Kapitel 17

Story by SethGodofChaos on SoFurry

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Kapitel 17

Cyron mal Zwei

Cyron hatte Schwierigkeiten das kreischende Etwas von sich wegzubekommen.

Ein heftiger Kampf war entbrannt, der so schnell kein Ende zu nehmen schien.

Tarja stand am Zugang, bekam von alldem nichts mit, bis plötzlich Schüsse zu hören waren und Wutgeschrei.

Sie rannte die Rampe hinab und sah was sich zugetragen hatte.

Während Apollo, Sandra, Hadron und Chiron seitlich der Tür Position bezogen hatten und Tarja den Zugang absicherte, war im Inneren der Kammer eine Gestalt schon vorgewarnt, brachte sich in Angriffsposition, wartete auf den nächsten Schritt.

Als Cyron den Türöffner betätigte, spannte diese Gestalt seine Muskeln an. Als das Licht aufflammte entspannten sich die Muskeln des fremden Wesens und es schnellte voller Hass direkt auf Cyron zu, riss ihn von den Beinen und war nur von einem Wunsch beseelt, ihn zu töten.

Nach einem heftigen Handgemenge auf Leben und Tod, ließ das Wesen kurz von Cyron ab und Sandra feuerte gezielt daneben.

Der Angreifer brach sein Vorhaben ab und stand zornig, schwer atmend vor ihnen.

Ihnen stand von einer Sekunde zur anderen das blanke Entsetzen und der absolute Unglaube ins Gesicht geschrieben. Als sie erkannten wer da vor ihnen stand, wich das Blut aus ihren Gesichtern und die pure Angst lähmte ihre Glieder.

Die Gestalt war ausgemergelt, heruntergekommen, das Fell hing in Büscheln vom Körper und die Haut zeigte deutliche Zeichen von Verwundungen und Martyrium.

„Cyron?“, löste sich die Frage langsam aus Tarjas Mund.

Die Gestalt drehte ihren Kopf zu ihr und hob zittrig seine rechte Hand in ihre Richtung.

Tarja hielt es nicht aus und sie ging langsam auf ihn zu.

„Sei vorsichtig, er hat versucht mich umzubringen.“

„Ganz ruhig Vater, ich glaube er will mir was sagen.“

Dem hiesigen Cyron war es nicht wohl bei dem Gedanken, dass seine Tochter zu seinem Abbild ging.

Aber weiter kam sie auch nicht. Der fremde Cyron lächelte kurz und brach entkräftet zusammen.

„Verdammt! Schnell, helft mir, wir müssen ihn in die Station bringen“, schrie Tarja und war bei ihm.

Hadron kniete sich dazu, packte ihn vorsichtig und lud ihn sich auf die Schultern. „Lasst uns gehen, die Zeit rennt davon. Um den Rest kümmern wir uns später.“

Die Fähre mit Captain Seth und seinen Besatzungsmitgliedern näherte sich der Oberfläche, glitt in einem geschmeidigen Sinkflug über den Boden und setzte am Ende etwas unsanft auf.

„Geht das nicht noch brachialer?“, schnauzte der Esel.

„Entschuldigung Captain, aber irgendetwas hatte unsere Fähre etwas schneller zu Boden gebracht als geplant.“

„Wie meinst du das?“

„Es war wie ein Energiestoß.“

„Ich dachte, hier gibt es nichts.“

„Nichts, außer diesen Hummern vor denen uns der erste Offizier nachdrücklich gewarnt hatte“, entgegnete der Steuermann.

Seth sah den Hengst namens Prior scharf an, „Vorsicht, fang du nicht auch noch damit an. Reicht schon wenn einer spinnt.“

„Entschuldigung Captain, ich wollte nur zu bedenken geben, dass wir vielleicht auf feindlichem Territorium gelandet sind.“

„Entschuldigung angenommen und du hast recht. - In die Schutzanzüge, Waffen klar machen. Wir steigen aus.“

Nachdem alle bereit waren, schlug er auf den Auslöser und zischend glitt das Schott auf, bildete eine Rampe mit sanfter Schräge.

„Okay, alles raus und nach allen Seiten sichern!“

Sie bildeten einen großen Kreis und schauten sich Rücken zu Rücken gewandt um.

„Seht ihr etwas?“, fragte der Captain.

„Nein“, erwiderte Prior, „hier ist gar nichts.“

„Gut, dann entspannen wir uns erstmal. Es besteht keine direkte Bedrohung. - Sherat nutze deinen Bewegungsscanner und schwenke mal etwas damit her-um.“

Der angesprochene Leopard tat wie ihm aufgetragen, aber es gab keinerlei Signal. „Nichts Captain, absolut tote Hose.“

„Ausgezeichnet, damit ist die Ecke schon mal sicher. Gehen wir also weiter.“

Die Gruppe setzte sich langsam in Bewegung und strebte einem Ziel entgegen welches keiner kannte und alles eher an eine Besichtigungstour erinnerte als an eine Erkundung.

Kital sah sich gerade die Monitordaten auf Ebene -7 an, als neben ihr eine Gestalt auftauchte. Sie drehte sich ruckartig um und Regar stand vor ihr.

„Ach du bist es. Du hast mich erschreckt.“

„Tut mir Leid, aber im Moment sind wir das wohl alle.“

„Ja, wenn ich das vorher gewusst hätte, dann hätte ich mir Urlaub genommen, allein schon um dem Chaos hier zu entgehen.“

Der Wolf kicherte.

„Aber darum geht es dir scheinbar nicht. Was hast du denn auf dem Herzen?“

„Wir bräuchten etwas Unterstützung im Labor. Einige der in Stasis befindlichen Patienten machen mir zu langsame Fortschritte.“

„Hmmm... ich sehe mir das mal an, wenn ich hier fertig bin.“

„Kital, meinst du nicht, dass du zu viel arbeitest? Wann hast du das letzte Mal geschlafen, ganz zu schweigen von ein paar Minuten Ablenkung oder Entspannung?“

„Kann mich nicht mehr erinnern. Wie lange sind wir denn überhaupt schon hier?“

„Wenn ich allen Rechnern und den Zeitmessern im Inneren der Station glauben darf drei Wochen.“

„Toll. Das gibt Überstunden satt“, versuchte sie zu flachsen.

„Der Humor steht dir nicht. Ich habe durch Kira und bei einem weiterführenden Gespräch mit Wotan erfahren, dass sich in Peschdan ein Mediziner von Genro und vor allem der leitende Mediziner der Ra-em befinden. Die sollten doch eigentlich hier sein.“

Kital richtete sich zu ihrer vollen Katzengröße auf und sah den Wolf fragend an. „Die will ich hier haben. So schnell wie möglich.“

„Gut, ich werde es weitergeben.“

„Danke.“

„Pass auf dich auf. Du brauchst dringend Ruhe.“

Der Greif Tristan und der Schneeleoparden-Taur Parais hatten es sich in Peschdan gemütlich gemacht. Tristan hatte sein Einzelleben aufgegeben und sich mit Parais nicht nur angefreundet. Sie teilten sich die Behausung, den Garten, das Essen, den kleinen Badesee hinter dem Haus und auch sonst alle Annehmlichkeiten und Pflichten, wie es sich für ein Paar gehört.

Seither waren drei Wochen vergangen und die Schmetterlinge im Bauch waren nicht verflogen und jede Zärtlichkeit die sie sich angedeihen ließen wie am ersten Tag.

Aber dem sollte abrupt ein kleiner Dämpfer verpasst werden, als es an der Tür klopfte.

„Ich mach auf“, rief der Greif und eilte zur Tür.

„Hallo, ich bin Theras“, begann der Stier.

„Hallo, womit kann ich dienen?“

„Darf ich kurz reinkommen? Es ist besser alles direkt im Haus zu besprechen, als auf der Straße.“

Tristan wunderte sich zugegebenermaßen, aber ließ den Stier herein.

„Parais-Schatzi. Wir haben Besuch.“

Der Schneeleoparden-Taur kam die Treppe hinunter und schaute erst Tristan, dann Theras fragend an.

„Um was geht es denn?“

„Hallo, mein Name ist Theras, ich bin Sicherheitsoffizier auf der Osiris.“

„Osiris?“

„Ja. Wir sind zusammen mit der Re-hara... egal, mit vier weiteren Subraumkreuzern zu euch gestoßen. Wir haben unzählige Verletzte und Verwundete die in der Urwaldbasis versorgt werden und benötigen dringend qualifizierte Unterstützung.“

„Hmhm... kann ich mir vorstellen. Wie viel Personal habt ihr denn da und was erwartet mich?“

„Etwa 220 Verletzte. Wir haben die Stasisröhren neu vernetzt und ganz extreme Fälle in Stasis versetzt, die anderen liegen auf Ebene -7 und werden entsprechend betreut. Insgesamt ist das Personal sehr übersichtlich und besteht aus zwölf Technikern mit Anleitung und sechzehn Sanitätern plus zwei Leitern.“

„Wow, das ist hart. Gut, ich diskutiere gar nicht weiter. Darf mein Partner mit-kommen?“

„Ja, sehr gern, zwei helfende Hände zusätzlich können wir immer gebrauchen.“

„Perfekt. Tristan? Wir packen unsere Sachen.“

Der Greif nickte zustimmend und war schon auf dem Weg um die Koffer zu packen.

„Sehr gut. Wir sammeln noch weitere auf“, sagte Theras.

„Ah, wen denn?“, fragte Parais.

„Casandra und Hargot, Shiva, eine Samantha und dann Finlay und Sitara.“

„Ausgezeichnet. Auf Finlay und Sitara freue ich mich schon, die kenne ich noch von der Ra-em. Casandra und Hargot sind mir entfernt bekannt, da ist mir noch erinnerlich, dass die beiden keine Chafren sind, sondern Cherit und dem militärischen Geheimdienst angehören.“

Der Stier schnaubte etwas. „Geheimdienstler, die haben mir noch gefehlt. Sollen mir bloß vom Leib bleiben.“

„Ah, ich spüre einen gewissen Anflug von Ablehnung.“

„Nicht direkt. Eine Erfahrung mit diesen Leuten ist mir glücklicherweise erspart geblieben. Ich hörte nur Gerüchte.“

„Immer diese Vorurteile. Die beiden sind wohl aber, wie ich hörte, nicht mehr im Dienst.“

„Das hört sich schon besser an.“

„Zu den anderen kann ich nichts sagen.“

„Wir werden sehen.“

In diesem Moment kam Tristan mit den Koffern die Treppe runter. „So, wir können. Ich habe für uns beide alles eingepackt. Und auch ein paar Utensilien, auf die wir beide so ungern verzichten.“ Der Greif zwinkerte sehr eindeutig.

Theras verdrehte die Augen und drehte sich zur Tür. „Kommt wir müssen los.“

Tristan schloss die Tür hinter sich und der Gleiter setzte sich mit den ersten beiden Eingesammelten in Bewegung.

Hadron hatte an dem zerzausten Cyron nicht gerade wenig zu schleppen, aber sie hatten das Stationsgebäude schon in Sichtweite.

„Soll ich ihn den Rest des Weges nehmen?“, fragte Chiron.

Hadron willigte ein und Chiron schulterte ihn sich. „Okay, jetzt aber beschleunigter Abflug. Er muss dringend in Stasis.“

Sie zogen weiter und beschleunigten ihren Schritt, erreichten knapp zwanzig Minuten später das Gelände, betraten den Hangar, nahmen die traumhafte Ordnung am Rande zur Kenntnis.

Kira sah auf den Monitor, dann zum Wandschirm auf den die Kamerabilder übertragen wurden. „Oh nein! Andrew, weck alle auf, egal wo. Cyron kommt mit den anderen zurück und Chiron trägt eine verletzte Person.“

Der Säbelzahnlöwe hob den Kopf, starrte kurz und sprang auf.

Sekunden später war er im Labor, sah sich um und entdeckte Kital die gerade die Stasisröhre von Sirius kontrollierte.

„Kital!“, rief er. „Die Gruppe kommt wieder und sie bringen einen Verletzten.“

„Das hat mir gerade noch gefehlt. Braucht er eine Röhre?“

„Wie es auf dem Kamerabild aussah, ja.“

„Gut, wir haben noch zehn freie. Hoffen wir, dass es nicht noch mehr wird.“

Etwa fünfzehn Minuten später standen Cyron, Chiron, Tarja, Hadron, Apollo und Sandra auf Ebene -6.

Andrew kam gerade aus dem Labor zurück, sah die Rückkehrer und stutzte. „Moment mal, wen habt ihr denn da?“

„Das wirst du nicht glauben“, Chiron drehte sich etwas.

„WAS? - Kira komm schnell her!“, schrie er.

Die Luchsin kam angerannt, ebenso Regar und Kital aus unterschiedlichen Richtungen, die den Schrei ebenso gehört hatten.

„Das müsst ihr euch ansehen“, sagte Andrew extrem gedehnt.

„Was? Was hat das zu bedeuten?“, fragte Kira irritiert.

„Er hatte sich in diesem Depot oder wie immer man es nennen will, auf Cyron gestürzt und versucht ihn umzubringen.“

„Wer ist er? Warum sieht er aus wie Cyron?“

„Das ist etwas, was wir zu gerne klären wollen, aber erstmal muss er in Stasis und zu Kräften kommen“, fauchte Tarja.

Kital reagierte und zog Chiron mit dem geschulterten fremden Cyron ins Labor, verfrachtete ihn in eine der Röhren und flutete den Behälter.

Ein Blick auf die Monitore verriet ihr, dass es nicht gut, aber auch nicht hoffnungslos aussah.

„Okay, er bleibt erstmal da drin. Solange müsst ihr euch mit Fragen herum quälen, denn Antworten wird er erstmal nicht geben können.“

Chiron nickte und strich der Kätzin kurz über die Schulter, was ihr ein kurzes dankbares Schnurren entlockte.