Kapitel 14

Story by SethGodofChaos on SoFurry

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Kapitel 14

Betrug

„Ja, ganz großartig“, spuckte Wotan, „Was ist mit meinem Partner?“

Horves, der gerade zurückkehrte konnte die Antwort geben. „Er ist in guten Händen. Ich habe ihn zur Ebene -6 gebracht. Er schwimmt in Stasis, aber er lebt.“

Wotan sträubte sich das Fell. „Wie konnte das passieren?“

Cyron schluckte. „Ich habe mich geirrt. Der angebliche Cyron aus der Fremddimension war eine Falle. Der Aktivierungscode war zwar richtig, aber das Ergebnis war keine Unterstützung, es sollte unsere Vernichtung sein.“

„Verdammt, verdammt, verdammt... Wem soll man da jetzt noch trauen?“, fragte Lyra, die zwar verletzt am Oberschenkel war, aber es vorzog trotzdem bei der Truppe zu bleiben.

„Das ist eine gute Frage. Aber die nächste ist... Was wird jetzt aus den Kampfanthros? Die kommen von Ebene -40 nicht mehr hoch und stehen unter direktem Beschuss, wenn sich die Angreifer nach unten verirren.“

„Das komplette Fiasko. Wir sind abgeschnitten, kommen nicht in den Hangar und haben keine Chance auf Verstärkung“, knurrte Apophis.

<„Cyron an Sadral.“>

<„Sadral hier“>, kam die Stimme des Löwen aus dem Funkgerät.

<„Wo seid ihr?“>

<„Auf Ebene -40 und wir gedenken es auch nicht zu ändern. Zumindest nicht im Moment.“>

<„Gut, bleibt erstmal da. Wir versuchen eine Lösung zu finden.“>

<„Alles klar. Sadral, Ende.“>

„Saubere Arbeit“, lobte Hadron, „Aber wie soll es weitergehen?“

„Fakt ist, dass wir betrogen wurden“, sinnierte Cyron, „Wir sind abgeschnitten und haben einen wichtigen Teil der Basis an den Feind verloren.“

„Ja, das haben wir. Wie lange wird das Tor standhalten?“

„Gute Frage. Ich würde sagen, mindestens zwei Stunden, wenn die Einheiten es denn unter Dauerbeschuss nehmen. Allerdings höre ich bisher nichts.“

„Ja. Es ist unangenehm still. Ist es im Rahmen des möglichen, dass die Messerdrohnen und Kampfeinheiten die Station kennen und einen anderen Weg ins Innere finden könnten?“, fragte Hadron.

„Schon möglich....“

„Die Belüftungsschächte ....“, sinnierte Sandra.

Apophis sah die Einhornstute durchdringend an und schloss die Augen.

Er griff nach dem Funkgerät seines Großvaters, nahm es an sich. <„Apophis an Kira.“>

<„Kira hier. Wie sieht es bei euch aus?“>

<„Wir haben den Hangar verloren. Da tummeln sich jetzt acht Kampfeinheiten und siebenundzwanzig Messerdrohnen. Wobei ich mir bei den Drohnen nicht ganz sicher bin. Es ist hier verdammt still und es liegt im Bereich des möglichen, dass sich die Drohnen einen Weg durch die Belüftung suchen.“>

<„Okay. Wir sind nicht unbewaffnet und wissen jetzt Bescheid. Kommt hierher zurück.“>

<„Das ist eine sehr gute Idee. So machen wir es.“>

Während sich die Chafren auf den Weg zur Ebene -6 machten und die Kampfanthros sich wieder über die Ebene -40 verteilten um diese abzusichern, rief Kira übers neu hinzugekommene Intercom die Ra-em.

<„Sitral hier“>, hörte man die Stimme der Schneeleopardin.

<„Hier ist die halbe Urwaldbasis. Wir haben ernste Probleme.“>

<„Lass hören, wir sind Sorgen gewohnt.“>

<„Wir haben den Hangar verloren und sind abgeschnitten.“>

<„Wie das?“>

<„Cyron hatte eine Nachricht aus einer anderen Dimension erhalten, versehen mit einer Codierung zur Aktivierung von zehn Kampfeinheiten und dreißig Messerdrohnen. Das ganze war jedoch ein Betrug.“>

<„Okay, bekommt ihr das allein hin?“>

<„Keine Ahnung. Wir warten erstmal ab.“>

<„Ich versetze unser Schiff in den roten Alarm.“>

<„Alles klar. Notfalls müsst ihr uns raus boxen.“>

<„Wird schon schief gehen, kleine Luchsin.“>

<„Ich hoffe es. Kira, Ende.“>

Sitral sah sich kurz auf der Brücke um, sah zu Goran und dann zu Surat.

Beide, der Schakal und der Elch schauten unglücklich.

Die Schneeleopardin ging zur Alarmkonsole des Captainsessels und schlug entschieden auf den Auslöser.

Die Alarmsirene heulte auf. <„Sitral an die gesamte Besatzung der Ra-em. Alarmstufe Rot, ich wiederhole Alarmstufe Rot. Das gesamte Sicherheitspersonal in erhöhte Waffenbereitschaft. Genro unterliegt einem Oberflächenangriff.“>

Drekal betrat in diesem Moment die Brücke. „Was ist passiert?“

Sitral berichtete kurz.

„Sehr gut gehandelt“, kam die knappe Reaktion der Wölfin.

Die zweite unbemannte Sonde hatte die Oberfläche von Cyndra erreicht und schwebte jetzt in einer Höhe von fünfzig Metern über dem Boden, was nach Angabe von Seth beruhigender sein sollte.

„Vielleicht kommen wir jetzt weiter“, betonte er sein Vorhaben nochmals.

„Ich will es hoffen. Die Sonde scannt jetzt weiter entfernte Bereich und registriert wieder eine Bewegung.“

„Bring sie in die entsprechende Richtung und steige auf hundert Meter“, befahl Seth.

„Aye! Ich beschleunige die Sonde und steige auf“, bestätigte Althais.

„Gut so.“

„Die Bewegung bleibt konstant. Was immer es ist, es nimmt diesmal keinerlei Notiz von uns.“

„So soll es auch bleiben. Schon Daten was es sein könnte?“, fragte Seth neugierig.

„Es ist auf jeden Fall eine Lebensform.“

„Soweit waren wir schon mal.“

„Wir sind weiter. Die zweite Sonde hat den Absturzort der ersten gerade erreicht.“

„Schweben und den Ort untersuchen.“

„Aye! Ich scanne. Es ist eindeutig unsere erste Sonde. Oh, sie sieht nicht gut aus.“

„Inwiefern?“

„Die Zerstörung ist gänzlich. Laut den Daten ist sie sauber zerlegt und in tausend Einzelteilen. Was immer sie getroffen hat, es scheint ein gezielter Angriff gewesen zu sein.“

In dieser Sekunde flog etwas durch das Bild der Sonde.

„Was war das? Schnell, zoomen.“ Seths Stimme entbehrte nicht einer gewissen Jagdlust.

Das Bild änderte sich und man erkannte Einzelheiten. Ein großes Wesen stand direkt unterhalb der Sonde und beobachtete sie.

„Was ist das für ein Ding?“

„Ich scanne im Infraroten.“

Mehr und mehr Details wurde sichtbar.

„Es hat auf jeden Fall Beine. Ich erkenne acht Stück, zwei riesige Scheren und einen langen, platten Schwanz. Der Körper ist oval, nach hinten verschmälernd.“

„Hä?“

„Wenn du mich fragst, dann sieht es nach einem gigantischen Hummer aus.“

„Ein Hummer der springen kann und der aus zehn Metern Höhe eine Forschungssonde vom Himmel holt. Das nenne ich mal einen Hummer.“

„Ich kann nur die Daten wieder geben die ich übermittelt bekomme.“

„Ruf die Sonde zurück. Wir gehen mit einem Stoßtrupp runter. Das will ich persönlich sehen.“

„Bei allem Respekt Captain. Ich werde es nicht zu lassen, dass du runter gehst.“

„Du bist mein erster Offizier und ich der Captain ...“

„... ja“, unterbrach ihn Althais schroff, „aber als erster Offizier ist es meine Pflicht dich zu schützen und dir in diesem Fall dringend anzuraten nicht auf den Mond zu gehen. Im Fall eines Fall brauchen wir eine funktionierende Kommandostruktur. Da bist du als Captain unabdingbar.“

„Ja, das ist richtig. Ich kenne deine Einwände. Aber ich bleibe dabei und gehe auf die Oberfläche. Ruf das passende Personal zusammen. Ich will in spätestens fünfzehn Minuten landen.“

„Aye ... Captain“, entgegnete der Esel mürrisch.

Drekal hatte Sitral im Kommandosessel abgelöst und in die Freizeit geschickt.

Jetzt saß sie da und grübelte vor sich hin. „Goran“, wandte sie sich an den Schakal, „stell mir eine Verbindung zur Re-harachte her.“

„Verbindung kommt.“

Unwesentlich später stand die Verbindung und auf dem Wandschirm tauchte Althais auf. <„Captain Drekal. Was verschafft uns das Vergnügen.“>

<„Wo ist Captain Seth?“>

<„Der ist mit zwei Leuten unseres Sicherheitspersonals und unserer Exo-Biologin auf dem Weg zum Planeten. Besser gesagt, er macht sich fertig um zu landen.“>

<„Das würde ich nicht machen, wenn euch euer Leben lieb ist.“>

<„Das habe ich auch zu Bedenken gegeben, aber er lässt sich davon nicht ab-bringen.“>

<„Habt ihr denn überhaupt was herausgefunden?“>

<„Ja. Zwar nicht viel, aber was wir haben ist mehr als merkwürdig.“>

<„Und was gibt es?“>

<„Wir haben eine Sonde verloren, die zweite zeigte uns ein Lebewesen, welches in seiner Grundform einem übergroßen Hummer ähnelt.“>

<„Übergroßer Hummer?“>

<„Ja.“>

<„Toll. Gibt ein Festbankett. Fragt sich nur auf wessen Seite.“>

<„Du baust mich nicht gerade auf.“>

<„Ich habe meine Gründe. Die Chafren auf Genro haben einen wichtigen Teil der Station an den Feind verloren.“>

<„An welchen der Feinde?“>

<„An einen Feind, der wie es scheint ein Dimensionstor nutzt und nach belieben unsere Welt und womöglich unser ganzes bekanntes Universum infiltriert.“>

<„Aber nicht doch.“>

<„Oh doch. Das ist der Stand der Dinge und im Moment stehen die Chafren und Kampfanthros im Gefecht mit acht Kampfeinheiten und siebenundzwanzig Messerdrohnen. Der Hangar wurde feindlich übernommen und damit sind sie abgeschnitten.“>

Der Eselhengst seufzte. <„Das sieht düster aus, mehr als düster.“>

<„Eben. Da ist es nicht gerade ratsam, dass dein Captain auf einen Ausflug geht.“>

<„Ich werde es ihm übermitteln. Vielleicht lässt er sich jetzt davon abbringen.“>

<„Einen Versuch ist es Wert. Drekal, Ende.“>

Die Chafren waren auf Ebene -6 wieder angekommen und Lyra wurde medizi-nisch versorgt.

„Was wird jetzt aus den Verwundeten der Subraumkreuzer?“, fragte Stella.

Kira zuckte zusammen. „Die waren doch auf dem Weg hierher.“

„Ja, aber mit dem Empfangskomitee da draußen sieht es nicht gerade gut aus.“

„Wir brauchen Hilfe. Es sieht mächtig mau aus.“

Auf Ebene -8 tat sich unterdessen etwas. Etwas was keiner ahnte und es zunächst auch nicht bemerkte.

Erst war es diffus, dann wurden es deutlicher und materialisierte schließlich.

Während die Chafren auf der Ebene -6 versuchten einen halbwegs normalen Ablauf aufrecht zu erhalten, machte sich ein Trupp, bestehend aus sieben Personen, auf den Weg diese Semiordnung endgültig zu zerstören.

Gerüstet und bewaffnet tauchte plötzlich am Ende des Gangs erwähnte Gruppe auf und ging in Position.

Ein Schrei erfüllte die Ebene und alles erstarrte. Wotan hatte die Eindringlinge als erster wahrgenommen.

Cyron und Chiron sahen erst zu Wotan, folgten dann seinem Blick und froren noch in der Bewegung ein.

Da standen sie.

Sieben Gestalten standen da.

Gehüllt in Rüstungen von Titan.

Schuppenartig gepanzert die Rüstungen und Glanze ward ihnen eigen im Lichte.

Deutlich erkennen konnte man ihre Körpersilhouetten, betont durch die Form der Berüstung.

Die Umrüstung, die das Haupt umkleidete, entsprechend der Form des Hauptes eines jeden geformt.

Da standen sie.

Jeder mit einer Langwaffe behangen, quer zum Körper getragen.

Da standen sie.

Die Gestalten von sieben Göttern.

Horus,

Sachmet,

Seth,

Anubis,

Maahes,

Sobek,

Thot.

„Was wird das jetzt?“, flüsterte Cyron gepresst.

„Egal was es zu bedeuten hat. Entweder ist das die Rettung oder unser Untergang“, entgegnete Chiron.

Die Götter setzten sich in Bewegung und marschierten direkt auf die beiden Tiger zu. Auf ihrem Weg berührten sie keinen der Anwesenden Chafren und Cherit. Keinerlei Angriff erfolgte.

Etwa zwei Meter vor Cyron bauten sie sich auf, verneigten sich etwas.

„Ihr braucht dringend Hilfe“, hörte man eine tiefe, strenge Stimme ertönen und Anubis drehte den Kopf in Cyrons Richtung.

Der Angesprochene verneigte sich unbewusst vor ihm. „Ja, ihr kommt genau zum richtigen Zeitpunkt.“

„Deshalb sind wir hier.“

„Aber wie kommt es dazu? Vor allem was sollten die Angriffe vorher?“

„Wir hatten Probleme in der Phasenverschiebung, die wir später gerne erläutern werden, aber ihr habt ja euren wahren Feind schon erblickt.“

„Mein Ebenbild aus einer Dimensionsverschiebung?“, hub Cyron an.

„Richtig. Wir sind nicht der Feind. Wir waren schon lange vor euch hier.“

„Aber was ist mit Sachmets Verletzung?“, fragte Chiron.

„Nur ein Streifschuss. Vergeben und vergessen. - Bleibt ihr hier. Wir kümmern uns um den Hangar und entledigen euch der Bürde der Angreifer.“

Die sieben drehten sich um und verließen die Ebene in Richtung der Biegung zur Ebene -5. Aber da wollten sie gar nicht hin.

Mitten auf halben Weg, beschleunigten sie ihren Schritt, gingen in einen extrem schnellen Laufschritt über, rannten auf die Wand zu und …

… vor den Augen aller verschwanden sie mitten durch die Wand hindurch.

Chiron fand als erster seine Stimme wieder. „Hm... wer hätte das gedacht.“

„Für den Feind gehalten und in Wirklichkeit unsere Verbündeten?“, sinnierte Cyron.

„Tja, noch Fragen?“, fragte Kira in den Raum.

„Jede Menge, aber ich bin fest davon überzeugt, dass wir bald die Antworten haben werden.“