Der Erste (Teil 3)
Ich muss sage, dass das schreiben dieser Story richtig Spaß gemacht hatte. Die Geschichte ist anders, als ich sie im Kopf hatte, aber ist grundsätzlich so geworden, was ich haben wollte. Ich möchte mich auch hiermit bei meinen Freunden bedanken, die mir die nötige Unterstützung gegeben haben. Ich werde jetzt keine Namen nennen, denn die, die das lesen, werden es dann wissen :)
Natürlich würde ich mich über jedes Feedback freuen (besonders bei Positive) Also hinterlasst ein Kommentar oder eine Bewertung. Denn nur so kann ich mich auch weiterentwickeln.
Bis zur nächsten Story o/
SaphiDragoness auf Fa hat dieses Bild gemacht. Es ist nicht mein Eigentum. So, wie bei jedem Teil, gebe ich auch hier eine schöne Zeichnung als Opener.
„RAAAAAAAAAAAAAAAARRRRW…!“, war das Erste was er von sich gab. Gleich nachdem Schrei faltete er seine blauen Flügel zusammen und rannte zu seinem Freund, zu seinem Partner. Ihm wurde schlecht, als er die Glieder sah, die einfach nur komisch verbogen waren. Ihm kamen die Tränen, als ihm klar wurde, dass sein Partner nie mehr fliegen würde, nicht mit solchen schweren Brüchen in den Flügeln, wo sogar einige Knochen raussahen. Weit war das Maul aufgerissen und man konnte sofort sehen, dass der Kiefer mehrfach gebrochen war. Und zu dem allen, rann ein kleines Rinnsal Blut aus den Nasenlöchern.
„Was… soll ich machen?“, dachte Safur schwer grübelnd nach. Vor lauter Verzweiflung und völlig von der Situation überfordert, umkreiste er seinen goldenen Liebling. Ununterbrochen kullerten Tränen über seine Wange und weil ihm nichts Besseres einfiel, machte er das, was er eben kannte.
Er stupste ihn mit der Nase an, versuchte ihn mit den Vorderklauen zu wecken, doch er stellte gleich den versuch ein, weil, als er ihm an der Brust leicht schüttelte, kam von seinem Freund als Antwort gleich ein blutiges Husten.
Langsam kam ihm die Erkenntnis, doch er wollte es einfach nicht wahrhaben. Er wollte nicht wahrhaben, dass sein Partner zu Tode verurteilt war. Doch trotz all seiner Versuche, wachte sein Partner nicht auf. Sein Instinkt sagte ihm, dass alle Hoffnung verloren war.
Seine Gedanken kamen nach einigen Sekunden zu ruhe, als es ihm dämmerte, das er in paar Minuten, Stunden, Tagen, alleine sein wird. Regungslos stand er da und sah runter zu seinem tödlich verletzten Geliebten. Noch vor einigen Minuten hatten sie die schönste Zeit ihres Lebens und nun, nun war alles vorbei.
Hasserfüllt und voller Zorn schaute er den Schwarzen Stein an, der im Bauch seines Liebsten steckte. Er hätte alles getan, um seinen Partner wieder auf die Beine zu bringen, aber dieser Stein besiegelte das Schicksal seines Freundes. Doch sein Zorn ebbte sofort ab, als er in das Gesicht seines Liebsten blickte. Vorsichtig leckte er ihm über die Wange und legte sich zu ihm. Behutsam berührte er mit der Wange die Stirn seines Liebsten und als er die Wärme spürte, konnte er die Tränen nicht mehr im Zaun halten. Verzweifelte und traurige Laute verließen seine Kehle, während er nur warten konnte, bis sein Freund von ihm ging.
Freudige Erinnerungen blitzen auf, wie sie im Wald fangen spielten, wie sie im Fluss Fische fangen waren, wie sie gemeinsam Nachmittagsschläfchen machten. Dann kam die letzte Erinnerung und er verfluchte sich selbst, das er es gestattet hatte, das sein Geliebter mit auf die Jagt kam. Hätte er ihn nur da gelassen… er hätte das Recht auf seiner Seite gehabt, weil sein geliebter am Bein verletzte war.
Ein paar Fische hätte er schnell für sie zwei besorgen können…
Wäre er nur nicht so grob zu ihm gewesen…
„Das ist alles meine Schuld…“, dieser Gedanke klebte in seinen Kopf fest. Immer und immer wieder dachte er sich das. Hätte er nur nicht seine Gier freien Lauf gelassen, bevor sie abhoben.
„Hätte ich nur…“
Safur konnte diesen Gedanken nicht zu Ende denken, weil ihm plötzlich eine unendlich starke Müdigkeit überkam. Das letzte was er sah, bevor seine Augen zufielen war, wie sein Geliebter in einer Blutlache lag und der Himmel dieselbe Farbe wie das Blut hatte.
„Das war lecker“, dachte sich Safur, als er sich auf den Rücken rollte und entspannte. Zu gut hat das Reh geschmeckt und das gleiche dachte sich wohl auch sein geliebter, der ebenfalls auf dem Rücken lag und das Blut mit der Zunge am Maul, genüsslich wegleckte. Eine Sanfte Brise kam auf und ließ das Gras leise tanzen. Die Schatten der Zweige tänzelten über seinen blauen Wasserdrachenkörper.
Genau in diesem Moment fand er es am Leben zu sein, einfach toll.
Das Glück war ihm wahrlich hold. So jung zu sein und einen Partner fürs Leben gefunden zu haben, war das größte Glück was einem Drachen wiederfahren konnte. Als er größer wurde hatte er fürchterliche Angst bekommen, weil ihm Weibchen nicht Interessierten und solche Drachen, waren ihr ganzes Leben alleine. Und es gab keine Ausnahme. Jeder Drachen ohne Weibchen an der Seite, war alleine, immer. Jeder Besucher, jeder Drache den er alleine gesehen hatte, machte ihm fürchterliche Angst.
Denn diese Drachen standen für seine Angst, nämlich allein zu sein.
Doch seine Angst wird nie mehr die Oberhand erhalten, denn er hatte seinen Partner und der war sogar golden, was er extrem anziehend fand. Dann noch der reine männliche Drachengeruch, den sein Partner hatte, berauschte ihn jede Sekunde. Doch was er niemals mehr missen wollen würde, sind die goldgelben Augen und die muskulösen Beine und natürlich das, was zwischen den Beinen war. Allein der Gedanke, dass das, was zwischen den wundervollen Beinen war, nun ihm gehörte, ließ sein Herz schneller schlagen.
Impulsiv drehte er sich auf die Seite, damit er seinen goldenen Liebling betrachten konnte. Dieser lag mit geschlossenen Augen noch immer auf den Rücken und Atmete entspannt ein und aus. Zuerst beobachtete er den Brustkorb, der sich langsam hob uns sank. Dann wanderte sein Blick weiter den Körper runter, bis er zwischen den Beinen angelangt war. Die Hinterbeine leicht angewinkelt, hingen sie seitlich weg und präsentierten das, was seine Gier stillen konnte, die nun von Sekunde zu Sekunde immer größer wurde.
Eine Hitze kam seinen Hals hoch und langsam übernahmen seine Instinkte die Oberhand. Schon beim Aufstehen glitt sein Glied aus den männlichen Intimlippen und hing in voller Pracht gen Boden. Bei jedem Schritt, den er zu seinen Liebsten tat, pumpte sein Körper immer mehr Blut in seinen Schritt und nach wenigen Schritten und Sekunden, wurde sein Glied wippend vollgepumpt.
Als er vor seinem Geliebten stand, beobachtete er mit einen freundlichen Murren, wie dessen Glied langsam aus den Lippen zwischen den Beinen herauskam. Zuerst die hellrosarote Eichel, die spitz zuläuft, um gleich darauf den Schaft Platz zu machen. Es dauerte nur wenige Sekunden, bis das Glied halbsteif auf dem Bauch lag. Schnell erklärte es sich, wieso sein Geliebter so reagierte. Schwer und tief Atmete der nämlich durch die Nüstern und da fiel ihm dann ein, dass sein Geliebter wohl gerochen hatte, wie Gierig er gerade war.
Und das passte ihm gerade sehr gut.
Genüsslich legte er seine linke Klaue auf den Hals seines Liebsten, der sogleich zu murre und leicht zu hecheln anfing. Breit fing Safur zu Grinsen an, als alleine diese Berührung reichte, dass das Glied seines Geliebten pochend vom Bauch abhob und wie sich der Knoten an der Gliedwurzel bildete. Der Geruch seines Geliebten überflutete nun seinen Geruchsinn und am liebsten hätte er ihn mit Haut und Schuppe verschlungen und das genauso, wie der dalag.
Aber Safur war das Männchen, der Alpha von ihnen beiden und er wollte es nun auskosten. Leise legte er sich wieder hin und zog die Klaue davon, die vorher am Hals seines Liebsten war. Schwer Atmend vor Lust, senkte er seinen Kopf und biss dort leicht zu, wo vorhin die Klaue war. Die Vor und Hinterbeine seines Liebsten zuckten schwer in der Luft und leise war ein demütiges zischen zu hören, das sein Geliebter lüstern von sich gab.
Safur brannte schon fast innerlich, als sich ihm sein Geliebter darbot. Denn der spreizte nur noch mehr die Beine und bot ihm alles an. Wegen dem was er roch, was er sah und was er schmeckte, als er das Stück Hals abschleckte das er im Maul hatte, machte ihn halbwahnsinnig. Gierig knabberte er nun am Hals und wanderte schnell runter. Bei der Brust angekommen hörte er mit den knabbern auf und fing stattdessen zu lecken an. Mit der Zunge leckend kam er dem immer näher, worauf all seine Sinne zielten.
Doch, kurz bevor er das dunkelroten Glied erreichte, passte was nicht und das irritierte ihn gewaltig. Der Körper seines Geliebten wurde immer kälter, bis es so kalt wurde, dass er sogar seine Zunge zurückziehen musste. Verwundert hob er den Kopf und sah rauf. Mit einem lauten Schrei stand er auf und war kurz davor den Verstand zu verlieren, als statt des normalen Kopfes seines Geliebten, ein Skelett Kopf zu sehen war.
Nur Momente später konnte er zusehen, wie der restliche Körper dünner wurde, wie sich die Haut spannte und dann riss. Das einzige was übrig war, waren die Knochen seines Geliebten, den er verloren hatte.
„ROOOOOOOOOAAAAAAAAARW“, schrie er von sich und öffnete die Augen. Kurz flammte die Hoffnung auf, das alles ein Traum war, das alles schlechte nur ein Produkt seiner Phantasie war und das die Welt noch so wie sie vor ein paar Stunden noch war, sich nicht verändert hatte.
Doch die Hoffnung schwand sofort, als ihm klar wurde, dass er nicht auf einem kalten Stein eingeschlafen war. Träge und unendlich müde erhob sich Safur und stellte sich dem, worauf man sich nicht vorbereiten konnte. Seine ganze linke Seite war Blutbenetzt. Kaltem Blut. Der Himmel war nun dunkelrot, als er sich in Höhe der Brust zu seinen Geliebten setzte. Vorsichtig legte er eine Klaue auf die Brust seines Partners und als er die Eiseskälte spürte, verfiel er dem Wahnsinn.
Er schrie, tobte sich an der Wildnis aus, verletzte sich selbst mit den Krallen und das alles stundenlang, bis es tiefe Nacht wurde. Erschöpft und in unendlicher Trauer ertrunken, ging er humpelnd wieder zurück zu seinen geliebten und setzte sich dorthin, wo er vorher saß.
Tränen der Angst, des Alleinseins und des Verlustes, fielen zahllos auf den leblosen Körper unter ihm. Sein Maul offen, schrie er beim jeden ausatmen. Seine Gedanken waren in der Vergangenheit, wo sie glückliche Zeiten hatten. Wo sie einfach glücklich waren.
Safur nahm nicht mal mehr wahr, wie die Tage verflogen. Er wusste das er einen riesigen Durst und Hunger hatte, aber er war noch immer gelähmt durch den Verlust und er wollte einfach nicht in einer Welt Leben, wo er alleine war, wo er sich gerade seine Gefühle eingestanden hatte und zeitgleich seinen Partner fand.
Es war einfach zu viel für ihn.
Er wusste nicht, wieviel Tage er nun so dasaß, doch langsam überkam ihn selbst eine kälte, die so tief ging, das er schon wusste, dass er gleich bei seinen Geliebten sein wird. Unendlich müde, ausgehungert und am Verdursten, fielen ihm langsam die Augenlieder zu und er wusste, dass er sie nie mehr wieder aufbekommen würde. In all der Zeit, war sein Verstand in der Vergangenheit und erfreute sich an den schönen Erinnerungen, doch auch sein Verstand kam in die Gegenwart zurück, als seine letzte Stunde geschlagen hatte.
Nur einmal wollte er es machen, weil er bis jetzt noch keine Möglichkeit gehabt hatte. Mit seiner letzten Kraft, legte er sich zu seinen Geliebten hin und umarmte ihn mit all seinen Gliedmaßen. Ein Weinkrampf überkam ihn, weil er es noch immer nicht fassen konnte, dass sein Geliebter gestorben war und das dann, als er schlief.
Er hasste sich dafür.
Bei seinem letzten Atemzug, schrie er seinen Hass gegenüber der Welt hinaus und zeitgleich verschwamm sein Blick.
„Oh Ihr Götter, was haben wir nur angestellt…“, hörte Safur plötzlich in der unendlich tiefen Dunkelheit.
„Komm zurück mein Kind!“
Eine Flamme war plötzlich weitentfernt in der Dunkelheit auszumachen.
„Komm zurück mein liebes Kind!“
Gefühl und willenlos kam er dem Feuer immer näher und es dauerte ein Leben lang, um dort anzukommen. Als Safur den Flammen nahe war, konnte er in den Flammen was ausmachen, doch das was er sah, konnte er überhaupt nicht zuordnen. Wie länger er in die Flammen starrte, desto größer wurden die Flammen, bis es sein ganzes Sichtfeld einnahm, dann kam erneut die Dunkelheit.
Schmerzhaft, anstrengend, und des Lebens müde, nahm er einen tiefen Atemzug.
„Bei den… du bist zurück…“, er nahm ein Schimmer wahr und öffnete gleich die Augen. Laut fauchend schloss er gleich wieder seine Augenlieder und fing gleich zu schreien an, weil er glaubte das seine Augen brannten.
„Oh nein…“, eine wärme legte sich auf seinen Augen, die sofort die Schmerzen tilgte und eine angenehme Wärme hinterließ, als sie wieder verschwand.
„Mach nicht wieder die Augen auf mein Liebster, ich… wir… lieben auch alle und… wir wollten das alles… nicht…“
Safur wollte ohnehin nicht die Augen aufmachen. Denn er wollte nicht die Welt sehen, wo er alleine war. Aber zugleich kam ihn ein Gedanke auf und alles drehte sich gerade darum, nämlich „Wieso?“
„Weil… Weil ich deine Trauer spürte, deinen Verlust…“
Dieser Satz wallte alles wieder hoch und sofort bekam er wieder ein Weinkrampf, den er unmöglich zurückhalten konnte. Wie ein Jungtier das gerade geschlüpft war, fühlte er sich gerade. Unfähig seine Gefühle zurück zu halten, unfähig alleine zu leben.
Dann fühlte er die Wärme seiner Mutter um sich, eine Wärme die er nur allzu gut kannte. Die Wärme bestand aus purer Liebe. Die Wärme die vorhin seine Augen berührt hatte, hob seinen Kopf und bettete ihn auf dieser liebenden Wärme.
Die Wärme tröstete ihn, aber zugleich fiel ihm ein, dass er nicht wusste wie es seiner Familie ging. Wie es seiner Mutter und seinen Vater wohl ging, ob sie auch… gestorben sind, oder ob sie auf der Suche nach ihm sind.
Er war nun schon wieder so aufgewühlt, so verzweifelt und fühlte sich in dem Moment so alleine, wie bei seinem letzten Atemzug.
„Sorg dich nicht mein Kind. Schlaf jetzt etwas und mögen die schlechten und bösen Träume, dich nicht belästigen.“
Gerade als er das hörte, überkam ihm eine Müdigkeit, die er zu kennen glaubte. „Schlaf mein geliebter Safur.“
„Melon, du hast mir wahrlich eine schwere Aufgabe aufgetragen. Ich weiß nicht ob… Er ist… gebrochen. Safur möchte nicht mehr leben…“
„Ich weiß… Er ist…“
„Sag nichts… als Dank werde ich alles machen, um was du mich bittest. Das bin ich, das sind wir dir schuldig.“
„… D-Danke.“
„Danke mir nicht zu voreilig, es wird alles verändern, mehr als sich jetzt schon verändert hat… vielleicht wirst du mich sogar dafür hassen, denn ab einer gewissen Grenze kann ich nicht mehr wirklich steuern, sondern nur noch die gewisse Richtung weisen.“
„Aber…?“
„Keine Sorge, es wird so sein wie abgemacht war.“
„Athesii… Ich hoffe das es gelingt…“
„Keine Sorge mein Kind, leg dich nun hin und erhebe dich dann später.“
„Warte einen Moment… Ich möchte das seine… seine…“
„Ich versteh schon, keine Sorge. Leg dich nun hin, ich erwarte dich dann.“
Es war ein schöner und angenehmer Traum, den Safur hatte, genauso wie es die Stimme versprochen hatte. Doch ohne es zu wollen, wachte er mit Tränen in den Augen auf. Noch bevor er die Augen öffnete, überkam ihn ein Weinkrampf.
„Hör auf zu Weinen mein Kind, du hast überhaupt kein Grund dafür…“
Entschlossen stand er auf und wollte das Wesen anschreien, töten, dass dies behauptet hatte. Aber gerade als er die Augen aufmachte, fiel ihm nicht mehr ein, wieso er einen Weinkrampf bekommen hatte und wieso er dieses Wesen töten wollte.
„Hallo.“
Leicht verwirrt, weil er nichts sah, schaute er rauf zur Decke. Höhlendecke und Wände.
„Hier unten.“
Überrascht hüpfte er mit einem Satz nach hinten und fletsche die Zähne, weil er die Kreatur nicht kannte, die vor ihm auf dem Boden saß.
„HOHOHO, ganz ruhig. Ich tu dir nichts Böses. Ich habe euch sogar gerettet.“
Als es das „euch“ sagte, suchten seine Augen nach seinen Geliebten, der nirgends zu finden war. Besorgt und mit flatternden Herzen, spürte und wusste er, dass von dieser Kreatur nichts Böses kommen würde.
„Ich bin… ein Freund. Eine starke Sturmböe hatte euch beide in der Luft erwischt und ich habe euch geborgen, als ihr dann aufgeschlagen seid. Es war ziemlich anstrengend zwei bewusstlose junge Drachen in diese Höhlen zu ziehen, glaub mir das.“
Safur war verwirrt. Wie konnte er das verstehen, was es sagte. Er verstand auch nicht, was es mit dem Maul machte, das er es verstand. So schwer wie jetzt, hat sein Gehirn noch nicht gearbeitet. All die Informationen die er erhalten hatte, musste er erst verarbeiten und irgendwie zuordnen. Dieses nackte, schuppenlose Wesen, das vor ihm auf dem Boden saß, war für ihn einfach ein Mysterium.
Groß waren die grünen Augen und wild war das rote Fell, was dieses Wesen auf den Kopf hatte. Wenn dieses Wesen stehen würde, dann könnten sie sich in die Augen schauen, da war er sich sicher. Und er war sich sicher, dass es weiblich war. Denn es roch einfach weiblich aus ihrer Richtung und er hatte den Geruch von frischer Wiese und wilden Blumen in den Nüstern.
„Safur…“
„Woher kennt sie mich?“
„… wollen wir nicht langsam zu deinen Geliebten gehen?“
„Woher kennt sie meinen Partner?“
„Er ist noch nicht aufgewacht und wir brauchen deine Hilfe, damit er aufwacht.“
„Was stimmt mit ihm nicht?! Woher weißt du das alles?“
„Und wenn wir ihn erweckt haben, beantworte ich alle Fragen die du und er haben, ok?“
„Ok, das wird aber dauern alles zu beantworten. Und ich hoffe, dass du nicht lügst.“
Es bezauberte ihn. Das Lächeln das Sie von sich gab, war wie die aufgehende Sonne. So ehrlich und freudig war es, dass er auch lächeln musste. Und erst jetzt bemerkte er, dass er noch immer in einer defensiven Stellung war. Langsam entspannte er sich und fühlte gleich darauf, wie erschöpft und absolut ausgelaugt er war. Ihm wurde plötzlich schwindelig und alle Kraft schwand darauf. Todmüde konnten seine Glieder nicht mehr das Gewicht seines Körpers tragen. Zittrig versuchte er den Zusammenbruch irgendwie zu kontrollieren, doch es war mehr schlecht als recht, als er zusammenbrach.
„Du musst was trinken und essen und wenn du willst, dann schlaf auch etwas… mein lieber Junge… es ist… bitte, iss und trink was…“
Er hörte wie besorgt sie war, das Wesen das er nicht kannte und doch klang es so ehrlich. Aber seine Gedanken waren bei seinem Partner, den er jetzt so sehr sehen wollte.
„Schau, wie schneller du gegessen und getrunken hast, desto schneller bist du bei ihm. Abgemacht?“
Das klang für ihn logisch und eine andere Wahl hatte er sowieso nicht, da er nicht mal mehr die Kraft besaß, den Kopf zu heben.
„Rawr.“
„Gut.“, sagte sie gleich und stand dann auf. Jetzt war er sich sicher, dass es ein Weibchen war. Denn gleich als sie aufstand, sah er den Schlitz zwischen den nackten Beinen und von dort stammte auch der Duft, den sie von sich gab.
Als sie dann zu ihm ging, machte sie überhaupt kein Geräusch. Kein kratzen von Steinen, kein stampfen, sie war völlig geräuschlos bei ihm angekommen. Er kannte kein Wesen, das bei dem Schritttempo keine Geräusche verursachte und da kam ihn dann die eigentliche Frage auf, dass irgendwie immer in seinem Kopf herumschwirrte, er aber nie wirklich, bis jetzt, zu fragen traute.
„Was bist du?
Da er keine Geräusche machen konnte wie Sie, hoffte er zumindest, dass Sie die Frage beantworten würde, so wie die vorherigen. Doch, wie er eigentlich erwartet hatte, beantwortete Sie nicht die Frage, sondern grinste einfach breit und kniete sich wieder hin, damit Sie vorsichtig die Holzschüssel in die Hände nehmen konnte, die knapp neben ihm war.
„Trink.“, sagte sie und hielt ihm dann die Holzschüssel vor, wo klares Wasser zu sehen war. Er wusste das Sie gefahrlos war und dennoch, versank er seine lange blaue Zunge zuerst in die Schüssel, um zu prüfen, ob es wirklich nur Wasser war. Als er nichts außer nur Wasser schmeckte, konnte er sich nicht mehr zurückhalten. So ausgetrocknet wie jetzt, war er bisher noch nicht gewesen. Er versank seine ganze Schnauze in die Schüssel und trank, und trank und trank. Er hatte so ein Durst, das egal wieviel er trank, er immer noch Durst hatte.
„Warte, warte. Mach eine Pause und iss jetzt etwas.“
Safur konnte nicht aufhören zu trinken, denn er hatte so einen großen Durst, doch er hörte dann auf, als sie langsam die Schüssel von ihm zurückzog. Als er böse zu ihr rauf sah, weil Sie ihm nicht mehr weiter trinken ließ, bekam er ein schlechtes Gewissen. Ein Fluss von Tränen verließ ihre Augen und doch, lächelte sie breit und herzhaft.
„Ich mag dich Safur, mein lieber Junge. Du hast so einen schönen und starken Charakter und das, mit so jungen Jahren. Ich verstehe nun…“, Sie wischte sich die Tränen weg und lächelte noch breiter. „Iss Jetzt.“ Schnell stellte sie die Schüssel mit dem Wasser zurück und nahm die andere, die nebenan stand in die Hand und stellte die Schüssel vor ihm hin.
Zittrig hob er den Kopf und ein wunderschöner Geruch schlich sich in seine Nase. Es war sein Leibgericht: Hase.
In kleine Würfel geschnitten, war ein ganzer Berg Hasenfleisch in der Schüssel. Safur lief das Wasser im Mund zusammen, doch er schaffte es nicht ein kleines Stück in den Mund zu bekommen. Jedes Mal, als er mit seinen Kiefer ein Stück Fleisch in den Mund nehmen wollte, fiel es wieder zurück in die Schüssel, weil er einfach keine Kraft zum Schlucken hatte.
Nach dem fünften versuch gab er es auf und ließ den Kopf auf dem Boden fallen, um schwer zu atmen. Er fühlte sich einfach zu zerschlagen um jetzt was zu essen. Und genau deswegen kamen ihm die Tränen. Wie konnte er in diesem Zustand zu seinen Partner gehen, wenn er nicht einmal selbst fressen konnte. Er hasste auch seinen Körper. Natürlich hat er bemerkt wie abgemagert er war, als er seine Vorderbeine sah, die nur noch aus Haut und Knochen bestanden.
Gerade als er die Tränen nicht mehr zurückhalten konnte, spürte er so eine wundersame Wärme auf seiner Stirn, die ihm alle schlechten Gedanken verjagten.
„Ich helfe dir mein Kind.“, gleich nachdem sie zu Ende gesprochen hatte, roch er den Hasen. Wieder kamen ihm die Tränen, doch diesmal waren es Freudentränen. Dankbar öffnete er sein Maul soweit er konnte – und das war nicht weit- damit Sie ihm das Stück Fleisch in seinen Maul legen konnte.
Es tat weh, als er das Fleisch schluckte und es dauerte lange, bis das Stück Fleisch in seinen Magen gelangt war. Doch er wollte mehr, viel mehr. Denn gleich nach dem ersten Stückchen Fleisch, meldete sich sein Magen und der rumorte. Mit jedem bissen, kam ein kleines Stück Kraft zurück. Mit jedem bissen, fühlte er sich etwas wohler. Sein Herz raste vor Anstrengung und trotz, dass sein Herz raste, war ihm kalt. Doch die Kälte schwand dann langsam, als das weibliche Wesen eine Hand auf seine Stirn legte und von der Hand eine Wärme ausging, die seinen ganzen Körper langsam aufwärmte.
Mit einem Grinsen aß Safur die letzten brocken Fleisch auf und wollte schon mit einer Klaue die Wasserschüssel zu sich schieben, als Sie die Schüssel mit Wasser wieder in die Hände nahm und sie vor ihm hinlegte. Sofort versank er seine Schnauze im Wasser und trank, als ob es das einzige Wasser in einer großen Wüste wäre. Nach einer gefühlten Ewigkeit riss er seinen Kopf hoch und jauchzte vor wohlwollen. Mit einem runden Bauch rollte er sich auf die Seite und schloss die Augen. Safur war so gesättigt, das sein Bauch wehtat.
„Brav hast du das gemacht mein Kind und nun mach ein kleines Schläfchen, ich weck dich dann.“
Das musste Sie kein zweites Mal sagen, denn Safur war schon am Einschlafen.
Sie wartete noch bis Safur eingeschlafen war, dann erst konnte sie ihre Gefühle freie bahn lassen. Nur kurz, aber dafür heftig, fing sie dann zu weinen und schluchzen an. Nur Sekunden später riss sie sich wieder zusammen und stand auf.
In Gedanken versunken verließ sie die Höhle und sah in den Himmel. Noch immer war der Himmel rot getaucht, aber das schlimmste war überstanden.
„Melon…“, immer und immer wieder wiederholte sie den Namen und ging gedankenverloren in einen andere Höhle, die nicht weit entfernt war. Sie keuchte vor Anstrengung, weil Sie es nicht gewohnt war in einer sterblichen Hülle zu wandeln.
„Mein treuer Freund. Du musst nicht mehr lange warten und es tut mir leid, dass du überhaupt warten musst… Safur… war viel zu schwach und… er musste sich zuerst etwas erholen. Und um das, worum du mich gebeten hast, hab ich auch getan.“
„…Danke“
„Sprich nicht, schone deine Kraft. Bitte. Lass mich sprechen. Nur durch deine Verdienste konnten wir es schaffen. Und in der Zeit, bist du ein Freund geworden. Ich… wollte nicht, dass das alles passiert. Und deswegen, helfe ich dir. Weil du ein Freund bist und weil ich nun am Verstehen bin. Ihr habt es verdient, du und Safur. Ihr beide… habt so viel Glück und Pech erfahren… Es… Ich will das wieder gut machen.“
Sie drehte sich um und verließ die Höhle, in der ihr Freund aufgebahrt war. Schwarz wie die Nacht war die Höhle und auf einem steinernen schwarzen Block, war die Leiche des goldenen Drachen.
Safur schien aus einem tiefen und Traumlosen schlaf zu erwachen. Zuerst gähnte er herzhaft, bevor er die Augen aufschlug. Es war tag und das spärliche Licht das in die Höhle kam, blendete ihn. Mehrfach zwinkerte er, bis sich seine Augen an die Helligkeit gewöhnt hatten.
„Guten Morgen, oder soll ich lieber guten Nachmittag sagen?“, lächelnd stand sie plötzlich im Höhleneingang und grinste breit. „Komm, dein Geliebter wartet.“
Safur freute sich energisch auf das wiedersehen. Jeden Tag haben sie zusammen verbracht und es kam ihm einfach falsch vor, einen Tag ohne seinen Geliebten zu verbringen.
„Mein Geliebter, Partner… Mein Glück…“, dachte sich Safur. Schlagartig überlegte er, wann die Gefühle kamen, die er für seinen Partner hatte. Schleichend, da war er sich sicher. Sie kamen nicht auf einmal, sondern, es kam alles Stufenmäßig. Er fand es lustig, wie sein Freund beim ersten Mal versucht hatte Fische zu fangen. Und da fand er ihn lustig. Eleganz, Safur fand es verzaubernd, wie der goldene Drache im Wald lief und er mochte einfach, wenn er hinterher lief, wie stramm und muskulös die Hinterbeine waren. Dann die Freundlichkeit, wenn sein Magen knurrte, lief sein Geliebter sofort los und fing für ihn etwas. Besonders fand er bei seinen Partner, dass er sich immer verlor wann immer er in die goldene Augen schaute.
Aber das ausschlaggebende war dann, wie sein Partner roch. Sie haben fangen gespielt und das ziemlich lange. Aufgrund dessen waren sie dann so erschöpft, das, als sie sich hinlegten um wieder zu Atem zu kommen, sein Liebster kurz darauf vor Erschöpfung einschlief. Auch er war kurz davor einzuschlafen, doch dann bemerkte er eine Bewegung und da machte er wieder die Augen auf.
Voller Neugier sah er dann zu, wie sich langsam die Intimlippen spreizten, um Platz für die rosarote, feuchte Eichel zu machen. Nur Sekunden darauf kam wie eine Flutwelle, der Geruch eines Drachenmännchens übergeschwappt. Zuerst kam es ihm befremdlich vor, wie dieser Geruch auf ihn wirkte. Sein Herz fing schneller zu schlagen an. Seine Wangen wurden heiß und von selbst schachtete sein Glied aus.
Doch es kam noch mehr.
Leicht von dem allem verwirrt, nahm er dann wahr, wie das Glied seines Freundes immer mehr rauskam und steif wurde. Sowas hat er noch nie gesehen oder beobachtet und deswegen, stand er leise und vorsichtig auf. Sein Herz raste, aber er wusste nicht weshalb. Vorsichtig machte er einen Schritt nach dem anderen bis er so nahe war, dass er nur noch seinen Kopf senken musste, damit er das Glied seines Freundes vor sich hatte. So nahe bei ihm zu sein, brachte ihm fast um den Verstand, weil der Geruch, der Duft so intensiv war, dass er leicht zu sabbern anfing.
Gerade dachte Safur sich „Was mach ich hier eigentlich, er ist ein Männchen… er ist mein Freund…“ und während seine Gedanken so weiterschritten, machte er plötzlich große Augen, als sich an der Gliedwurzel ein Knoten bildete und das gesamte Glied schwer zu wippen anfing. Es waren nur ein oder zwei Sekunden vergangen, da wurde das immerhin schon rote Glied noch dunkler und das wippen hörte abrupt auf.
Sein Freund zog im Schlaf leicht die Beine an, die Hoden, die gemütlich gebaumelt haben, wurden an den Körper gezogen. Kurz darauf sah er dann zu, wie ein weißer, dickflüssiger und heißer Strahl sein linkes Vorderbein traf. Dann der nächste und der nächste. Während ihm ein strahl nach dem anderen traf, war er von dem was er sah so fasziniert, das er es einfach geschehen ließ. Mehrere Sekunden lang traf ihn ein heißer strahl nach dem anderen, bis sich um sein Vorderbein eine Pfütze gebildet hatte.
Sein Herz raste. Laut hörte er das Pochen in den Ohren und ein Tunnelblick bildete sich, als das Glied seines Freundes langsam aufhörte weiße strahlen rauszuschießen. In seinen bisherigen Leben hat er sowas noch nicht beobachten können und er wusste nicht was das zu bedeuten hatte, aber das Glied versprühte nun so einen großen Reiz auf ihn, das er sich nicht mehr zurückhalten konnte. Langsam senkte er seinen Kopf, um dann einmal über die Gliedspitze zu schlecken. Als seine Zungenspitze das harte, aber wunderbar weiche Fleisch verließ, zuckten die Hinterbeine seines Freundes schwer. Schon fast aufgeschreckt, hüpfte er einmal nach hinten und ließ sich gleich fallen. Noch während er fiel, machte er die Augen zu und tat so, als ob er schlafen würde.
Das pochen wurden noch lauter und er vernahm schon fast nichts mehr, außer jeden schlag seines Herzens. Nachdem einige Sekunden vergangen waren, öffnete er sein rechtes Augen nur einen Spalt breit, um zu sehen, ob sein Freund aufgewacht war.
Doch der schlief noch immer.
Sekunden vergingen, wo er ihn beobachtete und langsam kam ihm dann der Gedanke auf: „Was habe ich da nur gemacht?“
Seine Gedanken überschlugen sich daraufhin. Aber schneller als Gedacht, kamen seine Gedanken zu einen Konsens.
„Dich würde ich zu meinem Partner machen wollen.“
Noch nie in seinen bisherigen Leben hatte er sich Gedanken über seine Partnerauswahl gemacht. Aber es passte einfach alles. Er fand ihn Lustig, Elegant, Körperlich reizvoll und das was er nun auf seinem linken Vorderbein sah, fand er einfach lecker. Er fand es lecker, weil es angenehm duftete und wenn es von seinem Freund stammte, dann konnte es ja nur gut sein.
Kurz darauf, erstarrte er dann.
Wie eine Statue lag er da und nahm es war. Er schmeckte seinem Freund. Es fiel ihm gerade wieder ein, dass er die Gliedspitze abgeschleckt hatte, doch wegen der ganzen Aufregung hatte er es komplett vergessen. Doch nun, nun hatte er ihn im Maul. Es war schwer zu beschreiben, was er alles schmeckte. Es war salzig, ganz leicht säuerlich, aber erfrischend säuerlich. Dann war es auch bitter, aber anders als von Früchten die er kannte, es war Intensiv anders. Und dann nahm er den dezenten Geschmack von Urin wahr, der leicht und angenehm war.
Und da wusste er es, er wollte mehr.
Mit geschlossenen Augen, hob er dann sein Vorderbein und schleckte genüsslich jeden Tropfen ab, bis er wieder komplett sauber war. Jedes Mal, wenn er seine Zunge zurück ins Maul zog und seinem Freund schmeckte, wurde der Geschmack intensiver und er konnte einfach nicht genug davon bekommen.
Als sein Bein sauber war, überlegte er sich aufzustehen und die ganze Pfütze aufzulecken, doch er überlegte es sich anders. Was würde sein Freund sagen, wenn der ihn dabei ertappen würde. Schlagartig kamen plötzlich so viele Szenarien, wie er von ihm angebrüllt, geschlagen oder wie dadurch einfach die Freundschaft kaputt gehen könnte.
Also ließ er es dabei und starrte das Glied seines Freundes an, wie es gemächlich zwischen den Beinen runterhing und wie die Gliedspitze leicht die weiße Pfütze am Boden berührte. Ab diesem Zeitpunkt hatte er ein festes Ziel vor Augen.
„Ok, dein Geliebter ist in einer anderen Höhle, wir müssen ein Stückchen gehen, bevor du ihn sehen kannst. Alles andere erkläre ich dir dann dort.“
Sie half Safur beim Aufstehen, denn der kam nur langsam und mit zittrigen Gliedern auf. Während sie ihm half, tat ihr das was sie sah, extrem weh. Wie eine laufende Leiche sah Safur aus. Eingefallene Wangen, kaum vorhandene Muskeln, die Schuppen trüb und brüchig. Sie kämpfte mit den Tränen, da es ihre Schuld war, dass der blaue Drache so aussah. Sie wollte sich nicht vorstellen, wieviel Leid diese Welt wegen ihr erleiden musste.
Einige Sekunden wartete sie ab, als Safur mit strahlenden Augen auf den Beinen war. Als sie sah, dass der Stand zwar noch immer zittrig, aber fest war, ging sie langsam los. Sie hörte wie Safur ihr folgte und sie machte circa alle 20 Meter eine kleine Pause, damit der junge Drache zu Atem kam, denn der pfiff aus dem letzten Loch. Sie hatte schon vor eine Rast einzuschlagen, doch als sie in die strahlenden gelben Augen sah, sah sie die Entschlossenheit darin und somit, machte sie nur eine kurze Pause.
Sie war Safur dankbar, dass der keine Fragen stellte, denn in Gedanken ging sie schon das Ritual durch das sehr wahrscheinlich, die beiden Drachen wieder zusammenführen wird. Gerade, als sie das zweite Mal alles durchgegangen war, standen sie vor der Höhle, wo ihr Freund war. Als sie sich gerade umdrehte, um Safur zu sagen das sie da sind, erstarrte sie von dem was sie sah.
Der junge blaue Drache ließ den Kopf hängen, die Augen waren geschlossen und mit tiefen, unregelmäßigen Atemzügen versuchte Safur zittrig nicht umzufallen. Das sah sie ihm an, so breitbeinig wie der dastand.
„Sollen…“
„NEIN! Wir… gehen weiter…“
„So entschlossen, genauso wie Melon…“, dachte sie sich und wie ein Blitz kam die Erinnerung auf, wie sie den goldenen Drachen kennen gelernt hatte. Breit musste sie grinsen, weil es eine lustige Begegnung war.
„Nun Gut. Es ist jetzt nicht mehr weit.“
Beflügelt, dass sie Ihren Freund gleich wiedersehen würde und das sie die beiden wieder zusammenführen wird, betrat sie die Dunkelheit der Höhle.
Safur konnte es noch immer nicht verstehe, wieso dieses Weibchen auf zwei Beinen keine Geräusche verursachte. Doch schnell vergaß er diese Ungereimtheit, als er ihr in die dunkle Höhle folgte. Als sich seine Augen an die Dunkelheit angepasst haben, bemerkte er, dass es keine Höhle war, sondern ein langer tiefer Gang. Jedes Mal als seine Krallen den Boden berührten, klang es Kristallklar. Wenn er nicht so sehr ausgelaugt wäre, hätte er die Wände bewundert. Die Wand und Decke bestand aus schwarzem Stein oder aus Kristallen, denn so recht konnte er es in der Dunkelheit nicht differenzieren.
„Wir sind da.“
Safur war so sehr von dem was er sah beeindruckt, das er leicht gegen ihr stieß, als sie sagte das sie da waren. Schnell wollte er einen Schritt zurückgehen und sich entschuldigen, doch als er das „Nichts passiert.“ hörte, machte das Weibchen einen Schritt zur Seite, damit er sehen konnte was vor ihm war.
Sie hatte ihm das nicht zugetraut, doch als sie sah wie Safur zu Melon rannte, musste sie leicht und herzlich lächeln.
„Er ist…“
„So Safur…“
Safur war geschockt. Als er nur noch eine Schwanzspitze von seinem Geliebten entfernt war, roch er den Geruch von Verwesung.
„…Tot…“
_ _
„…wir werden…“, als sie hörte, was in Safurs Kopf durchging, hörte sie auf zu reden. Sie wollte schon Safur in die Arme nehmen, weil sich die wunderschönen gelben Augen mit Tränen füllten. Während sie sich anschauten und die Tränen zu Boden gingen, entstand in Safurs Kopf ein Mahlstrom aus Erinnerungen, Gefühlen und Wortfetzen. Mit jeder verstrichenen Sekunde nahm sie war, wie der junge blaue Drache immer mehr an den Rand des Wahnsinns abglitt.
Aber es ging schneller als erwartet. Weil Safur solch tiefe und reine Gefühle für Melon in sich hatte, hatte sie kaum noch Zeit, um ihn von dem Abgrund des Wahnsinns zu bewahren. Wie eine Mutter umschlang sie Safurs Kopf und drückte ihn fest an sich. „Psssst, sein Körper ist tot, aber dein Geliebter lebt.“
Nur schwer konnte sie sich auf den Beinen halten, da der junge blaue Drache die Verzweiflung und die Trauer nicht mehr im Zaun halten konnte und sie ihn, somit auffangen und trösten musste. Sie ließ ihm alle Zeit der Welt, um sich zu beruhigen und während der Zeit, flüsterte sie ihm immer wieder zu, dass sein Geliebter nicht wirklich tot war.
Irgendwann beruhigte sich dann Safur wieder in ihren Armen und lehnte sich erschöpfte an sie an. Herzlich lächelte sie, als die verquollenen gelben Augen, sie von unten mit einen Glitzern voller Hoffnung anschauten.
„Wie willst du einen Toten zurückholen? WIE?“
„Es ist ganz einfach. Leg einfach auf die Brust deines Geliebten eine Klaue, den Rest werde ich machen.“
Kurz sahen sie sich noch einmal tief in die Augen.
Safur sah nichts, was ihn glauben ließ, dass sie lügt. Zwar verstand er nicht wirklich wie seine Klaue seinen Geliebten wieder zurückbringen konnte, aber er vertraute ihr. Er vertraute einem Lebewesen, dass er erst seit kurzem kannte. Und er vertraute ihr, weil sie einen dezenten Geruch seiner Mutter hatte und das, beruhigte ihn innerlich und baute vertrauen zu ihr auf.
Es kostete ihn seine letzte Kraft, sich von ihr zu lösen und sich auf den Podest zu hieven, damit er dann seine rechte Klaue auf die kalte und leblose Brust legen konnte. Kurz wartete er, doch es passierte nichts. Fragend blickte er nach hinten und sah nicht sofort, dass das Weibchen die Augen geschlossen hatte und wortlos das Maul bewegte.
Plötzlich nahm er eine Veränderung wahr. Die Luft schien leicht um ihr zu vibrieren und wie mehr Zeit verstrich, desto heftiger und weiter schien die Luft zu vibrieren. Kurz darauf vibrierten auch seine Schuppe und erzeugten einen hellen klang, als sie aneinander zu reiben anfingen. Als würde er ins kalte Wasser tauchen, hüllte ihn dann diese Kraft ein, die dann über ihn hinaus ging. Die Höhle, in der sein geliebter lag, erzitterte langsam. Der Boden übertrug die Kraft wellenartig und langsam wurde ihm schlecht, weil die Kraft so dicht geworden war, dass es auf seinen Körper einen Druck ausübte, der stetig stärker wurde.
Er wollte schon aus der kleinen Höhle fliehen, doch eine innere Stimme sagte ihm, dass er es nicht tun sollte. Gerade als er den Entschluss gefasst hatte, nicht davonzulaufen, hörte er sie wieder.
„Schließ… deine Augen.“
Irgendwas sagte Safur, das er sofort die Augen schließen sollte und gerade als er es tat, wurde es gleißend hell in der Höhle. Sein Körper brannte. Er schrie auf vor Schmerz. Dann spürte er sie auf seiner Klaue und eine Müdigkeit überkam ihn, dass ihm leicht bekannt vorkam.
„Bleib bei mir. Denn ich fange nun an.“
Augenblicklich hörte sein Körper zu brennen auf und nur noch das Licht blieb übrig.
Dann passierte es.
Von einem Augenblick zu nächsten verschwand das Licht. Sein ganzer Körper fing wieder zu vibrieren an, doch diesmal um ein vielfaches stärker. Mit der Vibration, kam dann auch der Schmerz. Jede Zelle seines Körpers schien vor Schmerz zu schreien. Seine Knochen, Muskeln, einfach alles war in unermesslichen Schmerz getaucht. Es tat so weh, das er nicht einmal das Maul aufmachen konnte, um zu schreien. Zu den Schmerzen paarte sich nun auch noch ein Gefühl, dass ihm glauben machen wollte, dass sich die Welt um ihn drehte. Es war einfach zu viel für den geschundenen Körper von Safur, der nun keine Kontrolle über seine Körperfunktionen mehr hatte. Er erbrach sich, sein Darm entleerte sich, genauso wie seine Blase.
Dann fing sein Körper wieder zu brennen an.
Kurz darauf verschwand der Schmerz völlig, genauso wie jedes andere Gefühl. Verwundert über alles öffnete er die Augen und bittere, süße Tränen des Glück trübten seine Sicht, als er seinen Geliebten sah, der schwebend über den leblosen Körper schwebte und ihn herzlich anlächelte. Dann erst bemerkte er, dass auch er über seinen schlaffen Körper schwebte und wie vom Weibchen gleißend gelbe Strahlen und Wellen ausgingen, die dann im schwarzen Gestein verschwanden.
Safurs Herz, seine Gefühle und Liebe sprengte fast seine Brust, als er seinen Geliebten wieder anblickte. Er hatte keine Ahnung was nun passierte, aber das einzig wichtige für ihn war sein Geliebter. Trotzt das er ihn nicht wirklich klar sehen konnte, kam ihn sein Geliebter etwas größer und älter vor, wie zuletzt, als er ihn gesehen hatte.
Mit jeder Sekunde wurden seine Gefühle zu seinen Geliebten immer größer, bis er die Kontrolle verlor. Mit einem Satz sprang Safur rüber zu ihm und wollte ihn gleich am Hals und am Kopf ablecken. Doch zu seiner großen Überraschung glitt er in ihn hinein und wurde mit einer Flut von Gefühlen und Emotionen überflutet, die nicht seine waren.
Zusätzlich sah er einige Erinnerungen vor seinen Augen, die ebenfalls nicht die seine waren.
Er sah zahllose Lichtgestalten, die auf einer Ebene saftigen Grases standen. Bis zum Horizont, so viele Gestalten standen unter der brütenden Sonne. Geladen war die Stimmung, als ob sie alle auf irgendwas warten würden. Ihm war übel von den ganzen Gerüchen, die in der Luft lagen. Schweiß, Öle, Gräser, Blumen und Blut erfüllte die Luft. Jede Gestalt war bewaffnet und gepanzert und er wusste sofort, dass die Panzerung um ein vielfaches stärker war, als sein Schuppenkleid.
Als dann die Gestalten vor und neben ihm in den Himmel blickten, machte er das auch und er erblickte einen gewaltig großen Drachen, dann kam der tosende Jubel und die Gestalten um ihn herum zogen die Waffen und jubelten lauthals.
Dann trübte sich die Erinnerung und verschwand, wie ein Nebel bei einem leichten Windhauch.
Leicht schüttelte Safur den Kopf und entfernte sich von seinen Geliebten. Denn neben der Erinnerung, spürte er ganz deutlich, was sein Geliebter für Gefühle für ihn übrig hatte und das zerriss fast sein Innerstes. Die Liebe, die Gier und die Sehnsucht nach ihm war so gewaltig, das seine Gefühle im Vergleich, wie ein Tropfen auf den heißen Stein wirkten.
Es war wahre Liebe die er spürte.
Kurz wurde seine Aufmerksamkeit auf das Geschehen unter ihm gezogen, als das Weibchen, das noch immer vor dem leblosen Körper seines Geliebten stand, verschwand und durch eine Gestalt ersetzt wurde, das aus puren Licht zu stammen schien. Safur schloss reflexartig seine Augen, doch als der Schmerz ausblieb, öffnete er sie langsam wieder. Die Helligkeit verringerte sich langsam und er konnte plötzlich Umrisse im Licht erkennen.
Und gerade, als sich das Licht soweit verringerte, das er was erkennen konnte, zog etwas an ihm. Die Kraft wurde immer stärker und von selbst, schwebte er Richtung Boden zu seinen gebrechlichen und schwachen Körper zurück.
Das letzte was er sah, bevor es Dunkel wurde, war sein Geliebter, der ebenfalls runterschwebte und ihn breit zulächelte.
„Safur? Safur wach auf!“
„War das alles ein Traum?“, fragte sich das Safur. Es war gerade so warm und gemütlich, dass er eigentlich nicht die Augen aufmachen wollte. Am liebsten hätte er weitergeschlafen. „Steh jetzt auf Safur, oder willst du deinen goldenen Liebling nicht mehr sehen?“
Dieser Satz traf ins Schwarze. Wie von einer Biene gestochen, machte er gleich die Augen auf und setzte sich auf. Gähnend schaute er sich um und erkannte, dass es die gleiche Höhle war, wo er zuletzt aufgewacht war. Dann sah er auch das Wesen, doch etwas hatte sich bei dem Weibchen verändert. Sie wirkte älter und gebrechlicher. Aber eines hat sich nicht verändert, nämlich das sie noch immer keine Geräusche verursachte, wenn sie ging.
„Komm, er wartet auf dich!“, breit lächelnd stand sie beim Höhleneingang, als sie das sagte und wedelte mit dem Vorderbein. Vor Anstrengung stöhnend stand er auf und schüttelte schnell die Müdigkeit ab, bevor er sich dann auf den Weg zu ihr machte. Ein mulmiges Gefühl kam langsam mit jedem Schritt auf. Noch immer hatte er den Geruch der Verwesung in den Nasenlöchern und trotz aller Hoffnung, nagten Zweifeln an ihm. Denn was tot war, war für immer tot und dieses Gesetz ist unumstößlich.
Doch die Zweifel verschwanden, als er ihn roch. Mit Freudentränen in den Augen, fing er zu laufen an und als er den Höhleneingang erreichte und nach draußen schaute, blendete ihn die untergehende Sonne.
„Safur…“
Er hörte seinen Namen. Verwirrt blieb er stehen und schaute nach hinten.
„Ich hab nichts gesagt.“, das Weibchen schüttelte den Kopf, um das zusätzlich zu untermauern. Dann blickte er wieder geradeaus und eine bekannte Angst kam auf. Innerlich kam irgendwie die Angst auf, dass er nun wieder alleine war. Er wusste nicht wieso, oder weshalb die Angst aufkam, aber rein Instinktiv wusste er, dass dort vorne kein Drache war.
Die Angst wurde immer größer, bis sie dann so groß wurde, dass er sich abrupt umdrehte und wieder in die Höhle zurücklief. Er lief beim Weibchen vorbei, die mit einem Vorderbein versuchte ihn aufzuhalten. Keuchend und mit Tränen in den Augen, erreichte er die Höhle und verkroch sich in den tiefsten Winkel den er finden konnte. Die Angst war so groß und überwältigend, dass er sich sogar verkroch und zu zittern anfing.
Denn eines wusste er, das Wesen das seinen Namen genannt hatte, war nicht sein Geliebter und somit, hatte das Ritual nicht funktioniert.
Dann hörte er Schritte und er hoffte inständig, dass das Wesen ihn nie finden würde.
„Geh zu ihm. Er hat nur Angst bekommen.“
„Aber…“
„Kein Aber. Geh zu ihm und zeig ihm, das du noch immer der bist, den ich am Fluss angetroffen haben.“
Er schaute sich seine schuppigen Hände an. Seine Füße und Beine, den goldenen Schwanz und dann den restlichen Körper an. Es war eine ihn bekannte Gestalt, die er hatte, aber eine unbekannte für seinen Geliebten. Und auch vermutlich die erste auf der Welt. So lange musste er auf diesen Tag warten und alle Schlachten die er ausgefochten hatte, waren für diesen Tag ausgetragen worden. So viele Jahre musste er Kämpfen und gegen Übles kämpfen, aber den Mut aufzubringen, um seinen Geliebten unter die Augen zu treten, den fand er gerade nicht.
Denn auch er hatte nun Angst. Angst, dass sein blauer Partner ihn nicht akzeptieren würde. Wie gerne würde er jetzt wieder so wie früher sein. Ein Drache mit vier Beinen, nicht zwei. Zwei Flügel und so groß wie früher. Alles in ihm verlangte nun nach dieser Gestalt, damit er wieder das hat, von was er in den letzten Jahrzehnten geträumt hatte. Er wollte einfach wieder das haben, was er vor seinen Tot hatte. Er wollte einfach nur wieder Lieben.
Einfach nur Lieben.
Hitze kam auf. Während er an das dachte, was er so sehr begehrte, kam eine Hitze von innen auf. Sie breitete sich in seine Glieder aus. Jede Schuppe, jeder Quadratzentimeter Haut wurde heiß, bis seine Schuppen und dann der gesamt Körper mit weißen Flammen zu brennen anfingen. Instinktiv stellte er sich auf den Schmerz ein, der ausblieb.
In seinen ganzen Körper fing es zu knacken an. Fasziniert und gleichzeitig geschockt sah er zu, wie sich seine Arme veränderten. Die Finger rückten näher aneinander. Die Arme wurde länger und Muskulöser. Sein Torso wurde auch immer länger, bis es so lang wurde, dass er nach vorne kippte.
„Melon! Du verwandelst dich!“
Glücklich entfaltete er seine gold-weißen Flügel und konnte sein Glück nicht fassen. Er sah nach hinten zu seinen Hinterbeinen, da nur noch sie übrig waren, die knackten. Nur in wenigen Sekunden verwandelten sich seine Beine in die, die er vorher hatte.
„Athesii…!“
„DU KANNST SPRECHEN?!“
Geschockt machte sie einen Schritt zurück und stieß dabei gegen den Höhleneingang. „Das kann nicht… sein…“ Er kannte sie schon so gut, dass er sofort das Gesicht erkannte, wenn sie schwer am Nachdenken war.
„Ich geh jetzt rein.“
Er fühlte sich stark. Obwohl er nicht wusste, wieso er sich verwandeln konnte, gab ihm diese Verwandlung den nötigen Mut, um Safur unter die Augen zu treten. Es war fast so, wie früher. „Wie ich diesen Körper vermisst habe…“, dachte er sich, während er die Höhle betrat. Schon beim rein gehen kam ihm der Duft seines Geliebten in die Nase. Grinsend und zugleich traurig, sah er die im Schwanz eingerollte Gestalt seines Geliebten, in einer Ecke liegen.
Beim näher kommen sah er, wie Safur am ganzen Leib zitterte. Und jetzt verstand er auch, was Athesii meinte mit: „Safur war zu schwach…“
Sein Geliebter bestand nur aus Haut und Knochen. Kaum waren Muskeln zu sehen und zu alldem, hörte er ein ununterbrochenes Rumoren von Safurs Magen. Als er das hörte, blieb er stehen und dachte nach. Dann, nach einigen Sekunden, kam ihm eine Idee, wie das Zusammenkommen noch schöner werden könnte.
Er drehte sich um und lief wieder aus der Höhle raus. „Pass auf, dass er nicht rausgerannt kommt!“, schrie er nach hinten zu seiner Freundin, bevor er dann abhob.
Mit einem Lächeln genoss er es wieder in der Luft zu sein. Frei zu sein. Seine Augen waren wieder so scharf, wie früher. Sein Geruchssinn war wieder so scharf wie früher. Aber auch sein Appetit war so groß wie früher. Doch beim Flug sah er schreckliches. Überall lagen tote Tiere. Berge waren zertrümmert. Wälder, wo er einst mit Safur fangen spielte, waren nicht mehr. Überall sah er Risse im Boden, die wie Narben wirkten. Kurz gesagt: Er sah nur Tot und Zerstörung. Doch dann sah er eine Bewegung im Wald und er hatte Glück. Das war genau das, was er gesucht hatte.
„Wie konnte das passieren. So… war das nicht geplant. Was… hab ich angestellt… Ok ok ruhig Blut. Es wird schon wieder. Zuerst müssen wir herausfinden, ob Melon noch mehr kann, außer sich zu verwandeln. Aber noch dazu diese Mischung… Drache und Humanoid gleichzeitig. Mensch. Aber soweit war ich noch nicht… kann es sein.“
Blitzschnell ging Athesii zum nächsten Strauch und ging in die Hocke.
„Nein nichts… PHUUUuuu… oh nein. Sonnenblume. Verdammt. Es ist also doch passiert.
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Beladen mit allem was er wollte, setzte er zum Lande Anflug an und sah, wie seine Freundin bei einem Busch hockte. Etwas holprig war die Landung, aber es hätte auch schlimmer kommen können. Mit großen Schritten ging er wieder zur Höhle und betrat sie.
Safur, sein Geliebter, hatte sich keinen Zentimeter bewegt und das traf ihm hart. Denn er hatte sich das Wiedersehen anders vorgestellt, aber nie kommt etwas so, wie man möchte. Sein Herz fing zu Pochen an, als er nun langsam zu Safur schritt. Mit jedem Schritt wurden seine Sorgen, aber auch seine Hoffnungen größer.
Er zählte runter von Drei, als er nur noch eine Krallenbreite von seinem Geliebten entfernt war.
Drei.
Zwei. Er ließ leise alles von seinem Maul auf dem Boden fallen.
Eins.
Stups.
Als etwas Warmes sein Vorderbein berührte, machte Safur kurz die verquollenen Augen auf. Mehrere tote Hasen lagen vor ihm, dann erst sah er das goldene Vorderbein. Sein Blick ging weiter hoch und er sah eine Muskulöse Brust, die in einen Hals überging und am Ende des Halses, sah er den Kopf und das Gesicht seines Geliebten. Sprach und Fassungslos sah er in die goldenen Augen, die er so sehr liebte. Sein Blick folgte der Bewegung, als sein goldener Drache die Hasen mit der Nase an stupste.
Dann trafen sich wieder ihre Blicke und keiner von beiden wusste so recht, was nun. Die Sekunden zogen sich, während sie sich einfach nur anschauten. Aber sein goldener Geliebter brach dann den Blickkontakt ab und schnappte sich einen Hasen. Als wäre es nur Gras, zerriss sein Geliebter den Hasen in mehrere kleine Einzelteile. Der Rest folgte binnen weniger Minuten und in der Zeit, realisierte er langsam, das dieser Drache, sein Geliebter war. Nicht nur vom Geruch her, sondern auch vom Verhalten her. Nur sein Liebling brachte ihm was zu essen, wenn er mal Hunger hatte. Nur sein Liebling hatte solch schöne goldene Augen. Nur sein Liebling war so grazil und hatte solch schöne Hinterbeine. Er entdeckte die Verletzung am Hinterbein und auch die an der Schulter, als sie das erste Mal einen Flugversuch unternommen haben und das, vor paar Jahren.
Mit jeder Sekunde die verging, wurde die Sicherheit größer, dass dies sein Geliebter war.
So glücklich wie jetzt war er noch nie und wird es wahrscheinlich auch nicht mehr werden. Mit Tränen in den Augen, nahm er ein Teil eines Hasen ins Maul und schluckte es genüsslich runter.
Das brach das Eis.
Als er sah, wie glücklich Safur wurde, machte sein Herz einen Freuden Hüpfer. Gefühlvoll nahm er ein Stück Hasen ins Maul und bot es seinen schwachen und gebrechlichen Geliebten an, der es mit Freuden annahm. Doch er ließ das Stück nicht los, bis sich ihre Nüstern berührten. So verharrten sie dann einige Sekunden, bis schließlich Safur schnell das Stück runterwürgte und wieder zärtlich seinen Geliebten mit den Nüstern berührte.
Wie auf der Lichtung, hauchten sie sich gegenseitig an.
Safur genoss diesen Moment ins unendliche. Seine Ängste waren verschwunden und wenn er nicht so schwächlich und ausgelaugt wäre, hätte er schon längst seinen Partner angesprungen und vernascht.
Doch jetzt gerade, würde er am liebsten schlafen wollen. Es war einfach zu viel Aufregung an einem Tag, zu viele Tränen. Glücklich und Freudestrahlend, hob er ein Vorderbein und griff sich ein Kopf Horn seines Geliebten. Mit letzter Kraft zog er den Kopf seines Geliebten zu sich und sein goldener konnte nicht anders, als sich der Bewegung anzupassen.
Den Kopf seines Partners fest an die Brust gepresst, fing er dessen Stirn abzulecken an. Er spürte die Wärme, er schmeckte ihn. Nach jedem lecken, wurde er immer animalischer. Einige Momente begrüßten sie sich so, bis sich sein Partner von der Umarmung löste, um sich dann zu ihm zu legen. Safur hob das obere Hinterbein, damit sein Geliebter wusste, wie nahe der zu ihm kommen soll. Der ließ sich nicht zweimal bitten und legte sich so hin, dass sie sich beide gemütlich in die Augen schauen konnten und das Ihre Leiber fast miteinander verschmolzen.
Vor Glück ließ Safur ein kleines Jauchzen von sich, als sein Geliebter das Becken fest gegen seines drückte und er somit die Hitze und die Feuchtigkeit der Genitallippen spüren konnte. Doch gerade jetzt, fiel ihm was auf und das versetzte ihn in Panik. Panisch hob er wieder sein Hinterbein, der vorhin auf den Oberschenkel von seinen Geliebten lag und schaute in seinen Schritt.
Er hat sich verändert.
Zittrig stemmte er sich in der Panik hoch und wollte genauer sehen, was sich so alles verändert hatte. Mit Herzklopfen untersuchte er sein Genitalbereich und ließ einen kurzen, dafür lauten schrei von sich, als er entdeckt hatte, das die Intimlippen länger waren. Nun völlig außer sich, drang er mit der ganzen Zunge zwischen seinen zwei Lippen ein. Er konnte ein murren nicht unterdrücken, doch die Panik hatte in diesem Moment Oberhand. Er musste es jetzt wissen. War er noch ein Männchen, oder nicht.
Doch nach einigen Sekunden beruhigte er sich dann wieder, als er alles fand, was ihn zu einem Männchen machte. Als er seine Zunge wieder rauszog, bemerkte erst jetzt, dass vor ihm und das nur einige Millimeter entfernt, die zwei dicken Hoden waren und ihn eine rosarote, von Intimlippen umrandete Eichel anschauten. Er sah den Harnröhreneingang und schaute zu, wie sich die Harnröhre leicht spreizte und wie eine durchsichtige Flüssigkeit rauskam. Die Flüssigkeit bildete auf der spitzen Eichel einen Tropfe, der dann langsam an der Eichel runterrann, bis zu den Intimlippen, um sich dann dort kurz zu stauen und um dann weiter runter zu rinnen.
Erst jetzt wagte er zu Atmen. Denn, als er die Eichel sah, hielt er unbewusst den Atem an.
Es war wie eine Flutwelle. Der Duft seines Partners überwältigte all seine Sinne. Wie gerne würde er jetzt mehr wollen, doch er war zu erschöpft, also vergnügte er sich darin, einfach im Duft seines Partners zu baden. Gemütlich legte er sich wieder hin und drückte gleich seine Nüstern auf die seines Partners.
Das Gefühl nicht mehr allein zu sein, verschwand dann vollends, als Safur fest umarmt wurde. Er konnte schon fast den Herzschlag von seinem Geliebten fühle, so fest wurde er an seinen Geliebten gedrückt. Als Dankeschön streichelte er mit einer Klaue den Rücken und die Schulter seines Partners. Herzhaft gähnte er dann nach einigen Momenten und schloss zufrieden die Augen. Die Müdigkeit kam schnell, erstens durch die Wärme an der Brust, weil er so fest und liebevoll gedrückt wurde und zweitens, weil das Glied seines Partners auf seinen Becken und Intimbereich drückte und somit die Wärme übertrug. Kurz bevor er einschlief, grinste Safur einmal breit, weil das steife Glied seines Geliebten, rhythmisch nach Fürsorge gegen ihn pochte. Aber weil er das Alphatier ist, würde er erst seinen Geliebten von dem Druck befreien, wenn er sich soweit wohl fühlt und bis dahin, muss sein goldener Liebling warten.
Das letzte was er wahrnahm war, wie sein Geliebter schützend eine Schwinge über sich beide ausbreitete, damit sie keiner stören konnte. Glücklich schlief dann Safur an der Brust seines Geliebten ein.
„Wir müssen reden, Melon!“
Wie immer, hatte er seine Freundin nicht gehört, als sie in die Höhle kam und um eine Unterredung bat bzw. befahl. Doch gerade war er eigentlich froh, dass sie gekommen ist. Zwar hatte er ebenfalls die Augen geschlossen, aber die Wärme und die Intimität mit seinen Geliebten raubten ihn den Schlaf. Und weil es so intim und heiß war, konnte er nur eine Erektion bekommen, aber wegen der Erektion, konnte er nicht schlafen und seine Gedanken drehten sich nur um eines: Reinstecken oder warten. Reinstecken oder warten.
Langsam und Vorsichtig hob er seinen Kopf und schaute zur Ihr nach hinten.
„Worüber willst du reden? Kann es nicht bis morgen warten?“
Athesii, seine Freundin, stand mit den Händen an der Hüfte abgestützt, mitten in der Höhle und schaute ihn böse an.
„Nein das kann nicht warten!“
„PSSSST, sei leise, sonst weckst du Safur auf…“, er zischte leicht, als er das sagte und schaute dann ebenfalls böse drein. Doch er konnte seine Mimik nicht aufrechterhalten, denn er schuldete ihr zu viel und er war ehrlich Dankbar für das, was sie für ihn getan hatte.
„Jaja, ich bin schon leise.“, sie ging geräuschlos zu ihm hin und ging wieder in die Hocke. „D-Du hast dich verwandelt… das… hätte nicht geschehen sollen. Zusätzlich zu dem, hab ich noch andere Sachen entdeckt, die nicht hätten da sein sollen. Melon, ich befürchte dass das schlimmste Szenario eingetroffen ist. Du musst dann Safur fragen, ob er sich auch verändert hatte. Und ich befürchte, dass dein Safur auch Fähigkeiten bekommen hatte, so wie du. I-Ich kann es jetzt nicht wirklich beweisen, aber wir müssen uns darum kümmern. Die ganze Welt könnte durch das Ritual darunter leiden. Die Flora und Fauna… sie könnte oder wird, aus den Gleichgewicht geraten.“
Er hörte ihr sorgsam zu, doch nur eines blieb ihm im Kopf hängen und das trübte seine Stimmung zutiefst.
„Ich… soll ihn… frage…“, flüsterte er leise und betrübt aus sich. Er wollte nicht in Gegenwart von Safur reden, denn…
„Muss ich ihn fragen?“, er hoffte, das er irgendwie glimpflich aus der Situation rauskommen könnte, aber als er die Mine von Athesii sah, wusste er das es kein Entkommen gab.
„Ich versteh dich mein alter Freund. Natürlich habe ich gesehen, welche Angst Safur bekam, als du seinen Namen sagtest. Aber du kannst nicht einfach aufhören zu reden. Denn da würdest du dich selbst und am Ende Safur belügen und stell dir vor, was passieren würde, wenn Safur errät das du von Anfang an sprechen konntest. Mach einfach klar Tisch.“
Sein Kopf sagte, dass sie Recht hatte, aber sein Herz hatte einfach nur Angst. Er war erst seit kurzem wieder unter den Lebenden und nun soll er was machen, wo er deswegen seinen Partner wieder verlieren könnte. Vom ersten Moment an wusste er, was zu tun war. Er wusste, dass er Safur fragen musste. Er wusste, dass die Situation ernst war. Doch wie konnte sie von ihm verlangen, alles was er wollte und begehrte, auf den Spiel zu setzten. Alles was er in den letzten Jahrzehnten gemacht hatte, war für diesen Moment, für diesen Tag bestimmt.
Nun Traurig und voller bangen, sah er hoch zu Athesii und nickte.
„Ich werde mit ihm sprechen, nachdem er aufgewacht und was gegessen hatte. Nochmals… danke für das andere. Zumindest konnten wir Safur in der schwersten Phase aushelfen. Ich würde ihn so niemals mehr sehen wollen.“
Innerlich dankte er ihr, als sie als Antwort nur lächelte.
„Nun lass ich euch zwei liebenden alleine, wir können dann auch Morgen weiterreden.“, mit einem Winken verabschiedete sich Athesii und ging gemächlich aus der Höhle.
Nun alleine mit Safur, grübelte er über das nach, was er erfahren hatte. Natürlich ist ihm aufgefallen, wie Panisch Safur auf einmal wurde und wie der sich verhalten hatte. Bei dem Gedanken, fing sein Glied wieder zu pochen an. Am liebsten hätte er in dem Moment seine Zunge in seinen Geliebten gesteckt. Doch er musste sich in Geduld üben, denn Safur war Körperlich noch lang nicht soweit. Und somit begnügte er sich mit dem Gedanken, dass sie beide nichts mehr trennen konnte. Er würde es einfach nicht zulassen.
Der Gedanke nie mehr von seinem Geliebten getrennt zu sein, gab ihn eine innerliche Ruhe. Mit dieser Ruhe konnte er endlich seine Augen schließen und ebenfalls schlafen. Denn, wie schneller er einschlief, desto schneller kam der nächste Tag und keiner wusste, was der nächste Tag alles bringen würde.
Fortsetzung folgt.