Kapitel 7

Story by SethGodofChaos on SoFurry

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Kapitel 7

Besuch aus dem Subraum

Drekal schaute Sadral an und kniff die Augen zu schmalen Schlitzen zusammen. <„Es sind bitte was?“>

<„Subraumkreuzer.“>

<„Gibt es schon eine Kennung die gesendet wurde?“>

<„Nein. Bisher nichts, lediglich Schweigen auf allen Kanälen.“>

<„Okay, wir kommen hoch. Drekal, Ende!“>

Sie wendete sich an Chiron und Sadral. „Planänderung. Die Chafren fliegen nach Britek, wir zur Ra-em und die Kampfanthros sichern die Ebene. Andrew und Kira bleiben auch hier und an den Computern. Damit ist alles abgedeckt.“

„Gut, so machen wir es“, entgegnete Sadral.

Drekal und und Chiron verließen das Labor und betraten den Computerraum, gaben die entsprechende Order.

Wenig später waren die Cherit bei den Atmosphärengleitern angekommen und auch schon auf dem Weg zum Kreuzer. Die Chafren waren mit einem Gleiter auf dem Weg zur Zentrale.

„Wenn das mal gut geht“, murmelte Kira und machte dabei ein mehr als betrübtes Gesicht.

Auf der Ra-em eingetroffen, ging Drekal schnurstracks zur Brücke. „Bericht Sitral!“

„Im Moment keine Neuigkeiten, Captain.“

„Alle Frequenzen öffnen, audio-visuelle Übertragung. - Rufen wir sie.“

„Aye, alle Kanäle geöffnet.“

<„Hier spricht Captain Drekal vom Cherit-Subraumkreuzer Ra-em. Fremde Schiffe, geben sie sich zu erkennen.“>

Es folgte ein kurzer Augenblick der Stille. Sitral kratzte sich kurz am Hinterkopf.

<„Hier ist der Subraumkreuzer Amun-Re. Mein Name ist Ramos, ich bin der Captain des Schiffes.“>

Drekal glaubte ihren Ohren nicht zu trauen. <„Ich grüße sie Captain Ramos. Darf ich fragen, was sie in diesem Raumsektor zu suchen haben?“>

<„Das dürfen sie, Captain Drekal. Wir waren auf einer Forschungsmission unterwegs und wurden angegriffen. Wir verteidigten uns so gut es ging, aber der Feind war uns überlegen. Die einzige Möglichkeit zur Rettung bestand in der Flucht.“>

Drekal nickte. <„Haben sie den Feind identifizieren können?“>

<„Nein. Wir haben solche Schiffe noch nie zuvor gesehen.“>

<„Waren es Schiffe der Erdstreitkräfte?“>

<„Nein, das kann ich mit absoluter Sicherheit ausschließen.“>

<„Das beunruhigt mich jetzt etwas. Ich würde vorschlagen, dass sie und auch die Captains der anderen vier Schiffe zur Ra-em über setzen. Wir beratschlagen in meinem Konferenzraum und bringen sie bitte alle Daten mit, die sie über die feindlichen Schiffe haben.“>

<„Einverstanden. Ich werde die Captains der Horem-hab, Re-harachte, Osiris und Nephtys informieren und einsammeln. Wir sind in vierzig Minuten bei ihnen.“>

<„Ausgezeichnet. Sie bekommen die Anflugvektoren für Hangar eins. Drekal, Ende.“>

Die Verbindung wurde unterbrochen und die Wölfin betätigte das Intercom.

<„Drekal an die gesamte Besatzung. Alarmzustand Rot wird hiermit aufgehoben. Gelber Alarm bleibt bestehen. Die Piloten bleiben in ihren Quartieren in Bereitschaft. Ende der Durchsage.“>

Sie wandte sich an Sitral. „Hol Cernos und Selestral auf die Brücke. Die sollen übernehmen. Du begleitest mich zur Rampe.“

Die Schneeleopardin nickte und wenig später öffnete sich die Zugangstür und die beiden angeforderten übernahmen ihre Posten, während Sitral und Drekal den Lift betraten und sich in Richtung des Hangars bewegten.

„Angegriffen?“, sinnierte die Wölfin laut.

„Worüber denkst du nach?“

„Ich habe ein ungutes Gefühl. Wenn fünf Subraumkreuzer die wohl definitiv neu sind und zur festridischen Flotte gehören und dann auch noch größer sind als unser Schiff und wesentlich mehr Schlagkraft besitzen, ihr Heil nur in der Flucht sehen...“

„Wer ist der Angreifer und warum?“

„Wenn es Streitkräfte der Erde wären, würde es mich sehr verwundern. Ich glaube nämlich nicht, dass die heimlich eine solche Armada so schnell aufstellen können. Dafür sind die noch nicht weit genug.“

„Hmhm. Ich weiß worauf du ansatzweise hinaus willst. Wir haben es mit etwas zu tun, was wir noch nie gesehen haben.“

Drekal schaute Sitral unheilschwanger an und atmete geräuschvoll durch. „Schlimmer ist, dass ich keinerlei Plan habe.“ Sie fing an zu kichern.

„Warum lachst du?“

„Ich finde das irgendwie komisch. Ich hatte immer einen Plan, sogar als es bei den Menschen eng wurde. Diplomatie half immer, selten mussten wir kämpfen.

Hier scheint es umgekehrt zu sein. Das echt Dämliche ist, dass wir nicht wissen, um was es sich handelt und ich das Gefühl habe, dass das erst der Anfang zu sein scheint.“

„Ich hoffe nicht“, sagte Sitral bitter.

Die Lifttüren öffneten sich und sie gingen in Richtung Hangar eins.

Derweil erreichten die Chafren die Verteidigungszentrale in Britek.

„Wow!“, entfuhr es Tarja.

Apophis bekam leuchtende Augen. „Wahnsinn. Seht euch die riesigen Gebäude an.“

Stella machte eher einen traurigen Eindruck.

„Was hast du Liebling?“, fragte Cyron.

Die Tigerin seufzte wehmütig. „Ich erinnere mich vier Jahre zurück. Da war in Han-Dun noch ein großer Marktplatz, Britek gab es nicht und wir hatten unseren ersten Flug auf dem Rücken eines Draches.“

„Ja, vieles hatte hier seinen Anfang genommen. Aber gehen wir weiter.“

Sie gingen auf das Zugangstor zu, welches sich bei ihrer Annäherung öffnete.

Apophis blieb stehen und sah sich irritiert um. „Wie es aussieht erwartet man uns schon.“

„Los, gehen wir rein. Immerhin sind wir hier nicht gänzlich fremd.“

Sitral und Drekal erreichten unterdessen Hangar eins und postierten sich seitlich. In circa fünf Minuten würden sich sechs Captains treffen und entsprechend angespannt war die Stimmung. Vier Rottweiler vom Sicherheitspersonal hatten sich auch entsprechend eingefunden, aber ihre Waffen geschultert. Immerhin handelte es sich um keine akut gefährliche Situation.

„Hätten wir Shana, Jody und die beiden Forscher beim Gespräch dabei haben sollen?“

Die Wölfin überlegte etwas. „Hmmm..., dann sollte ich Colras mit einem Gleiter auf den Planeten schicken. Die befinden sich, wenn ich mich recht entsinne in Felgan.“

Sitral lächelte und ging zum Comterminal. <„Colras? Hier Sitral.“>

<„Ich höre“>, kam die direkte Antwort.

<„Schnapp dir einen Gleiter und hole so schnell es geht die vier Menschen aus Felgan ab. Bring sie umgehend zum Konferenzraum. Falls sie fragen sollten, um was es geht, dann sage einfach, dass wir Besuch bekommen und ihre Anwesenheit nützlich sein könnte.“>

<„Verstanden. Ich bin auf dem Weg. Colras, Ende.“>

Die Wölfin sah sie schräg an. „Faszinierend. Ich wusste nicht, dass du Drekal heißt, aber danke, dass du mich gerade arbeitslos gemacht hast.“

„Entschuldige bitte. Aber ich stand dichter am Terminal.“

„Ja ja.“

In der Urwaldbasis durchstreiften die Kampfanthros immer wieder die unterirdische sechste Ebene. Sicherten das Genlabor ab, aber es war bisher alles ruhig. Für den Geschmack des Staffelführers Sadral viel zu ruhig.

„Mir gefällt das nicht, überhaupt nicht. Es ist mir viel zu ruhig“, knurrte er.

Callisto sah ihn an. „Sei doch froh, je ruhiger umso besser. Ich bin jedenfalls nicht scharf drauf das mir da irgendein merkwürdiges Ding über den Weg rennt und mich vielleicht noch mit Hochgeschwindigkeit angreift.“

„Zu ruhig, Callisto, viel zu ruhig. Es ist quasi die berühmte Ruhe vor dem Sturm. Wenn du verstehst was ich meine.“

„Ja, aber entspann dich.“

„Genau das fällt mir schwer.“

Plötzlich hörte man vom anderen Ende des Gangs her Menkalina schreien. „KONTAAAAKT!“

Mit aktivierten und erhobenen Lasergewehren rannten alle in Richtung des Aufschreis. Diese hatte bereits das Feuer eröffnet und zielte laut ihrer eigenen Meinung, präzise. Und tatsächlich brannte sich das Laserfeuer in die Oberfläche der Gestalt, welche allerdings völlig unbeeindruckt in einem Wahnsinnstempo weiter auf die Füchsin zu raste, sie erreichte und zu Boden schlug.

Menkalina schrie vor Schmerz auf und blieb liegen. Die anderen Kampfanthros wurden Zeuge der Szene und feuerten ebenfalls auf die Silhouette, aber es war schon zu spät und die Gestalt verschwand spurlos.

„SCHEIßE!“, brüllte Sadral und warf seine Waffe mit Wucht zu Boden.

„Warts ab!“, fuhr Cepheus ihn an und rannte zu Menkalina, die immer noch am Boden lag, aber sich bewegte. Er kniete sich neben sie und schaute nach eventuellen Verletzungen.

„Sadral, komm her. Sie ist nur leicht verletzt.“

Schnell setzten sich alle in Bewegung und Cepheus half ihr auf.

Die Füchsin lehnte sich etwas benommen gegen die Wand. „Verdammter Mist“, knurrte sie schwach. „Ich muss sie doch erwischt haben, der Laser hat sie genau getroffen.“

„Bleib ruhig. Es ist erstmal vorbei.“

Sadral sah sie sich genauer an. „Hm... sie hat ein blaues Auge und eine Rötung an der Kehle, Fell fehlt auch.“

„Okay, es ist also materiell“, stellte Sadr fest.

„Wenn es aus Materie besteht, dann kann man es auch verletzen oder töten“, sagte Ionos mit eiskalter Stimme.

„Das mag sein, aber bedenke, wenn es wirklich ein mystisch-religiöses Wesen ist und es sich damit um Sachmet handelt, dann dürfte dieser Gedanke den Chafren und Cherit nicht sonderlich gefallen und die sind in der Überzahl. Ich mag da keine Unruhe hereinbringen, außerdem haben wir da oben unbekannten Besuch.“

Ionos grummelte irgendwas unverständliches in seinen nicht vorhandenen Bart und ging den Gang weiter hinunter.

„Hey, kommt mal her. Das solltet ihr euch ansehen“, rief er.

Sadral setzte sich in Bewegung, während die anderen bei Menkalina blieben.

„Was hast du?“

„Sieh dir das mal an“, sagte der Leopard.

Der Löwe sah auf den Boden und kniete sich hin. „Das sieht aus wie Blut.“

„Genau.“

„Aber es ist bläulich-grün.“ Er fuhr mit einem Finger durch einen größeren Tropfen, führte ihn an die Nase und roch intensiv daran. „Es riecht metallisch und sehr scharf.“

Inzwischen waren Andrew und Kira auch eingetroffen, hatten sich von ihren Computern abgenabelt und durch die Anthromenge gebuddelt.

„Was ist denn hier los?“

„Menkalina hatte Kontakt mit der vermeintlichen Sachmet. Sie feuerte und traf, wurde angegriffen und leicht verletzt. Allerdings wurde die unbekannte Gestalt auch verletzt und blutet.“ Er streckte den beiden seinen benetzten Finger entgegen.

„Aha!“, hub Andrew an. „Ich finde das interessant. Vor allem, weil ihr gerade unter Umständen eine Göttin verletzt habt und das finde ich nicht lustig.“

Ionos starrte zur Decke. „Jetzt geht der Scheiß los.“

Andrew hob den Zeigefinger und hielt ihn in dessen Richtung. „Du hast schon genug gesagt und getan.“

„Schluss jetzt damit. Egal um was es sich handelt, es ist verletzt, es blutet und ist, wenn es nicht mystisch ist oder von mir aus auch göttlich, geschwächt. Ich denke, dass dieses Ding, diese Entität, um es nett auszudrücken, ab sofort vorsichtiger sein wird“, ging Sadral scharf dazwischen. „Und noch eines, Ionos. Hier wird niemand getötet, niemand. Ist das angekommen?! Wir suchen nach Antworten und wer immer das da sein mag, der hat garantiert Antworten und Tod kann er, sie, es, diese nicht mehr geben.“

Der Leopard nickte bestätigend und wiegte den Kopf gleichzeitig hin und her, ganz so als ob ihm die Standpauke am Hintern vorbei gehen würde.

Sadral beschloss es dabei zu belassen, aber wusste auch, dass es noch zu einem Drama kommen würde. ,Blödes Arschloch', dachte er nur noch.

Andrew schaute zwischen dem Leoparden und dem Löwen hin und her, schien zu überlegen und kratzte sich am Kinn.

„Was grübelst du?“, fragte Kira.

„Ich überlege gerade ob es wirklich Sachmet ist oder es nur den Anschein haben soll, dass sie es ist und sich etwas ganz anderes dahinter verbirgt.“

„Das gilt es zu klären und zwar schnellstens“, warf Menkalina ein.

Im Hangar eins der Ra-em traf mittlerweile die Fähre der Amun-Re ein und das Schott öffnete sich.

Drekal trat in Begleitung von Sitral auf das Schott zu und wartete auf das Erscheinen der Captains. Die ließen auch nicht lange auf sich warten und stellten sich gegenüber der Wölfin und Schneeleopardin auf.

„Ich begrüße sie an Bord der Ra-em. Mein Name ist Drekal, ich bin der Captain. Und das neben mir ist mein erster Offizier, Sitral.“

„Sehr angenehm. Ich bin Ramos, Captain der Amun-Re. Neben mir stehen Melina, Captain der Horem-hab, dann Seth, Captain der Re-harachte, dann haben wir noch Theseus, Captain der Osiris und letztendlich den fünften im Bunde, Maahes, Captain der Nephtys.

Bei der Vorstellung nickten nacheinander ein Pferd, ein Esel, ein Widder und ein Löwe freundlich ihrem Gegenüber zu.

„Nun schön. Begleitet uns bitte in den Konferenzraum. Ich glaube, es gibt viel zu bereden.“

„In der Tat“, sagte Melina knapp und trat einen Schritt vor, um ihrem Wunsch zur Tat zu schreiten, Nachdruck zu verleihen. Drekal verstand die Geste und zeigte zur Tür und deutete an, gemeinsam den Hangar zu verlassen.

Schweigend durchschritt die Gruppe das Schiff.

Colras war mittlerweile in die Atmosphäre des Planeten Genro eingetreten und flog zielstrebig auf das Dorf Felgan zu, in welchem er Binder, Skort, Grant und Thorn vermutete.

Nach einigen Minuten kamen die Häuser in Sichtweite und er setzte am Rande der ersten Gebäude auf, ging direkt zum Dorfplatz und schaute sich um.

Seltsam, es hielten sich nur sehr wenige Bewohner zu dieser Zeit hier auf, zumal er Berichten zufolge mit wesentlich mehr Betriebsamkeit gerechnet hatte.

Er ging auf eine ältere Gepardin zu. „Hallo, mein Name ist Colras, ich komme von der Ra-em und suche vier Menschen. Kannst du mir vielleicht sagen wo ich sie finden kann?“

Die Gepardin schaute ihn kurz forschend an. „Schau mal im Wirtshaus nach. Die werden mit Aldo wohl gerade Kaffee trinken.“

Der Tiger bedankte sich, betrat kurze Zeit später besagte Räumlichkeit und wurde tatsächlich fündig. „Hallo ihr. Schön euch zu sehen.“

„Shana schaute ihn freundlich an, die anderen drei nahmen gerade einen Schluck aus ihren Tassen.

„Was führt dich zu uns?“, fragte Aldo.

„Ich soll die vier Menschen mit zur Ra-em nehmen und es ist sehr wichtig. Be-fehl vom Captain.“

Jody schaute misstrauisch. „Um was genau geht es?“

„Ich weiß nur, dass wir Besuch bekommen. Wir hatten roten Alarm, welcher jetzt auf Stufe Gelb zurückgenommen wurde.“

„Das klingt nicht gerade erfreulich“, warf Gregor Binder ein.

„Egal. Bitte begleitet mich. Die Zeit drängt.“

„Okay, das Kaffeekränzchen ist hiermit wohl beendet“, seufzte Shana.

Sie verließen gemeinsam das Wirtshaus und starteten.