Kapitel 9

Story by SethGodofChaos on SoFurry

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Kapitel 9

Umbauarbeiten

Kira und Andrew machten es sich wieder an ihren Lieblingsplätzen bequem, während die Kampfanthros das Labor betraten und sich eine Liste machten, welche der Klone zur Aktivierung oder wie immer man es nennen mochte, bereit waren. Am Ende wären tatsächlich dreißig Stasisröhren frei, aber das letzte und endgültige Wort hatten die Ärzte und Wissenschaftler der Cheritflotte zu sprechen.

Während die Kampfanthros im Labor ihre Sichtungen tätigten und diese sich dem Ende näherten, schickte sich Andrew an Kira anzusehen und ihr einen Kuss zu geben.

„Wofür war der?“, fragte die kleine Luchsin erstaunt.

„Nur so. Vor allem aber dafür, dass du da bist und auch damit du mal auf andere Gedanken kommst.“

„Aha, also eine Andeutung?“ Sie zwinkerte schelmisch.

„Später sehr gerne, aber im Moment ist es etwas ungünstig.“

„Ja, ich weiß was du meinst. Das Ganze ist extrem nervig und ich habe das Gefühl in einer Endlosschleife fest zu sitzen.“

Er nickte und atmete tief ein, stutzte aber plötzlich und sah durch sie hindurch.

„Was hast du?“

„Mir fällt gerade etwas ein und ich brauche dringend einen Plan der Station. Egal wie, ich brauche jeden Winkel auf dem Schirm, alle Ebenen, alle Flure, alle Räume und auch die Lüftungsschächte.“

„Warum das denn? Ich dachte du kennst hier jede Ecke?“

„Mag sein, aber ich werde das Gefühl nicht los, dass wir alle etwas übersehen und das hängt vielleicht mit dem Auftauchen und Verschwinden dieser vermeintlichen Sachmet zusammen.“

Kira fing an die entsprechenden Daten aufzurufen.

Derweil hatten die vier Captains ihre Schiffe erreicht und waren nicht gerade bester Stimmung.

„Willkommen zurück an Bord“, begrüßte Althais seinen Captain.

„Halt bloß die Klappe, ich bin nicht in Stimmung“, schnauzte Seth ihn an.

„Immer mit der Ruhe, Captain. Was ist denn vorgefallen?“

„Das verstehe ich selbst nicht und ich glaube, dass es auch kein anderer verstehen würde.“

„Na ja, wir mögen zwar beide Esel sein, aber dumm sind wir nicht.“

Seth sah seinen ersten Offizier an und fing plötzlich an zu lachen. „Da hast Du allerdings recht. Nun gut, dieser Captain der Ra-em, diese Wölfin namens Drekal, hat eine Idee und dafür brauchen wir Freiwillige aus der Technik, ein paar aus unserer Krankenstation und zwei bis drei Verrückte aus der Sicherheit.“

„Oh, das klingt faszinierend und worum genau geht es?“

„Diese Chafren, das sind die Bewohner des Planeten zu unseren Füßen, haben ein paar alte Militärbasen der Menschen gekapert und einen netten Sektor aufgetan welcher umgebaut werden soll. Im Prinzip nicht mal ganz blöd diese Idee. Immerhin werden wir dort ein Lazarett einrichten und die Verwundeten aller Schiffe versorgen.“

„Das klingt vernünftig. Aber warum warst Du so ungehalten?“

„Diese Wölfin löst bei mir Bauchschmerzen aus.“

„Ah...“, entgegnete Althais und enthielt sich einer weiteren Bemerkung.

„Nichts mit ah... oder sonst etwas. Begib dich auf die entsprechenden Stationen und trommle das geforderte Personal für die geplanten Umbauten zusammen. Ich will, dass die schnellstmöglich auf dem Weg zur Oberfläche sind.“

„Verstanden, Captain.“

„Wegtreten!“

Auf zweien der drei anderen Subraumkreuzer spielten sich ähnliche Gespräche ab, wenn auch wesentlich ruhiger und geordneter.

Lediglich auf der Horem-hab tobte die Wut in Person und schrie ihr Quartier zusammen. Melina war außer sich vor Zorn, vergaß vollkommen, dass sie der Captain des Schiffes war und ließ das vor allem an ihrem ersten Offizier aus.

Cebal hatte wirklich Probleme ihrem Stutentemperament etwas entgegenzusetzen, nicht allein deswegen, dass er recht schmächtig gebaut war für einen Hengst. Er war auch das komplette Gegenteil von Melina und während sie die schnell aufbrausende Person war, sorgte er eher dafür, dass es am Ende nicht ganz so schlimm wurde und er sie bremste.

„Diese Person, diese arrogante Hündin. Was bildet die sich eigentlich ein?“, brüllte sie.

„Captain, bitte beruhige dich wieder.“

„Ich beruhige mich, wann ich es für richtig halte.“

„Siehst du, das ist dein Problem. Warum regst du dich so auf? Diese Drekal hatte einen vernünftigen Vorschlag was unsere Verletzten betrifft und du beißt dich nur an ihrem Tonfall fest.“

Melina sah ihren ersten Offizier scharf an. „Du wagst es mir in meine Wut zu fallen?“

„Manchmal frage ich mich, ob ich nicht der bessere Captain gewesen wäre. Zumindest was unser unterschiedliches Temperament betrifft“, er zuckte mit den Schultern.

Die Stute drehte den Kopf kurz zur Seite, schüttelte diesen überdrüssig, ging auf ihn zu, packte ihn und küsste ihn heiß und innig. Nachdem sie sich von ihm gelöst hatte, nickte sie kurz.

„Wie gut, dass wir in deinem Quartier sind und offiziell dienstlich in privatem Rahmen miteinander sprechen“, flüsterte Cebal.

„Ja, wie gut und ich will auch, dass es so bleibt. Es wäre für uns beide nicht gut, wenn auch nur ansatzweise nach außen dringen würde, was dieses Quartier alles gesehen hat“, raunte Melina verschwörerisch.

„Siehst du, so gefällst du mir schon wesentlich besser.“

Cebal musste lächeln als er, ob der Worte des Captains, an viele offizielle Ge-spräche im privaten Rahmen dachte, die in Wahrheit in exzessiver körperlicher und sinnlicher Wollust endeten.

„Dessen trotz ungeachtet werde ich dich jetzt allein lassen, mich auf die einzelnen Stationen begeben und passendes Personal für die geplante Aufgabe re-krutieren.“

„Mach das. Ich werde mich derweil zur Brücke begeben.“

Colras hatte die vier Menschen erfolgreich zur Oberfläche gebracht und näherte sich der Basis. Schweigend hatten sie alle den Flug überstanden, aber das Schweigen fand nicht aus reiner Verlegenheit statt. Die Ereignisse hatten sich für alle Beteiligten überschlagen und das Eintreffen der fünf Kreuzer war mehr als nur ein böses Omen.

Zeitgleich trafen die vier Besucher der Verteidigungszentrale vor Ort ein.

„Als ob eine imaginäre Sachmet nicht schon reicht. Nein, da fehlte noch ein Sahnehäubchen“, murmelte Cyron vor sich hin, als sie den Gleiter verließen.

„Warte ab, wenn wir in der Station sind, werden wir vielleicht noch mehr staunen“, entgegnete Stella mürrisch.

„Entzückend“, entfuhr es Tarja und Apophis zuckte nur kurz mit den Schultern.

Sadral betrat den Computerraum und schaute Kira und Andrew auffordernd an, nachdem er schnell erfasst hatte, dass die Luchsin versteinert auf den Schirm starrte und ihre Hände ein Eigenleben entwickelt zu haben schienen.

„Was machst du da?“, fragte er direkt und mit ernster Miene.

„Was denkst du?“, fragte Kira barsch.

„Kameradaten?“

„Nein, diesmal nicht. Es geht um etwas ganz anderes.“

„Aha. Da lass ich mich ja mal überraschen.“

In diesem Moment betrat die Gruppe um Cyron nebst der Gruppe um Colras den Raum.

„Hallöchen, da sind wir wieder“, intonierte Stella fast schon feierlich.

Andrew schaute kurz vom Bildschirm zu den Rückkehrern und dann wieder auf den Schirm, ohne ein Wort zu verlieren. Kira tippte derweil weiter und ließ sich gar nicht stören.

„Ist etwas passiert?“, fragte Tarja verunsichert.

„Kann man wohl sagen“, knurrte Sadral in ihre Richtung.

Apophis grollte markig und sah den Löwen scharf an. „Sprich dich ruhig aus. Der Tag ist eh schon versaut, schlimmer kann es kaum noch werden.“

Jody stand neben ihm und schaute ihn durchdringend an.

„Dann warte es ab. Wir hatten wieder Besuch von dieser Sachmet und Menkalina wurde angegriffen und verletzt. Sie eröffnete jedoch das Feuer und jetzt haltet euch fest, diese Kreatur ist materiell, denn sie blutet,“ gab Sadral bekannt.

„Willst du damit sagen, dass ihr sie verletzt habt?“, fragte Apophis ungläubig.

„Ja. Sie hat grünblaues Blut oder was immer es sein mag.“

„Das ist in der Tat faszinierend. Was habt ihr noch herausgefunden?“

„Na ja, wir haben eine Liste erstellt über Klone die aus der Stasis entlassen werden könnten und über den Umbau der Ebenen -6 und -7 beraten. Da soll hier wohl eine Art Lazarett entstehen. Aber das wird sich noch zeigen, immerhin geistert hier etwas herum und macht mich doch leicht nervös.“

„Kann ich mir denken. - Und was macht ihr beide schönes?“, wandte sich Apophis an Kira und Andrew.

„Ich sitze hier und warte auf einen kompletten Plan der Station“, entgegnete der Säbelzahnlöwe, während Kira den Schirm musterte, schließlich mit der Arbeit aufhörte und der Wandschirm sich erhellte.

„So, das sollte es sein“, sagte sie kurz und bündig.

Sadral nickte etwas und alle schauten auf die Abbildung, während Kira sich erhob. „So, Andrew meinte, dass wir etwas übersehen haben müssen. Und er selbst gibt sich da auch eine gewisse Mitschuld.“

Cyron schaute zum Genannten und grinste schief. „Du hast was übersehen?“

„Hör bloß auf. Das musste ich mir von Kira schon anhören, fang du nicht auch noch damit an.“

Die Luchsin lächelte verlegen und zwinkerte Andrew zu.

„Jetzt aber mal im Ernst, was sollten wir übersehen haben?“, fragte Stella.

Kira trat zum Wandschirm, musterte ihn eindringlich und drehte sich zu Apophis. „Fällt dir was ein? Lasergehirn?“

Die Miene des Säbelzahntigers verfinsterte sich, ob dieses Titels merklich, aber trotzdem ließ er sich nicht weiter beirren. „Wenn ich mich recht an die Aufzeichnungen, Protokolle und auch die Berichte erinnere, dann wäre es nicht das erste Mal, dass es gravierende Versäumnisse gab.“

„Was willst du damit andeuten?“, knurrte ihn Syrgon an.

„Ganz einfach. Schlichtweg Pfusch. Es musste alles schnell gehen und die Anlage wurde nur flüchtig kontrolliert.“

„So ein Blödsinn. Wir waren in allen Räumen und auf allen Ebenen. Gut, meinetwegen. Anfangs hatten wir das zentrale Treppenhaus übersehen, aber die-sen Fehler schnell abgestellt.“

„Ah ja. Darauf will ich auch nicht hinaus. Das ist das kleinste Manko bei der Sache. Kira sollte es jetzt bestätigen können, anhand der Pläne. Die Wartungs- und Belüftungsschächte. Was ist mit denen gewesen? Die wurden vollkommen ignoriert. Oder habe ich was verpasst?“, mahnte der Säbelzahntiger.

Tarja schaute aus dem Augenwinkel zu Apophis, dann zu Kira. Die begann sich unter dem Kinn zu kratzen, während es Syrgon vorzog, sich vor die Stirn zu fassen.

„Klar. Aber was sollte schon durch einen Belüftungsschacht kommen, außer Luft?“, warf Shana ein, während Skort und Binder sich ansahen und dann ent-geistert auf die Frau.

„Etwas wie Sachmet?“, sinnierte Cyron.

„Eben. Genau das meine ich. Einer der Schächte ist vielleicht groß genug um eine Person oder was auch immer passieren zu lassen.“

„So ein Schacht wäre aber doch recht groß“, warf Sadral ein. „Einen solchen Schacht haben wir nirgends gefunden.“

„Wenn man nicht weiß was man sucht und vor allem nicht wo, dann findet man es auch nicht“, warf Menkalina ein, die unbemerkt hinzugetreten war.

Apophis deutete bestätigend auf die Füchsin. „Sie hat mich verstanden.“

„Klasse. Wir suchen also mal wieder“, seufzte Cyron.

„Im Moment suchen wir erst mal einen Ansatz auf dem Plan“, munterte Kira ihn auf.

„Dann bringe uns mal auf nette Gedanken.“

Kira suchte den Bildschirm wieder sehr genau ab. „DA!“, sagte sie plötzlich und sehr laut. „Da haben wir einen Ansatzpunkt.“

Andrew und Apophis traten an ihre Seite und schauten auf einen Schnittpunkt auf den Kira mit dem Finger deutete.

„Sehr gut“, brachte Apophis gedehnt hervor. „Da haben wir den Ansatz, den wir brauchen.“

„Wo müssen wir hin?“, fragte Sadral dazwischen.

„Wie es aussieht auf eine Ebene -20. Aber eine solche gibt es nicht.“ Apophis war sehr in Gedanken versunken und kaute schließlich auf der Unterlippe.

„Was hast du?“, fragte ihn Tarja.

„Wenn ich mir die Aufzeichnungen so recht ansehe...“, er stutzte etwas, sah seine Mutter an und dann zu Kira. „Kannst du vielleicht unter den Stationsplan eine Skizze von Zurok, Sabeth und Arongh legen?“

„Kann ich machen? Ich wüsste aber gerne wozu?“

„Mach es einfach, dann wirst du schon sehen. Ich habe da ein ganz komisches Gefühl.“

„Flöhe? Es ist wieder Hochsaison“, witzelte Menkalina.

„Danke für deinen humoristischen Beitrag, aber aber mir ist gerade nicht nach Späßen.“

„Entschuldige bitte.“

„Gut“, rief Kira dazwischen. „Ich habe etwas passendes gefunden und unterlagere die Pläne.“

Auf dem Bildschirm sah man jetzt die detaillierte Struktur der Urwaldbasis und im Verhältnis passend, die Landmassen von Genro.

„Genau wie ich es mir dachte“, hub Apophis an.

„Spinne ich?“, fragte Andrew. „Sehe ich das richtig? Führt dieser Belüftungsschacht in Richtung Sabeth?“

„Richtig! Das tut er und wenn ich mich nicht täusche, dann wird die Überraschung noch größer.“

„Inwiefern?“

„Wenn dieser Schacht in der Tat so groß sein sollte, dass sich eine Person ungehindert darin vor und zurück bewegen kann, was wäre, wenn es kein Belüftungsschacht ist?“

„Du meinst, ein Tunnel?“ Sadral schluckte.

„So in etwa. Ein Versorgungstunnel.“

„Wie kommst du darauf?“, fragte Andrew sichtlich aufgeregt.

Apophis drehte sich zu Kira. „Ich bin zwar kein Lasergehirn. Aber fast jeder hier im Raum findet eine Antwort, wenn er an alle Ereignisse zurück denkt, die sich bei der Einnahme der Gebirgsbasis und dieser Basis hier abspielten.“

Cyron kramte tief in seinen Erinnerungen und hob eine Augenbraue. „Da ist tatsächlich etwas.“

„Aha?“ Apophis schaute fragend.

„Jetzt habe ich es auch“, warf Tarja ein.

„Dann erleuchtet uns mal, ihr Lieben.“ Stella und der Rest war ganz Ohr.

„In der Gebirgsbasis hatten wir einen zentralen Computerkern, den ich lahm legte.“

„Richtig. Und was haben wir hier?“

„Nichts. Es gibt die Computer hier auf der Ebene.“

„Sehr gut, Mutter. Ausgezeichnet.“

„Du meinst, dass der Tunnel unter Umständen bis nach Sabeth führen könnte?“ Stella zuckte angesichts ihrer Äußerung in sich zusammen.

„Volltreffer“, rief Apophis aus. „Genau darauf wollte ich hinaus und es hat noch nicht mal weh getan oder.“

Chiron schaute ihn finster an und schüttelte den Kopf. „Welpen.“

„Gut“, hub Sadral an und drehte sich zu Menkalina, „Wir brechen unser Lager hier ab und sammeln uns erstmal im Hangar.“ Ohne Unterbrechung ging er zu Cyron über: „Ihr seht zu, dass ihr alle Chafren eurer ehemaligen Truppe zusammentrommelt und vielleicht noch ein paar Freiwillige mehr.“

Cyron nickte. „Wir sollten Drekal verständigen.“

„Gute Idee.“ - <„Sadral an Drekal.“>

<„Hier Drekal, ich höre.“>

<„Wir haben hier wohl etwas gefunden und gehen auf einen Erkundungsausflug.“>

<„Oh, das hört sich spannend an. Um was genau geht es?“>

<„So wie es im Moment aussieht, haben wir einen Versorgungstunnel gefunden, sind aber noch nicht ganz sicher. Wenn es aber so sein sollte, dann ist es sogar im Rahmen des Möglichen, dass dieser Tunnel eine Verbindung zwischen Zurok und Sabeth herstellt.“>

<„Oh ha. Braucht ihr Verstärkung?“>

<„Von eurer Seite erst mal nicht. Wir versammeln uns im Hangar und Cyron holt die Truppenteile aus den Dörfern und Städten dazu.“>

<„Gut. Passt auf euch auf und schickt uns ne Karte.“>

<„Machen wir doch glatt. Und für dich extra per Luftpost.“>

<„Hahaha, Drekal Ende.“>

„Na, wenigstens hat sie noch ihren Humor behalten“, warf Syrgon ein.

„Ja, könnte schlimmer sein. - Syrgon, schnappe dir Colras, Apophis und Tarja und fliegt mit den größeren Gleitern nach Felgan, Strongham und Peschdan, sammelt alle, soweit es geht, ein und bringt sie hier her“, wandte sich der Ti-gerkater an den Wolf.

Der nickte kurz und schickte sich an sich mit den Genannten auf den Weg zum Hangar zu machen, aber Cyron hielt ihn kurz fest. „Nicht ganz so schnell. - Okay, wenn das alles so ist, dann ist der Computer unterirdisch auf Sabeth gelegen, die Messerdrohne war kein Zufall, diese Sachmet ist es auch nicht und... und... und...“, fuhr er fort, kam aber nicht weiter.

„Es bahnt sich womöglich fürchterliches an. Außerdem war dein letztes -und- die absolute Hölle“, vollendete Kira mit ihren Ausführungen den Gedanken-gang.

Cyron rollte nur mit den Augen.

„Wir gehen schon mal vor“, sagte Sadral und verließ den Raum. Menkalina folgte ihm.

„Ob das eine gute Idee ist, weiß ich nicht. Aber sei es drum“, murmelte Andrew versonnen.

„Egal ob gut oder nicht. Wir müssen jetzt was tun. Schnappt euch eure Waffen und folgt ihnen unauffällig“, munterte Stella alle auf.

Schnell hatten sie die vorausgegangenen Kampfanthros eingeholt und versammelten sich mit ihnen im Hangar.

„Okay. Alle mal her hören“, rief Apophis in die Menge. „Ihr werdet erstmal nichts tun und hier abwarten bis wir den Rest der Gruppe aus den Dörfern und Städten geholt haben. Ich meine, dass es jetzt nicht so sehr eilt, denn immerhin wird Sabeth nicht plötzlich verschwinden.“

Es entstand ein kurzer Tumult.

„Er hat recht“, ergänzte Sadral. „Wir sollten nichts überstürzen. Immerhin wissen wir nicht, was uns da unten wirklich erwartet. Und im Fall eines Falles wird jede Hand nützlich sein.“

„Gut. Verteilt euch etwas und gebt Ruhe“, wies Menkalina die Runde an. Danach begab sie sich zu Sadral, Apophis und Tarja. „Ihr habt doch was vor oder irre ich mich?“

Der Säbelzahnkater schaute an der Füchsin vorbei und suchte nach Tripal. Als er sie entdeckte, schnippte er mit den Fingern, so dass sie aufmerksam wurde. Sekunden später stand sie neben ihm.

„Was gibt es, dass es dich nach meiner Anwesenheit gelüstet?“ Ihr Blick verriet einen Anflug von Amüsiertheit.

„Gelüsten gerade nicht, zumal ich vergeben bin, trotzdem danke für das Angebot. Aber mal im Ernst. Was hältst du von er ganzen Sache?“

„Das hättest du auch genauso gut Sadral fragen können.“ Sie schaute schnippisch drein.

„Ganz einfach. Du warst damals mit Drago auf der Ra-em. Ihr hattet den ersten Kontakt mit uns. Ich frage gerade dich, weil ihr beide seinerzeit vor der gleichen Situation standet, wie wir jetzt.“

„Ach so? Du fragst wegen der Motivation euer Schiff zu betreten?“

„Genau. Was hattet ihr für ein Gefühl vorab? Immerhin befanden wir uns im Feuergefecht. Es hätte alles ganz anders ausgehen können.“

Sadral wandte sich derweil ab und gab an Andrew und die restlichen Zurück-gebliebenen auf Ebene -6, die weitere Verfahrensweise durch.

„Wir waren uns nicht sicher, ob unser Vorgehen korrekt ist. Wir saßen quasi zwischen den Stühlen. Einerseits hatten wir den Befehl das Schiff in unseren Besitz zu bringen, aber andererseits das Gefühl, dass es nicht richtig ist. Und um eine klare Entscheidung zu treffen, mussten wir euch kennenlernen. Wie wir sehen, war es richtig. Aber worauf willst du hinaus?“, antwortete Tripal.

„Die aktuelle Situation ähnelt in meinen Augen etwas der damaligen. Wir wussten nicht wer ihr seid und sollten euch an Bord lassen. Die Gefahr war groß, wenn auch harmloser als die jetzige.“

„Und wo liegt die Gemeinsamkeit?“

„Wir entscheiden aus dem Gefühl heraus. Etwas hat uns eine Fährte gelegt und aus der Neugier heraus folgen wir ihr. Was ist, wenn es eine Falle ist und wir auf etwas vollkommen unerwartetes treffen?“

„Du meinst eine fremde Spezies?“, mischte sich Tarja ein.

Apophis schloss kurz die Augen und nickte.

„Das glaubst du doch wohl selbst nicht“, grollte Sadral mürrisch.

„Warum nicht? Zähle doch mal alles zusammen. Da treffen wir auf Projektionen die sich in Luft auflösen können und an anderer Stelle sogar materiell werden.

Da tauchen fünf Cheritkreuzer auf und sind von einer fremden Spezies ohne Vorwarnung angegriffen worden. Wir stoßen auf zwei Hybridgeparden, die aus einer Laune heraus mal so ganz nebenbei aus der Stasis geholt wurden.

Auf der Erde findet man Überreste von Cheritkulturen die Jahrtausende alt sind. Selestral ist die Überbringerin der eindeutigen Botschaft und die Menschen haben nichts anderes zu tun, als unsere Existenz zu vertuschen. - Habe ich was ausgelassen?“

Sadral überlegte und schüttelte langsam den Kopf. „Ich fürchte nicht.“

„Eben. - Du solltest mal Drekal kontaktieren und fragen, ob wir diesen Cromwell hier haben könnten.“

„Was willst du denn mit diesem Irren hier?“, fragte Tarja entrüstet.

„Wir urteilen zu subjektiv. Wir drehen uns im Kreis, weil wir nur unsere Sichtweise der Dinge haben. Wir sehen nur das, was wir sehen wollen und treten auf der Stelle. Vielleicht hilft ein, wenn auch uns widerstrebender, anderer Blickwinkel weiter.“

„Ich rufe Drekal“, hub der Löwe an. <„Sadral an Drekal, bitte melden.“>

<„Hier Drekal. Was ist euer Begehr?“>

<„Immer diese Begehrlichkeiten. Aber da habe ich tatsächlich was auf dem Herzen. Apophis hätte gerne diesen Cromwell hier unten. Es geht um die Erweiterung unseres Blickwinkels, wie er sagte.“>

<„Oh. Ein Kater der sich erweitern mag? Da sollte er die Spezies wechseln“>, ertönte sehr frech die Stimme der Wölfin.

„Die soll mal nicht so vorlaut sein“, grummelte Sadral leise und dann lauter. <„Das wird nicht gehen, aber sei so gut und schicke den Irren her.“>

<„Aber gerne doch, wenn er euch so ans Herz gewachsen ist. Ich schicke Selestral und Cernos mit. - Drekal, Ende.“>

„Unfassbar.“

„Die hat wohl nen Clown gefrühstückt“, sinnierte Menkalina.

Auf der Ra-em saß Sinja wie jeden Tag am Krankenbett des immer noch im künstlichen Koma gehaltenen Säbelzahntigers Grey. Der Angriff von Cromwell lag jetzt geraume Zeit zurück, aber nachdem Parais die Ra-em verlassen hatte und Adhana die Leitung der Krankenstation übernahm, scheute sich das Pumaweibchen davor, ihn in den Wachzustand zurückzuholen. So saß die Füchsin da und hielt die Hand ihres Geliebten, mehr konnte sie nicht tun.

„Wann holen sie ihn endlich wieder zurück?“, fragte sie an den Puma gewandt.

Adhana stellte sich neben das Bett, schaute auf die Vitalmonitore, spitzte die Lippen, überlegte eine Weile und nickte schließlich. „Gut. Versuchen wir es.“

Sie rief einen Assistenten heran und entfernte die Infusion bestehend aus Ringerlactat, Propofol und dem starken Opioid Piritramid. Als Ausgleich legte sie eine neue Infusion lediglich mit Ringerlactat.

„Den Rest muss er selbst machen. Bleib bei ihm und achte auf Anzeichen, dass er nach und nach zu sich kommt.“

Sinja nickte und rang sich ein Lächeln ab, nahm Greys Hand und streichelte sie sanft.