Camilla - Die Eroberin, Kapitel 18

Story by SethGodofChaos on SoFurry

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Kapitel 18

„Ah. Es freut mich die gleichen Gesichter wohl behalten wiederzusehen“, intonierte Styx Grool, als er die Gruppe erkannte. „Kommen sie, ihre Liegen sind bereit.“

„Und sie sind immer noch der selbe Schleimer. Muss wohl am Gepardenblut liegen“, stichelte Camilla und legte sich hin.

„Das Exoskelett für Anubis ist übrigens fertig und muss noch leicht angepasst werden.“

„Hervorragend“, mischte sich Anuset von seiner Liege aus ein.

„Klappe jetzt“, rief Isis dazwischen. „Erstmal wird es interessant und danach probieren wir alles aus.“

„Sehr wohl“, flötete Camilla gespielt unterwürfig.

Sanft tauchte der Kreuzer in die äußeren Schichten der Sirius-A-Atmosphäre ein, leuchtete seine Hülle leicht gelblich auf, zogen die Reibungsflammen lange Schweife.

Ein deutliches Vibrieren ging durch den Schiffsrumpf, durchpflügte jedes Deck und jede Sektion mit einem kleinen Erdbeben.

Zehn Minuten später beruhigte sich alles, zog der Kreuzer gleichmäßig seine Bahn durch die Atmosphäre, waren die Flammen erloschen.

„Achtung! An alle Passagiere! Der Eintritt in die Planetenatmosphäre ist beendet. Wir beginnen jetzt mit einer Umrundung und sinken weiter. Der Landeplatz ist bereits freigegeben und zugewiesen.“

„Na dann mal hoch“, forderte Isis auf und befreite sich von ihren freiwilligen Fesseln.

„Alles in Ordnung bei euch?“, fragte Camilla mehr rhetorisch.

„Alles super, Schwesterchen“, rief Stephen und Butler Frank hob nur einen Daumen nach oben.

Lediglich Anuset sah etwas blass um die Nase herum aus. „Irgendwie kann ich mit meinem jetzigen Zustand nichts anfangen“, intonierte er.

„Wie meinst du das?“, fragte Camilla besorgt.

„Es muss an meinem biologischen Körper liegen“, fuhr der Taur fort, „ich habe ein komisches drückendes Gefühl im Körper.“

„Oh nein“, mischte sich Greta ein, welche hinzugetreten war, „dem Göttlichen ist schlecht.“

„Mir ist was?“, fragte Anuset.

„Dir ist einfach schlecht. Dein Körper kannte das Gefühl beim Wiedereintritt in eine Atmosphäre und deren Turbulenzen nicht. Da ist diese Reaktion normal.“

„Und jetzt?“

„Kommt ganz drauf an, wie schlimm es ist. Entweder legt sich der Zustand schnell oder du stehst auf und kotzt“, erwiderte Greta lapidar.

„Oh nein. Mein Gemahl wird sich jetzt nicht vor allen Leuten übergeben“, knurrte Camilla und küsste ihn vorsorglich. „Wenn du jetzt kotzt, dann steinige ich dich.“

„Eher ist mir jetzt nach etwas anderem zumute“, stellte Anuset fest.

„Sehr gut“, fühlte sich die Fuchswölfin bestätigt und klopfte ihrem Gott-Taur auf den Hintern.

„Lass uns zur Suite gehen und die Sachen vorbereiten. – Styx Grool du kommst mit“, forderte Anuset auf.

„Mach ich und ich bringe auch das Skelett mit“, bestätigte der Gepard und verließ den Raum.

In Camillas und Anusets Suite hatten sich schließlich alle versammelt und begannen zu diskutieren.

„Haben wir schon eine Fähre?“, fragte Camilla an Onari gewandt.

„So viel wie ich von Degreen weiß, hat er schon einen Kontakt auf einem entlegenen Hafen hergestellt und auch etwas passendes gefunden“, erwiderte die Hyäne.

„Bewaffnung?“, hakte die Fuchswölfin nach.

„Nichts Aufregendes. Ein paar Laser und einen Impulswerfer.“

„Reicht das?“, fragte Camilla kurz an Anuset gewandt.

„Wie gesagt. Meine Truppen bestehen aus Mumien und Zombies, da sollten die Laser eigentlich reichen. Genaues werden wir auf der Oberfläche von Sirius B erleben.“

„Wie ich mich darauf freue“, murmelte Camilla.

„Wir alle, mein Schatz“, munterte Anuset sie auf. „Styx, wie wäre es mit meinem Exoskelett.“

„Ah, sehr schön, dass sie es ansprechen“, hub der Gepard stolz an. „Es unterstützt die Vorder- und Hinterbeine sowie den Rücken. Der Torso bleibt unberührt.“

„Das hört sich sehr gut an. Ich will es ausprobieren“, sagte Anuset und baute sich neben der Biotronic auf.

Nachdem das Skelett mit dem Körper verbunden war und die Steuerungssensoren auf der Haut verankert, lief der Taur etwas durch den Raum.

Leise summten die Servomotoren und zischte die Hydraulikflüssigkeit.

„Also bitte“, knurrte Camilla, „da hättest du auch gleich ein Roboter bleiben können.“

„Oh, vermisst du meine mechanischen Komponenten so sehr?“, fragte der Taur leicht sarkastisch.

„Nein, so meinte ich das nicht. Aber die Geräusche erinnern mich sehr stark an den früheren Anuset, also an den Big Dog Supreme Plus.“

„Den gibt es nicht mehr, aber dafür muss ich jetzt zum Tragen der Lasten jene Komponenten außen am Körper tragen, welche ich zuvor in mir hatte.“

„Touchè“, erwiderte Camilla und hob die Hände.

„Übrigens“, wandte sich Anuset an Isis, „wie ist das eigentlich mit Taxon?“

„Was soll mit denen …“, hub die menschliche Göttin an und verstummte kurz.

„ … ich bin ganz Ohr …“, ging der Taur kurz dazwischen.

„ … das wird noch lustig“, fuhr sie fort, „an die habe gar nicht mehr gedacht.“

„Das läuft wohl auf Schadensersatz hinaus“, mutmaßte Stephen.

„Auf was will Taxon klagen? Das wir einen ihrer BD’s dank göttlicher Magie zu einem Lebewesen transformiert haben? Da bin aber mal gespannt“, stellte Camilla fest.

„Vielleicht klagen sie auf Schadensersatz wegen Beschmutzung durch Körperflüssigkeiten“, witzelte Greta.

„Oder Verführung Minderjähriger“, warf Frank ein, „Wir dürfen nicht vergessen, dass der Supreme Plus frisch vom Werk kam.“

„Oh ja, das ist gut“, entfuhr es Camilla, „Die Queen hat nicht nur mit einem Roboter Unzucht betrieben, sondern sich auch noch an einem wenige Tage alten Fabrikmodell vergangen.“

„Ich bitte dich“, knurrte Anuset, „Fabrikmodell … Das Modell war Seth und bei der Anlieferung bei dir auch noch Anubis. Damit war die KI voll-Shizo und nicht mehr zurechnungsfähig.“

„Du meinst, die hätten dich eh zurückgezogen“, murmelte Styx.

„Genauso ist es“, bestätigte Anuset. „Daher bin ich eh abgeschrieben und man sogar noch die Verschrottungskosten gespart.“

„Ich liebe dich, mein Schrotthaufen“, säuselte Camilla und strich ihrem Taur über die Brust.

„Ich dich auch, mein wuscheliges Mädchen.“

„Sehr schön, bringt uns aber nicht weiter“, intonierte Isis, „Was machen wir mit Nephtys?“

„Wir sind noch in den höheren Schichten“, hub Onari an und tippte sich überlegend auf die Nase, „Wie wäre es, wenn wir sie einfach über Bord werfen und verglühen lassen?“

„Wie fies bist du denn?“, entrüstete sich die Ratte Greta.

„War ja nur eine Idee“, entschuldigte sich die Hyäne und gab dem Rattenmädchen plötzlich einen hingebungsvollen Kuss.

„Da fügt sich eins zum anderen“, murmelte Camilla und grinste versonnen.

„Trotzdem müssen wir Nephtys los werden“, stellte Anuset fest. „Die bringt uns alle in Gefahr.“

„Ich könnte versuchen auf Sirius A mit Horus Kontakt herzustellen“, sinnierte Isis.

„Würde das gehen?“, fragte Camilla, während Onari die Augen verdrehte: „Also doch das ganze Figurenset.“

„Ich versuche es einfach. Allerdings weiß ich nicht wie er sich uns zu erkennen geben wird.“

„Als Falke?“, fragte Stephen.

„Mit Sicherheit nicht. Das wäre zu auffällig. Beim vorletzten Mal, was jetzt einige hundert Jahre her ist, da war er als Anthro-Falke unterwegs und auf der Erde beziehungsweise auf dem Planeten Genro. Unser letztes Treffen fand auf einem Hinterhof statt, zwischen ein paar Mülltonnen.“

„Nicht gerade das, was man von einem Gott erwartet“, stellte Camilla fest.

„Eben drum“, erwiderte Isis, „eine bessere Tarnung hätte sich der Falke nicht ausdenken können. Ebenso bin ich Isodora, Anuset ist nur ein Taur und Nephtys… vergessen wir einfach, dass sie eine Göttin ist“, konstatierte die bleiche Frau.

„Trotzdem ist sie an Bord und nicht einfach zu ignorieren“, sagte Camilla mit einem gebieterischen Unterton.

„Ich sag doch, einfach rauswerfen“, warf Onari nochmals in den Raum.

„Miss Onari, ich darf doch bitten“, entrüstete sich Frank Simson, „selbst für eine KI wie mich ist es unwürdig einen solchen Gedanken zu hegen.“

„Frank, sie unterliegen auch den Robotergesetzen“, warf Camilla ein.

„Ah ja, aber für ihren Taur galt das nicht?“

„Wie meinen sie das?“, hakte die Fuchswölfin nach.

„Geheimniskrämerei, Lügen, falsche Identitäten, Sex, Pornographie, Zurschaustellung seiner männlichen Attribute. Ich würde das im krassen Gegensatz zu den ach so berühmten assimowschen Robotergesetzen sehen. Im schlimmsten Fall hätte er vielleicht noch ein Lebewesen geschädigt oder geopfert.“

„Nein, so weit wäre er nicht gegangen“, milderte Camilla ab.

„Ach ja? Hat ihr Anuset nicht geschworen, dass er ihnen niemals ein Leid zu fügt? Aber was ist mit dem emotionalen Schaden durch seine Täuschungen?“, erklärte sich Frank Simson sichtlich verbittert.

„Das war aus der Not heraus“, ging Anuset dazwischen. „Abgesehen davon. Wenn es nach Isis gegangen wäre, dann würde jetzt erst alles ans Tageslicht kommen. Solange hätte ich eine Rolle und ein Versteckspiel spielen müssen. Aber da und das sage ich nicht nur, um sie zu beruhigen, kam mir mein Gewissen in die Quere.“

„Meinetwegen“, seufzte Frank und winkte ab.

„Ganz großes Kino“, hub Camilla an, „trotzdem haben wir Nephtys‘ Status nicht geklärt.“

„Wenigstens ist unter uns alles geklärt“, knurrte Frank Simson.

„Frank“, wandte sich die Fuchswölfin direkt an ihren Butler, „ich habe sie noch nie wirklich emotional erlebt.“

„Miss Queen! Dann gebe ich folgendes zu bedenken. Wenn dieser Auftrag zu Ende ist, was ist dann? Sie sind mit Anuset zusammen. Bleiben sie auf Queen-Manor und führen die Tradition ihrer Eltern fort, sind immer wieder auf Abenteuertour, an die ich mich gewöhnt habe oder ziehen sie Kinder groß und werden plötzlich bodenständig?

Was ist mit ihrem Stiefbruder Stephen Fang? …“

„Anwesend“, mischte sich der Wolfsrüde ein.

„… Sehr wohl Mister Fang. Aber bleiben sie bei Miss Isis und verschwinden sie auf nimmer Wiedersehen oder bleiben sie auch auf Queens mit Miss Isis zusammen? Ihnen würden Abenteuer und auch Kinder ebenso gut zu Gesicht stehen“, schloss der künstliche Dobermann ab.

„Daher weht der Wind“, hub Camilla an, ging zu Frank und umarmte ihn fest. „Sie fühlen sich überflüssig.“

„Danke, Miss Queen. Wie ich gerade bemerke, scheine ich mit meinen Gedanken zu ihnen durchgedrungen zu sein. Zumindest haben sie bemerkt, dass ich vollkommen allein dastehe und kein Pendant zu mir existiert.“

„Nephtys!“, rief Onaris plötzlich.

„Was ist mit der?“, fragte Camilla leicht irritiert.

„Genau“, mischte sich Stephen ein. „die ist doch asexual, zumindest bei Seth war sie es.“

„Du meinst …“, begann Isis zu überlegen.

„… wir könnten sie mit Frank verkuppeln“, führte Camilla den Gedanken zu Ende.

„Miss Queen! Ich muss doch sehr bitten“, entrüstete sich der Dobermann. „Ich bin zwar künstlich, aber nicht blöde.“

„Sie haben aber genug Ruhe und Erfahrung, um mit jemandem wie ihr umzugehen“, gab Camilla zu bedenken.

„Danke für die Blumen, Miss Queen. Ich nehme es als Kompliment. Trotzdem gebe ich zu bedenken, dass ein Umgang mit dieser Person äußerst schwierig ist.“

„Sie schaffen das schon. Habe sie mit ihr überhaupt schon gesprochen?“, fragte Camilla.

„Nein“, erwiderte Frank.

„Miss Onari, könnten sie Nephtys hierher bringen?“

„Sie wollen was?“, fragte die Hyäne etwas unwirsch.

„Nephtys? Hierher? In diese Suite?“, bohrte die Fuchswölfin nach.

„Auch das noch“, seufzte der erste Offizier und hob die Arme, „Ich gehe sie holen.“

Während die Hyäne den Raum verließ, griff sie zum Funkarmband: „Erster Offizier an Security, wir treffen uns bei Kabine 2.2.10, wir holen Nephtys.“

Bevor die Tür sich schloss hörten die Anwesenden noch die sehr widerwillige Bestätigung, dass es wohl ein schlechter Scherz sein muss, da man diese Person doch erst in Gewahrsam gesetzt hatte.

„Und sie wollen allen Ernstes diese Person an mich verweisen?“, fragte Frank Simson nochmals ungläubig.

„Ja. Sie sind genau der Richtige. Sie werden diese Giftspritze schon einfangen.“

Der Blick des Dobermanns war nicht zu deuten, aber man hätte den Eindruck bekommen können, dass er kurz vor einem Nervenzusammenbruch stand.

Minuten später klopfte es an der Tür.

„Herein“, rief Camilla.

Onari und ein Löwe des Security-Teams traten ein, im Schlepptau die leicht gereizte Göttin Nephtys.

„Was wird das denn jetzt?“, schnauzte Nephtys.

„Entspann dich. Wir sind nicht hier um über dich zu richten oder die Vergangenheit durchzukauen“, warf Anuset ihr entgegen.

„Was dann?“

„Miss Nephtys“, flötete Camillas Butler plötzlich aus seiner Ecke.

„Wer sind sie denn?“, fragte die Göttin leicht genervt, aber irgendwie interessiert.

„Ich bin Frank, Frank Simson und Miss Queens Butler. Ich freue mich sie kennenzulernen.“

„Ah der Butler dieser furchtbaren Person“, konstatierte Nephtys.

„So schlimm sind wir alle nicht und sie auch nicht“, säuselte Frank geschickt.

„So so. Jetzt machen sie mich aber neugierig“, erwiderte die Frau ungewohnt milde.

„Miss Nephtys, wollen wir denn zum Speisesaal gehen und uns bei einem Glas Wein unterhalten?“

„Aber sicher doch. Mir scheint, dass sie meiner würdig sind und meine Anwesenheit zu schätzen wissen.“

„Dann haken sie sich doch unter und begleiten mich.“

Die Göttin tat dies unverzüglich und entschwebte mit Frank Simson, dessen Blick über seine Schulter jedoch eines sagte: ‚Das kostet extra.‘

„So“, hub Camilla an, nachdem sich die Tür geschlossen hatte, „das ging ja schneller als gedacht.“

„Armer Frank“, sinnierte Stephen, „Was ist, wenn die merkt, dass er künstlich ist?“

„Die steht drüber“, entfuhr es Isis und veranlasste sie sich schnell auf die Unterlippe zu beißen.

Stephen sah sie schief an und nickte langsam.

Isis wurde daraufhin leicht rot im Gesicht. „Schau mich nicht so an.“

„Du stehst auch sehr oft über den Dingen“, schlussfolgerte der Wolfsrüde zielsicher.

„Ich hatte gehofft, dass wir das überwunden hatten“, sagte Camilla.

„Hatten“, betonte Anuset, „Das wichtigste Wort in deinem Satz ist ‚hatten‘.“

„Lasst uns was essen und dann zur Brücke gehen“, beschloss Camilla und ging zur Tür. „Wer kommt mit?“

„Was soll denn diese Frage?“, warf Anuset ein und folgte ihr, während sich alle anderen anschlossen.

Am Speisesaal angekommen schauten sie sich um. Es war relativ leer und daher überschaubar.

„Da schau her“, entfuhr es Isis. „Sieht so aus, als ob dein Butler bei Nephtys punkten würde.“

In der Tat saßen Dobermann und menschliche Göttin an einem Zweier-Tisch, tranken Wein und schienen sich hervorragend zu unterhalten. Selbst als Nephtys merkte, wer den Raum betrat, war es nicht die aufbrausende Art wie sie sie bei ihrer Ankunft an den Tag gelegt hatte. Es war eher ein neutraler Blick über die Schulter und sogar ein leichter Anflug von einem Lächeln. Wobei man bei letzterem eine gehörige Portion sehr guten Willens mitbringen musste, um dieses zu erkennen.

Die Gruppe entschloss sich, weit ab der beiden Platz zu nehmen und das Duo zu ignorieren.

Leider hatten sie die Rechnung nicht mit Nephtys gemacht, denn stand plötzlich auf, schien sich bei Frank kurz zu entschuldigen und marschierte zielstrebig auf den Tisch der Gruppe zu.

Anusets Blick erstarrte.

„Lass mich raten“, hub Camilla leise an, „Giftspritze im Anflug?“

Der Taur nickte nur leicht, schwieg.

„Das kann ja heiter werden.“

„Hallo ihr“, hub Nephtys an und baute sich mit verschränkten Armen neben Camilla auf, sah zu ihr hinab. „Ich wollte mich nur bei euch bedanken.“

„Ehm …“, brachte die Fuchswölfin hervor und war irritiert.

„Frank ist wirklich eine erstklassige Gesellschaft und ihr hättet ruhig sagen können, dass er künstlich ist.“

„Wir wollten ihm nicht die Überraschung nehmen“, murmelte Camilla leise.

„Nicht schlimm. Gerade das macht ihn umso interessanter. Er ist einer gehobenen Göttin wie mir ebenwürdig. Ich weiß gar nicht warum er dein Butler ist, liebe Camilla. Dein Fell kannst du dir bestimmt auch selbst bürsten oder in Zukunft von deinem Anuset bürsten lassen.“

„Der bürstet nicht nur mein Fell“, erwiderte die Fuchswölfin und hob eine Augenbraue.

„Mach doch was du willst. Ich brauche solche primitiven Gelüste nicht. Mir reicht der geistige und seelische Erguss, während du den des Fleisches benötigst.“

„Du bist die Freundlichkeit in Person, liebste Nephtys“, säuselte Camilla zynisch.

„Aber sicher doch. Und jetzt werde ich zu meinem Franky-Boy zurückkehren und mich an seinem überragenden Intellekt ergötzen. Ich empfehle mich.“

„Okay!“, murmelte Camilla und drehte sich wieder zum Tisch, nachdem sie der Göttin sprachlos hinterher geschaut hatte. „Die scheinen wir los zu sein und Frank hat auch seinen Spaß.“

„Ganz sicher“, sagte Stephen gedehnt und zeigte in Richtung des Zweier-Tisches.

Alle schauten hin und nicht mehr weg. Camillas Butler Franky-Boy und plötzlich zynisch-charmante Giftspritze Nephtys saßen sich gegenüber, hatte die Göttin ihr Weinglas zur Seite gestellt, sich über den Tisch gebeugt und küsste den Dobermann langanhaltend und sichtlich zartfühlend.

„Das ist jetzt nicht wahr“, stammelte Isis.

Camilla drehte sich wieder zur Mitte ihres Tisches und wirkte verstört. „Ich habe einen schrecklichen Fehler gemacht.“

„Und wie du den gemacht hast“, entgegnete Anuset. „Merkst du eigentlich, dass du ständig Fehler machst, die sich im Nachgang als die einzig korrekte Entscheidung herausstellen?“

„Du meinst, dass ich zu sehr an mir zweifle?“

„Genau, mein Schatz.“

„Denkst du, dass das ein Fehler ist?“

„Nur diejenigen die voller Fehler sind, denken, dass sie fehlerfrei sind und hinterfragen ihre Handlungen nicht.“

„Allerdings kann zu viel Hinterfragen die Entscheidungsfreude blockieren?“, fragte Camilla und erhielt von Anuset ein energisches Nicken.

„Und dass dein Butler oder sollte ich sagen Ex-Butler keine Geschlechtsorgane hat, was Nephtys angeblich überhaupt nicht stört, lässt sich später noch ändern“, warf Isis in die Runde.

„Oder jetzt gleich“, mischte sich Stephen wiederholt ein und zeigte erneut zu Nephtys‘ und Franks Tisch.

Diesmal bewegte sich Frank Simson auf die sitzende Gruppe zu und hatte die volle Aufmerksamkeit von Camilla Queen, Anuset, Isis, Stephen Fang, Onaris und Greta.

„Hallo, ihr Lieben“, begann der Dobermann.

„Hallo zurück“, entgegnete Isis, „Was können wir für dich tun?“

„Isis, haben sie noch einige von ihren Nanorobotern? Ich meine die, die körperliche Umwandlungen hervorrufen können?“

„Was haben sie denn vor, wenn ich fragen darf?“

„Um ihre Neugier zu befriedigen … ich plane nicht nur einen, sondern in Zukunft sehr viele lauschige Nächte mit Nepy.“

„Nepy? Frank, wie kommen sie denn auf diesen Kosenamen?“, entsetzte sich Camilla.

„Den Namen bot mir Miss Nephtys selbst an“, hüstelte Frank Simson leicht.

„Sie alter Schwerenöter. Da schau her. Isis?“, gab die Fuchswölfin leicht abgehackt von sich.

„Kommen sie in einer Stunde in meine Kabine. Ich habe da noch das Richtige für sie“, forderte Isis auf.

„Sehr wohl Miss Isis. Ich empfehle mich bis dahin.“

„Jetzt will der Dobermann plötzlich ganz Mann sein, nichts mehr mit Wecker“, murmelte Camilla in Gedanken vor sich hin.

„Die richtige Frau holt aus uns Männern immer das männliche hervor“, floskelte Stephen.

„Und ihr Kerle aus uns Frauen immer das zutiefst weibliche“, ergänzte die Fuchswölfin und schaute ihren Taur an. Plötzlich schaute sie finster zu Stpehen: „Was soll das denn heißen?“

„Was meinst du?“, fragte Stephen irritiert.

„Meinst du, dass ich nicht Frau genug bin?“

„Wie kommst du darauf?“

„Weißt du wie oft Frank beim meinem Schenkelbreit- und Fingerreinraus-Spiel plötzlich anwesend war und alles gesehen hat?“

„Schwesterherz, das ist etwas was ich nicht wissen wollte, aber danke für die Information und du weißt wie ich meine Aussage meinte.“

„Vielleicht hatte er doch mehr empfunden als er zugegeben hatte“, sinnierte Camilla.

„Mit Sicherheit, aber er ist halt ganz Butler und weiß was sich gehört“, schlussfolgerte Stephen.

„Egal“, ging Isis dazwischen, „er bekommt seine Nanobots und kann mit Nephtys machen was immer beide möchten.“

„Und wir gehen jetzt auf die Brücke. Ich möchte die Landung direkt erleben“, hub Anuset an und stand auf.