egal ist, dass dort Männchen sind, mit dem ich Sex haben werde. Wenn ich ehrlich bin, dann bin ich deswegen sogar richtig aufgeregt. Dieser Gedanke erfüllt mich mit purer Aufregung, weil ich weiß, dass es etwas ist, was ich brauche und schon immer wollte. Nur wollte ich das nicht wahrhaben. Ich kann die Schuld den letzten 900 Jahren zuweisen, aber in Wirklichkeit war ich es selber, der es mir verboten hat. Und ich und meine Vorgänger, haben es der Bevölkerung verboten, doch, wie ich es schon sagte, sah ich in der Brutkammer, wie Neugierig alle Krieger auf das gleiche Geschlecht waren und demzufolge, kam ich zu dem Schluss, dass jede Echse ungefähr das gleiche fühlte, wie ich. Deswegen möchte ich meinem Volk den Apostel vorstellen. Sie sollen ihn kennenlernen und er soll die Zeit einführen. Sie sollen wieder ganz werden, Matilde. Und wer es nicht möchte, den zwinge ich nicht, aber ich möchte ihnen die Chance geben wieder so zu leben, wie es vor 1000 Jahren war. Damals gab es höchstens unter Jungen Raufereien und keine Kriege der Nationen.“

„Um es kurz zu fassen. Du willst den Apostel nutzen, damit dein Volk wieder zu sich selber findet.“

„Ja, so ungefähr kann man es beschreiben.“

„Und wieso das nein?“

„Weil… weil…“, Richard sah an ihr vorbei, um Alzsass bei der Malerei zu betrachten.

„Weil… ich an ihn glaube. Ich glaube daran, dass er von unseren Gott gesendet wurde und, dass er ausgerechnet schwul ist, bestätigt nur mein Wunsch mein Volk wieder zu sich selbst finden zu lassen. Ich möchte ihn kennenlernen, seinen Worten lauschen und von ihm lernen.“

„Naja… sehr viel wirst du von ihn nicht lernen können, außer zu blasen und zu ficken.“

Richard fing laut zu lachen an und Matilde war deswegen etwas irritiert.

„Wieso lacht Ihr?“

„HAHAHAHAHA, weil… HIHIHI… das nicht sooo gemeint war… HAHAHAHAHA!“

Breit Grinsend fügte nun Garuru hinzu: „Alzsass ist der Gott der Erotik. Es kommt nicht darauf an, was er macht, sondern auch wie und den Weg an sich. Ein Blick, eine Geste, ein Wort reicht schon aus, um ein Herz zu erobern.“

Da fiel Matilde ein, was Richard und Garuru damit meinten. Tom, so glaubte sie, war der Apostel von dem die zwei Sprachen, hatte ein sehr warmes Lächeln. Er hatte einen grazilen gang und wusste sich immer wieder ins Rampenlicht zu stellen. Und was sie von der Eröffnungsfeier gehört hatte, war Tom auch eine Person, die jeden mit seiner Ausstrahlung, seinen Worten, mitreißen konnte. Die Gäste haben ihn in der Nacht gefeiert und diese Nacht, sprach sich schon längst über ihre Grenzen hinweg um. So selbstsicher wie er war, schaffte er es sogar mit seinem Lächeln, dass sie sich zu ihm hingezogen fühlte. Seine Augen und dieses Grinsen und Lächeln, versprachen so vieles und so viel Heißes. Und da, verstand sie nun Richards Worte.

Mit einem leichten lächeln redete sie nun weiter.

„Ich verstehe. Ja, ich denke von ihm könnt ihr alle viel lernen. Sofern du mit Karl alles abgeklärt hast.“

Garuru drehte schnell den Kopf zu Richard und die beiden Echsen sahen sich strahlend an.

Sie sah ihre beiden blauen Auren pulsieren und sie wusste deswegen, welch Freude sie beide gepackt hatte. Damit ihre beiden lieben Echsen nicht lange warten mussten, wandte sie sich nun an Karl. Sie schloss die Augen, nachdem sie eine Hand auf seinem Bein gelegt hatte.

Karls Körper hatte viel zu erledigen. Schrammen, Blutergüsse und der Rest des Giftes, das noch im Blut war, um all das kümmerte sich gerade Karls Körper. Aus spürte sie, in welch tiefem Schlaf Karl war und sie freute sich, dass er sich etwas erholen konnte. Doch schlafen konnte er, wenn er wieder im eigenen Bett war und deswegen, half sie Karls Körper mit etwas Magie nach. Sie ließ ihre Magie in Karls Körper strömen und der Körper saugte sofort die zusätzliche Energie auf.

Alles beschleunigte sich. Die Wunden heilten, die Blutergüsse verheilten und wurden abgebaut. Das Gift wurde aggressiv angegriffen und vollkommen vernichtet. Das Gehirn speicherte ihre Magie und nutzte den Rest um die Nerven zu erholen. Innerhalb von Minuten, war Karl so Fit, dass er Bäume ausreißen konnte.

Nur dass sich ihre Abreiße um einen halben Tag nach hinten verschoben hat, wird sie ihm später erklären müssen.

Da nun Karls Körper erholt war, baute er auch den Schlaftrunk schnell ab und das war ihr eigentliches Ziel gewesen.

Sie öffnete wieder die Augen und schnaufte einmal erschöpft aus.

Überaus sanft legte sie danach ihre Hand auf seine Schulter und schüttelte sie leicht und gleichzeitig, hauchte sie seinen Namen.

Mit flackernden Augen, wachte Karl langsam auf. Gähnend, streckend und schmatzend, setzte sich ihr König langsam auf und sie deckte ihm die untere Körperhälfte wieder zu.

Noch bevor ein Wort fiel, hörten sie alle seinen Magen knurren und die Mägen aller anderen, Antworteten darauf ebenfalls mit einem Knurren.

„Wo bin ich?“, fragte ihr König unter einem gähnen.

„Ihr wurdet von König Richard in Garurus Clan getragen.“

„Verstehe und… wieso?“

„Weil ich etwas Abstand haben wollte von der Hauptstadt und weil ich sehen wollte, wie es den Clan meines Freundes wirklich geht.“

Dankend sah Garuru nach diesen Worten zu Richard.

„Ok und kann mir einer erklären, wieso ich verdammt nochmal geweckt wurde? Ich schlief gerade so schön und das letzte Mal als ich so schlief, war in Toms Armen…“

Als Toms Name fiel, schluckte Matilde laut. Denn anscheinend konnte Richard was mit dem Namen anfangen. Überrascht sah Richard runter zu Karl und dessen Aura explodierte für einen Augenblick vor Eifersucht. Aber der einzige, der nichts mit dem Namen anfangen konnte, war Garuru. Der bekam von alldem nichts mit.

„Weil Richard was dringendes mit dir zu besprechen hat.“

Karl gähnte und sah übelgelaunt zu Richard rauf. Für einige Augenblicke trafen sich ihre Blicke, bis Karl in der Decke eingehüllt, einfach aufstand und davonging. Er hinterließ zwei Echsen die sich fragend ansahen und eine verständnisvolle Magierin.

Karl war richtig übel gelaunt.

So richtig übel.

Denn in seinen Träumen lag er wieder in Toms Armen und genoss den Duft von ihm und die Aussicht am See. Er hörte die Kinder spielen, die Erwachsenen beim Sex und den ruhigen Herzschlag in der Brust, wo sein Ohr drauf lag. Gerade jetzt hatte er überhaupt keine Lust mit irgendeinem zu reden und deswegen, verließ er die Pyramide, um dann kurz geblendet, draußen am Eingang stehen zu bleiben.

Sofort roch er was Wundervolles und sein Magen meldete sich mit einem Knurren. Dann sah er den ganzen Clan bei der Feuerstelle versammelt und dorthin, wollte er nun gehen. Er sah auch Echsen, die nicht zum Clan gehörten und dort stehen und auch, wie ruhig und friedlich Kajan in einer Hängematte schlief.

Bei ihr blieb er kurz stehen, um sich still bei ihr für den Schutz zu bedanken. Die Feuerstellte knisterte laut und als er sich hinten anstellte, sah er vier große Braten, die über der Kohle vor sich hinzogen. Garurus Freund zischte und fauchte und unterhielt sich somit mit dem restlichen Clan.

Dabei entdeckte er Sorak, der völlig abgemagert, aber mit wachen und hungrigen Augen, ganz vorne saß und den blick nicht von den Braten abwenden konnte. Also ging er hinten herum um die versammelte Menge, um sich dann durch sie zu quetschen, bis sie alle sahen, wer er war. Da machten sie ihn dann Platz und gähnend, setzte er sich neben Sorak.

Völlig überrascht sah ihn die Echse von der Seite an und er konterte darauf mit einem breiten Lächeln und einer Schulterumarmung. Schon fast verliebt drückte sich Sorak gegen ihn und lehnte den Kopf auf der Schulter ab. Zusammen sahen sie dann zu den Braten und dabei, legte Sorak ganz Frech eine Hand auf seinen Schenkel.

Als die Hand gleich sein Schenkel zu streicheln anfing und dabei immer höher und unter der Decke wandern wollte, legte Karl eine Hand auf Soraks und hielt sie einfach nur fest. Die Echse verstand gleich, dass er jetzt keine Lust dazu hatte und freute sich einfach stattdessen, neben ihn zu sitzen und den Kopf auf seine Schulter ablegen zu können.

Fast der gesamte Clan sah ihnen dabei zu und lächelte breit, bis Garurus Freund mehrmals zischte und die Arme in den Himmel streckte.

Der Clan jubelte und versreute sich, um dann nach nicht einmal einer Minute, mit Holztellern und Schüsseln zurückzukommen. Während das Fleisch von Garurs Freund geschnitten und aufgeteilt wurde, kamen Richard, Garuru und Matilde zu ihm geschritten. Der Clan verbeugte sich tief vor ihrem König und hielt sich nun zurück. Richard aber fauchte und sprach kurz zum Clan und die Kinder und dann die Erwachsenen, grinsten breit und freuten sich sichtlich auf das Essen.

Natürlich sah er die blicke von Garuru und dann von Richard, die ihm und Sorak galten, doch es war ihm völlig egal. Sorak war eine liebevolle Echse, das wusste er vom ersten Moment an. Und es tat ihm leid, dass ihn das Schicksal so hart getroffen hat und deswegen, wollte er ihn helfen und an seiner Seite sein.

Der Clan verschlank regelrecht einen Braten nachdem anderen und als der letzte Braten drankam, stand Garuru auf und füllte sechs Schüsseln voll mit Fleisch. Eine stellte er unter Kajans Hängematte hin und die restlichen reichte er Richard, Sorak, Matilde und Karl.

Neben Sorak setzte sich Garuru und neben Karl setzte sich der starke Echsenkönig hin. Matilde hingegen saß neben Kajans Hängematte und genoss sichtlich das Essen.

Sie fünf ließen sich die Mahlzeit wirklich schmecken. Lange hatten sie nämlich nichts gegessen und das war genau das, was sie nun brauchten. Während Karl aß, hellte sich seine Stimmung auf, bis er wieder richtig gut gelaunt war. Vielleicht lag es auch daran, weil er die ganzen zufriedenen Gesichter der Echsen von Garurus Clan sah. Mit einem kleinen runden Bauch, lagen sie alle in der offenen Hütte und seufzten zufrieden zufrieden, während sie am Verdauen waren.

Dabei wurden Zärtlichkeiten ausgetauscht, die nur eins später zur Folge haben werden. Auch Sorak verschlang das Essen, als ob es kein Morgen geben würde und Karl gab ihn immer wieder einen Nachschlag, wenn die Schüssel leer war, bis auch seine Echse neben ihn, sich nach hinten legen musste, um sich den runden Bauch zu streicheln.

Karl hingegen aß bei weitem nicht so viel wie die Echsen. Er aß nämlich nur so viel, bis er kein Hunger mehr verspürte, um dann das Essen für später aufzubewahren. Sogar Richard und Garuru mussten sich mit einem runden Bauch hinlegen.

Einige Minuten lang genoss Karl die ruhige Stimmung und ihm kam der Gedanke auf, für einige Wochen hier zu leben. Es gefiel ihm hier sehr gut mittlerweile. Nicht nur in diesem Dorf und Clan, sondern im ganzen Land. Die schlechten Ereignisse mal abgesehen, waren die Echsen ehrbar, stolz und sehr zuvorkommend. Auch konnte man mit ihnen sprechen, was er zuvor nicht wirklich für möglich gehalten hat, außer Richard natürlich. Das beste Beispiel hierfür war Sazla, den Anführer der Rebellion.

Das zeigte ihm wie die Echsen in Wirklichkeit waren, obwohl sie eine kriegerische und wilde Natur hatten. Ihre Zivilisation war uralt und hatte ihre Regeln und Traditionen, die aber nicht komplett fest verankert waren, jedenfalls nicht so fest, um mit diesen unterzugehen.

Und sie waren, neben der kriegerischen Natur, sehr liebevoll. Wenn man mit einer befreundet ist, konnte man völlig frei sprechen. Man musste nicht wirklich drauf aufpassen, was und wie man was sagt, sondern man konnte einfach frei raus sprechen. Das schätze er sehr und es erinnerte ihn an Tom. Mit ihm konnte er auch offen sprechen und er wusste, dass Tom verschwiegen war und nichts preisgeben würde, wenn man ihm darum bat.

Dann fiel ihm ein, das Richard was mit ihm besprechen wollte und als er sich zu ihm drehte, lächelte er leicht, weil König Richard mit ausgestreckten Gliedmaßen eingeschlafen war. Auch Garuru schlief, genauso wie Sorak. Für Soraks Körper musste das Festmahl eine gewaltige Anstrengung gewesen sein. Der Magen, der lange Zeit lang nichts zu verdauen bekommen hatte, musste nun auf Hochtouren arbeiten, umso verständlicher war es, dass die schwache Echse eingeschlafen war. Also blieb nur noch Matilde übrig und zu der, ging er auch hin.

Sie kümmerte sich gerade um Kajan im Schlaf und weil er sie nicht stören wollte, setzte er sich leise neben ihr. Er wartete solange ab, bis Matilde fertig war und sie brauchte ein paar Minuten, bis sie von Kajan abließ.

„Wie geht es ihr?“

„Besser. Ich habe ihren Körper unterstützt, so wie bei euch mein König. Das restliche Gift wurde abgebaut, die leichten schrammen und schnitte wurden geheilt, doch leider…“

„Verzögert sich unsere Abreise, stimmt?“

Matilde nickte.

„Leider ja. Normal wäre das für mich überhaupt kein Problem, aber das Land ist so erschöpft, dass es kaum noch Leben beherbergt und somit, sind die Energien in diesem Land sehr schwach.“

Das erklärte ihm, wieso Matilde nach ein paar Zaubern schon ausgebrannt war. Normal wäre sie ein Sturm, ein Gewitter des Zorns konnte sie sein und das war es, was Karl aufgefallen war. Und das erklärt auch, wieso sie solange brauchte um sich zu erholen.

„Ist schon Ok. Ich mag es hier und wenn ich einen Tag länger bleiben darf, dann freue ich mich auch deswegen.“

„Aber mein König… euer Land braucht euch.“

„Ich weiß und ich weiß auch, dass es noch immer da sein wird, wenn ich mal für drei Tage nicht da sein werde. Und auch Marcell, wird noch immer das sein, das verspreche ich dir.“

Das hellte ihre Stimmung etwas auf und er bekam von ihr ein Lächeln geschenkt.

„Also, worüber wollte Richard mit mir sprechen?“

„Ähm ja… das ist… ziemlich heikel und könnte auch euch selbst betreffen.“

Karl rollte mit den Augen und war sichtlich genervt von dieser Umschreibung.

„Sag es doch einfach Matilde.“

„Ok. Los geht's. Also, Richard glaubt, dass Tom der Apostel von Alzsass ist. Er sieht so aus wie deren Gott der Erotik und des Sex. Er möchte ihn als Apostel im Land ausrufen lassen und was ich so mitbekommen habe, sehen alle Echsen zu diesem Gott mehr als nur auf. Ihr halbes sein ist auf diesen Gott aufgebaut und ich bin mir ziemlich sicher, dass Richards gesamtes Volk in unser Land reisen würde, nur um einmal Tom sehen zu können. Wer weiß, was passiert, wenn das geschieht, was die Echsen bei uns machen würden. Das und vieles mehr habe ich auch Richard gesagt, aber er ist davon völlig überzeugt, dass Tom ein Zeichen seines Gottes ist. Er sagte auch, dass er zum ersten Mal nicht das Gesetz greifen ließ, um dann ein Bericht von Tom zu erhalten. Für mich, sieht es wirklich so aus, als ob es ein Zeichen sein könnte und Richard wollte deswegen mit dir sprechen. Er wollte mit dir abklären, wie er es mit deiner Hilfe schaffen konnte, wie sein gesamtes Volk, das Tom sehen wollte, auch Tom zu Gesicht bekommen kann.“

Im Stillschweigen hörte er genau zu, was Matilde von sich gab und im Grunde genommen sah er zunächst, kein Problem damit. Doch würde das Tom wollen, war die eigentliche Frage und falls er zustimmen sollte, wie würde dann alles von statten gehen, war die nächst Frage.

„Habt ihr denn nichts dagegen, dass Richard Tom zum Apostel ausrufen lassen will?“

„Nein.“

Für einen kurzen Augenblick entglitten Matilde die Gesichtszüge und er musste fast zu lachen anfangen, als er das verdatterte Gesicht sah. Doch schnell fing sie sich wieder und mit einem „Ähem.“, fing sie wieder zu sprechen an.

„Darf ich fragen, wieso?“

„Ja.“

Matilde wartete geduldig, aber als nach ein paar Minuten noch immer keine Antwort kam, fing sie mit den Fingern auf den Schenkel zu tippen an.

„KARL!?“, platze es dann aus ihr raus und sofort legte sie beide Hände auf den Schnabel, als sie feststellte, dass sie ihren König angeschrien hatte. Und nicht nur das, einige schlafende Echsen rührten sich und drehte sich dann mit ihren runden Bauch langsam um.

Karl musste daraufhin grinsen, weil er genau das Auslösen wollte.

„Ok Matilde, endlich sind wir bei *Du* angelangt. Gut, ich sage dir wieso ich nichts dagegen habe. Zum einem, sind unsere zwei Länder Freunde und auf dem Papier verbündete. Zum anderen, braucht sein Volk etwas woran es jetzt glauben kann. Sie Hungern, sie Leiden und ich weiß, dass 1000 Wägen voller Nahrung gerade mal für einige Wochen reichen werden, wenn man es Rationiert und darauf bedacht war, den größten Hunger zu stillen. Mich stört es nicht im Geringsten, wenn tausende Echsen in mein Land kommen würden, um Tom anzubeten. Mich würde es aber stören, wenn sie sich nicht an meine Gesetze halten würden. Sie müssten eben für ihr Leben arbeiten und somit, würde es die Wirtschaft ankurbeln. Auch wenn sie nur für ein paar Tage, oder einen Tag kommen würden, brauchen sie was zum Essen und zu Trinken und wenn jede Echse nur ein paar Kupferlinge ausgibt, würde es auch der Wirtschaft ankurbeln.“

„Aber… was ist wenn sie wegen ihm Tempel bauen, oder die Pilger eine Dorf, oder sogar eine Stadt gründen wollen?“

„Dann müssten sie es zuerst beantragen und das setzt voraus, dass sie zuerst Bürger meines Reichs werden. Aber das ist alles eine Sache, die man später klären kann, denn die eigentliche Frage ist, ob es überhaupt Tom möchte. Möchte er angebetet werden, möchte er überhaupt so angesehen werden und wenn nein, was würde passieren? Sollte dann nur Richard mit ein paar auserwählten Tom sehen? Wenn das eintrifft, wie würde die Bevölkerung darauf reagieren, wenn sie davon erfährt. Sprich, Tom hat sozusagen keine Wahl, außer *Ja* zu zusagen. Denn er würde nicht wollen, dass ein Volk leidet, nur weil er Nein gesagt hatte. Das wiederum, führt dann zum Thema, wie das alles gehandhabt wird. Wann dürfen sie ihn besuchen, oder sehen können. Wieviel, wo und wie.“

„Genau! Das wird in ein Chaos ausbrechen, weil al ihn le zugleich sehen wollen.“

„Da… hast du Recht. Jetzt… verstehe ich langsam worauf du hinaus wolltest. Ja, das ist ein Problem. Am besten ist, wenn Tom für einen Tag in Richards Hauptstadt geht und sich vor allen zeigt. Das würde schon genügen, um viele Glücklich zu machen.“

„Das habe ich mir auch gedacht und auch gesagt. Aber Richard möchte auch, dass Tom die Partnerschaftszeremonien für die Schwulen Echsen macht.“

„Das ist ok, sofern es auch Tom möchte. Ich finde das sogar sehr schön.“

Gleich nachdem er das letzte Wort gesagt hatte, setzte sich Richard langsam auf. Leicht verwirrt und mit roten Augen, sah sich der König um und erst einige Sekunden später, fanden ihn die Augen.

Plump ging und setzte sich dann Richard zu ihnen und die starke Echse wollte schon anfangen zu sprechen, doch Karl hinderte ihn daran, indem er die Hand hob.

„Ich weiß schon grob was du mit mir besprechen wolltest und ich sage gleich, dass ich eigentlich nichts dagegen habe. Mein liebevoller und heißer Tom würde auch nicht nein sagen, wenn man ihn fragen würde, ob er der Apostel der Echsen sein möchte und deswegen, kommen wir gleich zum Punkt. Wie hast du dir es vorgestellt, wie wir das gemeinsam handhaben?“

Richards Augen fingen vor Freude zu glühen an.

„Zunächst einmal, danke Karl. Wirklich. Ok, aber zuerst möchte ich dir sagen, wieso ich das machen möchte.“

Richard erzählte Karl von den Göttern, von der Zeit vor tausend Jahren und wie das Leben damals war. Auch dann den Umbruch und der Grund, wieso seine Nation so Kriegerisch wurde. Und dann, zum Schluss, dass er diese Zeit des Friedens wieder aufleben lassen möchte und natürlich auch, weil er es für sich selbst brauchte.

„Ok, ich verstehe nun und haben auch ein gutes Bild davon, wieso du dich dazu entschieden hast. Sprich, wenn Tom zum Apostel ausgerufen wird, können alle Echsen, egal welche sexuelle Orientierung sie auch haben, die Ehe abschließen, oder hab ich da was falsch verstanden?“

„Gesagt habe ich das jetzt nicht, aber das wäre folgendermaßen auch beschlossen. Wenn mein Volk sieht, dass Tom der Apostel schwul ist, dann kann der Tempel von Alzsass nichts dagegen tun und muss somit die Ehen aller akzeptieren.“

Karl nickte und er war überrascht, dass Richard so ein gläubiger war.

„Und wie machen wir das dann? Soll Tom für einen Tag zu euch Reisen und das versammelte Volk segnen?“

„Das und ich würde gerne wollen, dass man zu ihm reisen darf. Mein Volk braucht das dringend und an jenem Tag, können bestimmt nicht alle kommen.“

„Ok… dann… weißt du ja, dass Tom im Haus Rosé lebt und wohnt?“

„Ja, dessen bin ich mir bewusst und umso mehr, freue ich mich dann auf die Neueröffnung.“

Karl fand das alles sehr interessant und auch ziemlich weltbewegend. Er unterhielt sich gerade mit Richard über ein Thema, dass wieder einmal das gesamte Archaische Reich betraf. Zwar machte er sich keine Sorgen, dass Tom seinen Status ausnutzte, aber er macht sich schon sorgen um die Fanatiker, die bestimmt kommen werden, um Tom zu entführen.

„Ok… machen wir das so. Ich erlaube hiermit, dass Garurus Clan die Pilger aufnehmen darf. Doch Tom darf nicht besucht werden, außer er kommt selbst zum Clan. Er darf nicht berührt werden, außer er gestattet es. Wenn sie ihn sehen wollen, dann müssen sie, wie jeder andere Gast im Haus Rosé, dafür zahlen und auch das Angebot wahrnehmen. Ich möchte nicht, dass sie zahlen, ihn sehen und dann wieder gehen, denn das würde ein falsches Bild von mir, Dir und mein Land machen. Einen Monat nachdem die Neueröffnung stattfand, wirst du Tom zum Apostel ausrufen lassen und eine Woche darauf, kannst du ihn abholen. Für zwei Tage wird er bei euch bleiben und ich möchte dein Versprechen haben, das er dann wieder zurückkommt. Bist du damit einverstanden?“

Richard dachte schwer nach und schneller als erwartet, nickte der König und reichte Karl die Hand.

Sie schüttelten die Hand und es wurde besiegelt. Karl und Richard waren zufrieden mit dieser Übereinkunft und jeder hatte was davon.

„Und was würdest du bei Tom machen, wenn du ihn siehst?“, fragte Karl, weil Richard sehr vage über dieses Thema gesprochen hat.

Richard sah ihn daraufhin lange an, um dann zur Pyramide zu sehen.

„Gehen wir baden, dann erzähle ich dir alles.“

Karl ahnte schon was kommen wird und er gestand sich, dass er recht neugierig auf das kommende war. Es war auch Richard, der zuerst aufstand und davonschritt.

„Matilde, tu mir einen Gefallen und weck Garuru auf und sag ihm, dass ich ihn bei Bad sehen möchte.“, sagte Karl und stand dann auch auf. Richard war schon in der Pyramide verschwunden und er hörte ein lautes klacken, als er die Treppe hoch nahm. In der Tür am Boden sah er Richards Gürtel liegen und kurz darauf, wie jemand ins Wasser schritt. Seine Decke fiel auf den Gürtel und links von ihm, sah er an der Wand auf der Bank, Richard mit geschlossenen Augen sitzen.

Als er ins warme Wasser schritt, fühlte er sich gleich wieder wohl und schloss wie Richard die Augen, um die Sonne zu genießen, nachdem er sich neben ihn hinsetzte.

„Es ist nicht so, was ich mit ihm machen würde, sondern was ich mit ihm bespreche möchte. Seit langem fühle ich… erregen mich auch die Männchen in der Brutkammer. Ich wollte fragen, ob das falsch ist. Versteh mich nicht falsch, ich würde Weibchen immer vor Männchen vorziehen, aber irgendwie lässt mich der Gedanke nicht los.“

„Welcher Gedanke denn?“

„Ob das falsch ist, was ich fühle natürlich.“

„Wieso sollte das falsch sein, was DU fühlst?“

„Weil das seit tausend Jahren falsch und verboten ist.“

„War, Richard, war.“

„Ja war… und das ist der Grund, wieso ich mich damit konfrontieren möchte.“

„Das… verstehe ich jetzt nicht so ganz. Als wir uns das erste Mal bei dir trafen, sagtest du, dass du dein Leben genießen möchtest und du im Haus Rosé dein Urlaub planst. Was ist jetzt anders?“

„Was anders ist, dass sich das Gesetz in meinen Land ändern wird. Es ist jetzt nicht nur ein Urlaub, der geplant ist, sondern die grundlegende Veränderung, die ich durchmachen möchte. Ich möchte von ihm selbst hören, was er darüber denkt.“

„Also… so wie ich ihn kenne, würde er sagen: Hör auf deine Gefühle und sträube dich nicht dagegen. Werde Glücklich und hab deinen Spaß.“

„Interessant, Richard.“

„Was denn?“

„Genau sowas würde Alzsass auch sagen.“

Sie hörten schritte näher kommen und dann, wie es laut klackte. Karl sah zur Seite und Garuru kam ins Wasser geschritten. Natürlich hing schon der schlaffe Penis aus der Hauttasche raus und Karl genoss den Anblick, den Garuru ihn gab. Garuru sah sofort Karls Blick und mit einem leichten Lächeln, setzte sich die Echse gleich neben ihn und legte sogleich, auf seinen Schenkel, eine Hand.

Nachdem er einen Arm um die Schulter von Garuru gelegt hatte, ließ er sich gehen und gab der Echse einen langen und sanften Kuss auf die Wange, um ihn danach warm anzuschnaufen. Richard bemerkte dies und laut ausschnaufend, ließ er sich ins Wasser gleiten und wie im Palast im Becken, nach vorne durch das Wasser zu waten und sich auf den Rand abzustützen und die Hoden zwischen den Hinterbeinen rauszupressen.

Sie sahen prall gefühlt aus und die ovale Form, schrie nach einer Streicheleinheit. Garuru und Karl konnten nicht anders, als auf diese Einladung zu starren. Und es war Karl, der sich zuerst bewegte und sich mit den Rücken zum Rand, neben Richard wieder auf die Bank im Wasser setzte.

„Ich wollte dich schon einmal fragen, ob das im Palast, eine Einladung von dir war.“

Richards Augen, die in die ferne blickten, zuckten nur ganz kurz zu ihm, um dann wieder nach vorne zu starren.

„Vielleicht, Karl.“, kam dann nach einigen Sekunden die Antwort.

„Verstehe. Dann belassen wir es dabei.“

Nun schossen die Augen von Richard in seine Richtung und Karl sah die Enttäuschung in den Augen.

„Richard, ich bin jetzt ehrlich. Du hast wirklich einen sehr schönen… Hintern. Zwei dicke und verlockende Hoden und ich würde zu gerne mehrere Nächte mit dir verbringen wollen. Doch du bist König, hier in deinem Land. Deswegen, freue ich mich, wenn du bei der Neueröffnung kommst. Denn ich werde da sein und für den Rest meiner Tage, dort verbringen. Es würde mich auch freuen, wenn du mehr als nur für ein paar Tage bleiben würdest. Gemeinsam, macht sowas viel mehr Spaß, das weißt du genauso gut wie ich.“

„Karl, du nimmst das Angebot eines Königs nicht an?“

„Nein, nicht eines Königs, sondern eines Freundes. Weil du mein Freund bist, nehme ich es nicht an. Denn, ehrlich gesagt, möchte ich erst… in deinen Armen liegen, wenn meine Arbeit im meinem Land getan ist. Ich kann mich nicht entspannen, wenn so viel Arbeit vor mir liegt. Du würdest es bemerken und wir beide hätten daran keinen Spaß. Deswegen möchte ich so schnell wie möglich von hier weg, damit alles geregelt wird. Deswegen werde ich gehen und Matilde bitten, so schnell wie möglich ihre Energie zu sammeln, damit wir gehen können. Ich verlasse dich wirklich ungern, wirklich, aber wir werden uns wiedersehen, versprochen. Und, wenn du mir wieder einmal so ein Angebot unterbreitest, dann wird das nicht so glimpflich ausgehen, versprochen.“

Lange sah ihn darauf Richard an und dabei, versank der Hintern und die zwei dicken Hoden im Wasser.

„Nun sag ich dir was, Karl. Ich werde meinen Samen für dich aufbewahren. Denn ich möchte, dass du das erste Männchen bist, das meinen Samen erhält. Schon als ich dich gesehen habe, regte sich was in mir und vielleicht war das der Grund, wieso ich andauernd auf dich höre.“

„Sag mir nicht, dass du in mich verliebt bist.“

„Also… ich hätte nichts dagegen, wenn du mein Weibchen werden solltest.“

„Ich dein Weibchen?! Wenn schon umgekehrt. Wer hat hier gerade seinen Hintern präsentiert?“

Sie beide fingen zu grinsen und dann zu lachen an. Es war ein unbekümmertes lachen, das von Herzen kam und währenddessen drehte sich Richard um und setzte sich so wie Karl hin. Als sie nach einigen Minuten mit den Lachen aufhörten, sahen sie sich lange in die Augen und Karl versank in Gedanken, als er den nächsten Satz hörte.

„Jetzt aber im Ernst. Würde eine Partnerschaft zwischen uns, nicht auch unseren beiden Ländern gut tun, wenn der Apostel ausgerufen ist?“

Garuru hört diesen Satz und sah was zwischen denen beiden passiert war und es erinnerte ihn an Hasur und wie sie beide miteinander sprachen und sich so ansahen. Doch das was er hörte, stimmte ihn überraschend freudig. Deswegen bewegte er sich nun und schwamm zu Karl, um sich neben ihn zu setzten.

„Das kling super! Das würde ein Zeichen setzen und unser Volk würde euch als Beispiel nehmen.“

„So sehe ich das auch Garuru.“

Doch Karl fand das jetzt nicht so berauschend. Es ehrte ihn natürlich sowas zu hören und eigentlich schon den Antrag bekommen zu haben, aber er war noch König und hatte eigentlich nicht den Kopf über so einen Vorschlag nachzudenken. Zusätzlich noch, wäre er nicht mehr lange König, da Axel den Thron besteigen wird.

„Ich werde darüber nachdenken und dir meine Antwort nach der Neueröffnung sagen.“

„Karl…“, hauchte Richard und es war das erste Mal, dass er Richard so leise und bittend flüstern hörte.

„Richard, bitte versteh, wir beide haben noch so viel vor uns, noch so viel zu tun und zu regeln. Ich fühle mich geehrt in deinen Augen als würdig betrachtet zu werden, aber wir beide sind Könige und wir haben Pflichten zu erfüllen. Erst wenn diese Pflichten hintern uns, oder abgearbeitet worden sind, können wir über uns selbst nachdenken. Deswegen…“

Karl stand auf ging zur Tür und hob die Decke auf und bevor er sie alleine ließ, drehte er sich zu ihnen um.

„… verlasse ich euch jetzt und rede mit Matilde, damit wir mit Garurus Clan so schnell wie möglich durch den Tempel in mein Land reisen können. Richard, König, ich freue mich auf unser Wiedersehen.“

Nachdem die letzten Worte gefallen waren, blickte Karl zu Gruru und nickte ihm zu, mit ihm zu gehen. Garuru war hin und her gerissen. Zum einen wollte er an der Seite seines König sein, der ihn so viel geschenkt hatte und zum anderen, wollte er mit Karl mitgehen. Sein Kopf arbeite auf Hochtouren, doch am Ende bekam er kein Ergebnis und deswegen, hörte er auf sein Bauchgefühl.

Langsam schritt er aus dem Wasser und gesellte sich zu Karl.

Richard hat es schwerer getroffen, als erwartet. Als er mit Karl zusammen ins Bad ging, hat er schon alles geplant gehabt. Doch alles lief schief. In seinen Kopf sah er Karls Hand, die ihm sachte den Schenkel nach oben massierte. Er hätte laut gemurrt und genießerisch den Hintern weitern nach hinten gestreckt, wenn die Hyänen Schnauze zwischen seinen Po Backen verschwunden wäre.

Und genau in diesem Moment, hätte er den Sex geplant.

Alles ist schief gelaufen.

Er war so versessen darauf gewesen seine andere Seite kennen zu lernen und er nahm an, Karl genug zu kennen, um seine Schritte vorherzusehen und zu lenken. Aber dem war nicht so. Es war ein Verzweiflungskat gewesen, als er ihn die Partnerschaft anbot und als er es ausgesprochen hatte, bereute er es schon. Damit hat er ihn in die Enge gedrängt und wie erwartet, ging es dann aus.

Diese Worte hätten nie fallen sollen, nicht jetzt und zu dem Zeitpunkt und auch nicht, bis die Neueröffnung stattfand. Vielleicht dabei, oder wenn der Tag seiner Abreise feststand. Ihm war nun völlig bewusst, dass ihre Freundschaft auf eine sehr harte Probe gestellt wurde, wegen dem was er sagte.

Deswegen möchte er sich dann bei Karl entschuldigen, so dumm es auch ist. Denn, was einmal ausgesprochen ist, ist ausgesprochen.

Wegen seiner eigenen Dummheit und seinem Impulsiven verhalten und Fragen, drehte sich Richard wieder um, um hinauf in den Himmel zu starren und sich im Wasser treiben zu lassen.

Karl blieb gleich neben den Eingang an der Wand stehen und seufzend lehnte er sich an der Wand ab. Es half etwas, als Garuru mitfühlend eine Hand auf seine Schulter legte und dankend, lächelte er ihn zu.

„Was bedrückt dich Karl?“, wurde er gefragt und es war so vieles, was in seinem Kopf herumschwirrte, das er nicht einmal wusste, wo er anfangen soll.

„Der… Gedanke… an Richards… Seite zu stehen, reizt mich doch schon sehr… aber… das ist nicht das, was ich mir vorstellte, wie ich mein restlichen Leben, leben wollte. Ich wollte mein Leben im Haus Rosé verbringen und alle Pflichten hinter mir lassen. Aber an seiner Seite… würde das Leben voller Pflichten wieder anfangen.“

„Karl, du hättest aber Richard bei dir. Ihr zwei wäret mein König. Die Pflichten würden unter euch aufgeteilt sein, falls überhaupt Richard dir was aufbürden würde. Ich wäre… wirklich sehr glücklich, wenn ich dich als mein König betrachten könnte.“

„Wieso das?“

„Weil du, eben du bist. Du bist ruhig, klug und würdest Richard vollkommen ergänzen. Er ist stürmisch, teils unbesonnen und er hört auf dich. Ihr beide wärt ein Geschenk von Alszass. Du könntest hier das aufbauen, was du schon in deinem Land hast. Archaia würde davon nur profitieren können und dein Land, würde auch davon profitieren.“

„Das hört sich einfacher an, als es ist. Wenn meine Bevölkerung davon hört, dass ich die Ehe mit Richard eingehe, würde das einen Aufstand provozieren. Durch seine Drohung, habe ich 5000 Tote zu beklagen. Sie würden das als Verrat ansehen und mein Sohn, wäre nicht mehr sicher.“

Garuru ließ nachdenklich den Blick senken und diese Geste, fand Karl sehr süß. Er sah ihn wahrlich als Freund und wie bei Tom, konnte er offen mit Garuru sprechen und das fühlte sich sehr gut an. Obwohl Garuru die Seite der Echsen vertritt, wurden seine Argumente und Gedanken angehört und es schien so, als ob Garuru ein zwischenweg suchte.

„Und… was wäre… wenn Richard… nicht mehr der König ist?“

„Das würde alles vereinfachen, würde ich sagen.“

„So würde ich es auch sehen. Was wäre, wenn Katosh der nächste König wird und deinen zweiten Sohn heiraten würde. John hieß er glaube ich, zwar wäre das eine Zwecksehe, aber John wäre in der Hinsicht nur ein Prinz und nicht König. Beide Länder würden näher zusammenkommen und du und Richard wäret frei von allen Pflichten.“

Den Umstand, dass Garuru nichts von Katosh und John in Wirklichkeit wusste, war jetzt ein richtiger Vorteil. Dieser Gedanke, diese Idee, würde vieles ins richtige Licht rücken. Axel bekäme Richards Tochter als Gattin und Katosh John, nachdem Tom zum Apostel in Archaia ausgerufen wurde.

So würden beide Völker sehen, dass ihre beiden Völker verbündete waren und sie würden John nur belächeln, weil er schwul war und eine Echse heiraten musste. Für John wäre es sogar ein Glückfall, denn der könnt sich in Archaia richtig austoben, während Axel wie gewohnt regieren würde.

Und, der Gedanke mit Richard das Leben im Haus Rosé zu verbringen, um mit ihn alles genießen zu können und zusätzlich noch, Tom bei sich zu haben, war schon fast träumerisch. Denn er fand Richard richtig anziehend wegen der Statur und den Charakter und natürlich weil er eine Echse aus Archaia war.

Sie waren von Anfang an auf Augenhöhe, sprachen und handelten so und so, würde vermutlich auch ihre Ehe aussehen. Was besonders dafür noch sprach war, dass Richard Tom faszinierend fand, so glaubte er es zumindest und es würde keine Eifersucht herrschen, wenn er einmal mit Tom den Tag verbringen wollen würde, oder wenn Tom mit ihnen ein Bett teilen würde. Denn Tom war in Richards Augen der Apostel von Alszass.

Grinsend öffnete er sein Maul um was zu sagen, als schwere Schritte am Einfang vom Bad neben ihnen zu hören waren. Es plätscherte, es klackte und drei Sekunden später, kam Richard und blieb stehen, als er sie zwei sah.

Seine Augen sahen traurig zu ihm runter, während das Badewasser am grün-weißen Echsenkörper herunterlief und fiel. Nachdem Karl diesen Blick sah, wusste er, dass er sehr harte Worte gesagt hatte, die Richard verletzt haben. Und ob es nur Zufalls war, oder wieder ein Zeichen, entschuldigten sie sich beide gleichzeitig beim anderen für die Worte, die gesagt wurden.

„Es tut mir Leid Richard.“

„Es tut mir leid Karl.“

Verdutzt sahen sie sich beide an und fingen anschließen zu grinsen an.

„Es tut mir leid Karl, dass ich die durch meine Worte in die Enge getrieben habe. Ich habe es sogleich bereut und ich wünsche mir und ich bitte dich, dass wir noch immer Freunde sind und das dies, nicht ein Keil zwischen uns treibt.“

Karl schüttelte langsam nickend den Kopf.

„Nein, ich muss mich entschuldigen, weil ich vergessen habe, woher diese Worte stammen. Sie kamen direkt aus deinem Herzen und ich habe mit meinem Kopf geantwortet.“

Richard sah ihn daraufhin nicht nur freudig, sondern überaus warm und dankend an, doch das war nicht alles. Mit beiden Händen ergriff er die große linke Hand von Richard. Er sah sich den Handrücken an und sah die viele Narben von den ganzen Schlachten. Dann drehte er sich um und liebevoll glitten seine Finger über die Handfläche, die warm, weich und voller Schwielen war. Richard nutze wohl gerne Zweihandwaffen.

Er ließ die linke Hand in der Handfläche und nahm mit der rechten, die rechte Hand von Richard. Auch diese war voller Narben und wie die linke, war sie warm weich und voller Schwielen.

Interessiert sah ihn Richard dabei zu und als sich dessen Brustkorb aufblähte, legte schon Karl einen Finger auf die warmen Lippen, um die starke Echse zum Schweigen zu bringen. Sie schwieg und als Dank dafür, hauchte er ihm einen Kuss zu.

Nachdem seine beiden Hände wieder in Richards lagen, wanderten sie fest streichend die Arme hoch. Rau fühlten sie die Schuppen an, aber sie waren warm und er konnte deutlich die Muskeln spüren, die unter seiner Berührung erzitterten. Immer weiter wanderten sie hoch, bis seine Hände an den Schultern angelangt waren. Dort ließ er sich kurz ruhen und drückte zart runter. Langsam kam Richards Kopf runter und als sie sich auf Augenhöhe trafen, ließ er die Hände weiter wandern. Der Hals war breit und die Schuppen wurden weicher und kleiner. Es klimperte als er über die goldenen Halsketten und über den Gesichtsschmuck am Kiefer fuhr und dann wurde es leise, als sie an den Wangen Halt machten. Dort fühlten sich die Schuppen fast wie weiche Haut an und als er etwas drückte, spürte er die vielen langen und scharfen Zähne.

Ein starker männlicher Duft kam dann von unten zu ihm hinauf und wenn es das war, was er dachte, dann mochte er diesen Duft sehr. Er sah sich daraufhin die geschlitzten Augen ganz genau an, die ihn anstarrten und sie hatten die Farbe von Bernstein.

„Mach die Augen zu.“, flüsterte er ihn dann leise zu und sie sahen sich kurz gegenseitig in die Augen, bevor sie sich ganz langsam schlossen.

Langsam wanderte seine rechte Hand weiter und mit den Zeige und Mittelfinger, strich er die schmalen, warmen und überaus weichen Lippen entlang. Er machte dies ganz langsam und dabei, hauchte er seinen warmen Atem, gegen die Nüstern des Königs von Archaia. Sie blähten sich auf und als dies geschah, zog er seine Hand von den Lippen zurück, um sie auf den Hinterkopf zu legen.

Garuru grinste sehr breit und war von dem was er zu sehen bekommen hat, selbst sehr erregt, genauso erregt wie die zwei Personen vor ihm. Und sein grinsen wurde noch breiter, als langsam Karl den Kopf nach vorne bewegte, bis sich ihre Lippen trafen. Einige Sekunden lagen die Lippen nur an, bis Karl seinen König, den sanftesten und schönsten Kuss gab, den er je gesehen hatte.

Dann war das Schauspiel vorbei und Karl ging einen Schritt zurück und die Hände glitten hörbar von Richards Körper runter. Als sich Karl bückte und die Decke aufnahm, um sich wieder darin einzuhüllen, hockte Richard noch immer so da und grinste wie eine kleine Echse, die ein wunderschönes Geschenk bekommen hatte.

Karl war erregt von dem was er roch und von dem, was er mit den Lippen und Händen gespürt hatte. Das war nämlich seine Entschuldigung gewesen und ein unausgesprochenes Versprechen auf das, was sie beide noch alles erleben werden.

Al sich nach einigen Sekunden Richard noch immer nicht bewegte, grinste Karl breit und tätschelte den starken König die Schulter.

„Alles ok mit dir Richard?“

Sie mussten wieder einige Sekunden warten, bis sich dann langsam und schlussendlich, Richard erhob und die Augen öffneten.

Sie sahen sich für einige Sekunden an und dann, sah Richard an sich hinab. Sie drei sahen zum steifen und Unterarm langen und roten Penis, das den Stoff zur Seite gedrückt hatte. Sie spitzzulaufende und Zitzen förmige spitze der breiten Eichel, die wiederum Höcker am Rand hatte, zeigte direkt zu Karl rauf. Feucht und dunkelrot war die Spitze und ein dicker durchsichtiger und schleimiger Tropfen Vorfreude, bildete sich in diesem Moment, der immer größer wurde, um dann runter an der Penisunterseite entlang zu gleiten.

„Ich…“, fing Richard an und mehr kam auch nicht mehr. Karl sah dann langsam hoch und öffnete für Richard die Decke. Sein leicht nach oben gebogener Penis, mit der hellen rosaroten Eichel, zeigte zum Richards Penis und Garuru und der König, starrten auf ihn. Sie sogen jedes Detail auf, weil es ihnen erlaubt wurde.

„Nun, König Richard, weißt du worauf du dich freuen kannst, wenn die Neueröffnung stattfindet. Ich möchte gerne mit dir alles genießen wollen und wie du versprochen hast, wirst du deinen Samen bei dir behalten. Garuru, du das gleiche. Wir treffen uns alle bei der Neueröffnung und vor mir aus, kannst du Tom noch am selben Tag zum Apostel ausrufen lassen. Denn es wäre schön, wenn am diesen Tag viele wohlhabende Echsen ins Haus Rosé kommen würden. Denn ich muss sagen, dass ich euch alle zu lieben gelernt habe. Jeden einzelnen von euch.“, sagte Karl leise und dennoch, hallten seine Worte stark in der Halle wieder.

Wortlos kam Richard einen Schritt näher und die zwei dicken und nun geschwollenen Hoden, baumelten leicht vor Karls Augen.

„Wenn ich das mache… dann wirst du es bereuen.“

Karl fing zu grinsen an, weil es Richard auch tat.

„Mal schauen, mal schauen. Vielleicht wirst du gleich den ersten Tag im Bordell bereuen, diese Drohung ausgesprochen zu haben.“

Richard fühlte sich wieder mit Karl auf Augenhöhe. Genau das, schätzte er so sehr an ihn. Er war, obwohl ein Kopf kleiner, für ihn ein starker und großer Herrscher und er nahm seine Worte ernst auf und fühlt sich Herausgefordert. Diese Herausforderung, nahm er für sich persönlich an und er würde ihn zeigen, was er schon alles in der Brutkammer geleistet hat.

„Gut Karl, mein Freund. Ich werde heute noch meine Tochter zu dir senden. Garuru, bereite schon einmal alles vor, damit dein Clan mit Karl reisen kann. Wie gesagt, wirst du und dein Clan als meine Botschafter in Karls Land fungieren und die Kontrolle der Nahrungsmitteln übernehmen. Ich werde bis zur Eröffnung beschäftigt sein, damit mein Land, die Clans und die Nachbarstaaten, ruhig und in Friedvoller Stimmung sind, damit ich dann den Apostel als gefunden ausrufen kann. Es kann sein, dass einige Echsen von jedem Clan mitkommen werden. Wenn ich dann komme, dann sozusagen Inkognito und nicht offiziell. Denn ich möchte mir auch persönlich erst ein Bild über Tom machen, bevor ich offiziell an ihn antrete.“

„Weil du um Tom weißt, hast du wohl einen Späher bei ihm, oder?“

Kurz und Intensiv sah ihn Richard kurz an und nickte anschließend.

„Dann habe ich eine Bitte. Berichte ihn, oder meinen Sohn, dass ich noch lebe, das wir alle noch Leben und bald zurückkommen werden. Vielleicht heute Nacht, aber spätestens Morgen.“, Karl war sich im Klaren, dass die Nachricht von ihren Angriff sich schon längst herumgesprochen hat. Deswegen möchte er gleich Axel und auch John wissen lassen, dass er noch lebt und, dass es ihm gut ging.

„Ich… werde es veranlassen, Karl. Zwar möchte ich nicht preisgeben, dass der Späher noch in seiner Nähe ist, aber für dich, werde ich es veranlassen.“

Karl fiel sprichwörtlich ein Stein vom Herzen. Bis jetzt hat er nicht wirklich über dieses Thema nachgedacht, weil es wichtigere Themen gab, worüber er nachdenken musste. Doch diese Gelegenheit war jetzt gegeben und er konnte zumindest das jetzt, abkacken.

„Nun zu dir Garuru.“, sagte Karl entschlossen und wandte sich zur Echse um, die bis jetzt geschwiegen hat.

Überrascht sah ihn sein Echsenfreund an und wirkte gerade so, als ob er ihn aus den Gedanken riss.

„Wie machen wir das jetzt mit deinen Freund?“

Sofort platze aus der Echse ein „WIR?!“ heraus und gleich darauf, verdüsterte sich die Mine von Garuru und der Blick ging Richtung Boden.

„Ich denke, dass ihr mich dafür nicht braucht und deswegen, werde ich mit meinen Männern zurückreisen.“, unterbrach Richard sie und nahm Karl vorsichtig in die Arme. Karl sah sich die Umarmung zuerst an und als er hochsah und was deswegen sagen wollte, blieben ihn die Worte im Halse stecken.

Denn er konnte nicht sprechen, weil sich warme, feuchte Lippen auf seine drückten und hörbar, bekam er von Richard einen Kuss. In Karl rührte sich sein schwuler Geist und Bilder brachen hervor, wie er immer älter wurde und täglich diese Lippen auf seine spürten durfte. Er hatte auch Richards Duft das erste Mal in der Nase, den er bis jetzt, nicht gerochen hatte.

Der Duft war unterschwellig, aber absolut Maskulin und süßlich. Das waren die Gründe, wieso er den Kuss gleich zurückgab und er sah dann in ein strahlendes Gesicht.

„Das… war ein schöner erster schwuler Kuss.“, wurde ihm ganz leise zu gehaucht und bevor er darauf Antworten konnte, hatte sich Richard schon umgedreht und ging davon. Ohne ihn zu verabschieden, ließ er Richard gehen und nachdem der Schatten von der starken Echse verschwunden war, sah er an sich runter und sah die feuchte Stelle, wo fest der geile und nasse Penis von Richard gegen seine Decke gedrückt hatte.

Gleichzeitig, als Richard verschwunden war, amtete Garuru seufzend aus und setzte sich zur ersten Bank in der Nähe hin. Sein Freund legte zuerst den Stoff vom Gürtel auf den steifen Penis und während Karl zu ihm ging, erschlaffte der Penis in Sekundenschnelle.

„Das bedrückt dich sehr, oder?“, fragte er ihn und er sah es an seinen Gesicht an, dass diese Frage offenkundig war.

„Hasur… würde gerne einmal Kajan ficken wollen, weil sie sie Exotisch ist.“

„Das hat er dir gesagt?“

Garuru nickte.

„Ich… kenne mich nicht so wirklich aus, wie es in einer Beziehung unter den Echsen ist, aber… das hätte er dir nicht sagen sollen.“

Wieder seufzte Garuru und Karl bemerkte, dass sein Freund feuchte Augen bekam.

„Ich habe eine Idee mein Freund und wenn du mit machst, dann werden wir wissen, ob er was für dich Empfinden und auch, wie stark seine Gefühle für dich sind.“

Sagte Karl und stand auf.

„Karl?“, sagte Garuru nachdem er schon einige Schritte zur Treppe gegangen war.

„Was ist?“

„Wieso hast du Richard nichts davon gesagt, was wir beide uns ausgedacht haben.“

Einige Sekunden blieb es still und die stille wirkte deplatziert in diesen Hallen.

„Weil ich mir das alles noch einmal genau überlegen muss. Ich muss mit meinen Söhnen sprechen, mit Richards Sohn und wenn alles und jeder, damit einverstanden war, möchte ich Richard damit überraschen.“

Während er darauf Antwortete, gesellte sich Garuru zu ihm und kam neben ihm zum Stehen.

Sie beide sahen sich an, während das letzte Wort in der Halle langsam verstummte und als es still wurde, schritt Karl voran.

Die Sonne brannte herunter und ein Bild aus Licht und Schatten war für Karl zu sehen. Es war früher Vormittag schätze Karl, als er den Sonnenstand überprüfte und es war still im Dorf von Garuru Clan. Es schliefen alle und Richard uns seine Wachen, waren nicht mehr zu sehen. Karl ging voran und Garuru folgte ihm zu dem Haus, wo alle am Schlafen waren.

Auch Matilde schlief tief und fest und das wohl das erste Mal freiwillig. Sie hatten sich in eine Hängematte neben Kajan gelegt und Karl sah die vielen schlafenden Echsen am Holzboden liegen. Neben Sorak setze er sich wieder hin und er freute sich seine zukünftige Palastwache in voller Stärke zu sehen. Und falls das stimmen sollte, dann hätte er auch eine Private Wache, die für immer an seiner Seite bleiben wollte

Er wusste nicht warum, aber er fand ihn deswegen sehr sympathisch und freundlich. Doch zuvor, musste der ausgehungerte und schwache Körper wieder zur alten Stärke finden. Vorsichtig legte er eine Hand auf die Rippen, die hervorstachen und sowas, sah er schon immer ungern. Auch die Hüftknochen, stachen hervor und an den Schenkeln, war kaum noch was dran.

Dennoch, sah Sorak in seinen Augen, sehr schön aus mit den waldgrünen schuppen und der weißen Brust und den Bauch. Die ganze Statur der Echse, war auf stärke ausgelegt und was ihm sprichwörtlich ins Augen fiel, war der Stoff, dass am Gürtel vorne hing und über Soraks Schritt lag. Nur zu gut konnte man sehen, wie gut die Echse bestückt war und als sich Garuru über seine Beine legte, sah er erschrocken seinen Freund zu, wie der den Stoff anhob und auf den Bauch legte.

Nun lag Sorak entblößt da und Fassungslos sah Karl runter zu Garuru.

„Ihm macht es nichts aus Karl. Er würde sich sogar freuen, wenn du ihn berühren würdest. Das hat er mir zugeflüstert, als du geschlafen hast. Und es würde mich auch freuen, wenn mein alter Freund, wieder mit einem Lächeln fauchend kommt.“

„Wieso das denn?“

„Weil… weil… weil er wieder Leben will. Er will wegen dir Leben, Karl. Du hast ihn Hoffnung geschenkt, wo ich versagt habe. Es steht dir zu mit Sorak das Lager zu teilen. Er wollte von dir beglückt werden, von dir berührt werden und das, für alle Zeit. Er hat sein Leben, dir angeboten und weil er schwul ist, ist es deine *Pflicht* sich auch darum zu kümmern, dass es ihm seelisch gut ging.“

„Ist das auch so ein Brauch bei euch?“

„Ja. Wenn er nicht schwul wäre, dann müsstest du dich nur darum kümmern, dass er was zu essen und ein Platz zum Schlafen hat, wenn du das nicht machst, dann würde er sich selbst darum kümmern. Wenn es aber zwischen zwei verschiedenen Geschlechtern passiert wäre, dann würde das Weibchen, oder das Männchen, mit der Echse das Lager teilen und Sex haben. Es klingt komisch, aber das Leben einem anderen zu widmen, passiert nur, wenn man was für die Person fühlt und dieser Akt an sich, ist sehr bedeutungsvoll in unserem Land und in unserer Kultur. Er wird dir immer, immer treu zur Seite stehen. Sich um dich kümmern, egal was es auch war und wenn es nur jemand ist, der dir jetzt den Rücken massieren sollte. Also ist der Sex zwischen euch der Höhepunkt eurer Verbindung und das Ziel von Sorak, um dich glücklich zu machen, sofern du das willst. Karl, er hat dir sein Leben in die Hände gelegt und da du leider nichts von unserem Brauch wusstest, hast du das Angebot angenommen, als du ihn umarmt hattest. Ich hätte es dir schon vorher sagen sollen, aber ich dachte nicht, dass es überhaupt so weit kommt. Die Frage ist jetzt aber, ob du sowas willst? Ich meine das alles mit Sorak, denn er, will es.“

Ohne überhaupt darüber nachzudenken, sah er zur schlafenden Echse runter und grinsend, legte er eine Hand auf die eingefallene Wange. Es störte ihm nicht im Geringsten, dass das rechte Bein unterm Knie fehlte. Im Gegenteil, es zeigte ihm, wie stark und widerstandsfähige *seine* Echse war.

„Ja, ich würde es wollen. Aber ich würde ihn nur, wie ein Freund behandeln wollen. Ich fühle mich geehrt, obwohl ich unwissend bin, dass er was für mich Empfindet und aus dem Grund, das wollte.“

Karl sah nun willentlich in Soraks Schritt und sein Freund, war sehr gut bestückt. Die beiden Hoden im weißen Hodensack, lagen gemütlich auf dem Holzboden zwischen den Beinen. Übergangslos ging der Hodensack in die Hauttasche über, wo darin der Penis von der Hauttasche fest umschlossen war. Wie bei Richard, erkannte man die Eichel und die kleinen Höcker durch die Hauttasche und weil Karl es endlich fühlen wollte, nahm er nun das erste Mal eine Hauttasche der Echsen hier, in die Hand. Die Hauttasche fühlte sich warm und überaus weich und elastisch an. Deutlich konnte er den Penis darin spüren und somit stellte er fest, dass Sorak eine sehr dünne Hauttasche hatte.

Und er stellte sich gerade vor, wie groß und dick der Penis war, der gerade im schlaffen Zustand, gemütlich in seine Hand passte. Vorsichtig zog er dann langsam die Hauttasche runter und mühelos, glitt die Hauttasche runter und entblößte die Eichel. Sie war hellrosarot und nur die Höcker zeigten einem, wo die Eichel anfing, weil die Spitzzulaufende Eichel sonst überganslos zum Schaft ging. Karl wollte mehr sehen und da sich Sorak nicht einmal etwas rührte, zog er immer weiter an der Hauttasche und entblößte innerhalb von Sekunden den Handlangen, schlaffen und hellrosaroten Penis. Wie auf dem Präsentierteller, lag der schlaffe Penis auf dem Hodensack und auf den Hoden zwischen den Beinen.

„Mach schon.“, flüsterte Garuru ihn von unten zu und grinste dabei sehr breit.

Karls Herz raste schon fast seit einer Minute und durch Garurus Worte, traute er sich nun langsam über Soraks Schritt zu beugen. Sofort drang der Duft vom Penis in seine Nase und es roch einfach nur Wild. Es waren seine Lippen, die den Schaft zuerst berührten und dadurch konnte er feststellen, dass der Penis sehr warm und weich war. Küssend und leicht mit der Zunge fahrend, arbeitete er sich den Penis hinab, bis er die Höcker an den Lippen spürte. Er küsste jeden einzelnen von ihnen, an die er rankam und dann mit der Zunge über die Eichel zu fahren. Der Geschmack vom Penis, war atemberaubend und als seine Zunge über die Spitze fuhr, stellte er fest, dass sie weich und sehr leicht biegbar war.

Vorsichtig legte er die Lippen um die Zitzenförmige Spitze und nahm dann langsam, und in einer Bewegung, den kompletten Penis ins Maul. Die spitze kitzelte ganz leicht an seinen Gaumen, als seine Lippen fest auf die Hüfte drückten. Mit der Zunge fing er den Penis zu liebkosen an und streichelte sie einfach in seinem Maul.

Da bewegte sich Garuru auf seinem Schoß und sein Freund legte sich seitlich auf ihn rauf und schnaufend, nahm sich sein Freund den steifen Penis in die Hand und fing sich auf ihm, selbst zu befriedigen an.

Die Echsenhand rutschte über die Eichel und über die Höcker am Eichelrand und Karl ließ dann gleich den Penis aus seinem Maul gleiten und setzte sich wieder auf. Garuru stoppte kurz mit der Selbstbefriedigung, als Karl zu ihm runter sah. Dann ging der Blick zum waagrechtstehenden Penis.

„Warte noch etwas mein Freund. Wie gesagt, ich habe einen Plan.“

Garuru erschauderte innerlich, als er Karls breites Grinsen sah und weil er das tat, vertraute er ihn und machte sich nun mit dem Rücken auf ihm gemütlich. Er schloss sogar die Augen, als sein Kopf auf den Schenkeln gebettet war und er schämte sich nicht mit seinem aufrechtstehenden Penis da zu liegen.

„Erzähl mir Garuru, wie ist er so im Bett?“

„Wen meinst du? Sorak?“

„Nein, Hasur.“

„Oh… ähm… ich würde sagen… das er sehr… wild und seine Instinkte laufen lässt.“

„Gefällt dir das?“

„Nicht… immer. Er will einfach nur in mich kommen. Es ist zwar heiß von ihm so genommen zu werden, aber…“

„Aber es ist nicht das, was du dir vorstellst, oder?“

„Ja… so irgendwie.“

Weil Garuru der Frage halb auswich, wurde Karl irgendwie neugierig, besonders, weil Garurus Penis nun so fest und dunkelrot aussah und wirkte, dass er fast zu platzen drohte. Und wegen des leichten Schwungs nach oben, lief der große dickflüssige und durchsichtige Tropfen von der Spitze den Schaft hinunter.

Sein starren auf dem Penis fiel auch Garuru auf und die Echse fing unter ihm sehr breit zu grinsen an.

„Wieso starrt du so auf ihn?“

Diese direkte Frage fand Karl völlig überflüssig und deswegen gab er auch keine Antwort drauf.

„Also Garuru, wie stellst du dir wirklich guten Sex unter Männchen vor?“

„DAS verrate ich dir, wenn du mir zuerst verratest, wieso du Richard nichts von unserer Diskussion verraten hast, den wahren Grund meine ich!“

Karl war überrascht. Kannte ihn Garuru schon so gut, oder konnte er ihn schon so gut einschätzen, um zu sehen, wann er etwas zurückhielt? Aber er war auch Neugierig darauf, wieso es Garuru so unbedingt wissen wollte. Nach kurzem hin und her, entschied er sich Garuru die Wahrheit zu sagen und ihm auch zu zeigen, dass sein Feingefühl noch funktionierte.

„Ich wollte es nicht überstürzen. Ich… wollte Richard sagen, dass ich sein Angebot annehme. Ich würde gerne sein Partner werden wollen, aber nicht weil ich ihn liebe, sondern, weil ich noch was bewirkten möchte. Ich möchte aber auch noch mein restliches Leben genießen und diese zwei Gründe, kann er erst verstehen, wenn er einmal selbst im Haus Rosé war. Wenn ich es ihm gleich gesagt hätte, würde das am Ende zu einer Diskussion führen, wo er meine Argumente nicht verstehen würde.“

„Wie ist es im Haus Rosé?“

Karl fing lüstern zu grinsen an und konnte nun endlich den Blick von Penis lösen. Seine Augen schauten rauf zum Dach, wo die Sonne durch kleine Ritzen zu sehen war.

„Was ich gelesen und zum Teil selbst gesehen habe, ist es dort… am besten würde ich es beschreiben, wenn ich das Wort *HEIß* sage. Aber es ist so viel mehr, als nur Heiß dort. Nacktheit, Sex, Blasen, sich den Gefühlen hingeben, das alles ist dort Alltag. Keiner schaut auf dich komisch, wenn du ein Penis verschlingst und das nur, weil du einen im Maul haben wolltest. Überall sieht man dort einen steifen, schlaffen, oder halbsteifen Penis. Hoden wo man sieht, Männlichkeit sieht man, riecht man und spürt man mit jeder einzelnen Faser im Körper. Man kann sich dort völlig fallen lassen und man wird von unzähligen Händen aufgefangen und von ihnen gestreichelt. Gefühle spielen eine nebensächliche Rolle, weil die Lust, im Vordergrund steht. Besonders, weil die ganzen Jungs nur deinen Penis im Kopf haben. Sie wollen von dir gefickt werden, sie geben sich ihrer Lust völlig hin, wenn sie dich ficken dürfen und sie spreizen die Beine, heben die Hüfte hoch und stöhnen, wenn du ihren Penis mit der Zunge verwöhnen willst. Und wenn das alles passierte, dann erst kommen wieder die Gefühle auf, die dann so groß und unbeschreiblich sind.“

Zum Schluss riss Garuru die Augen auf und sofort als Karl zu Ende gesprochen hat, bekam er einen Frage zugeschossen.

„JUNGS? Dort sind Kinder mit denen man Sex hat?!“

„Keine Kinder. Junge Erwachsene, die Geschlechtsreif geworden sind.“

„Das… verstehe ich nicht so ganz. Bei uns sind Echsen, die Geschlechtsreif geworden sind ganze Echsen und sie dürfen ein Weibchen aussuchen und eine Familie gründen.“

„Bei uns eben nicht. Die meisten werden zwischen 12 und 14 Jahren Geschlechtsreif und haben den feuchten Traum. Aber sie wissen von der Welt noch zu wenig und gehen da meistens noch zur Schule. Erst wenn sie älter sind, die Schule abgeschlossen haben und wissen, was sie im Leben werden möchten, gründen sie dann eine Familie. In meinem Land, ist man erst mit 19 Erwachsen und wird als solches gezählt, wenn es um das Gesetz geht. Alles darunter, ist man noch ein Jugendlicher, oder noch ein Kind.“

„Das ist… mir etwas zu kompliziert.“

„Da ist nichts Kompliziertes dabei Garuru. Zuerst ist man noch ein Kind, wenn man geschlechtsreif wird, ist man ein Jugendlicher, wo man das Leben genießen darf und wenn man Erwachsen ist, weiß man schon was man werden will, als was man Arbeiten möchte und sucht sich ein Weibchen, um seine Lust auszuleben und um eine Familie zu gründen.“

„Und… wie genießen diese *Jugendlichen* bei euch das Leben?“

„Wenn sie nicht in der Schule sind, oder zu Hause lernen, dann treffen sie sich mit ihren Freunden. Sie gehen Baden, reiten zusammen aus, gehen wandern und sie lachen viel. Auch ein nächtlicher Besuch in einer Taverne, oder in einem Bordell - in seltenen Fällen- gehört auch mit dazu. Sie tun einfach das, worauf sie Lust haben.“

Leicht verträumt sah Garuru zu Karl auf.

„Das klingt schön. Bei uns wird man gleich in das Heer geschickt und wenn man keinem Clan angehört und das sind die meisten in den großen Städten, oder man lernt ein Handwerk. Meistens das, was die Familie macht. Ob es Töpfern, Gerben, oder Handel ist, ist von Familie zu Familie unterschiedlich. Und die, die in der Brutkammer gezeugt werden, werden gleich dem Heer unterstellt. In jeder Stadt gibt es eine Kaserne, wo die Kinder von klein auf ausgebildet werden, um im Heer zu dienen.“

Karl dachte über das Leben eines dieser Kinder nach. Sie haben nie was anderes kennengelernt, als eine Waffe zu führen. Sie kennen nicht ihr Land, ihre Geschichte und haben nichts vom Leben, bis auf das Kriegshandwerk.

„Und gründen sie auch Familien?“

„Nein. Sie sterben im Krieg meistens und die, die alt genug werden und einen Rang erreichen, werden in die Brutkammer geschickt, um ihren Samen weiter zu reichen.“

„Und was ist dann mit dir? Du bist doch Hauptmann, hast ein Clan und kannst eine Familie gründen.“

„Du willst mich also kennenlernen?“

„Ich möchte eher hören, was deine Geschichte ist.“

„Also kennenlernen. Ok Karl, ich erzähle dir meine Geschichte. Ich wuchs in der Hauptstadt auf. Seit ich denken konnte, half ich meinem Vater beim Stand. Wir verkauften Körbe in allen Größen und ich lernte von meiner Mutter das Flechten. Ich lernte von meinem Vater das Rechnen und einige Jahre später auch das Lesen. Aber als ich so 12 wurde, wurde ich Geschlechtsreif und interessierte mich seitdem nur an andere Männchen. Aber ich hatte viel Angst, sehr viel sogar, weil ich das fühlte. Doch ich wollte so unbedingt einmal Sex mit einem anderen Männchen haben und das, brachte mich jede Nacht um den Schlaf. Als ich dann 14 wurde und meine Eltern feststellten, dass ich nicht an Weibchen interessiert war, kamen sie dann auf mich zu und drängten mich mit der Frage in die Ecke. Ich konnte es ihnen nicht erzählen und da, lief ich dann davon. Von einem Kriegertrupp wurde ich dann aufgelesen, die vor der Hauptstadt Wache hielten. Einer von denen begleitet mich dann in die Kaserne in die Stadt und ich wurde dann als Krieger ausgebildet. Ich muss dir wohl nicht sagen, wie schwer es für mich war, als ich neben all den Männchen schlafen musste. Der Raum war klein und man konnte sich nicht einmal umdrehen, weil gleich neben dir ein Krieger war. Aber es war auch eine Zeit, wo ich etwas meinen Trieb ausleben konnte. In jeder Nacht, hörte man im Raum, wie sich die anderen Befriedigten. Jeder tat es und keiner sagte was. Immer hörte man jemanden, der den Samen abspritzte und der Krieger neben mir, der nur in der Nacht neben mir lag und am restlichen Tag nicht zu Gesicht bekommen habe, hat mir im zweiten Monat seinen Penis angeboten. Er wollte sich gerade selbst befriedigen, als er meinen Blick sah. Wir sahen uns an und in der nächsten Sekunde, drückte er seinen Penis gegen meinen Bauch. Meine Hände zitterten so sehr, als ich den großen Penis ergriff und langsam daran zu reiben anfing. Ich fand es so geil, als die Echse die Augen schloss und er mir somit freie Hand ließ. Das war das erste Mal, das ich einen fremden Penis in den Händen halten konnte und da wusste ich, dass ich nichts anderes mehr machen wollte. Ich rieb daran, wie ich es an meinem eigenen tat. Doch gleichzeitig, erkundete ich den Penis auch und ich verliebte mich in dieses Gefühl, wie heiß, wie weich glatt und fest ein Penis sein konnte. Und, als nach gefühlt einer Stunde die Echse die Lippen hob und sich verkrampfte, unterdrückte ich mein Stöhnen, als der heiße Samen gegen mein Bauch geschossen wurde. Es war so viel, es war so flüssig und so heiß und ich nutzte seinen Samen und badete im in dem Geruch, als ich mir mich dann selbst befriedigte. Das machten wir dann jede Nacht und ich freute mich dann auf jede Nacht.“

Karl konnte sich das wirklich gut vorstellen, wie Garuru in einer Halle lag, umgeben von heißen Echsen und wie er sich ungemein darauf freute, einen Echsenpenis in der Hand zu halten.

„Einige Monate später kam dann der Winter und wir machten das dann unter der Decke weiter. Es war in der zweiten Woche im Winter, als der Krieger mal nicht den Penis gegen meinen Bauch drückte, sondern sich mit den Rücken zu mir umdrehte und sich nach hinten gegen mich drückte. Ich wusste sofort was er wollte und ich bekam dann Panik. Ich sah mich sofort um, ob uns einer sah und was ich sah, erschreckte mich zutiefst. Wir beide, waren nicht die einzigen. Keiner sagte was und das war wohl so ein unausgesprochenes Gesetz. Viele lagen beieinander und fickten sich im Stillen.“

Verwundert sah Karl runter zu Garuru und dabei fielen ihm wieder Richards Worte ein.

„…doch, wie ich es schon sagte, sah ich in der Brutkammer, wie Neugierig alle Krieger auf das gleiche Geschlecht waren und demzufolge, kam ich zu dem Schluss, dass jede Echse ungefähr das gleiche fühlte, wie ich.“

„Und hast du…?“

Geruru nickt eifrig und grinste dabei breiter als breit.“

„Ja, aber weil ich so nervös und geil war, weil der Krieger fest den Hintern gegen mich gedrückt hatte, kam ich gleich, als ich meinen Penis in ihm gerammt habe. Weißt du, wir lagen seit Monaten nebeneinander, holten uns gegenseitig einen runter und in dieser Nacht, habe ich das erste Mal seine Stimme gehört und die sagte: „Ist schon ok.“. Dieser Winter, wird mir für immer in Erinnerung bleiben, weil ich ihn jeder Nacht ficken durfte. Er genoss es regelrecht, wie ich ihn nahm, wie ich in ihm kam und wie wir dann festumschlungen einschliefen.“

Karl fand es wirklich heiß, was Garuru da erzählte, doch ihm kam eine Frage auf.

„Wie alt war der Krieger?“

„Du hast ihn schon gesehen und damals war er schon recht alt.“

„Wie ist das jetzt gemeint?“

Garuru setzte sich langsam auf und Karl konnte nicht den Blick vom Penis abwenden, der schräg nach oben gerichtet war und hin und her mit jedem Schritt schwang. Um die Glut ging sein Freund und blieb dann neben einer eingerollten und schlafenden Echse stehen, um sich dann neben ihr zu setzen.

Karl stand dann ebenfalls auf und bevor er sie erreichte, stand er unter einem kleinen Schock. Liebevoll streichelte Garuru die Schulter von Akash. Es war die alte Echse, die keine Zähne mehr hatte und den Karl, den Froschschenkel gab.

Es wirkte komisch, wie der halbverhungerte Akash mit einem vollen Bauch auf der Seite eingerollt lag und schlief. Garurus Hand strich dann, nachdem sich Karl neben ihn gesetzt hat, am Körper runter und entblößte die Alte Echse. Selbstsicher wanderte die Hand zwischen den beiden Po Backen rein und gleichzeitig hob er das obere Bein, um dann die zwei Hoden von Hinten in die Hand zu nehmen.

Schmunzelnd schnaufte Aksah und unter einem gähnen der alten Echse, ließ Garuru die zwei Hoden in Ruhe und umfasste nun die Hauttasche. Das Bein wurde runtergelassen und etwas grob, drang dann die Hand in die Hauttasche ein und zog den schlaffen und rosaroten Penis an der Eichel raus.

„Er kann schon lange nicht mehr steif werden und wann immer ich Zeit habe, bedanke ich mich für die schöne Zeit, die wir gemeinsam hatten.“, sagte Garuru und umfasste die Eichel unter den Höckern, um mit der anderen Hand die Eichel fest zu streicheln.

Akash Hüfte erzitterte leicht unter dieser Behandlung und dennoch, grinste die alte Echse breit und rollte sich ganz langsam auf den Rücken. Karl war fasziniert davon, wie Geschickt Garuru dabei war und nach nicht einmal zwei Minuten, kam ein Schwall dickflüssiger Samen aus der Eichel gedrückt. Nach einigen Sekunden fing dann Akash zu schnaufen und schwer zu atmen an und Garuru rieb den Penis mit dem Samen ein.

„Lange… habe ich mich nicht bei ihm bedanke, weil es ihm so schlecht ging. Doch nach diesem Essen, konnte er wieder kommen.“

Was Karl noch sah, war der dankende Blick von Akash, der hoch zu Garuru ging und wie die Augen feucht vor glück zu strahlen schienen.

„Er möchte noch immer von mir gefickt werden, obwohl er danach extreme Bauchschmerzen bekommt.“

„Wieso das?“

„Ich weiß es nicht. Ich habe das erst herausgefunden, nachdem ich meinen Clan gründete und Akash einer meiner ersten Clanmitglieder wurde. Noch am gleichen Tag, nahm ich ihn so wie damals und danach… hatte er stundenlang solche Bauchschmerzen, dass er vor Schmerz stöhnte. Seitdem habe ich das unterlassen und komme stattdessen regelmäßig zu ihm, um mich bei ihm zu bedanken.“

Akash sagte etwas in der Muttersprache und sein Freund sah ganz gerührt hinunter.

„Was hat er gesagt?“

„Er sagte… dass es so schön war, wie in der ersten Nacht vor 20 Jahren.“

Karl war ganz ergriffen von den lieben Worten und er musste einfach eine Hand auf Akash Wange legen. Die zwei hatten eine Freundschaft, die mehr als 20 Jahre währte und nach all diesen Jahren, bedankte sich Garuru noch immer bei seinen Freund für das, was war.

Was ihn aber traurig stimmte war, dass Akash wusste, dass seine Tage gezählt waren. Wie gerne hätte er ihn in der Blüte seiner Jahren kennengelernt.

„Garuru, was denkst du, wie Akash darüber denken würde, wenn Richard die Gleichgeschlechtliche Partnerschaft wieder erlauben wird. Wenn es wieder normal ist, wenn Weibchen und Weibchen und Männchen und Männchen eine Partnerschaft eingehen können und das allgemein das Verbot zwischen zwei Gleichgeschlechtlichen aufgehoben wird?“

„Ich denke, dass er dann wieder Jung sein wollen würde. Ja, das wäre dann sein größter Wunsch.“

Garuru lächelte warm und beugte sich langsam runter. Zärtlich waren die Küsse, die Garuru mit Akash tauschten und leise, flüsterte sein Freund Akash was zu. Akash Augen wurden dabei groß und völlig überrascht, wurde daraufhin Garuru angestarrt. Gleich darauf, zischte und fauchte Akash und Garurus Gesicht verdüsterte sich.

Als es wieder still wurde, stand Garuru wortlos auf und verließ sie beide. Leise flüsterte die alte Echse Garurus Namen und sah ihm traurig hinterher.

Mit einem Plumps setzte sich Garuru wieder neben Sorak und Karl, sah die Falten um Garurus Augen.

„Was hat er gesagt?“, fragte er ihn, nachdem er sich neben seinen Freund setzte.

„Er… sagte, dass ich dann nach meinen richtigen Partner suchen soll, da Hasur nichts für mich wäre.“

Karl sagte nichts darauf und sah stattdessen zu Akash rüber. Die alte Echse hatte sich wieder zusammengerollt und rührte sich nicht mehr. Erleichtern stellte er dann fest, dass sich der Brustkorb hob und dann wieder senkte. Womöglich war der Orgasmus zu viel für die alte Echse gewesen und vor Müdigkeit und Erschöpfung, schlief sie deswegen wieder an.

„Du bis seiner Meinung, oder?“

„Wieso sollte ich das sein Garuru?“

„Weil du nichts sagst?!“

„Interpretiere nicht etwas in mein Schweigenr ein, was vielleicht nicht stimmt mein Freund. Ich kenne Hasur nicht, ich kenne eure Beziehung nicht, aber was ich weiß und gesehen habe ist, dass er dir wehgetan hat und sich bis jetzt, nicht dafür Entschuldigte. Was sagt DIR das, wenn du es bei wem anderen gesehen hättest? Frag dich selbst mein Freund, ob es das ist, was du willst.“

Lange sah ihn Garuru von der Seite an, bis sein Freund entnervt stöhnte und sich nach hinten fallen ließ. Wegen des Stöhnens, wachte Sorak auf und blitzschnell und mit roten Augen, sah die Echse zur Seite und wollte die Geräuschquelle ausmachen. Nach wenigen Sekunden stellte Sorak dann fest, dass Karl neben ihm saß und das Gesicht fing vor Freude zu strahlen an.

Sein Name wurde geflüstert und es hörte sich ganz komisch an, seinen Namen mit der Zunge der Echsen ausgesprochen zu hören. Karl beugte sich zu Sorak runter und er flüsterte seinen Namen, bevor er seine Lippen auf die der Echse legte. Karl konnte spüren, wie gespannt die Lippen von Sorak während des Grinsens waren. Nachdem er ihm einen sanften Kuss gab, schlangen sich beide Arme von Sorak um seinen Hals und daraufhin, bekam er einen langen und feuchten Kuss auf die Lippen gedrückt.

In diesem Kuss konnte Karl spüren, was Sorak für ihn empfand und er freute sich deswegen sehr, obwohl er auch etwas nachdenklich darüber war und er fragte ich dann, wieso er sich darüber freute und gleichzeitig, darüber besorgt war. Schnell fand er dann die Antwort darauf und die Antwort war schmutzig und schwarz. Am liebsten würde er die Antwort wieder in seine tiefen der Seele vergraben, wo es nie wieder rauskommen soll. Doch es war nun einmal da und wird auch für immer da sein und ein Teil von ihm werden.

Karl war jetzt so glücklich nicht mehr so lange als König für sein Land da sein zu müssen, weil er endlich dieses Gefühl, diesen Gedanke und den Rest, was noch in ihm schlummerte, später ausleben konnte. Er wusste, dass er in diesen Moment etwas über sich selbst erfuhr und, dass er einen Schritt nach vorne tat, was er als König niemals getan hätte. Aber da seine Tage als König gezählt waren, ging er mit Freunde diesen Weg entlang und freute sich über jede Erkenntnis, die noch aus den tiefen seiner Seele kommen wird.

Das alles, geschah innerhalb von Sekunden und als Soraks Lippen seine verließen und sein Blick von absoluter Hingabe und mehr, erwidert wurde, richtete sich Karl mit Kraft auf, sodass Sorak mitgezogen wurde. Mit einem Arm drückte er Sorak an sich, um sich dann Garuru wieder zu widmen, was aber gar nicht so leicht war, weil sich seine Echse so ziemlich mit den ganzen Körper gegen ihn drückte und sich in seinen Arm wandte. Die Echsenschnauze strich und rieb an seiner Schulter und mit jedem Moment der verging, spürte er, wie sich Sorak langsam in eine Trance, oder in einen Tagtraum verlor.

Gleichzeitig wurde Karl auch bewusst, was Garuru tatsächlich meinte in Bezug auf Sorak und seiner völligen Hingabe. Er sah ihn nicht so, aber vermutlich sah ihn Sorak wie den Partner, den er vermutlich nicht hatte und immer davon geträumt hatte. Sehr wahrscheinlich, ging es über das Partnerdasein hinaus und Sorak Gefühle und Gedanken waren in einem Zustand, die kaum zu beschreiben waren.

Aber soweit wollte Karl nicht Denken, denn seine dunkle Seite war einfach nur froh, diese Echse bei sich zu haben, für immer. Da aber stellte er sich die Frage, ob alle Echsen auch so fühlen konnten und er fragte sich, was Garuru wirklich für Hasur fühlte.

Was er aber in Garurus Blick sah, der die ganze Zeit zu ihnen ging, war pure Eifersucht.

„Wieso schaust du so Eifersüchtig?“, fragte er seinen Freund und stellte ihn vor die Tatsache.

Garurus Blick huschte zwischen ihn und Sorak hin und her, bis sich die Augen schlossen und ein trauriges Seufzen zu hören war.

„Weil ich… wie du von Sorak, von Hasur… behandelt werden möchte.“

Dieser Satz, ließ Karls Herz fast dahinschmelzen. Nur zu gut konnte er ihn verstehen, weil er in der Zeit, nachdem seine Frau starb und allein war, überall Pärchen sah, die sich verliebt umarmten. Sie haben sich geküsst und jeden wissen lassen, dass sie sich liebten. Diese Eifersucht kannte er nur zu gut und das wiederum, sagte was Wichtiges über Garuru aus.

„Sehnst du dich nach Liebe Garuru?“

Ganz anders, als erwartet, reagierte Garuru auf diese Frage und als er das traurig Nicken sah, wusste Karl wie tief Garurus Sehnsucht war. Für seinen Freund tat er etwas, was er normal nicht tun würde und ganz besonders jetzt nicht, wo er nicht in seinen Land und sein Kopf voller Pflichten gefüllt war.

Von Soraks Armen losgeeist, rutschte Karl zu Garuru und dabei, sahen sie sich in die Augen. Fest nahm er Garurus Kopf in die Hände und gleich darauf, lagen auch schon ihre Lippen aufeinander. Garuru schnaufte einmal und zitterte am ganzen Körper, während die Lippen immer länger aufeinander lagen. Bis einer von beiden die Lippen bewegte und der andere, eindrang. Die Zungen verknoteten sich und der Speichel floss in Strömen.

Völlig gab sich Garuru Karl hin und sie gingen von anfänglichen wildes Züngeln, in ein gemütliches schmusen über. Für Karl schmeckte Garuru wie eine exotische Speise. Wie ein neuer Trunk, von dem er bis jetzt nur gehört hatte und das er schnell zu mögen begann. Schnell hatte er festgestellt, dass Garuru ein blutiger Anfänger im Schmusen war und deswegen, gab die Echse freiwillig die Führung ab.

Nachdem einige Sekunden vergangen waren, legte Garuru eine Hand auf die Decke in Höhe von Karls Brust. Langsam und gefühlvoll, rutschte die Hand zur Seite unter die Decke und als sie dann auf Karls Brust lag, wanderte sie allmählich nach unten. Karl ließ es zu, wie die Hand über seinen Bauch runterstrich und womöglich nur eines in die Hand nehmen wollte.

Unter einem Schnaufen, das schon fast stöhnend klang, ergriff Garurus Hand den harten und pochenden Penis und sofort, wurde der Penis vollkommen erkundet. Die Vorhaut wurde zurück gestreift und vorsichtig wurde die Eichel mit den Fingern ertastet und dann verwöhnt. Gleichzeitig fing Garuru immer lauter zu schnaufen an und wurde beim Schmusen immer gieriger.

Karl konnte nichts machen, außer sich Garuru hinzugeben. Zu schön verwöhnte ihn die Hand und sie machte es so gut, dass er in weiter Ferne schon seinen Orgasmus sah. Kurz unterbrach Garuru das Schmusen, um ihn zu sagen, wie heiß er Karl fand und dann wechselte er die Sprache und Karl konnte nur annehmen, was die Echse noch alles sagte. Gleich danach, verschmolzen die Lippen abermals und Karl wurde wild nach hinten gedrückt und dabei, glitt die Decke von ihm runter.

Garuru wollte nur noch eines, das sah er deutlich in den Augen, die von oben herab auf ihn runterschauten, als sie eine stille pause machten. Sie schnauften beide und beide wollten jetzt einfach den anderen in jeder Form, einfach nur schmecken. Weil Garurus Penis dabei auf seinen Unterbrauch drückte, wollte Karl ihn umso mehr haben. Denn der Penis, der heiß war und mit dem Herzschlag pochte, verteilte die Vorfreude mit der Spitze über seinen Bauch und die dunkelrote Farbe dazu, verriet ihm wie sehr es auch Garuru wollte.

Geschockt sah dann Garuru in der nächsten Sekunde nach hinten und fiel dabei fast um, während ein lautes und zornerfülltes Fauchen und Zischen zu hören war und im nächsten Moment, erbebte der Holzboden unter ihnen.