Verrat

Story by Bluewing on SoFurry

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Hier ist der zweite Teil von "Die Templer" das Bild ist von JackalSota auf FA zu finden.


Er vermisste die Geräusche, die ihn so lange begleitet haben. Das Lachen, die gemeinsamen Abendmahle, die Plattenstiefel die ihm Gang wiederhallten und auch seine Kameraden, die ihn nun verraten und sein Leben zu einem Trümmerhaufen gemacht haben. Auf ganzer Linie hat er versagt und dabei fragte er sich, was wohl Hako, sein verstorbener bester Freund, über sein Versagen sagen würde. Er schämte sich, dass er den Verrat nicht erahnt oder gar mitbekommen hatte.

Und nun, saß er in einem Trümmerhaus. Tische, Stühle, Sofas, Bilder, einfach alles lag in Trümmern und es tat ihn weh, das alles so zusehen. Die Erinnerung, wieviel Leben hier früher herrsche und es nun so zu sehen, tat ihm richtig weh. Er konnte es noch immer nicht glauben, was geschehen war und er wollte es auch nicht.

Mit einem Schluck trank er das ganze Glas Gin aus.

Es gab nur noch ihn und den Verräter, der irgendwo im Haus war. Auf übelste verraten und angelogen, wollte er mit ihm nichts mehr zu tun haben. Nur der Gin war jetzt wichtig und das, trank er schnell. Er erschrak sich kurz und drehte sich um, doch als er den Staubwirbel über ein Stück Bilderrahmen, das auf dem Boden gefallen war, sah, drehte er sich wieder zu seinen Glas Gin um.

Schwer seufzend, trank er das Glas wieder leer und fühlte es gleich wieder auf. Er seufzte wieder, weil niemand mit ihm mittrank, in Roserls Bar.

Die Treppen knarzten und da kam die Wut auf, die er, seit er hier war, unterdrückt hatte. Der Verräter kam runter, Samuel. Er konnte und wollte ihn nicht anschauen, weil er Angst hatte, dass er einen Mord begehen würde. Deswegen stand er auf und wollte gehen, doch seine Beine spielten nicht mit. Erst jetzt merkte er, wie angetrunken er war und er musste sich an der Theke abstützten, um nicht umzufallen.

Schritte kamen näher und er wurde leicht festgehalten. Ein spontaner Impuls kam auf, wo er ihn einfach in den Magen schlagen wollte, doch er unterdrückte ihn. „Verschwind!“, rief er laut zu ihm und versuchte sich zu entwinden. Doch Samuel hielt ihn noch immer fest, damit er nicht umfiel.

„Kokuo…!“, als er diese liebliche Stimme hörte, kochte er vor Wut. Er konnte nicht mehr diese Hände spüren, die ihn so wehgetan haben, die ihn verraten haben. Kraftvoll und vor Wut kochend, stieß er Samuel von sich, um dann gleich darauf umzufallen.

Es klopfte an der Tür.

Schwer seufzend ging Samuel zu Tür, während er sich am Hocker rauf zog, um sich die Flasche Gin von der Theke zu schnappen. Die halbe Flasche verschwand schnell in seinen Mund und schnell, fing dann sein Herz zu klopfen an. Er nahm gar nicht mehr wahr, wie er auf eine Couch gehoben wurde und wie Samuel und der Gast sich zu ihm setzten.

„Samuel, wieso hast du das nicht verhindert, dass sich Kokuo ansäuft? Wir müssen jetzt so schnell wie möglich handeln und so, können wir nicht starten!“, er kippte auf die Seite um und schlief sofort ein.

„Rosen?“, war das erste, was er dachte und auch sah. Er hasste den Tag jetzt schon. Wieso war Samuel noch hier, wieso war der noch bei ihm. Er verstand das nicht. Dann kam ihn die Frage auf, was er nun machen soll und das erste was ihn einfiel war, nichts. Nichts möchte er mache, einfach nur sein Leben ausleben. Er könnte zum Stamm zurückkehren und Jahrhunderte in Frieden leben. Er könnte auch auf einen anderen Kontinent reisen und dort leben, weil sein Leben als Ritter, nun vorbei war. Kein Orden, kein Offizier, einfach nichts ist ihm geblieben, bis auf den Verräter an seiner Seite, der ihn nicht alleine lassen wollte.

Obwohl er schwer angetrunken war, konnte er sich noch halbwegs normal bewegen. Leicht torkelnd stand er auf und ging zum Fenster.

„Vier oder Fünf Meter?!“, fragte er sich, als er runter sah. Doch er entschied sich dagegen. Plötzlich ging die Tür auf und er erkannte wegen den leisen Pfoten Geräuschen, dass es Samuel war, der eintrat. Hinter ihm blieb der stehen und als er wieder ein „Kokuo“ hörte, platze ihm der Kragen. Mit Schwung drehte er sich um und schlug ihm schwungvoll ins Gesicht. Schwer fiel Samuel auf dem Boden und hielt sich mit einer Hand das Gesicht, wo er ihn getroffen hatte.

Gefühlslos stieg er über ihm und beim Runtergehen der Treppe, hörte er, wie Samuel laut weinte. Gin und andere Flaschen schnappte er sich und ging zur Tür. Unerwartete für ihn, stellte sich der Gast, der ein Leopard war, ihm in den Weg und versperrte ihm somit die Tür. Sie sahen sich lange in die Augen und da hörte er wieder Schritte, die die Treppe runterkamen.

Aus dem Augenwinkel sah er Samuel, der zu ihm gerannt kam und eine Hand ausstreckte. Doch bevor ihn die Hand erreicht, packte er sie und verdrehte sie, um ihn dann mit einem kräftigen Tritt davon zu fegen.

Es rumpelte laut und der Leopard rannte zu Samuel. Der Weg war frei und ohne einmal zurückzublicken, verließ er das ramponierte Bordell. Dunkel waren die Gassen in der Nacht und von überall her, hörte er stöhnen und gedämpfte Lustlaute. Sein Ziel war die Taverne, wo er zuletzt mit Samuel war, um sich dort volllaufen und vollfressen zu lassen. Er wusste, dass ein Verfolger hinter ihm war, doch er machte sich keine Sorgen, denn falls man ihn aufhalten würde, dann gäbe es einen Toten mehr in der Stadt.

Warm und ungestört saß er in der Taverne und er bestellte alles, was die Wirtin empfahl. Bier um Bier verschwand in seinen Magen und er wusste, dass er den schlimmsten Rausch seines Lebens bekommen wird. Aber er wollte es so, denn er wollte einfach alles vergessen.

Nur langsam betäubte der Alkohol seine schmerzen. Immer wieder kamen die letzten Jahre zurück und er musste viel Kraft aufwenden, um sie wieder zu verdrängen. Noch bevor er nicht mehr sprechen konnte, reservierte er sich in der Taverne ein Zimmer für die Nacht, dann packte er den Gin aus.

Einen ganzen Krug verschüttete er für Hako und das tat ihm fürchterlich weh. Er trank alles aus, was er bei sich hatte, weil die Erinnerung an Hako, ihn wieder Lebhaft an den Orden erinnert hatte.

Er wusste nur noch, dass er aufstand, um ins Zimmer zu gehen.

Teilnahmslos sah er sich die Rosen an der Decke an. Er rührte sich nicht, weil sein Kopf fast zu explodieren schien und weil ihm speiübel war. Doch er musste sich bewegen, weil seine Blase fast platzte. „Zumindest haben sie daran gedacht“, dachte er sich, als er auf dem Bett saß und die Schüssel am Boden sah. Doch gerade als er sich die Hose aufknöpfen wollte, klirrte es laut und da sah er die eisernen Fesseln. Mit einer Hand, wurde er ans Bett gefesselt. Schnaufend machte er es dann mit einer Hand und während er sich erleichterte, sah er die Kanne Wasser, die er auf einmal austrank. Erleichtert und gesättigt, legte er sich wieder ins Bett und fügte sich der Agonie der Kopfschmerzen. Er wandte und stöhnte vor Schmerz, weil die Kopfschmerzen immer schlimmer wurden und zu allem Übel, konnte er den Brechreiz nicht mehr unterdrücken. Alle paar Minuten musste er sich auf dem Boden erbrechen und dabei wurden die Kopfschmerzen noch stärker.

Irgendwann hörte er vor der Tür Schritte und mit einem lauten knitschen, kam der Leopard rein.

„Das soll also Kokuo sein. Der Drachen Offizier, von dem sich alle fürchten? Schande!“

Es war ihn sowas von egal, was der sagte, weil er ein Offizier von nichts war.

„Lass mich frei, dann habt ihr ein Problem weniger…“

„Du bist ein Schwein! Weiß du was du Samuel angetan hast, nicht nur das du ihm fast den Arm und die Rippen gebrochen hast, sondern du hast ihn Seelisch wehgetan!“

„…“

„Wegen dir… er weint fürchterlich!“

„…“

„Das hat Samuel nicht verdient!“

Jetzt sagte er was.

„Der Verräter hat das bekommen, was ihm zustand.“

Nun war er es, der einen heftigen Schlag auf den Kopf bekam. Blitzschnell sprang der Leopard aufs Bett und schlug ihn mit der rechten und so fest wie der nur konnte, auf seine linke Gesichtshälfte. Sein Kopf flog fast davon, so stark war der Schlag und laut musste er stöhnen und keuchen, als dann der nächste Schlag kam.

Der Schlag war sogar noch fester. Blitzschnell wusste er dann, dass der Leopard ein Linkshänder war und woher der nächste Schlag kommen würde. Seine freie Hand bewegte sich von selbst und ohne nachzudenken, blockte er den Schlag ab und hielt ihm den Arm fest. Mit roher Gewalt packte er ihn dann am Hemd, nachdem sein Arme an dessen entlangglitt und zog ihn zu sich. Eine Kopfnuss nach der anderen verpasste er ihm und nach dem dritten Mal, trat er ihm in den Bauch, sodass der nach hinten gegen die Wand flog.

Er ließ sich nach hinten fallen, weil die Kopfschmerzen den nächsten Level erreicht haben und erst nach einigen Minuten, stand dann der Leopard, keuchend auf.

Minutenlang lehnte sich der Leopard an die Wand an und versuchte wieder zu Atem zu kommen.

„Du bist ein Arschloch! Wie konnten wir nur glauben, dass du uns dabei helfen könntest, das Königreich vor den abtrünnigen Templer zu bewahren!“, sagte der dann, als der wieder fast normal atmen konnte.

„Samuel hat für uns, für dich sein Leben in Gefahr gebracht. Kokuo, er war ein Doppelspion. Er hat offiziell für Tagan gearbeitet aber insgeheim, war er unser Spion bei ihm.“

Daraufhin musste er lachen. Laut und lange lachte er, weil er das alles für einen Witz hielt. Und wenn es auch kein Witz war, so lachte er, weil das ein schlechter Scherz war.

„Und wieso musste das alles passieren? Ihr, wer auch immer ihr seid, wusstet von alldem und doch, hab ihr nichts gemacht! Ihr seid nicht mehr wert, als ein Bettler vor einer Spelunke! Soll eben Samuel, der Verräter, ein Doppelspion sein, ist mir doch egal. IHR HABT MIT MIR GESPIELT. MICH ZU EINER FIGUR EURES DUMMEN SPIELS GEMACHT… also… schaut das ihr alleine zurechtkommt!“

„Wenn wir das könnten, dann würden wir es ja auch machen! Doch wir brauchen dich und das, am besten Nüchtern!“

„Und wenn schon…!“, er hatte genug gehört. Nichts mehr wollte er mit alldem zu tun haben.

„Bist du Blind oder einfach nur DUMM! Du verstehst wohl nicht die Lage in der wir sind, oder? Tagan ist ein Templer und noch ein Templer ist an seiner Seite, den wir nicht kennen! Wir kennen nicht die anderen Templer eures Ordens, doch du könnest sie finden, weil du solch gute Kontakte hast und weil du gut darin bist, Personen zu finden, die nicht gefunden werden wollen.“

Er lachte wieder laut, sodass sein Bauch wehtat.

„Und was soll mich das interessieren? Wenn ich frei bin, dann fahre ich mit dem nächsten Schiff eben zum nächsten Kontinent. Ihr müsst eure eigene Suppe auslöffeln, weil ihr nichts, aber wirklich nichts gemacht habt, um das zu verhindern.“

„Wir haben dich gerettet!“

„MICH GERETTET?! IHR, DIE IHR GLAUBT DAS RICHTIGE GETAN ZU HABEN, HÄTTET ZU MIR! KOMMEN SOLLEN UND NICHT EINEN DUMMEN UND VERRÄTERRISCHEN JUNGEN GREIFEN ZU MIR SCHICKEN SOLLEN! WISST IHR WAS IHR DA GETAN HABT? IHR HABT DAS LAND UND DEN ORDEN, VERNICHTET!“

Er musste es rauslassen, den sie hätten wirklich zu ihm kommen sollen. Wenn er davon gewusst hätte, dann hätte er, mit dem Kommandanten und den Rittern, das alles aufgehalten.

„Kokuo… sei nicht dumm. Denn dumm bist du nicht. Wenn wir zuerst zu dir gekommen wären, dann hätte sich Tagan niemals in Bewegung gesetzt und so, können wir ihn und seinen anderen Templerfreund finden. Doch bevor wir das machen können, müssen wir unsere Templer finden. Denn…“

Für einige Sekunden herrschten stille im Raum, bevor der Leopard weitersprach.

„…Kokuo, es war niemals ein Templer in der Ordensburg… Denn sie haben sich immer versteckt. Zwar wusste der Kommandant wie sie hießen, aber nur durch den Königlichen Kriegerlass hörten sie dann, bei einem festgelegten Ort, auf ihren Namen und begaben sich dann zur Burg. Sie verstecken sich unter den Bürgern, bis es soweit ist. Deswegen ist es so wichtig das du uns Hilfst! Keiner, bis auf der Kommandant hatte auf sie Zugriff. Die letzten Templer die entfesselt wurden, waren die drei, die nun verschollen sind und zwei von denen haben sich nun gezeigt. Kokuo, unsere Templer sind Hilflos, weil sie erst dann entfesselt werden, wenn sie vom König die Brillium Amulette bekamen. Verstehst du was ich damit meine? Die Fünf sind zwar mächtige Magier, aber Momentan, nur ein Bruchteil so stark wie Tagan. Und stell dir mal vor, Tagan schafft es sie zu finden und auch zu überzeugen, das Land zu übernehmen. Wir haben zwei Templer als Feinde und wir haben zwei die auf unserer Seite stehen… Noch herrscht ein Gleichgewicht, aber… Wenn er es schafft, dann… fällt das Königreich…“

Er verstand es, aber es war ihn egal.

„Und wieso sollte ich euch überhaupt helfen? Sag mir einen guten Grund und ich meine, EINEN!“, dabei sah er ihn fest in die Augen.

„Ich nenn dir sogar Zwei! Weil dich Samuel noch immer liebt und weil du, einen Eid gegenüber den Orden und des Königs geleistet hast.“

„Wirklich? Das sind die Gründe? Ihr habt mich benutzt und Samuel hat mich die ganze Zeit angelogen. Also das sind deine Gründe? ICH SPUCKE AUF DIE GRÜNDE!“

Erschüttert wurde er angeschaut und das war ihm auch ganz recht, weil er nichts mehr mit den Orden verband.

„Also ist es dir egal, wenn so viele unschuldige Leute sterben? Ist dir egal, dass dein Orden der Inbegriff des Bösen wird? Und es ist dir auch egal, dass das Reich Anchor zum Krieg ausgerufen hatte und sich für den Kampf rüstet? Ist dir wirklich der ganze Kontinent egal? Du trägst gerade die Leben von Millionen auf deinen Schultern.“

„Ihr habt das zu verantworten, nicht ich. Ihr übertragt die Millionen Leben auf meine Schultern. Ihr sagt „Mach bitte, wir machen uns nicht die Hände schmutzig“ und was vor allem lustig ist, ist das, das ihr mich nicht eingeweiht und mich in die Falle laufen lassen habt.“

„Wir haben dich nur benutzt, weil sich Tagan zeigen sollte und weil wir herausfinden wollten, wie tief der Verrat des Ordens ging. Kokuo, der ganze Orden hat dich verraten… Jeder hat gegen dich gearbeitet… und das, haben wir erst erfahren, als Samuel dich gerettet und ihr beide hierher teleportiert worden seid. Auch der König, bittet darum, zwar nicht persönlich aber…

Er sah den Siegelring des Königs an dessen Finger, als der die Hand hob, um ihn das zu zeigen

„… wir brauchen dich, denn nur du kannst die Templer retten und somit Tagan aufhalten.“

Er musste schnaufen, weil das zu ihm durchdrang.

„Und wieso haben sie mich nicht einfach vorher getötet?“

„Bitte sei wieder nicht dumm. Wenn du getötet worden wärst, hätte der Kommandant Verdacht geschöpft und somit wäre deren Plan in Gefahr geraten. Zweitens… nur die Ordensmitglieder wussten wie du aussahst, somit wüsste sofort der Kommandant, das was im Orden nicht stimmt. Drittens, sie haben es draußen versucht, aber du und Samuel habt alles überwunden, deswegen haben sie dann auf dich gewartet, um dir einen würdigen Abschied, mit verräterischem Beigeschmack, zu geben.“

„All das haben sie nur wegen dir gemacht, die ganzen falschen Spuren, die falsch Informationen, nur damit du nicht, zu dem Zeitpunkt wo sie den Kommandanten festnehmen, in der Burg bist.“

Nun dachte er langsam nach.

„Samuel ist… war dein einzig wahrer Freund.“

„ER HAT MICH VERRATEN!“

„ER HAT DICH BESCHÜTZT, DICH VOR DEM TOD BEWARHT! OHNE IHN, WÄRST DU JETZT TOT UND WÜRDEST DIE RADIESSCHEN VON UNTEN SEHEN!“

Er hatte genug gehört. Vor Schmerzen geplagt, schloss er die Augen und wollte nichts damit zu tun haben.

Dann hörte er ihn seufzen.

„Komm bitte rein.“

„Ich… kann nicht… bitte…!“

„Samuel bitte!“

Es knarzte und kratze kurz an der Tür und nur aus purer Neugier, was nun wieder kommt, öffnete er die Augen und war zutiefst erschüttert. Samuels halbes Gesicht schaute in den Raum. Das Auge blutig, die Wange stark geschwollen und zu allem Überfluss, rannen ihm blutige Tränen über die Wange. Das zu sehen, tat ihn sehr weh. In seiner Wut hatte er vergessen, was wichtig war. Denn er hatte geschworen, das er alle Bürger beschützen würde und Samuel gehörte auch dazu. Und als er die Trauer und die Angst in den Augen sah, fing er sich selbst zu hassen an, weil er sich nicht unter Kontrolle hatte. Dann hörte er das leise schluchzen und Tränen wollte schon kommen, weil dies wegen ihm war.

Nach einigen Sekunden, zog sich Samuel wieder zurück und er konnte nicht aufhören auf die Stelle zu starren, wo vorhin Samuel war.

„Lass mich los und verlass das Zimmer, Leopard…“,

„Nenn mich Moon und nein, ich lass dich nicht allein, denn ich brauch gleich eine Antwort. JA oder NEIN!“

„Wenn du vielleicht willst, das ich euch Helfe, dann lass mich los und verlass das Zimmer, Leopard…“, erst jetzt sah er zum Leoparden.

Der sah ihn hasserfüllt an und zeigte dabei die Fangzähne. Einige Minuten starrten sie sich einfach nur an, dann machte er seine Augen zu.

„Dann eben nicht… viel Glück.“, sofort hörte er ein fauchen, um dann zu spüren, wie die eiserne Kette am Arm gelöst wurden. Er machte erst dann seine Augen wieder auf, als der Leopard den Raum verlassen und die Tür zugeschlagen hatte.

Jetzt da er alleine war, wollte er nachdenken, aber konnte wegen den Kopfschmerzen nicht. Doch er hatte was, um dies zu ändern. Er kannte John und oft war er hier schon berauscht gewesen, deswegen wusste er, dass in der Küche ein Spezialkraut war, das man aufkochen und heiß trinken muss.

Er ignorierte die Blicke, das, was zu ihm gesagt wurde, als er zur Küche ging, um sich den Spezialtee zu machen. Alles war verwüstet und lange musste er alles durchsuchen, bis er das hatte, um sich den Tee zu machen. Regelmäßig wurde überprüft ob er noch da war und während der Zeit, massierte er sich die Schläfen. Es schmeckte abscheulich und nur sehr ungern trank er den Tee, doch er brauchte einen klaren Kopf für diese Angelegenheit. Lange brauchte er nicht zu warten, bis der Tee die Wirkung entfaltete und somit die Kopfschmerzen verschwanden. Endlich von dieser Qual befreit, ging er ins Bad, der im ersten Stock war, und wusch sich ausgiebig. Das verdreckte Hemd ließ er liegen und während er im Zuber saß, dachte er über alles nach. Doch bevor er über diese Situation nachdachte, gingen seine Gedanken zu seinen Vater.

Der hatte sich für seinen Stamm geopfert, damit sie im Frieden leben konnten. Und da war ihm klar, dass er nie eine Entscheidung hatte, denn das Leben als Ritter, seine Schwüre die Armen und Bürger zu beschützten, all das, war seine Persönlichkeit und er wollte sich nicht vorstellen, was wohl sein Vater dazu sagen würde, wenn er nicht „Ja, ich helfe euch“ sagen würde.

Es war also beschlossen.

Getrocknet, erfrischt und nur mit einer Hose angezogen, stieg er die Treppen runter und blickte sie drei an.

„Ich helfe euch!“

John aka Roserl lächelte. Samuel lächelte leicht, der sich halb hinter dem lächelten Leoparden versteckte.

„Wir müssen zum König.“

Nun wurde er überrascht angeschaut und er entschied sich, seine Gedanken offen auszusprechen.

„Beim König sind die Templer, von denen erfahren wir, welche schwächen die Templer haben und wie wir gegen sie vorgehen können. Zum anderen sagt man immer, das die Templer ausgebildet werden, sprich es muss einen geben, der sie Ausbildet, dort müssen wir dann auch hin, da ich eine Ahnung haben, das Tagan jeden aus dem Weg schaffen möchte der ihn gefährlich werden könnte. Drittens, falls wir zu spät kommen, um den Ausbildner zu befrage, können wir noch immer zum Ort reisen, wo die Ausbildung absolviert wird und uns dort noch ein paar Informationen beschaffen. Deswegen der König und die Templer, denn nur die Templer und der Kommandant wussten, wo der Ausbildungsplatz war“

Es machte ihn auch sorgen, dass sie den Orden, das Anchorische Reich und dessen Agenten als Feinde hatten. Von überall her, konnten sie angegriffen werden und er wusste, dass der Orden sehr gut darin war, zu töten.

Ihm kamen auch anderen Gedanken auf. Samuel. Er muss mit ihm reisen, weil der ein sehr guter Magier war und alle Tricks des Ordens kannte. Doch ihre Beziehung ist gerade alles andere als gut und er hoffte, dass das was war, nicht den Auftrag behinderte. Doch, als er in das goldene und blutig rote Auge sah, kam der Hass auf sich selbst auf und auch das, was er zu verdrängen versuchte, die Liebe zu ihm. Aber er wurde von ihm aufs übelste verraten und die ganze Zeit, wo sie zusammen reisten, auch angelogen. Er wusste nicht, ob er ihn jemals wieder vertrauen und verzeihen konnte.

Samuel wusste was er getan hatte und er hatte sich vor diesem Moment immer gefürchtet. Aber es zerriss ihm das Herz, als Kokuo nicht mehr mit ihm sprach, ihn ignoriert, ihn schlug. Er hat es verdient und er war auch darauf vorbereitet gewesen, doch nichts konnte ihn darauf vorbereiten, das sein Herz, seine Gefühle und seine Seele, so stark schmerzen würden, wie jetzt. Er verzehrte sich nach Kokuo, nach den Händen, die ihn so gefühlvoll berührten, nach dessen Wärme, die ihn im Gehöft aufgewärmt hatten und nach dessen Liebe, das sein Leben lebenswert gemacht hatte.

Wegen all dem, weinte er nun, weil er ihn nie mehr zurückbekommen würde, seinen Kukuo. Kurz hatte er sich vorgestellt, nachdem sie hier aufwachten, wie sie sich liebten und im Bett waren. Doch diese Vorstellung zerbrach, als er die kalten Augen sah.

„Schön, dass du noch lebst John.“

„Du glaubst wohl nicht wirklich, dass mich ein paar Taugenichtse so schnell in Gras beißen lassen? Aber schau dir mein Haus an, ich darf das jetzt alles Renovieren lassen. Eine Schande…“

„Moon, du hast einen harten Schlag, bist aber auf ein Konter nicht vorbereitet, daran musst du noch arbeiten.“, der Leopard spuckte aus, aber lächelte leicht.

Dann kam eine stille auf und jeder wusste wieso, doch er konnte nicht mit dem dritten im Bunde reden. Zu tief saß der verrat und die lügen. Und er dankte Moon, als der nach einigen Minuten die Stimme erhebte.

„Ich führe uns zur Kutsche…“

Vermutlich das letzte Mal, bevor sie das Bordell verließen, sah er sich um und prägte sich alles genau ein. Er würde erst wieder zurückkehren, wenn das Haus wieder so war, wie früher. Bei der Tür legte Roserl eine Hand auf seine Schulter.

„Ich öffne mal meine Ohren und schaue, ob ich was über die Templer in Erfahrung bringen kann.“, da kam ihn schlagartig ein Gedanke auf.

„Samuel, wie bist du mit Tagan in Kontakt getreten?“, Samuel erschrak, als er ihn in der Tür ansprach und dessen Augen, starrten auf den Boden.

„Tagan hat mir ein Zauber beigebracht und nur mit denen… die ich gut kenne… Also Moon, Tagen, Roserl und… dir, kann ich dann in Kontakt treten.“

„John, wir lassen dich wissen, falls wir was in Erfahrungen bringen.“, breit grinste er, als er die gute Nachricht hörte, das Samuel mit John in Kontakt treten konnte. Doch es war ein aufgesetzt grinsen, da Samuels traurige Stimme und dessen nassen Augen, ihn wirklich wehtaten. Ein Impuls kam auf, wo er ihm die Tränen, die nun runterrannen, wegwischen wollte, doch ein Teil von ihm, sah genüsslich zu wie Samuel weinte.

Mit einem Winken, verabschiedete sich Roserl von ihnen, als sie vor dem Haus standen. Es war keiner in der Gasse, nur sie drei. Ein dichter Nebel überzog den Boden und er spürte die Kälte, da er kein Hemd hatte. Kaum hörbar flüsterte Moon ein „Kommt“ und sie gingen der Gasse entlang. Grau wirkten die Wände bei dem Nebel und kaum hörbar, waren ihre Schritte. Der Nebel, die dunklen Gassen, all das dämpfte ihre, immerhin schon, schlechte Stimmung umso mehr. Doch als sie die Straße erreich, wo die Kutsche stand und sie die ganzen Bürger sahen, hellte sich ihre Stimmung etwas auf.

Ratternd und geschaukelt, saßen sie zu dritt im der Kutsche. Moon bückte sich und holte unter dem Sitz Kleidung heraus, das er ihm und Samuel überreichte. Braunes Hemd und eine etwas hellere Hose bekam er überreicht.

Samuel war von Kokuos Plan und Schlussfolgerungen beeindruckt. Er wusste, wie gut Kokuo war und viel hatte er in der Ordensburg von ihm gehört. Doch das der so schnell alles in die Wege geleitet und sich einen Plan ausgedacht hatte, wie man an Informationen kommen konnte, führte dazu, das er ihn noch mehr liebte. Seine Tränen wollten nicht versiegen. Ununterbrochen wischt er sie ab und er weinte noch schlimmer, als ihn Kokuo nicht ein einziges Mal, seit sie in der Kutsche saßen, angeschaut hatte.

Er versuchte ihn nicht anzuschauen, als er aus dem Fenster starrte, aber immer wieder ging sein Blick zu ihm und als sie dann die Kleidung von Moon überreicht bekommen haben, erstarrte er. Ohne Scham stand Kokuo auf und zog sich, mit dem Rücken zu ihnen gedreht, einfach um. Seine Augen saugten die muskulösen Arme, Beine, den Rücken und auch den durchtrainierten Hintern auf. Unweigerlich erwachte sein Körper, wie er dann sah, dass Kokuo hellblau wischen den Po Backen war. Er weinte deswegen noch schlimmer und auch, weil er sich schnell abwenden musste, weil er bemerkte, wie Kokuo zu ihm nach hinten schauen wollte und er ihn nicht anfassen dürfte.

Er war auf sich selbst wütend. Er hätte nicht auf Moon hören sollen, als der sagte, dass er nichts sagen dürfte, sonst wäre ihr Plan in Gefahr geraten. Wegen Moon hat er Kokuo verloren, wegen Moon weinte er und wegen Moon, hatte er sein Lebenswillen verloren. Er hasst diese Welt, weil er nicht mehr mit Kokuo zusammen sein darf und auch, das er solch großen Schmerzen ertragen musste.

Kokou hatte es natürlich bemerkt, wie er von Samuel angestarrt wurde und er fand es niedlich. Ein Teil von ihm, hatte ihm schon verziehen, doch der größte noch nicht. Er verstand mittlerweile, dass es so sein musste, aber, dass diese Person, die er so liebte und die ihm liebte, ihn so angelogen hatte, konnte er nicht vergessen. Es brauchte Zeit, das wusste er und mittlerweile könnte er, so glaubte er, mit ihm fast normal wieder reden. Aber der größte Teil, der ihn noch nicht verziehen hatte, sträubte sich dagegen und er konnte nichts dagegen tun. Es braucht Zeit.

Sie alle schauten aus dem Fenster und sahen zu, wie die Häuser an ihnen vorbeizogen. Die Stadt erwachte dabei langsam zum Leben und man sah die Bürger die handelten, die Sklaven, die Waren trugen und die Schauspieler und Musikanten, die die Bevölkerung beglückten und um ihre Münzen erleichterten.

Als Sie durch das Haupttor gewinkt wurden, musste Kokuo schnaufen.

„Wir werden verfolgt.“

„Dann sollten wir sie gleich ausschalten.“, warf Samuel ein und er musste wieder schnaufen, da es eine schlechte Idee war.

„Nicht wenn wir noch so nahe bei der Stadt sind. Sie könnten sonst Verstärkung holen oder rufen.“, mit dem Arm lehnte er sich am Fester an, als er das sagte und er bemerkte, wie Samuels Blick dann nach unten vor Scham und Trauer wanderte. Dabei sah er auch, dass noch immer Tränen auf dem Boden tropften. Deswegen, musste er auch wieder Schnaufen.

Nachdem sie einige Minuten der Straße entlangfuhren, klopfte er am Dach „Bei der nächsten Baumgruppe reinfahren, Fahrer!“, mehrere Sekunden wartete er auf eine Antwort, doch als er dann keine Antwort bekam, schaute er aus dem Fenster.

Des Fahrers Kopf fehlte und Blut rann am Sitz herunter. Von selbst folgten die Pferde die Straße und deswegen und wegen dem Bolzen, der knapp seinen Kopf verfehlt hatte, fluchte er laut und zog seinen Kopf wieder rein.

„Der Fahrer ist tot!“, blitzschnell beugte sich Moon wieder und gab ihn ein Schwert, das er von Roserl bekommen hatte. Als er die Klinge zog, war Samuel verschwunden und gleich darauf, hörten sie einen ohrenbetäubenden Knall. Als sie raussahen, woher der Knall kam, sahen sie…

Samuel spürte das was nicht stimmte, als Kokuo keine Antwort bekommen hatte. Auch spürte er ein aufwallen von Magie in seiner Umgebung. Sofort wusste er was das war, denn er kannte nur allzu gut, wie sich die Magie anfühlte, wenn er das tat. Er griff auf seine Magie zu und ließ sie augenblicklich in seinen Körper fließen.

Zeit hatte er noch, um Moon und Kukuo zu retten, als er die Gestalt sah, die sich an der Tür festheilt und eine Klinge Richtung Kokuos Hals niedersausen ließ. Noch bevor die Klinge Kokuo erreichte, sprang er durch das offene Fenster und riss die Person mit sich. Sie landeten schwer auf dem, von dichtem Gras bewachsenen, Boden. Rollend kam er auf die Beine und ging in Kampfstellung, genauso wie der Attentäter. Es war ein Husky mit grauem Fell. Lederhosen und Brustpanzer sahen mitgenommen aus. Eine große und lange Narbe zog sich über das linke Auge und nur mit dem rechten Auge, wurde er angestarrt.

Es war schon etwas länger her, als er das letzte Mal mit einem anderen Magiebegabten gekämpft hatte. Doch er hatte einige Tricks auf Lager. Doch bevor er anfangen konnte, sprang der Angreifer ihm entgegen und riss die Hand noch vorne. Rein instinktiv, ließ er seine Magie aus sich rausfließen und riss schwingen seine Hände hoch. Es knallte laut und er wurde nach hinten geschleudert. Sein Magiefluss kappte, als er leicht benommen aufstand.

Stöhnend, schwer atmend und benommen, sah er dann die rosarote Wolke über einem Riss im Boden. Vor dem Schild, den er in letzter Sekunde mit aller Magie die er hatte aufbaute, war ein drei Meter langer und zwei Meter tiefer Riss zu sehen. Darüber war eine Rosarote Wolke und er wusste was das bedeutete. Der Angreifer hatte sich selbst weggesprengt, weil der nicht erwartet hatte, dass er so schnell einen Schild aufbauen konnte. Er stellte sich gerade vor, wie der Angreifer einen Strahl von so ungeheurer Kraft aussendete, um dann nach wenigen Ellen, zu explodieren. Die Wolke wanderte weiter und er spürte, wie feucht er und die Luft wurde. Ihm wurde übel, als er Blei schmeckte.

Kokuo sprang raus und rollte sich ab. Mit gezogenen Schwert lief er zu Samuel, der langsam völlig erschöpft zu Boden sank. Er fluchte laut, als er dann die Raptoren hörte, wie sie zischten und Jagt Laute von sich gaben. Er wusste nun, dass Samuel nicht verletzt war, also rannte er den Angreifern entgegen. Es war nur noch ein Reiter übrig, aber die Raptoren machen ihn zu schaffen. Blitzschnell rannten sie gebückt zu ihm und er sah die Mordlust in dessen Augen.

188 Jahre Kampferfahrung kam nun zum Tragen, als er sich bückte und mit beiden Händen das Schwert festhielt. Der Raptor ohne Reiter, sprang schon von vier Meter Entfernung auf ihn zu. Er hatte Angst, denn Raptoren waren berüchtigt, das sie Blitzschnell und ebenso Kräftig wie er waren. Er Sprang nach vorne, knapp über den Boden und hielt dabei das Schwer nach oben gerichtet.

Heiß, glitschig und übelriechend, ergoss sich der Bauchinhalt über ihn. Nur ein kurzes und leises jaulendes zischen war zu höre, dann starb der Raptor augenblicklich. Zwar hatte er den ersten Raptor erwischt, doch der zweite sah ihn nun mit Hass und Mordlust an, während der die Klauen erhoben hatte und der Reiter die Waffe auf ihn niedersausen ließ.

Mit einem Rollen weichte er beidem aus. Der Biss und der Waffenschwung trafen ins Leere, während er noch weiterrollte und immer mehr kraft in die Rolle investierte. In der Rolle, schlug er seinen Schwanz auf den Boden und er flog in die Luft. In der Luft rollte er noch weiter, um dann auf beiden Füßen, Kampfbereit zu landen. Ein selbstsicheres Grinsen setzte er auf, als der Raptor danach einen Schritt zurückging.

Er hörte Schritte hinter sich, während er seine Gegner im Auge behielt, um den nächsten Angriff zu kontern. Moon kam mit zwei Dolchen in den Händen angerannt und blieb hinter den Angreifer stehen. Der Raptor zischte laut und drehte sich etwas, um sie beide im Auge zu behalten. Doch durch diese Bewegung sah er nicht rechtzeitig, was der Reiter machte und mit einem „LAUF!“ auf der Zunge, drehte er sich um, doch er wusste das es keinen Sinn hatte.

Es knallte wieder laut. Ein langgezogener Schrei und ein Zischen waren zu hören. Durch die Luft wurde er geschleudert, doch er konnte dem Aufprall wieder mit einer Rolle entgehen. Sofort blickte er nach hinten und das erste was er sah, war wie Samuel zusammensackte, dann die Rauchwolke, wo darunter der Raptor und der Reiter lagen.

Mit dem Schwert in der Hand, rannte er zum Angreifer. Das Bein war weggesprengt und schubweise, spritze das Blut aus dem Stumpf. Leicht zuckte der Raptor noch, der seitlich in der Brust ein großes Loch hatte und wo man das Herz sah, das schnell zum Schlagen aufhörte. Schnell griff er das Amulett aus der Hand des Angreifers, während der laut stöhnte und mit dem anderen Bein unter den Raptor eingeklemmt war. Doch das was der Angreifer als nächstes tat, konnte er nicht aufhalten. Schneller, als er es einen alten Wildhund zutrauen würde, führte der sich etwas in den Mund, um ihn dann grinsend anzuschauen.

Mit Schaum vor dem Mund, erstickte armselig der Angreifer.

Mit einem Schnaufe, weil er es nicht aufhalten konnte, drehte er sich zu Samuel um. Moon war schon bei ihm und hielt ihn in den Händen. Er fühlte sich zerrissen, gespalten. Aber da er wusste, dass Samuel unverletzt war, wischte er seine Klinge an der Kleidung des Angreifers sauber und wusch sich mit dem Wasser, was sie bei sich hatten. Moon trug inzwischen den ohnmächtigen Samuel zur Kutsche, die er in der Nähe stehen gelassen hatte. Samuel lag in der Kutsche, währen er und Moon ein Grab für den Fahrer aushoben und ihn beerdigten.

„Ich werde weiter fahren, bleib du in der Kutsche und pass auf Samuel auf.“

Er dankte ihn, aber innerlich sträubte er sich irgendwie dagegen mit Samuel alleine zu sein. Als er einstieg, konnte er den Blick von Samuel nicht abwenden. Friedlich, schlief der ihm gegenüber auf der Bank. Zischend dreht er seinen Kopf zur Seite, als er wieder die Beule an der Wange sah, doch seine Augen blieben darauf haften. Er vergrub seine Gesicht in die Hände, weil er nicht verstand, wieso er ihm das angetan hatte, wieso, er ihm nicht verzeihen kann.

Vielleicht lag es daran, das er erst oder schon, 200 Jahre lebt und somit immer etwas Zeit brauchte, um sich an neues zu gewöhnen. Er gestand sich, dass in den letzten Tagen viel passiert war und, dass er sich schnell anpassen musste, aber das mit Samuel, war was ganz anderes. Er hatte ihn sein Herz geschenkt, oder besser gesagt, Samuel raubte sein Herz. Verraten und angelogen von ihm, war er nicht imstande sich einzugestehen, was er für ihn wirklich noch fühlte. Vor ihm taten sich zwei Wege auf, der eine alleine und der andere mit Samuel. Alleine würde er wieder zu Ruhe kommen und sich ein neues Leben aufbauen können. Abseits der Pflichten und der Probleme, die er nun hatte. Der andere wäre mit Samuel, doch bevor er den ersten Schritt in den Weg machte, sah er Lügen und Verrat den Weg gepflastert und wiederum, lockte ihn der Weg mit glück.

Er wusste nicht was er machen soll und seine Gedanken zerstäubten sich in einem Wirbel aus Furcht, Zweifel und Trauer.

Es wurde langsam Abend und Samuel schien immer noch zu schlafen. In der ganzen Zeit, sah er ihn an. Rumpelnd kam dann die Kutsche zu stehen und die Pferde wieherten erschöpft, als Moon langsam in die Kutsche stieg. Der setzte sich zu Samuel und legte den Kopf von ihm auf den Schoss. Kurz sahen sie sich an, bevor der dann die Augen schloss. Gedankenverloren legte er sich dann auch hin und schloss die Augen.

„Wusstest du, das Samuel ein Priester rufen wollte, nachdem ihr ins Bordell teleportiert worden seid? Samuel… war so glücklich, als er endlich ehrlich mit dir sein dürfte.“

Er zischte, als Moon das gesagt hatte.

„Er… hat es nicht verdient so behandelt zu werden… Kokuo, verzeih ihn… bitte… er ist… wie ein Sohn für mich…“

Er dreht sich um und vergoss dabei einige Tränen.

Kokuo, war sein erster Gedanken und das erste, was er sah. Es war kalt in der Kutsche und dichter Nebel war draußen. Tränen kamen, weil er wollte, das Kokuo ihn aufwärmte. Da Moon, auf dem sein Kopf lag, und Kokuo zu schlafen schienen, ließ er seine Trauer laufen. Bitter weinte er und dabei tat sein Auge weh, während daraus wieder blutige Tränen kamen. Er konnte es nicht mehr aushalten und wollte es auch nicht mehr. Sein Herz schrie ihn an, das er es machen soll und das, sofort.

Langsam stand er leise schluchzend auf und versuchte dabei Moon nicht zu wecken. Leicht beugte er sich nach vorne und wollte mit den Fingern Kokuo berühren, doch als er das traurige Gesicht sah, stockte er. Seine Finger, seine Beine, einfach alles an ihn zitterte. Nur noch einige Zentimeter trennten ihn von Kokuo, die er nicht überwinden konnte.

Und da verstand er es, es war aus.

Er sah an sich runter und weinte noch bitterer. Sein Körper verzerrte sich nach Kokuo und er konnte nichts daran ändern. Seine Gefühle zogen ihn zu Kokuo hin und er konnte nichts daran ändern. Sein verstand sagte ihm, das es aus war und obwohl er das wusste, dass es stimmte, wollte er es nicht wahrhaben. Er wischt sich die Tränen weg, die gleich wieder kamen. Ununterbrochen wischte er sich nun die Tränen weg, doch sie kamen immer wieder. Immer lauter weinte er, weil er nicht weinen wollte. Er konnte nicht mehr hier drinnen sein, nicht mit ihm.

Er rannte aus der Kutsche, damit er dann sitzend sich an einem Baum anlehnen konnte, um dort weiter zu weinen, bis er nicht mehr konnte. „Ich bin erwachsen…“, flüsterte er sich immer wieder zu, während er in den Armen weinte und zu allem Übel, verschwand das nicht, was er zwischen den Beinen hatte.

„Samuel…“, er sah hoch und sah eine Gestalt im Nebel und sofort, hörte er zu weinen auf, als er die zwei Hörner am Kopf sah. Doch dann weinte er noch heftiger, als sich die Hörner zu zwei Ohren verwandelten, die Moon gehörten.

„Ich… kann nicht mehr!“, schrie er aus sich und das, voller Verzweiflung.

„Wieso… MUSSTE ICH LÜGEN! WIESO HAST DU MICH DAZU GEZWUNGEN! WIESO!“, er schrie ihn an, während sich Moon vor ihn hinsetzte. Er war so wütend auf ihn, das er ihn voller Hass umbringen wolle. Ausgerechnet die Person, die ihn so viele Jahre begleitet hatte und immer für ihn da war, wenn es schwer wurde. Seinen Freund. Niemals zuvor, war er so wütend auf jemanden gewesen, wie jetzt.

„Es musste sein…“

„EIN SCHEIß MUSSTE SEIN! DU HAST DABEI GAR NICH AN MICH GEDACHT… AN UNS!“

Moon fühlte sich schrecklich. In all seinen Jahren, wo er für den König tätig ist, war das mit Samuel das schlimmste. Viele male hatte sich Samueln bei ihm gemeldet und fragte immer „Darf ich Kokuo bitte die Wahrheit sagen… BITTE!“. Und immer, musste er ihn beschwichtigen und ihn sage, dass das Schauspiel bald vorbei sei. Doch hatte er nicht erwartet, wie schwer verliebt Samuel in Kokuo war und wie sich Kokuo verhalten würde. Nun sah er Samuel, der vor so vielen Jahren in de Königspalast gerannt kam und ihnen alles gebeichtet hatte, völlig zerstört und vor Trauer verzerrt, am Boden sitzend weinen. Ihm kamen selbst die Tränen, weil er Samuel verstand.

„Samuel… hab Hoffnung. Wenn er dich so liebt, wie du ihn, dann wird er es dir irgendwann verzeihen. Samuel, mein lieber Junge, du hast nichts Falsches gemacht. Du wusstest, das es eventuell so ausgehen könnte und leider, ist es so gekommen, aber, hab Hoffnung.“

Er umarmte Samuel fest, als sich ihre Blicke trafen.

Lange saßen sie so da, während seine Brust nass von Samuels Tränen wurde.

„Komm, wir sollten Frühstücken und heute Mittag, werden wir die Hauptstadt erreicht haben.“

Mittlerweile hatte Samuel zu weinen aufgehört, doch der Gesichtsausdruck den Samuel hatte, sagte alles. Pure Trauer.

Das Gesicht hatte er wieder in den Händen vergraben, als sie zurückkamen. Alles hatte er gehört, während er seine Blase entleerte.

Das Frühstück war karg aber schmeckte gut. Aber die Stille störte ihn und auch die Stimmung, die an Verzweiflung grenzte. Der Nebel war nun so dicht, das er gerade mal zwei Meter weit sehen konnte. Der dichte Nebel, die Stimmung und das, was er gehört hatte, führten dazu, dass er schnell keinen Hunger mehr hatte und deswegen, stieg er dann in die Kutsche wieder rein.

Auf der restlichen fahrt, war er alleine und er hasste es. Samuel hat sich zu Moon gesetzt und er wusste auch warum. Noch nie im Leben fühlte er sich so alleine, wie jetzt. Alles hatte er verloren und es war seine Schuld.

Der Nebel leichtete sich langsam und zum Vorschein, kam die große Stadtmauer der Hauptstadt. Ehrenvoll hingen die Fahnen über der Zugbrücke, das die Stadt mit dem Land verband, weil die Stadt von einem Fluss umgeben war. Die Wagen der Verkäufer standen Schlange, während die Wachen alles untersuchten und die Papiere kontrollieren. Weiß reflektieren die Stadtmauer, das aus Marmor bestand, die Sonnenstrahlen und langsam kamen die Stadtgeräusche. Es waren so viele Personen auf der Straße, dass die Augen nichts erfassen konnten. Bund, waren alle gekleidet und laut unterhielten sie sich, oder feilschten um die Ware. Es war so laut, das sich die Stimmen zu einem Ton verband und somit zu einem lauten Hintergrund Geräusch wurde. Die Stadt stank und roch gleichzeitig gut. Brot, Süßwaren, Fisch, Fürchte, Obst, Fäkalien, Schweiß, einfach alles verband sich zusammen und wurde zu einem neuen Geruch, den er hasste.

Augenblicklich erinnerte er sich an Samuel, wie der im Bordell, den Schnabel und das Gesicht in seinen Arm drückte. Er vermisst das.

Sie bogen in eine Seitenstraße ein und fuhren durch Gassen. Hier stank die Stadt. Immer wieder hörte er das Plätschern, als ein weiterer Haushalt einen Kübel Fäkalien auf die Straße schüttete. Verwundert schaut er sich um, als sie mitten in einer Gasse stehen blieben. Die Kutsche schaukelte kurz und er sah Moon, der ihm die Tür aufmachte.

„Wir sind da.“, verwundert schaut er ihn an, da es eigentlich geplant war, das sie zum Palast fuhren und traurig, sah Moon zurück.

„Steig aus, wir sind da.“, er folgte der Anweisung und stieg aus. Neben Moon stand Samuel und hielt sich an ihm fest. Er folgte Moon in eine alte und heruntergekommene Taverne. Moon blieb an der Tür stehen und als er und Samuel drinnen waren, verließ er sie dann und verschloss hinter sich die Tür.

Drei Gestalten saßen am großen runden Tisch, der mittig im Raum war. Ohne was zu sagen, ging Samuel zum Tisch und setzte sich. Verwundert wer die drei Gestalten waren, ging er auch zum Tisch und setzte sich.

„Willkommen in der Hauptstadt“, sagte der ganz rechte. Blondes kurzes Haar und ebenfalls blonden Bart hatte die Person. Kurz getrimmt und gepflegt wie ein Adeliger, wirkte die Person, die breit grinste. Die andern zwei waren schlicht gekleidet und sahen wie Brüder aus. Beide hatten einen kurzen Bart und kurze braune Haare. Was ihm sofort auffiel war, das sie keine besonderen Merkmal im Gesicht hatten.

Samuel verbeugte sich tief „Danke mein König.“

Erschrocken von dem was er hörte, verbeugte er sich auch tief und rief schon fast „Mein König!“

„Nicht so förmlich, bitte richtete euch auf.“, sie taten es und sein Herz fing zu klopfen an, als ihn bewusst wurde, das sein König ihm gegenüber saß.

„Kokuo, Samuel…“, kurz zuckten die Augen des Königs, als der sich Samuel ansah.

„Kümmert euch um Samuel bitte!“, er wusste, dass es an die zwei gerichtet war und sofort spürte er etwas. Die Luft waberte ganz leicht und leicht, prickelte seine Schuppenhaut. Es dauerte nur Sekunden, dann war es vorbei. Samuel drehte sich zu ihm um und grinste. Zum ersten Mal seit zwei Tagen, war er wieder glücklich. Zwei goldene Augen sahen zu ihm und die Schwellung an der Wange war verschwunden.

„Moon hat berichtet, das ihr mit den Templern reden möchtet und hier sind sie. Ich werde mich gleich verabschieden, denn ich bin nur hier, um mir selbst einen Eindruck von euch zwei zu verschaffen.“

„Mein König, können die zwei Templer frei sprechen?“, sein König war gerade auf dem Weg zu einer Tür, als er ihn das fragte.

„Natürlich, den Ordenskommandanten müssen sie ja Antworten.“, er erstarrte, als er das hörte. Der König hatte ihn nebenbei zum Kommandanten ernannt. Seine Gedanken rasten, weil er nicht wusste, wieso, doch es war klar wieso. Er war der letzte treue Offizier, der nicht verrat begonnen hatte. Er war alles, was vom Orden übriggeblieben war. Breit grinsend sah er zu Samuel, der nach vorne starrte. Das grinsen verschwand.

„Lang lebe der neue Kommandant des Greifen Ordens.“

Die Luft waberte wieder und erschrocken stand er auf. Die Gesichter der Templer veränderten sich. Der linke hat sich kaum verändert nur, das der ein Schnurrbart bekomme hatte und das Gesicht etwas länger wurde. Doch der rechte war nicht mehr wiederzuerkennen. Langes fettiges Haar hing ihm bis zu den Schultern runter. Dichter langer Bart wuchs ihm bis zur Brust und ebenfalls hatte der einen Schnurrbart. Beide hatten tiefe Altersfalten und doch, sahen sie Jung aus. Was ihn aber sofort ins Auge stach, war der Glanz in den Augen. Die Augen schienen fast vor Weisheit und Alter zu strahlen.

Kraft, Ausdauer und Selbstsicherheit strahlten sie neben der Weisheit aus und da wurde ihm bewusst, wie mächtig Templer sind. Er war wirklich froh, dass sie zum Orden gehören, obwohl sie die Leibwache des Königs sind, und nicht seine Feinde waren.

Er setzte sich langsam, als der Rechte zu sprechen anfing.

„Mein Name ist Ulgrim und der neben mir ist Mario. Wir sind die Templer mit denen ihr sprechen wolltet.“

Ihm kamen so viele Fragen in den Kopf, das er nicht wusste wo er anfangen sollte, doch er fing mit der einfachsten Frage an.

„Was sind Templer?“

Lange wurde er angeschaut, dann Antworte Ulgrim.

„Wir sind Magier, die Speziell ausgebildet wurden. Unsere Macht kommt davon.“, sein Atem stocke, als er das Brillium Amulett sah.

„Einer Legende nach, weinten die Götter vor Glück, als sie die Welt und das Leben erschufen und die Tränen, sind das Brillium. Das Brillium gibt uns Fähigkeiten und Macht, die abseits von normaler Magie sind und es braucht lange, bis wir es beherrschen.“

„Wie lange?“, er war ganz aufgeregt, als er dies alles hörte.

„Wie die Geschichten es sagen und länger, wenn man nicht ganz helle im Kopf ist.“

„Was für Fähigkeiten? Könnt ihr wirklich länger leben als normal? Wieso Brillium? Was wisst ihr über Tagan?“, er konnte nicht mehr aufhören zu fragen.

„Das dürfen wir nicht sagen. Wir haben es gegenüber dem Ersten versprochen. Aber, Roland Albrecht Estwick. Such nach ihm, den er hat mit mir die Ausbildung zum Templer gemacht.“

Die ganze Aufregung legte sich schlagartig, als er hörte, dass sie das nicht verraten dürften. Doch das Ulgrim einen anderen Templer kannte, war ein Geschenk.

„Samuel…“, er wurde gleich unterbrochen.

„Schon gemacht.“, kalt war die Stimme die er hörte und es tat weh, das zu hören. Doch zumindest hatte Samuel mitgedacht und Roserl Bescheid gegeben. Sie hatten nun einen Namen eines Templers und er hoffte, dass sein Freund den Templer schnell fand.

„Kommandant.“, nun meldete sich Mario.

„Es tut uns Leid, dass wir nicht mehr sagen dürfen. Das einzige was wir ihnen noch verraten dürfen, ist der Aufenthaltsort des Ersten.“, er packte gleich seine Karte aus, die er die ganze Zeit in der Hose hatte. Marion erklärte ihn wo er am Berg Unterjoch suchen musste und wie er zu ihm fand.

Ernüchtert, das es alles war und er nicht mehr Informationen bekommen hatte, war sein nächsten Ziel: Berg Unterjoch.

„Machen sie sich keine Sorgen Kommandant, wir haben die Brillium Amulette in Sicherheit gebracht, niemand außer uns kennt den Aufenthaltsort.“, fassungslos sah er zu Ulgrim, als der das aussprach, denn genau das, wollte er nachfragen.

Die Templer grinsten breit und standen auf. Es klackte laut an der Tür, bevor die Templer in der gleichen Tür verschwanden, wie der König. Nun waren sie alleine in der Taverne und wieder kamen Erinnerungen hoch, wo Samuel auf seinem Schoss saß. Er unterdrückte die Tränen, die kommen wollten. Gedankenverloren stand er auf und ging zu Tüt. Bevor er die Tür erreichte, ging sie auf und Moon kam rein.

„Ich habe alles was du verlangt hast vorbereitet. Vor der Tür ist das Flug Tier und ihr habt für drei Tage Proviant dabei. Auch habe ich mich darum gekümmert, dass ihr eine ordentliche Ausrüstung bekommt, die mit den Reiseutensilien mitverpackt ist. Ich werde mich nun um die Informationsbeschaffung kümmern.“

„Roland Estwick, such nach Roland Albrecht Estwick. Der ist ein Templer und seid vorsichtig, falls ihr ihn findet.“, sagte er noch und gestand sich dabei, das Moon ein Reisegefährte war, auf dem man sich verlassen konnte. Leicht würde er ihn vermissen. „Der Name des Flug Tiers ist Salem, merkt ihn euch, denn nur auf den Namen hört das Tier. Ich wünsche euch viel Erfolg und meldet euch bei mir, falls ihr was herausgefunden habt.“

Leicht verbeugend, verabschiedete sich Moon und Samuel winkte ihm traurig zum Abschied. Zu diesem Zeitpunkt fragte er sich, was Samuel und Moon in der Vergangenheit alles gemacht haben, das sie so eine gute Freundschaft hatten.

Salem war ein prachtvoller Drache. Muskulös waren die Flügel, genauso wie die Beine und der restliche Körper. Lehm rot, mit leicht hellen streifen. Er sah seinen weit entfernten Verwandten in die Augen, der überaus intelligent zurücksah.

Vor mehreren Zehntausend Jahren spalteten sich die Drachen. Der größte Teil blieben Drachen, so wie Salem. Doch der andere Teil, entwickelte sich weiter und wurde so wie er. Bei den meisten Tierarten war das geschehen und die Religion bezeichnet es als „Der Umbruch“.

Ein ordentliches Reitgeschirr und ein Sattel für mindestens drei Personen, waren auf das Tier geschnallt. Es machte ihn nichts aus einen Drachen zu fliegen, obwohl er selbst ein Drache war. Den meisten Anthros, so wurden sie von den Menschen genannt, machte sowas nichts aus, weil sie sich mit ihren Vorfahren nicht mehr verbunden fühlen. Und die, die sich mit denen verbunden fühlen, knüpften die besten Freundschaften und waren die besten Reiter und Reittiere.

Salem war ein prächtiges Männchen im mittleren Alter und er war froh, dass sie einen Drachen bekommen haben. Tödlich kratzten die Klauen auf der Straße und laut, war das zischende Schnaufen zu hören, als er zu Salems Kopf ging und ihm die Hand vorhielt. Die geschlitzten braunen Augen sahen ihn kurz an, bevor sich die Schnauze sachte an seiner Hand entlangrieb. Das kennenlernen war abgeschlossen und er machte nun für Samuel Platz. Das Gesicht war regungslos, als sein Reisegefährte zu Salem ging. Nur an der Schwanzspitze konnte er erkenne, das Samuel nervös war und er verstand ihn. Drachen waren überaus schwer zu zähmen. Regelmäßig starben Personen während der Zeit des Zähmens.

Am Gemüt des Drachens konnte man erkenne, ob das Zähmen mit viel Schmerz verbunden war. Als er das erste Mal davon gehört hatte, wie die meisten Drachen gezähmt werden, war er regelrecht geschockt. Sie wurden gefoltert, man ließ sie hungern und raubte ihnen den Schlaf, bis sie sich fügten. Doch es gab auch gute Personen, die es schafften, dass Drachen auch, ohne die üblichen Methoden, auf sie hörten und sich freiwillig unterwarfen. Für viel Geld werden diese Drachen gehandelt, weil sie so zahm waren.

Salem war keins dieser Tiere.

Verbrennungen, Schnittwunden, furchen und sogar Verstümmelungen, sah er an Salem. Die Schnauze war voller Narben. Ein Zeh an jedem Fuß fehlte und sogar die Schwanzspitze wurde ihm abgeschnitten. Ihm stockte der Atem, als er die unzähligen Narben am Bauch und Unterleib sah.

Auch bei Samuel war die Begrüßung abgeschlossen und langsam Schritt er wieder zu Salems Kopf.

„Es tut mir so leid…“, mitfühlend umarmte er Salems Kopf und streichelte ihm den Kiefer. Tränen kamen ihn, als er sich vorstellte, was sein Verwandter in der Vergangenheit alles durchlebt haben müsste, das der nun so zugerichtet war.

„Ich verspreche dir, dass du bei uns kein Leid erfahren wirst. Salem, wir sind deine Freunde und nun, fliege uns in die Luft und genieße dieses Zeit der Freiheit mit uns.“, dankend wurde er angeschaut und sachte rieb ihm Salem mit der Schnauze an der Brust. Das Geräusch von ziehenden Lederbändern erfüllte die Luft, als sich Salem langsam auf dem Bauch legte. Salem war groß und imposant. Er schätze die Schulterhöhe auf mindestens zwei Meter.

„Du musst dich am Sattel festschnüren, bevor wir wegfliegen.“, sagte er zu Samuel, der ihn traurig und mit leeren Augen ansah. Nachdem er Samuel aufhob und sich selbst auf den Sattel hochzog, schnürte er Samuel und sich an dem Sattel fest. Von hier oben war Salem sogar noch Pächter und schöner. Spitz und lang, war der Rückenkamm und dick, sahen die Schuppen auf dem Rücken aus. Die Fasern der Muskeln konnte er bei den Flügeln sehen, als sich Salem in Bewegung setzte. Wie ein Eisbrecher, ging der Drache durch die Mengen der Stadt. Er ließ Salem machen, da er keine Ahnung hatte, wieviel Platz der zum Abheben brauchte.

Gezielt ging der Drache durch die Gassen, bis sie die Haupthandelsstraße erreichten. Von einer Seite bis zur anderen Seite, erstreckten sich die Flügel und tauchen die Personen die unter den Flügel waren, in Schatten. Salem wartete noch, bis keiner in seiner Nähe mehr war, um dann mit zwei gewaltigen Flügelschlägen abzuheben. Er musste sich am Kamm festhalten und auch Samuel hielt sich an ihm fest, der hinter ihm saß, als Salem steil in die Luft flog.

Der Wind rauschte an ihn vorbei und schnell wurde die Hauptstadt kleiner. In den blauen Himmel stiegen sie, bis sie dann in einen waagrechten Flug übergingen. Mehrere hundert Meter flogen sie über den Boden und ein Teil von ihm, genoss es wieder in der Luft zu sein. Sachte bewegten sich die roten Flügel und kaum war das Schlagen zu hören. Er dankte Salem mit einem kräftigen reiben an der Schulter, das der so ruhig flog.

„Salem, der große Berg vorne rechts ist unser Ziel!“, rief er nach vorne und gleich korrigierte der Drachen den Flug. Vor sich war nun Berg Unterjoch. Klein war der am Horizont zu sehen, doch er wusste, dass der Berg, einer der größten im Lande war. Sie würden Morgenmittags am Berg ankommen, wenn sie heute Nacht rasten würde.

Der Flug war ruhig und im sachten Gleitflug, kamen sie schnell voran. Das Land unter ihnen, zog schnell an ihnen vorbei. Gehöfte, bestellte Felder, Städte und Dörfer, passierte sie und er genoss die grenzenlose Aussicht. Dabei gingen seine Gedanken wieder zu Samuel, der sich an ihn festhielt.

„Ich verzeihe dir…“, gleich wurde er von hinten umarmt und laut, fing Samuel zu weinen an.

Als sie flogen, tat sein Herz weh, doch bei dem Gedanken Samuel zu verzeihen, hörte der Schmerz auf. Da wusste er, dass er ihm verzeihen musste und innerlich auch wollte. Er liebte ihn noch immer und nichts was er versucht hatte, ob Alkohol oder ihn von sich zu stoßen, hatte was bewirkt, um dieses Gefühl zu verändern. Er wollte den anderen Weg gehen, er wollte nicht alleine sein, er wollte… ihn nicht weiter verletzten. Es hat Zeit gebraucht, wie er es sich gesagt hatte, aber die Zeit brauchte er dafür, um sich zu erinnern, wieso er mit Samuel zusammen sein wollte. Denn er wollte jemanden haben, mit dem er gemeinsam in die Zukunft schreiten konnte, mit dem er reden, lachen und glücklich sein konnte. Und Samuel war es wert, sogar mehr als wert. Es war sein Leben wert.

Er hasste sich, was er ihm angetan hatte. Er wollte ihn nicht verletzte, aber Bild vor Wut, passierte es dann. Fast hat er sein Leben und das von Samuel, achtlos aus dem Fenster geworfen. Was würde wohl sein Vater sagen, wenn der erfährt, was er Samuel angetan hatte. Er wollte es nicht wissen, weil es ihm klar war. Wie ein kleines Kind hat er sich verhalten und nicht wie ein Ritter des größten Ordens im Lande.

Wie im Klo fühlt er sich gerade, als er ihm gesagt hatte „Probieren wir es.“

Es war neu, neu ihm zu verzeihen und auch neu, ihm wieder offen zu lieben. Doch diese zwei Hände die ihm um den Bauch umarmten, gehörten Samuel, seine Samuel den er liebte und auch für immer lieben wird.

Er legte eine Hand auf die von Samuel und streichelte sie sanft und er musste breit lächeln, als er ihn schnurren hörte. Samuel machte und sagte sonst nichts, aber er musste noch was sagen.

„Es tut mir schrecklich leid… ich… es ist unverzeihlich… wie… kann ich das wieder gut machen…“, er fing zu weinen an. Er ließ die Wut über sich selbst raus, die Trauer, dass er ihn so verletzt hatte und auch das Glück, das er nun verspürt.

„Ich habe dir gleich verziehen, als du das alles gemacht hattest. Kokuo…“, Samuel vergrub das Gesicht in seinen Rücken und er spürte, wie der bebend weinte und schluchzte.

„Ich liebe dich.“

Samuels Finger gruben sich in seine Brust und es schmerzte schon fast, doch er verstand diese Geste und deswegen, band er sich vom Geschirr vorsichtig los und drehte sich zu Samuel um. Er sah in das verweinte, wunderschöne Gesicht, wo die Federn vom Wind flatternden. Langsam bewegte er seine Schnauze zum Schnabel und strich liebevoll dran, um ihn wie früher, einen Kuss auf die Wange zu geben. Er gab ihn auf die andere Wange ebenfalls einen Kuss, dann einen auf den Schnabel. Während der Zeit, wurde er weinend von den großen und golden Augen, angeschaut. Die Hände auf seinen Rücken vergruben sich noch tiefer und fest, wurde er dann an ihn gedrückt. Fest vergrub er seine Schnauze zwischen den Federn am Hals und küsste ihn wieder.

Er hatte seine Plattenrüstung angezogen und es half etwas. Es half, dass er Kokuo nicht die ganze Zeit ansah, doch gegen das was er fühlte, half es nicht. Seit sie gefrühstückt haben, hatte er die Rüstung an, die imaginäre. Kurz konnte er auch Kokuo vergessen, als er neben Moon auf der Kutsche saß, doch als sie in die Stadt reinfuhren, wollte er sein Gesicht, seinen Schnabel wieder in Kokuo Arm drücken, wie im Bordell.

Als sie losflogen und er ihn berühren durfte, zerriss es ihm fast vor Schmerz, weil er nicht mehr durfte. Ihre Beine berührten sich leicht, während sie flogen und da wollten schon fast wieder die Tränen kommen, weil er sich, durch die Wärme, an das Gehöft erinnerte.

Stundenlang kämpfte er dagegen an und er schaffte es nur knapp, dass seine Tränen nicht wiederkamen. Erhaben saß Kokuo vor ihm und genau das Gegenteil, war er. Zerschlagen, am Auflösen und Verzweifelt fühlt er sich, weil ihn Kokuo nicht mehr liebte.

Doch, als er ihn das sagen hörte, so plötzlich und aus der Luft gegriffen, konnte er es nicht glauben. Er umarmte ihn am Anfang nicht aus Liebe, sondern er wollte feststellen, ob er nicht träumte. Bei dieser Wärme, die er dann fühlte, wusste er, dass es kein Traum sondern Realität war. Deswegen vergruben sich seine Finger in Kokuo, weil er es nie mehr verlieren wollte.

Der Kuss war wie früher. Wie im Klo, als sie zusammengekommen sind. Und so wie früher, fühlte sich das auch an. Voller Liebe und Zuneigung, als ob nie was passiert war und da, wollte er vor glück schreien. Er wollte der Welt verkünden, wie glücklich er nun war, das ihn Kukuo verziehen hatte. Und als er ihm den einen Kuss am Hals gab, flammte er auf. Er drückte Kokuos Kopf von sich und steckte ihm gleich die Zunge rein. Er rieb sich an ihm, streichelte und kratze ihm den Rücken, während sie wild und hemmungslos miteinander schmusten. Er schob ihn fest zu sich, damit sich die Lenden wieder anschmiegten, wie früher. Er stöhnte laut und flüsterte seinen Namen, als sie beide steif wurden. Kokous Beine lagen über seinen und er konnte nicht anders, als ihn nach hinten zudrücken und auf ihm zu liegen. Minuten lang schmusten sie weiter, bis er sich dann einfach vor glück von ihm löste und den Kopf auf Kokuos Brust legte, um den Herzschlag zu lauschen. Fest wurde er am Hals umarmt und er genoss es ins unendliche, wie er wieder geliebt wurde. Wie er ihn wieder lieben durfte.

Doch dann richtete sich Kokuo langsam wieder auf, als Salem langsam runterglitt.

Er schnallte sich an und war gespannt, was Salem vorhatte. In einem wilden Sturzflug, landete Salem und er war deswegen richtig erschrocken.

Er hörte ein Röcheln und einen schmerzerfüllten leisen schrei, bevor es still wurde. Er band sich schnell los und stieg ab, um zu sehen, was das war. Unter der Klaue war ein halb, von der Klaue, ausgeweidetes Reh. Langsam sah er hoch zu Salem und der öffnete das Maul. Geschockt war er von dem, was er sah. Doch so war es eben und das war das schlimmste daran.

Zahnlos, war Salems Maul.

Damit die Drachen nicht einfach davonflogen, zog man ihnen alle Zähne, um sich abzusichern, das sie alleine nicht überlebten.

„Samuel wir schlagen hier unser Lager auf, bereite schon mal alles vor. Ich kümmere mich darum, das Salem was zu essen hat.“, Samuel tat was man ihm befahl und er zückte sein Dolch. In kleinen Streifen schnitt er das Fleisch des Rehs und legte es Salem vor. Mit der rauen Zunge leckte Salem das Fleisch auf, während der halb auf der Seite lag und Samuel alles von ihm runternahm. Fleischlos war das Reh am Ende, als er nun die Leber in Stücke schnitt und Salem zum Essen gab.

Währenddessen brannte schon das Lagerfeuer und erhellte ihn und Salem mit dem Schein. Die Sterne erhellten das Umland und tauchen es in ein schwaches Blau. Eine leichte Spätsommerprise kam auf und verwehte die Hitze des Bodens. Ruhig war es und nur das knistern des Feuers war zu hören, als er Salems Geschirr abnahm und in eine Tasche verstaute. Leise stand Salem auf und ging zum Feuer, um dort in der Nähe sich hinzulegen und einzurollen. Es freute ihn, dass Salem keinen Hunger mehr hatte und wohl auch zufrieden war. Dann sah er es, im flackerten schein des Lagerfeuers.

Er zog sich das Hemd sofort aus.

Während dem Flug, wo sie geschmust haben, überlegte er sich, wie er das mit Kokuo anstellen soll und schnell, kam er dann zu einem Entschluss.

Nachdem das Lager aufgeschlagen war, breitete er eine Decke in der Nähe des Feuers aus und legte sich auf dem Bauch. Nackt und mit gespreizten Beinen, wartete er nun auf ihn. Mehrere Minuten musste er warten, bis sich endlich Kokuo umgedrehte hatte und ihn so sah. Völlig nervös war er dann, als sich Kokuo das Hemd auszog. Und, er hatte sich geirrt. Seine Augen funkelten und sogen alles ein, als er Kokuo nackt sah. Rot und prächtig war das Glied, das aus der Hauttasche rausragte. Rund war die wunderschöne Eichel und ebenfalls rot, waren auch die zwei Hoden. Kokuos Blut musste ihn wohl so verfärbt haben und er fand es wundervoll, als der zu ihm kam.

Er fing schwer zu atmen an und schloss die Augen, bevor er sah, wie sich Kokuo zu ihm legte. Leicht fing sein Körper vor Nervosität zu zittern an, um dann schnurrend weiter die Beine zu spreizen, damit die Hand, die nun auf seinem Rücken runterstrich, alles an ihm erkunden und berühren konnte. An der Seite und über seinem Po strich die Hand, als sie dann zwischen seinen Beinen verschwand.

Es war ein bezaubernder Anblick und sofort kam die Lust auf, als er Samuels Hoden zwischen den gespreizten Beinen sah. Sie luden ihn förmlich ein, massiert, geleckt und liebkost zu werden. Sachte strich er an ihm runter und er hat es vermisst. Er hatte es vermisst, einen Männlichen Gefährten zu haben. Denn er liebte das Gefühl, wenn er die Hoden seines Liebsten in der Hand hatte und er liebte es, wie sie immer stöhnten, wenn er sie leicht mit der Hand und dem Daumen streichelte und massierten.

Und er liebte es, wie es nun Samuel machte. Er fand es so Lustvoll, dass Samuel die Beine für ihn gespreizt hatte, damit er das machen durfte, das seine Hand wieder rauffuhr und zwischen den Po Backen verschwand. Sie waren allein. Keiner, bis auf Salem, war in der Nähe und das nutzte Samuel völlig aus.

Hemmungslos stöhnte sein Liebster, während er ihm die Rosette streichelte. Einige Minuten macht er das mit ihm und da kam ihn ein Gedanke. Es war beschlossen. Heute Nacht, würde er nur für ihn da sein.

„Samuel…“, haucht er ihm ins Ohr und sein Liebster schaut zu ihm rauf. Er sah an sich runter, genauso wie Samuel. Doch zögernd und vor Scham, sah ihn dann Samuel in die Augen, also entschloss er sich, was dagegen zu unternehmen. Sachte drehte er ihn auf die Seite und sah dann zum ersten Mal dessen Glied. Rot und mit winzig kleinen Widerhaken bestückt, war die vollgepumpte und spitze Eichel. Handlang und blutrot ragte der Schaft aus der Felltasche und wunderschön, schmiegte sich die zwei Hoden an ihn ran, die er vorher in der Hand hielt.

Gefühlvoll umschloss er mit der Hand Samuels Glied und fuhr einmal rauf. Wild zuckte die Hüfte, als er über die leichten Widerhaken fuhr und laut stöhnte der dann, als er wieder runterfuhr.

„Nun du.“, flüsterte er ihm zu, als das stöhnen verschwunden war. Flach atmend, hob Samuel zitternd die Hand und legte sie leicht auf sein Glied. Wie er dieses Gefühl vermisst hatte, als sich die Hand um sein Glied schloss und über seine Eichel fuhr. Er ließ sich komplett gehen und schnaufte ununterbrochen laut, während Samuel immer wieder über seine Eichel strich, die schon die Vorfreude abgab.

Doch er merkte, wie verklemmt Samuel war. Das schnelle und flache atmen, das Zittern am Körper und so, konnte der es nicht genießen. Ohne Zwang wollte er es machen, also entschloss er sich, dass sie es langsam angehen sollten und er würde jederzeit für ihn bereit sein, falls Samuel soweit war.

Mit einem Arm umarmte er ihn am Hals und zog ihn mit sich, als er sich auf dem Rücken drehte. Der Schnabel und die Schnauze verschmolzen miteinander und liebevoll, schmusten sie dann. Seine andere Hand strich ihm den Rücken runter bis zum Bein, um das Bein dann auf ihn zu ziehen. Samuel wollte schon sein Glied loslassen, um ihn zu umarmen, doch mit einem schnaufen ließ er ihm wissen, dass der einfach weitermachen soll.

Samuel kostet es völlig aus und immer fester wurde er im Schritt massiert und gestreichelt. Langsam löste er die Umarmung am Hals und kraulte ihm den Rücken, nachdem er bemerkte, wie sich die Nervosität legte. Mittlerweile war sein Glied schon feucht von der Vorfreude und immer flüssiger, strich ihn Samuel über die Eichel. Als sich in seinen Lenden, langsam der druck aufbaute, löste er sich vom Schmusen und stöhnte laut „Samueeell!“, um ihn wissen zu lassen, das er fast nicht mehr konnte.

Er war nervös, als er das hörte. Kokuos Glied zog ihn magisch an und für immer, würde er es in der Hand halten und damit spielen wollen. Über ihn herfallen und die ganze Nacht rannehmen wollen, würde er ihn am liebsten, doch er wusste nicht, ob er das dürfte. Doch, als er merkte, das Kokuos Becken langsam in seine Hand stieß, gewann völlig die Lust. Schnell robbte er runter, um dann in letzter Sekunde dessen Glied in den Schnabel zu nehmen. Vor glück wollte er schreien, als sich Kokuo in seinen Schnabel ergoss. Schubweise, bekam er den heißen Drachensamen und genüsslich, schmeckte er ihn und ließ es langsam seinem Hals runterrinnen. Er nahm das ganze Glied in den Mund, damit die Eichel direkt in seinen Rachen den Samen schießen konnte. Mit der Zunge melkte er ihn und mit dem Gaumen streichelte er die Eichel, während er immer mehr Samen zum Schlucken bekam.

Kokuos Höhepunkt kam ihn wie eine Ewigkeit vor und als der Strom nach einigen Sekunden noch immer nicht versiegt war, kam ihn dann die Erkenntnis, dass sich sein Liebster schon lange nicht mehr selbst befriedigt hatte und das, fand er ziemlich heiß. Doch leider versiegte langsam der Strom und der heiße Drachensamen, kam nur noch tröpfchenweise aus der Eichel rausgedrückt, während das Zittern an der Hüfte, langsam nachließ. Dankend für das Geschenk, streichelte er mit der Zunge kurz die Eichel, während er das Glied langsam aus dem Schnabel gleiten ließ.

Er sah sich das Glied genauestens an und prägte sich alles ein, wo er ihm zeitgleich mit den Fingern, leicht die Hoden streichelte. Der Schwung, die leichten Rillen unter der Eichel, die er vorher nicht gesehen hatte und einfach, wie sein Liebster im Schritt aussah. Noch während er ihn so betrachtete, bewegte sich Kokuo und drehte sich langsam auf dem Bauch.

Die Nervosität kam zurück, als Kokuo die Hüfte hob und mit beiden Händen die Po Backen auseinanderdrückte und somit ihn, sich anbot. Sein Körper reagierte automatisch darauf und ließ ein Rinnsal aus Vorfreude aus seinem Glied fließen. Doch die Lust verdränge die Nervosität, nachdem er sah, wie Kokuo die Augen geschlossen hatte und zu schnaufen begann. Einige Glücklaute verließen seine Kehle beim Aufrichten und als er die zuckende und tiefblaue Rosette sah, diktierten ihn die Instinkte, was er nun zu machen hatte.

Leicht in der Hocke, positionierte er sich hinter ihm und stützte sich mit den Armen an dessen Hüfte ab. Sein Glied pochte vor Lust und große Tropfen Vorfreude, fielen stumm auf die Decke. Laut fing er zu schnurren an, als seine Eichel die heiße Rosette berührte und sie mit der Vorfreude, befeuchtete. Er musste seine Augen schließen, weil es sich so schön anfühlte, wie er dann langsam und mit sachten druck in Kokuo eindrang. Kokuo schnaufte tief und fing leicht zu grollen an, als seine Eichel von der Rosette umschlossen war. Heiß wurde er empfangen, während der Muskel fest an seinem Glied entlangglitt und er immer tiefer in seinen Liebsten eindrang.

Es war unbeschreiblich, wie sich Samuels Glied in ihm anfühlte. Er musste seine Hände von seinen Po Backen nehmen, weil er sich in die Decke krallen musste. Die Eichel mit den Widerhaken stimulierte ihn in den Himmel und er bereute es, dass er erst jetzt diese Erfahrung machte. Weit riss er seine Schnauze auf, um ein langes stöhnen rauszulassen, weil Samuel an etwas in ihm entlangglitt, das ihn fast wieder zum Höhepunkt brachte. Das Glied drückt die Vorfreude aus ihm raus und dicke Tropfen bildeten sich auf seine Eichel, bevor sie dann runterfielen. Es brachte ihn um den Verstand, wortwörtlich. Ohne Sinn für Zeit und komplett fokussiert auf das, wie Samuel in ihn eindrang, wand er sich auf der Decke und konnte nicht mehr aufhören, zu stöhnen. Es tat weh, wie sein Muskel gedehnt wurde, aber was er dafür bekam, überbot einfach alles.

Als sich Samuel Schenkel und Hoden an ihn anschmiegten, konnte er sich nicht mehr zurückhalten.

„Mach schon! Nimm mich!“

Er riss seine Schnauze auf, als sich Samuel schnurrend wieder zurückbewegte. Die Widerhaken strichen fest und schmerzvoll an sein inneres entlang und das versetzte ihn in einen Lustrausch. Samuel diktierte das Tempo und die Widerhaken streichelten ihn beim Eindringen und kraulten ihn beim rausfahren.

Samuel erhörte langsam das Tempo und immer fordernder und tiefer drückend, wurde er rangenommen. Seinen Rücken drückte er durch und er schrie vor Lust, als sich Samuel in seine Backen festkrallte und ihn richtig rannahm. Er wusste nicht mehr wo er war, doch er wollte noch mehr spüren und fühlen. Feuchtwarm wurde seine Rosette, während er nun von seinem Liebsten hart rangenommen wurde und das war genau das, was er nun brauchte.

Schwer schnaufend machte dann Samuel eine kurze Pause und steckte dabei komplett in ihm, während er schon fast zu wimmern anfing, weil der eine Pause machte. Als hätte Samuel seine Gedanken gelesen, fing der nach wenigen Minuten wieder an, doch diesmal, fest und schnell.

Er konnte nicht mehr und deswegen ließ er sich komplett gehen. Unbeschreiblich schön wurde er rangenommen. Samuels Hüfte klatschte gegen seine Po Backen, lautes stöhnen und schnaufen verließen ihre Kehlen und er zerfloss unter dieser Behandlung. Er wusste, dass es irgendwann zu Ende war, aber er wollte es nicht wahrhaben. Doch als Samuels schnaufen lauter und die Stöße tiefer wurden, war er sich sicher, dass Samuel gleich zum Höhepunkt kam. Unter einem lauten Stöhnen, drückte sein Liebster ein letzte Mal das Glied so tief, wie nur möglich, in ihn rein und verschoss den Samen.

Er spürte jeden Schub, jeden heißen Tropfen, den Samuel ihn gab. Ein Druck baute sich deswegen auf und er fand es regelreicht geil, weil er nun Samuels Samen in sich hatte. Dieser Druck, brachte ihn fast selbst wieder zum Höhepunkt und deswegen, stöhnte er genauso laut, wie Samuel. Mitten im stöhnten, hörte er dann von ihm „Kokuo“ schreien, bevor der dann erschöpft und langsam vom Höhepunkt runterkommend, sich auf sein Rücken niederließ.

Samuel war so glücklich, wie noch nie zuvor in seinen Leben. Endlich konnte er das machen, was er sich immer erträumt hatte. Er dankte ihm, dass er mit ihm schlafen konnte, indem er ihm den Nacken leckte. Und er war ihm noch dankbarer, als sich Kokuo mit ihm auf die Seite legte und ihm den Schenkel streichelte. Sie beide atmeten schwer und waren Glücklich. Langsam zog er dann, nachdem sie zu Atem gekommen waren, sein Glied aus Kokuo raus. Noch immer pochte sein Glied, während es zwischen den Po Backen war und er konnte nicht anders, als ihn von hinten zu umarmen und ihn auf die Schulter zu küssen.

Eine Müdigkeit überkam ihn schnell, aber er wollte nicht so einschlafen, deswegen stand er langsam auf und legte sich vor Kokuo ihn. Er wurde gleich umarmt und an ihn gepresst. Ihre Beine verschmolzen miteinander, die Lenden drückten sich gegeneinander und Brust an Brust und von Kokuo umarmt, übermannte ihn die Müdigkeit und er schlief in dessen Armen ein.

Seine Liebe zu ihm wurde noch tiefer und fester, als er ihm, in seinen Armen, beim Schlafen zusah. Sachte, um ihn nicht zu wecken, strich er ihm am Rücken bis zu den Beinen. Er konnte nicht genug von ihm bekommen und für immer, würde er ihn so an seiner Seite haben wollen. Es verzerrt seine Seele, wenn er an Morgen dachte, wo sie dann aufbrechen müssen. Viel zu schnell war es für ihn vorbei gewesen, aber es war wunderschön. Mit einer Hand auf Samuels Po Backe, machte er dann auch seine Augen zu und mit einem Lächeln, schlief er dann ein.