Nach so langer Zeit
Wird endlich gut, was lange währt?
So, endlich hab ich auch mal wieder was fertig gebracht.
Wobei ich fertig noch etwas vage betrachte, noch bin ich mir nicht sicher ob diese Erzählstruktur auch außerhalb meines Kopfes Sinn ergibt.
Wie gewohnt gilt auch hier, das ist nichts für Leutchen unter 18; und Feedback ist wie immer gern gesehen.
Als denn, Wünsche viel Vergnügen!
Nach so langer Zeit
(eine pöse Furry-Fantasy)
Grunzend verdrehte der schlanke Hirsch die Augen zur Decke. Seine Hand packte sein Maul und hielt es zu, nur knapp schnell genug um ein weitaus tieferes Röhren zu unterdrücken. Die andere Hand umfasste den Katzenkopf auf Höhe seines Schoßes fester, damit er nicht von seinen Hüften zurückgestoßen wurde. Mit gurgelndem Blubbern fuhr der lange, dünne Schaft des Hirsches aus dem heißen Rachen, nur knapp vorbei an den gefährlich scharfen Zähnen.
„Alles Okay?“, fragte Isidor zwischen tiefen Atemzügen.
Der vor ihm kniende Kater keuchte und schluckte hart, doch grinste quer über die verschmierte Schnauze. Sein schwarzweißes Fell war zerrupft und verklebt, doch die strahlend blauen Katzenaugen funkelten gierig. Gurgelnd zog der den langen Schaft aus seiner Kehle.
„Keine Sorge“ schnaubte Vinz, wobei die Speichelfäden zwischen seiner Nase und dem Hirschpenis zerrissen. „Heftig, aber nichts was mich umwirft.“
Wie zum Beweis seiner Behauptung streckte er die Zunge weit heraus und züngelte geschickt über die bebende Spitze des pulsierenden Schaftes.
Isidor stöhnte und hielt sich schnell wieder den Mund zu. Grinsend wickelte Vinz seine raue Zunge um den zitternden Penis und zog daran. Der schlanke Hirsch ging in die Knie, der Kater ergriff die Gelegenheit sowie die tief baumelnden Hoden mit beiden Händen. Schnell wie ein Meisterpianist ließ er die cerviden Drüsen nach seinem Willen tanzen. In einem unvergleichlichen Zusammenspiel von Zunge, Fingerspitzen und reichlich Speichel trieb Vinz den Hirsch rasch in ungeahnte Höhen. Isidor riss die Augen auf. Er wollte eine Warnung rufen, doch alle Luft blieb in seinen Lungen stecken. Vinz zielte mit der Spitze des Hirschpenis auf seinen Mund, schlängelte die weiche Unterseite seiner Zunge darunter und drückte rhythmisch zu. Isidor taumelte nach hinten, bekam nur noch knapp eine Wand zu fassen. Das gesamte Krankenzimmer drehte sich um ihn.
Röhrend entlud sich der Hirsch in den Rachen des schwarzweißen Katers. Geschickt fing Vinz die dicken Spritzer auf, kaum ein Tropfen landete auf seinen weißen Wangen. Mit einigen wenigen Melkbewegungen quetschte er den Hirschen aus, schloss die Schnauze und krabbelte zum Bett.
Dort lag eine graubraune Ratte, deren zierlicher Körperbau von einem weißen Laken verborgen wurde. Mit großen Augen stieg Vinz zu ihr, strich ihr über den Hals und ließ seine Hand in erzwungener Ruhe unter die Decke gleiten. Die Ratte sah in seine Augen, ihr Blick spiegelte seltsame Verzweiflung wider. Die Finger des Katers erreichten das ersehnte Tal zwischen ihren Schenkeln, und fanden es in völliger Dürre vor. Halb erschrocken, halb enttäuscht zog Vinz hastig die Hand zurück. Schnell würgte er den Hirschsamen in seinem Mund nach unten.
„Nichts?“, fragte er, und wollte sich sofort für den vorwurfsvollen Klang ohrfeigen.
Die zierliche Ratte schüttelte kaum merklich den Kopf.
„Ich... ich weiß nicht was los ist...“, wisperte sie mit zitternder Stimme „Ich.. ich will ja, das hat mich immer angemacht, aber... aber... nichts!“
Die letzten Laute verschluckte sie in einem hörbaren Versuch nicht in Tränen auszubrechen. Vinz schmiegte sich eng an sie, schloss sie in die Arme und bettete ihren Kopf auf seine Schulter. Rasch wischte er die größten Tropfen von seiner Schnauze, um ihr Fell nicht zu sehr zu verunstalten.
„Schon gut“, flüsterte er „Schon gut Alice, schon gut“
„Nichts ist gut!“, spuckte die Ratte mit bebender Stimme aus. Sie klammerte sich enger an den Kater. „Überhaupt nichts ist gut! Ich bin wie leer!“
"Wenn du erst wieder gesund..."
"Ich fühl mich nicht gesund!" Ihre spitze Schnauze zitterte. "Ganz und gar nicht! Ich heile vielleicht, aber ich bin nicht gesund! Ich fühl mich so anders. So leer, wie ausgesaugt. Was... was bin ich denn jetzt?"
Ihre Tränen versickerten im Katzenfell. Sanft legten sich die Hände des Katers um den Nacken der Ratte, stützten ihren Kopf und streichelten sie. Er streckte die Zunge heraus und putzte ihr unendlich zärtlich die Ohren.
Isidor stand daneben und wünschte sich, etwas sagen zu können. Irgendetwas, dass aufbauend wirkte. Doch arbeitete er hier lange genug um zu wissen, wann schweigen die eindeutig bessere Option war.
Leise zog er die Hose seiner MTA-Uniform nach oben, beseitigte die schlimmsten Spuren und ging zurück an die Arbeit.
"Was soll mit der Medikation nicht stimmen?", fragte die Apothekerin und baute sich zu voller Größe auf. Isidors schlanker Körperbau fiel unter den Schatten der großen Kaltblutstute wie unter einen stürzenden Baum. Uralte Fluchtreflexe sprangen an, und nur mit Mühe konnte Isidor sich davon abhalten, sofort aus der Tür des kleinen Ausgabeschalters zu stürzen.
Die Idee war schon im Ansatz nicht gut gewesen, und dass er sich erst jetzt erinnerte dass die Apothekerin des Krankenhauses erst kürzlich ihre Beziehung beendet hatte, zumindest in ihrer Version, machte es nicht besser.
Das bedeutete, dass die naturgemäß dominante Persönlichkeit der großen Stute ein lang gewohntes Ventil verloren hatte.
„Alles was ich wissen wollte ist, ob es in der Medizinzuteilung für Zimmer 85 vielleicht Alternativen gibt, die man noch ausprobieren könnte. Etwas, das mögliche Wechselwirkungen vielleicht vermeidet.“
„Wechselwirkungen?“ Die Stute schien noch größer zu werden. „Was soll geschehen sein? Welche Klagen gibt es?“
Isidor spürte die Wucht ihrer Stimme wie Schläge die seine Brust trafen.
„Keine Klagen im eigentlichen Sinn, aber...“
Weiter kam er nicht.
„ABER?“
Die Stute warf die Absperrung ihres Tresens beiseite, und endlich gewannen Isidors Instinkte die Oberhand.
„Lass dich gefälligst nicht mehr blicken, bis nicht wenigstens eine konkrete Zeile vorliegt!“ rief die Apothekerin ihm wütend hinterher. „Und überhaupt ist das letztlich nur die Zuständigkeit des behandelnden Arztes!“
„Mangelndes Sexuelles Empfinden?“ Der alte Otter verzog das dichte Gewölle seiner Barthaare in einem abschätzigen Schnauben. „Weiß die Kleine überhaupt, was sie gerade überstanden hat? Die sollte froh sein, überhaupt noch innere Organe zu haben, und sich nicht darum kümmern, ihren Beschäler zufrieden zu stellen.“
„Das ist natürlich wahr, Doktor Holders“ gab Isidor dem Otter Recht „Aber im Zuge ihrer Rekonvaleszenz...“
"Eine Rekonvaleszenz, die sie in letzter Zeit sträflich vernachlässigt hat", schnaubte der Arzt. Er klopfte auf eine Statistik die auf seinem Schreibtisch blinkte. "Wenn ich mir das hier so ansehe, ist der Erfolg ihrer Therapie schon bald wieder ruiniert."
"Das ist auch Teil des Problems", meinte Isidor. "Ihre Motivation ist einfach..."
"Motivation!", schnaubte der Doktor Holders verächtlich "Das Leben ist keine ausreichende Motivation? Vielleicht sollten wir eher einen guten Psychiater hinzu ziehen, ehe wir die halbe Medizintechnik in Frage stellen."
Unwillkürlich trat der Hirsch einen Schritt zurück.
"Nun ja" Er kramte nach Worten "Aber wenn das Leben sich nicht mehr..."
Ein Piepsen unterbracht die improvisierte Rede, und rief Isidor in die Notaufnahme.
"Sieht aus, als hätten sie ausreichend zu tun", sagte Doktor Holders in einem Tonfall der klarstellte, dass er dieses Thema nicht weiter diskutieren würde.
Mit klackenden Hufen betrat Isidor die Notaufnahme. Marie, das Wieselmädchen am Tresen, sah ihn; und deutete mit ihrem Bleistift auf eines der von Vorhängen umschlossenen Behandlungsbetten. Als Isidor den dahinter aufblitzenden Streifenpelz eines Dachses entdeckte, hätte er fast gleich wieder kehrt gemacht. Er wechselte einen Blick mit Maria, diese zuckte unschuldsbetonend die Achseln. Isidor schloss die Augen und verfluchte seinen Berufsethos. Dann trat er hinter den Vorhang.
Die großen Augen der Dachsin richteten sich auf ihn. Sie war einen guten Kopf kleiner als er, glich dies aber in der Breite mit Leichtigkeit aus.
„Isidor, dich schickt der Himmel!“
„Eigentlich eher die Personalverwaltung, Tinaka. Mittlerweile bin ich mir sicher, dass sie in deiner Akte einen passenden Vermerk hinterlegt haben“, brummte der Hirsch und suchte in den Schubladen der kleinen Station bis er ein paar frischer Handschuhe fand.
„Oder sie wissen mittlerweile auch, was für geschickte Hände du hast.“ Die Dachsin grinste halb verlegen, halb anzüglich, und öffnete ihren Gürtel. Mit viel zu großer Routine schob sie die Hose über ihren breiten Hintern nach unten, kniete auf dem Bett nieder und spreizte weit die Knie auseinander. Unter ihrem nach oben gelegten Schwanzpinsel entblößte sie ihre Hinterbacken, die von ihrem schwarzen Fellstrich geteilt wurden. Hätte Isidor in diese Richtung ausgeschlagen, er hätte sie vielleicht attraktiv finden können. Möglicherweise.
„Also, was ist es diesmal?“
„Oh, Isidor, Schätzchen“, gurrte Tinaka als sie mit großen Augen sah, wie der Hirsch die Pumpflasche mit Gleitgel aus der Schublade nahm. „Hat eine Dame denn nicht Anrecht auf ihre Geheimnisse?“
„Nicht wenn sie soviel Wert darauf legt wie du, dass diese Geheimnisse wieder ans Licht kommen“, brummte der Hirsch und stellte die Hufe stabilisierend auseinander. Der ausladende Dachsarsch bot ihm ein großzügiges Ziel, aber er wusste aus Erfahrung wie wichtig ein stabiler Stand werden konnte.
Zugleich stieg ihm das beißende Aroma zutiefst weiblicher Säfte in die Schnauze. Kopfschüttelnd verdrehte er die Augen und schüttelte den Kopf. Fast wäre sein vierender Geweih an die tiefhängende Lampe gestoßen.
„Sagst du mir wenigstens, nach wie viel ich suchen muss?“
„Drei“, hauchte die Dachsin und quiekte als die nassen Finger des Hirsches ihren runden Muskel berührten. „Bitte, schnell. Sie wollen Richtung Süden!“
„Den Vogelzug verschieben wir“, zischte Isidor, legte die schlanken Finger seiner schmalen Hand zu einem engen Dorn zusammen und schob den Arm nach vorn.
Was bei den allermeisten Übrigen mit höllischem Schmerz verbunden gewesen wäre, schien den überaus geübten Muskel der Dachsin kaum zu beanspruchen. Begleitet von einem geradezu widerlich genießerischen Seufzen ihrerseits glitt Isidors Hand tief in die Dachsin.
„Wie lange willst du mir eigentlich noch auf die Nerven gehen, bis du dir endlich wieder selbst einen Freund suchst?“, knurrte der Hirsch verhalten, während er sich langsam vorwärts tastete.
„Wo soll ich denn jemand mit Händen wie den deinen finden?“, keuchte die Dachsin genießerisch.
„Was du brauchst wäre eher jemand, der dir Grenzen setzt“, entgegnete der Hirsch „Oder bessere Spielzeug kauft.“ Dabei war ihm längst klar, dass die Dachsin kaum noch hörte was er zu ihr sagte.
Konzentriert schloss sie die Augen, ging völlig auf in dem was mit ihr geschah. All ihre Aufmerksamkeit wandte sich nach innen. Fühlte den ach so willkommenen Eindringling, sehnte sich nach ihm und bahnte ihm den Weg. Da stießen die fremden Finger auf etwas Glattes, Hartes.
„Da!“, stieß Isidor durch die Zähne. Ruckartig streckte er die Finger, nur um im selben Augenblick wieder zu zupacken.
Die Dachsin verschluckte einen tonlosen Schrei.
Isidor zog seinen Arm zurück, und in dessen Gefolge drei Kugeln, von glattem Latex überzogen. Die Letzte war mit flachen Kegelstümpfen besetzt, und verlieh dem Ganzen Ähnlichkeit mit einem mittelalterlichen Morgenstern.
Tinaka fiel bäuchlings auf das Behandlungsbett und keuchte tief.
„Such dir bitte wieder selbst jemanden“, sagte Isidor als er die halbe Spielzeugkette in antiseptische Reinigungsflüssigkeit legte. „Du kannst doch nicht ständig hier auftauchen, nur weil dir beim Spielen etwas schief läuft!“
Mit spitzen Fingern zog Isidor die Handschuhe aus und begann sich die Hände zu desinfizieren. Dabei gab er vor nicht zu bemerken, wie ihm eine Visitenkarte in die Tasche gesteckt wurde.
„So was gehört eigentlich bestraft!“
„Von dir?“, fragte die Dachsin freudig.
Der Hirsch schnaubte verächtlich. „Wohl kaum.“
„Dazu sollten wir aber wirklich noch eine zweite Meinung einholen, nicht?“, kicherte die Dachsin.
Isidor verharrte einen Augenblick, als seine Gedanken in eine ganz andere Richtung strömten. „Vielleicht gar keine so schlechte Idee.“
„Verzeihen sie Doktor Swanson, haben sie eine Minute?“
Die große Tigerin sah von ihrem aktengefüllten Display auf und bedachte den schlanken Hirsch mit einem seltsamem Blick. Einen peinlichen Augenblick lang glaubte Isidor fast, sie hätte ihn zum zentralen Inhalt ihrer nächsten Mahlzeit auserkoren. Er schüttelte den unsinnigen Gedanken ab, verschränkt die Arme hinter dem Rücken und brachte sich in eine würdigere Position.
"Ich habe Pause", brummte die Ärztin. Die muskulöse Tigerin blinzelte träge, fast als müsse sie sich aus einem Tagtraum befreien. Katzen schliefen immer viel, dergleichen musste man schlicht in Kauf nehmen. Sie lehnte zurück, blieb jedoch an ihrem massiven Schreibtisch sitzen.
„Aber wo sie schon mal da sind. Was gibt es denn, Bytrant. War doch richtig oder?“
„Ja Frau Doktor, Bytrant. Isidor Bytrant. Danke. Ich will sie auch nicht lange aufhalten. Es geht mir nur um eine Patientin im Rekon-Bereich, langfristige Reha nach mehrmonatiger Intensivtherapie.“
"Ich glaub, davon hab ich gehört." Die Tigerin verzog die Schnauze. „Das ist Holders Abteilung.“
„Ich weiß“, versicherte Isidor „Und ich will auch nicht, dass sie Schwierigkeiten bekommen, es ist nur...“
„Nur was?“ Die große Tigerin wirkte für einen Augenblick wie auf einem anderen Stern.
"Die Patientin leidet unter Problemen mit der Selbstwahrnehmung. Sie klagt über mangelndes Körpergefühl und extrem gedämpfte Triebe."
"Wir reden hier nicht vom Essen, nehme ich an?", fragte die Ärztin mit einem sanften, abwesenden Lächeln.
"Nein, nicht direkt, obwohl ihr Appetit gelitten hat."
"Im Grund ist es also nicht therapierelevant?"
„Ich weiß, aber die Situation lastet auf der Patientin", erklärte Isidor "und gefährdet womöglich sogar die Gesamtheilung.“
„Und dagegen soll ich einschreiten?“ Die Hände der Tigerin packten die Armlehnen ihres Stuhls. Sie versuchte es zu verbergen, doch ihre Muskeln spannten sich ruckartig an.
Isidor trat von einem Huf auf den anderen.
„Wie stellen sie sich das vor?“, fragte die Tigerin, ohne die Zähne auseinander zu nehmen. „Ich soll mich einfach so in die Abteilung eines Kollegen einmischen, und seine Behandlungsmethoden kritisieren? Dazu bräuchte ich schon einen handfesteren Grund.“
„Handfester als das Patientenwohl?“
„Handfester als ein einmaliges Vorkommnis, ohne direkten Bezug zu Doktor Holders restlichen Leistungen, ich....“ Für einen Augenblick erstarrte die große Tigerin, ihre Schnurrhaare zucken und ihr Schwanz schlang sich um den Sockel ihres Sessels.
„Warten sie einen Moment.“
Das Gesicht der Tigerin verschwand hinter ihrem Display, ihr Atem ging hörbar lauter. Mit einigen schnellen Handbewegungen rief Doktor Swanson eine Reihe von Listen auf, verlinkte sie und wischte beiseite was sich gegenseitig ausschloss.
„Sieht so aus, als hätten wir da ihr Problem." Ein Zittern lief durch ihren Schwanz. Sie wischte zwei Medikamente in eine separate Ansicht. „Hier, mögliche Nebenwirkung bei Kreuzgabe beinhaltet vorübergehenden Triebverlust. Wirkt im Vergleich zum Nutzen tatsächlich vernachlässigbar. Nichts Ernstes, erklärt aber warum man in Zukunft auf Hextrit-Mentraperidaltantat umsteigen will. Vermutlich werden nur noch die Bestände verbraucht.“
„Alte Bestände?“
„Ja, es geht schließlich keine Gefahr davon aus, aber wenn...“
„Danke Doktor, ich glaube ich sehe da eine Möglichkeit. Ohne sie mit rein zu ziehen."
Noch ehe Doktor Swanson etwas erwidern konnte, klackten die Hufe des Hirsches schon hinaus auf den Gang. Sie wartete einige Sekunden bis die Schritte verklungen waren, dann rutschte sie vom Schreibtisch zurück. Zwischen den Schubladenreihen kam das Gesicht eines Schweines zum Vorschein. Sie trug eine klassische weiße Schwesterntracht, inklusive Häubchen, und zähe Tigerinnensäfte rannen von ihrer Schnauze.
„Du solltest doch aufhören, sobald jemand reinkommt“, knurrte die Tigerin tief aus der Kehle „Das bedeutet Strafe!“
Das Schweinchen lächelte sie ehrfurchtsvoll an.
"Nur nochmal zum mitschreiben. Du willst, dass wir einfach so einwandfreie Medizin weg schütten?"
Der einschüchternde Eindruck den die Kaltblutstute verbreitete wurde nicht im Geringsten gemindert, wenn man schwarz glänzende Unterwäsche durch ihre Uniform scheinen sah.
„Nicht weg schütten“, entgegnete Isidor schnell. Alles in ihm wollte flüchten, doch unter Aufbietung aller verblieben Willenskräfte hielt er stand. „Nur eine kleine Änderung im Verwendungsdatum? Nicht mehr, nur ein, zwei Wochen oder so.“
„Oder so?“ Die Stute beugte sich vor, soweit dass Isidor den Heuriegel riechen konnte, den sie zu Mittag hatte. „Glaubst du etwa, wir haben hier Narrenfreiheit? Weißt du, was eine solche Manipulation bedeuten könnte? Warum um alles in der Welt sollte ich etwas derartiges riskieren?“
Isidor griff in seine Tasche.
Anderthalb Wochen später.
Keuchend sank die graubraune Ratte zurück auf die Barren. Isidor packte sie unter den Achseln, gerade noch rechtzeitig ehe ihre Schnauze aufprallte.
"Na also!", sagte er aufmunternd. "Das ist doch schon mal was."
"Und was soll es sein?", spuckte Alice zornig aus "Jeder Säugling krabbelt weiter als ich!"
"Ein Säugling hat auch noch nicht soviel hinter sich, wie du. Was meinst du, gleich zurück?"
Die Ratte bedachte ihn mit einem mordlüsternen Blick. Gut. Wenn schon sonst nichts funktionierte, war zumindest Hass auf den Pfleger ein möglicher Ansporn. Doch dieser verflog schnell.
Noch ehe sie sich mühsam umgedreht hatte, und ihre Pfote zum nächsten Schritt heben konnte, sank sie gegen den Barren und Isidor musste sie erneut stützen.
"Ich kann nicht mehr!", japste sie.
"Unsinn Süße!", erwiderte der MTA scharf. "Du hast den Weg hergeschafft, das war schon über die Hälfte. Jetzt gehts nur noch zurück."
"Ich kann nicht mehr", wiederholte Alice schlaff.
Isidor hielt sie weiter fest, bedachte sie jedoch mit einem abschätzigen Blick.
"Soll das nicht eher, ich will nicht, heißen?"
Ihre Antwort bestand aus einem fiependen Laut.
Isidor ließ den Griff ein wenig locker.
„Also, was kann ich dir anbieten, um dich wieder an das Ende des Barrens zu locken?“
„Kennst du irgendwelche netten Schlampen?“
Dem Hirsch zucken die Ohren. „Was?“
„Für Vinz, er...“
„Süße, denk das nicht einmal!“
„Doch! Er hat es nicht verdient, das alles nicht. Er soll wieder jemanden bekommen, jemanden, der auf seine Bedürfnisse eingeht.“
„Süße, Nein! So was darfst du nicht...“
„Was darf ich nicht?“, zischte die Ratte in jäher Wut. „Ich fühle mich verrecken, und ich ziehe ihn mit! Er hat ein wenig Glück verdient, und wenn nicht mit mir, dann eben mit einer anderen. Vielleicht diese Allana, von der er...“
„Alice, Nein!“ Die energischen Wortes des Hirsches durchschnitten die Luft wie ein Peitschenknall. „Du wirst dich nicht für tot erklären, nur weil du dich so fühlst! Das dürfen hier ausschließlich die Ärzte bestimmen, merk dir das!“
Entgegen seiner Befürchtung sah er ein vages Lächeln auf der Schnauze der Ratte.
„Und dann; brauchte dein Vinz jemals Hilfe, eine Frau zu finden? Dich eingeschlossen.“
„Nein, es ist nur...“
„Nur was?“
„Er hängt nur noch hier im Krankenhaus rum, nur noch hier oder in der Schule.“
„Und das gibt dir nicht zu denken?“
Alice setzte zu einer Erwiderung an, stockte jedoch schon beim Einatmen.
„Na also, Thema erschöpft. Zeit fürs Fresschen.“
Er hielt ihr das Medizintablett vor die Nase und füllte ihre Wasserschale.
„Wohl bekomms“
Die Ratte nahm die langgezogene Schale entgegen und betrachtete missmutig den Inhalt.
"Sag mal, bilde ich mir das ein, oder sehen einige von den Tabletten jetzt anders aus?"
Isidor zuckte mit den Schultern. "Lady, ich bin nur MTA. Wenn ich das alles einzeln hinterfragen wollte, müsste ich noch um einiges mehr an Überstunden schieben. Vertrau mir einfach. Alles streng nach Medikationsplan, versprochen."
Alice schluckte die Pillen.
Einige Tage darauf.
„Schweiget! vesetzte der König: eh hilft kein Schwätzen und Schmeichel!
Euer Frevel ist laut, und Euch erwartet die Strafe!
Habt ihr den Frieden gehalten, den ich...“
Es klopfte an der Tür.
„Ja?“ sagte die Frauenstimme, die gelesen hatte und „Nein“ eine männliche.
Isidor trat ein. „Stör ich?“
„Ja“, sagte Vinz, ehe Alice seine Schnauze zu fassen bekam. Der Kater lag auf dem schmalen Krankenbett, mit der graubraunen Ratte an seine Brust geschmiegt. Diese knickte äußerst sorgfältig eine Seite in dem kleinen Heftchen ein und legte es auf den Nachttisch.
„Entschuldige bitte diesen Banausen“, sagte Alice, streckte die Arme und zog Vinz Kopf an ihren. „Ich tue schon mein Möglichstes um zu verhindern, dass er noch tiefer sinkt.“
„Wo wäre ich nur ohne dich?“, gurrte Vinz.
„Ganz sicher nicht mehr im Leistungskurs Literatur, soviel steht fest.“
„Kann man von außen schlecht beurteilen“, meinte Isidor. „Es hat sich noch eine Lücke für eine Anwendung ergeben, und da dachte ich...“
„Hervorragende Idee!“, rief Vinz, schlüpfte aus dem Bett und sprang in die Mitte des Zimmers.
„Warte, so meinte ich doch nicht... Das ist nicht nötig, weißt du?“, sagte Isidor als Vinz vor ihm auf die Knie sank. Der schwarzweiße Kater bedachte ihn mit einem spöttischen Lächeln.
„Ach?“, zirpte er „Hab ich mich in den letzten Wochen so verschlechtert?“
„Nein, aber die Sache ist...“
„Du stellst doch nicht etwa plötzlich deine Vorlieben in Frage?“
„Unsinn“ Isidor holte Luft. „Es gibt so was wie ethische Grundsätze, weißt du? Zwischen Arzt und Patient.“
„So?“ Vinz zog eine überaus putzige Schnute. „Hast du Lauser etwa eine Doktorarbeit eingereicht, während ich nicht hingesehen habe?“
Der Hirsch gab ein misstönendes Schnauben von sich.
„Oder bin ich jetzt plötzlich ein Patient, und nicht nur ein besorgter Besucher?“ Der schwarzweiße Kater ließ seine Finger über die strammen Hinterbacken des Hirsches tanzen.
„Lass den Scheiß“, murrte Isidor.
„Also, wie ich das sehe...“, führte Vinz weiter aus „...bin ich ein überaus hingebungsvoller Freund, der sicherstellen will, dass die liebreizende, süße Alice hier nur die beste Behandlung und Aufmerksamkeit erfährt.“
„Wir bevorzugen niemand!“
„Ja, sicher doch. Dann machen wir es so, du sagst einfach Bescheid, wenn ich dich nicht mehr bevorzugen soll.“
Mit diesen Worten zog der schwarzweiße Kater die Hose des Hirsches nach unten, und stülpte seine Schnauze über dessen Felltasche. Wie ein flatternder Schmetterling tänzelte die Spitze der rauen Zunge über den zitternden Saum der Penisscheide.
Isidor schnappte laut nach Luft.
Sein Glied war noch nicht vollends hart, doch der Kater schaffte es in kürzester Zeit, den wachsenden Muskel förmlich aus seinem schützenden Futteral zu saugen.
„Fuck!“
Vinz ließ den steifer werdenden Hirschschaft dreimal tief in seine Kehle tauchen, ehe er sich zurückfallen ließ und das rote Fleisch mit der Nase an stupste.
„Genau so seh ich das auch“, gurrte der Kater. "Ganz abgesehen davon, bin ich Carnivore, und du schmeckst mir!"
Geschickt ließ Vinz den schlanken Hirschpenis über seine Nase streichen, gerade soweit um ihn mit den Schnurrhaaren zu kitzeln. Dann öffnete er den Mund und verschlang das pralle Glied in einem Haps.
Isidor schnaubte, der Kopf fiel ihm zurück und er lehnte sich mit dem Geweih gegen die Tür. Die Katzenkehle legte sich um seinen Schaft wie ein Kokon aus milchgetränkter Seide.
Mit geübter Konzentration bewegte Vinz den Kopf vor und zurück, züngelte nur wenig und ließ den Hirsch geradewegs seinen Rachen ficken. Viele Kerle mochten das, es gab ihnen das gewisse Macho-Etwas.
Beide Männer waren jedoch so abgelenkt, dass sie erst merkten was sich näherte als spitze Zähne am Hoden des Hirschen knabberten.
Vinz riss die Augen auf, etwas Warmes, Heißes war neben ihm. Er schielte nach rechts und hätte fast zugebissen. Hustend spuckte er den Hirschpenis aus und blickte fassungslos in ein grinsendes Rattengesicht.
„Du vernachlässigst immer die Eier.“
„Alice!“, brachte Vinz mühsam hervor. Lächelnd nahm die Ratte die Hand des Katers in die ihre, und führte die zitternden Finger unter den Saum ihres Krankenhemdchens. Es durchfuhr Vinz wie ein Blitzschlag, als seine rosigen Fingerspitzen über feuchten Pelz und pralle Lippen strichen.
„Alice“, wiederholte er. Die Ratte nickte ihm zu, strich ihm über die Wange und küsste seine verschmierte Schnauze. Dann jedoch führte sie ihn zurück vor den Schoß des Hirschen.
„Wir haben noch einen Gast, und wir wollen doch nicht unhöflich sein.“
„Keineswegs“, raunte Vinz und verschlang den rot geschwollenen Penis.
Isidor keuchte auf, als die Feuchte ihn umfing, und zugleich Nagezähne über seine Hoden strichen. Hinzu kamen nun noch filigrane Fingerspitzen, die mit ungeahnter Zärtlichkeit über seinen Damm tanzten.
Er brachte nicht die Kraft auf, dies lange zu genießen, es war schlicht zu viel.
Mit donnerndem Röhren entlud sich der Hirsch, und schoss seine kochende Saat tief in die Kehle des Katers. Den ersten Strang zumindest. Denn schon hatte Vinz den Kopf zurück gerissen, die Schnauze weit geöffnet, und fing nun den zweiten Schwall weißer Hirschsahne geschickt mit der ausgestreckten Zunge auf. Isidor glaubte schon den Verstand zu verlieren, da schob sich Alice an seine Seite und setzte ihre spitze Schnauze auf seinen Schaft. Gerade weit genug, um noch den Rest einer dritten Erschütterung auf zu schnappen.
Isidor fiel gegen die Tür, sein Geweih kratzte über das Synthetikmaterial.
Vor ihm kniete der Kater, nun mehr weiß als schwarz, und hob die abgemagerte Ratte auf seinen Schoß. Der Hirsch glaubte nicht, dass er in sie eindrang. Sie küssten sich nur mit fast aberwitziger Gier, und sein Samen zog zwischen ihren Schnauzen Fäden, wann immer sie sich kurz voneinander lösten.
Kraftlos schleppte Isidor sich ins Bad. Eine ganze Weile saß er nur auf der Toilette und versuchte wieder zu Atem zu kommen. Mehr aus Gewohnheit denn aus tatsächlicher Neugier zog er sein Telefon aus der Tasche. Mehrere Nachrichten waren darauf eingegangen. Die Interessantere beinhaltete das Bild einer breit gebauten Dachsfrau, der von einer riesigen Kaltblutstute ein Latexharnisch übergezogen wurde. Die Bildunterschrift lautete: „Sie kann noch nicht wieder sitzen!“ mit drei bösen Smileys.
Dann noch eine Dankesnachricht von einem neuen, gemeinsamen Account der beiden.
Lächelnd betrachtete er die Nachrichten, bis er die Kraft wiederfand sein Gesicht zu waschen. Und dann noch andere Sachen.
Als er den Waschraum wieder verließ, hingen Ratte und Kater noch aneinander wie zuvor. Fast unhörbar tuschelten sie miteinander, in den Pausen wenn sie sich gerade nicht gegenseitig das Gesicht ableckten.
„Die Trainingseinheit machen wir dann Morgen“, sagte Isidor, mehr als Feststellung gedacht, doch Vinz war anderer Meinung.
„Oh Nein!“
Der Kater stemmte sich vom Boden hoch ohne Alice loszulassen, und platzierte die Ratte am Beginn des Übungsbarrens. Dann schritt er tänzelnd auf die andere Seite, kniete nieder und öffnete weit den Mund.
„Lass nicht den Kater warten, der die Ratte verschlingen will!“
Alice grinste Isidor an und stemmte sich auf die Beine.
Der Hirsch kam ihr kaum hinterher.