Kapitel 6

Story by SethGodofChaos on SoFurry

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Kapitel 6

Sachmet oder nicht Sachmet?

Kira nickte in die Runde. „Sachmet. Höchstpersönlich und lebendig.“

„Da will uns doch jemand verarschen“, murmelte Jody.

„Nein, ich fürchte nicht. Mit solchen Sachen scherzt man nicht“, wandte Stella ein.

„Aber warum sie und vor allem, warum die beiden Geparden? Das ergibt keinen Sinn“, überlegte Cyron laut.

„Wir sollten den beiden frisch lebenden Tupfenkatzen mal auf den Zahn fühlen, wenn sich die Zeit ergibt“, warf Syrgon ein.

„Richtig, das kommt später. Aber zurück zum Thema. Es gibt Fragen und darauf garantiert auch Antworten. Wir sehen sie im Moment nur noch nicht“, fuhr Kira fort und schaute intensiv auf den Monitor.

„Also, lasst uns zusammenfassen. Die Station ist verlassen, von Sabeth hört man merkwürdige Geräusche, auf Zurok rennen Schatten durch die Nacht.

Die Station wird waffentechnisch abgerüstet und jedes Dorf und jede Stadt flankieren Lasertürme. Gegen was genau, weiß niemand. Wir finden in der Station die beiden Geparden und eine Videoaufzeichnung mit Sachmet in voller Größe und Schönheit. Zumindest im Standbild“, gab Kira ausführlich die Geschehnisse wieder.

„Und was soll mir das sagen? Das eine Löwengöttin durch die Station schwebt?“ Andrews Laune wurde nicht besser.

„Na ja. Die anderen werden uns für bescheuert halten, aber ihr habt es auf dem Monitor gesehen. In Farbe, in Bewegung und im Standbild und die Aufnahme ist erst wenige Minuten alt.“

„Ja. Der arme Cepheus wurde zum zweiten Mal geschockt.“

„Ist sie noch in der Station?“, fragte Jody.

„Kann ich nicht mit Sicherheit sagen. Das kann ich nur vermuten.“

„Logisch“, redete Andrew dazwischen, „,sie kann sich scheinbar in Luft auflösen. Auf Ebene -7 war sie noch zusehen und bei uns kam sie nicht an.“

„Kira“, sagte Cyron überlegend, „,such' bitte mal einen vollständigen Plan der Station. Ich rufe über Funk die anderen. Die sollen sich hierher bewegen und die beiden Gepardenhybriden mitbringen. Wir brauchen detaillierte Antworten, bevor wir weiter im Dunkel tappen.“

Kira überlegte nicht lange, fand auch direkt das erfragte und brachte den Plan auf den großen Monitor.

Derweil orderte Cyron die Cherit und die Kampfanthros zur Ebene -6 zurück.

Wenig später war die Ebene und auch das Labor mit Anthros überflutet und die Hybriden ebenfalls vor Ort.

„So, was habt ihr denn gefunden?“, fragten Drekal und Sadral im Chor.

„Nun ja. Ich hoffe, dass ihr uns nicht für verrückt haltet, aber wir haben eine Videoaufzeichnung gefunden“, begann Kira.

Andrew grollte böse, worauf Drekal ihn fragend ansah.

„Warum so genervt, Säbelzahnmähne?“, versuchte die Wölfin ihn aufzumuntern.

„Schlechter Versuch“, grollte er weiter. „Komm zur Sache, Süße“, beendete er, an Kira gewandt, seine Gedanken.

„Okay, das wird euch umhauen.“ Sie nahm den Stationsplan vom Wandmonitor und startete die Aufzeichnung bis zum passenden Zeitindex und ging auf Standbild.

Alle starrten auf das Bild und die Kinnladen klappten runter.

„Tada! Sachmet. In voller Blüte“, gab Kira feierlich bekannt.

„Was für ein Blödsinn. Du willst uns wohl einen Bären aufbinden“, knurrte Sadr.

„Nein. Du siehst richtig.“

„Schwachsinn. Das kann nicht sein! Und ich glaube den Mist auch nicht!“, polterte der Wolf sehr ungehalten.

„Wie du meinst. Liegt wohl an den canidischen Genen, kennen wir schon von Syrgon“, sagte Stella versonnen.

Syrgon knuffte sie dafür, woraufhin Cyron Syrgon anstieß und den Kopf schüttelte.

Tarja versuchte das Niveau wieder anzuheben und zum eigentlichen Thema zu wechseln. „So, die Göttin Sachmet ist zu Besuch“, sagte sie und nickte schief.

„Genau. Was meinst du wie blöd wir geschaut haben“, entgegnete Kira.

„Das ist doch alles Quark“, entglitt es Apophis. Auch er war ungehalten und ratlos.

„Quark ist essbar, eine Göttin nicht.“

Apophis verdrehte die Augen. „Wo sollen wir suchen?“

Alle zuckten gleichzeitig mit den Schultern.

„Habt ihr die Ebenen -5 und -8 schon durch?“, fragte Andrew.

„Ja“, sagte Sadral und Drekal nickte bestätigend.

„Kira, ruf doch nochmal den Stationsplan auf“, stieg Stella in die Diskussion ein.

„Mach ich doch glatt, auch wenn ich nicht weiß warum.“

„Was erhofft ihr euch davon?“, fragte Drekal. „Ich frage lediglich des Verständnisses halber.“

„Ich glaube wir haben damals bei der Einnahme der Station etwas übersehen“, erwiderte Stella.

„Du meinst, so etwas wie ein Versteck oder einen Gang, den ihr nicht gefunden habt?“

Stella sagte nichts, aber ihr Blick sprach Bände.

Der Plan erschien auf dem Wandschirm.

„Ich zoome mal die Ebene -7 am Übergang zur Ebene -6 ran. In diesem Bereich ist sie plötzlich verschwunden“, erklärte Kira.

„Gute Idee“, bestätigte Andrew.

Auf dem Monitor wurde besagter Ort vergrößert, so dass man mehr Details erkennen konnte. Cyron und Sadral bauten sich näher vor dem Wandschirm auf und Drekal trat ebenfalls hinzu.

Sie suchten penibel den Plan ab, aber es war einfach nichts zu entdecken.

„Unbefriedigend, absolut unbefriedigend“, murmelte Sadral.

„Absolut nichts zu sehen“, ergänzte Cyron. „Okay, bevor wir sinnbefreit weiter diskutieren und keinen Schritt vorwärts kommen, sollten ein paar von uns mal diesen Bereich persönlich aufsuchen.“

Drekal stimmte zu und Sadral nickte bestätigend.

Die Wölfin drehte sich um, zeigte auf Tripal, Apophis, Selestral, Callisto und einen Schakal namens Scheat. „Auf geht’s!“

Mittlerweile waren die Stunden des Tages verronnen und der Abend brach herein.

„Wir dünnen unsere Chafrengruppe aus, schicken sie anteilig nach Felgan, ebenso die Drachen. Die Kampfanthros und ein Teil der Cherit sollte ausreichen.

Eine direkte Gefahr scheint nicht zu bestehen, sonst wäre Surats Kontakt anders ausgefallen“, verkündete Cyron und erwartete Proteste, aber es geschah das Gegenteil.

Wotan und Sirius freuten sich sogar die Station zu verlassen, ebenso viele andere. Somit blieben am Ende die Hälfte der Cherit, die Hälfte der Kampfanthros und einige Chafren in der Station. Der Rest war zusammen mit den Drachen schneller verschwunden als gedacht.

Cyron schaute Andrew an, dann zu Stella. „Was soll ich davon halten?“

„Sieh's positiv“, hauchte Stella und küsste ihn.

Die kleine Gruppe um Drekal erreichte sehr schnell ihr Ziel und teilte sich auf. Sie untersuchten die Gangwände sehr aufmerksam, versuchten Lücken zu fin-den die auf eine versteckte Tür hinweisen könnten, denn so richtig wollte keiner an den Besuch einer Göttin glauben. Trotz aller Merkwürdigkeiten und skurriler Besonderheiten musste es sich um ein reales und materielles Wesen handeln, darin waren sich alle einig.

Während sich alle auf die linke Wand des Gangs konzentrierten, spürte Tripal einen kalten Luftzug, dem sie zunächst keinerlei Bedeutung schenkte. Als der aber immer deutlicher zu spüren war, drehte sie sich um und schrie auf.

Die Anderen wirbelten herum und sahen nur noch eine diffuse Gestalt den Gang hinunter rennen, mit einem unfassbaren Tempo hinter der nächsten Biegung verschwinden, welche später auf die Ebene -8 führt. Sie standen ungläubig da, hatten nicht einmal die Waffen zur Verteidigung heben können.

„Was zum Geier...“, mehr sagte Callisto nicht.

Drekal griff zum Funkgerät. <„Ionos, Cepheus, Sadral, Schedir.“>

<„Was gibt es?“>, fragte Sadral beunruhigt.

<„Ich will, dass ihr vier sofort zum Übergang Ebene -6 zu -7 kommt. Wir hatten Kontakt!“>

<„Wir sind auf dem Weg.“>

<„Drekal, Ende.“>

„Waffen in den Anschlag. Sadral müsste mit der Verstärkung gleich auftauchen. Und bleibt alle entspannt. Wir leben und daher schließe ich eine bedrohliche Situation aus.“

„Wo ist es hin?“, rief Sadral schon von weitem.

Selestral schaute die Vierergruppe an und neigte den Kopf kurz, aber deutlich genug in Richtung Ebene -8.

„Wie habt ihr es gemerkt? Also, dass es anwesend war“, fragte Schedir neugierig.

„Ich spürte einen kalten, immer stärker werdenden Luftzug und als ich mich umdrehte, stand es da und rannte im Bruchteil einer Sekunde die Ebene runter“, entgegnete Tripal.

„Verdammt hurtige, freche … Dingens“, entfuhr es Ionos.

Drekal fing an zu grinsen. „Ihr glaubt auch nicht so recht daran, dass es sich um Sachmet handelt?“

„Da sagst du was“, warf Cepheus in die Runde.

„Aber wir haben sie auf dem Video gesehen“, sagte Tripal.

„Was wir gesehen haben, sah so aus wie die Löwengöttin. War sie es auch wirklich oder sollten wir nur glauben, dass sie es ist?“, gab Apophis in Tripals Richtung zu bedenken.

Tripal sah ihn interessiert an und spitzte die Lippen.

Der Säbelzahnkater ging auf diese Miene nicht ein, sondern spürbar drüber weg. „Nun gut. Wir labern herum und die Taten fehlen. Wir sollten uns auf den Weg zu den tieferen Ebenen machen.“

Ohne ein weiteres Wort zu verlieren setzte sich die Gruppe in Bewegung. Mit erhobenen Waffen und sichtbar unruhig, schlichen sie sich langsam voran, bo-gen zur Ebene -8 ab und stoppten.

„Die Kampfeinheit liegt perfekt im Weg“, stöhnte Callisto.

„Wenn die drüber gekommen ist, dann schaffen wir das auch“, sagte Selestral, „Also vorwärts!“

Die Ebene -8 war leer und lag schweigend vor ihnen.

„Schedir“, hub Sadral an, „nutze den Bewegungsscanner.“

„Aye!“

Der Scanner schwieg, wie der ganze Gang.

„Bewegung?“, flüsterte Drekal. Schedir schüttelte den Kopf.

„Hoffentlich geht das gut.“ Jody seufzte und hatte Angst um ihren Kater.

„Keine Sorge, Kleine. Da wird nichts passieren und vor allem nicht Apophis. Wenn eine echte Gefahr bestehen würde, dann hätten wir mindestens schon vier Tote“, beruhigte Kira und schaltete die Kameras von Ebene -8 auf den Wandmonitor.

„Ah, da sind sie. Perfekt!“

„Gut, dann wissen wir wie es ihnen geht“, bestätigte Cyron.

„Moment.“, entfuhr es Kira plötzlich. „Da stimmt was nicht. Die Kameras auf Ebene -10 sprechen an.“

„Was? Wieso?“

„Bewegung auf -10. Sehr schnell und kaum zu erfassen.“

„Auf den Schirm!“, grollte Andrew.

Die Luchsin tippte schnell die Codierung ein und ein Schemen schien förmlich durch besagten Gang zu fliegen. „Unglaublich.“

„Das ist doch alles ein selten blöder Mist. So kriegen wir nie heraus was hier abgeht. Wir sind nicht schnell genug und wie es aussieht scheint sich dieses Ding durch Wände bewegen zu können und löst sich mir nichts dir nichts in Luft auf und materialisiert fast zeitgleich irgendwo anders.“

„Ich hol' sie zurück.“ Cyron war sichtlich enttäuscht und schnappte sich das Funkgerät.

<„Sadral? Drekal? Brecht ab, wir müssen den Plan überarbeiten und machen für heute Feierabend mit diesem sinnlosen Unterfangen.“>

<„Verstanden“>, seufzte die Wölfin ins Mikro.

„Kommt, wir gehen zurück. Vielleicht hat der Kater recht. Das bringt nichts.“

Wenig später stand die Suchgruppe wieder im Computerraum.

Cyron schaute traurig in die Runde. Man sah ihm die Verzweiflung förmlich an.

„Und nun?“, mehr fragte er nicht.

Betretenes Schweigen war die eisige Antwort.

„Mit so etwas hatten wir es noch nie zu tun“, dachte Gienah laut.

Andrew schaute zu Apophis, welcher schwieg und der schaute wiederum das Pumaweibchen an.

„Irgendwelche Ideen oder Vorschläge?“, brach Menkalina das zermürbende Schweigen, aber das zeigte keine Wirkung.

„Na schön. Keine Antwort ist auch eine Antwort. Während ihr weise schweigt, werde ich eine Dusche nehmen, irgendwo wird eine solche wohl existieren und mir etwas zu essen machen“, intonierte Gienah schließlich.

Kira schnippte kurz mit den Fingern, deutete in ihre Richtung und gab ihr durch kurze Handzeichen die Lage der Dusche bekannt. Das Pumaweibchen nickte, lächelte und verzog sich in besagte Gefilde.

Cyron brach jetzt ebenfalls das Schweigen, aber nur um anzukündigen, dass er gedachte im Nebenraum Kaffee zu kochen, was wiederum Kira erfreute und ihr einen kleinen Juchzer entlockte.

Hadron grollte unzufrieden.

„Hat irgendjemand von uns bei der Begegnung mit der vermeintlichen Sachmet etwas außergewöhnliches gespürt?“, fragte Andrew frei heraus.

Tripal und Surat nickten gleichzeitig. „Es gab einen kühlen Luftzug, ansonsten nichts“, antwortete Surat.

„Merkwürdig, sehr merkwürdig sogar. In Überlieferungen und Legenden sinkt die Temperatur bei einer Begegnung mit ihr oder in direktem Kontakt stark ab. Das war nicht der Fall oder eher nur ansatzweise. Faszinierend.“

„Was war es dann?“, fragte Sadral.

„Diese Frage stellen wir uns die ganze Zeit immer wieder und kommen nicht weiter. Aber ich gebe mal eine klare Antwort darauf. Das weiß niemand, ich weiß es nicht und die anderen hier auch nicht“, schnauzte Hadron. „Reicht das jetzt? Wir drehen uns im Kreis und das endlos, wie in einer verdammten Schleife.“

Die beiden Löwen standen sich gegenüber und grollten sich gegenseitig an.

Cyron war aus dem Nebenraum zurückgekehrt, schaute, ob der Szenerie, zu Syrgon und an Drekal vorbei. Der Tiger grinste den Wolf an und zwinkerte. „Er-innert mich an etwas vor einigen Jahren.“

Syrgon nickte heftig und ging mit Drekal fast gleichzeitig dazwischen, allerdings mit steigendem Misserfolg.

Die beiden Kater wollten sich scheinbar ein Duell liefern und am Ende berührten sich schon ihre Nasen.

Letztendlich gab Hadron seinem Kontrahenten einen deftigen Kuss und Sadral war entwaffnet, vollkommen irritiert und stand erstarrt da, während Hadron zu lachen anfing.

„Was nun, großer Krieger?“, brachte er bei seinem Lachanfall gerade noch her-aus.

„Das war nicht lustig“, schrie der Geküsste.

„Ach? Willst du noch einen?“

Sadral winkte nur noch ab und verließ mürrisch den Raum.

„So und was machen wir jetzt?“, fragte Kira in die Runde.

„Der Kaffee sollte fertig sein und ich schlage vor, dass wir uns erstmal eine kräftige Tasse gönnen“, entgegnete Cyron.

„Gute Idee“, bestätigte Kira und ging in die kleine Küche um sich erwähntes zu holen.

Als sie zurück kam, setzte sie sich wieder an den Computer und rief weitere Daten auf.

Andrew setzte sich zu ihr. „Hoffst du noch mehr zu finden?“, fragte er beiläufig.

Kira zuckte mit den Schultern. „Ich weiß es nicht, aber zuweilen hatten wir Glück. Vielleicht auch hierbei.“

Andrew schaute über die Monitore hinweg zu Cyron, Tarja und Apophis, starrte letztendlich Apophis an und kniff etwas die Augen zu.

„Was überlegst du?“, fragt der Säbelzahntiger.

„Ich überlege gerade, ob es möglich wäre die Videoüberwachung auf Daueraufzeichnung zu programmieren und zwar auf den Ebenen -5 und -7, gleich-zeitig sollten wir zusehen, dass wir auf diesen beiden Ebenen eine Art Frühwarnsystem aufbauen. Falls wir wieder Besuch bekommen, haben wir einen kleinen Vorlauf um uns vorzubereiten. Viel Zeit bleibt uns nicht zur Durchführung, aber einen Versuch wäre es wert“, hub Andrew an.

„Hm, das wäre in der Tat eine Option. Aber dich bewegt doch noch ganz was anderes oder irre ich mich?“, fragte Apophis.

„Stimmt, du hast recht. Ich frage mich was ist, wenn es wirklich Sachmet sein sollte und vor allen Dingen, was ist, wenn das gerade erst der Anfang war?“

„Du denkst, da kommt noch mehr?“, fragte Tarja dazwischen.

Andrew nickte entschieden.

Kira schaute von den Monitoren auf und den Säbelzahnlöwen durchdringend an. „Du denkst doch nicht etwa an Anubis?“

„Danke, dass du ihn erwähnst. Wir haben in den Stasisröhren jede Menge an-derer Raubkatzenanthros und noch viel mehr Wölfe.“

„Wir sollten nicht lange herumsitzen und die Ebenen -5 und -7 sofort mit dem Warnsystem ausstatten. Kira, würdest du bitte die Videoanlage entsprechend programmieren. Und derweil sollten ein paar von uns in den Hangar gehen und dort nach Material suchen um das System zusammen zubauen. Ich glaube, dass wir dort am schnellsten fündig werden“, warf Apophis ein.

Drekal schaute kurz zu Cyron und nickte bestätigend, sah dann zu Callisto, Menkalina und der erfrischt zurückgekehrten Gienah. „Kommt mit, wir sehen uns dort mal um und schleppen alles her was uns in die Hände fällt.“

„Gut. Ich begleite euch“, sagte Tarja spontan.

Apophis schaute nicht gerade glücklich, ob der Aussage seiner Mutter. „Hältst du das für eine gute Idee?“

„Was meinst du?“

„Ich meine deinen Entschluss mit in den Hangar zu gehen.“

„Ja, oder hast du eine bessere Idee?“

„Nein, im Moment nicht, aber ich komme mit.“

„Na also. Geht doch.“

Die Sechsergruppe setzte sich in Bewegung und kam kurze Zeit später und ohne jeden Zwischenfall im Hangar an.

Kira hämmerte in dieser Zeit fleißig auf der Tastatur herum und aktivierte das Videosystem. „Gut, die Dauerschleife läuft jetzt.“

„Hervorragend. Sehr schön“, murmelte Andrew beiläufig.

Im Hangar wurden die Sechs tatsächlich schnell fündig und machten sich nach einer Stunde und voll bepackt auf den Rückweg zur Ebene -6. Es erschien ihnen am einfachsten das Warnsystem dort zusammen zubauen.

Cyron schaute sich kurz um. „Wir sollten uns, wenn das System scharf geschaltet ist, aufteilen. Die Kampfanthros übernehmen das Genlabor und halten es besetzt. Die Cherit übernehmen den Gang an beiden Enden und wir Hübschen bleiben hier und überwachen an den Monitoren die obere und untere Ebene.“

Ein einfaches Nicken war die schnelle und eindeutige Zustimmung.

In diesem Moment tauchte die Sechsergruppe mit dem erbeuteten Material auf und legte es in eine Ecke auf den Boden.

„So, das war alles was wir tragen konnten und was brauchbar erscheint“, sagte Callisto.

„Sieht super aus“, kam von Andrew. Er stand auf und Apophis gesellte sich zu ihm, ebenso Kira.

„Tja, dann wollen wir mal. Es geht doch nichts über eine lauschige Bastelstunde“, sagte die Luchsin grinsend.

Nach zwei Stunden war das Warnsystem mit allen Komponenten zusammengefügt und bereit zur Installation. Nach einer weiteren Stunde war es in den Gängen montiert und angeschlossen und nahm direkt seine Arbeit auf.

„So, dann ziehen wir uns zurück und harren der Dinge die da kommen mögen“, seufzte Drekal.

„Bleibt nur zu hoffen das wirklich etwas passiert und nicht alles umsonst war.“

„Ich denke das etwas geschehen wird, wobei es mir lieber wäre, wenn nichts passiert.“

„Sag das der vermeintlichen Sachmet“, schloss Apophis seine Gedanken merklich zynisch ab.

Wieder auf Ebene -6 angekommen, wurden sie von Cyron über seinen Plan unterrichtet und er wurde sofort in die Tat umgesetzt. Es wurde eine rotierende Wache eingerichtet, der Rest legte sich schlafen.

Es zog einstweilen Ruhe ein, allerdings sollte diese nur wenige Stunden anhalten. Plötzlich waren die Funkgeräte nicht mehr stumm, denn eine sehr beunruhigende Meldung von der Ra-em schreckte alle auf.

<„Sitral an Drekal! Captain Drekal sofort melden!“>, kam die Stimme der Schneeleopardin aus dem off.

Drekal schreckte schlagartig hoch und griff sich das Funkgerät. <„Drekal hier, was gibt es?“>

<„Captain, ich habe soeben roten Alarm ausgelöst. Wir bekommen unerwarteten Besuch.“>

<„WAS? Hast du mehr Informationen?“>

<„Nein, bisher nicht. Ich kann nur mit Bestimmtheit sagen, dass sich fünf Subraumkorridore geöffnet haben. Bisher ist aber noch nichts zusehen und die Scanner schweigen.“>

<„Gut. Fahrt die Schutzschilde auf Maximum hoch, ladet die Laserbatterien und setzt die Piloten in die Kampfgleiter. Sie sollen bereit sein, für den Fall der Fälle.“>

<„Verstanden, ich leite alles nötige ein.“>

<„Drekal, Ende!“>

Die anderen Cherit und auch die Chafren waren ebenfalls erwacht und hatten sorgenvoll das Gespräch mitbekommen.

„Was jetzt?“, fragte Cyron mit finsterer Miene.

Drekal knabberte an ihrer Unterlippe und wägte das Für und Wider einer Entscheidung ab.

Letztendlich hatte sie einen Plan geschmiedet. „Wir informieren die Kampfanthros. Die bleiben hier beim Labor und sichern die Ebene. Wir schnappen uns ein paar Gleiter und fliegen nach Britek zur Verteidigungszentrale. Dort schauen wir uns um und lösen einstweilen einen planetaren Alarm aus. Alle Lasertürme auf Zurok müssen sofort aktiviert werden und in Bereitschaft sein.“

Andrew ließ hörbar die Luft entweichen.

Syrgon schaute in die Luft. „Und das wo wir keinen Mech mehr haben. Der wäre scheinbar gerade jetzt gefragt“, murmelte der Wolf.

„Jetzt mal ganz langsam“, mischte sich Chiron ein, „wir wissen noch nicht ein-mal was da durch den Subraum zu uns kommt und verfallen schon in Panik.“

„Das ist keine Panik, es handelt sich nur um eine reine Vorsichtsmaßnahme.“

„Wenn du meinst. Ich sehe das gerade etwas anders.“

„Mag sein. Ich gehe ins Labor.“

„Ich komme mit“, sagte Chiron noch und ging voraus.

Drekal verließ ebenfalls den Raum, durchschritt den Gang und betrat mit dem Tiger das Genlabor. Gerade eingetreten trafen sie direkt auf Sadral. „Ihr müsst nichts sagen. Wir haben den Funkspruch mitgehört und können uns denken was unsere Aufgabe ist.“

„Oh“, entfuhr es der Wölfin. „Und was wäre eure Aufgabe, deiner Meinung nach?“

„Wir bleiben hier und sichern die Ebene und das Labor.“

„Na fantastisch, dann kann ich mir eine ganze Litanei ersparen.“

Der Löwe nickte kurz und rang sich ein müdes Lächeln ab. „Und was macht ihr?“

„Wir nehmen uns ein paar Gleiter und fliegen zur Verteidigungszentrale. Dort werden wir einen planetaren Verteidigungsalarm auslösen und die Lasertürme in den aktiven Zustand setzen. Ich möchte für alle Fälle rundum abgesichert sein.“

Wieder nickte der Löwe kurz und hatte jetzt ein dämonischen Grinsen auf dem Gesicht. „Das dürfte den Feind überraschen.“

„Wir wissen noch nicht ob es ein Feind ist und nicht mal was es überhaupt ist. Die Scanner der Ra-em haben bisher nichts erfassen können.“

„Oh... also ein Ratespiel“, entfuhr es Menkalina.

Drekal verdrehte die Augen. „Bestimmt nicht mehr lange.“

„Wenn sich die Subraumkorridore geöffnet haben, muss definitiv in Kürze et-was erscheinen“, ergänzte Gienah.

Drekal schaute sie durchdringend an, überlegte kurz und betätigte das Funk-gerät. <„Drekal an Ra-em. Sitral, wie schaut es aus? Ist schon was zu erfassen?“>

<„Hier Sitral“>, ihre Stimme klang gedehnt und fast schon gedrückt. <„Captain, sie werden nicht glauben was wir gerade sehen.“>

<„Mach es nicht so spannend!“>, herrschte die Wölfin zurück.

<„Es sind festridische Subraumkreuzer.“>