Kapitel 9

Story by SethGodofChaos on SoFurry

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Kapitel 9

Neues Material

im Jahr 2022

Wie versprochen, trafen am Montag die ersten der eine halbe Woche zuvor angekündigten Lkw‘s mit dem benötigten Computerequipment im Grand Can-yon ein.

Allein das Entladen und Kontrollieren dauerte mehr als 48 Stunden und das Verbringen der Anlagenteile nochmals eine Woche. Vier Wochen später stand alles an Ort und Stelle, war angeschlossen und einsatzbereit.

„Na, Professor Walner. Ist alles zu ihrer Zufriedenheit?“, fragte Burnett an den Wissenschaftsleiter gewandt.

Der ließ sich nicht ablenken, durchschritt das Labor und strich über Transfercomputer, wandfüllende TFT-Monitore, Tastaturen, 3D-Brillen, Holoprojektoren, OP-Tische und drehte sich nach unendlichen Minuten um. „Zufrieden? Ich denke, dass dieses Wort nicht ansatzweise trifft was ich gerade empfinde. Ich glaube mit Fug und Recht sagen zu können, dass ich gerade auf Wolke 7 schwebe“, strahlte Walner über beide Ohren.

„Das freut mich. Dann weisen sie ihr Personal mal gut ein und machen sie sich ans Werk“, forderte der Colonel erfreut.

„Aber sicher doch. Jetzt sollte es nur noch vorwärts gehen. Wir machen uns gleich mal an den ersten Löwen heran und werden die DNA von Mensch und Raubkatzen geschickt kombinieren. Ich hoffe nur, dass Mister Flint zeitnah das Material für die Scans bringen kann.“

„Das wird er schon. Viel Erfolg!“ Burnett drehte sich um und verließ den Raum.

Derweil saß der Chef des Federal Bureau of Investigation in seinem Büro, hatte zwei seiner engsten Vertrauten bei sich und wälzte gemeinsam mit ihnen Akten von Straftätern und anderweitig auffällig gewordenen Personen.

„Was machen wir eigentlich mit den Personen, welche sich für diesen Transfer entscheiden?“, fragte Wrong neugierig.

„Das ist in der Tat eine gute Frage. Die dürfen natürlich nicht mehr in Erscheinung treten. Jedenfalls müssen wir dafür sorgen, dass sie nicht quatschen.“

„Und wie sollen wir das machen?“

„Schmiergelder helfen meist aus“, sinnierte Flint.

„Und was, wenn nicht?“

„Das überlassen wir dann Mister Krondal. Der kennt sich mit solchen Sachen aus und wir müssen uns keine Sorgen darüber machen, dass wir in unangenehmes Fahrwasser kommen. Aber soweit lassen wir es erst gar nicht kommen. Die betreffenden Personen werden schweigen. Abgesehen davon würde denen doch eh keiner Glauben schenken. Stellen sie sich mal vor, dass einer behaupten würde, dass sein Geist in einem anthropomorphen Tier durchs All reist. Wie hoch wäre die Wahrscheinlichkeit, dass das jemand für bare Münze nimmt?“, entgegnete Flint.

„Gleich Null“, erwiderte Wrong.

„Sehen sie und nun lassen sie uns mal weiter suchen.“

„Ja. Ich hätte da was gefunden. Es handelt sich um eine mehrfach aufgegriffene Prostituierte.“

„Lassen sie mal sehen.“

Wrong reichte die Akte rüber und Flint studierte sie ausgiebig. „Hmmm… Tanja Irina Palowskaja, Alter 32 Jahre, vor zehn Jahren aus Weißrussland eingereist, stemmt ihren Lebensunterhalt in einem Stripclub und ist als Nebenverdienst einem Schäferstündchen mit ausgesuchten Personen nicht abgeneigt. Bei einer Razzia im Rotlichtmilieu aufgegriffen, fiel durch Beamtenbeleidigung, Widerstand gegen Polizeibeamte und einen aktiven Übergriff auf einen FBI-Agenten auf. Vorstrafen sind Diebstahl und Körperverletzung, beides jedoch auf Grund von Nichtigkeit mit Bewährung geahndet.

Scheint genau die Richtige zu sein. Gute Arbeit, Mister Wrong. Suchen sie weiter.“

Der Angesprochene lächelte und vergrub sich wieder in den Akten.

„Mister Schubert. Was ist mit ihrer deutschen Gründlichkeit? Haben sie schon einen Kandidaten?“

„Na ja, wie man es nimmt. Ich habe hier scheinbar die toten Akten erwischt. Einen Kandidaten hätte ich im Angebot, aber ich finde ihn eher zweifelhaft.“

„Reichen sie mal rüber. Ich treffe die Vorabauswahl und die Endabstimmung kommt eh von Professor Walner“, forderte Flint barsch.

„Hier, Sir. Sehen sie selbst“, erwiderte Schubert kleinlaut und reichte seine Akte rüber.

„Huch!“, entglitt es Flint, „Was ist das denn für ein Kerlchen? Samuel Dan Ralson, gebürtiger Amerikaner, geboren in San Francisco, 55 Jahre alt, Auftragskiller. Geschnappt von uns vor zwei Jahren, sitzt viermal lebenslang. Ein tolles Früchtchen. Genau der richtige Anführertyp. Volltreffer, Mister Schubert. Weiter so!“

Flint selbst wurde auch fündig und hatte die Akte eines gewissen Cassan Scandler gefunden. Verurteilt wegen Drogenbesitzes und Drogenvertriebs. Genau das was er suchte.

Am Ende hatten sie eine ausgewählte Liste zusammengestellt und Flint baute eine Verbindung zu Lawrence auf.

„Hallo, Sam“, grüßte Lawrence sein Gegenüber, als er das Konterfei von Samuel Flint erkannte.

„Ich grüße dich Carl. Wir haben da einiges für Professor Walner.“

„Ah, perfekt. Bleib am Rechner, ich stelle eine Kreuzverbindung her.“

„Alles klar. Ich laufe nicht weg.“

Sekunden später stand die Leitung und Walner war nach einer kurzen Begrüßung ganz Ohr. „Schießen sie los. Was haben sie gefunden?“

„Einiges, aber lassen sie mal hören wie es bei ihnen läuft?“, fragte Flint.

„Es geht langsam vorwärts. Die Projekte sind erstmal in der Sequenzierung, dann müssen wir ausgesucht rekombinieren. Wenn alles nach Plan läuft wer-den wir die ersten Zellen in einem Jahr soweit haben, dass sie sich normal verhalten, teilen und entsprechend entwickeln. Dann dauert es nochmals einige Wochen bevor wir die Zellhaufen in die Stasisröhren verfrachten können, um dann eine gezielte Entwicklung zum erwachsenen Individuum zu forcieren. Aber für all das brauchen wir ihre Hilfe und entsprechende Personen. Es geht ja nicht nur um die Hirnscans, sondern auch um die menschliche DNA derer selbst.“

„Davon war aber anfänglich nicht die Rede“, stellte Flint argwöhnisch fest.

„Das muss sie auch nicht interessieren. Bringen sie mir die passenden Personen, lebend. Der Rest ist meine Sache.“

„Na schön. Ich hätte da einige.“

„Lassen sie mal hören, drei Beispiele reichen mir, damit ich sehe, dass sie wissen was sie tun“, forderte Walner.

„Zum einen hätte ich da eine Striptänzerin und Prostituierte. Eine echte Kratzbürste namens Tanja Irina Palowskaja.“

„Herbringen! Klingt super. Projekt 1 steht damit. Die wird eine Tigerin.“

„Dann einen Auftragskiller namens Samuel Dan Ralson.“

„Genehmigt!“, sagte Walner.

„Und dann noch Cassan Scandler, einen Drogenhändler.“

„Perfekt! Die drei nehme ich glatt ins Programm.“

„Was genau haben sie mit denen vor?“, fragte Lawrence dazwischen.

„Zunächst darf Mister Flint uns verlassen und weitersuchen. Ich habe da etwas zu sagen, was nicht für seine Ohren bestimmt ist“, ordnete Walner an.

„Okay. Sorry, Samuel, aber du hast gehört.“

„Ja, ist schon okay. Bis später Carl.“ Flint beendete die Verbindung.

„So, Professor Walner. Was ist so bedenklich, dass sie es nur mir sagen wollen?“

„Es ist die Art wie ich mit den Personen verfahren werde, denn ich allein bin der Garant für den Erfolg und ich möchte unseren FBI-Chef nicht mit Wissen belasten, was ihn unter Umständen um den Schlaf bringen könnte.“

„Das hört sich dämonisch an. Was haben sie vor, Professor Frankenstein?“, versuchte Lawrence zu witzeln.

„Lassen sie die Sprüche und hören sie einfach nur zu. Wir werden die Anthros züchten, aber wir werden zweigleisig fahren. Die Namen der Soldaten werden sich aus einer Kombination aus Vor- und Nachnamen ergeben, des Weiteren behalte ich mir vor zwei Reihen zu erzeugen.

Eine wird die Hirnscans erhalten, die andere wird die Originalhirne bekommen, nachdem wir den Klonen die natürlich gewachsenen Gehirne entnommen und die menschlichen transplantiert haben. Was am Ende besser funktioniert kann ich nicht absehen und wird sich zeigen. Auf jeden Fall werden wir beide Hirne entsprechend manipulieren und unseren Aufgaben und Zielen anpassen. Falls eine Reihe ausfallen sollte, haben wir sofort auf der anderen Reihe passenden Ersatz.“

„Professor Walner, mir fehlen die Worte. Ich dachte, dass dieser Krondal schon mehr als einen Deal mit dem Teufel abgeschlossen hat, aber sie scheinen der Teufel höchst persönlich zu sein.“

„Aber gerne doch. Abgesehen davon, ich mache hier nur meine Arbeit und sie wollen Ergebnisse sehen. Was machen da schon ein paar Menschenleben nach denen am Ende eh keiner mehr kräht?“

„Wenn ich nicht auf ihrer Seite stünde, dann würde ich jetzt vor ihnen Angst bekommen“, sagte Lawrence und hob eine Augenbraue.

„Aber nicht doch. Ich bin ein ganz liebenswürdiger Mensch, habe aber meine Prinzipien. Sie doch auch, Mister Lawrence. Und jetzt liefern sie mir ein paar Personen mehr und ich bin mehr als zufrieden. Guten Tag!“

Walner beendete die Verbindung.

Carl Lawrence saß in seinem Büro, schaute zunächst auf den Telefonhörer, legte ihn auf die Gabel, dann schaute er auf das Foto seiner Ehefrau und Kinder, drehte sich zur Flagge des CIA hinter dem Schreibtisch und zur US-Flagge, stand auf, ging zum Fenster und schaute hinaus.

‚Auf was für einen verdammten Dreck habe ich mich da eingelassen? Hätte das nicht bis nach meiner Pensionierung warten können oder wenigstens den Vorgänger erwischt haben? Warum nur ich und dann noch mit einer solchen Satansbrut.‘, sinnierte er.

Er wusste nicht was schlimmer war, dass was sie gerade taten oder der vermeintliche Feind da draußen, welcher vielleicht nicht mal ein Feind war, sondern unter Umständen wirklich nur ein neugieriger Besucher.