Kapitel 41

Story by SethGodofChaos on SoFurry

, , , , ,

Imported from SF2 with no description provided.


Kapitel 41

Rettung

Jetzt kam Bewegung in die Gruppe der Furries. Sie drängten in Richtung der Fähre und blockierten den Ausstieg.

„Lasst sie gefälligst in Ruhe. Wir werden nicht zulassen, dass ihr ihnen etwas tut“, schrie jemand.

Die Unruhe wurde immer größer. Einige Soldaten zogen ihre Waffen und schickten sich an, das Feuer zu eröffnen. Die Situation drohte zu eskalieren.

Plötzlich geschah etwas Unerwartetes. Eine Meute von etwa hundert weiteren Furries tauchte hinter dem Gebäude auf und schlug ohne Vorwarnung auf die Soldaten ein. Sie hatten keine Chance zur Gegenwehr.

Innerhalb von wenigen Sekunden hatte sich das Blatt gewendet. Die Gruppen freuten sich über ihren Sieg, stürmten zur Fähre und erzwangen deren Öffnung. Als einige von ihnen hinein sahen, erstarrten sie.

„Scheiße! Da ist nur ein Roboterpilot drin“, schrie einer entsetzt. „Das Ganze ist nur ein Trick gewesen, um uns abzulenken.“

Shana rief die Fähre mit Jody, Apophis und Syrgon an Bord. <„Man hat uns gelinkt. Die echte Fähre ist nicht am Konzilsgebäude. Da zieht noch jemand anderes die Fäden. Außerdem wissen wir nicht, wo wir suchen sollen.“>

Jody sank in sich zusammen. „Alles aus. Wir werden sie verlieren“, sagte sie niedergeschlagen.

„NEIN!“, schrie Apophis auf, „Sie sind nicht verloren. Wir werden sie finden. Sie müssen außerhalb der Stadt sein und zwar ziemlich in der Nähe des Gebietes, das Shana genannt hatte.“

Sie nickte und aktivierte den Scanner. „Wenn sie irgendwo in der Nähe sind, dann müssten wir ihre Lebenszeichen empfangen.“

„Kannst du nicht einfach nach der Signatur der Passagierfähre scannen?“, fragte Syrgon.

Sie schlug sich vor die Stirn. „Natürlich. Darauf hätte ich auch selbst kommen können. Ich programmiere die Signatur ein.“

Die Scanner überstrichen die Oberfläche der Erde im gefragten Gebiet und wurden schnell fündig.

„Ich habe sie“, triumphierte die Frau. „Die Fähre ist noch nicht gelandet. Sie musste wohl eine Schleife fliegen, nachdem sie die neuen Landekoordinaten bekam. Wenn wir uns beeilen, dann sind wir fast zeitgleich unten.“

„Sehr gut“, freute sich Apophis.

<„Shana. Wir haben sie gefunden und fangen die Fähre ab. Sie wird voraussichtlich fünf Kilometer östlich von eurer jetzigen Position landen, in der Nähe eines alten E-Werks.“>

<„Shana hier. Ich kenne die Gegend. Wir machen uns auf den Weg dorthin, werden aber erst nach euch eintreffen. Viel Glück!“>

Die Frachtfähre stürzte dem Erdboden förmlich entgegen und Jody fing sie kurz vor dem Zielgebiet geschickt ab. Die andere Fähre war nicht zu sehen.

„Wir haben etwas Vorsprung und sie kommen von der anderen Seite. Wenn wir hinter dem alten E-Werk landen, haben wir vielleicht Glück und bleiben unentdeckt.“

„Das wäre super. Dann hätten wir ein gutes Überraschungsmoment“, entgegnete Apophis.

Syrgon ging zum Mech und machte sich und sein Arbeitsgerät einsatzbereit, während die Pilotin landete. Unsanft setzte die Fähre auf und die Ladeluke öffnete sich.

Syrgon hatte bei diesem unsanften Manöver das Gleichgewicht verloren und war gestürzt. „Es wäre wirklich nett von dir, wenn du mich nächstes Mal vorwarnen würdest. Oder warst du scharf drauf, dass dir mal ein Wolf zu Füßen liegt?“

Sie schüttelte den Kopf und zuckte entschuldigend mit den Schultern. Thorn und Apophis griffen nach den Lasergewehren und stürmten hinaus. Syrgon blieb mit dem Kampfroboter in der Ladeluke stehen. Sie versteckten sich so gut es ging hinter den Gebäuden.

Apophis schaute vorsichtig um die Ecke. „Da kommen sie und sie scheinen nicht zu wissen, dass wir da sind. Und die Gleiter des Empfangskomitees und der Soldaten sind auch erst im Anrücken. Das ist geradezu perfekt.“

„Okay, was machen wir jetzt?“, fragte Thorn.

„Wir beide übernehmen die Fähre, und Syrgon das Komitee und die Schützen, wenn sie dazwischen kommen. Ich möchte nicht, dass der Mech die Fähre zerstückelt und alles was da drin ist.“

Apophis dreht sich zum Waffenträger um und deutete auf die Gleiter. Syrgon verstand die Andeutung und wartete auf das Startsignal. Der Tiger und die Frau schauten nochmals vorsichtig um die Ecke. Die Fähre war gelandet, die Luke geöffnet und ihre Freunde und Fletcher traten gerade ins Freie.

„JETZT!“, schrie Apophis.

Beide sprangen aus ihrer Deckung. Der Tigerkater rannte direkt auf Fletcher zu und warf plötzlich sein Gewehr weg. Der staunte zunächst und zögerte, denn mit ihm hatte er überhaupt nicht gerechnet. Als er die Situation erfasste, war es schon fast zu spät. Er sah eine riesige braune, schwarzgestreifte Raubkatze auf sich zu rasen und zog seine Waffe.

Apophis wollte ihn nicht einfach erschießen, er wollte ihn persönlich zur Verantwortung ziehen. Fletcher hob seine Waffe und zielte. Jody begriff was der Tiger vor hatte und schoss dem Leutnant den Strahler aus der Hand. Der schrie schmerzvoll auf, aber dieser Schmerz sollte erst der Anfang sein und Fletcher eine qualvolle Hinrichtung erleben.

Der Säbelzähnige hatte ihn erreicht und stieß seinen Vater, der direkt neben Fletcher stand, beiseite. Die anderen Chafren waren verwirrt und versuchten die Lage zu erfassen. Aber sie waren nicht im Besitz aller Informationen und konnten sich keinen Reim auf die Geschehnisse machen. Sie machten daher das einzig Richtige und flüchteten zurück in den Schutz der Fähre.

Mittlerweile waren auch die Soldaten angekommen, sprangen aus den Glei-tern und eröffneten sofort das Feuer.

Das war Syrgons Signal.

Der Mech nahm seine Arbeit auf, bewegte sich aus der Fähre und zielte auf die feindlichen Truppen. Der leitende Offizier, wie auch seine Untergebenen er-starrten als sie erkannten was sich da auf sie zu bewegte. Die Erstarrung hielt nicht lange an und ging fast synchron in einen ungeordneten Rückzug über.

Syrgon hatte genug von dem Spielchen und löste den Feuerknopf aus. Die Kampfmaschine spuckte hunderte tödlicher Geschosse über die fliehenden Truppen. Ein Söldner nach dem anderen wurde von den Kugeln durchsiebt und regelrecht zerrissen. Als der Wolf das Feuer einstellte, lagen überall Körperteile und Eingeweide verstreut. Die Vernichtungskraft des Roboters war verheerend und gänzlich.

Apophis baute sich vor dem Leutnant auf, welcher sich immer noch schmerzverzerrt, die blutende Hand hielt. Er hatte den Tod seiner Soldaten erlebt und würde jetzt sein eigenes Ende erleben. Apophis fixierte ihn mit wütendem Blick und Fletcher zog ein Messer, holte plötzlich aus, versuchte dem Kater die Klinge in den Unterleib zu stoßen. Apophis fing jedoch seinen Schlag ab, ergriff dessen Hand und hielt sie fest. Er schaute auf die Hand des Menschen, schüttelte den Kopf, schlug das Messer weg und begann ihm jeden Finger einzeln zu brechen.

„Der Finger ist für meinen Vater. - Der Finger ist für meine Mutter. - Der ist für meinen Großvater und der für meine Großmutter.“

Das Krachen der Knochen und Gelenke war einfach widerwärtig.

Fletcher schrie wie am Spieß und fiel vorn über. Er hing an seinem Arm und im Schraubstockgriff der Raubkatze. Er hatte keine Chance.

„Und der ist für deine miese Niedertracht, du heimtückischer Mistkerl.“

Der Leutnant schrie erstickt auf und fiel bewusstlos zu Boden. Apophis hatte ihm den Daumen aus der Hand gerissen und warf ihn ihm ins Gesicht.

Er schnappte sich den ohnmächtigen Menschen und schüttelte ihn. „Wach auf, mein Freund. Es ist Zeit vor deinen Gott zu treten und ihm in das dir ebenbürtige Angesicht zu blicken.“

Fletcher kam wieder zu sich. „Nein. Bitte, hör auf. Ich hatte meine Befehle.“

„Ach so? Da habe ich aber ganz andere Sachen gehört. Selbst kurz vor deinem Tod bist du noch ein niederträchtiges Aas. Du wolltest uns eurer primitiven Wissenschaft ausliefern. Menschen wie du wollen, dass es wieder Krieg mit den Cherit gibt und uns als Waffe gegen sie missbrauchen.“

Fletcher riss die Augen auf und starrte seinem Henker panisch in die Augen. Sein Blick war irre, aber nichts desto trotz gemeingefährlich. „Selbst jetzt er-kennst du noch nicht die ganze Wahrheit, du dummes Vieh. Meine Order lautete ganz anders“, schrie ihn der Leutnant an.

„Ach ja?“

„Ja! Falls du es mit deinem primitiven Katzenhirn noch nicht registriert haben solltest, aber ihr seid zum Spielball mehrerer Parteien geworden.“

„Was du nicht sagst? Dein Gott ruft nach dir, hörst du ihn?“

„NEIN, ich sollte euch eliminieren und hatte meinen Auftrag von ganz hoher Stelle!“

Apophis hörte ihn nicht mehr.

Sein Hass auf diesen Menschen, der sie alle betrogen hatte, der verlogen war und seine Macht ausgenutzt hatte, der seine Freunde und sogar seine ganze Familie auslöschen wollte, machte ihn in diesem Augenblick blind und taub.

Unter den entsetzten Blicken von Syrgon, Jody, den anderen Chafren und den Furries, die just in diesem Moment eintrafen, fuhr er die Krallen aus, rammte seine ausgestreckte Hand brutal in den Unterleib des Leutnants und brach ihm das Rückgrat von innen. Er riss die in seiner Hand befindlichen Wirbelkörper heraus und hielt die halbe Wirbelsäule triumphierend in die Luft.

Das Bild war für alle Anwesenden entsetzlich. Apophis wirkte wie ein entfremdeter, säbelzähniger Kriegsgott, der seine blutige Rache siegreich zu Ende geführt hatte. Schaurig und betörend schön zugleich.

Die Gruppe der Furries war einfach nur schockiert und einige mussten sich übergeben.

Jody eilte zu Shana, umarmte sie und wandte sich an alle Anwesenden. „Habt keine Angst. Er wird uns allen, nichts tun. Es war seine ganz persönliche Rache, für den Verrat von Fletcher.“

Shana nickte: „Wir können es ihm nicht verübeln und dürfen bei Anthros nicht in unseren strengen moralischen Maßstäben urteilen.“

Zustimmendes Gemurmel erscholl.

Apophis hatte sich wieder unter Kontrolle und seine Hände an Fletchers Hemd abgewischt. Er hatte die Aussage von Shana gehört und ging auf die Gruppe der Furries zu.

„Moral? Was wisst ihr schon von Moral? Ihr Menschen.“ Er spuckte in den Sand. „Ihr versteckt euch nur hinter Formen und Regeln. Ihr behauptet immer, dass ihr von einem Gott nach seinem Bilde geformt wurdet. Hat euch euer Gott auch Verlogenheit, Vorurteile, Falschheit, Ignoranz, Egoismus und Arroganz befohlen? Ihr bildet euch eine feste Meinung und rückt kein Stück davon ab. Ihr verurteilt alles was ihr nicht kennt und nicht begreift und versucht es zu zerstören, bevor ihr euch die Mühe macht es auch nur ansatzweise zu verstehen.“

Er grollte verächtlich.

Tarja trat hinzu und küsste ihren Sohn liebevoll. „Er ist mein Sohn und egal was er tut, ich bin Stolz auf ihn. Aber wir alle“, sie zeigte auf die Gruppe der Chafren, „sind eure Kinder.“

Die Gruppe der Menschen verstand jetzt überhaupt nichts mehr.

„Kann mir mal einer erklären, was diese Tigerin jetzt meinte?“, fragte einer aus dem Hintergrund.

„Ich gebe es mal kurz und knapp wieder“, begann sie. „Wir kommen vom Planeten Genro. Bis vor einigen Monaten lebten wir friedlich und unbeschwert. Dann wurden einige von uns von Kampfrobotern angegriffen und unsere bis dahin heile Welt zerbrach. Wir organisierten uns, stellten eine Kampfgruppe zusammen und gingen gegen verschiedene Basen auf unserem Planeten vor. Im Zuge dessen, stellten wir fest, dass wir vor etwa 600 Jahren auf dem Wege der Gentechnik künstlich erzeugt wurden, außerdem hatten wir Daten gefunden, die uns auf die Spur der Cherit brachten.

Es handelt sich dabei ebenfalls um eine Anthrozivilisation, welche vor etwa tausend Jahren mit euch im Krieg lag. Es sollte als letzte Hoffnung eine Art bio-logische Waffe gezüchtet werden, um sie gegen die Cherit einzusetzen. Aber es klappte nicht und zweihundert Jahre später herrschte Frieden zwischen Menschen und Cherit.

Die Basen wurden aber nicht aufgegeben und an die Forschung überstellt. Die neue Aufgabe lag darin Genro in einen Vergnügungsplaneten umzuwandeln.

Jagdlustige Menschen sollten intelligente Tiere jagen können, nur so und zum Spaß. Das ging aber auch schief und wir entstanden. Durch einen Fehler wurde in den Basen die Verteidigung aktiviert und alle Menschen eliminiert. Am Ende waren alle Menschen verschwunden und nur wir leben dort. Ihr seid also unsere Erzeuger und wir eure Geschöpfe. Allerdings sind kurz vor unserem Abflug Ungereimtheiten aufgetaucht, auf die wir hier eine Antwort zu finden hoffen.

Urteilt selbst.

Geht man so mit seiner eigenen Schöpfung um? Begrüßt man so Lebewesen, die Fragen haben und zumal noch mit friedlichen Absichten kommen?“

Sie waren einhelliger Meinung und schüttelten die Köpfe.

Plötzlich hörte man ein Piepen.

„Oh, das ist nur mein Pieper“, sagte Shana. Sie griff zu ihrem Mobiltelefon und rief die angezeigte Nummer an.

Zunächst hellten sich ihre Gesichtszüge auf, dann wurden sie wieder finster, um am Ende des Gesprächs zu erstarren. „Man vermisst Fletcher und hat mitbekommen was hier passiert ist. Wir sollten alle schnellstmöglich verschwinden.“