Eine wahrhaft magische Nacht

Story by Were-Gato on SoFurry

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Weihnachten, Zeit der Besinnung. Nur besinnt sich nicht unbedingt jeder auf das Fröhlichste...


Okay, es ist noch nicht exakt der richtige Tag/Nacht, aber da ich vermutlich ein wenig beschäftigt sein werde, gibts die Geschichte jetzt schon.

Das habt ihr jetzt davon! Vorausgesetzt, euch ist das Ganze nicht zu lang, dann hat es jemand anderes davon.

Es ist wieder mal eine Geschichte, die sich während des Schreibens komplett verändert hat. Hoffentlich hat zumindest die Stimmung eines stimmungsvollen Weihnachtens irgendwo dort drin überlebt.

Wie immer gilt natürlich auch hier, dass das Ganze für Leutchen über 18 gedacht.

Diesen wünsche ich viel Lesevergnügen, Frohe Weihnachten und gleich auch einen guten Rutsch nach 2019.

Alsdenn;

Eine wahrhaft magische Nacht

(eine pöse Furry-Fantasy)

Der Weihnachtsball des Bürgermeisters. Stolz gepflegte Tradition aus Gründertagen, die seit jeher alle Schichten der Stadt in Gleichheit und Festlichkeit zusammenbringen solle. Die Dekoration, zusammengestellt zugleich von Kindergärten wie Partyagenturen, so vielfältig wie die Gäste. Zu Weihnachten sollten sie zusammenströmen aus allen Schichten, allen Gegenden, allen Arten.

In der Praxis ein logistischer Alptraum. Das Detail der Tradition, dass Organisation, Catering und Bedienung jedes Jahr den Gästen des Vorjahres oblag, verstärkte diesen Effekt noch einmal um das Zehnfache.

"Da kommen sie!", rief das dreifarbige Kätzchen aufgeregt. "Alice, siehst du?"

Die graubraune Ratte neben ihr nickte und wünschte sich nur einen kleinen Teil dieses Enthusiasmus.

Christy löste sich vom Aussichtsfenster und inspizierte noch einmal den Bereich des Obergeschosses, der für die Kinder reserviert war. Alice bemerkte, wieviel von ihrer Mutter sich allein in der Haltung des Kätzchens wiederspiegelte. Langsam ging sie die Treppe nach unten und reihte sich ein in die präsentable Schlange grün gekleideter Bedienungen, direkt neben Vinz. Kurz fassten sie sich an den Händen. Alice bemerkte, dass er seine Hose nun doch geschlossen trug. Der drohende Zorn seiner Mutter war wohl doch Ansporn genug. Seufzend lockerte sie ein letzte Mal die Beine, ehe die Türen geöffnet wurden.

Als Gast hatte man es bei dem Ganzen doch weitaus schöner.

Darren hatte es sich so romantisch ausgemalt. Ankunft in schwarzer Limosine, mit Fahrservice aus der Edelcollektion. Ein Gläschen Champagner aus der Minibar, vorfreudiges Geplänkel auf dem Weg. An der Tür sitzen, als Erster aussteigen und seinem Date galant aus dem Wagen helfen und Seite an Seite die breite Treppe hinauf zu spazieren. So, oder wenigstens so ähnlich, hätte es laufen sollen.

Was ihm davon blieb, war sich zwischen Sicherheitsgurt und Türrahmen festzukrallen, und zu beten den Ballsaal lebendig zu erreichen.

Der feuerrote FDC Chian-Lung jagte durch die Straßen, wie ein zu tief fliegender Abfangjäger. Jeder Bodenkontakt warf Darren zurück in die harten Sportsitze. Modifikationen an der Soundanlage verwandelten das Surren des starken Elektromotors in das brachiale Donnern eines Zwölfzylinders, das von den nahen Gebäuden widerhallte. Jauchzend trat der gutaussehende Stier aufs Gas, während die Bremse ungenutzt liegen blieb. Bei jeder Steuerbewegung riss er das Lenkrad herum, als müsse er auch wirklich jeden einzelnen Winkel auskosten. Bis zu dem Augenblick, als sie das Rathaus erreichten, und der Wagen mit einem Ruck in eine Parklücke flog.

Darren stolperte heraus sowie sich die Türen öffneten. Keuchend hielt er die Knie seiner kurzen Beine fest umklammert, und widerstand nur mühsam dem Impuls nieder zu sinken und den Boden zu küssen. Die eisige Luft mit den dicken Schneeflocken füllte wie Balsam seine Brust.

"Wow, so muss das laufen!", rief der Stier als er aus dem Wagen sprang, und seine Hufe donnernd im Schneematsch landeten. "Schon allein dafür hat sich die ganze Arschwackelei gelohnt. Hab ich schon gesagt, dass sie wieder und wieder Sets an der Stange machen wollten, ehe sie endlich zufrieden waren? Ich glaub ja, die Fotografin konnte nur nicht genug kriegen, auch wenn ich ihr gesagt hab, keine Ladys." Überdeutlich schüttelte er sich, wodurch dein schwarzer Tuxedo ausgebeult wurde. Dennoch sah der Stier nicht schlechter darin aus. "Brr, komm, gehen wir rein. Mir ist kalt."

Sprachs und schritt dem großen Portal entgegen. Der Ballsaal hatte seinen eigenen Zugang im großen Rathauskomplex, komplett mit weit ausladender Steintreppe.

Darren fluchte tonlos in sich hinein. Er hätte ihm sagen sollen, dass es ein Date sein sollte. Schon von Anfang an. Eigentlich schon vor Monaten. Aber ebenso wie bei all die Gelegenheiten zuvor, blieben ihm die Worte im Hals stecken, und es fühlte sich nicht so an, als wollten sie sich nun bewegen.

"Trevor, warte!", keuchte er stattdessen, und eilte dem wunderschönen Stier hinterher. Er erreichte ihn erst im Eingangsbereich.

"Seit Jahren wollte ich hier schon mal her", sagte Trevor als Darren keuchend neben ihm zum stehen kam. "Hast du eine Ahnung, wie exklusiv das ist? Die verdammten Karten werden ja nur verschenkt und nicht verkauft."

Der dicke Iltis nickte schwer, während er versuchte, wieder genügend Luft in seine Lungen zu pressen. Überheizte Luft, schwer vom Geruch sovieler verschiedener Spezies machte das nicht unbedingt leichter. Es dauerte eine ganze Weile, ehe er die glitzernde Dekoration überhaupt wahrnahem, ganz zu schweigen von all den Leuten die durch den Raum wuselten.

Die Bediensteten des Abends, die Gäste des letzten Jahres, eilten bereits zwischen Küche, Garderobe, dem Obergeschoss voll lärmender Kinder, und dem Ballsaal umher. In ihren grünen Livreen ähnelten sie einer fleißigen Elfenschar, die durch die Tischreihen huschte um jeden Wunsch zu erfüllen. Zwischen ihnen schien sich jeder freie Raum wie von Zauberhand sofort mit edlen Gewändern, feinen Jacketts oder zumindest edelst shapooniertem Fell zu füllen. Es schien fast unmöglich, unter der durcheinander strömenden Masse einen einzelnen heraus zu picken, außer....

Darren blinzelte. Für einen Augenblick war er sich nicht sicher, ob er es gesehen hatte. Einen weiteren betete er, sich geirrt zu haben. Der vertraute Umriss, schlank, und unter der grünen Kleidung bedeckt mit schwarz glänzendem Fell. Schwarzes Fell, dass nur von einigen markanten Flecken Weiß durchbrochen wurde. Noch ehe der Iltis sich sicher sein konnte, spürte er wie der gesamte Körper des Stiers neben ihm sich anspannte.

"Was. Macht. Der. Hier?", schnaubte Trevor durch die Nase.

Darren schloss die Augen, biss sich auf die Zunge und fluchte still und voller Inbrunst; "Scheiße!"

"Wer bekam die vegane Sushiauswahl mit dem Soja-Kräutersogo?", fragte Vinz zum wievielten Mal. Erst als er keine Antwort bekam hob er den Kopf und blickte in eine Reihe mitleidiger bis genervter Raubtiergesichter. Eindeutig die falschen Leute für dieses Gericht. Verwirrt blinzelte er. "Das ist Tisch 17-L, oder?"

Ohne eine Antwort abzuwarten drehte er sich um, und bot das Tablett in seiner anderen Hand an. Die Terrinen mit kräftiger Fleischbrühe wurden lieber genommen.

"Ich bring den um, der diese Tische nummeriert hat", murmelte er unter einem falschen Lächeln.

"Vinz, wo bleibst du?", rief jemand von hinten. "Zwei an Tisch 21 wollen doch die Venegrette mit Löwenzahn."

"21-Links oder 21-Rechts?"

Wieder keine Antwort, oder sie ging in dem rauschenden Gemurmel unter, das die Zwischenräume wie eine schallschluckende Masse ausfüllte.

"Können wir endlich bestellen?"

Dieser Stimme konnte Vinz zumindest eine Richtung zuordnen, und sie entsprang in der Nähe. Seufzend setzte er auf, was von seinem weihnachtlichen Lächeln noch übrig geblieben war und schlüpfte durch den Vorhang, der den nächsten Tisch umgab.

"Hier bin ich schon", sagte er noch bevor das passende Formular auf seinem Pad blinkte. "Was darf es..."

Seine Stimme erstarb, sowie er den Kopf hob. Es fühlte sich an, als träfe der Blick aus den bezaubernden Rinderaugen direkt in seine Kehle. Trevor sah noch mindestens so gut aus wie früher, eher besser. An Muskeln hatte es ihm nie gefehlt, doch in diesem Anzug wirkte er, als wäre er gerade dabei das Vereinigte Königreich vor dem Untergang zu retten. Für einen verhängnisvollen Augenblick war alles wieder da. Der Geruch seines erhitzten Körpers, sein kurzes Fell unter Vinzs Fingern, seine unsagbare Enge. Erst der unsanfte Hieb eines Ellbogens in seine Seite rief ihn ins Hier und Jetzt zurück.

"Verzeihung, langer Abend", murmelte der schwarzweiße Kater. Wie ein Automaton trug er die Wünsche der übrigen Tischgäste in sein Pad ein, ohne auch nur einen davon bewusst zu hören. Er vermied es, den semmelfarbenen Stier anzusehen. Doch als er den Tischbereich wieder verließ, spürte er Trevors triumpfierenden Blick wie einen glühenden Dolch zwischen seinen Schulterblättern.

"Mann, schon allein dafür war es den Abend wert!", sagte der Stier und nippte an seinem Guinnes. Der bittere Geschmack schien den Siegestaumel noch einmal zu verstärken. Vinzenz Curlson in dieser Aufmachung zu sehen fühlte sich in diesem Moment besser an als die gewonnene Meisterschaft. "Die Schlampe als Bedienung, das wird ausgekostet, das sag ich dir!"

Darrens Kopf sirrte in der Zwischenzeit. Wie, kreiste es mit Schallgeschwindigkeit zwischen seinen Schläfen, wie konnte all das Zusammentreffen? Wessen Haustier hatte er in einem früheren Leben überfahren, um das zu verdienen? Die übrige Besetzung des Tisches, ein älteres Rentier-Ehepaar in kitschigem Partnerlook und zwei Füchsinnen in Geschäftsanzügen stritten über irgendetwas Belangloses. Tief und gleichmäßig atmete er ein, ballte kurz die Fäuste, ehe er die linke Hand auf den Arm des Stieres legte.

"Trevor, weißt du, ich wollte dir eigentlich noch..."

Für einen halben Moment schien der prächtige Stier zu erstarren, dann lächelte er überbreit. "Oh klar, warte, ich habs nicht vergessen!"

Ohne dem Iltis Gelegenheit zum Widerspruch zu lassen, zog Trevor einen Speicherstick aus seiner Tasche. "Hier, die Mitschnitte von den Proben von Howling Crew. Die Freundin von dem Fotografen hatte tatsächlich die Conections, mit denen sie angegeben hat. Aber lass das Zeug besser nicht online kommen, ich glaub das ist zurückverfolgbar."

"Danke", sagte Darren wie aus einem Traum gerissen. Howling Crew war noch immer seine Lieblingsband, und an jedem anderen Abend hätte ihn soviel Fan-Stalking im Kreis springen lassen, aber nun fühlte es sich nur vergeblich an. Ehe ihm Gelegenheit blieb, das Gespräch wieder an sich zu reißen, hatte Trevor sich schon in die Diskussion der Tischnachbarn eingemischt. Voller Elan verteidigte er das Anliegen von Irgendwem gegen Irgendwas. Darren konnte sich nicht konzentrieren, stattdessen griff er nach seinem Weinglas.

"Mom, ich muss dir ein Geständnis machen", sagte der schwarzweiße Kater und stellte den nächsten Stapel Geschirr auf den Tresen der Spüle. "Nach reiflicher Überlegung habe ich mich dazu durchgerungen, nicht ins Restaurantfach einzusteigen."

Das übermüdete Gesicht seiner Mutter tauchte hinter den Tellerstapeln auf. Dampf hatte ihr Fell abgestumpft. Reste von Seifenschaum bogen die Schnurrhaare der Tigerkatze weit nach unten. Ihre Augenlider hingen auf Halbmast. "Ich werde versuchen, meine unendliche Bestürzung vor dir zu verbergen."

„So, versuch es jetzt nochmal.“

Scott Curlson rutschte rücklings unter der Industriespülmaschine hervor. Polternd landeten Werkzeug und überzählige Schrauben zu beiden Seiten des älteren Katers. Einer der anderen Spülenden, ein Kragenbär mit bis über die Ellbogen gezogenen Handschuhen, streckte sich mit zusammengebissenen Zähnen vor. Mit der gummierten Krallenspitze drückte er den On-Knopf und wich ruckartig hinter die schwere Kühlschranktür zurück.

Brummend erwachte die silbergraue Maschine zum Leben, öffnete ihre Türen und entließ saubere Teller in die Welt, getragen von einer Wolke aus Dampf.

„Was hab ich gesagt?“ Ächzend stemmte Scott sich in die Höhe.

„Danke Schatz, wunderbar“, sagte Jolene tonlos und begann die lange gefangenen Teller auszuräumen. „Du darfst ruhig mit zulangen.“

„Ist das der Dank für all das Maschinenstreicheln?, frage er und nahm drei große Schalen.

Die Tigerkatze stieß ein erschöpftes Seufzen aus.

Scott drückte seine Stirn gegen ihre Schläfe.

„Du bist süß, wenn du voller Seife bist.“

Er küsste ihren Wangenpelz, auf seinen Lefzen formten sich Seifenblasen. Er prustete und ein Schwall winziger Bläschen flog in die Luft.

„Nein, liegt doch nicht an der Seife.“

Seine Hand rutschte auf den Hintern seiner Frau.

„Nicht jetzt“, murrte Jolene, leistete jedoch keinen Widerstand.

„Ufff“ Die graubraune Ratte stützte sich auf ihre Knie und drückte den Rücken durch.

„Wie geht es dir?“ Sanft und leise ließ der schwarzweiße Kater die Tür zu gleiten. Eisiger Wind, durchsetzt mit Schneeflocken fuhr tief in sein Fell.

Die Ratte lächelte. „Schon wieder besorgt?“

„Immer“, gurrte der Kater. Behutsam umfasste er ihre Schultern, massierte sanft die Knoten heraus. Seufzend lehnte Alice sich gegen ihn, vergaß den eisigen Wind der durch die Gasse heulte. Die Hände des Katers glitten tiefer, tastete nach den verspannten Oberschenkeln der Ratte.

„Lass das, ich schaff das schon“, murrte diese.

Der Kater drückte die Schnauze tiefer in ihren Nacken, putzte sie zärtlich. „Alice, Alice, Alice“

„Mhmm“, brummte die Ratte. „Hast du Trevor auch so umschmeichelt?“

Vinz rieb seine Wange an ihrer. „Eifersüchtig?“

„Als ob“ Spielerisch schnappte Alice nach einem Katzenohr. „Willst du mich denn auch so abservieren wie ihn?“

Der schwarzweiße Kater zog eine nachdenkliche Schnute. „Wenn du mir auch vorwirfst, ich würde an zu vielen fremden Schwänzen naschen.“

Ein Schauder lief durch die Schultern der Ratte. „Nur, wenn du mir nichts abgibst.“

Sanft leckte Vinz über ihren Unterkiefer. „Wieso sollte ich? Mit dir schmecken sie soviel besser.“ Seine Hände umfassten wärmend ihren Bauch. „Für Trevor war immer schon die Andeutung von Untreue ein rotes Tuch. So richtig nach Menschenart.“

„Und das dir“, spöttelte Alice sanft. „Hoffentlich kriegt er sich irgendwann wieder ein.“

„Ja“, sinnierte der Kater. „Ich muss mich immerhin noch bei ihm bedanken, dass er mir dich vorgestellt hat.“

„Vorgestellt“, kicherte die Ratte.

Vinz seufzte verträumt, streichelte Alices Bauch und zog sie fester an sich. „Er dachte wirklich, ein Dreier würde mich ruhiger machen.“

„Ohweh“

Erneut begannen Schneeflocken zu fallen, tiefer in der Gasse schepperte etwas. Ihrer beider Ohren zuckten. Verschwörerisch blinzelten sie sich zu.

Vinz schlich um einen der großen Abfallcontainer herum, beuge sich gerade weit genug vor um mit einem Auge um dessen Rand zu linsen. Alice drückte sich unter ihn, presste ihren Rücken an seine Brust. Gemeinsam beobachteten sie einen jungen Eisbären, der vor einem Wolfsmädchen auf die Knie sank. Der matschige Schnee in der Gasse schien beiden kaum aufzufallen, sie hatten nur noch Augen füreinander. Hose und Höschen hingen der jungen Wölfin schon in den Kniekehlen, und als der Eisbär seine Schnauze zwischen ihre Schenkel drückte, konnte sie ihr Heulen nur mit sichtlicher Mühe unterdrücken. Ratte und Kater tauschten wissende Blicke aus und zogen sich vorsichtig wieder zurück. Kaum hatten sie den ursprünglichen Seiteneingang wieder erreicht, als das Heulen der Wölfin quer durch die Gasse hallte.

„So jung und so verliebt“, summte Alice.

„Ich liebe dich auch“, sagte Vinz hastig. „Wenn du willst, bekommst du dasselbe, gleich hier!“

Kichernd sprang Alice einen halben Schritt vor, und wackelte mit ihren schmalen Hüften.

„Verlockend. Aber wir sind beide mittlerweile älter, erfahrener, und weise genug dergleichen im Warmen zu machen.“ Sie griff nach der Klinke. „Komm schon! Hast du nicht vorhin gesagt, du hättest da wen gesehen?“

Gemeinsam schlüpften sie zurück nach drinnen.

Während im Ballsaal die Musik einsetzte, und zwischen den Gängen ein paar Leute tanzten, erklangen im Obergeschoss ganz andere Töne. Das beständige auf und nieder schwingende Gekreisch aus Dutzenden Kinderkehlen stellte sämtliche Trommelfelle auf eine harte Probe.

Martha Wonderous hatte es gerade geschafft, den gestoßenen Arm eines bunt verschmierten Lämmchens zu heilen, als schon das nächste Kind an ihrer grünen Schürze zupfte. Lächelnd hob die graue Ratte das Eselchen auf ihren Schoß, und pulte ihm mit geschickten Fingern ein kleines Bauklötzchen aus einem Spalt im Huf. Dabei unterhielt sie sich mit der Frau neben sich, die ein weinendes Schweinchen beruhigte.

"Sie werden also wirklich schon Großmutter?"

Verstohlen betrachtete die Ratte ihre Helferin aus den Augenwinkeln. Die große Schimmelstute sah gut aus, höchstens Anfang vierzig. Mochte der Eindruck durch ihr Übergewicht auch etwas verzerrt sein, doch sie trug es mit einer Eleganz, die jeden weiteren Eindruck übertünchte.

"Ja, werde ich", sagte sie mit einer ungemein beruhigenden Alt-Stimme. An ihrer Schulter minderte sich das Heulen des Ferkels rasch. "Meine kleine Evelyn konnte es scheinbar nicht abwarten, ihrer alten Mutter nachzueifern."

Martha entließ den kurrierten Esel, der nichts besseres zu tun hatte als mit beiden Beinen zurück in die Lego-Kiste zu springen.

"Die Sorgen müssen sie ja auffressen."

"Ja, natürlich" Seufzend legte Sally ihren langen Kopf auf den Rücken des Ferkelchens, so dass dieses fast unter ihrer hellen Mähne verschwand. "Aber dafür ist man Mutter, nicht wahr? Aber sie wird gut versorgt, ich habe Evelyn meinen Platz im Herdenhaus abgetreten. Für mich wurde es ohnehin wieder einmal Zeit für etwas Neues. Wieviele sind es bei ihnen?"

"Eine", antwortete die Ratte knapp.

"Ah", machte die Stute, dann schien es ihr plötzlich peinlich zu sein.

"Es ging nicht mehr." Die Narbe auf Marthas Bauch war unter ihrem Fell nicht zu sehen, doch in diesem Moment lief das altvertraute Ziehen wieder hindurch.

"Tut mir leid", sagte Sally leise.

"Muss es nicht", winkte Martha ab.

"Nein, ich dachte nicht... Ich meine... Oh, Evelyn, komm doch mal rüber."

Sichtlich dankbar für die Ablenkung winkte die Schimmelstute ihre Tochter zu sich. Die jüngere, aber nicht weniger füllige Stute hob sich von ihrer Mutter durch grau geflecktes Fell ab, das unter ihrer Festtagstunika regelrecht hervorleuchtete. Schnaufend, den kugelrunden Bauch weit vorgereckt, mühte sie sich die letzten Stufen der Treppe herauf, um dann keuchend vor ihrer Mutter zum stehen zu kommen.

"Warum nimmst du denn nicht den Lift?"

"...bin... schwanger Mom... nicht... alt!", antwortete die jügere Stute zwischen tiefen Atemzügen.

"Ja, so siehst du aus" Sally rümpfte die Nase. "Evelyn, dass ist meine neue Freundin Martha. Lass sie doch bitte mal deinen Bauch streicheln."

Die graue Ratte zuckte zurück. "Das ist aber nicht notwendig!"

Doch da hatte Evelyn ihre Tunika schon halb geöffnet.

"Ich hab nichts dagegen", sagte sie fröhlich, und teilte den Stoff.

Martha schluckte. Die obere Hälfte der Tunika wurde allem Anschein nach ausschließlich vom Gewicht der milchschweren Stutenbrüste gehalten. Saugkräftige Einlagen zeichneten sich deutlich unter dem warmen Flanellstoff ab, an deren Rändern sich dunklere Flächen abzeichneten.

Der Bauch der jungen Stute war größer als Marthas ganzer Brustkorb, und ragte wie ein Berg über die Linien ihres Körpers hinaus. Wie hypnotisiert legte die Ratte beide Hände mit weit gespreizten Fingern darauf. Der Stutenbauch fühlte sich prall an, gewaltig, wie eine überpumpte Hüpfburg. Das Fell war so dünn auseinander gezogen, dass die Hitze regelrecht von ihr abstrahlte. Und darunter...

Martha seufzte verzückt, als sie die Bewegungen des verborgenen, kleinen Lebens an ihren Fingerspitzen spürte.

"Wissen sie es schon?", fragte sie verträumt.

"Mhmm", nickte Evelyn. Sie genoss die Berührungen ganz offensichtlich. "Eine Tochter."

"Ganz die Mama", spöttelte Sally selig.

Die graugefleckte Stute ignorierte den Einwurf. "Was sagen sie denn, wie wird es?"

"Das Schönste überhaupt", säuselte Martha.

Evelyn schob eine Braue hoch. "Seinen sie ehrlich!"

"Es wird die Hölle auf Erden", antwortete Martha. Ein Lächeln drängte sich auf ihre Rattenschnauze. "Und sie werden es lieben!"

"Oh ja!", bestätigte Sally.

Martha spielte noch etwas mit dem vorgewölbten Bauchnabel, als ihr der Geruch auffiel. Es war nicht überdeutlich, die junge Stute hatte sich erst frisch gewaschen, aber es hing unweigerlich ein Aroma von frischer Kopulation an ihr. Da hatte jemand gerade Spaß gehabt. Männlein, Weiblein, nicht mehr deutlich, aber die Spur des Aktes ließ sich noch erschnuppern. Gut so, befand Martha im Stillen. Viel zuviele junge Mütter mühten sich mit sinnloser Abstinenz ab, wenn alles was der Mutter wohl tat, auch dem Baby gut bekam.

Plötzlich rannten einige Kinder zum Treppengeländer, eine Sekunde später die mit den schwächeren Ohren. Geschrei ertönte vom unteren Ende der Treppe her, nicht kindlich, eine andere Sorte. Tiefer, grausamer. Martha und Sally tauschten einen wissenden Mutterblick. So klang der Ärger, wie ihn die großen Kinder verursachten.

"Bleib stehen, du Flittchen!" Tief und donnernd hallte die Stimme des Stieres durch die Eingangshalle, laut genug um sämtliche anderen Gespräche zu übertönen.

Der schwarzweiße Kater in grüner Livree, drehte sich um und blickte den Stier im Türrahmen des Waschraums eindringlich an. Schwer klackend traten dessen Hufe auf, es ähnelte einem klassischen Revolverduell. Bis auf Armlänge näherte sich der Stier, dann drückte er sehr langsam einen Zeigefinger in des Katers gestärkte Hemdbrust.

"Heute bis du die Bedienung hier, und ich hab dir gesagt, was ich von dir will!"

"Ich bin für die Tische zuständig", knurrte Vinz. "Außerdem hab ich nichts bei mir."

"Dann leckst du ihn eben nass!" Der Stier zelebrierte die Aufdringlichkeit der Forderung regelrecht. "Ist ja nichts, was du sonst nicht auch machen würdest!"

"Zu diesem Zweck haben wir einen sehr nützlichen Automaten", zischte Vinz zwischen aufeinander gepressten Zähnen hervor. "Solltest du eigentlich gesehen haben."

"Der ist leer" Trevor sprach langsam und überdeutlich, als wollte er jede einzelne Silbe genießen. Sein Guinnesatem brachte die Schnurrhaare des Katers zum beben. "Also?"

Vinz setzte seine blasierteste Buttlermiene auf.

"Verzeihen sie, Sir, doch die Bestückung der Automaten fällt in die Zuständigkeit der Betreiber. Wenn ich ihnen die Nummer der Kundenhotline heraussuchen darf..."

"Halt dein Maul, du Miststück!" Die Aufsätze der grünen Livree flatterten unter der Wucht der Worte. ""Und versuch nicht, hier auch noch abzuhauen!"

"Hier auch noch...?", wiederholte Vinz ungläubig. "Es geht dir immer noch um das von damals?"

"Du hast mich wie einen Idioten stehen lassen!" Betrunken mochte der gutaussehende Stier noch nicht sein, aber je lauter er wurde, desto mehr verzogen sich seine Vokale. "Ich dir gesagt, dass du das noch zurückkriegen wirst!"

"Du hast mich überrumpelt!", hielt Vinz dagegen. "Auf den Knien, mit Ring und allem. Was dachtest du denn, wie ich reagiere? Hast du wirklich geglaubt, dass ich das will?"

"Vor meiner ganzen Familie!", schnaubte Trevor, es grenzte an ein Jaulen.

"Wer hat sie denn zusammengetrommelt?", fauchte der Kater.

"Du hast mich einfach stehen lassen!", wiederholte der beige Stier, mit einem Furor der seinen Adamsapfel zum zittern brachte. "Aber jetzt nicht, hörst du? Du bist hier Bedienung, und ich verlage...!"

"Einen Dreck verlangst du!"

"Trevor!" Der Kopf des dicken Iltis leuchtete förmlich, als er sich durch die Reihen der schaulustigen Menge quetschte. In zwei großen, tapsigen Schritten drängte er sich zwischen Stier und Kater. "Trevor, lass es gut sein, Bitte!"

Ein widerliches Grinsen drängte sich auf Vinz Schnauze. "Ja, hör besser auf dein Gewissen! Bevor er dir auch noch fremd geht."

Ab diesem Moment geschah alles unglaublich schnell.

"Du räudiger...!", brüllte der Stier, und warf sich nach vorne um den Kater auf die Hörner zu nehmen. Zugleich schnellten die Krallen aus Vinz Fingerspitzen, und unter Aufbietung all seiner Raubtierreflexe schlug er nach Trevors schäumender Schnauze. Doch es war Darren, der reagierte ehe auch nur einer ihrer Schläge traf. Der dicke Iltis warf sich mit der Schulter gegen die Brust des Stieres, fing dessen zornige Wucht auf, während er zugleich mit der Hand den Katers von sich stieß. Dies verlagerte Vinzs Hieb gerade soweit, dass er die Schnauze des Stieres verfehlte, und stattdessen die Nase des Iltis streifte.

Darren schrie, ohne es verhindern zu können. Die Krallen drangen nicht tief, doch die scharfen Klingen direkt auf die Nase zu bekommen, wirkte wie ein Stromstoß mitten ins Gehirn. Taube Kälte erfasste seine Schnauze, Tränen traten ihm in die Augen ehe ihn schmerzhaftes Niesen durchzuckte.

Vinz blieb nicht einmal die Zeit zu fallen. Ein Schlag wie von einem Rammbock traf sein Brustbein und trieb ihm sämtliche Luft aus den Lungen. Er fiel nach hinten, und sah noch im Straucheln sah er, wie Trevor den rundlichen Iltis in seine Arme riss als wöge er nicht mehr als eine Wolke.

"Bist du irre?", kreischte der Stier, und preschte davon. Die Umstehenden wichen zurück, wo sie nicht einfach zur Seite geworfen wurden. Der schwarzweiße Kater landete unsanft auf zwei equinen Teenagern.

"Vinz!"

Alice! Der Kater riss den Kopf hoch, während ächzend Luft zurück in seine Brust strömte. Krampfartiger Husten folgte. Die beiden Teenager, Steppenpferd und Zebra, brachten ihn auf dem Boden zum sitzen. Vertraute Rattenfinger schlossen sich um die seinen.

"Vinz, gehts dir gut?"

Keuchend nickte der Kater, es fühlte sich seltsam an, wenn sie sich um ihn sorgte. Während Vinz versuchte, seinen Atem wieder unter Kontrolle zu bekommen, bemerkte den roten Hauch, der auf den Krallen seiner rechten Hand glitzerte. Iltisblut.

"Das wollte ich nicht!", krächzte er entsetzt hervor.

Behutsam strich der Stier noch eine Schicht Liquiplast auf die haarfeinen Schnitte. Das Ganze war unnötig, mehr als einen Tropfen Blut hatten die Wunden nicht hergegeben, doch davon ließ Trevor sich nicht aufhalten.

Darren schnupperte prüfend. Der chemische Gestank der klebrigen Flüssigkeit passte zur muffigen Vergessenheit des Erste-Hilfe Raumes, aber zumindest betäubte es den Niesreiz. Doch die Art wie Trevor ihn ansah, wie er sich mit unbeholfenem Eifer um ihn kümmerte, machte es nur noch schwerer, den Gefühlen in seinem Innersten auszuweichen. Mit fahrigen Bewegungen schraubte der Stier das Fläschchen zu.

"Dafür büßt er, das schwör ich dir!"

"Trevor, nicht" Der Iltis legte ihm eine Hand auf den Arm. Der Stier schien seine Worte kaum zu hören, er schüttelte das kleine Medizinfläschchen wie eine Glocke.

"Ich häng ihn an seinen flauschigen, kleinen Klöten auf!"

"Trevor!"

"Keine Bange, ich machs so, dass man es nicht zurückverfolgen kann. Lass mich nur machen. Ich weiß schon genau, wie..."

"Halt die Klappe, verdammt!"

Darren fühlte sich fallen, hilftlos, wie in einem Strudel gefangen. Die Kratzer schmerzten längst nicht mehr, doch brachte er nicht mehr die Kraft auf, sich länger unter Kontrolle zu halten. Nun brach es sich unaufhaltsam die Bahn. Das alles war zuviel, viel zuviel.

"Trevor, ich kann nicht mehr!" Darrens Kopf fiel auf die starke Schulter des Stieres nieder, und ungehemmtes Schluchzen brach sich die Bahn. Trevor schloss die Arme um ihn. Beschützend, freundschaftlich. Das machte es nur noch schlimmer.

"Ich mag dich!", brachte der dicke Iltis unter schnaufen und schneuzen heraus. "Kapierst du das jetzt endlich, du großer Ochse? Ständig will ich was sagen, und du lenkst ab. Oder was anderes passiert. Aber jetzt nicht mehr! Wir sind allein, und ich sage es dir jetzt. Das hier sollte ein Date werden, unser Date! Ich mag dich Trevor, seit der zweiten Klasse. Mit Mädchen war es nicht so, und mit anderen Kerlen auch nicht. Verdammte Scheiße!" Mit rotgeheulten Augen blickte er zu dem muskelbepackten Rind auf. "Ich glaube, ich bin in dich verliebt!"

Trevors Kiefer spannten sich an, seine Zähne mahlten in der Luft.

"Darren", sagte er tonlos. Es gelang ihm kaum auch nur einen vollständigen Satz zu denken. "Damals..."

"Ja, damals auch schon", schluchzte Darren in die Schulter des Stieres. "Glaub ich jedenfalls. Ach Scheiße Trevor, woher soll ich denn das wissen? Sowas sucht man sich doch nicht aus. Und ich weiß auch, worauf du stehst, und das ich dir das nie geben kann. Darum, weißt du was, machen wir es kurz. Sag, dass es nichts wird, nie was werden kann, und dann komm ich mir vielleicht endlich irgendwann wieder normal vor. Wenn ich..."

Der Wortschwall des Iltis fand ein jähes Ende, als der muskulöse Stier dessen spitze Schnauze mit einem gierigen Kuss versiegelte. Darren glaubte, sein Kopf zerplatze jeden Augenblick. Warmer Rinderspeichel floss in seine Rachen, als die breite, fremde Zunge über seine Schneidezähne strich. Es schmeckte nach vegetarischen Sushi; nach den halb vergessenen Nickerchen als Kinder, die sie eng aneinander geschmiegt lagen; nach dem ersten neugierigen Fummeln bei Pubertätsbeginn, und nach soviel mehr.

Als der heiße Rindermund sich von seiner spitzen Schnauze löste, war Darren bereit an einen wundervollen Traum zu glauben. Doch als die flehenden Augen des muskulösen Stieres vor ihm auftauchten, da wusste er dass es real gewesen war.

"Trevor", brachte er atemlos hervor.

"Darren, ich..." Der Stier stockte, schluckte mühsam. Seine Augen glänzten feucht. "Glaubst du, ich bin blind? Natürlich hab ich gesehen, was dich umtreibt. Aber wahrhaben wollte ich es nicht. Ich hab nur so gehofft, dass ich mich irre. Weil, Darren weißt du, ich glaub nicht, dass ich das kann."

"Wha...", sagte der dicke Iltis, der Rest ging in erstickendem Krächzen unter. Eisiges Entsetzen durchfuhr ihn wie ein Blitz aus Frost. Der Traum zerplatzte in zehntausend Scherben, und jede einzelne schnitt tief in sein Herz.

"Darren, ich...", begann Trevor erneut. "Wir sind Freunde, seit ich denken kann. Ohne dich macht doch nichts Spaß. Du kennst mich mit allen Macken und dummen Fehlern, und bist doch immer da. Du bist ein Traummann. Aber Darren, was... was wenn es nicht funktioniert? Wenn es so endet, wie mit... Darren, was ist, wenn ich dich eines Tages so hasse wie...Ihn?" Er wandte sich ab. "Das könnte ich nicht ertragen."

Der dicke Iltis schluckte. Wie im Zeitraffer betrachtete er die Bewegung, als der Stier sein wunderschönes Gesicht von ihm abwandte. Und etwas in ihm zersprang. Es fühlte sich an, als schlügen blaue Flammen aus den frischen Kratzern auf seiner Schnauze.

"DAS kannst du nicht ertragen?", schrie er aus voller Kehle. Seine Hände schnellten nach vorne, packten die Hörner des Stieres in unerbittlicher Härte und zerrten dessen Kopf zu ihm. "So nicht, hörst du? So nicht! Du willst nicht, dass es wie mit Vinz endet? Ist mir egal, das wird es nicht! Ich überrede dich sicher nicht zu einem Dreier, nur um dann mit dem Mädel abzuziehen. Ich springe nicht viermal pro Nacht von einem Bett ins nächste. Ich lass dich nie einfach stehen, hörst du? Niemals! Und das weißt du verdammt nochmal auch! Weil du mich kennst! Ich will keine Orgien, ich will keinen Harem. Ich will nur einen Mann, und ich will, dass du das bist!"

Zitternd rutschten seine Hände von den gebogenen Hörnern, sein Blick sank nach unten.

"Also, wenn du nicht willst, dann sag es. Wenn ich dir zu fett bin, oder zu klein oder zu wenig ehrgeizig; dann sag es. Sag, dass dir mein Schwanz zu kurz ist. Hast ihn ja oft genug gesehen. Das weiß ich alles, das verkrafte ich schon. Aber schieb nicht den verdammten Schlampenkater vor, das habe ich nicht verdient!"

Das Zittern seiner Hände erfasste den gesamten Iltis. Ihm war, als stülpte sich sein Innerstes nach außen. Am Liebsten hätte er sämtliche Mahlzeiten der vergangenen Woche ausgekotzt, doch blieb er wie paralysiert sitzen. Sekunden verstrichen wie Jahrhunderte, die Welt geriet rings um aus den Fugen. Wie konntest du das sagen; dröhnte es in seinen Gedanken, schwirrte wie ein zehn Tonnen schweres Moskito umher. Es fühlte sich wie Jahrzehnte an, die er brauchte nur um den Blick zu heben.

Die Augen des prächtigen Stieres ruhten noch immer auf ihm. Darren versuchte sich zusammenzunehmen, doch es war als hätte ihm die schiere Wut alle Kraft aus dem Körper gesogen. Sein Kiefer bebte unerbittlich.

"Du hast Recht", sagte Trevor schließlich, langsam und nachdenklich. Es schien eine Ewigkeit zu dauern. Darren steckte die Hände unter die Acheln und zog die Schultern straff, nur um irgenwie das Zittern zu stoppen.

"Was?", krächzte der Iltis vorgeblich trotzig. Es fühlte sich an, schnürten klamme Silberdrähte ihm langsam die Kehle zu. "Vinz hätte das wohl nicht zu dir gesagt?"

"Nein, hätte er nicht." Zitternd strich Trevor über das Ohr des Iltis. "Ist vermutlich auch ein Teil des Ganzen. Und du hast Recht, ich bin ein Ochse. Ein Blödmann, ein Vollidiot. Ich denke viel zu oft an ihn. An das Uns, das keins war. An all die Dinge, die lange vorbei sind. Fast schon krankhaft. Jung und dumm, er wie ich. Es ruiniert mich noch, das muss aufhören! Aber ich fürchte, das geschieht erst, wenn ein besserer Mann zu mir kommt."

Der photogene Stier trat einen Schritt zurück, tastete nach seiner Stirn. Dann schüttelte er den Kopf, und sank in einer unglaublich eleganten Bewegung auf die Knie nieder.

"Wa...?", keuchte Darren als bemerkenswert geschickte Finger ihm die Hose öffneten.

"Na, was schon?" Trevor blickte verschmitzt zu ihm auf, wischte eine verirrte Träne von seiner Wange. "Du weißt doch, mit mir muss man manchmal überdeutlich sein. Also lass mich alle Zweifel gleich ausräumen." Zärtlich drückte er die Stirn in den weichen Bauch des Iltis. Seine Hörner kitztelten sanft. "Außerdem will ich doch wissen, wie mein besserer Mann schmeckt."

Vom Sturzflug ins Trudeln in den Überschall, so fühlte es sich an. Selbst Jahre später fiel Darren keine bessere Umschreibung für diesen Moment ein. Keuchend riss der dicke Iltis die Augen auf, als sich der warme, feuchte Rindermund sanft um seine Felltaschte schloss.

Die Tür des Erste-Hilfe Raumes wurde zaghaft geöffnet.

"Darren", klang die Stimme des Katers unsicher herein. Seine schimmernd blauen Raubtieraugen spähten in der Halbdunkel. "Es tut mir so leid, ich..."

Vinz erstarrte im Türrahmen, die Pfote noch zum nächsten Schritt erhoben. Ein Knäul aus Fell fiel schmatzend in sein Sichtfeld. Für einen Augenblick sah es so aus, als halte Trevor ein bauschiges Kissen unter sich, ehe ihm klar wurde, was er da sah. Vor ihm wälzten sich Iltis und Stier eng umschlungen über den Boden. Ohne aufzusehen löste Darren einen Arm von der Schulter des Stieres, und fuchtelte verscheuchend umher.

In selten so intensiv gefühlter Peinlichkeit zog Vinz sich lautlos und schnell aus dem Krankenzimmer zurück und ließ die Tür tonlos ins Schloss gleiten. Er überlegte kurz, dann holte er aus dem Putzraum das "Außer Betrieb" Schild und hängte es an die Klinke.

Drinnen reckte der fotogene Stier blinzelnd den Kopf nach oben. "War da was?"

Darren packte dessen Hörner mit beiden Händen und zog ihn wieder zu sich.

"Nein!", keuchte er, ehe er den nächsten atemlosen Kuss einforderte.

"Gut", raunte der Stier tief aus der Kehle. "Denn das hier ist jetzt nur für dich!"

Gierig leckte er über die plüschige Wange des Iltis, dann richtete er sich auf und zog sein Telefon aus der Tasche.

"Oh come Emanuell", befahl er in die Sprachsteuerung "Choral"

Die ersten Töne des Liedes legten sich wie Sphärenklang über den Raum, und während eine Vielzahl talentierter Stimmen auf Latein nach dem Erlöser riefen, begann Trevor zu tanzen. In flüssigen, schnellen Bewegungen glitten seine Hufe über den zerkratzten Boden, ohne auch nur einmal hart aufzutreten. Gleichzeitig öffnete er die Knöpfe seines Hemdes.

Als die erste Strophe endete, stand er ohne Jackett da, nach der zweiten war sein Oberkörper vollständig entblößt, und Darren fühlte, wie seine Augen sich beim Anblick der wohldefinierten Muskeln weiteten.

Die dritte Strophe brachte die schnalzende Entfernung des Gürtels. Mit schwingenden Hüften löste Trevor den Rest der Hose, ehe er diese mit einem finalen Griff nach unten stieß. Zu den letzten sehnsüchtigen Klängen des weihnachtlichen Liedes trat der prachtvolle Stier auf den Iltis zu, und entledigte sich dabei seiner Boxershorts. Darren stand die Schnauze hoffen. Im Prinzip kannte er das alles schon, doch die Vorstellung seinen ältesten Freund als seinen Mann zu sehen, veränderte alles von Grund auf. Es war, wie ihn zum ersten Mal zu betrachten. Soviele wohldefinierte Muskeln, die sich unter dem gepflegten Fell bewegten. Wie eine lebendig gewordene Statue des Minotaurus, geschaffen von einem schmachtenden Künstler zum Ausdruck tiefster Sehnsucht. Darren bemerkte nicht einmal, wie ihm ein Tropfen Speichel aus dem Mundwinkel floss.

Die Musik verklang, und Trevor kam vor dem Iltis zum stehen, nackt bis auf die Manschetten mit den edlen Goldknöpfen und die Gamaschen um seine Hufe. Sanft legte er die Hände auf dessen Schultern, und sank auf den Knien in seine Arme, bis die spitze Schnauze des Iltis an seinen Brustmuskeln lag.

Darren wollte etwas sagen, doch dann begann das Becken des Stieres zu kreisen, und seine tief hängenden Hoden streichelten zärtlich den prallen Schaft seines neuen Liebhabers.

"Entschuldige", brummte Trevor, und seine Stimme brachte Darrens Kopf zum erbeben. "Eigentlich kann ich das besser."

"Wie denn?", hauchte Darren ungläubig. Wie von Geisterhand geführt, sog einen der harten Rindernippel in seinen Mund.

"Viel langsamer", antwortete der Stier, seine Finger fuhren durch das Haar des Iltis. "So einen Striptease soll man eigentlich auskosten."

Seine Hände glitten tiefer, griffen die Schultern des Iltis und drückten ihn nach hinten. Darren wusste, was er vor hatte, und plötzlich stand doch alles wieder in Zweifel.

"Wir... wir müssen das jetzt nicht... ich meine, wenn du nicht willst..."

Trevor bedachte ihn mit einem sehnsüchtigen Blick. "Doch, ich will." Der Stier kreiste weiter mit den Hüften, bis eine harte, fleischige Spitze über seine ölige Pforte strich. "Und du willst, das spüre ich. Also, um genau zu sein..." Trevor sank tiefer. "...kann ich es nicht mehr erwarten!"

Glitschend glitt das harte Iltisfleisch tief in seinen Körper, und Trevor genoss den Ausdruck in Darrens Gesicht. Ohne den Blick abzuwenden bugsierte er seinen schweren Beutel aus dem Weg, und senkte sich weiter herab, bis er auf den flauschigen Schenkeln saß, und Darren bis zum Anschlag in sich fühlte. Trevor ergab sich dem Genuss. Es war anders, als sich einen Stecher im Club aufzureißen. Auch keines seiner zahllosen Spielzeuge berührte ihn auf genau diese Weise. Dagegen verblassten sogar Vinz verfluchte Dornen. Die Augen des Stieres schlossen sich, sein Innerstes wogte und hingebungsvoll entwich ein leises "Muh" seiner Kehle.

Trevor blinzelte erst wieder, als sich flauschige Finger zaghaft um seinen Schaft legen. Verwirrt blickte er nach unten, er hatte noch nicht einmal bemerkt dass er ausgeschachtet hatte.

"Ich... ich halts nich lang aus!", keuchte Darren unter ihm. Trevor lächelte verliebt. Nichts anderes hatte er erwartet. Er stützte sich mit einem Arm auf die Schulter des Iltis, die freie Hand legte sich um Darrens. Gemeinsam massierten sie seinen Pfahl, zehn Finger zusammen. Natürlich hielt er nicht lange durch, sein neuer Mann stand schwer unter Druck. Nach allem, was er ihm angetan hatte. Damit hatte er Erfahrung, es kam nur darauf an.... Moment.

Trevor spürte die Veränderung. Im Bruchteil einer Sekunde kam alles zusammen. Der Griff der vertrauten Hände, das weiche Fell über das sein Beutel glitt, Darrens Präsenz tief in seinem Inneren und der Anblick des Iltis, der verzweifel versuchte nicht zu kommen. Zärtlich umfassten ihn die Finger des Iltis, mit ungeahnter Sehnsucht. Die Griffe waren extrem geschickt. Und plötzlich war es Trevor, der die Kontrolle verlor.

Schreiend bäumte der schöne Stier sich auf, warf den Kopf nach hinten, so weit dass seine Hörner fast seine Hufe berührten. Die ruckartige Bewegung presste Darren noch tiefer in ihn, und der prachtvolle Stier ergoss sich unter dröhnendem Muhen. Schwere Tropfen regneten auf den runden Bauch des Iltis nieder, kraftvoll genug um von dem weichen Fell abzuprallen und weiter zu fliegen.

Im selben Moment breitete sich wohlige Hitze in Trevor Hintern aus, und er spürte jenseits allen Zweifels, dass er nun Darrens Samen in sich trug. Doch die Erkenntnis verging rasch, als sie im nächsten Schwall heißen Rindersaftes fortgespült wurde. Dieser traf die Kehle des Iltis, ehe der Rest sich tief in dessen Bauchfell drückte.

Trevor fiel auf Darren nieder, seine Glieder zitterten und verteilten seine Saat zwischen ihnen. Nur mit Mühe gelang es ihm, seine Arme um den Iltis zu schließen.

"Wie hast du das gemacht?", keuchte der Stier nach einer ganzen Weile.

Darren grinste verlegen, versuchte auszuweichen, doch die schiere Masse an Rindermuskeln auf ihm unterband jegliche Flucht. "Ich... ich weiß nicht. Schien mir ganz natürlich. Ich glaub, ich hab einfach eine Menge Erfahrung, mit einem Schwanz in der Hand."

Mühsam richtete Trevor sich auf.

"Das musst du mir unbedingt beibringen!"

"Ach, da bist du!", sagte Scott Curlson als er den großen Karton voller Tischdecken zurück ins Lager hievte. Zwischen den verwinkelten Gängen Schachteln und Klappmöbeln saß sein Sohn, dessen dunkle Fellzeichnung ihn fast im Schatten verschwinden ließ.

"Hey Dad"

"Also, wenn du dich drücken willst, bist du etwas spät dran", meinte Scott. "Wir sind schon fast mit dem Geschirr fertig, und die Stühle sind auch wieder verräumt. Das Putzen wollten die Dorfsens übernehmen, aber du weißt ja." Ohne aus dem fröhlichen Plauderton zu rutschen setzte sich Scott neben seinem Sohn auf den Boden. "Was ist denn los?"

Vinz seufzte. "Ich hab ihm weg getan, Dad. Richtig weh."

Scott überlegte. "Dem Iltis von vorhin? Wie hieß er noch gleich?"

"Darren"

"Genau, Darren." Scott kratzte sein struppiges Kinn. "Also nachdem was ich gehört hab, war das nicht ganz so wild."

"Für Trevor schon."

"Trevor, Moment, das war..."

"Der Verlobungswütige, Dad", seufzte Vinz. Manchmal zweifelte er wirklich am Verstand seines Vaters. "Der Stier!"

"Oh der! Entschuldige Vinz, aber du machst es einem wirklich nicht leicht!"

Der schwarzweiße Kater zog eine Schnute. "Scheint so."

"Also, und dieser Trevor, den wolltest du treffen?"

"Ja, voll auf die Nase, richtig tief." Vinz streckte die Krallen seiner rechten Hand aus und betrachtete sie nachdenklich. "Und dann, als ich da am Boden lag, da hab ich erst begriffen, wie sehr ich ihm längst wehgetan habe."

"Mhmm", machte Scott.

"Ich hab ihn immer nur für ein Arschloch gehalten", platzte es aus Vinz heraus. "Ich meine, er wollte mich für sich allein haben, obwohl er wusste, dass ich das nicht kann. Dass ich das nicht will. Aber gleichzeitig, so wie ich es ihm gesagt habe..."

"Ja?"

"...war immer verspielt, immer mit Witz. Ich glaub im Nachhinein, ich hab es ihm nie so richtig erklärt. Vielleicht war ich auch ein Arschloch."

"Das übersieht man gern." Scott legte einen Arm um die Schulter seines Sohnes und brummte verstehend. "Und jetzt?"

"Weiß nicht", murmelte Vinz. Als er den Kopf hob glitzerte es jedoch wieder in seinen Augen. "Soll ich mir die Krallen ziehen lassen?"

Ein Schauer durchlief Scotts Schultern, nur von dem Vorschlag. "Das würd ich mir nochmal überlegen, wenn ich du wäre. Weißt du noch, was ich dir über deine Dornen gesagt habe?"

"Immer vorsichtig damit!", antwortete Vinz reflexartig. "Wenn du es falsch machst, dann läuft es richtig falsch und du tust jemandem weh. Aber wenn du es richtig machst..."

Sie teilten ein verschwörerisches Lächeln.

"Ganz genau!", bestätigte sein Vater, klopfte ihm auf die Schulter und griff sich wie zur Bestätigung in den Schritt. "Jetzt komm, wenn uns deine Mutter beim trödeln erwischt, haben wir bald ganz andere Sorgen."

Vinz schnellte in die Höhe, während sein Vater nur langsam seine Beine entfaltete.

"Sind die beiden eigentlich noch da?", fragte Scott ächzend. "Dieser Trevor und der... der..." Schnippsend suchte er nach dem Namen.

"Darren. Ja, sind sie", sagte Vinz. "Aber sie waren vorhin zu beschäftigt für eine Entschuldigung."

"Dann stören wir sie mal besser nicht", meinte der ältere Kater ungerührt. "Sicher haben die beiden einiges zu besprechen."

"So, sitzt wieder." Fasziniert betrachtete Darren das Funkeln des orangenen Glitzersteins, der nun wieder zwischen den hellen Hinterbacken des Stieres, seines Stieres, funkelte. Jetzt da er wusste, was für eine Kaliber von Plug diesen Sockel an seinem Platz hielt, flößte ihm Trevors genüssliches Stöhnen nur noch mehr Respekt ein. Behutsam wischte er Reste seines Samens ab. "Und du hast den tatsächlich den ganzen Abend über in dir gehabt?"

"Ja, bis vorhin", nickte Trevor. "Ich trage gerne Schmuck auf Partys."

Darren schauderte. "Und verlangst von der Bedienung, dass sie ihn dir zwischendrin nass schleckt."

Trevor zuckte zusammen. "Scheint so" Stöhnend verbarg er sein Gesicht in den Händen. "Ich muss viel besoffener gewesen sein, als ich dachte."

"Gut möglich." Der Iltis schmiegte sich eng an seinen Stier, fühlte dessen Muskeln tief in seinen Bauch drücken. "Du bereust doch nichts davon? Von uns, meine ich."

Lächelnd zog Trevor ihn an sich. "Nicht eine Sekunde!"

Gemeinsam sanken sie auf die Matte nieder, die vormals zu der Krankenliege gehört hatte. Ihre Umtriebe hatten diese erst zu Boden geworfen, dann in die hinterste Ecke geschleudert. Dort schmiegten sie sich nun aneinander, und begannen unter Neckereien und Küsschen zu reden. Dabei wechselten Liebesschwüre und Verhandlungen einander ab.

"Und du sagst nie wieder, dass du fett wärst", führte Trevor bestimmt einen weiteren Punkt an.

"Aber..."

"Nein, das ist wichtig!" Der hellbeige Stier drückte seine Wange an die des Iltis. "Ich stell dir gern ein Training zusammen, wenn du willst. Was Sanftes, ich kenn dich doch. Davon aber ganz unabhängig, darf keiner meinen Mann fett nennen!"

Seinen Mann, das Wort klang in Darrens Innerstem nach wie eine Weihnachtsglocke. Er fragte sich, ob Trevor das wohl spürten konnte. Halb saß, halb lag der Iltis auf dem muskulösen Stier, dessen Arme ihn von beiden Seiten umschlangen. Seine Hände erreichten nur noch die Schultern seines neuen Geliebten, doch schon allein das zu denken jagte ihm neue, wohlige Schauer durch den Körper. Trevors Finger glitten indessen durch sein weiches Bauchfell, streichelten ihn ohne Unterlass. Die fein polierten Hufnägel bohrten sich tief in die weiche Mitte des Iltis. Darren ließ es sich gefallen. Manchmal stahlen sich die breiten Fingerspitzen keck in seine noch immer offen stehende Hose, kitzelten seine speichelnasse Felltasche oder zupften an seinen flauschigen Bällchen. Jedoch nie lange genug, um mehr als ein Necken zu werden. Der beleibte Iltis wand sich genüsslich unter den Liebkosungen, die schon jetzt länger dauerte als jede Nummer die Trevor je einem seiner Verehrer im Club gewährt hatte.

"Und du fährst nicht mehr wie ein Irrer", gurrte Darren wohlig, während sich ein Finger des Stieres tief in seinen Nabel bohrte.

"Och..."

"In der Stadt", gab der Iltis nach, und wurde mit einem Knabbern am Ohr belohnt. "Es gibt die Rennstrecke unten am Fluss doch noch, oder? Hauptsache, es sind genügend Rettungskräfte in der Nähe."

"Na schön", murrte Trevor lächelnd. "Du weißst schon, dass es mich anmacht, wenn du dich um mich sorgst?"

"Sorgen?" Darren ließ sachte die Hüften kreisen, um die harten Umrisse unter sich mit seinen breiten Hinterbacken zu erfühlen. Dabei schob er den Bund seiner Hose weiter nach unten. "Ich glaube, du meinst da was anderes."

Trevor strich ihm über die Nippel. Raunend wand sich der Iltis in den Armen des Stieres, statische Aufladung knisterte zwischen ihren Körpern. "Kann sein."

Alice hielt die Unterarme näher an das Gebläse neben den Spiegeln, und wartete bis der altersschwache Fön ihr die letzten Wassertropfen aus dem graubraunen Fell blies. Prüfend hob sie die Hände vor ihre zuckende Nase, und dankte im Stillen den armen Seelen, die zum Reinemachen eingeteilt waren. In dem großen Unisex-Waschraum hatten sie zumindest gute Arbeit geleistet.

In einer der Kabinen ging die Spülung, und für einen Moment klang es nach einem Ringkampf mit einer trägen Anaconda, dann trat ein dicklicher Iltis aus der Tür. Auf der Stelle hüpfend kämpfte er mit seinem Hosenbund.

"Oh", sagte er, als er die Ratte erblickte. "Hey"

"Hey meinerseits", erwiderte Alice. "Ich wusste nicht, dass du noch hier bist."

"Sind wir, ich meine..." Der Iltis saugte an seinen Lippen. "Hat Vinz etwas gesagt?"

"Hat er." Alice "Vinz plappert, wenn er nervös ist. Es tut ihm alles schrecklich leid."

"Ach, das" Der Iltis berührte seine verklebte Nase und lächelte verträumt. "Mir nicht. Müsst ihr noch lange? Hier, meine ich."

"Aufräumen eben. Das zieht sich." Die Ratte lehnte sich gegen die breite Waschbeckenfront. "Dann ist das mit dem bösen Blut zwischen euch, oder uns..."

"Keine Ahnung wie unsere Kerle das handhaben." Darren gluckste. "Soweit es mich betrifft, Frieden. Frieden auf Erden."

Iltis und Ratte teilten ein erleichtertes Seufzen.

"Hör mal, wir wollten dann abhauen. Ohne weiteres Aufsehen. Aber kannst du Vinz noch etwas von mir ausrichten?"

"Sicher, was denn?"

Der Iltis trat vor Alice und schloss sie voller Dankbarkeit in die Arme.

"Etwas in der Art", sagte er als er sie wieder losließ.

Die Ratte grinste. "Darf ich es ausschmücken?"

"Soviel du willst." Darren blickte sich um.

"Was ist?"

"Nichts, ich dachte nur, ich rieche ein Pferd."

"War wohl Einbildung", sagte Alice, ein wenig zu schnell.

"Jedenfalls, wir sehen uns." Darren wandte sich zur Tür. "Und frohe Weihnachten!"

"Frohe Weihnachten"

"Bei Trevor Mama", sagte Darren langsam und bedächtig in sein Telefon. "Ja, sogar heute. Besonders heute. Seine Eltern sind nicht da, das weißt du doch, und ich... Ja Mama, ich finde auch, das hätte er sich früher überlegen können. Nein, ich bin schon da. Ja, gleich Morgen früh. In der Kirche, versprochen. Ja, auch das. Genau, bis Morgen. Fröhliche Weihnachten!"

Seufzend legte der Iltis auf und steckte das Telefon zurück in die Tasche seiner am Boden liegenden Hose. Seine Verrenkungen muteten etwas seltsam an, aber schließlich hatte er nur eine Hand zur Verfügung, wie er da auf dem Boden des kleinen Wohnzimmers kniete.

"Spielst du immer mit einem Sack, wenn du mit deiner Mutter telefonierst?", fragte Trevor spöttisch. Der semmelfarbene Stier lag ausgestreckt auf der edlen Couch, Hemd und Jackett in völliger Unordnung. Die schwarze Hose rutschte noch weiter in seine Kniekehlen, als er seinem neuen Geliebten lockend den Unterleib entgegen reckte. "Nicht, dass ich etwas dagegen einzuwenden hätte. Solange du sie oft genug anrufst."

"Nur, wenn es wirklich wichtig ist", antwortete Darren verträumt. Die Rinderhoden glitten über seine rosige Handfläche wie schwere Meditationskugeln. "Du bist übrigens morgen zum Weihnachtsessen eingeladen, Widerspruch kann eingelegt werden, ist aber wohl vergebens."

"Wie soll ich dann da Nein sagen?", raunte Trevor und streckte gähnend alle Glieder von sich. Dann fragte er träumerisch: "Möchtest du gleich vor der ganzen Familie angeben, dass du mich flachgelegt hast?"

Verlegten senkte Darren die Schnauze, was nur einen weiteren Schwall Gerüche in seine Nase trieb. Hauptsächlich Weihrauch, heißes Rind und warmes Gleitmittel.

"Hast du... die hässlichen Christmas-Sweater noch? Die mit den rosaroten Santas?"

"Ahso", grinste Trevor breit. "Partnerlook, sollen die andern doch selber draufkommen. Aber hässliche Sweater, und das mir? Wie willst du mich denn dazu überreden?"

"Naja" Darran legte die freie Hand auf den muskelharten Bauch des Stieres und begann mit einem Finger am Rande der feuchten Felltasche zu spielen. Trevor stöhnte, und schon glitten die ersten Zentimeter harten Rinderfleischs daraus hervor.

Der dicke Iltis verlor keine Zeit, legte seinen Kopf auf das bebende Sixpack streckte die Zunge hervor. Das anschwellende Stierglied wuchs förmlich in seine Schnauze Darren summte leise als sich der würzige Geschmack in seinem Rachen ausbreitete, und er begann zu saugen.

Trevor wollte es genießen, möglichst lange hinauszögern. Inmitten des dunklen Zimmers, nur erleuchtet von den Lichtern eines künstlichen Tannenbaums, drang er tief in die Schnauze des Iltis ein. Sanft kraulte er den Kopf seines Freundes, seines Liebsten. Der Duft des weichen Iltis vermischte sich mit dem Weihrauch in der Luft, dem Zimtgeruch von offenem Gebäck. Zärtlich strichen seine Finger durch Darrens Nacken, er fühlte die Hingabe in jeder seiner Bewegungen. Schluckbewegungen und Zungenstriche massierten seinen Schaft von der Spitze bis zur Tasche. Es war, als fühle er ihn tiefer als jemals einen Mann zuvor, als versinke er in einer Pfütze, die sich als Ozean entpuppte. Die spitze Schnauze des Iltis trieb ihn Wonnen entgegen, wie er sie sich kaum je ausgemalt hatte. So anders als die halbtoten Säcke im Club oder auf Leistung fixierte Mit-Athleten. Darren begannn seine Schenkel zu streicheln, stöhnend öffnete Trevor sich ihm, so weit er nur konnte.

Die pummligen Iltisfinger glitten zwischen Beine, umspielten seinen schweren Beutel, kitzelten ihm geschickt den Damm. Im Takt der in der Ferne schlagenden Glocken klopften sie auf den Sockel, den zwischen seinen Hinterbacken glitzerte, und Trevor spürte es mit einer Wucht, die ihn vollkommen überraschte. Jeder einzelne kleine Schlag lief wie eine Schockwelle durch seinen Bauch, intensiver als von Katzendornen, machtvoller als die Stoßmaschine. Trevor riss die Augen auf, starrte fassungslos auf den Iltis nieder.

"Vorsahhh...", brachte er noch heraus, ehe seine Stimme sich in einem brüllenden Muhen verlor. Zuckend warf er sich Darren entgegen, schlug Fäuste und Hufe in die teure Couch und bäumte sich zu einer Brücke auf. Wie unter Blitzschlägen sprangen seine Hoden in ihrem Beutel, und jagten Schub um Schub kraftvollen Samens durch seinen prallen Schaft.

Die Couch krachte auf als er fiel. Raschend schlitzten seine Hörner einen Kissenbezug auf. Darrens Gesicht tauchte aus dem Halbdunkel über ihm auf, die spitze Schnauze verunziert von zähen, weißen Strängen.

"Trevor, alles klar, gehts dir gut?"

Der schöne Stier streckte die Arme aus, umfasste den Kopf des Iltis und zog ihn in einen ausgehungerten Kuss. Wie Mana trank er den bitteren Samen aus dem Mund seines Liebsten.

"Jetzt schon!"

Auf Zehenspitzen durchquerte Alice das Wohnzimmer der Familie Curlson. Ihr frisch gewaschenes und trocken geföntes Rattenfell knisterte unter dem dünnen Stoff des neuen Pyjamas. Es fühlte sich ungewohnt an, so spät nachts noch bekleidet zu sein.

In der sicher hinter Glas versperrten Feuerstelle knackten die Scheite. Die Glut darin reichte gerade noch aus, um den Raum in heimeliges Zwielicht zu tauchen.

Rings um das Feuer verteilten sich drei Couchkörbe, deren Weidengeflechte knapp genügend Platz für zwei boten.

Ein getigertes Katzenhaupt reckte sich aus dem Vordersten empor. Nur kurz leuchteten Joannes Augen im Halbdunkel, Alice erstarrte reflexartig. Dann schlossen sich die bedrohlichen Katzenaugen wieder. Die graubraune Ratte atmete tonlos aus. Das würde wohl auch nie aufhören.

Behutsam schlich sie zwischen den Körben hindurch. Im Vordersten sank Joanne gerade zurück an die Seite ihres Mannes und vergrub das Gesicht in dessen Schulter. Scott Curlson schlief in traditioneller Katzenhaltung, alle Glieder unter dem Körper eingezogen, was ihm das Aussehen eines Brotlaibs mit Kopf verlieh. Im Zweiten schlief Christy, alle Fünfe von sich gestreckt. Die dreifarbige Katze nahm mit Armen, Beinen und Schwanz den gesamten Korb für sich in Anspruch. Näher am Feuer stand die eine Geschenkbox, die ein Ungedultiger bereits hatte öffnen müssen. Das Spielzeug darin lag bereits in weitem Bogen über den Fußboden verteilt, und der kleine Morry schlummerte selig in der Schachtel.

Alice durchquerte das Feld der verstreuten Kleinteile, und glitt sanft in den dritten Korb, entlang des darin bereits liegenden Körpers.

"Jetzt besser?", fragte sie leise. Vinz bewegte sich nicht, drückte nur die Schnauze schnuppernd gegen ihren Oberschenkel.

"Ja, ich glaub, du hast alles erwischt." Mit halb geöffneten Augen lächelte er ihr zu. "Wer hätte auch ahnen können, dass unser trächtiges Stütchen so spritzig unterwegs ist?"

"Ich nicht", zirpte die Ratte leise. "Ich dachte, du kanntest sie."

"Nein, hab mich geirrt", schmatzte Vinz schläfrig.

"Oh" Alice zuckte die Acheln. "Sie hatte jedenfalls nichts dagegen."

"Allerdings"

Gedankenverloren grub die Ratte sich tiefer in die Decken und Kissen, die den Couchkorb ausfüllten.

"Du Vinz?"

"Hmm?"

"Von wegen, trächtig."

"Rhmmm?"

"Ich war vorgestern doch noch bei Doktor Holders."

"Mhmm"

"Er sagt, nächstes Jahr könnte ich es wieder mit einem Implantat versuchen."

"Oh Klasse!" Träge schlossen sich die Arme des Katers um Alices Körpermitte. Schief und seitenverkehrt zog er sie an sich, bis sein Kopf auf ihrem Oberschenkel zu liegen kam. "Das feiern wir! Aber glaub nur nicht, dass ich deswegen deinen süßen Hintern in Ruhe lasse. So süß."

Murmelnd drückte er seine Schnauze in den Bauch der Ratte, gegen den Saum ihrer Pyjamahose.

"Lass das, ich bin müde", murrte Alice.

"Ich mach ja gar nichts", sagte Vinz gemächlich, während sich seine Augen schlossen. Raunend beschnupperte er den Venushügel der Ratte. "Aber feiern müssen wir. Wir machen alle Gummis platt. Und reißen ein paar richtige Hengst auf. Und das Dreierpaket, das du mal testen wolltest."

"Ja, das machen wir."

"Machn wir", wiederholte der schwarzweiße Kater. Müdes Schmatzen mischte sich in seine Worte. "Feiern, mit allem drum und dran. Gibts dafür Kuchen? Ein Kein-Baby-Kuchen? Ich wette, das macht wer." Seine Stimme wurde beständig leiser, bis aus gebrabbelten halben Worten tiefes, kehliges Schnarchen geworden waren. Alice fühlte den heißen Katzenatem wohlig ihren ihrem intimen Pelz streichen. Ihr nackter Schwanz ringelte sich genießerisch auf. Sie zog noch eine Decke über sich, drückte dabei die Schnauze zwischen die Schenkel ihres Katers, bis ihre Nasenspitze dessen Slip berührte. Sie kicherte leise, es sah so seltsam aus, wenn Vinz Unterwäsche für Jungs trug.

Mit einer Hand zog die Ratte die Baumwolle ein wenig an, schob die Nase darunter. Der Geruch ihres Kater erfüllte ihren Kopf. Sie genoss noch einmal die Erinnerungen des Abends, die Art wie ihrer beider Finger sich zugleich in die unglaublich nasse Stute gebohrt hatten. Das brünstige Wiehern, als sie beide zeitgleich die frische Milch kosteten. Und wie sie gekniet hatten, Seite an Seite, als die Flut des Pferdesaftes sich über sie ergoss. Ob das Stütchen auch so spritzte, wenn sie kein Fohlen im Bauch hatte?

Mit der freien Hand umfasste Alice eine der niedlichen felinen Pobacken, zog sie an sich und schob ein Fingerglied in Vinzs noch immer ein klein wenig feuchten Anus. Der Kater drückte sich gurrend an sie, und Alice begann langsam zu träumen.

"Das ist aber nicht nötig, weißt du", flüsterte Darren in die Schulter des Stieres.

"Hör jetzt endlich auf, das zu sagen!" Trevor drückte den weichen Körper des Iltis noch enger an seine Brust, und trug ihn mit den Pfoten voran in sein Zimmer. Hätte es noch einen Zweifel an der Güte seines Äußeren gegeben, die Sportpokale, Blauen Bänder und Ehrenrosen in den Vitrinen hätten ihn beseitigt. Das ganze Esemble wandelte hart an der Grenze zwischen Stolz und Egozentrik.

Behutsam setzte der Stier seinen neuen Geliebten auf den Rand des Bettes, und legte rasch den Rest seiner Kleidung ab.

"Ganz schön kühl, dein Bett", merkte Darren an.

"Das ist Seide", sagte Trevor. Er drehte sich auf den Hufspitzen und drückte dem Iltis einen Kuss auf die Nase. "Die wird ganz schnell warm."

Er glitt neben seinen Liebsten, schlang die schwere Bettdecke um ihre Schultern. Darunter kauerten sie wie um ein Lagerfeuer, dass nur in ihrem Inneren brannte. Ihre Finger legten sich umeinander.

"Dann glaubst du jetzt also, dass es mit uns etwas werden kann?", fragte Darren.

Trevor leckte zärtlich über die Wange des Iltis. "Glauben, ja. Hoffen, so sehr. Aber wissen, ganz ganz sicher wissen kann ich nur, dass ich dich niemals hassen könnte."

Darren lächelte, drückte den Kopf in den Nacken des Stieres. "Dann müssen wir für den Rest eben selbst sorgen."

Irgendwo draußen schlugen Glocken an.

"Hörst du?"

"Mhmm, Weihnachten."

"Noch einen Wunsch?"

"Jetzt wo du fragst..." Trevors Hand glitt über Darrens runden Bauch nach unten, zwischen dessen Beine. "Ich hätte zum schlafen gern noch mehr Iltis in mir."

Es sah allerliebst aus, wie Darren sich noch immer peinlich berührt wegduckte. Grinsend lehnte Trevor sich nach hinten, hob die Beine an und zog seine Knie mühelos auf Brusthöhe. "Nimmst du ihn bitte raus? Du machst das so sanft."

Das helle Fell des Stieres schimmerte im hereinfallenden Sternenlicht. Und zwischen anmutig geschwungenen Muskeln, glitzerte der orangene Schmuckstein voller Verheißung. Vorsichtig legte Darren die Finger um den massigen Sockel. Der Edelstahl war so warm wie der Rest des Stieres. Der Iltis genoss den intensiven Rinderduft, der in diesem Tal entsprang. Behutsam begann er mit sanften Kreisbewegungen, und der ringförmige Muskel begann brodelnd zu schmatzen.

Darren zog, als baue er ein Schiff in einer Flasche auf. Milimeterweise kam der Hals der den Schmuckstein hielt zurück an die Luft. Er stoppte, wann immer Trevor aufhörte leise zu muhen, doch der schöne Stier nickte ihm ständig nur ermunternd zu. Schließlich wurde der Widerstand aber zu groß, um sich ihm langsam zu stellen. Der Atem des Iltis ging schnell, er fühlte das Blut in seinen Lenden. Widerspenstig sperrte sich der warme Stahl gegen den kräftigen After. Darren blickte auf, sah das Verlangen in den Augen seines Stieres glänzen. Er wollte ihn so sehr. Er zog.

Schmatzend löste sich der Stahl, alle drei gewaltigen Kugeln rauschten aus dem Muskelring, noch ehe dieser sich wieder schließen konnte. Warmes Gel und Reste von Iltissaat spritzten brodelnd in alle Richtungen. Trevor stieß ein langgezogenes Muhen aus, sein Hintern zuckte, kräftig genug um das gesamte Bett erbeben zu lassen. Der Muskelring zuckte schlürfend, als verlange er sofort neu gefüllt zu werden. Oder geküsst. Zitternd legte Darren den stählernen Plug beiseite, und stürzte sich gierig auf seinen Stier.

Sie umschlangen einander, fielen zurück auf die weiche Matratze. Der massive Holzrahmen raunte tief unter der jähen Belastung. Ihr vereintes Gewicht ließ die beiden massigen Körper tief einsinken und zog alles in ihre Richtung, inklusive eines großen Spielzeugs das von seinem Platz kullerte. Der glitschige Stahl schlug gegen Trevors Kopf. In dessen Aufbäumen zog es eine Spur schleimigen Gleitmittels über die Schultern des Stieres, ehe dieser es wegstoßen konnte. Mit einem dumpfen Knall schlug der schwere Plug auf den Boden. Keuchend blickte Darren dem monströsen Spielzeug nach.

"Du weißt schon, so... so kann ich dich nie ausfüllen!"

Trevors muskulöse Arme schlossen sich um den Nacken des dicken Iltis.

"Das Ding? Das füllt bestenfalls meinen Arsch aus. Du..." Der Stier hob den Iltis an, schloss die Beine um ihn und verhakte die Hufe über dessen Rücken. Andächtig blickte er zu ihm auf. "Du, du füllst mich vollkommen aus!"

Beide verharrten sie in völliger Stille, ehe Trevor die Augen wie unter Schmerzen verdrehte.

"Oh Gott! Bitte küss mich, bevor ich noch mehr so Schmalz daher rede!"

Der Iltis lächelte mit Tränen in den Augen. "Krieg ich hin"

Gierig zog er seinen Stier in einen Kuss, der seinesgleichen suchen konnte. In den Atempausen leckte Trevor Reste seines Samens von der Schnauze des Iltis und brachte sie in die nächsten Küsse mit ein.

Draußen fiel der Schnee, und die fernen Glocken läuteten den Weihnachtstag ein.