Kapitel 3
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Kapitel 3
Erkenntnisse, Freundschaft und Verhängnis
Während die Säbelzahntigerin Tripal, der Tiger Cyron, die Luchsin Kira und nachfolgend der Captain der Horem-hab die Stute Melina, als verschollen gal-ten und die verbliebenen Cherit auf der Brücke ihren Besuch empfangen würden, hatten sich die ebenfalls als verschollen geltenden Colras und Selestral in die Landefähre zurückgezogen und leckten ihre Wunden.
„Wie konnte dieses Wesen in unsere Gedanken eindringen und vor allem, wieso konnten wir seine Gedanken verstehen?“, fragte Selestral sichtlich nervös.
„Es projiziert seine Gedanken in Interspeak. Allein schon diese Tatsache macht mich betroffen“, begann Colras. „Interspeak ist eigentlich die universelle Sprache der Menschen. Ich stelle mir gerade die Frage ob dieses Wesen diese Sprache direkt von den Menschen hat und wenn ja, wie es dazu kam oder ob es sie auf Umwegen erwarb, wie wir. Was aber noch beunruhigender ist, ist die Tatsache, dass es mehrere sind. Wir haben also nur einen Vorgeschmack bekommen.“
„Meinst du damit die Aggressivität oder die Telepathie?“, fragte Selestral.
„Beides.“
„Argh. Mit der Aggressivität hast du zweifelsfrei recht. Mit der Telepathie bin ich mir nicht sicher. Entschuldige bitte, dass ich dir da widerspreche.“
Colras wackelte leicht mit den Schnurrhaaren, was bedeuten sollte, dass er sich irgendwie amüsierte. „Dann mal los. Lass hören, was du denkst.“
„Der Einzige den ich kenne, der so etwas wie telepathisch veranlagt ist, ist Apophis. Aber das beruht auch nur auf einem Evolutionssprung, einer Intronenmutation.“
Colras nickte. „Und was, wenn es auf diesem Planeten etwas gibt was es aus-löst? Oder hier auch eine Mutation vorliegt?“
„Ach ja? Hrrrr …“, Selestral blinzelte.
„Ja. Seine Schnelligkeit, sein Reaktionsvermögen und sein sauberes Aussehen sprechen sehr dafür. Von einer Art Droge können wir wohl absehen.“
„Hmmm… es könnte eine Art von Droge sein, wenn sie keine gravierenden Nebenwirkungen hat. Vor allem wissen nicht einmal mit was wir es hier wirklich zu tun haben und mutmaßen über Dinge die wir wahrscheinlich niemals herausfinden werden.“
„Hört sich logisch an. Aber so oder so haben wir ein großes Problem. Wir haben keine funktionstüchtige Fähre mehr und müssen die anderen finden, vor allem den Captain.“
„Wir sollten erstmal hier bleiben und schlafen. Während der Dunkelphase will ich nicht da draußen rumlaufen und als Beute enden. Außerdem bist du verletzt und anstatt Unsinn zu reden, sollten wir deine Wunden versorgen“, gab Selestral zu bedenken.
„Es ist zwar nicht sehr ehrenvoll sich zu verkriechen, aber im momentanen Zustand wäre es töricht sich als Ziel anzubieten.“
Selestral nickte zustimmend, griff sich einen Sanitätskasten und holte Mull und eine Desinfektionslösung heraus. Sie benetzte den Verbandsmull und begann die Wunde am linken Arm zu reinigen. „Wenn ich die Wunde sehe, zieht sich mir alles zusammen. Die Klauen dieser Biester sind verdammt scharf. Ich werde nähen müssen.“
„Ist gut. Du musst tun, was getan werden muss, außerdem nutzt es gar nichts, wenn ich das Risiko einer Infektion eingehe und vielleicht noch den Arm verliere. Da verliere ich lieber gleich ganz mein Leben, als dass ich als Klotz am Bein hänge.“
„Au ja, ein sprechender Klotz, den habe ich mir schon immer gewünscht“, erwiderte Selestral und klatschte belustigt in die Hände.
Captain Melina erwachte und sah sich um.
Sie befand sich in einer stockfinsteren Umgebung und zudem war sie am ganzen Körper fixiert.
Die Stute konzentrierte alle ihre Sinne und versuchte etwas zu erkennen, aber es war vergebens.
Sie rief: „Colras, bist du hier?“
Keine Antwort.
„Selestral?... Tripal?... Cyron?... Kira?“
Wieder schlug ihr nur Stille entgegen.
„Ist hier jemand?... Selestral?... Colras?“, schrie sie.
Nichts, kein Ton.
Moment!
Da war doch was?
Melina war sich sicher, dass sie etwas gehört hatte.
Da!
Da war es wieder.
Zunächst war es nur ein leises Zischen, dann jedoch erschien es ihr, als würde jemand flüstern.
„Willkommen, mähniger Krieger.
Du bist mutig, jedoch kein Sieger.
Wir werden dich mit einem ehrenvollen Tod bedenken,
denn du wirst unserem Nachwuchs Leben schenken.
Mit der Wärme, deinem Fleisch und deinem Blut,
wächst und gedeiht vorzüglich unsere Brut.
Der große Madragadal-Gott hat dich gesandt,
als Bruthöhle wird deine Brust verwandt.“
Die Stute ahnte furchtbares. Das sollte kein angenehmer Tod werden und er sollte weder ruhmvoll noch kämpferisch sein. Dieser Tod hörte sich nach körperlichem Missbrauch und extrem schmerzhafter Vergewaltigung an. Sie wieherte verzweifelt auf.
Stella kam als erste an der Zugangstür zur Brücke an und sie glitt auf.
Ohne ein weiteres Wort zu verlieren, stürmte sie auf Sitral zu, baute sich vor ihr auf. „WAS ZUM TEUFEL IST HIER LOS?“, schrie sie.
Die fletschte die Zähne, legte die Ohren an und fauchte entrüstet.
Zeus erschrak, wusste aber was zu tun war. Nicht nur er kam auf die Idee so-fort dazwischen zu gehen, denn fast zeitgleich standen er, Zoya und Chiron zwischen den Streithennen.
„Urgroßmutter!“, schrie die junge geflügelte Säbelzahnhybridin.
Stella knurrte verächtlich, schien sich aber wieder zu beruhigen. „WAS?“, fuhr sie ihre Urenkelin an.
„Was meinst du eigentlich was du hier gerade machst? Willst du den Rest der Zeit in deinem Quartier verbringen?“, mahnte Zoya.
„Hmhm… das könnte euch so passen. Ich will wissen was hier los ist und greife mit ein.“
„Im Moment sieht es eher anders aus“, begann Sitral und verschränkte die Arme vor der Brust. „Aber sei es drum. Ich gebe dir die Kurzversion. Sechs ver-misst und auf dem Planeten und wahrscheinlich eine unbekannte Waffe. Mehr wissen die drei Besucher.“ Anschließend wandte sie sich an die drei Menschen: „So und jetzt kommen wir zum Wesentlichen. Ihr habt Informationen, die wir dringend brauchen.“
„Ja“, erwiderte Horn und übergab Sitral einen Datenchip.
„Gut.“
Nachdem die Wunde genäht war, packte Selestral alles wieder zusammen und verstaute die Sanitätsausrüstung an ihrem ursprünglichen Platz.
„Jetzt lass uns Ausruhen und Kräfte sammeln“, sagte sie noch und drehte sich zu Colras um.
Sie zuckte zusammen.
Der Kater schien schon wieder bei Kräften zu sein und das sah man ihm sehr deutlich an.
„Ich weiß nicht ob wir morgen noch leben“, sagte Colras. „Aber ich wünsche mir seit langem dich zu spüren.“
Selestral blickte ihm in die Augen und wackelte leicht mit den Ohren. „Und was ist, wenn plötzlich jemand auftaucht? Es dürfte für uns sehr unangenehm werden.“
„Es kommt niemand. Jedenfalls nicht vor uns“, versuchte Colras sie zu beruhigen und blinzelte schelmisch.
Selestral betrachtete ihren Freund zum ersten Mal sehr ausgiebig, nachdenklich und unter einem vollkommen anderen Gesichtspunkt. Er war eine imposante Gestalt, hatte ausgeprägte Muskeln. Sein Fell war länger wie bei anderen Tigern und schien weich und flauschig zu sein. Seine Streifen waren relativ kurz und sehr regelmäßig angeordnet und er hatte, bis auf seinen linken Arm, keinerlei Verletzungen und Narben. Seine Gesichtszüge waren zärtlich, ähnelten entfernt gar einer androgynen Kätzin.
Zwei Merkmale zeigten jedoch deutlich an, dass er ein Männchen war. Das waren einerseits der üppige Wangenbart und andererseits sein primäres Geschlechtsmerkmal, welches sich sehr präsent in die Luft reckte.
Selestral entzückte der Anblick und sie betrachtete ihn abschätzend. Ihr Blick wanderte über Colras‘ Körper nach oben und sie schaute ihm tief in die Augen.
Sie verspürte den aufsteigenden Drang ihn berühren zu wollen, ihn zu streicheln und ihm das Gefühl zu vermitteln mehr als nur ein sehr guter Freund zu sein, streckte die rechte Hand aus, begann die Wange des alten Katers zu streicheln. Der drückte seinen Kopf dagegen und grollte leise, während er die Augen schloss.
Plötzlich ging die Jaguarin auf Tuchfühlung und umarmte ihn. „Was geschieht mit uns? Wir riskieren alles, wenn auch nur etwas von unserer tiefen Beziehung ans Tageslicht kommt. Aber was viel schwerer wiegt ist die Tatsache, dass ich mehr Angst um dich habe, als um alles andere.“
Colras hatte die Augen geöffnet und schaut seine mit ihm gestrandete Partnerin warmherzig an. „Ist schon gut. Ich empfinde genauso wie du.“
Sie umarmten einander, streichelten sich minutenlang ausgiebig und heftig, liebkosten ausufernd ihre sensibelsten Körperpartien, wurde ihre Atmung immer schneller und lauter. Schließlich löste sich Selestral aus der Umarmung, schaute sich kurz um und beugte sich breitbeinig über eine der Computerkonsolen. Der Tigerkater wusste sofort um was es ihr jetzt ging.
Er stellte sich hinter sie, drang ohne ein weiteres Wort zu verlieren hart, lustvoll und vollständig in die Raubkätzin ein, dehnte ihre Scham auf.
Beide grollten dabei vollkommen überreizt und hofften auf eine schnelle Befriedigung des Partners, vor allem aber der eigenen Lust. Schon spürten beide, dass es gleich soweit sein würde, krallte sich Colras in die Lenden seiner Partnerin, während sie zähnefletschend und laut brüllend vor Hingabe, ihre Krallen in die vor ihr stehende Computerkonsole grub.
Sekunden später brüllte Colras auf.
Selestrals Brüllen schlug in ein widerwilliges Grollen um, da ihr Gefährte sein Ziel erreicht zu haben schien und sie, kurz vor dem Höhepunkt stehend, spürte, dass dieser seine männliche Pracht aus ihr zurückzog.
Zähnefletschend vor Wut dreht sich die Jaguarin um, wollte ihm eine Ohrfeige geben, aber erstarrte noch in der Bewegung.
Unbemerkt hatte sich eines der Aliens dem kleinen Landungsschiff genähert, hatte es geschafft sich Zugang zum Inneren zu verschaffen und Colras mitten im entscheidenden Moment gepackt.
Selestral war geschockt. Der Akt zwischen beiden war gestört worden, von etwas Unehrenhaftem, von einer Bestie und drohte die höchste Lust, schlagartig in einer tödlichen Katastrophe zu enden.
Doch plötzlich hörte man von draußen mehrere Alienschreie und der Eindringling ließ den Kater unvermittelt los, ergriff scheinbar die Flucht.
Selestral stürzte zu ihrem Partner, packte ihn, zog ihn in eine Ecke und hockte sich, mit einem Blaster bewaffnet, schützend vor ihn.
Colras‘ Blick war abwesend und wirkte leer. Sein Hirn hatte abgeschaltet um sich vor dem drastischen Wechsel zwischen Wollust und schlagartiger Todesgefahr zu schützen.
„Hey“, schrie Selestral und schüttelte ihn. „Es ist weg. Es ist nichts passiert.“
Keine Reaktion.
Die Jaguarin fasste sich ein Herz und tat das was sie vorab schon tun wollte. Sie holte aus und schlug ihm direkt ins Gesicht.
Das zeigte Wirkung.
Colras Augen füllten sich mit Leben und er stürzte sich auf Selestral. Innerhalb weniger Sekunden bildete sich fauchendes, spuckendes und brüllendes Knäuel.
„Hast du den Verstand verloren? Was fällt dir ein mich zu schlagen?“
„Du warst nicht mehr ansprechbar“, rechtfertigte sie sich.
Der Tiger brüllte frustriert auf. „Verdammter Mist. Hätten das Vieh nicht noch eine Minuten warten können. Das ist doch keine Art mittendrin unterbrochen zu werden.“
Selestral fing an zu lachen. „Das war im wahrsten Sinne des Wortes ein Schuss ins Blaue.“
Der Kater schaute pikiert auf den hellblauen Boden der Fähre, sah die Spuren der Entgleisung und rieb sich die Nase. „Scheint in der Tat so zu sein. Aber wo ist das Vieh hin?“
„Ich weiß nicht was vorgefallen ist, aber da draußen muss etwas geschehen sein. Irgendwas hat diese Kreatur davon abgehalten uns zu töten.“
„Ja. Egal was es war, wir sollten dankbar dafür sein. Bei allen Göttern. Eine solche Fahrlässigkeit können wir uns nicht noch einmal leisten. Der Brüllende von Tabalth selbst scheint seine schützenden Hände über uns zu halten.“
„Wir sollten die Scanner einpacken und uns auf die Suche nach Captain Melina und den anderen drei Mitgliedern machen. Je mehr wir sind, umso größer ist die Chance zu überleben. Ich empfände es mehr als unwürdig von so einer primitiven Kreatur, welche nur in Reimen kommuniziert, zerrissen zu werden“, konstatierte Selestral.
„Das ist das Stichwort. Kommunikation. Hast du schon mal daran gedacht eine Verbindung zu unserem Kreuzer herzustellen?“
Die Jaguarin schüttelte den Kopf.
„Vielleicht sollten wir das versuchen und nicht sinnlos herum hocken.“
Sie nickte.
Minuten später stand tatsächlich die Verbindung.
<„Hier Sitral. Wie ist die Lage?“>
<„Nicht besonders erfreulich. Die Verschollenen haben wir noch nicht gefunden, ebenso deren Fähre. Unsere Fähre ist beim Absturz flugunfähig geworden. Außerdem wurde der Captain von einem der unbekannten Wesen verschleppt.“>
<„WAS? Das ist nicht euer Ernst!“>
<„Doch, ist es.“>
<„Verdammt. Auch das noch. Wir hatten hier auch kleinere Probleme, aber die sind gelöst.“>
<„Warum wundert mich das jetzt überhaupt nicht?“>
<„Wir haben drei Menschen von der UNSN Guardian als Gäste an Bord. Sie haben uns einige Informationen gegeben.“>
<„Sind sie vertrauenswürdig?“>
<„Ja. Zumindest wissen wir schon mal ansatzweise mit was wir es zu tun haben und ohne sie und ihre Kenntnisse haben wir so gut wie keine Chance gegen die Aliens.“>
<„Ah! Aliens heißen diese Kreaturen?“>
<„Ja. Hattet ihr schon Kontakt?“>
<„Ja, das sagte ich bereits. Und sie sind Spinnenartig.“>
An Bord der Horem-hab schauten sich Horn, Thomson und Kromberg an.
„Spinnen?“, fragte Horn ungläubig in die Runde.
<„Ja“>, tönte Colras‘ Antwort aus dem Lautsprecher des Intercoms.
<„Das kann nicht sein. Die haben zwei Arme, zwei Beine, einen langen Gliederschwanz und gehen aufrecht.“>
<„Nein. Die haben sechs Beine, zwei lange Arme, klauenbewehrte Hände und einen langen knochigen Schwanz.“>
„Scheiße“, entfuhr es Kromberg.
„Mutationen?“, flüsterte Thomson.
„Genau! Sie sind durch die ionisierende Strahlung mutiert. Was immer da unten herumrennt, wir haben es mit etwas vollkommen Neuen zu tun.“
<„Habt ihr das gehört?“>, fragte Sitral ins Intercom.
<„Ja. Jetzt sind wir schon einmal etwas schlauer.“>
<„Könnt ihr euch irgendwo in Sicherheit bringen?“>
<„Wissen wir nicht. Wir haben ein paar Scanner zusammen gepackt und woll-ten in Richtung der zerstörten Basis marschieren. Als wir noch auf dem Kreuzer waren, hatten wir entdeckt, dass die Zerstörungen nicht gänzlich sind und es noch die eine oder andere intakte Zelle geben könnte.“>
<„Macht das. Schlagt euch bis dahin durch. Wir kommen zu euch runter und erwarten euch dann bei der zerstörten Basis.“>
<„Okay. Aber passt auf. Die Viecher sind echt eklig und extrem schnell. Colras, Ende.“>
Die Verbindung wurde beendet.
„So“, hub Sitral an. „Wir machen uns jetzt auf den Weg zur Oberfläche.“
Die drei Menschen schauten unglücklich drein, nickten aber bestätigend.
„Und was machen wir jetzt solange?“, fragte Jody Thorn in die Runde und er-regte damit die Aufmerksamkeit von Juliana Thomson.
„Du bist Judy?“, fragte sie ganz aufgeregt.
„Ja. Und wer bist du, wenn ich fragen darf?“
„Mein Name ist Juliana Thomson und ich habe schon so viel von dir gehört und auch von Apophis und eurer Tochter. Wo sind die beiden?“
Ungefragt traten die beiden genannten an Jodys Seite.
Thomson bekam glasige Augen und brannte ihre Blicke regelrecht in Zoya hinein. „Ich verstehe warum die Sektierer gerade dich nicht mehr auf der Erde haben wollen. Die haben eine scheiß Angst vor dir und vor dem was du erreichen kannst und wohl auch wirst.“
Zoya wirkte zunächst irritiert, entfaltete dann in leichter Abwehrstellung ihre Schwingen, breitete sie zur kompletten Größe aus und füllte damit eine Fläche von jeweils zehn Quadratmetern aus. Ihre Gestalt hatte etwas zwischen Todesengel, Friedensgöttin, Dämonin und Heiliger. Allerdings blieb sie in dieser Position und schien für mehrere Sekunden geistig abwesend zu sein, fast so als wäre sie nicht an Bord der Horem-hab, sondern weit außerhalb.
Selbst Kromberg konnte sich bei diesem Anblick nicht zurückhalten und murmelte etwas vor sich hin, was sich so anhörte wie, „da brat mir doch einer 'nen Storch. Wenn die nicht den Frieden ins Universum bekommt, dann niemand“.
„Zeus, nimm‘ die drei Menschen mit und begib dich zur Planetenoberfläche, die aktualisierten Daten sind im Speicher der Spezialfähre.“
„Aye, Captain!“
Captain Melina versuchte unterdessen ihren Verstand zu sammeln. Sie lauschte angestrengt und setzte alles daran die Dunkelheit zu durchdringen, aber es war und blieb vergebens.
Die Stute bleckte die Zähne und stand kurz davor aufzugeben. „Bevor ich euch diene, sterbe ich lieber“, brüllte sie.
Plötzlich hörte sie panische, schrille Todesschreie.
Wieder und wieder kreischten fremde Kreaturen unter Todesangst und Schmerz und was immer es auslöste, es schien sich zu nähern.
Hoffnung, aber auch Furcht keimte auf. Was erwartete sie? Ein Feind oder ein Freund? Der Captain entschied sich für die angenehmere Variante.
„Hier“, schrie Melina, so laut sie konnte. „Hier bin ich.“
Sekunden später packte sie eine Hand unsanft und hielt ihr den Mund zu. „Ruhig, Captain. Sie wollen doch nicht etwa die Aufmerksamkeit ihrer Feinde auf sich ziehen.“
„Wer ist da? Wer bist du?“, fragte die Stute irritiert in die knebelnde Hand hinein.
„Das braucht dich nicht zu interessieren. Aber ich bin kein Feind der Cherit“, antwortete eine samtige, aber destotrotz energische weibliche Stimme.
„Egal. Ich würde es trotzdem vorziehen zu wissen, wem ich mein Leben verdanke.“
Statt einer Antwort erhielt sie nur einen heftigen Schlag vor die linke Schulter und hörte ein albernes Kichern.
„Willst du dich über mich lustig machen?“, fragte sie unwirsch.
„Nein. Ganz sicher nicht und jetzt halt still. Ich werde dich aus der Verklebung lösen.“
Sie spürte wie an den Spinnweben, welche sie festhielten, gezerrt und gerissen wurde. Bis eben dachte sie noch, dass sie sich auf Bodenniveau befand, wurde sich aber plötzlich bewusst, dass es nicht so war. Sie stürzte mehrere Meter in die Tiefe, schlug hart auf und stöhnte überrascht und wütend.
„Hättest du mich nicht vorwarnen können?“, knurrte sie.
Keine Antwort, kein Geräusch.
„Bist du stumm geworden?“
Stille. Sie war allein.
Hatte sie geträumt? War sie die ganze Zeit allein gewesen? Aber wie hatte sie sich dann aus den klebrigen Netzen befreien können?
Wie aus heiterem Himmel traf sie ein gewaltiger Hieb, brachte sie zu Fall und raubte ihr die Besinnung.
Als sie wieder zu sich kam, befand sie sich an einem anderen Ort. Der Raum war hell erleuchtet und sie lag auf einer weichen und bequemen Unterlage.
„Willkommen in der Hölle, Captain Melina“, sagte Tripal.
Die Angesprochene erhob sich. „Ihr habt also überlebt, wie ich sehe.“
„Ja. Wir sind vollzählig am Leben und haben nur ein paar Schrammen“, mischte sich Cyron ein.
„Ah, grüß dich Cyron. Wo sind wir hier?“
„Es scheint sich um ein ehemaliges Forschungslabor zu handeln“, antwortete der Tigerkater.
„Wo ist die Luchsin?“
„Wenn sie Kira meinen, die ist am Zugang und sichert das Gelände. Es wimmelt hier nur so vor Aliens“, merkte Tripal an.
„Ah, so nennt man die Viecher.“
„Ja, Captain. Wir befinden uns im Inneren des Schiffes, mit welchem diese Wesen auf diesen Planeten gelangt sind.“
„Woher willst du das wissen?“
„Wir haben die Computerleichen angezapft und sind somit an die nötigsten Daten gelangt“, antwortete die Säbelzahntigerin.
„Sehr gute Arbeit.“
„Danke. Allerdings…“
„Was noch?“
„… diese Aliens sind nicht die Originalform. Sie sind mutiert. Als sie ankamen, liefen sie auf zwei Beinen. Durch die zurückliegende atomare Verseuchung des Planeten LV426 ist etwas vollkommen anderes entstanden.“
„Werden wir damit fertig?“
„Nein. Ich glaube nicht. Diese Wesen sind die geborenen Killer. Sie sind uns weit überlegen.“
„Also aussichtslos?“
„Nein, so würde ich das nicht sagen. Es sind zwar überlegene Jäger und wir sind die Beute. Aber auch Killer haben ihre Schwachstellen und die müssen wir finden.“
Melina schluckte und schaute die langzähnige Tripal an. „Was du nicht sagst. Es wird vielleicht Zeit denen zu zeigen, wer wir sind und was wir können.“
„Das wird schwer werden. Die ersten zwei Angriffswellen hatten wir mit Mühe überstanden. Was bei der dritten passiert, wissen wir noch nicht.“
„Wie viele waren es?“
„Bei der ersten Welle, waren es zehn. Bei der zweiten Welle zwölf. Sie haben kein Blut wie wir es kennen.“
„Was sonst? Mach es nicht so spannend.“
„Es handelt sich um eine extrem konzentrierte organische Säure.“
Die Stute nickte langsam. „Wir werden bei Tagesanbruch Colras und Selestral suchen müssen. Sie waren bei mir gewesen, als wir abstürzten und bevor ich von einem dieser Aliens verschleppt wurde.“
„Aye, Captain.“
„Gibt es sonst noch etwas Besonderes?“, hakte Melina nach.
„Ja“, hub Tripal an, „wir haben vor dem Mutterschiff, wenn auch etwas entfernt ein kleineres Schiff gefunden. Keine Ahnung wem es wirklich gehört, aber wenn es die Sektierer sein sollten, dann sind sie kurz vor uns angekommen und haben es wohl nicht überlebt.“
„Oh. Das klingt einerseits bedenklich, andererseits jedoch wieder gut. Dann waren die Aliens wohl mit ihnen nicht einverstanden.“
„Garantiert nicht. Was aber beunruhigend ist, ist die Tatsache, dass sich drei Personen im Schiff befunden haben müssen. Einer ist verloren gegangen, wo-hin wissen wir nicht. Die anderen beiden liegen verstümmelt und zerstückelt im Schiff und davor. Es waren jedoch keine Menschen“, fuhr Tripal fort.
„Wie meinst du das?“, fragte Melina nach.
„Was immer es ist, es ist künstlich oder vielmehr war es. Der eine Künstliche wurde enthauptet, dem anderen durchbohrte ein Stahlträger den Schädel.“
„Wenn das von den Sektierern stammen sollte, dann müssen wir wohl noch schlimmeres befürchten als gedacht.“
„Aye!“
„Was? Das ist doch wohl nicht euer Ernst?“, fragte Kromberg entrüstet, als er mit Thomson, Horn und Zeus im Hangar ankam und vor der Landefähre stand.
„Es ist zwar nicht das Modernste was unser Hangar zu bieten hat, aber es funktioniert und erfüllt seinen Zweck, außerdem hat Colras ein paar Modifikationen durchgeführt“, entgegnete der Einhornhengst.
Horn zuckte mit den Schultern und rollte mit den Augen.
„Wenn ich bitten dürfte“, setzte Zeus seine Gedanken laut fort und deutete auf das Zugangsschott der Fähre.
Horn grunzte leise vor sich hin, Thomson seufzte sorgenvoll und Kromberg machte eine Geste, als ob er eine Fliege fangen wollte, die vor seinem Gesicht herumflog.
„Ich empfände es als sehr angenehm, wenn sie mich nicht für bescheuert erklären würden, Mister Kromberg“, schnaubte der Hengst, nachdem alle in der Fähre Platz genommen hatten. „Ihre Handbewegung ist auch meiner Spezies wohl vertraut.“
Kromberg rutschte in sich zusammen und Thomson fing an zu kichern. „Okay, okay. Nur keinen Streit vermeiden“, mischte sich Horn ein.
Zeus nickte kurz, wackelte mit den Ohren und begann die Startsequenz ein-zuleiten.
Colras und Selestral hatten sich derweil nicht nur mit Blastern, sondern auch mit Scannern bewaffnet und waren auf dem Weg zu den Resten der ehemaligen Weyland Yutani Siedlung.
Es begann zu dämmern, wenn man es auf dem Planeten als Dämmerung be-zeichnen konnte. Zumindest war entfernt zu erahnen, dass die Sonne aufging.
Die Terraforminggeneratoren waren nach dem Zusammenbrechen der Energieversorgung komplett ausgefallen und der Planet versank in einer Art Dämmerzustand. Die bis dahin geschaffene Atmosphäre aus atembaren Gasen war bestehen geblieben, aber der Dunst den LV426 aufzuweisen hatte, war geblieben.
Somit gestaltete sich jeder Sonnenaufgang als unauffällige Abwandlung eines tiefherbstlichen Morgens an der Londoner Themse, allerdings mit dem Unter-schied, dass er nicht so reizvoll war und auch kein nettes Wort die Luft erfüllte. Vielmehr vermeinte man ständig ein Seufzen, Säuseln, Flüstern und leises, schrilles Kreischen zu vernehmen. Das ganze Ambiente wirkte surreal und wie der Vorhof zur Hölle.
Das sollte die beiden Raubkatzen jedoch nicht von ihrem gesetzten Vorhaben abhalten, nämlich das Suchen und Finden von Captain Melina und mit etwas Glück auch von Cyron, Tripal und Kira. Sie wussten, dass es schwer werden dürfte und dass man sie nach und nach suchen musste, da sie ja getrennt verschwunden waren.
Unsicher und ständig umherschauend, bewegten sich beide durch das Hügelfeld, immer auf der Hut und stets damit rechnend, dass sich plötzlich eines der Aliens auf sie stürzen könnte. Der Scanner von Colras piepste plötzlich auf und er drehte sich abrupt um, zielte mit der Waffe auf zwei der zurückliegenden Hügel.
„Was ist? Hast du was gesehen?“, fragte Selestral.
„Keine Ahnung. Ich dachte, da wäre ein Schatten von einem Hügel zum anderen gerannt.“
„Verdammt. Damit habe ich gerechnet. Wir sollten unsere Schritte beschleunigen, sonst kommen wir nicht sehr weit. Hast du schon eine Ortung auf dem Oberflächenscanner?“
Colras justierte den Scanner und schüttelte den Kopf. „Nein. Ich weiß auch nicht warum, aber ich bekomme kein klares Signal. Es scheint fast so, als ob diese Hügel aus einem Strahlen ablenkenden Material gebaut wären. Das ist faszinierend und beunruhigend zugleich.“
Ohne eine Pause zwischen Colras‘ letztem Wort und dieser augenblicklichen Sekunde zu dulden, hörte man plötzlich ein schrilles Kreischen, so als ob man mit einem Stück zu harter Kreide auf einer Tafel schreiben würde.
„Wir sollten jetzt aber wirklich aus diesem verdammten Hügelfeld raus“, mahnte Selestral.
Schon sah man eines der Aliens langsam über den Hügelrand klettern.
„Heilige Scheiße“, schrie Colras. „LAAAAAUF! LAAAAAUF! Dreh dich nicht um und renn’ was du kannst!“
Sie nahmen was die Kräfte hergaben und sprangen zwischen den Hügeln umher. Sie umrundeten mal den einen, dann wieder den anderen Hügel. Sie spürten die Klauen und vor allem das Zangengebiss der Aliens in ihrem Nacken.
„DA VORNE!“, brüllte Selestral, „Da vorne ist der letzte Hügel, dann sind wir hier raus.“
Colras hatte es als erster geschafft, das Hügelfeld hinter sich zu lassen. Er stoppte abrupt, drehte sich um, zog seine Waffe und schoss.
Gerade noch rechtzeitig hatte er bemerkt, dass eines der Aliens hinter ihnen her war und oberhalb der Hügel mit Selestral auf gleicher Höhe. Der Schuss war sauber geführt und riss das Alien mehrere Meter zurück. Frustriert schrie es auf. Ein weiterer Schuss, diesmal von Selestral selbst, tötete es.
Eine Fontäne seines Säureblutes schoss in den Himmel, regnete auf die umliegende Oberfläche und ließ sie zischend und dampfend aufbrodeln.
„Das war verdammt knapp. Los, schnell weiter“, rief Selestral barsch und rannte an Colras vorbei. Der ließ sich nicht lange bitten, drehte sich in die ursprüng-liche Laufrichtung und rannte ihr hinterher.
Ein Kreischen, direkt hinter ihnen, zeigte an, dass sich ein weiteres Alien anschickte sie mit seiner Anwesenheit zu beehren.
Im Laufen drehte sich Colras um und sah einen dunklen Schatten auf sich zu rasen. „Runter!“, schrie er.
Selestral reagierte prompt und warf sich zu Boden. Sie tat es keine Sekunde zu spät, denn das Alien sprang über die Jaguarin hinweg, schlug nach ihr, traf aber nicht und flog zielgerichtet auf Colras zu. Dass die zierliche Raubkätzin so schnell reagierte, überforderte den Angreifer und wütend versuchte das Alien sie aus der Luft heraus zu greifen. Es misslang ihm.
Plötzlich schoss ein großer Schatten auf den spinnenförmigen Killer zu, hatte seine Flugbahn zielgerichtet ausgerichtet. Nachdem das Wesen auf dem Boden angekommen war, wirbelte es herum, starrte direkt auf den Schatten. Mehr konnte es nicht mehr tun. Mehrere gewaltige Blasterschüsse pulverisierten es förmlich.
Die Landefähre mit Zeus und den drei Menschen an Bord war angekommen.
Die beiden Cherit, die der tödlichen Verfolgung gerade noch so entkommen waren, rannten in Richtung des vermutlichen Landeplatzes der Fähre und er-reichten sie, nachdem schon die Triebwerke abgeschaltet waren.
Das Außenschott öffnete sich und der Einhornhengst trat ins Freie.
„Das ist in der Tat eine angenehme Überraschung“, intonierte Colras, als er ihn erblickte.
„Entzückend, dass du dich freust mich zu sehen. Es passiert nicht oft, dass sich Andere an meiner Anwesenheit erfreuen, wenn ich von einer gewissen Schneeleopardin namens Samantha absehe.“
Selestral wackelte nervös mit den Ohren, während Colras mit den Schnurrhaaren zuckte. „Ich habe von dieser dauerrolligen Dame gehört und auch davon, dass du scheinbar sehr überragende Qualitäten und Quantitäten in dieser Hinsicht haben sollst. Aber anderes Thema: Wie sieht es auf der Horem-hab aus?“, fragte Colras, während Selestral versuchte ihre errötete Nase, ob der gerade erwähnten zurückliegenden Situation, zu verbergen.
„Sitral hat das Kommando übernommen und Stella ist kurz, aber sehr gediegen ausgerastet, nachdem sie erfuhr das Cyron verschwunden ist.“
„Oh je… Wie geht es den anderen?“
„Denen geht es soweit gut.“
„Wenigstens etwas“, entgegnete Selestral.
„Das sollte uns erstmal nicht weiter interessieren und ist im Augenblick auch nicht von Bedeutung“, mahnte Zeus an.
Die beiden nickten bestätigend.
„Ihr habt euch bisher gut geschlagen und es geschafft zu überleben. Jetzt heißt es einen Plan auszuarbeiten und sich auf die Suche nach den anderen vier zu begeben.“
„Leichter gesagt, als getan“, mischte sich Horn ein.
„Wer ist das?“, fragte Selestral.
„Ach ja. Ich vergaß euch unsere Begleitung vorzustellen.“
Horn reagierte auf die beiläufige Vorstellung, in dem er seinen rechten Zeige-finger drohend in Zeus‘ Richtung hob. Der wackelte mit den Ohren und bleckte kurz die Zähne.
„Die drohende Geste hättet ihr Menschen euch früher verkniffen, weil ihr sonst auf der Stelle tot gewesen wärt“, grollte Colras.
Thomson schüttelte den Kopf. „Ich dachte, dass wir andere Probleme hätten?“
„Sie hat recht. Wir haben andere Probleme und dabei handelt es sich um wirklich ernsthafte Sachen“, stimmte Selestral zu.
„Habt ihr irgendeine Ahnung, wo wir Captain Melina oder einen der drei anderen finden können?“, fragte Horn.
Colras schüttelte den Kopf. „Nein. Es fehlt bisher jede Spur.“
„Okay, wir steigen wieder in die Fähre und fliegen rüber zur ehemaligen Wohnsiedlung. Ich habe auf dem Tiefenscanner der Fähre gesehen, dass es tatsächlich noch eine größere intakte Zelle gibt, die uns einigermaßen Schutz bieten dürfte“, beendete Zeus das Gespräch.
Die Fähre hob ab, gewann schnell an Höhe und landete nach wenigen Minuten vor den Trümmern der Wohnanlagen.
„Gut. Da wären wir“, sagte Horn und trat als erster vor einen der ehemaligen Zugänge.
„Wie steht es mit Reststrahlung?“, fragte Thomson an Colras gewandt.
Der scannte alles gründlich und legte die Ohren leicht zur Seite. „Die Strahlung ist erhöht, aber im Moment nicht bedenklich. Wir sollten uns aber nicht länger als 72 Stunden in den Trümmern aufhalten“, sagte er schließlich.
„Fein. Das sollte reichen. Wenn wir die vier bis dahin nicht gefunden haben, leben sie eh wohl nicht mehr“, brummte Kromberg laut genug, dass es jeder hören konnte.
„Warum bist du dir da so sicher, Mensch?“, entgegnete Colras scharf.
„Weil sie dann garantiert tot sind. Die Aliens fangen Lebewesen, um sie als Brutstätte für ihren Nachwuchs zu missbrauchen.“
„Was meinst du damit?“
„Ein Alien durchläuft verschiedene Entwicklungsstadien. Es schlüpft aus einem Ei, braucht aber für die nächste Stufe einen Wirt. Es schlüpft also ein Facehugger, der in den Lungen des Wirts eine Larve ablegt. Diese Larve ernährt sich vom Blut und von der Körperwärme des Wirts. Ist die Larve reif, dann schlüpft sie quasi aus.“
„Sie schlüpft aus? Wie?“ Selestral ahnte furchtbares, fragte aber trotzdem.
„Sie bricht aus dem Brustkorb ins Freie und tötet dabei den Wirt“, warf Thom-son ein.
Colras und Selestral schluckten entsetzt.
„Dieses Stadium nennt man Chestburster und der entwickelt sich über Häutungen und Wachstum zu einem Alien. So war es zumindest bisher. Allerdings kann ich nicht mit Sicherheit sagen, ob es immer noch so ist, da sich die Form und damit vielleicht auch die Lebensweise und die Entwicklung der Aliens die wir hier haben, geändert haben“, beendete Horn die Gruselshow.
„Na großartig. Du machst mir richtig Mut“, entfuhr es Selestral.
Colras klopfte ihr aufmunternd auf die rechte Schulter. „Wird schon.“
„Okay“, sagte Zeus. „Betreten wir unsere zeitweise Unterkunft.“