Der Erste (Teil 1)

Story by Bluewing on SoFurry

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Ich hab mich entschlossen, diese Story auf zwei Teile aufzuteilen. Ich hoffe das es euch gefallen wird und falls es euch gefällt, dann hinterlasst ein Kommentar und eine Bewertung.

;) <3


Durch den Vogelgesang und die frischen Brise, die frisch nach Thymian und Rosmarin roch, wachte er langsam auf. Das Lagerfeuer war aus und er mochte den Geruch nach frischer Kohle. Glücklich grinsend, öffnete er die Augen und konnte noch immer nicht glauben, bei wem er lag.

Nachdem er von der Teleportation aufwachte, stellte er sich vor, so bei ihm zu liegen, ihn zu lieben und… sich mit ihm zu vermählen. Deswegen wollte er einen Priester holen, weil er für immer bei ihm bleiben wollte. Doch alles kam anders. Es entwickelte sich in einem Alptraum und er konnte nichts dagegen machen. Beschimpft, getreten und geschlagen wurde er von seinen Liebsten und doch, liebte er ihn. Kokuo, war selbstbewusst, zielgerichtete und charakterstark und das alles, verstärkten seine Gefühle zu ihm.

Er wandte sich etwas, als er sich an die vergangenen zwei Tage erinnerte, weil er sich nie wieder daran erinnern wollte, denn nun, waren diese schmerzvollen Erinnerungen nicht mehr wichtig. Nur eines nahm er daraus mit, nämlich, dass er ihn nie wieder anlügen wollte.

Samuel strahlte übers ganze Gesicht, wie er Kokuo vor sich schlafen sah. Tief und gleichmäßig atmete sein Liebster und er konnte nicht aufhören ihn anzuschauen. Leicht von ihm umarmt und verschmolzen mit den Beinen, lag er bei ihm und sein Herz fing sofort zu rasen an. Sie waren nackt und hatten erst vor einigen Stunden das schönste im Leben gemacht. Er musste sich noch daran gewöhnen, das Kokuo, der große Drachenkrieger und Ordensoffizier und nun Kommandant, sein Liebster war. Grinsend und gedankenverloren, strich er ihm sachte über die muskulöse Brust, über den muskulösen Arm, der um ihn lag und über die Hüfte, die fest an ihn anlag.

Er spürte Kokuos Hitze, die von der Hauttasche ausging und auf seinem steifen Glied überging. Dann die Hoden, die sich an seine anschmiegen und sich leicht bewegten. Es gab keine Barrieren mehr, nichts lag mehr zwischen ihnen. Die letzten Tage, der Zeitdruck und die Belastung für das Königreich zu kämpfen, ließ zwischen ihnen einen Mauer entstehen. Doch durch die gestrige Nacht, konnten sie den Druck, den Stress und ihre Liebe zueinander rauslassen und sich, seit sie zusammen von der Ordensburg aufgebrochen und den Auftrag begonnen haben, endlich entspannen.

Die Sonne kam langsam über den Hügel und schmerzhaft strahlte sie in seine Augen, und das war das Zeichen, das sie den Tag starten mussten. Er hasste es. Wie gerne würde er Tagelang bei ihm liegen, sich heiß lieben und keine Sorgen haben wollen. Zumindest, war er bei ihm und nichts auf der Welt würde was daran ändern.

Er ließ sich Zeit ihn zu wecken und nutzte sie, indem er sich alles einprägte, jede Falte, jede Nuance im Gesicht. Sein streicheln an der Hüfte wurde etwas fester und bevor er ihn weckte, schmiegte er sein Gesicht in die Brust und roch an ihm.

Es war schwer zu beschreiben wonach Kokuo roch, aber am ehesten kam es nach frischer Erde, klarer Luft und männlichen Moschus. All das war zusammen in einem Duft und niemals in seinen Leben, hatte er sowas ähnliches an jemand anderen gerochen.

Vor Glück wollte er jauchzen, weil ihn plötzlich Kokuo fester umarmte. „Das war schön…“ hörte er ihm flüstern und da wusste er, das sein Liebster schon länger wach war und es einfach nur genossen hatte, wie er ihm mit den Fingern gestreichelt hatte. Als sich danach Kokuos Schnauze langsam auf seinen Kopf drückte, schloss er seine Augen und genoss die Wärme, die sein Liebster rausschnaufte.

„Müssen wir aufstehen… Kokuo… ich möchte nicht aufstehen…“, daraufhin wurde er noch fester umarmt und er spürte die Kraft, die in Kokuo steckte. Fest wurde er an ihn gedrückt und es fühlte sich wie früher an, wo er von ihm gerettet und in seinen Armen zum Kloster getragen wurde. Nur in Kokuo Armen, fühlte er sich sicher und geborgen und deswegen, konnte er die Freudentränen nicht zurückhalten. In diesen Moment, schämte er sich für sein steifes Glied, er hasste sich, dass er ihn belogen hatte und er hatte Angst. Er hatte solch große Angst um Kokuo, weil das, was noch auf sie zukommen wird, brutal, blutig und tödlich sein wird.

Allein die Vorstellung, das Kokuo verletzt werden würde, ließ ihn erzittern. Nun umarmte er ihn auch und ließ die Tränen, die nun vor Angst und Trauer kamen, aus sich rausfließen. Als er Kokuo Hand auf seinen Hinterkopf fühlte und ihn somit noch fester an die Brust drückte, konnte er sich etwas beruhigen.

„Wir müssen aufstehen Samuel. Weine nicht mehr, denn du bist ein Ritter des Greifen Ordens. Ich… fühle mit dir, aber wir haben eine Pflicht zu erfüllen.“

Als er in Kokuo tiefblaue Augen raufblickte, vergaß er die Angst um ihn. Denn das Lächeln, die wunderschönen Augen und die Selbstsicherheit die man darin sehen konnte, spendete ihn Trost und Mut, um weiter zu gehen und zu kämpfen.

Grinsend nickte er dann.

Schnell löste sich Kokuo von ihm und stand auf. Er sah dabei, wie Kokuos Glied halbsteif aus der Hauttasche hing und wie leichtrot die Hoden waren.

„Kokuo?“, fragte er ihn und als er dann ein „Ich muss Mal.“, hörte, spürte er auch den Druck in seiner Blase. Hin und hergerissen, überlegte er sich, ob er nicht auch mitgehen sollte. Doch allein, dass es Kokuo sagte und nur zwei Schritte von ihm entfernt stand, sagte ihm, dass er es machen sollte.

Schnell stand er auch auf und blieb neben ihm stehen. Sie schauten sich zuerst schüchtern, dann aber liebevoll in die Augen, bevor sie dann entspannend und in die Landschaft blickend, ihre Blasen erleichterten. Immer wieder ging sein Blick zu Kokuo runter und deswegen dauerte es lagen, bis er sich wirklich soweit entspannen konnte, das er sich erleichtern konnte. Und wegen seines steifen Gliedes dauerte es auch lange, bis die Blase leer war. Doch das gleiche war auch bei Kokuo. Auch der war mittlerweile hart geworden und sie beide, erleichterten sich in einen festen strahlt, der in einen hohen Bogen in der Landschaft verschwand.

Als sie fertig waren, trafen sich ihre Blicke kurz und da konnte er nicht mehr. Er schmiss sich in seine Arme und fing gleich mit ihm heiß zu schmusen an. Umarmt standen sie da und ihre Zungen verschmolzen miteinander. Ihre Hände wanderten nach unten und beide, ließen dann die Hände auf dem Po Backen ruhen. Seine Liebe zu ihm war jetzt so groß, wie seine Lust. Er legte ein Bein um die Hüfte und drückte sich etwas an ihm rauf, bis Kokuos Glied unter seinen Hoden war.

Vor Lust und Freude was nun kommen würde, legte sich Kokuo mit ihm ihn, als sie dann ein lautes und tiefes Murren hörten.

Es gab nur einen von dem es kommen konnte und das war Salem. Sie dachten sich nichts dabei, doch als gleich darauf ein weiteres murren kam, schaute sie beide zu ihm rüber.

Der rote und gepeinigte Drache hatte leicht das Hinterbein erhoben und lang war die Zunge, die das dunkelrote Glied umschlang. Vor Scham sah Samuel weg, doch Kokuo tat Salem leid. Denn sofort hatte er die Situation erfasst und es war auch ihre Schuld, dass nun Salem das machen wollte. Sein Geruch und der von Samuel, hingen schwer in der Luft.

Salem wollte sich selbst befriedigen, doch der kam mit der Schnauze nicht ran. Nur die Zunge reichte zum Drachenglied und er wusste, dass es nicht ausreichen würde. Schwere Tropfen Vorfreude fielen von Salems Gliedspitze runter, während die Zunge um das Glied geschlungen war und es leicht massierte. Etwas länger als Armlang und mit einer spitzzulaufenden Eichel, hing Salems steife Glied in der Luft und wollte nur noch erlöst werden. Schwer, lagen die roten und dicken Hoden auf dem Oberschenkel und man sah ihnen an, dass sie prallgefüllt waren.

Murrend, öffnete Salem leicht die Augen, um sie dann wieder zu schließen.

Samuel konnte einfach nicht hinschauen, denn er schämte sich einfach irgendwie. Er wusste nicht warum, doch als er sah, wie Salme mit der Zunge das Glied umschlang und daran rieb, erinnerte es ihn an Kokuo Glied. Als aber Kokuo kurz am ganzen Körper schwer zuckte, schaute er rein instinktiv rauf und er erschrak sich. Salems Augen waren weit aufgerissen und dessen Flügel, lag nun Schützend um den Körper. Leise wimmerte Salem und er verstand, dass der rote Drache Angst hatte. Er verstand nun auch, warum Salem am ganzen Bauch und Unterleib Narben hatte. Salem war auch nur ein Geschöpf das befriedigt werden wollte und die Narben sagten ihm, dass es ihm niemals erlaubt worden war.

Kokuo stand auf und er sah zu, wie sein Liebster vorsichtig und mit ausgestreckter Hand auf Salem zuging. Salem kauerte sich noch fester ein und laut, war nun das ängstliche Murren zu hören. Es dauert Minuten, bis Salem langsam den Kopf hob, während Kokuo mit ausgestreckter Hand vor ihm stand und wartete. Vor Angst rasselten die Schuppen des roten Drachen, als Salems Kopf langsam die Hand berührte.

Dabei konnte er Kokuo nicht aus den Augen lassen. Stattlich, Ehrenvoll, Ritterhaft stand der vor Salem und zeigte keine Angst. Schlagartig bekam er dann Angst, Angst um Kokuo. Vor sich sah er das halb ausgeweidete Reh und es hat nur ein Prankenhieb von Salem gereicht, dass es so aussah.

Aber, als Salem dann vorsichtig Kokuos Hand berührte, schwand seine Angst. Zärtlich wurde die Schnauze gestreichelt und es dauerte lange, bis das ängstliche Murren leiser wurde und am Ende, sogar fast verschwunden war.

Er dachte sich nichts mehr und stand auf, um die Sachen zu packen. Beim packen zog er sich nebenbei auch an, doch er erstarrte dann, als er sich angezogen und zu Kokuo gewandt sagen wollte, dass der sich auch langsam anziehen sollte.

Kokuo hatte mit einer Hand Salems Flügel gehoben und stand vor dessen steifen und feuchten Glied. Salem schaute interessiert zu Kokuo und legte dann entspannt den Kopf wieder auf dem Boden, als sein Liebster die andere Hand auf die Eichel legte.

Es war ihre Schuld, dass Salem es machen wollte. Er selbst roch, wie schwer ihr Geruch in der Luft hing. Salem tat ihn schrecklich Leid, so viel Schmerz musst der erleiden, durfte nie dem nachgehen, was sein Trieb und seine Instinkte ihm sagten und das alles nur, weil die Gesellschaft die Drachen als Reittiere brauchte.

Er wollte jetzt nur zeigen, das Salem vor ihnen keine Angst zu haben brauchte, das man ihnen vertrauen konnte und deswegen, berührte er die heiße Eichel, deswegen fuhr er den heißen Schafft runter und auch deswegen, ging er in die Hocke und streichelte vorsichtig die großen und steinharten Hoden.

Es freute ihn, dass ihm Salem zu vertrauen schien, aber er fand es traurig, dass Salems Körper noch immer Angst vor Schmerz hatte. Zitternd am ganzen Körper, erschlaffte schnell Salems Glied und zog sich in die Hauttasche zurück. Er unterbrach nicht den Hautkontakt und fuhr mit der Hand wieder zurück zu Salems Kopf, um ihm den Kiefer und die Wangen zu kraulen. Salem murrte leise vor Angst und doch, sahen ihn die Augen mit Zuversicht an.

„Komm Salem, wir müssen los.“, sein Verwandter schaute ihn noch einige Sekunden in die Augen, bis der dann langsam aufstand. Doch anders wie erwartet, entfaltete der die Flügel und murrte ihn einmal laut zu, um dann mit einen gewaltigen Flügelschlag abzuheben. Er sah ihm kurz zu, wie der kreisend aufstieg und hinter einer Baumgruppe verschwand.

Lächelnd drehte er sich um und erblickte Samuel, der wie erstarrt dastand und mit halb geöffneten Schnabel zu ihm starrte.

Schweigen sahen sie sich einige Sekunden an, bis dann Samuel zu ihm ging und ihn umarmte. Sie brauchte nichts zu sagen, denn durch diese Umarmung sagten sie sich alles. Doch er wollte die Situation klarstellen.

„Ich wollte nur, das Salem vor uns keine Angst hat…“

„Ich versteh schon… wir könnten…“, Samuel führte den Satz fort, aber nicht zu ende. Er glaubte zu wissen, was Kokuo im Kopf hatte, aber er traute es sich nicht auszusprechen aus. Doch, als er einen Kuss auf die Stirn bekam, war er sich dann sicher, was Kokuo dachte.

Mit einem langen und liebevollen Blick lösten sie sich und packten nun alles zusammen. Nebenbei schaut Samuel auch nach der Ausrüstung, die Moon für sie gepackt hatte. Es waren zwei Sätze Plattenrüstung. Hervorragend geschmiedet und verziert mit dem Emblem des Greifen Ordens.

„Wir sollten sie ausrüsten, denn wir wissen nicht, was uns beim Berg Unterjoch erwartet.“, sagte dann Kokuo, als der ebenfalls die Rüstung sah. Sie halfen sich gegenseitig beim Anziehen der Rüstung. Fest waren die Schnallen an gezurrt und prachtvoll, sahen sie beide dann aus, als sie nach einer Stunde mit dem Anziehen der Rüstung fertig waren.

„Wo ist Salem?“, fragte er dann Kokuo, der ebenfalls wie er, in den Himmel starrte und nach den Drachen suchte.

„Er wird sich was zum fressen suchen und wieder zurückkommen. Keine Sorge, gleich ist er wieder da.“, gleich nachdem Kokuo das gesagt hatte, packte der das Reitzeug aus und bereitet alles vor.

Und wie aufs Stichwort, hörte er dann die Flügelschläge und wie eine rote Wolke, flog Salem gemächlich und mit einem Wildschwein im Maul, zu ihnen. Der Boden bebte, als der rote Drache landete und das ausgeweidete Wildschwein aus dem Maul fallen ließ. Murrend und mit den Füßen tänzelnd, wartete Salem bis einer von ihnen das Fleisch für ihn vorbereitete. Wie gestern übernahm es Kokuo und währenddessen, zog er Salem das Geschirr an, der sich dann hinlegte, nachdem er die Gurte um den Bauch geschnallt hatte.

Dabei betrachtete er Salem Hauttasche und die Hoden, und er wollte sich nicht vorstellen, wie schlimm es sein müsste, das man es ihm sich zu befriedigen verboten und es sogar unter Züchtigung gestellt hatte.

Mitfühlend, legte er eine Hand auf Salems Bauch und er musste schon fast weinen, als er in dessen Augen sah. Qualen, unendliche Qualen, sah er darin. So ein wunderschönes Tier, der König der Lüfte, wurde entstellt und gezwungen für die Gesellschaft zu arbeiten. Die vielen Narben, die Verstümmelungen und das Jahrelang, wollte er sich nicht vorstellen. Seine Gedanken gingen wieder zu Kokuo und er verstand ihn nun völlig. Salem war ein ferner Verwandter von ihm und sie teilten sich denselben Ursprung und deswegen, würde er ihn auch helfen, so komisch es auch klang.

Jedes Wesen hat das recht nach Glück und Freude im Leben und Salem, war ein Teil davon. Während Kokuo den letzten Rest Fleisch von den Knochen schabte, schaute er sich kurz um und entdeckte, wonach er gesucht hatte. Verstohlen und leicht grinsend, packte er die Kräuter ein, die er bestimmt später noch brauchen würde.

Seine Gedanken rasten, genauso wie die Landschaft unter ihnen. Kokuo an der Hüfte haltend, dachte er über den Ersten nach. Was der wohl für eine Person war und, ob der überhaupt noch lebte. Er überlegte sich auch, was es mit den Brillium Amuletten auf sich hatte und ob sie gefährlich waren. Bei den Gedanken, fuhr er mit der Hand zu der Stelle, wo Kokuos Brillium Amulett in seiner Brust gebrannt war. Nur einmal hatte er ihn danach gefragt, wie das Amulett in seine Brust kam, doch das einzige was er bekommen hatte war „Ist ein Geheimnis.“

Er mochte die Plattenrüstung nicht, denn sie war kalt und er wollte sich am liebsten an Kokuo anschmiegen, während er nachdachte. Doch er musste sich damit zufrieden geben, dass er ihn zumindest von hinten umarmen konnte.

Die Gedanken wanderten weiter zu Tagan.

Als er von ihm aufgelesen wurde und erzogen wurde, war Tagan eine ganz normale Person für ihn. Nett war der braune Bangaa und nie musste er hungern. Mitfühlend wurde er von ihm immer umarmt, wenn er wieder diesen Alptraum hatte. Das Feuer und die schreien konnte er nicht vergessen.

Dabei drückte er sich fester an Kokuo, als schlagartig die Erinnerungen des Überfalls zurückkamen, und wie er von ihm gerettet wurde.

Dann fiel ihn aber auch auf, dass er, seit er mit Kokuo zusammen reiste, keine Alpträume mehr hatte. Das zauberte ihn ein Lächeln aufs Gesicht. Als wäre sein Liebster ein Verband, der seine normalen und seelischen Wunden heilte. Wie gerne würde er ihn wieder riechen wollen.

Ein Schatten zog über sein Gesicht und gleichzeitig, als er seine Augen aufmachte, hörte er Kokuo „HALT DICH FEST!“ schreien.

Eine Gewitterfront tauche vor ihnen auf, so groß und gewaltig, wie er es noch nie gesehen hatte. Zuerst kam eine leichte Brise, wo einige Blätter mitflogen, dann wurde es immer stärker, bis der Wind pfeifend an ihnen vorbeirauschte. Blitze zuckten über den nun dunklen Himmel. Die Wolken kreisten langsam um sie. Dann kam der Regen. Es knallte, rauschte und Pfiff und er sah, wie sich Kokuo zu ihm nach hinten umdrehte und was sagen wollte, doch er hörte einfach nichts, bis auf den pfeifenden Wind. Salem hatte gewaltige Schwierigkeiten nicht einfach abzustürzen.

Schlagartig hatte er eine Idee, wie er sich drei retten konnte.

Er schloss seine Augen.

<Salem? Hörst du mich? Salem?>

Sekunden vergingen.

<Salem, wenn du mich verstehst, dann lande. So können wir nicht weiterfliegen! Wir warten ab, bis der Sturm vorbeigezogen ist!“>

<Das sehe ich auch so!>

Breit grinsend öffnete er die Augen und klopfte Kokuo auf die Schulter. Noch bevor Kokuo nach hinten blickte, packte er dessen Arme und führte sie zum Geschirr und im selben Moment, stürzten sie ab.

Das dachte er sich, doch Salem ging in einen Sturzflug über, den er bis jetzt noch nicht einmal im Tierreich gesehen hatte. Wenn er Kokuo nicht rechtzeitig gezeigt hätte, das der sich festhalten sollte, dann hätten sie beide Probleme gehabt.

Der Wind peitsche an ihnen vorbei und er schloss vor Angst die Augen, als die Erde und die Bäume rasant näher kamen. Er betete für sich zwei, dass Salme wusste, was der tat. Es rumpelte, zweige zischten an seinem Gesicht vorbei und nicht nur einmal, dankte er Kokuo, denn laut schepperte die Rüstung, als sie unzählige Male einen dicken Ast abwehrte. Nur wegen das Angebundensein an Salems Sattel, flog er dann bei der schweren Landung nicht davon. Er und Kokuo wurde nach vorne gerissen und wieder dankte er der Plattenrüstung, weil bei der Landung solch gewaltigen Kräfte entstanden sind, dass die Lederschnüre sie ohne Rüstung schwer verletzten hätten.

Sie brauchten paar Sekunden, bis sie wieder zu Atem kamen und sich orientieren konnten.

Der Sturm wurde immer schlimmer und wurde dann so schlimm, dass er glaubte, dass die Welt gleich untergehen würde. Schnell lösten sie die Lederschnüre und stiegen von Salem ab. Doch bevor sie den ersten Schritt gingen, wurde sie beide von Salems Schwanz zu ihm gezogen und schützend, legte sich dann dessen Flügel über sie. Nur noch dumpf hörten sie den Sturm und sie erschraken kurz, als sich Salems Kopf unter den Flügel schob und sie beide anschaute.

Sofort ging er zu ihm und legte dankend eine Hand auf die Nüstern.

„Wir sind in eine Falle getappt! Aber wie konnten sie… das ist unmöglich!“, Kokuo zerbrach sich den Kopf und er verstand ihn, denn auch er hatte es nicht erwartet, besonders den Sturm nicht.

Es krachte laut und Blitze waren durch die Hautmembran zu sehen. Laut fiel der Regen auf Salem und dadurch, war eine Unterhaltung fast unmöglich. Kokuo zückte das Schwert und sah ihn an „… HIER… WEG…!“, sofort verstand er das sie hier weg müssen, weil, wenn sie wirklich in eine Falle getappt sind, dann sind die Angreifer bestimmt schon auf die Suche nach ihnen und so, konnten sie sich nicht verteidigen. Nun zog auch er sein Schwert, das Moon miteingepackt hatte, und hielt es mit beiden Händen fest.

Vorsichtig hob Kokuo den Flügel an und schaute sich schnell um. Als er dann das Nicken sah, fing sein Herz zu klopfen an und er folge ihm in den Sturm. Kräfte zerrten an ihren Körpern, die er bisher noch nicht kannte. Seine Federn versperrten teils sein Sichtfeld und durch die fliegenden Äste und Blätter, glaubte er überall eine Bewegung zu sehen. Sein innerstes war genauso aufgewühlt, wie der Sturm der sie umgab und sie am liebsten davonwehen würde. Doch Kokuo stand wie ein Fels in der Brandung. Mit felsenfesten stand, sah er sich um und registrierte jede Bewegung. Nach einigen Sekunden signalisierte ihm Kokuo, das sie weitergehen konnten und er folgte ihm. Durch das leichte beben am Boden, spürte er auch, das Salem ihnen folgte und zu dritt, gingen sie vorsichtig durch den Wald.

Dich war der Wald und weil er wegen des Sturms schlechte Sicht hatte, drehte er sich paranoid jede paar Sekunden um. Dann kam noch der Regen dazu. Zwischen den schlitzen und am Kragen, rann das kalte Regenwasser rein und seine Federn sogen sich schnell auf. Nach einigen Minuten musste er schon zu schnaufen anfangen, weil jeder Schritt gegen den Wind, extrem kräftezerrend war. Er kannte keinen Zauber, der sie von dem allem schützen konnte und deswegen, war er verdammt so weiter zu gehen.

Mit einer Hand verdeckte er seine Augen, damit nichts reinkam und im letzten Moment konnte er stoppen, bevor er gegen Kokuo prallte, der stehen geblieben war. Kokuo bewegte sich nicht und starrte nach vorne. Blitzschnell hob er das Schwer und rannte nach vorne. Er brauchte ein Moment, bis er realisierte, das Kokuo mit erhoben Schwert rannte und gleich, bekam er wieder Angst. Angst um Kokuo.

In dieser einen Sekunde, wo ihn die Angst erfüllte, sprang ein Schatten über ihm und landete schwer vor ihn. Salem rannte Kokuo hinterher und ließ ein Brüllen von sich, das sogar den Sturm zum Erzittern bringen konnte. Der schrei rüttelte ihn auf und mit einem Kampfruf auf der Zunge, lief er ihnen hinterher. Er würde für Kokuo kämpfen.

Es schepperte und klirrte laut. Rüstungen blitzen bei jedem Blitz auf und bei jedem Blitz, sah er ein Bild des Kampfgeschehens. Bild für Bild erschien vor ihm, bis er einen Gegner sah, der auf ihn losstürmte. Sein Körper war mit Adrenalin geladen, als er den ersten Schlag von oben parierte. Ihm stockte der Atem, nachdem der nächste Blitz die Person vor ihm erhellte.

Es war ein Ritter ihres Ordens, er erkannte ihn, da er ihn schon öfters beim gemeinsamen Abendmahl gesehen hatte. Sein Herz schrie vor Kummer und Schmerz auf, weil er einen Ordensbruder als Feind hatte. Und in der Sekunde, zögerte er. Hart traf ihn der Schlag des Morgensterns auf die Brust und durch die Wucht, kippte er nach hinten. Gleich als er aufkam, kam schon das nächste Problem. Er spürte ein aufwallen von Magie und er wusste nicht von wem, oder von wo. Holzsplitter flogen um ihn herum und gleichzeitig war ein Ohrenbetäubender Knall zu hören. Seine Rüstung hatte alles abgewehrt, doch er hörte schreie und vor sich sah er den Morgenstern runterfahren, der auf seinen Kopf zielte.

Panik überflutete ihn, von überallher waren Bewegungen zu sehen, zusätzlich wusste er nicht einmal, ob Kokuo einer der Personen war, der schrie.

Eine Hitze kam auf und es war so stark, das er glaubte zu verbrennen. Todesangst erfüllte ihn und er wusste, dass es seine letzten Sekunden auf Erden war. Kurz bevor ihn der Morgenstern erreichte, schloss er die Augen und wartete auf den sicheren Tod.

„Kokuo!“, war sein letzter Gedanke.

Salem kämpfte tapfer an seiner Seite. Mit jedem Schwanzfeger flogen die Ritter davon. Todesröcheln war zu hören, wo immer die Klauen einen trafen. Wie eine Wildgewordene Bestie sprang und kämpfte Salem an seiner Seite. Unzählige Wunden überzogen den Drachen, doch der Kämpfte weiter.

Er wich Bolzenschüsse aus, parierte Schwerter und Stangenwaffen und wo immer er konnte, konterte er tödlich. Es waren so viele Gegner, dass er sie nicht mal zählen konnte. Hieb, Konter, Stich, Drehung, die ganze Zeit kämpfte und tötete er. Aber auch er bekam einige Treffer ab. Zweimal wurde er mit eine Hiebwaffe an der Brust getroffen und die verbeulte Rüstung, raubte ihn den Atem. An den Gelenken spürte er Schnitt und Stichwunden, und die behinderten seine Bewegungen. Der Wind und die Rüstung zerrten an seiner Ausdauer und schwer, fing er zu schnaufen an.

Dann knallte es.

Was es auch war, es war gewaltig. Die Druckwelle ließ sie fast alle umwerfen, dann hörte er gleich darauf Salems Schrei. Qualvoll und voller Wut ließ Salem einen Schrei aus sich, der schnell leiser wurde. Schnell blickte er zu ihm und fing gleich vor Wut zu kochen an. Sein Verwandter, sein Kampfgefährte, lag im Sterben. Ein ganzer Baumstumpf hatte ihm den Brustkorb durchbohrt. Wo früher mal ein rechtes Vorderbein war, war nur noch ein Stumpf am Brustkorb. Dann erstarrte er und sein Schwert glitt ihm aus der Hand.

Samuel lag am Boden und über ihm stand ein Ritter, mit einem blutigen Morgenstern in der Hand.

„SAMUEL!“, mit diesem Gedanken und sonst nichts anderes im Kopf, rannte er los. Er rannte so schnell, wie noch nie zuvor in seinen Leben. Ihm laufen schlug er den Ritter mit voller Wucht in den Nacken, der mit einem knacken sofort zusammenbrach. Er schaute gleich weg, denn so wollte er ihn nicht in Erinnerung behalten.

Wo früher mal ein Gesicht war, war keins mehr.

Tränen der Wut, des Zorns, der Verzweiflung rannten ihm runter, als er auf seine Knie fiel und sein Gesicht in die Hände vergrub. Er Hörte Schritte hinter sich, aber es war ihn egal. In diesen Moment, wusste er wieso er ja gesagt hatte, wieso er zugestimmt hatte. Denn er wollte eine Zukunft haben, eine Zukunft mit Samuel. Das war der Grund, der eigentliche der tief ihn ihm war und nun, hatte er keinen Grund mehr. Sein Leben endete mit Samuels.

„Wir sehen uns gleich…“, flüsterte er und wartete auf den Tod.

Doch es kam anders.

Ein Licht erschien, das so intensiv war, wie er es nur bei seinem Vater kannte.

„Wo bin ich?“, fragte sich Samuel, als er sich umsah. Unter ihm waren Berge zu sehen, die er nicht kannte und gleichzeitig, stand er in der Luft und über ihn, war der dunkelblaue Himmel. Vor Schreck hüpfte er nach hinten und landete wieder in der Luft.

„Hallo Samuel!“, wieder erschreckte er sich und sah nach hinten, von wo die Stimme kam.

„Die Rüstung wirst du nicht mehr brauchen.“

„KOKUO!“, sein liebster saß vor ihm in der Luft und plötzlich, fühlte er sich leichter. Als er an sich runter sah, hatte er keine Kleidung mehr.

„Ich bin nicht mein Sohn, Samuel.“

Ihm stockte der Atme. Sein Hirn versuchte gerade die Information zu verarbeiten, aber es funktionierte nicht wirklich, weil er es nicht glauben wollte.

„Das kann nicht sein… sagen sie mir bitte, das es nicht wahr…“, er konnte und wollte es nicht glauben. In der Burg hatte er mitbekommen, dass Kokuos Vater gestorben war, mehr aber nicht. Doch nun stand er vor ihm und das bedeutete nur eins.

„Tut mir leid Samuel, doch es ist war, du bist auf dem Schlachtfeld verstorben.“

„Was ist mit Kokuo, LEBT ER NOCH, BITTE…!“, er spürte die unendliche Trauer und wollte weinen. Doch komischerweise, verflogen gleich die Traurigkeit und auch die Sorge um Kokuo.

„Samuel… die belangen der Sterblichen gehen dich nichts mehr an. Du bist tot und eigentlich solltest du nicht hier sein, nicht bei mir. Vielleicht…?“

Komischerweise verstand er ihn, es war glasklar. Er fühlte sich so leicht, wie noch nie zuvor in seinen Leben. Keine Sorgen, kein Kummer, nur Glück und Freude wallte in ihm auf. Er freute sich sogar, dass er nun hier war und doch, wollte er es nicht.

„Es muss einen Grund geben, wieso du hier bist. Es… nein… das kann unmöglich sein.“, Kokuo, Kokuo Vater erhob sich und schwebte zu ihm, um kurz vor seinen Gesicht stehen zu bleiben. Er spürte eine Mach, die von ihm ausging, die er noch nie zuvor gespürt hatte. Wenn er es beschreiben wollte, dann wäre es unendliche Magie, so gewaltig, dass es Welten vernichten konnte.

„Was… bist du?“, fragte er ihn vor Ehrfurcht.

„Ich bin der Gott der Berge, der die Sterblichen von den <Anderen> Beschützt. Nenn mich Raziel, solange du hier bist.“, genau wurde er gemustert, als Kokuos Vater, Raziel das aussprach. Die Macht die von ihm ausging, machte ihn benommen, es machte ihn schwach und löchrig. Er musste einen Schritt zurückgehen, weil er es nicht mehr aushalten konnte.

Raziels Gesicht, das genauso aussah wie Kokuos, erinnerte ihn, was er verloren hatte, was er nicht verlieren wollte.

„Ich will zurück… egal wie… ich… will zu deinen Sohn, Raziel…“, er klammerte sich an die restlichen sterblichen Gefühle die er noch hatte, die langsam am Schwinden waren.

„Das geht nicht, weil du eben tot bist, aber… etwas stimmt nicht mit dir.“, wieder kam Raziel näher an ihn und wieder, tat es ihm weh. Gerade, als er einen Schritt nach hinten gehen wollte, schwebte Raziel zurück und sah ihn erstaunt an.

„Faszinierend!“, schnell schwebte Raziel wieder zu ihm und klopfte mit einem Finger auf seine Brust. Ein metallischer Klang kam auf.

„Wie fühlst du dich Samuel?“, er verstand die Frage nicht, wie soll sich denn ein Toter fühlen, aber er sagte ihm, wie er sich fühlte.

„Müde und erschöpft.“

„Faszinierend!“

Er hatte genug mit Faszinierend, er konnte es schon nicht mehr hören. Aber nun war er verwirrt, wieso sagte Raziel immer faszinierend. Wieso hatte er keine Geduld mehr, obwohl er tot war.

„Was stimmt mit mir nicht?“

„Das ist die Frage aller Fragen, was stimmt mit dir nicht und wieso, bist du hier. Und es gibt nur eine Antwort darauf.“, Raziel Finger zeigte auf seine Brust.

„Das Brillium Amulett?“

„Zum Teil… Samuel, ich bin mir sicher, dass dir Kokuo nicht gesagt hatte, wie ich dich gerettet habe, als du ohne Glieder im Sterben lagst, oder?

Er schüttelte den Kopf

„Nun, er hat mich gerufen und für einen Austausch gegen Magie und einen kleinen Teil von Kokuos Lebenskraft, konnte ich dich komplett Heilen. ABER, ich wollte nicht alles von meinen Sohn nehmen, deswegen gab ich einen kleinen Teil von mir in die Heilung hinein. UND, ich erinnere mich an das Amulett, denn dies war mein Geschenk an meinen Sohn, als wir zum höchsten Gipfel gewandert sind. Kokuo kann sich wohl nicht mehr dran erinnert, doch ich erinnere mich noch sehr gut daran.“

Er verstand nicht, warum man ihm das alles erzählte und welchen Zusammenhang es hatte. Deswegen, schaute er ihn fragend und verwirrt an.

Raziel lächelte leicht.

„Samuel, als toter sollte man nichts mehr bei sich haben!“

Dann verstand er es, doch wie konnte es sein, wie konnte das Brillium Amulett noch da sein.

„Durch meine Kraft, die ich in dich investiert habe, bist du hierher gelangt. Ich bin mir sicher, dass das Schicksal es so wollte, aber da kommt mir die Frage auf, wieso, wieso wollte das Schicksal das du hier bist. Und die Antwort ist ganz einfach. Erinnerst du dich noch, was ich zu dir gesagt habe, als du mich gefragt hast, was ich bin?“

Es war zu viel. Er ist gerade gestorben und doch war er am Leben, dann steht er vor Kokuos Vater, der ein Gott war. Das Schicksal wollte, dass er hier war und zu allem Übel kam noch dazu, dass er nicht wusste, was mit Kokuo war, ob der noch am Leben war und ob es ihm überhaupt noch gut geht. Und deswegen, konnte er sich nicht daran erinnern. Aufgewühlt sah er Raziel in die Augen und verstand langsam nichts mehr.

„Ich sagte, dass ich die Sterblichen von den <Anderen> beschütze und das wird wohl der Grund sein, wieso du hier bist. Die Sterblichen haben schon längst vergessen wer die <Anderen> waren und das ist auch gut so. Es war eine schlimme Zeit und auch wir Götter, möchte eigentlich die Zeiten vergessen. Du wirst dich bestimmt fragen, von welchen Zeiten ich da spreche, doch leider kann ich dir nicht alles sagen. Aber eines kann ich dir sagen: Du willst nicht, das sie zurückkommen. Denn sie waren für den <Umbruch> verantwortlich, sie waren die Götter des Chaos. Als ich noch am Leben war, wusste ich natürlich nichts davon, aber als ich zum nächsten Beschützer der Berge auserwählt wurde und den Platz hier einnahm, nahm ich gleichzeitig die Essenz des letzten Beschützers auf und somit, habe ich alle Erinnerungen von allen Beschützern in mir. Samuel, die Götter sind in großer Unruhe und das gab es seit einer Ewigkeit nicht mehr. Niemand von den Göttern weiß genaueres, doch sie sehen die Anzeichen.“

Nun sah ihn Raziel ernst und göttlich an.

„Samuel, Krieg zieht auf. Ein so großer Krieg, das es Kontinente verschlinge wird. Jemand oder Etwas, blendet uns Götter, so, dass wir nichts Genaueres sehen können. Und es wird wohl an euch liegen, das alles zu verhindern. Falls du mich jetzt fragen möchtest, wieso wir Götter nichts unternehmen, dann kann ich dir nur eins sagen: Weil wir es nicht können. Wir Götter sind pure Energie, bestehend aus Gebete, Wünsche und Träume der Sterblichen. Sie geben uns die Kraft zum Leben und im Gegenzug, beschützen wir sie.“

Raziel machte eine kurze Pause, damit er es verarbeiten konnte. Und es gelang ihn nur sehr langsam.

„Alles Leben und nicht Leben, hat Energie in sich. Der Wind hat Magie in sich, die Gewässer, die Steine und auch die Sterblichen und Tiere. Einfach alles trägt Energie, oder wie ihr es nennt, Magie in sich. Und weil wir aus purer Energie bestehen, können wir nicht auf Erden wandeln, weil wir sonst verloren gehen. Die dichte ist zu gering und wir würden uns binnen Stunden einfach auflösen. Deswegen musst du… müsst ihr handeln!“

Er hat zwar zugehört, aber seine Gedanken gingen langsam zu Kokuo. Schluchzend, fing er dann zu weinen an, weil er genau jetzt bei ihm sein wollte. Er wollte nicht tot, oder halb am Leben sein. Nut bei ihm wollte er jetzt sein.

„Raziel…!“

„Samuel du musst jetzt gehen, das Schicksal hat gerade entschieden, das du gehen musst.“, bevor er verstand was Raziel meinte, sah er es.

Raziel war jetzt mit dem Rücken zu ihm gewandt und sie beide, schauten zur der schwarze Wolke, die am Horizont zu sehen war. Auf einmal breitete sich die schwarze Wolke aus und bedeckte den ganzen Horizont.

Ein gleißen erfüllte Raziel und reflexartig bedeckte er seine Augen, doch es tat nicht weh. Er konnte zuschauen, wie Raziel wuchs. Raziel wuchs und wuchs und wurde zu einem so großen Drachen, das kein Berg an ihn herankam.

Ein donnergrollen erfüllte ihn und ließ seinen Körper erzittern, dann hörte er die Stimme, die so tief und erhaben war, das er auf die Knie gehen wollte „Samuel du musst jetzt gehen, verhindere das, was uns bevorsteht!“.

Noch bevor er Antworten konnte, spürte er eine Hitze in der Brust und ein gleißen kam von seinem Brillium Amulett.

„Grüße meinen Sohn von mir, Samuel!“, war das letzte was er hörte, bevor alles um ihm herum weiß wurde.

Er wollte nicht die Augen aufmachen, denn er war alleine. Zwar war es warm unter der Decke, aber er wusste sofort was fehlte. Er fing zu weinen an. Seine ganze Kraft hatte nicht ausgereicht, um die Person zu schützen, die ihm wichtig war. Bei ihm hätte er bleiben sollen, ihn beschützen und nicht als Köder nach vorne laufen sollen. Samuel. Sein lächeln, sein weinen, der nachdenkliche Ausdruck, seine Wärme. Alles hatte er in einen Moment verloren und er fühlte sich zurückgeworfen an den Tag, wo sein Vater gestorben war und ihn zurückgelassen hatte. Wieder erfüllte ihn eine Trauer, dass ein Loch in sein Herz schlug. Er ließ einen langen und trauervollen Schrei aus sich, dann den nächsten und wieder einen. Er schrie, weil er nichts machen konnte, weil es seine Schuld war, weil er nun wieder alleine war.

Es dauerte lange, bis er seine Stimme verlor, um dann mit leerem Kopf zur Decke zu starren.

„Hallo Kokuo.“

„…“

„Wie ich sehe, bist du aufgewacht und das konnte man nicht überhören.“

„…“

„Ich… es tut mir leid. Ich weiß… Samuel… es tut weh.“

„…“

Er spürte, dass sich die Person zu ihm auf das Bett setzte.

„Mein Name ist… nenn mich Aurelion, doch die, die mich kennen, nennen mich einfach Erster.“

Sein tunnelblick, den er hatte, ging auf die Seite und er sah eine Person, die keine Person war. Sie wechselte die Gestalt. Jede Sekunde repräsentierte der Erste eine andere Spezies und leicht flimmerte um ihn die Luft. Er verstand nicht was vor ihm war, es entzog sich seinen Verstand. Doch irgendwie, war es ihm einfach egal.

„Es sollte dir nicht egal sein, denn nur durch ein Zufall, hab ich euch gefunden und somit gerettet… euch zwei.“

Wieder kamen ihn die Tränen, als er zu der nun gleißend weißen Gestalt blickte. Humanoid wirkte die der Erste, als er sich aufrichtete und nach dem Ausgang suchte. Weiß waren die verputzten Wände und glasklar, konnte er den blauen Himmel durch die vier offenen Fenster sehen. Ein Tisch, zwei Stühle, ein Kamin, sah er im Raum, wo er im Bett lag.

Wortlos stand er auf und ging zur Tür, während der Erste noch auf dem Bett saß.

Auf einem flachen und großen Plateau an einem Berg, war das Haus, wo er im Türrahmen stand. Absolut windstill und nichts war hier zu hören, bis er ein Schnaufen hörte. Rechts von ihm war Salem, der ihn mit erhobenen Kopf freudig und mit rasselten Schuppen anschaute. Auf der Seite lag der Drache und sofort kam ihn das Bild auf, wo Salem von einem Baumstupf aufgespießt war. Er konnte keine Verletzung des letzten Kampfes sehen und das freute ihn sehr, doch das Gefühl war stumpf und verschwand wieder schnell.

„Ich hab doch gesagt, dass ich euch zwei gerettet habe.“, er hatte nichts gehört, nichts wahrgenommen und deswegen, hüpfte er nach vorne und dreht sich in der Luft um, um dann in Kampfstellung auf die Bedrohung zu reagieren. Rein instinktiv tat er das, obwohl er wusste, wer hinter ihm stand. Die Glieder erschlafften und müde, zerschlagen, vor Trauer zerfressen, ging er zu Salem und setzte sich zu ihm. Am Salems Bauch angehlehnt, zog er die Knie an und vergrub sein Gesicht in den Händen.

Wieder fing er zu weinen an, weil er mit Samuel hier sein wollte. Nicht allein. Er konnte nicht mehr, er wollte sich ein Leben ohne Samuel nicht vorstellen. Sein Entschluss war sofort gefasst und nun freudig, stand er auf.

„Mach es nicht Kokuo…“

Er hörte nicht auf ihn, weil er gleich bei Samuel sein wird.

„Kokuo!“

Nur noch ein paar Schritte, dann wäre er wieder in dessen Armen, dann würden sie sich für immer lieben können, sich umarmen und freudig lachen. Wie ein Rinnsal flossen die Tränen vor Trauer und Freude, weil er ihn verloren hatte, aber gleich wieder bei ihn sein wird.

„MACH. ES. NICHT.“

Er schloss seine Augen und machte ein Schritt nach vorne.

„Ich lasse es nicht zu.“

Er machte seine Augen auf und weinte noch bitterer. Er stand in der Luft.

„Ich lasse es nicht zu, dass du dich umbringst.“

Ein Murren war zu hören, aber es war nicht das von Salem. Freudig, fröhlich und aufgeregt klang es. Hasserfüllt, das er sowas nun hören musste, drehte er sich um und erblickte einen blauen Drachen, der Freudeschreiend dem Berghang runterflog und fast lautlos neben dem Ersten landete.

Der erste streichelte den blauen Drachen die Schnauze und genießerisch, schloss dabei der blaue Drachen die Augen.

„Gut, flieg zu ihm, bleib bei ihm und schau, dass er unbeschadet zu uns kommt. Aber macht nicht den gleichen Fehler wie sie. Hast du mich verstanden.“, der blaue Drache nickte und hob gleich wieder ab, um dann flimmernd, im blauen Himmel zu verschwinden.

„Nun zu dir Kokuo, wir warten jetzt auf unseren Gast, dann besprechen wir alles und in der Zwischenzeit, mach ich uns was zum Essen.

Hoffnungslos und erschöpft drehte sich Kokuo um.

Zum zweiten Mal in so kurzer Zeit, fragte er sich, wo er war.

Feucht und kalt war es und als er seine Augen aufmachte, sah er einige Meter vor sich entfernt, ein Licht. Sein Herz klopfte, stoßweiße atmete er die modrige Luft und da schoss es ihm, das er wieder am Leben war. Er verstand nichts mehr und fühlte sich so, als ob er eine Spielfigur auf einem Schachbrett wäre. Es schepperte leicht, als er sich aufrichtete und sofort erinnerte er sich an den Morgenstern. Verwirrt hob er seine Hände und ertaste sein Gesicht, um dann vor Freude zu weinen und auch zu lachen. Er war noch am Leben. Wieder hatte er eine Chance bei Kokuo zu bleiben bekommen.

Wieder war das Schicksal ihm wohlgesonnen. Doch bevor er aufstand, begutachtete er sich.

Er hatte noch immer die Plattenrüstung an und völlig verwirrt, weil er nicht wusste wo er war, stand er dann auf und ging zum Licht. Es war eine Höhle, das erkannte er und etwas stimmte mit der nicht. Es erinnerte ihn… er hat es vergessen und auch die Erinnerungen über Raziel verschwanden langsam und das, was übrig blieb, war nur ein Verlangen zu Kokuo zu gehen und ihn zu warnen. Aber was es war, wusste er nicht mehr.

Kokuo.

Der Name blieb ihm im Kopf haften. Nur noch ein Ziel hatte er vor Augen und das, wollte er unbedingt erreichen. Mit festen Schritten und ein Ziel vor Augen, ging er weiter zum Licht und staunte, als er die grenzenlosen Felder, Wiesen und Wälder sah. Er verstand zwar nicht, wieso er noch am Leben war, aber als er Berg Unterjoch sah und spürte, das dort sein Liebster war, war es ihm auch ehrlich gesagt egal.

Am Höhleneingang stehend, sah er einen kleinen Pfad, das den kleinen Berg an dem er war, runterführte. Innerlich freute er sich und war sogar euphorisch bei der Vorstellung, wieder in Kokuo Armen zu sein. Er musste sich sogar zusammenreißen nicht den Pfad runterzulaufen, weil er es nicht erwarten konnte. Grinsend und atemlos, ging er scheppernd die letzten Meter den Pfad runter, der in ein kleines Wäldchen führte und wo er am Ende sogar eine Straße sah. Er lief und als er die Straße erreichte, kam auf einmal die Erschöpfung. Schweißgebadet, atemlos und entkräftet, setzte er sich zu einem Baum hin und nahm sich ein paar Minuten, um sich zu erholen.

Doch der Gedanken an Kokuo, gab ihn die Kraft wieder aufzustehen. Nun verfluchte er die Plattenrüstung, dass sie sich wie ein Kessel im Feuer anfühlte. Sein Blick wurde langsam trüb und unsicher waren seine Schritte. Das Plätschern eines Bachs drang zu seinen Katzenohren und sofort wollte er dort Baden und sich vollsaufen lassen. Die letzten Meter schleppte er sich dorthin, um dann mitten im Bach, der nur bis zu seinen Knien ging, sich hinzusetzten.

„Hmm…“ drang aus seiner Kehle raus, als ihn die Kühle des Bachs abkühlte. Sofort trank er aus dem Bach und eiskalt, rann das Wasser seiner Kehle runter. Immer mehr trank er, bis ihm schlecht wurde. Seine Ohren zuckten, als sie ein Geräusch vernahmen und bevor er dorthin schaute, sah er den Besucher.

Er wollte schon „KOKUO!“ schreien, doch es war jemand anders. Der blaue Drache, der mit einfacher brauner Reisekleidung gekleidet war, schritt laut durch den Busch und lächelte, als er zu ihm rüber blickte.

„Grüße Reisender“, sagte der relativ junge Drache. Er sah ihn sich genauer an und er sah Kokuo von der Farbe ähnlich aus, aber der Rest war verschieden. Eine rundliche Schnauze, zwischen den Kämmen am Kopf war eine Membran und glattsamtig, war die Haut. Doch als er die Augen sah, war er wie verzaubert. Goldgelb sahen ihn die Augen des Drachens an und sofort, dachte er an Kokuo, aber auch was anderes geschah.

Gespielt sah er ihn finster an „Was willst du?“, fragte er ihn dann „Und wie ist dein Name?“, war gleich seine nächste Frage.

„Ich bin ein einfacher Reisender und als ich den Bach hörte, der neben der Straße war, wollte ich nur meinen Wasserschlauch auffüllen.“

Der Drache kam langsam aus dem Busch raus und da entdeckte er, dass der Anthro auch Flügel wie er hatte. „FLÜGEL!“, er hatte ganz vergessen, dass er auch Fliegen konnte und so auch schnell zu Kokuo kommen konnte. Noch während er so überrascht nachdachte, setzte sich der namenlose Drache zum Bach und fühlte den Wasserschlauch auf.

„Du hast mir noch immer nicht deinen Namen verraten, Drache.“,

„Nenn mich…“

Eine theatralische Pause machte der Drache und fest wurde er in die Augen geschaut. Sein Herzschlag beschleunigte sich, während sie sich in die Augen sahen und wieder, geschah es. Beschämt, weil er nicht wusste wieso es so war, senkte er leicht den Blick und fühlte sich schuldig. Er dachte, dass es vielleicht daran lag, das er wieder am Leben war, oder auch, weil er sich nun bewusst war, wie wertvoll und wie wenig Zeit man im Leben hatte. Der Gedanke, ging ihm nicht mehr aus dem Kopf.

„Willst du, Herr Ritter, nicht mal aus dem Bach steigen? Sie, du könntest dich noch erkälten.“, er fand es lustig, wie der Drache mit den Titeln spielte und einfach sorgenlos mit ihm sprach. Es war sogar leicht befreiend, ihn so sprechen zu hören.

„Mein Name ist Samuel, Herr Drache.“, er fand den Drachen richtig sympathisch, als er das breite grinsen sah und wie er ohne List angeschaut wurde. Doch nun war er von dem was in ihm aufkam leicht verwirrt und auch besorgt besorg, während er langsam aufstand. Er wollte es sich nicht denken oder eingestehen, deswegen vermied er nun den Augenkontakt und ging zum Drachen, um sich nun neben ihn hinzusetzten. Und gerade, als er sich neben ihn hinsetzte, stand der Drache auf und zog sich einfach aus. Nur noch in Unterwäsche gekleidet, stieg der Drache in den Bach und legte sich auf dem Rücken.

Er konnte nicht Drumherum sehen, das der Drache schlank, sehnig und leicht muskulös war und ebenfalls solch knackigen Po Backen wie Kokuo hatte. Das Wasser glitzerte auf der Haut und da fiel es ihm ein, dass der Drache von den Wasserdrachen abstammen musste. Sorgenlos und mit geschlossenen Augen, lag der Drache im Bach und ließ das Wasser über sich fließen. Von diesem Anblick, war er fast verzaubert. Vogelgesang, das Plätschern des Baches und das Schattenspiel der Blätter über ihn, gaben ihn dann einen inneren Frieden. Friedlich verging die Zeit und ohne Druck, sah er ihm einfach zu. Erst, als die Sonne sich rot färbte und den Abend einläutete, wachte er aus seiner leichten Trance auf und erschrak. Ihm ist gar nicht aufgefallen, wie lange er schon so dasaß und schlagartig wurde ihm bewusst, was er eigentlich machen wollte und sollte.

Die Plattenrüstung schepperte und ebenfalls die Stiefel, als er aufstand und zum Berg Unterjoch gehen wollte.

„Wir sollten lieber hier Rasten, Herr Samuel. In einer Stunde geht die Sonne unter und in der Nacht, können wir nur schlecht ein Lager machen.“

Überrascht drehte er sich um, und dachte über den Vorschlag, mit den Drachen ein Lager zu teilen nach. Er war sich absolut unsicher, ober er ihn trauen sollte. Zu frisch war die Erinnerung über den Hinterhalt und den Kampf. Und, zu auffällig war es, das der Drache ausgerechnet heute und zu dieser Stunde zum Bach kam und ihn traf. Doch er war sich sicher, dass er keinen bemerkt hatte, als er den Bergpfad runterging. Aber er fühlte, wie er den blauen Drachen vertrauen konnte. Keine Waffen hatte der bei sich und auch sonst keine gefährlichen Gegenstände sah er an ihm, außer dem kleinen Rucksack am Ufer des Bachs.

„Nagut.“, sagte er dann und war sich nicht sicher, ob die Entscheidung die richtige war. Freudig sprang der Drache auf und ging zum ihm. Als der Drache hinter ihm trat und sich hinkniete, wollte er schon was sagen, doch der Drache kam zuerst zum Wort.

„Ich helfe euch Herr Samuel die Rüstung auszuziehen, denn ich glaube nicht, dass ihr so schlafen möchtet.“, das leuchtete ihn ein und während der Drache ihm dabei half die Rüstung auszuziehen, achtete auf jede auffällige Bewegung.

Sanft waren die Finger die ihn leicht berührten, während der die Brustblatte aufmachte und ihm über den Kopf zog. Warm war die Hand, als sie auf seinem Arm lag und dort die Schnallen aufmachte. Friedlich war die Aura, als der Drache in die Hocke ging und ihm die Beinschienen abnahm. Magisch waren die Augen, die ihn dann ansahen, als die Plattenrüstung ausgezogen war.

Sein Herz raste und ein Impuls kam auf, nachdem er eine Flamme in den Augen des Drachens sah, den er nur schwer widerstehen konnte. Schwer atmend drehte er sich vom Dachen weg, der nur Handbreit von ihm entfernt stand, um Feuerholz zu suchen.

Seine Gedanken überschlugen sich, weil er sich freute, dass er heute Nacht nicht alleine war. Doch auch, weil der Drache freundlich zu sein scheint und auch das, was er sich nicht eingestehen wollte, ihn mehr als sympathisch fand.

Der Drache breitete eine große Decke aus und hatte schon die Feuerstelle mit Steinen markiert, während er das Holz für das Lagerfeuer aufstapelte und dabei jeden Augenkontakt vermied.

Friedlich prasselte das Feuer und beruhigend war das Plätschern des Baches, als sie sich gegenübersaßen und das Feuer betrachteten.

„Schön ist der Mond anzusehen.“, unterbrach der Drache dann die Stille und er musste sich umdrehen, um den Mond zu sehen. Voll und hell, leuchtete der Mond zu ihnen runter und erhellte das Umland. Er sah am Ende des Baches Berg Unterjoch und auch die glitzernde Schneespitze, das von Mondschein erstrahlt wurde. Eine kühle Brise kam auf und weil er noch nicht ganz trocken war, fing er leicht zu zittern an.

Verzaubert von dem Anblick, zuckte er vor Schreck auf, als er warm von hinten umarmt wurde. Verwirrt, erschrocken und heiß, schaute er rauf und lächelte leicht, als der Drache lächelnd zum Mond blickte. Fest wurde er dann an die Brust gedrückt und wegen der Wärme, die er nun spürte, schnurrte er entspannt und lehnte sich gemütlich zurück.

Lange sahen sie einfach nur zu, wie das Land vom Mondschein erhellt wurde und während der Zeit, wurde er immer fester gedrückt. Nur am Rande bemerkte er es, weil seine Gedanken sich nur um den Drachen drehten. Er fühlte seine und die Lust des Drachens aufkommen und deswegen, schämte er sich und er versuchte auch dagegen anzukämpfen, doch es war so angenehm umarmt und begehrt zu werden, das er sich der Lust am Ende hingeben wollte. Aber Kokuo ging ihn nicht aus dem Kopf.

Als hätte der Drache seine Gedanken gelesen, vertrieb der den Gedanken, indem er ihm sachte die Brust zu streicheln anfing. Schnurrend ergab er sich der Streicheleinheit und schloss dabei die Augen. Die Hand wanderte streichelnd weiter rauf zu seinem Hals und langsam, verschwanden die Finger zwischen seinen Federn. Impulsiv blickte er dann rauf, um dann gleich darauf wieder beschämt runter zu blicken.

„Samuel…“, sachte hob ihm der Drache den Kopf, bis sie sich in die Augen sahen. Die Augen flammten und strahlten ihn an und er konnte darauf nur lächeln.

„Ich weiß das du Kokuo liebst und ich werde nicht dazwischen stehen, doch heute Nacht ist er nicht hier und du musst dich für deine Gefühle nicht schämen, die du nun hast. Denn heute Nacht gehört nur uns beiden und sonst keinem. Es geht auch keinem was an, was wir machen werden und deswegen, lass dich fallen, weil es keiner erfahren wird…“

„Aber…“, zu mehr kam er nicht. Denn der Drache gab ihm einen sanften Kuss auf den Schnabel und genau deswegen, erstarrte er. Sie sahen sich in die Augen, als der Kuss vorbei war und dabei, verlor er sich in sie. Er schwamm in tiefe und dunkle weiten, wo am Ende ein Feuer zu sehen war. Die Schnauze des Drachens strich an seinem Schnabel entlang, um dann mit der Zunge um Einlass zu bitten.

Im Flammenschein und mit rasenden Herzen, schloss er seine Augen und gewährte ihm den Einlass. Sie fingen gleich wild zu schmusen an und ohne Häme, drehte sich Samuel um und drückte den Drachen auf den Boden. Schnaufend und grunzend, riss ihn der Drache, neben dem Lagerfeuer, die Kleider vom Leib und er zog ihm das letzte Kleidungsstück aus.

Nackt lag er auf den Drachen und ergab sich seiner Lust. Er leckte ihm neben den Schmusen, die Wangen, den Hals und die Schnauze, während sich ihre Lenden aneinander rieben. Immer lauter schnurrte er und fing schon fast zu wimmern an, weil er wunderbar im Schritt durch irgendwas stimuliert und gereizt wurde. Auch der Drache, schnaufte und grunzte laut, während sie sich an ganzen Körper rieben und weil es feuchtheiß bei den Lenden wurde. Jeder von beiden spürte jeden Schub Vorfreude, den der andere von sich gab.

Samuel verlor sich in der Lust und schnell wanderte sein Schnabel runter. Knabbernd und leckend, wollte er das sehen und in den Mund nehmen, was ihn so wunderschön heiß gemacht hatte. Er wanderte am schlanken und leicht muskulösen Körper runter, bis er zwischen den gespreizten Schenkel, das Objekt seiner Begierde erblickt hatte. Über zwei großen blauen und festen Hoden, ragte ihm das Glied des Drachen entgegen. Spitz und Pilzförmig krönte die Eichel über einen Schaft, wo darunter fleischige, widerhakigen zacken zu sehen waren. Rot und pochend war das Glied, als er schnurrend und voller Lust, mit der Zunge über die Eichel fuhr und den Drachen Schmeckte.

Er hörte ein tiefes und lustvolles Stöhnen und wundervoll fremd, schmeckte die Vorfreude die er nun auf seiner Zunge hatte. Süß wie wilder Honig und so salzig und leicht bitter wie Kokuos, rann die Vorfreude seine Hals runter, als er am Glied des Drachen zu nuckeln anfing. Die Zunge strich an den widerhacken des Drachens entlang, während immer mehr des Glied in seinem Mund verschwand. Mit weint gespreizten Beinen und in die Decke festkrallend, stöhnte der blauer Drache, als das ganze Glied im Schnabel verschwand und wieder schlürfend hervorkam.

Kurz vergrub er dann seinen Schnabel im Schritt des Drachen, um sich wieder rauf zum Drachen zu bewege.

„Mein Name ist… Safur“, kurz sahen sie sich in die Augen, bis sie dann völlig die Lust übermannte und wieder wild zu schmusen anfingen. Nun war er es, der vom Drachen, von Safur, geleckt, beknabbert und überall am Kopf geküsst wurde.

Beim jeden Ausatmen, schnaufte, grunze oder stöhnte er, weil er es nicht mehr aushalten konnte. Ihre Glieder rieben sich ununterbrochen aneinander und verteilten die Vorfreude gegenseitig, bis seine Hoden und sein Unterleib zu schmerzen anfingen.

Er löste sich von Safur und schnaufte schwer, während sie sich wieder in die Augen sahen. Sekunden vergingen, wo keiner was sagte und nur das Schnaufen und der Bach zu hören waren. Dann schrie er vor Glück. Safur Beine haben sich um seine Hüfte geklemmt und zogen ihn fest zu ihm. Einen festen Kuss auf die Spitze des Schnabels bekam er, dann stieß ihn Safur von sich. Vor Aufregung und Nervosität, aber auch vor Lust, fing er zu hecheln an, während er aufgerichtet sein Glied in die Hand nahm und ihn zwischen die Po Backen positionierte. Er schloss die Augen und stöhnte laut, als er die Hitze zwischen den Backen spürte und zuckend von der Rosette in Empfang genommen wurde. Einige Sekunden nahm er sich noch Zeit, bis die Rosette feucht genug war, damit er endlich das tun konnte, wonach es ihm gelüstete.

Doch bevor es soweit war, drückten ihn die Beine fest nach vorne und er stöhnte laut auf, als sich Safur von selbst sein Glied reinschob. Glühend heiß war Safur und fest lag der Muskel um sein Glied, als Safur in einer Bewegung alles aufnahm.

„MEIN GOTT!“, dachte sich Safur, als er das glühende Stück Eisen in sich aufnahm. Zu lang war es für ihn her, dass er sich so ausgefüllt fühlte. Samuel war wunderschön und er beneidete Kokuo, das der nicht sein Liebster war, doch heute Nacht waren sie alleine und keiner konnte was dagegen tun. Stöhnend öffnete er seine Augen und sah Samuel, der sich über ihn gestützt hatte, während er den Hintern fest in Samuels Schritt presste.

Die Lust raubte ihn die Sinne und deswegen, umarmte er den Kopf des Jungen Greifen und bewegte dabei leicht die Hüfte. Die widerhacken rieben an sein innerstes und Fontänen weise, spritze seine Vorfreude aus der Gliedspitze, nachdem Samuel langsam zu stoßen begann. Immer tiefer, immer fester drückte Samuel das Glied in ihm und immer lauter musste er stöhnen und grunzen.

Es war so bezaubernd lieb und heiß, wie langsam und genießerisch Samuel ihn einfach rannahm, als wolle der die ganze Nacht nur… ficken wollen. Und, er hatte sich nichts andere gewünscht. Während er schon fast die Decke raufgeschoben wurde, knabberte er ihn an den Katzenohren, um gleich darauf abzulassen, weil Samuel das Tempo erhöht hatte.

Die Lust raubte ihn die Kräfte und bei jedem stoß, riss er sein Maul auf, um still zu stöhnen.

Er konnte sich nicht mehr zurückhalten. Immer schneller stieß er in den glühend heißen Safur, bis sich der Drache verkrampfe. Sein Schnabel und auch ein Teil seines Gesichtes, wurden mit heißen Drachensamen vollgespritzt. Immer mehr landete auf sein Gesicht und der Geruch, der ihm dabei in die Nase stieg, war unbeschreiblich. Immer mehr verkrampfte sich Safur, bis er dann so fest an ihm gepresst wurde, das er nicht mehr stoßen konnte. Hechelnd und selbst kurz vor dem Orgasmus, richtete er sich auf und dabei, glitten dann die Beine an seiner Hüfte runter.

Safur sah erschöpft aus und doch, schnaufte der und strahlte übers ganze Gesicht. Der Bauch, die Brust, bis rauf zu den Schultern wurde der Samen gespritzt. Dabei sah er dann, das ein kleines Röhrchen aus dem Glied ragte, wo daran der Samen runterrann.

Sofort beugte er sich über ihn und leckte den Samen, der am Oberkörper verteilt war, mit einem langgezogenen und genießerischen murren auf.

Zum ersten Mal gurrte er, als er Safurs Samen schmeckte. Es war mit nichts vergleichbar, weil es einfach nach süßem Meerwasser und Moschus schmeckte.

Nun völlig berauscht und von der Lust übermannt, packte er Safur an der Hüfte und drehte ihn kraftvoll auf den Bauch. Er spreizte ihm soweit es ging die Beine und er stöhnte bei diesem Anblick. Nun wusste er, wie sich Kokuo gefühlt haben muss. Er nahm die Hoden in die Hand und massierte sie kurz und leicht, bevor er dann die Po Backen spreizte und sich auf Safur legte. Mit einem Stoß, drückte er sein heiß pochendes Glied in die heiße Höhle. Safur der bis dahin entspannt hechelte und alles über sich ergehen ließ, hob ruckartig und mit aufgerissen Maul den Kopf, als sein Glied wieder komplett drinnen war.

Schwer Atmend bewegte er leicht die Hüfte, um dann mit geschlossenen Augen, hart, schnell und hemmungslos Safur ranzunehmen. Beim jeden stoß, klatschen seine Hoden auf die von Safur. Laut klatsche er mit der Hüfte auf die Po Backen und leise hörte man, wie das Glied rein und rausfuhr. Mit einem letzten tiefen stoß, das sogar seine Hoden zwischen den Po Backen verschwanden, schrie er seinen Orgasmus raus und pumpte seine ganze Lust in den Drachen rein. Seine Hüfte verkrampfte sich und drückte immer fester gegen Safur und nun stöhnte auch Safur wieder, als er sich auf dessen Hüft abstützte. Sekundenlang, gab er einen Schub nach dem anderen und fing auch wieder leicht zu stoßen an, weil er seinen Orgasmus weiter ausdehnen wollte.

Erschöpft und außer Atem, ließ er sich dann auf Safur nieder und genoss einfach das Abklingen seines Höhepunkts.

Die Ruhe und des Lagerfeuers flackern, fand er extrem entspannend, während er Safur mit einer Hand das Gesicht streichelte und noch immer mit ihm verbunden war. Sein Glied wollte einfach nicht abschwellen und auch seine Lust, war noch nicht ganz verschwunden, aber als Safur schon fast am Einschlafen war, wollte er aufstehen und sich neben ihn legen. Doch eine Hand hinderte ihn daran.

„Bleib… liegen… hmmmm… das fühlt… sich…“, mehr war nicht mehr zu hören und er musst breit grinsen, als Safur einfach mitten im Satz und lächelnd einschlief. „Gerne…“, hauchte er ihm ins Ohr und machte ebenfalls die Augen zu.

„Das war richtig heiß!“, dachte sich Safur, als er über die gestrige Nacht nachdachte und sich im Bach wusch. Normal hätte er es nicht gemacht, aber er spürte, dass Samuel einer der wenigen war, dem er seinen Samen geben konnte. Schwer schnaufte er, als er im Bach stand und zu dem jungen Greif sah. Safurs Gedanken gingen weit in die Vergangenheit zurück und er konnte sich kaum noch daran erinnern, wie sein letzter <Partner> ausgesehen hatte. So lange war es für ihn her. Wie gerne würde er jetzt den jungen Greif einfach packen und rannehmen wollen, doch er konnte nicht. Denn Samuels Herz gehörte Kokuo.

Doch er hatte mehr bekommen als er wollte und es war berauschend wieder sowas mit jemand gemacht zu haben. Während er sich nun im Intimbereich wusch, war er von sich selbst ganz überrascht, wie er ohne großes Vorspiel zum Hauptgang kam. Er liebte es der zu sein, dem man bezirzte und umgarnen musste, doch gestern Nacht war dies nicht der Fall. Langsam fasste er sich mit einer Hand an die Brust und da wusste er es, es war keine Liebe. Freudig und breit grinsend, legte er sich in den Bach. „Zum Glück!“, dachte er dann weiter. Noch immer breit grinsend, war er wieder über sich selbst überrascht, denn normal war er der, der einen richtig hart rannahm, aber bei ihm kam irgendwie nicht das verlangen auf und das verstand er nicht so ganz. Während er in den Himmel blickte und sich nun zwischen den Po Backen wusch, gestand er sich, dass es wunderschön war, wie er von Samuel rangenommen wurde. Wie von Blitz getroffen verharrte er dann, als ihm die Erkenntnis kam, dass Samuel der erste war, den er sich hingegeben hatte.

.

„Samuel wach auf.“

„Kokuo…?!“, verschwommen waren seine Augen vom Schlaf und als er eine blaue Gestalt mit zwei Hörner vor sich sah, dachte er sofort das sein Kokou vor ihm stand.

„Nein Samuel… Ich bin es, Safur. Steh auf und wasch dich, ich mache derweil unser Frühstück.“

Gähnend richtete er sich auf und erst am Bach stellte er fest, dass die Decke an ihn klebte. Mit gemischten Gefühlen, nahm er die Decke von sich runter, die wegen Safurs Samen an ihn geklebt hatte. Von hinten hörte er Safur kichern und er verstand auch schnell warum. In voller Pracht ragte sein Glied empor und wollte wieder umgarnt werden. Doch gleich kam sein schlechtes Gewissen auf, weil es ihn an gestern Nacht erinnerte.

Das schlechte Gewissen entwickelte sich weiter in selbsthass und er musste sich hinsetzten, weil er geschockt feststellte, das er gestern Kokou betrogen hatte. Sofort kamen ihn die Tränen, weil er sich mit Kokuo vermählen wollte und nun, hat er ihn betrogen. Sein Herz schmerzte deswegen und er möchte nicht mit diesem Geheimnis weiterleben. Doch dann kam die Erinnerungen der letzten Tage auf.

Völlig erstarrt davon, flossen still die Tränen. Wieder kamen die Erinnerungen auf, wie er von ihm getreten, gehasst und alleine gelassen wurde.

Es war ruhig und nur leicht pfiff der Wind den Berg runter. Leer schaute er zu den Sternen rauf und stellte sich vor, wie ein Stern Samuel war. Ununterbrochen flossen die Tränen und er konnte es nicht stoppen. Immer wieder blitze das Bild auf, wie Samuel tot am Boden lag, wie der Körper noch zuckte und wie die Hirnmasse überall verteilt war. Der Schnabel, der ihn gestreichelt hatte, lag zertrümmert um den leblosen Körper.

Noch nie hat er sich so einsam gefühlt, so verloren, so verletzt.

Es half auch nicht, wie ihn Salem mit dem ganzen Körper umschlungen hatte, als er sich draußen hinsetzte. Das ganze Murren, das streicheln der Flügel, der Klauen und des Kinns, half einfach nicht, ihn wieder die Lebensfreude zurück zu geben. Es war ihn einfach alles egal und er wollte einfach nicht in einer Welt leben, wo sein Samuel nicht mehr war. Mehrmals hat er versucht sich das Leben zu nehmen, doch jedes Mal hinderte ihn Der Erste.

Er war in ein Gefängnis ohne Wände.

„So weit weg…“, er konnte nicht mehr raufschauen, weil die Sterne so weit weg und unerreichbar waren. Schluchzend und wieder völlig aufgelöst, schrie er seine Wut, seine Trauer, seinen Hass in den Nachthimmel hinaus und vergrub das Gesicht in seinen eingezogenen Beinen. Und wieder hörte er Salems Murren.

Der Schock saß tief und lange hatte er gebraucht, bis er aufstehen und sich waschen und anziehen konnte. Schweigend und leise klappernd von der Plattenrüstung, gingen sie gemeinsam am Straßenrand. In einen Teufelskreis waren seine Gedanken gefangen und er fand keine Lösung, was er machen sollte, wenn er wieder bei Kokuo war.

Zu allem Übel kam dann auch noch dazu, dass Safur glücklich pfiff und leise neben ihm sang. Glücklich und ausgelassen wirkte der und das verschlimmerte seine Angst und sein schlechtes Gewissen. Denn er hatte sich seiner Lust hingegeben und Safur ließ es ihn merken, dass es nur ein Techtelmechtel war, doch es war für ihn nicht nur ein Techtelmechtel gewesen, sondern ein Vertrauensbruch.

„Kannst du bitte zu singen aufhören…!“, schlecht gelaunt schrie er einfach los, weil das Singen sein schlechtes Gewissen Nahrung gab.

Safur der gemütlich neben ihn ging, drehte sich leicht zu ihm um und grinste einfach breit. „Ich weiß was du gerade durchmachst, aber es war doch schön und dein Herz gehört doch Kokou und nicht mir. Also mach dir deswegen kein Kopf, sag ihn einfach was du gemacht hast, wenn du deswegen ein schlechtes Gewissen hast.“

Diese Sorglosigkeit machte ihn rasend vor Wut. Denn im Grunde hatte Safur Recht und es war auch heiß und toll gewesen, aber ihm wurde bei der Vorstellung schlecht, wie wohl Kokuo auf das reagieren würde.

Doch unerwartet wurde er dann aus seinen Gedanken gerissen, als ihn Safur Freundschaftlich ein Arm um die Schulter legte und ihn freundlich angrinste.

„Mach dir kein Kopf darüber… Samuel… wenn Kokuo dich sieht, dann wird er dir alles vergeben…“

Diesen Satz verstand er nicht. Wie konnte Safur von Kokuo wissen. Er verzog keine Miene, während sein Hirn nach einer Antwort suchte, doch er fand keine.

„Woher…“

„… Wirst du noch früh genug erfahren, Samuel.“, sagte Safur knapp. Im selben Moment, als Safur zu Ende gesprochen hatte, verzog der das Gesicht und schaut angespannt die Straße rauf. Sein Arm brach fast, als ihn Safur mit einer kraft packte, die er ihn nicht zugetraut hatte. Mit derselben kraft wurde er dann in ein Gebüsch gezogen, wobei er schon fast flog, weil Safur so schnell war. Hinter einen Gebüsch wurde er dann fest umarmt und völlig verwirrt schaut er zum blauen Drachen rauf, der angestrengt Richtung Straße schaute.

„Was ist…?“, zu mehr kam er nicht, weil ihn Safur den Schnabel zuhielt.

„Still jetzt!“ und da hörte er es. Hufgetrampel und schreie von Raptoren waren zu hören. Gerade als er den Trupp sehen konnte, wurde er mit der Hand auf den Schnabel, zu Safur gedreht. Sie sahen sich in die Augen und deutlich konnte er die Lust darin sehen, die wie ein Waldbrand brannte. Langsam wurde er losgelassen und gleichzeitig wurde er von Safur geküsst. In ein blau wurden sie getaucht, als sich Safurs Flügel um sie schlossen und da schloss er dann die Augen. Gleich, als er den Schnabel leicht öffnete, drückte sich Safurs Zunge rein und umschloss seine. Wild und hemmungslos schmusten sie, während die Reiter immer näher kamen. Es erinnerte ihn an Kokuo, wie er mit Safur schmuste und doch, war es ganz anders.

Es war keine Liebe in spiel, nur die Lust lenkte seine Aktionen. In diesen Moment verfluchte er den Zustand, dass er eine Rüstung anhatte. Denn bei Safur fühlte er sich sicher und irgendwie wusste er auch, dass die Truppe an sie vorbeireiten würde.

Doch es kam anders als erwartet.

Überrascht riss er seine Augen auf, als er die Ritter des Greifen Ordens sah, die dort Halt machten, wo sie noch vor einigen Sekunden auf der Straße standen. Er wollte sich schön lösen und seine magischen Kräfte sammeln, doch Safur hielt ihn mit unerbittlicher Kraft fest und legte dann auch noch eine Hand auf seine Augen.

Sein ganzer Körper kribbelte so stark, wie noch nie zuvor.

Fußtritte von Plattenstiefel waren bei ihren Busch zu hören und sein Herz fing automatisch zu rasen an. Plötzlich kam das Bild kam auf, wie er am Boden war und der Morgenstern auf seinen Kopf zuraste. Tränen der Angst bildeten sich, während er nichts sah und noch immer mit Safur schmuste. Als er die ersten Tränen vergossen hatte, entfernte sich die Hand auf seinen Augen und er konnte durch die Flügelmembran sehen, wie ein Ritter den Busch auseinander drückte und auf sie runter sah. Neben den Ritter war ein Raptor, der am Boden schnüffelte und Jagdlaute von sich gab.

„Hier ist nichts!“, rief der Ritter und ging dann anschließend wieder zu dem Trupp zurück. Nur der Raptor stand noch dort und schnüffelte weiter. Er verstand langsam das Safur, sie beide mit mächtiger Magie schütze und das überraschte ihn sehr. Denn er kannte keinen Zauber, der sie Unsichtbar machen würde.

Die Sekunden zogen sich in die Ewigkeit, während sie sich langsam voneinander lösten und zusahen, wie der Raptor langsam den Kopf hob und suchend die Augen bewegte. Den Atem des Todes roch er und er musste sich zusammenreißen, dass er nicht plötzlich zu zittern anfing und somit die Plattenrüstung ein Geräusch verursachte.

„Komm Daran!“, der Raptor hob den Kopf und drehte sich Zähnefletschend um, weil der die Beute deutlich riechen konnte und ging zu dem Ritter, der bei ihnen beim Busch gewesen war. Sie trauten sich erst wieder zu bewegen, als der Trupp nicht mehr zu sehen war. Schwer fing er zu atmen an, weil er in der ganzen Zeit vor Anspannung den Atmen angehalten hatte, genauso wie Safur.

Als wäre nichts gewesen, stand Safur gemütlich auf und ging wieder auf die Straße.

„Wie hast du das gemacht?!“, fragte er gleich, als er zu Safur aufgeschlossen hatte und wieder neben ihm unter der brennenden Sonne ging. Die einzige Antwort, die er auf die Frage bekam, war ein breites Grinsen.

„Und… war das… schmusen ein…“

„Nein, ich hatte eben Lust drauf.“

Für einen Sekundenbruchteil blieb er stehen, als er die Antwort hörte und wieder, kamen dann sein schlechtes Gewissen und der selbsthass auf. Wieder hatte er sich der Lust hingegeben und wieder, hat er Kokuo verraten und das, ohne es bemerkt zu haben. Tränen wollten wieder kommen, weil er solch große Angst vor Kokuos Reaktion hatte, dass er am liebsten weglaufen wollte. Doch er ermahnte sich, dass er ein Ritter war, ein Stolzer Kampfmagier, der es mit jedem aufnehmen konnte. Aber von Kokuo hatte er Angst.

Aber langsam kam ihn was komisch vor. Wie konnte ein einfacher Reisender solche Magie wirken, woher wusste Safur von Kokuo und langsam schoss es ihm.

„Du bist nicht zufällig zum Bach gekommen, oder?“, er blieb stehen und ging in Kampfhaltung, zusätzlich sammelte er seine Magie und war kurz darauf auf alles vorbereitet.

„Was machst du da Samuel, wir müssen weiter! Du willst doch zu Kokuo.“, Safur grinste einfach und war so unbekümmert wie immer.

„Wer bist du? Was willst du von mir und woher kannst du solche Magie wirken?“, gerade als er zu Ende gesprochen hatte, erinnerte er sich daran, wie Tagan einen ähnlich, oder sogar den gleich Zauber gesprochen hatte. Schlagartig wurde ihn bewusst, dass er vielleicht gegen Safur keine Chance hätte, dennoch würde er nicht Kampflos untergehen, falls es zu einen Kampf kommen sollte. Angespannt wartete er auf eine Antwort. Doch als er die Antwort hörte, ließ er fast sein Schwert fallen.

Safur lachte einfach nur.

„Du bist süß und dumm Samuel. Wenn ich ein Feind wäre, wärst du schon längst tot. Falls ich ein Spion wäre, hätte ich dich den Templern ausgeliefert und was sagt dir das alles?“

Er musste nicht lange überlegen, weil das einzige was noch übrig blieb, war, dass Safur freundlich gesinnt und ein Verbündeter war. „Doch das erklärt nicht, was du mit mir geplant hast, oder ob du doch nicht irgendwas im Schilde führst! Safur, bist du der dritte Templer, der verschollen ist?“

„Nein und nein. Und jetzt komm, Kokuo wartet auf dich und er glaubt noch immer… das du tot bist.“

Er ließ sein Schwert fallen. Leer war sein Kopf.

„Jetzt weißt du, wieso ich die ganze Zeit sage, dass wir weiter müssen. Ich bin nicht herzlos oder kalt, ich möchte nur, dass du wieder mit ihm vereint bist…“, er hörte es kaum, weil seine Gedanken bei Kokuo waren. Und setz deine Magie nicht ein, sonst finden sie uns noch…“

Die Stunden zogen sich, während sie den Berg immer näher kamen und langsam in den Schatten tauchten. Schlagartig wurde es im Schatten des Berges kalt und da war er wiederum froh, dass er seine Plattenrüstung anhatte. Überall waren seine Gedanken, bei Kokuo, bei dem, an den er sich fast nicht mehr erinnern konnte und auch, bei Safur. Sie beide hatten Lust zueinander, das sah er jedes Mal in dessen Augen und da, kam auch seine Lust wieder. Aber es war die Lust für Kokuo.

Langsam verstand er auch, was er und Safur hatten. Safur war der Honig und er der Bär. Zuckersüß und ohne Scham und Reue, hatte er den Honig verspeist und er hatte es wirklich genossen, doch nun war der Honig aus und er musste weiterziehen.

Schwer musste er Atmen, als sie den Berg raufgingen. Steil waren die Wände und schmal der Weg, den sie gingen. Es war Nachmittag, das wusste er, als der Weg langsam abflachte und einPlateau zum Vorschein kam. Ein einzelnes kleines und weißes Haus sah er auf dem Plateau und davor, saß Salem.

Kurz blieb er stehen, als sich ihre Blicke trafen, dann rannte er freudestrahlend und vor glück schreiend zum roten Drachen. Laut murrte Salem, wie er ihm den Kopf umarmte und den Kiefer kraulte.

„Salem, es freut mich, dass es dir gut geht!“, sagte er dann, als er sich von ihm wieder löste und sie sich in die Augen schauten. Doch gleich wurde das Murren leiser und Salem schaut runter zum vorderen Bein. Vor Schreck ging er ein Schritt nach hinten, als er das Bein sah. Ohne Schuppen und Haut war das Bein und nur aus Muskelsträngen bestand es noch. Vor Trauer und Mitgefühl, umarmte er Salems Kopf wieder. Er wollte schon was sagen, aber er wusste nicht was.

„Keine Sorge Samuel, Der Erste kümmert sich um ihn.“, er blickte nach hinten und sah das Traurige und Ernste Gesicht von Safur.

„Doch nun, musst du dich um was anderes Kümmern. Kokuo ist oben…“, Er folgte den Blick rauf zu Spitze des Berges und sofort wusste er, was zu tun war. Fest kraulte er noch einmal die Wange von Salem und ging zu Safur.

„Hilf mir bitte die Rüstung auszuziehen…“

Schwer atmend und nur noch leicht bekleidet, entfaltete er seine Flügel und mit den Gedanken gleich wieder bei Kokuo zu sehen, hob er ab.