Kapitel 10
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Kapitel 10
kopflos
Unterdessen vergingen ebenfalls nur wenige Minuten im Hangar, alles ergab sich der Situation längere Zeit warten zu müssen. Aber nach geschätzten zwanzig Minuten war es aus mit der Ruhe.
Wie aus dem Nichts tauchten plötzlich zwei Gestalten auf, die erst nur nebulös waren, aber schnell an Substanz gewannen. Zuerst standen sie nur still, dann aber brach die Hölle los, als die Kampfanthros, Cherit und Chafren erkannten wer ihnen da unerwünschter Weise einen Besuch abstattete.
Gienah löste sich als erste aus der Erstarrung, konnte noch etwas von Anubis und Seth murmeln und das war es auch schon. Mit einem gezielten, schnellen und extrem heftigen Angriff stürzten die beiden genannten Gestalten auf sie zu, fegten sie von den Beinen. Das Pumaweibchen schrie auf und flog mehrere Meter durch die Luft, schlug auf dem Boden auf und blieb liegen. Menkalina rannte zu ihr und stellte erleichtert fest, dass sie keine schwerwiegenden Verletzungen davon getragen hatte.
<„Kira hier,“> kam die erregte Stimme der Luchsin über Funk. <„Wir haben ein ernsthaftes Problem auf Ebene -6.“>
<„Lass mich raten, ihr hattet Besuch“>, brüllte Sadral die Antwort.
<„Ja. Wir fegen gerade ein paar Trümmer zusammen. Wie sieht es bei euch aus?“>
<„Nicht gut. Gienah wurde von Seth und Anubis angegriffen und liegt verletzt am Boden, aber sie lebt.“>
<„Seth und Anubis? Das ist düster, sehr düster sogar. Wir hatten Besuch von Sachmet und Horus in fliegender Gestalt.“>
<„Was zum Geier geht hier vor? Was meinst du mit Trümmern?“>
<„Ich will es mal so sagen. Ein Teil der Rechner ist vom Netz getrennt, aber der wesentliche Teil ist noch online. Was schlimmer ist, dass die Kommunikation zwischen den Computern und der Abteilung mit den Stasisröhren der Anthros abgerissen ist. Wir wissen nicht wie es da drin aussieht und was aktuell passiert oder schon passiert ist.“>
Sadral schaute nicht nur finster, sondern auch extrem irritiert drein.
„Okay“, schrie er und verschaffte sich ungeteilte Aufmerksamkeit. „Wir bleiben hier! Die Chafren und Cherit verschwinden aus dem Hangar, ich will hier mehr Platz haben. Nehmt Gienah mit und ab mit euch auf die Ebene -6. Da gibt es Ärger und der wird immer heftiger. Horus und Sachmet haben Kira und Andrew einen Besuch abgestattet und die Rechner lahm gelegt. Was immer gerade passiert, es gerät komplett außer Kontrolle.“
Die Chafren schauten sich kurz an und verließen mit den Cherit im Schlepptau den Hangar. Gienah hatte sich wenigstens soweit wieder erholt, dass sie stehen konnte.
<„Kira, eure Leute kommen zu euch zurück. Wir sichern weiter den Hangar.“>
<„Sichern? Gegen was und wen? So schnell wie die sind und vor allem unerwartet im Auftauchen müsste man schon Hellseher sein.“>
<„Egal. Wir tun was wir können.“>
Fünfzehn Minuten später tauchte die Gruppe vom Hangar kommend auf der besagten Ebene auf und schaute sich um.
„Hallo Kira“, begann Tarja, „wie sieht es hier genau aus?“
„Nun ja. Die Rechner zum Labor und damit zum Stasisraum sind gekappt. Kei-ne Ahnung was da drin vor sich geht. Die Videoüberwachung ist auch hinüber, es kann sich also alles frei bewegen und wir merken es erst, wenn es zu spät ist. Das Labor ist momentan abgeriegelt und keiner kommt rein und keiner raus. Lediglich der Hauptrechner und die Lagepläne funktionieren noch.“
„Spitze! Wenigstens etwas“, versuchte die Tigerin etwas aufzumuntern.
„Wie geht es Gienah?“, fragte die Luchsin.
„Entsprechend gut. Wird wohl ein paar blaue Flecke davon tragen, aber nichts schlimmes.“
„Ich bin der Meinung, dass das alles sehr nach einer Warnung aussieht und nicht nach einer Aufforderung“, mischte sich Andrew ein.
Kira sah ihn an und überlegte kurz. „Sieht in der Tat danach aus. Zuerst die recht harmlosen Attacken hier unten und jetzt eine neue Steigerung mit zwei Pärchen.“
„Ob der Konter von Menkalina dazu geführt hat?“
„Das ist die Frage oder es hat sich insgesamt einiges im Gefüge verschoben. Etwas was wir nicht sehen oder übersehen haben. Immerhin sind wir im übersehen von Tatsachen echt gut.“
„Das wird sich hoffentlich ändern, wenn Selestral und Cernos mit diesem Cromwell auftauchen.“ Andrew fing an zu kichern.
„Was ist daran so lustig?“, polterte Gienah, die mittlerweile wieder am Geschehen teilnehmen konnte, finster.
„Wir stecken in der Klemme und erhoffen uns Hilfe vom Feind.“
„Hier geht es nicht mehr um Freund oder Feind. Es geht um Informationen, die gegen was weiß ich was von nutzen sein könnten.“
Andrew wiegte den bemähnten Kopf leicht hin und her. „Das ist ein gutes Argument. Allerdings bin ich nicht sonderlich zuversichtlich was den Umfang neuer Informationen betrifft.“
„Warten wir es ab.“
In der Zwischenzeit hatten es Selestral und Cernos geschafft den bestellten Cromwell in den Gleiter zu laden, er ließ es anstandslos über sich ergehen, und waren vor dem Hangar der Urwaldbasis gelandet.
„Steigen sie aus“, mahnte Cernos scharf.
„Ja, ich mach ja schon“, seufzte Cromwell und folgte der Anweisung.
Gemeinsam betraten sie den Hangar.
„Hach, gute menschliche Qualitätsarbeit. Selbst nach Jahrhunderten noch in gutem Zustand“, bedachte die graue Eminenz den Anblick des Gebäudes mit Wertschätzung.
„Sparen sie sich die blöden Sprüche“, grollte Sadral und Menkalina sah ihn ab-lehnend an.
„Was verschafft mir das Vergnügen, dass ich hierher gebracht werde?“
„Das klären sie an anderer Stelle“, entgegnete Sadral und schaute kurz zu Selestral.
„Die Cherit und Chafren befinden sich auf Ebene -6. Bringt ihn da hin. Die können mit den Geschichten, die er zu berichten hat, mehr anfangen. Wir sind eher fürs Grobe zuständig.“
Cernos schaute kurz auf Cromwell und packte ihn fest am linken Arm. „Mitkommen!“
„Eh, nicht so fest“, kam der Protest, aber zu spät.
Der Hirsch schleifte ihn förmlich hinterher und Selestral achtete darauf, dass die wertvolle Fracht nicht unterwegs verloren geht.
Wenig später erreichten sie den Ort des Geschehens und Cromwell kam sich vor wie vor einem Standgericht. Alle Augen waren auf ihn gerichtet, minuten-lang lag Stille im Raum, im Gang und auf den Mienen war keinerlei Regung zu erkennen.
„Schön“, begann Andrew. „Wir haben einige Fragen und hoffen, dass sie uns weiterhelfen können. Jedenfalls werden wir nicht ganz schlau aus einigen Din-gen. Aber die Hinweise mehren sich, dass sie da etwas wissen könnten und bestimmt mit uns teilen möchten.“
„Na schön. Was habt ihr und was sollte ich ergänzen. Vielleicht ist es besser für alle, vor allem für die Erde, wenn ich kooperiere.“
„Oh, das ist aber eine schnelle Einsicht“, warf Kira süffisant ein.
„Was bleibt mir übrig. Wenn ihr in die Katastrophe rennt, dann ändert es nichts an der Tatsache, dass es die Erde auch erwischen wird.“
„Okay, dann legen wir die Fakten mal auf den Tisch“, begann Tarja. „Warum haben sie so ein wahnsinniges Interesse daran alles was auf uns hinweist auszulöschen?“
„Das hatte ich eigentlich schon dargelegt, aber sei es drum. Ihr ward eher auf der Erde als wir Menschen, viel früher.“
„Okay, soweit so gut. Aber was habt ihr vom Vertuschen?“
„Schutz, reiner Schutz. Es gibt auf der Erde mehrere Religionen allen voran das Christentum und den Islam. Viele sind gläubig und wenn alles in ihrem Leben schief läuft, so sind sich, egal welchen Glauben sie haben, alle eins.
Ihr Glaube hält sie aufrecht, der Glaube an ein großes Wesen, dessen Existenz nicht wissenschaftlich nachweisbar ist. Wenn dieser Glaube diesen Leute genommen wird, weil die Wahrheit ganz anders ist, dann bricht plötzlich alles zusammen. Jeder würde versuchen seine Schäfchen ins trockne zu bringen, aber immer mit dem Wissen, dass es nichts bringt, weil da ja nichts mehr ist.
Daher versuchen wir seit Jahrhunderten alle Religionen so stabil wie möglich zu halten. Und daher ist euer Auftauchen eine Katastrophe für uns und die Funde eine Art Todesurteil.“
„Hmmm... auch das hatten sie angedeutet. Erzählen sie doch mal etwas, was wir noch nicht wissen.“
„Oh, da gibt es zum Beispiel die Tatsache, dass weder Cherit noch Chafren die Urspezies sind.“
„Bitte was?“, fragte Kira irritiert.
„Tja, jetzt guckt ihr dumm, was?“
„Erläutern sie das?“, fuhr Callisto dazwischen.
„Es gab eine Spezies oder gibt es vielleicht noch, die lange vor euch existierte. Eine Spezies die nicht einmal wir kennen. Wir wissen nur, dass sie seit rund sechs Milliarden Jahren existiert. Sie ist der Ursprung allen Lebens. Ihr seid der Ursprung der Götterwelten in der Frühzeit. Und die Chafren nur durch unsere Neugier entstanden, da wir wissen wollten was das alles auf sich hat.“
„Unsere Informationen sagen aus, dass es nicht aus Neugier war. Eher als Waffe und später als Vergnügungsbeute.“
„Genau das sollten alle glauben. Es war die reine Neugier. Wir hatten die Funde, aber hielten sie geheim. Wir werteten sie aus und stellten fest, dass es die Cherit auf der Erde gab und dass sie einen eigenen Planeten haben.
Blöderweise waren sie hochtechnisiert und schon wieder auf dem Weg in Richtung Erde. Das Einzige was uns blieb war, dass wir das Cherit-Schiff auf dem Wege abfingen. Das klappte auch und es ging auf Genro nieder. Eigentlich dachten wir, dass es damit erledigt wäre. Aber nö, es ging weiter. Daher mussten wir auf Genro landen, drängten die Reste zurück und errichteten die Basen um den Planeten zu kontrollieren.
Wieder wurde von den Cherit ein Schiff auf Reisen geschickt, diesmal aber nach Genro. Es kam zum Krieg, welcher aber schnell endete, nachdem uns bekannt wurde, dass ihr, genauso wie wir, ins Kreuzfeuer der Ursprungsspezies geraten könnten.
Wieder blöd gelaufen ist, dass ihr Chafren wie die Cherit zuvor unbedingt die Erde aufsuchen musstet. Die Kampfanthros waren nicht als Waffe gegen euch gerichtet, sondern gegen den Ursprung der vielleicht irgendwo da draußen ist und auf eine Gelegenheit wartet alles zu überrollen.“
Gienah schluckte. „Das heißt also im Klartext, dass wir alle von diesen Ursprünglern abstammen?“
„Genau so ist es.“
„Wissen sie, wo die herkommen?“
„Nein, keine Ahnung. Wir haben uns die Zähne ausgebissen um mehr herauszufinden. Aber es war immer eine Sackgasse.“
„Aber wieso haben die uns plötzlich gefunden?“
„Wie gesagt, es ist eine Sackgasse. Vielleicht aber auch nicht. Eine Theorie haben wir da.“
„Dann lassen sie mal hören.“
„Diese fremde Spezies bewegt sich über die Dimensions- und Universumsgrenzen hinweg.“
„Unmöglich, wenn die in einer anderen Dimension oder einem anderen Universum leben, wie sollten die ausgerechnet jetzt uns gefunden haben?“
Cromwell schaute Andrew fragend an: „Wie meinst Du das?“
„Im Orbit schwebt zur Zeit nicht nur die Ra-em, sondern vielmehr fünf weitere Cherit-Kreuzer. Sie alle wurden von einer unbekannten Flotte angegriffen und das mitten im Subraum.“
„Das wird jetzt sehr unangenehm für alle. Denn es unterstützt eine andere Theorie.“
„Und die wäre? Mister Cromwell, ich habe den Eindruck, dass wir ihnen alles aus der Nase ziehen müssen.“
„Der Antrieb ist Schuld.“
„Der Antrieb? Sie meinen die Raum-Zeit-Raffung?“
„Genau! Es handelt sich um keine Raum-Zeit-Raffung des ganzen Universums. Vielmehr handelt es sich um einen Sprung in ein anderes Universum. In den genutzten Dimensionen vergeht die Zeit für dieses Universum normal, aber für diejenigen, die gesprungen sind, werden der Raum und die Zeit dermaßen stark gefaltet, dass man den Eindruck hat in der Tat dreißig Mal schneller zu sein. Daher die vermeintliche dreißigfache Lichtgeschwindigkeit. Ihr habt da einen lustigen Antrieb entwickelt, die Grundgedanken waren schon nicht so falsch, die Durchführung auch nicht. Lediglich das Ergebnis ist gedanklich verkehrt. Ihr faltet nicht Raum und Zeit hier auf, eher springt ihr in ein extrem gekürztes Paralleluniversum, in dem die uns bekannten Dimensionsparameter anders aufgestellt sind.
In diesem leben diese Wesen. Wesentlich höher entwickelt wie alles was ihr und auch wir kennen. Als ihr in ihrem Universum auftauchtet, habt ihr sie quasi geweckt.“
„Uih, wenn das so sein sollte, dann haben wir nicht nur ein Problem mehr, sondern es würde einiges erklären“, entfuhr es Andrew.
Cromwell machte eine Geste die deutlich zeigte, dass er ganz Ohr war.
Der Säbelzahnlöwe gab eine Kurzform seiner Gedanken wieder: „Als wir aufbrachen, war es hier ruhig geworden. Ein Jahr später ging der Spuk wohl los und von Sabeth her hört man seltsame Geräusche und sieht auch hier in der Gegend irgendwelche Gestalten herumrennen.
Dessen nicht genug, rennen plötzlich diffuse Gestalten hier durch die Station in Form von Anubis, Seth, Sachmet und Horus, greifen uns an, sind mal nur transparente Schatten, mal materiell und nicht zu vergessen der Angriff auf die fünf Cherit-Kreuzer.“
„Faszinierend. Dann ist die Theorie wohl als einzige Möglichkeit in Betracht zu ziehen.“
„Und was wäre ihre Lösung für das Problem?“
„Angriff ist die einzige Verteidigung und haltet euch bloß von der Erde fern“, grummelte Cromwell.
„Die Erde klammern wir wohl erstmal aus, die läuft uns nicht weg.“
„Klingt für mich eher nach einer Drohung.“
„Aber nicht doch, ganz locker bleiben.“ Andrew grinste zweideutig.
Cromwell zuckte mit den Schultern. „Was sollte ich auch dagegen machen?“
„Aber kommen wir mal zum Angriff“, mischte sich Tarja ein. „Ich werde das Ge-fühl nicht los, dass alles was zuvor geschah nur ein Anfang ist und das alles was jetzt kommt die echte Mission wird.“
Kira und Andrew nickten zustimmend und seufzten.
„Das kann ja lustig werden. - Ruf Drekal. Wir brauchen Kontakt zu den Captains der anderen Kreuzer.“
Kira hob kurz die Hände und griff zum Comgerät. <„Genro Urwaldbasis an Ra-em. Captain Drekal bitte kommen.“>
<„Drekal hier, ich höre“>, kam die prompte Antwort.
<„Wir haben ein kleines Problem.“>
<„Könntet ihr zur Abwechslung mal etwas positives berichten und nicht immer mit Problemen ankommen?“>
<„Würden wir gerne, aber das wird sehr wahrscheinlich so schnell nichts wer-den.“>
Die Wölfin seufzte in die Verbindung: <„Schieß los. Bin ganz Ohr.“>
Kira begann zu berichten und als sie fertig war, hörte man einen extrem unanständigen Fluch von der anderen Seite. Gienah fing an zu grinsen und An-drew hob eine Augenbraue.
<„Welch Glück, dass wir jetzt Subraum-Korridore nutzen. Aber nichts desto-trotz, es scheint mehr als kritisch zu sein. Ich werde die anderen Captains zusammenrufen. Wir bilden einen Krisenstab und koordinieren die weiteren Maß-nahmen“>, vermeldete die Wölfin schließlich.
<„Einverstanden. Die Kampfanthros sind im Hangar und warten nur auf den Startschuss, um sich auf die Suche nach dem Zugang nach Sabeth zu machen.“>
<„Ausgezeichnet. Drekal, Ende.“>
„Gut und was machen wir jetzt?“
„Hier sitzen und abwarten. Du hast ja gehört was Drekal sagte“, warf Kira an Andrew gewandt ein.
„Na schön. Wir sollten mal schauen was im Labor vor sich geht. Hast Du in irgendeiner Weise eine Verbindung wieder herstellen können?“
Kira schüttelte den Kopf.
„Das heißt, egal was da drin geschieht, es erwartet uns eine Überraschung.“
„Bleibt anzunehmen.“
Andrew schaute zu Cyron und Tarja. „Wamanos. Wir müssen uns Zugang verschaffen.“
Zu sechst begaben sie sich über die Ebene, gingen zum Zugang und untersuchten ihn.
„Standen wir hier nicht schon mal?“, fragte Chiron leicht genervt.
„Warum so gereizt, mein Schatz? Gefällt es dir hier nicht mehr?“
„Nein, nicht wirklich. Das Ganze schmeckt mir überhaupt nicht.“
„Tja, wir bräuchten Sprengstoff. Durch die Tür kommen wir so nicht mehr durch“, warf Goran ein.
„Da müssten...“, wollte Cyron seinen Gedanken laut beginnen, aber weiter kam er nicht.
Plötzlich schien sich etwas gewaltiges von innerhalb des Labors gegen die Tür zu werfen.
Alle schreckten zurück.
„Nehmt die Waffen in Anschlag. Was immer das war, es scheint durch die Tür zu wollen.“
„Na prächtig. Da sparen wir uns doch den Aufwand. Müssen jetzt nur Geduld haben.“ Chiron, der das von sich gab, bekam vom Schakal einen Schlag auf den Hinterkopf.
„Mir ist nicht nach dummen Sprüchen zu mute. Wer weiß was dahinter ist.“
Wieder schlug etwas mit extremer Wucht gegen die Tür und scheinbar wölbte diese sich etwas nach außen.
„Was ist das? Passt bloß auf, egal was dahinter lauert scheint nicht zum spielen aufgelegt.“
Wiederholt wurde von innen gegen die Tür geschlagen, diesmal noch wuchtiger, nur wenige Sekunden später erneut. Die Tür bog sich mittlerweile nicht mehr nur nach außen, sie bekam deutliche Dellen und die Schläge kamen in immer kürzeren Abständen. Was immer dahinter war, es war groß, es war übel-launig und wollte egal mit welchen Mitteln nach draußen.
„Was ist, wenn es die Klone sind, also unsere Artgenossen?“, rief Andrew.
Die Frage beantwortete sich mit einem weiteren Schlag von allein.
Die Tür barst und dutzende von Anthro-Klonen brachen in die Ebene hervor, überrannten Chiron, Cyron, Gienah, Goran, Andrew und Kira. Sie rannten unkontrolliert in eine Richtung, ohne Sinn und Verstand.
Am Boden liegend versuchten sie die Situation zu erfassen, konnten aber nur hinterher gucken.
Tarja fand als erste ihre Stimme wieder: „Tja, das war dann wohl die Antwort auf unsere Frage. Schnell und zuverlässig.“
„Auf unsere Versuche die Computer mit dem Labor wieder zu vernetzen können wir dann einstweilen wohl verzichten“, antwortete Chiron lakonisch.
Kira erhob sich, griff zum Funkgerät. <„Kira an Sadral! Sadral melden, es ist dringend.“>
<„Hier Sadral. Was ist los?“>
<„In eure Richtung bewegen sich Klone, genaue Zahl unbekannt. Seid vorsich-tig, sie reagieren planlos.“>
<„Alles klar, wir kümmern uns drum.“>
Sadral sah zu Menkalina, dann zu Cepheus. „Ihr habt es gehört. Hier bricht gleich die Hölle los. Nehmt die Waffen in Anschlag, feuert erst, wenn ich es sage. Bildet eine ausreichend große Gasse, dass die sich nicht eingeengt fühlen.“
„Aber warum sollten die sich unkontrolliert bewegen?“, fragte Cepheus.
„Da fehlt wohl die Programmierung und das Hirn ist leer.“
Während die Einen sich den Kopf über die aktuellen Geschehnisse zerbrachen, diskutierten und sich versuchten einen Reim auf alles zu machen, aber absolut nicht weiter kamen, hatte Drekal einen Strich unter die nunmehr verfahrene Situation gezogen und die Captains der anderen Kreuzer oberflächlich informiert.
Kurze Zeit später saßen Captain Drekal, und die der anderen Schiffe wieder im Konferenzraum, sahen sich noch finsterer als beim ersten Treffen an, während die Wölfin Sitral angewiesen hatte irgendwie eine Videoverbindung zur Urwaldbasis zustande zu bringen.
„Es wird etwas dauern“, begann Drekal die Runde.
„Was genau ist passiert?“, fragte Melina frei heraus. „Du hattest dich etwas kryptisch ausgedrückt.“
Drekal kaute auf ihrer Unterlippe. „Um alles genau zu erklären brauche ich erst die Verbindung zur Basis auf Genro. Ansonsten stimmt nachher wieder nur die Hälfte und wir drehen uns weiter im Kreis wie bisher.“
Maahes grollte leise, schaute zur Seite und zum Aussichtsfenster hinaus, Melina schaute auf ihre Hände, Seth überlegte was als nächstes an Reparaturarbeiten auf seinem Schiff an stand, Ramos starrte zur Decke und seufzte und Theseus trommelte auf der Tischoberfläche herum. So ging das zehn Minuten, dann brach das Intercom endlich die Stille.
<„Sitral hier, Captain wir haben eine Verbindung herstellen können, allerdings ist sie sehr notdürftig und nicht sonderlich in ihrer Qualität.“>
<„Sehr gut, stell die Verbindung in den Konferenzraum.“>
<„Bild und Audio kommt.“>
Auf dem Wandschirm erschien das Bild des Computerraums innerhalb der Urwaldbasis und Kira und Andrew saßen im Vordergrund. Die Übertragung wurde immer wieder durch etwas Schnee und einige durch zuckenden Blitzen überschattet.
<„Kira und Andrew hier. Captain, ich hoffe, dass die Verbindung stabil genug ist.“>
<„Ausgezeichnet ist was anderes, aber sie sollte reichen.“>
<„Fein, dann können wir ja endlich anfangen“>, polterte Ramos.
<„Kira, Andrew. Zunächst möchte ich die Captains der anderen Schiffe vorstellen. Der etwas ungehaltene Wolf ist Captain Ramos, das freundliche Pferd ist Captain Melina, der mürrische Widder ist Captain Theseus, der ebenso ungehaltene Captain Maahes und der nachdenklich Captain Seth machen das Sextett der anwesenden Captains perfekt.“>
<„Ah, schön sie kennenzulernen. Dann kann es ja jetzt mit dem gemeinsam im Kreise drehen los gehen“>, intonierte Andrew zynisch.
<„Genau mein Humor. Aber ich hoffe nicht, sondern das wir endlich mal konstruktiv werden“>, seufzte Seth.
<„Gut“>, begann Drekal an Kira gewandt, <„was genau ist passiert?“>
Kira berichtete über die weiter zurückliegenden Ereignisse und schloss mit den jüngsten Ereignissen.
„Klingt aufregend und nicht nachvollziehbar“, stöhnte Maahes.
„Vielleicht sollten wir erstmal einen passenden Plan aufstellen. Wir hatten ja die Idee die Klone aus den Stasisröhren zu holen und...“, hub Ramos an.
„... Ja, aber das können wir uns ja jetzt sparen“, fiel ihm Melina ins Wort.
„Danke, dass du auch mit denkst.“
„Jederzeit.“
„Was ist eigentlich mit dem Satelliten um Genro?“, fragte Seth quer dazwischen.
„Wie bitte? Was soll sein?“, fragte Theseus.
„Ganz einfach. Unsere Schiffe brauchen ein Trockendock. Einige der Reparaturen gehen im Raum nicht. Der Mond würde sich anbieten.“
<„War schon mal jemand dort?“>, fragte Drekal an den Wandschirm gewandt und damit an Kira.
Andrew fühlte sich angesprochen. <„Soviel wie wir wissen nicht. Es sei denn die Menschen waren schon mal dort gelandet. Aber das lässt sich leicht her-ausfinden“>, der Säbelzahnlöwe drehte sich kurz zur Seite. <„Mr. Cromwell, kommen sie doch mal her.“>
Der Gerufene tauchte auch prompt auf dem Wandschirm auf.
Drekal hob eine Augenbraue. <„Haben sie da Informationen?“>
Cromwell überlegte kurz. <„Nicht direkt. Es war garantiert schon einer da. Auf Sabeth hatten wir genug gefunden und es wäre sehr gut möglich, dass sich da oben auch jemand umgesehen hatte. Auf jeden Fall sollte derjenige, egal wer da landet, vorsichtig sein.“>
Während die einen im Daten- und Informationsaustausch zwischen der Ra-em, den Captains der einzelnen Schiffe und der Urwaldbasis standen, landeten zwanzig Gleiter auf dem Gelände der Station. Die Techniker, das medizinische Personal und einige Leute der Sicherheit waren angekommen.
<„Was genau haben sie denn auf Sabeth gefunden?“> Ramos Neugier war geweckt.
<„Genug um alles zu sprengen, alles an was sie und auch wir auf der Erde glauben.“>
<„Ich will Details haben“>, knurrte Maahes ungehalten.
<„Es gibt eine Ursprungsspezies und so wie es aussieht hat sie uns wohl gefunden.“>
<„Na entzückend und wie sollte die aussehen?“>
<„Da haben wir keine präzisen Daten, aber es kann sein, dass alles, was bisher von uns und auch von ihnen vermutet wird, nicht stimmt.“>
Seths Miene wurde extrem finster. <„Was vermuten sie?“>
<„Die Ursprungsspezies könnte in der Tat eine Mischung aus Mensch und Tier sein. Genauso wie die alten Ägypter es in ihrer Götterwelt dargestellt haben.“>
<„Ich dachte das wir Cherit die Götter waren“>, murmelte Melina.
<„Mitnichten. Die Götter hatten einen menschlichen Torso und lediglich wenige Körperpartien waren tierisch. Wir vermuten daher, dass es eher so ist, dass die Cherit, die Chafren ebenso wir Menschen und auch die normale Tierwelt von dieser Spezies abstammen.“>
<„Unmöglich da ist die genetische Vielfalt zu groß, die Schnittpunkte zu gering.“>
<„Nicht ganz“>, ergänzte Drekal. <„Jody Thorn ist von Apophis schwanger und bisher scheint alles gut zu verlaufen.“>
Cromwells Gesichtszüge entgleisten. <„Sie ist was?“>
<„Schwanger. Die Paarung zwischen einer Frau und einem Chafren war erfolgreich.“>
<„Wissen sie eigentlich was das wird? Die Gene dieser Ursprungsspezies wurden scheinbar durch Gentechnik aufgespalten. Aus diesem Split entstanden auf der Erde Tiere und Menschen, auf Festrid die Cherit und auf Genro durch unser Zutun und Rückzüchtung die Chafren. Sie ahnen ja nicht einmal was das jetzt wird?“>
<„Ich glaube kaum, dass es ein Zombie wird und der uns alle auffressen will“>, witzelte Seth und erntete dafür einen zweideutigen Blick von Ramos.
<„Meinen sie etwa, dass es eine Rückkopplung geben könnte und dass das Junge in Jody Thorns Gebärmutter ein Lebewesen des Ursprungs wird?“>
<„Es liegt im Rahmen des Möglichen. Immerhin ist das noch Ungeborene eine Kombination aus tierischen, menschlichen und Chafren-Cherit Genen. Also enthält der Embryo alles was den Ursprung ausmachte.“>
<„Warum erfüllt mich das nicht mit Freude?“>, murmelte Andrew.
<„Aber was soll damals auf der Erde vorgefallen sein? Warum die Skelette von Menschen und Anthros im alten Ägypten?“>
<„Ich habe da die Mutmaßung, dass die Erde von den Ursprünglern besucht wurde, ein Teil derer auf der Erde blieb und eine genetische Vielfalt herzustellen versuchte, um dem Zerfall zu entgehen. Es entstanden Tiere und Menschen, aber auch einige der mystischen Wesen die später den Götterwelten und anderen Sagen und Märchen zugeschrieben wurden.
Später verschwanden die Ursprüngler gänzlich von der Erde, machten sich auf den Weg, um einen anderen Planeten zu suchen. Sie fanden Festrid und die Cherit entstanden. Der Ursprung ging verloren und die heutige Spezies setzte sich durch.
Auf der Erde entwickelten sich die Menschen und die Tiere getrennt weiter, aber die Technologie der Ursprüngler befand sich immer noch dort. Die alt-ägyptische Zivilisation entwickelte sich, sie bekamen Wind von etwas, was sich auf dem Gebiet der Hethiter befinden sollte. Ramses II. entschloss sich dem auf den Grund zu gehen. Was er aber nicht bedacht hatte war, dass die Ursprüngler mit sehr wenigen Resten immer noch lebten und zum Schutze keine Mauern brauchten. Stattdessen hatten sie eine Armee aufgebaut, eine Armee aus Klonen.“>
<„Sie meinen die Cheritfunde?“>
<„Genau. Gegen diese Klonarmee hatte Ramses keine Chance und wurde vor den Mauern von Theben vernichtend geschlagen. Er hatte aber die Chance einen Blick auf die Klone zu werfen und auch auf die Ursprüngler. Der ganze ägyptische Götterglaube entsprach also der Wahrheit.“>
<„Faszinierende Hypothese, die aber einer Grundlage entbehrt. Warum haben sie hier auf Genro experimentiert?“>
<„Um genau das zu haben, was die Ursprüngler hatten. Eine Klonarmee. Zunächst dachten wir der Ursprung läge wirklich auf Festrid und daher kam es zum Krieg, aber mit fortschreitenden Erkenntnissen merkten wir, dass es eine Sackgasse war.
Daher beendeten wir den Krieg, bevor er sinnlos wurde. Der Rest den hier alle glauben ist nur eine geschickte Vertuschung. Die gezüchteten Chafren, allen voran Anthro haben wir mit richtigem und falschem Wissen gefüttert. Wir gaben euch einen Glauben der euch stabil abhalten sollte die Fragen zustellen, die ihr leider trotzdem stellt.
Ihr geht über jede Grenze hinweg, eignet euch Kenntnisse an, die so nicht geplant waren und zu allem Überdruss müsst ihr auch noch zur Erde fliegen.“>
<„Hmhm... das klingt jetzt logisch. Es ist also etwas da draußen, was der Ursprung ist und den keiner von uns wirklich kennt.“>
<„Genauso ist es. Und die komischen Sichtungen von vermeintlichen Götterwesen, welche hier schon einige angegriffen haben, das auftauchen von fünf Cheritkreuzern, die im Subraumraum angegriffen wurden, die Funde auf Sabeth, auf der Erde in allen möglichen Teilen, das Raumschiff auf der Rückseite Genros, der Flug zur Erde, die vermissten Cheritkreuzer die nicht auf unser Konto gehen und das was jetzt noch folgt, hängt zusammen.“>
Drekal schnappte nach Luft. <„Wie meinen sie das mit unseren Kreuzern?“>
<„Wir haben ihre Kreuzer nicht abgeschossen. Da zieht jemand anderes die Fäden. Wir hatten im Konzil nur die Aufgabe alles irgendwie so zu drehen, dass wirklich keiner die Wahrheit erfährt und alles so gut zu vertuschen wie nur irgend möglich.
Verwirrung in jedem Teil von Politik, Religion, Wirtschaft, Wissenschaft und allgemeinen Leben zu stiften. Die beiden großen Religionen, nämlich das Christentum und den Islam zu bewahren, ferner auch den Buddhismus, das Juden-tum und den Hinduismus, damit die Menschheit stabil bleibt, sich lieber asozial in kleinen Religionskonflikten gegenseitig ausradiert oder im kleinsten Kreise der Familie ebenso beharkt.“>
<„Alles eine schöne große Konserve, die man bloß nicht öffnen darf“>, warf Cyron in der Station lautstark ein.
Cromwell sah ihn an und nickte. <„Was hätte es auch gebracht. Die Spuren verliefen sich im Sand und alles wäre gut gewesen. Die Menschen lieben es belogen zu werden, Hauptsache ihre kleine, ach so heile Welt ist schön konserviert. Bloß nicht über den Tellerrand schauen und sich nur am Buffet des gut umzäunten Gartens laben. Ist doch so schön einfach.
Aber nein, ihr Verrückten musstet ja auch noch auf die Idee kommen zur Erde zu fliegen und habt damit unwissentlich den ganzen Mist der gerade abläuft ausgelöst.“>
<„Was haben wir womit ausgelöst?“>, fragte Theseus besorgt.
<„Die Chafren haben ein Raumschiff benutzt was nicht schneller als das Licht ist. Der Generator faltet nicht den Raum und die Zeit auf, es gibt in diesem Universum keinen Zeitraffer. Alles lief hier so ab wie gewohnt und ohne Kürzungen.“>
<„Wie konnte dieses Raumschiff dann die 30 Jahre in nur zwei Jahren überwinden?“> Melina war sichtlich überrascht.
<„Ganz einfach, junge Stute. Sie hatten einen Interdimensions- und keinen Raumfaltungsgenerator an Bord. In unserem Universum lief alles normal ab. Aber ihr habt in ein anderes Universum gewechselt, eine Dimension in der die Zeit dreißig Mal schneller abläuft. Die Ursprüngler scheinen in diesem Universum zu leben oder benutzen es zumindest um große Zeiträume zu überbrücken.“>
<„Okay, mal angenommen, dass es so ist. Was hat das mit dem Rest zu tun?“>
<„Überlege doch mal. Du scheinst da wohl die Hellste zu sein. Ihr habt die andere Dimension benutzt um zur Erde zu gelangen, damit habt ihr diese Wesen aufgeweckt, auf eine Spur gebracht.
Daraufhin fing irgendwas an auf Sabeth in Gang zu kommen, was sich auf die Station hier auch auswirkt. Und die andere Auswirkung ist das Erscheinen der Schiffe der Ursprüngler, wenn sie es denn waren, im Subraum und der erfolgte Angriff.“>
<„Moment mal“, hub Drekal an, „was ist, wenn die Ursprüngler tatsächlich aufwachten, sich auf den Weg machten um nach Genro und zur Erde gleichzeitig zu gelangen, zur Koordinierung der Bewegungen aus der Beschleunigungsdimension in unsere kamen, sich aufteilten, getrennt in die andere Dimension sprangen und irgendwas schief ging?“>
<„Was sollte schief gegangen sein?“>, fragte Melina.
Kira antwortete dazwischen. <„Der Antriebsschaden im Subraum. Der Sprungpunkt eines Teils der Angriffsflotte hatte sich vielleicht mit unserem Subraumkorridor durch Zufall gekreuzt. Die verdammten Mörder. Die haben Friggs, Torus und meinen Bruder auf dem Gewissen. Und jetzt wollen sie die Menschheit und uns umbringen.“> Kira fletschte die Zähne und ballte ihre Hände zu Fäusten.
Drekal schaute betroffen auf ihre Hände und dann zu den anderen Captains.
<„Ist das so?“>, fragte Seth.
<„Wir hatten in der Tat einen Maschinenschaden und drei Tote.“>
<„Verdammt. Wir haben ein Problem. Okay, jetzt werden wir aktiv. Ich befürchte, dass es nicht lange dauern wird, bis uns die Ursprüngler gefunden haben. Ich lande mit meinem Kreuzer auf dem Genro-Satelliten. Hat der überhaupt einen Namen?“>
Cromwell antwortete: <„Cyndra.“>
<„Oh, ihr habt unserem Mond sogar einen Namen gegeben. Wenigstens etwas vernünftiges“>, mischte sich Stella ein.
<„Danke, sehr freundlich. Aber im Ernst, egal wer da landet sollte aufpassen. Ich glaube kaum, dass die nicht auf Cyndra waren.“>
Seth stand auf. „Wir machen uns sofort auf den Weg. Kommt jemand mit?“
Maahes erhob sich, ebenso Melina.
„Sehr gut, dann sind wir wenigstens zu dritt.“
„Fein. Dann machen wir es so“, begann Drekal und wandte sich dann dem Wandschirm zu. <„Was macht ihr derweil?“>
<„Die Kampfanthros sind im Hangar und sind wahrscheinlich schon im Handgemenge mit den Klonen, jedenfalls hören wir nichts mehr von ihnen. Ansonsten werden die sich um den Zugangstunnel zu Sabeth kümmern.
Wir bleiben derweil hier, holen den Rest der Gruppe wieder dazu, den wir zuvor weggeschickt hatten - die werden uns für bekloppt erklären - und sehen zu, dass wir die Station wieder komplett vernetzen. Vielleicht sollten wir auch mal den Computerkern suchen und reaktivieren. Immerhin hat er ja keine Waffensysteme mehr und kann kaum Schaden anrichten“>, verkündete Kira.
<„Klingt nach Spaß. Macht das so und meldet euch von Zeit zu Zeit.“>
Genau in diesem Moment hörte man eine Stimme aus dem Hintergrund. „Hallo, ich bin Ariana, erster technischer Offizier der Osiris. Wir sollen uns bei euch melden.“
<„Alles klar, Genro-Station Ende.“>
Der Wandschirm wurde dunkel und Drekal drehte sich zu den anderen Captains.
„Sieht so aus als wäre das Personal und Material für den Ebenenumbau eingetroffen. Der Plan läuft, gehen wir es doch mal an.“
Auf den Gesichtern zeichnete sich Wohlwollen ab. Endlich Ergebnisse und nicht mehr sinnlose Diskussionen.