Mika in Ascardia -II-
Hier ist der nächste Teil! Ich hoffe es gefällt euch und falls dem so ist, dann lasst eine Bewertung zurück! Viel Spaß beim Lesen!!
Drei Wochen ist es nun her, seit Prinz Mika, der zukünftige Pharao verschwunden war. Fast alle freien Wachen wurden anschließend ausgesandt, samt fast die gesamten Armee, um Mika zu finden. Doch der Prinz war wie vom Erdboden verschluckt. Und seit fast einer ganzen Woche, war Argos betrunken.
Es war überhaupt noch ein Wunder, dass er noch lebte. Sein bester Freund Pestos hat alles gemacht, um Pharao Hator und Otto milde zu stimmen. Aber er glaubte schon sein Leben verwirkt zu haben, als er persönlich die Kunde überbracht hatte und den Zorn von beiden dann gesehen hat. Im gleichen Zeitraum wie er Betrunken war, hat der Palast auch keinen Besucher durchgelassen. Seit einer Woche, kam nichts niemand mehr rein, oder raus aus dem Palast. Es herrschte stillschweigen und wann immer er von den Gassen hoch zum Palast sah, sah er noch nur ein Schatten des damaligen Glanzes. Das ganze Reicht, wirkte wie erstarrt.
Er glaubte auf Pudding zu gehen, als er sich vom Tisch erhob und die letzten Münzen von Pestos auf dem Tisch liegen ließ. Der Humpen in der Hand war schon längst leer und er hatte auch nichts mehr, kein Geld, kein Heim, einfach niemanden, zu dem er zurückgehen konnte. Auch die Priester haben ihn verstoßen, weil er seine Pflichten vernachlässigt hatte und als Lehrmeister des Prinzens, den Tempel und allen Priestern, mehr als nur geschadet hat.
Der ganze Kontinent weinte um das Verschwinden des Prinzen und die Priester werden mit Steinen beworfen, wo auch immer sie auftauchten. Somit hatte er nichts und niemanden, bis auf Pestos, der ihn einmal am Tag aufsuchte. Heute war der 23.Tag und es war ein weiterer Tag, den er in den Gassen der Stadt verbringen wird.
Doch zuvor, erinnerte sich sein Betrunkener Kopf, ging er zur Stelle hin, wo er sich mit Pestos immer traf. Immer zur Mittagszeit traf er sich mit ihm, weil dann am wenigsten los war und sie somit etwas ungestört waren.
Immer wieder hörte er die Gebete der Bürger, die den Sonnengott um Hilfe und um Unterstützung baten. Sie beteten für Mika, dass er unversehrt war und, dass er bald zurückkommt. Und immer, wenn er das hörte, wurden seine Augen nass, weil er sich selbst nach Mika sehnte. Er wollte sich einfach nur Entschuldigen.
„Hey.“, hörte er eine vertraute Stimme und er wusste das es Pestos war, aber dessen Umrisse vor ihm waren einfach nur noch verschwommen. Immer als er ihn sah, fing er zu weinen ein, genauso wie jetzt. Müde und erschöpft fiel er fast wie ein Sack in Pestos Arme, die ihn dann fest umschlangen.
Heute sagte sein Freund nichts über seinen betrunkenen Zustand und er war auch ganz froh darüber. Denn, ohne den Alkohol, würde er wieder diesen Schmerz spüren, der jetzt betäubt war. An Pestos roch er, wie es immer im Palast roch und er sehnte sich zurück, wo noch alles schön und neu für Mika war.
„Habt ihr… *Hicks*…“
„Nichts. Keiner hat irgendwas gesehen.“
„Rand-Rande… *hicks*…?“
„Nichts neues. Alle vier sind noch im Kerker. Hator… ihn geht es nicht gut und Otto bleibt an seiner Seite.“
„Ver… *hicks*…dammt…“
„Die… Wölfe…!?“
„Nach ihnen halten wir auch Ausschau, aber noch haben wir keine Meldung erhalten.“
„Matos?“
„Ihn und Harlan… geht es nicht so gut. Sie haben… sie sprechen nur noch wenig.“
Pestos packte ihn an der Schulter und half ihn beim Gehen.
„Ich habe eine Bleibe für dich gefunden. Dort kannst du dich in der Nacht hinlegen, doch dafür musst du am Tag das machen, was sie sagen.“
„Diener… *hicks*… schaft?“
Pestos sagte nichts und da verstand er langsam, dass er ganz unten angekommen war.
„Ich werde morgen wiederkommen und hoffentlich mit besseren Nachrichten.“
Pestos führte ihn zu einem Haus, dass am Ende einer Gasse war. Ohne ein Wort zu wechseln, wurde Argos an den Hausherren überreicht.
„Du hast nicht gesagt, dass er so stinkt, Pestos!“
„Es tut mir leid. Er…“
„Passt schon. Wenn ich ihn morgen geschrubbt habe, wird er hoffentlich nicht so stinken. Na dann, mein Weib wird sich freuen, dass er jetzt da ist.“
„Danke Herr!“
„Ach was… ich muss schon fast danken, weil er gratis ist!“
Die feste Hand an seinem Oberarm zerrte ihn in das Haus und er sah nur noch mehr alles verschwommen, als ihm dann der Lendenschurz runtergerissen wurde.
„Hier schläfst du.“, wurde ihm laut gesagt und achtlos, fiel er nach vorne. Das Heu federte seinen Sturz etwas ab, dennoch keuchte er leicht auf, weil er mit dem Kopf irgendwo angekommen war. Da wurde er am Ohr gepackt und sein Kopf wurde etwas hochgezogen.
„Du blutest nicht und jetzt, schlaf deinen Rausch aus und morgen machen wir dich sauber.“
Zumindest bekam er noch eine Decke.
Sorgen über Sorgen
Pestos schritt durch den Thronsaal, der gerade gekehrt wurde. Am liebsten hätte er den Dienern gesagt, dass es völlig unnötig ist, weil ja schon seit drei Wochen der Pharao keinen Besuch durchlässt. Und seit dieser Zeit, muss er sich wieder um ein Königreich kümmern. Der Palastminister und er taten ihr Bestes, das Reich am Laufen zu halten. Die Briefe und Dokumente stapelten sich fast bis zur Decke.
Nicht nur weil durch Mikas verschwinden das Reich ins Chaos gestürzt war, sondern auch, weil das Archaische Heer Nahrung braucht. Unzählige Lieferscheine musste er unterschreiben, doch bald wird es vorbei sein, weil sich das Heer vorläufig zurückzog. Es wurde ein kleiner Teil des Heers zurückgelassen, für den Fall, dass der eigentliche Feind zum Vorschein kam. Dann waren noch die Menschen da, dich sich in der Provinz Atulp niederließen und der dortige Minister hatte alle Hände voll zu tun, um mit den neuen Verbündeten, auszukommen.
Immer wieder trudelten Beschwerden von Minister ein, wo Streitigkeiten aufgelistete waren und wie sie dann gelöst worden sind.
Zu allen Überfluss kamen vor kurzen die neuen Sklaven, die nun von den anderen Diener für die Dienerschaft vorbereitet werden. Obwohl Hator sich fast völlig zurückgezogen hat, hat er den Wunsch geäußert, noch ein paar mehr dieser riesengroßen Wölfe zu haben. Sechs weitere wurden heute in den Palast heimlich geschleust und er nahm es Hator nicht übel. Sie waren auch ein *Hammer* im Bett und es war die einzige Sache, neben Otto, die Hator glücklich stimmte. Jedoch, geriet Hator mehrmals am Tag in völlige Rage und tobte oben. In der Zeit konnte nur Otto den Pharao davon zurückhalten, das Reich in Feuer zu tränken.
Und nicht nur das. Dutzende Male hat ihn Hator befohlen die vier kleinen Jungs zu töten. Und jeden dieser Befehle, gab er dann nicht weiter. Sie waren nicht die einzigen schuldigen in der Situation. Jeder hatte teilschuld dabei. Sogar er selbst.
Pestos gab seine Zustimmung, als Argos ihn fragte, ob er mit Mika auf Reisen gehen durfte. Im Rausch der Gefühle, in Freude über die Heirat und um den neuen Prinzen, hat er ganz übersehen, dass Mika Zeit brauchte um sich an alles zu gewöhnen. Und, er hätte die vier Jungs besser durchleuchten lassen sollen.
Zwei waren zumindest nicht an allem beteiligt gewesen und um die kümmerte er sich so gut wie möglich. Doch Randel und Nektos, bekamen jede Nacht die Schläge der Wachen ab und er konnte nichts dagegen tun. Er konnte nur Aufschläge für die Beulen und aufgeplatzten Wunden organisieren, mehr nicht. Jede Entschuldigung, jedes Flehen und jede Träne, musste er leider ignorieren, weil sonst der Pharao davon erfahren würde und dann, würde der persönlich kommen.
„Pestos, es wird langsam dunkel.“
„Ich weiß.“
„Geh, sonst wird Hator außer sich sein.“
„Ich… weiß…“
„Ich schaff das schon. Geh jetzt Pestos, bitte.“
Pesto legte seufzend die Feder nieder und stand vom Stuhl auf.
„Was wissen wir?“
„Nichts Neues. Das Heer bewegt sich jetzt zu den kleinen Küstendörfer hin, um dort alles abzusuchen.“
„Also haben wir jetzt gerade einmal Zehn Prozent abgesucht? Und das in drei Wochen? Wir… es muss schneller gehen! Jeder Tag der verstreicht…“
„Das weiß ich Pestos. Aber wir durchsuchen, wie du weißt, nicht nur die Dörfer und Städte ab, sondern auch noch die Umgebung. Prinz Michael könnte sich auch in einer Höhle verstecken und diesen Umstand, dürfen wir nicht außeracht lassen.“
Laut seufzte Pestos abermals. Jetzt verfluchte er es, dass sie einen ganzen Kontinent als ihr Reich bezeichnen. Vielleicht wird es Zeit, um Hilfe zu bitten. Aber soweit war er noch nicht, den Weg um Hilfe zu bitten. Bevor er den Raum schweigend verließ, sah er einmal durch das Fenster und das rot, dass immer so grell und intensiv war, war nun blass. Alles hat sich verändert mit Mikas verschwinden.
Meeresbrise
„Bring den Korb nach Hause und hilf meiner Frau und danach, hast du dann frei.“
Jubelnd sprang Mika auf und hob den Korb voll mit Fisch auf, und lief schon fast über den Steg. Das Dorf wurde in Rot der Abendsonne getaucht und die vierzehn Häuser, die in den Stein der Klippe gehauen waren, verströmten eine Wärme, die ihn träumen ließ.
Er grüßte die Oma, die gerade den Stand mit trockenfische schloss und die ihn herzlich zurückgrüßte. Auf den weg in sein neues zu Hause, half er den alten Greis Sendel, der Probleme hatte einen Schluck aus seinem Becher zu trinken und der vorne neben der Tür die Abendsonne genoss.
Zwei Häuser weiter war sein neues zu Hause und er Tritt mit einem Lächeln ein.
„Oh! Ihr seid schon fertig?“, begrüßte ihn seine Herrin Rendi. Mika nickte und stellte den Korb auf den Tisch. Es war ein kleines Heim. Unten war die Küche und der Aufenthaltsraum, während oben die Schlafplätze für ihn und seine zwei Freunde waren.
„Ihr habt viel Fisch gefangen! Morgen machen wir uns beide daran den Fisch zu trockenen.“
„Zeigst du mir dann genau wie du das machst?“, fragte Mika und sah in den Kochtopf rein, wo gerade die Pumadame Rendi darin rührte.
„Morgen wirst du es selbst machen.“
„Muss ich sie dann auch selbst ausnehmen?“
„Natürlich!“
Darüber war Mika nicht so erfreut.
„Schau nicht so Mika!“
„Tschuldigung…“
Rendi kraulte ihn den Kopf und lächelte warm.
„So ist es nun mal Mika. Wenn man was zum Essen auf den Tisch haben möchte, muss man sich dafür auch die Finger schmutzig machen. Genau wie es Nats und Neret machen. Wo sind sie denn überhaupt?“
„Sie müssen noch die Kisten aufs Schiff verladen. Zumindest haben ich sie vorhin gesehen wo sie das taten.“
„Der Sonne sei gedankt, dass wir die beiden haben. Mit ihnen können wir nun eine Schiffsladung mehr in der Woche versenden und somit den Minister zufriedenstellen.“
Mika ging zurück zum Tisch und trug den kleinen Korb rüber zu Spüle, wo schon Wasser eingelassen war. Nachdem er die Fische reingekippt hatte, schnappte er sich ein Messer und fing an die Schuppen unter Wasser von den Fischen zu entfernen.
„Wenn du mit den Fischen fertig bist, hol dann meine zwei Jungs von oben runter.“
„Mache ich Rendi.“
Seit mehr als zwei Wochen lebt hier schon Mika als Diener. Sie fanden dieses Dorf nur per Zufall, das war auch alles, was ihm Nats erzählt hatte. Denn, in der Wüste, wurde er ohnmächtig. Wegen der Hitze und weil sie kein Wasser hatte, verlor er am zweiten Tag das Bewusstsein. Nats erzählte ihn nicht genau, wie er die restlichen fünf Tage überlebt hatte, aber er konnte sich schon denken, was Nats alles anstellen musste, damit sie drei überlebten.
Es war auch Nats, der die Dienerschaft für sie drei organisiert hatte und es war wirklich ein glücksgriff. Zuerst war Mika ganz verwirrt wo er war, wer Rendi und Zasar waren, doch als er hörte, dass er nun ein Diener war, sah er es als Chance an.
Er konnte ganz von Neu starten und er wollte es. Er wollte nichts mehr hören von Palast, von Prinzdasein, oder von den Pharaos. Alle haben ihn verraten und alleingelassen. Sogar auf Otto und Hator war er stinkesauer gewesen, weil sie den Arschloch Argos vertraut haben.
Hart würde er jetzt arbeiten wollen und vielleicht irgendwann, bekäme er selbst ein Haus hier, wo er dann in seinen vier Wänden endlich wieder über sich selbst bestimmen darf. Doch bis dahin, war er wirklich froh hier zu sein.
Worüber er auch noch froh war, war, dass niemand fragte woher er kam. Oder wieso sie zu dritt reisten. Zwar hat ihn Nats gesagt, was er dann sagen soll, aber er war immer ein schlechter Lügner gewesen.
„Ok Mika, hol sie jetzt runter, ich mach die letzten Fische. Denn, das Essen ist gleich fertig.“
Mika zog seine Arme aus dem eiskalten Wasser raus und seufzte leicht, als er sie dann am Lappen abtrocknen durfte. Schnell ging er um den Esstisch und leise die Treppe rauf. Sie drei wurden von einer jungen Familie aufgenommen, die zwei Söhne hatte. Der eine war nur ein paar Monate alt, während der andere schon gehen konnte.
Um die Uhrzeit schliefen beide auf dem einzigen Bett im Raum. Gegenüber dem Bett, an der Wand, war für ihn, Nats und Neret ein großes Strohbett gemacht worden, was eigentlich nur Stroh am Boden war. Doch dafür, konnten sie drei aus dem Fenster schauen, was direkt über ihnen war und so, konnten sie die Sterne betrachten in der Nacht.
Vorsichtig weckte er Bant, der etwas über zwei Jahre alt ist. Gähnend zeigte er seine vier Milchzähne und drehte sich dann anschließen auf die Seite. Mit einem leichten Lächeln hob er den schwarzen Pumajungen auf den Arm und trug ihn dann vorsichtig runter zum Tisch, wo er ihn langsam absetzte. Der Geruch vom Eintopf auf den Herd, ließ dann den kleinen langsam wach werden und sogleich als die Augen aufgingen, hörten sie ein helles „Hunger…!“.
Das hörte Mika jeden Abend und immer wieder musste er deswegen grinsen. Rendis Baby schlief ebenfalls und ganz langsam und vorsichtig hob er den strammen Männchen auf und weckte ihn, indem er ihn sachte über die Wange strich. Lefet hieß der Winzling und war ebenfalls schwarz. Den trug er auch runter und legte ihn in den Korb am Tisch.
„Soll ich jetzt Zasar holen?“
„Ja, hol ihn, und wenn er eingeschlafen ist, dann tritt ihn, verstanden?“
„Jawohl!“, grinsend verließ Mika das Haus und lief zurück zum Angelsteg. Und tatsächlich, schlief der Familienvater an einem Pfosten angelehnt, während das Gesicht in im tiefen Rot getaucht war. Immer wenn er Zasar hier schlafen sah, musste er sich zusammenreißen. Der schwarze Puma war Mitte Zwanzig und war noch leichter begleitet als er. Der Stoff, aus dem der Lendenschurz bestand, war hauchdünn.
Doch er hatte ein Versprechen gegeben. Er dürfte sich nicht verraten und auch soll er jede Handlung einstellen, die den Anschein machen würde, dass er auf Männchen stand. Und am dritten Tag hat er es auch verstanden. Dieses Dorf hasste Männchen, die auf Männchen stand. Sie hassten sogar den Pharao, obwohl sie das nie aussprechen. Wenn er sich also verraten würde, dann müssten sie Hals über Kopf fliehen, wenn sie unversehrt bleiben wollten.
Denn, es gab hier einen Vorfall vor paar Monaten, der nicht tragischer sein konnte. Ein Erwachsener hat einen jungen entführt und ihn vergewaltigt. Der Junge wurde so schwer verletzt, dass der die kommende Nacht nicht überlebt hatte.
An der Schulter rüttelnd, weckte er Zasar, der sich zuerst verwundert umsah, bevor er ihn erblickte.
„Ach… Mika… du bist es… habe ich lange geschlafen?“
„Nein, aber das Essen ist fertig und Rendi sagte mir wieder, ich soll dich treten.“
Zasar grinste, bevor er gähnte und dann langsam aufstand.
„Du bist ein guter Junge Mika. Bin froh dich zu haben.“, grinsend schloss Mika die Augen, als ihn Zasar den Kopf kraulte.
Zusammen gingen sie zurück, nachdem sich Zasar gestreckt hatte und in den wenigen Fenstern brannte schon der Herd, der Licht und Wärme spendete. Auf den Weg zurück, sahen sie zwei, wie Nats und Neret müde vom anderen Steg nach Hause kamen. Gleich nach den zwei Wolfen kamen sie an und Rendi hatten den Topf schon auf den Tisch gestellt.
Nats überreichte ihr einen Umschlag und während sich alle zum Tisch setzten, bis auf Nats und Neret, die hinter Zasar saßen, weil der Tisch für sie zu klein war, zählte Rendi die Einnahmen.
Grinsend schloss sie den Umschlag und holte dann die Holzteller raus, um sie Mika zu überreichen. Wie jedes Mal, wenn es essen gab, musste er für jeden das Essen schöpfen. Denn, Rendi war Schwanger und sie alle zählen schon die Tage.
Nur nebenbei hat er erfahren, dass die Weibchen alle nur Sechs bis Sieben Monate brauchen, bis sie ein weiteres Leben auf die Welt brachten, wohingegen die Menschen bis zu Neun Monate brauchten. Das wurde nämlich einmal angesprochen bei der Letzten Dorfsitzung, weil in der Nachbarprovinz die Menschen angesiedelt wurden und alle machten sich Gedanken, wie es in paar Monaten, oder Jahren aussah.
Nachdem Mika das essen verteilt hat, setzte er sich zu Nats und Neret. Zuerst war immer die Familie dran, dann sie. Doch bis jetzt, mussten sie nie hungernd schlafen gehen und auch darüber, war er froh. Sogar Nats und Neret hielten ihr Gewicht, obwohl sie wirklich schwer arbeiteten. Jeden Abend, nachdem sie gegessen haben, krochen Nats und Neret rauf, wo er ihnen dann den verspannten Rücken massierte.
Nur wegen den zwei, durften sie drei bleiben. Sie verrichteten die Schwerstarbeiten und das war das mindestes was er für sie tun konnte. Zwar wurde er deswegen noch nicht angesprochen von Rendi oder Zasar, dennoch sah er öfters ihren Blick, wenn er das tat. Doch dann fiel ihm wieder ein, wie sie zueinanderstanden und was sie für eine Geschichte hatte.
Er war von Nats aufgezogen worden und Neret war Nats Bruder. Sie flüchteten vor einem Sturm von einer Insel, nicht weit entfernt und weil sie in der Wüste herumgeirrt sind, war er Ohnmächtig geworden, bis sie dann das Dorf fanden. Deswegen sah es ihre Familie auch als normal an, wenn er ab und an auf Nats, oder Nerets Schoß saß. Oder wenn sie sich umarmten und einen Kuss austauschten. Oder wenn sie gemeinsam baden waren.
Zasar schenkte noch jedem nach, bevor er dann den Topf an sie weiterreichte und Mika strahlte über beide Ohren, als er sah, wieviel noch übrig war.
„Ihr habt heute sehr gut gearbeitet.“, sagte Rendi lächelnd, während sie dabei war ihr Baby zu füttern.
Wie immer, stand gleich Mika auf und nahm den Topf entgegen und reichte es dann gleich weiter an Nats und Neret, die bestimmt schon am Verhungern waren. Dann gab er ihnen noch zwei Löffel und, während seine zwei besten Freunde aus dem Topf aßen, sah Mika nach, ob schon Rendi und Zasar fertig waren. Da Zasar recht schnell fertig war, nahm er dessen Teller und wusch es gleich in einem Eimer voll Wasser ab.
„Morgen gehen wir zu Provinzstadt.“, sagte Zasar und Mika sah erfreut zum Tisch. Immer wenn sie in die Stadt gingen, und das war alle paar Tage, durften sie sich ordentlich waschen.
„Und ich möchte, dass Nats und Neret diesmal auch mitkommen. Denn, wir werden uns weitere Diener anschaffen.“
Das war etwas, womit Mika nicht gerechnet hatte. Das Schlimmste, was passieren konnte war, dass seine zwei Freunde mit in die Stadt kamen. Schon beim letzten Besuch hörte er die Wachen der Stadt die Bürger fragen, ob sie zwei große schwarze Wölfe gesehen haben.
„Ich kann auch schwer tragen.“, warf Mika ein und spielte den leicht schmollenden Jungen.
„Nicht deswegen, Mika.“, warf nun Rendi ein und sah grinsend die Wölfe an.
„Genau! Denn, wir haben erfahren, dass Wölfe verkauft werden, die ebenso groß und stark wie Nats und Neret sind. Keiner möchte sie kaufen, weil sie furchteinflößend und auch zu groß für die Häuser sind. Aber ich sehe das anders. Nats und Neret sind nicht nur nett und höflich, sondern können auch zupacken. Deswegen brauchen wir zwei weitere, für das Feld, das wir dann morgen kaufen werden. Wir steigen noch in den Weizenhandel ein!“
Erfreut stand Zasar auf und setzte sich neben Rendi hin, um mit weißen Zähnen zu lächeln. Aber Mika kam nur ein Gedanke und der war, ob sie noch schwerer arbeiten mussten.
„Nats. Ich möchte das du dich mit deinem Bruder um die zwei kümmerst. Zeig ihnen alles und wasch sie dann auch.“
„Mache ich!“, warf Nats grinsend zurück und winkte Mika zu sich, der schon wirklich Hunger hatte. Als Mika den benutzen Löffel von Nats überreicht bekam, sah er, dass noch so viel übrig war und das kam ihm komisch vor. Erbost sah er hoch, doch Nats und Neret zwinkerte ihn vielsagend zu.
Schnell aß Mika so viel bis er keinen Hunger mehr hatte, um dann den Topf wieder Nats zu überreichen.
„Esst auf.“, flüsterte er ihnen zu und seine Freunde bedankten sich mit einem Lächeln. Es gab immer Fisch, ob Eintopf, gebraten, oder gedämpft. Und es schmeckte immer. Und immer, durfte er den Abwasch machen, während die Familie sich am Tisch gemütlich machte und offen über Morgen sprachen und sich um ihre zwei Kinder sorgten.
Mika wusste, dass es eine große Investition war, die morgen getätigt wird. Und er hoffte inständig, dass morgen alles glattlief. Denn, der Umstand das weitere Wölfe von Nats Kontinent verkauft wurden, war für sie ein guter Umstand. Weil so, hätten sie eine Ausrede, wenn sie von den Wachen aufgehalten werden würden. Falls sie überhaupt dann jemand aufhält.
Wie immer spielten Zasar und Rendi mit ihren zwei Buben und redeten darüber, was noch für morgen so anstand. Das Schiff wurde beladen und das nächste käme in drei Tagen. Bis dahin mussten sie als Familie zwei weitere Kisten Trockenfisch vorbereiten, was schon viel Arbeit war. Mit Nats und Neret, schaffen sie am Tag eine Kiste, was für die Familie viel Geld war.
Mit zwei weiterem Dienern, könnten sie dann am Tag zwei Kisten schaffen, was eine Verdopplung des Gewinnes in der Woche bedeuten würde. Doch dafür müssten sie auch die Fische fangen, was für Mika noch mehr Arbeit bedeuten würde. Vermutlich müsste er dann von Morgen bis abends mit Zasar fischen, um die Menge am Tag zu erreichen, die notwendig ist um zwei Kisten am Tag zu produzieren.
Und sie waren nicht die einzigen. Alle Haushalte waren Fischerfamilien. Und jeder Haushalt hatte Diener, um die Forderungen von Minister erfüllen zu können. Wenn sie dann morgen zwei weitere Diener dazubekommen würden, dann wären sie sozusagen die reichste Familie hier.
So zumindest stellte sich das Mika vor, doch wie es dann am Ende sein wird, lag nicht in seiner Hand. Am liebsten würde er sogar sagen, dass der Anbau hier in der Gegend ein großer Fehler wäre. Der Boden ist zu sandig, die salzige Luft konnte ganze ernten ausfallen lassen, wenn ein Sturm kommt, falls überhaupt hier in der Nähe was wächst. Denn, soweit er es sah, wuchs über dem Dorfe nur ein Baum, wo die ganzen Kinder immer spielten, und der schon tief die Wurzel im Erdreich hatte und so aus tieferen Erdschichten sein Wasser bezog.
Nachdenklich schnappte er sich dann den Leeren Topf aus Nats Händen und wusch es dann auch ab. Nats und Neret waren körperlich völlig erschöpft und wie jeden dritten Tag, schleppten sie sich einfach nur noch hoch. Doch Mikas Tag war noch nicht zu ende. Er musste die Küche aufräumen, alles waschen und noch die Lendenschürze von allen sauberschrubben. Dann, am Ende, kamen die Stoffwindeln dran. Das war das Einzige was er am Tag wirklich hasste. Es war der Geruch, der ihn würgen ließ. Und das Schlimmste dabei war, dass diese Aufgabe immer nach dem Essen kam.
Alles hing er dann vor dem Haus auf, damit es langsam über Nacht trocknet. Grinsend sah er, welche Lendenschürze von Nats und Neret stammten. Nun sammelte er die ein, die er am Vortag gewaschen hat und fing sie im Haus zu falten an. Neret, Nats und er hatten nur ein Lendenschurz zum Wechseln, während die Familie mehr hatte. Ihre behielt er bei sich und setzte sich dann, als die Sonne schon am Verschwinden war, zu der Familie im Aufenthaltsraum. Es war eigentlich neben dem Tisch nur ein Kreis aus Polstern neben einem Kamin.
Er sah, dass Zasar etwas erregt war und auch Rendi, fing langsam mit ihren Gatten zu küssen an. Das war etwas, was völlig neu für ihn war. Vor seinen Augen, ihren Augen, wurden beide sehr Intim. Auch wenn sich alle hinlegten, konnten sie zusahen und mitanhören, was das Paar im Bett machte, während die Jungs schliefen. Sex war hier offen in einem Haushalt und das lag auch daran, weil sie drei das Eigentum von Rendi und Zasar waren.
Natürlich durfte er dann am nächsten Tag alles von den Lendenschürzen abwaschen, was die zwei in der Nacht noch an sich hatten. Und an manchem Tagen, durfte er zwei Paare von ihnen waschen.
„Mika, lass uns allein.“
Das war der Satz, der ihn den restlichen Tag frei gab.
„Dürfen wir uns ein Bad einlassen, damit wir morgen nicht so früh aufstehen müssen?“
Zasar zog die Zunge aus Rendis Schnauze und nickte warm.
„Macht das, schlaft euch aus. Ich wecke euch, wenn wir aufbrechen.“
Das war jetzt das dritte Mal, dass sie sich ausschlafen durften und Mika sprang vor Freude auf, was das Ehepaar mit einem breiten Grinsen beantwortete. Doch bevor er die tolle Nachricht raufbrachte, zog er sich schnell seinen Lendenschurz aus. Die restliche Familie beachtete ihn deswegen nicht und er tat es deswegen, weil er schauen wollte, wie schmutzig es war. Es war noch sauber und somit, musst er nicht seinen Lendenschurz wechseln.
„Mika, bring die kleinen hoch, ich und mein Weibchen möchten etwas alleine sein.“
„Mach ich.“, sagte Mika und zog sich den Lendenschurz wieder an. Zuerst brachte er Rendis Baby hoch und oben sah er schon, wie Nats und Neret auf den Bauch lagen und leise vor Schmerzen stöhnten.
„Hier, zieht euch um.“, sagte er leise und übergab Nats und Neret einen gewaschenen Lendenschurz, nachdem er das schlafende Baby neben Rendis Platz gelegt hatte. Als er wieder runterkam, liebte sich schon das Ehepaar und bevor er sich Bant schnappte, der gerade mit einer Puppe aus Stroh spielte, zog er nun den Vorhang am Eingang zu. Bant hob er auf den Arm und in dem Moment, verkrampfte sich Zasar, der hinter Rendi lag.
„Spielen!“, sagte Bant auf seinen Arm, als er langsam die Treppe hochging und zusah, wie sich Zasar auf den Rücken rollte und der tiefrote Katerpenis noch einige Tropfen Samen von der Spitze runterlaufen ließ und so, die Felltasche nass machte. Prachtvoll und dunkelrot sah der Penis schräg in den Himmel und Mika konnte nicht anders als sich vorstellen, wie der handlange Penis in seinem Maul aus der Spitze abspritzen würde.
„Spielen Mika!“, zu spät hat Mika bemerkt, dass er oben auf der Treppe stehengeblieben war und das ihn Zasar gesehen hatte. Schnell ging er deswegen rauf und mit klopfenden Herzen setzte er Bant neben Zasars Schlafplatz ab. Bevor er sich seinen zwei Freunden zuwandte, spielte er etwas mit Bant und der Puppe. Doch, als es immer kühler wurde hier oben wurde, weil es immer dunkler wurde, wurde Bant schnell müde. Die wechselnde Hitze und die Kälte machte einen wirklich zu schaffen und Bant kam nur schwer damit zurecht.
Schnell schloss der kleine dann die Augen, nachdem er ihn zugedeckt hatte und endlich, hatte er frei. Doch nun kamen Nats und Neret dran. Beide freuten sich als er zu ihnen kam und stöhnten vor Schmerz, als er auf ihren Rücken stieg. Sachte hüpfte er den Rücken von Nats runter und es knackte und knirschte laut im Raum.
„Du bist der Beste Mika.“, seufzte Nats zufrieden, als er mit den Pfoten über den Po am Rücken stand und mit Nats fertig war. Als nächstes kam Neret, der nur seufzte, als Mika das gleiche wie bei Nats machte.
„Ich habe zwei gute Neuigkeiten für euch.“, flüsterte Mika und sah dann, dass seine zwei Freunde so kaputt waren, dass sie sich noch nicht umgezogen haben.
„Schieß los Mika.“
„Wir dürfen uns jetzt Baden.“
„Das ist eine gute Nachricht und was ist die andere?“
„Wir dürfen uns ausschlafen.“
Krächzend setzte sich Nats auf und die Reißzähne strahlten im Mondschein.
„Na dann, gehen wir uns Baden! Komm Neret!“
„Ok.“, gab Neret zurück und auch der andere Wolf, war körperlich am Ende. Mit den Lendenschürzen in den Händen, schritten sie zu dritt runter und er traute sich nicht Zasar in die Augen zu sehen, als er sagte, dass sie nun Baden gingen.
Sie bekamen auch keine Antwort zurück, was besonders Nats auffiel. Draußen, wo sie dann keiner hören konnte, stellte ihn gleich Nats zur Rede.
„Hast du gegafft?“
„Ja… aber…!“
„Warum! Ich sagte doch wir dürfen nicht auffallen!“
„Es war ein Versehen!“
„EGAL!“, wurde Nats kurz laut und sah sich erschrocken gleich um, um dann wieder flüsternd zu sprechen.
„Wenn sie was merken, dann können wir gleich die Provinz verlassen! Wenn wir bei dir sind, dann sind wir zu auffällig, verstehe das doch Mika! Wir können uns dann in der ganzen Provinz nicht mehr blicken lassen und noch so eine Reise durch die Wüste… es war schon knapp genug Mika. Ich hatte Todesangst um dich!“
Mika schwieg und nickte. Es fühlte sich so an, als ob Otto ihn gerade zusammenstauchte. Kurz danach erreichten sie den kleinen Bach und den Zuber, wo schon darunter ein kleines Feuer brannte. Im Zuber hatten bis zu Sechs Diener Platz, oder sie drei. Sie gingen zuerst zum Bach, um sich mit dem kalten Wasser zu waschen, wie es die anderen Acht Diener getan haben, die schon da waren.
Hier herrschten andere Regeln, zusätzlich zu den anderen. In dem Land war es üblich, dass sich die Väter zuerst wuschen und dann die Kinder. Und Vater und Sohn ist nicht gestattet. Aber unter dem Dienern war es so, dass, wer zuerst kommt, malt zuerst und deswegen, mussten sie warten.
Dafür war die Stimmung eine ganz andere als in ihren Heimen. Hier gab es Quatsch und Tratsch von feinstem. Jeder erzählte alles über seine Herren oder Herrinnen. Wenn man wollte, konnte man alles erfahren und manch Diener hat es auch schon ausgenutzt, doch darauf gab es dann auch immer eine Antwort. Und das wird hier ausgetragen, neben dem Zuber.
So wie jetzt, wo zwei nackte Diener, der eine ein schwarzer Puma und der andere ein nackter Gepard, die sich gerade schlugen. Es wurden alle Tricks angewendet, ob Sand in die Augen, oder ein tritt in die Weichteile. Alles war erlaubt.
Da sie warten musste und leider nicht alleine waren, was wohl daran lag, dass morgen der große Markt in der Provinzstadt ist, konnten sie auch nicht freisprechen und stattdessen, schwiegen sie lieber.
„Na Nats, was macht dein Rücken?“, ein weiterer nackte Gepard kam zu ihnen und ging vor ihnen in die Hocke, da sie am Fluss auf den Steinen nebeneinandersaßen. Nats machte das zwar nichts aus, genauso wie Neret, dass der Gepard gerade die Kornjuwelen hingen ließ, doch dafür Mika umso mehr. Er durfte nicht schauen, auch wenn er gekonnt hätte. Denn, wenn er das tat, dann würde jeder sehen, dass er schwul war und das hasste er immer, wenn sie nicht alleine baden waren.
„Mein Sohn hat mir da schon geholfen. Wenn er auf mir hüpft, dann knackst es mehrmals und der Schmerz verschwindet.“
„Ach wirklich?“, sagte der recht junge Gepard und sah rüber zu Mika.
„Kannst du das bei mir auch machen Mika? Mein Rücken bringt mich fast um.“
„Ähm… ok, aber du musst dich auf den Bauch legen Lars.“
Der Gepard grinste freudig und legte sich vor ihnen auf den Meeressand. Gleich stand Mika auf und steig auf den Geparden rauf. Lars seufzte, als Mika zwischen den Schulterblättern zuerst die Zehen spielen ließ und so die Muskeln massierte.
Nebenbei endete der Streit mit einer blutigen Nase und zwei Kronjuwelen, die vermutlich wie ein Schwertstreich wehtaten. Vermutlich noch mehr, da der Gepard sich vor Schmerzen Wandt.
Langsam schritt Mika die Wirbelsäule zurück und wie bei Nats, knackste es bei jedem Schritt. Lars fluchte und seufzte zugleich, während er runter bis zum Po ging, der so wunderschön rund und knackig aussah.
Fast wie bei Argos. Sofort verwarf er den Gedanken an das Zelt, an diesen Abend und an diese schreckliche Nacht. Das half ihm auch sehr Lars nicht als Männchen zu sehen, sondern als einen Diener, der um seine Hilfe gebeten hat.
„Nats, geh du mit deinem Bruder jetzt, ich muss mich darum kümmern, dass meine Nase aufhört zu bluten.“, sagte der schwarze Puma, der die Schlägerei gewonnen hat.“, Mika ist sich sicher das Lars vor ihnen drankäme, aber der war geradezu verzückt von dem, was er mit den Zehen auf Hüfthöhe tat.
Wie immer, wenn sie nicht alleine waren, stiegen Nats und Neret mit den Lendenschürzen in den Zuber.
„Oh Sonne… Mika… das solltest du zum Beruf machen…“, seufzte Lars von sich und Mika freute sich über diesen Kommentar. Vielleicht wäre das wirklich etwas, was die Leute bräuchten und wollten. Zum Schluss, stieg er auf Lars Pobacken und fing mit den Beinen zu zittern an. Das ließ Lars aufstöhnen und sogar aufblicken.
„Hey Mika, woher hast du das?“
„Ist mir gerade eingefallen, wieso?“
„Das ist der Wahnsinn! Aber pass auf das du nicht auf meine Kronjuwelen runterrutscht.“
„Werde ich nicht, versprochen.“
Mika schaffte dies nur eine Minute, bis ihn die Waden und Oberschenkel brannte. Nun selbst körperlich am Ende, stieg er von Lars runter und setzt sich wieder auf den Felsen. Lars stöhnte als der sich auf die Seite rollte und zum Vorschein, kam ein weiterer steifer Katerpenis. Wie Nats ächzte Lars, als der Aufstand und sich dann neben Mika setzte.
„Hey Jungs, lasst euch dann auch mal von Mika am Rücken und am Arsch massieren. Der ist echt super und mein Rücken tut gar nicht mehr weh. Und das mit den Hintern, lässt euch was anderes Anspannen!“
Mika fiel das Herz in das linke Bein, als die anderen Fünf Diener zu ihnen blickten und Lars offen und vor jedem, sich anfing zu Pfoten. Verwundert sahen sich die anderen fünf Diener gegenseitig an und waren nicht im Geringsten überrascht, oder verwundert, oder bekümmert, als sich Lars schnell pfotete und dann auch noch den Zuber mit den, für Mika, wohldufteten Samen vollspritzte. Weil die anderen zusahen, konnte auch Mika zusehen. Und wie die anderen, so wurde auch Mika steif.
Aber er durfte nicht darauf reinfallen, zu schnell könnte die Situation in ein totales Chaos ausarten. Deswegen ging er zum Zuber und blieb hinter Neret stehen, den er dann die Nackenmuskeln massierte. Dankend sah Neret zurück und Mika grinste und wurde wieder schlaff, weil er sich auf die verspannten Muskeln konzentrierte, währen Nats und Neret gemütlich im Zuber badeten.
Seine zwei Freunde badeten deswegen mit Lendenschurz, weil sie darunter etwas versteckt hielten. Das war auch der Grund, wieso sie sich auch nur in ihrem neuen Heim umzogen. Und immer wieder, wenn sie sich Baden durften, fragte sich Mika, wieso er dieses Teil noch bei sich hatte. Vielleicht, weil er noch nicht bereit war die silberne Halskette ins Meer zu schmeißen. Oder, weil er noch nicht loslassen konnte und insgeheim, doch zurückwollte.
Denn, durch sein verschwinden ist im Reich mehr passiert, als er sich je ausdenken konnte. Bestimmt waren alle sehr traurig. Auch das über die Priester hat er gehört und das alles, wollte er nicht. Er wollte nicht, dass das alles passiert. Sie hätten jemand anderes als den Prinzen auserkoren sollen. Den Schaden den er angerichtet hat, war mehr als er ertragen konnte. Vielleicht war das der Grund, wieso er es behielt. Es war sein Gewissen das ihm sagte, dass er zurückgehen soll, dass er alles zurechtbiegen und klären soll, als wie ein Kleinkind davonzulaufen.
Nun war Nats dran und der bedankte sich bei ihm mit einen Väterlichen Kuss auf die Wange dafür. Daraufhin kümmerte sich Mika um Nats schlimme reichte Schulter. Es war der Schwertarm, den Nats manchmal zu schaffen machte und das an manchen Tagen den Wolfen den Schlaf raubte. Besonders wenn das Schiff anlegte, tat der Arm sehr weh durch das schwere Tragen. Aus diesem Grunde, massierte er den Arm runter und ignorierte das schmerzverzogene Gesicht. Nur ein warmes Bad, am besten fast heiß, und eine gute Masur, half Nats in der Nacht dann einzuschlafen.
Doch, als er noch Nats massierte, hörte er, wie die anderen Diener über ihn sprachen und wie Lars Stimme, hervorstach.
„Ich werde auf jeden Fall meinen Herren von Mika erzählen. Was er kann, ist mir noch nicht untergekommen. Ich spüre kein Schmerz mehr in meinen Rücken und ich konnte endlich wieder nach Tage, wieder steif werden.“
In nächsten Moment spürte Mika sehr viele Augenpaare auf sich ruhten und er konnte nichts anders, als einmal kurz rüber zu schauen. Lars war noch immer steif und hatte die Beine gespreizt, während die andern fünf Diener ihn sehr interessiert ansahen.
Etwas war in Gange, da war sich Mika ganz sicher.
„Wenn ihr was zu sagen habt, dann raus mit der Sprache“, sagte Nats laut und behielt die Gruppe mit einem Auge, im Auge.
„Ok Nats… also…“, sprach Lars und kam zu Mika und legte gleich einen Arm um seine Schulter als er da war.
„Was ich jetzt sage, ist absolut geheim, ok?“
„Schieß los, oder meine Faust schießt zuerst.“, Mika wusste, dass Nats es nie machen würde, aber nur so behielten sie die andern auf Distanz.
„Ok Ok. Also, wie du weißt dürfen wir Diener in heim… naja, uns nicht Pfoten. Und zusätzlich zu der schweren Arbeit hier, hat darunter auch unsere Männlichkeit etwas gelitten. Viele von uns können… also haben Probleme. Deswegen… nunja… also die, die Probleme haben, lassen sich von den anderen helfen.“
„Sprich endlich Klartext, sonst knallt es.“
„Ok, aber wie gesagt, es ist absolut geheim. Versprich es mir, dass du nichts verratest… bitte versprich es!“
„Ok… ich verspreche es, also, worum geht es jetzt denn endlich.“
Bevor Lars weitersprach, fiel es Mika schon ein. Es kam ihn sowieso immer komisch vor, dass jeder einfach nur schlaff war und erst heute, steif wurden. Ihm fiel fast die Kinnlade runter, als er es dann hörte.
„Ok… phuu… also. Ich habe Probleme… mit meiner Männlichkeit gehabt und daher… um auch wieder etwas zu spüren in die Richtung, ließ ich die an mich ran, die nicht die gleichen Probleme hatten. Deswegen bitte ich dich darum, dass Mika uns hilft. Er soll mal seine Hände und Pfoten spielen lassen, damit das Problem, kein Problem wird.“
Nats sah zu den anderen und allein der Blick, ließ die anderen zusammenzucken.
„Also… fickt ihr miteinander?“
„Ähm… naja… ja.“, stammelte Lars und seufzte mit einem aufgesetzten grinsen dann, als es ausgesprochen war.
„Aber es ist anders als du denkst! Wir sind nicht schwul! Nur manche, wie ich, können so noch etwas fühlen und mit etwas Glück und Hilfe… kommen, ABER… auch nur selten und nicht zum Vergnügen!“
„Verstehe.“, sagte Nats und stand auf. Das Wasser stürzte aus dem Fell in den Zuber und nass wie er war, stieg er dann raus.
„Auch wenn ihr nicht sagt, dass ihr schwul seid, so macht ihr genau das, was Schwule tun. Also solltet ihr als Männchen auch dazustehen, dass ihr es liebt euch zu ficken. Und erst dann, wenn ich das höre, überlege ich es mir vielleicht.“
Lars schluckte, als sich Nats vor ihm aufbaute, aber gleichzeitig, fing auch der Katerpenis heftig zu pochen an, was Nats und jeder andere sah. Es war auch kein Wunder, denn jetzt stachen Nats Muskeln in kleinen Feuerschein richtig hervor. Erst nach ein paar Sekunden, sah dann Lars nach hinten.
„Was meint ihr?“
Die anderen schritten nach vorne und der blick war fest. Es war der Puma mit der blutigen Nase, der dann weitersprach.
„Ok Nats, du hast uns in die Ecke gedrängt. Alle Deiner hier treiben es gerne mit den anderen, weil wir es in unserem Heim nicht dürfen und können. Nur hier, sind wir unter uns und da ihr neu wart, haben wir uns auch zurückgehalten. Also spreche ich es offen aus, wir lieben uns nicht, aber wir sind schwul, weil wir es miteinander treiben. Zufrieden?“
„Zufrieden.“, gab Nats zurück und streckte Neret eine helfende Hand entgegen.
„Gut, weil das geklärt ist, erhörst du unsere Bitte?“
„Vielleicht, wenn ihr auch ein Geheimnis für euch behält.“
„Und das wäre?“
„Mein Junge kommt gerade in eine schwere Phase und ich als sein Vater kann da nicht helfen. Er interessiert sich neuerdings für andere Männchen, ihr wisst schon, das was ihr auch hattet. Also, wenn ihr ihn an euch ranlässt, dann erlaube ich auch, dass er euch bei eurem Problem hilft.“
Mika fiel nun tatsächlich die Kinnlade runter und ohne zu zögern, nickte der schwarze Puma auch noch dazu.
„Gern, sofern es am Ende beiden gefällt, lassen wir es mehr als nur gern zu.“
„Gut, küssen und schmusen muss auch dabei sein, sonst wird das nichts.“
„Abgemacht, und?“
Nats grinste und sah rüber zu ihm.
„Alles klar, Mika? Stimmst du auch mit ein?“
Mika raste so sehr das Herz, dass er schon fast Nasenbluten bekam.
„J-Ja…“, hauchte Mika und sein Lendenschurz platzte fast.
„Gut.“, sagte Nats uns sah runter zum schwarzen Puma.
„Ab morgen kommt mein Sohn zum Zuber. Heute wird daraus leider nichts mehr, weil er sich schnell waschen musst und weil Zasar morgen mit uns in die Stadt fährt. Und wehe, es kommt mir irgendwas zu den Ohren, weil einer nicht die Fresse halten konnte, dann komme ich in der Nacht und reiße ihn die Kehle auf!“, bedrohlich beugte sich Nats runter und der schwarze Puma, der laut und angstvoll schluckte.
„Das gleich gilt auch für euch. Es ist ein Geheimnis zwischen Männchen. Also Mika, wir sehen uns morgen, oder?“, der schwarze Puma schaffte es sogar auf Augenhöhe mit Nats das zu sagen, was Mika beeindruckte und gleichzeitig sagte es aber auch aus, dass dies wirklich eine Sache zwischen ihnen war, die nicht rauskommen durfte.
Mika nickte eifrig und stieg schnell in den Zuber, nachdem auch dann Neret draußen war.
Es war alles gesagt worden und Nats drehte sich zu Mika um, um seinen Jungen beim Waschen zu helfen.
„Zufrieden?“, hauchte ihn Nats von hinten zu.
„Ja schon, aber… wie kannst du ihnen da vertrauen?“
„Ganz einfach, sie haben zugegeben, dass sie schwul sind. Wenn ich nur ein laut davon was im Dorf sage, dann werden ganz schnell sehr viele Augenpaare in der Nacht hierhin schauen, um meine Behauptung zu überprüfen. Und wenn einmal sowas ausgesprochen wurde, dann wird immer wer im Dorf, hier ganz zufällig, vorbeispazieren. Und dann ist die Kacke am Dampfen!“
Nun verstand es Mika. Nats hat den Puma gezwungen es laut auszusprechen und somit, hatten sie auch was in der Hand. Aber sie selbst, haben nichts zugegeben, außer dass er in einer schweren Phase ist, wie jeder Junge in seinem Alter.
Es wurde immer besser. Sie hatten ein Heim, wo sie was zum Essen und ein Schlafplatz bekamen. Dann das hier jetzt, wo mehr als 20 männliche Diener im Dorf seine Hilfe brauchten und wo er sich dann völlig austoben darf. Und im Dorf gab es auch ein paar Jungs als Diener, die in seinem alter waren und der Puma hat gesagt, dass sie ALLE das machen. Das heißt, dass auch die Jungs das machen.
Und Nats und Neret könnten auch mitmachen um Druck abzulassen. Denn ein Po ist schnell erhoben.
Jetzt freute er sich umso mehr, wenn er am Abend frei bekommt.
Nachdem er fertig war, ging es hinter ihnen richtig zu. Lars knallte nur so die Hüfte nach vorne und als sie dann gingen, kamen noch ein paar Diener zum Zuber. Jetzt sah auch Mika die Diener ganz anders an und sah auch die Dienerschaft, ganz anders. Es waren zwei Schichten, Herren und Diener, aber die Diener waren unter sich und haben auch ganz andere Strukturen.
Da es ein kleines Dorf war und die kleinen Fenster immer offen waren, sah und hörte man auch was drinnen vorging. Sie schlenderte gemütlich zurück und sahen glückliche Familien in den Häusern. Bis zu drei Generationen lebten in einem Haus und jeder kannte den anderen. Manche winkten ihnen zu, als man sie bemerkte. Und wenn es einmal dunkel wurde, und unten in den Häusern das Licht ausgemacht wurde, hörte man wie jeden Abend das liebespiel im Bett.
Doch, wie zuvor erwähnt, war das Dorf klein und zu schnell, kamen sie in ihrem neuen Heim an. Die Glut im Herd spendete etwas Licht und das reichte aus um zu sehen, wie Zasar bei den Polstern auf sie wartete.
„Wie fühlt ihr euch?“, wurden sie gefragt und Nats antwortete für sie.
„Besser, Herr.“
„Gut, dann legt euch jetzt hin.“, sagte der schwarze Puma grinsend. Mika war froh, dass sonst nichts gesagt wurde. Als es dann doch geschah.
„Mika, auf ein kleines Wort bitte.“
Mika war der Einzige der die Luft anhielt, während Neret und Nats perfekt den gelassenen Vater spielten. Doch als sie oben waren, sahen sie besorgt runter.
„J-Ja Zasar.“, flüsterte Mika nervös und ihm wurde schlecht vor Aufregung. Zasar stand auf und legte eine Hand auf Mikas Schulter.
„Komm, ich möchte nur… reden.“
Geführt von Zasars Hand, verließen sie zwei das Haus und spazierten schon fast runter zum Steg, wo sie an den Ort stehen blieben, wo sie immer Angelten.
„Du hast zugesehen…“, sagte Zasar und schaute dabei raus auf den Ozean.
„I-Ich mache es nie wieder, versprochen.“
Nachdem Satz, sah der Puma zu ihm runter, aber nur kurz.
„Weißt du, ich war auch einmal so alt wie du. Auch ich… HABE mich für andere Männchen interessiert. Du braucht es nicht zu verneinen. Ich habe gesehen, worauf du gestarrt hast.“
Mika schluckte schwer und fing am ganzen Körper zu zittern an.
„B-Bitte… erzählt keinen davon…!“, bettelte er schon fast. Doch dann bemerkte er, dass er nicht der Einzige war, der zitterte. Auch Zasar bebte am ganzen Laib und es wurde noch schlimmer, als der Kater sich vor ihm stellte, und dann in die Hocke ging.
Sie sahen sich in die Augen, als Mika spürte, wie die Hand an seiner Schulter an ihm runterglitt. Sie glitt über seine Brust, runter zu seinem Bauch und zum Schluss, hielt Mika wieder den Atem an, als sie seine Lenden erreichte. Zuerst wurde er gestreichelt, dann doch wurde er in die Hand genommen und dabei, wurde Mika augenblicklich hart.
Immer noch sahen sie sich in die Augen, als die zweite Hand dazukam und nun beide Hände, ihm den Lendenschurz runterzogen. Daraufhin stand Zasar auf und kurz vor seiner Schnauze, zog sich der Kater auch aus.
Daraufhin legte sich eine Hand auf seinen Kopf und er wurde runtergedrückt. Mika folgte der Aufforderung und ging runter auf die Knie und gleich danach, stockte ihm der Atem.
„Das wolltest du doch, oder Mika.“
Auf Mika Lippenn und Nase, wurde die Felltasche von Zasar gedrückt. Der Herbe männliche Geruch, raubte ihm den Atem. Das weiche und buschige Fell um die Felltasche, würde er am liebsten als Bett benutzen wollen. Das Kurze Fell an der Felltasche, kitzelte an den Lippen, als der darin versteckte Penis zum Leben erwachte.
„Leg dich hin… auf den Rücken…“, flüsterte nun Zasar ganz leise und dabei, wurde sein Kopf freigegeben. Mika wurden die Beine gespreizt, als sich der Puma auf seine Lenden legte und als er rauf in die Sterne starrte, tauchte seine Eichel, sein ganzer Penis, endlich wieder in eine warme und feuchte Schnauze.
Er fing leise zu schnurren an.
Nats und Neret sahen genau was vor sich ging. Bis hierhin hörten sie Mikas freudiges Schnurren und es erweckte keine Aufmerksamkeit, weil es im Dorf, wie jede Nacht, laut zuging in den Schlafzimmern.
„Machst du dir… Sorgen?“, hörte Nats seinen Freund flüstern. Ohne den Blick von Mika abzuwenden, schüttelte er leicht den Kopf. Er war überrascht das Neret so schnell wieder zu sprechen anfing. Und jeden Tag immer mehr dazulernte. Neret war eigentlich kein übler Kerl und seit sie zusammenarbeiteten, stand Neret immer an seiner Seite und war eine große Hilfe gewesen.
„Nein.“, flüsterte Nats uns wandte sich nun auch Neret zu.
„Mika hat es richtig gemacht. Er hat nichts gesagt und nun war es Zasar, der ihn missbraucht in der Hinsicht. Was er aber nicht weiß war, dass es Mika gefällt.“, flüsterte er ganz leise zurück, sodass es nur sein Wolfsfreund hören konnte.
Mehr sprachen sie auch nicht, da sie beide wussten, dass jedes Wort zu viel, von irgendjemanden gehört werden konnte. Auch wenn Rendi hinter ihnen schlief, sprachen sie beide allgemein sehr wenig, weil sonst jemand falsche Schlüsse ziehen konnte. In der Hinsicht, war schweigen Gold.
Jedoch behielten sie beide Mika in Auge und es dauerte fast eine Stunde, bis sich Mika rührte. Sie sahen, wie die Hüfte gehoben wurde, wie sich Zasar mehr auf seinen Jungen legte und dann eine Hand auf Mikas Schnauze legte. Rechtzeitig wohlgemerkt, hörte man gleich darauf ein lautes Schnurren und Nats Klöten zogen schmerzvoll, als er sich vorstellte, wie hart Mika nach Wochenlager Abstinenz kam.
Was sie beide überraschte war, wie Zasar nicht den Samen ausspuckte, sondern sogar zu trinken schien. Nach einer Minute erhob sich Zasar und sie konnten kurz etwas glänzen sehen in Mikas Schritt. Der Puma flüsterte, aber im Wind konnten sich nichts Genaueres hören. Doch dann grinste Nats, als sich Mika umdrehte und sich Zasar schon fast auf Mika stürzte.
Nun mischte sich Mikas und Zasars stöhnen unter das Stöhnen des Dorfes und auch das andere Geräusch, wie Hüfte auf Po knallte, kam schnell dazu. Es dauerte kurz und Nats schüttelte den Kopf, als er Zasars bekanntes fauchen hörte.
„Kein guter Ficker…“, kommentierte es Neret und Nats stimmte ihm in Gedanken zu.
„Ich denke, dass wir Mika nicht mehr im bei uns im Bett haben werden.“
„Wieso glaubst du das?“
„Weil Rendi es riechen wird und deswegen, stürzt sich Zasar auf Mika. Du wirst es gleichsehen, wie Mika ins Bett geführt wird von Zasar. Beide wollen ihren Spaß mit Mika haben.“
„Schmutzig.“, war alles was Neret darauf sagte.
„Ne, überhaupt nicht. Hast du nicht gerochen was auf dem Dienern liegt?“
Der Wolf mit den bernsteinfarbenen Augen schüttelte den Kopf.
„Jeder Diener teilt das Bett mit den Herren und Herrinnen. Öffentlich wird es angeprangert und hart bestraft. Aber was hinter den vier Wänden passiert, geht nur denen was an, die dort leben.“
Während er erklärte, sprach Zasar auf Mika ein, der unter ihm lag und ein paar Worte hörten sie sogar bis hier oben.
… geiler Junge…
… wir drei…
… jede Nacht…
… geheim…
Als die letzten Worte verklungen waren, erhob sich Zasar von Mika und der Puma reichte auch gleich Mika die Hand, die sogleich ergriffen wurde. Beide zogen sich an und nach einem kleinen Plausch, kamen sie langsam zurück.
„Legen wir uns hin.“
Nats legte sich gleich unters Fenster hin, während sich Neret vor ihm hinlegte. Sie hatten eine große Decke zu dritt bekommen und nun warteten sie ab, was wirklich geschieht. Und sie mussten nicht lange warten, bis Zasar und Mika raufkamen. Schleichend und somit fast lautlos, schlichen beide zum Bett. Nats hatte nur leicht die Augen geöffnet und konnte somit sehen, was vor ihnen am Bett geschah. Wie erwartet, zog Zasar seinen PRINZEN wieder den Lendenschurz aus, um sich dann auszuziehen. Der Kater war wieder steinhart und Mika wirkte sehr nervös und verunsichert, als er als erstes unter die Decke schlüpfte und gleich danach, auch Zasar. Von Hinten schmiegte sich der Kater an seinen Jungen ran, nahm ihn fest in die Arme und drückte wieder die Hüfte nach vorne.
Nun kam die dritte Runde für Zasar und diesmal, hämmerte nicht der Kater, sondern genoss regelrecht den straffen und knackigen Po von Mika. Nats schloss die Augen, weil er nicht mehr sehen musste, was im Bett geschah, als er Rendis überraschte Stimme hörte. Die dann ganz schnell abklang, als Mika wieder zu schnurren anfing.
Nun wurde sein Junge von beiden Seiten verwöhnt und Nats gönnte es Mika aus ganzen Herzen.
Kurz bevor er einschlief, dachte er sich nur, dass die Meeresbrise heute wunderbar roch.
Hoffnungen
Nachdem Argos aufgewacht war, dachte er, dass er in einem Alptraum gefangen war. Ein alter brauner Schakal hat ihm den ganzen Körper gewaschen und mehrmals in den Bauch geschlagen, weil er mehrmals fast umgefallen war wegen des Restalkohols im Blut. Er war noch ganz unsicher auf den Beinen und würgte mehrmals und das, passte den Schakal überhaupt nicht. Deswegen die Schläge. Als Frühstück gab es Haferbrei, was er nicht einmal anschauen konnte.
Doch das wirklich schlimme war, wo er war. Dutzende Diener hockten in dem Raum auf dem Boden. Alle wirkten sie Müde und völlig erschöpft und das am Morgen. Schnell stellte sich heraus, wo er war und er wusste dann, dass sein Leben nun wirklich den tiefsten Punkt erreicht hat.
Er war nun ein Diener eines reichen Händlers geworden, der die schmutzigsten Aufgaben, die sonst keiner machen wollte, annahm und dafür seine Diener schickt um sie zu machen. Der Erste Diener war auch der Schakal, der ihn gewaschen hat und der, lies auch die Aufgaben vor, die derjenige machen sollte.
Einer nachdem anderen stand schweigend auf und ließ den Kopf hängen und als Argos drankam, musste er schon fast wieder würgen.
„Der Neue, Argos. Du gehst zu den Schweinestellen von Händler Megalena. Ausmisten und dann draußen vor der Stadt verbrennen. Danach gehst du zum Markt, um dort die Nachttöpfe zu leeren bei den Tavernen. Auch die verbrennst du vor der Stadt. Bis Sonnenuntergang bist du fertig, wenn nicht, gibt es für drei Tage kein Essen.“
Mit taubem Körper stand Argos langsam auf und fügte sich seinem Schicksal. Und als er am Schakal vorbeiging, flüsterte der ihm etwas zu.
„Wenn du es nicht schaffst, dann verkaufen wir dich an den Steinbruch und davor, werden wir dir die Eier abschneiden, die du selbst fressen kannst.“
Argos verbeugte sich und musste einen Ausfallschritt machen, weil er sonst umgefallen wäre. Sein Kopf pochte und die Kopfschmerzen alleine, ließen ihn schon vor Schmerz stöhnen. Er kannte die Stadt und sie war so laut, dass sie seine Kopfschmerzen noch verstärkte. Nachdem er in die erste Straße eingebogen war, suchte er schnell eine leere Gasse, um sich zu erbrechen.
Zitternd wischte er mit den Handrücken über die Lippen und stolperte die nächsten Meter weiter, bis er langsam wieder normal gehen konnte. Da er die Stadt sehr gut kannte und auch alle nennenswerten Händler darin, wusste er wo der Händler Megalena war. Kurz bevor er das Anwesen erreichte, drehte der Wind für einen Augenblick und der Geruch vom Schweinestall zog an seiner Nase vorbei.
Mitten auf der vollen Straße, würgte er und erbrach sich mehrmals. Die Bürger wichen von ihm zurück und der Händler, vor dessen Stand er sich erbrach, schrie ihn an und warf einen Stein auf ihm, der Spitz war und seinen Kopf traf.
Argos taumelte zur Seite und fiel dann wie ein Baum auf die Straße. Sein Blick war ganz verschwommen als er langsam die Hand hob und sie auf die Stelle legte, wo ihn der Stein getroffen hatte. Er sah Blut.
Er verrieb das Blut auf den Fingern und setzte sich langsam auf. Ihm tat alles weh. Die Muskeln brannten im ganzen Körper. Die Knochen drückte schmerzhaft. Die Gelenke stachen und sein Kopf, wollte einfach nur explodieren.
Kinderlachen war zu hören, dass immer näherkamen. Er erblickte eine Gruppe von Kindern, die auf der Straße spielten und kurz darauf, ihn erblickten. Sie fingen laut zu lachen an, als das erste Kind die Hand hob und mit dem Finger auf ihm zeigte. Die Menge die sich um ihn gesammelt hatte, stimmte dem Lachen mit ein. Unter dem Gelächter der Bürger, stand Argos langsam auf und schritt davon.
Es war ein Alptraum. Nie hätte er gedacht, dass er so tief sinken würde.
Als er unter dem Gelächter der Kinder das Anwesen betrat, musste er schon würgen, weil gleich links die Schweinestelle war. Ein Diener kam, blieb aber auf Distanz.
„Ähm… sie wünschen?“, wurde er gefragt und Argos wandte sich den Schweinen zu.
„Ich soll… die Schweinestellen ausmisten…“, jedes Wort stach wie ein Messer in seinen Kopf.
„Achso… ja. Also wir haben sieben. Jede muss ausgemistet werden. Die Kübel für den Kot sind hier vorne und…“, mehr musste Argos nicht wissen. Sogleich machte er sich an die Arbeit und als er in die Schweinestelle trat, erbrach er sich gleich wieder. Er sah keine Schaufel und somit, bleib ihm nur eine Möglichkeit die Stellen auszumisten.
Nämlich, mit den Händen.
Mit beiden Händen mistete er die Schweinestellen aus und hob auch das eigene Erbrochen auf, um es in die Kübel zu schütten. Der Geruch von Schweineurin und Kot, ließ ihn alle paar Minuten erbrechen. Und auch wenn nichts in seinen Magen mehr war, erbrach er sich. Seine Hände brannten schon nach der ersten Stelle wegen des Urins und des Kots und er hatte noch sechs vor sich.
Nachdem zweiten weinte er schon, weil er glaubte, dass seine Hände verbrannten. Doch dann, warf ihm jemand eine Schaufel zu und er dankte der Sonne, sie bekommen zu haben. Es wurde langsam Mittag als er endlich mit den Stellen fertig war und die Sonne brannte schon wie Feuer auf ihn herab. Doch nun musste er die Kübel raus aus der Stadt schaffen.
Nachdem er die Kübel vor dem Anwesen gestellt hatte und endlich wieder frische Luft schnappen konnte, merkte er wie bestialisch er stank und deswegen, musste er wieder sich erbrechen. Diesmal aber, traf er in einen Kübel und nicht die Straße. Jedoch, konnte er nicht mehr aufhören zu würgen, weil der Geruch aus dem Kübel sowas von bestialisch war.
Es war das schlimmste was er bisher erlebt hatte. Körperlich am Ende, musste er 14-mal mit je zwei Kübeln gehen, die ihn immer wieder zum Erbrechen brachte. Dazu kam noch, dass ihn jeder mied und einen großen Bogen um ihn machte.
Als die Sonne den höchsten Stand erreichte und er endlich fertig war mit der Aufgabe, schleppte er sich zum Marktplatz, wo er am öffentlichen Brunnen für die Tiere zusammenbrach. Mit letzter Kraft steckte er die Schnauze in das Wasser, wo vier Pferde daraus tranken.
Er spürte schon seine Hände nicht mehr und bevor er sie wusch, verscheuchte er die Pferde, damit sie dann nicht das Wasser tranken, worin er seine Hände tauchte. Das wiederum passte deren Besitzer nicht und sie rannten schon zu ihren Tieren. Wie ein Sack fiel er nach hinten, als er weggeschubst wurde. Sie schimpften und tobten, doch alles was Argos im Kopf hatte war, dass er endlich wieder seine Hände spüren konnte. Die aber noch immer bestialisch stanken. Das merkten dann auch die Besitzer der Pferde, die gleich würgend sich zurückzogen und auch ihre Pferde mitnahmen.
Doch Argos konnte nicht mehr. Die Hitze, die Kopfschmerzen, sein ganzer Körper war am Ende und tat schrecklich weh. Müde und erschöpft, schlossen sich seine Augen von selbst und die Dunkelheit übermannte ihn.
Als er aufwachte, schrie er und sein ganzer Körper schrie vor Schmerz auf. Es war dunkel, es prasselten Schläge auf ihn ein. Jemand schlug mit ganzer Kraft in seinen Schritt, immer und immer wieder. Auf seinen Kopf wurde eingeschlagen. Jemand trat ihm in den Magen, sein Rücken wurde hart getreten, immer und immer wieder. Es waren nur Sekunden, wo er wach war, aber es waren die schlimmsten in seinem Leben. Doch zum Glück, überkam ihn wieder die Dunkelheit.
Dumpf hörte er, bevor es ganz dunkel wurde, wie sie lachten und auf ihm spuckten.
„Wie geht es ihm?“
„Sehr schlecht…“
„Wird er es überleben?“
„Ich… weiß es nicht…“
Argos wollte die Augen aufmachen, aber es ging nicht. Er wollte was sagen, aber es kam kein Ton aus seiner Kehle. Er wollte sich rühren, doch ein stechender Schmerz hinderte ihn daran.
„Ist er wach?“
„Ja Pestos.“
Argos lag auf den Rücken und er spürte, wie die Sonne auf ihm schien, als jemand eine Hand auf seinen Oberarm legte.
„Atme tief ein und aus Argos. Du bist schwer verletzt und du darfst dich jetzt nicht bewegen. Wir kümmern uns um dich.“
Da hörte er die andere Stimme und er kannte sie nicht. Daraufhin legte sich eine Kleine Hand auf seine Lenden und er spürte dann, wie die Sonne auf seinen Lenden schien.
„Das macht mir Probleme.“
„Ja, das sieht übel aus Benjamin.“
„Der Penisbruch wird hoffentlich bald heilen, doch die Zeit wird zeigen, ob man die Hoden retten kann, oder ob ich sie entfernen muss.“
Nachdem Argos das hörte, geriet er in Panik und das Einzige was er machen konnte, war panisch zu Atmen.
„Argos, beruhige dich, bitte.“, sagte die sanfte Stimme, die und er spürte, wie eine große Hand sich auf seine Stirn legte.
„Mein alter Freund, hör auf das was der Arzt sagt. Wir machen alles was wir können um dich wieder gesund zu machen.“
Etwas legte sich auf seine Lenden und die warme Sonne am Schritt war nun nicht mehr so warm.
„Argos, mein Name ist Benjamin und ich kümmere mich nun um dich. Du hast einige gebrochene Rippen, einen gebrochenen Arm und auch dein linkes Schienbein ist gebrochen. Du hast am ganzen Körper Blutergüsse und mehrere Platzwunden am Kopf. Dein Gesicht ist zugeschwollen von den ganzen Schlägen die du abbekommen hast. Vier von deinen Zehn Zehen sind auch gebrochen. Deswegen, werden wir dich jetzt in ein künstliches Koma versetzen. Wir müssen dich auch operieren und ich vertraue völlig den Menschlichen Arzt, der das machen wird und mir auch noch ein paar Dinge zeigen wird. Es sind drei Tage vergangen, seit du… hier bist. Wenn du wieder aufwachst, werden 14 Tage vergangen sein.“, sagte die sanfte Stimme und dann, hörte er eine ihn unbekannte Stimme die tief war, aber genauso sorgenvoll und Herzlich.
„Argos, mein Name ist Doktor Levis Lienbacher. Ich werde mich mit den Fuchsen Benjamin um dich kümmern. Wir werden dich künstlich ernähren müssen in der Zeit, wo du im Koma liegst. Wir vermuten, dass du einige innere Blutungen hast und dass auch deine Lunge etwas abbekommen hat, wegen den gebrochenen Rippen. Ich werde mir auch deine Hoden anschauen und versuchen, sie zu retten. Wenn du wieder aufwachst, wird das schlimmste überstanden sein. Also schlaf jetzt und überlass alles andere uns.“
Immer mehr geriet jetzt Argos in Panik.
„Zähl in Gedanken bis Zehn.“
Als ob er das könnte. Jedoch, waren keine Zehn Sekunden nötig, als ihn langsam der Schlaf überkam. Das letzte was er hörte war Pestos, der ihn was ins Ohr flüsterte.
„Wir haben Mika gefunden.“
Eine einzige Träne verließ sein linkes Auge, die all seine Hoffnungen innehatte.
Wieso bin ich nicht glücklich?
Nats tat so als ob er keine Wahl hatte, als Zasar ihn erzählte, dass Mika ab jetzt bei ihnen im Bett schlief und für die Familie im Liebespiel benutzt wird. Er verlor sogar einige Tränen und fügte sich unterwürfig. Das sorgte dafür, dass ihn die Familie nun die Stellung als Erster Diener gab und er mehr Freiheiten haben wird, wenn sie die neuen Diener haben. Und wenn es ein gutes Geschäft wird, und sie mehr als zwei Wölfe bekämen, dann würde auch Neret weniger schwer arbeiten müssen.
Somit hatten alle was davon. Mika hatte seinen Spaß, er und Neret würden nicht jeden Tag vor Schmerzen im Rücken stöhnen und die Familie wäre auch glücklicher. Jeder bekam das was er wollte und Mika am meisten. Jetzt hatte Mika das Recht Rendi und Zasar zwischen die Beine zu greifen, wenn sie im Haus waren.
Laut und genüsslich gähnte Nats hinten im Wagen und genoss die Morgensonnen auf dem Fell. Es ratterte, als der Wagen auf die schmale Straße fuhr. Mika hat ihn heute beim Frühstück gesagt, dass sie nur eine Stunde fahren müssten, bis sie die Stadt erreichten. Neret tat das gleiche und genoss die Fahrt so wie er. Sorgen macht er sich keine mehr, dass sie erwischt werden und wenn, dann hatte er eine passende Antwort darauf.
Da sie aber auf der Straße fuhren und jederzeit jemand vorbeikommen konnte, mussten sich Zasar und Mika zusammenreißen. Dennoch hatte Zasar in der einen Hand die Zügel des Pferdes und in der anderen Hand die Lenden von Mika. Und sein kleiner Junge hatte die Felltasche durch den dünnen Stoff ergriffen und massiert den Penis darin langsam und voller Genuss. Immer wieder ging auch die Hand zu den zwei Walnussgroßen Hoden, die er durch sanftes Massieren stimulierte.
Mika verriet ihm heut nachdem Frühstück, dass Zasar beide Geschlechter liebte und das Rendi den Vorschlag gab, Mika ins Bett zu holen. Anscheinend war sie die, die wirklich verdorben war und einen Jungen wie Mika, in sich spüren wollte. Er aber konnte es nur dann, wenn Zasar in ihm steckte. Als Nats ihn dann gefragt hatte, wie sich das anfühlte in ein Weibchen abzuspritzen, zuckte Mika nur mit den Schultern und sagte, dass es ok ist.
Das wiederum ließ Nats nachdenklich zurück. Denn, er fragte sich, ob es wirklich schöner ist ein Männchen zu ficken, als ein Weibchen. Und es stellte sich heraus, dass es so war. Männchen sind eng, wobei Weibchen schnell nicht mehr so eng sind.
Bevor die Stunde um war, hörten sie schon die typischen Geräusche einer Stadt. Laute Rufe, Karren die über die Straße fuhren. Kinder die vor der Mauer spielten. Händler die ihre Waren laut lobpreisten und Kisten, die verladen wurden.
Nats öffnete die Augen, als sie langsamer wurden. Zum Glück sah er nicht, was er befürchtet hatte. Es standen keine Wachen, die die Wagen kontrollierten. Stattdessen brach die Stadt aus allen Nähten und sie wurden deswegen langsamer, weil die Straßen einfach voll waren. Neret, der neben ihm saß, ließ den Blick schweifen.
„Schau Nats.“, sagte Neret und zeigte ihn mit dem Kopf, was vor ihnen war.
Es war ein typischer Sklavenmarkt. Angekettet und gebrochen standen Männchen und Weibchen auf ein Podest und wurden zum Verkauf angeboten. Von Kind bis Greis wurde alles verkauft und es waren hunderte, die verkauft werden sollen. Meistens waren es katzenähnliche, wie es in dem Land üblich war. Einige Schakale waren auch dabei und alle hatten sie nur ein Tuch vor dem Schritt.
Es wurde laut gehandelt und gefeilscht. Doch Zasar fuhr an diesen Markt vorbei, wobei der Kater einige Blicke zu den Jungs warf, die verkauft wurden. Nats sah gleich, dass keiner so süß wie Mika war und, dass auch die Preise für sie zu hoch angesetzt waren. Wer würde schon zwei Goldmünzen für einen Jungen in Mikas alter zahlen, der noch ausgehungert und schwach aussah. Auch die jungen Weibchen neben den Jungs, sahen mehr tot als am Leben aus. Jedoch, waren viele Bürger dort und versuchten den Preis ordentlich runterzuhandeln.
Als sie dann den Markt hinter sich ließen, sah Zasar zurück und ihnen.
„Auf der anderen Seite werden sie verkauft. Ich vertraue auf dein Urteil.“
„Ich werde dich gut beraten Zasar. Ich weiß worauf es ankommt.“, gab Nats zurück und als Zasar wieder nach vorne blickte, sah Mika grinsend zurück. Als Reaktion auf das Grinsen, musste Nats selbst grinsen und langsam, sah er eine Zukunft für sich, Mika und Neret am Fischerdorf. In den nächsten Tagen würde er Zasar gestehen, dass er sich ein Männchen wünschen würde, da auch er ein Blick auf das männliche Geschlecht geworfen hat. Genauso wie Neret.
Deswegen würde er sich einen Wolfen aussuchen, der gerne bereit war sich zu bücken, wenn er es ihm befahl. Am besten wäre es, wenn es beide machen würden. Wenn das soweit passt, dann haben sie wirklich ein angenehmes Leben und wer weiß, was noch alles kommen mag.
Die Stadt war nicht die größte, aber dennoch groß genug, dass sie fast eine Stunde brauchten, bis sie endlich am anderen Sklavenmarkt ankamen, der nur ein paar hundert Meter weiter entfernt vom ersten lag. Bevor der Wagen anhielt, fragte Mika etwas den Puma, was typisch für Mika war.
„Sollten wir nicht gleich schwule Wölfe kaufen?“
Zasar sah nachdenklich nach hinten zu Nats, nur um dann wieder Mika anzuschauen.
„Nagut, ich denke dein Vater hätte nichts dagegen ein paar zu haben. Und wenn er wirklich welche findet, dann gestatte ich ihn und Neret mit ihnen Sex zu haben, ABER… nur im Haus!“
Innerlich grinste Nats über beide Ohren, aber offen, neigte er den Kopf, als er den strengen Blick von Zasar sah.
„Mein Junge kann wohl auch noch Gedankenlesen…!“, dachte sich Nats und stieg vom Karren runter. Vor sich sah er den Sklavenmarkt und es waren hunderte Wölfe, die zum Verkauf angeboten wurden. Zwei große Schiffe auf dem Fluss, wo die Stadt angesiedelt war, hielten Anker und verluden noch mehr Wölfe auf den Markt. Es war überraschend, das so wenig los war. Es gab zwar ein paar interessierte Käufer, aber die großen Wölfe waren für die Bürger in Ascardia zu furchteinflößend und Fremd. Und somit, waren die Sklavenhändler genötigt, die Preise zu senken. Fast minütlich fielen die Preise um ein paar Silberstücke und Zasar stand zu ihnen gewandt und tat so, als ob er mit ihnen reden würde, doch stattdessen hörte er den Verkäufer zu, der die Preise von sich schrie.
Als die Preise auf 20 Silberlinge runterfielen, drehte sich Zasar aufgeregt um.
„Kommt, jetzt ist der passende Zeitpunkt. Mika, geh du zum Steinmetz und fordere 400 Blöcke für ein Steinhaus an, wir werden unser Haus erweitern um einen Stock und bestell auch noch Sechs Stützbalken. In einer Stunde treffen wir uns wieder hier.“
Mika nickte und verabschiedete sich von jedem mit einem Nicken, nur um dann die Straße zurückzulaufen.
„Weißt du Nats, ich ging davon aus, dass deine Artgenossen 40 Silberlinge wert waren, jetzt liegt der Preis bei 15. Wenn sie bei zehn angelangt sind, kaufen wir Vier, und von mir aus können alle Schwul sein, Hauptsache sie sind jung und kräftig.“
„Verstanden.“, war alles was Nats dazu sagte und seine Klöten zogen heftig, als er Zasar folgte und sie vor den Angeketteten Wölfen standen. Sie alle sahen hungrig und sehr müde aus. Gleichzeitig fragte sich Nats, wie so viele Gefangen werden konnten. Doch dann hörte er es.
„Kauf sie! Sie sind stark, billig und sogar der Pharao hat welche bei sich! Wenn der Pharao sie hat, dann müsst ihr sie auch haben.“
Nats hatte kein schlechtes Gewissen dabei, als er das hörte. Nur die Schwachen wurden gefangengenommen, wie er damals. Dass Schicksal seines Sohnes hat seine Sinne getrübt und somit hat er die Truppen nicht gehört, die sich an ihn angeschlichen haben. Aber während er sich umsah und langsam auch seine Artgenossen ansah, hörte er Zasar weiter feilschen. Und während Zasar feilschte, sah sich Nats langsam um. Die meisten hatten schwarzes Fell, während der Rest dunkelbraunes hatte.
Offen fragte er diejenigen die ihn ins Auge stachen, ob sie auf Männchen standen in seiner Muttersprache und die, die verneinten, fragte er dann als nächsten, ob sie gerne gefickt werden. Die, die nickten, behielt er im Kopf, bis er die ersten fand, die auf die erste Frage nickten. Schnell hat er seine vier männlichen Schlampen gefunden. Sie waren Junge, wie jede männliche Schlampe die er kannte und stark, weil das Liebespiel immer wild war und mit voller Kraft vollführt wird. Die vier waren nur ein Kopf kleiner als er und alle um die 20 Jahre alt, als er nickend zu Zasar sah. Der sah es und machte ein letztes Angebot den Sklavenhändler.
„Schau, keiner wills sie haben. Sie brauchen viel Nahrung und Platz und wenn man das bedenkt, muss ich eigentlich pro Kopf 30 Silberlinge dazulegen, weil sie mich so viel in Monat pro Kopf kosten werden. Also, ich kaufe dir Sechs ab für 40 Silberlinge. Dafür werde ich dann etwas Werbung für deine Ware geben und sie lobpreisen. Ist das ein gutes Geschäft, oder nicht?“
Nats hats verstanden und er glaubte sogar, dass er sieben aussuchen sollte, nur für den Fall, dass Zasar noch einen Gratis dazuhaben will. Er suchte sich zwei aus, die nicht schwul waren, aber gerne gefickt werden und der letzte, war ein Männchen, der trotz ihn anblickte. Mit dem sprach er sogar.
„Hör zu, mein Herr ist nett und gerecht. Er hat ein Weibchen und wenn du gut arbeitest und nett und höflich bist, wirst du sie bestimmt auch ficken dürfen in paar Tagen. Du hast ein Dach über den Kopf, was zum Essen und im Dorf gibt es auch männliche Schlampen, die du ficken kannst beim Baden. Ich habe auch ein paar von unserem Volk ausgesucht und somit, hättest du ein gutes Leben als Diener.“
Der Wolf spuckte vor seinen Pfoten aus und zeigte die Reißzähne. Da wusste Nats, dass ein Clanführer vor ihm stand, denn nur die Clanführer, waren so arrogant und verblendet wie der Wolf vor ihm.
„Jetzt hör mir mal zu du Arschloch. Du hast einen Clan geführt. Jetzt aber bist du hier und wenn du dich nichts beugst, dann werden sie dir die Eier mit einem Hammer zertrümmern und dich lebenslang Steine tragen lassen. Füge dich, oder es ergeht dir wie dem hier!“
Nats sah nach hinten, von wo die schreie kamen. Auch der Wolf sah dorthin und sie schlossen blitzartig die Augen, als der Hammer niederfuhr und ein Schrei aufkam, der einfach nur schrecklich war.
„Füge dich und du wirst ein angenehmes Leben führen. Wenn nicht… dann wirst du irgendwann dort enden…“
Die schreie wollten nicht enden und sie wurden mit jedem Hammerschlag immer schlimmer.
„Vermutlich ist sein Schwanz nur noch Brei und er wird nur noch aus einem Loche pissen. Falls er die Schmerzen überlebt.“
Der ehemaliger Clanführer verzog das Gesicht wegen des Schreis, der dann abrupt endete.
„Ich gebe dir eine Möglichkeit, in einen Haushalt zu kommen, wo du glücklich werden kannst, wenn du dich anstrengst. Also, was sagst du?“
„Verpiss dich…!“, bellte der Clanführer.
„Ich werde mich nicht beugen und wenn sie mir die Eier zertrümmern, dann soll es so sein!“
Nats sah nach der Ansage nach links und rechts, wo die anderen Wölfe ihnen zugehört haben.
„Wer möchte seinen Platz einnehmen? Voraussetzung ist, dass er gerne gefickt wird.“
Noch bevor er die Voraussetzung gänzlich aussprach, meldeten sich alle und schrien um seine Aufmerksamkeit zu erregen. Auch nachdem er die Voraussetzung ausgesprochen hatte, wollte keiner das gleiche Schicksal erleben, wie der Wolf weiter unten, der Ohnmächtig und aus dem Schritt blutend, auf einen Karren gehievt wurde.
Doch nun war er in der Situation, dass jeder alles sagen würde, nur damit Nats ihn auswählte. Somit ließ er nun seinen Bauch entscheiden. Aber bevor er sich entscheiden konnte, kam Zasar zu ihm und grinste über beide Ohren wie die Sonne.
„Nats, wir können Acht aussuchen und wir bekommen sogar noch Proviant für eine Woche pro Kopf.“
Nun war er selbst erstaunt.
„Wie?“
„Als dem Wolfen die Hoden zertrümmert wurde, weil der einen Bürger verletzt hatte, gingen alle Kunden davon, oder sagen wir, flüchteten. Somit bekomme ich Acht für 20 Silberstücke.“
„Aber das Haus ist nicht groß genug für acht!“, gab Nats zurück.
„Die sind doch schwul, oder? Wo ist das Problem eng beieinander zu liegen?“
„Nicht alle… ich würde ihn auch aussuchen. Er war ein Clanführer und ist sehr stolz. Aber er ist zu stolz und könnte Probleme machen.“
„Wieso dann er?“
„Weil er die anderen anführen könnte, so wie ich es könnte.“
„Verstehe…“, sagte Zasar und ging zum Clanführer, der nun nicht mehr so aggressiv wirkte. Es war immer wieder komisch zu sehen, wie klein Zasar zu einem Wolfen wirkte, der einfach mal vier Köpfe und mehr, größer als der Kater war.
„Ich mag dich. Du hast ein schönes Gesicht und bist stark. Weißt du, bei mir zu Hause habe ich zwei Kinder und mein Weibchen ist Schwanger. Ich brauche solche starken Männchen wie dich, damit wir unser Feld bestellen können. Wenn du willst und mitkommst, dann könnte ich für dich, wenn du ein guter Arbeiter bist, beim nächsten großen Markt in paar Monaten ein Weibchen aussuchen. Du könntest eine Familie Gründen und beim Feld Wohnen und dort als der dortige Vorarbeiter, deine Leute anführen. Natürlich unter meinen Namen. Ich gebe dir eine Chance auf ein schönes Leben, sofern die Arbeit stimmt. Oder die Sklavenhändler nehmen dich wieder mit und wer weiß, wo du DANN unterkommst…!“
Der Clanführer blickte sie beide an und senkte dann den Blick.
Zasar und Nats sahen ein nicken und erfreut wandte sich der Kater von ihnen ab und ging zum Sklavenhändler, um den Handel mit einem Handschlag abzuschließen. Minuten darauf hatte sie ihre Acht Diener beim Wagen stehen, während ihr Wagen von den Diener der Sklavenhändler mit Proviant gefüllt wurde. Während Zasar noch mit den Sklavenhändlern sprach, sah sich Nats seine Acht Diener nun genauer an. Er öffnete ihre Schnauzen und sah sich die Zähne an. Dann sah er sich die Statur, die Gelenke und die Hände an. Zum Schluss zog er den Stoff kurz auf die Seite und jeder hatte zwei Klöten und keine Erkrankung dort unten.
„Mein Name ist Nats und ich bin der Erster Diener von Zasar und Redi, die nun über euch Verfügen.“, sprach er laut, als er sich vor den Acht aufgebaut hatte.
„Macht das, was man euch sagt und euch wird es gut ergehen. Wenn nicht, dann werdet ihr es schon noch sehen. Im Dorf wird nicht gefickt, außer man erlaubt es euch. Wer sich nicht daran hält, der wird in die Wüste entlassen. Und die männlichen Schlampen unter euch, zeigt niemanden und niemals, dass ihr Schlampen seid, sonst werdet ihr aus dem Dorf gejagt und wenn ihr Pech habt, auch noch dabei schwer verletzt.“
Nachdem er von jedem ein Nicken sah, bemerkte er, wie Zasar hinter ihm stand.
„Gut gesprochen, Erster Diener Nats.“
„Danke Herr. Sollen sie noch etwas wissen?“
„Nein, ich vertraue dein Urteil mittlerweile und danke, wegen Mika.“
„Sofern Mika es genießen kann, brauche ich mir auch keine zu Sorgen machen. Denn, ich weiß, dass ihr ihn gut behandeln werdet.“
„Wir werden ihn sogar sehr gut behandeln Nats. Nun gut, wollen wir nun unser Land kaufen gehen?“
„Gerne Herr, doch sollten wir nicht zuvor auf Mika warten?“
„Es liegt in der gleichen Richtung wohin auch Mika gegangen war. Zwangsläufig werden wir uns treffen, also komm!“
Vorsichtshalber ließ Zasar die neuen Diener an den Karren in Zweierreihe anketten. Neret, der schweigend alles beobachtet hatte, ging neben dem Karren mit, genauso wie Nats, weil hinten kein Platz mehr für sie war. Sie erregten, als sie losfuhren, sehr viel Aufmerksamkeit. Die Bewohner der Stadt starrten sie an und es wurde laut getuschelt. Doch wie gesagt, sahen sie Mika ihnen entgegenkommen und er hatte einen versiegelten Brief in der Hand. Leichtfüßig sprang Mika auf den Wagen, nachdem Zasar den Jungen eine helfende Hand entgegengestreckt hatte. Schon fast zu offenkundig schmiegte sich Mika an Zasar an, meinte Nats. Doch hier in der Stadt war es anders als im Dorf. Hier und dort sah mein ein männliches Paar, obwohl es überhaupt nicht so gern gesehen war.
Und da Zasar und Mika beide Kater waren, könnten sie als Vater und Sohn durchgehen. Und gerade als er sich deswegen keine Sorgen mehr machte, kam ihn ein Duft in die Nase, dass er schon lange nicht mehr gerochen hatte. Es roch nach Waffen Öl und kurz darauf, hörte er schon die Kettenglieder rasseln.
Zasar fuhr den Wagen auf die Seite und blieb stehen. Ein ganzer Trupp von Soldaten, angeführt von einer leichtbekleideten Wache aus dem Palast, marschierten die Gasse runter. Mika drückte sich an Zasar an und versteckte sich so gut es ging.
Plötzlich blieb der Trupp stehen und die Palastwache fing laut zu sprechen an.
„Gesucht wird Prinz Michael. Vor drei Wochen verschwand der Prinz und er hatte zwei große schwarze Wölfe bei sich, die seine Diener waren. Wer etwas gesehen hat und Informationen über den Aufenthaltsort des Prinzen weiß, wird mit 100 Goldstücken belohnt werden. Wenn uns jemand direkt zum Prinzen führen kann, dann schenkt ihm der Pharao 10.000 Goldmünzen!“
Nats beobachtete Zasar genau und der Kater, bewegte ganz langsam den Kopf und sah nachdenklich runter zu Mika.
Der Trupp setzte sich wieder in Bewegung und scherte dann aus, als sie den Sklavenmarkt erreichten. Für Nats sah es schlecht aus. Zasar wusste sicher nun, wer Mika in Wirklichkeit war. Der Kater war zu intelligent, um es zu übersehen und aus der Situation heraus, gab es nur noch eine Möglichkeit für Mika. Sie drei mussten gleich verschwinden.
„Na kommt, das geht und nichts an.“, sagte Zasar in seiner normalen Stimme und Nats Gedanken überschlugen sich gerade. Mika entspannte sich erst, als Zasar vor einem großen Haus vom Wagen stieg und Mika die Hand reichte. Nats wartete solange mit Neret draußen und sprach mit seinen Artgenossen.
Er erfuhr ein paar Sachen über seinen Clan und auch, wieso so viele Gefangengenommen wurden. Es gab einen Krieg zwischen drei Clans und als der zu Ende ging, kamen die Sklavenhändler und nahm eine ganze Region mit sich. Sein Clan hingegen, hat sich zurückgezogen und sein Vetter, führte den Clan nun an.
Erleichtert das erfahren zu haben, atmete Nats auf. Doch dann wurde er ausgefragt. Alle bis auf der andere Clanführer bohrten nach, wie es im Dorf so sei. Er versuchte alle Fragen zu beantworten, doch gleichzeitig, plante er ihre Flucht. Zuerst aber musste er Zasar beobachten. Aus dessen Reaktion, müsste er den Plan über die Flucht anpassen müssen.
Vielleicht war auch Zasar so ein Typ Kater, dem es egal war, ob Mika der Prinz ist, sofern die Lenden genug zum abspritzen hatten. Bestimmt überlegte sich Zasar Mika auszuhändigen, gleichzeitig aber, war Mika bestimmt auch das erste Männchen, mit dem der Puma das Bett geteilt hatte und das, wog bestimmt schwer. Oder es waren auch noch Gefühle im Spiel und wenn das der Fall war, dann müssten sie sich keine Sorgen machen. Zumindest solange, bis die Wachen selbst in ihr Dorf kamen. Doch die Chancen dafür, standen schlecht das sie kommen. Ihr Dorf war zu klein und unbedeutend.
Aber etwas fiel Nats auf. Die Wachen waren schon sehr weit von der Hauptstadt entfernt und das in einer Region, wo kaum jemand lebte. Jetzt war die Stadt zwar voll, doch wenn er Mika Glauben schenkt, war die Stadt bei den letzten Besuchen kaum bewohnt gewesen, was wohl daran lag, weil heute der Sklavenmarkt war und jeder aus der Provinz hoffte einen günstigen Diener zu bekommen.
Somit war er sich nicht ganz sicher, ob die Wachen doch noch in ihr Dorf kämen. Die Chancen, so gesehen, standen gegen sie. Nats Überlegungen kamen nur zu einem Schluss. Sie waren umstellt und nur eine Flucht durch die Wüste, wäre die einzige Option, um aus dem Würgegriff der Wachen entkommen zu könne. Früher oder später, würde man sie finden und die Frage aller Fragen war, wofür sich Mika entscheidet.
Und wie aufs Stichwort, kam Zasar und Mika aus dem Gebäude geschritten. Beide lächelten und es sah nicht so aus, als ob Zasar einen Hintergedanken hätte.
„Wir haben die Urkunde und der Minister finanziert uns sogar noch ein Haus am Feld! In drei Wochen kommen die Lieferungen und das Haus braucht zwei Wochen, bis es aufgebaut ist!“
Mit einem Schlag war er wieder der alte Nats.
„Das freut mich sehr mein Herr, wirklich!“, sagte Nats erfreut und reichte den Kater die Hand, der aber umschlang Nats am Bauch und sah mit feuchten Augen zu ihm hoch.
„Wenn alles Glattläuft, müssen wir nicht mehr Fischen gehen und unser Geld wächst von alleine!“
Auch Mika freute sich sehr und hielt fest die Hand von Zasar. Da nun alles geregelt war und sie mit viermal so viel Dienern wie geplant, den Heimweg antraten, war Zasar in Feierlaune.
„Heute gibt es für jeden ein Festmahl! Wir haben sogar noch 16 Silberlinge übrig und Rendi wird sich sehr freuen, wenn wir ihr die guten Nachrichten überbringen!“
Erleichtert atmete Nats und Mika auf, als sie die Stadt verließen und niemand ihnen folgte. Sie würden das Dorf sogar noch vor der Mittagssonne erreichen und sie alle, freuten sich schon auf die lange Pause und den Schlaf. Denn jeder war wegen der Aufregung ausgelaugt und das marschieren unter der Sonne zerrte noch mehr an den Kräften der Diener. Als sie den Baum an der Klippe über dem Dorfe erreichten, sahen sie die Kinder des Dorfes dort spielen. Die bekannte salzige Brise kam von unten zu ihnen rauf, als sie die Straße runter zum Dorf nahmen.
Im Dorf angekommen, versammelte sich das gesamte Dorf um sie und Nats und Mika entdeckte Lars in den hinteren Reihen, der ihnen zuwinkte. Mika schenkte ihn ein Lächeln, während Nats nur nickte. Zasar fuhr den Wagen bis zum Haus und erst dann, stiegen er und Mika ab. Nats befreite die Acht neuen Diener und zeigte ihnen gleich das Dorf.
„Ihr seid schon zurück?“, wunderte sich Rendi und schritt langsam aus dem Haus. Zasar nahm sie gleich in die Arme und bat Neret, die Vorräte ins Haus zu bringen. Es fühlte sich komisch für Mika an, als er plötzlich alleine stand. Jedoch gab es als Diener immer was zu tun und es war schon längst Zeit, dass er nach den Reusen sah.
„Neret, sag ihnen bitte, dass ich bei den Reusen bin.“, sagte Mika seinen Freund Bescheid, als der aus dem Haus kam und lief schon links an den Häusern vorbei. Die Reusen lagen an einem ruhigen Küstenabschnitt und waren in Hüfthohen Wasser befestigt worden. Ihr Haus hatte Zehn stück, wie jedes Haus das Fischte. Ihre waren mit einem grünen Band markiert worden, damit es keine Verwechslungen gab.
Sie hatten Glück. In jedem waren einige Fische und Krustentiere. Er schätzte den Ertrag auf knapp Zwölf Kilo und deswegen, lief er noch schneller zurück, um Zasar Bescheid zu geben. Rendi sah sich unten die Vorräte durch, die Neret schon reingetragen hat und sie war es auch, die ihm sagte, dass Zasar oben war.
Als er oben ankam, lag Zasar auf dem Bauch und spielte mit beiden Kindern. Den Winzling Lefet kitzelte Zasar den Bauch und mit Bant spielte er mit den Puppen. Mika ließ jetzt den Fischfang hintenanstehen und schnappte sich Bant, um sich mit ihm auf den Schoß aufs Bett zu setzten. Nun spielte er mit den kleinen und der Puppe, was Zasar Lächeln ließ.
„Weißt du Mika… eigentlich habe ich nicht geglaubt, dass ich so eine tolle Familie haben werde.“
„Ich wünsche mir auch sowas. Wirklich.“
„Ich wünsche es dir auch. Aber das Schwerste was einem passieren kann ist, wenn man sich um die Familie sorgen macht und da spielt es keine Rolle, ob man sich um den Vater sorgen macht, oder der Vater um den Sohn.“
Was er zu hören bekam, ließ seine Stimmung in den Keller fallen.
„Ich will mir nicht vorstellen, wie sich der Pharao fühlt… Ich habe es schon bemerkt, wie die Stimmung in der Stadt war. Und immer, wenn ich mit meinen Freunden was trinke, kommen wir auf genau dieses Thema zurück. Und immer in der Nacht stelle ich mir vor, wie jetzt der Pharao weinte, weil sein Sohn verschwunden war.“
Nun musste sich Mika auf die Lippen beißen, um einen bösartigen Kommentar zurückzuhalten.
„Was ich damit sagen möchte ist, dass die Kinder von den Eltern beschützt werden müssen. Die Eltern müssen sie in die Welt führen und sie nicht reinwerfen. Denn oft, wie bei mir, kommt man dann in eine Situation, die missverstanden werden kann vom Kind. Die Eltern müssten in dem Moment für das Kind interpretieren, damit es die Situation auch versteht und nicht missversteht.“
„Ich verstehe Zasar.“, war alles was Mika sagen konnte und auch wollte. Denn jetzt gerade, rebellierte sein Gewissen und zwang ihn schon fast zurückzugehen.
„Ich hoffe es Mika. Also… wie lange… willst du bleiben…“
„Ich bin NICHT DER PRI…“
„…zwischen meinen Beinen?“
Zasar legte Bant vorsichtig aufs Bett, als sein kleiner, junger Diener Mika den Satz von ihm nicht bis zum Ende angehört hatte und das aussprach, was er sich schon seit der Stadt dachte und nun, als Beseitigung hörte. Mika wusste was das alles sollte und Zasar hat ihn in eine böse Falle gelockt. Deswegen kämpfte Mika mit den Tränen und sah runter zu Lefet, der das alles nicht verstand und zu ihm hochsah.
Langsam rutschte Zasar zu Mika und nahm ihn dann einfach in die Arme, wo dann beim Jungen alle Dämme brachen.
„Mika, der ohnmächtig zu mir kam und sich innerhalb von Tagen in unser Leben geschlichen hat. Du hast uns so viel geschenkt und das Einzige was wir dir schenken können, ist unsere Loyalität. Wenn du willst, kannst du für immer bleiben und ein Teil unserer Familie werden. Wir werden woanders hinziehen, wo man nicht so schlecht über Männchen denkt, die mit Männchen ein Bett teilen. Wir nehmen dich, Nats und Neret in die Familie auf. Wir würden für dich eine Freundin, oder Freund suchen gehen. Du wirst mit unseren Kindern groß und stark werden und unser Geschäft übernehmen. Das alles und viel mehr, bieten wir euch drei an, wenn du bleibst.“
Mika war so gerührt von dem Angebot, dass er am liebsten ja gesagt hätte. Aber er konnte nicht. Zasar hatte die richtigen Worte gefunden, die sein Gewissen und seine Liebe zu Otto und Hator wieder weckte. Alles in ihm, schrie nach sein zu Hause, den Palast und nach Argos, bei dem er sich bedanken und auch, entschuldigen wollte.
„Ich… will so sehr Zasar… aber… ich kann nicht… nicht mehr… weglaufen.“
Erleichtert und traurig, seufzte Zasar auf und hielt Mika noch fester in den Armen.
„Bleibst du dann noch über Nacht?“
Mika nickte und nahm ihn dann auch in die Arme.
„Wir brechen morgen… früh auf.“
„Dann bist du heute noch Mika und morgen…“
„Der Prinz… von Ascardia…“, beendete Mika den Satz sehr traurig.
Daraufhin ließ ihn Zasar los und hob Bant von seinen Schob hoch, um ihn aufs Bett zu legen.
„Wollen wir noch einmal Angeln gehen?“
Mika grinste breit und nickte einmal. Sie beide standen schnell auf, gingen runter und sagten Rendi, dass sie noch fischen gehen wollen. Rendi sah sie beide überrascht an, um dann voll Trauer, Mika anzusehen. Er sah in ihren Augen, dass sie nun auch die Wahrheit kannte, dass dieser Satz: Wir gehen jetzt Fischen.“, ihr sagte, wer er war und dass ihr Leben gemeinsam unter diesem Dach, bald ein Ende haben wird. Dennoch, konnte er noch lächeln und er tat es wie jeden Tag in den letzten drei Wochen, ehrlich und breit.
Sie schnappten sich die Angeln, die vor dem Haus angelehnt waren und gingen rüber zum Steg, um sich dann auf dem Steg zu setzten und die Pfoten ins Wasser zu tauchen. Mika mochte mittlerweile das Fischen sehr, weil man darin seine Ruhe fand. Man musste lernen Geduld zu haben und sich zu entspannen.
„Ich werde euch nie vergessen Zasar.“, trällerte schon fast Mika und war einfach nur Glücklich, den heutigen Tag noch mit ihm zu verbringen.
„Ich werde euch auch nicht vergessen und ich würde mich freuen, wenn du ab und an zu Besuch kommen würdest.“
„Das werde ich und das erste was ich machen werde, wenn ich wieder zurück bin ist, dass ich euch 100 Goldstücke schicke.“
„Und ich dachte, dass wir schon die 10.000 wert sind.“
„Dafür müsstest du die Wachen rufen.“
Sie grinsten sich zu und Zasar seufzte zufrieden.
„Wir brauchen das Geld nicht, Mika. Mir ist es lieber, wenn wir alles von klein auf aufbauen. So haben wir alles in Überblick und sehen dann auch, wo man als nächstes investieren muss. Wie es bei euch drei der Fall war. Wir konnten dank euch die doppelte Menge liefern und somit doppelt mehr verdienen. Ihr… werdet uns sehr fehlen, aber durch euch haben wir einen großen Sprung nach vorne machen können. Ohne euch haben wir jetzt acht starke Wölfe und wir wissen jetzt auch, dass wir sie gut behandeln müssen, damit sie so gut sein werden, wie ihr es wart.“
Mika war Zasar dankbar, dass er nie nachfragte, wieso er davongelaufen war. Stattdessen sprach der Kater von der Zukunft, von seinen Plänen, die er hatte. Und Mika hörte solange zu, und fischte nebenbei, bis die Sonne den Horizont küsste. Denn da, verstummte Zasar und sie beide badeten im roten Licht der Sonne, von dem sie sich die letzten Tage immer verzaubern ließen.
Die Bewohner des Dorfes gingen langsam zurück in ihre Häuser, als das Rot in ein wunderschönes Violett überging und als sie sahen, dass sie die letzten am Steg waren und fischten, wurde es allmählich schon dunkel und sie zogen ihre Angeln ein und schauten, was sie so gefangen haben.
Sie haben gemeinsam noch zwei Körbe gefangen, die schwer auf ihren Rücken wogen, als sie langsam zurück in ihr Heim gingen. Drinnen herrschte Feierlaune, doch Mika blieb vor dem Vorhang stehen und ließ noch ein letztes Mal den Blick über sein Dorf schweifen. Er würde das letzte Mal für eine sehr lange Zeit das Dorf in der Dunkelheit sehen. Auch würde er Lars und die anderen nicht mehr sehen können.
Aber, nach wenigen Minuten und als Zasar seine warme Hand auf Mika rücken legte, war er bereit ins Haus zu gehen und das letzte Abendmahl mit seiner Familie zu verbringen. Drinnen saßen alle und es war kaum noch Platz da, als sie das Haus betraten. Nats half Rendi das Essen zu verteilen, während die anderen Wölfe suspekt das Essen in ihren Händen ansahen. Es gab Stöcklfisch und es roch herrlich im Haus, sodass Mika schon fast zu sabbern anfing vor Hunger.
Es wurde so gut wie möglich gefeiert und der neue Clanführer, fing mit Bant und dessen Puppe zu spielen an. Neret indessen trällerte eine Melodie und bevor dann auch Mika und Zasar zu essen anfingen, ging Mika zu Nats und hielt ihn die Hand hin.
Sie sahen sich lange in die Augen und Mika flossen die Tränen über die Wangen. Da wusste Nats, dass Mika eine Entscheidung getroffen hatte und am liebsten, hätte er mit Mika noch Monate hier verbracht, oder zumindest noch ein paar Tage in Frieden gelebt. Als dann Nats in den Lendenschurz griff, wurde es still im Haus und man hörte, wie der Ozean lebte. Zum Vorschein kam der Anhänger aus Silber und darum war die Kette gewickelt worden, wo unten ein goldener Ring dranhing.
Mika wickelte die Kette auf, öffnet sie und nahm den Ring in die Hand. Zuerst hing er sich die Kette um den Hals und schaute, dass der Anhänger mit dem Symbol des Pharao nach vorne sah. Dann streift er sich den Ring über den Mittelfinger und als er hochsah, kniete schon Neret und Nats tief und ließen noch tiefer ihre Häupter hängen.
Die Kette und der Ring fühlten sich schwer an und es war wohl die Last des Prinzen, die er langsam wieder spürte und auf den Schultern tragen musste. Sekunden später verbeugten sich Zasar und Rendi vor ihm, wobei er gleich zu Rendi ging und sie wieder aufrichtete.
„Du bist hochschwanger, pass lieber auf dich auf Rendi.“, sie grinste ihn wegen dieser Geste erfreut an und als sich Mika zu Nats setzte und laut „Guten Appetit!“, sagte, fing er wie die anderen, zu essen an.
Bis tief in die Nacht, aßen und sprachen sie, doch ein Wolf nachdem anderen fiel in den Schlaf und auch Zasar und Rendi wirkten immer müder.
„Machen wir für heute Schluss.“, sagte Zasar und half Rendi bei Aufstehen. Bevor Rendi mit ihren Kindern hochging, kam Mika zu ihnen und gab jeden einen Kuss. Bant und Lefet würde er wirklich vermissen. Er sah sie schon fast wie seine Brüder an, zumindest so lieb waren sie und er würde auch vermissen, wie Bant immer „Spielen!“ schrie.
Die Eltern der beiden bemerkten es und ein letztes Mal, bot Zasar Mika an zu bleiben.
„Ich überlege es mir. Ich werde gleich hochkommen und euch die Entscheidung sagen.“
Zasar nickte und sah Mika für einige Sekunden in die Augen, bevor er sich der Treppe zuwandte und Rendi rauf half. Es schliefen nun alle, bis auf Nats und Neret, die nun zu ihm schritten. Still weinend ging Mika zwischen ihnen hindurch zum Vorhang und es brach ihm das Herz, sie alle zu verlassen. Er hatte hier ein neues zu Hause, eine liebende Familie gefunden, wo er wirklich in Frieden und Glück und unbesorgt, leben und alt hätte werden können.
Draußen weinte Mika schon so sehr, dass er sich hinsetzten musste. Sein Herz weinte schrecklich und er sehnte sich nach allen, die er jetzt zurücklassen musste. Nats sah es natürlich und auch er, bekam feuchte Augen, während er Mika auf den Rücken hob, bevor er mit Neret losschritt.
„WIR WERDEN DICH NIE VERGESSEN MIKA!“, schrie Zasar aus dem Fenster und Mika sah hoch und sah ihn Winken. Mit beiden Händen und Armen winkte er zurück und schrie: „ICH WERDE EUCH BALD BESUCHEN KOMMEN! ICH LIEBE EUCH ALLE!“.
Nats fing zu rennen an und Neret folgte ihm dicht, als sie rauf zur Klippe zum Baum liefen. Dort bleiben sie kurz stehen, weil sie drei ein letztes Mal runter zum Fischerdorf schauen wollte und sich daran erinnern wollten, wie alles begonnen hatte. Mika weinte indessen herzzerreißend und flüsterte die Namen auf von den Personen, die er hier kennenlernen durfte. Auch Nats kannte jeden und wenn er nicht ein Krieger wäre, würde er vermutlich genauso weinen wie Mika.
Fast eine Stunde sahen sie einfach runter auf den Ozean und auf das Dorf hinunter und dabei, hörte Mika zu weinen auf und schwieg, während er alles nochmal durchging und wie es gestern war, das Leben als schwuler Junge in diesem Dorf, eine Neue und wunderschöne Wendung nahm.
Der Wind hat sich gedreht und führte nun runter zum Dorf. Wieder roch Nats das Waffen Öl und diesmal, gab es kein Entkommen, kein verbergen mehr. Sie haben vielleicht nur noch Minuten, bis es offiziell ist, dass der Prinz gefunden worden war.
Es vergingen vielleicht zwanzig Minuten, als der Soldatentrupp hinter ihnen stehen blieb.
„Wir suchen den Prinzen Michael. Man sagte uns, dass er hier gesichtet worden war. Habt ihr ihn gesehen?“, hörten sie die Stimme der Palastwache und Mika erkannte die Stimme sofort, doch er wollte sich nicht umdrehen. Jede Sekunde die verging, war eine Geschenkte, wo er jeden Tag durchging, während er hier war und lebte.
„Antwortet mir, oder ihr werdet festgenommen.“
Mika, der den Kopf auf den eingezogenen Knien gelegt hatte, hob den Kopf und sah nach hinten. Daraufhin folgte der Körper und im Schneidersitz, sah er dann, wie in einer Welle, die Wachen auf die Knie fielen und auch, wie jemand von hinten zu ihnen nach vorne Schritt.
Die Person hob ihn von Nats hoch und setzte sich mit ihm unter dem Baum.
„Sagt Hator und Otto sofort Bescheid, dass wir Mika gefunden haben und auch, dass sie kommen sollen!“
Mika genoss es so umarmt zu werden und wieder auf dem Schoß eines anderen zu sitzen. Gleichzeitig sah er runter zum Dorf und es zog ihn so unendlich nach unten zu Zasar.
„Mika… mein Prinz…“
„Ich weiß… ich… habe schon alles gehört.“
„Gut… ich vermute mal, dass du drei Wochen hier warst?“
Mika nickte und wieder, liefen ihm die Tränen über die Wangen.
„Dann erzähl mir, wie es war.“
„Ich… ich kann nicht Pestos. Es fühlt sich so an, als ob es für mich… als ob ich… ich will einfach nur zurück… Pestos. Ich… war bei ihnen ein Diener… ich war in der Dienerschaft glücklich… glücklicher und frei. Es war so wunderschön…, dass ich kein Prinz mehr sein möchte.“
„Wir… wissen was passiert ist von Argos und den Palastwachen und wir alle bedauern, dass es so weit gekommen war. Wir hätten dich noch ein paar Wochen in Palast behalten sollen und die vier Jungs besser durchleuchten sollen. Das war zumindest Argos Meinung bei der Befragung.“
„Aber als Prinz… werde ich immer auf Leute treffen, die falsch sind. Doch dort unten, bei Zasar, Rendi, Levet und Bant, habe ich eine Neue Familie und Freunde gefunden, die mich so liebten, als wäre ich ein Teil ihrer Familie. Ich wusch für sie die Lendenschürze, ich machte den Abwasch. Ich half Rendi bei den Fischen und… fischte mit Zasar stundenlang am Tag. Ich spielte mit ihrem Kind und ihrem Baby und ich war einfach nur glücklich… einfach nur glücklich. Ich habe mitgeholfen das die Familie sich was aufbaut und das… machte mich so stolz… was kann ich schon als Prinz machen…?“
„Mehr, mein Prinz. Du kannst das Dorf weiter ausbauen, die Straße verbessern lassen, ihnen ein Fischerbot schenken…“
„Du verstehst es nicht Pestos!“, wurde Mika laut und sah nun das erste Mal hoch zum Berglöwen.
„Sie sind glücklich damit, was sie haben und was sie sich mit ihren eigenen Händen aufbauen! Sie brauchen keinen Prinzen der ihnen Geschenke gibt! Sie wollten nicht mal die Belohnung haben! Stattdessen…“, Mika kullerten wieder Tränen des Alleinseins über die Wangen.
„Stattdessen… wollten sie einfach, dass ich bei ihnen bleibe und ICH MÖCHTE ES AUCH! WIESO SOLL ICH ALSO ZURÜCK! SAG ES MIR PESTOS! WIESO DARF ICH NICHT GLÜCKLICH WERDEN!“
Pestos schwieg und sah dann runter, nachdem Mikas Wutanfall vorbei war und der Prinz aufgelöst in seinen Armen hing und sich laut nach den Personen sehnte, die ihn unten aufgenommen haben.
Nats hat sich das alles angehört und es war nun an der Zeit, selbst was zu sagen.
„Pestos, mein Name ist Nats und ich habe mich um Mika in den letzten drei Wochen gekümmert. Meiner Meinung nach, hat er hier eine ehrliche Familie kennengelernt, wogegen er im Palast unvorbereitet den Lügen und der Täuschung ausgesetzt wurde. Zumindest, was Randel und Nektos über ihn sagten… hat Mika sehr verletzt und hier hat er die Heilung erhalten, die er brauchte. Ich vermute, dass Mika jetzt wissen möchte, was ihr anders machen möchtet, nachdem er zurück ist.“
Pestos hat ihn in Ruhe zugehört und nachdenklich sah dann der Lehrmeister des Pharaos runter zu Mika, der wiederum in seinen Augen hin und hergerissen war. So eine Zerrissenheit zwischen zwei Welten war etwas, was er noch nicht erlebt hatte.
„Mika braucht beides. Eine ehrliche und liebevolle Familie und die Personen, die ihn so unendlich lieben, wie Hator, Otto und auch… Argos.“
„Scheiß auf Argos…“, brummte Mika und sie alle hörten, wie Mika kurz vor einen Wutanfall war, als der Name genannt wurde. Nats sah Mikas Reaktion als übertrieben an, besonders, weil Argos bis jetzt, nicht seine Sicht der Geschichte erzählen konnte. Dennoch, bis jetzt hat Nats noch nichts gehört, was Mika davon überzeugen konnte, mit in den Palast zu gehen. Auch Nats würde sich in Mikas Rolle für das Dorf entscheiden, noch.
Pestos hingegen wusste nicht, was er sagen konnte, um Mika umzustimmen. Wenn Mika dort unten glücklicher war, als im Palast, dann konnten nur zwei Personen auf diesen Kontinent den Jungen umstimmen und er hoffte, dass sie bald eintrafen. Doch bis dahin, musste er mit Mika sprechen und schauen, dass der Junge nicht abermals davonlief. Denn, er fühlte, dass Mika überall glücklicher wäre, als im Palast.
„Wenn es dich so sehr zu Zasar zieht, wieso bist du dann hier und nicht dort unten.“
„Weil… ich alles klären wollte. Ich wollte das ihr die Suche nach mir einstallt, dass die Priester nicht mehr mit Steinen beworfen werden. Und ich wollte, Hator und Otto wieder glücklich machen.“
„Ich spüre aber Mika, dass dich das alles nicht Glücklich macht.“
Mika nickte und blickte wieder runter zum Dorf.
„Schau Nats, dort unten ist Lars!“
Nats sah dorthin wo Mika zeigte und tatsächlich, ging Lars rüber zum Zuber.
„Wer ist Lars?“, fragte Pestos und er sah dort einen Gepard, der am Strand rüber zu einem kleinen Bach ging, der etwas weiter vom Dorf entfernt war und wo dort ein kleines Feuer brannte.
„Lars… ist ein Freund von uns. Er hatte Probleme erregt zu werden, doch durch meine Rücken und Po Massage, konnte er gestern Nacht wieder zur vollen Männlichkeit zurückfinden. Weißt du Pestos… in diesem Dorf sind Schwule gehasst und sie werden aus dem Dorf gejagt, aber die Diener, treiben es alle am Zuber, was ein sehr großes Geheimnis ist. Sie Luden mich gestern ein mitzumachen, sofern ich den anderen helfe auch wieder zur vollen Männlichkeit zurückzufinden. Heute Nacht, wäre ich zu ihnen gegangen… ich wollte so gerne zu ihnen gehen… um danach… in Zasars oder Nats Armen einzuschlafen.“
Nats fand die Geschichte zu kurz und daher, erzählte er ihm die ganze Geschichte es beim Zuber passiert war. Mika schwelgte dabei in Erinnerungen und fing sich den Schritt zu massieren an. Diesmal durfte Mika steif werden und er hatte noch immer das Bild im Kopf, wie geil und heiß Lars Penis war, als der sich neben ihn setzte und sich einfach Pfotete. Der Geruch von dem warmen Samen, roch er wieder und am liebsten, wäre er einfach runtergerannt zu Lars, um sich auf ihn zu stürzen und sich zwischen seinen Beinen gemütlich zu machen.
Nats sah was Mika machte und da entschied er sich zu erzählen, was er sah, als Mika mit Zasar zum Steg in der Nacht gingen, nachdem sie vom Zuber zurück waren. Pestos wurde selbst hart, als Nats dies erzählte, wie Zasar fast eine Stunde Mika am Steg geleckt hatte.
Abseits dieser heißen Geschichte, erfuhr er langsam, was die drei alles erlebt haben und wie Geschickt Nats herummanövrieren konnte, um Mika zu schützen und sich den größten Vorteil aus manchen Situationen zu nehmen.
Kurz gesagt, er war froh, dass Nats bei Mika war. Wer weiß wie die ganze Geschichte geendet hätte, wenn wer anders bei Mika gewesen wäre, als Nats. Nachdem Nats mit der Erzählung fertig war, seufzte er und sah wieder runter zum Haus, wo er die letzten drei Wochen mit Mika und Neret zusammengelebt hatte.
„Weißt du Pestos… ich würde auch gerne mit Mika und Neret zurückgehen. Es war idyllisch und ein warmes Zuhause. Ohne große Höflichkeiten und Verbeugungen, lebten wir unser Leben von Tag zu Tag. Und von Tag zu Tag, wurde es immer besser und schöner. Mika wurde in das Bett unserer Herren und Herrin eingeladen und durfte bei ihnen schlafen und beim Liebesspiel mitmachen. Ich durfte mir ein Männchen schnappen, den ich zum Ficken benutzten konnte und auch Neret, hätte einen bekommen. Wir hatten alles, nach drei Wochen. Doch die Frage die ich mir stelle ist, was werden wir nach drei Wochen im Palast haben? Ich muss mich wieder vor jedem Verbeugen und darf nicht einmal meine Meinung sagen, weil meine Meinung unwichtig ist. Deswegen möchte ich dir jetzt die ganze Geschichte erzählen. Was passierte, als ich und Neret die Palastwaschen abgehängt haben, damit du verstehst, wieso wir eigentlich nicht zurück möchten.“
Neret setzte sich neben Nats und schloss die Augen, als Nats ganz von vorne begann. Pestos lehnte sich mich Mika nach hinten an den Baumstamm und schloss ebenfalls die Augen, um sich das bildlich vorzustellen, was die drei in den letzten drei Wochen erlebt haben.
Über eine Stunde erzählte Nats alles und auch, wie er Mika in der Wüste das Leben gerettet hatte. Mika war erschrocken von dem, was er gehört hatte, aber nicht sonderlich verwundert. Nats und Neret haben Mika mit ihrem Urin die nötige Feuchtigkeit am Leben erhalten und als sie nicht mehr geben konnten, gaben sie Mika ihr Blut zum Trinken. Nur so, konnten sie Mika am Leben erhalten, bis sie das Dorf fanden. Dort hat Nats jedem gefragt, ob sie die Diener brauchten. Doch jeder Haushalt schreckte zurück, als Mika zum Vorschein kam. Nur Zasar und Rendi haben sie aufgenommen, als Mika zum Vorschein kam und alles in ihrer Macht getan haben, dass der Junge was zum Trinken bekam und kein Sonnenschein mehr abbekam. Und nach einem Tag, öffnete Mika die Augen. Schon am nächsten Tag, half Mika im Haushalt und er erzählte seinen Jungen alles wichtige, damit sie im Dorf ein normales Leben führen konnten und darunter war auch, dass Mika keinen sagen, oder zeigen durfte, dass er schwul war. Unter keinen Umständen durfte das passieren und dennoch, nach mehr als zwei Wochen wo sie sie dann hier lebten, kamen alle Geheimnisse des Dorfes raus. Ein paar Minuten bevor Nats mit der Geschichte fertig war, ging der Teil der Geschichte zu der Geschichte mit dem Zuber über und alles war dann zusammengefügt.
Am Ende, hatten Nats, Neret und Mika, ganz feuchte Augen. Sie sehnten sich so sehr nach diesen drei Wochen, dass sie wieder runterblickten und auch Pestos, verstand nun, wieso Mika so sehr wieder zurückmöchte. Es war, wie es Nats beschrieben hat, ein warmes und idyllisches zu Hause gewesen und sowas, war der Palast nicht. Im Palast war jeder für den Pharao und dessen Familie da. Hier aber, hielt jeder zusammen, das ganze Dorf war eine einzige große Familie.
Im Palast konnte Mika jemanden ins Bett einladen und bei dem Gedanken fiel ihm etwas auf. Vielleicht war Mika nicht die Art von Person, die über andere Herrschen wollte. Und da fiel ihm auch wieder ein, was ihm Argos erzählt hatte. Mika wollte mit Argos nur Sex haben, wenn es Argos auch wollte. Mika brauchte keine Freunde in gleichen Alten, sondern jemanden, der ihn motiviert mitzumachen. Ein älterer Bruder wäre das richtige für Mika gewesen. Doch das spielte jetzt alles keine Rolle mehr. Denn bis jetzt, hat Mika nicht einmal Interesse gezeigt, was aus Randel, Nektos, Matos und Harlan geworden war. Und auch nach Argos, hat er noch nicht gefragt und da wusste er, dass Mika die fünf verdrängt hatte. Er wusste nun, dass die fünf ihn schlimm verletzt haben und das so sehr, dass Mika die Flucht ergriffen hat.
Es ist also kein Wunder, dass Mika zurückwollte, weil Mika eben Angst hatte zurückzugehen um wieder verletzt zu werden, wie es schon einmal war. Wie Nats es sagte, fand Mika hier die nötige Heilung und das vertrauen, wieder mit jemand fremden ein Band zu knüpfen. Und ausgerechnet er war hier, um dieses Band zu zerschneiden. Ausgerechnet er, war der auserkorene Mika wieder wehzutun. Dennoch, Mika hat sich entschieden und wartete hier oben auf sie, um zurück in den Palast zu gehen. Mika wollte alles wieder zurechtbiegen. Doch was jetzt viel wichtiger war, war nicht alles rückgängig zu machen, sondern Mika auch zu zeigen, dass es im Palast nicht so schlimm ist.
Pestos Ohren zuckten, als er hörte, wie ein Wagen über die Straße donnerte. Er wusste nun was kommt und er verfluchte es und war gleichzeitig auch Glücklich.
Es dauerte keine Minute, bis der Wagen zum Stehen kam und Hator und Otto zu ihnen gerannt kamen. Nur in Lendenschürze gekleidet, hob sie beide Mika auf und weinend, schlossen sie ihren Sohn in die Arme.
Doch Mika erwiderte es nicht. Das Band zu ihnen war gekappt worden. Stattdessen wollte er zurück zu Zasar und Rendi. Er wollte wieder mit Bant und der Puppe spielen. Er wollte Lefet über die knackigen Wangen streichen. Er wollte einfach wieder zurück nach Hause, zu seinem Strohbett.
Otto und Hator bemerkten langsam, wie teilnahmslos Mika auf das Wiedersehen reagierte und das, zerriss beiden das Herz. Pestos warf sich gleich in die Presche und nahm Mika aus ihren Händen, um ihn dann zu Nats abzusetzen. Sofort nahm er seine zwei Pharaonen auf die Seite, um mit ihnen zu sprechen, die schwer verletzt und betroffen waren.
Mika weinte indessen.
Nats sah es und legte ein Arm um seinen PRINZEN.
„Nats… wieso bin ich nicht *Schluchz*… Glücklich?!“
„Weil du… Zasar und Rendi… nicht verlassen möchtest…!“
Mika weinte noch schlimmer und nickte mehrmals.
Pestos tat sein Bestes Hator und Otto zu beruhigen und als sie dann sich etwas beruhigt haben, konnte er seine Sicht der Dinge offenlegen und Mikas Geschichte erzählen.
„Und…*Schluchz*… wieso bin ich nicht Glücklich… *heul*… meine Eltern zu seheeeennn…“, Mika fiel in seiner tiefsten Verzweiflung in einen heftigen Weinkrampf. Nats wusste es gleich, aber er traute sich das nicht auszusprechen. Unbewusst wusste Mika, wer ihn wichtiger war in seinen Leben. Auf jeden Fall waren es nicht die zwei Pharaonen im Palast der Lügen und Täuschungen. Mikas zwei Väter waren ehrlich, davon ging er aus, aber das ganze Umfeld, dafür war Mika nie vorbereitet worden und auch nicht auf Freunde, die ihn verraten würden. Wenn man einmal das vertrauen einer Person verloren hat, dann ist es fast unmöglich das Vertrauen zurückzugewinnen.
Der Einzige, der vielleicht noch eine Chance hatte, war Matos. Der Knabe hat aber einen schlechten Start, wenn der zurück zu Mika käme.
Aber Nats hatte nun genug nachgedacht und genug Tränen gesehen. Mit Mika auf den Arm, stand er auf und ging zu dessen zwei Väter. Die Wachen zogen die Waffen, hielten sich aber noch zurück. Er baute sich vor Pestos und seinen zwei Herrscher auf, die sich langsam beruhigten, als er warm zu ihnen sah.
„Es wird Zeit, dass ihr euch bei Mika entschuldigt für eure Blindheit.“, die Wachen hielten den Atem an, als der Satz fiel.
„Mika hat dort unten eine Familie gefunden, die ihn mit offenen Armen empfangen und sich um ihn gekümmert haben. Er fragte mich vor kurzem, wieso er nicht glücklich war euch zu sehen und es liegt klar auf der Hand. Ihr müsst jetzt eine Familie werden, Zeit miteinander verbringen und Mika nicht noch einmal wegschicken mit Personen, die er gerade einen Tag kannte. Und auch Argos, sollte sich bei Mika entschuldigen und um Verzeihung bitten. Und Argos sollte auch der sein, der mit Mika Tag und Nacht fickt. Der junge braucht das und so, wird auch das Band zu Argos gefestigt.“
Die Wachen hielten ein zweites Mal den Atem an, wenn das überhaupt möglich war.
Ein Band knüpfen
Hator hörte die Wahrheit hinter diesen Worten und von dem, was Pestos versucht hatte ihn zu sagen, konnte er schnell alles zusammenfügen. Die Tränen, die aus seinen goldenen Augen kamen, versiegten, als er einen Schritt näher zu diesen Wolfen Nats ging. Er erinnerte sich an die Worte von Mika, als ihn sein Junge vorstellte. In den roten Augen konnte er die Sorgen um Mika sehen und deswegen, packte er Nats schnauze und riss den Kopf des Rüden zu sich runter. Sie starrten sich in die Augen, nachdem Nats widerstandslos zuließ, wie er ihm den Kopf runterzog.
Er schloss die Augen und sachte, legten sich seine Lippen auf die Stirn von dem großen und fürsorglichen Wolfen.
„Ich danke dir, dass du dich um Mika gekümmert hast. Doch gleichzeitig hättest du ihn zu uns bringen sollen. So viele Leben haben den Tiefpunkt erreicht. Deswegen gebe ich dir aber nicht die Schuld. Es ist nur eine Information. Und… ich werde deine Worte beherzigen. Und, ich gebe dir und Neret die Freiheit zurück. Was ihr gemacht habt, ist mehr als eine Dienerschaft von euch abverlangt. Ihr wart da, wo wir versagt haben und ihr habt Mika beschützt, körperlich, wie auch seelisch. Deswegen, sagt mir, was ihr wollt.“
Für Nats war es einfach.
„Ich möchte einfach weiterhin für Mika da sein. Ich habe es auf meinen Gott geschworen und nichts und niemand, kann meinen Schwur brechen.“
Daraufhin sah Hator rüber zu Neret und der Wolf bezog Stellung, indem er sich neben Nats stellte.
„So sei es. Ihr beide bleibt bei Mika und beratet ihn in allen Dingen, wenn er nach eurer Meinung fragt.“
„Neee…!“, sagte gleich Nats und fing gleich zu lächeln an. Hator hob eine Augenbraue und war überrascht das zu hören.
„Wir werden nicht erst reden, wenn wir dürfen! Ich und Neret werden immer offen sprechen. Denn so sind wir und so, kennt uns Mika. Das ist doch das, was Ihr wollt, oder?“
Hator seufzte wegen diesem Wolf, weil der wieder die Wahrheit gesprochen hat.
„Gut, dann… darf ich meinen Sohn in die Arme nehmen?“
Nats sah an sich runter und Mika hatte zu weinen aufgehört. Vorsichtig übergab er seinen PRINZEN dessen Vater und das Erste was Hator tat, war sich aus den tiefen seines Herzens bei Mika zu entschuldigen. Auch Otto tat es dann, als der zu ihnen schritt und da, erwachte Mika zum Leben. Der kleine Prinz umschlang sie beide am Hals und drückt sie fest an sich.
„Verlasst mich nicht…“, hörten sie alle am Baum von Mika flüstern und nicht nur bei Otto und Hator, kam Freude auf, sondern alle Wachen fingen zu jubeln an. Hator und Otto, gingen mit Mika in den Armen zum Streitwagen zurück und Nats würde so schnell laufen wie nur möglich, um gleich wieder bei Mika sein zu können.
Doch anders als erwartet, sah Hator nach hinten zu ihnen zwei.
„Kommt ihr?“
Da blieb Nats die Spucke weg. Damit hat er nicht gerechnet und deswegen, ging er und Neret langsam zum Streitwagen. Er glaubte das es eine Falle von den Pharaonen war, doch als er sich hinter Hator auf den Streitwagen stellte und gleich danach Neret hinter Otto, und sie langsam losfuhren, ließ er langsam seine Vorsicht fallen.
Sie hörten den Jubel der Wachen, als sie die Straße entlangfuhren und als sie recht schnell die Provinzstadt erreichten, warteten auf sie an die 100 Palastwachen auf Pferden, die sie nun begleiteten. Auch die Stadt fing zu jubeln und zu feiern an, als alle sahen, dass der Prinz bei seinen Vätern zurück war. Die Händler und Reisenden auf der Straße beteten für sie und feierten auf der Straße, als sie an ihnen vorbeifuhren.
Innerhalb von einer Stunde, wusste es schon die ganze Provinz und von dort aus, später der ganze Kontinent. Die Bürger in der Hauptstad fingen drei Tage durchgehen zu feiern an. Blumen legten sie vor den Palasttor, um zu zeigen, dass sie Glücklich waren und an sie dachten.
Doch Mika, war nicht glücklich. Er wollte keinen sehen und nicht einmal Nats kam mehr zu ihm durch. Im Schlaf flüsterte Mika die Namen Zasar und Rendi. Und egal was sie anstellten, alles war vergebens. Am Ende lagen Hator und Otto nur bei Mika und das war das Einzige was Mika daran hinderte zu weinen. Und Nats natürlich auch, wenn die zwei Väter für einen kurzen Moment wegmussten.
Fast zwei Wochen sprach Mika nicht mehr und aß kaum was. Es brach nicht nur Nats und Nerets Herz in zwei. Auch Otto und Hator machen sich durchgehen sorgen um Mika und sie flüsterten miteinander, ob sie Mika doch nicht zurück zum Dorf schicken sollten.
Doch dann reichte es Nats Mika so zu sehen. Es war mitten in der dritten Woche und solange hat es auch gedauert, bis ihm eine Idee kam, wie sie alle Mika wieder zum Lachen bringen konnten. Es war Zeit einen Schritt zu gehen, der Waghalsig war, aber vielleicht auch notwendig.
Nur ungern verließ er das Bett von Mika, der gleich darauf zu weinen anfing. Doch er musste seine Idee den Vätern von Mika mitteilen, die gerade am Tisch saßen und schnell was aßen, um dann wieder zurück zu Mika zu gehen.
Nicht nur Otto und Hator haben an Gewicht verloren, sondern auch Nats und Neret. Neret lag wachend am Bettende und aß nur dann was, wenn Mika was aß. Deswegen setzte er sich gleich zu ihnen und gönnte sich auch ein paar happen.
Sie alle waren des Redens leid und deswegen schwiegen sie mehr, als sie sprachen. Deswegen musste Nats alle Reserven aktivieren, um zu sprechen.
„Wir sollten Harlan und Matos zu Mika lassen.“
„Dumme Idee.“, warf gleich Otto ein und Hator nickt zustimmend.
„Find ich nicht! Schaut, ich erkläre es euch.“, müde von den vielen Erklärungen drehte Hator nur halb den Kopf zu Nats und hörte auch nur mit einem Ohr zu.
„Mika braucht jemanden bei sich, der gleichgestellt war. Bei Zasar war es dann auch, als sie ihn ins Bett einluden.“
„Und? Wenn Mika die beiden sieht, werden alte Wunden aufgerissen.“
„VIELLEICHT! Aber, man muss sich der Vergangenheit stellen, um alte Wunden heilen zu können!“, zwinkerte Nats den beiden Pharaonen zu und sie wurden tatsächlich hellhörig.
„Und Argos sollte auch wieder zurückkommen. Er war der Erste, der einen Band zu Mika geknüpft hat und das braucht jetzt Mika. Er muss die alten Wunden heilen und nicht wie im Dorf, sie vergessen und ein Neues Leben beginnen.“
Hator drehte sich nun zu Nats um und dachte laut nach.
„Das alte Leben mit dem alten heilen… es klingt unlogisch und doch ergibt es Sinn.“
„Sag ich ja.“, warf Nats gleich hinterher und fügte noch was hinzu.
„Und vielleicht, weckt es Mika Lebensgeister wieder, wenn er sieht, dass es langsam vorangeht. Vielleicht wartet er genau darauf, sich dem Schmerz zu stellen? Wieso sonst hat er selbst entschieden, sein neues Leben im Dorf zu beenden? Wo er… wir glücklich waren? Weil er das Leben im Palast eine zweite Chance geben möchte, natürlich unterbewusst.“
Otto sprang auf und Nats sah den Jaguar endlich wieder Lächeln nach all den vielen Tagen.
„Ich hole sie!“, rief der Kater und rannte schon zur Treppe und stolperte fast bei den Stiegen. Aber Nats war noch nicht fertig.
„Mein Pharao, wir müssen uns auch überleben, ob wir nicht noch Zasar zur Hilfe holen.“
„Das… ist schon erledigt. Ich habe Pestos losgeschickt um diesen Zasar zu holen. Sie sollten heute Nachmittag ankommen.“
Nun war Nats wirklich baff.
„Du wirkst verblüfft, traust du mir so wenig zu, Wolf?“
„Nunja…“
„Ich bin nicht blind, zumindest noch nicht. Wenn mein Mika in schlaf nach ihm ruft, dann möchte er ihn unbedingt wiedersehen. Und vielleicht kann Zasar etwas bewirken, woran wir gescheitert sind.“
Eine leicht gekleidete Palastwache lief von der Treppe zu ihnen und war schon ganz außer Atem.
„Mein Pharao, Pestos ist zurück!“
Hator ließ die Trauben von der Hand auf den Teller einfach fallen und stand gleich auf. Hoffnungsvoll schritt er zur Treppe, wo er schon Pestos Kopf sah. Auf halben Weg zur Treppe, trafen sie sich alle und Hator sah nun zum ersten Mal Zasar, der sich mit großen Augen zuerst umsah und von dem, was er sah, schwer beeindruckt war.
„Ich habe dich später erwartet.“, herzlich nahm er Pestos in die Arme, den er schon lange nicht mehr gesehen hatte. In der Zeit, wo er und Otto bei Mika waren, hat sich Pestos um das Reich gekümmert und auch, um Argos. Nachdem sie sich gedrückt haben, sah Hator sich Zasar an, der schon den Blick suchend wandern ließ. Ihm fiel auf, das den Kater die Höflichkeiten am Hof recht egal waren, was Hator ihm sofort verzieh.
Deswegen machte er etwas, was er von Otto gelernt hatte. Offen lächelnd, ging er zu dem schwarzen Puma mit dem sehr dünnen Lendenschurz und reichte ihn einfach die Hand.
„Hator.“, stellte er sich vor und Zasar sah mit aufgerissen Augen die Hand und dann ihn an. Aber dann fielen den Kater die Höflichkeiten ein und tief, war die Verbeugung vor ihm. Seufzend und genervt jetzt, schnappte er sich Zasars Hand, drückte sie und richtete mit der anderen Hand den Kater auf.
„Sparen wir uns das Zasar. Ich danke dir das du so schnell gekommen bist!“, während er das sagte, schlang er den freien Arm um den Kater, drückten ihn einmal und ließ ihn dann gleich wieder los.
Zasar sah noch immer runter zu seiner Hand, die ihn der Pharao noch hielt.
„Dann… Zasar, Fischer und Vater von drei Kindern.“
„Drei?!“, verblüfft sah der Kater aus, der aber gleich strahlend zu grinsen anfing.
„Ja, Rendi, mein Weib, hat vor einer Woche die Niederkunft gehabt und ich habe nun endlich eine Tochter. Rendi wäre auch sofort gekommen, doch sie muss sich noch erholen im Bett!“
Hator hatte ein ungutes Gefühl bei der Sache, wie Mika das aufnehmen würde, doch bevor er diesen Gedanken weiterspinnen konnte, fing Zasar zu sprechen an
„Wo ist Mika?“
„Er ist in seinen Räumen und hat seit knapp drei Wochen nicht mehr geredet. Im Schlaf träumt er von euch und ruft nach euch…“, Hator führte Zasar an der Hand zu Mika und als der Kater wusste, wohin er geführt wurde, ließ er Hators Hand los und rannte sogleich los.
Zasar wollte Mika wiedersehen. Auch er hat von ihn geträumt und er spürte seit Tagen im Magen, dass Mika sich schlecht fühlte. Und er hatte eine Böse Ahnung, die schwer über ihn hing. Im Raumeingang blieb Zasar stehen, weil er den weinenden und abgemagerten Mika erblickte, der mit dem Rücken zu ihm im Bett lag. Auf einen Blick erkannte er, wie schlecht es Mika wirklich ging.
Da Pestos ihn alles Nötige erzählt hatte, seit Mika hier ankam, wusste er gleich, was Mika fehlte. Jedoch war es schlimmer, als er befürchtet hatte. Kurz überlegte er sich, was er zuerst sagen sollte. Am Ende, fiel ihm aber nur eines ein.
„Wir haben eine Tochter bekommen Mika.“
Nats wollte das Zusammentreffen von Beiden mit eigenen Augen sehen. Und es war Herzergreifend. Mika setzte sich gleich auf, als Zasar diese freudige Nachricht sagte. Sie sahen sich kurz an und Zasar strahlte übers ganze Gesicht, während Mika sofort weinend über das Bett langsam zu ihm kroch und bevor Mika aus dem Bett fiel, nahm ihn Zasar in die Arme.
Nats und Hator zogen sich zurück und setzten sich draußen vor die Tür auf den Steg um mitanzuhören, was drinnen gesagt wird. Dazu kam auch Pestos, der sich neben Hator setzte und seinen Pharao endlich wieder leicht grinsen sah.
„Mika…“, hauchte Zasar und verlort ein paar Tränen, weil sein Junge sich in sein Fell festkrallen und das Gesicht in seine Brust drückte.
„Wieso weinst du?“, diese Frage hätte er sich sparen können, da er die Antwort schon wusste, als Mika zu ihm aufblickte.
„Ich habe dich auch vermisst. Rendi vermisst dich auch und Bant fragt jeden Tag nach dir. Immer sagt er „Mika? Spielen!“. Das ließ Mika noch heftiger weinen und jeder der das hörte, spürte Mikas schmerzen im Herzen. Zasar ließ Mika zuerst ausweinen und dabei stellte er traurig fest, dass Mika ordentlich abgemagert war.
Es dauerte fast zehn Minuten, bis Mika langsam aufhörte und dann müden in seinen Armen lag.
„Wie groß ist der Palast Mika?“
„Groß!“, krächzte Mika und sah zu ihm rauf.
„Willst du ihn mir nicht zeigen? Ich brenne darauf, was ich alles zu sehen bekomme!“, Mika grinste leicht und nahm seine Hand. Etwas unsicher war Mika auf den Pfoten, als der aus dem Bett aufstand und an ihn zog.
Nats, Hator und Pestos, sahen Mikas grinsen und auch, wie dessen Lebensfreude zurück war, als ihr Junge den schwarzen Puma aus dem Raum zerrte und ihn alles zeigen wollte. Hator und Nats sprangen auf, um auf etwas abstand, den beiden zu folgen.
Mika zeigte zuerst, was hier alles war, bevor er runter ging. Er zeigte wo seine Eltern schliefen, dann zeigte er mit einem Finger, wo damals seine Freunde waren und auch, dass man hier schwimmen konnte, falls man es wollte. Daraufhin zeigte er ihm den Platz hinter dem Raum seiner Eltern den Platz, wo sich die Familie um ein eingelassenes Bad entspannen konnte. Es war nach dem Haus Rosé empfunden, wo man auf liegen und unter Sonnenschirmen die wunderschöne Aussicht auf den Ozean, die Freizeit genießen konnte. Sogar zwei Himmelbetten waren hier.
Zasar merkte, was hier ablaufen könnte, wenn alles einmal in Ordnung kommt. Doch bevor er seine Phantasie schweifen lassen konnte, zog ihn Mika auch schon weiter. Die Palastwachen staunten nicht schlecht, als sie Mika unten an der Treppe erblickten und wie ihr Pharao, der gleich hinterherkam, fingen sie zu Grinsen und innerlich zu weinen und zu jubeln an. Mika zeigte ihm als nächstes wo die Diener waren, die bis jetzt, nur sein Vater gehörten.
Zasar blutete fast aus der Nase, als er die ganzen nackten und heißen Männchen erblickte. Dann kam der Thronsaal dran und dann der Raum, wo die Feiern abgehalten werden neben dem Thronsaal. Als nächstes zeigte er ihm die Räume, wo die Diener ihre Familien hatte und auch dort wohnten und lebten, bis der Pharao sie zu sich rief, oder sie von selbst zu ihm rauf gingen, um dort den Tag zu verbringen und sich gegebenenfalls, ihn anzubieten.
Zasar fiel auf, wie Mika diesen Trakt besonders hervorhob und selbst stellt er sich kurz vor, hier mit seiner Familie für eine Gewisse Zeit zu leben. Doch diesen Gedanken ließ er schnell fallen. Danach zeigte er ihm die Räume der Palastwachen, die Rüstkammer, die Lagerräume und Küche und zum Schluss, die vielen Terrassen vor dem Thronsaal. Sie blieben bei der ersten Terrasse stehen und Zasar, setzte sich auf die Hüfthohe Mauer rauf, um den Ausblick zu genießen.
„Willst du dich nicht zu mir setzen?“
Mika schüttelte den Kopf.
„Wieso?“
„Ich habe Argos versprochen, dass ich das nicht mehr mache!“, krächzte Mika wieder und hustete leicht und rieb sich den Hals danach.
„Bist ein braver Junge, wie damals!“
Mika ließ gleich die Ohren hängen und Zasar umschlang ihn. Er drückte Sekunden später seinen Jungen kurz von sich und sah ihn sich an. Mikas Fell im Gesicht war ganz verkrustet von den fielen Tränen. Deswegen nahm er sachte Mikas Kopf in beide Hände und mit den Daumen, strich er das ganze Salz aus dem Gesicht, bevor er zu sprechen anfing.
„Wir haben unserer Tocher einen wunderschönen Namen gegeben. Weißt du vielleicht welchen?“
Mika schüttelte kurz den Kopf, um sich dann wieder in seine Hände zu schmiegen.
„Ihr Name ist Mika, mein Junge.“
Mika erstarrte und sah ihn mit feuchten Augen an.
„Wir dachten… wir hoffen, dass sie so wird wie du. Lieb, Lebensfroh und voller Energie. Es ist üblich hier in diesem Land, dass man seinen Kindern die Namen des Pharaos gibt. Aber du bist noch keiner. Doch du wirst einer werden. Mika… es tut mir so weh, dich so zu sehen. Wo ist der Mika, der immer vor uns aufgestanden ist, um nach den Reusen zu sehen? Wo ist der Mika, der den alten Greis half, sich auf den Stuhl zu setzten. Man hörte deine fröhliche Stimme im Dorf bei jedem, der dir über den Weg lief. Dein „Guten Morgen!“, erhellte uns alle den Tag.“
„Ich möchte auch zurück, Zasar…!“, hauchte Mika und umschlang ihn am Bauch.
„Ja… das möchte ich auch. Ich möchte auch wieder mit dir Angeln und die Möwen verjagen, wenn wir einen Fisch fingen. Ich möchte von dir geweckt werden, wenn ich am Nachmittag am Steg eingeschlafen bin. Jeden Abend… seit du weg bist… bittet Rendi dass du die Fische entschuppst, bis ihr dann im nächsten Moment klar wurde, dass du nicht mehr bei uns bist.“
Zasar fing nun selbst langsam zu weinen an. Er hätte nicht geglaubt, wie sehr ihnen allen, Mika fehlen würde. Doch schnell riss er sich zusammen und wischte sich mit dem Arm die Tränen davon.
„Doch das Leben, geht weiter mein Prinz. Und du MUSST den nächsten Schritt machen. Es kann so nicht weitergehen mit dir. So sehr es uns beiden wehtut den nächsten Schritt zu machen, aber es muss sein. Nur weil du nicht mehr bei uns lebst, heißt es nicht, dass wir keine Freunde mehr sind! Wir werden für immer Freunde sein, Mika, dass verspreche ich dir!“, Zasar rutschte runter von der Mauer und nahm Mika ganz fest in die Arme.
„Du wirst immer einen Platz haben in unserer Familie, mein Mika. Du kannst wann immer du willst, zu uns ins Bett kommen. Doch zuvor, lache bitte.“
Mika sah hoch und blickte in das Gesicht von Zasar. Er erinnerte sich wie Zasar beim Angeln eingeschlafen war und dann kopfüber ins Wasser fiel. Diese Erinnerung, brachte ihn langsam zum Lachen.
„Woran denkst du?“
„Als du beim Angeln eingeschlafen und dann ins Wasser gefallen bist.“
„JA… Da war ich sofort wieder wach!“
„Und wie du geschaut hast!“, sagte Mika laut und die Stimmbänder machte das sogar mit. Sie beide fingen daraufhin zu lachen an und sie konnten beide nicht mehr aufhören. Der ganze Plast horchte auf, als Mikas Lachen im ganzen Platz widerhallte. Nun sah die Welt für jeden wieder rosig und bunt aus und auch Zasar, erkannte nun seinen alten Mika wieder.
„Ich liebe dein Lachen Mika!“, hauchte er runter zum Jungen und, finge ganz langsam, mit dem Jungen hin und her zu schaukeln an. Mika schloss die Augen und machte mit. Sie fingen langsam wie ein altes Ehepaar im Stehen zu tanzen an und es war ein weiterer magischer Moment für beide, den sie nie mehr vergessen werden.
Mika seufzte vor Glück und Freude, Zasar bei sich zu haben. Doch gleichzeitig, wurde ihm bewusst, dass Zasar nicht bei ihm bleiben wird. Zasar war nur gekommen, weil er nach ihm sehen wollte.
„Du hast es schön hier Mika. Es ist viel schöner hier, als im Dorf. Du hast so viele Leute um dich herum, die dich wirklich Lieben und sich sorgen um dich machen.“
„Ich mochte es im Dorf mehr.“
„Aber nur, weil du dich frei fühltest und einen Tagesablauf hattest.“
Sie hörten langsam mit dem Tanz auf und Mika sah fragend zu ihm rauf.
„Du wusstest was deine Aufgaben waren, du hattest einen strukturieren Tagesablauf, woran du dich orientieren konntest. Aber, sei mal ehrlich. Die Arbeit hat dir deswegen so gefallen, weil es dich von deinen Sorgen abgelenkt hat. Die Arbeit hat dich befreit und du musstest dich deinen Sorgen nicht stellen. Deswegen, möchtest du zurück, weil deine nächsten Schritte, schwer werden.“
Mika presste das Gesicht in seinen Bauch und es sah so aus, als ob der Junge nicht weiter zuhören wollte.
„Ich weiß es selber am besten, Mika. Auch ich hatte Probleme und mir wurde auch wehgetan. Aber wenn man sich den Problemen nicht stellt, werden sie immer größer und schlimmer. Deswegen bin ich hier, um mit dir, den nächsten Schritt zu machen. Und wir fangen mit Argos an.“
„NICHT… bitte… bleib bei mir…“
Nun verstand Hator langsam alles. Sein Sohn wollte deswegen zurück, weil das Leben im Dorf sorgenfrei war. Doch hier im Palast, musste sich Mika dem stellen, was er verursacht hat, das aber konnte Mika nicht alleine. Das er so blind sein konnte, überraschte ihn sehr und er hatte deswegen richtige Bauchschmerzen.
„Pestos, bring uns zu Argos, bitte.“
Pestos nickte und führte sie alle zu Argos. Auch Hator wird ihn zum ersten Mal wiedersehen, nachdem er ihn aus dem Palast verbannt hatte. Auch auf diese Begegnung freut er sich nicht, weil er die Verbannung in seiner Wut ausgesprochen hat.
Sie wurden in ein Zimmer einer Palastwache geführt, wo Argos auf einem Bett lag und die Sonne ihn hell erhellte. Sie sahen die vielen Schläuche, die in Argos Schnauze verschwanden. Sie sahen Glieder, die geschient und bandagiert waren. Sie sahen die große Narbe die an der Brust anfing und runter bis zum Unterbauch ging. Und sie sahen, wie das Tuch auf den Lenden unnatürlich ausgebeult war.
Es war Pestos, der ihnen allen sagte, was mit Argos passiert war und sie alle, besonders Mika, waren darüber mehr als Schockiert.
„Es hat ihn immer schrecklich wehgetan in dieser Nacht nicht bei dir gewesen zu sein, Mika. Er war nur deswegen bei deinen Halbbrüdern, weil er herausfinden wollte, wie sie tickten und was sie über dich dachten. Mit der Information wäre er zu dir gegangen und hätte dir ein paar Tipps gegeben, wie du dich ihnen gegenüber verhalten könntest, damit sie dich völlig akzeptieren. Doch bevor er es machen konnte…“
„Bin… ich… davongelaufen…!“, flüsterte Mika voller bedauern. Mika erinnerte sich schlagartig an alles, was er mit Argos erlebt hatte. Und alle Gefühle die sich seitdem angestaunt haben, ließen den Damm brechen. Er ließ Zasars Hand los, die ihm seit Wochen einen Halt gegeben haben und stattdessen, nahm er Argos Hand in die Hände. Er verlor keine Tränen als er in Argos makelloses Gesicht sah. Er beugte sich runter und gab seinen Lehrmeister einen Kuss auf die Wange, wo er all seine Gefühle reinsteckte und er hoffte, dass es Argos bemerken würde.
„Werde wieder gesund, mein bester Freund.“, flüsterte er ihn ins Ohr und er fühlte, wie eine große Last von seinen Schultern fiel und er nun besser Atmen konnte. Diese Begegnung mit Argos, tat seiner Seele gut und obwohl Argos schlief, so war er sich sicher, dass sie sich sehr bald wiedersehen werden.
„Gut gemacht Mika.“, sagte Zasar voller Stolz, als Mika zu ihm zurückkam und sie sich wieder die Hand hielten.
„Dann wollen wir mal zu deinen Freunden und Halbbrüdern gehen?“, Mika sah zu ihm auf und atmete erstmal richtig durch, bevor er ein nicken sah. Zasar sah rüber zu Pestos und der Berglöwe sah nicht so erfreulich aus.
Hator verweilte aber, als alle gingen und schnell war er bei Argos.
„Es tut mir leid Argos. Ich weiß nicht… wie ich es wieder gutmachen kann… aber ich wünsche mir, dass du schnell gesund wirst…“, sagte er voller bedauern, bevor er ihn dann einen sachten Kuss auf die Stirn gab, um dann schnell wieder zur Gruppe aufzuschließen.
Pestos führte sie in das Verließ, dass man durch eine Treppe bei den Dienern Quartiere erreichen konnte. Sie gingen die viele Stufen runter und Pestos erhellte ihnen mit einer Fackel den Weg. Unten angekommen, sah man die vielen Käfige an den Wänden und es war hell hier unten. Ihnen gegenüber, vielleicht hundert Meter entfernt, saß Otto auf einem Stuhl und der fütterte gerade die vier Jungs, die ebenfalls auf einen Stuhl saßen.
Die Kerkerwärter verbeugten sich als sie an ihnen vorbeischritten und sie alle waren regelrecht geschockt von dem, was sie sahen. Nektos und Randel, waren spindeldürr. Sie hatten aufgeschlagene Lippen, blaue Flecken am ganzen Körper und sogar der Lendenschurz, war ihnen jetzt zu groß. Matos und Harlan waren nicht so ausgemergelt, aber auch sie, haben deutlich an Masse verloren. Alle vier, hatten in den Augen kein Lebenswillen mehr und aßen nur deswegen, weil ihnen Otto den Löffel in die Schnauze steckte.
Hator brach dies sofort ab. Er konnte es sich nicht ansehen, was er alles in seiner Wut gemacht hatte. Er konnte und wollte nicht sehen, was er angerichtet hat.
„Ich denke…, dass sich jemand entschuldigen sollte.“, sagte Zasar nun laut und Hator, fühlte sich angesprochen. Mika aber schwieg und er war hin und hergerissen von dem, was er sah. Endlose Wut brannte auf, doch auf der anderen Seite, wollt er sie gleich alle küssen und sie selbst füttern.
Hator wusste was zu tun war, aber er konnte es nicht alleine machen. Auch er atmete erst einmal durch, bevor er sich wieder umdrehte und zu Mika ging.
„Ich…kann es nicht alleine machen, Mika. Bitte hilf mir dabei.“, bat Hator seinen Sohn um Hilfe und Mika ließ abermals Zasars Hand los, um die von Hator zu ergreifen. Hator gab zuerst jeden der vier Jungs einen saftigen Kuss auf die Wangen, bevor er sich ebenfalls einen Löffel schnappte und seinen geliebten half, die Jungs zu füttern.
Mika sah sich das still an, während er die Hand von Hator immer fester drückte, bis ihm der Kragen platzte.
„Wieso habt ihr das alles gesagt? Was habe ich falsch gemacht? Wieso habt ihr meinen Papa beleidigt? Wieso musste Argos das alles wegen euch durchmachen? Habt ihr kein Gewissen? Wolltet ihr… DASS DAS PASSIERT? ICH SOLL EINEN KLEINEN PIMMEL HABEN? STERBEN SOLLT IHR! IHR SEID ALLE VERLOGENE ARSCHLÖCHER! IHR HURRENSÖHNE SOLLT EINFACH STERBEN!“
Zasar hörte sich das an und erst als Mika am Ende zu weinen anfing, schnappte er sich ihn und drückte ihn ganz fest.
„Sowas darfst du nicht sagen Mika.“
„ABER…!“
„Kein aber. Schau sie dir an.“, sagte Zasar und sah sich die vier Jungs an, genauso wie Mika jetzt. Seine vier Halbbrüder vergossen Tränen und es schien, als ob sie das alles wirklich bedauern würden.
„Sie haben schon genug gelitten Mika. Es waren nur Worte, vielleicht böse Worte, aber es waren nur Worte. Dafür… haben sie schon fast die Höchststrafe erhalten. Und, man wünscht keinen den Tod. Ich… war auch einmal so wie sie. Ich war ein kleiner böser Junge. Keiner wollte mit mir spielen, weil ich… mehr für die Jungs empfand. Ich… beschimpfte sie dann alle auf übelste. Doch schau was aus mir geworden ist! Wenn du ihnen also den Tod wünschst, dann musst du auch mir den Tod wünschen, Mika.“
Mika bekam wieder nasse Augen.
„Aber du bist nicht sie.“
„Aber ich war wie sie, Mika. Auch wenn sie was falsch gemacht haben, so können sie noch immer rechtschaffen werden, wie ich. Auch sie können noch Familien gründen und Kinder bekommen, wie ich mit Bant, Lefet und… Mika gesegnet wurde. Es… sind schon so viele Wochen vergangen seit es passiert ist. Der Gott des Todes klopft schon an ihrer Tür und sie stehen kurz davor die Tür auch zu öffnen. Möchtest du, dass sie von dir gutes Berichten, oder das sagen, was du gerade gesagt hast?“
Mika sah rauf zur Decke und Zasar ließ einmal von Mika ab und ging zu den vier Jungs rüber. Mit müden und nassen Augen, sahen sie ihn an und er, sah ihnen in die Augen.
„Ihr kennt mich nicht, aber das werdet ihr schon noch. Mein Name ist Zasar und Mika war drei Wochen in meiner Dienerschaft, nachdem er weggelaufen war. Es… tut mir leid was mit euch geschehen ist, wirklich. Jedoch… habt ihr nun erfahren, was Worte anrichten können. Besonders gegenüber diejenigen, die euch schätzten und… vielleicht auch liebten. Ihr habt Mika sehr verletzt mit euren Worten und nicht nur ihn…, sondern auch dessen Eltern. Bestimmt wisst ihr das schon alles und würdet am liebsten mit den Augen rollen. Aber, es muss euch in klaren sein, dass eure Worte Mika nur so verletzten konnten, weil er wirklich auf euch gezählt hat. Er sah euch als seine Freunde, als seine Brüder, die ihn nicht wollte und zurückgewiesen haben. Stellt euch nur vor, wie es wäre, wenn eure Eltern es zu euch gesagt hätten. Wie hättet ihr euch gefühlt, wie hättet ihr gehandelt? Wenn euch das klar ist, dann wisst ihr auch, wieso Mika davongelaufen ist und alles hinter sich lassen wollte. Und dennoch, ist er hier, bei euch. Er wollte euch noch eine Chance geben. Wenn ihr aber nicht mehr wollt, dann wird der Pharao euch bestimmt frei geben. Natürlich nachdem ihr wieder gesund seid. Sagt es Mika ins Gesicht, wofür ihr euch entscheidet und macht dann ein Schlussstrich, um an Mikas Seite zu sein, oder nicht.“
Matos stand gleich auf und sah rüber zu Mika. Mit schwachen schritten, stolperte der kleine Schakaljunge zu Mika, der noch immer nach oben sah. Es war so eine einfache Geste, die aber so viel sagte.
Matos nahm Mika einfach in die Arme.
Danach kam Harlan und der Gepardenjunge macht das gleiche wie Matos. Als nächstes stand Nektos auf und der Junge hatte kaum noch kraft zu gehen und dennoch, hakte sich Nektos an Mikas Lendenschurz ein. Dann kam Randel dran. Der junge schwarzer Schakal, sah einfach rüber zu den vier und seufzte.
„Ich… wollte das alles nicht…“, hörte man die krächzende Stimme des jungen im Verließ.
„Ich… möchte frei sein…“
Zasar grinste und hob den Kopf des Jungen am Kinn hoch.
„Das willst du doch gar nicht, oder? Du weißt doch das Mika süß und heiß ist und dass du das alles nur gesagt hast, weil er nicht auf deine Anmache geantwortet hat. In Wirklichkeit hast du ihn nur deswegen mit den Worten verletzt, weil er dich verletzt hat. Ich weiß… was in deinen Herzen vorgeht. Zeig es Mika, sag es ihm und du wirst sehen, dass alles was passiert ist, schon vergessen ist.“
Das Nächste was er sagte, flüsterte er den Jungen ins Ohr.
„Ich weiß, dass du schwer in Mika verliebt bist und ich sehe es in deinen Augen, wie sehr du in ihn vernarrt bist.“, gleicheizeitig während er das sagte, wanderte eine Hand in den Lendenschurz des Jungen.
„Mika mag dich eigentlich auch sehr… mehr als sehr… weil er sonst nicht so ausgerastet wäre…“, grinsend zog er seine Hand wieder aus dem Lendenschurz des Jungen und sie beide sahen runter, wo der Lendenschurz angehoben wurde.
„Geh zu ihm, bleib bei ihm und entschuldige dich einfach.“
Wiedersehen
Was Mika brauchte, bekam er alles noch am selben Tag. Zasar führte ihn nachdem Verließ an der Hand nach oben zu seinen Bett. Es fühlte sich für beide so viel schöner an, es hier zu machen, als am Steg und Mika durfte auch stöhnen. Zasar nahm sich alles von Mika und diesmal brauchte Mika zwei Stunden, bis der Höhepunkt kam und sich sein Becken zitternd erhob. Die nächsten zwei Stunden liebten sie sich und Mika konnte nicht genug vom Kater bekommen. Er wurde benutzt für Zasars Gier und diesen Umstand, liebte er. Er fühlte sich wieder als Diener, der für den Herren da war. Und das war auch das, was er nur noch wollte, was er brauchte, um richtig heiß zu werden.
Doch leider, war Zasar nur für den einen Tag da und Mika, wollte ihn nicht gehen lassen. Er bettelte und flehte ihn an zu bleiben, doch Zasar hatte eine Familie, um die er sich kümmern musste. Diese Aussage, verstand am Ende Mika und ließ dann seine Hand los.
Hator und Otte, die die Vier Jungs bei sich hatten, sahen es und beschlossen gemeinsam etwas, was jedem gefiel. Mika durfte jeden zweites Wochenende Zasar und dessen Familie besuchen kommen. Es konnte aber sein, dass Mika nicht alleine war und das mehrere mit Mika kommen würden. Dieser Vorschlag gefiel Zasar sehr und er schlug auch vor, dass dann an den anderen Wochenenden er und seine Familie zu Besuch kämen, was Mika noch besser gefiel und weil das so war, schlugen Otto, Hator und Zasar ein.
Das hieß, dass Übermorgen schon Mika und seine Gefolgschaft, für zwei Tage bei Zasar zu Besuch kämen.
Hator schlug auch vor, falls es einem Zeitlich nicht passt, dass dann ein Brief geschickt werden sollte, damit man nicht umsonst die Reise antritt. Als Beispiel nannte Hator, wenn Mika durch das Land reisen sollte, dass dann der Palast Bescheid sagt, wie lange Mika ungefähr wegbleiben wird.
So konnte Mika Zasar verabschieden und beide freuten sich schon auf Übermorgen. Besonders Zasar freute sich darauf, weil er noch immer den Geschmack von Mika auf der Zunge hatte.
Zum Schluss, sprach Zasar noch mit Hator und Otto ein Wort.
„Ihr solltet Mika Aufgaben geben, die er über den Tag verteilt machen soll. Er braucht das am Anfang, das wird sein Leidfaden sein, nachdem er sich richten kann. Weckt ihn um Sechs am Morgen. Er soll für das Frühstück einkaufen gehen. Zum Beispiel natürlich. Dann soll er für sie alle das Frühstück auch machen, damit ihr dann gemeinsam esst. In der Küche soll er helfen und so weiter und sofort. Ihr wisst schon. Wenn Argos wach ist, soll er am Vormittag bis Mittag lernen. Gemeinsam Essen zu Mittag ist sehr wichtig und redet miteinander. Geht dann gemeinsam schlafen und macht dann nach der Pause etwas gemeinsam. Am besten wäre ein Spaziergang durch die Stadt. Redet mit der Bevölkerung…“
Hator hob die Hand und sagte so, dass Zasar kurz schweigen sollte.
„Mika ist ein Prinz und sollte nicht arbeiten.“
„Doch, das sollte er. Er braucht es sogar. Er ist bis jetzt ohne Arbeit groß geworden und bei MIR, war er Glücklich zu Arbeiten. Er sah was er mit den eigenen Händen gemacht hat. Er hat die Fische gefangen, Rendi hat sie ausgenommen, nachdem er sie entschuppt hat. Dann hat er sie mit meinem Weib draußen aufgehängt und sie dann später in Kisten verpackt, die dann verschifft wurden. Er sah von Anfang an, wo alles herkam und wohin es dann ging. Das, solltet ihr Mika beibringen, oder zumindest zeigen. Baut es in seinen Alltag ein und ihr werdet sehen, zu was er werden wird. Denn ich, sah es mit eigenen Augen.“
Otto und Hator sahen sich an, und es war Otto, der seinen geliebten einen leichten Schubs gab.
„Zasar hat Recht. Mika hat schon immer gern geholfen und freute sich dann sehr, wenn es den anderen Geschmeckt, oder gefallen hat, was er gemacht hat.“, Hator biss sich auf die Lippen und beide mussten geschlagenen zwei Minuten warten, bis Hator dann zustimmte.
„Und eines solltet ihr nicht vergessen. Wenn er wo mithilft, dann lernt er andere kennen und werdet es dann sehen, wie Mika das braucht.“
Mit diesen Worten verbeugte sich Zasar, ging dann rüber zu Mika und verabschiedete sich von ihn mit einer festen Umarmung. Mika stand an der Treppe, sogar noch weitere zehn Minuten, nachdem Zasar gegangen war. Das sahen Otto und Hator und Hator hatte eine Idee. Er schnappte sich Randel und Nektos und sagte Otto, dass der die anderen nehmen sollte. Als Matos und Harlan auf Otto Arme saßen, gingen sie rüber zu Mika und stellte sich hinter ihm.
„Wollen wir uns unser Abend essen heute selbst kochen Mika? Du bist jetzt der Koch und zeigst uns, wie wir es machen sollen.“
Mika drehte sich zu ihnen um und sah sie verblüfft an.
„Wirklich?“
„Natürlich. Ich weiß zwar nichts vom Kochen, aber eine Kartoffel schälen schaffe ich schon!“
Mika fing zu grinsen an und sah sich seine Halbbrüder an.
„Ok, Matos und Harlan, ihr werdet das Gemüse schälen und schneiden. Otto, Hator, ihr kümmert euch um die Fische. Und Nektos und Randel… ihr werdet alles kosten und sagen, was wir noch wie würzen sollen.“
Dann packte er seine beiden Väter am Lendenschurz und zog sie hinter sich her. Otto und Hator sahen sich an und sie waren sich einig, dass sie vermutlich das schlimmste Essen aller Zeiten heute zu sich nehmen werden. Jedoch, würde es bestimmt Spaß machen und es wäre das erste Mal, dass sie als Familie was zusammen machen.
Und so war es auch. Otto und Hator schnitten sich dreimal in die Finger. Mika hatte, als der Eintopf anfing zu kochen, schon den Geruch in der Nase, das was anbrannte. Das Gemüse war halb geschält und die Wurzeln wurden nicht entfernt. Also schmeckte es schonmal nach Erde und nach verbranntes. Randel und Nektos sahen alles als versalzen an und deswegen, schmeckte es auch dann nach nichts.
Jedoch, hatten sie viel Spaß. Sie lachten, weil Hator so komisch das Gesicht verzog, wann immer der sich schnitt. Otto fluchte derb und laut, als der sich schnitt und das bracht Hator jedes Mal an den Rand eines Lachanfalls. Harlan und Matos schälten die Karotten so, als ob sie ein Glied formen wollten, was bei jedem ein Lachanfall auslöste, als beide sich anfingen mit den Karotten zu duellierten. Randel und Nektos hatten schon nach dem zweiten Löffel genug gekostet und weigerten und Kämpften dagegen an, wann immer Mika zu ihnen kam und sagte: „Ihr müsst das jetzt kosten!“. Sie lachten vor Schadensfreude, weil die beiden sich fast erbrachen, als der Löffel in die Schnauze gesteckt wurde.
Jeder aß nur zwei Löffel von dem, was sie zusammengekocht haben und am Ende, ließen sie einfach die Teller in der Küche stehen und Otto und Hator entfernten beim anderen die Schuppen der Fische, die noch auf den anderen klebten.
Was ihre Familienaktion aber verursachte, sahen sie dann ganz zum Schluss, als sie die Küche verdreckt zurückließen. Der ganze Palast hat zugesehen, oder zumindest zugehört. Jeder, einfach jeder stand vor der Küche und den Gängen. Es wurde nach hinten erzählt, was wer machte und der Palast lachte mit, wann immer einer was machte, was die andern zum Lachen brachte.
Das war das Erste Mal, dass der Pharao selbst was gekocht hatte und das, wollte wirklich keiner verpassen.
Nats und Neret lagen auf dem Bauch vor dem Eingang der Küche und hatten die Augen geschlossen. Wie zwei Wachhunde, hielten Wache und achteten darauf, dass die Familie unter sich blieb. Den einzigen, den sie durchließen war der Küchenchef, der, als der die Küche sah, beide Hände auf das Gesicht schlug und verzweifelt seufzte.
Er sah und roch was gekocht wurde und er gestand sich, dass es ein Wunder war, dass sich die Familie nicht selbst ungebraucht hat.
Hator taten die Wangen weh, als er zum Küchenchef ging, der schon im Palast war, als er selbst noch klein war.
„Kannst du uns etwas Schnelles machen? Etwas, was nicht verbrannt ist?“
Der Küchenchef schüttelte den Kopf und sah verzweifelt einfach nur die Küche an.
„Ich… lass etwas von Außerhalb kommen.“
„Besser als Garnichts, vermute ich.“, sagte Hator grinsend und legte entschuldigend eine Hand auf die Schulter seines Chefs der Küche.
Sehr gut gelaunt, verließ daraufhin die Familie die Küche und ein Meer aus halbnackten Laibern, wicht vor ihnen zurück, als sie zur Treppe gingen. Oben angekommen, sah Mika, wie seine Väter die vier Jungs in seinen Raum brachten. Mika wurde nervös und wusste nicht, ob das eins so gute Idee war. Er hatte nämlich noch immer Gewissensbisse und als seine Väter wieder zurückkamen, wurden die Gewissensbisse schwächer.
„Mika. Wir haben viel Schuld auf uns geladen bei den vier. Ich habe ihnen schreckliches angetan und deswegen, werde ich als Beispiel voran gehen. Aber ich brauche deine Hilfe dabei.“, Mika sah zu Otto, der neben Hator stand.
„Hilf uns deine Brüder wieder zu stärken. Wir sollten uns um sie kümmern. So… verzeihen sie uns vielleicht auch das, was wir ihnen angetan haben.“, sagte Otto weiter und Mika, fand es gleich von Anfang an gut.
„Dann nehme ich sie auch mit zu Zasar. Dort wird ihnen die frische salzige Brise sehr guttun.“
„Gute Idee. Dann werde ich gleich ein Brief verfassen, dass du mit ein paar mehr kommst. Ich werde auch zwei Wachen mitschicken.“
„Das brauchst du nicht.“, mischte sich Nats ein, der zugehört hatte und sich bis jetzt im Hintergrund gehalten hat und sich gleich erklärte, als er den fragenden Blick sah.
„Ich und Neret werden da sein. Das Dorf wird für sie da sein. Und auch… meine Artgenossen werden da sein und keiner, kommt an acht Wolfskriegern vorbei.“
Ohne Bedenken gab Hator dann Nats nach. Bis jetzt hat ihn der Wolf nicht in Stich gelassen und alle Pflichten als Diener mehr als nur erfüllt. Da der nun auch noch frei war und freiwillig die Dienerschaft noch fortführte, sah er ihn sogar langsam als Freund an. Auch wenn der sich sehr viel rausnahm.
„Gut, dann keine Wachen. Also, ich und Otto werden mal die vier waschen gehen, Mika, kommst du dann, wenn das Esse kommt?“
Mika nickte eifrig und sah seinen Vätern zu, wie sie zurück zu seinem Raum gingen. Nun war Nats mit Neret und Mika alleine und es wurde wirklich Zeit, dass Mika was machte. Doch zuvor, wollte er mit Mika noch unschuldig reden.
„Geht’s dir jetzt besser?“, fragte er ihn, nachdem er ihn zum Tisch geführt hatte. Sie saßen sich gegenüber und Mika, atmete erleichtert aus.
„Ja schon… nur das mit Argos, macht mir noch sorgen.“
„Mir auch. Aber er wird schon werden.“
„Das hoffe ich, wirklich.“
In der nächsten Sekunde war das „Unschuldige Reden“ schon vorbei. Denn, seine Klöten pochten wie verrückt, weil er noch am ganzen Körper von Mika den Samen von Zasar roch.
„Zasar hat dir aber lange einen geblasen.“
„Er… ist noch ungeübt und… dennoch… war es toll.“
Mikas grinsen verriet viel, was der Junge sich dachte und Nats sah es auch deutlich, worauf Mika langsam Lust bekam.
„Also…?“, sprach Nats den Satz nicht zu Ende, um Mika zu zeigen, was nun als nächsten vom Jungen verlangt wurde. Denn, er legte sich langsam seitlich nach hinten und winkelte das Bein an, als sein Prinz aufrecht stand.
Mika sah sich den Schritt an. Es war so lange her, als er ihn das letzte Mal so ansah und noch länger, als er ihn das letzte Mal berührt hatte. Nats Schritt, der vom Lendenschurz umhüllt war, sah sogar noch voller aus, als damals. Neret sah es auch und ohne nachzudenken, legte er sich neben Nats und spreizte leicht die Beine.
Beide Wölfe sahen sich grinsend an und Mika wusste nicht, wen er zuerst berühren wollte. Am Ende entschloss er sich beide zu berühren und deswegen, setzte er sich auf ihre Beine, die gegeneinanderdrückte, um vor sich auf beiden Seiten ihre Lenden zu berühren. Von oben legte er mit geschlossenen Augen ganz langsam die Hand auf den Stoff drauf und es war wie damals. Die Hitze strahlte auf seine Hände, noch bevor er sie berühren konnte. Aber als er sie dann berührte, war der dicke Stoff ganz heiß.
Seine Hand strich über den Stoff und er fing schon stoßweiße zu atmen an, weil er sich im Kopf ausmalte, was unter dem Stoff versteckt war. Viel konnte er nicht spüren, doch als seine Hände runterstrichen, dort, wo die Hoden sein sollten, merkte er, wie es bei beiden breite wurde und er war erschrocken und erstaunt bei dem Gedanken, wieviel die Hoden von beiden an Platz im Lendenschurz für sich beanspruchten.
Seine Hände wanderten wieder hoch und bei beiden, wurde es beim Stoff wärmer und er hörte, wie Nats entzückt seufzte, als er bei ihm über den höchsten Punkt fuhr. Neret lag stattdessen regungslos da und genoss es einfach, was die Hand machte.
Doch dann fluchte Mika innerlich, als er jemanden bei der Treppe hörte und eine Atemlose Wache schrie.
„DAS ESSEN… IST DA!“
Mika stand gleich auf und hinterließ zwei Wölfe, die fluchend aufsahen und schon fast am Verzweifeln waren. Mika wollte sich das Tablett schnappen, aber als er sah, was alles geliefert kam, bat er stattdessen die Wache mit ihm mitzukommen. Ihm folgten zwei schlechtgelaunte Wölfe und sie wurden noch schlechter gelaunt, als sie draußen vor Mikas Raum sich wieder wie zwei brave Hunde auf den Bauch legten.
Hator war schon fast eingeschlafen, als Mika reinkam und nur Otto war noch wach und erzählte seinen vier Brüdern von dessen Abenteuern.
Auf Holztellern bereite Mika das Abendessen für jeden vor und Matos und Harlan reichte er einfach so den Teller und ein Löffel, während er bei den anderen zwei, sich auf dessen Beine setzte. Natürlich auf Knien und zwischen den Beinen aufs Bett, setzte er sich drauf, damit er ihnen nicht weiter wehtut. Bevor er anfing, weckte er Hator, der aufgeschreckt sich aufrichtete und sich zuerst verwirrt umsah.
„Das Essen ist da Paps.“, Mika wusste was er sagte und es wurde auch Zeit, dass er es sagte. Und, er empfand es auch als Richtig.
„Danke… mein Sohn.“, flüsterte Hator zurück und nahm den Teller von Mika entgegen und gab ihn dabei auch einen Kuss auf die Stirn. Otto indessen schlang beide Arme und Matos und Harlan, die deswegen leicht grinsten und das Essen in sich schlangen. Hator kümmerte sich um Nektos und somit, blieb Mika nur noch Randel, den schwarzen Schakal.
Randel wirkte schlecht gelaunt und Mika dachte sich, dass es wohl daran lag, weil er ihn beim Essen half. Die Wut auf Randel war wegen Zasar schnell verraucht gewesen und nun, sah er ihn als einfachen Jungen, der schreckliches durch ihn erlitten hatte. Deswegen, sagte er zuvor ein paar Worte.
„Es tut mir leid Randel. Ich nehme… alles zurück. Ich…wollte wirklich dein Freund sein. Ich mochte dich sehr und vielleicht… können wir als Freunde… also… ich weiß nicht. Wenn wir auseinander gehen, dann möchte ich zumindest, dass wir nicht mit Hass auseinander gehen.“
Randel wirkte noch schlechte gelaunt und Mika dachte sich, dass sie wohl doch mit hass auseinander gehen werden.
„Paps… können wir tauschen…?“
„Wieder willst du verschwinden?“, krächzte Randel und Mika erstarrte mitten in der Bewegung.
„Nein ich dachte nur…“
„Du und denken…!“
Hator und Otto sahen sich sorgenvoll an, aber noch, hielten sich sie zurück.
„Ja, ich kann denken Randel!“, warf Mika schon erbost zurück und war im Kampflaune.
„Nein, kannst du nicht! Und du bist auch Blind!“
„Randel…! Ich will mich nicht streiten! Doch…!“
„Doch was?! Du wolltest wieder davonlaufen, weil dir das zu unangenehm ist, mir zu helfen…!“
„Ich wollte nicht davonlaufen! Du bist doch schlecht gelaunt, weil ICH es bin, der dir helfen soll, oder etwas nicht?!“
„Deswegen bin ich doch nicht schlecht gelaunt!“
„Weswegen sonst?!“, Mika verstand die Welt nicht mehr.
„Weil… weil… es alles wegen mir passiert ist und du dann… alles aufgeben wolltest…“
„Ok… das… kann ich mitnachvollziehen, aber ich wollte doch nichts aufgeben!“
„Doch! Du hast es selbst gesagt!“
„Was? Das habe ich nicht gesagt!“
„DOCH…! Du… sagtest… wolltest…mochte… du…“
Mika war nun ganz verwirrt und sah Randel nun verständnislos an.
„Ich dachte… du möchtest nicht mehr bei mir bleiben?! Im Keller sagtest du das du frei sein möchtest!“
„Habe ich es dir ins Gesicht gesagt, wie es Zasar vorgeschlagen hat?!“
Da fiel es Mika wie Schuppen vor den Augen.
„Dann… willst du bleiben?“
Randel seufzte und dreht den Kopf zur Seite.
Mika setzte sich nun so hin, dass beide Beine von Randel unter ihm waren und er rutschte etwas nach vorne.
„Willst du bei mir bleiben?“
Der schwarze Schakal sagte nichts und es schien, als der sich etwas bewegte und dabei leicht runterrutschte, dass der sich noch nicht so ganz sicher war. Mika aber verstand Randel nun überhaupt nicht mehr. Deswegen setzte er den Teller vor sich ab, was bei Randel an Körperzucken verursachte.
„Tut mir leid, ist es zu heiß?
Randel schüttelte gleich den Kopf, doch Mika überprüfte es liebe an der Decke, weil er ihn nicht verbrühen wollte. Als seine Finger unter dem Teller fuhren, war es schon sehr warm, fast heiß, bis er mit den Fingerkuppen auf was Hartes stieß. Das wiederum verursachte wieder ein Körperzucken bei Randel und sofort wurde es Mika klar, was er da gerade berührt hatte.
Verwirrt von dem was er gerade fast in der Hand hatte und von Randels Konversation, saß Mika einfach nur da und sah Randel an. Er hoffte etwas zu sehen, etwas zu hören von Randel. Denn, er wollte diese peinliche Situation nicht heraufbeschwören. Nun verschränkt der Schakaljunge die Arme und machte sich etwas gemütlicher in Mikas Bett. Mika schluckte leise, als er sah, wie Randel weiter runterrutschte.
Und da, fielen ihn Argos Worte ein.
„Ok Randel, ich möchte hören, ob du bleiben willst, oder nicht.“, startete Mika einen neuen Versuch. Doch, statt eine Antwort auf diese Frage zu erhalten, sagte Randel was ganz anderes.
„Ich… habe Hunger…“, Mika seufzte traurig und hob ein Löffel, um seinen ehemaligen Bruder beim Essen zu helfen. Doch Randel war zu weit weg und sich nach vorne zu beugen, tat ihm im Rücken weh. Als er deswegen weiter nach vorne rutschte, hatte er schon vergessen, was weiter vorne, unter der Decke war. Es fiel ihm erst dann wieder ein, als es unter ihm gegen seinen Lendenstoff drückte.
Und genau in dem Moment, drehte Randel den Kopf wieder zu ihm und öffnete die Schnauze für den Löffel. Nach zwei bissen, wo Mikas Herz pochte und der eigene Lendenschurz langsam eng wurde, fragte ihn Randel etwas, was unpassender nicht sein konnte für ihn, aber für die anderen völlig harmlos wirkte.
„Ist dir nicht kalt Mika? Komm doch unter die Decke.“
Mika schluckte leise und nahm die völlig harmlose Einladung an. Langsam kroch er weiter nach vorne, bis sich ihre Oberkörper fast berührten, wogegen etwas deutlich Randel berührte. Randel beugte sich nach vorne, und kurz war Mika zwischen Randels Armen. Im Nächten Moment wurde die Decke um ihn gezogen und Mika atmete schneller, als er spürte, wie warm der dünne Körper von Randel unter ihm war und er dann langsam wieder zurück rutschte.
Nun spürte er es ganz deutlich an sich, als er stoppte und danach, legte er den Telle vor sich als Tarnung hin. Nur sie beide wussten, was bei anderen war und es war Randel, der unter der Decke die Hände auf Mikas Schenkel legte.
„Meine Finger sind kalt… und ich habe noch Hunger.“
Schnell kam Mika dem nach und hob wieder ein Löffel. Während er ihn die nächsten paar Minuten beim Essen half, kraulte ihn Randel langsam die Schenkel und kam dabei immer weiter rauf. Mika indessen merkte, wie es unter ihm pochte und gegen ihn drückte. Dieses Abendessen, war für ihn sehr Neu und Verlockend. Doch er war einfach nur verwirrt. Was Randel sagte, stand im starken Gegenzug zu dem, was er machte. Noch bevor der Teller leer war, drangen Randel Finger schon fast unter seinen Lendenschurz ein. Und beim letzten Bissen, war sein Lendenschurz kein Hindernis mehr.
Gleichzeitig aber, erhob Hator das Wort und setzte sich langsam auf.
„Ok Jungs, es ist Zeit fürs Schlafengehen. Mika, heute Nacht schläfst du drüben im Raum deiner Brüder. Morgen stehen wir früh auf und gehen für unser Frühstück einkaufen. Das… werden wir jetzt jeden Morgen machen, bevor der Alltag dann beginnt!“
Hator hat den Abend deswegen beendet, weil die vier Jungs sehr müde wirkten und er sich dachte, dass sie sich auf eine Nacht im Bett, nach so langer Zeit, sehr freuen würde. Zum anderen beherzigte er den Vorschlag von Zasar. Mika brauchte etwas woran er sich Orientieren und halten konnte. Da Argos nicht da war und der Unterrichtsalltag noch nicht beginnen konnte, musste er etwas unternehmen und beim Einkaufen, konnte er noch Zeit mit Mika und Otto verbringen. Die Familiäre Bande, müsste noch viel stärker werden, damit das, was mit Mika in den letzten Tagen und Wochen geschah, nicht noch einmal geschehen konnte. Denn, es konnte nicht sein, dass eine Fremde Person einen besseren Draht zu Mika hatte, als er.
Man konnte es Eifersucht nennen, und vielleicht war auch etwas davon vorhanden, aber er wollte einfach auch mit Mika mehr Zeit verbringen, weil der Junge eben sein Sohn war. Er wollte ihn besser kennenlernen, wissen, was sein Junge dachte und auch wollte er sehen, wie es war, wenn sie zu dritt und privat unterwegs waren.
Dann hat er das passende Wort gefunden. Er wollte sehen, wie das Familienleben so ist. Denn das, hat er schon lange nicht mehr gehabt, wenn überhaupt. Weil, das was sie hatten, kannte er nicht. Sein Vater hat ihn geliebt und er ihn, aber er war meistens alleine mit Pestos. Doch nun, da Argos noch nicht soweit war, hatte er die Chance zu sehen, wie es war ein Elternteil zu sein.
Und er war froh zu sehen, sogar sehr, als die Jungs genervt aufstöhnten, weil sie jetzt Schlafengehen sollten. Das erinnerte ihn an die eigene Vergangenheit.
„Kommt mir jetzt nicht damit!“, meinte Otto und setzte sich auch auf.
„Wenn euer Paps sagt das es nun Zeit fürs zu Bett gehen ist, dann gibt es da keine Widerrede!“, stärkte Otto seine geliebten den Rücken.
Mika zog die Decke von sich davon und bevor er von seinem Bett rutschte, waren auch schon Randels Hände von ihm verschwunden. Unverzüglich hatte Randel die Decke über sich gezogen, nachdem Mika von ihn gestiegen war und, kurz sahen sie sich an. Randel der einen festen Blick hatte und Mika, der noch verwirrt und unschlüssig war, wegen dem was vor kurzem noch in seinem Lendenschurz war.
Zum Glück beherrschte Mika seinen Körper ziemlich gut, sodass er mit einem anderen Gedanken ziemlich schnell das Blut woanders hinlenken konnte und somit, musste er sich den Schritt nicht verdecken, als er vor dem Bett stand.
„Schlaft gut zusammen und, bis morgen.“, grinste Mika dann breit, nachdem er sich vor allen verabschiedet hatte. Auf dem Weg zum Raum seiner Brüder, wurde Mika eingeholt von seinen zwei Vätern.
„Mika, hat dir mein Vorschlag gefallen?“, fragte Hator vorsichtshalber nach und beide sahen ihn besorgt von oben an. Er verstand gleich, warum sie so dreinblickten und er hatte noch immer ein schlechtes Gewissen, weil er sich wie ein Kleinkind benommen hat.
„Ja und… tut mir leid.“
„Ach Mika…“, mit dem Worten umarmte Otto seinen Jungen.
„Du brauchst dich nicht entschuldigen. Wir sind es, die den Fehler begonnen haben. Wir dachten, das packst du schon, aber es war einfach noch viel zu früh. Und keiner konnte vorhersehen, was zwischen euch Brüdern geschehen würde. Ich an deiner Stelle… hätte ich vermutlich das gleiche gemacht, wenn mir die Welt auf den Kopf gefallen wäre. Wichtig ist jetzt nur, wie du dich dabei fühlst. Sag uns, wenn du noch Zeit brauchst. Wir werden dann den Alltag, den Tag nach deinen Bitten gestalten, bis du dich wirklich wohlfühlst.“
Es fühlt sich sehr unangenehm an, nochmal dieses Thema durchzugehen für Mika. Doch er wusste, dass sich Otto nur sorgen um ihn machte. Deswegen, wollte er das Thema nun mit dem nächsten Satz hinter sich lassen.
„Werde ich und ich freue mich auf morgen!“, und es war nicht gelogen, was er da sagte. Er freute sich wirklich morgen früh mit Otto und Hator auf den Markt zu gehen. Etwas Zeit mit beiden zu verbringen, war etwas, was er schon von Anfang an wollte, aber nie sich getraut hatte zu fragen, und es gab auch nicht wirklich eine Gelegenheit dafür. Der heutige Abend hat aber bewiesen, wie schön es war und dass sie als Familie viel Spaß haben hatten. Es war ein wirklich schöner Abend gewesen und beim Kochen, hat er sogar Zasar vergessen.
Nun freute er sich auf die nächsten drei Tage. Morgen mit der Familie einkaufen zu gehen und den Tag mit ihnen zu verbringen und aufs Wochenende, wo er mit allen zu Zasar reisen würde und dort, alle wieder zu sehen. Er freute sich auf die Kinder, auf die Arbeiten und auch, wollte er die Diener und Lars sehen, weil er sich bei ihnen nicht verabschieden konnte.
Zwei Tage unbekümmertes Leben bei Zasar, darauf freute er sich.
Otto und Hator sahen gemeinsam wie Mika ehrlich glücklich wirkte und aussah. Dennoch, werden sie Mika im Auge behalten und auf jedes kleine Anzeichen reagieren. Doch für heute, waren sich beide still einig, dass sie unbekümmert ins Bett gehen konnten.
„Gut Mika, dann… schlaf schön und morgen, fängt ein neuer aufregender Tag an!“, hauchte ihn Otto ins Ohr und gab ihn einen Gutenachtkuss auf die Stirn. Danach kam Hator und der, ging vor ihm in die Hocke.
„Danke Mika für den schönen Abend. Ich verspreche dir, dass ich mehr Zeit mit dir verbringen werde. Ich hoffe, dass du mich irgendwann wirklich als dein Vater sehen wirst.“, öffnete sich Hator etwas und er hoffte, dass Mika es auch sah.
„Das bist du schon längst, Paps.“, grinste Mika breit und umschlang Hator am Hals. Mika war glücklich bei Hator zu sein, und auch, dessen Sohn jetzt zu sein. Hator hatte etwas an sich, was ihn vertrauenswürdig machte und das, brauchte Mika um ihn als Vater anzuerkennen. Und, er spürte auch, dass ihn Hator wirklich liebte und nicht nur so zu seinen Prinzen gemacht hatte, um an Otto ranzukommen.
Als sich Hator erhob, hob ihn sein Vater ebenfalls auf und wie es damals Tom gemacht hatte, saß er auf Hators Arm und seine Beine hingen an dessen Körper links und rechts runter. Er wurde nun die letzten Meter rüber getragen und es störte ihn überhaupt nicht, dass sein Schritt gegen Hators Bauch drückte.
Es war warm im Raum und es roch ganz anders hier, als in seinem Raum. Unter der Decke war es kalt und sofort zog er die Decke gleich bis zum Hals rauf, nachdem ihn Hator ins Bett legte.
„Schlaf gut mein lieber Sohn.“, hauchte ihn nun auch Hator ins Ohr und wie bei Otto, bekam er einen Kuss auf die Stirn.
Otto und Hator hatten ein sehr gutes Gefühl, dass diese Familienkrise nun überstanden war. Sie standen am Esstisch und sahen einmal rüber zu den vier Jungs und dann zu Mika.
„Es… ich weiß nicht, ob sie mir jemals verzeihen würden.“
„Ich denke, dass sie es schon getan haben, Hator. Sie wissen das sie was Falsches getan haben. Es war bösartig gewesen und sie haben nun die Konsequenzen gesehen. Wichtig ist nun, dass sie alle daraus lernen und das es nie wieder soweit kommt.“
„Ich hoffe es mein Otto.“, Hator schlang die Arme um die Hüfte seines Jaguars und nahm in beiden Händen die Pobacken von ihm in den Händen. Das gleiche tat dann auch Otto und sie beide, drückten dann ihre Lenden gegeneinander.
„Ich spüre…, dass du endlich unbekümmert bist, Hator.“
„Sowas… ähnliches wollte ich auch sagen, Otto!“, Otto blickte in das wunderschöne Gesicht und Augen von Hator und sein Herz flatterte dabei wie ein Schmetterling.
„Wo ist Pestos?“, fragte Otto und Hator fing breit zu grinsen an.
„Vermutlich beim Ministerraum. Holen wir ihn ab und ich will dir heute meinen Lieben Tiger Tats zeigen. Er ist ein Nimmersatt… in allen Belangen.“
„Meinst du einen echten Tiger…?“, fragte Otto breit grinsend und er sah es am breiten Lächeln von Hator, dass ein echter Tiger gemeint war. Zwar hatte Otto noch nicht das Vergnügen mit einem Tier Beischlaf zu haben, aber wenn Hator schon so über den Tiger schwärmte, dann musste es einfach nur geil sein.
„Doch bevor wir Pestos und Tats abholen, möchte ich noch ein Brief verfassen und dann…“
„Gut…“, freute sich Otto und gemeinsam, gingen sie zur Treppe und die wildesten Gedanken kamen Otto bei dem Gedanken, wie es wohl wäre einen Tiger bei sich im Bett zu haben.