How I got Damned
Stell dir eine Welt vor, in der das Übernatürliche normal ist.
Stell dir eine Welt vor, in der Engel und Dämonen auf der Erde wandeln.
In dieser Welt lebt Adramalech, ein junger Löwe, der aus purer Selbstüberschätzung einen monumentalen Fehler begeht.
Um den Konsequenzen seines Handelns zu entgehen bittet er den Wind um Hilfe, und im Zuge dessen gibt er dem Dämon alles um dessen Kräfte zu erlangen. Er führt damit nicht nur sich selbst, sondern auch seinen ganzen Clan in die Verdammnis.
Begleite den Dämon auf seiner Jagd nach immer mehr Konkubinen und auf den Irrwegen auf die ihn sein neuer Meister, der Wind, führt.
Ein Märchen in 10 Kapiteln, das nicht wirklich für Kinder geeignet ist.
Erdacht von Fire15q
Geschrieben von El Poyo Diabolo
How I got Damend
Vorwort
Evanas Märchen
Ushis Märchen, Teil eins
Vom Winde Verweht
Lianas Märchen
Ushis Märchen, Teil zwei
Sarabis Märchen
Vannas Märchen
Jannas Märchen
Flavias Märchen
Teufelskreis
Geheime Szene nach dem Abspann
Seit Anbeginn der Zeit sind die Ebenen der Savanne ein Ort der Rätsel und Geheimnisse. Da draußen gibt es Dinge und Wesen, die die Vorstellungskraft eines gesunden Menschenverstandes bei weitem übersteigen.
Wie bei einer Fata Mogana weiß man nie genau, was man gesehen oder gehört hat, oder ob es wirklich da war oder vielleicht nur eine Illusion.
Das Löwenvolk in der Savanne erzählt sich seit Generationen die uralte Legende vom Dämonenlöwen Adramalech. Er streift nachts umher und verführt die jungen Löwinnen mit seinem Charme, um sie ihrem Rudel zu entreißen, denn er will sie ganz für sich allein.
Diejenigen, die ihm zum Opfer fallen, sind für immer verloren. Sie sind dazu verdammt, ihm bis in alle Ewigkeit zu Diensten zu sein und auf ewig in seinem Harem zu bleiben.
Jedes Jahr, wenn die jungen Löwinnen das fortpflanzungsfähige Alter erreichen, geht Adramalech auf die Pirsch. Dann kann man ihn nachts in den Ebenen auf der Pirsch nach seiner Beute finden. Sein Gebrüll ist dann kilometerweit zu hören. Sein Flehen um eine Gefährtin, sein Heulen nach Liebe hallt über die Ebenen. Wie die Sirenen der Antike schmeicheln sie den Ohren und ziehen dich in ihren Bann. Aber wenn du ihnen nachgibst, bist du verloren.
Dies sind die Geschichten derer, die ihm verfallen sind. Die Unglücklichen, die seinem Ruf gefolgt sind. Sie erlagen den Verlockungen des Dämons und sind nun für alle Ewigkeit verdammt zu einem Leben nach dem Tod in der...
Hölle
Versuchung
„Habt ihr das Gebrüll gestern Abend gehört? Es muss ein neuer Löwe in der Nähe sein, der unseren Vater herausfordert.“
sagte Evana, als sie zu den anderen in die Höhle kam.
Vivianna und die Mädchen sahen zu ihr auf.
„Ja, wir haben es auch gehört. Vater sagte, es ist Adramalech.“
Evana kam zu den anderen und setzte sich.
„Adrama Dingsbums? Nie von ihm gehört. Aber er klingt ganz schön heiß.“
Sabina schüttelte heftig ihren hübschen Kopf, bevor sie es erklärte:
„Nein... Adramalech ist ein Dämon. Hast du Mutter nicht zugehört? Sie hat uns die Geschichte doch erzählt.“
Evana verneinte.
„Nein, ich habe diese Geschichte nie gehört. Wovon handelt sie?“
Suzanna kam zu Evana hinüber und nahm den Platz neben ihr ein. Sie war das älteste der Mädchen und man konnte sagen, dass sie sich in den Gepflogenheiten der Savanah auskannte.
„Oh, süße kleine Schwester. Es ist die Geschichte von Adramalech. Er war ein junger Löwe. Er war übermäßig ehrgeizig und als der alte Löwe ihm einen ordentlichen Tritt in den Hintern verpasste, lief er davon.“
erklärte sie und hielt eine Pfote hoch.
„Es ist Brauch, dass, solange der alte Löwe seinen Thron verteidigen kann, die Jüngeren sich woanders ein eigenes Rudel suchen müssen, doch Adramalech wollte sich nicht an die alten Traditionen halten. Er war wütend und heulte seinen Ärger in den Wind.“
Sie machte eine Geste, als ob sie laut und stolz brüllen würde, und die Mädchen begannen zu kichern.
„Und der Wind hat ihn gehört?“
fragte Evana und sah ihre Schwestern mit großen Augen an, diese nickten unisono. Suzana fügte in einem viel leiseren Tonfall hinzu.
„Und so fragte ihn der Wind: Was ist es, das du dir am meisten in deinem Leben wünschst?“
An dieser Stelle flüsterte sie fast, und die anderen Löwinnen kamen näher, um der Erzählung zu lauschen.
„Und der junge, erbärmliche Bengel von einem Löwen, dieser Schurke, dieser Taugenichts, brüllte den Wind an: Ich will die Macht. Die Macht, alle Löwen zu besiegen, die Macht, alle Löwinnen zu bekommen, die Macht, sich alle und jeden unter dem Himmel zu unterwerfen!“
Die Stimme ihres Vaters donnerte in die Höhle, als er seinen Harem betrat. Er war ein stolzer Löwe, groß, stark, majestätisch, streng. Er hatte sein Rudel schon seit vielen Jahren verteidigt. Er zuckte nicht einmal zusammen, als ein neuer Herausforderer aus dem Gebüsch auftauchte. Er schritt die Steine hinunter zu den Mädchen, die sein plötzliches Auftauchen mit Ehrfurcht betrachteten.
„Vater...“
sagte Suzanna leise. Er nickte leicht in ihre Richtung und richtete seinen Blick dann auf Evana.
„Mein Kind, wenn du seinen Ruf hörst, darfst du nicht antworten. Denn wenn du seinem Ruf folgst, bist du für alle Ewigkeit verloren, und wir werden dich nicht retten können. Lass mich das klarstellen. Adramalech ist real. Er wurde von den Wüstenwinden mit Kräften gesegnet, die unser Vorstellungsvermögen übersteigen. Er ist ein Dämon, und er kennt keine Gnade.“
Die Stimme ihres Vaters war streng, er würde nichts anderes als völlige Unterwerfung akzeptieren, aber sie war auch voller Liebe für seine Töchter, die bald die nächste Generation seines Rudels hervorbringen würden.
Er kuschelte sich an Evana und Suzanna, bevor er zu den anderen hinüberging, um ein wenig Zeit mit seinen Töchtern zu verbringen.
Evana genoss die Anwesenheit ihres Vaters, aber etwas an der Geschichte störte sie.
„Aber... er klang so allein, sogar einsam oder besser sehnsüchtig...“
Weiter kam sie nicht, denn ihr Vater drehte sich um und war direkt vor ihr, bevor sie auch nur Luft holen konnte.
„Mädchen, du hörst mir jetzt zu, und du hörst jetzt gut zu. Was Suzanna nicht erwähnt hat, ist, dass Adramalech immer in Verzweiflung ist. Solche Macht wird nicht umsonst vergeben, und wenn er jetzt loszieht, muss er mindestens die Hälfte der Löwinnen des Rudels für sich beanspruchen, aus dem er ursprünglich ausgestoßen wurde. Tut er das nicht, wird er hart bestraft.“
Sagte ihr Vater, während er die Unterwerfung seiner Tochter forderte.
„Woher weißt du das, Vater?“
Evana flüsterte.
„Ich weiß es, weil es eine Zeugin dafür gab, eine Löwin, die ebenfalls den Wind hörte und selbst die Verwandlung sah, die mit Adramalech geschah. Die Mutter von Adramalech suchte nach ihrem Sohn, weil sie wusste, dass er zwar nicht zurückkehren konnte, sie ihm aber Trost und weise Worte spenden würde, bevor sie sich verabschiedete. Sie fand ihn, aber es war zu spät, denn der Wind hatte das Heulen des Zorns ihres Sohnes gehört und begann zu antworten.“
...
Transformation
Er stand auf der Ebene, der Wind heulte um ihn herum und bildete eine undurchdringliche Wand aus Staub, die Adramalech umgab. Der Wind zerrte an ihm, drohte ihn umzustoßen, doch er stemmte sich dagegen, biss die Zähne zusammen und wartete auf seine Antwort. Und der Wind antwortete.
„Was ist es, das du vor allem anderen suchst?“
Es war als käme die Stimme von überall gleichzeitig und Adramalech brüllte gegen den heulenden Wind an:
„Ich will Macht. Macht, alle und jeden zu besiegen, die sich mir in den Weg stellen. Die Macht, der ultimative Löwe zu werden. Die Macht, alle und jede Löwin, die ich will, zu verführen und sie meinem Willen zu unterwerfen.“
Währenddessen kauerte Ushi, seine Mutter, außerhalb der Staubwolke, in der ihr Sohn einen Handel mit dem ältesten Gott der Wüste abschließen wollte. Sie rief über das Heulen des Windes hinweg nach ihm. Aber er konnte sie nicht hören, und sie konnte nicht näher herankommen. Alles, was sie tun konnte, war Zeuge dessen zu sein, was als Nächstes geschah.
Als der Wind Adramalech antwortete, donnerte seine Stimme über die Ebene.
„Ich werde dich befähigen, jeden einzelnen Löwen zu besiegen, dem du begegnest. Und du wirst in der Lage sein, jede Löwin unter dem Himmel zu verführen, und sie werden für alle Ewigkeit dir gehören.“
Der Wind wurde immer stärker und seine Stimme wurde noch intensiver.
„Aber seid auf der Hut. Diese Macht hat ihren Preis. Damit du dieses Geschenk erhältst, musst du mir deine Seele für alle Ewigkeit schenken. Du wirst von nun an bis zum Ende der Zeit an meinen Ruf gebunden sein. Bist du bereit, diesen Preis zu zahlen?“
Adramalech heulte sein Ja, während seine Mutter gleichzeitig ihre Ablehnung heulte.
„Nun gut, du sollst die Macht erhalten, jeden Feind zu besiegen und jedes Weibchen, das du begehrst, zu verführen.“
Bei diesen Worten brach der Wind in ein dämonisches Gelächter aus, und Adramalech spürte ein brennendes Gefühl in seinem Körper. Es wurde schnell unerträglich, und so brüllte er seine Qualen in den Wind. Er spürte, wie er an Größe und Kraft zunahm. Seine Krallen verlängerten sich und seine Schultern wurden breiter. Sein Mähne fing Feuer, verbrannte aber nicht, und seine Augen... seine Augen brannten mit dämonischem Feuer. Als sein Gebrüll endete, erschütterte es den Boden, auf dem er stand.
„Ich kann es fühlen. Ich kann die Macht spüren.“
sagte er vergnügt und begann zu lachen, doch der Wind unterbrach sein Lachen.
„Du solltest wissen, Adramalech. Auch für diese Kräfte gibt es Regeln.“
Jetzt klang der Wind belustigt.
„Du kannst diese Kräfte nicht ohne Konsequenzen einsetzen.
Du wirst in der Lage sein, jeden Feind zu besiegen, den du triffst, aber für jeden Feind, den du erschlägst, wird deine Schuldigkeit mir gegenüber höher.
Du wirst jede Löwin verzaubern können, aber damit sie dir gehört, musst du ihr Leben und ihre Seele nehmen und sie damit für alle Ewigkeit zu einem Leben in der Hölle verdammen.
Du wirst sie jedoch nicht zwingen dürfen, sonst werde ich dir alles nehmen, was dir vergönnt war.
Du wirst niemals wahre Befriedigung empfinden, denn um Befriedigung empfinden zu können, bräuchtest du eine Seele, und deine Seele ist mein Eigentum.
Ich werde dir ewiges Leben und Unsterblichkeit gewähren, solange du in der Lage bist, mindestens eine Seele pro Saison zu erwerben. Solltest du aber jemals versagen, werde ich dir deine Privilegien entziehen und du wirst in der Hölle schmoren, wie alle anderen auch.“
Der Wind lachte laut und hart, als Adramalech seine Verzweiflung über den üblen Handel, den er mit dem Wind gemacht hatte, heulte. Der Wind erhob sich noch immer lachend über sein Opfer und ließ einen geschlagenen und besiegten Adramalech zurück. Seine Mutter, die alles gehört hatte, sah ihren Sohn im Dreck der Ebene liegen.
„Neiiiiiiiin!“
Ihre Schreie waren die einer Mutter, die ihren Sohn, ihr Kind, zweimal verloren hatte. Sie rannte zu ihm, als er dort lag.
„Was hast du getan? Wofür hast du...“
Sie verschluckte sich an ihren Worten, als er sich langsam vom Boden erhob. Er knurrte leise, als er sie ansah.
„Du weißt, was ich getan habe, Mutter. Und du weißt auch, wofür ich es getan habe.“
Seine Stimme war verändert. Und kaum hatte er gesprochen, konnte sie es spüren. Sie spürte den Charme, sie spürte, wie sie sich zu ihm hingezogen fühlte. Zuerst wehrte sie sich, weil sie nicht bereit war, dem Charme ihres Sohnes nachzugeben.
„Aber das kannst du nicht. Weißt du überhaupt, was du dem Wind versprochen hast, zu tun?“
Er schaute ihr direkt in die Augen.
„Ja, Mutter. Ich weiß, was ich versprochen habe zu tun. Und ich werde es tun. Ich werde meinem Vater das Leben nehmen, und ich werde ihm seinen Stolz nehmen. Du sollst meine Erste werden, die Erste von vielen.“
Sagte er mit einer Stimme, die wie Honig klang und sich wie Samt anfühlte. Ushi wich zurück und schüttelte ungläubig den Kopf.
„Nein... nein...“
weinte sie und rannte davon. Als sie rannte, konnte sie ihn lachen hören. Es war ein liebloses, gestörtes Lachen. Er rief etwas von Weglaufen und Verstecken, aber sie versuchte, nicht mehr auf ihn zu hören, denn sie spürte, wie die Verlockung, umzukehren und zu ihm zurückzukehren, immer stärker wurde.
Hausarrest
Evana saß mit offenem Mund da, wie die meisten der anwesenden Löwinnen.
„Aber wie kann das möglich sein, wenn das, was Suzanna uns erzählt hat, so anders ist?“
sagte Evana mit leiser Stimme. Ihr Vater sah sie streng an.
„Diese Legende ist alt, mein Kind. Es gibt viele Versionen dieser Legende. Aber dies ist die wahre Geschichte, die von jedem König an den nächsten weitergegeben wird, damit wir nie wirklich vergessen, was damals geschah. Man hat dir die Geschichte erzählt, um zu verhindern, dass du dich in diesen Dämon, diesen Seelenjäger, verliebst. Adramalech durchstreift die Ebenen, immer auf der Jagd nach mehr. Ich vertraue euch, euch allen, diese Wahrheit an.“
Sagte er in einem ruhigen, aber eindringlichen Ton. Als er sah, dass Evana immer noch unsicher war, beschloss er, der König zu sein, der er war.
„Du wirst meinen Befehlen gehorchen. Du wirst seinem Ruf nicht folgen. Wenn du einen Fremden siehst, wirst du dich ihm nicht nähern. Ich werde keinen von euch verlieren.“
Er brüllte. Dann fügte er fast flüsternd hinzu:
„Nicht schon wieder.“
Er hielt noch ein wenig länger Augenkontakt mit Evana, bis er sicher war, dass seine Botschaft angekommen war. Evana schluckte schwer und nickte. Man widersetzte sich seinem Vater nicht, zumindest nicht, wenn man das Sonnenlicht noch einmal sehen wollte. Sie duckte sich weg und zog sich hinter Suzanna zurück. So blieb sie zwischen ihr und ihrem Vater. Er nickte langsam und wandte sich wieder den anderen zu.
Die Stimmung war verflogen, aber er würde dennoch einige Zeit mit ihnen verbringen. Es war seine Pflicht als König, die nächste Generation heranzuziehen und die jetzige Generation zu beschützen.
Selbst wenn das bedeutete, manchmal ein wenig zu streng zu sein.
Necken
Später in der Nacht, als alle schon schliefen, lag Evana wach. Sie schaute zum Eingang der Höhle. Es war eine sternenklare Nacht und der Mond war fast voll. Wenn man oben auf dem Felsen ihres Rudels saß, konnte man die Savanne meilenweit überblicken. Sie liebte es immer, über die Ebenen zu blicken. Es verschaffte ihr Seelenfrieden.
Im Moment herrschte in ihrem Kopf das totale Chaos. Sie konnte immer noch Adramalechs Brüllen in ihren Gedanken hören. Es klang so sehnsüchtig, so einsam, so ... heiß. Sie spürte, wie sich etwas in ihr regte, tief in ihr.
Es war zwecklos. Sie würde in dieser Nacht keinen Schlaf finden. Langsam stand sie auf, vorsichtig, um keinen der anderen zu wecken. Sie machte sich auf den Weg zum Eingang und verließ den Bau. Niemand hatte sie gehen sehen, da war sie sich sicher. Draußen war die Luft kalt, frisch und klar, das genaue Gegenteil von dem, was in der Höhle herrschte. Da drinnen stank es wie in einer Löwenhöhle. Wortspiel beabsichtigt.
Sie streckte sich und genoss das Gefühl aufrichtig. Hier, draußen, gab es keinen Laut. Es herrschte absolute Stille. Nur eine gelegentliche Brise zog vorbei und brachte die Gerüche der weiten Welt auf den Felsen des Rudels. Sie atmete tief ein, bevor sie auf die Spitze ihres Felsens kletterte. Irgendetwas lag heute Nacht in der Luft. Sie konnte es nicht genau zuordnen, aber es war ganz sicher da, und es wühlte ihr Inneres auf.
Es war ein angenehmes, aber auch ein seltsames Gefühl, eines, das sie bisher nicht kannte. Als sie oben auf dem Felsen stand, nahm sie die Aussicht in sich auf. Die Ebene war in ein fahles, bläuliches Licht getaucht, und der Mond glitzerte im Wasserloch unten in der Ebene. Sie entspannte sich ein wenig. Die kalte Luft und das Fehlen des Schnarchens trugen dazu bei, dass sie sich beruhigte. Sie legte sich hin und genoss die Atmosphäre. Im Gegensatz zu ihren Schwestern und Tanten genoss sie es, ganz allein zu sein.
Da war er wieder, dieser Geruch ... dieser Duft ... Sie schnupperte intensiver. Der Geruch war erregend. Es roch nach Schweiß, Mochus und... sie konnte es nicht benennen, aber es roch unglaublich. Sie spürte wieder die Erregung. Es kribbelte in ihrem Bauch und noch tiefer. Da war ein juckendes Gefühl zwischen ihren Schenkeln. Ihr war heiß und kalt zugleich und sie sehnte sich nach Gesellschaft.
Nein, nicht irgendeine Gesellschaft. Sie brauchte einen Löwen, und sie brauchte ihn jetzt. Sie war so verzweifelt, dass sie in Erwägung zog, ihren Vater zu wecken. Aber so weit brauchte sie nicht zu gehen.
„Oh, hallo, meine Kleine.“
Die Stimme tauchte aus dem Nichts auf. Es war eine Stimme, die sie noch nie zuvor gehört hatte. Sie war sanft, süß und voller Leidenschaft, aber gleichzeitig klang sie fordernd, kommandierend und voller Selbstvertrauen. Sie drehte ihren Kopf und da stand er. Er war groß. Selbst im Vergleich zu ihrem Vater war er groß. Er strahlte Zuversicht und Macht aus. Er schien alles unter Kontrolle zu haben und doch war er völlig entspannt. Seine Augen standen förmlich in Flammen, ebenso wie ihre Wangen. Zum Glück verdeckte ihr Fell ihr starkes Erröten, aber etwas anderes ließ sich nicht verbergen. Sie lief regelrecht aus, und sie konnte sich selbst riechen, was sie noch mehr erregte.
Er legte den Kopf leicht schief, bevor er wieder sprach:
„Ich habe dich gestern gesehen. Du bist mir aufgefallen. So eine hübsche junge Löwin.“
Er leckte sich genüsslich über die Lippen und schnupperte.
„Köstlich.“
Er knurrte verführerisch und zwinkerte ihr zu, bevor er einen Schritt auf sie zuging.
Sein Schwanz wedelte gemächlich und er setzte seine Pfoten vorsichtig auf, als er sich ihr näherte.
„Weißt du, wer ich bin?“
fragte er mit einer Stimme so sanft wie Honig. Er setzte sich neben sie.
„Du bist ...“
Sie schnappte nach Luft.
„Genau.“
Er sah auf eine seiner Pfoten hinunter und grinste ein tödliches Grinsen.
„Ich bin Adramalech.“
Er sagte es in einem sachlichen Ton, der fast beängstigend war. Evana wusste, dass sie Angst haben sollte, sie sollte weglaufen oder zumindest um Hilfe rufen, aber sie konnte es nicht. Dieser Löwe, der neben ihr saß und Macht und Kontrolle und ... Sex ... ausstrahlte, war alles, was von ihrer Welt im Moment noch übrig war. Es gab keinen Rudelfelsen, tatsächlich gab es kein Rudel... nur sie selbst und diesen Dämon, der alles mit ihr machen würde was er wollte. Er sah sich um und schnupperte absichtlich die Luft. Er leckte sich wieder genüsslich über die Lippen.
„Meine Liebe, ich fürchte, ich muss jetzt gehen. Aber wenn du daran interessiert bist, dein Verlangen zu stillen, werde ich morgen Abend an der Wasserstelle auf dich warten...“
Er stand auf und schmiegte seinen Kopf an den ihren.
„Unter dem Vollmond werden wir uns lieben...“
flüsterte er verheißungsvoll, bevor er sich zurückzog. Sie blinzelte und er war verschwunden. Sie schnappte nach Luft und sah sich um. Aber sie konnte ihn nirgends sehen.
Nur sein Geruch hing noch in der Luft. Sie fröstelte und setzte sich hin. Geistesabwesend berührte sie sich selbst. Es war ein seltsames, aber angenehmes Gefühl. Als sie ihre Pfote wieder an ihr Gesicht führte, war es nass und roch nach ihr. Sie konnte sich nicht zurückhalten, ihre eigene Scham von ihrer Pfote zu lecken. Es schmeckte seltsam. Ein Geschmack, den sie noch nie zuvor gekostet hatte, schon gar nicht von sich selbst. Sie war völlig verwirrt, und die Tatsache, dass ihr Körper sich nach diesem Dämon sehnte, half ihr nicht im Geringsten. Sie legte sich wieder hin, tief in Gedanken versunken, und berührte sich ab und zu.
Verkatert
Am Morgen wachte sie wieder in der Höhle auf. Sie konnte nicht sagen, wie sie zu den anderen zurückgekommen war. Oder hatte sie die Höhle vielleicht nie verlassen? War das alles nur ein Traum gewesen? Sie gähnte und stand auf. Die meisten der anderen schliefen noch.
Da lagen Suzanna, Vanna, Vivianna und Sabina. Ihr Vater war schon weg, ebenso wie einige der älteren Löwinnen. Sie ging zum Eingang und schaute in das helle Licht draußen. Es tat ihr in den Augen weh, nach draußen zu sehen, und es würde einige Zeit dauern, bis sich ihre Augen an die Helligkeit des Tages gewöhnt hatten. Als sie nach draußen trat, sah eine der älteren Löwinnen sie und winkte sie heran.
„Guten Morgen, Kind.“
Sie sagte mit dem Tonfall einer Löwin, die schon alles gesehen hatte.
„Du hast seinen Ruf tatsächlich gehört, ich kann es riechen.“
Evanas Augen schossen auf. Ihr fiel die Kinnlade auf den Boden.
„Ich ... er ... nein ... ich meine ... vielleicht ...“
Sie stotterte und wich langsam zurück. Die alte Löwin lächelte, ein wohlwollendes Lächeln, und winkte sie wieder heran.
„Es ist nichts, wofür du dich schämen musst. Ich habe seinen Ruf auch gehört, als ich so alt war wie du. Es war so ein schöner Klang, so verlockend, so sehnsüchtig... Ich fühlte mich zu den Ebenen hingezogen, zu ihm.“
Sagte sie mit einem sehnsüchtigen Unterton und schaute in die Ferne. Als sie zu Evana blickte, waren ihre Augen von Trauer erfüllt.
„Du darfst seinem Flehen nicht folgen. Versprich mir, dass du seinem Ruf nicht folgen wirst.“
flehte sie, legte eine Pfote auf Evanas und sah ihr tief in die Augen.
Evana war erschrocken, der Löwe von gestern Abend schien nett und sanft zu sein. Sie blinzelte, aber schließlich nickte sie.
„Ich verspreche es.“
Sagte sie leise und die alte Löwin lächelte.
„Gutes Mädchen, und jetzt geh, wir brauchen ein Frühstück. Du weißt doch, wie dein Vater ist, wenn er morgens kein Fleisch auf dem Teller hat.“
Des Teufels Angebot
Der ganze Tag verlief wie jeder andere Tag auch, nur dass Evana den ganzen Tag über in Gedanken versunken war. Sie hatte kein Glück bei der Jagd und als sie zum Wasserloch ging, um sich etwas Wasser zu holen, hörte sie, wie einige Warzenschweine darüber sprachen, dass man das alte Nashorn aufgefunden hatte, abgeschlachtet und ausgeweidet, aber nicht gefressen. Sie hörte genauer hin, aber außer dass das Nashorn auf barbarischste Weise getötet und seine Eingeweide über die halbe Ebene geschleift worden waren und nichts gefressen worden war, nicht einmal die Hyänen hatten sich an dem Kadaver gütlich getan, konnte sie nichts hören.
„Seltsam...“
murmelte sie, als sie das Wasserloch verließ. Bei ihrer Rückkehr waren die anderen bereits versammelt und labten sich an der Jagd, die die anderen nach Hause gebracht hatten. Wie es Brauch war, bekam auch sie ihren Anteil, und danach versammelten sie sich, um den Abend ausklingen zu lassen. Als sie alle in die Höhle gingen, um zu schlafen, war Evana unruhig. Ihr Körper sehnte sich danach, zur Wasserstelle zu gehen. Um zu sehen, ob er dort sein würde. Ihr Verstand verweigerte ihr dieses Vergnügen, noch immer. Sie lag wach, ihr Inneres kribbelte bei dem Gedanken an Adramalech und sie spürte, wie sie von Minute zu Minute feuchter wurde.
Als sie schließlich ihren fleischlichen Gelüsten und ihrer Neugier nachgab, stand sie auf und verließ die Höhle. Diesmal achtete sie nicht so sehr darauf, niemanden zu wecken, und so bemerkte sie nicht, dass ihr Abgang nicht unbemerkt blieb.
Endlich draußen, holte sie tief Luft. Die Luft roch nach ihm. Es war wie eine Droge. Je mehr sie ihn roch, desto mehr brauchte sie ihn. Sie zögerte nicht lange und sprintete den Felsen hinunter und auf die Ebene. Ihre Lust und ihr Verlangen ließen sie schneller laufen. Mit großen Sprüngen legte sie die Strecke zum Wasserloch in kürzester Zeit zurück.
Als sie am Wasserloch ankam, keuchte sie schwer. Sie war schwer rollig. Mit zitternden Schritten umrundete sie die kleine Oase in der Savanne. Nachts war hier niemand. Nicht einmal die Krokodile waren auf der Jagd. Sein Duft lag dick in der Luft und berauschte sie. Sie konnte ihren Atem nicht kontrollieren und spürte, wie ihre Scham auf den Boden tropfte. Sie ging unter einen Baum hindurch und blickte über das Wasser auf die andere Seite. Der inzwischen volle Mond tauchte die Landschaft in ein unheimliches Licht. Sie konnte ihn nirgends sehen. Aber er musste da sein. Sein Duft schwängerte buchstäblich die Luft. Ihr Atem ging schnell und tief, als sie die Oase ein weiteres Mal nach ihm absuchte.
„Du bist also gekommen ...“
Seine Stimme erklang direkt neben ihrem Ohr. Ihr Kopf schoss zu dem Geräusch, aber da war niemand.
„... hier oben.“
Er klang fröhlich. Als sie aufblickte, sah sie ihn gemächlich auf einem Ast des Baumes lümmeln.
„Ja, ich bin gekommen. Ich kann mein brennendes Verlangen nach dir nicht abschütteln.“
Sagte sie. Er lächelte und sprang hinunter, um dann tief zu schnuppern.
„So riecht es auf jeden Fall.“
sagte Adramalech und Evana spürte, wie ihre Wangen brannten.
„Ich weiß, was heute Nacht passieren wird, mein Vater hat mir von dir erzählt. Er hat mir die wahre Version erzählt, damit du mir nicht so viel erklären oder mich noch mehr bezirzen und verführen musst. Ich weiß aber, dass du es mir wegen deiner Regeln trotzdem sagen musst.“
Sagte sie. Er lächelte und legte sich auf die Seite, hob sein Bein an, damit sie seine Erektion und seine Eier sehen konnte. Sein Duft traf sie mit voller Wucht und sie zitterte sichtbar und wurde noch feuchter als sie ohnehin schon war. Sie wollte diesen Löwen, auch wenn sie wusste, dass es sie das Leben kosten würde und mehr.
„Evana vom Rudel des Königsfelsens, du musst wissen, dass, wenn du dich heute Nacht mit mir paaren willst, ich dir gleich nach unserem gemeinsamen Höhepunkt die Kehle aufreißen und dich töten werde. Deine Seele wird in die Hölle geschickt, wo sie bis in alle Ewigkeit ein Teil meines Harems sein wird. Du sollst auch wissen, dass es kein Zurück mehr gibt, wenn du einwilligst. Willigst du in diesem Wissen ein, dich heute Nacht mit mir zu paaren?“
sagte Adramalech in einem fast ehrfürchtigen Ton.
Währenddessen lag Vanna auf der anderen Seite des kleinen Sees im Gras und sah, was auf der anderen Seite des Sees geschah. Sie hatte bemerkt, wie Evana aufstand und die Höhle verließ, und hatte beschlossen, ihr zu folgen. Voller Angst und Sorge war sie ihr über die Ebene bis zur Wasserstelle gefolgt. Ihre Augen weiteten sich und sie keuchte, als sie hörte, wie Adramalech ihrer kleinen Schwester erklärte, was er mit ihr tun würde. Vor lauter Panik stand sie auf und rannte zurück zu ihrem Felsen. Sie würde ihren Vater und die anderen holen ... jeden, der helfen konnte.
Evana war so geil, dass es ihr in diesem Moment sehr schwer fiel, klar zu denken. Sein Duft schlug ihr in nicht enden wollenden Wellen entgegen und die wenigen Gedanken, die sie noch denken konnte, drehten sich um sein Glied und was es jetzt mit ihr machen würde.
„Ja, ich willige ein, mich heute Nacht mit dir zu paaren.“
sagte sie und sobald sie diese Worte aussprach, war es, als ob etwas in ihr klickte. Alle Gedanken, die sie hatte, um nein zu sagen, waren verschwunden, als hätte es sie nie gegeben. Mit diesen Worten stand Adramalech auf und trat hinter sie. Instinktiv senkte Evana ihren Vorderkörper, während sie ihre Hüften hob und ihren Schwanz zur Seite bewegte. Er stand hinter ihr, nahm den Anblick auf und grinste vor sich hin.
*Eine weitere für den Harem...*
Er näherte sich ihr und schnupperte tief von ihrem Duft.
„Aaaaahh, köstlich.“
Er grinste. Er liebte es, seine Opfer zu necken, wenn sie bereits in seinen Fängen waren. Es ging nicht darum, dass sie hätten fliehen können oder so, sie waren bereits verloren. Verdammt bis in alle Ewigkeit. Evana krümmte sich vor ihm, sie war mehr als bereit. Adramalech war grausam in seiner Art. Langsam näherte er sich ihrem Schoß und leckte sie kurz, um sie zu schmecken. Evana zitterte vor Erregung.
„Aaaaahnn. Necke mich nicht. Gib es mir...hnnnnn...ich kann es nicht mehr ertragen...“
flehte sie, ihre Stimme quoll über vor Lust und Verlangen. Er nickte und kam näher zu ihr.
Er bestieg sie und mit der Erfahrung eines Löwen, der sich schon unzählige Male gepaart hatte. Adramalech fand ihren Eingang mit Leichtigkeit.
Er schob seinen Penis in sie hinein und da sie so feucht war, glitt er mühelos hinein.
„Aahhnnn...Hnnnnaaaa...“
Ihre animalischen und primitiven Laute hallten rund um das Wasserloch wider. Adramalech biss ihr in den Hals und zog sie näher zu sich heran. Evana war gezwungen, ihren Kopf zu heben und stöhnte vor Lust und Schmerz. Schließlich schob er seinen Penis tiefer hinein, stieß aber bald auf einen Widerstand, der ihm sehr vertraut war.
*Oooohhh was haben wir denn da...*
Lächelnd zog er sich zurück und rammte ihn fest hinein. Der Widerstand verschwand augenblicklich und er war nun vollständig in ihr. Evana schrie vor Schmerz auf, als der Dämon vollständig in sie eindrang. Doch der Schmerz verschwand bald wieder aus ihrer Stimme und das Vergnügen nahm sie wieder voll in Beschlag. Das Gefühl war unglaublich. Adramalech war im Himmel, sie war nicht nur verdammt eng, sie mochte es auch noch hart. Sie drückte sich gegen ihn und ihr Muskelspiel war erstaunlich für einee Debütantin.
Er ließ ihren Hals los und flüsterte ihr ins Ohr.
„Es ist nicht nur eine Ehre, das Leben und die Seele einer so schönen und sinnlichen Löwin zu beanspruchen, sondern auch deine vaginale Jungfräulichkeit zu beanspruchen, ist wirklich eine Trophäe. Sei versichert, dass ich schon bald auch deine anale Jungfräulichkeit in der Hölle einfordern werde. In kürzester Zeit wird nichts mehr rein an dir sein“.
Evana antwortete nicht, denn sie war bereits verloren in dem Vergnügen, das Adramalech ihr bereitete. Adramalech damit begann hart und schnell in sie einzudringen. Jedes Mal, wenn er in sie eindrang, stöhnte sie auf und schrie sich die Lunge aus dem Leib. Sein Grunzen ging in ihren Lustschreien unter. Er gab ihr alles und sie verlangte mehr.
„Haannn tiefer ... hnnn ... haa-häärter ...“
Sie stöhnte und presste sich im Einklang mit seinen Stößen hart gegen ihn. Mit einem Brüllen erhöhte er sein Tempo noch mehr und stieß so hart und tief in sie hinein, wie er konnte. Sie quietschte vor Vergnügen.
Er spürte, wie sie sich zusammenzog und auch er war kurz davor. Mit einer letzten Anstrengung drang er tief in sie ein und sie erreichten beide ihren Höhepunkt und brüllten ihre Sünde gemeinsam in die kalte Nachtluft hinaus. Er überflutete ihre frisch entjungferte Vagina mit seinem Samen, während sie sich fest an ihn klammerte und jeden Tropfen aus ihm herauspresste.
Sie sank schwer keuchend auf den Boden, während er über ihr stand. Sie bemerkte es nicht einmal, als es geschah. Es war blitzschnell geschehen. Er biss ihr tief in die Kehle und riss ein großes Stück Fleisch heraus. Evana war auf der Stelle tot, sie spürte keinen Schmerz. Sekunden später umhüllten Flammen ihren Körper, und als die Flammen verschwanden, gab es keine Spur mehr von einem Körper.
Konsequenzen
Um Evana herum war es dunkel. Sie brauchte einen Moment, um herauszufinden, warum: Ihre Augen waren geschlossen. Die junge Löwin öffnete sie und sah, dass es überall rot und schwarz war. In der Ferne waren Flammen zu sehen, aber sie spürte kaum Hitze. Aus der gleichen Ferne waren Geräusche zu hören, aber sie konnte sie nicht ausmachen, so sehr sie sich auch anstrengte. Das Räuspern von jemandem lenkte ihre Aufmerksamkeit auf eine Löwin, die etwas abseits saß. Sie sah deutlich die Zahl 1 auf der Brust der Löwin. Evana blickte schnell nach unten und sah die Zahl 135 auf ihrer Brust. Sie blickte fragend zu der sitzenden Löwin zurück.
„Willkommen in der Hölle, meine Liebe, die Tatsache, dass du dich in dieser Gegend aufhältst, bedeutet, dass Adramalech sich mit dir vereinigt hat und danach deine Seele eingefordert hat.“
Sagte die Löwin. Es war keine Frage, sondern eine Feststellung.
Evana errötete ein wenig. Sie zögerte einen Moment, aber dann nickte sie.
„Ja, in der Tat.“
Sie sah sich um und fügte dann in einem resignierten Tonfall hinzu.
„Und wann beginnt meine Folter, meine ewige Strafe?“
Die Löwin lächelte. Sie war nicht die Erste, und sie würde sicher nicht die Letzte sein, die hier ankam.
„Das wird sie nicht.“
Sagte sie schlicht. Evana schaute sie völlig ungläubig an.
„Oh, versteh mich nicht falsch, wenn eine Seele in die Hölle kommt, dann normalerweise zur ewigen Bestrafung. Aber da wir hier ein Teil von Adramalechs Harem sind, sind wir davon ausgenommen. Wir spüren noch nicht einmal die Hitze der Hölle, die normalerweise zur Strafe der Verdammten hinzukommt. Und obwohl wir verdammt sind, sind wir auf eine andere Weise verdammt.“
sagte die Löwin. Evana zeigte einen schockierten Gesichtsausdruck und die Löwin nutzte die Gelegenheit, Evana so genau zu studieren, wie es nur sie im Harem konnte.
„Du hast deine vaginale Jungfräulichkeit an Adramalech verloren, aber deine anale Jungfräulichkeit hast du immer noch behalten.“
Sagte die Löwin. Evana wurde noch röter und nickte.
„Nun, das wird nicht mehr lange der Fall sein, dafür wird mein Sohn schon sorgen.“
Es klang fast gelangweilt aus dem Mund der anderen Löwin.
„Nichts Reines ist für die Hölle bestimmt. In meiner Zeit hier habe ich aus Gesprächen mit anderen Dämonen gelernt, dass, wenn ein Sünder mit irgendeiner Reinheit, irgendeiner Jungfräulichkeit ankommt, diese schnell entfernt wird. Aber du brauchst keine anderen Dämonen zu fürchten, denn der einzige Dämon, der sich mit einem von uns paaren kann, ist Adramalech.“
Evanas Augen wurden groß.
„Warte, dein Sohn. Adramalech ist dein Sohn. Aber das heißt, du bist...“
Sagte sie völlig ungläubig.
„Ushi, ich bin tatsächlich Ushi. Mein Sohn hat mich schließlich für sich beansprucht, und zwar als seine erste Löwin für seinen Harem.“
erklärte Ushi.
„Es war ein Tiefpunkt in meinem Leben, sein Vater hatte mich für die Fehler meines Sohnes verantwortlich gemacht und wollte mich ebenfalls verbannen. Ich dachte daran, es zu beenden. Da erschien Adramalech wieder vor mir. Ich war ein weinendes Häufchen Elend. Er küsste mich, tief und lange, dann flehte er mich an, dass er mich nehmen dürfe. Dass er in der Hölle von der Strafe erfahren habe, die für meinen bevorstehenden Selbstmord vorbereitet wurde. Er sagte, dass ich in seinem Harem beschützt werden würde. Ich willigte ein, und nie zuvor hatte ich mich so geliebt gefühlt wie bei der Paarung mit ihm. Mein Tod war so schmerzlos, wie er es versprochen hatte. Wir paarten uns anfangs fast ununterbrochen hier in der Hölle, und so entdeckten wir etwas sehr Unerwartetes und Erstaunliches.“
sagte Ushi und damit stand sie auf und sah nach unten. Evana folgte Ushis Blick und ihre Kinnlade fiel vor lauter Schock und Unglauben herunter.
„ A-a-aber du bist... w-w-wie?“
Sie stammelte, unfähig, einen richtigen Satz zu bilden.
„Schwanger, ja, das bin ich.“
sagte Ushi stolz, als Evana den dicken Bauch von Ushi sah, ein klares Zeichen dafür, dass diese Schwangerschaft so gut wie abgeschlossen war.
„Allerdings ist diese Schwangerschaft nicht die erste, die mir mein Sohn Adramalech geschenkt hat. Wir haben gelernt, dass eine Löwin, die noch im gebärfähigen Alter ist, hier in der Hölle für immer fruchtbar ist, wenn er sie für sich beansprucht. Das bedeutet nicht, dass man rund um die Uhr fruchtbar ist, sondern nur, dass man nie aufhört, fruchtbar zu sein, so wie man es im Leben wäre.“
sagte Ushi. Evana war noch dabei, ihren Schock zu überwinden, als sie Folgendes sagte.
„Also, wie viele Schwangerschaften hattest du hier unten in der Hölle?“
Fragte sie und starrte immer noch auf Ushis Bauch.
„Ich habe nach 15 aufgehört zu zählen.“
antwortete Ushi nicht ohne Stolz in ihrer Stimme. Sie hatte in ihrem ganzen Leben auf der Erde noch nie so viele Schwangerschaften gehabt.
Ein Geräusch lenkte ihre Aufmerksamkeit auf sich und Evana sah höllisch aussehende Löwinnen und Löwen in Sichtweite kommen. Nicht gerade ängstlich, aber doch ein wenig besorgt trat sie näher an Ushi heran.
„Was sind sie?“
fragte sie und betrachtete das Heer der dämonischen Löwen.
„Sie sind das Ergebnis der Schwangerschaften, die Adramalech mit seinen Löwinnen hier unten in seinem Harem fabriziert. Mich selbst eingeschlossen und bald auch dich. Sie sind mehr an die Hölle gebunden als wir Verdammten und sind unfruchtbar, sowohl die Weibchen als auch die Männchen.“
sagte Ushi, während sie sich setzte und eine Pfote auf ihren schwangeren Bauch legte.
„Und was passiert jetzt?“
fragte Evana.
„Nun, mein Sohn wird in Kürze kommen, um dir den letzten Rest deiner Reinheit zu nehmen, deine anale Jungfräulichkeit. Wenn sie zu lange intakt bleibt, wird sie Dämonen aus der ganzen Hölle anziehen. Jede Reinheit hier unten tut den meisten Dämonen weh, und deshalb versuchen sie, sie zu entfernen. Dämonen wie mein Sohn, die zwischen Hölle und Erde hin- und herwechseln können, haben jedoch einen Schutz dagegen. Ich kann dich zwar vor den meisten Dämonen schützen, aber wenn ein wirklich mächtiger Dämon auftaucht, wirst du vergewaltigt. Und wenngleich mein Sohn dafür sorgen würde, dass der Verlust deiner analen Jungfräulichkeit eine angenehme Erfahrung wäre, wird es doch ein gewisses Maß an Schmerz geben, aber die Dämonen werden sich in keinster Weise um dich kümmern. Sie wollen diese Reinheit loswerden und werden dabei nicht zimperlich sein.“
Ushi sagte das mit der beunruhigenden Gelassenheit von jemandem, der hier unten genug gesehen hatte, dass es sie nicht einmal im Geringsten störte.
Sie sah Evanas Gesichtsausdruck und wusste, dass sie noch etwas sagen musste.
„Aber mach dir keine Sorgen, es dauert eine ganze Weile, bis das passiert.“
Sagte sie.
„Tatsächlich wird es das nicht.“
Sagte eine neue Stimme.
Sie drehten sich beide um und sahen Adramalech. Er stand an der Pforte seines persönlichen kleinen Bereichs der Hölle. Zu seinen Füßen lag der leblose Körper von Evanas Vater. Er war so zerschlagen und zerschunden, dass er fast nicht mehr zu erkennen war. Und neben ihm saß Vanna, die die Nummer 136 auf der Brust trug. Mit gesenktem Kopf und in völliger Stille.
Evanas Augen weiteten sich wieder, aber nach einem kurzen Moment fühlte sie... nichts. Es gab kein Mitleid mehr, weder für ihren Vater noch für ihre Schwester. Das einzige, was da war, war ein unendliches Verlangen nach Adramalech.
Adramalech ging auf seine Mutter zu und küsste sie leidenschaftlich.
Dann drehte er sich zu Evana um.
„Bist du bereit, dich völlig entweihen zu lassen?“
Fragte er. Evana lächelte und nickte.
"Ja."
Erwiderte sie.
Diejenigen, die nahe genug waren, hörten die Schreie von Schmerz und Vergnügen, als eine Seele den letzten Rest ihrer Reinheit verlor.
Und so geschah es dass, ich verdammt wurde
Prolog
Sein Schrei war weit über die Ebenen der Hölle hinweg zu hören. Ein langgezogenes Heulen, gefolgt von einem schrillen Kreischen, das schließlich abrupt abbrach. Als das Echo endlich verklungen war und sich der Staub langsam gelegt hatte, lag er da. Zerschmettert und zerfetzt im Staub der Hölle. Sein Blut sickerte in den Dreck und mit ihm seine Essenz. Sie hatte seine Eingeweide auf der Ebene verteilt und stand nun über seinem Kadaver.
Sie hielt noch immer einen Teil seiner Leber im Mund und blickte auf die Überreste des Dämons hinab, der versucht hatte, sich eines ihrer Schützlinge zu bemächtigen. Schließlich spuckte sie das blutige Organ angewidert aus und starrte ihr Opfer aus schwarzen Augen an.
„Wenn ich dich noch EINMAL hier sehe, dann sei der Wind dir gnädig, denn ich werde dich wirklich in deine Einzelteile zerlegen UND dafür sorgen, dass es auch so bleibt, wenn ich das tue.“
zischte sie und trat ihn noch einmal zur Sicherheit, um sich zu überzeugen, dass ihre Botschaft auch wirklich ankam.
„Und jetzt verschwinde von hier, du Made!“
Sie kletterte von dem Kadaver herunter und machte ein paar Schritte in Richtung des Harembereichs. Angewidert blickte sie an sich herunter.
„Unglaublich, was für ein verdammtes Durcheinander. Ich werde Stunden brauchen, um das alles wieder aus meinem Fell zu bekommen.“
Sie fluchte und begann, Teile des Dämons aus ihrem Fell zu klauben, während sich der Dämon hinter ihr langsam aus dem Staub erhob und sich wieder in seine ursprüngliche Form zusammensetzte.
Sie wussten beide, dass keiner von ihnen hier unten wirklich sterben konnte, aber die Tatsache, dass der Schmerz auf dieser Ebene um das Siebenfache verstärkt wurde, war normalerweise abschreckend genug, um größere Kämpfe unter den Dämonen zu verhindern. Einige Dämonen hatten eine starke Affinität zum Schmerz und ließen sich freiwillig foltern, um ihn zu erlangen. Andere lebten dafür, anderen Schmerzen zuzufügen, und suchten sich schwächere Dämonen als Beute aus. Adramalechs Harem sah daher für die meisten Dämonen wie ein gefundenes Fressen aus. Viele „kleine“, weibliche Dämonen, die reif für die Ernte waren.
Mit Ushi hatten sie allerdings nicht gerechnet. Die Mutter. Die Erste unter den Löwinnen. Die Hüterin des Harems, wenn Adramalech nicht da war.
Ausgestattet mit Kräften, die wahrscheinlich sogar die von Adramalech selbst übertrafen, um den Harem gegen alles und jeden zu verteidigen, sei es von innen oder von außen.
Sie stöhnte auf, als sie sich in ihre ursprüngliche Gestalt als Löwin zurückverwandelte. Die Eins auf ihrer Brust leuchtete noch einen Moment lang.
Das Siegel, das jede der Löwinnen in ihrem Harem trug. Es wurde vom Wind selbst verliehen und besaß unglaubliche Macht. Sie strich mit der Pfote über die Zahl und das Leuchten verschwand. Sie atmete tief durch und ging nach ihrem Schützling sehen. Sie lag immer noch auf dem Boden und atmete flach. Die Wunde an ihrer Flanke begann bereits zu heilen. Ushi setzte sich neben die junge Löwin mit der Nummer 63, legte zärtlich ihre Pfote auf ihre verwundete Flanke und schloss die Augen. Ihre Eins begann wieder sanft zu leuchten, als Ushi ihre Pfote über die Flanke der jungen Löwin zog. Als sie schließlich die Pfote von ihrem Körper abhob, war die Wunde verschwunden und ihre Eins hörte wieder auf zu leuchten.
„Wie geht es dir, Zoey?“
fragte die ältere Löwin leise. Zoey stöhnte leise und öffnete ihre Augen.
„Diese Schmerzen... Ich habe noch nie solche Schmerzen gehabt...“
sagte sie keuchend und hob vorsichtig den Kopf. Ushi lächelte verständnisvoll.
„Ja, die Hölle trägt ihren Namen nicht ohne Grund. Daran wirst du dich gewöhnen müssen.“
Liebevoll schmiegte Ushi ihren Kopf an den von Zoey und ermutigte sie, aufzustehen.
„Komm schon, wir müssen zurück. Außerhalb des Harems ist es nicht wirklich sicher.“
Zoey erhob sich mit einem Stöhnen und folgte Ushi zurück in den von der Hölle getrennten Bereich, den nur Adramalech und die Seinen betreten durften. Ein Zugeständnis des Windes an seine Untergebene. Ushi lächelte.
Warte nur ab, mein Kind, wenn du hier unten zum ersten Mal gebärst, wirst du diesen Schmerz für den Rest deines Lebens nicht mehr vergessen.
Geschichtsstunde
Ushi lag entspannt auf ihrem Lager. Sie hatte sich eine kleine Höhle geschaffen, in die sie sich zurückziehen konnte, wenn sie etwas Ruhe für sich beanspruchte. Sie fühlte sich großartig, wenn auch ein wenig erschöpft. Adramalech war anspruchsvoll, wenn es darum ging, ihn zu befriedigen. Aber es war jede Stunde Muskelkater und jede neue Narbe wert. Trotz der Hunderte von Malen, die er sich schon mit ihr gepaart hatte, seit er sie in die Hölle gebracht hatte, würde sie wahrscheinlich nicht genug davon bekommen, sich ihrem Sohn erneut hinzugeben. Sie drehte sich auf den Rücken und fuhr sich mit den Pfoten über den Bauch.
Ja, er hatte es wieder getan. Sie grinste und seufzte.
Sie würde ein weiteres Mal seinen Nachwuchs gebären. Sie konnte es spüren, auch ohne die Kräfte, die der Wind ihr gegeben hatte, kannte sie das Gefühl, wieder schwanger zu sein, inzwischen so gut, dass sie es auch so kurz nach der Empfängnis mit absoluter Sicherheit feststellen konnte. Sie leckte sich über die Lippen und fuhr mit den Pfoten weiter über ihren Bauch. Genüsslich berührte sie sich dort, wo Adramalech erst vor kurzem in sie eingedrungen war. Sie war immer noch sehr empfindlich und das elektrisierende Gefühl, das ihren Körper durchflutete, als sie sanft ihre Weiblichkeit streichelte, brachte sie fast sofort wieder zum Höhepunkt und sie kam plötzlich und heftig, während sie sich vorstellte, dass es ihr Sohn war, der sie berührte.
Sie holte tief Luft und stöhnte ihre Lust in ihre kleine Höhle. Ushi biss sich auf die Unterlippe und ritt auf den Wellen ihres Orgasmus.
Er dauerte nur einen Moment und war kein Vergleich zu dem, was ihr Sohn ihr zu geben vermochte. Schwer atmend lag sie da und hielt sich die nasse Pfote vor das Gesicht. Schuldbewusst leckte sie ihre eigene Scham von der Pfote und holte noch einmal tief Luft, bevor sie sich erhob. Sie streckte sich lang und ausgiebig. Es fühlte sich so gut an.
„Nnnnyaaaarrrr...“
stöhnte sie, während sie ein Bein nach dem anderen so weit streckte, dass es fast wehtat. Als sie endlich fertig war, machte sie sich auf den Weg zum Eingang der Höhle und blickte über den Harem. Es war nicht so, dass es in der Hölle ein Wetter gab, aber man konnte durchaus Unterschiede in der Atmosphäre ausmachen. Die Großen Dämonen hatten einen großen Einfluss auf die Hölle als Ganzes, und wenn sie ihre Meinungsverschiedenheiten miteinander hatten, konnte das zu so etwas wie Gewittern in der Hölle führen. Gewitter mit Hagelstürmen aus basketballgroßen Meteoriten und Feuerregen...
Heute war kein solcher Tag. Die Atmosphäre war ruhig und ausnahmsweise stank die Luft nicht zu sehr nach Verwesung und Schwefel.
Ushi lächelte. Weiter unten sah sie Zoey, Adramalechs neueste Rekrutin im Harem. Er hatte sie noch nicht vollständig eingeweiht, deshalb waren die Dämonen der Hölle mehr an ihr interessiert. Aber sie war sich sicher, dass Adramalech diese lästige Angelegenheit bald regeln würde. Er war ein zuverlässiger Anführer. Sie machte sich auf den Weg zu Zoey, um nach der letzten Begegnung mit einem der Dämonen nach ihr zu sehen.
„Zoey, Kind, wie fühlst du dich?“
fragte Ushi und kuschelte sich an die jüngere Löwin. Zoey erwiderte die Geste und bekräftigte ihre Zuneigung mit einem lauten Schnurren.
„Besser, danke, Mu... ähm... Ushi.“
Ushi lächelte. Ja, sie war mehr oder weniger eine Mutter, die Mutter des Harems. Sie war bei weitem die älteste Löwin und diejenige mit der meisten Erfahrung. Es machte ihr nichts aus, als das bezeichnet zu werden, was sie für die meisten der jüngeren Löwinnen eindeutig war. Die Jüngere deutete auf sie und schnupperte enthusiastisch an der Luft. Mit einem wissenden Grinsen sah sie zu Ushi hinüber.
„Du stinkst förmlich nach Sex.“
Ushi lächelte befriedigt und nickte.
„Ja, Adramalech hat sich heute Nacht um mich gekümmert. Er ist so ein energiegeladener Liebhaber. Hmmmm, ich kann ihn immer noch spüren.“
Lächelte Ushi und streckte sich erneut, um ihre immer noch leicht verkrampften Muskeln weiter zu lockern. Zoey kicherte und sah ihrer „Pflegemutter“ dabei zu, wie sie sich genüsslich streckte.
„Wie hast du diesen Dämon überhaupt besiegt? Ich meine, du bist kleiner als ich, du kannst nicht so viel stärker sein als ich.“
bemerkte Zoey, als sie die drahtige Gestalt der älteren Löwin betrachtete, die ihre Beine wieder unter sich zog und sich schließlich setzte. Ushi lächelte mit halbgeschlossenen Augen und betrachtete ihre vor sich ausgestreckte Pfote.
„Nun... du weißt doch, dass ein Mädchen seine Geheimnisse behalten muss...“
flötete Ushi und sah dann die jüngere Löwin mit einem schelmischen Grinsen an. Es dauerte nur einen Moment, bis sie beide in schallendes Gelächter ausbrachen.
„Ja genau ... Geheimnisse ...“
gluckste Zoey und wischte sich eine Träne aus dem Auge. Ushi schaute sie entsetzt an.
„Was, du glaubst mir nicht?“
Die gespielte Entrüstung löste weiteres Gelächter aus. Ushi war die erste, die sich fing und ihre aufrechte und ordentliche Haltung wiedererlangte. Zoey brauchte länger, um ihre Haltung wiederzufinden, setzte sich aber schließlich ruhig und ordentlich neben Ushi.
„Komm mein Kind, machen wir es uns bequem, ich werde es dir erklären.“
Sie gingen gemeinsam zu einer Steinformation, die im Schatten einer großen Säule lag. Ushi schloss für einen Moment die Augen, murmelte etwas und hielt ihre Pfote über die Steine. Einige Felle materialisierten sich auf den Steinen und Ushi machte es sich darauf bequem. Zoey blieb mit offenem Mund vor der älteren Löwin stehen.
„Wie ... aber ... nein ... aaaah ...“
Ushi grinste und klopfte auf eines der Felle.
„Komm schon, lass es mich erklären.“
fügte sie ruhig hinzu, als Zoey sich auf das Fell legte und immer noch ungläubig darauf hinunterblickte. Neugierig zupfte sie an den Haaren und schnupperte daran.
„Ja, das ist Gnu... nein, es schmeckt nicht gut, probier es gar nicht erst.“
erklärte Ushi, bevor Zoey etwas sagen konnte. An diese Reaktion war sie bereits gewöhnt. Zoey war nicht die erste Löwin, mit der sie dieses Gespräch führte, und sie würde sicher auch nicht die letzte sein. Zoey nickte und hörte aufmerksam zu, als Ushi begann, von ihrer zweiten Begegnung mit dem Wind zu erzählen.
...
Dämonische Geschenke
Man ist erst dann wirklich in der Hölle angekommen, wenn man das erste Mal mit einem Dämon konfrontiert wird. Diese Bewohner der Tiefe sind manchmal Millionen von Jahren alt und mächtiger als alles, was je auf der Erde gelebt hat. Selbst die kleinen, niedlichen Dämonen sind in der Lage, große Gegner in kürzester Zeit zu töten.
Als Ushi in der Hölle ankam, war sie nichts weiter als eine Löwin. Sicherlich in der Lage, sich gegen einfache Angriffe anderer Tiere zu verteidigen, aber keineswegs in der Lage, einen Dämonenangriff abzuwehren. Adramalechs Harem war eine No-go-Zone für andere Dämonen. Der Wind hatte ihm versichert, dass kein anderer Dämon diesen Bereich ungestraft betreten konnte. Leider hatte es niemand den anderen Dämonen gesagt.
Ushi war seit etwa zwei Wochen in der Hölle, als die ersten Dämonen die Barrieren durchbrachen und in den Harem eindrangen. Adramalech war zu dieser Zeit nicht anwesend. Er war unterwegs, um weitere Löwinnen zu rekrutieren. Voller Panik sah Ushi, wie die Dämonen auf den großen Hof vordrangen und in ihrer seltsamen Sprache nach ihr riefen. Es war ganz offensichtlich, was sie vorhatten. Ushi zog sich vorsichtig und leise zurück. Sie wusste sehr gut, wann sie einen Kampf gewinnen konnte und wann es besser war, den Kampf zu vermeiden. Aber egal, wohin sie floh, die Dämonen waren ihr immer auf den Fersen.
Sie wagte nicht, um Hilfe zu rufen, das würde ihre Position nur noch schneller verraten. Sie floh tiefer und tiefer in die Katakomben des Harems. Vorbei an unzähligen Kammern und Hallen, die in den Äonen, die diese Räumlichkeiten bereits existierten, schon unzählige Funktionen gehabt hatten. Ihre Flucht fand schließlich ein Ende, in einer großen Kammer, die nur einen Eingang, aber keinen Ausgang hatte. Sie war in die Enge getrieben, mit dem Rücken zur Wand. Sie war immer noch allein in dem Raum und schaute sich hektisch um. Die Wände waren glatt, es gab keine Möglichkeit, sie zu erklimmen, aber selbst wenn, es gab keine Fenster, keine Schächte, nichts. Ein Entkommen war unmöglich. Sie sah zurück zum Eingang. Ihre Verfolger waren noch nicht da, vielleicht konnte sie zurückgehen und in eine andere Kammer entkommen, von wo aus sie weitergehen konnte. Sie war gerade im Begriff, diesen Gedanken zu erwägen, als sie das gemunkelte Geflüster der Dämonen hörte. Der rote Schein ihrer Fackeln und das Rasseln ihrer Ketten, mit denen sie in regelmäßigen Abständen gegen die Wände und den Boden schlugen, um sie noch mehr zu ängstigen, drangen vom Korridor zu ihr vor.
Ushi geriet in Panik... nein, nicht in Panik... eher in Todesangst. Ihr Herz raste, als die ersten grotesken Gestalten um die Ecke bogen und in ihr Blickfeld traten. Grinsend erkannten die Dämonen, dass es für Ushi kein Entkommen mehr gab. Sie konnte nirgendwo hin. Sie kauerte in einer Ecke, ihr Fell zerzaust, und fauchte den Dämonen ihre Angst, ihren Hass und ihre Wut entgegen. Das Kichern der Dämonen, die diese Drohgebärden der Löwin recht amüsant zu finden schienen, brachte Ushi fast um den Verstand.
Noch nie hatte sie es mit einem vergleichbaren Gegner zu tun gehabt. Mit einer Überzahl konnte sie umgehen, aber eine Überzahl von Gegnern, von denen jeder einzelne sie ohne mit der Wimper zu zucken in der Luft zerreißen konnte, das war eine ganz andere Sache.
„ Bleibt weg. Bleibt weg, sage ich. Kommt mir nicht zu nahe.“
schrie sie den Dämonen ins Gesicht. Die Antwort war nur ein weiteres Kichern, als die Dämonen sich auffächerten und begannen, Ushi einzukreisen. Sie schlugen ihre Ketten so hart auf den Boden, dass sie Funken sprühten und bei jedem Zucken der Löwin lachten sie laut auf.
„ Wehre dich!“
Ushi hörte plötzlich eine Stimme in ihrem Kopf. Sie konnte die Stimme nicht einordnen. Ängstlich schaute sie sich um, keiner der Dämonen schien sie direkt anzusprechen, sie kamen nur träge auf sie zu.
„Wehre dich, Ushi!“
Da war die Stimme wieder. Die Aufforderung... oder vielmehr der Befehl... sich zu wehren, erklang wieder in ihrem Kopf.
„Ich... ich kann nicht.“
stotterte Ushi. Die Angst drohte sie zu übermannen. Ihre Atmung war schnell und unregelmäßig, ihr Herz stolperte fast in ihrer Panik, und ihre Augen sprangen zwischen den Dämonen hin und her.
„Du musst dich wehren. Das sind nur Tyrannen. Schwächlinge, die sich an Kleineren vergreifen. Mach sie fertig.“
Die Stimme in ihrem Ohr klang fordernd, aber auch liebevoll und unterstützend. Ushi fletschte ihre Zähne.
„Aber... I... ich bin zu schwach...“
Sie schrie auf, als der erste Dämon nach ihr griff. Sie schlug mit ihrer Pfote nach ihm und zerfetzte seine Hand. Lachend zog der Dämon seine Hand zurück, die sich augenblicklich regenerierte.
„Nur wenn du dich wehrst, kann ich dir helfen. Wage es, was soll schon passieren?“
Ushi spürte ein Feuer in sich. Ihr Hass brannte wie ein Feuer in ihr. Als der nächste Dämon sich anschickte, sie zu packen, schlug sie ihre Pranke in seine Hand und fauchte wie eine Furie.
„Ja ... ja, genau so. Zeig mir deinen Kampfeswillen und ich werde dir die Kraft geben, den Kampf zu bestehen!“
Ushi brüllte ihre Wut gegen die Dämonen und schlug auf die Hand des Dämons ein, der nach ihr gegriffen hatte. Was sie nicht bemerkte, war, dass die Eins auf ihrer Brust zu glühen begann. Das Feuer in Ushis Brust wuchs und mit ihm wuchs Ushis Kraft. Die Dämonen lachten und kamen wieder näher, dieses Mal kamen sie alle zusammen. Der Löwin war es egal, wen sie angriff. Sie schlug um sich und biss zu. Alles und jeder, der ihr zu nahe kam, bekam im Gegenzug ihre Klauen und Zähne zu spüren. Sie wirbelte wie ein kleiner Tornado in ihrer Ecke herum und zerfetzte Hände, Arme, Beine und Ketten.
Als die erste Kette zersplitterte, nachdem Ushi sie getroffen hatte, zögerte die Löwin einen winzigen Moment lang. Wie konnte sie eine massive Kette einfach so zerbrechen.
„Denk nicht... TU ES!“
ertönte die Stimme in ihrem Kopf und Ushi verspürte einen Drang, sich auf ihre Gegner zu stützen, den sie vorher nicht gespürt hatte. Sie holte tief Luft, um ihren Gegnern erneut ihren Hass entgegenzubrüllen. Doch dieses Mal verließ kein Laut ihre Kehle.
Das Höllenfeuer selbst strömte aus ihrem Mund und versengte die vorderen Reihen der Dämonen und sorgte dafür, dass die hinteren Reihen der Gegner sich zurückhielten. Ushi war genauso geschockt wie ihre Gegner, die sich auf dem Boden der Kammer wälzten, aber diesmal zögerte sie nicht, sondern stürmte vor und griff ihre Gegner aktiv an.
„Ja... ja. Genau so. Genau so musst du kämpfen. Nutze deine Wut zu deinem Vorteil!“
rief ihr die Stimme in ihrem Inneren zu und mit jedem Angriff wurden ihre Schläge kräftiger und es schien ihr, als würden die Dämonen kleiner werden. Zuerst bemerkte sie es nicht, aber es waren nicht die Dämonen, die kleiner wurden, sondern sie selbst war es, die größer wurde.
Erst als ihre Pranke nicht mehr wie die einer Löwin, sondern eher wie die langgliedrige Klaue eines Raubvogels aussah und ihr Fell nicht mehr das Goldgelb ihrer Art, sondern das Schwarz der Krähen widerspiegelte, merkte sie, dass etwas nicht stimmen konnte. Zu diesem Zeitpunkt hatte sie in ihrer Wut bereits Dutzende von Dämonen zerrissen und viele weitere schwer verletzt. Aber sie hörte nicht auf. Immer wieder spuckte sie Feuer, verstümmelte Dämonen mit ihren Klauen und zerriss andere mit ihren Zähnen.
„Lass dich nicht zu sehr gehen, du wirst dich verlieren...“
flüsterte die Stimme eindringlich in ihrem Kopf. Ushi hatte soeben einen der größeren Dämonen an eine Wand genagelt. Allein ihr Gewicht reichte aus, um zu spüren, wie die Knochen in seinem Körper zersplitterten. Ushi genoss es sichtlich, den Dämon langsam und qualvoll unter ihrer Klaue zu zerquetschen. Sie beugte ihren Kopf zu dem Dämon hinunter, der um Gnade wimmerte. Ihr Mund war nur wenige Zentimeter von seinem Gesicht entfernt.
„Jetzt bist du nicht mehr so begeistert, was?“
Sie fauchte ihren Gegner an und verlagerte wieder mehr Gewicht auf die Pfote, wodurch ein paar weitere Knochen im Körper des Dämons nachgaben. Dieser schrie nur in seiner völlig unverständlichen Sprache. Ushi grinste, aber etwas hielt sie davon ab, den Dämon einfach zu töten.
„Lass ihn los, Mädchen. Er hat genug. Werde nicht zu einem von ihnen.“
Flüsterte die Stimme in ihrem Kopf. Ushi kämpfte gegen den Drang an, den Dämon einfach gehen zu lassen. Eine Löwin liess ihre Beute nicht einfach entkommen.
„Er hat angefangen, er hätte mir auch keine Gnade erwiesen.“
fauchte sie, und ihre Krallen gruben sich in die Schultern des Dämons. Die Schmerzensschreie des Dämons waren Balsam für die Ohren der Löwin.
„Ja, aber willst du dich wirklich auf ihr Niveau herablassen? Bist du nicht besser als sie?“
Ushi fletschte die Zähne, zögerte und zog schließlich ihre Pfote zurück. Der Dämon fiel etwa 5 Meter tief von der Wand und landete in einem Haufen gebrochener Arme und Beine.
„Hau ab.“
zischte Ushi und schleuderte ihn einfach in Richtung des Ausgangs der Halle. Auf dem Weg dorthin hörte sie noch ein paar Knochen splittern.
„Du bist grausam.“
Sagte die Stimme. Ushi drehte sich um und sah sich um.
„Warum bin ich grausam? Er ist lebendig. Er ist ein Dämon. Er ist im Grunde unsterblich.“
Sie knurrte und drehte sich wieder um.
„Jetzt zeig dich schon. Wenn du mir Vorschläge machen willst und glaubst, mein Verhalten kritisieren zu müssen.“
Ihre Krallen hinterließen lange und tiefe Furchen im steinigen Boden, als sie sie zurückzog und sich zum Angriff rüstete.
„Oh, ich würde mich freuen, dich kennenzulernen. Komm hoch, wir müssen reden.“
Es dauerte einen kurzen Moment und Ushi hatte das Gefühl, zur Seite geschoben zu werden. Plötzlich stand sie oben auf einer der riesigen Onyxsäulen, die den Harem umgaben. Vor ihr stand ein großer bläulicher Vogel mit unzähligen Flügeln. Sie wollte schon nach vorne springen und den Dämon angreifen, konnte sich aber nicht bewegen. Das war auch der Moment, in dem sie merkte, dass sie wieder in ihrer ursprünglichen Gestalt war. Sie wollte sich bewegen, den Feind vor ihr angreifen oder zumindest versuchen zu fliehen, aber ihr Körper gehorchte ihr nicht.
Verzweifelt fauchte sie die Gestalt vor ihr an, die sich ganz langsam zu ihr umdrehte.
„Hallo Ushi. Beruhige dich, ich werde dir nicht wehtun.“
Die Stimme kam ihr bekannt vor. Es fiel ihr wie Schuppen von den Augen.
„Du...“
schrie sie und versuchte erneut, den Dämon vor ihr anzugreifen.
„Du warst es...“
Ihre Wut kannte keine Grenzen, die Eins auf ihrer Brust begann wieder zu glühen.
„Ohhh, ich sehe, du lernst schnell. Aber ich werde mich noch einmal wiederholen. Beruhige dich, ich werde dir nicht wehtun.“
Der Dämon trat näher an die Löwin heran. Seine Stimme klang völlig entspannt, vielleicht sogar amüsiert. Ushi dagegen kochte vor Wut, die Zahl auf ihrer Brust glühte weiß und in ihren Augen brannte ein Feuer.
„Ich werde mich erst beruhigen, wenn ich dich in winzige Fetzen zerfetzt und zu Asche verbrannt habe.“
Sie schrie und die ersten Funken flogen aus ihrem Mund. Der Dämon seufzte und schnippte mit den Fingern. In diesem Moment brach Ushi zusammen, als hätte sie alle Kraft verloren.
„Ich hasse es, so etwas tun zu müssen. Wirklich. Ich hasse es!“
Erklärte der Dämon mit einem weiteren Seufzer und hockte sich vor Ushi, um die Löwin eindringlich anzuschauen. Tränen der Wut sammelten sich in Ushis Augen.
„Weißt du, ich habe deinen Körper erschaffen, Adramalech hat dich hierher gebracht, also gehörst du zu mir. Genau wie er. Ich kann dir alles geben. Wirklich alles. Aber genauso kann ich dir auch alles wieder wegnehmen. Einfach so.“
Wieder schnippte der Dämon mit den Fingern und Ushi konnte wieder atmen. Sie durfte sich noch nicht bewegen und die Tränen liefen ihr über die Wangen.
„So Mädchen, jetzt beruhige dich. Ich muss mit dir reden. Du weißt schon. Ein zivilisiertes Gespräch. Kein Geschrei, kein Gefluche...“
fuhr der Dämon fort, während er vorsichtig die Tränen von Ushis Wangen wischte. Er erlaubte Ushi zu sprechen, indem er mit seinem Finger über ihre Lippen strich.
„Du bist schuld. Du warst es, der meinen Sohn verführt hat. Du hast ihn hierher gebracht und ihn zu dem gemacht, was er jetzt ist.“
Ushi zitterte vor Wut und Hass, ihre Adern an Hals und Stirn traten so weit hervor, dass der Dämon sie selbst unter ihrem Fell noch sehen konnte. Er schloss die Augen und nickte sanft, bevor er den Kopf der Löwin streichelte.
„Ja. Ja, das ist wahr. Ich habe einen Dämon aus deinem Sohn gemacht. Ich habe ihn zum mächtigsten Wesen gemacht, das der Planet seit langer Zeit gesehen hat. Kein Lebewesen ist ihm ebenbürtig. Das war es, was Ihr Sohn von mir wollte. Er hat genau das bekommen, was er wollte.“
Sagte der Wind ganz ruhig. Als er sah, dass Ushi immer noch wütend war, schloss er kurz die Augen und holte tief Luft, bevor er fortfuhr.
„Hör zu, Ushi. Du kannst nicht rückgängig machen, was geschehen ist. Du selbst hast deine Seele an ihn und damit an mich verloren. Ich hatte nichts damit zu tun. Du bist jetzt hier. Du bist die Erste unter vielen.“
Der Wind stand auf und umkreiste die Löwin.
„Und ich weiß, dass du deinen Sohn liebst. Mehr als nur auf platonische Weise. Und ich weiß, dass du dich insgeheim darauf freust, Zeit mit ihm zu verbringen, bis in alle Ewigkeit.“
Ushi wurde plötzlich leiser. Würde der Wind ihr das wegnehmen wollen? Der Wind drehte sich wieder zu ihr um und kam näher.
„Ich neide dir die Beziehung zu deinem Sohn nicht. Ehrlich. Aber er wird noch viel mehr Löwinnen hierher bringen. Löwinnen wie du, die sich dann den Dämonen stellen und sich nicht wehren können.“
Ushi schnaubte.
„Nun, du hast gesehen, wie ich mich wehren konnte. Die anderen werden das auch können.“
Das Grinsen auf den Lippen des Dämons vor ihr gefiel Ushi überhaupt nicht.
„Ach wirklich? Du konntest dich wehren? Wenn ich nicht eingegriffen hätte, hätten diese nutzlosen kleinen Idioten dich zum Frühstück verspeist. Wer, glaubst du, hat dir die Kraft gegeben, dich zu wehren?“
Sein Gesicht war jetzt ganz nah an Ushis und sein Grinsen reichte von einem Ohr zum anderen.
„ Genau. Ich habe dir die Kraft gegeben. Mit dem Siegel auf deiner Brust habe ich die Kontrolle über deine Fähigkeiten, deine Kräfte...“
Sein Grinsen verschwand von einer Sekunde auf die andere.
„...deine Existenz.“
Ushis Pupillen weiteten sich, als ihr die Tragweite dieser Aussage bewusst wurde. Der Wind richtete sich wieder auf und schnippte ein weiteres Mal.
„Ich denke, wir haben uns jetzt beruhigt. Ja?“
Ushi spürte plötzlich kein Gewicht mehr auf ihrem Körper und konnte sich bewegen. Vorsichtig setzte sie sich auf und streckte ihre Gliedmassen, eine nach der anderen.
„Ja, ich werde mich zurückhalten. Aber ich bin immer noch wütend.“
Wind nickte, während er zum Rand der großen Säule schritt.
„Das ist auch gut so. Du darfst mich gerne hassen. Das ist völlig in Ordnung.“
Ushi sah zu ihm hinüber, ihre Wut köchelte knapp unter der Oberfläche, aber Wind hatte nicht unrecht. Sie würde die zusätzliche Zeit mit ihrem Sohn genießen, in mehr als einer Hinsicht. Und doch konnte sie ihm nicht verzeihen, dass er aus ihrem Jungen einen Dämon gemacht hatte. Grummelnd erhob sie sich und ging ein paar Schritte auf den Wind zu.
„Also gut. Du wolltest mit mir reden. Warum?“
Der Wind winkte ihr, zu ihm zu kommen.
„Komm zu mir, sieh dich um.“
Ushi näherte sich vorsichtig dem Dämon und schaute hinunter. Auf den Ebenen außerhalb des Harems gab es unzählige Dämonen unterschiedlicher Größe, die sich alle langsam dem Harem näherten.
„Sie sind alle wegen dir hier.“
Sagte der Wind in einem ruhigen Ton und schaute zu Ushi hinüber. Ushi schüttelte den Kopf. Selbst mit den Kräften des Dämons würde sie nicht in der Lage sein, so viele abzuwehren.
„Es sind so viele...“
keuchte die Löwin. Der Wind nickte.
„Sie sind zahllos und unsterblich. Selbst wenn du sie besiegst, kommen sie immer wieder zurück. Sie spüren etwas in dir. Etwas, das auch ich in dir spüre.“
Ushi blickte zu ihm auf. In ihr? Was sollte denn in ihr sein?
„Was meinst du?“
Der Wind lächelte, als er sich ganz Ushi zuwandte. Er zeigte mit einem Finger auf Ushis Brust.
„Deine Seele ist noch nicht vollständig entweiht worden. Adramalech hat sich große Mühe gegeben, dich vollständig zu entweihen, aber es gibt etwas, das er noch nicht entweiht hat.“
Ushi konnte dem Wind nicht ganz folgen, und er bemerkte das Unverständnis der Löwin. Er lächelte sanft und beugte sich zu Ushi hinunter.
„Unschuldige Seelen sind heilig. Sie überdauern nicht in der Hölle. Es schmerzt die Dämonen, wenn sie etwas Heiliges sehen oder fühlen. Sie werden alles tun, um diesen Zustand zu ändern.“
Erklärte er. Ushi schüttelte den Kopf.
„Aber Adramalech, mein Sohn. Er hat sich um mich gekümmert... Er hat mich verdammt... Es gibt nichts Heiliges oder Unschuldiges mehr an mir.“
Widersprach die Löwin, doch der Wind wackelte mit dem Finger.
„Nein, nein, nein... Irgendetwas wurde von deinem Sohn noch nicht entweiht.“
Sagte der Wind und ließ seine andere Hand über den Rücken der Löwin gleiten. Die Pupillen der Löwin weiteten sich. Sie schüttelte den Kopf und rutschte rückwärts von dem Dämon weg.
„Nein, keine Sorge, das werde ich nicht tun. Das ist die Aufgabe deines Sohnes. Aber er sollte es bald tun. Denn die Bewohner dieser Hölle werden mit jedem Tag, den er wartet, gereizter und werden sich schließlich mit Gewalt nehmen, was sie meinen sich nehmen zu müssen.“
Eine gewisse Panik stieg in Ushi auf. Sie wusste nicht, wie lange ihr Sohn weg sein würde. Manchmal war er nur Stunden, manchmal Tage weg. Unsicher blickte sie zum Wind, der immer noch lächelnd vor ihr stand.
„Was soll ich jetzt tun?“
fragte Ushi, und der Wind lachte nur.
„Was ich dir vorhin gesagt habe: Wehre dich. Ich habe dir die Kraft gegeben, dich zu wehren. Die Macht, auch in Zukunft die Neuankömmlinge im Harem deines Sohnes zu schützen. Wie ich bereits sagte, bist du der Erste unter vielen. Du bist der Wächter des Harems. Dir fällt diese Aufgabe zu.“
Erklärte der große Dämon und wandte sich dem Spektakel unten auf der Ebene zu.
„Warum gibst du uns nicht allen diese Kräfte, dann kann sich jeder verteidigen.“
Auf diese Frage hin schüttelte der Dämon den Kopf.
„Ich kann nicht allen Löwinnen diese Kräfte geben. So funktioniert das nicht. Diese Kräfte sind an Aufgaben, an Pflichten gebunden. Sie wachsen mit den Aufgaben und können bei einem noch nicht gefestigten Charakter zu enormen Schwierigkeiten führen. Denken Sie daran, wie viel Überwindung es Sie gekostet hat, den letzten Dämon loszulassen. Eine Löwin mit einem weniger gefestigten Charakter würde die Macht an sich reißen und hier unten Chaos und Zerstörung säen. Nein. Du wirst diejenige sein. Die Hüterin des Harems.“
Die Stimme von Wind war immer noch völlig ruhig und entspannt. Er wusste, dass sie ihm zustimmen würde. Es war vorherbestimmt, dass es geschehen würde. dachte Ushi. Auch sie wusste, dass sie mit Wind übereinstimmen würde. Irgendjemand musste das Sagen haben, solange Adramalech weg war. Und wer, wenn nicht sie, als seine Mutter, war am besten dafür geeignet. Sie erhob sich wieder und kehrte zu Wind zurück.
„Nun gut, dann. Ich werde die Rolle der Haremsmutter übernehmen. Aber du wirst mir beibringen müssen, wie man diese Kräfte einsetzt. Ich kann mich nicht darauf verlassen, dass ich erst in Panik gerate, bevor ich die Kräfte einsetzen kann.“
Ihre Stimme klang unterwürfig und ruhig. Sie hatte sich, wenn auch mit Mühe, mit diesem Schicksal abgefunden. Sie setzte sich neben den großen Dämon und blickte zu Boden. Eine große Schar von Dämonen hatte sich um die Säule versammelt, auf der sie saßen, und einige versuchten bereits, die Säule zu erklimmen. Ushi spürte, wie Wut in ihr aufstieg. Aber der Wind legte ihr eine beruhigende Hand auf die Schulter.
„Entspann dich, Kind. Sie werden nicht hier hochkommen. Und ich kann spüren, dass Adramalech bald wieder hier sein wird.“
Ushi schaute den Wind mit großen Augen an.
„Mein Sohn kommt zurück?“
Wie aufs Stichwort öffnete sich am anderen Ende der Plattform ein Portal und Adramalech betrat die Hölle. Eine Löwin materialisierte sich an seiner Seite und brach neben ihm zusammen. Ushi sprang auf und rannte zu ihrem Sohn. Sie schmiegte sich eng an ihn und vergrub ihre Schnauze in seiner Mähne. Adramalech selbst schmiegte seinen Kopf an den Hals seiner Mutter und schnupperte.
„Was ist hier passiert?“
fragte er mit einem sehr ernsten Tonfall. Der Wind drehte sich um und grinste nur.
„Nun, mein lieber Adramalech, du hast deine Mutter nicht ganz geschändet. Ihre Unschuld hat die Dämonen so erzürnt, dass sie hier eingedrungen sind und deine Mutter angegriffen haben.“
Adramalechs Augen leuchteten heller und seine Mähne glühte dunkler, als er einen Schritt auf den großen Dämon zuging.
„Mach dir keine Sorgen, Junge. Ich habe ihr die Mittel gegeben, sich zu verteidigen und sie hat es erstaunlich gut gemacht.“
Die gute Laune, die der Wind zu verbreiten versuchte, kam nicht gut an. Adramalech war außer sich.
„Warum erfahre ich das erst jetzt? Meine Mutter ist schon seit zwei Wochen hier unten. Ich hätte mich schon vor langer Zeit darum kümmern können. Diese Gefahr hätte gar nicht erst aufkommen müssen. Wenn ich nur früher davon gewusst hätte.“
Der dämonische Löwe fauchte und trat einen weiteren Schritt vor. Er warf einen kurzen Blick auf die bewusstlose Löwin zu seinen Füßen.
„Das heißt, ich muss sie auch... entweihen?“
Das Grinsen auf Winds Gesicht wurde noch breiter.
„Nun, du wirst jede Löwin schänden müssen, die dich hierher begleitet. Jede einzelne. Sonst wird das wieder passieren. Es muss nicht immer sofort sein, zumal Ushi sich jetzt wehren kann und sich bereit erklärt hat, die Hüterin deines Harems zu sein, aber im Grunde genommen muss jede Löwin komplett geschändet werden, wenn sie für längere Zeit in der Hölle bleiben soll.“
Erklärte der Wind in einem immer noch freudigen Unterton. Adramalech blickte zu seiner Mutter, die sich um die neue Löwin kümmerte. Ein dunkles Verlangen erwachte in Adramalech und der Wind nickte wissend.
„Dann lasse ich euch Turteltäubchen mal allein. Papperlapapp...“
Pfiff der Wind und löste sich in einem Windhauch auf und verschwand.
„Wir sind noch nicht fertig.“
Rief Adramalech ihm hinterher, doch als es keine weitere Antwort gab, wandte er sich seiner Mutter und der anderen Löwin zu. Noch einmal schmiegte er seinen Kopf an den seiner Mutter. Sein Schnurren ließ die Säule, auf der sie standen, erbeben.
„Geht es dir gut?“
fragte er leise und rieb sich an ihr. Ushi genoss die Aufmerksamkeit und erwiderte sie.
„Ja, mir geht es gut. Ich hatte Angst, aber sie sind nicht weit genug gekommen, um mich zu verletzen. Ich habe ihnen gezeigt, wo sie hingehören.“
Erwiderte Ushi. Sie leckte ihrem Sohn über die Wange, bevor er sie küsste.
„Gut, aber ich denke, wir sollten diese Schändung hinter uns bringen. Damit diese Idioten da unten ihre Ruhe haben.“
Adramalech umkreiste seine Mutter und schnupperte intensiv an ihr. Er liebte ihren Geruch und das, was er mit ihm verband. Er war schon völlig bereit, seine Mutter zu entweihen, noch bevor sie sich dazu bereit erklärt hatte. Sein Glied war hart und es tropfte bereits auf das Plateau der Säule. Dies blieb auch Ushi nicht verborgen. Sie starrte mit großem Interesse auf die Männlichkeit ihres Sohnes. Das Verlangen in ihr wuchs mit jeder Sekunde, die verging. Sie wollte ihn in sich spüren, sie sehnte sich danach, dass er sie bestieg. Aber dieses Mal würde es anders sein. Es war ihr noch nie in den Sinn gekommen, dass man sich auf diese Weise paaren könnte.
„Ja, lass es uns tun, lass es uns hinter uns bringen, damit wir zu angenehmeren Dingen übergehen können.“
Sie schnurrte und machte sich bereit. Sie bückte sich, streckte ihr Hinterteil nach oben und bog ihren Schwanz aus dem Weg, um ihrem Sohn freien Zugang zu gewähren. Adramalech umkreiste sie erneut und kam hinter ihr zum Stehen. Voller Zuneigung und Liebe betrachtete er die verbotene Frucht, die ihm angeboten wurde, und seine Lust und sein Verlangen erreichten neue Höhen. Er kam näher und atmete tief ihren Duft ein. Er schmeckte den Geruch und genoss ihn in vollen Zügen. Er war grausam darin, seine Opfer warten zu lassen und neckte sie bis zum Äußersten. Doch schließlich, kurz bevor Ushi ihr Verlangen anders geäußert hätte, öffnete Adramalech seinen Mund und leckte über Ushis Geschlecht. Er begann mit ihrer Vagina und genoss den Moment in vollen Zügen. Er ließ einen Schauer über den Rücken der Löwin laufen und sah, wie ihre Hinterbeine zu zittern begannen.
„Haaaaa Adramalech, das fühlt sich so gut an ... aber sollten wir nicht ...“
stöhnte Ushi, kam aber nicht weiter, weil ihr Sohn ihr schon einen Schritt voraus war. Er ließ von ihrer Scheide ab und zog seine Zunge höher zu ihrem Anus. Die raue Zunge des Löwen glitt über die zarte Haut ihres Hintertürchens und die Löwin brach fast zusammen. Nur ihr fester Wille und die Liebe zu ihrem Sohn hielten sie aufrecht. Das Gefühl war überwältigend. Ihr wollüstiges Stöhnen schallte über die Ebene und stachelte die Dämonen am Fuße der Säule weiter an. Ihr Gebrüll drang immer lauter zu den Löwen auf dem Plateau vor. Adramalech störte sich daran nicht, im Gegenteil, es trieb ihn an, seine Mutter noch lauter und intensiver stöhnen zu lassen.
„Hnnn ... wenn du so weitermachst ... haaa ...“
presste Ushi hervor, bevor ihr Sohn sie plötzlich von ihr abließ. Ushi atmete kurz auf und sah ihren Sohn wieder an. Der dämonische Glanz in den Augen ihres Sohnes blitzte auf und sein Grinsen sah wirklich teuflisch aus, als er sich die Lefzen leckte und sich bereit machte, sie zu besteigen.
„Ja ... ja ... tu es ... nimm mich ...“
schrie Ushi, als Adramalech sie von hinten nahm. Mit einer fließenden Bewegung drang er in sie ein. Sie war eng, sehr eng, aber gleichzeitig hieß sie ihn willkommen und erlaubte ihm, tief in sie einzudringen. Sein zugegebenermaßen heftiges Eindringen war nicht gerade das, was Ushi sich vorgestellt hatte. Aber es war weniger schmerzhaft, als sie befürchtet hatte. Die Dehnung jedoch brachte sie an ihre Grenzen. Und so brüllte sie zusammen mit ihrem Sohn. Während Ushi ihre Stimme mehr aus Schmerz und Überraschung erhob, war Adramalechs Schrei der des Triumphs. Er hatte seine Mutter endlich vollständig unterworfen, und selbst die Dämonen würden sie ihm jetzt nicht mehr wegnehmen können.
Nach dem ersten heftigen Stoß wurde Adramalech weicher und hingebungsvoller. Er hockte sich über seine Mutter und während er sie von hinten nahm, knabberte er an ihrem Hals und schmiegte seinen Kopf an ihren. Auch Ushi gewöhnte sich schnell an dieses neue Gefühl. Sie entspannte sich und versuchte, das, was geschah, so gut wie möglich zu genießen. Die Zärtlichkeiten ihres Sohnes halfen dabei. Es dauerte wirklich nicht lange, bis Adramalech kurz vor seinem Höhepunkt war. Ushi konnte an seinen zunehmend hektischen Bewegungen und seiner Anspannung erkennen, dass ihr Sohn nicht mehr lange durchhalten würde. Sie selbst war bei dieser Begegnung nicht einmal annähernd in der Lage, einen Orgasmus zu erreichen. Sie akzeptierte es, wenn auch mit einer gewissen Enttäuschung.
„Hrg, hrg, nur einen Moment...“
Grunzte Adramalech und Ushi tat ihr Bestes, um ihren Sohn bei seinem Vorhaben zu unterstützen. Sie spannte ihren Schließmuskel im Takt seiner Stöße an und stemmte sich jedes Mal gegen Adramalech, wenn er wieder in ihr Inneres vordrang. Als er schließlich in ihren Hals biss und ein letztes Mal zitternd in sie stieß, entließ er seinen Samen in ihren Anus und es war vollbracht.
Keuchend brach Ushi zusammen und Adramalech stieg von ihr herunter. Schnell kam er zu ihrem Kopf und kuschelte sich an sie.
„Es ist vollbracht. Es tut mir leid, dass ich es nicht früher tun konnte.“
Sagte er, während er immer noch schnell und flach atmete. Ushi lächelte und gab ihm einen kleinen Kuss auf die Nase.
„Ist schon gut, mein Junge.“
flüsterte sie und gab sich den Streicheleinheiten ihres Partners hin, der ihr wieder das zerzauste Fell glatt leckte und seinen Kopf immer wieder an ihren schmiegte.
Es dauerte nicht lange, bis Ushi und Adramalech ihre Fassung wiedergewonnen hatten. Ushi war die erste, die sich aufraffte und zu der immer noch bewusstlosen Löwin mit der Nummer zwei hinüberging.
„Also, wer ist sie?“
fragte Ushi und beschnupperte die Löwin. Adramalech erhob sich und kam zu ihr. Liebevoll schmiegte er seinen Kopf an die bewusstlose Löwin.
„Ihr Name ist Sarada. Sie kommt aus einem der nördlichen Territorien. Sei nett zu ihr, sie ist die erste, die dir Gesellschaft leistet.“
Erklärte Adramalech und stupste die Löwin erneut an.
„Wach auf, mein kleines Mondgesicht. Es ist Zeit, deine neue Familie kennenzulernen.“
flüsterte er und kuschelte sich näher an sie. Mit einem leisen Grummeln machte sich Sarada bemerkbar. Ihre Augenlider fühlten sich an, als würden sie eine Tonne wiegen, aber die liebliche Stimme in ihrem Ohr drängte sie immer wieder dazu, endlich aufzuwachen. Die zweite Stimme klang auch nett, aber deutlich ernster, älter, erfahrener.
„Gib ihr Zeit. Es hat sich viel für sie verändert, in einer sehr kurzen Zeit. Sie braucht noch etwas Zeit, um sich daran zu gewöhnen.“
Sagte Ushi und legte sich neben die neue Löwin, um ihr ihre Wärme zu geben.
„Hmmmpf...“
Brachte Sarada hervor und öffnete eines ihrer Augen. Alles um sie herum war irgendwie düster, rot, schwarz. Sie stöhnte auf.
„Hat... hat es funktioniert?“
Fragte sie schließlich groggy. Adramalech setzte sich vor sie und lächelte. Ushi beugte sich vorsichtig vor und begann leise zu sprechen.
„Ja, mein Kind, es hat funktioniert. Du bist jetzt hier im Harem meines Sohnes. Hier wird dir nichts mehr passieren. Mein Sohn wird sich um dich kümmern, und ich werde dir alles beibringen, was du wissen musst. Aber jetzt entspann dich erst einmal. Alles andere klären wir später.“
Die Stimme der älteren Löwin wirkte wie Honig auf die Seele der jungen Löwin. Sie seufzte vor Erleichterung und entspannte sich wieder.
Nachdem Sarada versorgt war, kümmerten sich Adramalech und Ushi um die Dämonen, die noch im Harem waren. Es war ein schnelles, brutales und äußerst schmutziges Gemetzel, aber die Dämonen wurden erstaunlich schnell zurückgedrängt und machten keine Anstalten, in nächster Zeit erneut anzugreifen.
In den folgenden Tagen würde Adramalech seine Aufgabe, Sarada vollständig zu entweihen, zu Ende bringen. Und bevor er zu seinem nächsten Ausflug in die reale Welt aufbrach, machte er seiner Mutter ein Abschiedsgeschenk.
...
Epilog
Zoeys Augen wurden groß.
„Das hat er wirklich gemacht, bevor er gegangen ist?“
Ushi streichelte ihren Bauch.
„Ja, er hat es darauf angelegt, dass ich von ihm geschwängert werde, sobald sich die Gelegenheit ergibt.“
Erklärte die ältere Löwin und lächelte.
„Es war meine erste Schwangerschaft in der Hölle. Zugegeben, wir waren etwas unsicher, was dabei herauskommen würde. Selbst der Wind wusste es nicht. Wir waren alle sehr aufgeregt. Es war eine schöne Zeit. Sarada und ich sind uns sehr nahe gekommen. Auch heute noch ist sie mir in Zeiten der Schwangerschaft am nächsten.“
Zoey nickte und starrte weiter auf Ushis Bauch.
„Hat es weh getan?“
„Was?“
fragte Ushi und Zoey schluckte leicht.
„Na ja, die volle Einweihung und die ganzen Schwangerschaften?“
Ushi legte eine ihrer Pfoten auf Zoeys Pfoten.
„Nun... Die Einweihung war nicht angenehm. Adramalech war zu dieser Zeit auch noch sehr unerfahren. Die Löwinnen, die nach uns kamen, also ab Nummer 12, fanden es nicht so schlimm. Es ist ein bisschen ungewohnt und ich kann dir versichern, dass er es selbst nicht besonders mag.“
erklärte Ushi und legte dann den Kopf schief. Ihr Blick wurde ein wenig ernster.
„Was die Schwangerschaften angeht, meine Liebe. Das ist ein unendlich viel schwierigeres Thema. Adramalech war nicht mein erstes Kind. Ich hatte also Erfahrung im Austragen von Kindern, bevor ich hierher kam. Ich wusste, was mich bei einer normalen Schwangerschaft und einer normalen Geburt erwartete. Ich habe es immer genossen, schwanger zu sein, und ich bin es heute noch.“
Ushi holte tief Luft.
„Aber glaub mir, wenn ich dir sage, dass nichts auf der Welt dich auf das vorbereiten kann, was dich bei einer Dämonengeburt erwartet. Der Schmerz ist unaussprechlich. Es ist die Hölle. Buchstäblich.“
Ushi sah das Entsetzen auf Zoeys Gesicht. Zoey wusste bereits, dass keine Löwin in Adramalechs Harem lange unbefruchtet blieb. Der Gedanke, nach einer Schwangerschaft schreckliche Schmerzen erleiden zu müssen, erschreckte sie. Die ältere Löwin streichelte die Pfoten der jüngeren.
„Hab keine Angst, du musst das nicht allein durchstehen. Adramalech wird da sein und ich auch. Wir werden dich unterstützen und du wirst es schaffen.“
Zoey nickte zögernd, sie war sich noch nicht sicher. Ushi lächelte sanft und stupste sie mit ihrer Nase an.
„Bis dahin ist es noch eine ganze Weile hin. Viel Spaß bis dahin. Such dir ein paar Freundinnen, schnapp dir meinen Sohn, wenn er hier ist, und verbring ein paar heiße Nächte mit ihm und vielleicht sogar mit ein paar anderen Löwinnen zusammen. Wir sind schon in der Hölle, nichts kann uns mehr verdammen.“
...
Und so wurde aus mir…
… die Hüterin
Flüstern im Wind
Adramalech saß auf einer Säule aus Onyx. Sie war fast 900 Fuß hoch. Von hier aus konnte er „seinen“ Harem überblicken. Es waren inzwischen über hundert Löwinnen. Und auch einige andere Arten. Er hatte sie eine nach der anderen auf seinen Streifzügen durch die reale Welt „eingesammelt“. Allein mit diesen Löwinnen hatte er schon über 1000 Nachkommen gezeugt. Er war stolz auf diese Leistung. Sein Harem war größer, als jedes Rudel je zu hoffen berechtigt gewesen war. Sie dort unten „leben“ zu sehen, erfüllte ihn mit Freude und seine Lust auf jede einzelne von ihnen wuchs mit jeder Minute, die er hier saß und sie beobachtete.
„Ich sehe, du warst fleißig.“
Eine vertraute Stimme meldete sich von hinten. Adramalech brauchte sich nicht umzudrehen, um zu wissen, wer sich zu ihm auf seinen Sitzplatz gesellt hatte.
„Ja, ich war fleißig bei der Aufgabe, die du mir gegeben hast.“
Er blickte zu Boden und lächelte.
„Jedes Löwenrudel unter der Sonne schuldet mir mindestens eines seiner Weibchen. Ich werde sie alle nehmen. Und noch mehr.“
Der Wind verwandelte sich in eine körperlichere Form, nahm die Gestalt eines großen vogelähnlichen Wesens an und stellte sich neben Adramalech. Er blickte auf den wuselnden Harem hinunter.
„Wie viele neue Dämonen hast du schon hervorgebracht? Tausend?“
Der dämonische Löwe glühte in seinem Stolz heller auf.
„Ja, über 1000 Nachkommen sind aus meinem Harem geboren worden, und es werden noch mehr werden.“
Erklärte er und ein vertrautes Kribbeln machte sich in seinen Lenden bemerkbar. Der Wind lächelte und legte einen bläulichen Flügel um Adramalechs Schultern.
„Ich sehe so viele Löwinnen und ... was ist das da?“
Adramalech folgte dem Hinweis seines Vorgesetzten, der auf eine gestreifte Löwin zeigte.
„Das ist Xandria, sie ist ein sogenannter Liger. Sie ist eine Kreuzung zwischen einem Löwen und einem Tiger. Sie wurde zusammen mit ihrer Mutter aus ihrem Rudel verstoßen, weil sie keine reinrassige Löwin ist. Während ihre Mutter mein Angebot ablehnte, nahm sie es freiwillig an, da sie wusste, dass sie wahrscheinlich nie in einem anderen Rudel aufgenommen werden würde.“
Die Augen des Windes weiteten sich ein wenig und sein Grinsen wurde noch ein wenig teuflischer.
„Ich verstehe... Ich dachte, sie sei eine andere Löwenrasse aus einer anderen Dimension.“
Wohl wissend, dass Adramalech nichts von der Möglichkeit verschiedener Universen und Dimensionen wusste, wartete er auf die unvermeidliche Frage.
„Welche anderen Dimensionen?“
Adramalechs Augen waren zusammengekniffen und seine Ohren waren ganz nach hinten gelegt.
„Hast du mir wieder Wissen vorenthalten?“
Seine Stimme war nur ein Flüstern, aber in ihr lag mehr Hass und Zorn, als ein Dämon jemals aufbringen könnte. Der Wind hingegen war fröhlich und grinste Adramalechs ins Gesicht. Auch wenn der Dämonenlöwe um sich schlagen würde, er war der Wind. Niemand konnte ihm jemals etwas anhaben.
„Nein, ich habe kein Wissen zurückgehalten. Du hast nie danach gefragt. So einfach ist das.“
Sagte er lachend und ging langsam zum hinteren Rand der Säule. Adramalech stand auf und wandte sich dem Wind zu. Seine flammende Mähne brannte in einem leuchtenden Schwarz und seine Augen waren von einem durchdringenden Rot. Als er einen Schritt nach dem anderen auf den größeren Dämon namens Wind zuging, bebte die Säule unter jedem seiner Schritte.
„Ich hasse es, wenn du das tust. Wie kann ich nach etwas fragen, von dem ich nicht einmal weiß, dass es existiert?“
Er knurrte bedrohlich und hinterließ Pfotenabdrücke und Krallenspuren auf der harten, schwarzen Oberfläche der Onyx-Säule. Der Wind zuckte mit den Schultern und winkte mit einem seiner vielen Flügel. Eine Vielzahl von Portalen öffnete sich vor ihm. Sie zeigten verschiedene Welten. Einige davon sahen aus wie die Erde, wie er sie kannte, andere schienen wie die Erde zu sein, aber anders, und wieder andere sahen absolut bizarr aus. Der Wind winkte erneut mit seinem Flügel, und die Portale erneuerten sich, um andere Welten zu zeigen.
„Es gibt unzählige Welten da draußen. Nicht nur die Erde, die du kennst, es gibt viele Welten in unserer Galaxie, die von Leben bewohnt sind, das du beanspruchen kannst. Und dann gibt es noch unzählige andere Dimensionen und Universen, die ihrerseits von unzähligen Welten bevölkert sind.“
erklärte der Wind und wedelte ein weiteres Mal mit seinem Flügel und noch mehr Welten wurden durch seine Portale sichtbar. Adramalech nahm die Aussicht in sich auf und sein Herz raste. So viele Welten bedeuteten auch so viele neue Löwinnen, die er für sich beanspruchen konnte. Ein böses Grinsen bildete sich auf seinen Lippen.
„Wie funktioniert das?“
fragte er, und der Wind wedelte erneut mit seinem Flügel, woraufhin sich alle Portale schlossen. Er drehte seinen Kopf zu dem dämonischen Löwen, der hinter ihm stand.
„Wie immer hörst du auf den Ruf deiner potenziellen Beute, und dann gehst du einfach hin. Das funktioniert für alle Welten in allen Universen.“
Adramalech setzte sich hin und lauschte in den Äther. Es gab unzählige Stimmen, die ihn riefen. Er hörte immer nur auf die, von denen er wusste, dass es Löwinnen von der Erde waren, die er kannte. Jetzt öffnete er sich für mehr, und er wurde mit den einsamen Rufen nach ihm bombardiert. Sie wurden in Sprachen vorgetragen, die er nicht einmal kannte, aber er konnte sie alle einwandfrei verstehen. Sein Grinsen wurde breiter und am Ende lachte er. Sein donnerndes Lachen hallte über die höllischen Ebenen unter ihm, und seine Gefährten wussten, dass er bald wieder auf Beutezug gehen würde...
Der Wind lächelte teuflisch, während er sich langsam zurückzog.
„Du scheinst dich sehr gut zu amüsieren. Ich freue mich, dass dir deine missliche Lage gefällt. Wir werden uns bald wiedersehen, bis dahin wünsche ich dir viel Spaß mit deiner neu gewonnenen Freiheit...“
Und damit war er verschwunden. Adramalech sah seinen Meister verschwinden und hörte auf zu lachen. Er stand auf und trat an den Rand der Säule.
„Ja, ja ... geh weg. Ich habe Welten zu besuchen und Mädchen zu finden. Ich werde sie alle besitzen. Ich werde sie für mich beanspruchen und mich mit ihnen fortpflanzen. Alle von ihnen... Mwuahahahahahaaaa...“
Er lachte wie der Wahnsinnige, der er war, als er sich auf eine der Stimmen konzentrierte, sie klang jung und hoffnungsvoll. Er winkte mit der Pfote und ein Portal materialisierte sich vor ihm. Er konnte eine Oase in einer Wüste auf einer weit entfernten Welt sehen. Der Himmel auf dieser Welt war grün, und die Sonne schien bläulich. Er grinste und schritt durch das Portal.
Fremder in einem fremden Land
Er setzte seine Pfote auf den grauen Sand vor der Oase in dieser neuen Welt. Die Luft roch anders. Er konnte nicht genau sagen, warum. Er war nicht intelligent genug, um zu wissen, dass verschiedene Welten verschiedene Atmosphären haben konnten, und das brauchte er auch nicht zu wissen, er atmete gewissermaßen nicht... er nahm die Landschaft in sich auf und lächelte. Es war fast wie auf der Erde. Zwar waren die Farben anders und die Flora schien eine andere Form und Art zu haben, aber eine Oase war eine Oase. In der Mitte befand sich ein Teich, zu dem die Tiere in Scharen kamen, um zu trinken. Er ging in die Hocke und näherte sich langsam den Büschen, die den Teich umgaben. Er wollte sich die Tiere hier genauer ansehen, um seine „Beute“ zu finden.
Als er sich auf die Lauer legte, konnte er einige der Tiere sehen, sie sahen geradezu bizarr aus und glichen in keiner Weise ihren irdischen Gegenstücken. Er wartete, denn er wusste, dass sich seine „Beute“ irgendwann zeigen würde und er sich ihr mit seinem Angebot nähern konnte. Er nahm mehr von seiner Umgebung auf. Er versuchte, schnell die Gesetze dieser Welt zu lernen. Die bläuliche Sonne, die von diesem grünen Himmel schien, brannte nicht so heiß wie die Sonne auf der Erde und deshalb war die Luft nicht so heiß. Er nahm an, dass die Nächte hier ziemlich kalt werden würden. Die Pflanzen hatten riesige Blätter, um so viel wie möglich von den schwachen Sonnenstrahlen aufzufangen. Der gräuliche Sand unter seinen Pfoten fühlte sich seltsam kalt und rau an, und als er genauer hinsah, erkannte er, dass es sich gar nicht um Sand, sondern um Knochen handelte. Über Hunderte und Tausende von Jahren hinweg verwittert, waren es zermahlene Knochen.
*Schräg*
Er grub tiefer, aber auch nach mehr als einem Meter Tiefe war nur dieser Knochenstaub zu sehen, aber kein „Sand“. Eine Bewegung erregte seine Aufmerksamkeit, und er blickte zurück zum Teich, unten in der Oase. Die meisten anderen Tiere waren in Panik und flohen aus dem unmittelbaren Umfeld des Beckens, als drei Neuankömmlinge ins Blickfeld kamen.
Sie sahen fast so aus wie die großen Katzen, die er von der Erde kannte, aber sie hatten kein Fell. Sie waren groß, viel größer als er. Sie strahlten Kraft und Autorität aus, als sie sich dem Teich näherten. Zwei von ihnen gingen hinunter, um zu trinken, während der dritte Wache hielt und die Umgebung beobachtete.
„Das sind wirklich Löwen. Aber warum stehen sie Wache? Sieh nur, wie riesig sie sind, wie gefährlich. Was könnte noch gefährlicher sein als sie?“
Er überlegte im Stillen, während er die drei Raubtiere unten am Teich versammelte. Er wollte gerade sein Versteck verlassen, als er ein donnerndes Kreischen über seinem Kopf hörte. Zu seinem Entsetzen sah er, wie sich die drei „Löwen“ in drei verschiedene Richtungen verteilten.
*Warum teilen sie sich auf, sie hätten bessere Chancen in einem Kampf, wenn sie zusammen blieben...*
dachte er, und dann sah er die schattenhafte Gestalt aus dem grünen Himmel über ihm herabstürzen. Es geschah blitzschnell. Dieses vogelähnliche Wesen fiel vom Himmel und landete auf einem der Löwen und ohne auch nur innezuhalten, hob es sich zusammen mit dem immer noch schreienden Löwen wieder vom Boden ab. Unter dem zischenden Geräusch seiner Flügel konnte man die Knochen des gefangenen Raubtiers knacken hören und einige Augenblicke später verstummten die Schreie.
*Oh mein Gott, was war das?*
Adramalech blieb danach noch einige Zeit in seinem Busch, bis er wusste, dass der Himmel klar war. Er kam aus seinem Versteck hervor und schaute sich lange um. In der näheren Umgebung war kein einziges Tier mehr zu sehen. Jetzt wusste er, warum sie beim Trinken Wache hielten. Langsam ging er zum Teich hinunter und sah den blutbespritzten Sand, wo der Raubvogel einen dieser Löwen gefangen hatte. Er schluckte, als er seine eigene Pfote in den Pfotenabdruck eines der anderen legte. Er fühlte sich winzig im Vergleich zu diesen riesigen löwenartigen Kreaturen. Er nahm einen tiefen Atemzug. Ihr Geruch lag noch in der Luft, mindestens zwei von ihnen waren weiblich gewesen. Er spürte das vertraute Kribbeln in seinen Lenden und erschauderte bei dem Gedanken, es mit einer von ihnen treiben zu können. Langsam stieg er hinab zu dem Becken in der Mitte der Oase. Die trübe Flüssigkeit roch beißend, und Adramalech wagte es nicht, einen Schluck zu nehmen. Aber er betrachtete sein Spiegelbild im Becken und erinnerte sich an eine Sache, die der Wind ihm zuvor gesagt hatte:
„Da du ein Dämon bist, hast du keinen Körper aus Fleisch und Blut. Dein Körper besteht aus einer Substanz, die als Nekroplasma bekannt ist. Diese Substanz wird deiner Seele in der realen Welt eine Form und eine Funktion geben. Wenn du in der Lage bist, dein Seelenfeld zu kontrollieren, wirst du auch in der Lage sein, deine Form und Funktion zu kontrollieren.“
Adramalech sah in sein Spiegelbild und konzentrierte sich stark auf das, was er wollte. Es war ein seltsames Gefühl, als er begann, sich zu verändern. Zuerst verschwand sein goldbraunes Fell, dann wurde seine Haut kohlschwarz und schließlich begann er zu wachsen. Als seine Verwandlung abgeschlossen war, blickte etwas völlig Neues aus dem Teich auf ihn zurück. Eine Kreatur, die fast wie ein rauchiger Schatten aussah. Seine Augen waren zwei glühend rote Kugeln in einer Wolke aus Schwärze. Als er grinste, spaltete eine Reihe strahlend weißer Zähne den Schatten in zwei Hälften. Ihm gefiel, was er sah. Er befand sich jetzt auf der gleichen Stufe wie die löwenähnlichen Kreaturen. Jetzt würde er die Nacht abwarten, und dann würde er sie herbeirufen.
Er legte sich in den Schatten eines großen Felsens und ließ sich Zeit. Er sah der bläulichen Sonne nach, wie sie über den Himmel lief und langsam in einen violetten Farbton überging, bis sie schließlich hinter dem Horizont verschwand. Die Nacht brach schnell herein und die Temperatur sank mit ihr. Adramalech kletterte auf eine der größeren Felsformationen und bereitete sich auf seinen ersten Ruf vor. Er sog die fremde Luft dieser Welt ein und brüllte sein Verlangen in den Wind dieser Welt. Er wusste, dass sein Ruf in dieser Umgebung meilenweit zu hören sein würde. Er wartete einen Moment und ließ das Echo verklingen, bevor er seine Bitte um eine Gefährtin wiederholte.
Nach einiger Zeit hörte er eine Antwort. Sie klang seltsam vertraut, und es lag so viel Sehnsucht in diesem Ruf. Er brüllte seine Zustimmung und wartete darauf, dass seine potenzielle Gefährtin ihn fand. Es dauerte nicht lange, bis die andere Kreatur eintraf. Sie war ein wenig kleiner als er und viel dünner. Vorsichtig kam sie von den hohen Dünen zu ihm herunter. Er wartete in der Nähe des Teiches und lud sie mit einem liebevollen Grummeln zu sich ein und kam einige Schritte auf sie zu. Sie wusste von Anfang an, dass er nicht zu ihrer Art gehörte. Er sah zwar aus wie ihre Art, aber irgendwie war er dann doch völlig anders. Nicht nur die leuchtend roten Augen und die rauchige Mähne. Sein ganzes Auftreten war so seltsam. Sie war immer nervös, immer bereit, sofort zu fliehen, während er absolut ruhig war. So als könnte ihm nichts etwas anhaben. Er strahlte Kontrolle und Zuversicht aus. Er war all das, was sie nicht war... und er war verdammt heiß (Wortspiel beabsichtigt).
Sie stoppte ihren Vorstoß etwa fünfzehn Fuß von ihm entfernt.
„Wer... was bist du?“
fragte sie in ihrer seltsamen Sprache, die Adramalech mysteriöserweise perfekt verstand. Er stand stolz vor ihr, seine Absichten waren für alle sichtbar.
„Ich bin Adramalech. Ich gehöre nicht zu eurer Art, wie du sicherlich schon weißt. Ich bin ein Dämon.“
Er sprach es aus, als ob es nichts wäre. Eine Nebenbemerkung zu seiner Existenz.
Übrigens, ich bin ein Dämon und ich werde euch alle in die Hölle schleifen, yo...
Sie wich einen Schritt zurück, aber da er ihr nicht direkt folgte, blieb sie stehen.
„Ein Dämon? Warum bist du hier?“
Er legte den Kopf schief und sah ihr tief in die Augen.
„Sheeena, richtig? Ich bin hier, um dir einen Handel anzubieten. Einen Ausweg sozusagen.“
Sie sah völlig überrascht aus, woher kannte er ihren Namen? Und was für ein Handel? Wofür?
„Ein Handel?“
fragte Sheeena. Sie war innerlich zerrissen. Ein Teil von ihr wollte weglaufen, schnell und weit weg, der andere Teil wollte bleiben, ihm nahe sein. Er roch so gut, er schien so nett zu sein, und er war so selbstsicher. Adramalech machte einen langsamen Schritt auf sie zu.
„Ja, ein Handel. Weißt du, ich weiß, dass du in ständiger Angst lebst. Ich biete dir einen Ausweg.“
Sie legte den Kopf schief.
„Einen Ausweg? Und wie?“
Adramalech grinste.
„Nun, ich darf mich mit dir paaren, und dann töte ich dich.“
Weiter kam er nicht, als sie die Flucht ergriff.
„Ich wusste es ... mach niemals einen Deal ... niemals.“
schrie sie und war schon im vollen Sprint aus der Oase. Adramalech rollte mit den Augen.
*Mädchen...*
Er konzentrierte sich eine Sekunde lang, und die Landschaft veränderte sich. Plötzlich war sie nur noch einen halben Meter vor ihm. Es gab keine Chance für eine Reaktion, und so überrannte sie ihn. Als sie in den Sand stürzten, schrie sie ihn an, er solle sie loslassen. Er hingegen war immer noch völlig ruhig.
„Schhhh Mädchen. Beruhige dich. Lass es mich erklären. Du musst den Deal nicht annehmen. Und ich werde ihn dir auch nicht aufzwingen, aber lass es mich erklären. Du hast noch nicht gehört, worum es bei dem Deal geht.“
Er versuchte, es ihr zu erklären, während sie sich mit Händen und Füßen wehrte, um von ihm loszukommen. Adramalech seufzte, packte Sheeena und rang sie zu Boden, ohne auch nur ins Schwitzen zu kommen.
„Mädchen. Sheeena. Hör mir zu. Nur eine Sekunde lang.“
„Niemals...“
Sie knurrte und versuchte ihr Bestes, seine Kehle zu packen, um ihn notfalls zu töten. Er legte sich einfach auf sie und ließ sein Gewicht für sich sprechen. Sie spürte, wie sein heißes, pochendes Glied gegen sie drückte, als er sich einfach auf sie legte. Er war so unglaublich schwer. Sie kämpfte noch einen Moment, bevor sie aufgab und einfach nur da lag, schwer keuchend.
„Also gut. Vergewaltige mich, töte mich, aber lass mich in Ruhe!“
schrie sie in sein selbstgefälliges Gesicht. Er schüttelte langsam den Kopf.
„Siehst du, Mädchen, so funktioniert das nicht. Ich darf dich nicht vergewaltigen, ich darf dich nicht einmal anfassen, wenn du es nicht willst. Aber all das gilt erst, wenn ich dir mein Angebot in vollem Umfang gemacht habe.“
Seine Stimme war immer noch absolut ruhig, er hechelte nicht einmal, nicht einmal ein kleines bisschen. Sheeena lag still da, ihre Augen waren voller Angst und Panik.
„OK... OK... aber mach schnell, hier draußen wird uns der Phönix finden.“
Sagte sie und schaute sich suchend nach etwas um. Er lächelte beiläufig.
„Du meinst das Vogel-Dingsbums?“
„Ja, der Phönix. Wenn er dich jemals sieht, bist du erledigt.“
platzte sie heraus.
„Aber es ist Nacht. Vögel fliegen nachts nicht!“
Sagte er mit vollem Vertrauen in sein Wissen. Sie schüttelte nur den Kopf.
„Du hast keine Ahnung. Der Phönix fliegt immer, er schläft nie, er ruht nie, er fliegt die ganze verdammte Zeit. Und er ist immer hungrig. Also mach es schnell oder lass mich los, damit ich mich in Sicherheit bringen kann!“
Sie schrie ihn an. Adramalech legte den Kopf schief und nahm zum ersten Mal seine Umgebung wahr. Sie befanden sich auf der offenen Ebene, es gab keine Deckung, keinen Schutz in der Nähe.
„Okay, Mädchen, hör zu. Ich werde mich zunächst mit dir paaren, dann werde ich dich töten und danach wirst du für alle Ewigkeit Teil meines privaten Harems sein. Nie mehr von einem gottverdammten Vogel gejagt werden, keine Angst mehr. Nur du, ich und die anderen Löwen. Frei, durch meine Ländereien zu streifen und so viel zu ficken und zu vermehren, wie du willst.“
Er sprach schnell, aber in keiner Weise hastig. Er begann jedoch, sich aufzurichten, damit sie sich in die richtige Position bringen konnte, damit er in sie eindringen konnte. Sheeena dachte keine Sekunde darüber nach und wackelte sich unter ihm hervor. Als sie vor ihm stand, drehte sie ihm ihr Hinterteil zu und hob ihren Schwanz. Ihre Lippen waren bereits durchnässt und rot geschwollen von der Vorfreude. Er brauchte keine Aufforderung.
„Mach es schnell, Dämon. Wenn er uns findet, bevor du fertig bist, könnten wir genauso gut beide tot sein.“
Adramalech bestieg sie schnell und drang mit einer einzigen sanften Bewegung in sie ein. Sie fühlte sich gottgleich an. Die Art, wie sie ihn umarmte, als er sie fast vollständig ausfüllte, war selbst für ihn und seine Erfahrung mit mehr als 100 verschiedenen Gefährtinnen im Laufe der Jahre überwältigend. Er begann sich schnell zu bewegen, er wollte sie nicht warten lassen und vielleicht aufgeben, bevor er sie ganz beanspruchen konnte. Aber sie schien nicht allzu erpicht darauf zu sein, sich von ihm zu lösen. Sie drückte sich fest an ihn und ließ ihre Muskeln spielen, um ihn schnell zu melken. Sie konnte spüren, dass sie das schon einmal gemacht hatte. Wahrscheinlich wegen der misslichen Lage, in der sie sich mit diesem Phönixvogel befanden. Sie mussten sich schnell vermehren, um sich wieder aufteilen zu können und ein geringeres Ziel zu sein. Es war nicht so, dass sie die Prozedur nicht genoss, im Gegenteil, sie schien sie sogar sehr zu mögen. Sie keuchte und stöhnte aus vollem Herzen, während sie ihn hart bearbeitete, und er tat seinen Teil genauso eifrig wie sie. Er pumpte hart in ihre Passage. Immer und immer wieder. Er nahm sich nicht die Zeit, das herrliche Gefühl auszukosten, sondern stieß immer wieder in sie hinein, bis er spürte, wie er sich anspannte.
„Ich bin gleich so weit...“
Sie nickte nur.
„Dann mach weiter und bring es zu Ende.“
Das war der Moment, in dem er merkte, dass sie den Akt genoss, aber sie war weit davon entfernt zu kommen. Er hörte plötzlich auf, sich zu bewegen.
„Hey, warum hast du aufgehört. Hast du nicht gesagt, du fickst mich und bringst mich dann um?“
Fragte sie genervt. Er schüttelte den Kopf.
„Nein...neineineinein...so läuft das nicht. Du musst mit mir zusammen kommen. Das heißt, du musst deinen Orgasmus mit mir zusammen haben, sonst funktioniert es nicht.“
An diesem Punkt war er mehr als fassungslos. Noch nie hatte er eine Frau gehabt, die nicht mit ihm kam.
„Schatz, ich komme nie. Ich bin nicht hier, um zu kommen, ich bin hier, um mich fortzupflanzen, um unsere Zahl zu erhöhen, damit wir den Phoenix überleben. Kein Weibchen ist jemals gekommen. Zumindest meines Wissens nach nicht.“
Adramalech fehlten die Worte. Ein Teil von ihm war dafür, er würde ihr zeigen, wie man kam, ein anderer Teil von ihm hatte Mitleid mit ihnen.
„Du bist nie gekommen? Du bist nie auf irgendeine Weise gekommen?“
Er wollte sich gerade von ihr lösen, aber sie drückte sich wieder an ihn heran.
„Nein, ich bin nie gekommen. Ich bin mir nicht sicher, ob ich dazu in der Lage bin.“
Sagte sie ehrlich. Adramalech schüttelte ungläubig den Kopf.
„Das ... das ist tragisch ... wir ... ich muss etwas dagegen tun.“
Doch weiter kam er nicht, als ein nur allzu vertrautes Kreischen über die Ebene donnerte.
„Oh nein ... neineineienein ...“
Sheeena schrie und versuchte, sich von Adramalech zu befreien, der in seinem Schockzustand nicht ganz so schnell reagieren konnte wie seine Gefährtin. Als sie sich von ihm losreißen konnte, war es bereits zu spät, denn der Phönix stürzte aus dem Himmel und spießte sie beide mit seinen langen und kräftigen Krallen auf. Er hatte den Boden noch gar nicht richtig berührt, da begann er schon, mit seinen mächtigen Flügeln zu schlagen, um wieder in die Luft zu kommen.
Sheeena schrie vor Schmerz auf, als sie spürte, wie ihre Knochen von den mächtigen Füßen des Phönix zermalmt wurden, während Adramalech einfach in Flammen aufging. Der Phönix öffnete reflexartig seine Klauen, als er das Brennen spürte, und beide Körper stürzten in die Tiefe. Der Körper des Dämons berührte nicht einmal den Boden, er verschwand einfach, als die Flammen seinen Körper schnell verzehrten, aber Sheeenas Körper stürzte zu Boden und schlug mit einem dumpfen Aufprall auf. Ihre Augen erhaschten einen letzten Blick auf den Phönix, als er zu einem neuen Anlauf ansetzte, aber als er auf sie niederging, war sie bereits tot.
Kein Friede für die Gottlosen
Als er die Augen öffnete, war er wieder in seinem Harem.
„Also ... ich bin gestorben ... schon wieder.“
stellte Adramalech in einem groggy Tonfall fest. Er schaute sich um, aber Sheeena war nicht da.
„Nun, ich habe sie nicht getötet, und sie ist nicht gekommen. Es könnte also richtig sein, dass sie nicht hier ist.“
Er spürte so etwas wie einen leichten Schmerz. Man könnte es Schuld nennen, aber es war wieder weg, bevor er es überhaupt fassen konnte.
„Wo ist dieser Wind, wenn man ihn braucht...“
Er rief in keine bestimmte Richtung. Er wusste, dass der Wind ihn hören würde, das tat er immer. Und tatsächlich dauerte es nicht lange, bis der Wind sich bei Adramalech bemerkbar machte, als ein leichter Windhauch gegen seinen Rücken streifte.
„Was zum Teufel ist gerade passiert?“
fragte er, als der Wind sich hinter ihm materialisierte. Das körperlose Lachen des Windes hallte in Adramalechs Harem wider.
„Du hast mich getroffen. Nun, nicht direkt mich. Aber mein Alter Ego oder mein Ebenbild, wenn du so willst. Ich bin nicht der einzige Wind, den es gibt. In verschiedenen Dimensionen gibt es verschiedene Winde. Der, dem du begegnet bist, nennt sich Phönix.“
Der Wind sagte dies nicht ohne eine gewisse Belustigung in seiner Stimme. Adramalech war wütend.
„Wie kann es sein, dass du jedes Mal, wenn mir etwas Unerwartetes passiert, daherkommst und sagst: Ach übrigens, da draußen sind Große Dämonen, die dich töten wollen ... aber keine Sorge, du kannst nicht wirklich sterben ...“
Adramalech stand auf und machte ein paar Schritte auf den Wind zu, und jetzt konnte er die Ähnlichkeiten zwischen dem Wind, den er kannte, und diesem Phönix erkennen. Dieser war nur blau, nicht schattenhaft.
„Warum bekomme ich immer wichtige Informationen, NACHDEM das Fehlen dieser Informationen mich in Schwierigkeiten gebracht hat? Und wann hattest du vor, mir mitzuteilen, dass ich, wenn ich sterbe, wieder hier unten lande?“
Der Wind kräuselte nur seine Federn, als Adramalech ihn weiter anschrie.
„Ich habe diese Scheiße so was von satt. Ich brauche diese Informationen, bevor ich in Schwierigkeiten gerate, nicht danach. Und komm mir nicht mit so was: Awww die süße, kleine Miezekatze... schau. Du weißt, was ich meine. Oder vielleicht bist du doch nicht so mächtig und allwissend, wie du behauptest.“
Der Dämonenlöwe stampfte vor dem Großen Dämon auf und ab, der nur mit einer Mischung aus Verärgerung und Langeweile auf seine Schöpfung herabblickte. Als Adramalech schließlich seine Tirade beendete, indem er vor dem Wind schnaufte und noch einmal wiederholte, dass er den Wind eher für einen Furz hielt, flippte der Große Dämon einfach aus.
Er wuchs zu enormer Größe an, seine Augen waren wie Antilicht. Wohin er seinen Blick auch richtete, es wurde immer dunkler. Seine Krallen gruben sich tief in das Gestein der Hölle und seine Flügel umspannten Adramalechs Harem. Als er seine Stimme erhob, war sie überall und nirgends zugleich, und jedes Wort erschütterte das Fundament der Hölle.
„Sei nicht so ein kleines Weichei. Du bist nur ein Fleckchen Dreck in einer Welt voller Schmutz. Du bist ein Nichts. Ich könnte deine Existenz mit nur einem Augenzwinkern auslöschen. Ich bin älter als die Zeit. Ich weiß alles. Ich bestimme die Regeln, ich sage dir, was du wissen musst, wann du es wissen musst...“
Mit einem donnernden Krachen machte er einen Schritt auf den Dämonenlöwen zu, der vor ihm stand und den er überragte.
„Kenne deinen Platz. Ich habe dir die Macht gegeben, jeden lebenden Feind, dem du begegnest, zu besiegen und jedes lebende Weibchen, dem du begegnest, zu bezaubern. Aber hier unten bist du ein Nichts...“
Adramalech wich langsam zurück, aber er hielt seinen Kopf trotzig hoch. Er würde dem wütenden großen Dämon vor ihm nicht so leicht nachgeben.
„Ich denke, ich muss dir die Vergeblichkeit deiner kleinen Revolte demonstrieren.“
Mit diesen Worten veränderte der Wind seine Gestalt. Der große mehrflügelige Vogel ging in Flammen auf, und aus dem Inferno trat eine feurige Bestie hervor. Seine Gestalt änderte sich ständig, und da es in immerwährende Flammen gehüllt war, konnte man seine Umrisse nicht genau ausmachen.
Es war immer noch viel, viel größer als Adramalech, es ging auf zwei Beinen, hatte eine Art Schwanz, mehr wie eine Peitsche aus Flammen. Seine vier oder mehr Arme waren lang und stark, und seine drei Köpfe lachten beständig. Adramalech trat wieder einen Schritt zurück. Jetzt hielt er seinen Kopf nicht mehr hoch. Er wusste, dass er sich auf eine harte Zeit einstellen musste. Es war nicht alltäglich, dass der Wind sich in seine Kriegsgestalt verwandelte.
„Wusstest du ...?“
Sagte der erste Kopf auf die feurige Gestalt vor ihm, was die anderen beiden wiederholten.
„Wenn ich dich hier in der Hölle töte...“
Sagte der zweite Kopf, was von den beiden anderen aufgegriffen wurde.
„Dann wirst du siebenfach leiden!“
Sagte der dritte und holte mit seinem peitschenartigen Schwanz aus und fegte Adramalechs Füße unter ihm weg.
Adramalech kämpfte sich wieder auf die Beine, wurde aber wieder weggefegt und gegen eine Onyxsäule geschleudert. Er spürte, wie seine Rippen nachgaben und stöhnte.
„Aaaaah, der Klang des Leidens. Aber ich denke, wir müssen noch einen Schritt weiter gehen...“
Sagte der erste Kopf...
„... oder zwei...“
Sagte der zweite...
„...oder drei...“
Sagte der dritte, und Adramalech wurde von einer der großen feurigen Hände am Hals gepackt und mit Leichtigkeit hochgehoben. Der Wind hob ihn hoch zu seinen Köpfen und lachte dabei.
„Sieh dich an. Du kleines, süßes Kätzchen. Nicht mehr als ein Kätzchen. Weißt du, was man mit Kätzchen macht, die widerspenstig sind?“
Bei dem letzten Satz schrien alle drei Köpfe.
„Sie werden ertränkt!“
Und damit wurde Adramalech von Flammen verschlungen. Das Höllenfeuer brannte heißer, als je ein Feuer das Recht hatte zu brennen. Der Schmerz und die Qualen waren intensiv, aber da er selbst ein Dämon war, wusste er, dass er in diesen Flammen nicht sterben würde. Er war zu weit gegangen, und nun musste er bestraft werden. Und was für eine Strafe war das. Gedemütigt, erniedrigt, gefoltert und geschlagen.
Der Wind sah die Reaktion von Adramalech und war nicht erfreut. Als sein Herr wusste er alles, was Adramalech wusste, er sah und fühlte alles, was sein Untergebener sah und fühlte. Und die stoische Hinnahme dieser Strafe war nicht genug. Also musste der Wind sein Spiel noch einmal verstärken.
Als er den Dämonenlöwen zu Boden fallen ließ, schlug der immer noch brennende Adramalech mit einem dumpfen Aufprall auf dem Boden auf und zertrümmerte noch mehr Knochen. Sie würden heilen. Jede Wunde an seinem Körper würde heilen. Sie schmerzten, und zwar siebenfach, aber sie würden heilen, und zwar schnell. Die verbrannte Haut und das Fell regenerierten sich bereits.
Als Adramalech sich langsam vom Boden erhob, kam der Wind hinter ihm auf. Ohne dass er es wusste, war dem Wind ein weiteres Anhängsel gewachsen. Und erst in dem Moment, als er von zwei der mächtigen Arme des Großen Dämons von hinten an den Hüften gepackt wurde, ahnte er, was nun geschehen würde. In einer ursprünglichen Panik versuchte er, sich von dem Wind loszureißen, aber der viel mächtigere Dämon hielt ihn einfach fest.
„Nein ... nicht!“
flehte Adramalech, doch der Wind war nicht in der Stimmung, Gnade walten zu lassen. Er benutzte zwei weitere seiner Arme, um den Dämonenlöwen vorne zu Boden zu drücken und seinen Schwanz aus dem Weg zu ziehen, um ihm Zugang zu seiner Hintertür zu gewähren.
„Nein ... ich flehe dich an ...!“
Es war vergeblich, denn er spürte die Hitze des brennenden Gliedes seines Vorgesetzten, das gegen seinen Hintern drückte.
„Öffne dich weit, Miezekatze.“
stichelte der erste Kopf, während der zweite Kopf kicherte und der dritte Kopf bereits lustvoll stöhnte.
„Es ist schon eine Weile her für mich. Ich hoffe, dass du dafür sorgst, dass ich mich gut fühle, sonst muss ich es vielleicht wieder tun, und wieder und wieder...“
fuhr der erste Kopf fort.
„... bis ich zufrieden bin...“
Fügte der zweite Kopf hinzu.
„... Uuuuhhnnn, lass mich nicht länger warten...“
Sagte der dritte und rammte sich in Adramalech. Er schnappte nach Luft, als der volle Umfang des mächtigen Gliedes des Windes ihn bis an seine Grenzen und darüber hinaus dehnte. Er spürte, wie er an mehreren Stellen zerrissen wurde.
„... ack...“
Mehr brachte er nicht heraus, als er versuchte zu atmen, aber der Wind wurde ihm im wahrsten Sinne des Wortes aus den Segeln genommen, als der Wind begann, sich wieder und wieder in ihn zu pumpen, so tief, dass er sein Zwerchfell von unten zusammendrückte.
Zum ersten Mal seit weiß Gott wie vielen Jahren füllten sich Adramalechs Augen mit Tränen. Er kämpfte mit Händen und Füßen, um diesem Angriff zu entkommen, aber diesmal war er endgültig überfordert. Der Schmerz war überwältigend und er glaubte zu spüren, wie seine Hüften nachgaben, als er jedes Gefühl in seinen Beinen verlor.
„Oh ja... nichts geht über eine morgendliche Vergewaltigung...“
schnurrte der erste Kopf, während der zweite nur in glückseliger Freude nickte.
„... ja quiek für mich Schlampe...“
fügte der dritte hinzu und klatschte Adramalechs zur Sicherheit auf den Hintern. Dieser verlor daraufhin die Kontrolle über seine Blase und nässte sich ein, während er jammerte. Er war kurz davor, den Verstand zu verlieren, weil er so viel Schmerz und Leid ertragen musste. Seine Sicht begann zu verschwimmen und sein Kampf hörte langsam auf.
„Ooooh nein ... nicht so einfach ... nicht so einfach.“
donnerte der Wind und schickte einen Energiestoß durch den Dämonenlöwen, der ihm ausgeliefert war. Adramalech zuckte zurück und heulte seine Qualen. Er gewann etwas von dem Gefühl in seinem Unterkörper zurück und wünschte sich augenblicklich, dass es wieder verschwinden möge.
„Bitte ... bitte ... nicht mehr ...“
Er zuckte zusammen und legte seinen Kopf auf den Boden. Alle drei Köpfe auf dem Körper des Windes grinsten in diesem Moment, und der erste erhob seine Stimme.
„Ahhh, lernen wir gerade, ein wenig Demut zu zeigen?“
Der zweite nickte.
„... Ja, es scheint, er hat es gelernt...“
Der dritte brüllte nur...
„... ICH KOMME!“
Adramalech wusste nicht, wie ihm geschah, als er plötzlich von Feuer erfüllt war. Er fühlte sich, als würde er von innen heraus platzen, als er den Wind hörte, der seine Zufriedenheit heulte. Der Große Dämon ließ ihn los und wurde durch den schieren Druck des Windes nach vorne geschleudert. Der Dämonenlöwe lag dort, gut 15 Fuß vom Wind entfernt, der sich langsam wieder in seine gewohnte, vogelähnliche Gestalt verwandelte. Adramalech atmete flach. Er hatte Schmerzen am ganzen Körper, innerlich und äußerlich. Selbst mit seiner dämonischen Heilung und da er praktisch unsterblich war, würde dies eine Weile dauern. Er war unfähig, sich zu bewegen, als er spürte, dass der Große Dämon näher kam. Er schloss die Augen und versuchte, sich auf den nächsten Angriff vorzubereiten... der nicht kam...
„Ich hoffe, ich muss das nicht wiederholen... Weißt du. Ich fühle, was du fühlst... Also bin ich im Recht, das zu sagen: Das hat mir genauso weh getan wie dir. Also zwing mich nicht, es noch einmal zu tun.“
Der Wind flüsterte ihm ins Ohr, seine Stimme voller Liebe und Zuneigung für seinen Untergebenen, bevor er sich in Luft auflöste.
Rekonvaleszenz
Als Adramalech wieder zu sich kam, lag er auf einem Bett aus Fellen und Blumen in seinem Harem. Langsam versuchte er, seinen Kopf zu heben, aber das brennende Gefühl, das seine Wirbelsäule hinaufkletterte, ließ ihn zusammenzucken und ihn sofort wieder ablegen. Er spürte eine weiche Pfote auf seinen schmerzenden Schultern.
„Beweg dich noch nicht. Dein Körper ist immer noch zerschmettert. Du wirst mehr Zeit brauchen, um zu heilen.“
Adramalech öffnete seine Augen und versuchte, sich umzusehen. Er konnte die Löwin mit der Nummer 74 nicht sehen, die hinter seinem Rücken saß und über seine Heilung wachte.
„Evora?“
Er wurde mit einem sanften Kuss auf seine Wange belohnt.
„Ja, ich bin hier. Ushi streitet sich mit dem Wind, ob diese Bestrafung wirklich nötig war. Du kennst ja deine Mutter.“
Adramalech versuchte, sich zu rühren, aber keine seiner Extremitäten hörte auf seine Befehle.
„Beruhige dich, Adramalech, sie kennt ihren Platz, und der Wind ist ruhig.“
Evoras Stimme war voller Zuneigung und sie streichelte unablässig seinen zerschundenen Rücken, um seinen Schmerz zu lindern. Da er nichts dagegen tun konnte, gab Adramalech nach und ließ sich zur Ruhe betten. Es würde noch einige Tage dauern, bis die körperlichen Wunden richtig verheilt waren, die Narben, die er in seiner Seele trug, würden viel länger brauchen, um vollständig zu heilen. Die Tatsache, dass seine Löwinnen kamen, um seine Schmerzen zu lindern, half.
Als er fast vollständig wiederhergestellt war und bereits wieder auf den Beinen war, begann er, sich verschiedene Welten anzusehen, die er besuchen konnte. Jetzt, da er wusste, dass es da draußen noch andere, größere Dämonen geben könnte, war er viel vorsichtiger. Er untersuchte die Welten, die er für „würdig“ hielt, sie zu besuchen. Oftmals schlossen sich ihm seine Gefährten an, die es liebten, mit ihm die Portale zu beobachten.
Versteh mich nicht falsch, die meisten von ihnen genossen ihren Aufenthalt in Adramalechs Harem und die Liebe und Zuneigung, die er ihnen gab. Das war mehr, als die meisten von ihnen in ihrem früheren Leben als Teil eines normalen Rudels erfahren hatten.
Aber das Leben in der buchstäblichen Hölle hatte trotz all der Vorteile, die sie durch die Zugehörigkeit zu Adramalechs Harem erhielten, einige bedeutende Nachteile im Vergleich zum Leben auf der Erde. Echte Erde unter den Pfoten zu spüren, die frische Luft zu riechen, seine Beute zu jagen und zu töten ... all das gab es hier in der Hölle nicht.
Der Steinboden der Hölle, selbst in den Ebenen, wo er mehr aus Asche als aus Stein bestand, fühlte sich manchmal nicht einmal echt an. Die faulige Luft, die ihre Lungen hier in der Hölle füllte, war nichts im Vergleich zum Gestank einer verfaulten Leiche auf der Erde, ganz zu schweigen vom Geruch der frischen Luft am Morgen und dem Geschmack des Taus auf den Blättern der Pflanzen am Wasserloch. Und vom Essen hier in der Hölle will ich gar nicht erst anfangen. Sie jagten hier... es war eher ein Zeitvertreib, um ihre Jungen zu trainieren, aber sie konnten ihre Beute nicht essen. Das Nekroplasma, aus dem die Körper aller Höllenbewohner gemacht waren, war einfach ungenießbar.
Also genossen sie es, mit ihm die „echte“ Welt zu beobachten. Die Menschen würden es Fernsehen oder so nennen, hatte der Wind ihnen gesagt. In diesem Moment saß Ushi, seine Mutter, neben ihm und lehnte sich an ihn. Er streichelte liebevoll ihren Rücken und verschränkte seinen Schwanz mit ihrem. Er blätterte durch die Portale auf der Suche nach dem „richtigen“. Immer wieder blieb er eine Weile an einem Portal stehen, bevor er zum nächsten zappte.
Schließlich blieb er an einem Portal stehen, das der Erde, die er kannte, verdächtig ähnlich sah. Normalerweise gab es selbst auf den Welten, die der Erde sehr ähnlich waren, Unterschiede in der Flora und Fauna. Aber bis jetzt sah alles recht vertraut aus. Er konzentrierte sich auf den Ruf aus dieser Welt und leckte sich die Lefzen. Er wartete und sah sich weiter um.
„Das ist interessant.“
Sagte er fasziniert von dem Spektakel im Portal.
„Wirst du sie holen?“
Fragte seine Mutter und kuschelte sich an den Hals ihres Sohnes. Adramalech neigte seinen Kopf und lehnte ihn an seine Mutter und schnurrte.
„Ja... ja, ich denke, ich werde sie holen. Sie scheint einsam zu sein und sie sieht... interessant aus.“
Er stand auf und streckte seine Beine aus, bevor er den Kopf seiner Mutter mit seinem berührte, um seine Zuneigung zu zeigen.
„Ich bin gleich wieder da.“
Sagte er und schritt durch das Portal.
Eine neue Geschmacksrichtung
Adramalech tauchte aus dem Portal auf und an seiner Seite lag eine seltsame neue Löwin. Auf ihrer Brust leuchtete immer noch die Zahl 111. Das Portal schloss sich hinter ihnen, und von nun an gab es kein Zurück mehr. Adramalech stupste die immer noch bewusstlose Löwin sanft an.
„Komm schon, Mädchen, wach auf.“
Sagte er leise, während er ihren Hals noch ein wenig kraulte.
„Wakie, wakie Liana. Wir sind zu Hause. Mach die Augen auf und sag Hallo zu deiner neuen Familie. Eine Familie, die dich mit offenen Pfoten empfangen wird.“
Seine Stimme war voller Liebe und Zuneigung. Seine Mutter kam von ihrem Sitzplatz über dem Portalbereich seines Harems herunter.
„Lass sie in Ruhe, mein Sohn. Sie wird etwas Zeit brauchen. Gib ihr etwas Raum.“
Sagte sie in einem warmen Ton, fast so liebevoll wie Adramalech es gewesen war. Sie hatte eine neue Tochter oder Schwester. Sie wusste nicht so recht, wie sie die anderen nennen sollte, aber da sie die Älteste, die Erste war, bezeichneten die meisten sie als Mutter. Sie setzte sich neben Liana und betrachtete das neueste Mitglied ihrer Gruppe genau. Sie sah ganz anders aus als die anderen Löwen im Harem. Ihre Beine waren länger und weniger ausgeprägt als die der anderen, sie hatte seltsame Zitzen und nur zwei davon. Ushi schüttelte den Kopf. Aber ihr Sohn hatte sie zu sich geholt, und sie würden sie auch bei sich aufnehmen. Sie würde ein vollwertiges Mitglied in ihrem Harem sein.
Sie ahnte nicht, wie seltsam die Dinge in der Zukunft werden würden...
Aber für den Moment waren ihre Sorgen vom Winde verweht...
Freunde Finden
Bei einem Streifzug durch den Harem ihres neuen Meisters stieß Evana auf eine recht seltsam aussehende Löwin. Sie war eindeutig ein Löwe, aber sie war in vielerlei Hinsicht anders. Ihre Nummer war 111.
Neugierig näherte sie sich ihr. Ihr Kopf war gesenkt und unterwürfig, da sie eine höhere Nummer hatte.
„Sei gegrüßt, man nennt mich Evana...“
sagte sie in einem freundlichen Ton. Die fremde Löwin hob ihren Kopf aus ihrem Schlummer und lächelte.
„Ich grüße dich auch, Evana. Man nennt mich Liana. Es ist schön, dich kennenzulernen.“
antwortete Liana und erhob sich in eine Sitzposition. Jetzt waren die Unterschiede noch deutlicher zu sehen.
Ihr Kopf war am ehesten so, wie sie es von einem normalen Löwen kannte, aber beginnend mit ihrem Körper, der breiter war und sie hatte nur zwei „Zitzen“ und dann ihre Vorderbeine, sie waren total deformiert und endeten in etwas, das sie als Affenpfoten bezeichnen würde, aber nicht in normalen Pfoten, wie sie sie hatte. Ihre Hinterbeine waren sogar noch seltsamer...
„Bitte entschuldige mein aufdringliches Verhalten, aber...“
Liana lächelte.
„Was bin ich? Ja, das höre ich oft.“
Sie klopfte auf ihren Schlafplatz neben sich.
„Komm her und setz dich, es wird ein bisschen länger dauern, es zu erklären.“
Sagte sie und wartete geduldig, bis Evana sich neben sie gesetzt hatte. Evana kam behutsam näher und setzte sich nicht ganz neben Liana. Sie lächelte und begann zu erklären.
„Siehst du, ich bin anders als du. Ja, ich bin eine Löwin, genau wie du. Na ja, nicht ganz so wie du, aber wo es darauf ankommt, bin ich eine ganz normale Löwin. Ich sehe anders aus, weil ich aus einer anderen Ebene der Existenz komme.“
Evana blinzelte und konnte Liana nicht ganz folgen, was diese sofort bemerkte.
„OK. Ich werde von vorne anfangen. Du siehst, die Welt, in der du gelebt hast, wird Existenzebene genannt. Es ist deine Welt, die Welt, die du kennst. Aber es gibt mehr als nur eine Welt.“
Sie legte ihre Hand auf eine andere.
„Sie stapeln sich, und auf einigen dieser Welten gibt es Löwen.“
Sie lächelte wohlwollend, als sie ihre Hände nach unten nahm.
„Und du kommst aus einer dieser anderen Welten?“
fragte Evana neugierig. Liana nickte.
„In meiner Welt sind wir alle so. Wir gehen auf zwei Beinen...“
Sie wackelte mit den Zehen.
„... und wir benutzen unsere Hände, um Dinge zu tun.“
Sie streckte ihre Arme aus und zeigte, wie geschickt sie mit ihren Fingern umgehen konnte.
„Und bevor du fragst. Ja, Adramalech hat mich hierher gebracht. Er sagte mir, der Wind habe ihm gezeigt, wie er in andere Welten reisen könne, und so kam er in meine Welt und ... nun, du kannst dir denken, was dann geschah.“
Sie deutete auf die Zahl auf ihrer Brust.
„Ich verstehe ... aber warum hast du dich in Adramalech verliebt? Er ist so anders als du, war das nicht seltsam?“
fragte Evana, die sich jetzt ein wenig sicherer fühlte und näher an Liana heranrückte.
„Ja, am Anfang schon, aber er war so sanft, so verständnisvoll und er hat mich nicht dafür verurteilt, was ich bin.“
sagte Liana leise, legte ihre rechte Hand auf Evanas Rücken und streichelte die andere Löwin sanft. Evana war zunächst erschrocken, ließ sich aber schnell auf die sanfte Berührung von Lianas Hand ein.
„Was machst du denn da ...“
fragte Evana, mehr aus Neugierde als alles andere. Liana lächelte und beugte sich ein wenig zu Evana hinüber.
„Ich zeige dir nur, was wir mit unseren Händen und Fingern machen können, fühlt sich das nicht gut an?“
Evana schloss ihre Augen und nickte. Sie begann sich zu entspannen.
„Ja, es fühlt sich toll an. Ich wünschte, wir könnten so etwas tun, aber meine Pfoten funktionieren nicht so.“
Sagte sie verträumt und begann leicht zu schnurren.
„Aber warum sollte dich jemand dafür verurteilen, was du bist? Du bist eine Löwin, was gibt es da zu verurteilen?“
fragte Evana, die sich nun aktiv in Lianas Hand lehnte und jede Berührung genoss. Liana legte nachdenklich den Kopf schief.
„Nun, weißt du, vielleicht war es in deinem Rudel anders, aber in meinem war ich eine Ausgestoßene.“
Sagte Liana, krümmte ihre Finger zu einer krallenähnlichen Form und kraulte sanft Evanas Hals, wobei sie um die Schädelbasis kreiste. Evanas Schnurren wurde lauter.
„Weißt du, ich mag männliche Löwen nicht so sehr. Ich bevorzuge die Gesellschaft von Mädchen.“
Evana lächelte und streckte ihr leicht die Zunge heraus.
„Ja, das kann ich verstehen, männliche Löwen können furchtbar nervig sein, wenn sie herumstolzieren, ihre Mähne zur Schau stellen und so tun, als ob sie der König wären... Ich wäre auch lieber bei den anderen Löwinnen geblieben.“
Liana gluckste ein wenig und streichelte Evana weiter.
„Leg dich hin, Liebes, entspann dich ein bisschen, ich werde dir schöne Dinge zeigen.“
Sie seufzte und wartete darauf, dass Evana sich neben sie legte. Sie begann, ihre Flanke zu reiben und sie intensiver zu streicheln. Evana genoss diese Behandlung ungemein und das sah man auch.
„Als ich sagte, ich bevorzuge die Gesellschaft von Mädchen mehr als die von Männern, meinte ich damit nicht die Gesellschaft im Sinne eines Rudels, sondern die Gesellschaft in einem intimeren Sinne.“
Evana öffnete ihre Augen und sah zu Liana auf. Man konnte die Fragezeichen über ihrem Kopf sehen.
„Aber wie soll das funktionieren? Ich meine, du hast doch keinen ... oder doch?“ Evana drehte ihren Kopf so weit wie möglich, um zwischen Lianas Beine zu sehen. Diese grinste breit und öffnete ihre Beine, so dass Evana alles sehen konnte.
„Nein, habe ich nicht. Aber ich habe diese ...“
Sie ließ ihre Finger zu Evanas Lenden gleiten und kreiste um ihre Zitzen, um sie ein wenig zu necken. Evanas Augen weiteten sich.
„Oooohhh...“
Sie machte und ihr Schnurren wurde noch lauter, als sie sich ein wenig mehr auf die Seite drehte und ihr Hinterbein ein wenig anhob.
„Fühlt sich gut an, nicht wahr. Ich kann lustige Sachen mit meinen Fingern machen, und es wird sich alles sehr gut anfühlen.“
Liana ließ ihre Finger über ihre neu gefundene Spielwiese wandern und konnte spüren, wie sich die Löwin neben ihr entspannte und ihren Streicheleinheiten nachgab.
„Ja... ja, es fühlt sich unglaublich an... Bitte hör nicht auf... aaahhnn.... Ja, da ist es fantastisch.“
Evana blickte mit einem flehenden Blick zu ihr auf. 136 Löwinnen in seinem Harem zu haben, bedeutete, dass Adramalech, auch wenn er mit unheiliger Kraft und Ausdauer gesegnet war, den Ansprüchen seines eigenen Harems nur selten gerecht werden konnte. Evana hatte sich schon lange nicht mehr mit ihm gepaart und war ein wenig angespannt. Die Berührung dieser Löwin half ihr dabei ungemein.
„Ohhh bei den Göttern, das fühlt sich so gut an ... warum sollte jemand etwas gegen so etwas Wunderbares haben?“
fragte sie, während sie sich ganz auf den Rücken rollte und ihre Beine ausstreckte, um Liana vollen Zugang zu ihrem Bauch und allem anderen zu geben. Liana drehte sich ganz zu Evana um und ließ ihre Finger zwischen ihre Beine gleiten, die andere Hand lag auf Evanas Wange und streichelte die Löwin sanft.
„Du weißt, wie männliche Löwen sein können. Wenn du mit jemand anderem mehr Spaß und Befriedigung hast als mit ihnen. Nämlich dann, wenn du sie nicht an dich heranlässt. Das heißt, du trägst ihre Kinder nicht aus, dann bist du totes Gewicht. Dann schmeißen sie dich aus dem Rudel raus. Ich meine, ich kann von Glück reden, dass er mich nicht gleich umgebracht hat, nur weil ich ihn seinen dreckigen kleinen Schwanz nicht in meinen Tempel stecken ließ."
sagte Liana in einem entspannten Ton, während sie langsam Evanas Schamlippen umkreiste. Evana schnappte nach Luft, als Liana ihre intimsten Stellen erreichte, hielt sie aber nicht auf. Es fühlte sich so seltsam und doch so gut an. Sie wollte nicht, dass es aufhörte, am liebsten hätte sie es sogar noch intensiver gehabt.
„Hnnn, ja... genau da... das fühlt sich so gut an. Haaa...nyaaa... aber... aber wie bist du dann hier gelandet?“
Evana fiel es schwer, Worte zu formulieren, da sie sich fast in der Lust verlor. Sie konnte durchaus verstehen, warum Liana dies einer Paarung mit einem männlichen Löwen vorzog. Die waren normalerweise so: Komm her, lass MICH ein bisschen Spaß haben. Auf die Gefühle der Löwinnen nahmen die Löwen in der Regel keine Rücksicht. Adramalech war anders, aber auch er hatte seine Grenzen. Liana lächelte ein Lächeln, das nur ein Raubtier lieben konnte. Ihre mächtigen Reißzähne glitzerten im roten Licht der Hölle. Mit einer sanften Bewegung drang sie mit ihrem Mittelfinger in Evana ein. Evanas Gesichtsausdruck musste man einfach gesehen haben. Sie war irgendwo in Lust verloren. Liana konnte spüren, wie sie um ihren Finger pulsierte.
„Hmm, das gefällt dir, nicht wahr?“
Sie wartete nicht auf eine Antwort, sondern begann einfach ihren Finger zu bewegen. Sie wurde mit lustvollem Stöhnen und zufriedenem Schnurren belohnt, als Evana schwer zu atmen begann.
„Weißt du, wenn du ganz allein in der Wüste bist. Niemand da ist, der dir hilft, der dir Gesellschaft leistet, und du kurz vor dem Sterben stehst, bist du bereit, mit vielen Dingen fertig zu werden.“
Sie wollte weiter erzählen, aber sie spürte einen plötzlichen Krampf von Evana. Und als sie auf die junge Löwin neben ihr herabblickte, konnte sie sie in völliger Glückseligkeit sehen.
„Warte, bist du gerade gekommen?“
fragte Liana und erntete ein leichtes Nicken vom Boden. Liana schüttelte den Kopf.
„Du bist noch sehr unerfahren, nicht wahr?“
Evana schluckte, und wenn sie kein Fell im Gesicht hätte, könnte man sehen, dass sie knallrot wurde. Liana lächelte sanft und strich ihr zärtlich über die Wange. Vorsichtig zog sie ihren nun ziemlich glitschigen Finger aus Evana heraus. Sie hob ihn zum Mund und leckte genüsslich Evanas Nektar von ihm ab, bevor sie einen Moment daran saugte. Nachdem sie ihren Finger gründlich gereinigt hatte, leckte sie sich über die Lippen und sah auf Evana hinunter.
„Du bist wirklich köstlich, ich würde dich gerne noch intensiver probieren...“
Evana war sich nicht sicher, ob sie lächeln oder sich fürchten sollte.
„Aber wo war ich? A ja richtig... Adramalech...“
sagte Liana und tätschelte ihren Schoß.
„Leg deinen Kopf hier hin, meine Liebe. Ruh dich aus.“
Evana wechselte die Position und legte ihren Kopf auf Lianas Oberschenkel. Von hier aus konnte sie die andere Löwin ziemlich intensiv riechen. Liana streichelte weiter sanft ihren Kopf und erzählte weiter.
„Wie gesagt, ich war dem Tod nahe. Dehydrierung und Hunger machen einem in der Wüste zu schaffen. Ich lag am Fuße einer Düne, als ich hörte, wie er nach mir rief. Es war ein so verlockender Ruf. In diesem Moment war ich bereit, mich mit einem stinkenden Löwenmännchen abzufinden, zumindest für eine Weile, wenn das bedeutete, dass ich etwas Wasser und etwas zu essen bekommen würde. Ich hatte Mühe, auf die Beine zu kommen, und rief nach ihm. Du kannst dir vorstellen, wie überrascht ich war, IHN zu sehen. Er stand da in seiner vollen Pracht, nur zehn Schritte von mir entfernt. Er war ganz und gar bereit, als er auf mich zukam.“
Liana gluckste, als sie das Lächeln von Evana spürte. Sie schaute hinunter und kraulte die jüngere Löwin unter dem Kinn und wurde mit einem lauteren Schnurren und einem schnellen Lecken über ihre Finger belohnt.
„Ungezogene, ungezogene Evana... Nun, du kennst ihn. Er kam zu mir und bot mir seinen Deal an. Kurz gesagt: Fick mich, und ich werde dich retten, also sozusagen...“
Liana machte eine bla bla bla Geste.
„Wie du siehst, bin ich hier, also habe ich den Deal angenommen.
Evana nickte.
„Wie hat es sich für dich angefühlt? Ich meine, wenn du keine männlichen Löwen magst ... Adramalech ist schließlich so männlich wie es nur geht.“
Liana dachte eine Weile darüber nach. Als sie zu einem Schluss kam, schaute sie zu Evana hinunter, und in ihren Augen war etwas, das sie nicht recht einordnen konnte.
„Nun ... wie soll ich es ausdrücken ...
...
Ein angewöhnter Geschmack
Einige Zeit zuvor auf einer anderen Ebene der Existenz.
Sie lag im Sand am Fuße einer großen Sanddüne. Sie wusste, dass sie die falsche Richtung gewählt hatte, als sie ihr Rudel verlassen hatte. Aber jetzt war es zu spät, umzukehren. Sie war zu tief in der Wüste, um umzukehren, sie würde es nie bis zur nächsten Oase schaffen. Und so lag sie dort in dem wenigen Schatten, den die Düne bot, und wartete darauf, dass die Nacht hereinbrach, um sich wieder in Bewegung zu setzen, aber sie bezweifelte, dass sie noch viel weiter kommen würde. Sie war sich ziemlich sicher, dass sie sterben würde. Sie hatte seit über einem Tag nicht mehr getrunken, was in dieser Umgebung an und für sich schon tödlich war, und sie hatte seit mindestens vier Tagen nichts mehr gegessen.
„Ja ... ja, ich werde sterben. Wenn nicht jetzt, dann morgen ganz sicher.“
Sagte sie zu sich selbst in einem sachlichen Ton, der keinen Spielraum für Spekulationen ließ. Sie hätte geweint, wenn ihr Körper noch genug Flüssigkeit gehabt hätte, um Tränen zu bilden.
„Und das alles nur, weil ich diese Fotze von einem Löwen nicht ficken wollte.“
Sie war fast wütend auf sich selbst. Es wäre nur ein Moment gewesen, in dem sie ihm die Kontrolle überlassen hätte, und dann wäre alles gut gewesen.
„Nein... nein, es wäre nicht in Ordnung gewesen. Ich hätte SEIN Junges ausgetragen. Ich hätte die nächste Generation von Untergebenen für ihn zur Welt gebracht. Die Jungen wären vertrieben worden und die Mädchen... er hätte diese inzestuöse Scheiße einfach fortgesetzt.“
Sie grinste, bevor sie ihren Kopf in den Sand sinken ließ. Sie war wirklich völlig erschöpft. Nur noch eine Minute. Sie würde nur eine Minute schlafen. Um ihre Augen zu entspannen und um ihre Kräfte für die Nacht zu sparen.
Als sie erwachte, war es bereits mitten in der Nacht und sie fror. Sie verfluchte sich selbst dafür, dass sie so lange in einen Schlaf gefallen war. Sie versuchte aufzustehen, um wenigstens zu versuchen, zu gehen, aber sie konnte nicht. Ihr Körper ließ sie einfach nicht. Ihr Körper war am Ende. Sie lag da und brüllte heiser ihre Frustration in die Nacht. Warum passierte ihr das, sie hatte nichts falsch gemacht. Dieser Bastard von einem Löwen hatte nicht das Recht verdient, von ihr Besitz zu ergreifen.
„Aaaaaaaaaaargh...“
Sie weinte und verfluchte ihr ganzes altes Rudel dafür, dass sie ihr nicht geholfen hatten, als sie damals eindeutig im Recht gewesen war. Sie begann zu schluchzen und zu wimmern und weinte trockene Tränen. Sie wusste, dass sie hier und jetzt sterben würde, und sie wollte nicht, dass es auf diese Weise endete.
„Weißt du... es muss nicht hier und jetzt enden...“
Diese Stimme. Woher? Und wie?
Sie hob den Kopf, so weit sie konnte, und sah sich um. Sie war allein. Es war niemand da. Woher kam also diese Stimme.
„Hmm, du siehst reizend aus. Ich würde dir gerne einen Ausweg anbieten.“
Die Stimme gehörte zu einem Mann, dessen war sie sich sicher, aber er klang so nett. Sie schaute sich noch einmal um, sie konnte niemanden sehen.
„Hier oben, meine Schöne.“
Es hörte sich an, als würde er direkt neben ihr stehen, ihr Kopf ruckte herum und oben auf der Düne stand er. Sie blinzelte, als sie sah, wie er langsam auf sie zukam. Er sah anders aus als sie. Er ging auf allen Vieren und nicht aufrecht, wie sie es tat.
„Wer ...“
fragte sie in einem kraftlosen Ton, selbst das Sprechen fiel ihr jetzt schwer. Er lächelte, als er sich ihr näherte.
„Man nennt mich Adramalech. Ich kann dein Retter sein. Na ja, irgendwie jedenfalls.“
Sagte er in einem wohlwollenden Ton, während er sich nur einen Meter von ihr entfernt hinsetzte. Sie konnte ihn riechen. Sein Duft war so anders als alles, was sie bisher gerochen hatte. Sein Duft war verlockend. Sie konnte es nicht genau benennen, aber sie fühlte sich zu ihm hingezogen. Und so spürte sie, wie sich etwas in ihr regte. Ein Gefühl, das ihr vertraut war, das sie aber noch nie mit einem männlichen Löwen, dem sie begegnet war, in Verbindung gebracht hatte. Doch bevor sie etwas sagen konnte, sprach er wieder zu ihr.
„Ich kann spüren, wie dein Körper auf meine Anwesenheit reagiert. Das ist ganz normal. Kämpfe nicht dagegen an, denn gegen die Instinkte deines Körpers hast du keine Chance. Aber hab keine Angst, ich werde mich dir nicht aufdrängen. Denn nur wenn du dich mir bereitwillig hingibst, werde ich dich retten dürfen.“
Sagte er und schaute auf sie herab. Sie konnte zwischen seine Beine sehen und konnte den Duft seiner Männlichkeit riechen. Sie dachte an das, was sie vorhin gedacht hatte, es wäre nur ein Augenblick, und wenn das ihr Leben retten würde, sollte sie es vielleicht zumindest in Betracht ziehen.
„Nein, meine Liebe, es wird dir nicht das Leben retten.“
Sagte er mit viel Traurigkeit in seiner Stimme.
„Dafür ist es viel zu spät. Du wirst hier draußen sterben. Davor gibt es kein Entkommen. Es tut mir leid. Aber ich kann dir einen Ausweg anbieten, eine Möglichkeit, dieser Ebene zu entkommen und ein Mitglied meines ewigen Harems zu werden. Alles, was du tun musst, ist ja zu sagen. Gib dich mir hin, lass mich für einen Moment Besitz von dir ergreifen. Ich kann dir garantieren, dass du es bis zum Ende genießen wirst, und du wirst unter meinen Löwinnen sein und nie wieder leiden müssen.“
erklärte er lächelnd. Liana lag wütend da. Sie wusste, dass sie sterben würde, und jetzt kam dieser Freak daher und bot ihr an, sie zu vergewaltigen, nur damit sie trotzdem sterben und für immer seine Sklavin werden würde? Was war das für ein Deal? Doch bevor sie etwas sagen konnte, ergriff er wieder das Wort.
„Es ist ein Deal, der dir einen langsamen und qualvollen Tod erspart und dir all das Vergnügen und den Sex, sei er auch lesbisch, verspricht, den du dir jemals wünschen könntest, für alle Ewigkeit. Die einzige Bedingung, die daran geknüpft ist, ist, dass du mich wenigstens einmal mit dir schlafen lassen musst. Und wenn du das nicht mehr erleben willst, ist das auch in Ordnung für mich.“
Sie sah wieder zu ihm auf, er sah wie ein netter Kerl aus, auch wenn er eine Aura um sich hatte, die ein wenig beunruhigend war.
„Du wirst dich mir nicht aufdrängen?“
Fragte sie mit einer fast tonlosen Stimme. Er legte sich vor sie hin und drückte seinen Kopf sanft an ihren, um seine Zuneigung zu zeigen.
„Ich darf mich niemandem aufdrängen. Nur wenn du willst, dass ich bei dir liege, darf ich den Akt mit dir vollziehen. Aber dann, und nur dann, darf ich dich aus dieser Ebene der Existenzen befreien und dich in eine andere bringen, wo du so akzeptiert wirst, wie du bist. Du wirst nicht gezwungen werden, dich an irgendetwas anzupassen oder jemand zu sein, der du nicht sein willst. Du wirst Teil meines Harems, meines Rudels sein, aber du wirst an nichts teilhaben müssen, was du nicht willst.“
Sagte er mit leiser Stimme, fast flüsternd, jetzt wo er ihr so nahe war. Sie genoss seine Berührung. Er war so sanft, ganz anders als der Löwe in ihrem Rudel. Er verlangte nichts von ihr, er bot einfach seinen Weg an, und sie konnte frei entscheiden, ob sie es wollte oder nicht. Er war ihr so nahe, sein Duft war überwältigend. Sie streckte die Hand nach ihm aus und berührte sein Gesicht. Er schloss die Augen und legte seinen Kopf in ihre Hand. Sein Fell war überraschend weich und er war angenehm warm.
„Wie willst du mich retten, wenn ich sowieso hier sterben werde?“
Er öffnete seine Augen und erst jetzt bemerkte sie, dass sie rot glühten und sein Rücken von schwarzen Flammen durchzogen war. Sie hatte jetzt ein bisschen Angst, aber irgendwie wusste sie schon, dass er kein gewöhnlicher Löwe war.
„Ich bin das, was du einen Dämon nennen würdest. Meine Aufgabe ist es, Seelen für die Hölle zu sammeln. Aber du hast den Vorteil, dass du, wenn du mit mir kommst, nicht gequält oder in irgendeiner Form misshandelt werden wirst. Du wirst mein Eigentum sein. Kein anderer Dämon wird dich berühren dürfen, kein anderer Bewohner der Hölle wird sich dir auch nur nähern dürfen. Alles, was du tun musst, ist, mich mit dir schlafen zu lassen. Wenn wir fertig sind, werde ich dich töten müssen. Es wird absolut schmerzlos sein, da kannst du dir sicher sein, und dann werde ich dich in die Hölle bringen, wo du mit offenen Armen empfangen wirst.“
erklärte er ruhig, seine Stimme war voller Mitgefühl. Liana zuckte zurück und zog ihre Hand wieder unter sich.
„Du wirst mich töten?“
Er setzte sich wieder auf und nickte.
„So wird es ablaufen. Ich werde mit dir schlafen müssen und dich danach töten. Es ist der einzige Weg, aber du wirst keinerlei Schmerzen spüren.“
Sagte er ruhig. Sie sah ihn erschrocken an.
„Lass es mich so ausdrücken. Du wirst hier sterben, da gibt es kein Entrinnen. Die nächstgelegene Oase ist mindestens zwei Tagesreisen von hier entfernt. Du wirst es niemals so weit schaffen. Du wirst an Dehydrierung sterben, höchstwahrscheinlich noch vor dem Morgengrauen.“
Dann legte er eine seiner Pfoten auf ihre Schulter und sah ihr in die Augen.
„Es ist allein deine Entscheidung. Stirb hier, allein, lande wo auch immer, ohne zu wissen, was danach mit dir geschieht. Oder du gehst im Glanze des Ruhms und kommst mit mir an einen Ort, an dem du willkommen bist, so wie du bist, und nicht für deine Vergangenheit verurteilt wirst.“
Er legte den Kopf schief und wartete geduldig auf ihre Antwort. Liana lag da, sie war verängstigt, aber auch verlockt. Er schien ein netter Kerl zu sein, und er schien ehrlich zu sein. Sie wusste, dass sie es nicht schaffen würde, es war sonnenklar, dass sie hier sterben würde. Sie blickte zu ihm auf, ihre Augen waren voller Angst.
„Wirst du... wirst du sanft sein?“
Er beugte sich zu ihr herunter und stupste sie sanft an der Nase.
„Du wirst nichts spüren.“
Sagte er, seine Stimme war voller Liebe. Liana seufzte schwer und legte ihren Kopf nieder, drehte sich auf den Rücken und entblößte sich vor Adramalech.
„Dann tu was du musst, ich werde mich nicht wehren.“
Sagte sie fast tonlos. Adramalech betrachtete ihren Körper, neugierig, denn sie war so anders als alles, was er bisher kannte. Sie hatte alles, was eine Frau haben musste, aber es sah alles so seltsam aus. Trotzdem erregte ihn der Anblick. Aber er schüttelte den Kopf.
„Nein ... so funktioniert das nicht. Es ist nicht vorgesehen, dass du dich nicht wehrst. Ihr sollt mich von ganzem Herzen willkommen heißen. Wie ich schon sagte, darf ich mich dir nicht aufdrängen. Du musst es wollen, und dann werde ich es gerne tun.“
Sagte er, während er seinen Kopf wieder gegen den ihren strich und dabei leise schnurrte. Sie griff nach oben und streichelte sein Gesicht, er war so ein sanftes Wesen.
„Gut. So soll es sein. Ich möchte, dass du bei mir liegst. Und ich möchte mich dir in deinem Harem anschließen.“
sagte sie und küsste ihn sanft auf die Wange. Er lächelte und erwiderte den Kuss. Als sie sich wieder trennten, fühlte sie sich entspannt und seltsam ruhig. Er strich noch einmal mit dem Kopf über sie, bevor er aufstand und zu ihrem Unterleib kam. Sie verfolgte seine Bewegungen und konnte sehen, dass er so gut wie bereit war, loszulegen. Sie war fasziniert von seinem Glied, das im Mondlicht glitzerte, als er zwischen ihren Beinen zum Stehen kam. Liana konnte seine Blicke förmlich auf ihr spüren. Es fühlte sich großartig an, als ob er sie streicheln würde. Adramalech genoss den Anblick und leckte sich die Lefzen. Sie sah über alle Maßen köstlich aus. Er senkte seinen Kopf zu ihren Schamlippen und nahm einen tiefen Atemzug. Sie roch umwerfend. Als er ausatmete, spürte sie seinen heißen Atem an ihrem Schritt und sie erschauerte, ihr Puls stieg und sie spürte, wie sie feucht wurde. Er trat näher an sie heran und leckte sanft über ihre Spalte, nur um sie zu schmecken. Er konnte sehen, wie sie zitterte und ihre Muskeln anspannte. Sie schmeckte fantastisch, süß, sauer und animalisch. Er schnurrte, als er seinen Kopf wieder anhob und über sie trat. Sie blickte ehrfürchtig zu ihm auf. Wenn er wollte, könnte er sie jetzt einfach umbringen, und sie wäre nicht in der Lage, etwas dagegen zu tun, aber er sah einfach auf sie herab, sein Blick war voller Liebe und Leidenschaft. Er senkte seine Hüften und drückte sich gegen sie und Liana hob gleichzeitig ihre Hüften, damit er leicht eindringen konnte. Er zögerte nicht und drang mit einer einzigen sanften Bewegung in sie ein. Da sie bereits feucht und er schlüpfrig war, gab es nichts, was ihn aufhalten konnte. Sie knirschte mit den Zähnen, als er tief in sie eindrang, aber es tat nicht weh. Im Gegenteil, es fühlte sich großartig an. Er füllte sie fast ganz aus und sie konnte die Hitze spüren, die von ihm ausging. Sie schlang ihre Beine um ihn und zog ihn dicht an sich, um ihn ganz und gar willkommen zu heißen.
„Hmmm, du fühlst dich unglaublich an.“
schnurrte er und leckte ihr den Hals. Sie antwortete mit einem lustvollen Stöhnen und er konnte spüren, wie ihre Muskeln sein Glied umspielten. Er begann sich langsam zu bewegen, um sich an diese neue Erfahrung zu gewöhnen. Sie nahm seinen Kopf in ihre Hand, zog ihn zu ihrem Mund und küsste ihn leidenschaftlich. Er erwiderte den Gefallen und begann, sein Tempo zu erhöhen. Liana unterbrach den Kuss und stöhnte laut auf, als er wiederholt in sie eindrang.
Es war ein unglaubliches Gefühl. Sie hatte sich noch nie so ausgefüllt gefühlt und trotzdem war er so sanft. Sie spürte bereits, wie sie sich gegen ihn anspannte. Er knabberte an ihrem Hals und begann, seine Bewegungen zu ondulieren. Sie ertappte sich dabei, wie sie sich mit ihren Krallen an seinem Rücken festhielt und ihre Beine enger um seine Taille schlang.
„Ich ... kann ... es ... spüren ...“
Sie stöhnte und er beschleunigte seine Bewegungen noch mehr. Er stieß in sie hinein und traf mit jedem Stoß die richtige Stelle. Er konnte spüren, wie seine Eier gegen sie klatschten. Sein Atem kam in schnellen, heißen Stößen. Sie spannte sich an und wurde mit jedem Stoß enger, und die zusätzliche Reibung tat ihr Übriges.
Sie kamen fast gleichzeitig und schrien ihren Orgasmus in die Nacht. Sie konnte spüren, wie er in ihr pulsierte und sie mit seiner heißen Nässe ausfüllte. Sie legte ihren Kopf zurück und seufzte erleichtert, und dann ging es blitzschnell.
...
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„Na ja, sagen wir mal, ich könnte mich daran gewöhnen.“
sagte Liana und lehnte sich auf ihrem Behelfsbett zurück. Immer noch streichelte sie die Löwin, die auf ihrem Schoß lag. Sehnsüchtig dachte sie an diese Nacht zurück.
„Ich meine, er war sanft, und es fühlte sich wirklich gut an. So ausgefüllt zu sein, war unglaublich.“
Sagte sie leise. Der Gedanke daran machte sie feucht. Unwillkürlich griff sie an Evanas Kopf vorbei zwischen ihre Beine.
„Ich habe sogar ein paar Junge für ihn ausgetragen. Die Nachkommen aus dieser Verbindung waren... sagen wir mal... besonders. Aber ich ziehe es immer noch vor, eine verständnisvolle, fürsorgliche, süße Löwin zu haben, die sich um mich kümmert.“
Als sie ihre Hand wieder hervorzog, war ihr Fell nass von ihren eigenen Säften. Geistesabwesend leckte sie sich die Finger ab und lächelte. Evana sah zu ihr auf und ihr Mund öffnete sich leicht. Als Liana zu der jungen Löwin hinunterblickte, bot sie Evana ihre Finger zum Lutschen an.
Eifrig öffnete Evana ihren Mund weit genug und nahm die angebotenen Finger auf. Sie schmeckte sie und begann daran zu saugen. Liana lächelte spielerisch und begann, ihre Finger in Evanas Mund zu bewegen, indem sie sie langsam ein- und ausschob, was Evana zu einem leichten Stöhnen veranlasste, da ihr Mund voll mit ihren Fingern war. Nach einer kurzen Weile zog sie ihre Finger heraus und beugte sich hinunter, um Evana zu küssen. Es war ein leidenschaftlicher und tiefer Kuss, der von der jungen Löwin geteilt wurde. Als Liana sich aus dem Kuss löste, waren ihre Augen voller Lust und Verlangen.
„Willst du es auch mal versuchen?“
fragte sie und blickte an sich herunter. Evanas Augen weiteten sich und sie nickte schüchtern. Langsam erhob sie sich von Lianas Schoß, während diese sich zurücklehnte und sich Evana öffnete, um sich mit ihr zu vergnügen.
„Wie soll ich...“
Evana sah zu Lianas Gesicht auf und bekam als Antwort eine sanfte Streicheleinheit über ihre Wange.
„Lass dich einfach treiben. Du wirst es herausfinden. Denk nicht nach, mach einfach...“
Sagte Liana und legte ihren Kopf zurück, um sich zu entspannen. Evana ließ sich zwischen ihren Beinen nieder und genoss den Anblick. Lianas Körper war immer noch so viel anders als ihrer. Ihr Blick wanderte von ihren Brüsten über den flachen Bauch zu ihrem Unterleib. Sie sah so anders und doch so vertraut aus. Sie beugte sich hinunter und schnupperte an ihrem Schritt. Ihr lief das Wasser im Mund zusammen. Sie zögerte einen Moment, bevor sie sich ein Herz nahm und zärtlich darüber leckte. Liana zitterte und stöhnte. Durch diese Reaktion ermutigt, legte sich Evana hin und konzentrierte sich auf die vor ihr liegenden Schamlippen. Leidenschaftlich leckte sie sie, vorsichtig, um Liana nicht zu verletzen, denn ihre Zunge war ziemlich rau.
„Aaaahnn, das fühlt sich so gut an.“
Stöhnte Liana und krümmte sich bei jedem Streicheln von Evanas Zunge. Evana griff mit beiden Pfoten nach Liana, packte sie an den Hüften und zog sie zu sich heran.
„Komm her...“
Sie grinste und stürzte sich in Lianas Gemächt. Sie schob ihre Zunge tief in Lianas Muschi und fuhr mit ihr auf dem Weg nach draußen wieder über die obere Wand der Muschi. Sie wurde mit einem scharfen Einatmen von Liana und einem zufriedenen Stöhnen belohnt.
„Ohh mein Gott... das fühlt sich so wunderbar an, mach weiter so... Oh ich glaube ich komme gleich...“
Lianas Muskeln zuckten und sie bäumte sich gegen Evana auf, während ihr Stöhnen lauter wurde. Sie knetete ihre Brüste fest, wölbte ihren Rücken und krallte sich mit den Füßen in ihr Bett.
„Oooh fuck, du bist so gut darin...Hhhnnnrg“
Liana biss sich auf die Lippe und versuchte, sich noch ein wenig zurückzuhalten, um das Gefühl auszukosten. Aber die Zärtlichkeiten der jüngeren Löwin, die sie buchstäblich auffraß, waren einfach überwältigend. Sie spannte sich so sehr an, dass sie Evanas Zunge fast aus sich herausschob, sich aufsetzte, Evanas Kopf packte und sie noch fester hineindrückte. Sie presste ihr Stöhnen zwischen ihren zusammengebissenen Zähnen hervor und genoss den Höhepunkt ihres Ogasmus. Ihre Beine verkrampften sich und ihre Bauchmuskeln zitterten. Nur noch einen Moment lang hielt sie den Druck aus, bevor sie auf das Bett zurücksank und spürte, wie ihre Erlösung sie überflutete.
Sie krampfte gelegentlich, entspannte sich aber bald wieder und genoss das Nachglühen ihres Orgasmus. Evana tauchte zwischen ihren Beinen auf und leckte ihr die Lefzen. Das war eine völlig neue Erfahrung für sie. Aber sie konnte sich vorstellen, sie weiter zu verinnerlichen. Sie kroch zu Liana und legte sich neben die Löwin, die schwer atmete. Sie legte ihren Kopf auf Lianas Brust und schnurrte. Letztere lächelte, als sie erneut begann, die jüngere Löwin zu streicheln.
„Das hast du gut gemacht, Kleines. Wirklich sehr gut.“
Sie lobte sie und strich mit ihrer Hand über Evanas Wange und ihren Hals hinunter.
„Das würde ich gerne noch einmal machen...“
flüsterte sie, während sich ihr Atem langsam wieder in den normalen Rhythmus einpendelte.
„Ich auch. Ich würde es gerne noch einmal erleben, und ich würde es gerne selbst spüren...“
antwortete Evana glücklich seufzend. Sie hatte einen neuen Freund im Harem gefunden. Eine, die nicht nur auf ihre Nummer und den niedrigen Status schaute, den die höhere Nummer mit sich brachte. Liana nickte.
„Du wirst es selbst erleben, dafür werde ich sorgen, aber jetzt... ruh dich aus.“
Evana schloss die Augen und entspannte sich. Fröhlich schnurrend glitt sie in einen entspannten Schlaf, wobei sie sich von Liana gestreichelt absolut sicher fühlte...
Und so fand ich eine Freundin in der Hölle…
… mit gewissen Vorzügen
Geburtswehen
„Uuuuaaaaarrrrggghhh!“
Das Gebrüll schallte durch Adramalechs Harem. Es folgte ein Moment der Stille. Dann ein weiteres Brüllen.
„Aaaaaarrrggghhh!“
Das Gebrüll, das von Schmerz, Wut und Ungeduld geprägt war, hallte weit über die Ebenen der Hölle wider. Ein einzelner Dämon saß auf einer der großen Onyxsäulen und blickte hinunter in den Harem. Er war in blaue Federn gekleidet und besaß unzählige Flügel. Voller Ungeduld starrte er auf die große Halle, in der die meisten Löwinnen schliefen.
„Nyaaaaargh!“
Wieder ertönte das Gebrüll, das die Grundfesten der Hölle erbeben ließ. Das Grinsen auf dem Gesicht des Dämons wurde breiter. Er wusste, dass jedes Mal, wenn Adramalech einen weiteren Nachkommen zeugte, seine Armee wachsen würde. Eine Armee, die bereits unzählige Krieger umfasste. Gerade jetzt war der Harem dabei, einen weiteren Krieger für seine Armeen in die Hölle zu bringen.
„Hhaaa.... Aaaarrrrrrghhh!“
Alle Löwinnen waren in der großen Halle versammelt. Auch Adramalech war da. Er ließ sich keine der Geburten entgehen. Wenn es irgendwie möglich war, war er dabei, wenn eine seiner Löwinnen gebar.
Es war die vierte Schwangerschaft von Liana. Die Löwin, die so ganz anders war als ihre Artgenossen, lag zusammengekauert auf einem Bett und brüllte ihre Wut und ihren Schmerz in die Hölle.
„Hhhhaaaaaaarghh...“
Ihr Fell war schweißnass und völlig verklebt. Sie atmete schwer und in kurzen Stößen. Zwischen den Wehen fand sie gerade genug Zeit, sich darüber zu beschweren, dass sie männliche Löwen gar nicht mochte und warum Adramalech sie immer wieder schwängerte.
„Verdammt, Adramalech, jedes Mal... Oh Scheiße, nicht schon wieder... Aaaaaaarrghhh...!“
Ihre Reißzähne blitzten im Halbdunkel der Halle auf, als sie schrie.
„... ha... ha... ha... du weißt genau, dass meine Geburten härter sind als die der anderen... warum tust du mir das an......AAAAAAAAAnnrgggghh!“
Adramalech kam näher und versuchte sich an sie zu kuscheln, nur um von ihr einen Schlag mit der Kralle zu bekommen.
„... Komm nicht so zu mir. Du weißt, dass ich das nicht haben kann!“
schrie sie und bereitete sich auf die nächste Wehe vor. Ushi saß am anderen Ende des Bettes und beobachtete Lianas Unterleib.
„Du weißt, warum er es tut. Weil du es verdammt noch mal liebst.“
Sagte Ushi ruhig und beobachtete weiterhin den Unterleib der Löwin mit der Nummer 111. Der kleine Dämon kämpfte sich durch den Geburtskanal der Löwin und bewegte sich hektisch. Seine Tritte und Schläge waren deutlich zu sehen.
„Das ist nicht ... wahr ...!“
Schrie Liana, von deren Kopf der Schweiß rann und deren Krallen sich in das Fell gruben, auf dem sie lag.
„Oh doch, das ist es. Du liebst es, schwanger zu sein. Das Gefühl, ein neues Leben in dir zu tragen, seine Frucht zu gebären, deinen Beitrag für den Harem zu leisten.“
Ushis Worte klangen liebevoll und ehrlich, aber Liana schüttelte den Kopf.
„Übertrage das nicht von dir auf andere... Oh Scheiße, wie lange wird das noch dauern... Raaaaaaargh!“
Wieder krümmte sich die Löwin und ihre massiven Muskeln schoben den Dämon weiter durch ihren Geburtskanal. Liana zitterte am ganzen Körper. Die Anstrengung musste immens sein. Ushi beugte sich hinunter, um zwischen die Beine der Löwin auf ihre Vagina zu schauen. In diesem Moment brach die Fruchtblase endlich und Ushi bekam die volle Ladung ins Gesicht. Mit gezwungener Gelassenheit hob sie ihren Kopf wieder und schüttelte das Fruchtwasser ab.
„Ich werde einfach ignorieren, dass du das mit Absicht gemacht hast, aber ich kann dich beruhigen, es wird nicht mehr lange dauern.“
Adramalech schlich derweil die ganze Zeit um Liana und Ushi herum. Er hasste es, nicht helfen zu können. Einige seiner Löwinnen schätzten es, wenn er sich an sie schmiegte und ihnen seelischen Beistand bot, wenn er schon körperlich nicht helfen konnte. Aber Liana war anders. Das wusste er. Sie war anders gepolt. Sie mochte einfach keine männlichen Löwen. Er respektierte das. Trotzdem paarte er sich von Zeit zu Zeit mit ihr. Es war nicht so, dass sie den Akt der Paarung nicht mochte, sie mochte nur keine männlichen Löwen. Und er wusste, dass seine Mutter Recht damit hatte, dass Liana gerne schwanger war. Es machte etwas mit ihrem Körper. Sie war immer sehr glücklich, wenn sie schwanger war. Natürlich war das Gebären etwas ganz anderes. Im Gegensatz zu den anderen Löwinnen, die dämonische Löwenbabys in die Hölle brachten, brachte sie tatsächlich Dämonen in diese Welt. Sie waren bei der Geburt schon deutlich größer und es dauerte jedes Mal Stunden, bis sie sie aus sich herausgepresst hatte. Zum Glück hatte sie noch keine Zwillinge bekommen.
Liana rollte sich auf den Bauch, rammte ihre Füße in die Felle und heulte ihre Verzweiflung zur Hölle, während sie sich krümmte, um mehr Druck auszuüben.
„Nyaaaaaaaaaarghhh...“
Ihre Augen weiteten sich, ihre Finger gruben sich mit einem reißenden Geräusch in die Felle. Sie konnte spüren, wie der Dämon weiterglitt, aber er war noch nicht draußen... noch nicht. Ushi erkannte das Problem. Der Dämon war zu groß, um den Beckenkanal zu passieren. Ein großes Problem.
„Leg dich auf den Rücken!“
befahl sie. Liana sah Ushi mit blutunterlaufenen Augen an, die Zähne bis zum Äußersten gefletscht.
„Befiehl mir nicht, wie ich dieses Ding gebären soll...Haaaaaaaarg...!“
Wieder krümmte sie sich und ihre Bauchmuskeln zogen sich in Wellen zusammen. Ihre Beine zitterten und sie würgte Blut heraus.
„Du wirst dich umbringen... Der Dämon kann nicht mehr weitermachen, du bist zu verkrampft. Leg dich auf den Rücken. Lass mich dir helfen!“
Ushis Stimme war eindringlich. Sie brauchte nicht zu schreien. Sie hatte die seltene Gabe, die Lautstärke ihrer Stimme fast beliebig erhöhen zu können, ohne schreien zu müssen. Eine Gabe, die wohl nur wahre Mütter beherrschten. Ihre Aussage ließ keinen Widerspruch zu. Aber selbst wenn Liana hätte widersprechen wollen, fehlte ihr die Kraft dazu. Sie ließ sich seitlich auf das Bett fallen und drehte sich qualvoll auf den Rücken. Sie konnte gerade noch sehen, wie die Eins auf Uhsis Brust zu glühen begann, als die nächste Wehe ihr den Atem raubte. Sie war nicht mehr in der Lage zu schreien. Der Schmerz war überwältigend. Ihr Körper bäumte sich gegen den Dämon auf, der in ihrem Becken steckte, unfähig, sich vorwärts oder rückwärts zu bewegen. Lianas Atmung bestand aus flachen, kurzen Atemzügen; sie drohte das Bewusstsein zu verlieren.
Adramalech beobachtete mit Schrecken, wie sich die Gestalt seiner Mutter veränderte. Sie wuchs und ihre Gliedmaßen veränderten sich. Aus ihren Pfoten formten sich Krallen, die denen von Dämonen ähnlich sahen. Sie machte einen Schritt auf Liana zu.
„Haltet sie fest, sie darf sich jetzt nicht bewegen. Adramalech, Sarada, spreizt ihre Beine und zieht sie auseinander, das Becken muss sich dehnen. Schnell!“
Ohne zu zögern kamen einige Löwinnen zur Hilfe und Adramalech und Sarada packten jeweils ein Bein und begannen, es auseinander zu ziehen. Liana wollte sich wehren, aber ihr Körper gehorchte ihr nicht mehr. Sie spürte nur noch die nächste Wehe kommen und rollte keuchend die Augen.
Ushi wartete den Moment ab und drückte mit ihrer Faust auf den Unterleib der Löwin, um die Bauchmuskeln bei ihrer Aufgabe zu unterstützen, den Dämon durch den zu engen Geburtskanal zu drücken. Gleichzeitig drang sie mit ihrer zweiten Hand in Liana ein und versuchte, den zappelnden Dämon zu fassen. Es gelang ihr, ein Glied des kleinen Widerlings zu ergreifen, aber sie konnte es noch nicht herausziehen.
„Noch ein Mal. Wir haben nicht mehr viel Zeit. Beim nächsten Mal muss es klappen.“
Sagte Ushi in ihrer beängstigend ruhigen Art. Es war nicht so, dass sie nicht auch aufgeregt war. Sie war angespannt bis in die Haarspitzen. Aber sie wusste, dass man einen kühlen Kopf bewahren musste, wenn man wollte, dass dies irgendwie erfolgreich endete. Sie konnte sehen, wie Liana schwächer wurde. Es stimmte, Liana konnte nicht sterben. Sie war genauso ein Dämon wie die anderen Löwinnen und der kleine Widerling, der sich so vehement weigerte, ihre Vulva zu verlassen. Aber wenn sie jetzt „sterben“ würde, würde sie in einem schwangeren Zustand aufwachen, und das Spiel würde wieder von vorne beginnen.
Nein, es musste jetzt enden. Jetzt und hier und erfolgreich.
„Jetzt. Zieh!“
befahl Ushi, als sie die nächste Wehe sah. Liana reagierte schon nicht mehr. Adramalech und Sarada zogen, das Becken dehnte sich, und Ushi schob und zog den Dämon gleichermaßen durch den engen Gang. Ushi konnte spüren, wie der Damm der Löwin riss, um dem viel zu großen Objekt in Lianas Vagina mehr Platz zu geben.
Mit einem schmatzenden Geräusch tauchte der Dämon auf und zog seine Nabelschnur hinter sich her. Ushi zögerte nicht, sondern riss die Nabelschnur mit ihren Zähnen entzwei und warf den Dämon achtlos hinter sich. Er würde ganz schnell verschwinden, wie sie es immer taten. Bei diesen Nachkommen gab es keine Aufzucht im eigentlichen Sinne. Sie wurden nicht gesäugt, sie kamen im Vollbesitz ihrer geistigen und körperlichen Fähigkeiten in die Hölle. Sie mussten nur noch wachsen. Und dafür brauchten sie die Löwinnen nicht.
Ushi beugte sich zu Liana, die bewusstlos auf dem Bett lag. Sie suchte nach einem Puls, einer Atmung, einem Zeichen des Lebens. Die Löwin lag völlig regungslos da. Adramalech und Sarada hatten ihre Beine losgelassen und der Löwe war zu Lianas Kopf gekommen und stupste sie zärtlich an. Adramalechs Miene verfinsterte sich und er sah sich bereits nach dem kleinen Dämon um, der für dieses Elend verantwortlich war. Er würde ihn ganz langsam und genüsslich in seine Einzelteile zerlegen.
Dann saugte Liana scharf die Luft in ihre Lungen. Ihre Augen waren weit aufgerissen und das Keuchen und anschließende Husten klang unheimlich. Als die ersten Hustenanfälle vorbei waren, lag Liana wieder flach auf dem Bett. Ihr Atem war schwer und rasselnd. Niemand sah, wie Ushis Eins langsam aufhörte zu leuchten, als sie ihre Hand von Lianas Brust nahm.
„Scheiße... nie wieder werde ich diese Scheiße mitmachen...“
Fluchte sie. Einfach alles in ihr tat verdammt weh. Es gab nichts an ihr oder in ihr, das jetzt nicht vor Schmerz aufschrie. Adramalech stürmte förmlich zu ihr. Vorsichtig schmiegte er sich an sie und ignorierte ihr Geschrei und Fluchen. Auch ihre halbherzigen Versuche, sich zu wehren, ließ er durchgehen. Es dauerte einen Moment, bis Liana schließlich aufgab und ihm seinen Willen ließ. Sie genoss diese Zuneigung sogar. Sie wusste, dass Adramalech sie niemals zu etwas zwingen würde, was sie nicht wollte. Er war anders als die Löwen, die sie vor ihrer Verdammnis gekannt hatte und die es für ihr Recht gehalten hatten, sie zu vergewaltigen, nur weil sie eine Löwin war. Adramalech hatte immer zu seinem Wort gestanden. Er hatte sich nur mit ihr gepaart, wenn sie es wollte, und sie hatte es jedes Mal genossen, so wie sie auch die Liebkosungen genoss, mit denen er sie gerade überschüttete. Sie entspannte sich, schloss die Augen und gab sich ihm hin.
Ushi, deren Rückverwandlung abgeschlossen war, holte tief Luft und sah sich um. Der gesamte Harem war anwesend, wie es bei den meisten Geburten üblich war. Es war ein schönes Gefühl, so viel Einigkeit zu sehen. Sie waren jetzt über 120 Löwinnen. Eine unglaubliche Zahl. Kein anderer männlicher Löwe hätte auch nur annähernd ein so großes Rudel aufbauen können. Sie lächelte und begann, die anderen Löwinnen nach draußen zu scheuchen.
„Kommt jetzt, hier gibt es nichts mehr zu sehen. Lasst sie eine Weile in Ruhe. Ja, du auch Zoey, ich sehe dich, du kleiner Voyeur. Raus mit dir!“
Wie kleine Kinder kicherten und gackerten die Löwinnen, als ihre Clanmutter sie aus der Halle scheuchte.
„Und fängt mir jemand diesen kleinen Dämon, ich habe ein Huhn, das gerupft werden muss.“
rief Ushi ihnen nach, als sie aufblickte und den blau gefiederten Dämon sah.
In der Halle hingegen wurde es still. Adramalech schmiegte sich an Liana, zog sie sanft zu sich heran und drückte sie an sich. Sie ließ ihn gewähren und kuschelte sich ebenfalls an ihn. Sie genoss seine Wärme. Erst als sie seine Pfote nehmen wollte, um sie fester um sich zu wickeln, bemerkte sie, dass er nicht mehr in seiner ursprünglichen Löwengestalt war. Er hatte sich der ihren angepasst, und seine Vorderbeine hatten die Form von Armen angenommen, und seine Pfoten glichen nun eher krallenbewehrten Händen. Sie lächelte, zog seinen Arm an ihre Brust und legte ihn dort ab.
„Ich werde mich nicht mehr mit dir paaren, um dich zu schwängern, wenn es jedes Mal in einem solchen Desaster endet. Ich will nicht, dass du leidest.“
Flüsterte Adramalech in ihren Nacken. Ihre Hand wanderte zurück und ruhte auf seiner Flanke.
„Es ist schon gut. Es ist nicht deine Schuld. Ich will, dass du mich schwängerst. Ich liebe das Gefühl, wenn etwas in mir wächst. Wenn zwei Tage Leiden der Preis dafür sind, dass ich monatelang glücklich sein kann, dann bin ich bereit, diesen Preis zu zahlen.“
Sagte Liana. Adramalech nickte und zog sie näher an sich heran. Er würde mit dem Wind sprechen, vielleicht würden sie eine Lösung für dieses Dilemma finden.
Er konnte nicht wissen, dass ihm bereits jemand zuvorgekommen war.
Der Wind saß immer noch auf der Säule, als Ushi mit dem zappelnden Dämon in ihrem Maul zu ihm kam. Er wusste bereits, dass sie kommen würde, und er wusste auch, warum. Es würde auch nichts nützen, diese Konfrontation hinauszuzögern. Das würde nur bedeuten, dass er die gleiche Diskussion mit beiden Löwen gleichzeitig führen müsste.
„Hallo Ushi. Ist das ein Souvenir für mich?“
Fragte der Wind, noch bevor Ushi etwas sagen konnte. Sie kochte vor Wut. Sie spuckte ihm den kleinen Dämon buchstäblich vor die Füße.
„Das kannst du halten, wie du willst. Wir müssen darüber reden!“
Der große Dämon drehte sich zu ihr um und nahm den kleinen Dämon praktisch am Schlafittchen und hielt ihn sich vors Gesicht. Mürrisch betrachtete er das kleine Ekel und warf es schließlich achtlos von der Säule.
„Was willst du darüber reden? Es ist ein kleiner Dämon der Klasse 2. Scheint gesund und munter zu sein, Glückwunsch an die Mutter.“
Sein Tonfall war gelangweilt. Er wusste, dass es der Mutter gut ging, er wusste, dass diese Geburt schwierig gewesen war. Ushi explodierte förmlich.
„Du weißt genau, wovon wir hier reden. Stell dich nicht dümmer als du bist!“
Die Löwin zischte, ihre Eins begann bereits wieder zu glühen. Der Wind sah sie einen Moment lang an und seufzte schließlich.
„Ich wiederhole mich. Was wollt ihr? Wir sind hier in der Hölle, verdammt. Nie waren diese Worte wahrer als jetzt. Es gehört einfach dazu, dass Geburten schmerzhaft sind, und da wir in der Hölle sind, sind die Schmerzen noch viel schlimmer.“
Seine Stimme klang leicht genervt und er war sich keiner Schuld bewusst. Ushi hingegen war sich hundertprozentig sicher, dass der Wind definitiv seine Finger im Spiel hatte und eine Veränderung herbeiführen konnte. Sie zeigte mit ihrer Pfote auf ihn und rief.
„Du weißt, was ich will. Du prahlst damit, alles zu wissen. Und du prahlst damit, allmächtig zu sein. Sieh zu, dass Liana bei ihren Geburten nicht mehr so leiden muss!“
Ihr Gebrüll ließ die Säulen erbeben, und der Wind lachte amüsiert.
„Ich sehe, du wirst immer besser in deiner Rolle als Beschützerin des Harems. Ich bin beeindruckt. Nicht nur, dass du deine kleine Familie vor dem Rest der Hölle beschützt, jetzt willst du auch noch die Bedingungen ändern, unter denen sie hier leben. Pass auf, kleine Löwin. Ihr habt hier bereits den Super-Sonderpreis. Normalerweise würdet ihr die volle Härte der Hölle zu spüren bekommen, aber da ich eine Abmachung mit Adramalech habe, an die ich mich halten muss, geht es euch hier unten noch ziemlich gut. Die niederen Dämonen belästigen euch nicht und die Atmosphäre in eurem kleinen Garten ist erträglich. Das ist mehr als jeder andere hier unten von sich behaupten kann. Also werde hier nicht rebellisch.“
Die eins auf ihrer Brust funkelte förmlich, und als sie einen weiteren Schritt auf ihn zuging, verwandelte sie sich in ihre Kampfform. Wind rollte nur mit den Augen.
„Hast du denn nichts aus den Lehren deines Sohnes gelernt?“
fragte er und schnippte mit den Fingern. Ushis Gestalt brach zusammen und die Löwin lag in ihrer ursprünglichen Form vor ihm.
„Ihr könnt mich nicht bedrohen. Ihr könnt mich nicht besiegen. Ich bin die Quelle eurer Macht. Ich kann sie dir jederzeit wegnehmen, erinnerst du dich?“
Er erhob sich und ragte vor der Löwin auf. Ushi fletschte die Zähne, aber der Wind war völlig unbeeindruckt.
„Ich bin hier das Alpha und das Omega. Alles, was hier geschieht, geschieht, weil ich es so will. Niemand zwingt mich, hier irgendetwas zu tun ... DAS IST MEIN REICH!“
Bei den letzten Worten bebte die Hölle und einige der Onyx-Säulen in der Ferne stürzten ein. Ushi war nicht beunruhigt.
„Ich bin nicht dumm. Ich weiß, dass du mich nicht vernichten kannst. Du bist an dein Wort gebunden. Auch ihr Dämonen habt Regeln. Ich bin schon lange genug hier unten. Ich kenne einige dieser Regeln.“
Die Löwin keuchte, als sie sich gegen die Kraft des großen Dämons stemmte und langsam wieder auf die Beine kam. Ihre Beine zitterten, aber sie blieb stehen.
„Ihr Dämonen seid ein ziemlich erbärmlicher Haufen. Ihr seid Opfer eurer eigenen Regeln. Ihr könnt kein Versprechen brechen, wenn ihr es einmal gegeben habt. Deshalb könnt ihr weder mich noch meinen Sohn vernichten. Auch meine Schützlinge stehen unter diesem Schutz. Als du meinem Sohn seine Macht gegeben hast, hast du es ihm versprochen. Du kannst diesen Schwur nie wieder brechen...“
So etwas wie ein Lächeln malte sich auf Ushis angespanntes Gesicht, als sie die Grimasse auf dem Gesicht des Windes sah.
„Ja, weißt du was, du bist nicht der einzige Großdämon hier. Ich habe deine Brüder getroffen, als du mal wieder irgendwo unterwegs warst, wo auch immer. Eine sehr nette Familie habt ihr da. Besonders dein ältester Bruder. Ihr scheint nicht viel gemeinsam zu haben. Er hat mir viele Dinge erzählt.“
Ushi schaffte es, ihren Kopf so weit zu heben, dass sie dem Wind ins Gesicht sehen konnte.
„Besonders eine Sache war sehr interessant. Es hatte etwas mit der Macht von Namen zu tun.“
Sie konnte sehen, wie sich die Augen des Dämons weiteten, nur für einen kurzen Moment, aber das reichte ihr.
„Ja, wenn man den richtigen Namen eines Dämons kennt, kann man Macht über ihn ausüben, aber das hilft nur bei kleinen, niedrigstufigen Dämonen.“
Erklärte der Wind ganz beiläufig. Aber Ushi ließ sich nicht beirren.
„Er hatte erwähnt, dass du das sagen würdest, also hat er es mir an deinem kleinen Bruder bewiesen. Und danach hat er mir deinen Namen gesagt. Deinen richtigen Namen.“
Sie machte einen weiteren Schritt auf den Dämon zu. In ihrem Lächeln lag etwas Mörderisches. Der Wind wich zum ersten Mal einen Schritt zurück. Ushi blieb stehen und nickte.
„Das ist alles, was ich wissen wollte. Du wirst dafür sorgen, dass Lianas Geburten von nun an besser verlaufen. Ich erwarte nicht, dass es schmerzlos ist. Aber wenn so etwas wie heute noch einmal passiert, werden wir ausprobieren, was man mit so einem Namen anfangen kann.“
Sagte Ushi und wandte sich zum Gehen. Der Wind streckte die Hand nach ihr aus, aber der Blick, den Ushi ihr über die Schulter zuwarf, ließ ihn seinen Plan überdenken.
...
Vom Anfang zum Ende
Sie stand wieder vor der Höhle ihrer Kindheit. Es war ein wunderschöner Tag. Die Sonne stand hoch am Himmel, die Wärme war angenehm, die frische Brise, die vom Wasserloch heraufwehte, brachte die Gerüche der Savanne mit sich. Alles hier war ihr so vertraut. Sie kannte jeden Busch, jeden Felsen und jede versteckte Ecke, in der jemandem aufgelauert werden konnte. Wieder traten ihr Tränen in die Augen. Gleich würde ihre Mutter aus der Höhle kommen. Wie sie es schon unzählige Male zuvor getan hatte. Sie würde nach ihr rufen und sie würde antworten. Wie jedes Mal. Und wie jedes Mal würde ihre Mutter sie nicht hören, obwohl sie direkt vor ihr stand.
Sie wusste genau, wo sie in diesem Moment gewesen war. Sie war mit den anderen in den Gängen einer alten Warzenschweinhöhle und spielte Verstecken. Sie waren sich der Gefahr, in der sie sich befanden, nicht bewusst. Wie sollten sie auch. Sie waren Kinder. Sie hatten Spaß. Dafür war die Kindheit schließlich da. Spaß. Spaß und Abenteuer. Sie hatten den Bau vor ein paar Tagen gefunden. Der Bewohner war schon seit einiger Zeit verschwunden, sein Geruch war verblasst, und der Bau schien völlig leer zu sein. Keiner von ihnen wusste, dass trockene Bauten, die aus der lockeren Erde der Savanne gehoben wurden, immer einsturzgefährdet waren. Für sie waren die Gänge nur eine willkommene Gelegenheit, aus der Sonne zu kommen und trotzdem herumzutollen. Und so wuselten sie in den Kammern unter der Erde herum, spielten Verstecken und Fangen. Ihr Kreischen und Lachen hallte durch die ganze Höhle. Keiner von ihnen hörte die Rufe seiner Mutter.
Ushi wusste das, sie hatte es selbst miterlebt. Selbst heute machte sie sich noch Vorwürfe. Hätten sie doch nur damals die Rufe ihrer Mutter gehört.
Ihre Mutter stand oben auf dem Felsen und rief nach ihren Kindern. Sie sah, wie die Elefanten gemächlich zum Wasserloch trotteten. Sie trompeteten, als sie die Rufe der Löwin hörten, beachteten sie aber nicht weiter.
Ushi war unten bei den Elefanten und schrie sich die Seele aus dem Leib, aber keiner ihrer Rufe wurde gehört. Nur noch ein paar Schritte trennten die Elefanten von der Katastrophe. Tief im Inneren wusste Ushi, dass sie machtlos war. Sie hatte das schon unzählige Male miterlebt.
Sie hatte mit ansehen müssen, wie der Elefant die Decke der großen Kammer durchbrach und stürzte. Er hätte fast die gesamte Höhle unter seinem massigen Körper begraben. Es würde mehrere Stunden dauern, bis Ushi und ein anderes Löwenjunges sich aus den Trümmern ausgegraben hatten. Für die anderen kam jede Hilfe zu spät.
Unzählige Male hatte sie die verzweifelten Schreie der beiden Löwenjungen hören müssen, die verzweifelt nach den anderen riefen, während sie sich die Pfoten blutig gruben, bevor auch die erwachsenen Löwen zu Hilfe kamen. Erst weitere qualvolle Stunden später wurden die restlichen Leichen geborgen.
Sie hörte die verzweifelten Bitten der Mütter, die um das Leben ihrer Kinder bettelten. Heute wusste sie, dass sich die großen Geister nicht um solche Kleinigkeiten kümmerten.
Sie ging in die Höhle und sah ihren Vater, der sie anschrie. Sie konnte sich genau an jedes Wort erinnern. An jede Demütigung, die im Zorn geschrien und gleich danach bereut wurde. An jeden Fluch, der im Kummer ausgesprochen und in der Scham wieder aufgehoben wurde.
Sie hatte damals vor dem anderen Löwenjungen gestanden und die Strafe auf sich genommen. Ihr jüngeres Ich hatte bitterlich geweint und tagelang getrauert. Ihre Mutter war die Einzige, die sich um sie gekümmert hatte, weil sie wusste, dass sie keine direkte Schuld an dem Geschehenen trug. Dass sie heute noch lebte, hatte sie nur der Hartnäckigkeit ihrer Mutter zu verdanken, die darauf bestand, dass sie etwas aß... nun, wenn man das Leben nennen konnte.
Sie machte sich für den Zeitsprung bereit. Sie kannte ihre Träume inzwischen gut genug, um zu wissen, wann die Überblendungen kamen. Es war jedes Mal ein seltsames Gefühl. Mit der Zeit hatte sie akzeptiert, dass sie diesen Träumen nicht entkommen konnte. Es schien, als sei dies ein Teil der Strafe für ihre Verdammnis. Fast jede Nacht durchlebte sie diesen Traum erneut. Stationen ihres Lebens. Immer dann, wenn etwas geschah, worauf sie keinen Einfluss hatte, etwas, das ihr Leben nachhaltig geprägt hatte.
Sie wusste sehr wohl, dass sie nach dieser Tragödie mit dem Warzenschweinbau immer in der Nähe des Nachwuchses gewesen war, immer ein Auge auf den Nachwuchs gehabt hatte. Hatte, wenn nötig, andere Pflichten vernachlässigt. Hatte Strafen und Schläge in Kauf genommen, weil sie sicher sein wollte, dass so etwas nie wieder passieren konnte.
Tränen liefen ihr über die Wangen, als der Übergang stattfand. Es fühlte sich an, als würde sie einfach nach rechts versetzt werden, auf eine andere Theaterbühne.
Sie wusste, wo sie war und wann sie war. Ihre erste Paarung. Gott, wie furchtbar das gewesen war. Ihr eigener Vater, alt und grau, kaum noch in der Lage, sein Rudel anzuführen, hatte es sich in den Kopf gesetzt, jede einzelne Löwin noch einmal zu schwängern. Sie waren sich alle sicher gewesen, dass die Hälfte dieser Begattungen nie zustande kommen würde, und es wurden Wetten abgeschlossen, ob er an einem Herzinfarkt sterben würde, bevor das geschah.
Es war demütigend gewesen, diesen alten Sack auf sich liegen zu spüren, seine kraftlosen Stöße zusammen mit seinem gequälten Stöhnen. Sie hatte es ertragen müssen. Er war der König gewesen.
Wieder schrie sie sich an, ihn abzuwerfen, ihn einfach zu töten. Auch dafür hätte sie die Strafe ertragen. Zumal der alte Mann kurz darauf dem nächsten Nachfahren erlegen war. Als sie ihn sah, musste sie schlucken. Der junge Löwe, der über dem Besiegten stand, war der Vater von Adramalech, ihr langjähriger Partner. Ein stolzer Löwe. Er war groß, stark und gutmütig gewesen. Ein Patriach wie er im Buche stand.
Ihr Traum zeigte ihr die verschiedenen Stationen, die sie auf ihrem Weg an die Spitze des Rudels durchlief.
Ihre erste Paarung mit Adramalechs Vater. Eine glorreiche Nacht. So ganz das Gegenteil von ihrer Paarung mit dem alten Löwen. Er war energisch gewesen, hatte sie in ihre Grenzen verwiesen, sie im Einzelkampf besiegt, sie bestiegen, sie als sein Eigentum gekennzeichnet. Geistesabwesend fuhr sie mit der Pfote über die Narben an ihrer rechten Schulter und wieder liefen ihr Tränen über das Gesicht. Die Paarung war eine Offenbarung gewesen. Nie hatte sie sich so lebendig gefühlt wie in dieser Nacht, als sie sich gemeinsam ihrer Lust hingaben. Aus dieser Paarung waren ihre ersten eigenen Kinder hervorgegangen. Töchter. Fit wie ein Turnschuh und gesund.
Der Traum zeigte ihr weitere Paarungen, weitere Nachkommen. Sie sah den Tod ihrer Mutter, der sie damals wie heute schwer getroffen hatte. Und sie sah die Nacht, in der sie an der Seite von Adramalechs Vater die Spitze des Rudels übernahm. Eine Position, die sie sich hart erkämpft hatte. Große Jagderfolge, reichlich Beute und Fähigkeiten, die den Patriarchen dazu brachten, sie den anderen vorzuziehen, hatten dazu beigetragen.
Es war kurz vor jener Nacht.
In einer kalten Neumondnacht hatten sie schließlich Adramalech gezeugt. Der Löwe, der ihr Leben so entscheidend verändern würde. Es schließlich beenden würde. Sie nahm einen tiefen Atemzug.
Wie gerne würde sie noch eine Nacht mit Adramalechs Vater verbringen.
Sie konnte sich selbst sehen. Ihr altes Ich, ihr wahres Ich. Wie sie mit Adramalechs Vater auf der Spitze des Felsens saß und in die Ebene blickte. Es war still in dieser Nacht. Die milde Brise, die die Düfte der Savanne zu ihnen trug, hatte sie frösteln lassen. Sie hatte sich an den größeren Löwen gelehnt, um Halt zu finden, und er hatte ihn ihr gegeben. Er hatte seinen Kopf an den ihren gelehnt und unaufhörlich Süßholz geraspelt.
Ushi musste lächeln, ja, darin war er sehr gut gewesen. Er hatte immer ein Talent dafür gehabt, die richtigen Worte zu finden, wenn es darum ging, eine der Löwinnen um den Finger zu wickeln. Sie saß nur ein paar Meter von den beiden entfernt. Es brach ihr das Herz.
Ihr früheres Ich stand auf und schmiegte sich an ihn, wobei sie ihn fast umstieß. Er ließ sie gewähren und legte sich hin. Einen Moment lang ließ er sich von ihr beherrschen, bevor er sie mit einer fließenden Bewegung sanft auf den Boden zog und sich über sie stellte. Es war ein Spiel, das sie immer spielten. Ein Tanz, um zu sehen, wer den anderen am Ende dominieren konnte. Es war klar, dass er am Ende immer gewann, aber der Weg dorthin zeigte den Respekt, den er vor ihr hatte.
Er stellte sich über sie und grinste, während sie sich auf den Boden legte. In ihrer Lust streckte sie ihm ihr Hinterteil entgegen und bog ihren Schwanz aus dem Weg. Er brauchte keine weitere Aufforderung. Mit einem triumphalen Brüllen bestieg er sie und drang in sie ein. Ushi konnte sich genau an dieses Gefühl erinnern. Sie spürte ihn in sich. Seine Hingabe und seine Kraft strömten durch sie hindurch. Ihr ganzer Körper zitterte, als sie sich mit ihm sah. Sie konnte sich an jeden seiner kräftigen Stöße erinnern, wie er jedes Mal tief in sie eindrang und ihr mit jedem kleinen Höhepunkt, den er ihr bescherte, weitere Komplimente ins Ohr flüsterte.
Sie wusste, dass es nur eine Illusion war, ein zermürbendes Bild, um sie zu quälen. Um ihr zu zeigen, was für sie unerreichbar war. Sie spürte ihr Verlangen, ihre Lust auf mehr. Sie konnte spüren, wie er sich in ihr bewegte. Das Kribbeln, das sich in ihr aufbaute und den kommenden Höhepunkt ankündigte. Sie konnte nicht anders, als sich selbst zu berühren und mit ihrem jüngeren Ich darum zu wetteifern, wer zuerst kommen würde. Es war jede Nacht dasselbe. Sie hasste sich dafür, dass sie ihm nicht widerstehen konnte, zumal sie wusste, dass es unerreichbar war.
Sie spürte, wie er sie in den Nacken biss, ihren Kopf hochzog und seine letzten kräftigen Stöße in sie pumpte, nur um im Einklang mit ihm zu kommen. Aber wie jedes Mal, wenn sie sie in ihrer intimen Vereinigung zum Höhepunkt kommen sah, blieb ihr Höhepunkt leer und unbefriedigend.
Dies war die Nacht, die - im Nachhinein betrachtet - alles verändern würde - ihr ganzes Leben drehte sich im Grunde um diese eine Nacht. Die Nacht, in der sie Adramalech zeugten.
Die nächsten Bilder zeigten sie während ihrer Schwangerschaft. Sie war glücklich gewesen. Wie jedes Mal, und ihr Patriarch war stolz auf sie. Ein weiterer Sprössling für das Rudel. Sie waren bereits ein großes und gut funktionierendes Rudel. Ihr Territorium umfasste ein fruchtbares Stück Savanne, und das reichhaltige Nahrungsangebot machte sich in einer Vielfalt von Arten bemerkbar, die es ihnen ermöglichte, ein großes Rudel zu unterhalten.
Ushi wappnete sich für die nächste Szene. Sie wusste genau, was kommen würde. Sie spürte den Schmerz, noch bevor der Szenenwechsel kam. Sie nahm einen tiefen Atemzug. Dieser Schmerz war nichts im Vergleich zu dem, was sie inzwischen kannte, aber dennoch kam er jede Nacht so abrupt, dass es ihr fast den Atem raubte.
Sie setzte sich an den Höhleneingang und blickte in die Mitte der Höhle. Dort lag sie mit aufgeblähtem Bauch und keuchte. Ihr Gefährte und Patriarch kauerte neben ihr und versuchte, ihr beizustehen, während der Rest des Rudels um sie herum stand und wartete. Wie gerne würde sie zu ihnen gehen. Wie gerne würde sie ihre Pfote auf ihre eigene Schulter legen und sich selbst Mut zusprechen. Dass sie es schaffen würde, dass dies alles nur eine kleine Prüfung auf ihrem Weg zu etwas Größerem war. Dass der Schmerz vorübergehen würde und die Freude danach kommen würde.
Aber das konnte sie nicht. Man hatte sie in den Rang einer stillen Beobachterin verbannt. Gezwungen, das Geschehen zu beobachten, ohne es beeinflussen zu können.
Leise sprach sie zu sich selbst. Wiederholte die Worte von damals. Wie sie geschrien hatte. Ihre Wut und ihr Schmerz waren in der Höhle nachgeklungen.
Eine weitere Kontraktion, ein weiterer heiserer Schrei. Sie sah, wie sie sich krümmte. Ihr Bauch zog sich zusammen und versuchte, die Frucht ihrer Gebärmutter in die Welt zu drücken. Sie entspannte sich wieder, keuchte zwischen den Wehen und sah zu ihrem Partner, der ihr ermutigend zuflüsterte und ihr immer wieder versicherte, wie sehr er sie liebte und dass er an sie glaubte. Der nächsten Wehe begegnete sie mit gefletschten Zähnen, keuchte ihre Anstrengung durch zusammengebissene Zähne heraus. Ihre Krallen krampften sich zusammen, und sie krümmte sich erneut, um ihre Bauchmuskeln arbeiten zu lassen. Die wellenförmige Kontraktur war deutlich zu sehen.
Ushi wusste, dass die Geburt ihres Sohnes eine Geburt wie jede andere gewesen war, ohne Probleme, wie alle ihre Geburten. Sie gehörte zu den Glücklichen, die nur selten Komplikationen während der Schwangerschaft oder der Geburt hatten, aber das bedeutete nicht, dass es weniger anstrengend oder schmerzhaft war. Im Schweiße ihres Angesichts und mit gefletschten Zähnen sah sie an sich hinunter, als sie dort lag. Sie kämpfte um das Leben ihres Nachwuchses. Sie sah, wie ihr Gefährte ihr den Schweiß von der Stirn leckte. Sie sah, wie sie ihre Hinterbeine spreizte. Sie wusste, dass noch zwei Wehen kommen würden, dann wäre es geschafft und ihre Nemesis würde geboren werden.
Als die nächste Wehe kam, fühlte sie mit ihrem jüngeren Ich. Sie fasste sich an den Bauch und keuchte, während ihr jüngeres Ich schrie und sich aufbäumte. Der Anblick war jedes Mal bizarr. Sie konnte sehen, wie Adramalech sich unter ihrer Haut in Richtung ihrer Vagina bewegte und schließlich kurz zu verschwinden schien. Und dann kam die letzte Wehe. Noch einmal bäumte sie sich auf und schrie aus Leibeskräften. Ihre Muskeln zogen sich zusammen, es war, als wäre nur noch die Hälfte ihres Bauches da, während sie sich krümmte. Ihre Hinterbeine zitterten, und als er endlich auftauchte, war das Gefühl der Erleichterung spürbar.
Hinter ihr lag ein blutverschmiertes, in Schleim gehülltes kleines Wesen, das kraftlos, aber atmend dalag. Ihr jüngeres Ich verschwendete keine Zeit, sondern schleppte sich sofort zu ihm und begann eifrig, den kleinen Stammvater zu reinigen. Sofort wusste sie, dass dieses Jungtier etwas Besonderes war. Ihr erster und einziger Sohn. Als sie die Nabelschnur durchbiss und die Nachgeburt verschlang, wie es die Natur vorgesehen hatte, wusste sie, dass er eines Tages dieses Rudel übernehmen würde.
Ushi schüttelte den Kopf. Wie sehr hatte sie sich damals geirrt. Wie viele Fehler sie gemacht hatte.
Sie sah, wie ihr Partner zu ihr kam, wie stolz er auf sie war, auch wenn es kein Mädchen war, das sie zur Welt gebracht hatte. Er war sich damals bewusst gewesen, dass der kleine Löwe, der gerade seinen Weg in sein Leben gefunden hatte, ihn eines Tages herausfordern würde, und wenn die Zeit gekommen und er besiegt war, würde er seinen Platz frei machen. Wie es der Lauf der Dinge wollte. Wie es der Kreislauf des Lebens vorsah. Es war in Ordnung.
Wie falsch sie doch alle lagen. Ushi schrie sich selbst an. Schrie in die Runde, dass sie ihren Sohn strenger hätte erziehen sollen. Hätte ihn Mäßigung und Demut lehren sollen. Aber ihr falscher Stolz und ihre Hybris, den nächsten Patriarchen zur Welt gebracht zu haben, machten sie leichtsinnig. Sie führte dazu, dass ihr Sohn viel zu früh und viel zu unvorbereitet die Konfrontation gesucht hatte. Sie hasste sich dafür, dafür, dass sie die Schuld für das trug, was aus ihrem Sohn geworden war.
Sie wusste, was jetzt kommen würde, und sie wollte die Augen davor verschließen, aber der Traum ließ sie nicht. Sie sah die Kindheit und das Aufwachsen ihres Sohnes im Schnelldurchlauf. Sie sah, wie sie ihn dazu erzogen hatte, selbstbewusst zu sein, seinen Willen durchzusetzen und seinen Platz im Rudel zu behaupten. Ihr Sohn wurde schnell erwachsen, suchte die Konfrontation mit Gleichaltrigen und gewann schnell die Oberhand. Es dauerte nicht lange, bis er an der Spitze der Heranwachsenden stand. Was auch immer geschah, geschah, weil er es so wollte. Er war der geborene Anführer und das wusste er. Seine Mutter wusste das auch, und sie war stolz auf ihn. Auch Ushi war stolz auf Adramalech, aber sie war auch untröstlich, dass er nie gelernt hatte, sich zu mäßigen, nie gelernt hatte, geduldig zu sein und demütig auf seine Chance zu warten. Sogar sein Vater war stolz auf ihn und zeigte es ihm.
Es war diese Ungeduld, die Adramalech dazu brachte, seinen rechtmäßigen Platz viel zu früh einzufordern. Sein Vater war noch nicht bereit, sein Rudel an ihn weiterzugeben. Er hatte noch nicht alles gelernt, was ein würdiger Patriarch zu lernen hatte. Gerade diese Geduld, diese Demut, die einen guten Führer zu einem großen Patriarchen macht. Diese Lektion musste er noch lernen. Aber Adramalech hatte diese Geduld nicht und sah in ihr nur die Ausrede eines alten Löwen, der noch ein paar Tage länger an der Macht bleiben wollte.
Ushi war an diesem Abend dabei, sie hatte mit ansehen müssen, wie ihr Sohn das Unaussprechliche tat und die gerechte Strafe für sein Vergehen erhielt. Unter Tränen hatte sie mit ansehen müssen, wie ihr Gefährte ihren Sohn im Einzelkampf nicht nur besiegte, sondern regelrecht vernichtete. Ihr zuliebe hatte ihr Gefährte, Adramalechs Vater, Gnade vor Recht ergehen lassen und ihn nicht getötet, sondern nur verbannt. Damit er seine Lektion lernt und ein anderes Rudel findet, das er anführen kann. Damals war sie untröstlich gewesen.
Und auch heute saß sie am Rande der Arena und sah zu, wie ihr Sohn die Prügel seines Lebens einstecken musste. Wie sein Vater schließlich blutend über ihm stand und seine Strafe verkündete. Wie all ihr Flehen und Betteln ihn nicht umstimmen konnte.
Tränen liefen ihr über die Wangen. Tränen der Wut und der Scham. Sie schrie ihr früheres Ich an. Wenn sie ihrem Sohn hätte helfen wollen, hätte sie den alten Mann töten sollen, aber dazu war sie damals zu schwach, und dazu war sie auch jetzt zu schwach. Und so sah sie auch heute wieder nur zu, wie Adramalechs Vater in die Höhle zurückkehrte, als alter und neuer Patriarch des Rudels, und wie ihr geliebter Sohn sich mit einem Stöhnen aufrappelte, ausspuckte und sich auf die lange Reise machte, die ihn zu dem machen sollte, was er heute war. Sie konnte sehen, wie ihr früheres Ich mit ihrem Gefährten ging. Sie wusste, dass dies wahrscheinlich der größte Fehler war, den sie je gemacht hatte. Wenn sie bei ihrem Sohn geblieben wäre, bei Adramalech, vielleicht....
Ihre Schuldgefühle drohten sie zu überwältigen, als sie ihren Sohn in den Schatten ihrer Erinnerung verschwinden sah. Sie wusste, dass sie, d. h. ihr früheres Ich, ihm bald nachlaufen würde. Sie hatte die Erlaubnis erhalten, sich angemessen von ihrem Sohn zu verabschieden. Um ihm Lebewohl zu sagen. Danach würde sie zurückkommen und ihren Platz im Rudel wieder einnehmen.
Ushi drehte sich in die Richtung, in der sich die nächste Szene abspielen würde. Sie kannte ihren Traum schon so gut, dass sie genau wusste, wann was passieren würde. Sie blickte auf den Boden. Sie wollte diese schicksalhafte Begegnung nicht noch einmal sehen, aber irgendwie zwang sie sich, zuzusehen.
Vor ihr war der Wirbelwind aus Staub und Sand, in dem Adramalech mit dem Wind sprach, vor dem Sturm kauerte ihr jüngeres Ich und flehte um die Seele ihres Sohnes. Es gab nichts, was sie tun konnte. Heute wusste sie das. Damals hatte sie noch Hoffnung gehabt, Einfluss nehmen zu können. Adramalech hatte zu einem späteren Zeitpunkt mit ihr gesprochen, er hatte ihr Flehen nicht hören können. Der Wind hatte seine Wahrnehmung vernebelt. Sie sah hilflos zu, wie ihr Sohn erneut seine Seele an den großen Dämon verkaufte, wie ihr jüngeres Ich zusammenbrach und wie Adramalech ihr zum ersten Mal sein Angebot unterbreitete. Heute wusste sie, dass sie sich viel Leid hätte ersparen können, wenn sie sein Angebot damals einfach angenommen hätte. Aber in diesem Moment war sie noch nicht bereit gewesen. Ihre Traumgestalt saß neben ihr und sprach ihr Mut zu. In der irrigen Hoffnung, dass es ihr helfen würde, die nächsten Tage zu überstehen.
Sie sah sich selbst weglaufen, zurück zu Ihrem Rudel, um sie zu warnen, um ihn zu warnen. Während ihr Sohn in der Ebene zurückblieb und sie nur düster beobachtete. Sie ging zu der Traumgestalt ihres Sohnes, die langsam verblasste.
„Tu's nicht ...“
Ihre Stimme brach, als sie ihn vergeblich anflehte. Auch wenn sie genau wusste, dass es nichts an der Vergangenheit ändern würde, musste sie es trotzdem versuchen. Sie musste es versuchen, um die anderen zu retten.
„... ich bitte dich... tu es nicht.“
Ihr Sohn sah ihr direkt in die Augen, als könnte er sie sehen, sein Grinsen war teuflisch und dann löste er sich einfach auf.
Ushi schloss die Augen und wartete darauf, dass sich die Szene veränderte. Inzwischen war der Schmerz in ihrer Brust fast unerträglich, aber sie wusste, dass er schlimmer werden würde. Jedes Mal.
Sie fand sich in der Höhle ihres Rudels wieder. Sie sah sich selbst in die Höhle stürmen, gejagt und außer Atem. Sie sah sich, wie sie sich ihrem Patriarchen zu Füßen warf, um ihm von ihrem Sohn, seinem Pakt mit dem Wind und seinem Plan, sie alle zu töten, zu erzählen. Sie musste mit ansehen, wie der Patriarch sie auslachte. Wie konnte der Löwe, den er erst vor wenigen Stunden gebändigt hatte, jetzt hier hereinstolzieren und es mit ihnen allen aufnehmen? Das war lächerlich!
Es brach ihr das Herz, zu sehen, wie ihr früheres Ich ausgelacht wurde, weil sie versucht hatte, ihr aller Leben zu retten. Und schlimmer noch, weil sie auf der Wahrheit ihrer Warnung beharrte, wurde sie aus der Gemeinschaft ausgeschlossen, weil sie nur versuchte, ihrem Sohn eine zweite Chance zu geben. Sie hatten sie weggejagt.
Wieder schrie sie ihre Wut und Verzweiflung in die Höhle, aber niemand hörte sie. Sie brach am Höhleneingang zusammen. Sie wusste, dass jede Hilfe zu spät kam. Dies war nur ein Schatten, eine Erinnerung an die Ereignisse, aber der Schmerz blieb derselbe. Von ihrer eigenen Familie verbannt zu werden, weil sie versucht hatte, ihnen zu helfen, war wohl das Schlimmste. Sie vergrub ihren Kopf unter ihren Pfoten. Sie wollte den Rest des Traums weder sehen noch hören. Aber sie hatte keine andere Wahl. Sie sah sich selbst am Wasserloch sitzen, in das trübe Wasser starren und nicht wissen, was sie jetzt tun sollte. Ushi versuchte, sich zusammenzureißen, für ihr jüngeres Ich stark zu sein, aber sie konnte es nicht. Sie lag im Staub der Savanne und sah zu, wie sie aufschreckte und sich nach etwas hinter ihr umsah. Ushi schloss die Augen und presste ihre Pfoten an ihre Ohren. Mit zusammengebissenen Zähnen verharrte sie. Sie wusste nur zu gut, was ihr jüngeres Ich gesehen und gehört hatte. Sie wollte es nicht noch einmal erleben. Kein einziges Mal mehr.
Hinter ihr spielte sich ein Drama ab, dessen Auswirkungen ihre eigene Verdammnis erst möglich gemacht hatten. Adramalech hatte seine Drohung wahr gemacht. In einem Vorgeschmack auf seine Macht war er in die Höhle eingedrungen und hatte sein Recht auf das Rudel eingefordert.
Obwohl er nun größer und deutlich stärker war, hatte sich das gesamte Rudel gegen ihn gewandt und ihn gemeinsam angegriffen. Adramalech hatte niemanden am Leben gelassen. Jeder der Löwen war ausgeweidet, zerstückelt, in Stücke gerissen und geschunden worden. Er hatte seinen Vater buchstäblich an die Wand der Höhle genagelt. Als ihr früheres Ich die Höhle erreicht hatte, war Adramalech bereits fort. Sie hatte nur noch die Überreste ihrer Familie gefunden. Alle waren tot, sogar die Jungen. Sie hatte damals einen Nervenzusammenbruch erlitten, von dem sie sich nie wirklich erholt hatte, und selbst jetzt, wo sie den durchdringenden Schrei ihres jüngeren Ichs hörte, war sie sicher, dass sie dieses Ereignis noch immer nicht überwunden hatte. Sie gab sich immer noch die Schuld für diesen Vorfall. Sie würde für immer mit dieser Schuld leben. Buchstäblich.
Als sie schließlich die Augen wieder öffnete, sah sie eine gebrochene Löwin vor sich. Eine Löwin, die genauso am Boden zerstört aussah wie sie selbst, die am Ende ihrer Kräfte und ihres Weges angekommen war. Sie sah sich selbst, nachdem sie tagelang durch die Savanne gewandert war, nachdem sie tagelang weder gegessen noch getrunken hatte. Verzehrt von Schuldgefühlen und Verzweiflung. Die Pfoten wund und die Augen rot vom ständigen Weinen. Sie wusste nicht, wohin sie gehen sollte, das nächste Rudel war weit weg, und die Chancen, dort aufgenommen zu werden, waren bestenfalls gering. Allein war sie nicht in der Lage zu überleben. Löwen sind Rudeltiere. Ohne ihr Rudel waren sie nicht in der Lage, auf Dauer zu überleben.
Sie würde allein sterben. Höchstwahrscheinlich verdursten. Sie könnte jederzeit zum Wasserloch gehen und trinken, aber wozu? Das Leiden verlängern? Sie ging auf die Schlucht zu, die ihr Gebiet begrenzte. Sie war tief, die Wände steil. Es würde nur ein kurzer Sprung sein. Eine kleine Anstrengung. Ein schmerzloser Sturz und ein harter Aufprall. Ein schneller und sicherer Tod, so schmerzlos, wie er nur sein konnte.
Ushi nahm einen tiefen Atemzug. Sie erinnerte sich gut an diesen Tag. Wie sie sich gefühlt hatte. Dass sie in diesem Moment nur diesen einen Ausweg gesehen hatte. Sie ging neben ihrem jüngeren Ich her und sprach sich selbst Mut zu. Diesmal würde sie den Sprung wagen. Diesmal würde sie es zu Ende bringen, und alles, was danach geschah, war nur ein schlechter Traum. Eine Strafe für die Fehler, die sie in ihrem Leben gemacht hatte. Sie wollte so sehr daran glauben. Aber tief in ihrem Inneren wusste sie, dass sie auch in dieser Nacht nicht den Mut zum Sprung finden würde. Dass Adramalech sie auch in dieser Nacht noch einmal finden würde. Dass er sie trösten und ihr einen Ausweg bieten würde.
Sie sah sich über den Rand der Schlucht in die Tiefe blicken. Sie legte sich auf den Rand und schloss die Augen. Ihre Beine zitterten, aber nicht aus Schwäche. Sie schrie ihre Verzweiflung in die Nacht. Sie verfluchte sich für ihre Feigheit, für ihre Schwäche und Unentschlossenheit.
Ushi setzte sich neben sie und legte ihr eine unsichtbare, nicht greifbare Pfote auf die Schulter.
„Du schaffst das. Ich glaube an dich.“
Flüsterte sie mit tränenerstickter Stimme.
„Steh auf.“
forderte sie, doch ihr anderes Ich rührte sich nicht. Nur ihr Schluchzen war zu hören, als sie aufhörte zu schreien.
„Ich habe dich gefunden ...“
Beide Ushi-Köpfe wirbelten herum. Keine zehn Meter hinter ihnen stand Adramalech. Seine Stimme klang sanft und voller Liebe.
„... Ich bin gekommen, um dir eine weitere Chance zu geben, Mutter. Werde meine Gefährtin. Komm mit mir.“
Seine Stimme war so einladend. Es war fast unmöglich, sich ihr zu entziehen. Selbst jetzt, nach all den Jahren und unzähligen Paarungen, spürte Ushi immer noch diese Anziehungskraft, die von ihm ausging.
Er näherte sich langsam, ohne Eile, völlig entspannt.
„Komm mit mir, Mutter, verlasse diesen Ort. Hier gibt es nichts mehr für dich. Ich bin alles, was übrig ist. Schließe dich mir an und werde Herrscher über dein eigenes Rudel in alle Ewigkeit.“
Sie wusste noch genau, wie sie vor Angst fast gestorben wäre, fühlte sich aber gleichzeitig so sehr zu ihm hingezogen, dass an Widerstand gar nicht zu denken war. Sie stand auf der Klippe, ein Bein bereits über der Kante, buchstäblich. Sie war unfähig, sich zu bewegen, aufzustehen und wegzulaufen oder zu springen.
„Lass mich dein Gefährte werden. Gib dich mir hin, und du wirst für immer leben. All deine Sorgen werden vergessen sein.“
Sagte er und setzte sich etwa 5 Meter vor ihr hin. Ushi schloss ihre Augen. Sie liebte ihren Sohn. Mehr als alles andere, sie liebte ihn. Aber was in dieser Nacht passiert war, war einfach falsch gewesen.
Gleich würde sie aufstehen, sie würde zu ihm hinübergehen, sie würde sich vergewissern, dass alles, was er sagte, wahr war, und dann... dann würde sie ihm erlauben, diesen Verrat an der Natur zu begehen.
„Ich kann nicht, Adramalech, du bist nicht du.“
sagte Ushi mit gebrochener Stimme. Adramalech legte den Kopf schief und hob die Augenbrauen.
„Aber Mutter, ich bin ich. Ich bin dein Sohn. Dein Sohn, der dich liebt, der leidet, wenn er dich so sieht, der leidet, wenn er weiß, dass er nicht alles getan hat, was er konnte, um dich zu retten.“
Er sprach leise und eindringlich. Der Charme in seiner Stimme wirkte wie ein Zauber und Ushi fühlte sich extrem zu ihm hingezogen, aber sie kämpfte dagegen an.
„Wie willst du mich retten, wenn du mich dafür verdammen musst?“
Die Frage war berechtigt, und Adramalech kannte die Antwort nicht wirklich.
„Ich rette dich vor einer Ewigkeit in einer Hölle, aus der es kein Entkommen gibt. Du wirst bei mir sein, ich werde eine neue Familie für dich gründen, eine Familie, die die Ewigkeit überdauern wird.“
Er streckte ihr seine Pfote entgegen. Es lag so viel Güte, so viel Liebe in seinem Blick, dass Ushis Widerstand von Minute zu Minute bröckelte.
„Ich hatte eine Familie, du hast sie getötet.“
warf sie ihm vor, in einem letzten Versuch, ihn abzuwehren. Sie stand langsam auf, ihre Beine zitterten.
„Ja, ich habe sie getötet, aber nur, weil sie mich nicht akzeptieren wollten!“
sagte er ruhig, aber mit Nachdruck. Er stand ebenfalls auf, bereit zu springen, falls Ushi auf dumme Gedanken kommen sollte. Ushi kämpfte weiter mit sich selbst, aber ihr Körper übernahm das Kommando und ging auf ihn zu. Ushi wusste, dass sie verloren hatte. Sie konnte sich ihm nicht länger verweigern. Ihr Körper schmiegte sich an seinen. Es war ein unglaublich gutes Gefühl. Ein Gefühl der Geborgenheit, der Sicherheit. Er war warm, weich und doch unerschütterlich.
„Und du wirst mich nie verlassen? Wirst du immer für mich da sein?“
fragte sie mit zitternder Stimme, während ihr Körper bereits bereit war, sich ihm ganz hinzugeben.
„Ja, ich werde für immer bei dir sein, für alle Ewigkeit. Ich werde dir eine neue Familie schenken, ich werde dir unzählige Nachkommen schenken. Gemeinsam werden wir über die Hölle herrschen.“
Ushi schüttelte bei dem letzten Satz den Kopf. Heute wusste sie, dass Adramalech keineswegs über die Hölle herrschte, ja, er herrschte nicht einmal über seinen Harem. Technisch gesehen herrschte der Wind über ihn, und nach Ansicht des Windes war sie eine größere Herrscherin über den Harem, als Adramalech es je gewesen war. Sie grinste in sich hinein. Irgendwie war sein Größenwahn manchmal ganz niedlich.
Ihr früheres Ich hingegen war völlig in ihn verliebt. Sie war bereit, sich ihm hinzugeben, ihre Seele an den Teufel zu verkaufen und seine Konkubine zu werden. Zugegeben, der Sex war fantastisch, und sich nie wieder Sorgen um Falten und graue Haare machen zu müssen, war ein nicht zu unterschätzender Bonus.
„Nun, ich werde dich beim Wort nehmen, Adramalech.“
Sagte Ushi und machte sich bereit.
„Und es wird nicht wehtun?“
Adramalech stellte sich über seine Mutter und schmiegte seinen Kopf an den ihren.
„Nein, der Wind hat mir versichert, dass du nichts spüren wirst.“
*Wie recht er doch hatte.*
Dachte Ushi. Sie hatte damals wirklich nichts gespürt.
Er drang kraftvoll in sie ein. Mit triumphierendem Gebrüll verkündete er seinen Sieg über seinen Vater. Ohne zu zögern, begann er, seine Männlichkeit in seine Mutter zu stoßen. Das Gefühl war atemberaubend, für beide. Ushi beobachtete sich und ihren Sohn und konnte nicht umhin, die Gefühle dieses Moments wieder aufleben zu lassen. Adramalech war so viel größer als sein Vater gewesen, in jeder Hinsicht. Und so viel wilder und ungestümer. Wo sein Vater, in Ermangelung besserer Worte, mit ihr Liebe gemacht hatte, war der Sex mit Adramalech eine Achterbahnfahrt der Gefühle. Schmerz, Lust, Geilheit, verpackt in ein Paket aus wilder Liebe und ursprünglicher Gewalt. Sie liebte es. Er brachte sie in Höhen, die sie noch nie zuvor erreicht hatte, und trotzdem war er in der Lage, noch eine Schippe draufzulegen.
Ihr jüngeres Ich stöhnte ihre Lust und ihr Verlangen in die Nacht hinaus und presste sich gegen die Dampframme, die die Männlichkeit ihres Sohnes war. Seine Stöße kamen schnell und kraftvoll. Er drang mit jedem Stoß so tief ein, dass sie befürchtete, er würde vorne wieder aus ihr herauskommen. Es geschah alles so schnell. Sie spürte schon, wie sie sich immer mehr verkrampfte und wie auch er seine Anstrengungen noch einmal intensivierte, für einen letzten Sprint.
Ushi saß nicht weit von den beiden entfernt und konnte nicht anders, als sich erneut zu berühren. Die Atmosphäre war zu ansteckend. Hektisch rieb sie ihre Klitoris und kämpfte darum, nicht von sich und Adramalech zurückgelassen zu werden. Sie wusste, was gleich passieren würde, und sie wollte unbedingt vor ihnen zum Höhepunkt kommen. Es fühlte sich fast so an, als könnte sie es schaffen, während vor ihr ihr früheres Ich und ihr Sohn zum Höhepunkt kamen. Adramalech biss ihr in den Hals und hielt sie fest, damit sie im letzten Moment nicht entkommen konnte. Dieses Gefühl genügte ihr, um über die Schwelle zu kommen, dicht gefolgt von ihrem Sohn.
Gemeinsam schrien sie ihren Orgasmus in die kalte Nacht hinaus. Noch während Ushi schrie, biss Adramalech zu und riss ihr ein großes Stück der Kehle heraus. Ihr früheres Ich war auf der Stelle tot. Er hatte sein Wort gehalten, sie hatte überhaupt keinen Schmerz gespürt.
Ganz im Gegenteil zu Ushi, die in diesem Traum den Tod in ihrem eigenen Körper spürte. Sie spürte den Schmerz, als ihr Sohn ihr die Kehle durchtrennte. Wie jede Nacht brach sie gurgelnd zusammen. Sie wollte schreien, aber sie konnte nicht. Durch den Tränenschleier konnte sie sehen, wie ihr ehemaliger Körper in Flammen aufging, und sie spürte dieses Gefühl auch in ihrem eigenen Körper. Diese unsagbare Hitze, die sie von innen heraus zu verbrennen schien. Dieser alles überschattende Schmerz, der ihr alle Sinne raubte und ihre Muskeln verkrampfen ließ. Sie wollte schreien... schreien und um sich schlagen, aber der Traum ließ sie nicht. Endlose Momente vergingen, während sie langsam starb... jede Nacht aufs Neue.
Kurz bevor ihre Vision verblasste, sah sie, wie ihr Sohn sich ihr zuwandte und ihr direkt in die Augen zu schauen schien. Er bewegte seine Lippen, aber sie konnte schon nichts mehr hören. Ihre Sicht schwand, die Dunkelheit brach herein, die Hitze hielt noch einen Moment an... und der Schmerz... dieser unsagbare, unerträgliche, physische und psychische Schmerz...
Verkatert
... Sie öffnete die Augen.
Wie jede Nacht war sie schweißgebadet. Ihre Glieder schmerzten und ihre Augen waren rot. Sie fühlte sich heiser, als hätte sie die ganze Zeit über geschrien.
Vorsichtig tastete sie über ihren Hals. Die Narben waren noch da, aber sie waren schon lange verheilt. Sie schaute an sich herunter. Kein verbranntes Fell. Stöhnend stand sie auf und kroch nach draußen.
Wie sehr vermisste sie die Kühle der Nacht in der Savanne. Sie schleppte sich zu einem leicht erhöhten Felsvorsprung und brach ohnmächtig zusammen.
Tränen stiegen ihr in die Augen, und sie konnte nicht verhindern, dass sie weinte.
Wie lange sie schweigend dalag und weinte, wusste sie nicht. Nicht jede Nacht war so schlimm. Manche Nächte beeinträchtigten sie nicht so sehr wie andere. Diese war besonders schlimm gewesen.
„Schon wieder der Traum?“
Ushi war erschrocken; sie hatte die andere Löwin nicht kommen hören. Die Löwin mit der Nummer 112 war besonders gut darin, sich an sie heranzuschleichen. Sie war zu Lebzeiten eine ausgezeichnete Jägerin gewesen. Ihre Stimme war voller Zuneigung und Verständnis. Ushi bejahte die Frage und bewegte sich ein wenig, um Platz für sie zu machen. Die andere Löwin legte sich zu ihr und kuschelte sich an sie.
„Ich würde dir gerne helfen, aber damit... Damit kann ich dir nicht helfen.“
Sie legte ihren Kopf an den von Ushi und schnurrte leise. Ushi schloss ihre Augen und genoss die Zuneigung.
„Dein Trost ist Hilfe genug, Sarabi. Niemand kann mir diese Last abnehmen. Es ist meine Strafe dafür, dass ich diesen Dämon auf die Welt gebracht habe.“
Sarabi nickte stumm und kuschelte sich weiter an die andere Löwin, um sie zu unterstützen. Sarabi war die einzige andere Löwin, die eine ähnliche Lebenserfahrung hatte wie Ushi vor ihrem Tod. Die einzige Löwin, die auch nur im Geringsten Ähnliches durchgemacht hatte wie Ushi, auch wenn sich ihr Leben am Ende zum Guten gewendet hatte. Die beiden hatten sich auf Anhieb gut verstanden. Sie waren auf der gleichen Wellenlänge, wie man so schön sagt, und beide übernahmen die Rolle der Mutter für den Rest des Harems.
„ Gib dir nicht die alleinige Schuld an dem Sturz deines Sohnes. Du warst nicht allein für seine Erziehung verantwortlich. Dein Partner trägt mindestens die gleiche Schuld.“
Bot Sarabi an. Ushi nickte erneut, sie konnte dieser Meinung nicht widersprechen. Sie sah zu der anderen Löwin hinüber und hob die Augenbrauen.
„Wie geht es mit eurer Suche voran? Habt ihr ihn gefunden?“
fragte sie leise, aufrichtig interessiert an dem, was die andere zu sagen hatte. Sarabi grinste.
„Davon erzähle ich dir ein anderes Mal.“
Und so wurde ich in die Hölle verdammt
Prolog
Sarabi stand auf einer der umgestürzten Säulen im Haupthof des Harems, umgeben von den anderen Löwinnen des Harems. Ihre Haltung zeugte von Stolz und Größe. Ihre Stimme war erfüllt von gerechtem Zorn, als sie der Gruppe zurief:
„Wer wird mir helfen, diesen Verräter zu finden? Wer wird mir helfen, an einem der schlimmsten Verräter in der Geschichte unserer Spezies gerechte Rache zu üben?“
Sie war Feuer und Flamme, aber die Löwinnen in der Menge schienen nicht gerade begeistert zu sein.
„Du bist gerade erst hier angekommen, und schon versuchst du, die große Anführerin zu spielen. Komm mal runter. Weißt du überhaupt, worauf du dich einlässt, wenn du den Harem verlässt?“
rief ihr eine der Löwinnen zu. Ihre Nummer war zwei. Ein paar Löwinnen stimmten ihr zu. Die Menge begann sich zu zerstreuen.
„Nein. Hört mich an, Schwestern. Wir müssen zusammenstehen. Dieser Verbrecher darf mit seinen Machenschaften nicht ungestraft davonkommen.“
flehte Sarabi, aber ohne Erfolg. Die Löwin mit der zwei drehte sich noch einmal um.
„Wenn er tatsächlich hier unten ist, dann hat er seine Strafe bereits erhalten. Da kannst du dir sicher sein.“
Sarabi sprang von der Säule und kam zu der Löwin. Sie senkte respektvoll den Kopf, bevor sie sprach.
„Wie kann ich sicher sein, wenn ich mich nicht davon überzeugt habe, dass der Verräter, der meinen Partner und seinen eigenen Bruder getötet, meinen Sohn vertrieben, unser Territorium verwüstet und sich mit den Hyänen verbündet hat, um sie am Ende zu verraten, wirklich seine gerechte Strafe erhalten hat? Kann jemand wie er jemals hart genug bestraft werden? Nein. Ich muss es wissen. Ich muss ihn finden. Ich muss es mit eigenen Augen sehen. Und... im Zweifelsfall muss ich ihn selbst bestrafen. Auch wenn es mich alles kostet.“
Die Löwin mit der Nummer zwei holte tief Luft und nickte schließlich.
„Nenn mich Sarada, wie war dein Name?“
Sarabi hob ihren Kopf und lächelte leicht.
„Man nennt mich Sarabi, es freut mich, dich kennenzulernen.“
Sarada nickte.
„Gut Sarabi, lass uns mit Ushi sprechen. Wenn du den Harem verlassen willst, dann sowieso nur mit ihrer Erlaubnis. Und wenn jemand etwas über einen anderen männlichen Löwen als Adramalech weiß, dann ist es Ushi.“
Sarabis Augen leuchteten förmlich auf. Sie nickte schnell und folgte Sarada, während sich die Menge hinter ihnen auflöste.
Sie gingen durch den Harem und Sarada erklärte Sarabi einige der Eigenheiten des Lebens in der Hölle.
„Und wir müssen nie wieder etwas essen? Aber ich mochte den Geschmack von Fleisch... Das wunderbare Gefühl, auf etwas frisch Getötetem herumzukauen. Maaaaan, das kann doch nicht dein Ernst sein.“
Sarada lächelte entschuldigend.
„Ich fürchte doch. Hier gibt es keine Jagd. Zumindest nicht im eigentlichen Sinne. Gelegentlich verirrt sich ein Dämon in den Harem, und wir dürfen ihn verprügeln, aber die klassische Jagd, wie du sie aus der Savanne kennst, wie bei Gnus und Antilopen, so etwas haben wir hier nicht. Du bist nicht allein mit deiner Enttäuschung. Einige der Löwinnen hier waren zu Lebzeiten ausgezeichnete Jägerinnen. Sie sind alle nicht glücklich darüber, dass es hier nichts zu jagen gibt.“
Sarada bog um eine Ecke und fuhr fort.
„Aber sieh es positiv, es bleibt mehr Zeit für andere Dinge.“
Sarabi sah die Löwin mit hochgezogenen Augenbrauen an.
„Und die wären?“
Sarada musste ernsthaft nachdenken.
„Nun... ich meine ... ähm ...“
Sarabi hielt ihrem Blick stand und machte eine weiterführende Geste.
„... wie soll ich sagen... ach was soll's. Wir langweilen uns hier zu Tode. Aber keiner von uns wäre so verrückt, ein sicheres, wenn auch langweiliges Leben für fünf Minuten Ruhm aufs Spiel zu setzen.“
Der Tonfall hatte etwas Endgültiges an sich. Sarada würde sich wahrscheinlich nicht davon abbringen lassen. Sarabi wollte gerade etwas sagen, als sie Ushi in einer Sackgasse fanden.
Sie war nicht allein. Das Spektakel, das sich vor ihnen abspielte, sollte besser nicht gestört werden, also warteten sie, bis Adramalech von seiner Mutter herunterkam und mit einem geschnurrtem:
„Hallo meine Damen.“
an ihnen vorbeiging. Seine Stimme war so unglaublich verführerisch und sein Geruch erst recht. Sarada musste sich ernsthaft zusammenreißen, dass sie sich nicht sofort vor ihn warf. Schnell richtete sie ihre Aufmerksamkeit wieder auf Ushi, die sich genüsslich auf dem Fell räkelte, das ihnen noch vor wenigen Augenblicken als Unterlage gedient hatte. Sie sah völlig entspannt aus und wirkte noch immer distanziert, während sie das Hochgefühl ihres Orgasmus genoss. Langsam kam sie ins Hier und Jetzt zurück. Sie blinzelte und lächelte müde zu Sarada und Sarabi hinüber.
„Seid gegrüßt. Was kann ich für euch tun?“
fragte Ushi und begann, sich genüsslich zu putzen. Sarada trat vor und ergriff das Wort.
„Das ist Sarabi, sie ist erst kürzlich mit Adramalech zu uns gekommen. Sie hat ein Anliegen.“
Ushi nickte und winkte die ältere Löwin zu sich.
„Ja, ich erinnere mich. Du kamst aus einer der anderen Dimensionen. Mein Sohn war sehr aufgeregt, als er dein Universum fand. Konntest du dich schon eingewöhnen? Vermisst du irgendetwas? Kann ich dir bei etwas helfen?“
Sarabi näherte sich, und ihr ganzes Auftreten zeigte, dass sie es gewohnt war, die Anführerin des Rudels zu sein. Ihre Aura war voller Autorität und duldete keine Widerrede. Ushi störte das nicht, sie wusste sehr genau, wer das Sagen hatte, und das war definitiv nicht Sarabi.
„Ja, ich habe mich gut eingewöhnt, auch wenn manche Dinge hier sehr gewöhnungsbedürftig sind. Ich danke euch vielmals. Ich muss jemanden finden. Er muss schon hier unten sein.“
Sagte sie in einem sehr ernsten Ton. Ushi unterbrach ihr Zungenbad und sah sie prüfend an. Sie setzte sich vor Sarabi und richtete sich zu ihrer vollen Größe auf und präsentierte die Eins auf ihrer Brust. Sie legte den Kopf ein wenig schief und hob eine Augenbraue, bevor sie sprach.
„Wen willst du hier unten finden? Du bist die erste Löwin, die mein Sohn aus deiner Welt hierher gebracht hat.“
Sarabi setzte sich, sie wusste genug über die Rangordnung hier unten, um zu wissen, dass niedrigere Zahlen einen höheren Rang bedeuteten. Sie wählte den Tonfall ihrer nächsten Sätze mit Bedacht.
„Ich suche den Mörder meines Gefährten, den Verräter an meiner Familie und meinem Rudel und den Zerstörer unseres Territoriums. Scar!“
Bei der Erwähnung des Namens zitterten ihre Lippen und die Muskeln in ihren Wangen begannen zu zucken. Ushi runzelte leicht die Stirn.
„Ich habe noch nie von einem Scar gehört.“
Sagte sie zurückhaltend.
„Zumindest war er nie hier in diesem Harem. Also ist er nicht hier. Mein Sohn ist der einzige männliche Löwe, der jemals einen Fuß in diesen Harem gesetzt hat.“
Sarabi schüttelte den Kopf.
„Nein, Adramalech hat ihn nicht hierher gebracht. Die Hyänen haben ihn getötet, bevor ich meine Rache vollziehen konnte. Aber er muss hier unten sein. Seine Sünden gegen sein eigenes Volk waren schwer und vielfältig. Ich muss ihn finden. Ich muss ihn der Gerechtigkeit zuführen!“
Ihre Stimme klang kalt und entschlossen. Ihre Körperhaltung und ihre Gesten ließen keinen Zweifel aufkommen. Sie würde auch ohne Hilfe nach ihm suchen, wenn es sein musste. Ushi holte tief Luft und legte sich dann hin. Sie kreuzte ihre Vorderbeine und machte es sich bequem. Sie gab Sarabi ein Zeichen, es ihr gleich zu tun.
„Setz dich hin, Liebes. Wenn er erst einmal hier unten ist, wird er nicht mehr vor dir weglaufen. Wir haben viele Möglichkeiten, die Hilfe einiger mächtiger Verbündeter in Anspruch zu nehmen, um ihn zu finden. Wir haben Zeit.“
Ushis Tonfall war absichtlich ruhig. Sarabi zögerte, aber schließlich nahm sie die Einladung an. Man konnte ihr deutlich ansehen, dass sie mit dieser Situation nicht zufrieden war. Sie war absolut nicht zufrieden. Ihr Grummeln war deutlich hörbar. Ushi lächelte und nickte. Sie konnte Sarabi durchaus verstehen, auch sie hasste es, Dinge unerledigt zu lassen oder warten zu müssen, bis sie etwas erledigen konnte.
„Sarabi, entspann dich. Im Moment können wir nichts tun. Einfach so in die Hölle außerhalb des Harems zu reisen, ist nicht nur gefährlich, sondern geradezu töricht. Die Hölle ist per Definition unendlich. Wie willst du hier einen einzigen Löwen finden? Er könnte überall sein. Er könnte, je nachdem, wie lange er schon hier ist, bereits seine Gestalt verändert haben.“
Sarabi schreckte auf.
„Seine Gestalt verändert? Wie das?“
Fragte sie. Ushi lächelte müde.
„Seelen, die lange genug hier unten sind, sammeln mit der Zeit höllische Energie an. Die meisten von ihnen verwandeln sich dann schließlich in einen der unzähligen Dämonen, die man hier unten überall sieht.“
Erklärte Ushi und fügte direkt hinzu:
„Und nein, du brauchst dir keine Sorgen zu machen. Durch die Zugehörigkeit zu diesem Harem bist du vor diesem Schicksal sicher. Wir können diese Energie auf andere Weise nutzen.“
Ushi's Eins begann sanft zu glühen, als sie ihre Pfote über einen Stein hielt und dieser seine Form veränderte. Es dauerte einen kurzen Moment und unter Ushis Pfote lag ein Stein in Form einer Maus.
„Wir können die Energie nutzen, um die Materie hier unten in jede gewünschte Form zu bringen. Es braucht etwas Übung, aber man kann viel damit machen.“
Erklärte Ushi und nahm ihre Pfote zurück. Sie wollte im Moment nicht erwähnen, dass diese Fähigkeit nicht auf die Steine beschränkt war. Sarabis Augen weiteten sich.
„Wie... wie hast du das gemacht? Das ist unglaublich.“
Sie nahm ihre Pfote und hielt sie über die Maus, aber nichts geschah. Man konnte sehen, wie sie sich konzentrierte, ihr Gesichtsausdruck wurde ernster und ihre Muskeln spannten sich an.
„Es wird noch nicht funktionieren, du bist noch nicht lange genug hier. Es dauert eine Weile, bis sich genug Energie in dir manifestiert hat, damit solche Spielereien funktionieren.“
sagte Ushi und legte ihre Pfote auf die Pfote von Sarabi. Sie konnte sofort spüren, wie sich das Gefühl in ihrer Pfote veränderte. Sarabi sah Ushis Pfote und ihre Pfote ungläubig an.
„Was...?“
Ushi grinste.
„Versuch es jetzt noch einmal. Stell dir vor, was der Stein darstellen soll, und dann lass es erscheinen.“
Sarabi schaute auf ihre Pfote hinunter, als Ushi ihre wieder wegnahm. Sie leckte sich über die Lippen und sah dann den Stein an. Es dauerte einen Moment, aber dann schloss sie die Augen und der Stein begann sich zu verändern. Das Abbild eines Löwen kam zum Vorschein. Das Antlitz war stolz und markant. Ushi betrachtete die Büste, der Löwe wirkte ganz und gar nicht wie ein Verräter. Sein ganzes Gesicht schrie förmlich nach Freundlichkeit und Wohlwollen.
„Ist das der Löwe, den du suchst?“
fragte sie schließlich, und Sarabi öffnete abrupt ihre Augen. Ungläubig betrachtete sie die kleine Büste, die unter ihrer Pfote im Staub lag.
„Nein... nein... das ist nicht Scar.“
Sagte sie leise und hob die Büste vorsichtig mit ihrer Pfote auf. Sie führte sie an ihr Herz und schloss die Augen.
„Das ist... war... mein Gefährte, mein Seelenverwandter... Mein Patriarch, Mufasa...“
Ihre Stimme war nicht mehr als ein Flüstern und man konnte die Traurigkeit in ihrer Stimme hören. Ushi sah, wie Tränen in Sarabis Augen aufstiegen. Sie erkundigte sich nicht weiter. Sie nickte nur. Sie konnte die Gefühle der anderen Löwin nur zu gut verstehen. Sarabi sammelte sich für einen Moment und schluckte den Kloß hinunter, der sich in ihrem Hals gebildet hatte. Sie holte tief Luft und blickte wieder zu Ushi.
„Scar hat ihn aus Eifersucht und Gier getötet. Der Neid und die Machtbesessenheit hatten ihn zu einem Brudermörder gemacht. Er tötete meinen Partner, verbannte meinen einzigen Sohn ins Exil, den rechtmäßigen Erben des Rudels, und ergriff die Macht. Dann ging alles so schnell. Er hat gelogen und betrogen. Und noch während wir den Tod meines Gefährten und den vermeintlichen Tod meines Sohnes betrauerten, ergriff er mit Hilfe der Hyänen die Herrschaft. Wir waren in diesem Moment absolut machtlos. Innerhalb eines bemerkenswert kurzen Zeitraums verwüsteten er und seine Hyänen das gesamte Gebiet. Sie vertrieben die Herden, und wir mussten immer weiter ausziehen, um noch einen Jagderfolg zu erzielen. Es war grausam.“
Sarabis Gesichtszüge verhärteten sich, als sie davon erzählte, und Ushi verstand immer mehr, warum sie den verhassten Löwen finden und bestrafen wollte.
„Wenn Nala, meine Nichte, meinen Sohn Simba nicht auf einem ihrer Jagdausflüge gefunden hätte, wären wir wohl alle verhungert.“
Sie nahm die Büste ihres verstorbenen Partners wieder hervor und betrachtete sie.
„Er sah ... er sieht ihm so ähnlich. Und er hat alle seine guten Eigenschaften geerbt. Mufasa war auch so ungestüm, als er jung war.“
Zärtlich streichelte sie die Büste. Ihr Blick wirkte verträumt und von Traurigkeit erfüllt.
„Es gelang uns schließlich, die Hyänen zu vertreiben, nachdem Simba Scar in einem Einzelkampf besiegt hatte. Die Hyänen töteten Scar, bevor sie flohen. Sie haben mir die Möglichkeit der Vergeltung genommen.“
Sarabi sah Ushi fest in die Augen.
„Verstehst du jetzt, warum ich ihn finden muss. Warum er leiden muss. Warum ich es sein muss, der ihn bestraft, und nicht irgendein Dämon, der nicht weiß, warum er hier ist.“
Sarabi wollte gerade aufstehen, als Ushi sie aufforderte, liegen zu bleiben.
„Ich verstehe dich vollkommen. Ich verstehe jetzt auch, warum du das Angebot meines Sohnes angenommen hast...“
Sarabi schüttelte energisch den Kopf.
„Nein... das war etwas anderes...“
...
Der Weg in die Hölle ist gepflastert mit guten Vorsätzen
Das Land war verwüstet. Die Erde selbst war ausgedörrt. Die Pflanzen waren verdorrt. Der Fluss, der das Land wie eine Lebensader mit Wasser versorgte, war versiegt. Die großen Herden waren weitergezogen, da es hier weder Nahrung noch Wasser gab. Mit ihnen waren die kleinen Herden, die immer im Schatten der großen Herden blieben, geflohen. Diejenigen, die nicht fliehen konnten, wurden gejagt und dann gefressen.
Die Hyänen waren, nachdem sie niemand mehr aufgehalten hatte, wie Heuschrecken über das Land gezogen. Ihre Zahl war groß, und ihr Hunger war gigantisch. Als Aasfresser waren sie es gewohnt, sich nicht zurückhalten zu müssen. Sie kämpften mit den Geiern um ihre Nahrung, wer zuerst kam, fraß zuerst, so viel er gerade bekam. Der letzte wurde von den Hunden gebissen.
Jetzt, wo es niemanden mehr gab, der sie in die Schranken wies, waren sie von Aasfressern zu Jägern geworden, und sie fraßen alles, was sie kriegen konnten, sie kannten keine Grenzen.
Sie hatten alle Hoffnung verloren. Es war zu spät, um den Königsfelsen zu verlassen. Sie würden die Reise in ein anderes Gebiet wahrscheinlich nicht überleben.
Erst als Simba zurückkehrte und die Hyänen nach Scars Tod aus dem Gebiet vertrieb, keimte so etwas wie Hoffnung im Rudel auf. Er würde seinen angestammten Platz als Patriarch einnehmen. Er würde Mäßigung üben. Er würde dafür sorgen, dass die Herden zurückkehrten. Mit ihm würde das Leben in das Gebiet zurückkehren. Alles würde wieder in Ordnung sein.
Zumindest dachten das die anderen.
Die anderen, aber nicht sie.
Sarabi war überglücklich gewesen, dass ihr Sohn am Leben war. Sie war überglücklich gewesen, dass er zurückgekehrt war und den Platz seines Vaters eingenommen hatte. Der Weg zurück ins Leben würde hart, lang und steinig sein, aber mit ihm am Ruder würden sie es schaffen, da war sie sich sicher. Aber für sie selbst würde diese Rettung zu spät kommen.
Nicht körperlich. Sie war trotz ihres Alters stark.
Aber seelisch. Sie hatte zu viel verloren.
Auch wenn Simba zurück war. Sie hatte ihren Partner verloren, ermordet von seinem eigenen Bruder. Sie hatte ihren einzigen Sohn verloren, auch wenn Simba überlebt hatte. Er war nicht mehr „ihr Sohn“. Sie hatte seine Kindheit verpasst, hatte zu lange in dem Glauben gelebt, er sei gestorben. Sie würde nie wieder in denselben emotionalen Zustand zurückkehren können, den sie mit ihm hatte, als er noch klein gewesen war.
Und selbst wenn sie das Land retten könnten. Und das war alles andere als sicher, es würde nie wieder so werden wie damals, als Mufasa es regiert hatte. Alles in allem war dies ein völlig neues Leben, und sie wusste nicht, ob sie sich daran gewöhnen würde.
Außerdem gab es noch ein ganz anderes Problem. Die Hyänen hatten Scar getötet, bevor sie sich an ihm rächen konnte. Ihre Wut und ihr Hass auf den Bruder ihres verstorbenen Partners waren unermesslich. Die Hyänen hatten ihr die Möglichkeit geraubt, diese Gefühle loszuwerden. Sie hatte nie die Zeit gehabt, richtig um Mufasa zu trauern, und jetzt hatte sie nicht einmal die Chance, sich an demjenigen zu rächen, der für seinen Tod verantwortlich war.
Sie hasste sich dafür, dass sie sich nicht einfach darüber freuen konnte, dass es vorbei war und ihr Sohn zurück war. Sie hasste sich dafür, dass sie nicht in der Lage war, die Vergangenheit ruhen zu lassen, wie ihr Sohn, dessen Blick auf die Zukunft gerichtet war und der alles tat, was er konnte, um dem Rudel, seinem Rudel, eine Zukunft zu geben. In einer Gesellschaft wie dieser war kein Platz für sie.
Es geschah in einer kalten Nacht. Sie lag ganz allein vorne auf dem Felsen des Rudels. Sie trauerte um Mufasa. Sie hatte die anderen nicht stören wollen und war deshalb nach draußen gekommen. Sie schaute über die Ebene hinaus. Es hatte lange geregnet, und auf der Ebene wuchsen schon wieder die ersten Halme frischen Grüns. Es würde noch eine Weile dauern, bis sich alles normalisiert hatte, aber es war ein Anfang.
Sie starrte in die Ferne zu den Wolken, die über den Nachthimmel trieben.
„Oh Mufasa. Unser Sohn ist ein würdiger Nachfolger. Aber ich vermisse dich so sehr.“
Ihre geflüsterten Worte wurden von der Brise fortgetragen.
„Was soll ich nur tun? Ich möchte so sehr glücklich sein, für unseren Sohn, unsere Familie, unser Territorium. Aber ich kann es nicht. Zu viel ist geschehen. Zu viel ist verloren. Zu viel ist unwiederbringlich verloren. Mich dürstet nach Rache. Rache an demjenigen, der dich mir weggenommen hat. Derjenige, der unser Territorium verwüstet und uns fast unseren Sohn genommen hat.“
Sie seufzte und stützte ihren Kopf auf ihre Pfoten. Es war nicht so, dass solche Selbstgespräche ihr wirklich Frieden gaben, aber es half, den Schmerz kurzfristig zu lindern. Sie wollte schreien. Sie wollte töten. Etwas zerstören. Aber das würde ihr nur bedingt über ihren Kummer hinweghelfen. Sie nahm einen tiefen Atemzug.
„Ich sehne mich nach dir.“
Wieder trug der Wind die Worte fort. Weit weg über die weite Ebene, viel weiter, als Sarabi je vermutet hätte.
„Ich kann deinen Schmerz spüren. Ich kann ihn lindern.“
Sarabi schreckte hoch und sah sich um. Woher kam diese Stimme? Sie konnte niemanden sehen.
„Simba? Timon? Pumba?“
Sie stand auf und drehte sich zum Eingang der Höhle um, aber es war niemand zu sehen. Jemand spielte ihr einen Streich, und dieser Jemand würde eine ordentliche Tracht Prügel beziehen.
„Beruhige dich. Ich bin hier oben.“
Die Stimme klang völlig ruhig. Sie war eindeutig männlich, und derjenige, dem sie gehörte, war unendlich selbstbewusst und von sich überzeugt. Sie blickte auf. Auf dem Felsen des Rudels saß ein Löwe, der völlig entspannt auf sie herabsah. Wie zum Teufel war er da hinaufgekommen? Wie zum Teufel war er an ihr und den anderen vorbeigekommen, ohne dass sie es bemerkten. Wie war er überhaupt hierher gekommen, ohne dass sie ihn aus der Ferne bemerkt hatten. Sie legte die Ohren an und kräuselte die Lippen. Sie überlegte noch, ob sie Alarm schlagen sollte, als er aufstand.
„Du hast mich gerufen, also bin ich gekommen. Ich bin hier, um dir zu helfen. Ich bin keine Gefahr, ich bin deine Rettung.“
Seine Stimme war wie Balsam für ihre Seele. Sie war der von Mufasa nicht unähnlich und doch so ganz anders. Sie fühlte sich zu ihm hingezogen. Sie schüttelte den Gedanken ab, und als sie wieder dorthin sah, wo er eben noch gelegen hatte, war er verschwunden. Sofort war sie erschrocken. Wo war er hin, wie konnte er von dort oben irgendwohin kommen, ohne an ihr vorbeizukommen?
„Ich muss sagen, du riechst außergewöhnlich köstlich.“
Er schnurrte direkt hinter ihr. Sarabi wirbelte herum und sah sich augenblicklich mit ihm konfrontiert. Er stand wie selbstverständlich vor ihr. Instinktiv wich sie ein paar Schritte zurück und fletschte die Zähne, ihre Nackenhaare sträubten sich, sie würde sich verteidigen, wenn er angriff. Wieder ging ihr durch den Kopf, um Hilfe zu rufen, aber irgendwie erschien ihr das falsch. Er setzte sich auf den Rand des Felsens des Rudels und wartete. Er schien völlig entspannt zu sein. Er neigte den Kopf leicht zur Seite.
„Na los, frag schon.“
forderte er leise. Ein leichtes Lächeln umspielte seine Lippen. Er sah so ganz anders aus. Er war ein Löwe, daran gab es keinen Zweifel. Aber die Beschaffenheit seines Fells, seine Haltung, die Tatsache, dass seine Mähne aus schwarzen Flammen bestand und seine Augen rot glühten, waren sehr beunruhigend. Sarabi schüttelte den Kopf.
„Wer... was bist du?“
Er schloss die Augen und nickte mit einem Lächeln. Die Frage, die immer kam. Besonders, wenn er zum ersten Mal eine Welt besuchte.
„Man nennt mich Adramalech. Ich bin ein Dämon. Ich bin hier, um deine Erlösung zu sein.“
Sarabi verstand nicht. Aber da er zumindest im Moment keine direkte Bedrohung darzustellen schien, versuchte sie, sich ein wenig zu entspannen. Wieder schüttelte sie den Kopf.
„Ich verstehe das nicht. Was ist ein Dämon und wovor willst du mich retten?“
Fragte sie. Adramalech lächelte breiter und machte sich daran, sich hinzulegen.
„Nun, Sarabi, du hast mich gerufen. Nun, eigentlich hast du mich nicht gerufen. Ich bin nicht derjenige, den du gerufen hast. Ich bin nicht derjenige, den du willst, aber ich bin derjenige, den du brauchst.“
Er legte sich genüsslich hin, sein Schwanz baumelte über den Rand des Felsens.
„Ich werde dich vor dir selbst retten. Denn, na ja, du wirst nicht... Mufasa war sein Name, nicht wahr? Nun, du wirst ihn nie wieder sehen. Er kam ins Jenseits, ohne sich etwas zuschulden kommen zu lassen. Du hingegen hast durch deine Rachegedanken und dein Verlangen nach Vergeltung deine Seele besudelt. Du wirst nach dem Tod in der Hölle landen. Dort wirst du endlose Qualen erleiden, bis deine Seele schließlich zugrunde geht oder selbst zu einem Dämon wird.“
erklärte Adramalech ruhig. Sarabis Augen weiteten sich, ihre Nackenhaare richteten sich wieder auf, und sie senkte mit gefletschten Zähnen den Kopf.
„Woher weißt du das alles, und wenn du ein Dämon bist, wie willst du mich davor bewahren, ein Dämon zu werden?“
Ihre Stimme war ein leises Knurren. Adramalech sah ihre Drohgebärde und sein Lächeln wurde zu einem Grinsen. Seine Reißzähne blitzten im Schein des Mondlichts.
„Oh, meine Liebe, ich werde dich nicht davor bewahren, ein Dämon zu werden.“
Er senkte den Kopf und sah von unten zu ihr hinüber.
„Ich biete dir nur an, ein Dämon in meinen Diensten zu werden und den Teil des Leidens zu überspringen. Nichts kann dich vor der Hölle bewahren, dafür ist es schon viel zu spät. Die Frage ist nur, wie du dorthin kommst und was du dort unten tust...“
Seine völlig entspannte Art und die nonchalante Art, mit der er sagte, dass sie in der Hölle landen würde, egal was sie tat, machte Sarabi sehr, sehr wütend. Sie machte einen Schritt auf ihn zu. Adramalech sah zu ihr auf und grinste weiter.
„Vielleicht will ich wirklich in die Hölle gehen. Ich habe dort noch etwas zu erledigen.“
Knurrte Sarabi, und ihre Krallen schabten über den harten Fels, als sie näher kam.
„Ja, aber nur ich kann dich so in die Hölle bringen, dass du überhaupt eine Chance hast, diese Dinge zu erledigen. Aber ich glaube nicht, dass du schon so weit bist.“
Sagte Adramalech und richtete sich auf. Er wirkte auf einmal so viel größer. Wenn er so vor ihr stand, war er fast einen Kopf größer als sie. Aber er strahlte keine Aggressivität aus, alles, was von ihm ausging, war Selbstbewusstsein und Zuversicht. Er streckte sich ein wenig.
„Ich werde hier noch eine Weile bleiben. Wenn du über mein Angebot nachgedacht hast oder einfach jemanden brauchst, um Dampf abzulassen, ruf einfach nach mir. Ich werde da sein.“
Sagte Adramalech und ohne eine Antwort abzuwarten, machte er einen Schritt rückwärts und ließ sich vom Felsen fallen. Sarabi eilte nach vorne, um zu sehen, wohin er gefallen war. Sie machte sich Sorgen um ihn, aus welchem Grund auch immer. Aber als sie über den Rand des Felsens blickte, war da nichts und niemand. Nur nackter Fels. Sie blinzelte. Es war so seltsam. Sie war völlig verwirrt.
Ein Dämon. Die Hölle. Woher wusste er das alles? Woher kannte er Mufasa, und wie konnte er sie hören? Sie hatte gerade laut genug gesprochen, um sich selbst zu hören. Morgen würde sie Rafiki um Rat fragen. Sie legte sich an den Rand des Felsens.
Sein Duft hing noch immer in der Luft um sie herum.
„Wie gut er riecht. Ganz anders als die anderen. Aber hmmmm.“
Sie schnupperte aufmerksam und blickte in die Ferne.
Wohin er wohl gegangen sein mochte? Sie hatte eine intensive Verbindung zu ihm gespürt. Seine Stimme war so angenehm gewesen. Jedes Wort war wie eine Droge, die sie ihren Schmerz vergessen ließ. Wie es wohl wäre, eine Nacht mit ihm zu verbringen...
Sie ertappte sich dabei, wie sie sich an die Stelle auf dem Felsen kuschelte, wo er gelegen hatte, und das Kribbeln tief in ihrem Bauch... Sie wollte ihn... Jetzt....
„Nein, ich kann nicht. Ich kann ihn nicht rufen. Ich muss erst mit Rafiki sprechen.“
Sie schimpfte mit sich selbst. Aber ihr Körper verriet sie. Sie spürte, wie ihr warm wurde. Ihre Scheide kribbelte, es kitzelte sie am ganzen Körper und sie musste sich zwingen, sich nicht einfach selbst zu berühren. Sie biss sich auf die Lippe. Nicht einmal Mufasa hatte eine so intensive Wirkung auf sie gehabt. Andererseits war es auch schon eine ganze Weile her. Tatsächlich hatte sie sich seit Mufasas Tod nicht mehr gepaart. Es war nicht so, dass Scar es nicht versucht hätte, und Simba hatte es ihr angeboten. Aber sie hatte beides abgelehnt. Den einen aus Prinzip, den anderen aus... na ja, warum eigentlich? Sie dachte darüber nach und kam zu dem Schluss, dass er jetzt, da er der Patriarch des Rudels war, mit jeder...
Sie wollte den Gedanken nicht zu Ende führen. Sie empfand es als falsch. Sie würde sich nicht ihrem eigenen Sohn hingeben. Es fühlte sich nicht richtig an. Andererseits bedeutete es aber auch, dass sie nie wieder...
„Vielleicht sollte ich ihn ...“
Sie schüttelte heftig den Kopf.
„Nein. Nicht bevor ich mit dem Affen gesprochen habe.“
Als der nächste Tag anbrach, lag sie immer noch am Rande der Klippe. Ihr Schlaf wurde von den ersten Sonnenstrahlen gestört, die ihre Augen blendeten. Mürrisch murmelnd öffnete sie die Augen und blickte hinunter in die Ebene. Sie traute ihren Augen nicht, als sie in der Ferne eine einzelne Antilope über die Savanne laufen sah. Es funktionierte also. Das Gebiet war noch nicht verloren. Es würde sich erholen. Der Kreis des Lebens würde sich weiter drehen. Sie stand langsam auf. Es war noch sehr früh. Die anderen des Rudels würden wahrscheinlich erst viel später aufwachen. Sie schaute sich um. Es war eine gute Idee, den alten Affen jetzt zu besuchen und mit ihm über die gestrige Begegnung zu sprechen. Schnell setzte sie sich in Bewegung. Der Baum von Rafiki war ein gutes Stück entfernt.
Während sie rannte, dachte sie darüber nach, wie sie dem alten Rafiki verständlich machen könnte, was sie gestern gesehen hatte. Mit wem sie in der Nacht gesprochen hatte. Andererseits schien der Affe mehr gesehen und gehört zu haben als jeder andere, den sie kannte. Vielleicht wusste er genau, wovon sie sprach. Sie beeilte sich weiterzugehen. Sie wollte Klarheit darüber, was sie als Nächstes tun würde.
Rafikis Baum stand ein Stück weit draußen in der Steppe. Er war schon immer ein Einsiedler gewesen. Aber er war schon der Berater der Familie gewesen, als Mufasas Vater der Patriarch des Rudels gewesen war. Als sie am Fuß des Baumes stand und seinen Namen rufen wollte, erwartete er sie bereits.
„Ich habe schon auf dich gewartet, Sarabi. Du willst mich etwas fragen.“
Es war keine Frage, es war eine Feststellung. Sarabi war ein wenig überrumpelt. Als sie sich ihre Frage zurechtgelegt hatte, kam er ihr wieder zuvor.
„Ja, ich weiß, mit wem du dich in dieser Nacht getroffen hast.“
Seine Stimme klang so besserwisserisch wie immer, aber er hatte nicht unrecht, und verdammt, woher wusste er das schon wieder?
„Rafiki, du machst mir Angst. Woher weißt du das alles schon wieder?“
Zwei lachende Stimmen ertönten aus der Baumkrone. Die eine war Rafiki, die andere....
Sarabi stellte sich an den Stamm, konnte sich aber nicht hoch genug strecken, um etwas zu sehen. Dann steckte Adramalech seinen Kopf über den Rand des Stammes und grinste.
„Weil ich es ihm gesagt habe. Warum kommst du nicht hoch und plauderst ein wenig mit uns? Es ist so schön hier oben.“
Sarabi sprang zurück. Man konnte förmlich sehen, wie sie versuchte, ihre Gedanken zu ordnen, bevor sie etwas sagen konnte. Adramalech lehnte sich an die Kante und grinste, während Rafiki hinter seiner Schulter hervortrat und eine einladende Geste machte.
„Ja, Sarabi, komm herauf. Unser Gespräch betrifft auch dich. Komm herauf. Komm herauf.“
Die Löwin schüttelte den Kopf.
„Aber wie ... woher ... nein ... nein, ich kann es jetzt nicht glauben.“
Grummelte die Löwin und nahm Anlauf. Sie sprang in die Höhe, landete am Baumstamm und sprang an den Rand, von wo aus sie sich hochziehen konnte. Das kleine Reich des weisen Affen war so chaotisch wie immer. Überall hingen Rasseln, Flaschen und Früchte. Der Bewohner des Baumes tanzte durch die Baumkronen und lachte laut, während er den Inhalt einer vergorenen Frucht aß.
„Ahahahaha... Sarabi. Du hast meinen Gast bereits kennengelernt. Er hat mir so viele erstaunliche Dinge erzählt und mir so viele noch erstaunlichere Dinge gezeigt. Ich verstehe jetzt alles viel besser... Ahahahahaa...“
Adramalech lümmelte auf einem niedrigen Ast und beobachtete amüsiert, wie Rafiki sich durch die Äste schwang, während er sich weiter berauschte.
„Wie kommst du hierher? Woher wusstest du, dass er hier wohnt?“
fragte Sarabi, als sie näher kam. Adramalech lächelte.
„Ich habe ihn nicht gefunden, er hat mich gefunden. Er hat eine Gabe. Er hat eine Verbindung zur Welt und kann Veränderungen spüren. Wahrscheinlich wusste er schon, dass ich da war, bevor wir uns trafen.“
Sagte Adramalech ruhig, aber amüsiert und wich dem Rest einer Frucht aus, die der Affe nach ihm warf. Seine Stimme zog sie wieder in seinen Bann. Sie hing buchstäblich an seinen Lippen, und er war sich dessen bewusst, aber er kam nicht weiter, als ein Schrei von oben ihn unterbrach.
„Ich weiß alles... Ich bin Rafiki... Ich esse Früchte und ich weiß Dinge... Ahahahahaaa...“
Brüllte der Affe und hüpfte wieder über die Baumkrone.
„Ist er immer so?“
fragte Adramalech, und Sarabi nickte nur stumm. Der Löwe drehte sich ganz zu Sarabi um.
„Aber du scheinst mich nicht aus dem Kopf zu kriegen, wenn du dich mit Bruder Springbock beraten musst.“
Und wieder war da seine Stimme. Sie war wie eine Art Zauberspruch. Je mehr er sprach, desto mehr war sie sich sicher, dass sie ohne ihn nicht mehr leben konnte. Auch sein Charisma. Auch wenn sein Aussehen sie anfangs abschreckte. Je länger sie in seiner Nähe war, desto mehr war es ihr egal. Ihr Körper reagierte schon wieder völlig unabhängig von ihr. Ihr war heiß, unnatürlich heiß. Es kribbelte schon wieder am ganzen Körper, besonders aber in ihren Lenden. Ihre Beine begannen zu zittern und sie spürte, wie ihre Säfte zu fließen begannen.
„Ich ... ich muss hier raus.“
stotterte sie. Doch Adramalech hob seine Pfote.
„Warte. Bleib hier. Deine Reaktion ist völlig normal. Sie wird nicht aufhören, nur weil du gehst. Dein Körper will mich.“
Er sagte es, als wäre es das Normalste der Welt, dass sie sich einem völlig Fremden hingeben wollte. Dass sie sich hier und jetzt, im Beisein eines betrunkenen Affen, auf einem Baum mit einem Dämonenlöwen paaren würde, der ihr nicht nur völlig fremd war, sondern auch völlig anders war. Einfach so.
„Ja, genau. Einfach so.“
Bestätigte Adramalech.
Oh mein Gott! Konnte er Gedanken lesen?
„Ohhhh nein...“
Sarabis Gedanken rasten, aber der Löwe, der immer noch völlig entspannt auf dem Ast vor ihr saß, schüttelte den Kopf.
„Mach dir keine Sorgen. Aber ich brauche deine Gedanken nicht zu lesen. Weißt du, ich habe dieses Gespräch schon unzählige Male geführt. Irgendwann kennst du die Mimik, die Gedankengänge und die Ängste deines Gegenübers.“
Erklärte Adramalech und veränderte seine Position so, dass Sarabi ganz zufällig einen guten Blick auf sein Gemächt werfen konnte. Er konnte förmlich spüren, wie die Scham in ihrem Gesicht aufstieg.
„Wo war ich? Ach ja, richtig. Dein Körper will mich, er kann nicht anders...“
Er schaute ihr tief in die Augen.
„...Und du...du willst mich auch. Du kämpfst dagegen an, wie die Löwin, die du bist, aber wir wissen beide, dass du diesen Kampf verlieren wirst.“
Seine Stimme war voller Mitgefühl und er sagte es so natürlich, dass sie es fast glauben wollte. Aber sie wollte noch nicht aufgeben. Noch nicht. Sie keuchte fast, als sie schließlich antwortete.
„Nein ... nein, ich kann mich dir nicht einfach so hingeben. Nicht ohne zu wissen, was danach passiert. Woher soll ich wissen, dass du mich nicht einfach anlügst. Dass du nicht irgendeinen finsteren Plan verfolgst.“
Sie musste sich hinlegen, ihre Beine wollten ihr Gewicht nicht mehr tragen. Adramalech lächelte wohlwollend.
„Nun, das kannst du nicht. Niemand kann dir eine Garantie geben, denn außer mir ist noch nie jemand aus der Hölle zurückgekehrt. Du wirst mir entweder vertrauen müssen oder nicht. Aber ich werde dich zu nichts zwingen. Mein Angebot ist völlig unverbindlich. Du musst dich mir nicht hingeben, du musst den Pakt mit mir nicht schließen. Nichts von alledem ist notwendig. Das Einzige, was ich dir garantieren kann, ist, dass mein Angebot besser ist.“
Adramalech erhob sich langsam und streckte sich genüsslich, bevor er langsam und lasziv zu Sarabi hinüberging. Er genoss es, ihr gegenüber in einer Position der absoluten Macht zu sein. Er schmiegte sich an sie.
„Ich weiß, das kommt alles sehr plötzlich. Und zugegebenermaßen ist es äußerst unwahrscheinlich, dass du morgen stirbst. Aber mein Angebot gilt nur so lange, wie du dich noch fortpflanzen kannst. Das ist der Haken an der Sache. Und sind wir beide mal ehrlich ... das wird nicht mehr lange der Fall sein.“
Sarabi war verärgert. Sie war geradezu wütend. Die Art, wie er diese Dinge so einfach sagte, sie mit Fakten beleidigte... Sie würde ihn am liebsten in Stücke reißen, andererseits ... je mehr er mit ihr sprach und interagierte, desto mehr erregte es sie. Sie hatte das Gefühl, dass sie dahinschmelzen wollte. Sie fühlte sich, als hätte sie bereits eine Pfütze unter sich. Sie starrte ihn wütend an.
„Fass mich nicht an ... ich habe dir und deinem Deal noch nicht zugestimmt.“
fauchte sie und Adramalech nickte und wich ein wenig zurück. Er hatte Zeit. Wenigstens ein bisschen. Sarabi würde noch eine Weile im gebärfähigen Alter sein. Es gab also keinen Grund zur Eile. Sie würde zu ihm kommen, da war er sich absolut sicher. Er legte sich ein paar Schritte von ihr entfernt hin. So dass sie wirklich alles sehen konnte. Hinter ihnen kam Rafiki schließlich langsam zur Ruhe. Der Alkohol schien zu wirken. Er taumelte mit dem Rest einer Frucht, die schief in seinem Maul hing, durch den Raum und fiel schließlich einfach nach hinten um. Es dauerte noch einen Moment, dann konnte sie das selige Schnarchen des Affen hören.
Adramalech grinste von Ohr zu Ohr. Sarabi schaute etwas verdutzt zu ihrem Freund hinüber und dann mit verschlossener Miene zu Adramalech.
„Also gut. Erkläre mir dein Geschäft. Ich will alles wissen. Wenn ich schon eine Entscheidung treffe, will ich wenigstens wissen, worauf ich mich einlasse.“
Sie klang überhaupt nicht überzeugt. Adramalech lehnte sich mit dem Rücken gegen den Baumstamm hinter ihm. Seine Miene wurde für einen Moment ernst, bevor er sich wieder entspannte und mit ruhiger, aber fester Stimme sprach.
„Sarabi, der Pakt verlangt von dir, dass du dich freiwillig mit mir paaren willst. Wenn wir zum Höhepunkt kommen, werde ich dich töten. ... Nein, lass mich ausreden... Du wirst dabei keinen Schmerz empfinden. Das ist Teil der Abmachung. Du wirst mit mir zusammen in die Hölle kommen und dort Teil meines persönlichen Harems sein. Von nun an bis in alle Ewigkeit. Es wird dir an nichts fehlen. Du wirst in bester Gesellschaft sein und wenn es ein Zufall ist, wirst du dort vielleicht auch deinen verhassten Schwager wiederfinden. Dann kannst du mit ihm machen, was du willst.“
Adramalech gestikulierte etwas gelangweilt bei dem letzten Teil. Sarabi hingegen war außer sich.
„ Du willst dich mit mir paaren? Nur um mich dabei zu töten? Und dann willst du, dass ich dir für immer diene? Als was? Als dein persönliches Sexspielzeug? Das wäre für mich fast so quälend, wie in die Hölle zu kommen!“
Sie versuchte, aufzustehen, kam aber nicht weit. Allein die Anspannung ihrer Muskeln stimulierte ihre Genitalien so sehr, dass sie stöhnend wieder zusammensackte. Sie starrte Adramalech an, dessen Grinsen nicht aus seinem Gesicht weichen wollte.
„Nun, ich würde dich nicht als Sexspielzeug bezeichnen, eher als eine ewige Gefährtin, die mit mir und anderen Löwinnen die Ewigkeit überdauern wird. Sex wird auf jeden Fall eine Rolle spielen, aber er wird nie der einzige Grund sein, warum du in meinem Harem sein wirst. Eher eine nette Nebensache.“
Er erhob sich langsam wieder und leckte sich über die Lippen.
„Lass mich dir eine kleine Kostprobe geben, ganz unverbindlich. Es wird dir Erleichterung verschaffen und vielleicht wird es dir auch leichter fallen zu entscheiden, ob du diese Zuneigung für alle Ewigkeit haben willst.“
Er schnurrte, während Sarabi nach Worten suchte, die sie dem selbstgefälligen Löwen an den Kopf werfen konnte.
„ Fass mich nicht an. Ich warne dich. Ich mache dich fertig.“
Fauchte sie und verfolgte ihn mit ihrem Blick.
Sie war unfähig, sich umzudrehen. Jede Bewegung ließ Wellen der Lust durch ihren Körper laufen während Adramalech sie umkreiste.
„Keine Sorge, ich hatte nicht vor, dich zu berühren.“
flüsterte er, als er hinter ihr stand. Ihr Knurren konnte nicht darüber hinwegtäuschen, dass ihr Körper sie verriet, indem sie ihren Schwanz zur Seite bewegte und ihm so den vollen Blick freigab. Ihre Muschi war geschwollen und pulsierte leicht. Sie saß buchstäblich in einer Pfütze aus ihrem eigenen Nektar. Sie zitterte vor Wut, aber sie konnte sich nicht wehren.
Langsam kam er näher und mit jedem Zentimeter, den er näher kam, stieg ihre Erregung. Sie spürte seinen heißen Atem auf ihren Schamlippen, als er ihren Duft aufnahm und ihn schmeckte. Sie konnte spüren, wie sich seine Augen in ihre Seele brannten. Sie konnte sein Schnurren hören und spüren. Die Vibrationen machten sie fast wahnsinnig. Sie konnte das schmatzende Geräusch hören, als er seinen Mund öffnete.
Das würde er doch nicht tun. Oder etwa doch?
Adramalech genoss den Moment der Überraschung in vollen Zügen, als seine Zunge liebevoll über ihre Lippen glitt und ihre Feuchtigkeit aufnahm. Sarabi war so überwältigt von diesem plötzlichen Gefühl, dass sie nicht wusste, wie sie reagieren sollte, außer mit einem leidenschaftlichen Stöhnen. Erst als er schon mehrmals über ihre Vagina geleckt hatte, fand sie ihre Worte wieder.
„Ich habe dir gesagt, du sollst mich nicht... aaaaaaahnnn...“
Ihr Fauchen verwandelte sich in ein Stöhnen.
„Sssslllrp... berühren. Ja. Ich fasse dich überhaupt nicht an. Ich mache dich nur sauber.“
murmelte Adramalech, bevor er noch einmal mit seiner Zunge über ihre Lippen fuhr. Sarabi keuchte und stöhnte auf. Es fühlte sich so unglaublich gut und gleichzeitig so völlig falsch an. Der Dämon, der sie mit seiner Zunge verwöhnte, kannte keine Gnade und drückte die Spitze seiner rauen Zunge zwischen ihre Lippen, um sowohl ihren Eingang als auch ihre Klitoris zu stimulieren. Sarabi holte scharf Luft und stieß ein leidenschaftliches Stöhnen aus. Sie war ihrem Höhepunkt schon sehr nahe. Die lange Zeit seit ihrer letzten Paarung und ihr emotional aufgewühlter Zustand machten sie sehr empfindlich. Das konnte auch Adramalech spüren. Er brachte sie ein wenig näher an den Abgrund und dann....
*Warum hört er auf? Warum macht er nicht weiter?*
Er erhob sich und leckte sich über die Lippen, bevor er sich langsam auf den Weg zurück zu seiner Sitzgelegenheit machte.
„Warum ... warum hörst du auf?“
Sarabi keuchte, ihre Stimme war erfüllt von der Sehnsucht nach mehr. Sie war so nah dran gewesen. Nur ein kleines bisschen mehr. Sie sah ihn flehend an. Adramalech lächelte.
„Nun, jetzt bist du wieder sauber. Ich hätte dich doch nicht anfassen dürfen. Nachdem du wieder sauber warst, habe ich damit aufgehört.“
Es lag ein teuflischer, schelmischer Unterton in seiner Stimme, als er sich wohlwollend niederließ und begann, sich zu reinigen. Sarabi war völlig verblüfft. Ihr fehlten die Worte. Wut stieg in der Löwin auf. Sie zitterte am ganzen Körper. Sie wollte gerade zu einer Schelte ansetzen, die es in sich hatte, als Adramalech ihr in die Augen sah.
„Was Sarabi? Hätte ich weitermachen sollen? Warst du kurz davor, zum Höhepunkt zu kommen? Es ist schon lange her, nicht wahr? Wahrscheinlich mehrere Jahre. Das würde erklären, warum meine Wirkung auf dich so stark ist.“
Er drehte sich zu ihr um und kam ein wenig näher. Gerade außerhalb der Reichweite ihrer Zähne.
„Hör zu. Mein Angebot steht. Ich bin ein Löwe, der sein Wort hält. Kein Schmerz. Keine Folter. Du weißt, wie du mich findest.“
Und mit diesen Worten leuchteten seine Augen kurz auf und er verschwand in einer schwarzen Wolke aus Nichts. Seine Augen und sein Grinsen schienen noch einen Moment lang in der Luft zu hängen, dann waren auch sie verschwunden. Sarabis Augen weiteten sich und sie blieb mit offenem Mund allein mit dem schnarchenden Affen zurück.
„Was zum ... aber wie?“
stammelte sie.
Es dauerte eine ganze Weile, bis die Wirkung, die Adramalech auf sie gehabt hatte, vollständig abgeklungen war. Rafiki schlief bis in die Abendstunden und war danach nicht mehr wirklich zu etwas zu gebrauchen. Sarabi hatte beschlossen, zum Königsfelsen zurückzukehren, bevor die anderen sich zu große Sorgen machten. Als sie Simba und Nala von ihren Begegnungen mit Adramalech erzählte und auch, dass Rafiki sich selbst für seine Verhältnisse völlig seltsam verhalten hatte, hatte Simba sie eindringlich gebeten, nicht noch einmal nach Adramalech zu rufen. Dieser Gefahr sollte man sich nur ungern aussetzen. Obwohl Sarabi jede Nacht von dem seltsamen Löwen träumte und ihr diese Träume sehr real vorkamen, blieb sie standhaft.
Zumindest eine Zeit lang.
Die Monate vergingen, und Sarabi erlebte eine neue Blüte in der Gegend. Die Ebenen füllten sich wieder mit Grün und die ersten der großen Herden fanden ihren Weg zurück in die Ebenen unterhalb des Königsfelsen. Sie wurde Zeuge von Nalas Schwangerschaft und der Geburt ihrer ersten Enkelin. Alle waren glücklich, alles war gut. Doch Sarabi fühlte sich mehr und mehr, als gehöre sie nicht mehr dazu. Sie verbrachte mehr und mehr Zeit allein in der Wildnis. Sie unternahm lange Expeditionen, die sie bis an die Grenzen ihres Reiches und manchmal darüber hinaus führten. Sie suchte Herausforderungen, kämpfte gegen gefährliche Gegner und jagte unmögliche Beute. Oft war sie tagelang unterwegs. Erst nach einiger Zeit konnte sie sich eingestehen, dass sie absichtlich versuchte, Abstand zwischen sich und Simba zu bringen. Solange sie noch fruchtbar war, wollte sie nicht in seiner Nähe sein. Sie konnte sich nicht genau erklären, warum, aber es war so. Wann immer Simba oder die anderen sie nach Gründen fragten, oder um zu bleiben, erfand sie neue Ausreden.
Einer dieser Ausflüge führte sie zu einer der entlegensten Wasserstellen des Territoriums. In den letzten Monaten war sie häufig hier gewesen. Sie hatte es sich dort gemütlich gemacht und wartete auf den Sonnenuntergang, als sie seine Stimme hörte.
„Wie lange willst du eigentlich noch weglaufen?“
Seine Stimme war voller Mitgefühl und Besorgnis. Sarabi erschrak und wirbelte herum. Zuerst sah sie nur seine Augen, die in der Dunkelheit der langen Schatten leuchteten, dann sah sie sein strahlend weißes Lächeln.
„Ich laufe nicht vor dir weg. Ich habe nicht nach dir gerufen. Warum bist du hier?“
Adramalech kam schweigend näher und legte sich an das Ufer der kleinen Wasserstelle, um mit den kleinen Wellen zu spielen.
„Ich weiß, dass du nicht vor mir wegläufst, es hätte keinen Sinn.“
Sagte Adramalech und schob einen kleinen Stein ins Wasser, um die Wellen zu beobachten.
„Du läufst vor deinem Sohn weg. Warum?“
Sarabi sah ihn aus zusammengekniffenen Augen an.
„Du bist mir gefolgt.“
Adramalech grinste, ohne sich in irgendeiner Weise schuldig zu fühlen.
„Ich habe dir gesagt, dass ich eine Weile bleibe. Ich habe mich ein wenig umgesehen. Es gibt hier eine Menge netter Löwinnen. Ich könnte mir noch ein oder zwei vorstellen...“
Weiter kam er nicht, Sarabi war ihm schon an die Kehle gesprungen. Sie biss ihm in den Hals, musste aber sofort wieder loslassen. Seine brennende Mähne hinderte sie daran, ihn an der Kehle zu packen. Sie beschränkte sich darauf, ihn mit Prankenhieben zu traktieren und aus voller Kehle zu schreien.
„Du ... wirst ... die ... anderen ... in ... Frieden ... lassen!“
Adramalech nahm die Schläge ohne sichtbare Regung hin, im Gegenteil, er trieb sie sogar noch an.
„Ja, komm schon. Zeig mir, was in dir steckt. Lass es alles raus.“
Er lachte, als sie einen Klauenhieb nach dem anderen landete. Alle seine Verletzungen verheilten sofort. Kratzer und Wunden schlossen sich so schnell, wie Sarabi sie zugefügt hatte. Sie war eine starke und ausdauernde Kämpferin, aber ein Gegner, der sich nicht einmal um die Angriffe kümmerte, den konnte selbst sie nicht besiegen.
„ Wehr dich doch wenigstens!“
schrie sie, während sie nach Atem rang, und doch sprang sie den fremden Löwen immer wieder an, riss schreckliche Wunden, nur um zu sehen, wie sie sich gleich wieder schlossen. Adramalech grinste und duckte sich leicht.
„Du willst, dass ich mich wehre? Schön.“
schnurrte er. Er timte den nächsten Angriff, wich der Tatze aus und nutzte ihren Schwung, um sie um ihre eigene Achse zu drehen. In einer einzigen fließenden Bewegung war sie unter ihm und er über ihr. Er nutzte seine überlegene Größe, Kraft und sein Gewicht und drückte sie sanft zu Boden. Sie hatte keine Chance. Sie versuchte, sich unter ihm hervorzuziehen, sich zu winden oder anderweitig zu wehren, aber sie war völlig bewegungsunfähig. Sie spürte, wie sich sein Kopf neben ihrem bewegte.
„Ich habe gewonnen.“
flüsterte er fast tonlos, bevor er sich von ihr löste.
Sarabi standen die Tränen in den Augen. Sie war völlig machtlos. Wie sollte sie ihr Rudel verteidigen, wenn der Gegner so übermächtig war. Würde er jetzt einfach eine der anderen Löwinnen verschleppen?
Adramalech lehnte sich am Ufer des Sees zurück und lächelte entspannt.
„Ich verstehe also. Es ist dir wichtig, dass ich den Rest deines Rudels in Ruhe lasse.“
Sagte er ruhig und sah zu dem schwer atmenden Sarabi hinüber.
„Lass die anderen aus dem Spiel. Ich werde dir alles geben, aber lass die anderen aus dem Spiel.“
Keuchte die Löwin und zog sich auf ihn zu. Adramalech hob die Augenbrauen und seine Augen leuchteten.
„Wirklich alles?“
Fragte er, während ein teuflisches Grinsen sein Gesicht zierte. Sarabi starrte ihn mit offenem Mund an. In ihren Augen spiegelte sich nackte Panik.
„Alles ... alles, was du willst.“
Sagte sie schnell. Adramalech entspannte seine Gesichtszüge und lächelte. Sarabi verstand nicht, als er sich erhob und wieder zu ihr herüberkam. Er schmiegte seinen Kopf an den ihren. Sie wollte ihn dafür hassen, aber es fühlte sich so unglaublich gut an.
„Nein, Sarabi. So funktioniert das nicht. Ich kann nichts akzeptieren, was mir aus Zwang, Angst oder Erpressung angeboten wird. Und das musst du auch nicht. Ich hatte nicht die Absicht, eine der anderen Löwinnen zu verführen. Zumindest jetzt noch nicht. Eines Tages, vielleicht. Aber jetzt bin ich einzig und allein wegen dir hier.“
sagte er ruhig und kuschelte sich weiter an sie. Heiße und kalte Schauer liefen ihr den Rücken hinunter. Es war ein völlig neues Gefühl für sie. Ihr Körper reagierte unheimlich schnell auf ihn. Ihr wurde schon wieder heiß und ihr Körper schrie förmlich nach seiner Aufmerksamkeit.
„Du ... du willst nur mich? Nicht die anderen?“
Sie keuchte. Und er nickte.
„Wie ich schon sagte, ich bin hier, um dich zu retten. Solange das noch möglich ist.“
Er drückte seine Nase in das Fell in ihrem Nacken und begann zart zu knabbern. Er spürte, wie sich ihre Haare aufstellten, und er genoss die Macht, die er über sie hatte. Sarabi kribbelte am ganzen Körper und sie war kurz davor, sich ihm hinzugeben. Nur ein kleiner Teil von ihr klammerte sich noch an dieses irdische Dasein.
„Aber dann werde ich sie nie wieder sehen...“
sagte sie leise, und Tränen rannen ihr über das Gesicht. Adramalech ließ sie für einen Moment los, wischte ihr eine der Tränen von der Wange und betrachtete die Nässe auf seiner Pfote. Der Ausdruck auf seinem Gesicht wirkte distanziert und sehnsüchtig.
„Ja, das ist der Preis, den wir alle zahlen...“
sagte er mehr zu sich selbst als zu Sarabi. Er blickte wieder auf die Löwin hinunter, die vor ihm auf dem Boden lag. Er beugte sich hinunter und schmiegte seinen Kopf noch einmal an den ihren. Er war so unglaublich zärtlich, wenn es darum ging, sie zu verführen. Es war, als wäre dies ein ganz anderer Löwe als der aufgeblasene Trottel, der ihr mit seinem Getue auf die Nerven ging. Sie zitterte. Lange würde sie ihm nicht mehr widerstehen können.
„Bevor du dich jetzt entscheidest.“
sagte er leise in ihr Ohr. Seine Stimme war voll von Liebe und Zuneigung.
„Geh und verabschiede dich von denen, die du liebst. Gib ihnen eine Chance, sich zu verabschieden. Und dann, wenn du mit mir gehen willst, komm hierher zurück. Ich werde hier auf dich warten.“
Er rieb sich zärtlich an ihr und stupste sie schließlich an. Sarabi sah ihn ungläubig an, als er zurück zum Teich ging und sich dort hinlegte. Er wirkte immer noch völlig entspannt, obwohl er in Gedanken versunken schien. Langsam stand sie auf und ging ein paar Schritte auf ihn zu.
„Du gibst mir immer noch die Chance, einfach zu gehen? Selbst wenn die Gefahr bestünde, dass ich nicht zurückkomme?“
Fragte sie neugierig.
Adramalech sah zu ihr auf und lächelte.
„Ich will und kann dich nicht zwingen. Ich sehe, dass du noch Zweifel hast, und ich weiß, dass du eine Familie hast, die du liebst und die dich liebt. Es wäre falsch, dich einfach von ihnen wegzuholen. Ich möchte wirklich, dass du aus freien Stücken mit mir kommst.“
Seine Stimme klang irgendwie anders als zuvor. Er wirkte geradezu traurig.
„Ich danke dir für dein Verständnis.“
Sagte Sarabi leise und schmiegte ihrerseits ihren Kopf an seinen und atmete seinen Duft ein. Sie konnte spüren, wie sehr er die Berührung genoss. Seine Augen waren geschlossen und er streckte seinen Kopf dem ihren entgegen, um den Kontakt so lange wie möglich zu halten. Das leise Knurren, das er von sich gab, zeugte von seiner Zuneigung. Sarabi richtete sich auf. Sie fühlte sich unendlich stark zu ihm hingezogen. Seine Ausstrahlung, sein Duft, seine Liebkosungen, sogar sein ständiges Machogehabe, all das zog sie in seinen Bann und ließ sie nicht mehr los.
Und doch zwang sie sich, sich von ihm loszureißen und zum Königsfelsen zurückzukehren. Zumindest für den Moment. Sie trat ein paar Schritte von ihm zurück und beobachtete ihn, weil sie nicht wollte, dass er es sich doch noch anders überlegte.
„Nun mach dich auf den Weg.“
Sagte er gutmütig. Sie nickte und drehte sich um. Sie rannte schnell. Sie war sich nicht sicher, warum sie sich beeilte. Wollte sie so schnell wie möglich weg von ihm, so schnell wie möglich zurück zu ihrer Familie oder wollte sie sich so schnell wie möglich von ihnen verabschieden, um wieder bei ihm zu sein?
Sie war völlig verwirrt. Tausend Dinge gingen ihr durch den Kopf, während sie rannte. Was war die richtige Entscheidung? Ihr Herz schlug eindeutig für ihre Familie, aber auch für diesen Dämon, der so zärtlich sein konnte. Sie brannte darauf, Rache zu nehmen, und der Pakt mit Adramalech schien ihr der beste Weg zu sein, diese Rache zu vollenden. Wenn sie sowieso in die Hölle kommen würde, wäre es dann nicht sinnvoll, zu ihren Bedingungen in die Hölle zu gehen? Das Versprechen, jemanden an ihrer Seite zu haben, der so zärtlich war, der so viel Liebe zu geben hatte, konnte sie auch nicht einfach von sich weisen. Hatte er nicht gesagt, er hätte einen ganzen Harem in der Hölle? Wer weiß, wie viele Löwinnen schon dort unten waren. Würde er überhaupt die Zeit haben, sich um sie zu kümmern? Hätte er die Ausdauer, so viele Löwinnen bei Laune zu halten? Mufasa hatte viel mit den 20 Löwinnen in seinem Rudel zu tun gehabt. Er hatte es nicht immer geschafft, alle zufrieden zu stellen. Wie viele Adramalech wohl hatte? Andererseits bedeuteten viele Löwinnen auch viele potenzielle Verbündete bei der Suche nach Scar.
Wut kochte in ihr hoch bei dem Gedanken an ihren verhassten Schwager. Sie wusste, dass es falsch war, ihre Entscheidung nur davon abhängig zu machen, ob sie in der Lage sein würde, Rache zu üben oder nicht. Und genau diesen Grund würde Simba nie verstehen.
Sie hatte die Hälfte des Weges hinter sich, als sie stehen blieb.
„Simba...“
sagte sie leise, als ob ihr erst jetzt bewusst wurde, dass sie sich auch von ihrem Sohn endgültig verabschiedete. Von ihrem Sohn, den sie erst vor kurzem wiedergefunden hatte. Ihr Sohn, den sie für tot gehalten hatte, dessen halbes Leben sie nicht miterlebt hatte.
„... zu dem ich eigentlich keine Verbindung habe...“
flüsterte sie und brach zusammen. Tränen liefen ihr über das Gesicht. Es war alles zu viel. Noch vor einem Moment war ihre Entscheidung so einfach gewesen. Jetzt war sie sich nicht mehr sicher. Sie empfand eine tiefe, innige Liebe für ihre Familie. Für sie alle, aber nicht für Simba. Simba war ihr Sohn, sie liebte ihn. Natürlich liebte sie ihn, aber irgendwie war da eine unüberbrückbare Distanz zwischen ihnen. Aber diese Distanz war nur auf ihrer Seite, Simba schien sie zu lieben wie die Mutter, die sie war. Warum konnte sie nicht dasselbe für ihn empfinden. Sie heulte ihre Verzweiflung in die Nacht.
Adramalech stand nur wenige Meter hinter ihr. Sie konnte ihn weder sehen noch hören. Einer der Vorteile des Dämonendaseins war die Möglichkeit, immer und überall und doch nirgends zu sein. Für Sarabi war er immer noch an dem kleinen Teich. Sie hätte ihn sogar dort liegen sehen können, wenn er nicht so weit weg gewesen wäre. Aber sein Geist war ihr von Anfang an gefolgt. Er stand nun hinter ihr und kämpfte mit sich selbst. Sollte er eingreifen und das Vertrauen riskieren, das Sarabi in ihn gesetzt hatte, ihr aber vielleicht in diesem Moment helfen; oder sollte er nichts tun und sie in ihrer Verzweiflung allein lassen? Er entschied sich, ihr zu helfen.
Sarabi lag im Staub der Savanne und schluchzte. Zuerst hatte sie es nicht bemerkt, aber dann hatte sie es gerochen. Diesen Duft. Seinen Duft. Sie schaute sich um. Sie konnte ihn nicht sehen.
„Adramalech?“
fragte sie in die Nacht hinein.
„Sarabi...“
Seine Stimme klang sehr leise, distanziert, aber aufmerksam. Sie stand auf und drehte sich langsam um. Sie suchte den Horizont nach seinen Augen ab.
„Wo bist du? Ich kann dich riechen. Komm heraus.“
Ihre Stimme klang zittrig. Sie war sich nicht ganz sicher, ob sie wütend sein sollte.
„Ich bin noch am Teich, aber auch ganz in deiner Nähe, wenn du das willst.“
Seine Stimme klang jetzt näher, aber sie kam nicht von außen. Sie konnte ihn riechen, sie konnte ihn fast spüren, es war wie eine Erinnerung, die sich in ihren Nerven manifestierte. Sie konnte förmlich spüren, wie er seinen Kopf auf ihre Schulter legte. Das Gefühl besänftigte sie.
„Wie ...?“
Immer noch sah sie sich um, der Geruch schien aus der Richtung des kleinen Wasserlochs zu kommen, aber er war nirgends zu sehen.
„Einer der vielen Vorteile, die man als Dämon hat. Ich bin im Geiste bei dir und solange ich bei dir bin, kann dir nichts passieren, ich werde nicht zulassen, dass dir etwas passiert. Aber jetzt geh, geh zu deiner Familie. Sprich mit ihnen und lass dir Zeit, ich werde hier auf dich warten.“
Sarabi unterdrückte eine Antwort und schluckte ihre Tränen hinunter. Sie drehte sich zurück in Richtung des Königsfelsens und begann zu laufen.
Es war noch früh am Morgen, als sie am Felsen ankam. Auf den letzten Metern hatte sie ihr Tempo deutlich verlangsamt. Sie wollte nicht überstürzt ankommen. Zu ihrer großen Überraschung wurde sie bereits erwartet. Simba lag auf dem Rand des Felsens und beobachtete sie, als sie sich näherte. Sie konnte sein Gesicht nicht wirklich sehen, aber als sie den Fuß des Felsens erreichte, war er aufgestanden und kam zu ihr herunter. Jetzt, wo sie ihn aus der Nähe sah, erkannte sie, wie besorgt er zu sein schien.
„Simba.“
Ihre Stimme klang seltsam zurückhaltend. Ihr Sohn, der seinem Vater in vielerlei Hinsicht so ähnlich sah, kam direkt auf sie zu und schmiegte sich an sie.
„Ich habe mir solche Sorgen um dich gemacht.“
Sagte er. Seine Stimme klang aufrichtig besorgt, kein Ärger oder Groll schwang darin mit.
„Wo bist du nur wieder gewesen?“
fragte er, während er immer noch den Kontakt zu ihr suchte. Sarabi genoss die Zuneigung, aber etwas fehlte. Etwas, das bei Mufasa und auch bei Adramalech vorhanden war. Sie unterbrach ihren Sohn und wich ein paar Schritte zurück. Simba war verwirrt.
„Simba, geh und hole Nala. Ich muss mit dir reden. Es ist wichtig und ich kann nicht warten.“
Ihr Sohn machte einen Schritt auf sie zu.
„Was ist passiert?“
Aufrichtige Besorgnis zeichnete sich auf seinem Gesicht ab, aber Sarabi schüttelte den Kopf. Wieder sammelten sich Tränen in ihren Augen.
„Ich ... ich kann jetzt nicht. Hol Nala, dann reden wir.“
Sie klang kälter, als sie es eigentlich wollte. Simba sah besorgt aus, aber er nickte und lief zur Höhle hinauf. Sarabi wischte sich die Tränen aus dem Gesicht.
„Sei nicht zu hart zu ihm, er liebt dich, und er macht sich große Sorgen.“
Adramalechs Stimme war direkt hinter ihrem Ohr. Sie spürte seine Unterstützung, konnte seine schwere Pfote auf ihrer Schulter spüren, die ihr den Rücken stärkte. Sie schloss die Augen und holte tief Luft.
Als sie die Augen wieder öffnete, sah sie Nala und Simba auf sie zukommen. Nalas Gesichtsausdruck war ähnlich besorgt wie der von Simba. Auch Nala kam sofort auf sie zu und kuschelte sich an sie. Sarabi zitterte. Es war schwer für sie, klar zu denken. Nur das Gefühl, dass Adramalech hinter ihr stand und sie stützte, sorgte dafür, dass sie nicht einfach wieder zusammenbrach.
„Sarabi, was ist passiert? Sprich mit uns.“
Nalas Stimme war voller Sorge und sie sah Sarabi direkt in die Augen. Die ältere Löwin suchte nach den richtigen Worten. Sowohl Simba als auch Nala sahen sie erwartungsvoll an.
„ Beruhige dich. Ich bin bei dir. Deine Familie ist bei dir. Es ist alles in Ordnung.“
Adramalechs Stimme war wie ein Balsam und sie beruhigte ihre Nerven und half ihr, sich zu konzentrieren.
Sie holte noch einmal tief Luft und begegnete den Blicken der beiden Löwen.
„Ich muss gehen.“
Sagte sie mit tränenerstickter Stimme. Nala schüttelte den Kopf, als würde sie nicht recht verstehen, und Simba sah sie mit offenem Mund an.
„Gehen? Wohin und warum?“
Das war alles, was ihr Sohn noch sagen konnte. Sarabi bewegte ihren Mund, aber es kam kein Ton heraus. Sie fing wieder an.
„Ich... ich werde mit Adramalech gehen.“
Tränen liefen ihr über das Gesicht. Sie zitterte am ganzen Körper. Simbas Miene verfinsterte sich, als Nala zu Sarabi ging, um sie zu stützen.
„Mit diesem Dämon? Warum?“
fragte Simba. Seine Stimme zitterte unmerklich, er kämpfte mit sich selbst. Er wollte seine Stimme nicht vor seiner Mutter erheben. Sie stand offensichtlich unter großem Stress. Sarabi war nicht in der Lage, zu antworten. Simba kniff die Augen zusammen, seine Wut drohte ihn zu überwältigen, aber er konnte sie nicht offen zeigen, nicht vor seiner Mutter. Nala hingegen versuchte, Sarabi zu trösten und kuschelte sich an die ältere Löwin. Sie versuchte, ihr Halt zu geben.
„Sarabi, aber warum willst du mit ihm gehen? Hast du nicht gesagt, er würde dich töten?“
Sarabi brach zusammen. Sie lag auf dem Boden und schluchzte. Sie versuchte, zusammenhängende Sätze zu bilden, aber es gelang ihr nicht.
In diesem Moment änderte sich die Atmosphäre und aus dem Schatten des Felsens trat Adramalech. Ganz ruhig näherte er sich den drei Löwen. Simba wusste nicht, wie er reagieren sollte. Der Dämon war einfach aus dem Nichts aufgetaucht. Die Aura des Neuankömmlings war völlig passiv. Keine Aggression in irgendeiner Form. Etwa 10 Meter vor Simba blieb er stehen. Sein Blick wanderte langsam zwischen den beiden Löwen hin und her.
„Simba, Nala...“
Seine Stimme war ruhig. Sie klang voller Mitgefühl und Sympathie. Simba machte einen Schritt auf Adramalech zu, hielt sich aber zurück.
„Was hast du mit ihr gemacht?“
Er fragte mit gezwungen ruhiger Stimme, aber seine Augen sprachen eine ganz andere Sprache. Adramalech sah zu Nala hinüber, die schützend über Sarabi stand.
„Nala, kümmerst du dich bitte um Sarabi, ich werde einen Moment mit Simba sprechen.“
Wieder klang seine Stimme so unnatürlich ruhig, dass sie fast beängstigend war. Er nickte Simba zu und drehte sich um. Simba nickte und folgte dem anderen Löwen.
Als sie ein paar Schritte gegangen waren, schnauzte Simba ihn an.
„Lass meine Mutter in Ruhe oder ich werde ...“
Adramalech zuckte mit den Schultern.
„...was? Was willst du mir denn antun? Glaubst du ernsthaft, du könntest einem Dämon erster Ordnung auch nur im Traum gefährlich werden?“
Er drehte sich zu Simba um und wirkte plötzlich viel größer. Simba wich einen Schritt zurück, verlor aber nicht die Fassung. Er blieb unerschütterlich. Adramalech nickte ihm respektvoll zu und ergriff das Wort.
„Hör mir zu, Simba. Lass mich dir erklären, worum es hier geht. Ich möchte, dass du verstehst, was hier geschieht.“
Adramalech setzte sich und sah Simba in die Augen. Simba hielt inne, nickte aber.
„Ich habe deiner Mutter nichts getan, und ich werde ihr auch nichts antun. Zumindest nicht, solange sie es nicht will. Es gibt ein kleines, aber nicht unbedeutendes Problem.“
Begann Adramalech.
„Deine Mutter wird in die Hölle kommen. Es führt kein Weg daran vorbei. Ihr Hass auf deinen Onkel ist so tief in ihr Herz eingebrannt, dass sie ihn nicht mehr loslassen kann. Ihre Seele ist besudelt.“
Simba sah ihn fragend an.
„Woher weißt du das? Kann ich denn gar nichts tun?“
Adramalech holte tief Luft.
„Ich bin ein Dämon, ich komme aus der Hölle. Ich rieche Verderbnis zehn Meilen gegen den Wind. Und nein, du kannst nichts tun, fürchte ich, und nein, du kannst auch nicht ihren Platz einnehmen. So funktioniert das nicht. Glaub mir, ich mache diesen Job schon seit über 100 Jahren.“
Simba wollte schreien, aber Adramalech hielt ihn zurück. Simba konnte sehen, dass Adramalech sich bemühte, ehrlich zu sein.
„Aber es muss doch etwas geben, was man tun kann.“
Der Dämon ihm gegenüber nickte.
„Ja, man kann „irgendetwas“ tun. Ich kann deine Mutter für mich beanspruchen. ... Nein, lass mich ausreden ... Wenn sie mit mir geht, landet sie auch in der Hölle, aber sie landet in meinem Harem. Sie entgeht der ewigen Folter. Sie wird sich nicht in einen hirnlosen Dämon verwandeln, und wer weiß, vielleicht findet sich irgendwann in der Zukunft ein Weg für sie, ins Jenseits zu gelangen, wo sie eigentlich hingehört.“
Simba war außer sich. Er stapfte vor Adramalech auf und ab.
„Du willst mir sagen, dass der einzige Weg für meine Mutter darin besteht, eine ewige Verdammnis gegen eine andere einzutauschen?“
Der Dämon nickte.
„Aaaaargh... das kann nicht sein... Ich kann das nicht gutheißen, ich kann das nicht zulassen.“
Murmelte Simba.
„Das ist nicht deine Entscheidung. Sarabi kann das nur für sich selbst entscheiden. Und wie auch immer sie sich entscheidet, ich werde diese Entscheidung akzeptieren.“
Sagte Adramalech ruhig und schaute an Simba vorbei. Simba drehte sich um und stellte sich vor Sarabi und Nala. Bevor er reagieren konnte, waren sowohl Sarabi als auch Nala bei ihm und kuschelten. Simba hatte die Augen zusammengekniffen und biss krampfhaft die Zähne zusammen.
„Simba, mein Sohn. Ich habe mich entschlossen. Es ist das Beste für uns alle. Ich liebe dich, aber ich muss gehen, solange ich noch kann.“
Flüsterte Sarabi.
„Simba, Schatz. Wir müssen es akzeptieren. Es ist ihre Entscheidung. Lieben heißt, loslassen zu können.“
fügte Nala hinzu. Simba biss die Zähne zusammen. Tränen liefen ihm über das Gesicht.
„ICH... ICH...“
stammelte er, während er versuchte, seine Gedanken zu ordnen.
„Ich kann dich nicht auch noch verlieren, Mutter.“
platzte es schließlich aus ihm heraus.
Sarabi rieb sich an ihrem Sohn.
„Aber das ist der Lauf der Dinge. Der Kreislauf des Lebens. Weißt du noch? Alles, was ist, vergeht. Es vergeht, damit neue Dinge entstehen können.“
Adramalech blieb sitzen und wartete geduldig. Simba tat sich schwer mit der Entscheidung seiner Mutter. Adramalech konnte den Schmerz und den Verlust in ihm spüren. Er wusste, dass es sehr schwer für den jungen Löwen war, aber sie hatten nicht mehr viel Zeit, wenn der Pakt noch geschlossen werden sollte. Nala und Sarabi kümmerten sich um den Löwen, der zwischen Wut, Traurigkeit und Angst schwankte. Es dauerte eine Weile, bis Simba seine Fassung wiedererlangte. Er holte tief Luft und wandte sich an Adramalech.
„Gut, ich muss die Entscheidung meiner Mutter akzeptieren. Ich tue es nicht gerne, aber ich habe kein Recht, ihr ihre Entscheidung zu verweigern. Aber ich habe eine Bedingung.“
Adramalech legte den Kopf schief.
„Ich werde anwesend sein, wenn es geschieht. Ich werde meine Mutter diesen Weg nicht allein gehen lassen.“
Das überraschte den Dämon sichtlich. Er blickte an Simba vorbei zu Sarabi. Diese nickte.
„Gut Simba. Du wirst dem Ritual beiwohnen dürfen, aber ich warne dich, es wird verstörend sein.“
Simba nickte grimmig. Adramalech erhob sich und verneigte sich vor Sarabi.
„Gut, wir treffen uns um Mitternacht am vereinbarten Ort. Wir werden den Pakt schließen. Ich werde dort auf dich warten.“
Und mit diesen Worten verschwand der Dämon. Nur seine Augen schienen noch einen Moment zu verweilen.
Als Sarabi mit Simba und Nala an der kleinen Wasserstelle ankam, wartete Adramalech bereits auf sie. Neben ihm lagen die Knochen eines kleinen Springbocks. Fein säuberlich abgenagt.
Simba ging zuerst auf ihn zu. Sein Blick war ernst und verschlossen. Die Traurigkeit war auf seinem Gesicht sichtbar.
„Du weißt, dass ich das alles überhaupt nicht gutheißen kann.“
Sagte er leise. Adramalech schaute ihm direkt in die Augen.
„Ja, das weiß ich. Aber es geht nicht darum, was du kannst und willst. Und tief in deinem Inneren weißt du auch, dass dies die einzig richtige Entscheidung ist.“
Der Dämon deutete auf Sarabi, der hinter Simba neben Nala saß, und blickte an ihm vorbei. Simba brauchte einen Moment, bevor er schließlich nickte und den Weg frei machte. Adramalech erhob sich und ging zu Sarabi und Nala hinüber. Der Ausdruck der jungen Löwin war voller Sorge. Sie schaute Adramalech flehend an.
„Du wirst ihr doch nicht wehtun, oder?“
Adramalech lächelte leicht.
„Nein, sie wird nicht leiden. Ganz im Gegenteil.“
Sagte er, während er seinen Kopf an Sarabis rieb, die es sichtlich genoss.
„Sie wird es sehr genießen.“
Sarabi genoss die Zuneigung. Dem Dämon nahe zu sein, seinen Körper zu spüren, seinen Duft einatmen zu können, das war Balsam für ihre Seele. Nala, die Adramalech nun selbst so nahe war, konnte die Wirkung des Dämons spüren. Sie fühlte sich auf seltsame Weise zu dem Löwen hingezogen, der sich gerade an Sarabi schmiegte. Sein Geruch war betörend, und seine Ausstrahlung war einnehmend. Wenn sie nicht aufpasste, würde sie sich in den Dämon verlieben. Sie riss sich von dem Gedanken los und ging zu Simba hinüber, der ungläubig auf Adramalech und Sarabi starrte. Warum war seine Mutter mit diesem Dämon so viel vertrauter, als sie es jemals mit ihm gewesen war? Sarabi war in ihren Gedanken versunken. Die Berührungen des Dämons fühlten sich so unglaublich gut an. Er wusste genau, wo sie es brauchte, wie sie es brauchte, und er war bereit, ihr alles zu geben, was sie brauchte. Sie erwiderte seine Zuneigung und kuschelte sich ebenfalls an ihn. Trank seinen Duft und verlor sich in seinem weichen Fell. Wann immer er zu ihrem Kopf kam, flüsterte er ihr kleine Komplimente zu und umschmeichelte sie, als gäbe es kein Morgen. In gewisser Weise gab es auch kein Morgen. Sie gab sich ganz seinen Streicheleinheiten hin. Außer ihm und ihr schien es nichts mehr um sie herum zu geben. Sie nahm die beiden anderen nicht mehr wahr. Ihre Augen waren geschlossen, ihre Ohren entspannt.
Adramalech und Sarabi umkreisten sich langsam. Als sie bei seinem Hintern ankam, konnte sie ihn riechen, sein Gemächt, den starken, wilden und primitiven Geruch des Dämons. Adramalech tat dasselbe mit ihr. Er roch ihren Duft, schmeckte ihre Bereitschaft, schwelgte in ihr.
Noch einmal drehte er sich um und rieb sich an ihr, nahm ihren Duft auf und kam zu ihrem Kopf.
„Es ist Zeit, kleine Sarabi. Mach dich bereit.“
flüsterte er, während er seine Nase an ihren Hals drückte und zärtlich knabberte.
Sarabi reckte ihren Hals, um ihm besseren Zugang zu gewähren und genoss sichtlich die Liebkosungen des anderen. Langsam beugte sie sich hinunter und gab den Blick auf ihr Innerstes frei. Adramalech ließ von ihr ab und trat hinter sie. Er nahm einen Moment lang den Anblick auf, der sich ihm bot. Ihre Bereitschaft war offensichtlich. Sie war geschwollen, gerötet, und ihre Feuchtigkeit floss in dicken Fäden aus ihr heraus.
Er rückte näher und atmete tief ihren Duft ein. Sie konnte seinen heißen Atem an ihrem Geschlecht spüren. Sie erschauderte, es war ein unglaubliches Gefühl. Sie befürchtete, dass er sie allein mit dieser Neckerei schon zum Äußersten trieb. Sie grub ihre Krallen in den lockeren Boden und schob ihr Hinterteil höher.
„Lass mich nicht länger warten.“
flehte sie, und Adramalech kam ihrer Bitte nur zu gern nach. Er bestieg sie und drang langsam, aber sanft in sie ein. Sarabi zitterte am ganzen Körper. Das Gefühl des plötzlichen Eindringens, auch wenn es sehr sanft geschah, drohte sie nach so langer Zeit zu überwältigen.
„Haaaaaahh.... Hnnnnnn...“
Sie stöhnte auf, als der Dämon, der über ihr hockte, Zentimeter für Zentimeter tiefer in sie eindrang. Mit jedem Moment, den er in ihr verweilte und sie weiter ausfüllte, erreichte Sarabi neue Höhen. Er hatte die richtige Größe, er würde sie vollständig ausfüllen, und sie war ganz und gar dafür, dass er genau das tat. Sie reckte ihren Kopf in die Höhe und keuchte ihre Lust in die Nacht und ihr Verlangen nach mehr. Adramalech schmiegte seinen Kopf von hinten an den ihren und begann sich langsam zu bewegen. Er nutzte seine ganze Länge und die besondere Anatomie seines Gliedes, um ihr so viel Lust zu bereiten, wie er konnte. Beim Herausziehen, als er merkte, dass er kurz vor dem Eingang stand, wartete er einen Moment, um dann wieder ganz in sie einzudringen. Mit jedem Zug und Stoß, den er ausführte, sog sie tief die kalte Nachtluft ein und stöhnte ihre Lust in die Welt hinaus. Im Takt mit seinen Bewegungen stieß Sarabi gegen ihn, um das Gefühl noch intensiver zu machen.
Simba und Nala waren völlig hingerissen. Sie hatten Sarabi noch nie so gesehen. Sarabi war immer die kühle, berechnende Anführerin gewesen. Natürlich war sie auch liebevoll und aufmerksam, aber sie hatten noch nie diese sinnliche, lustvolle Seite von ihr gesehen. Gesehen, wie sie sich ihrem Partner völlig hingab, ohne daran zu denken, dass sie beobachtet wurde. Wie sie ihre Geilheit schamlos auslebte und laut stöhnend den Akt vollzog. Simba konnte nur mit offenem Mund zusehen, während Nala sich wünschte, sie könnte ebenso frei sein. Sarabi schien den Akt wirklich zu genießen. Dies war kein Sex zur Fortpflanzung. Das war Sex um des reinen Vergnügens willen. So etwas hatte sie noch nie erlebt. Natürlich hatten Simba und sie es schon früher miteinander getan, aber nie so... nie war sie so auf ihre Kosten gekommen. Ein dunkles Verlangen keimte in ihr auf, ein Verlangen, von dem sie nicht wusste, ob Simba es würde stillen können.
Sarabi befand sich in einer völlig anderen Welt. Für sie existierten Simba und Nala nicht mehr. Es gab nur noch den Dämon und seinen glühend heißen Joystick. Adramalech steigerte langsam das Tempo und Sarabis Stimme veränderte sich. War es bis eben noch ein langes und ungestümes Stöhnen gewesen, wurden die Atemzüge nun kürzer und schneller.
„Haaa ... haaa ... hiii ... hnnn ...“
Ihre Zunge hing ihr aus dem Mund und sie war schweißgebadet. Der heiße Speichel des Dämons, der auf ihre Schulter tropfte, heizte sie nur noch mehr an. Sie spannte ihre Muskeln an und genoss jeden weiteren Stoß, den Adramalech in sie stieß. Sie wünschte sich, dass dieser Moment nie vergehen würde, aber sie spürte bereits, wie sich ihr Höhepunkt näherte. Adramalech spürte, wie sie sich immer enger um ihn schlang und wusste, dass es nicht mehr lange dauern würde. Er legte sich noch einmal ins Zeug und rammte seinen Schwanz in ihre Muschi. Das Klatschen seiner Hüften gegen ihr Hinterteil untermalte ihr Stöhnen. Er konnte auch langsam seinen eigenen Höhepunkt herannahen spüren. Er beugte sich zu ihr hinunter und biss ihr leidenschaftlich in den Hals. Ihr Stöhnen wurde von einem Quieken begleitet.
Sarabi war völlig verloren in ihrer eigenen Art von Vergnügen, Schmerz, Lust und Geilheit. Sie schrie förmlich nach mehr. Sie wollte es härter, schneller, tiefer... Sie verlangte alles von Adramalech und er gab ihr alles, alles und mehr. Sie spürte ihren Orgasmus wie eine Welle auf sich zukommen und genoss das Gefühl. Als er schließlich über sie hereinbrach, war es, als würden in ihr Dämme brechen. Zusammen mit ihrer eigenen Erlösung kam auch Adramalech und überflutete sie mit seinem heißen Samen. Es war, als ob sie von innen heraus brennen würde. Sie war heiß und kalt zugleich. Jede Bewegung von Adramalech ließ Elektrizität durch ihren Körper fließen. Es war der absolute Höhepunkt ihres Daseins... und dann ging alles blitzschnell.
Mit der Präzision eines Profikillers biss Adramalech in Sarabis Kehle und riss ein großes Stück aus ihr heraus. Die Löwin brach augenblicklich zusammen. Noch bevor ihr Kopf den Boden berührte, ging ihr Körper in unnatürlichen Flammen auf.
Simba und Nala, die das Spektakel gerade noch fasziniert beobachtet hatten, wurden plötzlich auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt. Simba kam zuerst wieder zu sich und wollte nach vorne stürmen, wurde aber von Nala zurückgehalten. Sie war noch nicht ganz wieder da, was daran lag, dass sie sich danach sehnte, an Sarabis Stelle zu sein, und noch immer mit ihren Gefühlen kämpfte.
Adramalech stand dort, wo Sarabi eben noch gelegen hatte. Er war nicht einmal aus der Puste.
Er wirkte völlig ruhig, als er sich zu den beiden umdrehte und sich setzte.
„Es ist vollbracht.“
sagte er ganz ruhig. Simba war außer sich vor Kummer und vor Wut. Er wusste nicht, gegen wen sein Zorn mehr gerichtet war. Gegen sich selbst, weil er es zugelassen hatte, gegen Adramalech, der ihm seine Mutter weggenommen hatte, oder sogar gegen seine Mutter selbst, die ihn verraten und verlassen hatte.
Schließlich drehte er sich um und lief ohne ein Wort davon. Nala blieb einen Moment lang sitzen. In ihren Augen spiegelte sich Sehnsucht, aber Adramalech schüttelte den Kopf.
„Du wirst hier noch gebraucht. Er braucht dich. Ich werde kommen ... wenn die Zeit reif ist.“
Seine Stimme war voller Zuneigung, und sie konnte deutlich hören, dass er normalerweise nicht nein sagen würde. Sie bedankte sich bei ihm und lief Simba hinterher.
Adramalech beobachtete die beiden noch einen Moment lang.
„Diese Welt könnte noch interessant werden...“
Sein teuflisches Lachen hielt noch eine Weile an, nachdem er bereits verschwunden war.
...
Bring mich nach Hause...
Ushi setzte sich auf eine der Onyxsäulen und wartete. Sie wusste, dass sie nie lange würde warten müssen. Der Wind war, trotz all seiner Fehler, ein treuer Begleiter. Und so dauerte es wieder einmal nur einen Augenblick, bis der große bläuliche Vogel auf der Säule landete.
„Du hast mich gerufen Ushi.“
Die Löwin nickte.
„Ja, ich habe nach dir gerufen, und treu wie du bist, bist du sofort gekommen.“
Nachdem die Begrüßungsfloskeln ausgetauscht worden waren, konnten sie zum Grund seines Rufs kommen.
„Was kann ich für dich tun, Ushi?“
Es war eine rein rhetorische Frage, und Ushi wusste es. Der Wind wusste schon sehr genau, was Ushi wollte. Aber der Anstand gebot, dass sie es ihm noch einmal persönlich sagte.
„Ich brauche Hilfe für eine der Löwinnen. Sie ist auf der Suche nach einem Löwen, der schon vor einiger Zeit zur Hölle gefahren ist. Sie will sich rächen.“
Sagte Ushi kurz und bündig. Die Details konnte der Wind selbst herausfinden.
„Ja, ich weiß. Er ist in der Obhut von einem meiner Brüder. Er wird ihn nicht gerne hergeben. Ich kann ihn also nicht einfach mitnehmen und hierher bringen.“
Erklärte der Wind und ging vor Ushi hin und her.
„Es gäbe einen Weg für sie, sich zu rächen, aber es wird sie etwas kosten.“
Ushi legte den Kopf schief.
„Kosten? Was soll es denn kosten? Wir haben doch nichts hier...“
begann sie, aber als sie den Blick des Dämons sah, stockte sie.
„... oooooh... dieser Bruder.“
Ushi knirschte mit den Zähnen. Sie würde das mit Sarabi klären müssen.
„Was und für wie lange?“
Wind grinste bis zu den Ohren.
„Das hängt davon ab, was sie mit ihm machen will. Sie wird es direkt mit meinem Bruder abklären müssen.“
Ushi rollte mit den Augen.
„Na gut, ich werde mit ihr reden... Und grins nicht so, dein Bruder ist ekelhaft.“
Das Lachen des großen Dämons klang grausam, und das Rauschen seiner Flügel, als er wieder abhob, erinnerte an das Ächzen von Bäumen in einem Sturm. Ushi wurde allein gelassen.
„Toll. Jetzt kann ich ihr erklären, dass sie ihren Schwager gerne foltern darf, aber im Gegenzug muss sie als Sexspielzeug für einen analfixierten Großen Dämon herhalten. Das wird ein Spaß...“
Sie grummelte noch eine Weile, bevor sie sich erhob und wieder von der Säule herunterkam.
Als sie später Sarabi über die Möglichkeiten informierte, war sie Feuer und Flamme. Es war ihr egal, durch welche Hölle sie gehen musste, um ihren Schwager leiden zu sehen. Und er würde leiden, dafür würde sie sorgen. Ushi konnte und wollte ihr nicht widersprechen und schickte sie zu Adramalech, der sein Einverständnis zu diesem Abenteuer geben musste. Zu ihrer großen Überraschung gab Adramalech nicht nur sein Einverständnis, sondern bot ihr auch an, sie zu begleiten. Er würde sich nicht an der Folter und der Bezahlung beteiligen, aber er würde dafür sorgen, dass der Große Dämon es nicht übertrieb.
Beide gingen mit Wind zur Residenz seines Bruders.
Die Freuden und Leiden dieses Ausflugs würden noch lange Zeit für Gesprächsstoff in diesem Teil der Hölle sorgen.
Es sollte erwähnt werden, dass Sarabi die erste der Löwinnen ist, die einen Teilzeitjob als Folterknecht für einen der Großen Dämonen hat. Seitdem ist sie viel glücklicher.
Und so wurde ich…
der persönliche Folterknecht des Herrn der Wollust
Prolog
Sie waren Schwestern, Zwillingsschwestern. Das engste Band, das je geknüpft wurde. Sie machten alles zusammen. Wo die eine war, war die andere nicht weit. Was die eine wollte, wollte auch die andere. Was die eine hatte, teilte sie mit der anderen. Vanna war die Ältere, wenn auch nur um 5 Minuten. Aber sie wurde nicht müde, es Evana unter die Nase zu reiben.
Schon als sie klein waren, hatten sie ihren Vater wütend gemacht. Sie hatten sich nie an seine Anweisungen gehalten. Immer wieder hatten sie Grenzen überschritten und immer wieder waren sie von ihrem Vater ausgeschimpft worden.
Als sie heranwuchsen, wurden aus kleinen Streichen und Ungehorsamkeiten größere Streiche und schwerere Vergehen.
„Ich habe euch schon hundertmal gesagt, dass ihr die Hyänen nicht jagen sollt. Sie sind zahlreich und sie sind gefährlich.“
Schrie ihr Vater. Evana duckte sich hinter Vanna, die wie immer den Felsen in der Brandung mimte.
„Ja, aber sie sind doch geflohen. Und außerdem hast du selbst gesagt, dass sie nicht das Recht haben, in unserem Gebiet zu jagen.“
Ihr Vater brüllte seine Wut in die Höhle.
„Ja, sie haben nicht das Recht, hier zu jagen, und ja, sie sind geflohen. Aber verdammt noch mal. Du weißt auch, dass sie nicht dumm sind. Eine solche Flucht könnte ein Hinterhalt sein.“
Vanna rollte mit den Augen.
„Vater, wir sind stark, wir sind deine...“
Weiter kam sie nicht, denn ihr Vater unterbrach sie.
„Richtig. Ihr seid meine Töchter, ihr seid stark. Aber sie sind viele. Und zwei Löwinnen, egal wie stark sie sind, werden nichts gegen 30 oder mehr Hyänen ausrichten können.“
Er stapfte vor den beiden auf und ab. Er war außer sich. Vanna und Evana blieben stehen. Sie wussten, dass ihr Vater noch nicht fertig war. Als er wieder an ihnen vorbeiging, blieb er vor ihnen stehen und schrie Vanna direkt ins Gesicht.
„Wenn ihr eine Hyäne seht, kommt ihr deshalb in den Bau und holt den Rest des Rudels. Wir jagen zusammen, nicht allein.“
Vanna wusste, dass ihr Vater eher besorgt als wütend war, aber er hatte eine Art an sich, die einen einfach wütend machte.
„Aber Vater, es war...“
Wieder unterbrach er sie und schrie sie unkontrolliert an.
„Was, nur zwei Hyänen? Was wäre passiert, wenn sie euch überfallen und getötet hätten? Ich hätte euch verloren! Genau das wäre passiert!“
Vanna brodelte, als ihr Vater sich abwandte, um eine weitere Runde auf und ab zu trampeln.
„Aber es ist doch nichts passiert!“
Ihr Vater wirbelte herum und verpasste ihr eine schallende Ohrfeige.
„Das habe ich dir auch schon hundertmal gesagt: Widersprich mir nie!“
Vanna ging in die Knie, und Evana zuckte weiter zurück. Vanna war die größere, stärkere Löwin, Evana war nicht in der Lage, sich gegen ihren Vater zu behaupten. Vanna spuckte aus und erhob sich wieder. Ein Rinnsal Blut lief aus ihrer Nase. Der Trotz brannte heiß in ihrem Blick. Sie wollte gerade etwas erwidern, als ihr Vater erneut zuschlug. Vanna blieb standhaft, sie würde nicht nachgeben. Nicht vor ihm, nicht vor einem Mann.
Ihr Vater wusste, dass er mit Gewalt nicht weit kommen würde, nicht bei Vanna. Er war stolz auf seine Tochter. Sie war das Idealbild einer Löwin. Sie war stark, sie war groß, sie war unnachgiebig, und sie beschützte ihre kleine Schwester mit ihrem Leben, wenn es sein musste.
Er ließ seine Pfote sinken und atmete tief durch. Seine Wut war verflogen und durch Sorge und Angst ersetzt worden.
„Mädchen, ich will euch einfach nicht verlieren. Ich mache mir Sorgen um euch. Jedes Mal, wenn ihr zu einem eurer waghalsigen Abenteuer aufbrecht, sterbe ich hier vor Sorge. Jedes Mal, wenn ihr nicht zur gewohnten Zeit zurück seid, werde ich verrückt vor Angst, dass ihr es endlich geschafft habt und euch mit jemandem angelegt habt, der eine Nummer zu groß für euch ist. Ihr seid zu wichtig, um euer Leben und damit die Zukunft dieses Rudels so einfach zu riskieren.“
Er näherte sich Vanna und legte seinen Kopf auf ihre Schulter. Es war eine Geste der Zuneigung, aber auch der Dominanz. Er konnte deutlich spüren, wie sie unter ihm zitterte. Sie war mehr als nur wütend. Sie kochte. Er wusste, dass jemand für diese Standpauke bezahlen würde. Wahrscheinlich irgendeine arme Antilope oder ein Springbock.
Aber das war ihm egal. Er hatte seiner Wut Luft gemacht, seine Dominanz gezeigt und sein Gesicht vor dem Rest des Rudels gewahrt. Das war alles, was er wollte. Er nahm seinen Kopf gerade noch rechtzeitig von ihrer Schulter, bevor sie platzen konnte, und schickte sie fort, um ihrer Wut anderswo Luft zu machen.
„Und jetzt geht, Mädchen, bevor mir noch etwas einfällt.“
Vanna nickte steif und wandte sich ab. Betont ruhig verließ sie die Höhle. Evana kauerte noch auf dem Boden, als Vanna bereits am Eingang der Höhle stand.
„Evana, kommst du?“
fragte Vanna mit einer Stimme, die so gespannt und ruhig klang, dass man mit ihr wahrscheinlich Diamanten hätte schleifen können. Evana riss sich aus ihrer Starre, lief geduckt zum Höhleneingang und folgte Vanna schließlich nach draußen.
Draußen wartete Vanna auf sie. Sie kochte. Ihr Fell stand ihr zu Berge und sie zitterte sichtlich. Evana hielt ein wenig Abstand. Sie wusste, dass es in diesem Zustand das Beste war, Vanna in Ruhe zu lassen oder ihr zumindest nicht zu widersprechen. Vanna holte tief Luft und zwang sich, sich zu beruhigen.
„Ich muss etwas Dampf ablassen. Lass uns gehen.“
sagte sie in einem gezwungen ruhigen Ton, den Evana nur zu gut kannte. Sie nickte nur und folgte ihrer großen Schwester. Sie verließen den Felsen und zogen sich in den Schatten einiger größerer Bäume zurück. Vanna wählte einen der Bäume und schärfte ihre Krallen an der Rinde. Sie war erst zufrieden, als sie rasiermesserscharf waren. Sie sah Evana an, die unter einem tief hängenden Ast saß und sehr mürrisch aussah.
„Warum ziehst du so ein Gesicht, Schwesterherz?“
Evana sah einen Moment lang zu ihr auf.
„Vater war dieses Mal ziemlich wütend.“
Sie war von Anfang an gegen die Jagd auf die Hyänen gewesen, hatte sich aber wie immer von ihrer Schwester überreden lassen, obwohl sie wusste, dass es Ärger geben würde.
„Vater ist immer wütend.“
erwiderte Vanna und kam zu Evana herüber. Sie schmiegte ihren Kopf an den von Evana und schnurrte.
„Ja, er ist immer wütend, aber er hat dich noch nie geschlagen. Diesmal haben wir es wirklich übertrieben.“
Vanna zuckte mit den Schultern, während sie sich weiter an Evana kuschelte.
„Wenn wir zuerst nach Hause gelaufen wären, wären die Hyänen schon weg gewesen und sie hätten gewusst, dass sie damit durchkommen würden. Außerdem ist ja nichts passiert.“
Ihr Tonfall zeigte, dass es keinen Sinn hatte, jetzt noch weiter darauf herumzuhacken.
„Aber lassen wir den alten Stinker. Ich habe etwas anderes im Sinn.“
Vanna flüsterte in Evanas Ohr und knabberte ein wenig an ihrem Hals. Evana zog den Kopf ein und quietschte, als Vanna noch ein bisschen fester knabberte.
„Hnnniiiiieee... was, wenn uns einer der anderen sieht?“
fragte Evana, die die Aufmerksamkeit sichtlich genoss, aber nicht noch mehr Ärger für sie beide heraufbeschwören wollte. Vanna blieb unbeeindruckt und schmiegte ihren Kopf aufmerksam an Evanas.
„Was soll's, wenn sie es sehen sollten. Sollen sie doch sehen, wie sehr ich MEINE Schwester liebe.“
Sagte Vanna und stieß Evana mit ihrer Zuneigung fast um.
„Schwesterchen, du weißt genau, wie sehr ich dich liebe. Niemand wird sich jemals zwischen uns stellen, aber wenn Vater es herausfindet... nachdem wir gerade den Ärger mit ihm hatten... Ich weiß nicht, wie er dann reagieren wird.“
Vanna ließ sie einen Moment lang los. Sie ging ein paar Schritte von Evana weg und drehte sich zu ihr um. In ihrem Gesicht spiegelte sich eine Mischung aus Ärger, Irritation und Mitleid. Sie holte tief Luft und sah dann zu Evana hinüber.
„Was erwartest du, wie er reagiert? Dich zu lieben, ist nicht gegen die Regeln. Nein, im Gegenteil, als Teil des Rudels ist es sogar meine Pflicht, dich zu lieben.“
Evana schüttelte den Kopf.
„Wir wissen beide, dass die Liebe, die Vater meint, und die Liebe, die du und ich teilen, nicht dieselbe Liebe ist.“
Vanna wusste nur zu gut, dass ihre kleine Schwester Recht hatte und dass ihr Vater eine Liebe wie die, die sie beide teilten, nicht gutheißen würde.
„Wir sollen seine Kinder in uns tragen. Wir sollen eine glorreiche Zukunft für das Rudel gebären.“
fügte Evana hinzu. Vanna wurde übel bei dem Gedanken, ES mit ihrem Vater zu tun.
Nein, sie würde es so lange wie möglich vermeiden, mit ihm die nächste Generation zu zeugen. Sie liebte ihre Schwester und nur ihre Schwester. Sie würde die Einzige sein, die jemals ihren Tempel betreten würde. Sie erhob sich und kam zu Evana zurück.
„Ja, das wird Vater von uns verlangen, wenn die Zeit reif ist. Aber jetzt ist es noch nicht so weit. Denn jetzt gehören unsere Körper noch uns allein. Lasst uns das ausnutzen, solange wir noch können.“
Vanna sprach leise, aber eindringlich und sah Evana dabei direkt in die Augen. Evana wusste, dass ihre Schwester sehr stur sein konnte, und wenn sie sich etwas in den Kopf gesetzt hatte, ließ sie sich von niemandem davon abbringen.
„Also gut. Lasst uns ein bisschen Spaß haben. Aber schnell, bevor uns jemand sieht.“
Evana lenkte ein und erwiderte das Kuscheln ihrer Schwester. Sie umkreisten sich ein wenig und streichelten sich dabei immer wieder gegenseitig. Sie wurden immer schneller, und aus dem anfänglichen Kuscheln und Schnurren wurde allmählich ein Knurren und Scharren. Es entwickelte sich ein spielerischer Kampf, bei dem es schließlich darum ging, wer wen zu Boden schubsen konnte und bei der anschließenden intimen Konfrontation die Oberhand behalten würde. Beide wussten, dass Evana jedes Mal verlieren würde, wenn es zu einem echten Kampf käme, aber da es sich eher um ein Ritual als um einen echten Kampf handelte, war der Ausgang jedes Mal ungewiss.
Heute war ein Tag, an dem Evana die Oberhand haben würde.
Vanna lag auf dem Rücken und Evana stand über ihr. Beide atmeten schwer. Vannas Lächeln war erfüllt von ihrem Wunsch nach der Zuneigung ihrer Schwester. Evana blickte mit einer Mischung aus Lust und diebischer Freude auf sie herab. Sie hatte gewonnen, sie würde bestimmen, was als nächstes geschah, Vanna war ihr ausgeliefert. Sie beugte sich herunter und leckte ihrer Schwester über die Nase.
„Tag, du bist dran.“
Sagte sie hocherfreut und sprang von Vanna herunter und rannte los. Vanna war so perplex, dass sie einen Moment brauchte, um zu begreifen, was gerade passiert war. Sie stemmte sich hoch und nahm die Verfolgung auf.
„Warte nur ab, du kleine...“
rief sie und rannte hinter ihrer jüngeren Schwester her. Das war Teil ihres Spiels. Evana war schon immer die verspieltere, kindlichere der beiden gewesen. Sie war immer die Erste, wenn es darum ging, jemandem einen Streich zu spielen. So war es auch jetzt. Evana wusste genau, was Vanna wollte, was sie brauchte, und sie würde es bekommen, ohne Fragen zu stellen, aber nicht so einfach. Sie musste es sich verdienen. Sie hatte verloren, also war es an Evana, die Regeln zu diktieren, nach denen sie spielten.
Evana rannte durch das kleine Wäldchen, lachte laut und schlug Haken um die Bäume. Vanna war ihr dicht auf den Fersen und stieß nicht ernst gemeinte Flüche aus. Sie würde ihre Schwester jederzeit einholen können, darum ging es nicht. Evana würde selbst bestimmen, wann sie eingeholt werden wollte. Das Spiel machte ihnen beiden Spaß. Sie liebten es, es half, aufgestaute Energie abzulassen, den Ärger über die vorangegangene Standpauke abklingen zu lassen.
Evana schlug noch einen Haken und drehte sich dann zu Vanna um, die mitten im Lauf war. Vanna hatte keine Chance, auszuweichen, und sie krachten zusammen. Beide fielen in das hohe Steppengras und blieben auf einander liegen. Diesmal war Vanna obenauf. Evana wehrte sich nicht, sie genoss die Zuneigung ihrer Schwester ebenso sehr wie die andere. Vanna schien jetzt viel entspannter zu sein als zuvor.
Zärtlich schmiegte sie ihren Kopf an den ihrer Schwester und schnurrte leise. Evana erwiderte die Geste und schnurrte ihrerseits. Vanna leckte ihr über die Nase und wiederholte damit die Geste, mit der Evana ihr Fangenspiel begonnen hatte. Evana lächelte.
„Ich liebe dich, Schwesterchen.“
Flüsterte die Jüngere und Vanna strahlte förmlich. Wieder schmiegte sie ihren Kopf an den von Evana. Sie dehnte die Bewegung aus und schob ihren Kopf weiter zu Evanas Hals und begann, zärtlich daran zu knabbern. Diesmal streckte sie ihren Hals, um der größeren Löwin besseren Zugang zu verschaffen, und seufzte zustimmend. Sie hob ihre Vorderbeine an und zog Vanna fester an sich heran.
„Hmmm ... mehr ...“
bettelte die jüngere Schwester und Vanna kam der Bitte gerne nach. Sie gab Evana nach und legte ihr ganzes Gewicht auf sie. Sie streichelte ihren Hals, leckte und knabberte an ihr. Evana stöhnte leise und genoss die Streicheleinheiten sichtlich. Langsam wanderte Vanna mit ihrem Maul ihren Hals hinunter und weiter zu ihrer Schulter. Sie wurde mit leisem Stöhnen und Quieken belohnt, wenn sie die richtigen Stellen traf. Als sie sich weiter zu Evanas Kehle vorarbeitete, sog Evana scharf den Atem ein. Vanna wusste, dass ihre Schwester hier besonders empfindlich war und liebte es, sie zu necken.
„Haaaaa... nicht so fest...“
stöhnte Evana. Vanna ließ sie für einen Moment los und schob sich zurück zu Evanas Kopf. Noch bevor Evana fragen konnte, warum sie aufgehört hatte, presste Vanna ihre Lippen auf Evanas. Evana war zunächst überrascht, entspannte sich aber schnell und erwiderte den Kuss ihrer Schwester. Ihre Pfoten wanderten zu Vannas Gesicht und hielten sie dort fest. Evana war eine hungrige Küsserin und würde Vanna nicht so leicht davonkommen lassen. Sie hatte den „Kusskrieg“ nicht begonnen, aber SIE würde ihn beenden. Für Vanna war das völlig in Ordnung, sie genoss es und würde mit der Ausdauer ihrer kleinen Schwester mithalten können.
Als sich ihre Lippen wieder trennten, verbanden sich ein paar Speichelfäden und Evana lächelte zufrieden. Sie schloss ihre Augen und legte ihren Kopf zurück. Vanna grinste. Sie würde mit ihrer Schwester machen, was sie wollte, und sie würde es genießen. Ihre Pfote glitt langsam weiter nach unten über Evanas Bauch. Die jüngere Löwin erschauderte bei der Berührung und Vanna konnte spüren, wie Evanas Muskeln unter ihrer Pfote spielten. Evana begann in Erwartung dessen, was kommen würde, tiefer zu atmen. Vanna war aufgeregt und zitterte leicht. Sie war extrem angespannt.
„Vanna? Evana? Kinder, wo seid ihr?“
Vanna zögerte und schloss die Augen. Enttäuscht ließ sie die Ohren hängen.
„Verdammt...“
Sie fluchte leise. Evana öffnete ihre Augen. Auch in ihnen spiegelte sich Enttäuschung wider.
„Jedes verdammte Mal.“
Vanna fluchte erneut, bevor Evana sie noch einmal an sich zog und ihr einen Kuss auf die Lippen drückte.
„Reg dich nicht auf, wir haben noch die Nacht.“
Das unausgesprochene Versprechen der jüngeren Schwester ließ Vanna entspannen. Sie kuschelte sich noch einmal an Evana und stieg dann von ihr herunter.
„Kinder? Wo habt ihr euch denn versteckt?“
Evana drehte sich auf die Seite.
„Ja, schade, ich hatte es so sehr genossen...“
flüsterte sie. Vanna richtete sich auf.
„Wir sind hier, Mama...“
rief sie. Sie würden die Nacht abwarten müssen. Wenn alle schliefen, würden sie ihrer Leidenschaft nachgehen.
Ihre Mutter stand ein gutes Stück entfernt und kam nach Vannas Ruf schnell zu ihnen. Sie wirkte besorgt und erleichtert zugleich. Als sie bei ihren Töchtern war, begrüßte sie sie mit überschwänglicher Zuneigung. Sie schmiegte sich eng an Vanna und stupste Evana mehrmals an, bis auch sie sich erhob. Erst dann wurde auch sie mit Liebe überschüttet.
„Es tut mir so leid, Mädchen.“
Sagte sie schließlich. Vanna schüttelte den Kopf, während Evana sich ihrerseits an ihrer Mutter rieb.
„Es ist nicht deine Schuld, Mama. Vater ist einfach jähzornig. Wir haben uns schon daran gewöhnt.“
Während der erste Satz von echter Liebe zeugte, waren die letzten Sätze eiskalt und Vannas Blick blieb verschlossen. Ihre Mutter holte tief Luft. Sie war es gewohnt, dass Vanna ihrem Vater gegenüber nicht sehr wohlgesonnen war, aber so kalt hatte sie ihre Tochter noch nicht erlebt.
„Er meint es nicht so. Er macht sich nur Sorgen.“
Vanna verzog das Gesicht, um ihre Mutter nicht anzuschreien.
„Er meint es nicht so? Echt jetzt? Ist das dein Ernst?“
Sagte sie schließlich, gezwungenermaßen ruhig. Evana blickte besorgt zu Vanna hinüber. Sie schüttelte den Kopf. Sie wusste, dass Vanna in diesem Zustand manchmal Dinge sagte, die sie später bereuen würde. Ihre Mutter schloss kurz die Augen und sah dann wieder zu Vanna. Ihr Gesicht spiegelte echte Sorge und Mitgefühl wider.
„Ja. Er hat Angst...“
„Wovor hat er Angst? Davor, dass ich ihn vor dem Rest des Rudels bloßstellen werde?“
„... Nein, meine Liebe. Er hat Angst, euch zu verlieren.“
fuhr ihre Mutter fort. Vanna warf den Kopf zurück und drehte sich, um ihre aufgestaute Wut und Energie loszuwerden und ihrer Mutter nicht ins Gesicht zu schreien.
„Uns zu verlieren? Pah. Ja, das kann ich verstehen, schließlich sollen wir ja die nächste Generation gebären...“
Vanna war außer sich. Sie zitterte vor Wut. Vor ihrer Mutter musste sie sich nicht so zurückhalten wie vor ihrem Vater. Ihre Mutter durfte wissen, wie schwach sich Vanna wirklich fühlte und wie unsicher sie war. Ihr Vater durfte das nicht sehen. Für ihn musste sie unbeugsam sein. Er durfte keine Macht über sie haben, nicht ER.
Ihre Mutter kam auf sie zu und legte ihren Kopf auf Vannas Schulter. Bei ihr war es eine einfache Geste der tiefen Zuneigung und Liebe. Die Liebe einer Mutter zu ihrer Tochter.
„Nein, mein Schatz. Du verstehst das völlig falsch. Er liebt dich aus tiefstem Herzen...“
Vanna zog sich von ihr zurück. Es tat weh, das zu tun, aber Vanna konnte es nicht so stehen lassen.
„Liebe? Ihn? Wir, Evana, du, ich und die anderen... Wir sind nur Gefäße für ihn. Er vergewaltigt uns und wir gebären weitere Töchter, die er dann wieder vergewaltigen kann... das ist keine Liebe...“
Evana war schockiert von der Aussage ihrer Schwester und konnte das Entsetzen in den Augen ihrer Mutter sehen. Sie brauchte einen Moment, um ihre Fassung wiederzuerlangen und die Emotionen hinunterzuschlucken. Sie holte tief Luft und drehte sich wieder zu Vanna um.
„Nein, Vanna. Kind. Er vergewaltigt niemanden. Das ist nicht so. Aber das wirst du auch noch lernen. Nein, er hat wirklich Angst, euch zu verlieren...“
„Wegen ein paar Hyänen...?“
„Nein, meine Liebe. Ihr beide seid jetzt fast erwachsen, und es gibt noch andere Dinge als Hyänen, die die Nächte in der Savanne unsicher machen. Dinge, die viel schlimmer sind...“
Sagte ihre Mutter und wandte sich zum Gehen.
„... Aber ich habe schon zu viel gesagt. Bitte sei vor Sonnenuntergang zu Hause. Wir wollen doch nicht wieder Ärger haben... Oder?“
Mit diesen Worten verließ sie sie. Es dauerte einen Moment, bis sie sich beruhigt hatte. Innerlich kochte sie. Vanna hatte zu viel von ihr und ihrem Vater. Sie hatte eine Art an sich, an der man sich wunderbar reiben konnte. Sie wusste genau, wie sie ihr Gegenüber auf die Palme bringen konnte, nur um diese dann wieder zu fällen. Ihr Vater war genauso. Nur dass er nicht so rachsüchtig war, was sie wiederum von ihr geerbt hatte. Evana war das genaue Gegenteil. Wahrscheinlich arbeiteten sie deshalb so gut zusammen.
Vanna kochte vor Wut. Sie wusste, dass ihre Mutter nichts dafür konnte, aber sie hasste es, dass sie immer auf der Seite ihres Vaters stand. Evana kam behutsam zu ihr und kuschelte sich an sie.
Vanna zuckte zusammen und ihre Anspannung wich wieder aus ihr.
„Tut mir leid, ich habe überreagiert.“
Sagte sie schließlich, während sie ihrer Mutter in der Ferne nachsah und sich der Zärtlichkeit ihrer kleinen Schwester hingab. Sie waren pünktlich zu Hause und warteten auf den Einbruch der Nacht, wenn alle schliefen.
Die Nacht würde nie kommen. So sehr sie sich auch bemühten, sie hatten es nie geschafft, ihrer Liebe füreinander nachzugehen... Nicht bis zu jener schicksalhaften Nacht.
Jungfrau in Nöten...
Ihr Vater stand in ihrer Mitte und schrie Evana in seiner unmissverständlichen Art ins Gesicht.
„Mein Kind, wenn du seinen Ruf hörst, darfst du nicht antworten. Denn wenn du seinem Ruf folgst, bist du für alle Ewigkeit verloren, und wir werden dich nicht retten können. Lass mich das klarstellen. Adramalech ist real. Er wurde von den Wüstenwinden mit Kräften gesegnet, die unser Vorstellungsvermögen übersteigen. Er ist ein Dämon, und er kennt keine Gnade.“
Die Stimme ihres Vaters war streng, er würde nichts anderes als völlige Unterwerfung akzeptieren. Vanna stand weiter hinten und kochte schon wieder. Warum musste er immer so laut werden. Sie konnte sehen, wie Evana sich schon wieder duckte. Sie hatte nichts falsch gemacht. Und wenn dieser Adramalech wirklich ein Dämon war, was sollten sie dann tun? Und dann wieder diese Anbiederung. Ihre Mutter fing sie ab, bevor sie etwas Dummes tun konnte.
„Vanna, tu es nicht. Tu mir diesen Gefallen, Kind. Dein Vater hat Recht. Mit Adramalech ist nicht zu spaßen. Er hat seine Großmutter entführt. Seitdem ist er immer schnell in Aufregung geraten, wenn es um Adramalech geht.“
Vanna blieb stehen und sah ihre Mutter an.
„Wirklich? Seine Großmutter?“
Vanna hatte immer gedacht, die Geschichten über den Dämon seien Ammenmärchen, um die Kinder unter Kontrolle zu halten. Aber wenn es jemanden aus ihrer Familie erwischt hatte, war das etwas anderes.
„Ja, das ist schon lange her. Ich war noch nicht geboren, aber ich glaube, meine Mutter kannte sie noch.“
Sie sahen beide hinüber, als ihr Vater von Evana und Suzanna wegstapfte. Evana blieb in der Mitte sitzen und sah verzweifelt aus. Vanna wollte sich zu ihr setzen, aber ihre Mutter hielt sie wieder zurück.
„Lass sie in Ruhe. Sie braucht einen Moment, um das zu verarbeiten. Wenn sie seinen Ruf wirklich gehört hat, dann beobachte sie. Wenn du etwas bemerkst, holst du Hilfe. Diesen Kampf kannst du nicht allein ausfechten.“
Die Nacht verging ruhig und auch der nächste Tag blieb ruhig. Vanna behielt ihre Schwester im Auge, denn sie verhielt sich seltsam.
Dann, in der Nacht, bemerkte Vanna, wie Evana aufstand und die Höhle verließ. Vanna war beunruhigt. Vorsichtig folgte sie ihr aus der Höhle. Als sie draußen war, war Evana nicht zu sehen. Vanna trat einen Schritt vor und sah sich um. Erst dann sah sie Evana im gestreckten Sprint über die Ebene laufen. Vanna keuchte auf, es war die Richtung zum Wasserloch. Was machte ihre Schwester dort? Sie riss sich los, sprang den Felsen hinunter und nahm die Verfolgung auf, aber Evana hatte bereits einen beträchtlichen Vorsprung. Vanna musste alles geben, um mit Evana mitzuhalten. Es gab keinen Gedanken daran, nach ihr zu rufen. Als Vanna schließlich an der Wasserstelle ankam, war sie völlig außer Atem. Sie hatte große Mühe, ihre Atmung unter Kontrolle zu halten und sich nicht zu verraten. Sie pirschte sich heran und suchte nach Evana. Ihre kleine Schwester war nirgends zu sehen.
„Wo bist du, Schwesterchen? Wo versteckst du dich?“
flüsterte sie mehr zu sich selbst, als dass sie glaubte, ihre Schwester damit wirklich zu erreichen. Vorsichtig schlich sie an den Büschen vorbei, darauf bedacht, kein Geräusch zu machen.
Und dann hörte sie ihn.
„Du bist also gekommen ...“
...
„... hier oben.“
Vanna blieb der Atem in der Kehle stecken. Seine Stimme hatte eine sofortige Wirkung. Sie fühlte sich extrem zu ihm hingezogen.
*Oh nein!*
dachte sie und kroch auf das Wasser zu. Dort, auf der anderen Seite, konnte sie sie sehen. Evana stand unter einem Baum und ihr gegenüber stand ein Löwe. Er war riesig. Seine Mähne schien in Flammen zu stehen, aber er brannte nicht. Sie unterhielten sich miteinander. Vanna verstand nicht jedes Wort, aber was sie hörte, reichte aus.
*Oh nein...nein...nein...nein!*
Sie geriet in Panik. Doch bevor sie etwas Dummes tun konnte, erinnerte sie sich an die Anweisung ihrer Mutter. Sie drehte sich um und kroch vom Wasser weg. Vorsichtig, um sich nicht im letzten Moment zu verraten, aber eilig, um keine Zeit zu verlieren.
Als sie den Rand der Vegetation des Wasserlochs erreichte, hörte sie ihre Schwester laut stöhnen.
„Aahhnnn...Hnnnnaaaa...“
Vanna schnappte nach Luft. Tränen traten ihr in die Augen und sie rannte los.
*Halt durch, Schwesterchen!*
Tränen liefen ihr über das Gesicht, während sie versuchte, so schnell wie möglich zum Felsen zurückzulaufen. Es fühlte sich an, als wäre sie noch nie in ihrem Leben so schnell gerannt. Sie rannte um ein Leben. Nicht um ihres, sondern um das ihrer Schwester. Das Rauschen des Windes in ihren Ohren vermischte sich mit dem Rauschen ihres Blutes und dem Hämmern ihres Herzschlages. Sie hatte das Gefühl, dass das lüsterne Stöhnen ihrer Schwester sie verfolgte, zusammen mit einem dämonischen Lachen.
Mehrmals stürzte sie fast. Sie war noch nicht ganz auf dem Felsen, als sie zu schreien begann.
„VATER!!!“
Es war schwer, den Sprint durchzuhalten und gleichzeitig zu schreien.
„VATER!!!“
Sie wurde langsamer, als sich ein Seitenstechen ankündigte und sie das Tempo nicht mehr halten konnte. Aber sie brauchte auch nicht weiterzulaufen. Ein Schatten wurde am oberen Rand der Klippe sichtbar. Vanna brach buchstäblich zusammen.
„VATER...EVANA...WASSERLOCH...ADRAMALECH...!“
schrie sie und ließ sich in den Staub fallen. Schwer atmend hörte sie das Gebrüll ihres Vaters, der das Rudel zusammenrief. Sie drehte sich auf die Seite und sah ihren Vater den Felsen hinunterlaufen. Er blieb kurz stehen.
„Am Wasserloch?“
Vanna nickte.
„Schnell...“
Er nickte nur und rannte los. Die anderen folgten ihm schnell. Eine nach der anderen stürmten die Löwinnen an Vanna vorbei und rannten zum Wasserloch. Vanna zwang sich zitternd auf die Beine. Ihre Mutter war eine der letzten und blieb stehen, um ihre Tochter zu stützen.
„Ist es wahr?“
Fragte sie verzweifelt. Vanna nickte nur. Ihr Gesichtsausdruck war gequält. Eine Hälfte ihres Gesichts war mit Sand verkrustet, über die andere liefen Tränen.
„Er hat sie ... sie ... sie ...“
stammelte Vanna. Ihre Mutter sah den anderen nach.
„Komm Kind. Sie braucht uns jetzt!“
Die Stimme ihrer Mutter klang ungewöhnlich rau und in ihren Augen spiegelte sich blanker Hass. Vanna schluckte den sauren Geschmack ihres völlig übersäuerten Speichels hinunter und rannte los. Wenn sie diese Nacht überlebte, würde sie in den nächsten Tagen, wenn überhaupt, nur das Nötigste laufen. Zähneknirschend kämpfte sie den Schmerz in ihren Muskeln nieder und rannte ihrer Mutter und den anderen hinterher.
Wäre da nicht dieser Umstand, würde es majestätisch aussehen, wenn das ganze Rudel im gestreckten Sprint über die Ebene stürmte. Ihr Vater peitschte die Horde weiter an, sein Hass auf den Dämon ließ ihn schneller rennen als die anderen.
Als sie die Oase erreichten, konnten sie das Brüllen zweier Löwen hören.
Vanna rannte schneller, auch wenn ihre Beine brannten und Sterne vor ihren Augen tanzten. Ihr Vater stürmte durch das Gebüsch zum Wasserloch und sah die beiden auf der anderen Seite des kleinen Sees. Er rief Evanas Namen und lief am Ufer entlang. Vanna kam gerade noch rechtzeitig am Wasserloch an, um zu sehen, wie Evana vor Adramalech zusammensackte und ihr Vater den See umrundete, gefolgt vom Rest des Rudels. Ihr Vater schrie aus vollem Halse.
„Du wirst sie gehen lassen! Dieses Rudel wird nicht noch eine Tochter an dich verlieren! Nicht noch einmal!“
Evana bewegte sich nicht, und Adramalech kümmerte sich nicht um die Drohungen ihres Vaters. Er beugte sich zu ihr hinunter und riss einen großen Fetzen aus Evanas Kehle. Für Vanna schien die Zeit stehen zu bleiben. Es war alles so unwirklich. Sie sah, wie Adramalech ihre Schwester tötete und begann zu schreien. Gleichzeitig ging Evanas Körper in Flammen auf, und ihr Vater sprang in mörderischer Absicht auf den Dämon zu.
„Aaaaaaaaah...“
Vanna brach am Ufer des kleinen Sees zusammen. Adramalech drehte sich mit unglaublicher Geschwindigkeit zu ihrem Vater um und schleuderte ihn völlig mühelos aus der Luft gegen einen der Bäume am Seeufer. Das Knacken seiner Knochen konnte man sogar auf Vannas Seite des Sees hören. Die anderen Löwinnen griffen instinktiv an. Alle zusammen stürzten sie sich auf den Dämon, der laut lachte.
„Mwuahahaha... glaubt ihr wirklich, ihr hättet eine Chance? Ihr alle? Hahahahaa...“
Vanna hockte am anderen Ufer und beobachtete das Gemetzel. Keine der Löwinnen, allesamt ausgezeichnete Jägerinnen, konnte auch nur einen Treffer landen, geschweige denn Adramalech verletzen oder gar aufhalten. Vanna konnte nichts tun. Ihr Körper weigerte sich, ihrem Befehl zu gehorchen, und so blieb ihr nichts anderes übrig, als zuzusehen, wie ihr ganzes Rudel abgeschlachtet wurde.
Als Adramalech endlich fertig war, bemerkte er die letzte Löwin am anderen Ufer, die verzweifelt Evanas Namen schrie. Er erinnerte sich an sie. Er hatte sie schon einmal gerochen. Kurz bevor er mit Evana sein Vergnügen gehabt hatte. Langsam ging er zu ihr hinüber. Direkt über den See.
Vanna kauerte immer noch am Ufer des Sees. Als sie den Dämon über das Wasser gehen sah, wusste sie, dass sie ihm niemals entkommen würde, selbst wenn sie es versuchte. Nicht, nachdem sie die Strecke zum Wasserloch dreimal gerannt war. Ihre Beine versagten und ihre Lungen brannten wie Feuer.
Der Dämon war von Kopf bis Fuß mit dem Blut und den Überresten ihres Rudels bedeckt. Er war die Verkörperung des Todes. Sein Knurren ließ die Erde erbeben, und wo seine Pfoten das Wasser berührten, kochte es. Als er schließlich vor ihr stand und seine Pranke zum Schlag erhob, flehte Vanna ihn an.
„Bitte... bitte... nimm mein Leben, meine Seele, was immer du willst, aber lass meine Schwester gehen.“
Sie machte keine Anstalten, sich zu wehren, sondern senkte ihren Kopf auf den Boden und wartete auf das Unvermeidliche. Das Unvermeidliche aber kam nicht.
Adramalech hielt inne und senkte seine Pranke. Seine Haltung änderte sich augenblicklich. Er holte tief Luft und setzte sich vor Vanna hin. Als sie es endlich wagte, den Kopf zu heben, war das ganze Blut verschwunden. Er war wieder sauber und wirkte in keinster Weise aggressiv.
„Armes Mädchen.“
Sagte er schließlich. Seine Stimme klang sanft, fast zärtlich. In ihr schwang Mitleid mit. Vanna wagte es, ihn direkt anzuschauen.
„Du kannst deine Schwester nicht retten. Niemand kann das, nicht einmal ich.“
fügte er hinzu und legte den Kopf schief. Vannas Gesichtsausdruck verfinsterte sich. Tränen liefen ihr über das Gesicht.
„Warum? Du hast sie doch genommen, bring sie mir zurück!“
flehte sie. Ihre Stimme brach, als sie versuchte, ihrem Flehen Nachdruck zu verleihen. Adramalech schüttelte den Kopf.
„So einfach ist das nicht. Sie hat sich mir aus freiem Willen hingegeben, ihre Seele ist unwiederbringlich verloren. Wie die der anderen, die vor ihr kamen. Keiner kann aus der Hölle zurückkehren.“
Sagte er leise. Er beugte sich hinunter und stupste sie sanft mit seiner Nase an. Er strahlte echte Zuneigung aus. Vanna schüttelte den Kopf. Es konnte doch nicht sein, dass sie ihre Schwester auf diese Weise verloren hatte. Sie hätte es akzeptieren können, wenn sie bei der Jagd oder im Kampf gegen Hyänen oder so etwas gestorben wäre, aber nicht auf diese Weise.
„Nein, das kann ich nicht akzeptieren. Wie soll ich denn jetzt weiterleben, ohne meine Schwester?“
Sie begann zu schluchzen. Adramalech schmiegte seinen Kopf an den ihren. Seine Berührungen fühlten sich sehr gut an. Sie spendeten Trost und linderten den Schmerz, aber Vanna wollte den Schmerz spüren. Sie hatte ihre Schwester verloren. Die eine Person, die ihr mehr bedeutete als jede andere.
„Ich will sie zurück. Ich will meine Schwester...“
schrie sie. Adramalech richtete sich auf und blickte auf den kleinen Haufen Elend zu seinen Füßen.
„Dann gibt es nur eine Chance für dich...“
sagte er in einem ernsten, aber liebevollen Ton. Vanna schaute ihn flehend an.
„Du meinst ...?“
Ihre Stimme zitterte, und in ihren Augen spiegelte sich die Erkenntnis, was es kosten würde, ihre Schwester jemals wiederzusehen. Sie keuchte und schluckte schwer, bevor sie mit ihrer Antwort begann.
„...Gut...gut Dämon. Wenn das die einzige Möglichkeit ist, meine Schwester wiederzusehen, dann möchte ich, dass du mich auch mitnimmst.“
Ihre Stimme hatte erstaunlich viel an Kraft zurückgewonnen, aber die Unsicherheit war immer noch deutlich zu hören. Adramalech grinste. Es war ein teuflisches Grinsen. Vanna zuckte zurück.
„Nun. Ich habe nichts dagegen, dich auch für meinen Harem zu beanspruchen, aber da du mich und deine Schwester an deinen Vater verraten hast, anstatt dich uns anzuschließen, muss ich dich zuerst bestrafen.“
Er klang immer noch sehr liebevoll. Es schien nicht so, als sei er wirklich wütend, sondern eher als wolle er ihr die Konsequenzen ihres Handelns begreiflich machen. Sie sah zu ihm auf.
„Alles... Ich werde alles tun, wenn du mich nur zu meiner Schwester bringst. Sag es einfach und ich werde es tun.“
Sie hatte die Augen weit aufgerissen und die Ohren angelegt. Adramalech nickte stumm und schien einen Moment lang zu überlegen, während er die Löwin vor sich musterte.
„Warte hier...“
sagte er schließlich und verschwand für einen Moment in einem Schatten seiner selbst. Vanna schnappte nach Luft. Wo war er hin? Sie sah sich um, konnte ihn aber nicht sehen. Es dauerte nur einen Moment, bis sie etwas hinter sich hörte. Sie richtete sich auf und drehte sich um. Hinter ihr stand Adramalech, der gerade ihren Vater zu seinen Füßen fallen ließ. Der Patriarch des Rudels atmete nur noch schwach. Es schien, als könne er seine Hinterbeine nicht mehr bewegen. Aus blutunterlaufenen Augen blickte er zu Adramalech auf.
„Bring es endlich zu Ende, du Hund!“
Seine einst kraftvolle Stimme war nur noch ein Schatten ihrer selbst, und er wirkte so schwach und verletzlich, wie Vanna ihn noch nie gesehen hatte. War dies der Löwe, der ihr Rudel tagein, tagaus verteidigt und seinen Platz als Patriarch behauptet hatte? Adramalech ließ ihn fluchen, ohne sich groß darum zu kümmern. Als ihr Vater Vanna sah, änderte sich seine Haltung schlagartig.
„Oh mein Gott, Vanna. Lauf Kind. Flieh. Rette dich.“
Er versuchte, zu ihr zu kriechen, aber der Schmerz seiner zertrümmerten Wirbelsäule ließ es nicht zu. Vanna sah auf ihren Vater hinunter und dann auf Adramalech.
„Töte ihn.“
Sagte er ruhig. In seiner Stimme war weder Hass noch Verachtung zu hören. Es war ein einfacher Befehl ohne jede Emotion. Vanna sah den Dämon mit offenem Mund an.
„Töte ihn. Er war es, der die Beziehung zwischen dir und deiner Schwester verhindert hat. Er war es, der euch beide die ganze Zeit daran gehindert hat, die zu sein, die ihr wirklich seid. Und er war es, der Evana schließlich dazu brachte, zu mir zu kommen, und zwar auf seine Art.“
Erklärte Adramalech nüchtern und sachlich. Vanna sah ihren Vater an, der den Kopf schüttelte.
„Nein ... das ist nicht wahr. Ich weiß nicht, wovon er redet. Hört nicht auf ihn. Er ist ein Dämon, er lügt und betrügt, das ist es, was ihn ausmacht. Lauft weg. Fliehe. Hol dir Hilfe.“
Ihr Vater drehte sich schließlich zu Adramalech um und versuchte erneut, mit seinen Pfoten nach ihm zu schlagen, aber der Dämon legte seine Pfoten einfach auf die ihres Vaters und ließ ihm keine Chance.
„Lass sie gehen, du Hund. Du hast meine andere Tochter und du hast ihre ganze Familie ausgelöscht, reicht das nicht? Lass sie leben. Ich will nicht, dass auch sie dir zum Opfer fällt.“
Seine Stimme brach, es war offensichtlich, dass er nicht mehr lange zu leben hatte. Adramalech sah zu Vanna hinüber, während ihr Vater unter seiner Pfote fluchte.
„Es muss getan werden. Wenn du deine Schwester wiedersehen willst, muss er sterben. Durch deine Hand. Das ist die Bedingung, die ich stelle. Zeig mir, dass du bereit bist, den höchsten Preis zu zahlen, um mit deiner Schwester wieder vereint zu sein.“
Adramalech sah Vanna tief in die Augen. Seine roten Augen schienen zu glühen. In Vannas Welt gab es nur Adramalech und sie, und in der Ferne fluchte ihr Vater etwas Unverständliches. Vor ihrem geistigen Auge zog ihr Leben wieder einmal vorbei. Jedes Mal, wenn ihr Vater sie zur Rede gestellt hatte, jedes Mal, wenn jemand sie in ihrer intimen Zweisamkeit gestört hatte. Als sie sich an den letzten Vortrag gegen Evana erinnerte, zitterte sie. Wie in einem Traum blickte sie auf den Boden vor sich. Dort lag ihr Vater unter der Pranke von Adramalech. Sie sah, wie er flehend zu ihr aufschaute und etwas sagte. Sie sah zu Adramalech hinüber. Er stand ihr gegenüber, völlig entspannt, und nickte.
Vanna schloss die Augen. Ihre Wut und ihr Hass überwältigten sie. Mit einem schmerzverzerrten Brüllen riss sie schließlich die Augen auf und schlug mit ihren Pfoten nach ihrem Vater. Der Angriff kam so plötzlich, so unvorhergesehen, dass ihr Vater nicht einmal reagieren konnte, bevor ihre zentimeterlangen Krallen sein Gesicht zerfetzten. Sie stampfte mit ihren Pfoten auf seine Schnauze und drückte sie in den Dreck. Gleichzeitig biss sie in sein Ohr und riss es ab. Sie schrie ihre Wut und ihren Kummer heraus, während sie ihn buchstäblich in Stücke riss.
„Es ist deine Schuld... Es ist alles deine Schuld... Nur deinetwegen musste Evana sterben... Du bist schuld, dass Mutter tot ist... Raaaaaaargh...“
Sie ließ sich nicht aufhalten. Sie zerfleischte ihren Vater völlig. Er war schon tot und sie tobte immer noch. Immer wieder schlug sie ihre Reißzähne in seinen Körper, riss Stücke aus ihm heraus und schlug weiter mit ihren Pranken auf ihn ein.
Erst als Adramalech seine schwere Pfote auf sie legte und ganz ruhig sagte:
„Das ist genug, Vanna. Es ist genug.“
Ließ sie von ihm ab, aber nicht ohne ihn noch einmal anzuspucken. Sie wandte sich ab und brach ein weiteres Mal zusammen. Ihr Fell war mit dem Blut ihres Vaters besudelt. Dazu mischten sich der Sand der Oase und ihre Tränen. Sie legte sich vor Adramalech auf den Boden und weinte.
Es waren Tränen des Kummers. Trauer um ihre Mutter, die anderen und vor allem um ihre Schwester. Es waren Tränen der Erleichterung. Erleichterung, endlich ihren Vater los zu sein, endlich IHR Leben leben zu können.
Sie blickte zu dem Dämon auf, der neben ihr saß. Jetzt, da ihr Vater tot war, konnte sie ihr Leben leben und es würde sofort vorbei sein. Genommen von demselben Dämon, der ihre Urgroßmutter und ihre Schwester getötet hatte. Sie senkte ihren Kopf und schluchzte leise in den Sand. Adramalech beugte sich hinunter und schmiegte seinen Kopf an den ihren. Er schnurrte leise und seine Berührung war unglaublich zärtlich.
„Beruhige dich, Vanna. Alles wird gut werden.“
Sie wagte nicht, ihren Kopf zu heben. Ihr Körper zitterte, als sie weiter schluchzte. Adramalech kuschelte sich weiter an sie und schnurrte noch lauter.
„Es ist vorbei, Mädchen. Von nun an wird alles gut werden. Bald wirst du deine Schwester wiedersehen. Ihr werdet zusammen sein können. Für alle Zeit. Niemand wird euch je wieder voneinander trennen.“
Vanna hörte zu. Sie hob ihren Kopf und sah Adramalech an. In ihren Augen keimte so etwas wie Hoffnung auf.
„Du wirst uns in Ruhe lassen? Du wirst dich nicht in unsere Liebe einmischen?“
Adramalech legte sich hin und schob seinen Kopf unter ihren.
„Nein. Warum sollte ich? Wenn es das ist, was dich glücklich macht, dann sollst du deine Liebe ausleben dürfen. Ich will nur ab und zu ein wenig Spaß mit euch beiden haben.“
Vannas Gesicht hellte sich auf. Allerdings war sie ein wenig misstrauisch gegenüber dieser Spaß-Aussage.
„Was meinst du mit ab und zu und Spaß haben?“
Adramalech drehte seinen Kopf, knabberte an ihrem Kinn und spürte, wie sie zu lächeln begann.
„Nun, meine Vereinbarung mit dem Wind beinhaltet, dass ich Dämonen für seine Armee zeuge. Aber keine Sorge. Weder du noch deine Schwester werden zu Gebärmaschinen degradiert werden. Derzeit gibt es 134 Löwinnen in meinem Harem. Da kann ich gar nicht mithalten...“
Den letzten Satz fügte er mit einem Grinsen hinzu. Vanna zog ihren Kopf ein wenig zurück.
„Du willst Sex mit uns haben?“
Adramalech rollte sich neben ihr auf den Rücken und streckte alle Viere von sich, um ihr den vollen Anblick zu bieten.
„Oh, ja, natürlich. Deine Schwester war sehr angetan. Sie hat es sehr genossen.“
Vannas Wangen glühten förmlich bei dem Anblick, der sich ihr bot, und bei dem Gedanken, dass er es erst vor wenigen Minuten mit ihrer Schwester getan hatte.
„Ich werde jede Löwin in meinem Harem etwa jede zweite Saison schwängern. Manche auch öfter. Es gibt ein paar Löwinnen, die ganz heiß darauf sind. Keine Sorge, eine Schwangerschaft in der Hölle ist nicht anders als hier, und du wirst viele „Schwestern“ haben, die dich unterstützen. Solltest du auf den Geschmack kommen, ist mehr Sex durchaus möglich.“
Adramalech schnurrte und machte seine Aussage völlig nonchalant. Es war die natürlichste Sache der Welt für ihn, und Vanna konnte ihm nicht widersprechen. Je länger sie mit ihm sprach, desto mehr wurde sie mit ihm warm. Es half ihm, dass er völlig entblößt vor ihr stand und langsam und hypnotisch sein Glied streichelte.
„Wird es weh tun?“
fragte sie schließlich. Adramalech wurde aus seiner Trance gerissen. Er hielt in seinen Bewegungen inne und sah sie ernst an. Er drehte sich langsam zu ihr um. Er schloss für einen Moment die Augen, und als er sie wieder öffnete, war seine Haltung völlig anders. Er sah sehr ernst aus. Sein Gesichtsausdruck spiegelte Mitgefühl und Zuneigung wider.
„Ich nehme an, dass du, wie deine Schwester, noch Jungfrau bist.“
Vanna schluckte und nickte.
„Dann wird es ein wenig wehtun. Das lässt sich nicht vermeiden. Aber es wird sich sehr bald sehr gut anfühlen.“
Sagte Adramalech in einem sehr ruhigen Ton. Er schob seine Pfote zu ihr und legte sie sanft auf ihre.
„Ich werde vorsichtig sein und dafür sorgen, dass es so schmerzfrei wie möglich ist.“
Vanna grinste breit.
„Das habe ich nicht gemeint. Mir ist klar, dass meine Entjungferung nicht ganz schmerzfrei sein wird. Ich meinte das, was danach kommt.“
Sie sah besorgt aus, als sie den letzten Satz sprach. Adramalech streichelte ihre Pfote.
„Mach dir keine Sorgen. Es wird völlig schmerzfrei sein. Es ist wie Blinzeln. Du bist hier und schließt die Augen, und wenn du sie wieder öffnest, bist du bei deiner Schwester. Keine Schmerzen, keine Qualen. Ich verspreche es.“
Vanna nickte. Sie schaute sich um. Es gab nichts mehr, was sie hier halten konnte. Ihre ganze Familie war tot, und allein würde sie hier nicht überleben können. Sie sah Adramalech an und atmete tief ein.
„Dann tu es. Mach mich zu deiner Konkubine. Ich wünsche es.“
Adramalech richtete sich auf und kam zu ihr herüber. Er schmiegte sich innig an sie. Ließ sie seinen Duft einatmen und liebkoste zärtlich ihren Kopf. Vanna genoss die Berührung und lehnte sich an ihn. Er umkreiste sie und rieb sich an ihr. Er schnurrte laut und knabberte an ihrem Hals. Es ließ ihr die Nackenhaare zu Berge stehen und sie quiekte ihre Zustimmung zu dieser Neckerei.
„Hmmm, du riechst so gut ...“
flüsterte er ihr ins Ohr, während er sich über ihr positionierte. Vanna streckte ihm ihr Hinterteil entgegen. Er trat zurück und betrachtete das Angebot, das ihm präsentiert wurde. Sie war sehr aufgeregt und konnte ihren Schwanz nicht ruhig halten. Ständig peitschte er nach links und rechts. Adramalech grinste. Er schob sich an ihrem Schweif vorbei und atmete ihren Duft tief ein. Er schmeckte, wie bereit sie war und zitterte bei dem Gedanken, an einem Abend zwei Löwinnen für seinen Harem beanspruchen zu können.
„Was für ein schöner Anblick...“
säuselte er und küsste sie auf die Lippen. Vanna holte tief Luft. Das hatte selbst Evana noch nicht getan. Sie erschauderte, und als er es wiederholte, stöhnte sie auf. Adramalech grinste. Zärtlich leckte er über ihre Muschi, kostete ihren süßlich-bitteren Nektar.
„Aaaahn ... bitte ... hör nicht auf.“
stöhnte seine Partnerin und Adramalech brauchte keine weitere Ermutigung. Genüsslich ließ er seine Zunge wieder und wieder über ihre Schamlippen gleiten. Er hielt Vanna mit einer Pfote aufrecht, damit sie nicht wieder zusammenbrach, während sie ihrer Lust freien Lauf ließ und ihr kleines Herz herausstöhnte.
„Hnnnnn ... nyaaaaa ... haaaa ...“
Adramalech war in seinem Element und schob seine Zunge zwischen ihre Lippen. Er wurde damit belohnt, dass sie am ganzen Körper zu zittern begann. Er genoss das Gefühl der Macht und fuhr fort, die junge Löwin vor ihm zu liebkosen. Vanna kämpfte mit ihren Gefühlen. Einerseits war es genau das, was sie mit ihrer Schwester und nicht mit einem Dämon teilen wollte, andererseits fühlte es sich so unglaublich gut an, dass sie nicht wollte, dass es jemals aufhörte. Sie spürte ein Kribbeln am ganzen Körper und mit jedem Mal, wenn Adramalech seine Zunge in ihre Vagina drückte, wurde es mehr. Sie krallte sich am Boden fest, aus Angst, sie könnte umfallen. Sie stöhnte ihre Lust in den Nachthimmel und gab sich ganz den Liebkosungen des Dämons hin. Adramalech konnte spüren, wie sie sich langsam aber sicher immer mehr anspannte. Ihr erster Höhepunkt rückte näher. Er grinste diebisch und intensivierte seine Bemühungen. Schneller und schneller bewegte er seine raue Zunge und ließ sie über immer größere Bereiche wandern. Er wurde damit belohnt, dass Vanna scharf einatmete und den Atem anhielt. Und dann geschah es. Sie zuckte zusammen und trat mit den Beinen aus. Ihre gesamte Muskulatur begann zu zucken und ein unterdrückter Schrei verließ ihre zusammengebissenen Zähne. Sterne tanzten vor ihren Augen und sie brach schließlich schwer atmend vor ihm zusammen.
Als sie wieder klar denken konnte, lag sie auf der Seite und atmete schwer. Adramalech saß neben ihr und lächelte ein wohlwollendes Lächeln. Vanna blickte zu ihm auf.
„Was war das?“
Adramalech beugte sich zu ihr hinunter und gab ihr einen sanften Kuss.
„Wenn du es so ausdrückst, Kind. Dann war das dein erster Orgasmus. Fühlt sich gut an, nicht wahr?“
Vanna schloss die Augen und genoss noch einen Moment lang das Nachglühen ihres Höhepunkts. Ihre Pfote wanderte über ihren Bauch und sie berührte sich selbst. Mit einem glückseligen Schaudern zog sie sie zurück.
„Ja ... es war himmlisch.“
Adramalech lächelte noch ein wenig mehr.
„Das kannst du bald jeden Tag haben. Mit deiner Schwester, oder sogar mit mir.“
Sagte er leise und gab ihr einen weiteren Kuss. Vanna lächelte verträumt. Dieses Gefühl... mit ihrer Schwester... jeden Tag... bis in alle Ewigkeit...
„Dann lass mich nicht länger warten. Tu, weswegen du gekommen bist. Nimm meine Seele, verdamme mich in die Hölle, damit ich für immer zu deinem Harem gehöre.“
Ihre Stimme klang fest und entschlossen. Adramalech nickte und schmiegte seinen Kopf erneut an den ihren. Vanna erwiderte die Geste und genoss die Berührung sichtlich. Dann stand der Dämon auf und stellte sich hinter Vanna. Die Löwin hob bereitwillig ihr Hinterteil und schob ihren Schwanz aus dem Weg. Adramalech brauchte nicht lange und bestieg sie gierig. Mit einer einzigen fließenden Bewegung drang er in sie ein. Das Penetrieren ihres Jungfernhäutchens geschah in einem Zug. Vanna zuckte kurz zusammen, stemmte sich aber tapfer gegen seinen Vorstoß und ließ ihn tief in sie eindringen.
Adramalech brüllte seinen Triumph in die Nacht und Vanna stimmte mit ein, als er sich in Bewegung setzte. Er blieb tief über sie gebeugt und stieß kraftvoll in ihr Inneres. Sowohl er als auch Vanna waren überrascht, wie schnell sie sich daran gewöhnt hatte und wie sehr sie es genoss, ihn in sich zu spüren. Vielleicht war es der Gedanke, dass sie umso schneller wieder mit ihrer Schwester vereint sein würde, je schneller Adramalech es hinter sich brachte; oder vielleicht kam sie wirklich auf den Geschmack, wie Adramalech es prophezeit hatte, aber sie genoss das Gefühl, dass ein Teil des Dämons in ihr war. Mit jedem Stoß begrüßte sie ihn und mit jedem Zug hielt sie ihn fest. Er fühlte sich groß, fest und heiß an, und das Gefühl, das er bei jedem Eindringen in sie auslöste, brachte sie ihrem nächsten Höhepunkt näher und näher.
„Hhhnnnnnnnaaaa... nnyaaaaa... hmmmmm...“
Sie konnte sich kaum zurückhalten und presste sich im Takt seiner Bewegungen gegen den Dämon. Adramalech packte sie am Genick und erhöhte sein Tempo. Er seinerseits krallte sich in den Boden und nutzte die Kraft seiner Beine, um noch tiefer in sie einzudringen. Mit seinen erneuten Anstrengungen wurde auch Vanna lauter. Sie schrie ihre Geilheit geradezu in die Nacht hinaus.
„ Jaaaa... Gib's mir... Ich will es... tiefer...“
Ihre Schreie waren keine Bitte. Sie verlangte, befahl ihm, sich mehr reinzuhängen. Und wer war er, dass er ihrem Verlangen nicht nachgab, also gab er ihr sein Bestes. Dank seiner dämonischen Physik war er in der Lage, seine Leistung weiter zu steigern und sein Glied tiefer und schneller in sie zu stoßen. Kein irdisches Lebewesen wäre dazu in der Lage gewesen.
Er konnte spüren, wie sich ihre Vagina zusammenzog. Vannas Höhepunkt war nahe. Adramalech zog noch einmal an Vannas Hals und biss fester zu. Ihre wollüstigen Schreie erreichten einen neuen Höhepunkt. Vanna fühlte sich, als ob sie von innen heraus brennen würde. Es war ein unglaubliches Gefühl. Sie konnte es mit nichts in ihrem bisherigen Leben vergleichen. Selbst der Orgasmus, den Adramalech ihr zuvor beschert hatte, verblasste. Alles in ihr zog sich zusammen, sie hatte das Gefühl, als würde sich ihr Innerstes verknoten. Es war schmerzhaft und doch wollte sie mehr... und dann geschah es. Wie eine Explosion brach es aus ihr heraus.
„Grrrryyaaaaaaa...“
Sie schrie ihren Orgasmus zum zweiten Mal in dieser Nacht, dieses Mal in Begleitung von Adramalech. Er kam zusammen mit ihr zum Höhepunkt. Mit einem letzten Stoß überflutete er sie mit seinem Samen. Sie zitterten beide. Keine andere hatte ihn je so herausgefordert wie Vanna. Schwer atmend stand er über der Löwin, die vor ihm im Staub der Oase lag. Blut- und schmutzverschmiert, mit Tränen in den Augen, lag Vanna da, während sein Samen langsam aus ihrer Scheide floss. Adramalech wartete nicht. Blitzschnell beugte er sich hinunter und riss ihr mit einer Bewegung, die er schon bei zig anderen Gelegenheiten perfektioniert hatte, die Kehle aus dem Hals. Vanna war auf der Stelle tot.
Als ihr Körper in Flammen aufging, sah er aus dem Augenwinkel eine Bewegung. Als er sich umdrehte, sah er zwei der Löwinnen des Rudels, die sich mühsam bewegten. Eine von ihnen schaute ihn entsetzt an, die andere war gerade dabei, aufzustehen. Beide waren schwer verletzt.
Adramalech lächelte ein teuflisches Lächeln, bevor er sich den Leichnam des Patriarchen schnappte.
„Ihr seid die Nächsten...“
Und damit verschwand er. Nur das Glühen seiner Augen hing noch einen Moment in der Luft, bevor es im Nichts verschwand.
...
Auf der Suche nach dem Glück...
Als Vanna ihre Augen wieder öffnete, war sie in der Hölle. So viel war klar. Alles war in Rot und Schwarz gehalten. Es dauerte einen Moment, bis sich ihre Augen an die unnatürliche Atmosphäre gewöhnt hatten. Als sie den Kopf hob, konnte sie zu ihrer großen Erleichterung Evana sehen. Neben Evana saß eine weitere Löwin. Irgendetwas an dieser Löwin war seltsam. Dann sah sie es. Sie hatte eine Zahl auf der Brust.
„1“
Und Evana trug auch eine Nummer.
„135“
Vanna blinzelte und sah an sich herunter.
„136“
„Bist du bereit, dich völlig zu entweihen?“
Fragte eine Stimme direkt neben ihr. Ruckartig drehte sie den Kopf und sah Adramalech neben sich sitzen. Hier unten sah er noch majestätischer aus. Seine Mähne schien geradezu Dunkelheit auszustrahlen.
„Ja!“
Vanna drehte ihren Kopf wieder zu ihrer Schwester, die überglücklich schien. Sie kam freudestrahlend zu ihnen herübergelaufen. Doch anstatt zu ihr zu laufen, rannte sie direkt zu Adramalech und kuschelte sich an ihn.
„Warum hast du Vater mitgebracht?“
Fragte ihre jüngere Schwester, und Vanna bemerkte erst jetzt, dass der Körper ihres Vaters zu Adramalechs Füßen lag. Adramalech legte seine Pfote sanft auf die von Vanna.
„Es ist genug. Er ist hier, um seine gerechte Strafe zu erhalten. Die Dämonen der Hölle werden ihn gleich holen, keine Sorge.“
Vanna beruhigte sich ein wenig, aber als sie sah, dass ihre Schwester sie immer noch ignorierte, kochte die Wut wieder in ihr hoch.
„Bestrafung?“
fragte Evana und kuschelte weiter mit dem Dämon neben Vanna, die die Zärtlichkeiten in gleicher Weise erwiderte.
„Ja, er hat deine Beziehung zu deiner Schwester verhindert. Das ist ein Grund, warum du hier bist.“
Erklärte Adramalech mit ruhiger Stimme, aber Evana schüttelte den Kopf.
„Ich bin hier, weil du mich gerufen hast und du mir gezeigt hast, welche Freuden ich hier haben kann.“
Das war der letzte Strohhalm für Vanna.
„Evana. Schwesterchen. Ich bin hier. Ich bin deinetwegen hier. Damit wir zusammen sein können. Für alle Ewigkeit. Damit uns nie wieder jemand auseinanderbringen kann.“
Sie klang verzweifelt. Evana trat neben Adramalech und sah zu Vanna hinüber.
„Schwester, warum bist du hier? Ich habe nicht nach dir gerufen. Warum bist du mir gefolgt?“
Evana schien völlig außer sich zu sein. Sie schien wie in Trance zu sein, als sie sich wieder Adramalech zuwandte.
„ Jetzt komm, Adramalech, nimm mich jetzt und hier. Ich will endlich vollständig sein.“
Evana krächzte und positionierte sich vor Adramalech. Der Dämon lächelte und legte den Kopf schief.
„So viel Eifer. Das habe ich nicht erwartet.“
murmelte er und bestieg Vannas kleine Schwester. Ihr Schrei war eine Mischung aus Schmerz und Lust, als der Dämon sie anal entjungferte, aber schon nach dem ersten Stoß schien sich die junge Löwin in ihrer Rolle sehr wohl zu fühlen. Vanna wich unterdessen zurück. Sie schüttelte den Kopf. Das war nicht mehr ihre Schwester, die da vor ihr kauerte und es genoss, von einem Dämon von hinten genommen zu werden. Mit weit aufgerissenen Augen wandte sie sich ab und rannte davon.
Ushi blickte zu ihrem Sohn und nickte nur. Sie würde sich darum kümmern.
Wie immer.
Vanna irrte in dem Labyrinth herum, das der Harem war. Sie war außer sich. Vor Wut, vor Scham, vor Trauer ... und über allem schwebte das erdrückende Gefühl des Verrats. Sie fühlte sich von ihrer Schwester verraten, die den Dämon eindeutig ihr vorzog. Sie hatte das Gefühl, ihr Rudel verraten zu haben. Und sie fühlte sich von Adramalech verraten, als er ihr sagte, sie könne mit ihrer Schwester zusammen sein, die das offensichtlich nicht wollte.
Sie wanderte durch den Harem, und wann immer sie eine Löwin sah, fauchte sie und wechselte die Richtung. Als sie schließlich in einer Nische zusammenbrach, fühlte sie sich furchtbar allein.
„Willst du darüber reden?“
Die Frage wurde mit einer unglaublich ruhigen und mütterlichen Stimme gesprochen. In ihr schwang so viel Mitgefühl und Liebe mit, dass es Vanna schwerfiel, nicht sofort loszuweinen.
„Ich weiß, es ist unglaublich schwer, das alles zu verarbeiten. Und jede Löwin macht das anders. Deine Schwester verdrängt es im Moment noch. Gib ihr etwas Zeit.“
Vanna schaute sich um. Etwas abseits saß Löwin Nummer 1. Vannas Blick war verschlossen. Sie fühlte sich in die Enge getrieben, konnte aber nicht entkommen. Sie beäugte die Löwin, die etwa 10 Meter entfernt von ihr saß.
„Wer bist du?“
fragte sie schließlich. Die Löwin stand auf und kam ganz langsam auf sie zu. Sie schien hochschwanger zu sein und mochte etwa so alt sein wie ihre Mutter.
„Ich bin Ushi.“
sagte sie leise und setzte sich etwa 5 Meter entfernt wieder hin. Sie wirkte entspannt, vielleicht ein wenig verärgert, aber nicht wütend. Vanna hob den Kopf.
„Ushi? Bist du?“
Ushi nickte langsam. Sie lächelte leicht.
„Ja, ich bin die Mutter von Adramalech. Ich bin die Erste unter vielen. Ich bin die Herrin dieses Harems, solange mein Sohn nicht hier ist. Und ich bin das, was einer Mutter am nächsten kommt, die du hier jemals finden wirst.“
Ihre Stimme klang ernst, aber liebevoll, sanft und doch kraftvoll. Sie verhielt sich wirklich wie eine Mutter. Vanna hatte so viele Fragen, wusste aber nicht, wo sie anfangen sollte.
„Du kannst mich alles fragen. Wann immer du Angst hast, dir Sorgen machst oder etwas vermisst ... komm einfach zu mir. Ich werde für dich da sein. Immer!“
fuhr Ushi fort und stand wieder auf. Schließlich kam sie zu Vanna und schmiegte ihren Kopf sanft an den der jungen Löwin. Vanna schloss die Augen und ließ sich auf die Geste ein. Das Gefühl der Zugehörigkeit war überwältigend.
„Ich weiß, was in dir vorgeht. Hab Geduld. Die Liebe deiner Schwester ist noch nicht vergangen. Lass sie erst einmal hier unten ankommen. Das Gleiche gilt für dich. Komme zuerst hier unten an. Sieh dich um, mach ein paar Bekanntschaften. Die meisten der Löwinnen hier sind sehr aufgeschlossen.“
Ushi legte sich neben Vanna und kuschelte sich an sie.
„Aber sie hat mich gar nicht bemerkt. Ich war Luft für sie. Alles drehte sich nur um Adramalech.“
Vannas Stimme brach. Ushi legte ihren Kopf auf Vannas Schultern und die junge Löwin legte ihren Kopf auf die Pfoten der älteren. Es tat gut, jemanden zu haben, der ihr Halt gab.
„Ja, das ist oft so. Wenn die neuen Löwinnen hierher kommen, sind sie oft sehr verwirrt. Die Gefühle spielen verrückt, und du musst die Wirkung meines Sohnes auf die Löwinnen selbst gespürt haben. Bei deiner Schwester scheint sie besonders stark zu sein.“
erklärte Ushi und entspannte sich. Sie hoffte, dass etwas von ihrer Gelassenheit auf Vanna übergehen würde. Es funktionierte, zumindest zum Teil. Vanna holte tief Luft. Langsam beruhigte sie sich. Ushi nahm vorsichtig ihren Kopf von ihr und stupste sie leicht an.
„Eine kleine Formalität wartet aber auch noch auf dich. Du bist noch nicht vollständig geschändet worden. Wir sollten das nicht zu lange hinauszögern. Und es wird dich auf andere Gedanken bringen.“
Sagte Ushi und stand auf.
*Denn Adramalech müsste jetzt mit der Kleinen fertig sein.
Vanna schaute ihr nach und zögerte einen Moment lang.
„Was meinst du damit, dass ich nicht völlig geschändet bin?“
Ushi grinste, als sie sie wieder ansah.
„Nun ja. Mein Sohn hat dir die Jungfräulichkeit in einem Loch genommen. Das andere ist noch unberührt.“
Es dauerte einen Moment, bis Vanna begriff, was Ushi meinte. Ihr fiel die Kinnlade fast auf den Boden.
Und so einfach…
bin ich für meine Schwester zur Hölle gefahren
Prolog
„Uuuuuhhh Adramalech, das fühlt sich sooo gut an, bitte hör nicht auf...“
schnurrte Sarabi, während Adramalech ganz gemächlich wieder in sie eindrang. Sie hatten sich in eine Nische am Rande des Harems zurückgezogen. Sarabi war trotz all der Zeit, die sie nun schon im Harem verbracht hatte, immer noch ein wenig schüchtern, wenn es um den Akt ging. Sie wollte kein Publikum.
Vielleicht lag es aber auch daran, dass sie den Dämon ganz für sich haben wollte, wenn sie sich mit ihm vergnügte. Wenn Adramalech eine der anderen Löwinnen in der Öffentlichkeit nahm, was im Grunde ein alltägliches Ereignis war, scharten sich die anwesenden Löwinnen in der Regel sofort um das Liebespaar, um ihren Anteil an Adramalechs Aufmerksamkeit zu bekommen.
Wenn Sarabi sich ihm hingab, sollte er ganz ihr gehören. Adramalech war damit völlig einverstanden, so dass er sich voll und ganz auf die Aufgabe konzentrieren konnte, die vor ihm lag, oder besser gesagt hockte. Sarabi war eine erfahrene Löwin, sie wusste genau, wie sie das Maximum aus ihm herausholen konnte.
Sie hatten schon vor einiger Zeit für sich entdeckt, dass es für sie beide viel befriedigender war, zumindest bei ihr, wenn sie es ganz langsam angehen ließen. Und so beugte sich Adramalech heute wieder sanft über Sarabi und knabberte liebevoll an ihrem Hals, während er sein Glied ganz entspannt in ihre Vagina gleiten ließ. Er nutzte die gesamte Länge seiner Männlichkeit und drang sanft in sie ein, während sie ihn mit offenen Armen empfing. Auf dem Weg nach draußen umschloss sie ihn mit einer warmen Umarmung ihrer geübten Muskulatur.
Es war ein Festmahl. Es ging nicht darum, so schnell wie möglich oder so intensiv wie möglich zum Höhepunkt zu kommen, es ging darum, ihn zu erreichen und zu genießen.
„Oooooh jaaaa. Du bist so gut zu mir. Hmmmmm...“
schnurrte der Dämon in das Fell ihres Halses. Sie hob ihren Kopf und stöhnte leise ihre Zustimmung.
„Ich kann dieses Kompliment nur erwidern... komm noch ein bisschen tiefer rein...“
Ihre Stimme, so süß und erfüllt von Lust und Vergnügen sie auch war, hatte nichts von ihrem befehlenden Ton verloren. Es war keine Bitte. Ganz im Gegenteil. Es war ein Befehl. Adramalech grinste. Ja, sie war der felsenfesten Überzeugung, dass sie es war, die hier die Richtung vorgab. Zur Strafe verpasste er ihr ein paar sehr sanfte und kurze Stöße. Gerade genug, um die Bewegung in Gang zu halten, aber ein Schatten dessen, was noch vor wenigen Augenblicken zu spüren gewesen war.
„Aaaaaawww... ich wollte das nicht...“
wimmerte Sarabi und spannte ihre inneren Muskeln an, um Adramalech erneut anzustacheln. Er grinste weiter und schob seinen Mund direkt an ihr Ohr.
„Entschuldige dich und sag mir, wer hier der Boss ist...“
flüsterte er und ließ seine Hüften ein wenig rotieren, was ein besonderes Gefühl in Sarabis Intimbereich hervorrief.
„Hnnnaaaa... bitte verzeih mir, meine Arbeit für den Lustprinzen lässt mich meine Manieren vergessen... Nyaaaa... Du bist der Boss... du... hnnn... bist... haaa... der... uuhmnnn... Boss...“
Sie stöhnte, als er ganz gemütlich seine Bewegungen wieder aufnahm.
Das leise Schlürfen seines Gliedes in ihrer Vagina und ihr leises Stöhnen waren alles, was einen Moment lang zu hören war. Adramalech genoss die süße Zweisamkeit. Ihre Nähe, ihre Wärme und ihre völlig bedingungslose Zuneigung zu ihm.
Sicher, die anderen liebten ihn auch, aber bei den meisten von ihnen war er sich nie ganz sicher, ob es wirklich Liebe war oder ob es vor allem damit zusammenhing, dass er einfach einen gewissen Einfluss auf sie hatte. Bei Sarabi war er sich ziemlich sicher, dass sie ihn wirklich liebte. Natürlich wirkte sein Einfluss auch auf sie, aber sie war so willensstark, dass sie sich dagegen wehren konnte, wenn sie es wollte. Er schaute auf sie herab, als sie sich unter ihm ihrer Lust hingab. Sie knetete intensiv den Boden vor sich und schnurrte laut und ungehemmt. Und jedes Mal, wenn er wieder tiefer in sie eindrang, stöhnte sie ihre Lust heraus. Allein der Anblick war unbezahlbar. Er beugte sich wieder zu ihr und knabberte an ihrem Ohr.
„Nyaaaa... nicht die Ohren... haaaannnn...“
Sie beschwerte sich, doch Adramalech ließ sich nicht beirren.
„Du willst es also tiefer?“
Fragte er mit einem Schnurren in seiner Stimme. Sarabi nickte und biss sich auf die Unterlippe.
„Bitte ... bitte tiefer ... hnnnnn ... gib es mir ...“
Adramalech richtete sich auf, um mehr Bewegungsfreiheit zu haben und drang tiefer in sie ein. Langsam und völlig entspannt schob er sich ganz in ihre Tiefen. Sarabi holte scharf Luft und ihre Augen weiteten sich, als sie spürte, wie er an ihren Gebärmutterhals stieß. Sie hielt den Atem an, und Adramalech verharrte einen Moment lang an Ort und Stelle. Erst als er sein Glied nach unendlich langen Sekunden wieder herauszog, stöhnte Sarabi auf.
„Oooooohhh mein Gott... aaaahnnn... das war fantastisch... mach es nochmal... bitte... Nyaaaaaa...“
Ihr Stöhnen wurde deutlich lauter, als er erneut in sie eindrang. Das Gefühl war auch für ihn überwältigend. Sie beherrschte ihre Muskeln meisterhaft und ließ ihn spüren, wie sehr es ihr gefiel, was er mit ihr tat. Sie verkündeten beide ihr Vergnügen und stöhnten gemeinsam.
Als es an der Zeit war, das Tempo ein wenig zu erhöhen, war es Sarabi, die ihn immer wieder mit ihren Ausrufen anspornte. Es stimmte, dass der langsame und bewusst lustvolle Beginn ihrer Begegnung schön war und etwas, das Adramalech fast ausschließlich mit Sarabi erlebte, so war das Finale ihres Aktes genauso hektisch und brutal wie bei allen anderen. Sarabi wollte es so haben. Sie wollte, dass es wehtut. Sie brauchte es, um sich immer wieder bewusst zu machen, wo sie war und warum sie dort war, wo sie war.
„Das ist ein Teil meiner Strafe.“
Hatte sie einmal gesagt.
„Das muss es nicht sein.“
Hatte Adramalech geantwortet.
„Ja. Ich weiß, und ich bin dir unendlich dankbar dafür. Aber ich will es so haben.“
Adramalech hatte damals widerstrebend zugestimmt. Mit der Zeit hatte auch er sich daran gewöhnt. „Zuckerbrot und Peitsche“ hatten sie es genannt. Erst verwöhnte er sie, bis sie kurz vor dem Höhepunkt war, und dann ritt er sie so hart und unerbittlich, wie er konnte.
Auch dieses Mal hatte er in ihren Nacken gebissen und ihren Kopf hochgezogen. Er drückte sie praktisch mit jedem Stoß in ihre empfindlichen Stellen nach vorne. Er konnte ihr Blut schmecken, während er sie daran hinderte zu entkommen. Und doch überwog das Vergnügen in ihren Schreien.
„Aaaaaahnnn ... naaaarrrrgg ... raaaaaa ...“
Sie rammte ihre Klauen in den Boden und spannte ihre Muskeln an. Fast hätte sie ihn aus ihrer Vagina gedrängt, aber die dämonische Kraft des Löwen, der über ihr kauerte, hielt sein Glied in ihr. Sie kam heftig und laut. Sie schrie ihre Lust in den Harem hinein, und das Echo war noch eine Weile zu hören. Selbst dann noch, als Adramalech sie bereits losgelassen hatte. Schwer atmend lag er neben ihr und dachte über sein Werk nach. Sarabi war schweißgebadet, ihr Atem ging schnell und flach. Sie hatte alle Viere von sich gestreckt und ihre Muskeln zuckten noch immer hin und wieder in den Nachwehen ihres Orgasmus. Mit jedem Zucken presste sich ein wenig mehr von seinem Sperma aus ihrer Vagina. Sarabi selbst war noch weit weg. Es dauerte immer eine Weile, bis sie das Bewusstsein wiedererlangte, nachdem Adramalech es ihr ordentlich besorgt hatte. Adramalech erholte sich in der Regel recht schnell und wartete darauf, dass Sarabi sich auch wieder fing.
Sie holte tief Luft, als sie langsam wieder auf den Boden kam. Mit einem zufriedenen Lächeln rollte sie sich auf die andere Seite und sah Adramalech an.
„Das war unglaublich...“
Sie seufzte. Ihr ganzer Körper kribbelte noch immer. Mit einem wohligen Schaudern fuhr sie mit den Pfoten über ihren Körper.
„Uuuhuhuhuhuhu... Ich glaube nicht, dass ich in den nächsten Stunden laufen kann... hnnnnnn... Ich kann meine Beine nicht mehr spüren...“
Sie zitterte, als sie mit den Pfoten über ihren Schritt fuhr. Sie war immer noch sehr, sehr empfindlich.
„Diesmal hast du es mir wirklich besorgt... Hiiiii...“
Sie spannte ihre Bauchmuskeln an, als sie versehentlich auf ihrem Kitzler kam. Ein kleiner Strom von Adramalech-Samen sprudelte förmlich aus ihr heraus. Der Dämon ihr gegenüber grinste nur.
„Zu Ihren Diensten.“
Sagte er leise und nickte ihr zu. Er selbst schwelgte noch im Nachglühen seines eigenen Höhepunkts. Er streckte sich genüsslich und ließ seine Männlichkeit in der Luft hängen. Sarabi sah zu ihm hinüber, nicht ohne Gier, aber es hätte keinen Sinn, das im Moment weiter zu verfolgen. Sie drehte sich auf den Bauch und versuchte wackelig, aufzustehen. Sie gab ziemlich schnell auf. Adramalech setzte sich auf und kam zu ihr herüber. Sanft schmiegte er seinen Kopf an den ihren.
„Entspann dich, dir wird schon nichts weglaufen.“
Sarabi genoss die Berührung und erwiderte sie. Sie schnurrte laut und knabberte an seinem Kinn, als es in Reichweite kam. Der Dämon lächelte.
„Aber du weißt doch... ich meine...“
begann Sarabi, hielt dann aber inne, um nachzudenken. Adramalech blieb aufmerksam neben ihr sitzen. Sie blickte zu ihm auf, ihr Gesicht sah ein wenig traurig aus.
„Ich genieße die Zeit, die wir zusammen verbringen. Ich genieße meine Arbeit als Folterknecht für den Lustprinzen. Sie beschäftigt mich gut. Aber mir fehlt ein Gefährte. Jemand auf meinem Niveau...“
Sie unterbrach sich und blickte zu Boden. Adramalech stützte seinen Kopf auf ihren Rücken.
„Magst du die anderen Löwinnen nicht?“
fragte er leise und kuschelte sich noch ein wenig mehr an sie. Sarabi lächelte über seine Versuche, sie zu trösten.
„Nein, so ist es nicht. Ich komme sehr gut mit ihnen aus. Sie sind nett, jedenfalls die meisten von ihnen. Aber die meisten von ihnen sind auch noch animalischer als ich. Ich komme aus einer anderen Welt. Hier gibt es niemanden, der so ist wie ich. Die einzige, die mir nahe kommt, ist Ushi. Und Ushi hat alle Pfoten voll zu tun mit den Kleinen und damit, den anderen bei den Geburten zu helfen und den Harem als solchen zu leiten. Sie hat wenig Zeit für mich.“
sagte sie leise und ruhig. Sie rollte sich auf die Seite und Adramalech hob den Kopf. Er blickte auf sie herab. Ihre Augen trafen sich. Der Dämon begann zu lächeln. Da war wieder dieser Blick in ihren Augen. Sie wollte etwas, und sie würde ihn irgendwie dazu bringen, dass es geschah. Er legte den Kopf schief und beugte sich langsam zu ihr hinunter. Sanft berührten sich ihre Lippen, und nach einem kurzen Moment zog er seinen Kopf sanft zurück.
„Jetzt sag mir. Was willst du?“
Sarabi lächelte leicht und streckte ihm die Zunge heraus.
„Bin ich so leicht zu durchschauen?“
fragte sie, und ihr Lächeln wurde noch breiter, als Adramalech ihr scherzhaft die Zunge herausstreckte.
„Ich bin über 100 Jahre alt und habe mehr Weibchen um mich herum, als jeder andere Löwe je hatte. Ich glaube, ich kann meine Löwinnen ein wenig lesen. Also, ja, du bist so leicht zu lesen.“
Erwiderte er mit einem liebevollen Lächeln und beugte sich erneut zu ihr hinunter und stupste ihre Nase an. Sarabi musste lachen und schob den verspielten Löwen von sich weg.
„Schelm... Ich würde mich freuen, eine Gefährtin zu haben. Eine Löwin, die so ist, wie ich. Aus meiner Welt. Vielleicht so alt wie ich. Aber nicht aus meinem ehemaligen Rudel...“
Sie zählte auf ihren Krallen all die Dinge auf, die sie sich wünschte. Adramalechs Augen weiteten sich bei jedem Punkt. Schließlich fing er an zu lachen.
„Du bist unersättlich. Aber ich kann dich verstehen und ich werde sehen, was ich tun kann. Allerdings kann ich dir nichts versprechen. Neue Löwinnen zu rekrutieren ist keine Wissenschaft...“
Sarabie wälzte sich hin und her, ohne den Blickkontakt mit Adramalech zu unterbrechen.
„Hmmmm, wie könnte ich dich dazu überreden, dich ein wenig mehr für mich einzusetzen?“
Sie seufzte und spreizte ihre Beine ein wenig mehr, um ihm den vollen Blick zu ermöglichen. Adramalech rückte näher und gab ihr einen leidenschaftlichen Kuss.
„Hmmm, da fällt mir schon was ein.“
Sein Grinsen wurde breiter und seine Mähne sprühte, als er seine Gestalt veränderte.
Sarabis Augen weiteten sich und ihr Mund blieb offen stehen.
Kurze Zeit später war ihr Stöhnen weithin im Harem zu hören.
Auf der Jagd
Im Laufe der Zeit kamen immer mehr Berichte über einen seltsamen fremden Löwen, der sich im Gebiet des Rudels aufhielt. Er hatte bereits mehrere Tiere gerissen und war unglaublich schnell an verschiedenen Orten gesichtet worden. Anfangs lagen mehrere Tage und manchmal sogar Wochen zwischen den Sichtungen, aber inzwischen wurde er fast täglich gesichtet.
Simba und Nala waren sich sicher, dass Adramalech zurück war. Sie konnten sich nur einen Dämon vorstellen, der eine solche Dreistigkeit an den Tag legen würde. In den letzten Tagen war er häufiger an der Nordgrenze gesichtet worden. Und offenbar hatte er dort auch einige Hyänen getötet. Ihre Späher berichteten von furchtbar zugerichteten Kadavern.
Die beiden machten sich auf den Weg, um das mit eigenen Augen zu sehen. Als sie am Tatort ankamen, fanden sie mehrere tote Hyänen. Sie waren buchstäblich in Stücke gerissen worden.
„Bei den Ahnen... seht euch das an...“
Simba schien es übel zu werden. Nala sah sich die Überreste genauer an. Sie fand deutliche Pfotenabdrücke im weichen Boden, und die Bissspuren an den Kadavern deuteten auf einen Löwen oder zumindest auf eine andere große Raubkatze hin.
„Nun, wir können davon ausgehen, dass Adramalech hier war. Kein anderer Löwe würde sich hierher wagen, geschweige denn Hyänen abschlachten.“
erklärte Nala kühl. Simba sah sich um. Es gab keine Spuren, die zu oder von diesem Tatort führten.
„Vielleicht, aber wo ist er dann?“
fragte er schließlich. Nala blickte zu einem der Elefantenschädel. Die, die hier am Rande des Friedhofs lagen.
„Er ist hier.“
Sagte sie leise. Simba wirbelte herum und folgte ihrem Blick. Tatsächlich, Adramalech lag auf einem der Schädel und grinste sie von oben an. Er war völlig entspannt. Sein Schwanz baumelte träge von dem Schädel und seine Pfoten lagen ausgestreckt vor ihm.
„Ja, ich bin hier. Kann ich etwas für dich tun?“
fragte er mit honigsüßer Stimme, und seine Krallen gruben sich in den harten Knochen des Schädels, als er ganz langsam seine Pfoten zu sich heranzog. Seine Krallen hinterließen zentimetertiefe Furchen in den Knochen. Nala konnte bereits spüren, wie seine Aura auf sie einwirkte. Sie fühlte sich heiß an. Simba sah unsicher aus.
„Was willst du hier?“
fragte Nala schließlich. Sie versuchte, die Autorität in ihrer Stimme zu bewahren, auch wenn ihr Körper sich von Minute zu Minute mehr zu dem Dämon hingezogen fühlte. Adramalech erhob sich langsam und streckte sich.
„Oh... wie soll ich sagen... Ich bin im Auftrag deiner Schwiegermutter hier...“
Erklärte der Dämon und sprang von dem Schädel. Er landete butterweich auf dem staubigen Boden vor den beiden. Er blickte direkt in Nalas Augen. So nah bei ihm, war seine Wirkung auf die Löwin fast überwältigend. Sie musste ihre ganze Selbstbeherrschung aufbringen, um nicht dem Drang nachzugeben, zu zittern oder nach Luft zu schnappen. Seine Aura und sein Duft waren so wild und primitiv, dass es sie unglaublich erregte.
„Sarabi verlangt nach einer Gefährtin.“
flüsterte Adramalech, und in seinen Worten lag mehr als nur ein Versprechen. Als er sich zu Simba umdrehte, hörte er, wie Nala einen gepressten Seufzer der Erleichterung ausstieß. Simba mochte es, stark und entschlossen zu wirken, aber für den Dämon sah er aus wie ein verlorenes Waisenkind. Simba sah viel majestätischer aus. Sein Körper symbolisierte Stärke, Stolz und Selbstvertrauen, während Adramalechs Körper eher der eines Kämpfers war, stämmig, sehnig, gestählt von Hunderten, wenn nicht Tausenden von Kämpfen. Ihre Körperhaltung war jedoch das genaue Gegenteil. Simba wirkte unsicher, es fehlte ihm eindeutig an Selbstvertrauen. Er konnte die Symbolik seines Körpers nicht mit Leben füllen. Adramalech hingegen strahlte Autorität und Macht aus, seine Präsenz war über jeden Zweifel erhaben. Niemand, der nicht völlig wahnsinnig war, würde sich freiwillig auf einen Streit mit ihm einlassen.
„Deine Mutter fühlt sich ein wenig einsam... Sie hat mich gebeten, ihr etwas Gesellschaft zu leisten... Du hast doch sicher nichts dagegen?“
sagte Adramalech mit einer Selbstsicherheit, die an Dreistigkeit nicht zu überbieten war. Simba keuchte und rang nach Atem. Noch während er eine Antwort formulierte, drehte sich der Dämon wieder zu Nala um und lächelte sie an. Nala kämpfte noch immer mit ihren Gefühlen. Sie fühlte sich so sehr zu dem Dämon hingezogen und seine bloße Anwesenheit reichte aus, um ihre Scheide zum Überlaufen zu bringen. Er zwinkerte ihr zu und holte übertrieben tief Luft. Er war immer noch schneller als Simba.
„Keine Sorge, ich habe ihr versprochen, keine Löwin aus ihrem alten Rudel zu rekrutieren ...“
Er blickte über seine Schulter zu Simba.
„...Auch wenn ich hier und da ein Auge drauf habe...“
Er sah wieder zu Nala und grinste.
„... Ich habe ein Auge auf die eine oder andere Löwin geworfen. Ich muss sagen, dein Rudel ist exquisit.“
Adramalech sagte das wie ein Weinkenner, der einen besonders guten Jahrgang verkostet. Er kam ganz nah an Nala heran. Seine Stimme war nur ein Hauch im Wind, aber sie verstand jedes Wort.
„Ich würde gerne von der verbotenen Frucht kosten. Hmmm ... was für ein köstliches Aroma ...“
Er holte tief Luft und kostete Nalas Duft. Simba rang nach den richtigen Worten.
„Wie kannst du es wagen... meine Mutter als Vorwand zu nehmen, um deine niederen Gelüste zu befriedigen?"
brach es schließlich aus ihm heraus. Adramalech grinste breit und sah Simba an, drehte sich aber nicht um.
„Oh Simba... meine niederen Begierden habe ich bereits gestillt.“
Nun drehte er sich doch um, ganz langsam und genüsslich. Er legte den Kopf leicht schief und sein Lächeln zeigte seine Zähne.
„Unter anderem mit deiner Mutter.“
Er senkte den Kopf ein wenig.
„Sollte ich erwähnen, dass du jetzt einen Halbbruder hast? Einen kleinen Teufel, im wahrsten Sinne des Wortes.“
Simba explodierte und sprang auf Adramalech zu. Dieser wich leicht und gekonnt aus. Simbas Sprung landete in der Leere. Sofort richtete er sich wieder auf und sprang erneut auf den Dämon zu. Wieder wich Adramalech mühelos aus und lachte nur laut auf.
„Wenn du mich angreifen willst, solltest du dich auch anstrengen. So wird es nicht funktionieren.“
Simba knurrte und wollte gerade zum nächsten Sprung ansetzen, als Nala dazwischen ging.
„Das reicht jetzt. Ihr seid wie zwei kleine Kinder. Schrecklich.“
Simba wich zurück, als Adramalech auf Nala zuging.
„Wenn du nicht eine unserer Löwinnen stehlen willst, warum bist du dann hier?“
Adramalech lächelte wohlwollend.
„Nun, ich habe dir versprochen, dass ich wiederkomme, und außerdem wollte ich sehen, ob es hier noch andere Löwen gibt.“
Sagte er leise und kam noch näher. Nala wich instinktiv einen Schritt zurück, doch dann spürte sie Simba bereits hinter sich. Wieder hauchte er seine Worte so, dass nur sie sie hören konnte.
„Mein Angebot steht.“
Er zwinkerte ihr zu, und dann war er verschwunden. Nala blieb mit offenem Mund stehen, und Simba drängte sich an ihr vorbei.
„Wo ist er hin?“
verlangte er zu wissen. Nala schüttelte nur den Kopf.
Es vergingen mehrere Tage, bis er das nächste Mal gesichtet wurde. Nala war allein auf dem Felsvorsprung des Königsfelsens. Die Luft war in dieser Nacht unglaublich klar. Sie hatte das Gefühl, über den Horizont hinaus sehen zu können. Sie atmete die Luft tief ein. Sie genoss die Stille und die Einsamkeit. Im Gegensatz zu Simba, der immer Gesellschaft brauchte und ständig auf der Suche nach Anerkennung und Stärkung seines Egos war, war sie vollkommen zufrieden damit, allein zu sein. In der Vergangenheit war sie immer allein auf die Jagd gegangen. Sie hatte ihre Beute immer im Alleingang erlegt. Sie war stärker, schneller und beweglicher als dieser Schreihals es je sein würde. Noch einmal atmete sie die kalte Nachtluft ein. Schmeckte sie und filterte die Informationen aus der Luft. Ein Geruch stach hervor. Er war so völlig fremd und doch unendlich vertraut.
„Ich weiß, dass du da bist.“
Sagte sie schließlich leise. Adramalech löste sich aus den tiefen Schatten am Fuß der Plattform. Er lächelte gutmütig und näherte sich langsam und leise.
„Ich habe nichts anderes von dir erwartet. Sarabi hat viel von deinen Fähigkeiten geschwärmt.“
flüsterte er, als er direkt hinter ihr stehen blieb und sich setzte. Er überblickte mit Nala die Ebene unterhalb des Stolzfelsens. Nala antwortete nicht.
„Ich habe es immer genossen, die Ebene bei Nacht zu beobachten. Die Stille, die Einsamkeit, die kristallklare Luft.“
Er fuhr fort und wartete auf Nalas Reaktion. Gerade als er einen weiteren Satz beginnen wollte, holte Nala tief Luft.
„Adramalech, wir wissen beide, dass du nicht hier bist, um Smalltalk zu machen. Also raus mit der Sprache, was willst du?“
Sie bemühte sich, völlig ruhig und desinteressiert zu wirken, aber Adramalech konnte die kleinen Feinheiten in ihrer Aussprache und ihrem Tonfall sehr wohl hören. Der einzige Grund, warum sie nicht aufgesprungen war und ihm ihr Geschlecht vor die Nase gehalten hatte, war, dass sie eine ausgezeichnete Selbstbeherrschung hatte und stärker war als die meisten anderen. Deshalb weigerte sie sich wohl auch so vehement, ihn anzusehen. Wahrscheinlich half es ihr, ihre Gedanken zu ordnen, dass sie ihn nicht sah. Einen Moment lang dachte der Dämon daran, einfach um sie herumzugehen und sich vor sie zu setzen, aber das wäre wirklich respektlos gewesen. Er begnügte sich damit, hinter ihr zu sitzen und zu lächeln. Keine Löwin unter der Sonne konnte seinem Charme widerstehen, es würde nur ein wenig länger dauern. Und wirklich gute Dinge waren es wert, dass man auf sie wartete.
„Nun. Ich bin immer noch auf der Suche nach einer Gefährtin für Sarabi, aber ich habe ihr versprochen, keine Löwin aus diesem Rudel zu nehmen. Ich will mein Versprechen halten. Diese Welt ist wirklich seltsam. Ich habe die Steppe sehr weit abgesucht, aber ich habe kein anderes Rudel gefunden.“
sagte er schließlich leise. Er legte sich hin und wartete einen Moment, um Nala die Gelegenheit zu geben, ihm zu antworten. Nalas Atmung war in der Zwischenzeit viel intensiver geworden. Ihr war unnatürlich heiß und sie fühlte sich, als würde sie schwimmen. Ihre Widerstandskraft ließ rapide nach. Wenn der Dämon nicht bald wegging, würde sie sich nicht mehr zurückhalten können.
„Geh und such den Baum des Lebens.“
Schließlich keuchte sie und hasste sich dafür, dass sie Adramalech das Rudel dort verraten hatte. Er blieb stehen und legte nur den Kopf schief. Es war gut, einen Hinweis zu bekommen, aber ohne einen Anhaltspunkt würde er diesen Baum wahrscheinlich nicht so leicht finden.
„Der Baum des Lebens. Hmmm ... und wo, glaubst du, werde ich diesen Baum finden?“
Seine Stimme war wie Honig. Ein tiefer Zorn stieg in Nala auf. Sie wusste ganz genau, dass der Dämon nur Zeit schinden wollte, und sie wusste, dass sie nichts dagegen tun konnte. Wahrscheinlich würde sie nicht einmal in der Lage sein, ihn zu verletzen, geschweige denn ihn zu töten. Schließlich stand sie auf und drehte sich zu dem Dämon hinter ihr um. Die Hitze stand ihr ins Gesicht geschrieben. Noch während sie sich in ihrem Kopf die Beleidigung ausdachte, schaltete ihr Körper bereits einen Gang zurück. Ihr Herzschlag erhöhte sich und ihre Beine wurden leicht. Sie fühlte sich, als würde sie auslaufen. Adramalech erhob sich langsam und genüsslich. Seine Augen musterten sie. Sie spürte, wie er sie ansah, und jedes Mal, wenn sein Grinsen breiter wurde, jagte es ihr einen Schauer über den Rücken. Sie öffnete ihren Mund, brachte aber keinen Ton heraus. Langsam näherte er sich ihr und schmiegte seinen Kopf an den ihren. Nala erschauderte, wich aber nicht zurück. Die Energie, die zwischen ihnen floss, fühlte sich so richtig und doch so falsch an.
„Weißt du, Nala. Ich bewundere deine Stärke und Disziplin. Keine andere Löwin hat mir so lange widerstanden wie du. Die meisten fallen innerhalb der ersten paar Minuten. Nur wenige schaffen es über die erste Viertelstunde hinaus. Und jetzt sieh dich an. Das ist... das vierte Mal, dass wir uns treffen, und noch immer bist du nicht gefallen.“
Sagte Adramalech leise, während er sich weiter an ihrem Körper rieb. Das Gefühl war belebend. Er konnte ihre Wärme spüren. Er konnte sehen, wie bereit sie war. Allein das Zittern ihres Körpers verriet so viel über sie. Er lächelte. Nalas Gedanken ließen sich nicht mehr ordnen. Alles drehte sich um ihn. Um ihn und seine Männlichkeit und was er damit anstellen konnte. Es kostete sie all ihre Kraft, nicht einfach vor ihm auf die Knie zu fallen und zu schreien:
„Fick mich ...“
Adramalech sah sie fast schockiert an.
„Also meine liebe Nala. So direkt hätte ich es von dir nicht erwartet. Aber wenn du mich so nett bittest...“
sprach der Dämon und trat hinter Nala. Erst jetzt bemerkte Nala, dass sie bereits vor ihm kauerte, den Schwanz bereits aus dem Weg gebogen und den Hintern gen Himmel gestreckt. Hatte sie den Dämon tatsächlich gerade darum gebeten ...?
Verzweifelt versuchte sie, ihren Körper dazu zu bringen, seine Position zu ändern, aber er reagierte überhaupt nicht. Sie war zum Passagier ihres eigenen Körpers geworden. Es war, als würde sie von außen zusehen, wie der Dämon ihren Körper bestieg. Es war eine völlig surreale Erfahrung. Eine, die sich absolut unglaublich anfühlte. Sie sah sich selbst, wie sich ihr Gesicht in purer Lust verzerrte, und sie hörte sich selbst, wie sie ihre Geilheit in die Nacht stöhnte. Sie zeigte keinerlei Hemmungen. Sie gab sich ganz den Diensten des Dämons hin. Sie blickte zu Adramalech. Er strotzte nur so vor Kraft und Lebensenergie. Seine Bewegungen waren so geschmeidig und wirkten so mühelos. Sie konnte sehen, wie er alles gab, und es schien ihn nicht einmal anzustrengen. Die Gefühle, die sie in diesem Moment empfand, waren seltsam gefiltert. Alles fühlte sich sehr, sehr schön an. Sie spürte, wie er sich in ihr bewegte, wie groß er war, wie tief er in sie eindrang und wie sie jedes Mal, wenn sein Becken auf ihren Hintern traf, einen kleinen Höhepunkt erlebte. Sie sah sich selbst, wie sie ihre Klauen in den Boden rammte und sich mit aller Kraft gegen die Stöße des Dämons stemmte, die Zunge hing ihr aus dem Mund, sie sabberte hemmungslos. In ihr braute sich etwas zusammen. Sie konnte es fühlen. Und sie konnte es sehen. Sie hob den Kopf, ihr Stöhnen wurde zu einem langen Schrei, und Adramalech schien seine Anstrengungen zu verdoppeln. Sie konnte das Klatschen hören, das der Zusammenstoß ihrer Körper verursachte, und dann spürte sie es. Es war wie eine elektrische Entladung, eine Welle heißer Energie, die von ihrer Körpermitte ausging und ihren ganzen Körper durchzog. Ihr Körper wurde von Krämpfen geschüttelt und plötzlich wurde alles weiß.
Was Nala nicht sah, war, dass Simba schon seit einiger Zeit am Höhleneingang stand und das Spektakel mit offenem Mund beobachtete. Als Adramalech von ihr abließ, lag sie schwer atmend vor ihm. Sein Sperma floss zähflüssig und schleppend aus ihrer Scheide. Er grinste Simba bösartig an, dessen Gesichtsausdruck wie versteinert wirkte.
Er war klug genug, um zu wissen, dass er keine Chance hatte, aber das machte ihn nicht weniger wütend. Wutentbrannt stapfte er auf den Dämon zu.
„Reicht es nicht, dass du mir meine Mutter genommen hast? Jetzt nimmst du mir auch noch meine Gefährtin? Hast du meiner Mutter nicht versprochen, keine Löwin aus diesem Rudel zu nehmen? Räudiger Lügner!“
Simba brüllte hemmungslos, aber Adramalech beachtete ihn nicht. Er stupste Nala leicht an. Sie schien immer noch völlig verwirrt zu sein.
„Beruhige dich, Kleiner. Ich habe nicht die Absicht, Nala mit mir zu nehmen. Sie wollte nur ein bisschen Spaß haben. Und schließlich muss ich mich ja auch erkenntlich zeigen.“
sagte er beiläufig und setzte sich neben die schwer atmende Löwin. Simba kam direkt auf ihn zu. Seine Wut kannte keine Grenzen. Als er brüllte, flogen Speichelfäden in Adramalechs Richtung.
„Erkenntlich? Erkenntlich zeigen? Für was? Was glaubst du, was du da tust? Wie kannst du nur so unverschämt sein?“
Man konnte sehen, dass Simba sich sichtlich zurückhalten musste, nicht wieder auf den Dämon loszugehen. Adramalech saß einfach da und ließ den Sturm über sich ergehen, nur ab und zu schaute er zu Nala hinunter, um zu sehen, ob mit ihr noch alles in Ordnung war. Ihr Atem beruhigte sich langsam. Als er wieder aufblickte, stand Simba direkt vor ihm und fletschte seine Zähne.
„Es tut mir leid ... was hast du gesagt?“
Sagte der Dämon ganz ruhig in Simbas Gesicht. Dieser brauchte seine ganze Selbstbeherrschung, um nicht einfach loszuprusten.
„Ich sagte...“
Weiter kam er nicht, als Nala auf dem Boden leise stöhnte. Beide sahen zu ihr hinunter. Adramalech war schneller als Simba und schmiegte seinen Kopf zärtlich an die Löwin, die erneut stöhnte. Es war kein Schmerz, der in ihrer Stimme mitschwang, es war eher ein genervtes Stöhnen.
„Geht es dir gut?“
fragte Adramalech leise und Nala öffnete ihre Augen ein wenig. Sie sah völlig erschöpft aus.
„Hmmmm, ja, es ist alles in Ordnung...ich wollte dieses Gefühl nur noch ein bisschen genießen, aber da ist dieser Löwe, der hier herumbrüllt, als gäbe es kein Morgen...hrrrmmm.“
Simba sah seinen Partner entsetzt an und trat einen Schritt zurück. Adramalech hielt seinen Kopf an den von Nala und stützte sie ein wenig, als sie sich erhob.
„Nala... ich ... bitte ...“
stammelte Simba, doch Nalas Blick, als sie sich schließlich, immer noch leicht schwankend, aufsetzte, ließ ihn verstummen. Adramalech lehnte sich leicht gegen Nala und stützte sie. Nala nahm die Stütze gerne an. Es wäre ihr lieber gewesen, wenn Simba neben ihr gesessen hätte, aber es war zu viel verlangt von diesem Egomanen, sich als Stütze für seine Partnerin anzubieten. Schließlich ergriff sie das Wort.
„Ich weiß nicht, was du mit mir gemacht hast ... hmmm ... Aber es war... außergewöhnlich...“
Sagte sie leise. Ein leichter Schauer durchlief sie. Adramalech lächelte und sein Blick ging zu Simba, der schon wieder schäumte.
„Oh, ich habe nichts getan. Ich habe dir nur gegeben, wonach dein Körper verlangt hat.“
Erwiderte Adramalech mit einem Grinsen. Er drehte seinen Kopf zu Nala und flüsterte:
„Ich hoffe nur, ich habe dir nichts hinterlassen...“
Nalas Augen weiteten sich einen Moment lang. Simba trat wieder vor.
„Genug geflüstert. Was willst du hier? Gibt es hier nichts für dich?“
Adramalech schaute Simba völlig verärgert an und wollte etwas sagen, aber Nala kam ihm zuvor.
„Der Baum steht im Osten. Dort geht die Sonne auf. Er ist etwa drei Tage von hier entfernt. Du wirst ihn nicht verfehlen können. Sei nett zu ihnen, sie sind Freunde der Familie.“
Sagte Nala und Simbas Kinnlade fiel buchstäblich auf den Boden.
„Du hast ihm gesagt, wo er den Baum des Lebens finden kann? Bist du noch zu retten? Wollte er sich für diesen Gefallen revanchieren?“
Simba schrie schon fast wieder. Inzwischen stand das ganze Rudel hinter ihm. Adramalech grinste breit und löste sich von Nala. Mit jedem Schritt, den er auf Simba zuging, wich er einen Schritt zurück.
„Lass Nala aus dem Spiel, Simba, sie hat wirklich keinen Fehler gemacht. Ich hätte die Information so oder so bekommen, und ich habe mich dafür revanchiert, dass ich ein wirklich nettes Gespräch und eine wirklich tolle Zeit mit ihr hatte. Du kannst dich glücklich schätzen, eine Löwin wie sie in deinem Rudel zu haben, und du kannst froh sein, dass ich deiner Mutter versprochen habe, keine deiner Löwinnen mitzunehmen, sonst wäre Nala die erste, die ich zur Hölle schicken würde.“
Adramalechs Stimme war leise und ruhig. Er sah überhaupt keinen Grund, seine Stimme zu erheben. Das war völlig unnötig. Jeder hier würde ihn verstehen können. Er grinste und blieb auf halbem Weg zwischen Nala und dem Rest des Rudels stehen. Seine Augen leuchteten kurz auf und dann verschwand er. Nur sein Grinsen und seine Augen hingen noch einen Moment lang in der Luft, ebenso wie sein Lachen.
Dann herrschte Stille... die unangenehme Stille, wenn die Leute etwas zueinander sagen wollten, sich aber nicht trauten.
...
Adramalech trat aus einem Schatten heraus und auf den großen Ast. Er befand sich hoch über dem Boden. Langsam balancierte er über den Ast und legte sich schließlich hin. Er ließ ein vorderes und ein hinteres Bein vom Ast baumeln und schaute auf das Treiben am Boden hinunter. Langsam bildete sich ein Lächeln auf seinen Lippen. Ja, es gab hier viele Löwen, Nala hatte nicht gelogen. Dem Geruch nach zu urteilen, der in der Luft lag, gingen auch Löwen aus Nalas Rudel hier öfter ein und aus.
„Interessant.“
schnurrte er und beugte den Kopf tiefer. Viele der Löwen waren noch recht jung. Adramalech leckte sich über die Lippen. Sein Jagdinstinkt war geweckt. Aber er hielt sich zurück. Sarabi hatte darum gebeten, eine Löwin in ihrem Alter zu finden. Jemanden, zu dem sie eine Beziehung aufbauen konnte, der auf ihrem Niveau war, wie sie gesagt hatte. Er lag noch eine ganze Weile auf dem Ast und schaute in die Tiefe. Einiges von dem, was er sah, war sehr seltsam und erstaunlich.
„Seit wann leben Löwen mit ihrer Beute zusammen?“
fragte er leise. Er war sehr konzentriert und bemerkte nicht direkt, dass er beobachtet wurde.
„Seit sie gelernt haben, dass es wichtig ist, den Kreislauf des Lebens zu respektieren.“
Adramalech hob den Kopf und blickte hinter sich. Ein Affe saß am anderen Ende des Astes und beobachtete ihn. Adramalech verengte seine Augen ein wenig.
„Du bist nicht Rafiki.“
Sagte der Dämon und erhob sich langsam. Vorsichtig drehte er sich um, blieb aber, wo er war.
„Das ist richtig. Rafiki ist mein Meister. Ich werde seine Nachfolgerin sein. Und wer bist du? Du gehörst nicht hierher.“
Adramalech nickte bedächtig.
„Ah gut. Dann wird der alte Rafiki dir schon beigebracht haben, wer ich bin und wozu ich fähig bin.“
sagte er leise und setzte einen Fuß vor den anderen, während er sich langsam näherte. Die junge Mandrill wich ein wenig zurück, bis sie mit dem Rücken zum Stamm stand.
„Du bist Adramalech, nicht wahr? Du bist der Dämon, der Sarabi gestohlen hat.“
Sagte sie schließlich mit zitternder Stimme. Adramalech lächelte und blieb etwa 3 Meter vor ihr stehen. Er setzte sich und sah sein Gegenüber genau an.
„Richtig. Ich bin Adramalech, der Dämon. Und Falsch, ich habe Sarabi nicht geraubt, sie hat um Erlaubnis gebeten, mich zu begleiten. Sie genießt die beste Gesellschaft, aber sie würde gerne noch etwas mehr Gesellschaft aus dieser Welt in meinem Harem begrüßen.“
Sagte der Dämon mit zuckersüßer Stimme und reckte seinen Kopf in ihre Richtung. Er konnte ihre Angst riechen und ihren Herzschlag spüren. Es war wie eine Droge für ihn. Er hatte es immer geliebt zu jagen. Es war ein so erhebendes Gefühl, seine Klauen und Zähne in einem lebenden Körper zu versenken. Er atmete ihren Duft tief ein und grinste dann.
„Hmmm ... sehr lecker. Aber entspann dich, ich bin nicht hier, um dich zu holen, obwohl ich einem kleinen Snack nicht abgeneigt bin. Wie ist dein Name?“
sagte er schließlich, als er sah, wie sie vor Angst fast das Bewusstsein verlor. Sie sah sich verzweifelt nach einem Fluchtweg um, aber egal, wohin sie floh, er würde sie wahrscheinlich erreichen, bevor sie außer Reichweite war.
„Ich bin Makini. Und du kommst mich nicht holen? Sicher?“
Adramalech lächelte leicht und legte sich hin.
„Also Makini, denkst du nicht, wenn ich dich hätte holen wollen, aus welchem Grund auch immer, würdest du immer noch dort stehen? Dein Herr weiß, wozu ich fähig bin. Kein Lebewesen unter der Sonne kann es mit mir aufnehmen.“
Makini dachte einen Moment darüber nach und nickte schließlich. Sie schien sich ein wenig zu beruhigen. Zumindest suchte sie nicht mehr panisch nach einem Ausweg aus dieser Situation.
„Also, was machst du hier, Dämon?“
fragte sie mit immer noch bebender Stimme. Adramalech legte den Kopf leicht schief. Es schien fast so, als würde er nachdenken.
„Ich suche nach einer Gefährtin für Sarabi. Sie wünscht sich eine Löwin aus dieser Welt als Gefährtin. Und ich habe ihr versprochen, ihr diesen Wunsch zu erfüllen.“
Er lächelte leicht und sah zu Boden. Makini folgte seinem Blick. Es dauerte einen kleinen Moment, bis sie verstand.
„Aber das bedeutet ...“
Entsetzen spiegelte sich auf ihrem Gesicht. Adramalech hob die Augenbrauen und nickte. Seine Krallen gruben sich in die Rinde des Baumes und er zog sich auf Makini zu. Sein Grinsen wurde breiter, als er sein Maul ganz nah an Makini heranführte.
„Das ist richtig. Ich werde eine Löwin von hier mit in die Hölle nehmen.“
Makini versuchte, sich von ihm loszureißen, aber die schwere Pfote auf ihrer Brust verhinderte dies. Voller Panik schaute sie ihn an.
„Ohhhh nein, nein, nein... du kannst jetzt nicht gehen. Du wirst mir erst ein kleines Versprechen geben.“
Sagte er ganz ruhig, aber mit so viel Autorität in der Stimme, dass ein Widerspruch absolut unmöglich war. Alles, was Makini sehen konnte, waren seine Zähne. Sie spürte, wie etwas Heißes ihre Beine hinunterlief. Vor ihrem geistigen Auge spielte sich ihr kurzes Leben noch einmal ab. Adramalech ließ sich von ihrer Panik nicht beeindrucken.
„Du wirst mir versprechen, dass du den anderen hier nichts von meiner Anwesenheit erzählst. Verstanden?“
Es dauerte einen Moment, bis Makini nickte. Ihre Augen zitterten und zuckten immer wieder von links nach rechts und zurück. Ihre Hände versuchten verzweifelt, Halt an der glatten Rinde des Baumes zu finden. Ihr peinliches Malleur war ihr egal. Sie wollte nur noch weg.
„Wenn ich herausfinde, dass du mit irgendjemandem über unsere kleine Unterhaltung gesprochen hast ... nun, ich hatte noch nicht meinen Snack.“
Sie spürte, wie sich seine Krallen leicht in die Haut ihrer Brust gruben. Ihr Atem beschleunigte sich und sie schloss die Augen. Nichts geschah. Als sie ihre Augen wieder öffnete, war er weg. Ein Stock lehnte an ihrer Brust und drückte sie gegen den Stamm des Baumes. Sie schaute sich um, aber Adramalech war nirgends zu sehen. Sie tastete über ihre Brust, die kleinen Nadelstiche seiner Krallen waren deutlich zu spüren. Ihre Beine begannen zu zittern und sie schlug den Stock weg. Dann rutschte sie den Stamm hinunter, bis sie auf dem Ast saß. Zitternd zog sie ihre Beine an den Körper und schlang ihre Arme um sie. Tränen stiegen ihr in die Augen. Diesmal war sie nur knapp dem Tod entronnen. In Zukunft würde sie vorsichtiger sein müssen. Sie schluchzte laut und vergrub ihr Gesicht in ihren Knien. Sie wollte die anderen warnen, aber wie sollte sie das tun? Niemand war dem Dämon gewachsen, das hatte sogar Rafiki zugeben müssen. Und Adramalech hatte ihr verboten, mit jemandem über seine Anwesenheit oder ihr Gespräch zu sprechen, sonst würde er sie töten. Aber wenn sie die anderen nicht warnte, dann ... dann würde er eine der Löwinnen töten.
Andererseits, selbst wenn sie die anderen gewarnt hätte und dafür getötet worden wäre, würde er wahrscheinlich trotzdem eine der Löwinnen töten. Und vielleicht auch einige der anderen töten, die versuchten, ihn aufzuhalten.
„Was soll ich nur tun?“
fragte sie sich und blickte durch den Schleier ihrer Tränen auf das bunte Treiben am Boden hinunter.
...
Adramalech hatte das Innere des Baumes betreten. Hier war es ruhiger als draußen. Deutlich weniger unübersichtlich. Er blieb vorerst in den Schatten und sah sich um. Etwas hing in der Luft. Ein Geruch, eine Spur... Sein Interesse war geweckt. Er folgte dem Geruch. Es war wie ein Versprechen. Ein Versprechen an den Wind, eine passende Gefährtin zu finden. Er wanderte tiefer in den Baum hinein. Schließlich fand er sich in einer Kammer wieder. Es war ziemlich dunkel und still. Der Geruch hing schwer in der Luft. Adramalech lächelte, sie war nah, sehr nah.
„Wer bist du, und was suchst du in meinen Gemächern?“
Ihre Stimme war wie Samt, aber scharf wie seine Klauen. Der Dämon gluckste leise. Ja, sie war ihm sympathisch.
„Ich bin Adramalech, du hast sicher schon von mir gehört.“
Sagte er in die Dunkelheit hinein. Erst jetzt konnte er sie sehen. Sie bewegte sich langsam durch die Schatten, genau wie er. Das wurde immer besser und besser. Er blieb stehen und folgte ihren Bewegungen durch die Dunkelheit. Sie bewegte sich äußerst elegant, ihre Schritte verursachten kein Geräusch.
„Oh ja, ich habe tatsächlich von dir gehört, Dämon. Du warst es, der Sarabi beraubt hat, und jetzt? Jetzt bist du meinetwegen hier?“
Sie klang unbeeindruckt. Sie umkreiste ihn weiterhin in einigem Abstand, ohne anzuhalten oder sich zu zeigen. Adramalech schüttelte den Kopf. Simba musste ihm diese Lüge untergeschoben haben.
„Ich glaube, du hast etwas missverstanden. Ich habe Sarabi überhaupt nicht beraubt. Sie ist freiwillig mit mir gegangen, sie hat mich sogar gebeten, sie mitzunehmen.“
erklärte er ruhig und setzte sich. Das würde sich wohl noch ein wenig hinziehen. Janna blieb hinter ihm stehen.
„Und du erwartest, dass ich dir das glaube? Einem Agenten der Hölle? Und selbst wenn es so wäre, wie du sagst, warum bist du hier? Ich habe dich nicht gerufen!“
Sagte sie mit Nachdruck. Adramalech lächelte. Da hatte sie recht. Warum sollte er ihr die Wahrheit sagen? Wenn es nur darum ging, eine Löwin zu gewinnen, konnte er sie einfach anlügen und mitnehmen. Wenn sie erst einmal in der Hölle waren, waren die meisten Löwinnen nicht stark genug, um ihm zu widerstehen, und die meisten verfielen ihm innerhalb weniger Tage völlig und unwiderruflich. Aber was war der Spaß daran? Sie dazu zu bringen, ihn darum zu bitten, obwohl sie die Wahrheit kannten, war viel aufregender.
„Nun, Sarabi hat mich geschickt, um ehrlich zu sein. Sie bat mich, eine Löwin zu finden, die ihr ebenbürtig ist, damit sie jemanden in meinem Harem hat, mit dem sie reden kann, wenn ich nicht da bin. Es ist ja nicht so, dass ich ständig Sex mit ihr haben kann.“
Sagte Adramalech wahrheitsgemäß und wartete auf ihre Reaktion. Die Löwin schnaubte. Er war sich nicht ganz sicher, ob sie fast in Gelächter ausbrach oder ob es ein Geräusch der Verachtung sein sollte. Schließlich kam die Löwin zu ihm und setzte sich vor ihn. Sie war älter als die anderen, aber nicht wirklich alt. Sie hatte eine Ausstrahlung, die sie erfahren, ja geradezu weise erscheinen ließ. In ihren Augen lag eine fast unendliche Liebe und Zuneigung. Sie musterte ihn genau. Schließlich schaute sie ihm direkt in die Augen. Ihr Blick war streng, aber liebevoll. Er hielt ihr stand.
„Ich glaube dir.“
sagte sie schließlich und erhob sich wieder. Langsam ging sie zu einer kleinen Anhöhe und legte sich dort nieder. Ihr Schwanz zuckte langsam hin und her und sie sah ihn wieder an.
„Und ich kann verstehen, warum die Löwinnen auf dich abfahren. Du hast eine magische Anziehungskraft. Auch ich fühle mich zu dir hingezogen. Ich spüre große Macht in dir.“
Sagte sie ruhig und winkte den Dämon zu sich. Adramalech kam näher.
„Nun, kann ich dich überzeugen, dich mir anzuschließen?“
fragte er, setzte sich vor sie und legte den Kopf schief. Sie lächelte leicht.
„Nun, ich denke, ich kann mir vorstellen, was du zu bieten hast. Natürlich wirst du Zeit mit mir verbringen, schließlich ist es dein Harem. Und du wirst mir das ewige Leben anbieten, in der Hölle, aber trotzdem ewig. Ich kann mir vorstellen, dass Sarabi und ich nicht die einzigen Löwinnen dort sein werden, also werde ich Gesellschaft haben. Habe ich etwas vergessen?“
Der Sarkasmus in ihrer Stimme war unüberhörbar. Adramalech nickte.
„Nun, du hast den Sex vergessen. Der ist zum Sterben schön. Oh, und wenn du Lust hast, kannst du Sarabi helfen, Scar bis in alle Ewigkeit zu foltern. Aber ansonsten, denke ich, hast du das Wesentliche aufgelistet.“
Er lächelte. Präsentierte seine blitzenden Zähne und wartete. Die Löwin vor ihm nickte und überlegte einen Moment lang, bevor sie schließlich den Kopf schüttelte.
„So sehr ich mich auch zu dir hingezogen fühle, so sehr ich auch versucht bin, dein Angebot anzunehmen. Ich muss es ablehnen. Ich kann Euch nicht begleiten. Meine Enkelin ist noch nicht so weit. Ich kann sie hier noch nicht allein lassen.“
Ihre Stimme klang fest, aber das leichte Zittern in ihr war Adramalech nicht entgangen. Er nickte trotzdem. Er blinzelte langsam und leckte sich über die Lippen.
„Nun, du musst das Angebot nicht sofort annehmen. Ich kann warten. Ich habe buchstäblich alle Zeit der Welt. Die Ewigkeit rennt mir nicht davon.“
Sagte er und erhob sich. Langsam kam er näher, bis er so gut wie direkt vor ihr stand.
„Lass uns einfach etwas Zeit genießen. Sieh es als einen Vorgeschmack auf das, was dir dann bevorsteht.“
Adramalech schnurrte vergnügt, während sein Gegenüber noch immer darüber nachdachte. Schließlich lächelte sie und schaute von oben auf ihn herab.
„Du Schlingel. Du weißt nicht einmal, wer ich bin, und trotzdem willst du deine Zeit mit mir 'genießen'.“
Sie klang mehr amüsiert als verärgert, und der Dämon ihr gegenüber erwiderte das Lächeln herzlich. Er legte den Kopf leicht schief.
„Nun, wenn ich raten müsste, würde ich sagen, du bist Janna, die Königin des Lebensbaums. Zumindest wäre das die logische Schlussfolgerung.“
Sagte er leise und kam ein wenig näher. Ihre Nasen berührten sich fast. Jannas Lächeln wurde breiter. Er hatte also seine Ohren gespitzt, während er hier herumschlich. Sie dachte darüber nach, wie lange es her war, dass sie mit einem anderen männlichen Löwen Zärtlichkeiten ausgetauscht hatte. Es war schon eine Weile her. Rani war ihre Enkelin und der Grund, warum sie sich um sie kümmerte, war, dass ihre Eltern gestorben waren. Sonst hätte sie die Verantwortung bereits an ihre Tochter weitergegeben. Aber sie war seit ihrer Geburt nicht mehr mit einem Löwen zusammen gewesen. Erst jetzt, wo sie darüber nachdachte, wurde ihr bewusst, wie sehr sie es vermisste. Und nun stand da ein Dämon, einer, der aus der Hölle geschickt worden war, ausgestattet mit dunkler Magie, die ihn für sie nur noch attraktiver machte, und bot ihr an, seine Zeit und Zuneigung mit ihr zu teilen. Sie kaute auf ihrer Unterlippe. Adramalech lächelte und war geduldig. Es stand ihm nicht zu, eine Dame zu bedrängen.
Schließlich war sie es, die den ersten Schritt machte und ihren Kopf an seinen schmiegte. Adramalech erwiderte die Geste und schmiegte seinen Kopf an den ihren. Beide schnurrten laut und genossen die gegenseitige Berührung. Janna hatte ihre Augen geschlossen und sich der Zärtlichkeit hingegeben. Sie hatte nicht erwartet, dass die Berührung so intensiv sein würde. Längst vergessene Gefühle durchfluteten sie und eine Traurigkeit stieg in ihr auf. Langsam zog sie den Kopf zurück und Adramalech ließ ihr den Raum, sich zurückzuziehen. Sie wischte sich die Tränen von der Wange und blickte reumütig auf den Dämon vor ihr. Adramalech saß ruhig und gelassen vor ihrem Podest und wartete geduldig darauf, dass sie ihn wieder einlud, weitere Zärtlichkeiten auszutauschen.
„Ich danke dir, Adramalech. Du hast mir gezeigt, dass ich immer noch die Fähigkeit in mir habe, jemanden bedingungslos zu lieben. Aber du hast damit auch Erinnerungen geweckt. Erinnerungen an verlorene Freunde und Familie. Das muss ich erst einmal verarbeiten.“
Ihre Stimme klang immer noch wie Samt, aber die Schärfe war verloren gegangen. Adramalech nickte. Er beugte sich vor und stupste sie erneut sanft mit seiner Nase an.
„Das ist schon in Ordnung. Wir haben alle Zeit der Welt. Ich werde dich wieder besuchen. Dann werden wir sehen.“
Sagte er leise und zog sich ein wenig zurück. Janna lächelte leicht und sah ihm nach.
„Ich werde auf dich warten.“
Sagte sie schließlich und Adramalechs Augen leuchteten kurz auf, dann war er weg. Janna blieb allein zurück und lächelte. Jetzt, da Adramalechs Aura verschwunden war, blieb ein Verlangen zurück. Ein Verlangen, den Dämon wiederzusehen. Ihr Magen kribbelte und sie fühlte sich seltsam unwohl. Es war nicht unangenehm, aber sie hatte sich nicht mehr so... so geil gefühlt, seit sie ein Teenager war. Ein Schauer durchlief sie.
„Ja, ich werde auf jeden Fall auf dich warten, Adramalech...“
murmelte sie und stand auf. Sie streckte sich genüsslich und bereitete sich darauf vor, ihre Gemächer zu verlassen. Sie brauchte Bewegung und frische Luft. Sie musste ihren Kopf frei bekommen. Sie musste ihre Erinnerungen sortieren und sich darüber klar werden, was es bedeutete, sich mit dem Dämon einzulassen... Vielleicht sollte sie Rafiki besuchen. Hatte er nicht eine Schülerin?
Janna stand am Fuß des Baumes, in dem Rafiki lebte. Der Affe war nicht mehr derselbe, seit Adramalech das letzte Mal dort gewesen war. Simba und Nala hatten ihr erzählt, dass Rafiki immer öfter völlig von der Rolle war. Er fühlte sich verfolgt, sah Dinge im Dunkeln und war fast ständig betrunken. Vielleicht war es gar nicht so schlimm, wenn er einen Nachfolger ausbildete.
„Rafiki?“
Sie rief nach oben, in der Hoffnung, dass der alte Affe da sein würde. Es dauerte nicht lange, bis ein vertrautes Gesicht oben auf dem Baumstamm erschien.
„Aaaaaaahhhh... Janna... was führt die Königin des Lebensbaums zum alten Rafiki?“
Der weise Affe wirkte ungestüm, übermütig und definitiv nicht ganz beisammen. Janna holte tief Luft, das konnte ganz schön anstrengend werden.
„Ich brauche einen Rat. Ich bin in einer misslichen Lage und ich hoffe, du kannst mir helfen.“
Rief die Löwin und stellte sich an den Stamm. Dort oben zerbrach etwas und Rafiki fluchte etwas Unverständliches. Eine zweite Stimme war zu hören. Sie schien viel jünger zu sein. Sie schien den Affen beruhigen zu wollen.
Schließlich gewannen Rafiki und Makini ihre Fassung wieder und kletterten vom Baum herunter. Der jüngere Mandrill stützte Rafiki, der gefährlich schwankte. Janna sah die beiden besorgt an.
„Bitte verzeih diesen Aufzug, der Meister ist nicht in guter Verfassung. Wir hatten heute Morgen schon Besuch vom Königsfelsen. Die Nachricht hat ihm zugesetzt. Was kann ich, können wir für dich tun?“
fragte Makini und bemühte sich, den älteren Mandrill aufrecht zu halten. Janna setzte mehrmals an, änderte aber jedes Mal ihre Meinung. Schließlich fasste sie Mut:
„Adramalech kam heute zu mir. Er hat mir angeboten, mich in seinen Harem aufzunehmen.“
Weiter kam sie nicht, denn Makini machte sich reflexartig nass und ließ Rafiki umfallen.
„Nein ... nein ... neineinein ...“
stammelte die junge Mandrill und floh den Baum hinauf. Rafiki fing an zu lachen, während er sich auf dem Boden wälzte und immer wieder den Namen des Dämons wiederholte. Janna sah Makini hinterher und beobachtete dann einen Moment lang Rafiki. Schließlich schüttelte sie den Kopf und ging.
Es verging einige Zeit, in der Adramalech Janna von Zeit zu Zeit besuchte. Sie verbrachten schließlich sehr viel Zeit miteinander. Janna genoss die Zuneigung, die der Dämon ihr entgegenbrachte. Er war nie aufdringlich, immer höflich, brachte Geschenke mit... Er verlangte nie eine Gegenleistung, sondern gab frei und von ganzem Herzen. Janna begann zu glauben, dass dieser Dämon im Grunde genommen gar nicht böse war.
Sicher, wenn sie ihm am Ende zustimmte, würde er sie mit in die Hölle nehmen, aber sie würde so oder so sterben. Und wer konnte schon sagen, was danach passieren würde.
Janna hat ihre Enkelin aufwachsen sehen und ihr alles beigebracht, was sie wusste. Sie lehrte sie, sich zu mäßigen, den Kreislauf des Lebens zu respektieren und anderen zu helfen. Ihre Enkelin entwickelte sich prächtig. Sie würde eine würdige Nachfolgerin werden.
Janna wollte ihrer Enkelin gerade einige Dinge erklären, als eine Stimme aus dem Schatten erklang.
„Hmmmm, wer ist diese junge Schönheit?“
Die Stimme war dunkel, sanft und wurde von einem Schnurren untermalt. Janna blickte in die Schatten und Rani drehte sich um, um die Quelle der Stimme zu finden.
„Hmmm, wirklich sehr lecker, Janna. Ist das deine Enkelin? Wirklich sehr hübsch.“
Die Stimme kam jetzt von der anderen Seite des Raumes. Rani drehte sich wieder um.
„Wer bist du, zeig dich.“
rief sie, während Janna nur grinste.
„Oh, aber ich bin doch hier ...“
Die Stimme ertönte direkt neben Ranis Ohr. Rani sprang zur Seite. Neben ihr stand Adramalech und grinste. Janna kicherte. Rani fletschte ihre Zähne und ihr Fell sträubte sich.
„Ist er das? Ist das der Dämon?“
fragte sie, und die Wut in ihrer Stimme war deutlich zu hören. Janna wollte schon etwas sagen, aber Adramalech kam ihr zuvor.
„Ja, ich bin DER Dämon. Nenn mich Adramalech. Ich freue mich auch, dich kennenzulernen.“
Sagte Adramalech in völliger Gelassenheit. Er ignorierte Ranis Verhalten und ging zu Janna hinüber, begrüßte sie mit seiner üblichen Geste und rieb seinen Kopf an ihrem. Rani indessen kochte über.
„Was machst du da? Was glaubst du, was du da tust? Wie kommst du dazu, hier einfach reinzugehen? Hey, ich rede mit dir. Wage es ja nicht, mich zu ignorieren!“
brüllte die junge Löwin, als Janna und Adramalech Zärtlichkeiten austauschten. Erst als Adramalech seine Dosis an Begrüßungsstreicheleinheiten erhalten hatte, wandte er sich Rani zu. Seine Haltung änderte sich und er baute sich vor der jungen Löwin auf. Er war ein ganzes Stück größer als sie und seine Augen blitzten förmlich. Allein seine Ausstrahlung ließ Rani ein wenig zurückweichen.
„Wie ich sehe, ist deine Ausbildung noch nicht abgeschlossen. Dir fehlen noch die Manieren.“
sprach Adramalech. Seine Stimme war sanft, hallte aber dennoch durch den Raum. In ihr lag eine unendliche Autorität. Eine Autorität, die keinen Widerspruch duldete.
„Jetzt hör mir gut zu, Rani. Ich werde dies nur einmal sagen. Ich bin Adramalech, der Bote des Windes, der Schlächter, der Seelenfänger. Ich gehe, wohin ich will und wann ich will. Ich nehme mir, was ich will, denn ich bin niemandem Rechenschaft schuldig. Nicht einmal dir gegenüber...“
Die letzten Worte waren wie ein Donnerschlag, und Adramalech schien erheblich gewachsen zu sein. Rani hockte sich vor ihm auf den Boden. Der Dämon nickte stumm und schrumpfte auf seine normale Größe. Janna schaute ihn etwas entsetzt an.
„War das nötig?“
fragte sie schließlich, während Rani immer noch auf dem Boden kauerte. Adramalech sah zu Janna hinüber.
„Ich habe vielleicht ein wenig übertrieben, aber ich denke, sie versteht es jetzt. Du solltest dich nicht einfach mit jemandem anlegen, dessen Fähigkeiten du nicht kennst.“
Sagte er ruhig und blickte zu der jungen Löwin.
„Jetzt komm mal her, du junges Ding. Ich werde dich nicht fressen. Ich habe deiner Großmutter sogar versprochen, zu warten, bis deine Ausbildung abgeschlossen ist, bevor ich sie mitnehme.“
Das reichte, um Ranis Kopf hochschnellen zu lassen. Sie sprang auf und kämpfte mit sich selbst. Sie wollte den Dämon angreifen, aber sie wusste, dass sie damit nichts erreichen würde.
„Nana ... ist das wahr?“
rief sie schließlich. In ihren Augen spiegelte sich nackte Panik. Janna seufzte. Sie hatte noch nicht mit Rani darüber gesprochen, und sie hatte es heute auch nicht vor. Adramalech war ihr zuvorgekommen. Es war so nicht geplant gewesen, aber jetzt mussten sie damit fertig werden.
„Ja, mein Schatz, es ist wahr. Sobald du mich ablöst, werde ich mit ihm gehen.“
Rani schüttelte den Kopf.
„Nein, Nana ... das darfst du nicht. Ich brauche dich hier, wir brauchen dich. Du ... du darfst nicht gehen, hörst du mich?“
Rani eilte zu Janna und stellte sich schützend vor sie. Sie starrte Adramalech an.
„ Du darfst sie nicht haben. Du hörst mich, Dämon. Ich werde sie nicht gehen lassen!“
Rani schrie fast. Adramalech schloss für einen Moment die Augen und holte tief Luft. Er legte den Kopf schief und sah an Rani vorbei zu Janna. Dann sah er wieder zu Rani.
„Rani, beruhige dich. Setz dich hin, und ich werde es dir erklären. Ruhig und ohne zu schreien. Okay?“
Sagte Adramalech leise. Seine Stimme war völlig ruhig und er wirkte völlig entspannt. Er strahlte eine intensive Autorität aus, aber sie war nicht unangenehm. Es war eher so, dass man sich einfach getrost treiben ließ, weil man wusste, dass jemand das Steuer fest in der Hand hatte. Rani beruhigte sich ein wenig, blieb aber misstrauisch.
„Hört zu. Deine Großmutter hat dir den Kreislauf des Lebens erklärt, nicht wahr?“
Rani nickte stumm.
„Nun, alles, was lebt, stirbt. Das ist ganz normal. Jeder wird irgendwann sterben.“
Rani nickte erneut.
„Auch Janna wird irgendwann alt werden und sterben.“
Tränen sammelten sich in Ranis Augen, aber sie nickte.
„Tapferes Mädchen. Wenn wir sterben, wissen wir nicht, wohin wir gehen. Einige von uns kommen in den Himmel. Manche von uns kommen in die Hölle.“
Rani hörte aufmerksam zu, sagte aber nichts.
„Da wir nicht wissen, wohin wir nach dem Tod gehen, haben wir Angst. Angst, nicht gut genug gewesen zu sein. Angst, in die Hölle zu kommen.“
Einzelne Tränen kullerten über Ranis Wangen. Sie nickte.
„Nun. Ich biete deiner Großmutter einen Ausweg an. Sie kann mit mir gehen, ganz freiwillig, und ich garantiere, dass sie nicht leiden wird. Ganz im Gegenteil. Wenn deine Großmutter mit mir kommt, wird sie mit vielen anderen Löwen zusammen sein, bis in alle Ewigkeit, und es wird ihr kein Leid widerfahren.“
Erklärte Adramalech. Rani schüttelte den Kopf.
„Aber du bist ein Dämon. Du wirst sie mit in die Hölle nehmen.“
Adramalech nickte.
„Das ist richtig. Ich bin ein Dämon. Ich komme aus der Hölle. Und ich werde deine Großmutter mit mir in die Hölle nehmen. Aber dort, wo ich sie hinbringe, ist die Hölle nicht die Hölle. Dort ist mein Harem. Ein kleines Stück Paradies mitten in der Hölle.“
Rani war nicht überzeugt. Janna drehte sich auf die Seite und zog ihre Enkelin zu sich auf den Boden und kuschelte sich an sie.
„Mein Schatz. Ich bin schon alt. Ich werde nicht mehr lange auf dieser Welt sein. Ich möchte entscheiden, wann und wie ich gehe. Lass mir meinen Wunsch.“
Rani schüttelte den Kopf. Adramalech lächelte. Er konnte die junge Löwin verstehen. Sie hatte bereits ihre Eltern verloren, und nun drohte sie auch noch ihre Großmutter zu verlieren. Er legte sich hin, während Janna versuchte, ihre Enkelin zu beruhigen.
„Schatz. Es ist nicht deine Entscheidung, ob ich gehe oder bleibe. Ich werde bleiben, bis ich sicher bin, dass du bereit bist. Und du wirst nicht allein sein. Die anderen sind hier und werden dir helfen.“
Rani vergrub sich in ihrer Großmutter und schüttelte weiter den Kopf. Adramalech erhob sich langsam. Vorsichtig ging er zu den beiden hinüber und holte tief Luft. Als er vor Janna und Rani stand, schloss er die Augen und beugte sich zu der jungen Löwin hinunter. Sanft schmiegte er seinen Kopf an ihre Flanke. Rani versteifte sich für einen Moment, entspannte sich dann aber sichtlich. Der Dämon fuhr fort, seinen Kopf an ihr zu reiben. Er schnurrte leise und ließ seinen Kopf schließlich auf ihrer Schulter ruhen. Er hielt die Augen geschlossen und atmete ganz langsam. Er konnte spüren, wie Rani unter ihm schluchzte.
„Es ist okay, lass es raus, Kind.“
flüsterte er und setzte sich hin. Janna kuschelte sich näher an Rani und hielt sie fest.
Es dauerte eine ganze Weile, bis die junge Löwin ihre Fassung wiedererlangte. Adramalech hatte stundenlang mit ihr geredet und auch Janna hatte im Laufe der Nacht immer wieder mit ihr gesprochen. Schließlich hatte die junge Löwin akzeptiert, dass sie ihrer Großmutter diesen Wunsch nicht abschlagen konnte, aber sie war schon aus Prinzip dagegen. Adramalech hatte dies akzeptiert und zugegeben, dass sie und er nicht unbedingt Freunde werden mussten. Der Dämon hatte sich schließlich zurückgezogen und verabschiedete sich für den Moment.
Als er wieder aus dem Schatten trat, sah er ein Hinterteil vor sich stehen, das ihm nur allzu vertraut war.
„Hmmmm lecker.“
Er schnurrte und Nala sprang vor Überraschung fast zwei Meter hoch. Als sie wieder gelandet war, drehte sie sich zu Adramalech um und schlug ihm reflexartig ins Gesicht. Adramalechs Kopf wurde zur Seite geschleudert. Als er ihn wieder zu Nala drehte, grinste er.
„Oh du Taugenichts, warum erschreckst du mich so?“
Nala fauchte ihn wütend an. Adramalech grinste weiter und zuckte mit den Schultern.
„Ich hatte das nicht geplant, es ist einfach passiert.“
Sagte Adramalech spielerisch und leckte sich über die Lippen. Er betrachtete die fließenden Linien von Nalas Figur und sein Grinsen wurde breiter.
„Gefällt dir, was du siehst?“
Sagte Nala, drehte sich ein paar Mal im Mondlicht und gab dem Dämon die Richtung vor. Adramalech hob die Augenbrauen und nickte vorsichtig.
„Du siehst einfach atemberaubend aus. Wie immer.“
Sagte er schließlich in einem liebevollen Ton und trat näher heran. In einer Geste, die ihnen beiden inzwischen vertraut war, schmiegten sie ihre Köpfe aneinander und setzten diese Bewegung am ganzen Oberkörper fort. Adramalech ließ sich die Gelegenheit nicht entgehen, an Nalas Hinterteil zu schnuppern, als er daran vorbeiging. Seine Pupillen weiteten sich für einen Moment. Er drehte sich halb um und blieb stehen. Seine Augen glühten dunkelrot und sein Schwanz zuckte aufgeregt hin und her. Nala blickte über ihre Schulter und grinste wissend. Langsam drehte sie ihren Kopf nach vorne und streckte sich ausgiebig, bevor sie davonschlenderte. Adramalech überlegte nicht lange und folgte ihr.
„Weiß er es?“
fragte er leise. Nala legte den Kopf schief und schüttelte ihn dann.
„Nein, ich glaube nicht, dass er es weiß. Er braucht immer erst eine Einladung.“
Sagte sie mit einem Lachen auf den Lippen. Sie streiften durch das Unterholz und kamen schließlich zu einer kleinen Lichtung im Dickicht. Adramalech folgte ihr, und als er neben ihr auf der kleinen Lichtung stand, lächelte sie ihn teuflisch an. Er kam zu ihr und blieb neben ihr stehen. Sie lehnte sich gegen den Dämon und genoss die Unterstützung, die er ihr gab.
„Willst du das wirklich tun? Ich meine, er ist dein Patriarch. Es wäre der ultimative Verrat.“
Sagte Adramalech, während er sich an sie schmiegte und ihren Duft in sich aufnahm. Ihm lief das Wasser im Mund zusammen und seine Lenden pochten förmlich. Nala schob ihren Kopf unter seinen und schnurrte laut.
„Ja. Aber ich habe ihn bereits betrogen, nicht wahr? Mehrere Male. Das ist nur der logische nächste Schritt. Er wird es wahrscheinlich nicht einmal kapieren.“
schnurrte Nala und begann, an Adramalechs Kinn zu knabbern. Der Dämon lächelte und hob den Kopf ein wenig an.
„So willig... Nun, dann wollen wir die Königin des geweihten Landes nicht warten lassen.“
Seine Worte waren voller Lust und Verlangen. Nala kicherte, schlüpfte unter ihn und positionierte sich vor ihm. Sie gewährte ihm volle Sicht und war so bereit für ihn, dass ihr Fell um ihren Schambereich bereits völlig durchnässt war.
„Hmmmm wirklich sehr lecker.“
Schnurrte Adramalech und näherte sich der jungen Löwin. Er beschnupperte sie genüsslich und sog gierig ihren Duft ein. Ein Schauer durchlief ihn. Sie roch so gut, so bereit. Und sie war willig, sie wollte es, nein... sie wollte IHN... sein Gesichtsausdruck verzog sich zu einem diabolischen Grinsen und dann drückte er seine Nase an ihre Vagina und begann sie zu lecken.
„Hiiiii...“
entkam es Nala, als erst seine kalte Nase und dann seine raue Zunge ihre Lippen berührten. Es war ein großartiges Gefühl. Es war roh, wild und primitiv. Die schlürfenden Geräusche, die der Dämon von sich gab, steigerten ihre Erregung noch. Doch so abrupt wie er anfing, so abrupt hörte er auch wieder auf. Sie spürte, wie er über sie kletterte, und schließlich berührte sein kochend heißer Schwanz sie. Sie zitterte förmlich vor Erwartung und Erregung. Sie biss sich auf die Lippe und krallte sich am Boden fest. Adramalech rieb seine Männlichkeit einige Male an ihrer Vagina, bevor er sich wieder kurz zurückzog. Nala wappnete sich gegen das, was jetzt kommen würde.
Er drang mit einer einzigen fließenden Bewegung in sie ein. Er war größer als Simba, in jeder Hinsicht, und er fühlte sich seit dem letzten Mal noch größer an. Sie hielt den Atem an und versuchte, sich zu entspannen. Es war nicht so sehr der Schmerz, sondern das Gefühl der Fülle, das ihr den Atem raubte. Über ihr frohlockte Adramalech. Langsam begann er sich zu bewegen. Er nutzte jeden Millimeter seiner Länge und glitt langsam hinein und hinaus. Nala genoss das Gefühl, von Adramalech ausgefüllt zu werden und bewegte sich in seinem Rhythmus. Mit jedem Stoß nach innen drückte sie sich gegen ihn, hieß ihn in sich willkommen, und als er wieder aus ihr herausglitt, hielt sie ihn mit ihren Muskeln fest.
„Du melkst mich ziemlich hart, Mädchen. Hör bloß nicht auf damit.“
schnurrte Adramalech und steigerte langsam sein Tempo. Er konnte das Spiel ihrer Muskeln um seinen Schwanz spüren und genoss ihre meisterhafte Kontrolle über ihren Körper. Er schloss sich ihr an und stöhnte sein Vergnügen in den Nachthimmel.
„Ooohhh ja... Hmmm... gib mir alles was du hast... Oooohh...“
Nalas Stimme stieg in Tonhöhe und Lautstärke im gleichen Maße, wie Adramalech seine Anstrengung erhöhte. Er beugte sich herunter und knabberte an ihrem Hals. Zur Belohnung spannte sie ihre Muskeln noch mehr an und stöhnte vor Vergnügen.
„Hmmmm... nyaaaa... du weißt genau, was ich will...“
Der Dämon fletschte seine Zähne und begann, die Löwin mit mehr Kraft zu penetrieren. Härter, tiefer, schneller, stärker drang er in sie ein. Mit jedem Stoß hämmerte er ihn in sie hinein. Bald merkte er, wie sie ihre Muskeln immer mehr anspannte. Sie war kurz vor dem Höhepunkt, und er stand ihr in nichts nach.
„Bald...“
grunzte er und Nala nickte, während ihr Stöhnen immer mehr zu einem Quieken wurde. Mit einer letzten Anstrengung drang er so tief in sie ein, wie er konnte, und ließ dann los. Nala kam in dem Moment, als er sie mit seinem brennend heißen Samen füllte.
„Aaaaaahhnnnnnn... ja... gib mir alles... jeden letzten Tropfen...“
schrie Nala förmlich und presste sich mit all ihrer Kraft gegen Adramalech. Der Dämon zitterte, als er alles aus seinen Eiern herauspresste, was er konnte. Nala wollte schwanger werden, von ihm, also sollte sie schwanger werden. Als er endlich fertig war, brach er fast auf Nala zusammen. Er wollte noch nicht ihn noch nicht herausziehen und ließ sein Glied tief in ihr, damit sein Samen mehr Zeit hatte, seine Arbeit zu tun. Nala lag derweil schwer atmend unter ihm und schwelgte in den Nachwirkungen ihres Orgasmus.
Schließlich zog der Dämon sein Glied aus der Löwin und legte sich neben seine Partnerin.
„Das war verdammt geil...“
Er seufzte und sah zu Nala hinüber, die selig grinste und sich auf dem weichen Boden hin und her wälzte. Sie war sich sicher, dass sie den ersten Nachkommen des Dämons auf dieser Erde austragen würde. Das hatte bisher noch keine andere Löwin geschafft.
Die meiste Zeit der Nacht lagen sie beieinander, schauten in die Sterne und kuschelten. Erst kurz vor dem Morgengrauen verabschiedeten sie sich. Nala musste zurück zum Königsfelsen, bevor Simba aufwachte, und Adramalech hatte noch etwas am Baum des Lebens zu tun.
Einer Königin den Hof machen…
In Jannas Gemächern war es dunkel. Tief im Baum gab es kein Licht. Die wenigen Pilze, die ihre Biolumineszenz ausstrahlten, beleuchteten allenfalls ihre unmittelbare Umgebung. Es war still. Nur wenige Außenstehende kamen bis hierher. Nur die engsten Vertrauten der Königin durften sich hier aufhalten.
Janna hatte ihre Gemächer seit Monaten nicht mehr verlassen, und ihre Anhänger sorgten sich um das Wohlergehen der Löwin. Alle wussten um Jannas fortgeschrittenes Alter, und einige befürchteten, dass sie schwer krank sein könnte. Sie wussten natürlich nicht, dass Jannas Abwesenheit von öffentlichen Veranstaltungen einen ganz anderen Grund hatte.
Ihre Vertreterin und Nachfolgerin im Amt, Rani, hatte die Gerüchte über den Gesundheitszustand ihrer Großmutter nicht ausgeräumt. Sie konnte dem Volk schlecht sagen:
„Bitte entschuldigt die Abwesenheit unserer Königin, sie fickt gerade mit einem Dämon.“
Also ließ sie die Gerüchte über den schlechten Gesundheitszustand der Löwin stehen. Es wurden sogar Heiler gerufen und auch Rafiki wurde herbeigerufen. Er wurde jedoch von seinem Lehrling entschuldigt und auch Makini weigerte sich, die Gemächer der Löwin zu betreten. Zu groß war die Angst, dem Dämon erneut zu begegnen.
Inzwischen war Adramalech fast jeden Tag bei Janna. Sie verbrachten jede wache Minute miteinander. Janna hatte ihm bereits mitgeteilt, dass Rani endlich bereit war. Sie würde Rani so bald wie möglich die Amtswürden übergeben.
„Bist du sicher, dass sie bereit ist?“
hatte der Dämon gefragt. Er wollte Janna sicher nicht drängen. Janna bestätigte.
„Ich kann ihr nichts mehr beibringen, ihr fehlt nur noch die Erfahrung, und die kann sie sich nur selbst holen. Ich kann sie nicht weiter anleiten. Natürlich ist sie noch jung, natürlich würde meine Tochter das Amt übernehmen und noch jahrelang führen, aber sie ist bereits tot. Rani wird es schaffen. Sie ist nicht allein, sie hat Freunde, die ihr helfen. Sie ist ein kluges Mädchen. Sie wird es schaffen.“
In diesem Moment betrat Rani die Kammer.
„Was werde ich schaffen?“
fragte sie und kam schnell auf ihn zu. Sie drängte sich zwischen Adramalech und Janna. Sie warf dem Dämon einen bösen Blick zu und schmiegte sich an ihre Großmutter. Ihr Blick war von Sorge und Angst erfüllt. Janna erwiderte die Geste und kuschelte sich an Rani. Sie würde die junge Löwin vermissen. Sie holte tief Luft und sah ihrer Enkelin ernst in die Augen.
„Rani, mein Engel. Es ist Zeit ...“
Weiter kam sie nicht, denn Rani sprang vor sie hin. Nackte Panik spiegelte sich in ihrem Gesicht.
„Nein...neineinein...ich bin noch nicht bereit. Ich kann dich nicht gehen lassen. Du kannst nicht gehen...“
Sie wirbelte herum und sah Adramalech an. Flehend sah sie ihn an. Sie zitterte.
„Bitte... du kannst sie nicht mitnehmen... Ich brauche sie hier... Ich kann nicht...“
Doch bevor Adramalech antworten konnte, drehte sie sich wieder zu Janna um. Sie versuchte, ihre Großmutter von dem Dämon wegzuschieben.
„Noch nicht Nana... noch nicht... bitte, ich flehe dich an, lass mich nicht allein.“
Janna ließ die Ohren hängen und legte den Kopf schief. Zärtlich schob sie ihren Kopf unter den von Rani.
„Jetzt beruhige dich, mein Kind. Ich habe großes Vertrauen in dich und deine Stärke. Du wirst eine gute Herrscherin sein und deine Freunde werden dir helfen.“
Rani versteifte sich und schüttelte den Kopf.
„Nein... nein...“
Sie stotterte und drehte sich wieder zu Adramalech um. Der Dämon stand voller Mitgefühl vor ihr und sah sie sanftmütig an.
„Wenn du jemanden mitnehmen musst, dann ... dann nimm mich. Lasst meine Großmutter hier. Sie wird hier gebraucht. I... I...“
Adramalech schloss seine Augen und seufzte. Langsam trat er einen Schritt vor und schmiegte seinen Kopf an Rani.
„Kind, so funktioniert das nicht. Ich bin nicht wegen dir hier. Und ich kann dich nicht einfach anstelle deiner Großmutter mitnehmen. Du bist viel zu jung, du hast noch viel zu viel Leben vor dir, als dass ich dich jetzt mitnehmen könnte.“
Sagte er leise und schnurrte dabei. Rani zog sich zurück.
„Aber warum? Ich bin nicht wichtig, meine Großmutter ist wichtig. Nimm mich mit, lass sie leben. Ich weiß, dass du auch junge Löwinnen aufnimmst.“
Janna mischte sich ein, bevor Adramalech antworten konnte. Ihre Stimme war voller Liebe und Zuversicht.
„Rani, mein Liebling, mein Engel. Selbst wenn Adramalech mich jetzt nicht nehmen würde, wäre ich nicht mehr lange auf dieser Erde. Ich bin alt, verbraucht. Meine Zeit ist vorbei, aber deine hat gerade erst begonnen. Ich weiß, dass du das als ungerecht empfindest, zumal deine Eltern bereits verstorben sind, aber es ist nicht deine Entscheidung. Ich werde mit Adramalech gehen, und ich werde jetzt mit ihm gehen. Bitte mach es mir nicht noch schwerer, als es ohnehin schon ist. Freue dich mit mir, dass ich auf eine Weise gehen kann, die ich selbst bestimmen kann, und dass ich weiß, wohin ich gehe.“
Rani schüttelte den Kopf, sie war dem Zusammenbruch nahe. Sie wusste, dass sie es nicht aufhalten konnte. Im Zweifelsfall würde der Dämon sie mit Gewalt nehmen, es wäre nichts gewonnen, aber das machte es nicht leichter. Sie hatte gedacht, dass sie sich an das Kommende gewöhnen, sich damit abfinden könnte. Aber jetzt, wo die Zeit des Abschieds gekommen war, brach es wieder aus ihr heraus. Die Endgültigkeit dieses Augenblicks zog ihr den Boden unter den Füßen weg, und sie hatte das Gefühl, ins Bodenlose zu fallen.
Bevor sie fallen konnte, war Adramalech zur Stelle und stützte sie an ihrer Flanke. Rani sah ihn flehend an. Ihr Mund bewegte sich, aber sie konnte keinen Laut von sich geben. Adramalech nickte stumm. Und half ihr, sich hinzulegen.
„Hör zu, Rani. Im Grunde ist deine Großmutter nicht wirklich weg. Sie wird nicht mehr hier sein, aber durch mich kann sie immer noch mit dir in Kontakt bleiben. Sie selbst ist vielleicht nicht in der Lage, die Hölle zu verlassen, aber ich kann es. Und wenn sie dir etwas sagen will, kann ich es dir sagen. Und wenn die Zeit gekommen ist, dann können wir sehen, ob du ihr folgen willst.“
Sagte Adramalech leise, und Janna stimmte ihm zu.
„Ich werde nie ganz weg sein. Auf diese Weise kann ich dir noch näher sein, als ich es sonst sein würde.“
Rani schniefte und schaute unsicher von einer Löwin zum anderen. Etwas wie Hoffnung keimte in ihr auf.
„Das heißt, du würdest mich aufnehmen?“
Fragte sie schließlich den Dämon. Adramalech schmiegte seinen Kopf an die junge Löwin.
„Ja, wenn die Zeit gekommen ist, würde ich dich, wenn es dein Wunsch ist, auch in meinen Harem aufnehmen.“
Ranis Augen begannen zu leuchten. Sie würde ihre Großmutter wiedersehen können. Zwar nicht direkt, aber bald. Janna kuschelte sich an sie und leckte ihr über den Kopf.
„Aber du darfst dir damit Zeit lassen. Ich möchte, dass du ein langes und erfülltes Leben hast, genau wie deine Großmutter.“
Rani lehnte sich an ihre Großmutter und genoss ihre Nähe. Sie holte tief Luft und sah dann zu Adramalech.
„Na gut, Dämon. Ich weiß, dass ich es nicht aufhalten kann. Ich weiß, dass ich meine Großmutter unglücklich machen werde, wenn ich ihrem Wunsch nicht nachgebe. Und ich weiß, dass ich es schaffen kann. Aber ich muss nicht glücklich darüber sein.“
begann Rani und setzte ein sehr ernstes Gesicht auf.
„Aber du sollst wissen, wenn du meiner Großmutter weh tust oder ich herausfinde, dass sie nicht glücklich ist, dann werde ich persönlich zur Hölle fahren, wenn es sein muss, und ich werde den ganzen Ort verwüsten. Capiche?“
Adramalech grinste und nickte.
„Sicher, glasklar. Aber keine Sorge, bisher hat es in über hundert Jahren keine Beschwerden gegeben.“
Sagte der Dämon und lächelte sein nächstes Opfer an. Dieser Blick allein reichte aus, um Janna einen Schauer über den Rücken zu jagen.
„Mylady, wollen wir dann?“
Fragte er mit einem einladenden Zwinkern. Janna kicherte wie ein kleines Mädchen, als sie sich erhob.
Sie verabschiedete sich liebevoll von ihrer Enkelin. Obwohl Rani wusste, was passieren würde, bestand sie darauf, anwesend zu sein. Als Adramalech schließlich Janna tötete, rannte Rani aus dem Saal. Adramalech blieb danach allein in der Kammer zurück. Er war sich nicht sicher, ob er ihr nachgehen sollte oder nicht. Er beschloss, ihr zunächst etwas Zeit zu geben. Er würde erst Janna in den Harem einführen und dann noch einmal nach Rani sehen.
Eingewöhnen...
Das Portal öffnete sich und Adramalech trat hindurch. Er wurde von Janna begleitet. Sie trug die Nummer 113 auf ihrer Brust. Als sie die erste Pfote auf die Onyxsäule setzte, schaute sie sich ungläubig um. Die Hölle sah so ganz anders aus, als sie es erwartet hatte. Die zerklüftete Landschaft, die sich ihren Augen bot, war rot und schwarz, aber das war nur der erste Eindruck. Sie merkte bereits, dass sich ihre Augen erst an die neue Umgebung gewöhnen mussten. Auch an ihren neuen Körper musste sie sich erst gewöhnen. All ihre kleinen Wehwehchen, die mit dem Alter gekommen waren, waren verschwunden. Sie fühlte sich stark, leistungsfähig und auch viel jünger. Als sie an sich herunterschaute, fiel ihr die Zahl auf ihrer Brust ins Auge.
„Was hat es mit der Nummer auf sich?“
fragte sie und freute sich, dass ihre Stimme wieder seidenweich klang. Bevor Adramalech antworten konnte, antwortete Ushi für ihn.
„Die Nummer steht für deinen Rang im Harem. Willkommen Janna, Königin des Baumes des Lebens. Ich bin Ushi. Haremsmutter dieses Rudels.“
Jannas Kopf drehte sich um und sie sah Ushi auf einer kleinen Erhöhung am Rande der Säule sitzen. Sie sah die 1 auf Ushis Brust und nickte.
„Hallo Mutter. Alles in Ordnung hier?“
Sagte Adramalech und ging auf Ushi zu. Die beiden begrüßten sich innig. Ushi lächelte, als sie schließlich zu Janna hinüberging.
„Oh ja, es ist alles in Ordnung, du wurdest schmerzlich vermisst.“
Sagte sie über ihre Schulter, bevor sie ihren Kopf sanft an den von Janna schmiegte. Janna erwiderte die Geste. Sie war noch ein wenig unsicher, aber sie fühlte sich herzlich willkommen. Adramalech sah mit einem Lächeln zu ihr hinüber.
„Nun, ich werde Janna in deinen fähigen Pfoten lassen und sehen, wer meine Aufmerksamkeit braucht. Ich muss später auch noch einmal zurück, ich möchte noch einmal nach Rani sehen.“
Ushi nickte und Janna tat dasselbe. Adramalech grinste und verschwand in einer kleinen Wolke der Dunkelheit.
„Wohin wird er gehen?“
fragte Janna und Ushi grinste.
„Hmm, das weiß ich noch nicht, wenn ich sie höre, kann ich es euch sagen. Im Laufe der Jahre habe ich gelernt, die Stöhngeräusche der einzelnen Löwinnen ziemlich gut zu unterscheiden. Aber ich denke, Liana wird ein wenig Zeit brauchen.“
Erklärte Ushi und machte sich bereit zu gehen. Janna folgte ihr.
„Ist das dein Ernst? Du kannst...“
fragte Janna, bevor sie in sich hineinblickte.
„...112 Löwinnen schon von weitem an ihrem Stöhnen erkennen? Wie oft paart sich Adramalech mit euch allen?“
Ushi musste herzhaft lachen. Der Blick, den sie Janna zuwarf, war eine Mischung aus Belustigung und Schadenfreude.
„Meine liebe Janna, mein Sohn hat mit dir 113 Löwinnen in seinem Harem, die alle mehr oder weniger ständig seine Aufmerksamkeit beanspruchen wollen. Er macht hier eigentlich nichts anderes mehr, als sich ständig mit einer von ihnen zu vergnügen.“
Janna blieb der Mund offen stehen. Sie schien von dieser Neuigkeit völlig überrumpelt.
„Wow... Ich meine, ich habe ja schon ein oder zwei Kostproben seines Durchhaltevermögens bekommen, aber das...“
Ushi grinste und spitzte die Ohren. In der Ferne war ein leidenschaftliches Stöhnen zu hören.
„Ja... das ist Liana...“
Janna schüttelte den Kopf.
„Du hast gerade gesagt, dein Sohn... heißt das, Adramalech ist...“
„Ja, Adramalech ist mein Sohn, mein einziger, um genau zu sein.“
Janna musste einen Moment lang darüber nachdenken. Wenn sie seine Mutter war, dann hatte er sie zuerst hierher gebracht. Und danach insgesamt 112 andere Löwinnen. Sie hatte noch nie so viele Löwen auf einem Haufen gesehen. Sie folgte Ushi den Weg hinunter. Jetzt konnte sie sehen, wo der Harem war. Er war wirklich vom Rest der Hölle getrennt. Das Gebiet war groß, aber überall, wo sie hinschaute, konnte sie Löwen sehen. Sie waren nicht alle an einem Ort, sondern fanden sich in kleinen Gruppen zusammen. Am Fuß der Säule wartete eine Löwin auf sie.
„Man kann schon von oben einen kleinen Einblick bekommen. Der Harem ist groß. Es ist genug Platz für alle und ihr könnt euch gegenseitig aus dem Weg gehen, wenn es nötig ist.“
sagte Ushi und nickte der Löwin am Ende des Weges zu. Janna nickte ebenfalls.
„Es gibt so viel, was du lernen wirst, aber es ist schwer, alles auf einmal zu lernen. Wann immer du Fragen hast, kannst du mich oder Sarada fragen. Sie ist am zweitlängsten hier, sie kann dir auch alles erklären.“
Janna nahm alles in sich auf, während sie Ushi weiter folgte.
„Ich werde es mir zu Herzen nehmen, wie kann ich Sarada erkennen?“
Ushi grinste und zeigte auf die Löwin, die vor ihnen saß.
„Das ist Sarada, Nummer zwei, meine Stellvertreterin, falls du mich mal nicht finden kannst.“
Sarada erhob sich und begrüßte Ushi.
„Hey Ushi, ich habe gesehen, dass dein Sohn zurück ist. Oh, du musst unser Neuzugang sein. Ich bin Sarada, ich freue mich, dich willkommen zu heißen.“
brabbelte die Löwin mit der Nummer 2. Ushi grinste und Janna fühlte sich fast erschlagen.
„Ja, ich fühle mich auch geehrt.“
Sie schaffte es zu antworten, bevor Sarada wieder anfing.
„Er hat sich gleich auf Liana gestürzt. So ein Lüstling. Es war nicht einmal Zeit für eine Begrüßung. So ein Benehmen. Man sollte meinen, dass er schon seit über hundert Jahren hier ist...“
Ushi sah hilfesuchend zu Janna hinüber, die sich ein Kichern nicht verkneifen konnte. Aber sie kam Ushi trotzdem zu Hilfe.
„Bitte entschuldige Sarada, aber Ushi wollte mir ein paar Dinge erklären. Du weißt, dass ich neu hier bin und noch nichts weiß. Nicht, dass ich mich verlaufe oder so etwas.“
warf Janna ein und sah Sarada flehend an. Die stockte mitten im Satz, dachte einen Moment nach und stimmte dann zu.
„Richtig, richtig. Wo sind meine Manieren. Natürlich ist es deine Priorität, dich hier zurechtzufinden. Ushi, ich werde dich später finden, dann können wir reden.“
Mit diesen Worten drehte sich die Löwin um und trabte davon. Kurze Zeit später war ihre schrille Stimme aus der nächsten Gruppe von Löwinnen zu hören. Janna grinste und musste wieder glucksen. Ushi kicherte.
„Danke, du hast mir gerade die Ohren gerettet. Aber du hast Recht. Ich sollte dich ein bisschen herumführen.“
Sie führte Janna an der äußeren Umgrenzung entlang. Sie erklärte ihr, was es mit den Dämonen auf sich hatte, warum Adramalech darauf bestanden hatte, sie auch anal zu nehmen, was es mit den Zahlen auf sich hatte und wer der Wind war. Sie liefen über eine Stunde lang durch den Harem und trafen mehrere weitere Löwinnen. Natürlich kamen sie auch an Adramalech vorbei, der Liana in einer anderen Gestalt hart bearbeitete. Janna sah ihr einen Moment lang interessiert zu.
„Ich wusste nicht, dass es solche Löwinnen gibt... Äußerst interessant. Wie war ihr Name? Liana?“
Ushi nickte.
„Ja, sie kommt aus einer anderen Welt. Ähnlich wie du. Sie ist wirklich nett, wenn auch manchmal ein bisschen seltsam.“
Erklärte sie und bog in eine Seitengasse ein. Am Ende befand sich eine kleine Behausung.
„Du willst bestimmt Sarabi kennenlernen. Sie ist aus deiner Welt. Mein Sohn wird dir von ihr erzählt haben.“
Janna lachte und nickte.
„Ja, sie ist der Grund, warum ich hier bin. Nun, abgesehen davon, dass das Angebot einfach verlockend war. Aber ich kenne Sarabi. Unsere Familien stammen aus der gleichen Gegend. Ihr Enkel und meine Enkelin sind eng befreundet.“
Ushi lachte herzhaft und zeigte auf die Öffnung in der Wand.
„Wie klein die Welt doch manchmal ist.“
Sie betraten das kleine Gebäude. Es war dunkel, aber es wirkte irgendwie heimelig.
„Sarabi? Bist du da? Da ist eine Besucherin für dich.“
rief Ushi und wartete einen Moment. Etwas grummelte im Hintergrund und dann tauchten zwei Ohren hinter einer kleinen Wand auf. Einen Moment später kamen ihre Augen zum Vorschein.
„Wer ist da?“
fragte Sarabi, die immer noch sehr schläfrig aussah. Sie sah auch ziemlich zerknittert aus, als sie hinter dem Sims hervorkam.
Erst als sie Janna sah, weiteten sich ihre Augen. Ihr Gesichtsausdruck wechselte in schneller Folge: Freude, Erkenntnis, Schuld, Bedauern und dann wieder Freude.
„Oh, bei den Vorfahren. Er hat dich nicht wirklich entführt. Ich bin froh, dich wiederzusehen, aber ich bin auch nicht froh, dich wiederzusehen. Du musst mir alles erzählen... Oh Mann, ich bin so neugierig.“
sprudelte es aus ihr heraus, als sie hinter der Wand hervorstürzte und sich wild an Janna schmiegte.
Ushi konnte sich ein Lachen nicht verkneifen und ließ die beiden allein. Auf ihrem Weg zurück zu Sarada kam sie wieder an Adramalech und Liana vorbei.
„Nnnyaaaaa... komm schon... hnnnnn... gib dir Mühe... hrrrrrr...“
stöhnte die Löwin, deren Beine um die Taille des Dämons geschlungen waren. Adramalech, der für diese Aufgabe eine anthropomorphe Form angenommen hatte, legte seine Ohren an, fletschte die Zähne und fickte die anthropomorphe Löwin nach Kräften. Das laute Klatschen, das jeden seiner Stöße unterstrich, wurde von seinem Grunzen und ihrem Stöhnen begleitet.
„Ahhhnn... härter... aaargh... das ist es, gib es mir... hrrrrk... schneller...“
Sie schrie fast auf, als er seine Anstrengungen verdoppelte und seine Krallen in ihre Flanke grub. Ihre Krallen bohrten sich tief in seine Brust und sie drohte, ihre Zähne in seiner Kehle zu versenken. Adramalech legte den Kopf zurück in den Nacken. Er hatte die Augen zusammengekniffen und versuchte, seinen Orgasmus noch ein wenig hinauszuzögern. Ushi kannte diesen Blick nur zu gut und grinste, während Liana selbst kurz davor war, sich ihrem eigenen Höhepunkt hinzugeben.
Es war ein Spiel zwischen den beiden, keiner wollte dem anderen den Sieg gönnen, um länger durchzuhalten. Normalerweise verlor Adramalech, was ihm nicht wirklich etwas ausmachte. Diesmal jedoch schien es, als könnte er es schaffen.
„Hhrrraaaaarrrrrgh...“
brüllte er, während er seinen Schwanz immer wieder in Liana rammte. Die Löwin rollte mit den Augen und verlor den Kampf gegen ihren Körper.
„Nnnyyyaaaaaaahaaaaaannnn...“
schrie sie, während sie ihre Zunge herausstreckte. Ihre Hände krallten sich an Adramalechs Brust fest und ihre Beine drückten seine Taille fest zusammen. Ihr ganzer Körper begann zu zucken und zu krampfen. Der Dämon selbst umklammerte ihre Flanken fester und ließ seinen eigenen Höhepunkt über sich hereinbrechen. Mit gefletschten Zähnen blickte er auf die sich windende Löwin herab und ließ seinen Samen in sie fließen. Bei den nächsten Stößen spritzte er dreimal ab und beim letzten blieb er so tief in ihr, wie er konnte.
Schwer atmend blieben sie einen Moment lang so liegen, ohne sich zu bewegen. Schließlich zog Liana ihre Krallen aus Adramalechs Brust und fuhr mit ihnen über seinen Bauch. Sie legte ihre Hände auf ihren Bauch und lächelte zufrieden. Sie konnte spüren, wie er sich sanft in ihr bewegte. Es war ein schönes, ein angenehmes Gefühl, auch wenn sie noch ein wenig überempfindlich war, nachdem er sie gerade ins gelobte Land und wieder zurück gefickt hatte. Er hatte seine Krallen aus ihrer Flanke gezogen und streichelte ihr Gesicht, während er sich langsam in ihr bewegte.
„Pheww...du bringst immer das Schlimmste in mir hervor...“
flüsterte er, seine Stimme klang heiser. Liana lächelte und schmiegte ihren Kopf an seine Hand.
„Ich weiß, und das ist es, was ich an dir liebe.“
Erwiderte sie verträumt.
„Ähem...“
Ushi räusperte sich und grinste, als sie sich ein Stück von den beiden entfernt setzte. Adramalech sah zu ihr hinüber und grinste, Liana wurde rot und lächelte verlegen.
„Wie kann ich dir helfen, Mutter?“
fragte Adramalech, ohne Liana loszulassen. Ushi stand auf und kam langsam auf sie zu. Sie schien amüsiert zu sein.
„Ich freue mich, dass ihr beide so offensichtlich Spaß miteinander hattet. Ich bin immer glücklich, wenn meine Schützlinge zufrieden sind.“
Ihre Betonung lag eindeutig auf „zufrieden“, und sie grinste dabei sehr breit. Adramalech beugte sich zu Liana hinunter und küsste sie leidenschaftlich. Liana erwiderte den Kuss und vertiefte ihn. Ihre Zungen trafen sich und umarmten sich einen Moment lang. Als der Dämon den Kuss beendete, folgte Liana seinem Mund noch ein wenig, bevor sie aufgab und zurück auf ihr Bett sank. Behutsam zog sich Adramalech aus ihrer Scheide zurück. Liana schnappte nach Luft und stöhnte, als er schließlich mit einem feuchten Plopp aus ihrem Liebestunnel glitt.
„Hhhhnnnnnfff...“
Adramalech sah zu, wie sich sein Samen langsam und zähflüssig aus der Löwin ergoss und war zufrieden mit dem Ergebnis. Dann schaute er wieder zu seiner Mutter. Ushi grinste weiter.
„Nun, wolltest du nicht noch einmal nach Jannas Enkelin sehen?“
Adramalech nickte und beugte sich wieder zu Liana hinunter.
„Meine Liebe, ich werde erwartet. Aber hab keine Angst, ich komme wieder.“
Flüsterte er und gab ihr einen weiteren Kuss. Liana grinste nur und streckte sich genüsslich.
„Nun geh schon, ich habe bekommen, was ich wollte...“
sagte sie und schob den Dämon mit einem Kichern von sich. Adramalechs Augen leuchteten kurz auf und er nahm wieder seine normale Gestalt an. Er ging an seiner Mutter vorbei, grinste breit und öffnete ein Portal.
...
**Epilog
Die Königin ist tot... lang lebe die Königin...**
Adramalech trat aus dem Schatten und sah sich um. Er stand im Schatten des Baums des Lebens. In einiger Entfernung von ihm hatte sich eine große Gruppe versammelt. Die Stimmung war düster, aber feierlich. Er konnte Rani sehen. Sie stand auf einer kleinen Anhöhe. Man hatte ihr verschiedene Muster auf den Pelz gemalt und sie schien eine Rede zu halten. Er war zu weit weg, um etwas zu verstehen. Er hielt sich ein wenig abseits, es schien ein wichtiges Ereignis zu sein. Er konnte auch Nala und Simba sehen, ebenso wie Rafiki und Makini. Vorsichtig, um nicht gesehen zu werden, schlich er sich näher heran.
„...Und deshalb wollen wir uns immer an meine Großmutter, die Königin des Lebensbaums, erinnern. Als liebende Mutter, Großmutter, Beraterin und Herrscherin. Ich nehme demütig ihr Erbe an und gelobe ewige Treue zu ihrem Versprechen, die natürliche Ordnung und den Kreislauf des Lebens aufrechtzuerhalten.“
Ranis Stimme klang fest und stark. Im Moment konnte er keine Unsicherheit in ihr entdecken. Ein junger Löwe gesellte sich zu ihr auf das Podest, stand mit stolz geschwellter Brust neben Rani und schmiegte seinen Kopf kurz an ihren, bevor er sich an die Menge wandte:
„Die Königin ist tot... Lang lebe die Königin!“
Er rief in die Menge, und die Menge skandierte:
„Sie lebe lang... sie lebe lang...“
Adramalech lächelte. Rani schien beim Volk beliebt zu sein, und wie Janna vorausgesagt hatte, wurde sie von ihren Freunden unterstützt. Zufrieden lächelte er und machte es sich ein wenig bequemer.
Er wartete, bis sich die Menge langsam zerstreute und nur noch Rani, ihr junger Begleiter sowie Nala und Simba übrig waren. Völlig lautlos, aber unbekümmert, näherte er sich. Bevor er von einem der vier Löwen gesehen wurde, erhob er seine Stimme:
„Bravo, bravo, bravo... Ich wusste, dass du es schaffen würdest.“
Sagte er. Er hätte gerne applaudiert, aber das konnte er in dieser Form nicht. Also musste er sich mit seiner, zugegebenermaßen sarkastischen, Bemerkung begnügen. Alle vier wirbelten herum und sahen ihn an. Die Reaktionen waren gemischt. Während Nala sich sehr freute, den Dämon zu sehen, war Rani eher zurückhaltend, zu wenig Zeit war vergangen, seit Adramalech ihre Großmutter geholt hatte. Ihr junger Begleiter und Simba hingegen waren sofort Feuer und Flamme.
„Was tust du hier, Dämon?“
spuckte Simba ihn an, und der junge Löwe stimmte zu.
„Ja, verschwinde von hier.“
Adramalech lächelte und legte den Kopf schief.
„Aber, aber, meine Herren... Ich überbringe die Grüße der Königin.“
Sagte er freudig und kam ungebremst weiter auf sie zu. In der Mitte der Gruppe blieb er stehen und sah Rani an, die nicht recht wusste, wie sie reagieren sollte. Der Dämon hatte auf sie die gleiche Wirkung wie auf alle anderen Löwinnen. Sie fühlte sich körperlich zu ihm hingezogen, aber gleichzeitig wollte sie ihn in Stücke reißen, weil er ihr ihre Großmutter genommen hatte.
„Janna ist sicher angekommen. Sie ist gerade bei Sarabi. Sie sprechen über alte Zeiten. Sie scheinen es zu genießen.“
Sagte der Dämon und sah auch Simba an, dessen Mutter ebenfalls betroffen war. Simba starrte ihn aus zusammengekniffenen Augen an. Rani hingegen schien zumindest erleichtert zu sein. Adramalechs Blick wanderte zu Nala. Mit einem breiten Grinsen bemerkte er das Funkeln in ihren Augen, und es entging ihm nicht, dass sie immer wieder auf ihren Bauch schielte. Er nickte wissend und wandte sich an Rani.
„Du scheinst dich gut in deine Rolle eingelebt zu haben, und wie deine Großmutter vorausgesagt hatte, hast du mit Sicherheit Hilfe von deinen Freunden.“
Sagte er ruhig. Seine Stimme war voller Zuneigung und sein Lächeln strahlte Wärme aus. Rani nickte stumm. Adramalech holte tief Luft und schloss kurz die Augen.
„Rani, wir haben das schon zigmal besprochen. Es war der Wunsch deiner Großmutter. Ich bin nur das Gefäß, das diesen Wunsch ausführt. Ich bin weder gut noch bin ich böse. Ich habe deine Großmutter nicht ausgewählt, um dir zu schaden, und ich wollte auch nicht einfach nur gemein sein. Deine Großmutter hat das Angebot, das ich ihr gemacht habe, aus freiem Willen angenommen. Wenn ich böse hätte sein wollen, hätte ich sie mir nehmen können, als du noch ein Kätzchen warst.“
Seine Stimme war immer noch von Liebe und Zuneigung erfüllt. Er trat vorsichtig näher an sie heran und lehnte seinen Kopf an den ihren. Sie erwiderte die Geste und lehnte ihren Kopf an seinen.
„Ich weiß, es ist erst ein paar Tage her, und der Schmerz sitzt tief. Ich möchte, dass du trauerst. Es ist wichtig zu trauern. Aber du bist nicht allein, deine Freunde werden dir helfen. Ich bin für dich da. Lass es raus. Es ist in Ordnung.“
flüsterte er und schnurrte leise. Ranis Gesicht verzog sich vor Schmerz, als sie sich vorwärts schob und ihren Kopf auf seine Schultern legte. Simba und ihr junger Gefährte standen nur mit offenem Mund da, während Nala anerkennend nickte.
Rani weinte leise. Sie war mit ihrem Schmerz nicht mehr allein. Die anderen würden ihr helfen, mit dem Verlust fertig zu werden. Tatsächlich kamen die anderen schließlich zu ihnen und kuschelten sich an Rani. Sie standen eine ganze Weile so da, bis Rani sich beruhigt hatte.
Als sich die Spannung der Gesamtsituation endlich gelöst hatte und Rani sich ein wenig entspannte, zog sich Adramalech zurück. Er kam jedoch nicht weit, bevor er von Ranis jungem Begleiter eingeholt wurde.
„Warte!“
rief er, noch bevor er ganz bei ihm war. Adramalech blieb stehen und wandte sich an den jungen Löwen.
„Ich wollte mich entschuldigen. Ich habe mich von meinem Vater mitreißen lassen. Ich weiß, wer du bist und was du tust. Ich kann es nicht dulden und muss dich daher bitten, dieses Gebiet zu verlassen. Aber nicht bevor ich dir auch meine Dankbarkeit ausgesprochen habe.“
Adramalech sah den Löwen lange an und legte dann den Kopf leicht schief.
„Dankbarkeit? Für was?“
Der junge Löwe nickte.
„Für deine Worte an Rani. Sie bedeuten ihr viel, auch wenn sie es im Moment noch nicht zeigen kann. Janna war ihre einzige Verwandte. Jetzt ist sie allein. Es hat ihr Hoffnung gegeben, zu wissen, dass es ihrer Großmutter gut geht.“
Adramalech nickte.
„Ich habe ihr versprochen, dass ich ihr regelmäßig Nachrichten von ihrer Großmutter bringen werde. Ich werde mein Versprechen halten. Wie jedes andere Versprechen auch.“
Ranis Begleiter nickte dankbar. Er wollte sich gerade zum Gehen wenden, als Adramalech ihn erneut ansprach.
„Wie ist dein Name, Junge?“
Der junge Löwe lächelte.
„Kion.“
Adramalech grinste. Seine Augen blitzten kurz auf, dann war er verschwunden. Nur das Glühen seiner Augen und das Nachbild seines Grinsens hingen noch einen Moment in der Luft, bevor auch sie verblassten.
„Man sieht sich... Kion...“
Es war ein Flüstern, das durch den Wind fortgetragen wurde.
Manchmal ist des einen Leid
des anderen Freud…
… so kam ich in die Hölle
Prolog
„Adramalech...“
Adramalechs Augen schossen auf. Er war augenblicklich hellwach. Bevor sein Verstand richtig reagieren konnte, stand er bereits auf und sah sich um. Jemand hatte nach ihm gerufen. Er hatte es deutlich gehört. Aber keine seiner Löwinnen schien im Moment wach zu sein oder ihn zu rufen.
Er teleportierte sich zu einer der Onyxsäulen, die seinen Harem vom Rest der Hölle abgrenzten. Er legte sich ruhig hin und lauschte der Stille. In der Hölle war es nie wirklich still, aber hier oben konnte man den Lärm der Verdammten nicht wirklich hören. Nur das Rauschen des höllischen Windes und die Geräusche der Folterbecken des Lustprinzen waren von weit her zu hören.
„Nichts...“
murmelte er. Er wartete eine Weile, bevor er sich wieder entspannte und seinen Kopf auf seine Pfoten stützte. Er holte tief Luft und schloss die Augen. Langsam sank er in den Schlaf zurück.
„Adramalech...“
Da war es wieder. Er öffnete die Augen und suchte seine Umgebung ab. Er konnte niemanden sehen. Keine Löwin, keinen anderen Dämon. Wütend erhob er sich und brüllte in den Wind:
„Komm heraus und zeige dich, Peiniger!“
Keine Antwort. Adramalech kochte innerlich. Seine Augen glühten und seine Mähne sprühte dunkle Funken. Er zitterte vor Wut.
„Wenn du so ein Feigling bist, dass du es nur wagst, mich zu rufen, wenn ich schlafe ... dann tu es erst gar nicht!“
Schrie er. Wieder gab es keine Antwort. Er ging ein paar Mal auf dem Plateau der Säule auf und ab, bevor er sich wieder hinlegte. Es dauerte eine ganze Weile, bis er sich genug beruhigt hatte, um einen weiteren Versuch zu unternehmen, einzuschlafen. Er gähnte und versuchte, seine Anspannung abzubauen. Schließlich ließ er sich auf die Seite fallen, streckte seine Glieder von sich und atmete tief ein. Er schloss die Augen.
Zufrieden fiel er in seinen Schlaf. Diesmal hörte er den Ruf nicht.
Als er wieder aufwachte, war er dem Rand des Pfeilers gefährlich nahe. Langsam rollte er sich auf den Bauch und stand auf. Nachdem er sich lang und genüsslich gestreckt hatte, bemerkte er den großen blau gefiederten Vogel, der auf der anderen Seite der Säule saß. Er hatte ihm den Rücken zugewandt und schien in unregelmäßigen Abständen etwas fallen zu lassen. Adramalech näherte sich ihm langsam.
„Was machst du da?“
fragte er neugierig und konnte hören, wie der Wind grinste. Langsam drehte der große Dämon seinen Kopf zu Adramalech und lächelte entspannt. Er winkte ihn zu sich und deutete nach unten.
„Manchmal macht es Spaß, die verlorenen Seelen selbst ein wenig zu quälen.“
Der Löwe sah zu, wie der Wind ein Stück Brot von einem großen Laib abriss und es in den Abgrund bröckelte. Unten konnte man die hungernden verlorenen Seelen sehen, wie sie nach den Krümeln fischten und sich im Kampf um die wenigen Krümel, die es zu ihnen hinunter schafften, fast gegenseitig zerfleischten.
„Was sind das für Seelen?“
fragte Adramalech und betrachtete das Spektakel am Fuße der Säule. Der große Dämon brach ein weiteres Stück Brot ab und ließ die Krümel in die Menge regnen.
„Dies sind Seelen, die sich in ihrem Leben der Sünden der Gier und der Völlerei schuldig gemacht haben. Sie sind zu ständigem Hunger verdammt. Hier unten bekommen sie nichts zu essen. Aber selbst wenn sie etwas zu essen bekämen... egal was, egal wie viel sie essen, sie werden keine Befriedigung davon verspüren. Ihr Hunger wird nie gestillt werden. Es quält sie... und ihnen Hoffnung zu machen, indem man ihnen etwas gibt, das normalerweise ihren Hunger stillen würde, ist eine noch größere Qual.“
Erklärte der Wind und ließ mehr Brot in die Tiefe fallen. Unter ihnen entwickelte sich das Szenario zu einem regelrechten Fleischwolf. Die Verdammten begannen, sich gegenseitig zu fressen. Der Wind schüttelte amüsiert den Kopf.
„Aber das wird nichts nützen...“
rief er ihnen zu. Seine Aussage wurde überhaupt nicht beachtet. Die Seelen rissen sich gegenseitig in Stücke und fügten dem ewigen, nicht enden wollenden Hunger den Schmerz des Todes hinzu.
„Wissen sie denn nicht, dass ihnen das nichts nützt?“
Fragte der Löwe. Er konnte seinen Blick nicht von dem Gemetzel losreißen. Der Wind lachte nur.
„Oh, ich glaube, sie wissen es, aber Verzweiflung kann schlimme Dinge mit einer Seele anstellen. Sie kann jemanden dazu bringen, sich ohne Grund zu verfluchen. Sie kann dazu führen, dass man den Teufel selbst beschwört und sich für alle Ewigkeit verdammt.“
Der Wind machte eine runde Bewegung mit seiner einen Hand und ein Spiegel erschien vor Adramalech. Der Löwe sah sein eigenes Gesicht, als er noch ein normaler Löwe war. Er presste die Lippen zusammen und nickte.
„Das ist wahr. Ich war jung und dumm ... aber wenn ich ehrlich bin, habe ich es nicht bereut, den Pakt mit dir geschlossen zu haben. Auch wenn es nicht immer einfach war.“
Der Wind grinste und mit einem Winken verschwand der Spiegel wieder. Er nahm den Rest des Brotes, betrachtete es und warf es schließlich in einem Stück in den Abgrund. Das Getöse am Fuß der Säule änderte sich kurz, bevor gefräßige Stille eintrat. Der Große Dämon erhob sich und wandte sich an Adramalech.
„ Du willst wissen, warum ich dir das ausgerechnet jetzt zeige.“
Es war eine Feststellung, keine Frage. Adramalech nickte langsam.
„Ich habe akzeptiert, dass ich deine geheimnisvollen Wege nicht verstehe. Aber wenn du es mir erklären willst, werde ich dich nicht daran hindern.“
Der Löwe antwortete und wartete auf die Erklärung des Windes. Dieser grinste und zeigte auf die andere Seite der Säule.
„ Lass uns dorthin gehen. Wenn wir hier bleiben, wird es dort unten gleich wieder furchtbar laut...“
Sie gingen zu der Seite der Säule, die dem Harem zugewandt war.
„Der Grund, warum ich dir das alles gezeigt habe, ist einfach. Eine Seele ruft nach dir. Ich bin sicher, du hast es schon gehört.“
Sagte der Wind und setzte sich an den Rand der Säule. In einer Parodie auf die Geste von vorhin erschienen kleine pelzige Wesen in seiner Hand und er warf sie eines nach dem anderen in den Harem. Es dauerte einen Moment, aber dann konnte man die freudigen Ausrufe der Löwinnen unten bis zu ihnen hinauf hören.
„Meinst du die Stimme, die ich im Schlaf gehört habe?“
Adramalech schaute ihn fragend an, und der Wind grinste und nickte.
„Oh ja, du hast sie also gehört ... gut ... du solltest dich darum kümmern, bevor es jemand anderes tut ...“
Antwortete der Wind und warf ein paar weitere Bestien in den Harem. Adramalech setzte sich neben den großen Dämon. Nach einer Weile stellte er die Frage, auf die der Wind schon gewartet hatte.
„Aber wenn ich die Stimme nur im Schlaf höre, wie kann ich sie dann finden?“
Der Wind lächelte und reichte ihm eines der kleinen Tiere. Adramalech nahm den Snack und roch daran. Der Geruch war betörend. Das kleine Tierchen zappelte und würgte unter seiner Pfote und Adramalech grinste. Als er schließlich hineinbiss, quiekte das Tierchen, bevor das Knacken seiner Knochen sein Leben beendete.
„Du kannst diese Stimme sogar hören, wenn du wach bist. Man muss sich nur auf sie konzentrieren und sie wirklich hören wollen. Wenn man sie einmal hat, kann man sich von ihr leiten lassen und ein Portal in ihre Welt öffnen. Es ist im Grunde gar nicht so schwer... man braucht nur ein wenig Übung.“
Erklärte der Große Dämon und sah zu, wie Adramalech genüsslich an dem kleinen Snack kaute.
„Gut, nicht wahr? Ich liebe diese Dinger. Sie kommen aus einer Dimension, die der euren nicht unähnlich ist. Sie vermehren sich wie Kaninchen, aber sie schmecken gut.“
Adramalech nickte. Sie waren wirklich köstlich. Nachdem er seinen Snack hinuntergeschlungen hatte, wandte er sich wieder an den Wind.
„Aber wie kann ich mich auf etwas konzentrieren, das ich nicht sehen oder hören kann?“
Der Wind lächelte wohlwollend. Er legte seine Hand auf den Kopf von Adramalech.
„... Adramalech ...“
Da war wieder die Stimme. Der Löwe sah den Großen Dämon fragend an.
„Ja, ich kann die Stimme auch hören, und ja, ich kann sie verstärken, so dass du sie auch dann hören kannst, wenn du wach bist. Das musst du noch üben. Wir werden uns darum kümmern. Aber jetzt möchte ich, dass du dich zuerst um die Stimme kümmerst. Bevor es jemand anderes tut.“
Sagte der Wind ruhig und fügte hinzu:
„Konzentriere dich auf die Stimme, sie wird dich leiten.“
Adramalech schloss seine Augen und konzentrierte sich auf die Stimme.
„... Adramalech...“
Fast hätte er sie zu fassen gekriegt. Es war, als wäre sie da und doch sehr weit weg. Er holte tief Luft und hob seine Pfote. Vor ihm öffnete sich ein Portal.
„... Adramalech...“
Die Stimme war jetzt deutlicher und schien direkt von vorne zu kommen. Er öffnete die Augen und blickte in das Portal. Die Welt, die sich ihm zeigte, kam ihm seltsam vertraut vor. Er wartete noch etwas und ließ sich vom Portal weitere Bilder zeigen.
„Oh, ich kenne diese Welt.“
Sagte er schließlich. Der Wind grinste wissend.
„Das ist die Welt, in der ich Liana gefunden habe. Interessant.“
Der Wind nahm seine Hand von Adramalechs Kopf und der Löwe stand auf.
„Dann wollen wir mal sehen...“
Sagte er und der Wind lachte nur.
„Waidmanns heil...“
Eine neue Perspektive...
Adramalech trat aus dem Portal und sah sich um. Er stand im Schatten einer hohen Felswand, die Savanne erstreckte sich vor ihm. Niemand war zu sehen. Der Dämon grinste und seine Augen glühten. Langsam veränderte sich seine Gestalt, und als seine Augen wieder ihr normales Rot annahmen, stand dort im Schatten eine antropomorphe Version von Adramalech. Vorsichtig bewegte er seine Gliedmaßen und machte ein paar Schritte. Es war nicht immer leicht, sich in dieser Form fortzubewegen, besonders wenn man gewohnt war, auf allen Vieren zu gehen. Aber er gewöhnte sich schnell daran, und nach kurzer Zeit bewegte er sich schnell und sicher auf seinen Füßen. Sein Grinsen kehrte auf seine Lippen zurück.
„Na dann wollen wir doch mal sehen, wer uns ruft...“
sagte Adramalech zu sich selbst und verschwand in den Schatten.
Sie saß auf einem Stein und blickte in die Spiegelung auf der Wasseroberfläche. Sie war jung, attraktiv, gesund und wurde von den Jünglingen ihres Rudels umworben, aber sie war nicht glücklich damit. Sie betrachtete, wie die kleinen Wellen ihr Gesicht verzerrten, und wurde wütend. Schließlich schlug sie mit der Hand auf das Wasser und ihr Spiegelbild verschwand im aufgewühlten Wasser.
*Das bin nicht ich...*
dachte sie und stand auf. Langsam ging sie zu ihrem Posten zurück. Heute war sie zur Jagd eingeteilt. Etwas, das sie abgrundtief hasste.
„Flavia, kommst du endlich? Die Herde setzt sich in Bewegung.“
Das war ihre Mutter. Eine stolze Löwin. Das Aushängeschild der Jagdtruppe. Keine andere war so schnell und so tödlich wie sie. Eigentlich stand Flavia ihr in nichts nach, aber sie hasste es, zu töten. Sie wusste, dass sie es nicht vermeiden konnte, schließlich musste man von etwas leben, aber sie hasste es trotzdem.
„Ja, ich bin schon da, oder nicht? Hast du dir schon einen ausgesucht?“
fragte Flavia. Der Abscheu in ihrer Stimme war unüberhörbar. Ihre Mutter wusste um die Abneigung ihrer Tochter gegen die Jagd, ignorierte sie aber geflissentlich. Sie hockte sich in das hohe Gras, das die kleine Wasserstelle umgab, und zeigte auf die Antilope weiter vorn.
„Siehst du den jungen Bock? Er humpelt. Unser Abendessen!“
Flavia nickte. Sie kannte die Prozedur. Ihre Mutter würde von hier aus weiter pirschen, Flavia würde sich über die Flanke nähern. Auf das Signal ihrer Mutter hin würden sie den Bock angreifen. Es würde schnell gehen. Er hinkte stark, er würde nicht weit kommen.
Sie pirschte sich durch das hohe Gras. Sie war gut darin, sich zu verstecken und keine Aufmerksamkeit zu erregen. Ein Vorteil, wenn man etwas kleiner war. Was ihr nicht klar war, war, dass sie schon eine Weile nicht mehr allein war. Die Augen eines weitaus gefährlicheren Jägers waren auf sie gerichtet. Adramalech saß lässig auf einem großen Felsen mitten in der Savanne, an dessen Fuß gerade eine junge, gut aussehende Löwin vorbeikroch. Er wusste bereits, dass dies sein Opfer war. Die psionische Signatur ihres Hilferufs hatte ihn direkt zu ihr geführt. Aber er wollte sich noch nicht direkt zu erkennen geben, er wollte sehen, warum sie ihn gerufen hatte.
Sie war jung, sie schien gesund, sie schien in ihr Rudel integriert zu sein. Warum sollte eine solche Löwin nach ihm rufen? Während er noch darüber nachdachte, schoss eine zweite Löwin von etwas weiter hinten hervor. Die Löwin zu seinen Füßen wartete einen Moment und sprintete dann ebenfalls los. Der Dämon sah ihr hinterher. Sie hatte einen sehr eleganten Laufstil, ihre langen Beine ermöglichten lange Schritte, verdammt, sie war schnell. Die andere Löwin weiter hinten hatte einen ähnlichen Laufstil. Jetzt, wo er sie genauer betrachtete, konnte er die Ähnlichkeit zwischen den beiden erkennen.
„Mutter und Tochter ... kein Zweifel.“
sagte er zu sich selbst und beobachtete, wie sie den hinkenden Bock in kürzester Zeit einholten. Die Jüngere brachte ihn zu Fall und die Ältere tötete ihn. Sehr effektiv. Die Jagd hatte weniger als 10 Sekunden gedauert. Er sah Flavia neben ihrer Mutter und ihrer Beute stehen. Sie atmete schwer, ihre kleinen, aber wohlgeformten Brüste wippten mit ihrer Brust. Jeder Atemzug betonte ihre schlanke, athletische Figur. Sie drehte sich zu ihm um. Selbst aus der Ferne konnte er sehen, wie sich ihr Gesichtsausdruck veränderte, als sie ihn sah.
„Oh ... das ist interessant ...“
murmelte er und sein Lächeln wurde breiter. Sie schien sich zu freuen, ihn zu sehen. Seine Augen leuchteten kurz auf und dann war er verschwunden.
„Was hast du gesehen, Flavia?“
Fragte ihre Mutter, während sie sehr aufmerksam zu dem Felsen blickte. Flavia schüttelte den Kopf.
„Ich weiß es nicht. Ich dachte, ich hätte noch eine Raubkatze gesehen. Aber ich glaube, es war nur eine Fata Morgana.“
log Flavia, die genau wusste, wen sie auf dem Felsen gesehen hatte. Die Beschreibungen in den Überlieferungen waren eindeutig. Ihre Mutter nickte nur.
„Nun, dann hilf mir mal mit diesem Kerl. Er ist tot und bewegt sich nicht von alleine...“
Flavia betrachtete den toten Bock zu ihren Füßen. Eine Schande. So ein prächtiger junger Bock. Sie hockte sich hin und streichelte den Körper fast zärtlich, bevor sie ihn unter den Armen nahm und hochhob. Zusammen mit ihrer Mutter trug sie den Körper zurück zu ihrem Rudel. Heute würde es mehr als genug Futter für alle geben. Während sie mit ihrer Mutter ging, hielt sie immer ein Auge offen, in der Hoffnung, ihn wiederzusehen.
Am Abend, während alle aßen, saß Flavia abseits. Natürlich hatte sie ihren Anteil erhalten und gegessen. Aber irgendwie war ihr nicht nach Gesellschaft zumute. Sie fummelte an ihrem Schwanz herum und schaute in den Sonnenuntergang. Sie sah müde und deprimiert aus.
Ein leichtes Lächeln umspielte ihre Lippen, als sie Maliks erbärmlichen Versuch bemerkte, sich an sie heranzuschleichen. Er war so ungeschickt und so laut. Sie würde ihn wahrscheinlich sogar hören, wenn er sich um das Wasserloch herum bewegte. Aber er war nett. Er war immer um sie besorgt und immer da, wenn sie jemanden zum Reden brauchte, und verdammt, er hatte einen sexy Körper. Ein Schauer durchlief Flavia. Sie zwang sich, sitzen zu bleiben und ihm seinen kleinen Triumph zu gönnen. Sie konnte ihn spüren. Er stand direkt hinter ihr. Sein aufgeregtes Atmen, sein hämmerndes Herz. Er war unendlich vernarrt in sie. Er zögerte einen Moment, aber dann legte er ihr sanft die Hände auf die Schultern.
„Flavia, warum bist du hier, wieder ganz allein? Warum kommst du nicht zu uns rüber?“
Flüsterte er ihr ins Ohr. Sie legte eine Hand auf seine und drückte sie fest.
„Du weißt doch, warum ich mich nicht zu dir setzen kann.“
erwiderte sie leise und stützte ihren Kopf auf seine andere Hand. Malik hockte sich hinter sie, legte seinen Kopf auf ihre Hand und zog seine Hände heraus, um sie von hinten zu umarmen.
„Ich weiß, aber ich verstehe das nicht. Du bist jung, attraktiv, gesund und beliebt. Genieße es einfach.“
flüsterte er und zog sie fester an sich. Es fühlte sich gut an. Seine Wärme auf ihrem Rücken zu spüren und seine starken Arme, die sie umschlossen, gaben ihr ein Gefühl der Sicherheit. Aber all die Liebe und all die Sicherheit halfen ihr nicht bei ihrem eigentlichen Problem. Keiner hier würde ihr helfen können. Es gab nur einen Ausweg.
Sie hatte ihn gesehen. Sie war sich hundertprozentig sicher. Er hatte ihren Ruf gehört. Jetzt hoffte sie, dass er sie nicht zu lange warten lassen würde.
Adramalech war ganz in der Nähe. In den dunklen Schatten des Sonnenuntergangs wartete er. Er sah das Rudel. Sie waren eine eingeschworene Gemeinschaft, wie es sich für ein gutes Rudel gehörte. Sie kümmerten sich umeinander. Einer der jungen Löwen war zu ihr gegangen und hatte versucht, sie dazu zu überreden, zu den anderen zurückzukehren. Sie war also nicht allein, im Gegenteil, sie machten sich Sorgen um sie.
„Warum willst du sie zurücklassen? Was ist dein Problem?“
murmelte der Dämon und beschloss, zu warten, bis er mit ihr allein sein konnte, um sie anzusprechen.
Erst tief in der Nacht, als alle schon schliefen, rief er sie zu sich.
„Flavia...“
Es war ein Flüstern. Tief in ihrem Inneren hörte sie ihn flüstern.
„Flavia...“
Sie öffnete die Augen. Sie lag bei ihren Rudelmitgliedern, wie sie es immer taten, um in den kalten Nächten die Wärme zu teilen. Vorsichtig sah sie sich um. Er war nirgends zu sehen.
„Flavia... komm zu mir...“
Wieder hörte sie ihn. Seine Stimme klang jetzt lauter. Es war eine betörende Stimme, sie lockte sie und es war unendlich schwer, ihr zu widerstehen. Vorsichtig löste sie sich von ihren Geschwistern und stand langsam auf. Der Wind war kalt, und jetzt, wo sie nicht mehr zwischen den anderen lag, fröstelte sie.
„Wo bist du?“
flüsterte sie leise, unsicher, ob er sie überhaupt hören konnte. Aber die Antwort kam fast sofort.
„Ich bin hier... folge meiner Stimme...“
Es war seltsam. Obwohl sie sich sicher war, dass sie ihn nicht wirklich hören konnte, konnte sie ganz genau erkennen, woher seine Stimme kam. Langsam und vorsichtig kletterte sie über die Körper ihrer schlafenden Rudelmitglieder. Sie achtete darauf, niemanden zu berühren oder zu wecken. Sie war unendlich aufgeregt. Sie zitterte, als sie die letzten ihrer Brüder hinter sich ließ und nun vor der offenen Savanne stand. Sie rieb sich die Arme. Sie war sich nicht sicher, ob das
Zittern nur von der Aufregung oder auch von der Kälte herrührte. Es half nichts, sie würde dem Ruf folgen. Jetzt oder nie.
„Flavia ... lass mich nicht warten ...“
Forderte die Stimme und das Versprechen, das in ihr mitschwang, ließ die junge Löwin schneller laufen.
Adramalech saß auf demselben Stein, auf dem Flavia am Tag zuvor gesessen hatte, und betrachtete sich selbst im Mondlicht. Er würde sich nie an diese Gestalt gewöhnen. Sie bot einige Vorteile gegenüber seiner natürlichen Gestalt, das stand außer Frage, aber er war es einfach nicht gewohnt, auf zwei Beinen zu gehen. Er entspannte sich und lauschte in die Nacht. Er konnte sie bereits spüren. Sie würde bald da sein.
Flavia schritt über die dunkle Ebene, die nur vom Mondlicht erhellt wurde. In der Ferne hörte sie das Kichern einiger Hyänen, aber sie schenkte ihnen keine Beachtung. Löwen und Hyänen gingen einander aus dem Weg. Sie hatten eine Art Gleichgewicht gefunden. Keiner machte dem anderen die Beute streitig und sie kamen sich nicht in die Quere.
Sie folgte seiner Stimme, die sie zu der kleinen Wasserstelle führte, an der sie am Vortag gejagt hatten. Je näher sie kam, desto langsamer wurde sie. Ein mulmiges Gefühl überkam sie. War es wirklich das Richtige, das sie tat? War er wirklich der Einzige, der ihr helfen konnte? War das, was er anbot, überhaupt eine Hilfe? Sie konnte ihn schon sehen, wie er mit dem Rücken zu ihr saß. Selbst jetzt, wo sie nur seine Umrisse sehen konnte, war er eine imposante Gestalt. Seine breiten Schultern wurden teilweise von seiner flammenden Mähne verdeckt, und sein muskulöser Rücken war deutlich V-förmig. Er war sicherlich ein mächtiger Löwe. Sie blieb stehen.
„Hab keine Angst, Flavia. Komm näher, ich werde dich nicht beißen.“
hörte sie ihn sagen. Dieses Mal hörte sie ihn wirklich. Seine Stimme war wie Samt. So weich, so anschmiegsam, so verlockend... Sie überwand ihre Zweifel und folgte ihrem Verlangen. Vorsichtig kam sie näher, bis sie etwa 2 Meter hinter ihm stand. Der Dämon drehte sich langsam um und sah sie an. Er sah völlig entspannt aus. Sein Lächeln war liebevoll und er strahlte absolute Kontrolle aus. Er winkte ihr, sich zu ihm zu gesellen.
„Sei gegrüßt, Flavia. Du hast mich gerufen, also bin ich gekommen.“
Er sprach sehr leise, aber es war kein Flüstern. Seine Stimme war voll von Sehnsucht und Verlangen. Flavia machte einen weiteren Schritt auf ihn zu und ergriff seine Hand. Sie war warm, weich und doch schien sein Griff unglaublich stark zu sein. Er zog ... nein, es war eher so, dass er sie näher zu sich führte. Sie stand direkt vor ihm.
*Oh mein Gott, sieh dir diesen Körper an. Sieh dir das an...*
Sie errötete, als ihr Blick zu ihm hinunterglitt. Adramalech grinste nur und nahm einen tiefen Atemzug ihres Duftes. Ihr Duft war erregend, und das war eine kolossale Untertreibung. Adramalech lief sofort das Wasser im Mund zusammen. Er holte noch einmal tief Luft. Sie roch so anders, dass er keine Worte fand, um es zu beschreiben. Flavia hingegen war von seinem Anblick so gefesselt, dass sie nicht reagieren konnte. Sie sah, wie sein Glied langsam erwachte, und sie spürte, wie sich die Hitze, die er ausstrahlte, verstärkte, aber sie war so sehr in den Bann gezogen, dass sie seine Frage nicht hörte. Adramalech lächelte sie an. Er hob seine Hand und legte sie sanft auf ihre Wange. Sie zuckte buchstäblich zusammen und sah ihn völlig schockiert an.
„Was ... oooohhh ...“
Sie lächelte ertappt und zuckte mit den Schultern.
„Du hast mich gerufen, Mädchen. Ich bin hier. Was kann ich für dich tun?“
fragte Adramalech und schaute ihr tief in die schönen Augen. Flavia war ein wenig schüchtern, sie schien fast verlegen zu sein.
„Nimm mich mit zu dir, Adramalech.“
Sagte sie schließlich. Sie ergriff seine Hand fester. Adramalech legte den Kopf schief.
„Ich habe dich beobachtet, Flavia. Du bist eine wirklich hübsche junge Löwin. Du scheinst in deinem Rudel gut akzeptiert zu sein, und du bist gesund. Warum willst du das hinter dir lassen?“
Flavias Gesichtsausdruck brach buchstäblich in sich zusammen. Sie ging schweigend an Adramalech vorbei und schaute ins Wasser. Sie nahm einen tiefen Atemzug.
„Das ist schwer zu erklären.“
Adramalech drehte sich zu ihr um und schaute ebenfalls ins Wasser. Er sah ihr Spiegelbild dort neben seinem.
„Wir haben alle Zeit der Welt. Dann erkläre es mir.“
Forderte Adramalech gutmütig und legte seine Hand stützend auf ihre Schulter. Flavia griff nach seiner Hand und drückte sie fest, dann ging sie in die Hocke. Sie berührte das Wasser, und die Wellen ließen das Bild verschwimmen.
„Das im Wasser ... das bin nicht ich ...“
Sagte sie schließlich und sah den Dämon an, der neben ihr saß.
„Das...“
Sie fuhr mit der freien Hand über ihren Körper.
„Das ist nicht mein Körper.“
Sie sah ein wenig verzweifelt aus, und Adramalech legte den Kopf schief. Er verstand nicht ganz, was sie meinte. Wie konnte das nicht ihr Körper sein? Sie stand vor ihm, und das Spiegelbild sah genauso aus wie sie.
„Ich verstehe es im Moment nicht wirklich. Wie kann das nicht dein Körper sein?“
fragte er schließlich gutmütig. Flavia ließ die Schultern sinken. Sie hatte gehofft, der Dämon würde ihr helfen können. Adramalech konnte sehen, wie sie langsam in sich zusammensackte.
„Na, na, na ... jetzt lass dich doch nicht gleich so hängen Mädchen. Komm her.“
sagte er und zog sie sanft zu sich heran. Sie setzte sich auf seinen Schoß und lehnte sich an ihn.
„Keiner versteht mich...“
wimmerte sie leise. In ihrer Stimme war mehr Wut als Trauer zu hören. Adramalech umarmte sie und drückte sie sanft an sich.
„Ich möchte dich verstehen. Ich möchte wissen, warum du mit mir kommen willst. Ich habe noch niemanden getroffen, der mir gesagt hat: 'Das ist nicht mein Körper.'“
flüsterte Adramalech und drückte sie fest an sich. Flavia blickte zu ihm auf. Er war mindestens einen Kopf größer als sie, selbst jetzt, wo sie auf seinem Schoß saß.
„Ich weiß nicht, wie ich es erklären soll... Ich habe einfach das Gefühl, dass ich nicht im richtigen Körper bin. Immer, wenn ich mein Spiegelbild betrachte, sehe ich ein Gesicht, das mir fremd ist. Wenn ich mit einem der Jungs zusammen bin, sehe ich ihren Körper und denke: Das ist mein Körper“.
Erklärte die junge Löwin und kuschelte sich an Adramalech. Der Dämon drückte sie weiter an sich. Er schaute auf sie herab und überlegte. Seine Hände wanderten über ihren Körper und streichelten sie. Wie immer erzielte er damit den gewünschten Effekt. Er konnte spüren, wie ihr Körper reagierte. Sie wurde wärmer, ihr Herzschlag und ihre Atmung beschleunigten sich. Er lächelte.
„Wenn ich dich jetzt richtig verstehe, fühlst du dich in deiner Haut nicht wohl.“
Flavia nickte. Er konnte sehen, wie sehr sie damit kämpfte, sich nicht einfach ihrem Körper hinzugeben. Adramalech legte eine seiner Hände auf ihre Wange und streichelte sie. Flavia stützte ihren Kopf in seine Hand. Ihr Atem war heiß, als er über seinen Arm strich.
„Aber wenn ich dich berühre, fühlt sich das gut an, nicht wahr?“
fragte Adramalech mehr aus Interesse. Flavia nickte erneut. Adramalech legte seine zweite Hand auf ihren Schwanzansatz und massierte ihn ein wenig. Das entlockte Flavia ein leises Stöhnen, und er spürte, wie sie auf seinem Schoß langsam nass wurde. Er konnte sich ein Lächeln nicht verkneifen.
„Ich bin mir nicht ganz sicher, wie ich dir dabei helfen kann. Denn wenn ich dich zu mir nehme, weiß ich nicht, ob du einen anderen Körper bekommen wirst. Ich muss erst ein paar Nachforschungen anstellen.“
Flavia schaute von unten zu ihm hoch. Die Lust und das Verlangen nach mehr standen ihr ins Gesicht geschrieben. Sie biss sich auf die Unterlippe, eine ihrer Hände steckte irgendwo zwischen ihren Beinen, die andere ruhte auf seiner Brust. Er hob die Augenbrauen ein wenig.
„Hmmmpf... ist schon okay... ich warte hier... aber bitte... lass mich jetzt nicht so stehen...“
Die Worte waren eine Mischung aus Schnaufen und Stöhnen. Adramalech grinste. Er wusste genau, wo ihre Hand war, und er wusste genau, was sie tat. Ihr Körper wusste, wie man mit Lust umgeht...
Er nickte leicht und seine Hand wanderte von ihrem Schwanz hinunter zu ihrem Hintern. Er massierte ihn sanft. Seine zweite Hand glitt von ihrer Wange zu ihrer Schnauze vor. Er drehte ihren Kopf ganz leicht zu sich und küsste sie. Sie erwiderte den Kuss und ihre Zungen trafen sich. Seine Hand glitt zurück über ihre Wange und ihren Hals hinunter. Seine große Hand umschloss fast ihren Hals, als er weiter nach unten glitt. Bei ihren kleinen Brüsten blieb er kurz stehen. Sie waren so weich und wohlgeformt. Er massierte sie, ebenso wie ihren Po.
Flavia musste den Kuss unterbrechen, ein lautes Stöhnen entwich ihr und sie biss die Zähne zusammen. Noch nie hatte sie jemand auf diese Weise berührt.
Mit ihren Brüdern hatte sie zwar Spaß gehabt, aber das war anders gewesen. Sie war an ihren Körpern interessiert gewesen, und sie hatten die Aufmerksamkeit genossen. Niemand hatte auch nur einen Gedanken daran verschwendet, sie zu berühren. Ihre Brüder waren und blieben das Zentrum der Aufmerksamkeit. Das war für sie in Ordnung gewesen, sie fühlte sich in ihrem Körper sowieso nicht wohl.
Aber was der Dämon jetzt mit ihr machte, war eine ganz andere Liga. Sie war der Mittelpunkt der Aufmerksamkeit. Es ging um sie, um ihren Körper und was er damit anstellte, war atemberaubend. Seine großen und starken Hände ließen sie Dinge fühlen, die sie nicht für möglich gehalten hatte. Sie spürte, wie seine Finger über ihren Hintern und ihren Anus glitten, und allein das brachte sie fast zum Höhepunkt. Gleichzeitig massierte er ihre Brüste und manipulierte ihre Brustwarzen. Sie hatte sie noch nie so empfindlich erlebt, aber wenn Adramalech sie berührte, war es, als würden sie in Flammen stehen. Jedes Mal, wenn er in ihre Brustwarzen zwickte, durchfuhr ein feuriger Schmerz ihren Körper, der sie nur noch geiler machte. Sie konnte nicht einmal mehr ihre eigenen Hände kontrollieren. Ihre eine Hand war damit beschäftigt, ihren Kitzler zu streicheln, während ihre andere Hand über seine Brust und seinen Bauch zu seinem Glied gewandert war und es nun streichelte. Sie erschauderte und hob ihren Kopf an.
„Hannn...“
Ein weiteres Stöhnen entkam ihr und der Dämon nutzte die Gelegenheit, um seine Zähne an ihrem Hals einzusetzen. Er knabberte und saugte an ihrem Hals. Sie verstärkte ihren Griff um sein Glied und er musste grinsen. Sie war kurz davor. Er konnte es spüren, auch das häufige Zucken ihres Schließmuskels unter seinem Mittelfinger war ein Indiz dafür. Er rollte ihre Brustwarze zwischen seinen Fingern und kniff schließlich fest zu. Während er an der Brustwarze zog und seinen Mittelfinger in ihr Rektum einführte, biss er ein wenig fester in ihren Hals.
*Komm für mich Mädchen...*
dachte er und wurde mit einem Schrei von ihr und den typischen Zuckungen und Spasmen belohnt, die den Orgasmus einer jungen Löwin ankündigten.
Er ließ ihren Hals und ihre Brustwarzen los und hielt sie fest auf seinem Schoß, damit sie nicht fallen konnte. Sie bäumte sich auf und wurde von den Krämpfen ihres Höhepunkts geschüttelt. Sein Schoß war inzwischen in ihrem eigenen Ejakulat gebadet, und er befürchtete kurzzeitig, dass sie ihm sein Glied abreißen würde. Sie war unglaublich schön in ihrem Orgasmus und er fragte sich, ob sie dieses Gefühl jemals zuvor in dieser Intensität erlebt hatte.
Als sie sich langsam wieder beruhigte und schwer atmend in seinen Armen lag, sah sie ihn mit einem verlegenen Lächeln an. Adramalech strich ihr über die Wange und küsste sie erneut. Doch dieses Mal fühlte es sich anders an. Er war nicht von Lust und Verlangen erfüllt... es war ein sanfter, weicher Kuss. Er sandte ein wohliges Gefühl von Wärme und Geborgenheit durch Flavias Körper und half ihr, sich zu entspannen.
„Geht es dir gut?“
fragte er, als sich ihre Lippen wieder trennten. Flavia nickte. Sie hatte ihre Hände und Beine vor die Brust gezogen und kuschelte sich an den Dämon. Sie genoss die Wärme, die er ausstrahlte. Er hielt das kleine Paket fest in seinem Schoß und schlang seine Arme um sie.
„Dieses Gefühl...“
begann Flavia, aber ihr fehlten die Worte, um es zu beschreiben. Adramalech nickte nur.
„Schön, nicht wahr?“
Flavia grinste und nickte eifrig. Adramalech streichelte sie noch ein wenig. Sie wirkte so unschuldig, obwohl er sich ziemlich sicher war, dass sie genau wusste, was sie tun musste, um einen Löwen verrückt zu machen.
„Willst du immer noch mit mir gehen?“
fragte er schließlich und schaute ihr ernst in die Augen. Flavia wich seinem Blick nicht aus, aber sie zögerte. Dann, nach einem Moment, nickte sie.
„Ja, auch wenn das Gefühl und die Erfahrung von vorhin wirklich atemberaubend waren, fühle ich mich immer noch im falschen Körper gefangen und ich weiß, dass mir hier niemand helfen kann.“
Sie klang fest überzeugt und es lag kein Zweifel in ihrer Stimme. Adramalech nickte.
„Gut, dann werde ich jetzt zurückgehen und einige Nachforschungen anstellen. Wir werden uns morgen Abend wieder hier treffen und dann werde ich dir meine Entscheidung mitteilen. Aber du weißt, dass diese Entscheidung endgültig ist. Danach gibt es kein Zurück mehr.“
erklärte der Dämon und die junge Löwin nickte grimmig. Er half ihr von seinem Schoß, und als sie vor ihm stand, bewunderte er erneut ihren Körper. Es wäre eine Schande, einen so schönen Körper zu verlieren, aber das würde nicht seine Entscheidung sein. Er stand auf und schaute auf sie herab. Jetzt, wo er stand, war sie noch viel kleiner als er selbst. Viele völlig falsche Gedanken schwirrten ihm durch den Kopf, während sie zu ihm aufsah.
*Wenn sie mich jetzt Papa nennt, ist alles vorbei...*
dachte er und beugte sich zu ihr herunter. Sie küssten sich noch einmal. Seine Hände wanderten ihren Rücken hinunter und griffen nach ihren Pobacken. Er umarmte sie herzlich und das Quietschen, das ihr während des Kusses entwich, brachte ihn zum Lächeln. Als sie den Kuss beendeten, war sie wieder errötet und kicherte leise.
„Wir sehen uns morgen...“
sagte Adramalech, als seine Augen aufleuchteten und er in einer kleinen Wolke der Dunkelheit verschwand. Flavia blieb allein zurück. Vorsichtig ließ sie ihre Hände über ihren Körper gleiten. Ihre Brüste waren immer noch sehr empfindlich und ihre Brustwarzen fühlten sich an, als würden sie in Flammen stehen. Auch ihre Muschi war noch sehr geschwollen und empfindlich. Sie hatte sich das eine oder andere Mal selbst befriedigt, nur um zu sehen, wie es sich anfühlte und ob sie sich mit diesem Körper nicht abfinden würde. Aber so wie jetzt hatte es sich noch nie angefühlt. Sie biss sich auf die Unterlippe und zwickte ihre Brustwarze und ihre Klitoris fest zusammen. Der Schmerz war scharf und brennend. Es war anders als alles, was sie je zuvor gefühlt hatte, und doch war es nicht dasselbe, wie wenn er es tat. Sie ließ von ihrem Körper ab und ging auf die Knie. Sie blickte wieder in das dunkle Wasser. Noch immer starrte sie dasselbe Gesicht in der Reflexion an. Aber dieses Mal lächelte es. Bald würde sie erlöst werden. Langsam ließ sie ihre Hand ins Wasser sinken, schöpfte etwas von dem kühlen Nass und trank es begierig.
...
Der Wind, Beratungsagentur.
Adramalech trat aus dem Portal heraus. Es war lange her, dass er so verwirrt gewesen war. Er war immer noch in seiner anthropomorphen Gestalt. Noch bevor er sich orientieren konnte, hörte er eine vertraute Stimme.
„Hohohohooo, du siehst gut aus...“
Adramalech blickte zu seiner Linken und sah den Wind auf dem Rand der Säule sitzen. Neben ihm lag einer seiner Sprösslinge auf dem Rücken, alle Viere von sich gestreckt, und ließ sich von dem Großen Dämon den Bauch kraulen. Er genoss es sichtlich. Adramalechs Augen leuchteten kurz auf und er nahm wieder seine normale Gestalt an.
„ Hast du mich erwartet?“
fragte der Löwe und kam auf den Wind zu. Dieser grinste und machte eine vage Geste mit seiner freien Hand.
„Nun, vielleicht bin ich deinem Weg in der anderen Welt gefolgt, nur um zu sehen, wie du zurechtkommst. Ich wusste, dass du mich um Rat fragen würdest.“
erklärte der größere Dämon und fuhr mit seiner Zuwendung zu dem kleineren Dämon fort. Er muss die richtige Stelle gefunden haben, denn das rechte Hinterbein des Dämons begann unkontrolliert zu zucken.
„Oh ja... genau da, nicht wahr?“
brabbelte er und verstärkte seine Bemühungen. Adramalech betrachtete das Spektakel mit einem Grinsen, bevor er sich an den Wind wandte.
„Gut, dann bist du ja schon im Bilde. Also, was kann ich tun? Was wird passieren, wenn ich sie mit in die Hölle nehme?“
Der Wind sah zu ihm hinüber und grinste.
„Nun, es kommt nicht sehr oft vor, aber es kommt vor, dass Seelen nicht im richtigen Körper wiedergeboren werden. In schweren Fällen stirbt die Seele einfach wieder und der Körper wird von der Mutter noch vor der Geburt abgestoßen. In weniger dramatischen Fällen, wie in diesem Fall, bleibt die Seele in dem Körper am Leben. Entweder sie arrangiert sich mit ihm, manche Seelen können in diesem Fall aufblühen, oder sie kämpfen ihr Leben lang gegen diesen Körper. In den meisten Fällen führt dieser Kampf früher oder später zum Selbstmord, und damit zur Hölle. Aber lass mich raten, das war nicht das, was du hören wolltest.“
Sagte der Wind, amüsiert, als er das Gesicht des Löwen vor sich sah. Adramalech wusste, dass er nicht der intelligenteste Löwe unter der Sonne war. Trotz seines Alters kannte er viele Verbindungen zwischen Himmel und Hölle und den Welten dazwischen nicht. Das mussten sie auch nicht sein. Für das, was er tat, war seine Intelligenz immer gut genug gewesen.
„Nein, in der Tat, diese Information hilft mir im Moment nicht weiter. Was passiert, wenn ich Flavia jetzt für mich beanspruche und sie mitnehme?“
Wind grinste weiter und fuhr fort, den kleinen Dämon zu kraulen, dessen Zunge inzwischen auf dem Boden lag und dessen Hecheln von einem angenehmen Grunzen begleitet wurde.
„Nun, in dem Moment, in dem die Seele die Hölle betritt, nimmt sie ihre ursprüngliche Form an.“
Erwiderte er. Adramalech nickte.
„Und welche Form wird das sein?“
Wind zuckte mit den Schultern.
„Ich weiß es nicht.“
Der Löwe schritt vor Wind hin und her und dachte nach. Der große Dämon grinste und kicherte, während er beobachtete, wie sich der kleine Dämon unter seiner Hand hin und her bog.
„Es könnte also sein, dass die Seele keine Löwin ist.“
Sagte Adramalech und der Wind nickte.
„Ja. Theoretisch könnte so ziemlich jede Seele in diesem Körper sein. Aber da die Seele noch lebt, nehme ich an, dass sie zumindest etwas Ähnliches wie ein Löwe ist. Es muss eine gewisse Grundkompatibilität zwischen Seele und Körper bestehen, sonst sind sie nicht zusammen lebensfähig. Es wird also kein Fisch oder Insekt darin sein.“
Bestätigte der Wind. Adramalech nahm die Informationen auf und grübelte. Er überlegte, welche Möglichkeiten es gab.
„Interessant.“
murmelte er, und der Wind lachte.
„Warum lachst du?“
fragte Adramalech und fixierte den Großen Dämon mit seinem Blick. Der Wind winkte ab.
„Ach, nichts. Ich wollte dir nur sagen, dass, egal, was du hierher bringst, du es nie wieder loswirst. Es wird an deiner Backe kleben, nicht an meiner.“
Adramalechs Blick verfinsterte sich.
„Was meinst du damit? Weißt du wieder etwas, das ich nicht weiß, und du willst es mir nicht sagen?“
Knurrte der Löwe. Doch der Wind hielt seinem Blick spielerisch stand. Er lächelte wohlwollend.
„Nein, ich weiß nichts, was du nicht schon weißt. Ich will nur, dass du weißt, dass du nicht heulend zu mir kommst, wenn du hier mit einem Nashorn auftauchst!“
Adramalech blinzelte, als er diese Information verarbeitete.
„Ein ... ein ... Rhinozeros?“
Er stellte es sich vor und schaute den Wind entsetzt an. Es gab einen erschreckten, stillen Moment, in dem nur das wollüstige Knurren des kleinen Dämons zu hören war, bevor sie beide in schallendes Gelächter ausbrachen.
„Der war gut...“
Wind schnaubte und klopfte sich auf den Oberschenkel, während Adramalech einfach umkippte. Es dauerte eine Weile, bis beide ihre Fassung wiedererlangt hatten. Wind wischte sich die Tränen aus den Augen und schniefte, während Adramalech sich wieder aufrappelte und sich schließlich vor den Großen Dämon setzte.
„Nein, aber Scherz beiseite. Worauf kann ich mich freuen?“
Wind holte tief Luft und legte dem Löwen eine Hand auf die Schulter.
„Es wird eine Seele aus der Spezies der Feline sein. Alles andere wäre nie so weit gekommen. Aber welche Katze in diesem Sack steckt, kann ich dir wirklich nicht sagen.“
Adramalech nickte. Diesmal glaubte er dem Wind. Er erhob sich und ging an den Rand der Säule. Nach kurzem Zögern öffnete er ein Portal und schritt hindurch.
Nachdem sich das Portal geschlossen hatte, schüttelte Wind den Kopf. Mit Blick auf den kleinen Dämon zu seinen Füßen, der sich langsam beruhigte, sagte er:
„Dein Vater ist wirklich nicht der Hellste, nicht wahr?“
Der kleine Dämon sah ihn nur fragend an und versuchte mit seinen Pfoten zu einem weiteren Kraulen zu bewegen.
„Sie hat ihm mehrmals erzählt und gezeigt, welche Seele sie in sich trägt.“
Er hob die Augenbrauen und streichelte den Dämon noch ein wenig. Zur Belohnung streckte sich die kleine Kreatur und grunzte wohlig.
„Das wird ein Spaß.“
...
Mens sana in corporo sano...
Es war bereits dunkel, als Adramalech aus dem Schatten trat. Er hatte bereits seine anthropomorphe Gestalt angenommen. Er befand sich ein wenig außerhalb der kleinen Oase, in der er Flavia treffen wollte. Der Himmel war bewölkt, es war stockdunkel.
„Regen ist im Anmarsch.“
bemerkte er leise.
*Hoffentlich hat sie in dieser Dunkelheit überhaupt den Weg hierher gefunden.*
dachte er und schaute sich um. Er konnte die Umrisse einer Person an der Wasserstelle ausmachen. Leise, fast lautlos, ging er näher heran. Jetzt, da er ihren Geruch wahrnehmen konnte, grinste er. Sie war schon da und wartete auf ihn. Sie saß wieder auf dem Stein. Sie hatte die Knie unter ihr Kinn gezogen und die Arme um ihre Beine geschlungen. Sie zitterte ein wenig. Er stand wie ein dunkler Schatten hinter ihr. Nur seine dunkelrot glühenden Augen waren zu sehen, als er seine Hände hob. Einen Moment lang durchkreuzte ein sehr dunkler Gedanke sein Bewusstsein. Doch er lächelte und legte seine Hände unendlich sanft auf ihre Schultern.
„Hast du lange gewartet?“
Flavia blickte über ihre Schulter zu ihm auf. Sie schüttelte langsam den Kopf. Sie fror und ihre Lippen waren bereits blau. Adramalech lächelte und umarmte sie. Als sie spürte, wie warm er war, kroch sie fast in ihn hinein.
„Wie kannst du nur so warm sein?“
murmelte sie in seine Brust, während sie sich weiter in seine Muskeln grub. Der Dämon lachte nur und wurde noch wärmer.
„Das ist einer der Vorteile, wenn man ein Diener der Hölle ist. Ich bin immer so warm, wie ich gerade sein muss.“
Er streichelte sanft ihren Rücken und übertrug noch mehr Wärme. Sie schloss die Augen und genoss die Nähe und Wärme. Er blickte lächelnd auf sie herab.
„Ich habe ein wenig recherchiert. Ich kann dich mit in die Hölle nehmen. Sobald du die Hölle betrittst, bekommst du einen Körper, der zu deiner Seele passt.“
Sagte er leise. Flavia öffnete ihre Augen und sah zu ihm auf. Sie strahlte förmlich.
„Dann lass uns sofort gehen, lass uns nicht länger warten.“
drängte sie und wollte sich bereits aus seiner Umarmung befreien. Adramalech aber schüttelte den Kopf. Doch bevor sie protestieren konnte, legte er den Finger an ihre Lippen.
„Lass mich erklären, Flavia. Ganz so einfach ist es nicht. Ich kann dich nicht einfach mit in die Hölle nehmen. Du würdest direkt in die Folterkammern der großen Dämonen gebracht, wenn ich es so machen würde. Damit du mit mir in die Hölle fahren kannst, müssen wir eine Art Ritual durchführen.“
Flavia nickte stumm und hörte weiter zu.
„Zuallererst musst du wissen. Wenn du dich entscheidest, den Pakt mit mir zu schließen, gibt es kein Zurück mehr. Wenn du den Pakt mit mir unterschreibst, unterschreibst du ihn für die Ewigkeit. Du wirst Teil meines Harems sein und mit mir und den anderen Löwinnen in der Hölle leben.“
Flavias Augen weiteten sich, aber sie nickte. Adramalech fuhr fort.
„Der Pakt wird besiegelt, indem ich mich mit dir paare und dich dann töte.“
Nun blieb Flavia der Mund offen stehen, aber sie sagte nichts. Adramalech nickte leicht.
„Du wirst keinen Schmerz empfinden und der Tod wird sofort eintreten. Also kein Leiden und keine Qualen. Wenn du das nächste Mal die Augen öffnest, wirst du bereits in der Hölle sein, in deinem neuen Körper.“
Der Dämon drückte sie weiterhin fest an sich. Flavia musste erst einmal verarbeiten, was er gesagt hatte, aber zumindest war ihr nicht mehr kalt. Im Gegenteil, es wurde ihr langsam immer wärmer und wärmer. Schließlich sah sie zu Adramalech auf und schob ihre Hand zu seinem Gesicht. Sie zog ihn zu sich herunter und küsste ihn leidenschaftlich. Adramalech erwiderte den Kuss. Sie verharrten einen Moment lang so, bis Flavia sich wieder von ihm löste.
„Es ist in Ordnung. Ich will es so. Nimm mich und bring mich in die Hölle. Ich will dieses Dasein nicht mehr.“
Sagte sie leise, aber mit Überzeugung. Adramalech lächelte und nickte. Er nahm eine seiner Hände von ihrem Rücken und legte sie ihr an die Wange. Sanft streichelte er ihre Wange und ihre Schnauze.
„Gute Flavia, hast du jemals...“
Sie nickte und grinste leicht.
„Ja, mit einem meiner Brüder. Ich wollte versuchen, ob ich mit meinem Körper besser zurechtkomme, wenn ich... aber leider hat das nicht wirklich geholfen... aber wenigstens hatte mein Bruder Spaß gehabt...“
erklärte sie und errötete leicht, als ihre Hand seinen Bauch hinunterglitt und ihre Finger sich um seine Männlichkeit schlossen. Ihr Grinsen wurde breiter, als sie die Reaktion seines Anhängsels bemerkte.
„Allerdings war er auch nicht so groß wie du ... und nicht so erfahren.“
Der Dämon lächelte und küsste sie auf die Stirn.
„Willst du mir zeigen, wie erfahren du bist?“
Fragte er, während sein Daumen über ihre Lippen glitt. Sie öffnete ihren Mund, nahm den Daumen zwischen ihre Zähne und begann daran zu saugen. Zugleich streichelte sie sein Glied. Adramalech schloss die Augen und ließ sie einen Moment lang gewähren. Erst als er spürte, wie sie seinen Daumen losließ und ihre Position veränderte, öffnete er sie wieder. Sie hatte sich ganz zu ihm umgedreht und saß nun auf der Kante des Steins. Sie hatte seinen Schwanz in beiden Händen und betrachtete ihn hypnotisch. Bevor er reagieren konnte, öffnete sie ihren Mund und schloss ihre Lippen um seine Männlichkeit. Zärtlich umspielte sie mit ihrer Zunge seine Eichel und saugte sanft an ihr. Gleichzeitig fuhr sie fort, sein Glied zu streicheln. Adramalech schloss wieder die Augen und knurrte leise vor Vergnügen. Ihre Lippen waren so weich und ihre Zunge so flink.
„Hmmm ja... das fühlt sich gut an.“
flüsterte er und sein Atem beschleunigte sich ein wenig. Flavia begann damit, ihren Kopf langsam an seinem Schaft entlang zu bewegen. Es schien immer noch ein wenig unbeholfen, aber es fühlte sich unglaublich gut an.
Sie konnte spüren, wie er mit jedem Strich härter wurde. Schließlich zog sie ihn langsam und genüsslich aus ihrem Mund und betrachtete ihr Werk. So einen Schwanz hatte sie noch nie gesehen. Genüsslich leckte sie über die gesamte Unterseite vom Ansatz bis zur Spitze. Ein Schauer durchlief den Dämon. Er sah zu ihr hinunter und sie sah zu ihm auf. Sie strahlte immer noch. Ihr Grinsen reichte von einem Ohr zum anderen und sie konnte nicht aufhören, sein Glied zu streicheln. Er legte ihr eine Hand an die Wange und zog sie sanft auf die Beine. Als sie dort stand, war sie immer noch etwa zwei Köpfe kleiner als er. Seine Hände glitten über ihren Rücken hinunter. Seine Krallen ließen ihr die Haare zu Berge stehen, und als seine Hände auf ihrem Hintern zur Ruhe kamen, packte er ihn fest.
„Eeeeek...“
entkam es Flavia und er hob sie ohne Mühe hoch. Instinktiv schlang sie ihre Beine um seine Taille und ihre Arme um seinen Hals. Auge in Auge standen sie einen Moment lang da, und Adramalech schaute ihr tief in die Augen. Er leckte sich über die Lippen.
„Bist du bereit?“
fragte er schließlich leise und Flavias Augen weiteten sich. Sie antwortete nicht, sondern küsste ihn innig. Adramalech nahm dies als ein Ja und benutzte eine seiner Hände, um sein Glied in Position zu bringen. Er brauchte nicht lange zu suchen und positionierte seine Männlichkeit vor ihrem Eingang. Langsam ließ er sie auf ihn herab. Sie war so viel kleiner als er und viel enger, als er erwartet hatte. Sie unterbrach den Kuss, um nicht auf seine Zunge zu beißen. Sein Glied dehnte sie bis zum Äußersten, und da sie keine andere Möglichkeit kannte, sich zu helfen, biss sie in seine Schulter.
„Hnnnnn...“
stöhnte sie in sein Fell. Adramalech wartete einen Moment, um ihr Zeit zu geben, sich an seine Größe zu gewöhnen. Liebevoll lehnte er seinen Kopf an ihren und schnurrte leise.
„Hannn... ist schon gut... mach weiter... hnnn...“
Adramalech nickte und fuhr fort, sie auf sein Glied zu senken. Sie fühlte sich so gut an. Sie war heiß, einladend, und sie hieß ihn von ganzem Herzen willkommen. Vorsichtig begann er, sie auf seinem Glied auf und ab zu bewegen. Bis jetzt war nicht viel mehr als seine Spitze in sie eingedrungen. Er bewegte sie langsam. Sie war leicht und half mit, so gut sie konnte. Es war erstaunlich, wie schnell sie sich an seine Größe zu gewöhnen schien. Schon konnte er tiefer eindringen. Sie löste sich von seiner Schulter. Vier kleine rote Punkte zeigten an, wo sich ihre Reißzähne durch seine Haut gebohrt hatten. Jetzt knabberte sie an seinem Hals und jagte ihm mit ihren kleinen Bissen Schauer über den Rücken.
„Haaaa ... du bist ... so groß ... hnnn ... tiefer ...“
keuchte Flavia und drückte sich weiter nach unten, um sich noch weiter auf ihm aufzuspießen. Adramalech benutzte seine Hände und spreizte sie noch ein wenig mehr, bevor er deutlich tiefer in sie eindrang. Er erreichte das Ende ihres Tunnels und wurde mit einem erregten Schrei belohnt, der von seinem Hals gedämpft wurde.
„Ist es das, was du wolltest? Fühlt es sich gut an?“
fragte er, während er noch einen Moment in ihrem Inneren verweilte, bevor er sie wieder anhob.
„Nyaaaa... oh... mein... Gott... hnnnnn... ja...“
stöhnte Flavia und der Dämon begann sich in ihr zu bewegen. Mit seiner dämonischen Kraft und Ausdauer hob er sie immer wieder hoch, nur um sie gleich wieder zu Boden zu bringen und auf diesen Pfahl zu pfählen. Dabei ließ er sie jeden Zentimeter seiner Länge spüren, den er in sie stopfen konnte. Flavia bemühte sich und versuchte immer wieder, ihn mit ihren Muskeln daran zu hindern, wieder aus ihr herauszugleiten. Jede Bewegung nach innen wurde mit einem Stöhnen belohnt und jede Bewegung nach außen ließ sie keuchen.
Trotz ihrer Bemühungen, sich an seine Größe anzupassen, war die Reibung in ihrer Vagina enorm. Adramalech spürte, wie er sich mit jedem Stoß dem unausweichlichen Ende näherte. Bald würde er seinen Höhepunkt erreichen. Er hoffte, dass sie ebenso bereit war. Er brauchte nicht lange auf ihre Reaktion zu warten. Ihre Bewegungen wurden immer abgehackter und ihre Schenkel begannen zu zucken.
„Hnnn ... haaaa ... es kommt ... es kommt ...“
Sie keuchte und krallte sich noch fester an Adramalech fest. Dieser verstärkte noch einmal seine Anstrengungen und stieß schneller in sie. Die Spannung in ihren Muskeln nahm stetig zu. Schon jetzt war er praktisch unfähig, sich in ihr zu bewegen. Nur das Maß an Bewegung, das die einzelnen Gewebeschichten untereinander zuließen, ermöglichte es ihm, weiterzumachen.
Und dann geschah es. Mit einem erstickten Schrei bäumte sie sich gegen ihn auf. Ihre Krallen zeichneten zentimeterlange Furchen in seinen Rücken und ihre Beine traten aus. Adramalech konnte sie kaum noch halten, aber ihre Krämpfe trieben auch ihn in den Wahnsinn. Und so flutete er ihren Liebestunnel mit seinem heißen Samen.
Flavia riss die Augen auf, als sie ihn in sich pulsieren spürte.
„Oh mein Gott ... oh mein Gott ... haaannn ...“
Ihre Augen schlossen sich wieder und Adramalech ließ sie noch ein Stück weiter zurückfallen. Bevor sie reagieren konnte, riss er ihr die Kehle aus dem Hals. Sie war auf der Stelle tot.
Ihr Blut schoss aus der großen Wunde und badete ihn darin. Schwer atmend hielt er ihren Körper, der sofort Feuer fing. Er spürte die Hitze nicht. Selbst der Fetzen Fleisch, der noch in seinem Mund brannte, störte ihn nicht. Als ihr Körper vollständig von den Flammen verzehrt war, schaute er auf seine Hände. Dort, wo vor weniger als einer Minute noch eine junge Löwin gelegen hatte, um ihren Orgasmus zu genießen.
„Was für eine Schande.“
Er seufzte und öffnete mit einem Wink das Portal zur Hölle.
...
Überraschung Motherfucker...
Adramalech ging zusammen mit Flavias Seele durch das Portal zur Hölle. Die Veränderung in Flavias Körper war weniger ausgeprägt, als Adramalech befürchtet hatte. Etwas verschwand... etwas wurde hinzugefügt...
Für Flavia war die Veränderung viel dramatischer. Sie öffnete ihre Augen und sah den Horizont der Hölle. Aber sie hatte überhaupt keine Augen für die majestätische Landschaft, die sich ihr bot. Ihre Augen wanderten direkt zu ihrer Brust. Sie nahm ihre Hände, um zu „begreifen“, was sie sah, oder vielmehr, was sie nicht sah. Auch wenn ihre Brüste nicht wahnsinnig groß gewesen waren, so waren sie doch immer ein Teil dieses Körpers gewesen, und jetzt waren sie weg. Sie beugte sich vor, und ihre Hände glitten zusammen mit ihren Augen über ihren flachen Bauch hinunter. Zwischen ihren Beinen baumelte es. Vorsichtig berührte Flavia ihr neues Körperteil. Es war empfindlich, ähnlich wie sein Gegenstück, das bis vor wenigen Augenblicken diese Stelle geziert hatte.
Ein nervöses Kichern entwich ihr, als sie sich mit ihrer neuen Anatomie vertraut machte.
„Ha...haha...“
Adramalech kam an ihre Seite und legte seine Hand auf ihre schlanken Schultern. Er betrachtete Flavias Körpermitte. Er hatte mit vielen Dingen gerechnet, aber nicht mit diesem. Er wusste nicht, wie er darauf reagieren sollte. Einen weiteren männlichen Löwen in seinem Harem zu haben, war etwas, woran er seit hundert Jahren nicht mehr gedacht hatte. Als er seinen Blick hob, fiel ihm etwas anderes auf.
„Du trägst keine Nummer, Flavia.“
Stellte er erstaunt fest. Flavia hob ihren Blick und sah ihn fragend an.
„Nummer?“
Und wieder kicherte sie, ihre Stimme klang so anders. Nicht der sonore Bariton, den Adramalech hatte, aber auch nicht mehr der Sopran, den sie bisher ihr Eigen nennen konnte. Sie fasste sich an die Kehle.
Adramalech legte seine Hand auf Flavias Brust und konzentrierte sich. Einen Moment später schüttelte er den Kopf.
„In der Tat. Keine Nummer. Aber du bist in der Hölle als Teil meines Harems aufgeführt. Sehr seltsam.“
Sagte Adramalech und nahm seine Hand von der Brust des kleineren Löwen. Flavia lächelte und sah ihn weiterhin fragend an.
„Ist das ... ist das schlimm?“
Adramalech schüttelte den Kopf. Er war verwirrt. Er schickte eine Anfrage an den Wind. Bis der Große Dämon eintraf, würden sie warten müssen. Flavia bewegte sich in ihrem neuen Körper. Er fühlte sich gut an. Kraftvoll, voller Energie und sie fühlte sich wohl in ihrer Haut. Ein Gefühl, das sie nie zuvor gekannt hatte. Sie sah sich um. Sie war auf der Suche nach etwas. Adramalech lächelte, er wusste, was sie suchte. Er machte eine Geste in der Luft und seine Augen leuchteten kurz auf. Ein Spiegel erschien.
„Ist es das, was du suchst?“
fragte er und winkte Flavia zu sich. Hocherfreut kam sie zu ihm. Sie blickte in den Spiegel und sofort durchfuhr sie ein Schock. Ihr Gesicht spiegelte viele Emotionen in rascher Folge wider, und schließlich blieb eine Mischung aus Freude und Dankbarkeit zurück. Eine Freude, die ihr Tränen in die Augen trieb. Sie stellte sich vor Adramalech, der seine Hände stützend auf ihre Schultern legte. Sie griff nach ihrem Spiegelbild, zögerte aber immer wieder, es tatsächlich zu berühren. Jedes Mal wich ihre Hand vor dem Spiegel zurück, und jedes Mal legte sie die andere Hand auf einen anderen Teil ihres Körpers. Es war fast so, als könne sie nicht glauben, was oder wen sie da sah.
„Das ... das da ... das im Wasser da ... das ist ... haa ... haaa ...“
Flavia keuchte, Tränen liefen ihr über die Wangen. Adramalech lächelte. Behutsam wischte er ihr die Tränen von den Wangen.
„Ja. Das bist du.“
Sagte er leise. Flavia kicherte. Es war ein nervöses, leises Kichern, in dem Unsicherheit und Unglauben mitschwangen. Adramalech massierte ihr sanft die Schultern.
„Ich kann mir vorstellen, was für ein Schock das für dich ist. Aber ich kann dir versichern, dass das, was du jetzt siehst und fühlst, Realität ist.“
Erklärte der Dämon und lächelte sanft.
„Wir werden einen anderen Namen für dich brauchen. Du bist nicht mehr die kleine Flavia, die am Wasserloch sitzt und sich wünscht, sie wäre jemand anderes.“
flüsterte er und grinste breit. Hinter ihm hörte er, wie sich jemand näherte.
„Hallo Mutter.“
Sagte er leise und schaute über seine Schulter. Ushi kam sanft von hinten auf sie zu.
„Ich habe also richtig gehört, dass du zurück bist. Haben wir einen Neuzugang?“
Adramalech nickte und winkte sie näher heran. Ushi lächelte und kam näher. Dieser Neuzugang musste etwas Besonderes sein. Sonst hätte Adramalech sich nicht so um ihn gekümmert ...
„Ooohh ...“
entkam es Ushi, als sie ihren Sohn umkreiste und sich schräg vor die beiden stellte. Adramalech grinste und Flavia sah Ushi sehr überrascht an. Ushi schaute mindestens genauso erstaunt zurück.
„Jetzt weiß ich, was du mit Nummer gemeint hast...“
murmelte Flavia. Sie hatte noch nie eine Löwin wie Ushi gesehen. Ushi sah ihren Sohn an und hob die Augenbrauen. Ihr Blick sagte so etwas wie:
„Bist du jetzt so geil, dass du sogar junge Männchen fickst?“
Das Grinsen auf Adramalechs Gesicht wurde nur noch breiter.
„Flavia, das ist meine Mutter, Ushi. Ushi, das ist Flavia ... oder besser gesagt, das war Flavia.“
Stellte Adramalech die beiden vor. Flavia grinste verlegen und Ushi nickte stumm. Flavia blickte wieder zu Adramalech.
„Bitte sei mir nicht böse, wenn ich das sage, aber... wie kann sie deine Mutter sein? Du... siehst aus wie ich... Sie sieht so... anders aus...“
Adramalech lachte laut auf. Seine Augen leuchteten und seine Gestalt veränderte sich. Flavia trat einen Schritt zurück und stieß gegen den Spiegel.
„Wie...“
Flavia schaffte es zu sagen, bevor sie das Bewusstsein verlor. Ushi schüttelte den Kopf und ging zu ihr. Vorsichtig legte sie ihre Pfote auf Flavias Brust und fühlte ihren Puls und ihren Atem.
„Ich glaube, das war ein bisschen viel auf einmal.“
Sagte sie und sah ihren Sohn an, der immer noch dort saß, wo er sich umgedreht hatte. Sie betrachtete den bewusstlosen Löwen vor ihr und sah dann wieder zu Adramalech.
„Wie kommst du eigentlich auf diese glorreiche Idee? Seit wann magst du Jungs? Wie alt ist der Kleine eigentlich?“
Sie war verärgert. Sehr wütend. Adramalech erhob sich und kam näher.
„Nun, als ich Flavia geholt habe, war sie noch ein Mädchen. Ich kann dir nicht sagen, wie alt Flavias Seele ist. Der Wind sagte, wenn ich Flavia in die Hölle bringe, wird sie oder er den Körper bekommen, der zu ihrer Seele passt. Anscheinend passt Flavias Seele zu diesem Körper.“
Ushi war nicht überzeugt. Sie schaute wieder auf den jungen Löwen, der neben dem Spiegel lag und immer noch bewusstlos war.
„Du weißt, was passieren wird, wenn die anderen mitbekommen, dass es jetzt zwei Gockel in diesem Harem gibt. Sie werden ihn mit Haut und Haaren verschlingen. Er hat überhaupt keine Chance.“
So weit hatte Adramalech nicht vorausgedacht. Er hatte jetzt über 200 Löwinnen in seinem Harem. Einige von ihnen waren sehr anhänglich, um es diplomatisch auszudrücken. Dagegen würde Flavia nichts ausrichten können. Zumindest jetzt noch nicht.
„Aber ist er nicht süß mit seinem kleinen Flaum um die Ohren. Das will eine Mähne werden, wenn er groß ist.“
Scherzte der Dämon, und fing sich damit sofort eine Ohrfeige von seiner Mutter ein. Aber auch sie konnte sich ein Kichern nicht verkneifen.
Als der Wind endlich ankam, konnte man sein herzhaftes Lachen hören, noch bevor er landete. Er landete für seine Größe sehr elegant und kam laut lachend zu den beiden Löwen herüber. Er hatte Tränen in den Augen und hatte Mühe, sich zu beruhigen.
„Hihihiii... Oh ich wünschte, ich hätte dein Gesicht sehen können, als du es bemerkt hast... oh warte, ich kann dein Gesicht sehen, als du es bemerkt hast...“
Sagte der Wind und bevor Adramalech oder Ushi reagieren konnten, erschien ein weiterer Spiegel, der Adramalech und Flavia zeigte, wie sie aus dem Portal kamen. Kichernd betrachtete der Wind die Aufnahme und war sehr überrascht, dass der Löwe so ruhig und gelassen reagiert hatte.
„... ooohh schade, ich hatte auf etwas mehr Aufregung gehofft. Aber gut, man kann eben nicht alles haben. Ihr habt es also schon bemerkt. Flavias Seele ist männlich, auch wenn durch die lange Zeit in einem weiblichen Körper ein wenig davon verloren gegangen sein könnte. Nur die Zeit wird es zeigen.“
erklärte der Große Dämon und wandte sich an Ushi und Adramalech.
„Was kann ich jetzt für euch tun? Ich habe euch gesagt, was immer ihr hierher bringt, ist euer Problem, nicht meins.“
Adramalech deutete auf die bewusstlose Flavia.
„Sie... Er hat keine Nummer auf seiner Brust. Nicht, dass die anderen Dämonen kommen um ihn zu holen. Er ist zwar unter meinem Harem aufgeführt, das Register bestätigt das, aber warum trägt er keine Nummer?“
fragte Adramalech. Der Wind grinste, als er sich den Körper des Neuankömmlings genauer ansah. Schließlich lächelte er sanft.
„Nun... Er trägt keine Nummer, weil er nicht unter deinem Kommando steht. Flavia ist keine Löwin. Dein Vertrag besagt, dass du jede Löwin unter der Sonne unterwerfen darfst... Da liegt auch das Problem. Flavia ist keine Löwin. Flavias Seele folgte dir aus freiem Willen und ohne Zwang. Sie hätte sich dir zu jeder Zeit widersetzen können. Aber sie wollte unbedingt mit dir gehen. Ich habe nie ausdrücklich gesagt, dass du nur Löwinnen in deinem Harem haben kannst. Du hättest jederzeit andere in deinen Harem aufnehmen können, wenn du sie dazu hättest überreden können. Aber die Löwinnen waren dir vertraglich zugesichert.“
Erklärte der Wind. Adramalech kochte wieder. Wieder hatte der Wind ihm Informationen vorenthalten. Aber diesmal wusste er auch, dass es seine eigene Schuld war. Er hätte fragen können. Ushi blickte zu dem Großen Dämon.
„Wenn er nicht unter der Führung meines Sohnes steht, was sollen wir dann mit ihm machen?“
Wind zuckte mit den Schultern.
„Ich werde darüber nachdenken...“
Und dann… waren es zwei...
Prolog
Die Einführung eines zweiten Löwen in Adramalechs Harem hatte sich als einfacher erwiesen, als Adramalech und Ushi befürchtet hatten.
Trotz der Tatsache, dass die meisten der 200 Löwinnen ein Auge auf den jungen Löwen geworfen hatten, war er nicht völlig untergegangen. Liana, die einzige andere anthropomorphe Löwin im Harem, hatte sich um ihn gekümmert. Obwohl sie sehr anspruchsvoll war und Adramalech ihm mehrmals zu Hilfe eilen musste, schlossen die beiden schnell ein enges Band.
Liana zeigte ihm auch, welche wundersamen Dinge man mit seinem neuen Körperteil anstellen konnte... Daraufhin verbrachte der junge Löwe mehrere Tage damit, seine Masturbationskünste zu perfektionieren. Sexuell frustriert, hatte sich Liana wieder an Adramalech gewandt.
Flavius, auf diesen Namen hatten sie sich geeinigt, wurde schnell zu einer Art Stellvertreter für Adramalech und verbrachte viel Zeit mit dem Wind. Nachdem er den Schock überwunden hatte, den Großen Dämon zum ersten Mal zu sehen. Der Dämon zeigte Flavius, wie er mit den Energien umzugehen hatte, die sein Körper aus der Hölle bezog, und was er mit ihnen tun konnte.
Der junge Löwe erwies sich als ein schneller Lerner und guter Schüler. Der Wind war von der Intelligenz des Löwen sehr angetan und so entstand ein Gedanke, der dem Wind eine Lösung für ein bestehendes Problem bot.
...
Manche Dinge enden... Andere beginnen...
„Adramalech?“
fragte Ushi, als sie ihren Kopf in das kleine Zimmer steckte. Ihr Sohn brummte nur leise, rührte sich aber nicht. Er lag mit vier Löwinnen auf einem Haufen Felle und schlief.
„Puh ... hier riecht es wie in einem Tigerkäfig.“
lästerte die Löwin und betrat den Raum. Vorsichtig kletterte sie über die Körper der schlafenden Löwinnen, um zu ihrem Sohn zu gelangen. Er lag halb begraben unter Evana. Sein Fell war, ähnlich wie das der Löwinnen, mit getrocknetem Sperma und anderen Körperflüssigkeiten verklebt.
„Das muss eine ziemliche Orgie gewesen sein...“
murmelte Ushi und stupste ihren Sohn mit ihrer Pfote an. Wieder bekam sie nur ein Grummeln als Antwort und ein müdes Abwinken. Sie rollte mit den Augen und die auf ihrer Brust begann zu leuchten.
Der Schrei, der dem Glühen folgte, konnte wahrscheinlich überall in diesem Teil der Hölle gehört werden. Als sich der Staub zu legen begann, war in jeder Ecke des Raumes eine Löwin zu sehen, die, wenn sie dazu in der Lage gewesen wäre, völlig errötet wäre. Allen vier stand das Fell zu Berge, ihre Augen waren weit aufgerissen und sie atmeten schwer. Nur ihr Sohn saß mit einem müden Gesichtsausdruck vor Ushi und gähnte. Er schien völlig entspannt und schaute fragend zu seiner Mutter, die mit einem fast mörderischen Grinsen vor ihm stand. Die Eins auf ihrer Brust glühte immer noch leicht.
„Aaah... ist der Herr zufällig auch mal aufgewacht? Du wirst schon seit geraumer Zeit gesucht und erwartet.“
Sagte Ushi mit einer erzwungenen Freundlichkeit, die scharf genug war, um damit Granit zu schneiden. Adramalech sah sie nur fragend an.
„War etwas in der Schwebe? Habe ich etwas verpasst?“
fragte er schließlich nonchalant und lächelte. Ushis Kinn zitterte, ihre Ohren waren so weit nach hinten geklappt, dass es schien, als hätte sie gar keine. Übertrieben ruhig brachte sie ihren Sohn ins Bild:
„Nun, ich weiß nicht ... aber der Wind hatte sich gestern schon angekündigt, er wartet schon seit einer Stunde mit Flavius auf dich.“
Adramalech verkannte die Freundlichkeit und grinste. Er erhob sich langsam und streckte sich ausgiebig.
„Nun... ich hatte viel zu tun. Es ist nicht so schlimm ... nichts läuft weg ...“
In diesem Moment platzte Ushi der Kragen. Ihre Tirade, die wir aus Gründen der politischen Korrektheit und des Jugendschutzes nicht in vollem Umfang wiedergeben können, enthielt Schimpfwörter in mehreren Sprachen und Dialekten, die nicht übersetzbar sind. Aber selbst der Lustprinz hielt sich inzwischen verlegen die Ohren zu.
„... Und jetzt raus hier und sieh zu, dass du dich wenigstens einigermaßen in Ordnung bringst. Wenn du dich so vor den Wind stellst... schwöre ich dir, dass ich dich eigenhändig häuten werde!“
Die Funken flogen förmlich aus Ushis Mund, als sie ihren Sohn zurechtstutzte. Die Löwinnen waren bereits geflohen, nur Adramalech blieb zurück. Er hatte sich daran gewöhnt, dass seine Mutter ihn ab und zu zurechtwies, langsam ging er an ihr vorbei aus dem Raum, nur um einen weiteren Schlag auf den Hintern zu bekommen.
Am anderen Ende des Harems, auf einer der hohen Onyxsäulen, saßen der Wind und Flavius zusammen. Flavius hatte inzwischen gelernt, seine Gestalt mit Hilfe der Höllenenergie zu verändern und sein Aussehen seinen Wünschen anzupassen. Sehr zum Erstaunen einiger Löwinnen hatte er sein Aussehen gar nicht so sehr verändert. Er war jetzt etwas größer, wirkte erwachsener, aber immer noch sehr androgyn, zierlich und sehr schlank. Ganz im Gegensatz zu Adramalech, der immer sehr aufgeplustert herumlief.
Als sie den ersten Schrei gehört hatten, hatten sie sich noch gewundert, was passiert war, aber beim zweiten Schrei und der anschließenden Standpauke waren sie in schallendes Gelächter ausgebrochen.
„Ich kann mir sehr gut vorstellen, was gerade passiert ist.“
Sagte Flavius scherzhaft und der Wind stimmte zu:
„Ja, sogar sehr lebhaft, es ist nur die Frage, mit wem...“
Beide nickten wissend und lachten weiter. Der Wind hatte schon vor ein paar Tagen beschlossen, mit Adramalech und Flavius über seinen Gedankengang zu sprechen und war sich sehr sicher, dass beide damit einverstanden sein würden. Nicht, dass sie in dieser Angelegenheit etwas zu sagen hätten. Er würde ohnehin tun, was er wollte.
„Warum hast du Adramalech und mich heute hierher gerufen? Ich meine, es ist keine unserer üblichen Unterrichtssitzungen, das habe ich schon geahnt. Worum geht es also?“
fragte Flavius den Großen Dämon. Er schien aufgeregt zu sein. Neugierde und vielleicht auch ein wenig Angst spiegelten sich in seinem Gesicht wider. Der Wind lächelte entspannt und machte eine abwartende Geste.
„Das wirst du noch früh genug herausfinden. Ich möchte mit euch beiden sprechen. Es wird einige Veränderungen geben. Aber bevor ich zu sehr darauf eingehe, möchte ich warten, bis Adramalech auch dabei ist. Es geht ihn genauso an.“
Antwortete der Wind. Er klang völlig entspannt und versuchte, das auch auf Flavuis zu übertragen. Dieser schien sehr ungeduldig und ging in der Mitte der Säule auf und ab.
Es dauerte ein paar Augenblicke, bis Adramalech im Schatten der Säule auftauchte. Als er aus dem Schatten hervortrat, wirkte er einen Moment lang sehr imposant.
Und dann fiel das Licht auf ihn. Er sah ziemlich gerupft aus, und die dunklen Ringe unter seinen Augen zeugten von einem akuten Schlafmangel. Flavius sah ihn entsetzt an. Der Wind gluckste nur. Es war nicht das erste Mal, dass er Adramalech in diesem Zustand sah. Er biss regelmäßig ein bisschen zu viel mit seinen Löwinnen ab. Oft sah er dann am nächsten Morgen ein wenig zerstört aus.
„Aaahh sehr schön. Freut mich, dass du es geschafft hast.“
Begrüßte der Wind seinen Untergebenen. Der Sarkasmus in seinen Worten tropfte nur so. Das blieb Adramalech nicht unbemerkt und er nickte nur.
„Nun, die Pflichten sind eine schwere Last, aber ich trage sie mit Würde.“
Erwiderte der Löwe und grinste schief. Die beiden sahen sich einen Moment lang schweigend an. Es war ein kleiner Machtkampf. Diesmal hat der Wind verloren. Er brach einen Sekundenbruchteil vor Adramalech in Gelächter aus.
„Haaahahahaha ... das war gut ... sehr gut sogar.“
Erwiderte der Wind und rang nach Luft. Flavius sah die beiden entgeistert an. Adramalech fing sich zuerst und setzte sich grinsend vor den Großen Dämon. Der Wind holte noch einmal tief Luft.
„Pfffuuuh ... aber ehrlich gesagt, du siehst beschissen aus.“
Sagte der Wind und Adramalech nickte. Er streckte sich erneut.
„Ja. Die Mädchen haben mir das Leben schwer gemacht, aber am Ende habe ich mich durchgesetzt.“
Sagte er mit aufgeblasener Brust und hoch erhobenem Kopf. Der Wind nickte nur. Sie hatten ihn leergesaugt, bis nichts mehr übrig war.
Der Wind richtete sich auf.
„Der Grund, warum ich mich heute mit euch beiden treffen wollte.“
begann er. Sein Tonfall war plötzlich ganz anders. Die Scherze waren verschwunden und er war von nun an hundertprozentig ernst. Es war erstaunlich, wie schnell dieser Dämon seine Stimmung ändern konnte. Adramalech richtete sich auf und konzentrierte sich auf den Wind. Er wusste, dass er aufpassen musste, wenn der Wind so ernst wurde. Flavius stand mit verschränkten Armen neben dem anderen Löwen und wartete aufmerksam.
„Ich habe ein wenig nachgedacht. Es gibt hier eine einmalige und sehr gute Gelegenheit für mich.“
Er fuhr fort und sah die beiden ernst an.
„Du machst diesen Job nun schon seit über 150 Jahren, nicht wahr?“
Fragte der große Dämon Adramalech. Dieser nickte.
„Ich denke, es ist an der Zeit, das Zepter weiterzureichen.“
Sagte der Wind und wandte sich an Flavius. Adramalech legte den Kopf schief.
„Normalerweise versuche ich, alle hundert Jahre oder so einen neuen Dämon für diese Aufgabe zu finden. Die meisten schaffen es nicht einmal 75 Jahre. Adramalech, du hast eine sehr, sehr lange Zeit durchgehalten. Du bist einer der erfolgreichsten und produktivsten Dämonen, die ich je mit dieser Aufgabe betraut habe.“
Erklärte der Wind. Adramalech verstand nicht ganz.
„Bitte kläre mich auf. Du willst mich ersetzen? Mit Flavius? Warum?“
Seine Stimme klang aufgeregt und er stand auf. Er beherrschte sich, denn er wusste, dass es keinen Sinn hatte, den Wind anzugreifen.
„Nun, Adramalech. Ich denke, du hast dir deinen Ruhestand verdient. Ich bin mit deiner Arbeit sehr zufrieden. Es ist nicht so, dass du einen Fehler gemacht hättest oder so, aber zum einen brauchen wir frisches Blut in unseren Reihen.“
Adramalech schaute ihn mit offenem Mund an und schüttelte den Kopf.
„Und was jetzt? Was passiert dann mit mir? Mit meinem Harem?“
Der Wind lächelte sanft. Er hatte diese Fragen durchaus erwartet.
„Nun. Ich gewähre dir etwas, was nur wenigen Dämonen vergönnt ist. Tatsächlich gewähre ich es nicht nur dir, sondern auch den meisten aus deinem Harem. Dämonen sind normalerweise an die Hölle gefesselt und dazu verdammt, für immer in der Hölle zu bleiben, bis zum Jüngsten Tag. Ich werde dir und den Deinen die Möglichkeit geben, die Hölle zu verlassen und euren Ruhestand an einem anderen Ort zu genießen. Versteh mich nicht falsch, ihr werdet immer noch Dämonen sein, und ihr werdet immer noch an die Hölle gebunden sein. Ich werde nur eure Strafe nicht hier verbüßen.“
Adramalech schaute ihn fragend an. Er verstand immer noch nicht, warum. Aber es war sinnlos, sich dem Wind zu widersetzen. Er setzte sich und legte den Kopf schief.
„Aber Teile des Harems haben hier unten Pflichten. Was geschieht mit ihnen?“
Der Wind lehnte sich zurück und hinter ihm erhob sich eine Rückenlehne aus dem Onyx der Säule. Er wirkte selbstgefällig, während er sich wieder an Adramalech wandte.
„Mach dir darüber keine Sorgen. Sie werden die Gelegenheit und die Fähigkeit haben, ihre Aufgaben zu erfüllen.“
Sagte der Wind, legte seine Finger zu einer perfekten Scholars Cradle zusammen und sah mit einem diabolischen Grinsen zu seinen beiden Untergebenen hinüber. Adramalech nahm einen tiefen Atemzug.
„Nun, ich schätze, ich habe in dieser Angelegenheit sowieso keine Wahl. Ich werde akzeptieren, was ihr mir anbietet.“
Sagte der Löwe und sah zu Flavius hinüber, der immer noch ziemlich fassungslos neben ihm stand.
„Wirst du der Aufgabe gewachsen sein?“
fragte er, und Flavius wusste nicht, was er antworten sollte. Er war noch nicht allzu lange in diesem neuen Körper, er kannte weder sein volles Potenzial noch seine Grenzen. Er wusste, dass der Wind ihm zur Seite stehen würde, und wenn er Hilfe brauchte, würden sowohl Ushi als auch Adramalech ihm sicher mit Rat und Tat zur Seite stehen, aber er fühlte sich völlig überrumpelt.
„Ich ... ich ... weiß es nicht. Ich weiß nicht, ob ich dafür bereit bin. Ich meine, ich weiß, was diese Aufgabe erfordert, und ich weiß, wie sie funktioniert ... aber ... oh Mann ... ich habe keine Ahnung.“
Flavius schüttelte den Kopf. Adramalech sah ihn mitleidig an. Im Gegensatz zu ihm hatte der junge Löwe nicht um diese Aufgabe gebeten. Auch Adramalech war damals schockiert gewesen, als er die volle Tragweite seiner Bitte begriffen hatte. Der Wind nickte ebenfalls wissend.
„Mach dir keine Sorgen. Du bist nicht allein. Ich werde dir deine Fähigkeiten beibringen und dich in die Regeln deiner Aufgabe einweisen. Du hast einen Vorteil, den Adramalech nicht hatte. Dein Vorgänger ist noch am Leben. Nun, in gewisser Weise. Du kannst ihn jederzeit um Rat fragen.“
Erklärte der Große Dämon und grinste. Flavius nickte langsam.
„Nun, wie Adramalech schon sagte, ich glaube, ich habe keine andere Wahl, oder?“
Das Grinsen auf Winds Gesicht wurde nur noch breiter. Er schüttelte leicht den Kopf.
Natürlich hatten weder Adramalech noch Flavius eine Wahl. Er hatte seine Entscheidung getroffen, lange bevor er mit einem von ihnen gesprochen hatte. Er hatte nur nach einem geeigneten Ort für Adramalech und seinen Harem gesucht.
„Natürlich habt ihr keine Wahl. Mein Entschluss stand schon fest, bevor ich hierher kam. Ich dachte nur, es wäre netter, es dir wenigstens zu sagen, BEVOR ich es in die Tat umsetze.“
Sagte der Große Dämon süffisant und zeichnete mit seinem Finger einen Kreis in die Luft. Ein großes Portal erschien über ihnen und der Wind zog es einfach über sie hinweg.
Sie fanden sich in einer grünen Oase wieder, umgeben von hohem, saftigem Gras und Affenbrotbäumen.
Adramalech war erstaunt. Er drehte sich um und sah sich um.
„Wo sind wir?“
Fragte Flavius. Er war etwas vorsichtiger, seine Ohren spielten im Wind und er hielt seine Augen nach Gefahren offen. Der Wind lehnte sich gegen einen der Bäume und grinste.
„Dies wird Adramalechs Altersruhesitz sein. Dies ist eine Welt, die der Hölle zugewiesen ist. Ich habe viel Zeit und Mühe investiert, um sie zu einem angemessenen Heim für dich und deinen Harem zu machen. Das Gelände ist recht groß. Du solltest dich hier austoben können.“
erklärte der Wind und stieß sich von dem Baum ab. Er ging zu einem der hohen Grasbüsche und schob ihn zur Seite. An der Wasserstelle war eine Herde Impalas zu sehen.
„Ich habe mir sogar die Mühe gemacht, diese Welt ein wenig zu bevölkern.“
Adramalech trat zu ihm und sah die friedlich trinkenden Tiere. Er grinste und schnupperte in den Wind. Sie rochen wirklich... lebendig.
„Sind das echte Tiere? Oder hast du wieder irgendwelche Bestien erschaffen?“
Der Wind gluckste und legte Adramalech eine schwere Hand auf die Schulter.
„Nun. Sie sind nicht wirklich echt. Es sind Impalas, echte Impalas, aber ich habe ihre Seelen gegen die von Sündern ausgetauscht, die zu Lebzeiten für ihre Fehler bestraft werden. Jedes Mal, wenn du einen tötest, tust du also der Hölle einen Gefallen.“
Der Große Dämon fuhr fort. Adramalech spürte, wie ihm das Wasser im Mund zusammenlief. Er duckte sich tiefer in das Gras, aber der Wind hielt ihn zurück.
„Nicht jetzt, Sportsfreund. Ich habe dir etwas zu zeigen.“
Sagte der Wind, und die Szenerie verschwamm kurz vor seinen Augen.
Sie befanden sich in einer großen Höhle. Es gab mehrere Ebenen, und auf einer Galerie befand sich eine Plattform aus glattem Onyx. Es war angenehm kühl, aber nicht kalt. Der Stein speicherte die Wärme der Sonne und gab sie im Laufe der Nacht langsam wieder ab, so dass in der Höhle ein angenehmes Klima herrschte. Es gab mehrere Eingänge und Licht strömte in die Höhle.
Adramalech sah sich in der geräumigen Höhle ein wenig um. Alle seine Löwinnen würden ihren Platz auf den verschiedenen Ebenen finden und einige kleine Nischen würden etwas Privatsphäre ermöglichen. Die Höhle war perfekt. Adramalech ging auf die kleine Galerie hinauf und legte sich auf den glänzenden schwarzen Stein. Es war erstaunlich bequem und wunderbar geeignet, um den Harem zu überblicken. Er fand immer mehr Gefallen an dem Gedanken, hier mit seinen Löwinnen einzuziehen.
Langsam erhob er sich wieder. Er deutete mit dem Kopf auf einen der Eingänge.
„Das ist der Weg nach draußen?“
Fragte er den Großen Dämon, der den Löwen amüsiert beobachtete. Flavius blieb die ganze Zeit über in der Nähe des Großen Dämons. Das alles war ihm irgendwie unangenehm.
„Ja, dort geht es im Grunde in die Ebene, wo sich auch die Oase befindet. Ich habe mir Mühe gegeben, eine schöne Aussicht zu schaffen.“
Adramalech verließ die Höhle und fand sich auf einem Hügel wieder. Ein großer Felsen bildete eine Plattform vor dem Eingang, von der aus man einen herrlichen Blick auf die Savanne hatte. Die Sonne stand hoch am Himmel und brannte auf die Ebene herab. Die Hitze ließ die Luft flimmern. Adramalechs Herz schlug schneller. Er nahm einen tiefen Atemzug. Die Luft schmeckte frisch und sauber. Erst nachdem man die Hölle wieder verlassen hatte, lernte man den Geschmack von sauberer Luft zu schätzen. In der Hölle war die Luft immer ... es war schwer zu beschreiben. Es war diese Suppe aus Gestank, Gift, Schwefel und etwas Undefinierbarem. Man gewöhnte sich daran. Aber sobald man aus der Hölle herauskam und echte, frische Luft atmen durfte... belebte sie einen.
Die drei Dämonen standen auf der Plattform und blickten auf die Ebene hinunter. Unten bewegten sich verschiedene Tiere, und die Ebene schien sich bis zum Horizont zu erstrecken.
„Ich glaube, ihr werdet euch hier sehr wohl fühlen.“
Sagte der Wind und lächelte wohlwollend. Adramalech nickte. Flavius blickte in die Ferne. Die Landschaft war wunderschön, alles schien so, wie es für ihn gewesen war. Aber die Strukturen und die Farben und vor allem die Tiere... all das wirkte so fremd. Wieder musste er feststellen, dass er in einer völlig anderen Dimension gelandet war.
„Ich freue mich für dich, aber das alles hier macht mir Angst.“
fügte der junge Löwe hinzu und rieb sich die Arme. Der Wind nickte. Er öffnete ein Portal und transportierte sie zurück in die Hölle.
Sie standen wieder auf der Onyxsäule, als wären sie nie weg gewesen. Flavius schien es sichtlich besser zu gehen und Adramalech sah sehr, sehr aufgeregt aus.
„Gut, wie bringe ich meine Mädchen dorthin? Soweit ich weiß, können sie meine Portale nicht durchqueren.“
Sagte der Löwe und trat unruhig von einem Fuß auf den anderen.
„Lass das meine Sorge sein.“
Erwiderte der Große Dämon.
...
Hail to the King Baby...
Und so kam es, dass Adramalech und sein Harem die Hölle verließen und in ihre neue Heimat zogen. Für viele der Löwinnen war es ein Schock, nach mehr als hundert Jahren wieder einen blauen Himmel zu sehen und grünes Gras unter ihren Pfoten zu haben. Für andere, die noch nicht so lange zum Harem gehörten, war es eine willkommene Rückkehr zu vertrauten Bedingungen.
Aber nicht alle Löwinnen begleiteten Adramalech.
Liana hatte darum gebeten, bei Flavius zu bleiben. Als einzige andere anthropomorphe Löwin in Adramalechs Harem fühlte sie sich ein wenig ausgegrenzt. Mit Flavius gab es endlich einen Löwen, der ihr körperlich und geistig ähnlich war. Der Wind und Adramalech hatten sich darauf geeinigt. Adramalech hatte angekündigt, dass er von Zeit zu Zeit vorbeikommen würde, was Liana sehr begrüßt hatte.
Mit der Gründung des neuen Harems unter Flavius erfuhr Liana eine bedeutende Veränderung, die ihr einen neuen Status und neue Fähigkeiten einbrachte. Sie war die neue Nummer eins in diesem Harem. Mit diesem Status kamen neue Aufgaben und mit diesen Aufgaben kamen neue Fähigkeiten. Das Zeichen auf ihrer Brust zeugte davon, und der Wind sorgte dafür, dass sie die Fähigkeiten, die sie brauchte, auch nutzen konnte.
Währenddessen richteten sich die Löwinnen in Adramalechs neuem Zuhause ein. Ushi hatte zusammen mit Sarada viel Zeit damit verbracht, die weitere Umgebung des Harems zu erkunden. Das Gebiet, das der Wind ihnen zur Verfügung gestellt hatte, war unglaublich groß. Sie waren tagelang gewandert und hatten noch immer nicht die Grenzen erreicht. Schließlich kehrten sie zurück und berichteten Adramalech, dass die Savanne ihrer Meinung nach tatsächlich endlos sei.
Sarabi und Janna hatten sich eine kleine Höhle zugelegt, in der sie manchmal tagelang verschwanden. Sarabis Nebenbeschäftigung als Folterknecht in der Domäne des Lustprinzen ging weiter. Sie hatte gelernt, die notwendigen Portale zu öffnen, und hatte auch Janna das eine oder andere Mal mitgenommen. Die Legende besagt, dass die beiden das Spiel „guter Bulle, böser Bulle“ erfunden und perfektioniert haben.
Evana und Vanna waren sich nach einiger Zeit wieder näher gekommen. Sie verbrachten sehr viel Zeit miteinander. Sie waren praktisch unzertrennlich, und wenn Adramalech die Zuneigung der einen suchte, bekam er die Zuneigung der anderen umsonst.
Es stellte sich heraus, dass die meisten Löwinnen mit der neuen Situation sehr zufrieden waren, und einige von ihnen gingen wieder sehr erfolgreich auf die Jagd. Vor allem Sarabi war eine sehr erfolgreiche Jägerin. Es verging kein Tag, an dem sie nicht ein Beutetier zur Strecke brachte. Da sie um die Situation mit den Seelen der Beutetiere wusste, machte sie keinen Hehl daraus, dass es ihr Spaß machte, sie langsam zu töten. Es war nicht ungewöhnlich, dass die Beutetiere bereits vorportioniert im Harem ankamen.
Mit der Zeit bemerkten die Löwinnen, dass die Zahlen auf ihrer Brust zu verblassen begannen. Sie verschwanden zwar nicht ganz, aber sie fielen auch nicht mehr so sehr auf.
Der Wind hatte erklärt, dass dies damit zusammenhing, dass sie dem natürlichen Sonnenlicht dieser Welt ausgesetzt waren und sich nicht mehr ständig in der Hölle aufhielten. Der Einfluss der Hölle auf sie würde schwächer werden. Nur die Eins auf Ushis Brust und die 112 auf Sarabis Brust blieben immer deutlich sichtbar. Der Wind erklärte dies damit, dass beide aufgrund ihrer Aufgaben eine stärkere Bindung an die Hölle besäßen und ihre Zahlen daher immer deutlich zu lesen seien.
Adramalech selbst genoss es, nicht nach neuen Löwinnen suchen zu müssen, um seinen Vertrag mit dem Wind zu erfüllen. Er hatte 200 Löwinnen in seinem Harem. Kein anderer würde jemals einen so großen Harem sein Eigen nennen können. Oft lag er auf der Plattform am Eingang der Höhle und genoss die Aussicht auf die Savanne und das Gefühl der Sonne auf seinem Fell. Das heißt, wenn die Löwinnen ihn ließen. Die meiste Zeit war er damit beschäftigt, sich intensiv um die Herde der hungrigen Löwinnen zu kümmern. Es gab wohl nur wenige Tage, an denen sein Schwert nicht bei mindestens einer von ihnen in die Scheide gesteckt wurde. Nicht, dass ihn das gestört hätte, denn wie er bereits erwähnt hatte. Er erfüllte seine Pflichten als Patriarch über diesen Harem nicht ohne Stolz.
Er war der König dieser Welt.
Seine Löwinnen waren die größte Armee auf dieser Welt.
Nichts würde sich ihnen in den Weg stellen.
Und so saß er auf seinem Thron, umgeben von seinen Löwinnen.
Hail to the King, baby!
Konzept and Idee von
Fire15q
Geschrieben von
El Poyo Diabolo
Fire15q
Charaktere von
Sarabi, Nala, Simba, Rafiki, Mufasa, Scar, Janna, Rani, Makini, Kion © Disney
Alle anderen © Fire15q
Editiert von
El Poyo Diabolo
Veröffentlicht von
El Poyo Diabolo
Adramalech saß auf seinem steinernen „Thron“ und überblickte die Höhle, die er zu seinem Thronsaal erkoren hatte. Zu seinen Füßen lümmelten drei seiner Löwinnen, während andere weiter unten lagen und zu ihm aufschauten. Es fühlte sich großartig an.
Er blickte auf seinen Harem hinunter. Der größte, den je ein Löwe aufgestellt hatte. Dieser Harem würde die Ewigkeit überdauern, ER die Ewigkeit überdauern.
Adramalech schwelgte in seinen Gedanken. Er dachte zurück an sein Leben. An das Leben, bevor er zu dem wurde, was er heute war. Er war ein Nichts gewesen. Ein einfacher junger Taugenichts, der es nicht einmal mit seinem Vater aufnehmen konnte. Dazu bestimmt, von der Geschichte vergessen zu werden. Und heute? Heute war er die Verkörperung der Lust, das Symbol der Unsterblichkeit, eine Ikone der Stärke und Männlichkeit und ein Synonym für Fruchtbarkeit. Mit seinen Konkubinen hatte er Millionen von Nachkommen gezeugt. Der Wind hatte Armeen, die er nur Adramalech und seinen Löwinnen verdankte.
Er war der ewige König...
Sein Grinsen wurde breiter, seine Augen leuchteten heller, sein Lachen erfüllte die Höhle:
„Mwuuuaaahahahaaaa...“
...
„Uuuuuund Schnitt!“
Rief der Regisseur. Die ganze Mannschaft brach in Jubel aus.
„So, das war's, wir haben alles im Kasten! Die erste Runde geht auf mich!“
Die Stimme des Regisseurs klang durch das Megaphon seltsam verzerrt, aber der Jubel der Crew wurde nur noch lauter. Die vier Schauspieler auf der Bühne standen auf und umarmten sich, während die Produktionsassistenten bereits mit Roben herbeieilten, um ihre nackten Körper zu bedecken.
„Endlich ... Ich dachte, wir würden nie fertig werden. Wollt ihr drei mich später in meinem Wohnwagen besuchen? Ich habe meine Briefmarkensammlung mitgebracht ...“
Die drei jungen Frauen lachten herzhaft. Eine der drei legte ihren Finger auf seinen Mund.
„Du Schlingel, aber ich würde mir diese Sammlung wirklich gerne ansehen. Ich lecke gerne an Dingen.“
Sagte sie und ließ ihre Zunge über ihre Lippen gleiten. Ein anderer fiel ihr um den Hals und küsste sie auf die Wange.
„Oooohhh du kleines Luder. Aber nur, wenn ich mitmachen darf. Du weißt doch, welche Wirkung Adramalech auf Frauen hat.“
Alle vier lachten laut und schlossen sich dem Rest der Besetzung an, als sie zu den Umkleideräumen gingen.
The End?!