Ordensbrüder
Mir ist die Basis vor zwei Tagen eingefallen und ich find die Geschichte richtig ausbaufähig. Etwas Yiff ist dabei und doch denke ich, dass es eine schöne Abenteuergeschichte werden könnte.
Ordensbrüder
Er war nervös.
So hatte er seinen Kommandanten noch nie erlebt. Völlig aufgebracht war der Bote, als der ihn erzählte, dass der Kommandant nach ihm rief. Seine polierte und blau gechromte Plattenrüstung schepperte leise, während er die Treppen raufging. Die anderen Ritter in seinen Orden liefen an ihm vorbei, als er das Stockwerk erreicht, wo das Versammlungszimmer für die Offiziere war. Bevor er reinschritt nahm er seinen Helm ab und hielt es unter dem Arm fest.
Die restlichen zwölf Ritteroffiziere waren anwesend und das beunruhigte ihn zutiefst. Denn nur in den größten Notfällten rief der Kommandant alle Offiziere zu sich und auch nur dann, wenn die Gefahr bestand, dass das Land ein großes übel bevorstand. Wortlos ging er zu seinem Sitz und setzte sich. Die anderen Offiziere redeten laut miteinander und die Atmosphäre im Raum war bedrückend.
Er hatte keine Nachrichten über irgendwelche Gefahren bekommen und deswegen saß er schweigend da und hörte zu, was die anderen zu sagen hatten. Anscheinend wurde das Land angegriffen, gebrandschatzt und die paar überlebenden in die Sklaverei verkauft.
Nervös zuckte seine blaue Schwanzspitze.
Doch er hatte nun genug gehört. Laut legte er seinen Helm vor sich auf den Tisch und das führte dazu, dass es langsam ruhiger im Raum wurde. Nach und nach, sahen ihn die anderen Offiziere an und setzte sich dann ebenfalls hin. Obwohl es nun ruhig im Raum wurde, war die Stimmung angespannt und jeder wartete nun auf die Befehle des Kommandanten. Vierzehn Stühle waren um den großen runden Tisch gestellt und jeder, bis auf einen, war nun besetzt.
Jeder Offizier hatte eine andere Farbe für seinen Trupp, er hatte Blau. Das Blau in diesem Orden stand für Freiheit und das wiederum war die Farbe für den Sondertrupp. Deswegen war er so überrascht, dass alle versammelt waren, denn für gewöhnlich wurde er nicht gerufen, wenn eine Versammlung bevorstand.
Immer alleine, oder mit einem anderen Truppenführer, bekam er seine Befehle und für normal, niemals in der Ordensburg. Weil die Gefahr bestand, dass sie eventuell belauscht werden konnten. Das Gemurmel und tuscheln hörte schlagartig auf, als die Tür zum Arbeitszimmer des Kommandanten aufging, das mit dem Versammlungszimmer verbunden war.
Synchron standen sie auf, um den Kommandanten zu begrüßen. Besorgt und ernst wurden sie einen nach den anderen von ihren Ordensführer angeschaut.
„Setzt euch bitte und danke, dass Ihr alle kommen konntet.“, laut war das scheppern der Rüstungen, als sie sich hinsaßen.
„Ich habe euch gerufen, weil mir zu Ohren gekommen ist, dass unser Nachbarland einen Angriff vorbereitet. Unsere Späher in den Bergen haben mir auch Berichtet, dass einzelne Sondertruppen in unser Land sich reingeschlichen haben. Leider wissen wir noch nicht, welche Ziele diese Truppen haben, deswegen habe ich euch alle herberufen. Denn ich möchte das Ihr eure besten aussucht und sie in kleine Gruppen aussendet, um diese Truppen zu finden und sie gefangen zu nehmen.“
Er hob gleich die Hand.
„Sprich Kokuo.“, er senkte wieder seine Hand und sah jedem im Raum an, dann blieb sein Blick beim Ordensführer haften.
„Gabriel, welches Land sandte die Truppen und wie groß waren sie?“, es war eine wichtige Frage, da er Geistig schon dabei war, seinen Trupp zusammen zu stellen.
„Anchos sandte die Truppen und sie waren jeweils fünf Mann stark.“
Das war ein Problem für ihn. Anchos war berüchtigt das ihre Sondertruppen gut ausgebildet waren und auch über Magische Unterstützung verfügten. Das es bestimmt nicht nur normale Truppen waren, um ihr Land auskundschaften, schlussfolgerte er, dass es ebenfalls aus den besten Männer bestanden, die sie hatte. Mehrmals hatte er mit Anchors Sondertruppen zu tun gehabt und jedes Mal, war es eine schweißtreibende Hatz.
„Ich habe ein Vorschlag zu unterbreiten.“, alle sahen ihn an, weil er nur selten offen was zu sagen hatte. Kurz wartete er noch ab, ob sein Ordensführer was sagen wollte, als aber nach einigen Sekunden nichts zu hören war, sprach er dann weiter.
„Ich werde die Truppen zusammenstellen, dafür brauch ich die vier besten jedes Trupps. Heute Abend sollen sie in meine Gemächer kommen, dann werde ich sie gleich anweisen.“, er sah Erleichterung in den Gesichter seine Kameraden, als er sich freiwillig für die Truppenzusammensetzung meldete. Für ihn war das nur logisch, da er die Person war, die am meisten Erfahrung hatte und auch schon mit Anchors Sondertruppen zu tun hatte.
„Gut! Ihr habt Kokuo gehört, ihr könnt wegtreten und sendet für ihn euren Besten.“, wieder standen sie alle gemeinsam auf, auch der Kommandant. Doch gerade als er zur Tür gehen wollte, hörte er seinen Kommandanten „Kokuo“ sagen.
Er hatte es erwarte, dass noch mehr dahinter steckte. Gabriel und er warteten noch bis sie alleine im Raum waren. Leise ging er zu seinen Kommandanten und verbeugte sich leicht.
„Du weißt wie heikel das ist. Wir wissen nicht was sie hier machen. Du musst herausfinden was ihr Auftrag ist und über welche Truppenstärke sie verfügen. Anchor war überaus still in letzter Zeit, und dass sie sich nun für einen Krieg aufrüsten, beunruhigt mich zutiefst. Wir haben nur wenig Zeit, um herauszufinden, was sie mit dem Krieg bezwecken und welche Ziele sie haben.“, wieder wartete er noch kurz ab, ob sein Kommandant noch was zu sagen hatte. Doch als er das beunruhigte und von hohem Alter gezeichnete Menschliche Gesicht sah, verstand er die schlimme Lage, in der sie nun waren.
„Der Wolkentruppe wird schnellstmöglich herausfinden, nach was Sie verlange.“, zum Abschied verbeugte er sich nochmal und das gleiche tat sein Kommandant, sodass die weißen langen Haare wie Seide runterfielen.
Er hatte 42 Mann für die Mission. Fünf Mann pro Zug ist die normale Aufstellung. Also blieben nur zwei übrig und der eine war er. Um sich selbst machte er sich wenig Sorgen, sofern sein Beimann ein talentierter Zauberer war. Da er zum Drachenstamm gehörte, hatte er ein langes Leben und die Zeit verbrachte er mit der Ausbildung. Verstohlenheit, Beschattungen und Redekunst war für ihn das alltägliche. Kämpferisch wurde er untern den Menschen als ein Meister bezeichnet, das lag natürlich auch daran, das er ihnen Körperlich weit überlegen war. Schon als er klein war, hat er in seinem Stamm das Kämpfen gelernt. Jede Waffe war ihm so vertraut, wie sein Arm. Doch da er leider nicht magisch begabt war, wurde er im Stamm als Außenseiter angesehen. Deswegen ist er vor ein Jahrhundert dem Greifen Orden beigetreten. Lange Zeit war er alleine gewesen und in der Zeit, sucht er für sich die Bestimmung oder ein Grund, um noch weiter zu leben. Denn das allein sein, war überaus langweilig gewesen.
Von einem Dorf oder Stadt in die nächste, focht er ein Turnier nach dem anderen aus und er hatte ein luxuriöses Leben durch die Preise geführt. Doch immer hatte ihm was gefehlt, ein Ziel suchte er für sich.
Schnell hatte er das Knappen Dasein bewältigt und wurde zum Ritter. Auch das fand er relativ langweilig, weil es keinem gab, der es im Kampf mit ihm aufnehmen konnte. Viele Jahre kämpfte er gelangweilt einen Kampf nach den anderen aus. Doch langsam gefiel ihm das Rittersein, weil er täglich andere Aufgaben hatte und als er eines Tages zu einer geheimen Versammlung gerufen wurde, änderte sich sein Leben.
Sprachlos wohnte er der Versammlung bei, wo der ehemalige Offizier des Wolken Trupps die Einweisung machte. Eine neue Welt des Krieges tat sich vor ihm auf und das fand er höchst interessant. Es war nicht nur Trupp da, Trupp hier oder „Sie haben mehr Truppen“, nein, nun war es wichtig, einzelne Personen ohne sie zu verletzten, zu schlagen. Das Gefühl für Strategie, Planung und Taktig war da das wichtigste. Wie macht man eine Person aus, die nicht gefunden werden wollte, wie geht man an sowas ran. Das war der erste Gedanken den man hatte, wenn man eine Zielperson suchen musste.
Entscheidend war da, dass man gewisse Züge des Gegenübers erahnen musste. Wie sich die Person verhält und was man machen konnte, um sie aus dem Versteckt zu locken. Durch die zwei Jahrhunderte die er schon lebte, kam einiges an Wissen und Erfahrung zusammen, die er nun aus dem vollem schöpfen konnte. Gleich nach dem ersten Sonderauftrag, wurde er aus dem Land Orden in den Wolken Orden transferiert und zum Stellvertreten Offizier ernannt.
Viele Jahre lernte er von seinen Offizier und er war ihm deswegen sehr dankbar. Hako, hieß sein Offizier vor sie vielen Jahren und in der Zeit, wo sie gemeinsam einen Auftragen nach dem anderen absolvierten, wurde er feingeschliffen und zu dem gemacht, der er jetzt ist. Als Hako, sein Offizier, sein Trinkkumpan, sein Freund starb, starb auch was in ihm. Zum ersten Mal in seinem Leben hasste er es, das er mehrere tausend Jahre alt werden konnte.
Täglich trank er einen Humpen Wein und die Hälfte, verschüttete er für Hako auf dem Boden. Durch dessen plötzlichen Tot, wurde er zum Offizier ernannt. Seit 20 Jahren führt er den Wolkentrupp und nur selten musste er seitdem Verluste beklagen.
Nur seine Ordensbrüder wussten wie der Offizier des Wolkentrupps aussah, weil es wichtig war, das ihn niemand außerhalb der Burg erkannte. Und nur hier in der Burg, trug er die Rüstung des Offiziers als erkennungsmerkmal.
Egal wie oft er sich das überlegte, der magisch begabte musste sehr gut für das sein, was ihnen nun bevorstand. Die Kerze auf seinem Tisch war schon fast heruntergebrannt, als er sich dann zurücklehnte und ein Schluck Wein trank. Die Hälfte war nun übrig und mit einem seufzen, vergoss er den Rest für Hako.
Sein Plan war soweit ausgereift und gedankenverloren, wen er an seiner Seite haben wollte, ging er zum Rüstungsständer, wo seine prachtvolle Plattenrüstung hing. Unbeschädigt und wie neu wirkte sie, obwohl sie schon halb so alte wie er war.
In seinem Bett legte er sich kurz hin, damit er seine Glieder und seinen Geist entspannen konnte. Gedanklich ging er den Plan nochmals durch, den er sich überlegt hatte. Er fand darin keine schwächen und sofern die Gegner sich so verhalten, wie er sich das dachte, dann könnten sie in einer Woche schon den ersten Erfolg verbuchen. Aber er unterschätzte seine Gegner auch nicht, deswegen war er da. Es war höchst riskant, das er als Offizier die Leitung übernahm und nicht nur die Ritter anwies, wie sie es zu machen haben.
Doch extreme Situation erfordern extreme Maßnahmen. Breit musste er schmunzeln, als er das Geräusch von sich reibenden Plattenrüstungen vor seiner Tür hörte. Er stand auf und blieb vor der Tür stehen. Gleich würde er über Leben und Tod entscheiden, das waren seine Gedanken die er nun hatte. Er straffte sich und machte langsam die Tür auf.
Poliert und geordnet nach Farbe, standen die Ritter in Reih und Glied im Gang. Nur vereinzelte trugen Straßenkleidung, doch sie hatten das Emblem des Trupps an, die sie angehören. Leicht schüttelte er den Kopf, als er die Rüstungen sah.
„Was glaubt ihr was das werden sollte? Gleich nach der Anweisung entsende ich euch. Wollt ihr wirklich mit der Ordensrüstung rausspazieren?“, er seufzte wieder und zeigte mit den Fingern auf die Vier, die in Straßenkleidung gekleidet waren.
„Ihr, kommt rein.“
Er erkannte sie, weil sie schon in der Vergangenheit mit seinen Truppen zusammengearbeitet haben.
„So, meine drei Leute wissen schon was zu tun ist, deswegen sage ich das jetzt nur euch drei. Wenn ich zu Ende gesprochen habe, dann seid ihr dafür verantwortlich, dass es die anderen erfahren, also hört jetzt gut zu.“
Er erzählte ihnen die Strategie. Er Positionierte die Acht Trupps in wichtigen Strategischen Städten und Dörfern. Die in den Städten, sollen sie sich in ein Gasthaus einquartieren, die in den Dörfern, sollen sich im Wald verstecken und das Dorf und die Umgebung im Auge behalten. Sie sollen auch so tun, als ob sie sich nicht kennen würden und nur im allergrößten Notfall, sollen sie sich kontaktieren. Vorsichtig sollen sie sein und keine kurzüberlegten Aktionen starten, außer es ergibt sich. Des Weiteren, gab er ihnen noch die Informationen, worauf sie Ausschau halten und wie sie die Einheimischen befragen sollten.
„Und bitte sagte ihnen auch, dass sie die Rüstung ablegen sollen und stattdessen einfache Bauernkleidung tragen sollen.“, die zwei Menschen, der Otter und der Gephardt nickten. Er entließ sie dann und ging mit ihnen vor die Tür raus.
„So ich brauche jetzt den magisch begabtesten unter euch, der soll bitte vortreten.“, absolute Stille herrschte, bis dann ein reiben einer Plattenrüstung zu hören war. Ein Greif schritt in grüner Plattenrüstung zu ihm, das erkannte er an den Flügeln und am Schwanz, natürlich auch an dem Helm, wo der Schnabel raus sah. Doch irgendwas stimmte mit dem Greifen nicht, das verriet ihm sein Instinkt. Er ging zu ihm und hob das Visier auf, lange sah er ins weiße Gesicht und in die goldenen Augen.
„Du?“, Plattenrüstungen bewegte sich und einige sahen zu ihnen rüber. Es passierte nur selten, doch gerade in diesen Moment, konnte er nicht das zurückhalten, was er nun fühlte. Kraftvoll umarmte er den Greifen, der ihn auch umarmte. Zu Tränengerührt sah ihn dann der Greif an, als er ihn dann nach einigen Sekunden losließ. Doch schnell raffte er sich wieder zusammen.
„Gut, gehen wir, denn du gehst mit mir. Und ihr anderen bekommt von den vieren die Anweisung. Gruppiert euch in Fünfertrupps zusammen und am besten so, dass ihr ausgeglichen seid. Redet miteinander, besprecht was eure Schwächen und Stärken sind, denn von nun an, kämpft ihr für euer Land und um euer Leben!“
Ehrenvoll klopften die Ritter mit der rechten Hand auf die Stelle, wo ihr Herz und das Emblem des Ritterordens waren. Noch bevor die Ritter davonschritten, ging er in sein Gemach und wartete bis der Greif reinkam.
Als der Greif reinkam und die Tür schloss, nahm der den Helm ab und grinste breit.
„Samuel… du bist groß geworden…“, stattlich sah der Greif in der grünen Plattenrüstung und mit dem weißen Gesicht aus. Prachtvoll war dessen Kopf mit einem braunen Federkranz umrandet und dankend, wurde er angeschaut.
„Ich habe gehofft, dass du dich noch an mich erinnerst. Lange ist es her, wo wir uns zuletzt gesehen haben.“, natürlich erinnerte er sich an Samuel. Vor 15 Jahren, hatte er ihn, der noch ein Küken war, aus einem brennenden Haus gerettet. Samuel war der einzige Lichtpunkt bei diesem Einsatz, weil das Dorf überfallen und von der Diebesbande niedergebrannt wurde. Keiner außer Samuel hatte überlebt, inklusive der Diebesbande.
„Wie kommt es…“
„… das ich hier bin?“, Samuel wusste das sein Retter ihn das fragen würde. „Nun, nachdem du mich gerettet und in einem Kloster abgegeben hattest, wollte ich so wie du werden. Als Knappe kam dann meine Magische Begabung raus und von daher, wurde ich in den Magischen Künsten in unseren Orden ausgebildet. Ich trat schon vor 7 Jahren bei, doch die letzten 5 Jahre habe ich nur gelernt und geübt und nun, bin ich ein Kampfmagier. Tödlich mit dem Schwert und mit der Magie.“
Es freute Kokuo sehr, das seine Tat ihn zu retten dazu geführt hatte, das Samuel nun hier war. Doch eins irritierte ihn gerade. „Wieviel Kampferfahrung hast du und wie mächtig bist du?“, obwohl er schon die Antwort mit der Kampferfahrung wusste, wollte er wissen, wie stark sein Kumpan war.
„Leider nicht sehr viel Kampferfahrung, doch von der Stärke bin ich im Ordensmeter auf 18 von 20.“, Samuel musste breit grinsen, als er das überraschte blaue Gesicht sah.
„Das kann unmöglich sein…“, dachte sich Kokuo. Noch keiner war nach der Ausbildung so stark, nicht einmal einige Meister erreichten diesen Level. Doch gleich kam die Ernüchterung, obwohl Samuel so stark war, konnte der mit der geringen Kampferfahrung nur bedingt nützlich sein. Samuel konnte ein ganzes Haus wegsprengen, aber wenn es darum ging, nur die Tür aufzumachen, würde der vielleicht die ganze Wand einreißen.
Aber vielleicht war es genau das, was er nun brauchte. Doch zuerst, soll Samuel beweisen wozu er fähig war.
„Heb die Kerze auf.“, Samuel wollte schon zum Schreibtisch gehen, doch er schüttelte gleich den Kopf. Verlegen schmunzelte der junge Greif und fixierte nun die Kerze. Sofort fing die Kerze zu schweben an und hing dann einen Meter über den Schreibtisch in der Luft.
„Löse den Docht von der Kerze.“
Falten bildeten sich um die goldenen Augen und als Hilfenahmen, hob Samuel nun die Hände. Filigran bewegten sich die Finger und langsam entfernte sich die Flamme vom Wachs. Gleich stand er auf und sah sich an, wie genau Samuel war.
Er war höchst beeindruckt. Nur einen knappen Millimeter Wachs nahm der junge Greif mit. Er hatte den üblichen Test unter den Begabten gemacht und bis jetzt, ist ihm noch keiner untergekommen, der frisch nach der Ausbildung so gut war.
„Beeindruckend, wirklich Beeindruckend. Du bist ein Schatz für den Orden. Aus dir wird noch ein Offizier und vielleicht, sogar ein Templer des Ordens. Samuel stieg die Hitze unter dem Federkleid hoch, allein, das Kokuo sagte, dass er vielleicht ein Templer werden konnte, bedeutete ihn viel. Templer waren die Elitekämpfer, direkt unterstellt unter den Kommandanten und den König, und gleichberechtigt wie die Offiziere. Aber auch völlig abseits der Rangordnung, da sie Kämpfen und Magie wirken konnte und nur die besten wurden ausgewählt. Es gab nur fünf Templer in ihren Orden und jeder wollte so wie sie werden.
Bücher wurden über ihre Heldentaten geschrieben, Barden singen in den Tavernen die Balladen über sie. Als Halbgötter wurden sie verehrt und gelobt preist. Nur ihr Orden durfte Templer haben und ausbilden, weil sie der größte und mächtigste Orden waren. Der König selbst hat zwei Templer aus ihren Orden als Königswache eingestellt. Auf den ganzen Kontinent gab es nur 10 Templer, wobei 3 verschollen waren und die Ausbildung zu einem, dauert zwei Jahrzehnte und war ein Staatsgeheimnis.
Zu mächtig waren sie, weil sie Fähigkeiten besaßen, dass sogar Könige vor Angst erstarrten. Doch sie wurden nur sehr, sehr, sehr selten eingesetzt, weil der König ein Vertrag unterschrieb, dass die Templer nur auf seinen Geheiß und die der Verbündeten Staaten eingesetzt werden dürften. Und keiner im Orden, bis auf den Kommandanten, wusste wer ein Templer war, weil die Gefahr bestand, dass sie entführt werden konnten.
„Danke Kokuo!“
„Zieh dich nun um, wir brechen auf sobald du fertig bist.“, da er nun einen äußerst begabten Magier an seiner Seite hatte, konnte er sich nun auf den Auftrag konzentrieren. Leicht musste er schmunzeln, dass es ausgerechnet Samuel war, der ihn nun begleitete. Als er hörte, wie die Tür aufging, drehte er sich um und sah sich Samuel nochmal an. Er erinnerte sich an den jungen Küken, der bewusstlos und vom Feuer verletzt in seinen Armen lag. Doch er hatte sich was anderes für ihn gewünscht, nämlich, dass der ein friedliches Leben führt und nicht auf einem namenlosen Schlachtfeld sterben würde.
Mit gepackten Sachen und einigen magischen Utensilien, wartete er vor der Tür auf Samuel. Nochmals ging er alles durch, den Plan, seine Ausstattung und am Ende auch die Landkarte, wo alles Wichtige drauf war.
Nur das leise klacken der spitzen und kurzen Katzenzehen von Samuel, verriet ihm das der den Gang entlang kam. Der junge Greif sah wie ein Bettler aus. Schmutzig waren das Gesicht und die Hände, genauso wie die Kleidung und die Beine.
„Du hast zu dick aufgetragen, wasch dir zumindest das Gesicht und die Hände sauber.“
Die Rüge traf ihn hart, denn er hatte es nur in guter Absicht getan. Er blickte um sich, doch es war vergebens, weil es nichts gab, womit er sich waschen konnte. Beschämt, weil er so unerfahren war, ging sein Blick Richtung Boden.
„Nimm die Wasserflasche…“, er klopfte sich mit der Handfläche auf die Stirn und nahm aus seinen Lederrucksack die Wasserflasche. Kokuo nahm ihn das nicht übel, weil Samuel das erste Mal mit den Wolken Trupp unterwegs war und somit auch mit ihm. Er selbst war schlicht gekleidet, das einzige, was etwas luxuriös wirkte, war seine leichte Lederrüstung an der Brust.
Gemeinsam und nachdem sich Samuel gewaschen hatte, gingen sie in den Keller. Wein, Pökelfleisch, getrocknete Früchte und vieles mehr, wurden hier im Keller gelagert. In der Waffenkammer bat er dann Samuel, dass der sich umdrehen soll. In der Burg gab es viele Geheimnisse und er kannte sie alle. Im Moment, wann der Offizier des Wolken Trupps stirbt, werden die Geheimnisse an den Nachfolger weitergegeben. Und nur er kannte den Geheimschalter, der hier versteckt war. Gezielt drückte er einen Stein in der Wand und lautlos, glitt dann eine Geheimtür auf, die man zuvor, auch wenn man wusste das eine dort war, nicht sehen konnte.
„Komm.“, flüsterte er Samuel zu und ging in die Dunkelheit. Samuel war ganz überrascht, als er die offene Tür sah, denn er hatte sich schon gefragt, wieso sie nicht mit den anderen durch das Haupttor gingen. Doch als er die Finsternis im Gang sah, wo Kokuo verschwunden war, musste er schwer schlucken. Langsam ging er zum Geheimgang und blieb abrupt stehen. Zwei kleine Runde Lichter sah er im Gang und sofort bekam er Angst. Doch als er die zwei geschwungenen Hörner von Kokuo sah, atmete er erleichtert aus.
„Komm endlich!“, die zwei kleinen Lichter verschwanden und leise, trat er in die Dunkelheit.
Es roch modrig und mit den Händen tastete er die seitlichen Wände ab. Vorsichtig machte er einen Schritt nach dem anderen, bis es dann stockfinster wurde. Die Geheimtür war zu und es gab keine Lichtquelle im Gang mehr. Er konnte sich nur noch auf die Sinne die er hatte verlassen. Er hörte Kokuo vor sich, wie der selbstsicher voranging.
Lange gingen sie und das einzige was er wahrnehmen konnte war, wie sie unter einem Fluss gingen. Da wusste er, das sie Richtung Osten gingen, dort wo die Grenze zu Anchor war. Plötzlich wurde es totenstill und nur noch seine Schritte und sein Atmen, der jetzt stoßweiße ging, waren zu hören. Panik stieg langsam in ihm auf, weil er glaubte, dass er den Anschluss zu Kokuo verloren hatte.
„Kokuo?“, immer stärker wurde die Panik und er fing langsam zu rennen an. Er hasste diese absolute Dunkelheit, weil sie jedes Geräusch verschlang und weil sie so schwer war, dass er nur schlecht atmen konnte.
Immer schneller wurde er und plötzlich lief er gegen irgendetwas. Er war gerade dabei nach hinten zu fallen, als er einen Arm, das sich um seine Brust schwang, spürte und ihn somit auffing.
„Pass besser auf, denn wir klettern gleich raus.“, breit lächelte er, als Kokuos Arm verschwand. Es klackte laut, dann sah er Kokuo, der von Sternenlicht erhellt wurde. Elegant stieg der die alte und modrige Leiter rauf. Seinen Beispiel folgend, stieg er dann auch rauf und war schon fast vom Sternenlicht geblendet.
Als er sich umsah, verschlug es ihm die Sprache. Wunderschön war das Land unter dem Sternenlicht. Weit sind sie gegangen, denn er konnte kaum noch die Burg ausmachen, die auf einem großen und breiten Felsen erbaute wurde. Der Fluss unter dem sie gegangen waren, schimmerte und reflektierte die Sterne.
Sie standen unter einem großen Baum, der auf einen Hügel stand. „Halt die Augen offen und sag mir, wenn du jemanden siehst.“, erst jetzt erinnerte er sich, was ihre Aufgabe war. Er folgte dem Befehl und sah sich alles genauestens an. Doch er sah niemanden, keine Bewegungen oder Lichter. Nur von weitem waren die Lichter der Burg zu sehen.
Der Felsen der den Geheimgang verdeckte, war sehr schwer und er musste seine gesamte Kraft aufwenden, um ihn zu heben. Leicht bebte der Boden, als er den Fels über dem Ausgang fallen ließ. Sein Blick ging in die Sterne, nachdem wieder der Geheimgang verdeckt war. Ohne was zu sagen ging er dann einfach drauf los.
„Kokuo…“
„Still jetzt, wir werden bis Sonnenaufgang marschieren und ich möchte nicht, dass wir wegen unserer Unterhaltung entdeckt werden.“, er hörte das leise seufzen, doch es entsprach der Wahrheit. Überall waren Augen und Ohren. Es konnte auch gut sein, dass Ihre Burg observiert wird, deswegen nahm er den Geheimgang und die anderen Trupps säte er als Köder aus. Natürlich sollen die anderen Trupps ihre Aufgaben machen, doch falls sie wirklich unbemerkt aus der Burg gehen konnte, hätten sie einen großen Vorteil.
Abseits aller Straßen und Wege, gingen sie durch die Wildnis. Es war teils beschwerlich, teils angenehm. Der angenehmste Teil war der, als sie durch die Wiesenlandschaft gingen und durch die stille, konnten sie sich etwas entspannen, auch wenn Kokuo immer um sich blickte.
Doch das Wetter spielte nicht mit. Schwere dicke Wolken zogen auf und verdeckten die Sterne. Es wurde immer dunkler, bis sie wieder in völliger Finsternis gingen. Vorsichtig legte dann Samuel eine Hand auf Kokuos Schulter, damit er ihn in der Finsternis nicht verlor. Mit einem Donnerknall kam dann der Regen. Schnell sog die Kleidung das kalte Wasser auf und immer beschwerlicher wurde der Marsch.
Ein starker Wind kam auf und immer mehr Blitze zuckten über den wolkenverhangenen Nachthimmel. Samuel wusste, dass es langsam gefährlich für sie zwei wurde. „Kokuo, wir sollten ein Unterschlupf finden!“, er musst schon fast schreien, weil der Wind seine Wörter einfach mitnahm.
Kokuo blieb stehen und sah sich um und trotz, dass es dunkel war, konnte er immer noch genug sehen. Samuel wirkte durchgefroren und auch er selbst spürte die Kälte, doch weil er ein Drache war und weil er vom Sturmstamm abstammte, machte ihm das überhaupt nichts aus. Doch es wäre fatal, falls sich Samuel jetzt eine Erkältung zuziehen würde. Deswegen steuerte er sich zwei zu einer Baumgruppe hin, wo er hoffte, dass sie darin sicher vor dem Sturm waren.
Es knallte ohrenbetäubend. Samuels Augen taten weh und er spürte wie eine titanische kraft durch ihn hindurch floss. Sein Hirn brauchte kurz um zu realisieren, das neben ihnen gerade ein Blitz eingeschlagen war und er lachte einmal kurz auf, dass sie noch immer am Leben waren, aber genau das verstand er nicht. Als sich seine Augen langsam wieder an die Dunkelheit gewöhnt hatten, sah er vor sich eine Lichtquelle. Das reine weiße Licht umrandete Kokuo und deutlich konnte man dessen Kopf und Schultern sehen. Es zog ihn magisch an und gleich fragte er sich, was es wohl war, was da leuchtete. Das Licht schwand langsam während sie wieder gingen.
Er nahm wahr, wie das Plätschern des Regen auf Blätter traf und gleich roch er, dass sie zwischen Bäumen waren. Eine Hand spürte er auf der Brust, die ihn gegen einen Baum drückte. Die Hand wanderte dann weiter zu seiner Hand und umschloss sie.
„Das ist nur dafür, falls wieder ein Blitz in der näher runterkommen sollte.“
Es tat gut Kokuos Hand zu spüren. Kraft und Wärme gab sie ihn, die er nun wirklich brauchte. Sein Federkleid war durchnässt und hing so schwer, wie ein Kettenhemd an ihm dran. Auch der Marsch zerrte an seinen Kräften, weil er es nicht gewohnt so lange zu marschieren war. Zwar hatte er gelernt mit der Plattenrüstung zu gehen und zu kämpfen, doch dieser Marsch verlangte viel von ihm ab. Müde glitt er langsam dem Baum runter und lehnte sich mit dem Kopf gegen den Stamm.
Als ob das Schicksal es so wollte, kam unerwartet der Regen. Absolut unnatürlich war der Regen und viel zu stark, waren die aufkommenden Winde. Es kam ihn gleich komisch vor, wie schnell die Wolken kamen. Und, das war der einzige Unterschlupf in der Nähe.
„Samuel, bereite dich vor. Etwas stimmt nicht!“
Angst kam bei Samuel auf, als er das von seinen Retter hörte. Doch gleich schwand die Angst, weil er sich wieder daran erinnerte, was Kokuo zu ihm sagte.
„Templer“
Samuel schloss die Augen und kehrte in sich rein. Er sah das Licht, die Kugel, die Zweige in die Finsternis abgab. Mit der Handfläche berührte er seine magische Kraft.
Er hörte es, bevor sich Kokuo überhaupt bewegen konnte. Etwas wurde abgefeuert, es war ein Bolzen von einer schweren Armbrust. Tödlich, falls das Kokuo nicht abwehren konnte. Die Magie ließ er in seine Sinne fließen, dann machte er die Augen auf. Alles konnte er sehen, jedes Detail in der Umgebung und es stand alles still. Die Regentropfen hingen in der Luft, von weitem sah er den Bolzen, der auf Kokuos Brust zuflog und schon die Hälfte der Strecke hinter sich gelegt hatte. Und Kokuo, der sich leicht bewegte.
Er geriet fast aus der Fassung, weil normal bewegte sich keiner, wenn er seine Sinne aufs höchste steigerte. Doch der Drache war auf einen ganz anderen Level, als alle anderen die er kannte. Doch trotz, dass sich Kokuo schon bewegte, würde ihn der Bolzen treffen.
Er ließ einen winzigen Teil seiner Magie in den Körper fließen und berührte kurz seinen Führer, dann stand er auf. Er kümmerte sich nicht um den Bolzen, weil Kokuo schon in Sicherheit war und deswegen ging er dorthin von wo der Bolzen kam. Immer mehr magische Kraft ließ er in seine Körper fließen und sein langsames gehen wechselte ins rennen.
In einem Strauch war die Armbrust, die leicht rauslugte. Grinsend, weil er gleich die Person hatte die den Bolzen abgefeuert hatte, drückte er den Strauch auseinander. Sofort stoppte er in seiner Bewegung, als er den Attentäter sah, der ein Amulett in der Hand hielt und gerade dabei war, es in zwei Hälften zu brechen.
Kokuo flog seitlich davon und prallte schwer gegen einen Baum. Er konnte nichts erkennen, dann hörte er ein Pfeil oder ein Bolzen das in einen Baum einschlug. Gleich darauf war ein knall zu hören und ein Windstoß ließ ihn dann nach hinten kippen. Taub fühlten sich seine Ohren an und eine Übelkeit kam auf. Es war nicht wirklich ein Windstoß, sondern eine Druckwelle, die ihn die Luft aus der Lunge gepresst hatte. Er brauchte einige Sekunden bis seine Sinne wieder voll da waren.
„So ein Trottel…“, dachte er gerade über Samuel. „Ich war doch darauf vorbereitet…“, mit diesen Gedanken stand er dann langsam auf und sah sich schwer atmend um. Abgebrochene Zweige, umgestürzte kleine Bäume und umgeknicktes Gras sah er. Langsam kam sein Hörvermögen zurück und wieder hörte er den Regen, das auf Blätter traf.
Dann sah er mitten in der Wiese eine Bewegung und er rannte mit gezogenem Schwert drauf los. Sein Schwert glitt ihm aus der Hand, als er Samuel erkannte. Sein Beimann war so schwer verletzt, das er ihn kaum noch wiedererkannte. Der Schnabel war weg, beide Arme und ein Bein abgerissen genauso wie die Flügel und der Schwanz und über der ganzen Brust, war ein Riss zu sehen, wo man die inneren Organe erkennen konnte. Der Junge Greif versuchte zu sprechen, doch es kam nur Blut aus dem Loch raus, wo einmal der Schnabel war.
„HALTE DURCH SAMUEL!“
Ihm kamen die Tränen, als er dann sah, dass die Augäpfel geplatzt waren und Blut aus den Ohrkanälen rann.
Er nahm alle Halsketten die er hatte runter und legte sie auf Samuels Brust. Stöhnend wand sich der junge Greif. Beide Hände legte er auf seine Utensilien und schloss die Augen.
„Achsuzan mal Utensien. BRAVIK DO RAZIEL. RAZIEL ICH BESCHWÖRE DICH!!“
Die Zeit verlief langsamer. Die Regentropfen fielen langsamer.
Einen Lichtschimmer sah er durch seine Augenlider. Ein summen erfüllte die Luft, dann hörte er die Stimme, die, seit er klein war, vermisste.
„Wieso ruft mich einer meiner Söhne!“
„Vater, rette diesen Jungen, nur du kannst es noch!“, er konnte nicht seine Augen aufmachen, weil das Licht so grell war, das er sein Augenlicht verlieren würde. Doch er roch ihn, seinen Vater, der so früh von ihm ging. Er erkannte die Stimme, die ihn in den Schlaft sang.
„Kokuo… das wird dich viel Kosten. Bist du bereit dafür zu zahlen?“, ohne nachzudenken rief er sofort „JA!“.
Das Licht wurde greller und seine Augen taten weh. „Dann hol alles was den Jungen gehört.“
Sein Gesicht von seinen Vater abwendend, stand er sofort auf. Nur einen Spalt breit öffnete er seine Augen und da sah er die ganze Zerstörung. Überall waren Samuels Glieder verteilt. Schnell hob er die warmen Glieder auf und rann mit geschlossenen Augen zum Licht. Samuels Glieder wurden leichter und schwebten aus seinen Händen.
„Kokuo, du bist groß geworden. Wie alt bist du jetzt? 120? 150?“, breit musste er grinsen, als man ihn das fragte. „Ich werde Heu jähr meinen 200sten Nestlingstag feiern.“, er spürte eine gewaltige Traurigkeit über sich hinwegschwemmen, die ihn bis ins innerste erschütterte.
„Es tut mir leid, dass ich… ich wünsche ich kann die Zeit zurückdrehen…“
„Ist schon Ok. Du hattest eben eine Pflicht zu erfüllen, nicht jeder kann sagen, dass sein Vater ein Gott wurde. Es tut mir sogar um dich Leid, weil du einsam die Berge bewachen musst.“, die Trauer verwandelte sich in Stolz und er spürte in seinem Herzen, das sein Vater lächelte.
„Dieser Junge ist mächtig, wusstest du das?“, leicht nickte er.
„Gut, leider muss ich dich nun fragen, womit du zahlen möchtest…“, er wusste schon womit er zahlen konnte. „Reicht dir die magisch Kraft in einem dieser Amulette, es müsste das Sternförmige sein.“
Kurz war es dann still, bevor sein Vater weitersprach. „Zum Teil, der Junge ist wirklich dem Tode nahe und wenn ich in meiner Sterblichen Hülle nun da stehen würde, dann könnte ich ihn nicht einmal ansehen, so schwer verletzt ist er. Es wird Zeit brauchen, bis der Junge wieder zu sich kommen wird, also Such dir dann eine Unterkunft, die auch sicher ist.“
„Ich verstehe Vater, dann… nimm meine Lebenszeit!“, er spürte die Wut über sich hereinbrechen. Göttliche Wut erfüllte ihn und er konnte es kaum in Zaun halten, so gewaltig war sie. Sein innerstes verlangte nach Tod und Zerstörung.
„DAS SIND HUNDERTE VON JAHRE DIE ICH DIR NEHMEN MUSS!“
„Das ist mir recht. Mach schon, wir haben nicht den ganzen Tag Zeit.“, er stellte sich auf den Schmerz ein und gleich spürte er den kalten Griff, der in seine Brust eindrang. Als würde er zersplittern, so fühlte sich das an. Laut schrie er seine Qual hinaus und immer leichter fühlte er sich. Langsam hob er ab und unter sich konnte er seinen Körper sehen. Dann sah er seinen Vater, der erhaben über Samuel schwebte und eine Hand auf ihn richtete. Ein weißer strahl von titanischer Kraft traf Samuel und er konnte zusehen, wie die abgerissenen Glieder mit dem Körper langsam wieder zusammenwuchsen.
Der Schmerz schwand langsam.
„Ich werde einen Teil von mir selbst verwenden, denn ich möchte nicht, dass du hunderte von Jahre früher stirbst, Ich werde dir nur 200 Jahre nehmen und das wird auch das letzte Mal sein, das ich sowas für dich machen. Also solltest du, wenn du mich nochmals wegen sowas rufst, genug magische Kraft gesammelt haben, damit du nicht den ultimativen Preis zu zahlen hast.“
Lächelnd nickte er seinen Vater zu. Gemischt waren nun die Gefühle, die von seinen Vater ausgingen.
„Ich werde dich bis zum nächsten Mal vermissen. Bitte passt auf dich auf, die anderen Götter sind in Unruhe. Kokuo…“, das letzte verstand er nicht mehr, weil er wieder runterschwebte und vor Schmerz schrie. Das Licht schwand und noch immer schreiend, kippte er vornüber auf den Boden. Es dauerte einige Minuten, bis der Schmerz in seinen Körper sich so soweit zurückgezogen hatte, dass er aufstehen konnte.
Jeder Tropfen der auf ihn fiel, tat wie ein Nadelstich weh. Er spürte, dass er dünner als zuvor war. Es war nicht sein Körper, sondern sein Innerstes war um einige schwächer geworden. Doch jetzt war was ganz anderes wichtig, nämlich das er mit Samuel von hier verschwand.
Das Licht konnte man von überall sehen, so hell und grell war es und deswegen, waren sie nun die perfekte Zielscheibe. Schnell stand er auf und hob Samuel über seine Schulter, dann fing er zu rennen an.
Sein Instinkt sagte ihm, dass sie einen Verfolger hatten. Doch da dieser noch nichts unternahm, nahm er gleich die Gelegenheit wahr und rannte zum nächsten Waldstück das er sah. Kurz vor dem Waldstück schlug er Hacken, damit, falls auf sie geschossen wurde, sie man schlechter treffen konnte.
Im Waldstück rann er direkt in die Mitte und versteckte sich hinter einer großen Wurzel. Außer Atem legte er Samuel behutsam auf den Boden. Schnell griff er in seinen Rucksack und holte ein Hemd raus, das er dann auf Samuels Kopf legte, damit der nicht am Regen erstickte.
Als dies gemacht war, schloss er seine Augen und konzentrierte sich auf sein Gehör. Tief und langsam atmete er, damit sein Herz zu ruhe kam. Er hörte etwas, doch er wusste nicht ob es ein Tier, oder ihr Verfolger war. Aber er ging vom schlimmsten aus.
Er hörte über sich was zischen und augenblicklich, hob er seinen Arm zum abblocken. Seinen Reflexen sei Dank, verfehlte ihn nur knapp das, was auf seinen Kopf gerichtete war. Sein Arm hat den Schwung abgeblockt und die Klinge bohrte sich in die Wurzel. Er stand auf und hob gleichzeitig den anderen Arm. Rein Kampftechnisch musste der Angreifer über sie gebeugt sein und das war seine Chance ihn zu packen. Wie erwartet hielt er plötzlich den Angreifer am Kopf, der sich nun mit aller Kraft nach hinten stemmte.
Doch wieder stimmte etwas nicht, denn der Angreifer nutzte nicht die Hände, um sich zu befreien. Sofort ließ er ihn los, als er das leise reiben von Metall hörte und beugte sich zur Seite, über Samuel.
Er spürte einen Druck, dann war alles Schwarz.
Ihm war schwindlig und sein Kopf tat fürchterlich weh. Es hatte zu regnen aufgehört und die Sonne war aufgegangen. Stöhnend öffnete er seine Augen und richtete sich auf. Unter Zweigen und Blätterwerk war er begraben. Was es auch war, diese Zerstörungskraft war gewaltig. Noch nie hatte er sowas gesehen und das, was er gehört hatte, hatte er bis jetzt nicht geglaubt. Doch anscheinend stimmten die Gerüchte, nämlich, dass gewisse Sondertruppen von Anchor magische Amulette besaßen, die, wenn man sie brach, in einen Knall explodierten und alles in naher Umgebung zerfetzten.
Sofort gingen seine Gedanken an die Männer, die er ausgesandt hatte. Er sprang auf, als er sich an Samuel erinnerte. Doch beim ersten Schritt zuckte und stöhnte er schmerzerfüllt auf. Als er runter sah, sah er einen langen und dicken Holzsplitter, der in seinen Oberschenkel steckte. Aus diversen Kratzern und Schnitten rann Blut an ihn runter. Zum Glück hatte er keine Verletzungen an der Brust, der Lederrüstung sei Dank.
Fluchend humpelte er zu der Stelle, woher die Explosion kam. Ein kleiner Hügel war am Boden zu sehen und schnell setzte er sich dann auf die Seite hin, wo sein gesundes Bein war. Er schob die Blätter und Zweige davon und unter alldem, sah er dann Samuel.
Einige Kratzer und kleine Holzsplitter stecken in ihm, aber es waren nur oberflächliche Verletzungen. Er legte ihn nun komplett frei und sofort fühlte er, wie schrecklich unterkühlt Samuel war. Wieder fluchte er laut, denn er konnte mit dem nassen Holz kein Feuer machen. Und Samuel konnte er durch die Verletzung am Bein nicht tragen.
Aus purer Verzweiflung sah er sich nochmal um und da erblickte er ein Gehöft. Die Entscheidung war gefallen. Umständlich stand er auf und stöhnte dabei laut, weil die Schmerzen im Bein stärker wurden. Er packte Samuel am Kragen und zog ihn dann mit sich. Nur sehr langsam kamen sie voran, doch zum Glück war das Gehöft nicht weit entfernt. Es schien verlassen zu sein. Auf den Feldern wuchs Unkraut und verweist wirkte das Haus.
Kraftlos zog er Samuel die letzten Meter ins Gebäudeinnere. Es waren drei Betten zu sehen, eine Kochstelle und daneben ein Stapel Holz. Die Kopfschmerzen wurden stärker und ein Rinnsal von Blut rann an seinem Bein runter. Mit letzter Kraft die er noch hatte, hob er dann Samuel auf und legte ihn ins erst beste Bett.
Schnell deckte er ihn zu und setzte sich zu ihm. Flach atmete der junge Greif, doch anscheinend ging es ihm sonst gut. Doch nun hatte er ein anderes Problem, nämlich sein Bein. Es war eine schwere Verletzung und falls er beim herausziehen des Holzsplitters ohnmächtig wird, dann würde er elendig verbluten. Leider sah es nicht so aus, dass Samuel in naher Zukunft aufwachen würde, deswegen musste er sich selbst um die Verletzung kümmern.
Aber zuerst musste er ein Feuer machen, damit er was hatte, um die Wunde zu desinfizieren und zu schließen. Voller Qualen stand er auf und machte im Herd ein kleines Feuer, dabei nutzte er den Feuerstein, der beim Herd lag und seinen Dolch, den er immer unter der Lederrüstung trug. Gleich bekam er ein kleines Feuer und nach und nach, legte er einzelne kleine Holzscheite in die Flammen. Die Wärme tat gut, die das Feuer ausstrahlte. Er nahm sich ein Hocker aus einer Ecke und setzte sich vor dem Herd. Den Dolch legte er in die Glut, danach zerriss er seine Hose in Streifen und band, knapp über der Wunde, die Streifen um sein Bein.
Er Biss auf ein kleines Stück Holz bevor er anfing. Mehrmals atmete er tief ein und aus. Schon als er das Stück Holz berührte, stöhnte er vor Schmerz. Geistig zählte er bis Drei, bevor er das Holzstück rauszog. Das Holz in seinem Mund splitterte und laut stöhnte er aus sich den Schmerz raus. Unter Tränen nahm er den rotglühenden Dolch und drückte die Klinge auf die Wunde.
Es zischte und rauchte. Der Schmerz war so überwältigend, das er sich gleich Taub fühlte. Schwarz wurde ihm, doch im letzten Moment konnte er sich etwas zusammenreißen. Mit tauber Hand, drückte er die Klinge noch auf die Eintrittswunde, um dann gleich darauf das Bewusstsein zu verlieren.
Leicht verwirrt war er, denn er wusste nicht, dass das Leben nach dem Tod so kalt war. Zitternd öffnete er seine Augen und sah eine fremde Zimmerdecke. Er schaute sich weiter um und entdeckte ein Feuer, das dabei war auszugehen. Aber gleichzeitig bekam er ein schreck, weil Kokuo regungslos auf dem Boden lag. Eine kleine Blutpfütze war unter seinen Beinen zu sehen. Weinend stand er auf und fiel vor Kokou auf die Knie. Er horchte ob das Herz noch schlug und gleich seufzte er erleichtert auf, als er den schwachen Herzschlag hörte. Doch das Blau der Schuppen war matt und da wusste er, dass Kokuo viel Blut verloren hatte.
Viel Zeit hatte er nicht übrig, um seinen Freund zu retten. Deswegen hob er ihn auf und legte sich mit ihm ins Bett, denn der war eiskalt und so hoffte er, dass die Wärme wieder zurückkam. Die Lederrüstung zog er ihm aus, dann legte er seinen Kopf auf die Brust und griff wieder auf seine magische Kraft zu. Während er dies tat, spürte er an verschiedenen Stellen seines Körpers Schmerzen. Augenblicklich erinnerte er sich an DEN Schmerz.
Ihm wurde übel und vor Entsetzten konnte er sich nicht mehr konzentrieren. Er erinnerte sich noch, dass er davonlaufen wollte, doch es war zu spät. Jede Sekunde, jeder Moment war für ihn eine Ewigkeit. Jahrhunderten sah er zu, wie alles an ihm davonriss. Jahrhundertelang, erlitt er die schlimmsten Qualen. Es war in sein Hirn eingebrannt, weil er Leben lang nur um den Tod bettelte.
Doch irgendwie, war er wieder ganz.
Er wusste das er nun ein schweres Traume für sein Leben hatte, doch im Moment war Kokuo am Leben zu erhalten am wichtigsten. Speiübel, griff er wieder auf seine Magie zu und ließ sie langsam aus seinem Körper fließen. Nur sehr wenig und dosiert machte er das und er fühlte gleich, wie es unter der Decke langsam wärmer wurde. Sein Herzschlag beschleunigte sich leicht, als ihm bewusst wurde, dass er mit Kokuo im Bett war.
„Danke…“, er schreckte auf. Doch gleich lächelte er glücklich, als ihn die tiefblauen Augen ansehen. Sachte legte er den Kopf wieder auf die hellblaue Brust und sandte die Magie in dessen Körper. Geistig sah er, wie Kokuos Körper langsam aufwachte und sich um die Verletzung kümmerte. Leider konnte er nicht mehr machen, da er die Ausbildung zum Heilen von Wunden noch nicht angetreten hatte. Doch zumindest das konnte er machen.
„Wie lange schätzt du, muss ich liegen bleiben, bis ich wieder gehen kann?“, verlegen schaute er in die schönen Augen rauf. „Ich glaube… vielleicht ein paar Stunden… Ja in ein paar Stunden kannst du wieder gehen.“
Fest drückte er wieder den Kopf auf die Brust und schloss dabei die Augen.
Er verstand zwar nicht, wieso Samuel den Kopf auf seine Brust legte, doch er stempelte das als Magiekram ab. Dabei kam wieder das Bild auf, wie der zerfetzt auf dem Boden lag und wie er sich dabei fühlte. Tränen wollten kommen, weil er sich die Schuld dafür gab, dass sein Kumpan so schwer verletzt wurde. Da er jetzt gerade nichts mache konnte, außer da zu liegen, legte er gemütlich seinen Arm auf Samuel und schloss die Augen. In Gedanken ging er nochmal alles durch, doch er spürte etwas am Arm und da fiel ihn wieder ein, dass Samuel von vielen kleinen Holzsplitter verletzt war.
Langsam richtete er sich im Bett auf und drückte Samuel von sich, der ihn verwundert anschaute. Ohne weiter auf ihn einzugehen, zog er ihm das zerfetzte und schmutzige Hemd aus.
„Kokuo?“
„Halt die Klappe und mach das was ich sage.“, er packte ihn am Schnabel, als er das sagte und beschämt wurde er dann angeschaut. Einige Holzsplitter zog er ihm mit dem Hemd schon raus, doch die feineren steckten noch immer fest. Vorsichtig fuhr er mit der Hand durch die feinen Brustfedern und zog ruckartig die Holzsplitter aus seinen Jüngling raus. Es schien Samuel wohl zu gefallen, wie er ihn über die Brust strich, weil der die Augen geschlossen hatte.
Als die Brust soweit befreit von dem Holzsplitter war, kümmerte er sich um dessen Rücken. Die leichten Flügel haben nichts abbekommen und sonst fand er auch nichts. Also drehte er ihn wieder um und zog die Decke davon.
Doch bevor er die Decke davonzeihen konnte, legte Samuel die Hände auf seine Hand. „Meine Beine haben nichts abbekommen. Leg dich wieder hin, sonst dauerte deine Genesung noch länger.“, zufrieden, dass Samuel sich schon drum gekümmert hatte, legte er sich wieder hin. Auch Samuel legte sich wieder auf seine Brust und wie vorhin, legte er ein Arm auf ihn.
„Wenn wir wieder gehen können, müssen wir so schnell es geht die anderen warnen. Wer weiß wieviel Ordensbrüder deswegen schon gestorben sind. Das ist eine Katastrophe, wenn ich nur gewusst hätte…“, er hörte auf zu sprechen, weil plötzlich Samuel zu schluchzen anfing. Das Bild von ihm, wie der entstellt und zerfetzt am Boden lag, kam wieder auf. Es war so schrecklich, so unnatürlich. Noch nie hatte er jemanden so entstellt gesehen und noch schlimmer war es, das danach Samuel nicht das Bewusstsein verloren und alles gespürt hatte.
Er schob sein Ritterdasein zur Seite und ließ es nun zu, dass er Gefühle hatte. „Samuel, vergiss es. Ich weiß das wird lange brauchen, aber das ist das einzige was du machen kannst.“
Der junge Greif schaute langsam zu ihm hoch und vergoss bittere Tränen dabei. Unter dem Achsel packend, zog er ihn langsam zu sich rauf und umarmte ihn fest am Hals. Samuel ließ die Tränen laufen und vergrub das Gesicht in seinen Hals. Er wollte sich nicht vorstellen, welche Schmerzen der wohl hatte und auch wenn es nur eine Minute war, mussten es Qualen gewesen sein, die für ein ganzes Leben gereicht hatten. Deswegen verstand er ihn und drückte das weinende Gesicht noch fester an sich.
Die Hände von Samuel vergruben sich in seine Brust, während langsam die Tränen versiegten. Sie sagten nichts mehr und während sein Bein langsam heilte, strich er ihn sanft über den Kopf. Diese Stunden, wo sie stillschweigen beieinander lagen, gaben ihn eine gewisse Ruhe. Gegenseitig wärmten sie sich auf und das schlottern von Samuel hörte langsam auf. Seine Wunde zog und pochte vor Schmerz, doch er spürte auch, wie sein Körper die gesamte Energie in die Heilung steckte. Das war auch einer der Gründe, wieso er einen magisch Begabten bei sich haben wollte. Unweigerlich kam ihn aber die Frage auf, wieso ausgerechnet dort jemand war.
Seine Stirn bekam Falten, weil er etwas befürchtete, doch er wollte sich das nicht vorstellen. Nun war es umso wichtiger, dass sie einen der Eindringlinge in die Hände bekommen. Als die Nachmittagssonne langsam ins Zimmer schien, hörte das pochen in seinem Bein auf und der Schmerz verschwand.
Samuel schlief und er wollte ihn nicht wecken, denn sie hatten noch einen langen Marsch vor sich und sein Küken soll sich noch etwas ausruhe. Er achtete beim Aufstehen, dass er ihn nicht weckte. Langsam belastete er sein Bein und es zog noch immer, aber der Schmerz war komplett verschwunden. Doch für sein ganzes Leben lang, würde er eine Narbe davontragen, eine weitere.
Er sah sich im Haus und im Gehöft um und er fand es sehr schön hier. Große Weidegründe mit frischen Kräutern und dichtem Gras. Genug Platz fürs Anbauen, so das man sogar den Winter ohne Probleme überstand. Die Familie hatte sogar genug Platz für eine Stallung gehabt und das freute ihn. Doch bei der Besichtigung fand er keinen Grund, wieso das Gehöft verlassen war. Doch ein Anhaltspunkt hatte er und wenn der Auftrag erfolgreich und sie wieder in der Burg waren, würde er gleich Nachfrage, ob jemand eine kleine Familie mit weißem Fell kannte.
Samuel schreckte auf, als er bemerkt hatte, dass er eingeschlafen war. Doch die warme Brust war so angenehmen gewesen und er fühlte sich so Wohl bei ihm, das er sich zu sehr entspannt hatte und auf Kokuo einschlief.
Der schlaf tat gut und er fühlte sich erfrischt. Als er langsam seine Augen aufmachte, sah er auf dem Hocker Kokou sitzend, der aus dem Fenster wachend rausschaute. Wieder fing sein Herz zu pochen an.
„Gut das du wach bist, denn wir müssen aufbrechen.“, sein lächeln das er vorhin hatte, verschwand langsam, als er sich den anstrengenden Marsch vorstellte. „Zieh dich um, die Kleidung liegt auf dem Bett.“
Samuel richtete sich auf und nahm die Kleidung in die Hand, die ihn Kokuo vorbereitet hatte. Es sah alt und mitgenommen aus, doch es passte gut, als er sich dann unter der Decke umzog. Er mochte den maskulinen Geruch der Kleidung. Doch beim Umziehen erschreckte er sich plötzlich, weil sich ein sternförmiges Amulett in seine Brust gebrannt hatte.
„Wie ist das geschehen?“
„Das ist ein Geheimnis, aber du kannst es nun als magischen Speicher nutzen.“, fassungslos sah er zu Kokuo, weil er ein Schatz als Geschenk bekommen hatte. Es gab nur zwei Edelmetale die magische Energien speichern konnten, das eine war billig und jeder konnte es nutzen, doch der Nachteil daran war der, dass die Energie mit der Zeit schwand.
Doch das Amulett bestand aus schwarzem Metall und das war Brillium. Ein Metall, das fast unendlich viel Energie speichern konnte und nur die Obersten drei Staatsmagier besaßen so ein Amulett genauso wie die Templer.
Und nun besaß er so ein Schatz, doch es fühlte sich kalt und leer an. Gleich stand er auf und blieb von Kokuo stehen, um dann in der Hocke, sich bei ihm mit einen „Danke.“ zu bedanken. Freundlich wurde er daraufhin angeschaut und er genoss die Zärtlichkeit der Hand, die ihm einmal über den Schnabel strich.
Sie bereiteten sich zum Aufbruch vor. Die übrig gebliebenen Sachen, packten sie in einen Rucksack den sie in einen Schrank vorgefunden hatten. Neu gekleidet und erholt, gingen sie in die Nacht hinaus. Klar konnte man die Sterne sehen und frisch war die Nachtluft. Sie beide waren mit einem weißen Hemd und einer braune Hosen gekleidet und wirkten schon fast so, als ob sie Brüder wären. Sie beide passten auf, das sie nicht verfolgt wurden, deswegen gingen sie Regelmäßig durch Waldstücke und hohe Graslandschaften. Das grün verwandelte sich langsam in braun und hoch wuchs das Gras. Auf ihren Weg sahen sie mehrere Lagerfeuer, die sie aus dem Weg gingen, damit man sie nicht entdeckte.
Die Nacht schritt voran und langsam wanderten die Sterne. Kokuo wurde langsamer und blieb auf einem Hügel stehen. Als Samuel zu Kokuo aufschloss, sah er vor sich eine Stadt, die von einer Hohen Mauer geschützt war.
„Dort werden wir bleiben. Auch ein Trupp von uns sollte dort sein.“
Er fragte sich, weshalb Kokuo in diese Stadt gehen wollte und er musste auf den ganzen Weg zur Stadt überlegen, bis es ihn dann einfiel. „Glaubst du wirklich, dass unsere Männer observiert werden?“
„Bestimmt und deswegen, werden wir die Observierer, observieren.“, es war ein kluger Schachzug, fand er zumindest. Kurz bevor sie das Stadttor erreichten, packte Kokuo seine Hand und hielt sie fest. Erschrocken und voller Scham, sah er dann zu ihm, der einfach Zielgerichtete zum geschlossenen Tor ging.
„Wir spielen als Pärchen und das wird unser Deckmantel sein.“, sein Herz hüpfte auf, als er das hörte. Doch sofort kamen ihn bedenken. „Sind wir dann nicht zu auffällig?“
„Genau deswegen, wer würde schon ein schwules Pärchen als Agenten des Ordens verdächtigen? Natürlich niemand, solange wir unsere Rolle gut spielen.“
Bevor sie das Tor erreichten, öffnete sie sich und ließ eine Kutsche samt Käfig rausfahren. Als er zwei kleine Gestalten darin sah, kam der Hass auf. Fast fiel er zur Seite, als ihn Kokuo an der Hand zog. Ohne zur Seite zu schauen, gingen sie in die Stadt, doch eine Wache stellte sich ihnen dann in den Weg.
„Was führt zwei Wanderer so spät in der Nacht in die Stadt und sagt mir auch, welches Begehren ihr habt.“, schwer bewaffnet war die Katze und dick wirkte an der Brust das Rüstungsstück.
„Wir suchen für mehrere Nächte eine bleibe, weil wir meine Familie besuchen kommen.“, nachdem er das sagte, erstarrte er. Heiß waren die Lippen die seine Wange berührten und langsam zum Schnabel wanderten. Leicht sah er zu Kokuo und der ergriff gleich die Chance und versenkte die Zunge in seinen Schnabel. Rasend war sein Herz, als er die Augen schloss und mit seiner Zunge, die von Kokuo berührte.
„Unterlasst dies so offen in der Stadt, solange ihr hier seid.“, mit angewiderten Gesicht machte die Wache ihnen Platz und erst daraufhin, löste sich Kokuo von ihm. Seine Beine waren weich wie Wachs und schwer musste er einmal einatmen, als er in Kokuos tiefblauen Augen sah. Er nahm es kaum war, das er wieder an der Hand gezogen wurde.
„Das war gut. Ich denke das wir so nicht entdeckt werden.“
Er sagte nichts darauf, sondern drückte nur beschämt, für seine Gefühle die er nicht wirklich verstand, noch fester Kokuos Hand. Nun bekam er Angst. Er mochte ihn, sogar sehr, doch er verstand nicht wirklich, wieso er so reagierte. Mit jedem Schritt den sie gingen, fühlte er sich immer mehr zu ihm hingezogen. Und mit jedem Schritt, wurden die Scham und die Angst größer. Doch als er Kokuos wachen Blick sah, besann er sich wieder auf ihren Auftrag.
Es war nur gespielt und deswegen nicht echt, dieser Gedanke half ihn wieder runterzukommen.
Sie gingen die Hauptstraße entlang und wenig war zu dieser Zeit was los. Einzelne dunkle Gestalten huschten die Straße rauf oder runter. Vereinzelt sah man Pärchen oder Betrunkene. Bettler lagen schlafend an den Hauswänden. In wenigen Fenstern sah man noch ein Licht und während sie immer weiter die Straße entlanggingen, bogen sie in eine Gassen ein.
Kukou drückte ihn gegen die Hauswand und schmiegte sich ganz fest an ihn. Die Schnauze strich langsam an ihn lang und unweigerlich, fing er wieder schwer zu atmen an. Er starrte ihn in die Augen, die ihn Lüstern anschauten. Einen Kuss bekam er auf die Wange, dann einen weiteren. Seine Augen schlossen sich, während er einen Kuss nach dem anderen bekam. Laut schnurrte er, als zwischen seinen Beiden sich Kokuo drückte und somit Ihren Lenden sich berührten. Immer fester drückte der sich ihm entgegen, bis er alles von ihm spüren konnte. Stöhnend umarmte er ihn und vergrub das Gesicht in die Brust.
„Gut machst du das, schon fast zu gut. Aber das sollte für unsere Verfolger reichen, um ihnen zu zeigen, dass wir nur ein schwules Pärchen sind.“
Nur schwer konnte er seine Augen aufmachen und da sah er ein Schatten auf der Hauptstraße, der gleich verschwand. Augenblicklich löste sich Kokuo von ihm und er brauchte ein paar Sekunden, um runterzukommen. Er sah an sich runter und schämte sich für das, was er sah. Seine Scham wurde noch größer, weil es Kokuo natürlich gespürt und gefühlt hatte.
Doch er sah bei Kukuo nichts, das darauf schließen konnte, das der darüber nachdachte. Nachdem er wieder zu Atem kam, zog ihn Kokou wieder an der Hand die Gasse entlang und in einer Dunklen Ecke, setzte der sich dann hin.
Lautlos holte der eine Karte aus dem Reisesack und studierte sie kurz. Mit den Fingern fuhr Kokuo die Straßen und Gassen auf der Karte entlang, um die Karte dann mit einen Nicken wieder einzustecken. Wortlos stand der dann wieder auf und hielt ihn die Hand entgegen. Sein Blick war zu Boden gerichtet, als er sie ergriff und wieder durch die Gassen geführt wurde.
Lange mussten sie nicht gehen, bis sie dann vor einer heruntergekommen Taverne stehen blieben. Die Tür ging auf und ein betrunkener Mensch stolperte raus. Deutlich konnte er die säuerliche Fahne riechen und gleich wurde ihm schlecht deswegen. Doch sachte zog dann Kokuo an seiner Hand und führte ihn rein.
Wenig war hier los und die Gäste die da waren, waren so besoffen, das sie gar nicht bemerkten, wie sie Händehaltend reinkamen. Kokuo ging gleich zu einem unbesetzten Tisch, wo man die Tür gut sehen konnte. Er wollte sich schon neben ihn setzten, doch Kukuo zog ihn auf den Schoss und umarmte ihn um die Hüfte. Voller Scham schaut er zur Tür, als er dann eine Hand auf der Brust fühlte, die langsam unter sein Hemd kroch und ihn dort sanft streichelte.
Stoßweise ging sein Atem und er versuchte auf die Zärtlichkeit nicht einzugehen, die ihn Kokuo bescherte. Warm strich die Hand an seinem Bauch und an der Brust entlang. Als die Hand seinen Bauch verließ und langsam runterfuhr, um die Schenkel Innenseite zu streicheln, schaute er zu ihm runter. Liebevoll wurde er angeschaut, doch immer wieder zuckten die Augen zur Tür und da verstand er, das Kokuo nur spielte.
Er wusste nicht was er tun soll. Sein Körper betrügt ihn, das spürte er ganz deutlich und er konnte nichts dagegen tun. Wie gerne würde er sich ihm nun entgegenwerfen, doch er wusste das es falsch wäre, denn Kokuo hatte nur den Auftrag im Kopf und das sollte er auch haben, doch die Hand und das was er fühlte, ging ihm nicht mehr aus dem Kopf.
Kurz war er davor, was Dummes zu machen, deswegen musste er jetzt was sagen.
„Geht das nicht zu weit Kokuo?“, er merkte in dessen Augen, dass die gesamte Aufmerksamkeit nun ihm gilt. „Tut mir leid, falls du dich dabei unwohl fühlst…“, die Hand, die kurz davor war in seinen Schritt zu verschwinden, legte sich auf den Holztisch. Erleichtert, aber auch betrübt war er nun. Die Hand erhob sich und winkte in der Luft. Aus dem Augenwinkel sah er die Wirtin zu ihnen kommen und erschrocken sah sie drein.
„Wos woarms und a Bier bittschen.“, nichts hat er verstand, was Kokuo sagte. „Kumt glei.“, die Wirtin lächelte und ging davon. Ein gut gekleideter Leopard kam bei der Tür rein und setzte sich in die Mitte des Raumes. Kokuos Hand erhob sich uns streichelte ihm am Oberarm. Doch dessen Blick war nun auf den neuen Gast gerichtet.
„Komisch…“, er sah die Faltern um Kokuos Augen, als sie sich wieder zu ihm bewegten. „Prüf ihn mal.“, er konnte es kaum hören, was man zu ihm sagte. Nickend schloss er seine Augen und griff wieder auf seine Magie zu. Die Magie ließ er in seine Augen und in seine Nase wandern. Beim Umdrehen öffnete er seine Augen und sah sich den Gast ganz genau an. Er sah an den Pfoten braunes Gras, die Kleidung war kaum gebraucht und frisch nach Wald roch der Gast.
Die Wirtin kam und stellte zwei Krüge Bier hin. In der anderen Hand hielt sie ein Holzbrett, darauf war ein schön geschmorrtes Stück Fleisch, dazu ein paar Erdäpfel. Wasser lief ihm im Mund zusammen, als er das Roch. Es roch so gut, weil er noch immer einen verstärkten Geruchssinn hatte. Schnell kappte er den Magiestrom und sah runter zu Kokuo.
„Er riecht nach Wald, kaum benutze Kleidung und braunes Gras konnte ich sehen.“, die falten wurden länger, dann richtete Kokuo seine Aufmerksamkeit auf das Essen. Wortlos fing sein Freund zu essen an und er folgte dessen Beispiel. Es schmeckte hervorragend und auch das Bier war frisch und stillte den Durst. Immer wieder hielt ihn Kokuo ein Stück Fleisch vor dem Mund und lächelnd, nahm er es in den Mund.
Als sie aufgegessen haben, steckte sein Freund die rechte Hand unters Hemd und ein klimpern war zu hören. Ein Silbertaler legte der auf den Tisch und ließ ihn dann vom Schoss runtergleiten. Wieder Händehaltend, verließen sie die Taverne.
Aufmerksam schaute sich Kokuo um, als sie die Taverne verlassen hatte und immer wieder, blickte der zurück. Wieder wurde er durch die dunklen und engen Gassen geführt und das Bild der Stadt veränderte sich dabei. Von überall her, hört er ein murren oder ein stöhnen. Schattenhaft sah er in den Gassen Personen, die engumschlungen oder in diversen anderen Stellungen, ihren gelüsten nachgingen. Sie blieben vor einer Tür, die mit zwei roten Laternen geziert war, stehen. Zweimal klopfte sein Freund und nach einigen Sekunden, öffnete sich langsam die Tür. Er sah einen schönen Schäferhund, der sie mit einen freundlichen und breiten Lächeln begrüßte.
Geschockt sah er sich um. Männchen aller Gattungen waren versammelt und die Hälfte von ihnen, war als Frauen verkleidet. Es roch so stark nach Parfum hier drinnen, das seine Nase zu schmerzen begann. Barock und in Weiß, Braun, Rottönen waren die Möbel und die gesamte Inneneinrichtung gefärbt. Weiße Vorhänge hingen von der Decke herunter, die sachte über die Hochsteckfrisuren strichen. Stark geschminkte Gesichter sahen sie an, als sie langsam durch die Lüsterne Menge gingen.
Jemand in ein schwarz-roten Kleid blickte erschrocken zu ihnen und kam dann gleich auf Stöckelschuhen angelaufen.
„Ho HO Ho. Kokuo du Schlingel! Lange warst du nicht mehr bei mir…“, sie, er strich ihn sanft über die Brust und da erkannte er, das diese Person ein Dobermann war, doch an der Zuckersüßen Stimme konnte er auch sagen, dass der eine schöne Dame war.
All seine Sinne waren überrumpelt und er nahm alles und nichts auf. So dicht hingen die Gerüche in der Luft. Zu detailreicht war alles und zu viele Gesichter, die ihn verwirrten, waren hier und sahen sie an. Überreizt schloss er seine Augen und drückte seinen Schnabel und Gesicht in Kokuos Oberarm. Sofort roch er ihn und der Geruch von leichtem Moschus beruhigte ihn wieder.
„Hatte viel zu tun, wie geht's dir Roserl, wie läuft das Geschäft?“, er sah langsam zu Seite und die Hand die Kokuos Brust gestreichelt hatte wanderte in den Schritt. Leicht streichelte die Hand dessen Schritt und fuhr dann wieder hoch zur Brust.
„Jetzt da du da bist, besser. Wer ist denn der Junge bei dir, der ist ja Zuckersüß“, Kokou ließ seine Hand frei und umarmte ihn fest. „Das ist Samuel und wir sind erst seit kurzem zusammen.“, Kokuo gab ihn wieder einen Kuss auf die Wange.
„Das freut mich für dich. Wir haben heute <Ladys Night>, wenn ihr wollte, könnt ihr mitmachen, ich erlasse euch sogar die Kosten dafür. Aber wenn ihr über Nacht bleiben wollte, dann müsst ihr leider Zahlen.“
Kokuos andere Hand legte sich auf seine Brust und strich langsam runter. Wieder fing sein Herz zu rasen an und sofort wurden seine Beine weich. Nervös fing er dann zu zittern an, als die Hand am Hosenbund nicht haltmachte. Langsam strich die Hand immer tiefer und er schloss dann die Augen, als er die Hitze der Hand auf sein Gemächt fühlte. Zart und Gefühlvoll, strich ihn die Hand zweimal über den Schritt und fuhr dann wieder hoch.
„Wir bleiben über Nacht, vielleicht auch mehrere, denn langsam wir mein Liebster hart.“, erschrocken sah er zu Kokuo und wusste nicht, was er nun sagen sollte. Doch gleich blickte er beschämt zu Boden und wollte einfach nur weinen. Mit aller letzter Kraft konnte er den Gefühlsausbruch noch unterdrücken. Immer mehr fühlte er was für ihn und immer schmerzhafter wurde es. Er hasste dieses Schauspiel und er wusste nicht, ob er es noch aushalten konnte. Zerrissen zwischen der Aufgabe und seinen Gefühlen, versuchte er mitzuspielen und hob dann lächelnd den Kopf.
Er traute sich nicht Kokuo anzufassen, weil dann alle Dämme brechen könnten.
„Gut dann bringe ich euch ins Zimmer. Zimmerservice bekommt ihr auch, einfach nur an der Schnurre bei der Tür ziehen und gleich kommt ein Lieber und nimmt die Bestellung auf.“
Gemächlich wurden sie die Treppe hochgeführt und gingen bis zum Ende des Rundganges, wo eine dunkelbraune Tür war. Lächelnd und mit einem Zwinkern verabschiedete sich Roserl von ihnen und ging wieder runter zur Veranstaltung.
Als sie drinnen waren, löste sich Kokuo von ihm und legte den Rucksack nebens Bett. Alles was in diesen Raum war, war mit Rosenmuster verziert. Die Polster und die Decke waren reich mit roten Rosen gestrickt. Der dunkle Schrank, der Stuhl, der Schreibtisch, überall sah man rote Rosen und wieder überflutete das seine Augen. Seine Augen konnten sich nicht entspannen, denn sie wanderten von einer Rose zur nächsten. Schwindlig schloss er seine Augen wieder und konzentrierte sich auf das, was zu hören war.
Stöhnen. Die Wände, der Boden und die Decke stöhnten. Es war ein Alptraum für ihn. Doch dann hörte er die tief brummende Stimme von Kokuo.
„Tut mir leid, was ich da gemacht habe, aber nur so konnte ich unsere Tarnung aufrechterhalten.“
Es raschelte leise, daraufhin öffnete er seine Augen und sah, wie Kokuo nackt vor ihm stand. Für einen Sekundenbruchteil konnte er das hellblaues Glied und die dicken Hoden von Kokuo sehen. Erstarrt nahm er nur knapp war, das sich dann Kokuo ins Bett legte und gleich darauf die Augen schloss.
„Du solltest auch schlafen, denn wir müssen morgen früh aufstehen.“
Er hasste es immer mehr, mit Kokuo zusammen zu sein. Immer mehr zerriss es ihn und am liebsten würde er jetzt einfach davonlaufen. Doch noch konnte er sich zusammenreißen und deswegen zog er dann sein Hemd aus und legte sich unter der Decke neben ihm hin.
„Du bist ein wirklich guter Schauspieler und wenn du dich gut anstellst, dann werde ich ein Transfer für dich beantragen.“, allein die Vorstellung bei ihm zu sein und ihn nicht zu berühren, würde ihn nur verletzten. Deswegen sagte er nichts, sondern drehte sich mit dem Rücken zu ihm einfach um.
Es tat ihm wirklich leid, dass er Samuel so für seinen Plan ausnutze, doch es musste sein. Bis jetzt wurden sie in der Stadt nur einmal verfolgt und das sagte ihm, dass ein Anchorischer Sondertrupp in der Stadt anwesend ist. Der Leopard machte ihn sorgen, denn das, was er von Samuel gehört hatte, passte zu jemanden, der ein Tier ritt, doch er sah keines vor der Taverne. Auch hatte die Taverne keine Stallung. Also musste der Leopard mit Absicht dorthin gekommen sein, doch die Kleidung passte nicht wirklich, zu neu und edel wirkte sie nämlich. Nicht umsonst hatte er diese Taverne ausgesucht, denn sie war die heruntergekommenste, die er in der Stadt kannte und nur arme Bürger kamen zum Trinken dorthin. Denn dies erleichterte seine Aufgabe, weil er so besser differenzieren konnte, ob sie verfolgt wurden.
Ruhig ging er ihre Reise nochmals durch, jeden Schritt und alles was er sah, überprüfte er nochmal im Kopf. Er wollte sicher gehen, dass sie nichts übersehen hatten. Leider konnte er nicht erkennen, welche Rasse der Schatten hatte, der sie, als sie die Stadt betraten, beschattete.
Während er jede Person die er in der Stadt gesehen hatte nochmals durchging, spürte er, wie sich das Bett bewegte. Er konnte gerade noch sehen, dass Samuel hinter sich die Tür schloss.
„Muss wohl aufs Klo.“, dachte er sich und schloss wieder die Augen, um von vorn anzufangen. Doch langsam wurde er unruhig, als er die Kirchenglocke hörte, die zu Mitternacht schlug. Also stand er dann langsam auf und lugte aus der Tür. Er sah keinem im Gang und die Toilettentür im diesem Stockwerk war offen. Das beunruhigte ihn noch mehr, also ging er zwei Schritte raus und schaute runter.
Es verschlug ihn die Sprache und schnell ging er dann wieder rein. Sowas brauchte er jetzt nicht, nicht jetzt. Und doch, fühlte er sich unglaublich schlecht. Wenn er das gewusst hätte, dann hätte er sich eine andere Tarnung ausgedacht. Langsam verstand er, wieso Samuel so reagierte, denn der hat nicht geschauspielert, es war nämlich echt. Das machte die Aufgabe leichter und doch wieder schwieriger. Denn jetzt war für Gefühle keine Zeit, aber für einen so jungen Greif, war es nicht möglich einfach die Gefühle auszuschalten.
Auf dem Bett sitzend überlegte er sich, wie es nun mit Samuel weiter gehen soll. Seine Gedanken verlangsamten sich immer weiter und die Müdigkeit übermannte ihn. Gähnend legte er sich wieder unter der Decke hin und verschob alles auf Morgen.
Das erste was er roch, als er aufwachte, war eine Alkoholfahne. Etwas drückte auf seine Brust und als er runter sah, lag dort Samuels Kopf, der tief und fest schlief. Beim diesen Anblick kam wieder das auf, was er heute Nacht gesehen hatte und natürlich das, was ihn nun beschäftigte.
Er hatte diversere Beziehungen in seinen Leben geführt und das mit beiden Geschlechtern. Natürlich hatte er es niemanden, bis auf Hako, erzählt. Umso bedrückte war er nun, wie Samuel beim Schlafen zu lächeln schien.
Gefühlvoll, um ihn nicht zu wecken, legte er seinen rechten Arm auf ihn und dachte weiter nach.
„180 Jahre…“, das war der Altersunterschied von sich beiden. Er musste es aussprechen, weil er sich wieder besinnen wollte. Viele glaubten, dass er nichts fühlte und auch wollte. Doch es stimmte nicht, denn jedes Lebewesen fühlte etwas und so war es auch bei ihm. Ein Techtelmechtel mit Samuel zu haben wäre für ihn nicht weiter tragisch, aber fast festes, dazu war der Altersunterschied zu groß. Denn er sah ihn noch immer als ein Küken an, den er aus dem Feuer rettete und nicht als erwachsenen Greif der Stadtviertel vernichten könnte, wenn der wollte.
Doch schlagartig kam dann sein schlechtes Gewissen, weil er sich kurz vorstellte, wie er mit Samuel vor Lust sich im Bett wandte. Also beließ er es beim alten und tat weiterhin so, dass sie NUR ein schwules Pärchen WAREN.
Beim Aufstehen ließ er Samuels Kopf aufs Bett gleiten. Leise zog er sich an und schauten dann aus dem Fenster. Keine verdächtigte Gestallt konnte er in der Gasse entdecken und auch nicht in den Fenstern, in die er sehen konnte.
Schleichend ging er zur Tür und zog an der Schnur. Kurz musste er warten, bis er jemanden im Gang hörte. Bevor die Person klopfen konnte, öffnete er die Tür.
„Ein gutes Frühstück bitte.“, freundlich verbeugte sich der Schäferhund von gestern und ging wieder davon. Als die Tür wieder zu war, ging er nochmals zum Fenster und starrte gedankenverloren in die Gasse runter. Die Sonne schien langsam über die Stadtmauer und flutete das Zimmer mit Licht. Warm strahlten die roten Wände die Sonnenstrahlen zurück und das ganze Zimmer war nun in Rot getaucht. Leise setzte er sich zum Schreibtisch und zog die Karte raus, um sie zu studieren. Heute müssten sie die Gasthäuser durchgehen und nach dem Trupp suchen, den er hierher geschickt hatte. Und er hoffte dabei, das einer des Trupps mit ihm Kontakt aufnehmen würden.
Es klopfte leise an der Tür und schnell stand er dann auf, um das Frühstück entgegenzunehmen. Samuel wachte langsam auf und war ganz verwirrt, nachdem er die Tür geschlossen hatte. Lächelnd setzte er sich zu ihm und stellte das Frühstück zwischen sich aufs Bett. Gleich fing er zu essen an, nur Samuel schaute irgendwie bedrückt auf die Decke runter.
„Du solltest nicht so viel trinken.“, traurig wurde er dann angesehen und bei dem Blick verstand er es. Nur selten wurde er in seinen Leben so angesehen und nur von den Personen, die ihn liebten. Kurz überlegte er sich, was er nun machen sollte, doch egal was ihm einfiel, er würde Samuel nur weiter in die Traurigkeit stürzen.
Er konnte sich nicht von ihm zurückziehen, da sie zusammen arbeitete. Auch konnte er nicht auf ihn zugehen, da er zu alt für ihn war. Trotz seinen 200 Jahren die er nun lebte, konnte er keine Lösung für das Problem finden. Dazu kam dann auch, dass er für ihn nur Freundschaft fühlte, aber nicht mehr.
„Iss und schau nicht so traurig. Wir haben noch viel zu tun!“, er entschied sich wieder als Ritter zu denken und seine Pflichten nachzugehen. Genug hatte er über seine und dessen Gefühle nachgedacht. Das Land und sein Orden waren in Gefahr und sie mussten so schnell es ging, einen Anchorischen Agenten in die Finger bekommen.
Doch einen großen Hunger hatte er nicht, deswegen überließ er Samuel nach ein paar Bissen den Rest.
„Wir treffen uns unten, wenn du aufgegessen und dich angezogen hast.“, bevor er ging, steckte er sich noch die Karte, die auf dem Schreibtisch lag, in sein Hemd rein. Es war totenstill und leer im Foyer. Gemütlich setzte er sich auf einen sauberen Holzstuhl und wartete bis Samuel runterkam. Es dauerte länger als er gedacht hatte, bis sein Begleiter die Treppe runterkam. Diesmal hielt er ihm nicht die Hand sondern ging einfach mit ihm raus.
Sofort sah er sich in der Gasse um und als er niemanden sah, schritt er voran. Samuel folgte ihn auf einigen Meter Entfernung, während er wieder auf die Hauptstraße zusteuerte. Er sah sich jede Einzelperson genau an, ohne dabei zu starren und ging zu der ersten Taverne hin, die er gesehen hatte, als sie die Stadt betraten.
Sie klapperten eine Taverne nach der anderen ab, doch leider ohne Erfolg. Auch fragte er die Wirte, ob in den letzten zwei Tagen Reisende zum Übernachten gekommen sind. Doch auch da verneinten alle und das kam ihn komisch vor.
Sie hatten doch auf den Weg die vielen Lagerfeuer gesehen und es konnte doch nicht sein, das keiner von denen in einen der Tavernen übernachtete. Irgendwas Komisches ging hier in dieser Stadt vor und er bekam langsam Angst, weil er nicht wusste, was genau. Nur ungern tat er dies wieder, doch er musste es machen. Er ging wieder in eine Gasse rein und wartete, bis Samuel ihn folgte. Schauspielerisch drückte er ihn wieder sachte gegen die Wand und schmiegte sich fest an ihm. Von selbst spreizte Samuel leicht die Beine, damit er seine Lenden gegen ihn drückten konnte. Nach dem ersten Kuss auf die Wange, schloss sein Begleiter die Augen und umarmte ihn fest.
Ihn kam langsam die Schamesröte auf, weil er wusste, dass Samuel nicht spielte sondern es richtig genoss. Seine Unerschütterlichkeit als Ritter bröckelte langsam nach dem zweiten Kuss, den er ihm gab. Zum ersten Mal nahm er dessen Geruch wahr und ohne, dass er es wollte, küsste er ihm ein drittes Mal auf die Wange. Innerlich fluchte er laut, weil er sich nicht mehr unter Kontrolle hatte.
Das Bild wie Samuel tödlich am Boden lang, blitze vor ihm auf und daraufhin, umarmte er ihn fest. Es war die Richtige Entscheidung gewesen Samuel zu retten und er war froh, ihn noch bei sich zu haben. Er hörte nicht, aber spürte es, dass sein Begleiter bei der Umarmung schnurrte. Mehrmals musste er sich einreden, dass er ein Offizier des Ordens war, ein Ritter mit einem wichtigen Auftrag.
Mit aller Kraft die er hatte, unterdrückt er seine Lust, die aufgekommen war und löste sich mit einem seufzen von Samuel. Kurz sah er die Begierde in Samuels Augen, bevor der den Blick abwand und ihn wieder umarmte. Er wollte es nicht zulassen, doch er konnte auch nichts dagegen tun.
„Verdammt, was mach ich da?“, dachte er sich und immer wieder ging ihm das durch den Kopf, während er ihn langsam wieder umarmte. Langsam gefiel es ihm Samuel in den Armen zu haben, ihn zu spüren und ihn auf die Wange zu küssen. Das schauspielerische ging langsam ins echte über und das, bereitete ihn sorgen. Denn ohne es wahrzunehmen, überwand Samuel seine Rittermauer, die bis jetzt, noch keiner überwinden konnte.
Doch ihm fiel plötzlich wieder ein, wieso er das gemacht hatte.
„Etwas stimmt nicht, in den Tavernen ist in den letzten zwei Tagen kein Gast abgestiegen. Das ist in so einer großen Stadt verwunderlich.“, Samuels Augen sahen ihn vielsagend von unten an, doch dann zuckten die Augen Richtung Gasseninneres. Er verstand sofort und gab ihm wieder einen Kuss auf die Wange und verharrte so.
„Ich mach das.“, hörte er ihn sagen, dann war er verschwunden.
Nachdem er wieder auf seine Magie zugegriffen hatte, sandte er sie in seinen Körper und Sinnen. Blitzschnell erstarrte die Welt. Er wusste was zu tun war, doch er konnte nicht den Blick von Kokuo abwenden. Gestern Nacht musste er es mache, weil es ihn sonst zerrissen hätte und deswegen, fühlte er sich sehr schlecht. Denn eigentlich wollte er das mit Kokuo machen. Ihn kamen die Tränen, als er seine Umarmung löste und sich von ihm zurückzog. Sein ganzes Sein begehrte ihn und wie ein Magnet, zog ihn Kokuo an.
Seid er von ihm in diesem Feuer gerettet worden war, brannte sich das Bild ein, wie er Kokuo von unten sah und ihn erhaben und Blutüberströmt zum Kloster trug. Von den Nonnen erfuhr er, wer sein Retter war und wo man ihn finden konnte und seitdem, hatte er nur ein Ziel vor Augen gehabt. Doch als er in den Orden aufgenommen und ausgebildet wurde, zog es ihn magisch zu ihm, als er ihn das erste Mal in echt sah.
Es schmerzte ihn so sehr, das Kokuo nichts für ihn fühlte, obwohl sein ganzes Wesen nach ihm trachtete. Erst jetzt verstand er langsam, was ihm die Nonnen über unerwiderte Liebe erzählt hatten. Und deswegen wollte er, seit er aufgewacht war, nur noch weinen.
Doch langsam besann er sich und musste nun nachsehen, wer sie beobachtete. Er hatte fürchterliche Angst, denn das letzte Mals als er das tat, wurde er durch eine Explosion in Stücke gerissen. Deswegen war er nun ganz vorsichtig. Er lief zur der Gestalt hin, die verhüllt war und blieb einige Meter vor der Gestalt dann stehen. Er schaute wo die Arme waren, doch er konnte sie wegen des Mantels nicht sehen. Nun musste er schnell entscheiden, denn wenn er jetzt zögern würde, könnte ihn diesmal eine weitere Explosion erfassen. Voller Todesangst entschied er sich doch sich der Person zu nähern und stellte sich dann hinter ihr. Fest berührte er die Person am Nacken und kappte dann den Magiestrom. Blitzschnell bewegte sich die Welt wieder und mit einem Knall, flog die Person einige Meter weit, bevor sie mit einen Krachen auf dem Boden aufschlug.
Vor Kokuos Krallenfüßen blieb sie dann liegen und bewegte sich nicht mehr. Kokuo ging gleich in die Hocke und untersuchte die Person. Dolche, Beutel und andere komische Utensilien flogen gegen die Gassenwand, bevor der dann die Kapuze zurückzog. Vorsichtig griff dann Kokuo unter dessen Hemd und erstarrte. Langsam zog er ein Amulett raus, das er nur allzu gut kannte.
Das Amulett wurde ihn überreicht, als er wieder bei ihm war und vorsichtig nahm er es dann entgegen. Gleich sandte er seine Sinne rein und erschrak. Eine gewaltige Menge roher Energie steckte darin und es würde sogar ausreiche, das die Hauswände einstürzen könnten.
„Ist es das was ich glaube?“, wurde er dann gefragt. Er schluckte schwer vor Pein und Angst, als er dann nickte.
„Dann absorbiere die Energie und lass es in dein Amulett fließen.“, er tat gleich was man ihn sagte und öffnete ein Kanal zum Amulett das er in den Händen hielt, zu sich und zum Amulett in seiner Brust. Schon als er den Kanal aufmachte, wollte die Energie explosionsartig rausströmen und nur schwer konnte er es unterdrücken. Er verkleinerte den Kanal, damit nicht so viel Energie rausströmte und leitete es in das Brillium Amulett hin. Fast wie von selbst erwachte das Amulett in seiner Brust zum Leben und sog immer stärker die Magie auf, die zu ihm geschickt wurde. Der Sog wurde immer stärker und hörte dann auch nicht mehr auf, als das Amulett in seinen Händen leer war.
Panik stieg auf, weil er den magischen Kanal zum Amulett nicht kappen konnte. Obwohl er eine große Magiereserve hatte, würde ihn das Amulett in Sekunden leersaugen. Panisch riss er die Augen auf und schrie „Kokuo!“.
Sein Freund sah hoch und sofort verfinsterte sich die Mine. „Ich kann… es nicht stoppen!“, furcht erfüllte Kokuo Augen und seine Knie versagten den Dienst, als das Amulett seine letzten Magischen Reserven aufsaugen wollte.
„Schick einen Magiestoß in das Amulett und kappe danach gleich die Verbindung!“, schnell machte er was Kokuo zu ihm gesagt hatte und es gelang, es war sogar einfach, jetzt da er es zu steuern wusste. Doch seine Magischen Reserven waren fast verschwunden, das Licht das ihn erhellt hatte, war nur noch ein Funke. Kraftlos ließ er sich fallen und fiel schwer zu Boden. Stoßweise ging sein Atem und alles tat ihm weh. Kopfschmerzen die so stark waren, das sein Schädel zu zerspringen drohte, kamen auf. Vor Schmerz wand er sich am Boden und verlor fast das Bewusstsein.
Plötzlich sah er Kokuos Kopf über sich, der besorgt zu ihm runterschaute.
„Greif nun auf das Amulett zu und zieh die Energie zu dir.“
Er machte es und augenblicklich fühlte er sich besser, als die Energie, die nun im Amulett war, zu ihm strömte. Die Schmerzen verschwanden und immer erfrischter fühlte er sich, fast sogar euphorisch.
„Gut, nimm so viel wie du Brauchst, dann brechen wir mit unseren Gast auf.“
Den <Gast> trug Kokuo huckepack und gemeinsam gingen sie in den dunklen Gassen zurück ins Rotlichtmilieu.
„Ich sehen du hast einen Gast, du Schlingel!“, sie kamen unbehelligt in das Bordel an, von wo sie heute Morgen aufgebrochen waren.
„Roserl, bereite das Zimmer vor, denn ich muss unseren Gast verhören.“, zu seiner Überraschung wurde Roserls Gesicht ernst und die Mine versteinerte sich.
„Wie sie befehlen.“, das überraschte ihn noch mehr und automatisch schaute er dann zu Kokuo, der eine Mine aufgesetzt hatte, wo man nichts daraus lesen konnte. So wie Roserl gesprochen und dann vor ihnen ging, musste der ein Ritter ihres Ordens sein. Er musste ihnen seinen Respekt zollen, da er keine Sekunde daran gezweifelt hatte, dass das alles nur gespielt war.
Doch nun wollte er am liebsten im Boden versinken. Er hasste sich sogar, weil Roserl die Person war, wo er seine Lust ausgelassen hatte. Er hatte keinen Sex mit ihm, doch hat er sein Gesicht, seine Hände und seine Zunge in dessen Schritt versenkt. Verschwinden und mit niemandem wollte er jetzt sprechen und eine Panik kam auf, falls Kokou von Roserln erfahren sollte, was er heute Nacht getrieben hatte.
Er konnte die Tränen nicht zurückhalten, weil er solche Angst hatte. Wie würde er auf seine Tat reagieren, was würde er sagen und was wird dann mit ihn passieren. Immer mehr Fragen kamen auf und immer tiefer versank er in seine Verzweiflung, während sie langsam in den obersten Stock stiegen. Ganz oben war nur eine Tür und Roserl öffnete die Tür für sie.
Ein großes Kreuz, das wie ein X aussah, war mitten im Raum aufgestellt und am jedem Ende waren Fesseln die runterhingen. Roserln und Kokuo hingen den Gast auf und fesselten dessen Glieder. Mit einem Dolch bewaffnet, schlitze Kokuo die Kleider auf.
„Komm, gehen wir, das solltest du nicht sehen.“, erst jetzt bemerkte er Roserl, der neben ihm stand und freundlich lächelte.
„Was wird er mit ihm machen?“, er wusste, dass diese Frage umsonst war, denn es war klar was nun kam. Doch er wollte nicht alleine in seinen Gedanken sein. „Das möchte ich lieber nicht beantworten, doch während unser Kokuo beschäftigt ist, können wir was essen.“
Gemeinsam gingen sie wieder runter und er setzte sich zu einem leeren Tisch hin, während Roserl in einer Tür verschwand und immer mehr Gäste das Gebäude betraten. Seine Gedanken gingen wieder zu Kokuo zurück und zu heute Nacht. Heiß wurde sein Gesicht, als er sich wieder lebhaft daran erinnerte, wie sein Schnabel in Roserls Schritt verschwand.
Es roch wunderbar, was man ihn servierte. Es war schlichtes Essen, doch wunderbar verarbeitet und abgeschmeckt. Hungrig aß er alles auf und sah dann glücklich und gesättigt zu Roserln, der ihm gegenüber saß. Doch als er das freundliche Lächeln sah, schaute er betrübt und vor Scham runter zum leeren Teller.
„Hat dir das gestern gefallen?“, wurde er gefragt und wieder spürte er, wie die Hitze in seinen Kopf stieg. Nervös zuckte sein Schwanz, als er leicht nickte. Schnell sah er danach rauf und sagte: „Bitte sag Kokuo nichts, ich…“, doch vor Angst, das es Kokuo doch irgendwie in Erfahrung bringen konnte, versagte ihm die Stimme
„Keine Angst mein kleiner Ritterjunge, ich bin kein Ritter mehr, sondern nur ein sehr guter Freund und das, was zwischen uns lief, wird er auf jeden Fall nicht aus meinen Mund erfahren. Doch du solltest ihn sagen, was du fühlst. Er ist nicht so unnahbar, wie du denkst, sondern nur sehr fokussiert.“
Er konnte nichts darauf sagen, weil er sich das einfach nicht traute. Doch das, was er fühlte und wollte, ließ sein Körper raus. Still und langsam, rannen ihn die Tränen runter, als er wieder zum Teller unter sich blickte. Sein Mut und sein Selbstvertrauen gingen bei der Vorstellung Kokuo das zu sagen, was er für ihn fühlte, gegen null hin.
„Vertrau mir, sag einfach was du fühlst. Es wir gut ausgehen.“, wieder schaute er in das freundliche Gesicht, das ihm Hoffnungen spendete. In Gedanken stellte er sich vor, wie er oben bei Kokuo stand und wie er ihm seine Liebe gestand. Wie er dann umarmt wird und von ihm einen Kuss bekam, einen wahren Kuss.
Sein Herz raste bei der Vorstellung und innerlich lächelte er dabei. Hoffnungsvoll sah er nach oben und entdeckte dort Kokuo, der zu ihnen runterblickte.
Kokou winkte ihnen zu.
Roserl sah es auch und gemeinsam standen sie dann auf. Auf den Weg nach oben, kam ihn eine Frage auf. „Ich… Woher weißt du das… ich in Kokuo verl…“, dieses Wort konnte er nicht aussprechen. Er wusste nicht wieso, doch es machte ihn Angst es auszusprechen.
„Ich bin Schauspieler. Ich erkenne sofort wer schauspielert und wer nicht.“
Eine Panik kam auf, weil es ihn noch nicht in den Sinn kam, dass es Kokuo vielleicht schon wusste, ihn durchschaut hatte. Die Panik ging in Schmerz über, weil er sich nun sicher war, dass Kokuo nichts für ihn fühlte. Das erklärte auch, wieso sein Freund heute Morgen nicht seine Hand hielt.
Weinend stellte er sich Kokuos angewidertes Gesicht vor, als der ihn durchschaut hatte. So einsam wie noch nie und aller Hoffnung beraubt, fühlte er sich nun. Er konnte nicht weitergehen, nicht in dieses wunderschöne und erhabene Gesicht blicken, das die Person hatte, den er so sehr begehrte.
Doch er raffte sich langsam auf und zog sich geistig die Plattenrüstung an, die er als Ritter hatte. Denn er wollte nicht das Kokuo seinen Schmerz sah. Er wischte sich die Tränen weg und ging weiter die Treppen rauf.
Oben angelangt verschlug es ihm die Sprache. Kokuo wischte sich die blutigen Hände in einem Lappen sauber. Blutspritzer waren auf der nackten Brust zu sehen und hinter ihm, war die Blutüberströmte Person. Es war eine grüne Echse mittleren Alters und narbengezeichnet war dessen Gesicht. An mehreren Stellen hatte Kokou ihm die Haut abgezogen. Schnittwunden waren überall zu sehen. Arme und Beine gebrochen. Fingernägel lagen am Boden. Zahnlos hing der gebrochene Kiefer herab und nur flach ging noch der Atem.
Er sah zu Kokuo und in dessen Augen sah er nur kälte. Ihm wurde schlecht, als er dann sah, wie die Sehnen an den Armen und Beinen der Echse durchschnitten waren. Instinktiv lief er zu der Echse und wollte einfach nur helfen.
Doch dann spürte er eine Hand auf der Schulter, die ihn dann leicht drückte. Er wusste wer ihn an der Schulter berührte, aber er konnte den Blick nicht abwenden. Diese Grausamkeit war unvorstellbar und er wollte sich nicht vorstellen, welche Schmerzen die Echse hatte, die Bewusstlos dalag.
„Er war nicht alleine, noch mindestens einer ist in der Stadt.“, als er das hörte, drehte er sich langsam um. Verschwunden war die Kälte in den Augen und stattdessen sah er Wärme.
„Wie konntest du…“, zu spät bemerkte er, was aus seinem Schnabel kam. Doch zu seiner Verwunderung, wurden die Augen noch wärmer. „Nein, wie konnten sie… Sie haben dich fast getötet. Wenn du dich… es war das richtige, denn so haben wir wenigstens einen weiteren Anhaltspunkt.“
Er schaute sich wieder die Echse an und musste sich einreden, dass der der Feind war. Doch gleichzeitig tat der ihm leid, obwohl er wusste, das Kokuo das richtige tat. Langsam wurde es ihm aber doch zu viel und er lief raus.
Kokuo sah ihm hinterher und hörte dann etwas später, wie sich Samuel erbrach. Es war kein schöner Anblick und leider musste er so weit gehen, doch Letzten Endes hatte er doch noch ein paar Information bekommen. Samuels Augen die in anschuldigend ansahen, trafen ihn hart und auch das was der gesagt hatte, tat weh. Aber er hatte es für sich zwei gemacht, denn nun, waren sie im Vorteil und konnten einen Plan entwerfen.
„Was hat er gesagt?“, Roserl stand vor ihm, nachdem der die Echse eine Decke übergeworfen hatte.
„Leider nicht viel, nur das er nicht alleine ist. Ich muss ihn später nochmal befragen, kannst du dich dann soweit um ihn kümmern?“
Es war kein Zufall, dass sie in dieses Bordell abgestiegen waren. Denn hier hatte er ein gutes Netzwerk zu den umliegenden Dörfern und Städten aufgebaut. Natürlich auch wegen Roserl, der früher einmal John hieß und ein Ritter des Ordens war. Sie waren gute Freunde und mit ihm, hatte er schon einige Verhöre durchgeführt. Natürlich trat er nie Persönlich mit den Kontaktmänner sich in Verbindung, sondern überließ alles Roserl. Da der aber bis jetzt keine Informationen an ihn weitergegeben hatte, die für ihn relevant waren, war es wohl ruhig und das beunruhigte ihn zutiefst. Denn es war offensichtlich, das jetzt gerade im Land, was nicht stimmte.
„Roserl, wann hast du das letzte Mal eine Nachricht bekommen?“, sein Freund, der gerade sich um die Echse kümmerte, drehte sich zu ihm um. „Lange nichts mehr…“, er verstand das nicht, wie konnte so schnell alles aus den Fugen geraten.
Zuerst der Hinterhalt, wo er fast Samuel verloren hätte. Dann die Beschattung, obwohl niemand wissen sollte, wie er aussah. Dann der Nachrichtenfluss der abgekappt war und diese verdammten Amulette. Es schien schon fast so, als ob sie alles wussten und nur mit ihnen spielten. Vielleicht war die Information von dieser Echse auch nur eine Finte.
Denn logisch wäre jetzt natürlich, dass sie auf seinen Gefährten warten, der herausfinden muss, ob die Echse noch lebte und ob sie irgendwelche Informationen ausgespuckt hatte.
„Was zum Teufel geht hier nur vor…“, fluchend ging er zur Echse und wollte ihn schon wecken, doch er beruhigte sich wieder und ging stattdessen zur Wand und setzte sich dann hin. Er musste nochmals alles durchdenken, von anderen Blickwinkeln ansehen.
Die Ahnung die er beim Überfall hatte, wurde immer größer und er befürchtete schon, dass sie langsam zutraf. Von diesem Standpunkt aus, ging er nochmals alles durch und langsam fügte sich das Puzzle zusammen. Alles ergab langsam einen Sinn und vor Entsetzten stand er langsam auf. Unruhig kratzte er sich am Kiefer, weil er es nicht glauben konnte. Er brauchte jetzt einen stichhaltigen Beweis und er konnte es nur bekommen, wenn sie die Stadt wieder verließen.
Samuel musste es sofort erfahren und sofort blickte er hoch. Doch er sah nur Roserl und die Echse. Schnell ging er raus und ging zur erstbesten Toilette. Noch bevor er die Tür aufmachte, kam Samuel raus und erschrocken wurde er angeschaut.
Er drückte ihn wieder rein und machte hinter sich die Tür zu. Wieder wurde er so angeschaut, aber zugleich waren die Augen unendlich traurig. Dieser Blick unterbrach sein Vorhaben Samuel alles zu erzählen. Stoßweise ging Samuels Atem und der Blick ging Richtung Boden und von selbst, fing sein Herz schneller zu klopfen an. Er sah das nervöse Schwanzzucken und spürte, wie verklemmt die Stimmung hier drinnen war.
Bevor er was sagen konnte, sprach Samuel plötzlich.
„Hasst du mich?“, nun war er verwirrt, wie kam Samuel nur darauf, dass er ihn hassen würde.
„Natürlich nicht, wie kommst du drauf?“
„Nun… weil ich glaubte… das du… mich eben hasst…“, nun war er vollends verwirrt, wie kam sein Schützling nur darauf.
„Wenn ich dich hassen würde, dann hätte ich dich nicht vor dem Tod bewahrt und dabei 200 Jahre meines Lebens geopfert.“, sofort bereute er das Samuel gesagt zu haben, denn nun müsste er sich vielleicht erklären, wie er das gemeint hatte.
Doch, als er wieder diesen Blick bekam, wusste er langsam, worauf die Frage gezielt war. Er hasste es, wie ihn Samuel ansah, weil diese Augen sich in sein innerstes brannten. Es waren ehrliche Augen, ehrliche Gefühle und so vollgesättigt, das sie nichts aufhalten konnten. Und doch sah er den Schmerz darin, tief und peinigend für den Inhaber.
Er wandte sich ab, weil er nicht weiter in die Augen sehen konnte, die so voller schmerz gefüllt waren.
„Also doch…“, gebrochen war die Stimme und er biss sich auf die Lippen, als er das schluchzen hörte. Ihm selbst wollten die Tränen kommen, nachdem er sah, wie Samuels auf den Boden tropften. In den Arm wollte er ihn nehmen, doch es fühlte sich falsch an. Er hatte ihn aus dem Feuer gerettet, eine neue Zukunft geschenkt und nun war er dafür verantwortlich, dass Samuel vor Trauer weinte.
Wenn er ihn jetzt in den Arm nehmen würde, dann würde er Samuels Gefühle bestätigen und das, könnte ihm noch mehr verletzen. Doch er wollte gegenüber ihm fair sein, also sagte er das, was er fühlte.
„Samuel… ich weiß Bescheid über dich und über das, was du in dir hast.“, er blickte hoch und sah ihm in die Augen.
„Doch versteh mich, ich bin bald mal 200 Jahre alt. Zehnmal so alt wie du. Ich habe dich gerettet, dich beschützt und in der Hoffnung abgegeben, dass du ein friedliches Leben führen kannst.“, er hob Samuel am Schnabel hoch, als der wieder zu Boden gehen wollte.
„Und ich hasse dich nicht, wirklich. Ich mag dich sogar gern und ich würde, wenn sich das nicht falsch anfühlen würde. Ich… würde gern…“, es kostete viel Kraft ihm das zu sagen und es half etwas, denn er sah, wie sich langsam die Trauer in den Augen zurückzog. Breit lächelnd strich er ihn sanft unter dem Schnabel.
„Und wenn… ich sagen würde… das es mir egal ist?!“
Samuel sah den Kampf in ihm. Die Augen zuckten und wild wedelte die Schwanzspitze. Mittlerweile hatte er zu weinen aufgehört und hoffnungsvoll, sah er zu ihm hoch. Euphorisch pochte sein Herz, während die Zeit langsamer für ihn verlief. Er unterdrückte den Impuls ihn zu berühren, weil er befürchtete, dass er ihn somit verschreckte.
Niemals zuvor, hatte er solch eine Angst gehabt, was nun sein gegenüber sagen würde. Innig hoffte er, das Kokuo ja sagen würde. Er fühlte, dass das Schicksal sie beide zusammen geführt hatte. Denn nur so konnte er sich das erklären, wie sie beide sich kennen gelernt und wieder zusammengefunden haben. Doch er sah schon die ersten Anzeichen. Der warme Blick, die Mundwinkel die nach unten zeigten, die Falten auf der Stirn, das schnaufen.
„Ich kann nicht…“, er hörte es und wollte es nicht glauben. Augenblicklich kamen die Tränen wieder und ein Schmerz in der Brust kam auf, das er bis jetzt noch nicht hatte. Es war schlimmer, als die Jahrhunderte die er erlebt hatte, wo er durch die Explosion zerrissen wurde. Er konnte es nicht glauben, doch Kokuo hatte gesprochen.
Schlimmer als erwartet, reagierte Samuel auf das, was er sagte. Die Trauer füllte vollkommen die Augen aus und sofort kamen die Tränen. Er fühlte sich schrecklich deswegen, doch er musste es sagen. Denn nur so konnte er sein Gewissen reinhalten. Kein lächeln oder grinsen trauter er sich aufzusetzen. Wortlos drehte er sich zu Tür um.
„Aber du WILLST!“
Seine Hand war schon auf den Tür Knauf, als er das hörte. Samuel hat das herausgefunden, was er ihm versteckt sagen wollte und er war überrascht, das der es so schnell herausgefunden hatte. Regungslos blieb er stehen und bewegte sich nicht, denn er überlegte sich nun, was er drauf sagen sollte. Doch bevor er was sagen konnte, spürte er die Hand von Samuel, die seine berührte. Warm war die Hand, die ihn berührte und sachte drückte sie ihn. Lange war es her, dass er so berührt wurde und er mochte es zutiefst.
„Bitte versteh mich! Du bist mein Schützling und für mich fühlt sich das so an, als ob du noch ein Kind wärst…“
Augenblicklich ließ ihn die Hand wieder los und gleich darauf hörte er ein rascheln. Leicht drehte er sich um und sah, wie sich Samuel, noch immer weinend, das Hemd ausgezogen hatte und gerade dabei war, die Hose auszuziehen. Schnell ergriff er Samuels Hand und stoppte ihn.
„Ich bin kein Kind mehr!“
Er sah die leichten Muskeln, die schnelle Bewegung des Brustkorps wegen des Atmens und auf Augenhöhe, die goldnassen Augen von ihm. Sie starrten ihn an und bohrten sich in seine Seele. Seine geschwächte Seele frohlockte bei diesem Anblick und übertrug es weiter zu ihm. Ein Glück und eine Freude kamen auf, als er sich beide auf eine Bank sitzend sah, wie sie sich glücklich einfach nur die Hand hielte. Aber es war keine Liebe. Für ihn wäre es nicht schlimm, wieder ein oder zwei Jahrzehnte allein zu sein. Da verstand er sich selbst langsam. Er wollte einfach jemanden mit dem er reden konnte, so wie mit Hako. Samuel wollte aber mehr und es wäre für ihn kein Problem, wenn sie regelmäßig im Bett landeten. Wenn er sich eingestehen würde, dann fand er ihn sogar schön und anziehend genug, um mit ihm ins Bett zu gehen. Aber er liebte ihn nicht.
Doch etwas stimmte nicht. Denn er verstand nicht, wieso sein Herz geklopft hatte, als er sich in der Gasse an ihn schmiegte und ihn küsste. Es steckte mehr dahinter. Er wollte nicht nur einen Freund, sondern jemanden, mit dem er gleichberechtigt voranschreiten konnte. Wieder sah er in die Augen von Samuel und da, wusste er es nun endlich. Samuel war so eine Person, der mit ihm gleichberechtigt Reden konnte. Und, wenn er sich das eingesteht, auch sehr mag. Vielleicht war da Liebe im Spiel, doch zum jetzigen Zeitpunkt konnte er es nicht mit Sicherheit sagen.
Schwer seufzend schloss er kurz die Augen, um dann fest in Samuels Augen zu sehen.
„Wir könnten es probieren…“, als er das sagte, schwieg sein Gewissen und er war froh darüber. Denn nun wusste er mit absoluter Sicherheit, dass er ehrlich mit sich ist. Nicht nur das er dabei selbst glück verspürte, sondern auch Samuel, der übers ganze Gesicht zu strahlen schien. Er wusste, dass es Zeit braucht sich an das Gefühl zu gewöhnen, wie er mit jemand wieder zusammen ist. Auch würde er Zeit brauchen, ihn als seinen Partner zu sehen und ihn auch so zu behandeln. Denn wie älter er wurde, umso länger brauchte er, sich an die Situation zu gewöhnen und dabei spielte es keine Rolle, was es war. Ob neues Haus oder Wohnung, neue Ritter, neue Feinde und das war auch der Grund, wieso er so lange keinen Freund hatte. Es hatte auch Zeit gebraucht, das zu verarbeiten.
Und nun war Samuel da, der Jung und voller Energie war. Der sich schnell auf neue Situationen einlassen und sich anpassen konnte. Leicht fühlte er sich dabei unwohl, dass er nicht mehr so war, wie Samuel, aber vielleicht war es genau das, was er nun braucht. Genauso, wie er einen starken Magiebegabten für die Mission gebraucht hatte.
Da nun sein Gewissen schwieg und sie noch immer alleine im Klo waren, ließ er Samuels Hände los, um ihn einfach zu umarmen.
Er konnte sein glück nicht in Worte fassen. Das Schicksal hatte es doch gut mit ihm gemeint. Als er hörte, dass Kokuo es probieren wollte, blieb sein Herz stehen und es fing erst wieder zu schlagen an, als er umarmt wurde. Noch immer nicht der Situation erfassend, wurde er fest an die Brust gedrückt und erst dann, realisierte er, das sie zusammen waren. Er schrie laut sein glück hinaus und Freudentränen rannen ihm die Wange runter. Er spürte die muskulösen Arme, die Brust und alles, war nun seins. Und nun, war er alles für Kokuo, seinen Retter, seinen Ritter, seinen Freund und Geliebten. Nun konnte er das machen, was er schon immer wollte. Er umarmte ihn fest und küsste ihn fest auf die Lippen, dabei drückte er ihn sachte nach hinten an die Wand.
Immer wieder küsste er ihn auf die Lippen und langsam verschmolzen sie miteinander. Kokuo war wild und ließ langsam alle Hemmungen fallen, als sich die Zungen verbanden. Sie fühlte sich mit den Händen und ertasten sich gegenseitig den Oberkörper.
Kraftvoll wurde er dann von Kokuo umgedreht und nun war er der, der an die Wand gedrückt wurde. Kokuo löste sich von dem Kuss und in die Augenschauend, drückte der dann die Hüfte fest gegen ihn. Samuel schloss die Augen und zum dritten Mal spreizte er leicht die Beine, doch diesmal war es anderes. Denn, als sich beide Lenden aneinander pressten, spürte er, wie hart und heiß Kokuo war. Laut schnurrte er bei der Vorstellung, wie sein Freund wohl unten aussah und von selbst, drückte er seine Erektion gegen die von Kokuo.
Sein Freund feucht leise und er schnurrte laut, als sie Beide einfach nur die Lenden gegeneinander drückten und sich dabei leicht bewegten. Sie sagten nichts, küssten sich nicht, denn alles wurde damit gerade gesagt. Tief sahen ihn Kokuos Augen flammend an und ganz langsam, wurde er wieder auf die Wange geküsst. Es war genauso, wie er sich das vorgestellt hatte. Gefühlvoll legte er seine Arme um Kokuos Hals und lud ihn so ein, dass der nicht aufhören sollte ihn zu küssen. Dreimal wurde er auf beiden Wangen geküsst, bevor Kokuo dann die Schnauze in seine Halsfedern vergrub.
Tief und schwer atmete Kokuo ein und heiß strich der Atem über seine Haut. Jedes Mal bebte sein Körper, als der Atem über ihn strich und immer lauter schnurrte er, weil er noch immer nicht glauben konnte, das er nun mit ihm zusammen war. Nun legte er seinen Kopf auf Kokuo Schulter und rieb ihn den Hals mit dem Schnabel. Diese leichte und wilde maskuliner Duft, war nun seins. Kokuo war seins. Er hatte bis jetzt keine Beziehung geführt und deswegen, würde er mit ihm am liebsten die nächsten Tage im Bett verbringen. Allein die Vorstellung, wie sie beide nackt nebeneinander liegen, brachte ihn um den Verstand. So fest wie er nur konnte, drückt er ihn an sich und nie mehr wollte er ihn loslassen.
Jede Sekunden kostete er aus, wie sie ohne Scham engumschlungen dastanden und für den anderen da waren.
„Gib mir Zeit mich daran zu gewöhnen, dass ich nun mit dir zusammen bin.“, er würde ihn alle Zeit der Welt geben, Hauptsache sie beide waren damit Glücklich.
„Nimm dir so viel du brauchst…“
Er fand es sehr schön, wie sie umarmte und fest aneinander gedrückt so dastanden. Kaum konnte er sich noch daran erinnern, wann er zuletzt das gemacht hatte. Es musste wohl die Tigerin sein, doch es war schon so lange her, das er sich an ihre Gesichtszüge nicht mehr erinnern konnte. Woran er sich noch erinnern konnte war, das sie dann Plötzlich aus seinen Leben verschwand und nicht mehr aufzufinden war.
Doch schnell vergaß er die Erinnerung und vergrub noch fester seine Schnauze in die Federn. Samuel hatte kaum einen Körpergeruch und das was er riechen konnte, konnte er nicht einordnen. Es war eine Mischung zwischen Kiefernholz, frische Kräuter und eine Sommerprise. Mit jedem Atemzug erfrischte sich sein Körper und er spürte, wie dessen Körper dabei leicht bebte. Auch spürte er, wie steinhart er und Samuel waren und wie der das Glied gegen seines presste. Auch das war für ihn neu alt. Er hatte schon fast mit dem Männlichen Geschlecht gehabt, aber es war lange her und deshalb, war das nun wieder komplett neu für ihn. Doch war er deswegen extrem erregt und freute sich auf die gemeinsamen Stunden. Denn zu lange war es her, dass er mit jemanden einen Intimen Kontakt gepflegt hatte.
Während die Minuten vergingen, wo sie einfach umarmt dastanden und die Nähe des anderen genossen, fiel ihm schlagartig wieder ein, wieso er ihn ins Klo zurückgedrückt hatte. Zwiegespalten zwischen Pflicht und Lust, brauchte er mehrere Minuten, um langsam den Kopf zu heben und in Samuels Augen zu blicken. Kurz rieb er ihm mit der Schnauze liebevoll den Schnabel, bevor er dann zu sprechen anfing.
„Wir müssen die Stadt verlassen. Ich habe eine Befürchtung und deswegen, ist unser nächstes Ziel die Ordensburg.“, die strahlenden Augen von Samuel verloren den Glanz und eine Besorgnis war nun zu sehen.
„Was Befürchtest du?“
Sein erster Impuls war, nichts zu sagen, doch gleich fiel ihn wieder ein, dass er mit ihm zusammen war und ihn als Gleichberechtig sah.
„Nun… das erzähl ich dir dann, wenn wir aus der Stadt sind.“
Samuel verstand sofort, wieso Kokuo nicht antwortete, weil die Stadt überall Augen und Ohren hatte. Also ließ er langsam seine Hände an Kokuo Armen runtergleiten und entließ ihn somit aus seiner Umarmung. Warm wurde er angelächelt, bevor sich dann Kukuo umdrehte und ihn das Hemd, das er dann vom Boden aufhob, überreichte.
Wortlos gingen sie dann raus, nachdem er das Hemd angezogen und die Hose wieder festgeschnürt hatte. Roserl stand oben im Gang und lehnte sich gebeugt über das Geländer. Roserl strahlte, als der sein breites Lächeln und ihre Beulen in den Hosen sah.
„Hab doch gesagt, dass es gut ausgehen wird.“, doch zu seiner Überraschung antwortete Kokuo ziemlich barsch, „Halts zam, Ok, einfach klappe zu!“
Laut musste er deswegen lachen und konnte kaum aufhören, weil er so glücklich war, das Roserln Recht behielt. Ohne sorgen und so glücklich, wie nie zuvor, lachte er einfach. Es störte ihn nicht, das Kokuo nicht mitlachte, sondern ihn einfach böse anschaute. Er musste deswegen sogar noch lauter lachen. Roserln stimmte mit ein und da sah er die Schamesröte in Kokuo aufsteigen. Doch abrupt hörte er dann zu lachen auf, als er die Echse sah. Ihm wurde wieder den Ernst der Lage bewusst, in der sie und das Land steckten.
„Was passiert nun mit ihm?“, fragte er laut in die Runde und sofort wusste er über das Schicksal der Echse Bescheid, als er die ernsten Gesichter von beiden sah. Kokuo verschwand indes im Verhörzimmer und er hörte, wie der Sachen packte. Seinem Beispiel folgend ging er die Treppen runter, um in ihrem Zimmer die paar Sachen zu packen, die sie dort hatten.
Nur der Rucksack war im Zimmer, den er gleich nahm und aus dem Zimmer ging. Von links sah er Kokuo und Roserl die Treppen runterkommen, die sich leise unterhielten. Er wartete noch auf sie, dann schloss er sich beiden an und zu dritt, gingen sie dann runter ins Foyer.
Augenklimpernd verabschiedete sich plötzlich Roserln von ihnen beiden und verschwand hinter einer Tür.
„So, da hier meine normale absteige für Mission im Umland ist, hat auch dieses Haus gewisse Extras.“, liebevoll und endlich wieder Händehaltend, wurde er dann zu Tür geführt, wo Roserln zuvor verschwunden war. Gleich hinter der Tür, war vor ihnen die Küche und links, bevor man die Küche betrat, war eine Tür, in die er dann geführt wurde.
Wieder wurde er in einen Keller geführt und er hörte von unten ein kratzendes Geräusch und dann ein plätschern. Während sie die Treppe runterstiegen, fuhr der mit dem Finger zwischen die von Kokuo. Er grinste so breit wie er nur konnte, als Kokuo den griff verstärkte und ihn mit dem Baumen leicht streichelte. Weich und doch rau, war die Handfläche von Kokuo und er konnte sich nur vorstellen, wie viele Schlachten diese Hand wohl geschlagen haben muss. Wieviel Leben diese Hände beendet haben und die nun, für ihn da waren.
Unten angekommen stand Roserl neben einen Loch in der Wand und von dort kam auch das Plätschern.
„Du weißt, dass du dann Besucht kommen wirst. Bitte pass auf dich auf mein alter Freund.“, sie umarmten sich freundschaftlich, nachdem Kokuo ein Schwert überreicht bekommen hatte.
„Ich weiß, ich bin noch nicht ganz aus der Übung. Mach dir um mich keine Sorgen. Wir sehen uns wieder und vielleicht darf ich dann wieder eine Nacht bei dir sein.“
Lüstern schmunzelte Roserl und er sah die Schamesröte aufsteigen, als er dann von Kokuo angeschaut wurde. Da verstand er, dass Kokuo auch Abwechslung in diesem Haus hatte und, dass nicht alles gespielt war. Er bekam dann den gleichen Blick von Roserl zugeworfen und er musste dann ebenfalls schmunzeln, als er sich an die letzte Nacht mit ihm erinnerte.
Doch nun war er bei Kokuo und er würde sowas nicht mehr brauchen. Nachdem Kokuo das Schwert auf den Rücken befestigt hatte, wurde er zum Loch geführt. Rechts war es stockfinster, aber links sah man ein Licht und dorthin gingen sie dann. Abscheulich war der Gestank und er wusste, dass Fäkalien an seinen Füßen vorbeischwammen. Doch das Händehalten mit Kokuo gab ihn genügend Kraft, das er sich nicht einfach erbrach. Schnell gingen sie und das Licht kam immer näher. Gleich nachdem sie draußen waren, sah er vor sich einen kleinen Teich, der genauso stank wie der Kanal.
Links am Teich vorbei, gingen sie und ließen die Stadt und Roserl hinter sich. Obwohl sie nur kurz da waren, hat er dort viel erlebt und er vermisste jetzt schon diese Zeit. Denn nun gingen sie ins ungewisse und er hatte Angst davor.
Wolkenlos war der Himmerl und braun war das Gras, als dann Kokuo stehen blieb und sich zu ihm drehte.
„Ich erzähl dir jetzt, was ich denke.“, doch bevor er erzählen konnte, schmiegte er sich an Kokuo ran und drückte ihn nach hinten ins hüfthohe Gras. Überrumpelt sah Kokuo aus, aber legte sich dann mit ihm in den Armen ins Gras. Zwischen seinen Beinen lag er und wieder, drückte er sein Gemächt auf den von Kokuo, um dann gemütlich auf ihm zu liegen.
Schwer musste sein Freund Atmen und fest wurde er daraufhin umarmt, als er dann die tiefe und schöne Stimme hörte.
„Also… bei der Offiziersversammlung sagte ein Offizier, dass das Land angegriffen und gebrandschatzt wird, doch der Kommandant sagte nur das Sondertruppen in das Land eingedrungen sind.“
Er schloss die Augen und rieb leicht das Gesicht und den Schnabel an der unter ihm liegenden Brust, während er weiter zuhörte.
„Dann der Hinterhalt, wo du fast gestorben bist. Es konnte kein Zufall sein, das ausgerechnet dort jemand wartete. Dann die Beschattung, gleich nachdem wir in die Stadt gekommen sind. Das wir auch keinen des Trupps entdeckte haben ist verwunderlich. Doch, das keiner in den letzten zwei Tagen zum Übernachten gekommen ist, ist sehr verwunderlich. So weiter geht's im Programm. 42 der besten und stärksten Ritter sind gerade nicht in der Burg, vielleicht auch mehr, falls die anderen Offiziere ihre Truppen gerade zusammenziehen und der einzige, der immer in der Burg ist, ist der Kommandant.“
Er hörte langsam sich an Kokuo zu reiben auf und blickte erschrocken rauf.
„Das bedeute ja…“
„Genau, das die Burg so gut wie gar nicht Bemannt und fast schutzlos ist, falls sie angegriffen wird. Doch darauf wollte ich nicht hinaus. Denk doch nach, es gab zwei Informationsquellen und ich habe nichts davon gehört, auch Roserl hatte keine Infos darüber. Das bedeutet…
„… das die Informationen direkt von einen der Offiziere kommen musste.“
„Genau und das bedeutet wiederum, das einer der Offiziere falsche Informationen ausgesät hatte. Doch das erklärt nicht, wieso WIR in einen Hinterhalt geraten sind, denn keiner in der Burg wusste von diesem Tunnel, SEIT ich Offizier wurde und das ist schon lange her. Und, ich kann mir nicht vorstellen, dass der letzte Offizier vom Wolkentrupp irgendwas ausgeplaudert hatte. Das bedeutet wiederum, das diese Informationen von Außerhalb gekommen sind und das dann diese Person sehr, sehr alt ist, oder sie weitergereicht hatte.
„Das ist Unmöglich was du da andeutest.“, er wusste worauf Kokuo hinwollte und das wäre das schlimmste was eintreten konnte. Denn es gab nur 10 Personen die mehr als 80 Jahre alt werden konnte, ohne wirklich zu altern. Doch es passte, es passte perfekt zusammen und er hatte nun schreckliche Angst.
„Glaubst du… dass es einer der Fünf war?“
Er teilte seine Angst, denn von Kommandanten hatte er Geschichte gehört, wo ein einzelner Templer eine ganze Armee in Sekunden vernichtet hatte. Doch er konnte sich nicht vorstellen, dass es einer der Fünf war, denn er hatte jeden in der Burg im Auge gehabt, doch anscheinend ist ihm einer durch die Lappen gegangen.
„Drei sind während eines Einsatzes verschollen. Ich glaub, dass es einer von denen ist und nun mit dem Anchorischen Reich zusammenarbeitet. Ich frage mich nur, wie der, einen unserer Offiziere umgedrehte hatte. Doch das ist nicht das schlimmste, deswegen müssen wir so schnell es nur geht, wieder zur Burg, denn taktische gesehen, sollte der Feind die größte Bedrohung vor dem Kampf ausschalten und die sind unsere Templer. Und der einzige der weiß, wer ein Templer ist, ist der Kommandant.“
Samuel sprang auf und hielt Kokuo gleich die Hand hin. Falls das was Kokuo da sagte, stimmen sollte, dann könnte das Land in wenigen Tagen fallen und anscheinend nur sie, wussten was vielleicht vor sich ging. Deswegen unterdrückte er nun die Lust, die aufgekommen war und wollte nur so schnell wie möglich mit Kokuo zur Burg. Denn vielleicht, konnten sie noch was machen.
Kokuo ergriff die helfende Hand und gemeinsam gingen sie los, denn sie spürten, das nun jede Sekunde zählte, deswegen fingen sie langsam zu laufen an. Es tat gut sich so auszupowern, obwohl es anstrengen war. Am Anfang machten sie mehrere Pausen, doch als die Muskeln aufgewärmt und mit Sauerstoff aufgepumpt waren, lagen sie immer längerer Strecken hinter sich.
Als es langsam Abend wurde, sahen sie von weitem das Gehöft. Ausgepowert und außer Atem, kamen sie am Gehöft an und frisch waren noch ihre Spuren, die sie hinterlassen hatten. Beide erinnerten sich, was sie hier alles erlebt hatten. Für Kokuo waren es schmerzvolle Erinnerungen und für Samuel die ersten schönen.
Sie gönnten sich eine kleine Pause, dabei setzte sie sich vor die Wand hin und hielten sich die Hand. Kokuo fand den jungen Greif immer mehr anziehend und er mochte es, wie verspielt der war, denn das verspielt sein weckten in ihm schöne Kindheitserinnerungen. Außerdem war er sehr glücklich, weil sich immer mehr festigte, dass er die richtige Entscheidung gefällt hatte. In diesen Moment war Samuel überglücklich bei Kokuo zu sein, denn bei ihm fühlte er sich sicher. Die Wärme der Hände, die ihn gerettet haben, konnte er seitdem nicht mehr vergessen und nun, durfte er sie für immer halten.
Dem Moment ausnutzend, legte er seinen Kopf auf Kokuos Schulter und hob dessen Hand, um mit dem Schnabel dran zu reiben und sie mit der Zunge langsam abzulecken. Kokuo hingegen fand es einfach süß, so begehrt zu werden und lehnte sich dann mit dem Kopf auf den von seinen neuen Liebsten. Langsam entspannte er sich dann und ließ für einige Minuten alle sorgen fallen, um das zu genießen, was Samuel mit ihm machte. Dabei sah er sich die typischen Leopardenbeine an, die durchtrainiert neben seinen lagen.
Zögerlich legte er sanft seine andere Hand auf Samuels Oberschenkel und streichelte ihn dort sanft. Er wusste nicht warum, vielleicht weil es so lange her war, aber sein Herz fing wieder schwer zu schlagen an und die Schamesröte stieg ihm hoch. Gleich spreizte Samuel die Beine und lud ihn ein, weiter raufzufahren.
Schwer atmend machte er das dann, aber hielt dann kurz vor der immer größeren Beule an. Ein Tunnelblick stellte sich ein und dabei bemerkte er nicht, wie Samuel nun eine Hand auf seinen Oberschenkel gelegt hatte. Er schnaufe laut, während die Hand schnell in seinen Schritt verschwand. Doch zögerlich wurde er dann dort massiert. Die Hand erkundete ihn dort sanft und strich mehrmals über sein immer steifer werdendes Glied. Das schnaufen ging in Stöhnen über, als die Hand nun fest seine Eichel streichelte. Stoßweise ging Samuels Atmung und mit geschlossenen Augen, wurde dessen Hand immer gieriger.
Er fand es überaus Lustvoll und nur schwer konnte er sich vorstellen, wie es wohl wäre, wenn er keine Hose hätte und ihn Samuel im Schritt beglückte. Nun fuhr er weiter und strich sanft über Samuels ausgebeulten Schritt. Der junge Greif stöhnte gleich laut, als er über den langen und zwei fingerbreiten Glied fuhr, der steinhart die Hose ausbeulte. Irgendwie kam wieder das Gefühl auf, das es falsch war, was er da tat. Deswegen hörte er dann auf und hob auch die Hand, die zwischen seinen Beinen war, auf.
„Wir sollten weiter.“, traurig und voller Lust wurde er in die Augen angeschaut. Aber gleich darauf, nickte dann Samuel und schaute in die Richtung, wo ihre Burg war. Das Lustvolle und verspielte Gesicht wurde ernst und da gab er ihn Reicht, Samuel war erwachsen und wusste was der tat. In vielerlei Hinsicht würde er sogar sagen, dass Samuel einen besseren Instinkt als er hatte. Zwar war die noch nicht geschliffen, doch die Grundbasis war um einiges Feiner, als seines. Er sah das Potential in ihm und tief ihn sich hoffte er innig, das Samuel ein Templer werden konnte.
Denn die ältesten Templer die verzeichnet waren, wurden mehrere hundert Jahre alt und für ihn hundert Jahre, war nur ein Wimpernschlag. Wenn er schon wieder eine Beziehung einging, so wollte er sie lange auskosten und nur Samuel als Templer, konnte er es dann in vollen Zügen genießen. Bei diesem Gedanken, bekam er Angst. Er konnte mehrere tausend Jahre alt werden, doch Samuel, nicht. Für ihn vergingen die Tage schnell, genauso wie die Jahre, die dann in Jahrzehnte übergingen. Und während er äußerlich sich nicht veränderte, wurde Samuel alt und gebrechlich. Schon jetzt, wollte er sich eine Zukunft ohne ihn nicht mehr vorstellen.
Sein Herz tat weh, als er sich vorstellte, wie er vor Samuels grab stand. Den Tränen nahe und bevor sie dann aufstanden, umarmte er fest seinen jungen Greif und wollte ihn nicht mehr loslassen. Völlig überrumpelt wirkte sein Liebster, doch dann wurde auch er umarmt. Er war ganz von sich selbst überrascht, weil er vor einigen Stunden nicht geglaubt hatte, dass er für Samuel liebe empfand. Doch jetzt, liebte er ihn über alles und überlegte sich jetzt schon, was er machen konnte, um Samuels Leben zu verlängern.
Er schwor sich, dass er keine Minute mit ihm verschwendete, sondern sie immer in vollen Zügen genoss und auslebte. Alles was er fühlte, legte er dann in den Zungenkuss rein.
Samuel war ganz überrascht von dem Zungenkuss, doch schnell schloss er wieder seine Augen und verschmolz mit der langen und warmen Zunge. Sie tauschten Körperflüssigkeiten aus, schlürften sich aus und immer wilder wurde dabei Kokuo. Nun fühlte er sich begehrt und am liebsten wäre er mit ihm im Bett. Sie küssten sich immer noch, während er dann langsam aufstand und sich auf Kokuos Schoss setzte. Fest wurde er hinten am Kopf und an der Hüfte umarmt. Die warmen Hände zogen ihn ruckartig zu ihm, bis ihre Oberkörper fast verschmolzen. Er spürte wie heiß und fest Kokuo im Schritt war und wie das Glied gegen seine Hoden und sein Glied sich drückte.
Doch plötzlich löste Kokuo den Zungenkuss, um ihn dann einen Kuss auf die Wange zu geben und seinen Kopf auf die Schulter zu drücken. Er fand es so schön mit Kokuo so zu sitzen, das er dann seine Flügel um sie legte. Er spürte das schluchzen von ihm und da fragte er sich dann, ob er was falsch gemacht hatte.
„Kokuo…“
„Samuel weiße du, wie schwierig es für mich ist, dich zu haben?“, als Kokuo ihn unterbrach, um das zu sagen, fühlte er die Angst die von ihm ausging.
„Sags mir.“, Angst und verwirrt war er nun, denn sie waren erst seit paar Stunden zusammen und nun hört er sowas. Die Angst wurde größer, während die Sekunden vergingen und er noch immer keine Antwort bekam.
„Du weißt, dass ich sehr alt werden kann… Du aber nicht…“, und da verstand er es.
„Wer weiß was die Zukunft bringt, vielleicht können wir auch zusammen alt werden? Zerbrich dir nicht den Kopf darüber und vergiss jetzt bitte solche Gedanken. Denn wir stehen erst am Anfang und es werden noch so viele und schöne Momente, Tage und Jahre werden.“
Das schluchzen wurde heftiger und einzelne Tränen rannen ihm den Hals runter. Sachte streichelte er ihn dann die Wange und wischte dabei die Tränen weg. Lächelnd drückte er sich dann von Kokuo weg und leckte ihn einmal über die Lippen. „Wir sollten jetzt wirklich los.“, gleich darauf stand er dann auf, doch er musste etwas kraft aufwenden, weil ihn Kokuo nicht loslassen wollte.
„Als ob es so einfach ist!“, dachte sich Kokuo. Er hatte ihn schon fast einmal verloren und jetzt, da er Samuel an sich lassen und mit ihm zusammen sein wollte, erkannte er, wie zerbrechlich das Leben mit jemanden ist, der an seiner Seite kämpft. Die Angst verflog nicht, während sie gemeinsam weiter zur Burg gingen. Und die Angst wurde noch größer, als sie zu der Stelle kamen, wo Samuel fast starb. Braun war das Blut und überall sah man noch Fleischfetzen von Samuel und den Attentäter herumliegen. Es fraß sein Fundament auf und er war sehr froh, als sie die Stelle hinter sich ließen. Natürlich hatte er, als sie bei der Stelle waren, Samuel die Hand gehalten, denn der war geschockt von den Erinnerungen daran.
Fest hielt Samuel seine Hand und als der dann zu hyperventilieren anfing, nahm er ihn wieder in die Arme. Er sah den Schrecken und die Pein in den Augen und er half ihn dann mit synchronem Atmen, das der nicht einfach bewusstlos umkippte. Lange sah er ihn danach in die Augen, damit der sich auf ihn konzentrieren konnte und erst, als er das Lächeln sah, vergaßen sie den Schauplatz und gingen weiter.
Erhaben und unnahbar wirkte Kokuo unter dem Sternenlicht, während er leicht hinter ihm den Hügel raufging, wo der Eingang zum Geheimgang war. Mit jedem Schritt stieg die Angst, was er wohl gleich zu sehen bekam. Sein Freund beschleunigte die Schritte und blieb dann unter dem Baum stehen. Die Burg war unbeschädigt und von weitem sah man die Lichter in den Fenstern und am Wehrgang. Und dennoch, sah Kokuo überaus besorgt aus.
„Was denkst du?“
Lange musste er auf die Antwort warten und immer ungeduldiger wurde er dabei. Doch alleine, dass er so lange auf die Antwort warten musste, wusste er schon, dass es nicht gut war. Besorgt drehte er sich zum Stein und hob es dann mit seinen magischen Kräften auf die Seite. Als er schon runtersteigen wollte, wurde er plötzlich mit einer Hand an der Schulter daran gehindert.
„Ich geh zuerst und ich gehe alleine in die Burg, du bleibst dann im Gang und wartest auf mich.“, er wollte schon widersprechen, doch auch daran wurde gehindert, als man ihm den Schnabel zuhielt. Aber das ließ er sich nicht gefallen. Er schlug die Hand auf die Seite und sah ihn böse an. „Wir sind ein Team! ICH bin ein Magier und vielleicht wirst du in eine Lage kommen, wo du alleine nicht rauskommst.“, die aufwallende Wut die er in sich hatte, ebbte augenblicklich ab, als er in die besorgten Augen von Kokuo sah. Er fühlte sich schlecht, weil sich Kokuo um ihn sorgte und er es nicht gleich verstand.
„Ich werde Vorsichtig sein, versprochen!“, noch immer wurde er besorgt angeschaut, doch wortlos stieg dann Kouke die Leiter runter und er sah, wie unten auf ihm gewartet wurde. Nachdem er den Stein wieder auf das Loch fallen ließ und den magischen Strom kappte, standen sie in der Dunkelheit. Ein Raunen vom Fluss war im Gang zu hören und er erschrak, als er was am Arm fühlte. Doch es war nur Kokuos Hand, die ihn dann sanft runterstrich, damit sie dann Händehaltend weiter gehen konnten.
Die Ungewissheit was nun auf sie zukommen wird, ließ sie beide in Gedanken versinken und stillschweigend, gingen sie zurück zur Burg. Diesmal fühlte sich die Zeit, wo sie den stockfinsteren Gang entlang gingen, viel kürzer an. Dumpf hörten sich ihre Schritte an und die Dunkelheit saugte sie noch weiter auf. Er war froh ihn zu spüren, denn sonst würde er glauben, dass er alleine in einen Schwarzen Meer schwimmen würde. Zu diesem Zeitpunkt, vermisste er die Stadt, vermisste er Roserl, das Bordel, die Gassen und nie hätte er gedacht, dass er das vermissen würde.
Doch als dann Kokuo langsamer wurde, war er wieder sofort da. Er hörte ein klicken und seine Hand wurde losgelassen. Lautlos öffnete sich die Geheimtür und ein schwaches Licht erfüllte den Gang. Knapp vor seinem Schnabel war Kokuos Gesicht und langsam strich sein Freund mit der Schnauze an seinen Schnabel entlang, um ihn dann einen sanften Kuss auf die Wange zu geben.
Sie sagten nichts, denn es wurde schon alles gesagt, als sie sich zulächelten. Mit einem weiteren Klicken neben der Geheimtür, schloss sie sich lautlos. Es roch gut hier drinnen und er erinnerte sich an die Tagen in der Burg. Wieder übernahm Kokuo die Führung und bevor sie bei der Treppe waren, drehte der sich plötzlich zu ihm um.
„Hast du noch genug magische Kraftreserven?“, gleich nickte er, weil er aus den vollem schöpfen konnte und weil er noch genug im Amulett in seiner Brust hatte. „Dann halte dich jeder Zeit bereit, wer weiß auf wem wir stoßen werden…“
Noch während sie die Treppe vom Keller raufgingen, spürte er, das was nicht stimmte. Nichts war zu hören, keine Schritte von Plattenstiefel, kein Gelächter oder irgendwelche Stimmen. Wie tot, wirkte die Burg für ihn und geistig, war er nun jederzeit bereit, auf seine Magie zu zugreifen.
Auch Kokuo hatte es bemerkt und seine volle Aufmerksamkeit gilt nun dem, was vor ihm war. Er verließ sich nun komplett auf Samuel, dass der zu jeder Zeit sich verteidigen konnte oder aber auch, zum Angriff bereit war. Kein mucks war von ihnen zu hören und da beneidete er das Samuel ein Greif war und die Füße eines Leoparden hatte. Viele Monate musste er lernen zu schleichen, damit man ihn nicht hörte und Samuel war es einfach angeboren. Im Erdgeschoss war niemand zu sehen und nichts zu hören, doch hier wollte er nicht bleiben. Sein Ziel waren die Kammern des Kommandanten, denn er musste so schnell wie möglich zu ihm.
Auf dem Weg in den ersten Stock, hörten sie dann Stimmen. Er lugte um die Ecken, als sie das Ende der Treppe erreichten. Auf beiden Seiten war niemand zu sehen, doch die Stimmen kamen von rechts. Lautlos zog er nun sein Schwert und gebückt, schlich er dann den rechten Gang entlang. Er hörte Samuel nicht, aber er wusste, dass der knapp hinter ihm war. Vorsichtig lugte er wieder um die Ecke und musste ein schnaufen unterdrücken.
Konstantin, der Offizier des Landtrupps, unterhielt sich mit einer ihm unbekannten Person.
„… wie lange müssen wir noch warten Konstantin, bis der alte Mann endlich die Informationen ausspuckt?“
„Es müsste jeden Moment soweit sein, Tagan.“, er kannte ihn nicht und auch der Name kam ihn nicht bekannt vor.
„Sie sollen sich beeilen, wir haben keine Zeit. Mir wurden nämlich berichtet, das einer der Offiziere verschwunden ist und wenn der dann unseren König alarmierte, dann würde der ganze Plan zusammenbrechen.“
„Unseren König?“, dachte sich Kokuo.
„Ich werde mich persönlich darum kümmern, dass in den nächsten Minuten der alte Mann die Information rausrückt.“, Tagan und Konstantin gingen schnell den Gang rauf und verschwanden um die Ecke.
Er drehte sich nach hinten um und knapp hinter ihm war Samuel. „Wir müssen uns beeilen, denn es ist schlimmer als erwartet.“, ohne auf Samuels Antwort zu warten, schlich er dann den Gang entlang, wo er vorhin das Gespräch belauscht hatte. Er vermutete, dass sie nach oben gingen. Die ganze Zeit zerbrach er sich den Kopf, wo die ganzen Ritter waren, denn er hatte bis jetzt noch keine Spur von ihnen gefunden.
Kein Kampfspuren, kein Blut, nicht war zu sehen, als sie die Treppe raufschlichen. Nur noch zwei Gänge waren er vor dem Versammlungszimmer entfernt und nichts hörte er, während er wieder um die Ecken lugte. Angespannt und jede Sekunden vorbereitet auf einem Kampf, schlich er langsam zum Versammlungszimmer. Neben der Tür hockte er sich hin und schaute zurück zu Samuel.
„Ich geh zuerst rein, bleib du hinter der Tür.“, erst als er das Nicken sah, stand er langsam auf und öffnete langsam die Tür.
Der Raum war leer und keine Fackel war an. Verstohlen schlich er rein und presste sich, neben der Tür, an die Wand. Auf höchste angespannt, schlich er weiter die Wand entlang und erstarrte. Seine Glieder wollten sich nicht bewegen.
„Kokuo… wir haben auf die gewartet.“, die Luft waberte und plötzlich war das Zimmer hell erleuchtet. Erschrocken sah er dann in 13 Gesichter. Er kannte fast jeden von ihnen, mit jedem von ihnen hatte er hier gelebt und an ihrer Seite Blut vergossen. Der 13te, Tagan, fing laut zu lachen an und die anderen stimmten dann mit ein.
„Wundervoll einfach wundervoll. Wenn du dein Gesicht sehen könntest, aber warte, es kommt noch besser!“
„SAMUEL!“
Er wollte es nicht glauben. Er konnte es nicht.
Samuel kam in den Raum rein und schritt leise zu ihm hin. Vor ihm, blieb er dann stehen.
„Gut hast du es gemacht und wie versprochen, bekommst du dann den Posten des neuen Offiziers des Wolkentrupps.“, Tränen des Hasses rannen ihn herunter und jede Faser seine Körper schrie auf, wegen des üblen Verrats. Schreien wollte er, doch er wusste, dass es nichts bringen würde. Komplett ausgeliefert und ohne Freunde, war er seinen Feinden ausgeliefert.
Doch das schlimmste war nun sein Herz. Samuel, der sein Herz erobert hatte, stand selbstsicher vor ihm und grinste breit. Tagan, ein Banga aus dem Süden, legte eine Hand auf Samuels Schulter und lachte noch lauter, während er sie beide voller Hass anstarrte. Die braune Hand von Tagan strich sanft Samuels Arm herunter und wieder rauf. Am liebsten würde er jetzt die grünen Augen von Tagan platzen lassen, weil sie Lüstern zu Samuel runterschauten.
Ein Schrei erfüllte den Raum und erst jetzt, bemerkte er an der Decke gepresst, den Kommandanten.
„Wir haben schon vor einigen Stunden die nötigen Informationen bekommen, die wir wollten. Wir alle haben nur auf die gewartet. Denn jetzt wissen wir nun, wer die Fünf Templer sind, aber so leid es mir tut, du wirst nicht mehr da sein, wenn das Land in unsere Hände fällt.“
Tagan ließ Samuel los und schritt zu ihm.
„Du bist der einzige der uns Kopfzerbrechen machte. Du kennst fast jedes Geheimnis, du kennst jeden und überaus gute Informationen bekamst du von uns unbekannten quellen.“
Ihr Schnauzen berührten sich fast.
„Doch was macht man dann? Wir haben dann entschieden, jemanden zu dir zu schicken, der dich in Auge behält. Inzwischen müsste dein <Roserl> Geschichte sein, Samuel sein Dank.“
Breit wurde er angegrinst
„Ich habe gleich Samuels magisches Potential entdeckt, als ich ihn im Kloster fand und dann zu mir nahm. Unter meinen Händen, kam er dann zum Orden und hatte nur einen Auftrag, nämlich bei dir zu sein, wenn der Plan anfing. Und wenn du dich jetzt fragst, wer ich eigentlich bin, dann sag ich dir nur eines: Ein Templer vergisst nicht, wenn man vom Orden in Stich gelassen wird.“
Er hörte kaum zu, weil er zu Samuel sah und er schwor sich, das er sogar nach seinem Tod Rachen nehmen würde an den üblen verrat. Alpträume würde er ihnen bringen wollen und auf sie, mit gehobenen Fausten, warte, wenn sie gestorben sind. Er verfluchte jeden von ihnen und fügte sich schlussendlich seinem Schicksal.
„Macht schon, wir haben nicht den ganzen Tag Zeit.“
Wieder erfüllte ein lautes Lachen den Raum und Tagan ging zurück zu Samuel. „Dir gebührt diese Ehre das zu machen, mein Junge.“
Er sah in die goldenen Augen, die er noch immer liebte und nun hasste. Breit grinste Samuel, als der nur noch einen Meter vor ihm stand. Beide Hände hob der dann und schloss die Augen. Augenblicklich spürte er einen Sog in sich und nur noch verschwommen nahm er alles wahr.
Er freute sich irgendwie auf den tot, denn nun konnte er zu seinen Vater gehen und an seiner Seite bleiben. Er erinnerte sich, wie er mit ihm in den Bergen fangen spielte, wie er ihm die Stammeslieder beibrachte und mit ihm, auf die höchsten Gipfel wanderte. Es waren schöne Zeiten und umso schlimmer war es dann, als sein Vater zum nächsten Wächter der Berge auserwählt wurde.
Lange hatte er geweint, nachdem das Ritual abgeschlossen war und er seinen Vater beerdigt hatte. Grinsend schaute er dann hoch und er bereitete sich vor, in den nächsten Sekunden neben seinen Vater zu sein.
Er hörte eine Explosion und stellte sich auf den Schmerz ein. Doch es kam anders als erwartet. Als er runterblickte, fiel gerade die Decke herunter, staub wirbelte auf und schreie waren zu hören.
Umarmt wurde er und die Welt fing sich zu drehen an.