Kapitel 31

Story by SethGodofChaos on SoFurry

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Kapitel 31

die große Jagd

Auf Genro entschlossen sich die Wissenschaftler, trotz ihres voran geschrittenen Alters, einen Ausflug zu unternehmen. Einen Ausflug in die Wildnis, welcher dem Zweck dienen sollte, einige Untersuchungen durchzuführen.

Mit modernen Betäubungsgewehren bewaffnet, verließen Mitchell, Waters, Haddad und Freigang, als Anhängsel von Waters, die Station, hatten etwas Proviant eingepackt und verschwanden im Unterholz.

„So. Wir schnappen uns das eine oder andere Tier, nehmen eine Zellprobe und verschwinden dann schneller als wir gekommen sind. Passen sie gut auf und leisten sie sich keinen Fehltritt. Wir haben es nicht nur mit Pflanzenfressern zu tun. Mister Freigang, ist ihnen das auch klar? Wir haben genau zweitausend-fünfhundert herbivore Bovine und Equine erzeugt und ausgesetzt. Diese dürften sich mit der bereits vorhandenen Fauna vermischt haben. Ebenso haben wir es mit eintausend Carnivoren zu tun, also mit Caninen und Felinen. Was davon schon vorhanden war wissen wir bis heute nicht. Die Überraschungen könnten also extrem groß sein“, instruierte Mitchell seine kleine Gruppe.

„Dann mal Petri heil“, meinte Freigang sarkastisch und erhob sich langsam.

„Es heißt zwar Weidmanns heil, aber ich weiß trotzdem was du meinst, mein Süßer“, merkte Helena Waters noch an und stand direkt neben ihm. „In welche Richtung wollen wir denn starten?“

„Wir teilen uns auf, bilden zwei Zweiergruppen. Sobald sie Proben von zwei unterschiedlichen Arten haben, kehren sie um. Wir brauchen keinen Mengenrekord, sondern wollen nur einen ganz oberflächlichen Überblick“, erwähnte Mitchell noch, schnappte sich Haddad und ward mit ihr in östlicher Richtung verschwunden.

„Wir gehen dann mal nach Westen“, merkte Waters an und nickte ihrem Hinterherlaufenden zu, welcher es lächelnd zur Kenntnis nahm.

„Runter mit ihnen“, schrie Mitchell noch Haddad zu und riss sie mit sich zu Boden.

Es war keine Sekunden zu spät. Quer über ihre Köpfe hinweg flog wie ein Pfeil ein Raubtier und landete wenige Meter hinter ihren Rücken. Noch im Umdrehen, ertönte ein gedämpfter Knall und das Betäubungsgeschoss traf mittig in den Hinterlauf des Angreifers.

Die beiden Wissenschaftler sprangen auf und rannten wie von der Tarantel gestochen um ihr Leben, mussten einstweilen flüchten, da es einige Minuten dauern würde bis das Betäubungsmittel wirkte.

Zehn Minuten später hielten sie inne, blieben stehen und drehten sich um. Sie waren allein und das Raubtier ihnen nicht gefolgt.

„So, liebe Miss Haddad! Jetzt gehen wir zurück und hoffen, dass unsere erste Beute schlafend danieder liegt und sich piksen lässt“, witzelte Mitchell.

„Soll das beim nächsten Zielobjekt auch so funktionieren? Ich meine, dass wir schießen, dann abhauen und nach zehn Minuten hoffen, dass es schläft?“

„Genauso habe ich mir das vorgestellt.“

„Sehr beruhigend. Und was ist, wenn wir ankommen und unser Fang schläft nicht und liegt auch nicht in diesem Bereich?“

„Dann, verehrte Miss Haddad, haben wir ein ernstes Problem.“

„Ich bin eindeutig in der falschen Gruppe.“

„Nur zu und immer lächeln“, entgegnete Mitchell und lächelte aufmunternd.

Wenige Minuten später hatten sie den Fluchtausgangspunkt erreicht und waren vom Glück verfolgt. Ihre Jagdbeute lag am Boden und schnarchte friedlich vor sich hin.

„Das nenne ich mal einen Volltreffer. Eine anthropomorphe Hyäne. Die stand so nicht auf meiner Liste und muss wohl aus einer Kreuzung mit der bereits vorhandenen Fauna stammen. Sie ist noch primitiv und daher angriffslustig. Unsere Klone hätten eher den diplomatischen Weg bevorzugt. Was für ein Glück. - Kommen sie, lassen sie uns eine Probe nehmen und einige Vitalwerte“, frohlockte Mitchell und kniete sich neben den Anthro.

Haddad reichte ihm die nötigen Gerätschaften und zwölf Minuten später injizierte sie der Hyäne ein Gegenmittel. „Jetzt aber weg hier“, sagte sie noch, sprang auf, griff nach ihren Sachen und schritt voran.

„Ich habe keinerlei Einwände“, stimmte der Leiter zu und folgte ihr.

„Was meinten sie eigentlich mit dem diplomatischen Weg?“, fragte Haddad während sie sich weiter bewegten.

„Die Stasis dauerte teilweise länger als nötig, weil wir an entsprechender Stelle über die Computer ein kleines Lernprogramm initiierten. Durch dieses be-grenzte Wissen können die Anthros mit uns kommunizieren, sie sind lernfähig und quasi in ihrer weiteren Entwicklung ohne Probleme geistig erweiterbar.“

„Ah. Sie haben also das Wissen eines Erwachsenen?“

„Nicht ganz. Sie vergessen, dass die Hirnstruktur etwas einfacher ist als bei uns Menschen. Also ist die Menge an Daten angepasst an die corticale Leistungsfähigkeit. Wir wollten unseren Zoo schließlich nicht sinnlos überfrachten. Den Rest erledigen Umwelt und soziale Interaktionen.“

„Gutes Konzept“, entfuhr es Haddad.

„Psst!“, da bewegt sich etwas.

Waters und Freigang hatten wesentlich einfachere Beute geschlagen und waren mittlerweile mit zwei Proben bewaffnet. Guter Dinge, richteten sie ihre Marschrichtung neu aus und erreichten als erste die Station.

Einige Stunden später stießen Mitchell und Haddad hinzu.

„Ah!“, hub Mitchell an, „Sie sind schon da. Was haben sie denn feines mitgebracht?“

„Wir haben da eine Probe von einem anthropomorphen Stier.“

„Oh, das ist sehr gut und die zweite?“

„Von einem Einhorn, allerdings vierbeinig“, antwortete Waters.

„Oh ha. Das stand auch nicht auf der Liste, könnte aber im Nachgang vielleicht einige Fragen beantworten.“ Mitchell nickte anerkennend.

„Und was haben sie, Sir?“, fragte Freigang.

„Wir waren da etwas heftiger unterwegs. Unsere erste Begegnung fand mit einer Hyäne statt, welche nicht sonderlich umgänglich war und die zweite war auch nicht besser. Da war es ein Tigeranthro.“

„Aha. Dann hatten sie wohl den Nervenkitzel gebucht.“

„So kann man es nennen, aber wir haben was wir wollten und leben alle“, freute sich Mitchell. „Mir tat der Ausflug auf jeden Fall sehr gut.“

„Hallo, Mister Mitchell!“, ertönte eine sonore Stimme über den Gang.

Der Hybrid kam lächelnd auf die Vierergruppe zu.

„Ich grüße dich, …. du hast nicht mal einen Namen“, gab Mitchell kleinlaut von sich.

„Das ist nicht schlimm.“

„Wenn wir ihn Anthro nennen würden, dann wäre allen geholfen“, intonierte Waters.

„Gut, dann machen wir es so. Wir nennen dich Anthro, allerdings ist das kein offizieller Name“, legte Mitchell fest und begab sich mit den Proben zum Großlabor.

Der begonnene Tag zog sich und die Untersuchungen brachten erstaunliche Ergebnisse, welche er am Abend in seinem Quartier dem Logbuch anvertraute.

„Leitender Wissenschaftler, Doktor Robert Mitchell, Datum 10.09.2303.

Wir haben verschiedene der von uns geklonten Tiere eingefangen, um sie zu untersuchen. Wir können bisher keinerlei Unregelmäßigkeiten feststellen. Alle Tiere sind topfit und zeigen keinerlei Ausfallerscheinungen. Das Wesen hat unsere ganze wissenschaftliche Bücherei durchgelesen und hat den Stoff mehr als gut verarbeitet. Ich fürchte jetzt um meine Position.“