Unsterblicher Prophet

Story by Phenrir on SoFurry

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Eine Schreibaufgabe die ich damals in einer Schreibgruppe gemacht habe. Die Aufgabe war über einen Propheten zu schreiben, der sterben will es aber nicht kann.


Als das Licht der Morgenröte durch die dünnen Seidenvorhänge in die bescheidenen Schlafgemächer schien öffnete Seret die Augen. Er hatte eine weitere Nacht überstanden und war auch an diesem schönen Morgen noch am Leben. Für gewöhnlich, war dies der Erste Gedanke, den der Schakal mit tiefschwarzem Fell feststellte und jedesmal war es dieser Moment, der ihm ein enttäuschtes Seufzen entlockte, nicht der Umstand, dass sein Bett abgesehen von ihm leer war.

Mehr aus Gewohnheit stand er auf und streckte sich. Die Kammer, in der er seine Nächte gezwungernermaßen verbrachte, war eigentlich recht luxuriös. Früher hätte er das als zwecklosen Prunk empfunden, mittlerweile war es geradezu langweilig geworden. Eine große Matratze bedeckte den Boden und weiche Kissen lagen sowohl auf ihr, als auch auf dem Boden verteilt. Teure Stoffe hingen von den Wänden herab. Sie spendeten dem kalten weißen Stein nicht nur Wärme, sondern auch Farbe. Goldene Kelche und eine ebenso goldene Karaffe standen auf einem Tisch. Beides war genauso leer wie Serets Magen, dessen Knurren der Schakal einfach ingorierte. Mehr Besitz wurde ihm in diesem Raum nicht erlaubt. Nicht mal Kleidung hatte er hier zu tragen, damit er nicht auf die Idee kam sich selber einzukleiden. Auch jetzt musste er bei diesem Gedanken den Kopf schütteln.

Das einzige was neben dem verschlossenen Portal zu seinen Gemächern noch im Raum stand war die Statue. Sie war aus demselben polierten Stein gehauen wie die Wände, nur, dass die weibliche Form mit goldenen Schmückstücken behangen und so bemalt worden war, dass sie das Ebenbild von Seret darstellen sollte.

Nachdem er der Statue einen langen Moment in die kalten steinernen Augen gesehen hatte wandte der Schakal den Blick ab und trat zum Fenster. Von dort hatte er einen fantastischen Blick auf die Stadt, über der der Tempel trohnte. Es gab hohe prächtige Bauwerke und zwischen ihnen breite Straßen. Gemächlich floss ein klarer Fluss träge und in Schlangenlinien durch die Stadt. Es gab Kanäle, mit dem man das Wasser ableiten konnte und selbst von hier oben konnte man die geschäftigen Anthros wie Ameisen umherkrabbeln sehen.

Ein Großteil der Stadt hatte Seret selbst erdacht. Dennoch hatte er gerade nur einen Gedanken: was wäre wenn er einfach aus dem Fenster springen würde? Ganze sechs Stockwerke ging es nach unten, bevor er auf die Steintreppe aufschlagen würde, die zum Tempel führten. Bei so einer Höhe würde er sicher schreien, um später mit seinen Überresten einen hässlichen Fleck zu hinterlassen. Seine Pfoten, welche den Rand des Fenstersims berührten verkrampften sich.

Nein. Das war viel zu laut und viel zu auffällig. Außerdem hatte es beim letzten Mal auch nicht geklappt. Wieder entspannt ging er auf die Statue zu, um vor ihr niederzuknien. Es war Zeit für das morgendliche Gebet.

Oh Sibuna. Weitreichende und Gütige. Herrin der Träume, der Kreativität, der Horizonte und des Todes. Schenke mir Einklang und die Vision, um zu Tun was andere vor mir nicht tun konnten.“ Die Worte waren so routiniert, dass Seret sie auswendig, ohne eine Pause, schnell von der Zunge gehen lassen konnte.

Sein Tonfall war nicht herablassend, aber die nüchterne schnellgesprochene Art ließ auch jede Ehrerbietung vermissen. „Und so weiter und so fort... bis der ewige Schlaf mich holt.“ Er griff zu einem der Kissen, dass er schon seit einigen Monaten als Versteck benutzte.

Bitte teste nicht mehr meine Geduld.“ Immernoch auf den Knien, riss er das Kissen auf und förderte unter den Federn eine dünne geschärfte Klinge zu Tage. Fast als wäre es eine rituelle Handlung setzte er das Messer an die Brust. Selbst für ihn kostete das Messer an die richtige Stelle zu setzen noch Überwindung und er versuchte seine Atmung zu beruhigen.

Dann drückte er zu und rammte das Messer in sein Fleisch hinein. Die Stelle war richtig gewählt. Mit Leichtigkeit glitt das Messer an dem Brustbein vorbei und zwischen zwei Rippen hindurch, um in sein Herz hineinzustechen. Sofort füllte intensiver Schmerz seine Brust und etwas Blut schoss hervor. Keuchend ließ Seret die Klinge los und wartete auf die Umarmung des ewigen Schlafs.

Sie kam nicht. Auf den Knien verharrte er dort, steif und voller Schmerz, aber die Wunde welche einen Elefanten gefällt hätte zeigte keine Wirkung, außer dem Tränken seines Fells. Vielleicht dauerte es ja eine Weile? Seret wollte sich nicht schon wieder einen Fehlversuch eingestehen müssen.

In diesem Moment öffnete sich die Tür. „Prophet? Es ist Zeit für die morgendliche Waschung.“ Die Stimme war weiblich genauso wie der nackte Körper der schönen Löwin. Als sie Seret mit dem Messer in der Brust sah stockte sie. „Nicht schon wieder.

Guten Morgen, Ndane.“ Es war die einzige Antwort, die Seret auf die Frage gab. Trotz der sehr ungelegen platzierten Klinge war seine Stimme nur ein wenig heiser.

Lasst mich euch helfen.

Die Löwin kam auf den Schakal zu und ihre Schritte betonten nur die runden Hüften und all die anderen Aspekte ihrer Weiblichkeit. Seret musste eingestehen, dass ihn diese Aussichten täglich am frühen Morgen gefielen. Als Ndane ihn am Arm griff und hochhalf lehnte sie sich hervor. Die Augen des Rüden fielen dabei abgelenkt an eine andere Stelle.

Wo habt ihr nur diesmal das Messer her? Haben euch die Priester nicht alles abgenommen am gestrigen Abend? Nun es ist nicht von Belang. Es ist wie immer eine Ehre euch zu dienen.

Mit dem Messer im Herzen waren Serets Schritte etwas wacklig. Zum Glück stützte ihn die Löwin als sie beide seine Kammer verließen. Sie traten in einen kurzen Gang. Auch hier wirkte alles prunkvoll. Amphoren und Statuen säumten den Weg. In manch einer war Wein in anderen wunderschöne Blumen.

Warum?“ Geistesabwesend blickte Seret von Ndanes Körper zu der Einrichtung. Der Luxus hier vermochte schon lange nicht mehr sein Interesse zu halten. Bei den Dienern im Tempel war das etwas anderes. Es störte Seret irgendwie, dass nicht nur die Priester sondern auch das einfache Volk wie Ndane sich nichts besseres vorstellen konnte als bei ihm zu sein und seine Wünsche zu erfüllen.

Ihr seid der Prophet“, sagte sie wie selbstverständlich. Als würde das seine vage Frage allumfassend beantworten.

Du weißt was ich meine, Ndane. Warum willst du mir unbedingt dienen? Ich bin ein Nichtsnutz. Ein Relikt des Glaubens...

Sagt das nicht Prophet.

Ich habe es aber gesagt. Und ich werde es wieder sagen.“ Sie hatten dieses Thema schon öfter diskutiert. Bisher war ihre Antwort immer gleich gewesen und der Schakal wartete jeden Tag darauf, dass sie sich einmal veränderte.

Meine Mutter und ihre Mutter vor ihr hat schon Geschichten von dem Propheten der Sibuna erzählt. Der mächtige Seret... Ihr wisst gar nicht wie neidisch, nicht nur die Frauen sondern auch die Männer sind wenn sie erfahren, dass ich euch berühren und waschen darf.

Eine unbedfriedigende Antwort für Seret, wie eh und jeh. Aber sie erreichten auch schon das Ende des Ganges und betraten einen großen runden Raum. Licht drang durch Fenster zu beiden Seiten hinein und beleuchtete kunstvolle Mosaike an den Wänden, bevor es sich in dem klaren Wasser reflektierte, was in einem großen gefliesten Becken im Zentrum des Raumes war. Weitere Amphoren mit Duftölen, Bürsten wie Kämmen und andere Untensilien lagen auf einer Kommode an einer der Wände. Die Gerüche waren für Serets feine Nase vertraut. Genauso wie der Anblick der beiden anderen Personen hier.

Eine davon wieder weiblich, jedoch ein Zebra, die ihre schwarz weißen Haarsträhnen lang und offen trug. Sie stand bis zu den Knien bereits im Wasser und schien auf sie zu warten. Noch kannte Seret Bahra nicht sehr lange, was vermutlich daran lag, dass sie in seiner Gegenwart meist schwieg und nur knapp antwortete. Irgendwann hatte der Schakal es aufgeben sie dazu zu bringen mehr über sich zu erzählen.

Der andere war ein Fennek und neben Seret der einzige Mann dort. Jedoch hatte der noch recht junge Karim einen zierlichen fast schon jungenhaften Körper und war mindestens einen Kopf kleiner als der eher schlacksige Schakal.

Als er so von der Löwin gestützt das Bad betrat und die beiden anderen das Messer in seiner Brust stecken sahen blickten beide ihn erschricken an. Bahra verdeckte den Mund mit einer Hand, nur Karim fand sofort seine Stimme.

Bei den Göttern nicht schon wieder. Ich dachte es ginge euch besser Prophet Seret.

Der Schakal schaute seinen Diener nur gequält an. Wie es scheint waren sie seine Stimmungsschwankungen langsam gewohnt. Irgendwie störte ihn das.

Erst jetzt auf dem gefliesten Boden versuchte Ndane mit einer Pfote das mehr schlecht als rechte Messer aus seiner Brust zu ziehen. Es gelang nicht. Vielleicht hatte es sich verkeilt, aber selbst mit zwei Pfoten ruckte es nur in seinem Brustkorb herum, so dass er scharf die Luft einsog und vor Schmerz aufzuckte.

Sie wandte sich sofort an den Fennek. „Hilf mir mal. Es steckt fest.“ Ohne zu zögern kam Karim hinzu und versuchte auch an dem Messer zu zerren. Gemeinsam wackelten sie daran, sodass neues Blut aus der Wunde schoss. Schließlich wurde das Messer freigegeben und es schnellte heraus, so dass Karim beinahe den halt verlor und ins Becken gestolpert wäre.

Schon bemerkte der Schakal den Schmerz kaum. Unter den Blicken der Diener schloss sich seine Wunde langsam. Der klaffende Riss in seiner Brust wuchs zusammen als würden neue Fasern blitzschnell eine Art Schal für den kalten Winter stricken, nur dass dieser Schal aus Fleisch war.

Die drei Diener konnten dabei nicht die Blicke von ihm abwenden. Seltsamerweise schien diese Art von Magie sie alle zu faszinieren, egal wie oft sie es mitbekamen. Seret hingegen waren ihre Blicke unangenehm.

Könntet ihr mich dabei nicht so anstarren? Dabei komme ich mir seltsam vor“, entgegnete der Schakal als er nackt im Raum stand, seine Brust blutüberströmt. Sofort wandten die drei gehorsam den Blick ab. Ihr unbedingter gehorsam war ihm leider genauso unangenehm.

Genauso schnell wie er sich die Wunde zugefügt hab war sie nun auch wieder weg. Serets schwarzes Fell war verklebt von seinen eigenen Körpersäften und nicht auf die Gute weise, es roch immer noch leicht metallisch. Bevor er überhaupt protestieren konnte griff in Ndane am Arm und zog ihm zum Wasser des Beckens. Sie trat als erstes hinein, bevor der Schakal auch ins kühle Nass stieg. So kühl war es gar nicht. Die Diener und Priester sorgten auch hier dafür, dass er jeden Luxus genoss und warmes Badewasser gehörte dazu.

Das Klare Wasser umspielte erst seine Pfoten, dann seine Knie, als nächstes sein Gemächt, was Seret erschaudern ließ, und schon stand ihm das Wasser bis zum Bauch. Dabei hatte er noch nicht mal die Hälfte des Beckens durchquert um die tiefste Stelle zu erreichen. Bahra seine andere Leibdienerin erwartete ihn dort bereits. Sie lächelte zufrieden und ergriff Serets anderen Arm.

So zwischen zwei Weibchen fühlte sich der Schakal beruhigt. Er dachte nicht an die Pflichten eines Propheten, oder die Last seines kaum bemerkbaren Alters. Nur Gedanken an ihre Körper und was er mit ihnen anstellen konnte füllten seinen Kopf. Er hätte gerne noch Karim im Wasser bei sich gehabt, aber der Fennek verließ mit der Klinge in der Pfote seinen Blick und tappste davon.

Seret wollte den Kopf drehen um mehr zu sehen, da bekamen sanfte Berührungen seine Aufmerksamkeit. Die beiden Weibchen liebkosten seinen Körper und schütteten mit den Pfoten etwas Wasser über seinen verschmierten Oberkörper um das gröbste Blut abzuwaschen, ehe es noch geronn und festkrustete. Während die Eine eine Schale mit den Pfoten formte, rieb die andere zärtlich seine Brust. Diese rituelle Waschnung vollzogen sie jeden Tag mit ihm und jedesmal zog sie Seret in seinen Bann.

Früher hatte sich der Schakal als schwach gescholten. Er verabscheute wie die Priester ihm die Füße küssten und ihm jeden Wunsch erfüllten der nicht zu gefährlich erschien. Aber in dem Moment indem sie die schönsten Diener aussuchten, die sie hatten und seinen nackten Körper liebkosen ließen, gab sich Seret der Lust hin. Es war fast als fiele ihm seine Männlichkeit in den Rücken.

Mittlerweile jedoch sah er keinen Grund mehr sich darüber aufzuregen. Die Diener wollten es, er wollte es, seine Göttin hatte es nicht einmal erwähnt. Ihre weibliche Gestalt die ein Abbild seines eigenen war schien mehr eine Herausforderung für Serets Libido zu sein.

So ist es doch besser, Herr. Ihr würdet all das vermissen wenn ihr nicht mehr hier wäret.

Da kann ich nicht widersprechen, Ndane.

Kommt ein wenig tiefer ins Wasser.

Uhhh. Vorsicht wo ihr zugreift.

Die Antwort auf seine Warnung war verspieltes Kichern der beiden. Sie zogen ihn etwas weiter ins Wasser und während eine der beiden zärtlich über seine Beine und langsam hoch fuhr, schien sich die andere auf seinen Oberkörper zu konzentrieren. Er wusste nicht wo er hingucken oder auf was er achten sollte. Selbst nicht als Ndane ihre Brüste gegen seinen Rücken rieb, oder Bahra zwischen seine Beine packte. Alles natürlich nur um ihn zu säubern. Dennoch schmiegte sich Seret an sie und schloss genießend die Augen.

Er wusste nicht wie viel Zeit verging. Irgendwann hatte Bahra die junge Zebrastute nicht nur eine Bürste, sondern auch ein Paar Duftöle gebracht. Jetzt wo der gröbste Dreck aus seinem Fell gerieben wurde war auch dieser Teil sehr angenehm.

Erst als Seret die Augen lächelnd öffnete, während sie seinen Schweif bürsteten, bemerkte er, dass Karim immer wieder Eimer mit warmen Wasser brachte. Am Rand des Beckens goss er es hinein, bevor er einen Teil des verdreckten Nasses mit dem Eimer wieder rausschöpfte.

Mittlerweile hatten die beiden Weibchen einen Großteil seines Fells in Ordnung gebracht und sie waren zurück in seichtere Gewässer gekommen. Gerade als Karim wieder hereinkam erhob Seret die Stimme noch ehe der Fennek seinen Wasser Eimer hineingießen konnte.

Komm zu uns. Dein Prophet befielt es!“ hauchte Seret mit verspielten Tonfall. Natürlich würden sie sich einem Befehl von ihm nicht widersetzen. Nach kurzem zögern kam Karim mit einem Lächeln ins Wasser.

Immer noch war der Fennek der kleinste unter ihnen, aber das täuschte manchmal über die Vielseitigkeit des Wüstenfuchses hinweg. Die Frauen machten ihm Platz, legten die Bürsten zur Seite und empfingen ihn als gleichwertiges Mitglied ihres Dreigestirns. Sofort rieb sich Karim an dem Schakel und sein Kopf erreichte gerade mal Serets Schulter. Die Geste war jedoch nicht verloren an Seret, der seine Erregung mittlerweile nicht verstecken konnte.

Warum auch? Er war der Prophet. Die Priester wollten ihn glücklich haben, ihn mit all diesen Köstlichkeiten verwöhnen, dann konnte er auch von ihnen naschen! Wenn nicht dann konnte Sibuna ihn mal da Küssen wo die Sonne nie scheinte. Bei dem Gedanken musste der Schakal grinsen. Am Ende würde seine Göttin noch so etwas lustvolles tun, nur um ihn eins auszuwischen.

Seret.

Es war ein einziges Wort aus Ndanes Mund was mit so viel Bedeutung ihre Lippen verließ. Die Löwin hatte Jahre gebraucht bis sie bereit gewesen war ihn mit seinem wirklichen Namen anzusprechen. Für ihn klang es wie ein Zauber wenn sie diesen ach so alltäglichen Namen intim und fast schon mit einem Bedürfnis aussprach. Es ließ den Schakal erschaudern und sich ganz der Lust hingeben.

Schon fast war es wie ein Tanz, den der Prophet nur zu gerne mit seinen Dienern tanzte. Ein jeder wusste wo er zu stehen hatte, auch ohne, dass man Worte austauschte, und man bewegte sich alleine zur Musik der Herzen. Immer wieder schien es als würde ein Partner um Serets Aufmerksamkeit buhlen, aber die anderen beschäftigten sich so lange auf andere Weise mit dem Körper des Propheten.

Gemeinsam bewegten sie sich vorsichtig weiter zum Rand des Beckens. Seret schlang gerade die Arme um seine Zebradienerin und drückte ihren jungen Körper an sich um ihre Rundungen zu spüren, da presste sie schon ihre Lippen auf die seinen. Noch als er ihr Maul mit der Schakalzunge erforschte begann die Löwin langsam seine Brust hinabzufahren, mit einer reizenden Bewegung die den Wunsch nach mehr über seinen Oberkörper und seinen Bauch sandte. Erst als sie seinen schritt erreichte und die längst harte Lanze des Propheten ergriff machte sie halt. Während all dem hing Karim nicht zurück. Seine kleinen aber dennoch starken Pfoten massierten über Serets Rücken. Dabei rieb der Fennek seinen Unterleib gegen die Kehrseite seines Herren, so dass Seret erspüren konnte wie sein männlicher Diener langsam auschaftete.

Sie schienen von genauso viel Lust erfüllt zu sein wie er, was jeden Zweifel an seiner Existenz als erwählten der Sibuna vertrieb. Es war nur der Moment ihres doch sehr täglichen morgendlichen Rituals. Der Schakal hätte sich gewünscht, dass es eine Ewigkeit dauerte.

Bahra löste sich aus seiner innigen Umarmung und legte eine Hand auf Serets Brust als kostete es sie Kraft sich von ihm abzustoßen. Dennoch tat sie es. Sie legte sich auf den Rand des Beckens und spreizte die Beine für ihn. Zwar genoss der Prophet den Anblick aber seine Pfoten fanden etwas anderes zu tun.

Er packte Ndanes Brüste um sie besitzergreifend zu massieren, während die Löwin es ihm gleich tat mit den Pfoten an seinem Gemächt. Reibend und massierende betastete sie seine ganze Länge. Der Schakal griff weiter zu und rieb ihre Nippel mit dem Daumen. Sie quitierte die Berührung mit einem heißem Atem gegen seine Seite und einer weiteren Pfote welche seine Hoden ergriff und wiegte. Offensichtlich gefiel ihr was sie erfühlt hatte, denn ein Lächeln stahl sich auf ihre Lippen.

Noch abgelenkt von der Löwin nahm Seret nur vage wahr, was der Fennek hinter ihm trieb. Jedenfalls bis die Pfoten über seinen Schweifansatz massierten und dann die Pobacken fanden. Über die Schulter sah Seret zu dem kleineren Caniden, welcher ihm zuzwinkerte.

Er war kein schlechter Herr. Im Grunde wollte der Prophet, dass seine Diener genauso viel Spaß hatten wie er. Der Umstand, dass sie sich ihm willentlich und geradezu überschwenglich hingaben machte es ihm wesentlich einfacher ein guter Herr zu sein.

Die Beine spreizend bot seine Zebradienerin sich ihm an und auch Ndane löste sich von ihm um auf den Rand des Beckens zu klettern. Von den Bergen ihrer Brust über die Täler ihres Bauches und Schoßes war es jedoch ihre Weiblichkeit welche feucht ihn einlud. Bei solch einer Aussicht konnte der Schakal nicht widerstehen. Er kam näher, um sich zwischen Bahras Beinen zu positionieren, welche er noch etwas auseinander drückte.

Mit unverhohlenem Verlangen sah ihn die Stute an. Zumindest bis die Löwin mit einem Schweif der auf einer sehr katzenartige Weise zuckte sich neben Bahra auf allen Vieren bewegte und ihre Schnauze gegen die der anderen Dienerin rieb. Diese Ablenkung nutzte der Schakal, um seine Männlichkeit gegen Bahra zu reiben, bevor er mit einem leichten Nachdruck in sie Eindrang.

Ihr Tanz erhitze die Gemüter immer weiter auf. Karim folgte seinem Herrn, die Pfoten immer noch auf dem Hinterteil des Schakals. Sie massierten und spreizten, so dass auch er sein Glied an seinem Ziel reiben konnte. Von Seret gab es keinen Protest. Viel eher war es ein Verlangen was als kehliger Laut murrend seinem Maul entwich. Karim nam dies als eindeutiges Zeichen und drückte den Schweif seines Herren mit einer Pfote aus dem Weg während er sich gegen die Rosette des Schakals drückte.

Seret hatte das Gefühl auch den kleinsten Teil der Anatomie seiner Diener zu kennen. Dennoch schien es nie sonderlich leicht zu sein sich seinem männlichen Leibdiener hinzugeben. Sich nach vorne beugend spürte er den Druck, bevor auch der Schaft des Fenneks langsam eindrang.

Wie von alleine fand die Pfote des Schakals Ndanes wohlgeformten Po und fuhr sinnlich über die Rundung herab zwischen ihre Beine in einer langsam reibenden Bewegung. Die Löwin quitierte es mit einem wohligen schnurren, ehe sie sich weiter dem Spiel mit der Stute widmete. Sanfte Küsse auf ihre Wange entlockten auch Bahra zufriedene Geräusche, die sich in ein Stöhnen verwandelten als Seret schließlich zustieß.

Er konnte nicht umhin seinem Gefallen Ausdruck zu verleihen. Fast seufzend atmete Seret aus als er spürte wie ihr Innerstes seine sensible canide Männlichkeit umgab. Er biss sich jedoch auf die Unterlippe um nicht weiter aufzustöhnen als er sich zu bewegen begann. Schließlich war er der Prophet und wollte für seine willigen Diener nicht zu begierig erscheinen.

Für einen Moment ließ Karim den Schakal gewähren und das Zebra mit immer weiteren langsamen Stößen tiefer nehmen. Erst dann folgte der Wüstenfuchs nach. Mit leicht kreisenden Hüftbewegungen schien er Winkel auszutesten, aber sein Nachdruck und Serets eigene Bewegungen sorgten schnell dafür, dass auch mehr des Fuchsgliedes eindrang. Dabei legte er die Pfoten an die Hüften des Schakals. Die Berührung war gleichermaßen besitzergreifend wie zärtlich. Karim nahm sich etwas Kontrolle über den Tanz – er führte jedoch nur zum Teil – denn er wusste wie sein Herr es mochte.

Mit steigender Lust wurde der Tanz schneller, das Liebesspiel intensiver. Als Serets Stöße umso schneller und härter wurden stöhnte Bahra nur unverhohlener. Erst Ndanes Lippen und der Kuss, den sie teilten, vermochte es die Stute etwas zu dämpfen. Jedoch hielt das nicht ihren Körper davon ab mit den wilden Bewegungen mitzuschwingen.

Karim machte es dem Schakal ebenfalls nicht leicht. Hart ließ der Fennek seinen Herrn spüren was er zu geben hatte. Die Länge des Fuchses drang schon jetzt tief in Seret ein und jedesmal wenn sie die richtigen Stellen traf, wofür Karim ein Talent zu haben schien erschauderte Seret und seine Lanze erbebte mindestens so wie er. Aufkeuchend vor Lust war es für ihn schwer sich darauf zu konzentrieren die Löwin mit seiner Pfote zu verwöhnen. Unstet aber bestimmt rieb er ihre Spalte was schließlich auch mit Stöhnen quitiert wurde.

Als ein besonders kräftiger Stoß des Fuchses Seret zum Innehalten brachte, wechselte Ndane die Position. Sie stieg auf die Stute. Die Beine seitlich ihres Bauches ließ sich die Löwin langsam auf das andere Weibchen herabsinken, so dass sie ganz auf Bahra lag. Ihre Brüste pressten aufeinander, die Leiber aneinander gedrückt, die Weiblichkeiten für den Prophente entblößt und aneinander anliegend. Die beiden waren ineinander verschlungen, die Arme um sich gelegt und wieder teilten sie einen Kuss.

All diese Reize regten den Schakal nur noch mehr an. Er spürte schon wie sich sein Höhepunkt näherte. Der heiße Atem von Karim, welcher die Arme mittlerweile ganz um Seret geschlungen hatte, deutete an, dass auch der Fennek nicht mehr lange auf sich warten ließ. Seret spürte schon den Knoten seines Fuchses. Mit Verlangen schlug er immerwieder gegen seinen Hintereingang und war längst zu groß, um ohne weiteres in den Schakal einzudringen.

Die Gedanken daran, den Wüstenfuchs bald ganz in sich haben zu können, während zwei ergebene Weibchen sich ihm anboten, sorgten dafür, dass auch Serets Knoten schnell anwuchs. Er dehnte die Spalte der Zebrastute immer mehr. Sie wandte sich voll Lust und dumpfem Stöhnen unter der Löwin. Mittlerweile stieß Seret mit einem Keuchen so fest und dringlich zu wie er konnte.

Plötzlich verkrampfte sich Bahra. Vermutlich war es zu viel für die Stute. Sie zuckte auf und drückte die Löwin eng an sich, als ihre Beine sich weit spreizten. Seret konnte auch spüren wie sich ihr Innerstes zusammen zog als wollte sie ihn melken. Hechelnd versuchte Seret bei dieser Massage seines Gliedes den Höhepunkt hinauszuzögern.

Er zog sich ganz hinaus und richtete seine Lanze nun auf Ndanes Spalte aus. Ohne Zrückhaltung rammte er sich in sie hinein, was auch die Löwin zum Aufstöhnen brachte. Immer noch mit schnellen Stößen konzentrierte er sich nun ganz auf seine andere Dienerin, welche sogar versuchte sich ihm entgegen zu recken. Die intensiven Gerüche und Geräusche ihrer Lust waren wie der Rythmus ihres Tanzes.

Auch Karim wurde immer wilder. Seret konnte spüren wie sich langsam der Knoten in ihn hineinkämpfte, bevor er mit einem starken Druck hereinrutschte. Der dickste Teil von Karims Männlichkeit füllte Seret aus und ein Rausch der Befriedigung überkam den Schakal. Er japste auf und rammte sich einen Moment nach vorne, um auch die Löwin zu knoten. Sie zuckte dabei mindestens genauso überrascht auf wie der Prophet zuvor, aber das war nur von kurzer Dauer.

Schon füllte der Wüstenfuchs hechelnd und keuchend seinen Herrn mit warmen Samen und leckte ihm liebevoll über den Rücken. Nicht lange nach ihm schwand auch Serets Wille, so dass er seinen Höhepunkt erreichte. Sein Schaft pulsierte und spritzte Sperma tief in die Löwin. Nach einem Aufstöhnen hatte sie wieder zufrieden zu schnurren angefangen.

Aber Seret war noch nicht fertig mit ihnen. Mit vorsichtigen Hüftenbewegungen zog er immer mehr zurück, so dass sein Knoten Ndane erneut dehnte und endlich herausrutschte, nur um kurz darauf fest in Bahras Weiblichkeit versenkt zu werden. Erschöpft hatte die Stute dagelegen und zuckte nun wieder auf als sie erneut gefüllt wurde auf eine eher unsanfte Weise. Wenn dann wollte Seret schon ihnen beiden seinen Samen schenken. Es wäre doch nur Verschwendung gewesen wenn er dies nicht tat. Außerdem wollte er nicht, dass eine neidisch auf die andere war, falls sie das Kind des Propheten bekommen sollte.

Einen langen Moment genossen alle Vier das Ende ihres Tanzes. Jeder war in seiner Rolle vollkommen aufgegangen und nun waren sie erschöpft. Nun gab es nicht viel mehr zu tun als zu verharren und den Moment zu genießen.

Prophet.

Die Stimme räusperte sich und Seret fuhr vor Schreck zusammen. Er fühlte sich wie ein Junge den man bei einer Untat ertappt hatte, obwohl es dafür keinen Grund gab.

Erschreck mich doch nicht bei meinem morgendlichen Ritual“, gab Seret etwas nüchtern von sich und drehte sich der Stimme entgegen. Natürlich kannte er den meist strengen Tonfall. In der Nähe des Beckens stand Aker, der Hohepriester seines Glaubens.

Der stolze Falke war behangen mit Goldschmuck und trug eine Robe welche seine Flügel nicht bedeckte, aber offen und weit in hellen prachtvollen Stoffen an ihm herabhing. Nur leicht neigte er den Kopf auf eine schiefe vogelartige Weise, die ihm so gut stand. Auch wenn er die Ausstrahlung eines Herrschers hatte waren seine Worte immer verständnisvoll.

Mir war nicht gewahr, dass ihr nicht gestört werden wollt Prophet. Dennoch muss ich euch bitten eure Diener ruhen zu lassen. Sie sollen euch nicht weiter ablenken. Die Pflicht ruft.“ Lange starrte Seret den Falken an und dieser hielt dem Blick stand. Von allen Priestern und Dienern im Tempel war Aker vermutlich der Einzige, welcher es sich erlauben konnte den Propheten zu kommandieren. Vielleicht hätte der Schakal ihm früher weiter getrotzt, aber mittlerweile war ihm klar, dass der Hohepriester nicht locker lassen würde.

Schließlich seufzte er geschlagen. „Bei Sibunas großen Titten“, fluchte er. Von Aker erntete er nur einen missbilligenden Blick mit den gehobenen befiederten Brauen. „Ihr habt ihn gehört. Zeit unseren Tanz zu beenden.

Seret blickte über die Schulter als Zeichen für Karim. Der Fennek begann langsam mit seinem verknoteten Schaft zu zerren, bevor er ihn ganz herauszog. Genau wie bei den Weibchen zuvor jaulte er fast auf als er so gedehnt wurde. Dann jedoch kam der Knoten frei und Karims Samen floss heraus. Ganz seinem Herrn ergeben lehnte sich der Wüstenfuchs vor um das gröbste aufzulecken.

Währenddessen begannt auch Seret sich herauszuziehen. Seine beiden Dienerinnen konnten es sich nicht nehmen lassen ihn vom Gröbsten zu säubern. Erst dann trat Seret aus dem Becken raus. Ganz am Eingang des Raumes standen zwei Akolythen bereit, die Seret erst jetzt bemerkte. Nur wenige in der Priesterschaft hatten Diener, für alle anderen genügten die meist sehr jungen Anwärter der Priesterschaft.

Beide erschienen ihm noch wie Kinder, so dass Seret nicht sagen konnte welches Geschlecht sie hatten. Aber das war nicht von Belang. Ihnen war es ohnehin verboten mit dem Propheten zu reden. Einer reichte Seret ein weiches Tuch, um das restliche Wasser abzutrocknen. Der andere hatte die Gewänder des Propheten. Schnell wickelte er einen Lendenschurz um den Schakal.

Wir müssen uns beeilen, Prophet, ich befürchte der Rest muss auf dem Weg erledigt werden.“ Aker machte auf dem Absatz kehrt und verließ das Bad durch einen Durchgang welcher gegenüber von Serets Gemächern lag. Der Schakal musste schnellen Schrittes folgen, um mit dem Hohepriester mithalten zu können.

Jeden Morgen diese Eile.“ Seret grummelte vor sich hin aber seine Beschwerden blieben in diesem Fall seltsamerweise ungehört.

Sie betraten einen langen Gang der auf beiden Seiten durch mit Vorhängen behangene Durchgänge versehen war. Immer wieder kamen Diener und Akolythen hinzu, um Seret Schmuck umzuhängen, ihn die Augen mit Goldfarbe zu schminken oder ihm ein prunkvolles Kopftuch aufzusetzen und festzubinden. Dabei hielt Aker kaum an. Es gab Seret das Gefühl mehr voranzustolpern.

Wie ich hörte gab es heute wieder einen Vorfall.

Ich weiß nicht wovon du sprichst, Hohepriester Aker.

Ich rede von eurem Messer. Davon dass ihr wieder versucht habt eurem Leben ein Ende zu setzen, Seret.

Seret schwieg einfach nur und sah nicht mal den Hinterkopf des Priesters an. Der Schakal kannte diesen Mann schon sehr lange. Auch wenn er nicht seine Überzeugung teilte, so konnte Seret den Hohepriester respektieren.

Ich verstehe nicht warum ihr das immer wieder tut.

Betreten und ertappt sah er zu Boden. Erst jetzt bemerkte Seret, dass die beiden auf einmal alleine waren. Aber das war nicht weiter von Bedeutung. In einem Tempel wie diesem hatten die Wände Ohren und das gesprochene würde ohnehin herauskommen.

Aker legte eine Hand auf Serets Schulter in einer brüderlichen Geste. „Ich bin euer Freund.

Das stimmte. Obwohl Aker sein Hohepriester war und damit ihrer Göttin genauso ergeben wie Seret war er der Einzige, der den Schakal tadelte. Aker sorgte dafür, dass es Seret an nichts fehlte und zugleich dass er einen geregelten Tagesablauf hatte. Anderweitig würde Seret vermutlich nur irgendwo in Selbstmitleid zerfließen. Den nächsten den Seret einen Freund nennen konnte besorgt zu sehen gab ihm auf einmal das Gefühl versagt zu haben.

Ich weiß es nicht...“, sagte Seret zögerlich. „Schätze ich wollte meine eigene Unsterblichkeit auf die Probe stellen.

Das war nur ein Teil der Wahrheit, so viel wusste Seret. Überraschenderweise schien ihm das Aker nicht zu glauben. Vermutlich kannte der Falke ihn zu gut.

Weiter sah er Seret eindringlich an und seufzte als er um den Propheten herum ging. „Seret. Ihr habt doch alles was ihr euch wünschen könnt. Wir bringen euch alle Speisen die ihr euch wünscht. Falls es euch nach neuen Bettgefährten oder weiteren Schriftrollen verlangt...

Aber ihr lasst mich nicht hier raus“, meinte er kleinlaut. Die Worte hatten seinen Mund verlassen eher er sie aufhalten konnte.

Erneut sah Aker ihn schief an. „Richtig. Im Tempel seid ihr sicher vor Gefahren und Attentätern.“ Es entstand wieder eine fast unangenehme Stille in der die beiden sich ansahen.

Wisst ihr Seret. Ich erinnere mich noch genau an die Geschichten meines Großvaters. Seit Generationen steht meine Familie nun in euren Diensten und natürlich ist es eine Ehre dem unsterblichen Propheten der Sibuna zu dienen. Manch einer glaubt eure Göttlichkeit würde auf sie abreiben. Aber für mich war es das nie.

Seret wusste nicht was er darauf entgegnen sollte. Es stimmte, dass Sibuna ihm seit vielen Generationen den ewigen Schlaf versagte. Zu seiner Schande jedoch musste er gestehen, dass er in all den Jahren mehr über seine Diener und Priester vergessen hatte als er je gelernt hatte.

Immer wenn mein Großvater nach Hause kam erzählte er mir von den Wundern die ihr verrichtet hattet. Wie dieseses Land eine Wüste war ehe ihr mit euren Träumen und Eingebungen, mit eurem Wissen es in eine blühende Stadt verwandelt hattet. An dem Tag als er zum ersten Mal eure Unsterblichkeit mit eigenen Augen sah... Er kam als veränderter Mann zurück. Sein Glaube war gefestigt und er sagte mir: heute sah ich wie ein Mann von einem Speer durchbohrt wurde und es abschüttelte als wäre nichts geschehen. Ich sah das Antlitz der Göttin.

Immernoch blieb Seret still und wandte den Blick ab. Das Ganze war ihm ein wenig unangenehm. Von einem Mann, der ihm unter all den Heuchlern als ehrlich und direkt erschien, solche Lobpreisungen zu hören schockten ihn etwas. Seine Ohren und sein Schweif hingen herab.

Wollt ihr wissen was ich dachte? Da hat jemand versucht einen der wichtigsten Männer unserer Zeit zu ermorden. Was tun wir nur ohne ihn?

Erst jetzt fand Seret seine Stimme wieder. „Ich bin eure Ehrerbietung nicht wert. Ohne die Göttin bin ich nichts! Sibuna könnte sicher jemand besseren finden der mich ersetzt.

Als Antwort schüttelte der Hohepriester den Kopf und führte ihn durch einen der Durchgänge auf einen Balkon, der die Stadt überblickte. Jetzt wo der Morgen schon gekommen war erstrahlte ihre Heimat nur umso mehr. Aker deutete auf die hohen Bauten. Er deutete auf Kanäle und Gärten, auf Felder und Spiegelkonstruktionen welche die größten Gebäude erhellten.

War es nicht eure Idee die Kanäle anzulegen, um die Felder zu bewässern und Schiffe fahren zu lassen wo der Fluss zuvor nicht breit genug war. Habt ihr nicht eine Überflutung verhindert durch die Wasserspeicher, die ihr erdacht habt? Was ist mit den Baumaschinen aus Seil und Rollen? Oder den Kornspeichern, durch die wir die Hungersnot überstanden. Es mag stimmen, dass die Göttin durch euch spricht. Aber was ihr sagt und was ihr für euch behaltet entscheidet alleine ihr.

Das stimmte ihn nachdenklich. Hatte Aker vielleicht recht, dass er die Kontrolle in seinem Leben hatte? Manchmal fühlte es sich an als wollten die Priester ihm jede Entscheidung abnehmen. Zugleich nahm ihm die Göttin selbst die Entscheidung über seinen Tod.

Es klingt fast als glaubst du mehr an mich, denn an die Göttin“, bemerkte Seret etwas verbissen. „Ist das nicht ein wenig töricht an jemanden zu glauben, der den Wert von Brot vergessen hat und sich nicht mal den Lendenschurz selbst anzieht?

Aker beantwortete seine Frage nicht. „Keiner möchte sehen wie sein Bruder im Geiste leidet und den Freitod sucht.“ Er klopfte Seret auf die Schulter und fuhr dann erst fort. „Genießt ruhig noch ein wenig die Aussicht. Eigentlich warten die Priester auf die Einweihung einer großen Statue, aber sie werden heute auf euch verzichten können.“

Damit ließ Aker den Schakal alleine. Brütend blickte Seret auf die Stadt. Er wusste nicht was er machen sollte, oder wie viel Zeit verstrich. Nach einer Weile bemerkte er jedoch eine Gestalt die auf einmal neben ihm stand. Seret hatte sie nicht kommen sehen.

Sibuna.

Seret.

Die Göttin war genauso wie die Statuen sie darstellten. Nur die Pracht ihrer goldenen Augen konnte niemand einfangen.

Du möchtest etwas sagen“, sagte sie sanft. Abgesehen von Schmuck und einem Lendenschurz wie seinem war sie nackt.

Nimm mir die Unsterblichkeit.“

Sie hob die Brauen. „Ich hatte immer nur im Sinn dich vor Fehlern zu bewahren. Ob es deine eigenen oder andere sind.“ Eine Pause entstand und Seret versuchte nicht in ihre niemals blinkenden Augen zu blicken.

Hat Aker recht? Bin ich noch immer der Herr meines Schicksals.

Auf seine Frage lächelte die Göttin nur.

Schon vor fünf Generationen als ich dich auswählte warst du ein Zweifler. Nichts davon ist neu. Ich musste dich hinbringen wo man dich brauchte und du hast nie verstanden, dass ich dich nicht als Prediger brauche. Dir fehlte einfach das Vertrauen in deine Fähigkeiten.

Dann überraschte sich Seret selbst als er die Göttin ansah. Aker hatte ihn überzeugt. „Jetzt nicht mehr... denke ich.“

Sibuna verschränkte die Arme als wollte sie ihn Fragen ob er es wirklich wollte. Worte waren nicht nötig, Seret verstand sie und nickte nur. Eine Bewegung unten in der Stadt fing auf einmal seinen Blick auf und als er zurück zu Sibuna sah war sie einfach verschwunden.

Eine Weile verharrte Seret hier und starrte an die Stelle an der seine Göttin gestanden hatte. Noch fühlte der Schakal sich nicht anders. Aber wenn dies ein Neuanfang für ihn darstellen sollte, in dem er nicht von Sibuna gelenkt wurde, dann wollte er es versuchen.

Schließlich verließ er den Balkon. Aker hatte gesagt seine Priester warteten auf ihn, also wollte er zu ihnen sprechen. Auf dem Weg in den Innenhof des Tempels machte ihm jeder den Platz frei. Ob es Diener, Priester oder die Tempelwachen war, sie erkannten wie Seret die Gänge entlang schritt und wollten den Unsterblichen nicht stören.

Im Innenhof fand Seret sie alle versammelt. Seine wichtigsten Priester, welche in Reihen vor einer großen Statue standen die einen Schakal darstellte. Unter ihr befand sich Aker, der gerade das Wort an sie richten wollte, nur um zu stocken als er Seret sah. Von seinem Freund blickte der Schakal zur Statue. Sie war viel zu groß und protzig. Er musste sich schon wundern wie sie so ein großes Ding bauen konnten und wie die Seilrollen das hatten halten können.

Dann nickte er Aker zu, worauf der Falke ihm Platz machte. Nun direkt unter der Statue richtete er seine Laute Stimme an alle Anwesenden.

Heute ist ein neuer Tag.“ Irgendetwas knirschte und Seret war ein wenig genervt von dieser Unterbrechung. „Es ist der Tag an dem euer Prophet sich selbst fand.“ Bei dem überraschten Blick seiner Priester sah er auf, nur um zu bemerken wie der Kopf seiner Statue abbrach und herab fiel.

Sibuna...“, murmelte er noch den Beginn eines Fluches und wurde zerquetscht.